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2. Jahrhundert V. Chr.

2. Jahrhundert v. Chr.


Zu diesem Jahrhundert v. Chr. existieren auch Wikipedia-Artikel zu den Jahrzehnten:
---- Das 2. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 200 v. Chr. und endete am 31. Dezember 101 v. Chr..

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen


- Das römische Reich expandiert nach Osten und unterwirft u.a. Makedonien. Im dritten punischen Krieg wird die konkurrierende Großmacht Karthago 146 v. Chr. vernichtend geschlagen. Im Norden erleidet das römische Heer jedoch gegen die Kimbern eine Niederlage.
- Der chinesische Kaiser Wu-ti (Han-Dynastie) erhebt den Konfuzianismus zur Staatslehre und beginnt die große chinesische Expansion.

Persönlichkeiten


- Titus Maccius Plautus (
- 254 v. Chr.,†184 v. Chr.), römischer Komödiendichter
- Hannibal (
- 247 v. Chr.,†183 v. Chr.), karthagischer Feldherr
- Scipio Africanus Major (
- 236 v. Chr.,†183 v. Chr.), römischer Feldherr und Staatsmann
- Cato der Ältere (
- 234 v. Chr.,†149 v. Chr.), römischer Staatsmann, Rhetoriker und Schriftsteller
- Polybios (
- 201 v. Chr.,†120 v. Chr.), griechischer Historiker
- Publius Terentius Afer (
- 190 v. Chr.,†159 v. Chr.), römischer Komödiendichter
- Wu-ti (
- 140 v. Chr., †86 v. Chr.), chinesischer Kaiser
- Gaius Marius, genannt 3. Gründer Roms, siebenfacher Konsul, röm. Feldherr, Sieger über Jugurtha und die Kimbern und Teutonen

Erfindungen und Entdeckungen

Die einzelnen Jahre

00-02 ja:紀元前2世紀 ko:기원전 2세기

Wikipedia:WikiProjekt Zeit

Ziel ist es vorhandene wikipedia-Artikel im Themenkomplex Zeit – Zeitrechnung – Kalender – Zeitskalen (in Geschichte und Naturwissenschaften) besser zu erschließen. Vorgehensweise # Die Artikelserien der Zeitskalen werden betrachtet und neu verlinkt. Begonnen wird dabei bei den Jahrtausenden, fortgefahren mit den immer kürzeren Zeitskalen. Parallel dazu wird der restlichen Artikelbestand untersucht und die relevanten Links hier gesammelt. # Der restliche Artikelbestand wird neu verlinkt, die genaue Vorgehensweise wird geklärt, wenn 1) abgeschlossen ist.

Die Zeitskalen

Die Artikelserien werden einzeln betrachtet und neu verlinkt

Jahrzehntausend

Diese Skala entfällt, diente auch früher nur der Navigation innerhalb der Jahrtausende der entsprechende Artikel wird gelöscht.

Jahrtausende

Aktuell 10. Jahrtausend v. Chr. bis 2. Jahrtausend = 12 Artikel Stand der Navigation: Navigationstabelle, die jedes Jahrtausend enthält. Jeder Artikel ist (jetzt) mit jedem Anderen verlinkt. Zusätzlich gibt es bei den Jahrtausenden, zu denen es auch Jahrhundert-Artikel gibt, eine Tabellenzeile mit Links auf diese Jahrhundert Artikel. Aktuelle Einstiegspunkte
- Zeitskala komplette Navigationstabelle ist eingebaut (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahrtausend komplette Navigationstabelle ist eingebaut
- über die Jahrtausender-Links innerhalb der Jahrhundert-Navigationstabelle Geplante weitere Einstiegspunkte
- Jahreskalender Navigationstabelle einbauen?
- ...

Jahrhunderte

Aktuell 40. Jahrhundert v. Chr. bis 20. Jahrhundert + 21. Jahrhundert = 61 Artikel Stand der Navigation: Navigationstabelle, die jedes Jahrhundert enthält. Aus Platzgründen werden in die einzelnen Artikel jedoch nur 4 Tabellenzeilen (4 Jahrtausende) eingebaut. Aktuelle Einstiegspunkte:
- Zeitskala komplette Navigationstabelle ist eingebaut (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahrhundert komplette Navigationstabelle einbauen (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahreskalender („Überschriften“ Links zum jeweiligen Block mit den Jahren)
- über die Jahrhunderter-Links in einigen der Jahrtausender-Artikeln Geplante Einstiegspunkte:
- über die Jahrhunderter-Links in der Jahrzehnte-Navigationstabelle
- Jahreskalender komplette Navigationstabelle einbauen?
- ...

Jahrzehnte

Aktuell von 490er v. Chr. bis 2010er = 252 Artikel, sind jedoch Teilweise zur Zeit nur ein redirect auf das entsprechende Jahrhundert, was jedoch jederzeit geändert werden könnte. Aktuelle Einstiegspunkte
- Jahrzehnt
- Zeitskala (nur TEILE der relativ großen Tabelle) Geplante Einstiegspunkte
- Jahrzehntekalender mit Link aus Zeitskala

Jahre

Aktuell von 400 v. Chr. bis 2016 (verlinkt bis 2200) Aktuelle Einstiegspunkte
- Jahreskalender [Jahresübersicht] IN DER TABELLE auch Link auf alle entsprechende Jahrhunderte [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Jahreskalender Links auf diese Seite] Geplante Einstiegspunkte
- Jahreskalender mit Link aus Zeitskala, Jahr, ...
- Einen Teil aus Jahreskalender (19. + 20. jahrh.) in Jahr?

Tage – Historische Jahrestage

Historische Jahrestage Linktabelle auf alle Tage des Jahres und die Monate [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Historische_Jahrestage Links auf diese Seite]

Übersicht über den restlichen Artikelbestand

Portale


- Zeitskala momentan Zeittabelle + Links auf Jahreskalender, Jahrzehnte und Historische Jahrestage [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Zeitskala Links auf diese Seite] – dieser Artikel ist auf allen historischen Jahrestagen verlinkt
- Portal:Geschichte Komplexes, strukturiertes Portal, lebt davon, das es regelmäßig aktualisiert wird?

Meta-Artikel

Oberbegriffe, die untereinander verlinkt werden sollten? Zeit – Zeitmessung
- Zeitrechnung (Chronologie) ist die zyklische sowie die lineare Strukturierung der Zeit. Brauchbarer Artikel, bereits mit vielen Links
- Uhr mit langer Liste aller Uhrentypen Kalender
- Kalender DER Metaartikel für alle Weiteren Kalendersysteme (Gregorianischer ...)
- Astronomie Beobachtung der Himmelskörper als Grundlage von Zeitmessung + Kalender Zeitskalen (in Geschichte und Naturwissenschaften):
- Naturgeschichte erweitern?
  - Kosmologie eigentlich Teil der Naturgeschichte?
  - Erdgeschichte erweitern?
    - Geologische Zeitskala (große Tabelle plus Inhalt) wichtig!
    - Historische Geologie ist ein Teilgebiet der Geologie und erforscht die Geschichte des Planeten Erde
- Urgeschichte
- Frühgeschichte
- Geschichte

Artikel

Zeitrechnung/Zeit – Definition, Einheiten und Allgemeines


- Zeit Brauchbarer Artikel
- Zeitpunkt kurz
- Zeitraum [Zeitintervall] kurz
- Zeitpfeil eine Gesetzmäßigkeit, die zwischen Vergangenheit und Zukunft unterscheidet.
  - Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
- Zeitzone
- Ortszeit (gleiche) Zeit in der Zeitzone
- GMT Greenwich Mean Time, Vorgänger der UTC
- UTC Abkürzung für Universal Time Coordinated
- Sommerzeit ausführlicher Artikel, Winterzeit = Normalzeit redirect zu Sommerzeit
- MEZ Standardzeit ist die Mitteleuropäische Zeit, UTC plus 1 Stunde
- MESZ Mitteleuropäische Sommerzeit, UTC plus 2 Stunden
- Jahrtausend, Jahrhundert, Jahrzehnt, Jahr, Monat, Woche, Tag, Stunde, Minute, Sekunde, Millisekunde

Uhren – Zeitmessung


- Zeitmessung
- Uhrzeit
- Atomuhr als EINEN Uhrentyp, alle Anderen über Links in Uhr
- Global Positioning System Positionsbestimmung durch Zeitmessung – Nebenthema

Kalender


- Gregorianischer Kalender als DEN Kalender, alle Anderen über Links in Kalender (wichtig!)
- Schaltjahr, Schaltmonat, Schalttag, Schaltsekunde
- Kalenderdatum Das Tagesdatum im Kalender (Umgangsspr. Datum) (wichtig!)
- Datumsformat legt die Form fest, in der Kalenderdatum und Uhrzeit dargestellt werden (wichtig!)
  - ISO 8601, EN 28 601, DIN 5008
- Jahreszeiten
  - Frühling, Sommer, Herbst, Winter
- Sonnenwende (Astronomie)
  - Tagundnachtgleiche
  - Sommersonnenwende, Wintersonnenwende
  - Mitternachtssonne
- Osterdatum
- Kalendarium (Nebenthema)
- V. u. Z. ist die Abkürzung für „vor unserer Zeitrechnung“ (Nebenthema)
- Das Jahr Null [Jahr 0] (Nebenthema)

Astronomie – (Kalender)


- Geschichte der Astronomie
- Deklination (Astronomie)
- Rektaszension
- Siderisches Jahr
- Sonnentag und Sternentag
- Julianisches Datum gibt die Zahl der Tage an, die seit dem 1. 1. 4713 v. Chr. vergangen sind. Es wird vor allem in der Astronomie verwendet, nicht zu verwechseln mit dem Julianischen Kalender.

Kosmologie – (Physik)


- Lichtgeschwindigkeit
- Michelson-Morley-Versuch
- Spezielle Relativitätstheorie
- Raumzeit
- Eigenzeit
- Zeitdilatation
- Zwillingsparadoxon
- Urknall
- Planck-Zeit

Erdgeschichte

Naturgeschichte


- Paläontologie die Lebewesen und deren Lebensumstände

Momentan verwendete Formatvorlagen für Navigationselemente

Linktabelle-Navigationsleiste für Jahrtausende

aktuelle Version

Hier als Beispiel das 3. Jahrtausend v. Chr.
Zu diesem Jahrtausend v. Chr. existieren auch Wikipedia-Artikel zu den Jahrhunderten:

Zweiter Entwurf

Linktabelle-Navigationsleiste für Jahrhunderte

Aktuelle Version In die einzelnen Artikel werden nur jeweils 4 Zeilen (4 Jahrtausende) eingebaut

Vorschlag NEUE Tabelle für Jahrzehnte

Als Ersatz für die bisherige Version: Jahrzehnt
Zu umfangreich zur Navigation in jedem Jahrzehnt-Artikel
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Format Jahrhundert

17. Jahrhundert18. Jahrhundert – 19. Jahrhundert – 20. Jahrhundert21. Jahrhundert (weitere Jahrhunderte) ----

Jahrzehnte und Jahre

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Format Jahrzehnt

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Format Einzelne Jahre

Zeit

Jahrzehnt

Das Jahrzehnt, auch Dekade oder Dezennium ist ein Zeitraum von 10 Jahren. In seine strikten, mit Ordinalzahlen versehenen Bedeutung, wird das Jahrzehnt zur geschichtlichen Zeiteinteilung verwendet, zum Beispiel „das erste Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts“. Dieses begann natürlich erst am 1. Januar 1901 und endete am 31. Dezember 1910. (Siehe das Jahr Null). Daneben gibt es die sogenannten „gebräuchlichen Dekaden“, zum Beispiel die „20er Jahre des 20. Jahrhunderts“. Diese sind aber nicht völlig identisch mit dem „dritten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts“, da die erstere, logischerweise, das Jahr 1920 ein- und das Jahr 1930 ausschließt, der letztere Begriff, genauso logisch, das Jahr 1920 aus- und hingegen das Jahr 1930 mit einschließt. Gewöhnlich werden die „usuellen Dekaden“ auch erst ab den zwanziger Jahren aufwärts verwendet, von „zehner“ Jahren zu sprechen ist eher ungewöhnlich, „Nuller“ Jahre klingt gänzlich künstlich. Die Geschichtswissenschaft verwendet deshalb vornehmlich die eigentlichen Jahrzehnte. In der Politik wird der Begriff „Dekade“ oder „Jahrzehnt“ auch benutzt, um sich eine Zeitspanne zur Erreichung von Zielen vorzugeben. Beispiele aus der Arbeit der UNO:
- Jahrzehnt zur Zurückdrängung der Malaria in den Entwicklungsländern, insbesondere in Afrika, von 2001 bis 2010
- Zweite Internationale Dekade für die Beseitigung des Kolonialismus, von 2001 bis 2010
- Internationale Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zugunsten der Kinder der Welt, von 2001 bis 2010 In der Wikipedia werden für die Übersichtsartikel – wegen der intuitiveren Navigation – die „usuellen Dekaden“ anstelle der „historischen Jahrzehnte“ verwendet. Hingegen werden die Jahrhunderte korrekt dargestellt (z. B. das Jahr 2000 beim 20. Jahrhundert, das Jahr 1900 beim 19. Jahrhundert usw.). Siehe zu dieser Thematik auch die Artikel Jahrtausend und Jahr Null. Siehe auch: Jahreskalender für eine Aufstellung nach einzelnen Jahren, Historische Jahrestage für eine Übersicht über die einzelnen Tage des Jahres, Dekade für andere Bedeutungen des Begriffs.

Artikel zu einzelnen Dekaden

Zu den folgenden „gebräuchlichen Dekaden“ (nicht Jahrzehnten) existieren in der Wikipedia Artikel:

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

! Kategorie:Zeitbegriff Kategorie:Kalender Kategorie:Maßeinheit ja:10年紀 simple:Decade

101 v. Chr.

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 30. Juli - Der römische Konsul Gaius Marius besiegt auf dem Raudischen Feld bei Vercellae (dem heutigen Vercelli) die Kimbern und bannt damit die Germanengefahr.
- 31. Dezember - Ende des 2. Jh. v. Chr. (Beginn 1. Januar 200 v. Chr.)

Geboren


-

Gestorben


-

Römisches Reich

Das Römische Reich (lateinisch: Imperium Romanum) war das von der Stadt Rom beherrschte Gebiet in der Zeit zwischen etwa dem 6. Jahrhundert v. Chr. und dem 5. bzw. 6. Jahrhundert n. Chr. Eine eindeutige Abgrenzung ist jedoch weder zur vorrömischen Epoche noch zum Byzantinischen Reich möglich. Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung, zu Zeiten Kaiser Trajans, erstreckte sich das Römische Reich über die Gebiete rund um das Mittelmeer, über Gallien und große Teile Britanniens und über die Gebiete rund um das Schwarze Meer (siehe auch Bosporanisches Reich). Das Römische Reich übte einen großen Einfluss auf die von ihm beherrschten Gebiete, aber auch auf die Gebiete jenseits seiner Grenzen aus. In der östlichen Reichshälfte mischte sich dieser Einfluss mit griechisch-hellenistischen und orientalischen Elementen, während der Westen latinisiert wurde. Latein, die Sprache Roms, wurde zur Amtssprache des Reiches, in Teilen des Reichs blieben aber auch andere Sprachen erhalten. Aus dem Lateinischen entstanden die modernen romanischen Sprachen Europas (Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch, sowie Ladinisch und Rätoromanisch). Sehr viele Lehnwörter finden sich zudem in den germanischen und in den slawischen Sprachen. Vor allem das Rechts- und Staatswesen in Europa ist maßgeblich vom römischen Erbe geprägt.

Geschichtlicher Überblick

Die Geschichte des Römischen Reiches lässt sich grob in folgende sechs Phasen gliedern, die im Verlauf dieses Artikels genauer beschrieben werden; zu Details siehe die entsprechenden Verweise im Artikel (Beispiel: Prinzipat): # Königszeit (753 v. Chr.510 v. Chr.) # Die Zeit der Republik (509 v. Chr.133 v. Chr.) # Zeit der Bürgerkriege (ab 133 v. Chr.) # Prinzipat (Römische Kaiserzeit I, ab 27 v. Chr.) # Spätantike, in der älteren Forschung auch Dominat (Römische Kaiserzeit II, ab 284 n. Chr.) # Untergang des Reiches im Westen und Übergang zum Byzantinischen Reich im Osten (ab 395 n. Chr., noch zur Spätantike zu rechnen)

Römische Königszeit und frühe Republik

395 n. Chr.]] Der Stadtstaat Rom, der zuerst unter etruskischer Königsherrschaft stand (Königszeit), gewann in Italien zunehmend an Einfluss, nachdem er sich ca. 500 v. Chr. von der Herrschaft der Etrusker gelöst hatte. Zu dieser Zeit erfolgte ebenfalls die Umwandlung des ehemaligen Königreiches in die Römische Republik (Republik = res publika, die öffentliche Sache), während derer alljährlich zwei Konsuln die oberste Regierungsgewalt ausübten. Der letzte aller römischen resp. etruskischen Könige, Tarquinius Superbus (Tarquinius der Hochmütige), wurde vom römischen Volk unter der Führung von Lucius Iunius Brutus aus Rom vertrieben, weil er eine Römerin namens Lucretia geschändet hatte. Das Jahr 509 v. Chr. ist jedoch spätere Fiktion, die als Parallele zum Sturz der Peisistratiden in Athen um 510 v. Chr. gesehen werden kann. Wahrscheinlicher ist die Zeit um 475 v. Chr. Als ersten, einigermaßen festen Punkt in der römischen Geschichte kann man die Niederlegung des Zwölftafelgesetzes 451 v. Chr. sehen.
Über die römische Königszeit existieren verschiedene berühmte Legenden, die die römische Geschichte mit der Geschichte Trojas zu verknüpfen versuchen. Diese entstanden jedoch erst Jahrhunderte später. Rom begann mit einer gezielten Expansion in Mittelitalien (Eroberung von Veji 396 v. Chr.), musste dabei aber auch schwere Rückschläge verkraften (v.a. der Galliersturm von 387 v. Chr., der psychologisch seine Spuren hinterlassen sollte, sowie mehrere Niederlagen gegen italische Volksstämme). Es folgen die Samnitenkriege (1. 343-341 v. Chr.; 2. 327-304 v. Chr.; 3. 298-290 v. Chr.) und der Latinerkrieg (ca. 340-338 v. Chr.). Rom etabliert schließlich ein weitverzweigtes Bündnissystem. So wurden Kolonien an strategisch wichtigen Plätzen angelegt und Bündnisse mit mehreren italischen Stämmen geschlossen, die jedoch nicht das römische Bürgerrecht erhielten.

Der Aufstieg Roms - Expansion in Italien und im Mittelmeerraum

Im 3. Jahrhundert v. Chr. setzte sich Rom gegen die Samniten und andere italische Stämme durch. Nach und nach fiel die gesamte Halbinsel an Rom (außer Oberitalien, welches erst später annektiert wurde). Im Süden verleibte sich die Republik um 275 v. Chr. die dortigen griechischen Stadtstaaten ein, nachdem es gelungen war, den hellenistischen Condottiere Pyrrhos von Epiros abzuwehren. Mit dieser Expansion kam Rom allerdings in Konflikt mit der bisher Rom freundlich gesonnenen Handelsrepublik Karthago (im heutigen Tunesien), was zu den Punischen Kriegen führte. Im Ersten Punischen Krieg (264-241 v. Chr.) dehnte sich Rom nach vorherigen Spannungen auf Sizilien bis in karthagische Gebiete aus. Nachdem Karthago, solcherart provoziert, die Römer von See aus angegriffen und geschlagen hatte, baute Rom eine Flotte auf, um der Seemacht Karthago entgegentreten zu können. Nach mehreren Rückschlägen und wechselhaftem Kriegsglück gelang es Rom schließlich, besonders auf Sizilien Fuß zu fassen und die karthagische Flotte mehrmals zu schlagen. Karthago verlor fast alle seine sizilianischen Besitzungen und sann fortan auf Rache. Im Zweiten Punischen Krieg (218-201 v. Chr.) gelang es dem genialen Strategen Hannibal beinahe, Rom in die Knie zu zwingen. Besonders die Niederlage bei Cannae (216 v. Chr.) schmerzte, die schwerste Niederlage in der römischen Geschichte, doch gelang es Hannibal nicht, das Bündnissystem Roms in Italien zu zerstören. Der römische Feldherr Scipio setzte 204 v. Chr. nach Afrika über und besiegte Hannibal 202 v. Chr. bei Zama. Karthago verlor alle außerafrikanischen Besitzungen und seine Flotte. Es war als Machtfaktor endgültig ausgeschaltet, während Rom mit seiner neuen Provinz Hispanien zunehmend an Einfluss gewann. Der Sieg über Karthago im 1. und 2. Punischen Krieg sicherte Roms Vormachtstellung im westlichen Mittelmeer. In diese Zeit, genauer gesagt in die Zeit ab 200 v. Chr., fiel auch die Einmischung Roms in das Machtspiel der hellenistischen Großreiche. Dort waren die Großmächte nicht in der Lage gewesen, ein friedliches Zusammenleben zu erreichen. Es folgten Konflikte mit den Antigoniden, wobei Rom 200-197 v. Chr. in Griechenland intervenierte, um den makedonischen Einfluss zurück zu drängen. Auch gegen das hellenistische Seleukidenreich führte Rom Krieg. Auf ein Hilfegesuch hin kam es 192-188 v. Chr. zum Krieg gegen Antiochos III., in welchem Rom siegreich blieb. Antiochos musste auf einen Großteil seiner Besitzungen in Kleinasien verzichten. Rom wurde damit zur De-facto-Vormacht im östlichen Mittelmeerraum. Versuche Makedoniens, die alte Hegemonie wieder aufzurichten, führten zum Krieg. 168 v. Chr. wurden die Makedonen endgültig besiegt und ihr Königreich zerschlagen, 148 v. Chr. schließlich in eine römische Provinz umgewandelt. So erging es 146 v. Chr. auch Griechenland (ab 27 v. Chr. Provinz Achaea, vorher zu Makedonien) und der neuen römischen Provinz Africa nach der Zerstörung Karthagos, welches vor dem Dritten Punischen Krieg (150-146 v. Chr.) wieder an Macht gewonnen hatte. Pergamon wurde durch Erbvertrag 133 v. Chr. zur römischen Provinz. Gleichen Status erhielt 64/63 v. Chr. das Restreich der Seleukiden, das nicht mehr lebensfähig war und von Pompeius, der eine Neuordnung des Ostens vornahm, zur Provinz Syria gemacht wurde. Nur das schwächelnde Ägypten der Ptolemäer, welches zu einem römischen Protektorat wurde, behielt seine Unabhängigkeit, ehe es im Jahre 30 v. Chr. ebenfalls im Römischen Reich aufging. So glänzend auch die außenpolitischen Erfolge Roms gewesen waren – im Inneren erodierte allmählich die republikanische Ordnung.

Die Revolutionszeit und die Bürgerkriege

Die Republik geriet seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. in eine innenpolitische Krise, die schließlich in die Epoche der Bürgerkriege mündete und mit dem Untergang der bisherigen Staatsform enden sollte. Hintergrund war zunächst der Ruf nach Reformen, vor allem im Agrarbereich. So sollte die nach den Brüdern Tiberius Gracchus und Gaius Gracchus benannte Gracchische Reform die Grundbesitzverhältnisse reformieren und den ärmeren Schichten der Bevölkerung zu Land und Einkommen verhelfen. Die Reform scheiterte allerdings am Widerstand der konservativen Senatskreise, der zugrundeliegende Konflikt blieb weiter bestehen: die Popularen und Optimaten bekämpften sich gegenseitig, um ihre jeweilige Politik durchzusetzen. Auch machten sich innere Spannungen im Bündnissystem Roms bemerkbar, sodass es 91-89 v. Chr. zum so genannten Bundesgenossenkrieg kam. Am Ende wurde das römische Bürgerrecht auch den Bundesgenossen verliehen. Im Anschluss daran kam es 88 v. Chr. zur berüchtigten "Vesper von Ephesus": Nach der Ermordung Zehntausender römischer Siedler in Kleinasien zog Rom in den Krieg gegen Mithridates von Pontos und besiegte ihn nach mehrjährigen Kämpfen. Pontos Diesen Ereignissen folgte der Beginn des römischen Bürgerkriegs, in dem sich wieder Popularen und Optimaten gegenüber standen (Marius, Cinna, Sulla). Sulla blieb siegreich und errichtete die Diktatur, doch hatte diese Lösung keinen wirklichen Bestand, zumal Sulla bald zurücktrat und die alten Kräfte sich wieder bekämpften. Die Krise der Republik wurde durch das (erste) Triumvirat verdeutlicht: der ehrgeizige Gaius Iulius Caesar, der erfolgreiche Militär Gnaeus Pompeius Magnus und der reiche Crassus gingen ein informelles Bündnis ein, um sich in ihren jeweiligen Interessen zu unterstützen. Nach dem Tod des Crassus in einem Feldzug gegen die Parther rangen die einstigen Freunde Caesar und Pompeius um die Macht im Staat (49-46 v. Chr.), wobei sich Pompeius auf die Seite des Senats stellte. Caesar obsiegte. Nur durch seine Ermordung wurde verhindert, dass sich die Republik in eine Diktatur verwandeln konnte. Nach der Ermordung Caesars im Jahre 44 v. Chr. gelang es den Anhängern der Republik nicht, die alte republikanische Verfassung wiederherzustellen. In dem Bürgerkrieg, der nun wieder ausbrach, setzte sich schließlich Octavian, der spätere „Augustus“, gegen Marcus Antonius in der Schlacht bei Actium als Sieger durch (31 v. Chr.).

Die frühe und hohe Kaiserzeit (Prinzipat)

Prinzipat Octavian zielte wie Caesar auf eine Alleinherrschaft. Doch anders als Caesar versuchte Octavian dieses Ziel nicht durch das Mittel einer außerordentlichen Diktatur zu erreichen. Octavian ließ vielmehr die alte republikanische Verfassung formal in Kraft und sicherte seine Position durch die Übernahme verschiedener Ämter, vor allem durch die Übernahme eines mehrjährigen Kommandos über wichtige Legionen. Den alten senatorischen Adel konnte Octavian zu einer Anerkennung seiner Herrschaft bewegen. Der Senat sah in Octavian keinen König, sondern den "Ersten Bürger des Staates" (Princeps). Die von Octavian begründete Verfassung, die sich in wesentlichen Punkten von der alten republikanischen Verfassung unterscheidet, nennt man deshalb auch Prinzipat. Octavian selbst erhielt im Jahre 27 v. Chr. vom Senat den Titel „Augustus“ (der Erhabene). Das Imperium Romanum beherrschte zu diesem Zeitpunkt bereits den gesamten Mittelmeerraum. Auch der Westen und Süden Germaniens gehörte zum römischen Reich; die Expansion nach Nordosten, die unter Augustus eingeleitet worden war, wurde erst durch die Varusschlacht im Jahre 9 gestoppt. Augustus' Adoptivsohn und Nachfolger Tiberius beschränkte sich auf weitgehend defensive Maßnahmen zur Sicherung der Grenzen. Unter Claudius wurde einzig Britannien dem Reich hinzugefügt, später folgte noch Thrakien, das aber schon vorher ein von Rom abhängiger Klientelstaat gewesen war. Mit dem Tod des als unfähig und wahnsinnig geltenden Nero, der vor allem das Militär vernachlässigte, endete 68 das julisch-claudische Haus. Dessen Nachfolge traten nach den Wirren des Vierkaiserjahres die insgesamt erfolgreich regierenden Flavier an, wobei Vespasian im Jahre 70 einen Aufstand in Judäa durch seinen Sohn und späteren Nachfolger Titus niederschlagen ließ. Nach Titus´ nur kurzer Regierungszeit trat sein Bruder Domitian seine Nachfolge an. 96 brachte diesen eine Hofintrige zu Fall - es kam zu einer Krisenzeit, welche erst unter den so genannten Adoptivkaisern überwunden werden konnte. Die Zeit der Adoptivkaiser, die mit Nerva begann, wird allgemein als die Glanzzeit des Imperiums verstanden, sowohl kulturell als auch in Bezug auf die Machtstellung Roms. Seine größte Ausdehnung hatte das Römische Reich denn auch unter Kaiser Trajan im Jahre 117 erreicht, wobei Trajan, der als erster Kaiser aus den Provinzen stammte, als optimus princeps gefeiert wurde, als "bester Kaiser". Das Imperium erstreckte sich nun von Schottland bis Nubien in Nord-Süd-Richtung und von Portugal bis nach Mesopotamien in West-Ost-Ausrichtung. Unter dem gebildeten Hadrian, der die östlichen Eroberungen Trajans aufgab, kommt es nun zu einer inneren Konsolidierung des Reiches und zu einer zivilisatorischen, kulturellen und technischen Blüte, die die Ausbreitung des damals noch jungen, schon stark angewachsenen Christentums begünstigte. Christentum Um die Mitte des 2. Jahrhunderts schien das Imperium auf seinem Höhepunkt angelangt zu sein, doch traten unter Mark Aurel bereits die ersten Probleme auf (Kämpfe mit Germanen, besonders den Markomannen, und im Osten Kämpfe mit den Parthern). Das Reich kam in den folgenden Jahrzehnten nicht zur Ruhe. Von außen wurde es kriegerisch bedrängt, während im Inneren sich Zerfallserscheinungen bemerkbar machten. Nach dem Tod Marc Aurels, der gerade im Bereich der nördlichen Grenze nur vorläufige Erfolge verbuchen konnte, kam es zu einer Reihe von Krisenereignissen, zudem sein Sohn Commodus nicht in der Lage war, dem Reich Sicherheit zu geben. Zu Beginn des 3. Jahrhunderts konnten die Severer die Lage stabilisieren. Jetzt kam es vor allem an der Ostgrenze zu schweren Kämpfen mit dem Neupersischen Reich der Sassaniden, die sich Rom als gewachsen erwiesen und den römischen Heeren eine Reihe von Niederlagen bereiten sollten. Es folgte nach dem eher unrühmlichen Ende der Severer die Reichskrise des 3. Jahrhunderts, in welcher sich die Soldatenkaiser dem Ansturm der Germanen an Rhein und Donau (besonders der Alamannen und der Goten) und der Sassaniden im Osten ausgesetzt sahen. Es kam sogar zur Abspaltung einzelner Provinzen (besonders Galliens), die aber wieder rückgängig gemacht werden konnten. 272 wurde Palmyra unterworfen, das in der Krisenzeit des Imperiums Teile der östlichen Provinzen Roms erobert hatte.

Die späte Kaiserzeit und der Beginn der Spätantike

Mit Diokletian vollzog sich 284 der Übergang in die Spätantike, die von einer stärkeren Zentralisierung und Bürokratisierung sowie dem späteren Sieg des Christentums geprägt war und die keineswegs die reine Zerfallszeit war, wie noch die ältere Forschung weitgehend meinte. Diokletian reformierte die Verwaltung und schuf die so genannte Ordnung der Tetrarchie, wonach es zwei Senior-Kaiser (Augusti) und jeweils einen Junior-Kaiser (Caesar; pl.: Caesares) geben sollte. Denn für einen Kaiser alleine war das Imperium schon längst unregierbar geworden, besonders da der Druck auf die Grenzen ständig anwuchs. Die Idee der Teilung des Herrschaftsraumes war nicht völlig neu, doch wurde sie nun konsequenter umgesetzt. Allerdings wurde der Gedanke der Reichseinheit nicht aufgegeben. In dieser Zeit wurde die Hauptstadt von Rom nach Trier, an die nördlichen Grenzen verlegt. Die letzten Christenverfolgungen fanden unter Diokletian statt. Konstantin der Große, dessen Vater nach dem Rücktritt Diokletians und dessen Mitkaiser Maximian das Amt des "Senior-Augustus" im Westen übernahm, gab sich damit nicht zufrieden. Er beseitigte nach und nach seine Rivalen und etablierte 324 die Alleinherrschaft über das Imperium. Bedeutend wurde seine Regierungszeit vor allem aus zwei Gründen: 1) der Privilegierung des Christentums und 2) der Gründung von Konstantinopel. Der Blick des Reiches wandte sich mehr und mehr gegen Osten. Konstantins Dynastie überlebte ihn nicht lange. Es folgten zunächst Bruderkämpfe, bis Constantius II. die Alleinherrschaft erlangte. Nach seinem Tod kam es 361 unter seinem Nachfolger Julian Apostata zu einer "Renaissance" des Heidentums, die aber nicht von langer Dauer war. Mit Julian erlosch 363 die konstantinische Dynastie. Unter Valentinian I. wurde das Reich aus Verwaltungsgründen vorläufig und nach dem Tod Kaiser Theodosius I. endgültig geteilt. Theodosius war nach dem Tod des Valens von Valentinians Sohn Gratian als Kaiser im Osten eingesetzt worden. Es gelang ihm nach der Niederlage von Adrianopel, die eingedrungenen Goten durch Verträge wenigstens vorläufig zu binden. 394 wurde Theodosius schließlich Alleinherrscher, nachdem es im Westen zu einer Reihe von Usurpationen und Revolten gekommen war; er war der letzte Kaiser, der über das gesamte Imperium herrschen sollte. Nach seinem Tod 395 kam es unter seinen Söhnen Honorius (im Westen) und Arcadius (im Osten) zur Reichsteilung, die von da an endgültig sein sollte.

Untergang des Reiches im Westen und Behauptung im Osten

Arcadius Das Oströmische Reich überlebte die Wirren der Völkerwanderung, vor allem, da es der ökonomisch gesündere und dichter bevölkerte Reichsteil war. Im Laufe des 5. Jahrhunderts zerfiel allmählich das Römische Reich im Westen. Eine wichtige Ursache dabei bildete die Völkerwanderung. Das Reich verlor nach der Schlacht von Adrianopel 378 zunehmend die Kontrolle über seine westlichen Provinzen. Große Teile Galliens und Spaniens gingen bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts an die eingedrungenen Germanen (Vandalen, Franken, Goten) verloren. Vor allem der Verlust Africas an die Vandalen 435 war ein schwerer Schlag für Westrom. Der Regierungssitz war bereits um die Jahrhundertwende von Mailand nach Ravenna verlegt worden. Und selbst Italien geriet immer mehr unter den Einfluss der Germanen. 410 plünderten die Westgoten die Stadt Rom, 455 folgten ihnen darin die Vandalen (daher der Ausdruck "Vandalismus"). Es gab mehrere Gründe für den Verfall und Untergang des Römischen Reiches. Welche Prozesse letztlich zur Transformation des weströmischen Reiches in eine Reihe von germanischen Staaten führten, die spätestens seit dem 7. Jahrhundert als souverän gelten konnten, ist seit langem Gegenstand der Forschungsdiskussion. So bestand das Heer zum größten Teil nicht mehr aus römischen Bürgern, sondern aus "barbarischen" Söldnern. Die Stärke der Armee reichte zudem nicht mehr aus, um die Grenzen zu sichern. Im Inneren war die Verwaltung marode geworden, auch ein wirtschaftlicher Niedergang ist festzustellen, wenn auch nicht so dramatisch, wie noch die ältere Forschung meinte. 476 setzte der Germane Odoaker Romulus Augustulus als weströmischen Kaiser ab (letzter anerkannter Westkaiser war allerdings Julius Nepos gewesen). Odoaker sah sich selbst noch als einen "Germanen in römischen Diensten" und seine Herrschaft in Italien als Teil des Imperium Romanum unter dem römischen Kaiser in Konstantinopel. Anders war die Lage im Osten. Dies war der "gesündere" Reichsteil, der zudem über die größeren strategischen Reserven verfügte und auch die geschicktere Diplomatie betrieb. Zudem war es Hunnen und Germanen nie gelungen, den Hellespont zu überqueren; daher blieben die reichen Provinzen Kleinasiens, Syriens und Ägyptens weitgehend unbehelligt. Die "barbarischen" Elemente in der Armee, die mit zum Untergang Westroms beigetragen hatten, wurden noch im 5. Jahrhundert zurückgedrängt und zu Beginn des 6. Jahrhunderts zum größten Teil ausgeschaltet. Obzwar es zu schweren Kämpfen mit Hunnen und Sassaniden kam, blieb das Ostreich intakt. Unter Justinian I., dem letzten Kaiser, dessen Muttersprache Latein war, konnten die Oströmer große Teile des Westens (Nordafrika, Italien, Südspanien) zurückerobern, während sie im Orient unter großen Anstrengungen die Grenzen gegen die Perser halten konnten. Damit war der (ost)römische Kaiser noch einmal der mit Abstand mächtigste Herrscher im Mittelmeerraum, und Ostrom beherrschte den größten Teil des alten Reichsgebietes (mit Ausnahme Britanniens, Galliens und Nordspaniens). Die Wende kam Anfang des 7. Jahrhunderts, als zunächst weite Teile des Reiches zeitweilig von den Sassaniden erobert wurden. Nachdem Kaiser Herakleios den langen Krieg schließlich siegreich beendet hatte, konnte das erschöpfte Reich dem Angriff der islamischen Araber (arabische Expansion) kaum widerstehen und verlor ganz Syrien und Afrika. Herakleios brach außerdem mit der römischen Tradition, indem er statt des Titels Imperator den alten griechischen Königstitel Basileus annahm und Griechisch auch zur offiziellen Amtssprache machte. Das Oströmische Reich mit seiner Hauptstadt Konstantinopel blieb dann zwar staatsrechtlich noch bis in das 15. Jahrhundert erhalten - und die Griechen bezeichnen sich noch heute volkstümlich auch als romoi, also Römer, aber die inneren Strukturen veränderten sich nach etwa 640 so grundlegend, dass es gerechtfertigt erscheint, von nun an von Byzanz zu sprechen. Siehe auch:
- Römische Republik
- Prinzipat
- Römische Kaiserzeit
- Spätantike
- Der Untergang des Römischen Reiches
- Byzantinisches Reich
- Weströmisches Reich
- Liste der römischen Kaiser

Nachfolger

Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, das Nord- und Mittelitalien, die Niederlande, Belgien, Tschechien, Österreich, die Schweiz, Teile Frankreichs (Elsass, Lothringen, Provence), Luxemburg und Deutschland umfasste, sah sich später als Nachfolger des (west)römischen Reiches, während der russische Zar über das byzantinische Erbe ebenfalls die Nachfolge der römischen Kaiserkrone beanspruchte - die Begriffe Kaiser und Zar leiten sich beide aus dem römischen Caesar ab.

Siehe auch


- Portal und Themenliste Rom
- Ab urbe condita
- Auxiliartruppen
- Esskultur im Römischen Reich,
- Feuerwehren im Römischen Reich
- Germanisierung
- Kataphrakt
- Liste der römischen Kaiser
- Liste der römischen Könige
- Liste der römischen Konsuln
- Romanen
- Römische Bautechnik
- Römische Bestattungsrituale
- Römische Ehe
- Römische Erziehung
- Römische Kaiserzeit
- Spätantike
- Sprachen im Römischen Reich
- Römische Legion
- Römische Marine
- Römische Mythologie
- Römische Namen
- Römische Provinz
- Römische Republik
- Römischer Senat
- Römisches Recht
- Römische Vornamen
- Römische Ziffern
- S.P.Q.R.
- Tierhetzen im Römischen Reich

Literatur

Allgemein (neben Oldenbourg Grundriss der Geschichte Bd. 2-4 und vor allem der Cambridge Ancient History, 2. veränderte Aufl. ab Bd. 7, Teilband 2, The Rise of Rome to 220 B.C.):
- Alfred Heuß: Römische Geschichte. Schöningh, 2003, ISBN 3506739271 Bester (wenn auch manchmal recht knapper) Überblick zur römischen Geschichte in deutscher Sprache.
- Theodor Mommsen: Römische Geschichte. Deutscher Taschenbuchverlag, 2001, ISBN 3423590556 Geschichte Roms bis zur Ermordung Cäsars, für die Theodor Mommsen 1902 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Wissenschaftlich allerdings vollkommen veraltet.
- Ada Gabucci: Rom und sein Imperium Sehr reich bebilderte Geschichte über die Gründung, Ausbreitung und Herrschaft. Konrad Theiss Verlag, 2005, ISBN 380621932X Spezialisiertere Literatur:
- Hermann Bengtson: Grundriss der Römischen Geschichte mit Quellenkunde. Republik und Kaiserzeit bis 284 n. Chr.. Handbuch der Altertumswissenschaft III. 5, München 1982, ISBN 3-406-08617-9
- Klaus Bringmann: Geschichte der Römischen Republik. München 2002, ISBN 3406492924 Solide und zuverlässige Darstellung der Republik.
- Karl Christ: Geschichte der Römischen Kaiserzeit, 4. Auflage. München 2002, ISBN 3406363164 Hervorragende moderne Darstellung der Kaiserzeit bis Konstantin. Standardwerk.
- David S. Potter: The Roman Empire at bay. AD 180-395. Routledge History of the Ancient World, London u.a. 2004. ISBN 0-415-10058-5 Sehr gute Gesamtdarstellung der Zeit von 180 bis 395.
- Glen Bowersock u.a.: Late Antiquity. A guide to the postclassical World. Cambridge 1999, ISBN 0674511735. Ausgezeichneter, gut lesbarer Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Spätantike mit einem nützlichen Lexikonteil.
- Alexander Demandt: Die Spätantike. Handbuch der Altertumswissenschaft III. 6, München 1989, Gutes Überblickswerk. (nur noch antiquarisch, 2. Auflage in Vorbereitung; aber als inhaltlich gekürzte Ausgabe ohne wissenschaftlichen Apparat erhältlich: Geschichte der Spätantike. München 1998, ISBN 3-406-44107-6)
- Arnold H.M. Jones: The Later Roman Empire 284-602. (Erstdruck in 3 Bde., Oxford 1964) Nachdruck in 2 Bde., Baltimore 1986 Die beste aus den Quellen gearbeitete moderne Darstellung der Spätantike Alternative Darstellungen:
- Arthur Rosenberg: Demokratie und Klassenkampf im Altertum. Fritz Erik Hoevels: Roter Leitfaden durch die römische Geschichte. Ahriman-Verlag 1997. ISBN 3-89484-810-3. Die beiden Altphilologen und Marxisten Rosenberg und Hoevels bieten eine kompakte Übersicht über die Geschichte des römischen Reiches und untersuchen die Triebfedern und Gesetzmäßigkeiten ihres Ablaufes - umstritten, wie alles aus marxistischer Feder.

Weblinks


- [http://la.wikipedia.org Die lateinische Wikipedia]
- [http://www.kirke.hu-berlin.de/vl/vlagdt.html#roem Virtual Library Geschichte - Einzelprojekte: Die Römer in Deutschland] (Ressourcen im Internet)
- [http://www.roman-emperors.org/impindex.htm De Imperatoribus Romanis - Sammlung von Kurzbiografien der römischen Kaiser, verfasst von mehreren Fachgelehrten (englisch)]
- [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/home.html LacusCurtius (Umfangreiche Informationen über das antike Rom)]
- [http://gutenberg.spiegel.de/mommsen/roemisch/roemisch.htm Theodor Mommsens Römische Geschichte im Projekt Gutenberg]
- [http://www.imperiumromanum.com Projekt Imperium Romanum: Darstellung der römischen Welt auf über 1000 Seiten]
- [http://www.die-roemer-online.de/ Die Römer online]
- [http://www.gottwein.de/roge/rom_hist.php Römische Geschichte in annalistischer Darstellung]
- [http://www.imperium-romanum.ch.vu Imperium Romanum: ausführliche Seite zur römischen Geschichte]
- [http://www.antikefan.de/kulturen/Roemisch.html Geschichte des Römischen Imperium] Romisches Reich ! Romisches Reich als:Römisches Reich ja:ローマ帝国 ko:로마 제국 simple:Roman Empire zh-min-nan:Roma Tè-kok

Dritter Punischer Krieg

In den Jahren zwischen dem Zweiten und Dritten Punischen Krieg war das Römische Reich mit der Eroberung des Hellenistischen Reiches im Osten und der Niederhaltung der Iberer im Westen beschäftigt, die zuvor wesentlich zum Erfolg der Römer im Zweiten Punischen Krieg beigetragen hatten. Um 190 v. Chr. setzt durch Aufblühen des Handels eine Erholung des karthagischen Staatswesens ein. Das ging soweit, dass Karthago bereit war, seine gesamte Kriegsschuld auf einmal zurückzuzahlen. Dies lehnte Rom ab, wohlwissend, dass Karthago so von Rom abhängig blieb. Karthago erfüllte auch seine Bündnispflicht gegen die Seleukiden und steuerte der römischen Flotte sechs Schiffe bei. Was Karthago besonders zu schaffen machte, war die ständig latent von Numidien ausgehende Gefahr. Traten Grenzstreitigkeiten auf, rief das Rom auf den Plan, welches meistens für Numidien Partei ergriff. Durch die Expansionspolitik Massinissas von Numidien spaltete sich die politische Schicht Karthagos in Rom freundlich und Rom feindlich Gesinnte sowie in Verständigungswillige. Nach erneuten Plünderungen Massinisas auf karthagischem Gebiet schlug Karthago zurück. Diese Verletzung des Friedens von 200 v. Chr. sah Rom als casus belli. Jetzt wandelte sich auch die Außenpolitik Roms. Kolonien mussten Rom direkt unterstehen anstatt ein Partner im Bündnissystem zu sein (Problemreduzierung). Der römische Senat beschloss 150 v. Chr. die Zerschlagung des karthagischen Reiches. Einer der glühendsten Fürsprecher war Cato der Ältere. Von ihm stammt angeblich der berühmte Satz: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam („Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss“). Die Scipionen hingegen befürworteten die bisherige Lösung. Im Senat setzten sich aber die Kriegsbefürworter durch. Ein Jahr später setzte sich eine römische Kriegsflotte in Richtung auf Karthago in Bewegung. Karthago versuchte alles, um die Auseinandersetzung zu verhindern. Man ging auf alle Forderungen der Römer ein – bis auf die Herausgabe Karthagos. Das Jahr 149 v. Chr. war der Beginn einer dreijährigen Belagerung Karthagos. Danach begann 146 v. Chr. die sechstägige Eroberung der Stadt unter Publius Cornelius Scipio Aemilianus. Von geschätzten 500.000 Einwohnern ergaben sich 50.000 den Römern. Sie wurden in die Sklaverei verkauft. Rom ließ die Stadt nach ihrer Eroberung schleifen und auf ihrem Grund und Boden Salz ausstreuen, um die Gegend unfruchtbar zu machen. Das karthagische Gebiet wurde zur römischen Provinz Africa proconsularis und spielte im Römischen Reich nur noch eine untergeordnete Rolle.

Literatur


- Herbert Heftner: Der Aufstieg Roms, Pustet, Regensburg 1997 (dort auch weiterführende Literatur). #3. Punischer Krieg

146 v. Chr.

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Ereignisse


- Byzanz wird römisch.
- Korinth wird von römischen Truppen unter der Führung des Konsul Lucius Mummius erobert und zerstört. Der Achäische Bund wird zerschlagen. Griechenland wird römische Provinz.
- Der Dritte Punische Krieg endet mit der Zerstörung Karthagos durch römische Truppen unter Scipio Aemilianus.
- Oympische Spiele nicht länger nur für Griechen. Erste Teilnahme von Römern an den Wettkämpfen.

Geboren


-

Gestorben


- 4-0146

Kaiserreich China

Das Kaiserreich China // entstand 221 v. Chr. unter Qín Shǐ Huángdì aus mehreren kleinen Königreichen während der „Zeit der streitenden Reiche“ und währte über 2.133 Jahre bis zur Ausrufung der Chinesischen Republik durch Sun Yatsen und die darauf 1912 erfolgte Abdankung des letzten Kaisers Pu Yi. Auf die wechselvolle Geschichte und Vorgeschichte des Kaiserreichs und seiner Dynastien geht der Artikel Geschichte Chinas ein, worüber die Zeittafel China einen schematischen Überblick gibt.

Kaiserdynastien

Im Laufe der Geschichte des chinesischen Kaiserreiches gab es verschiedene Dynastien, die die jeweiligen Kaiser stellten. Die wichtigsten sind:
Dynastiename Chinesisch
Dauer Herrscher
Qin 秦朝 246-207 v. Chr. Kaiserliste
Han 汉朝 206 v. Chr.-220 n. Chr. Kaiserliste
Xin 新朝 9-23 (Intermezzo) Kaiserliste
Jin 晉朝 265-420 Kaiserliste
Sui 隋朝 581-618 Kaiserliste
Tang 唐朝 618-907 Kaiserliste
Song 宋朝 960-1279 Kaiserliste
Yuan 元朝 1271-1368 Kaiserliste
Ming 明朝 1368-1644 Kaiserliste
Qing 清朝 1644-1911 Kaiserliste

Verwandte Themen


- Portal: China
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- Republik China und Volksrepublik China
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Han Wudi

Der Han-Kaiser Han Wudi (Wu-ti,
- 156 v. Chr. / † 29. März 87 v. Chr.) war einer der bedeutendsten Herrscher Chinas. Er wurde als Liu Che geboren und regierte 54 Jahre lang, von 141 v. Chr. bis 87 v. Chr. Han Wudi übernahm bereits von seinem Vater Han Jingdi (der die Revolte der "Sieben Königreiche" d.h. alter Lehnsträger 154 v. Chr. zerschlug) einen endgültig zentralisierten, in Provinzen gegliederten und durch maßvolle Politik innerlich gefestigten Staat. Der Kaiser erhob um 135 v. Chr. den Konfuzianismus zur Staatsphilosophie, indem er ihn den künftigen Beamten lehren und abverlangen ließ. Er war aber persönlich auch der taoistischen Alchemie verfallen, was u.a. Opfer an Laotses Geburtsort (ab 156 v. Chr.) zur Folge hatte. Beide Philosophien rangen erbittert um die Führungsposition bei Hofe, wobei der Taoismus z.B. von der Kaiserwitwe Dou unterstützt wurde, aber nach deren Tod seinen Rang verlor. Zu Wudis Zeit, um 120 v. Chr. kamen auch die ersten buddhistischen Mönche nach China, ihre Religion wurde aber erst im Jahr 65 unter Kaiser Han Mingdi offiziell anerkannt. Unter Han Wudi fanden umfangreiche Kriege statt, die weitreichendsten, die je ein rein chinesischer Kaiser geführt hat: über das Tarimbecken bis ins Ferghana-Tal (102/101 v. Chr.), nach Korea (108 v. Chr.), und im Süden über diverse heutige chinesische Provinzen und ihre Volksgruppen (111 v. Chr. Eroberung von Kanton) bis nach Vietnam. Die Erfolge im Süden waren dauerhaft und trugen zur Konsolidierung Chinas und zum Bevölkerungszuwachs des Reiches bei. Kriege und Gesandtschaften hatten erstmals auch Handelskontakte bis in den iranischen Raum zur Folge, sowie ein erweitertes Weltbild. An erster aussenpolitischer Stelle stand die Abwehr der Hsiung-nu, der umfangreiche Gesandten- und Spionagetätigkeit Zhang Qians († 113 v. Chr.) als auch der Aufbau einer eigenen Pferdezucht und Kavallerie vorausging. 119 v. Chr. erlitten die Hsiung-nu unter Mao-tuns Enkel Yizhixie (126-114 v. Chr) eine schwere Niederlage am Orchon in der Mongolei, da der Schan-yü den Chinesen unter dem Feldherrn Huo Qubing eine ungefährdete Durchquerung der Gobi nicht zugetraut hatte. Allerdings ging die chinesische Pferdezucht in diesem Krieg zugrunde, so daß den Hsiung-nu die Kontrolle der Steppe blieb. Die aufwendige Aussenpolitik Wudis war aber teuer, die Steuern mussten erhöht und staatliche Monopole geschaffen werden. Die wichtigen Wirtschaftszweige Eisen und Salz waren seit ca. 117 v. Chr. gut ein Jahrhundert lang Staatsmonopole, eine Idee, die später zur Tang-Zeit erneuert wurde. Han Wudis Steuerpolitik wird auch eine beginnende Privatisierung des Landbesitzes zugeschrieben, die reiche Provinzfamilien begünstigte, das gesellschaftliche Gleichgewicht störte und somit den langsamen Niedergang der Dynastie einleitete. Am Ende der Regierung Wudis brachen offene Machtkämpfe innerhalb der kaiserlichen Familie (Li gegen Wei) aus, die Kaiserin Wei musste Selbstmord begehen und der Kaiser fliehen. Vor seinem Ableben setzte er noch drei Regenten für seinen minderjährigen Sohn Fuling ein, der ihm als Kaiser Han Zhaodi nachfolgte. ja:武帝 (漢) Kategorie:Kaiser (China)

Konfuzianismus

Konfuzianismus (Pinyin: rújiā, Chinesisch: 儒家, Chinesisch für Schule der Gelehrten) ist der Begriff für Philosophien und politische Vorstellungen in China, die sich selbst in die Tradition des Meister Kong (lebte ca. Ende des fünften vorchristlichen Jahrhunderts, Chinesisch: 孔子 Pinyin: Kǒng Zǐ, latinisiert: Konfuzius) und seiner Schüler stellen. Konfuzius wurde von seinen Anhängern als Vorbild und Ideal verehrt. Seine moralischen Lehren, seine rituellen Schriften und seine Lebensweise wurden als mustergültig angesehen.

Konfuzius

Das Leben des "Konfuzius" ist durch den Kranz der Legenden hindurch nicht mehr zu bestimmen. Sowohl über seine Herkunft als auch über seinen tatsächlichen Lebensweg gibt es verschiedene, sich diametral widersprechende Beschreibungen. Sicher scheint lediglich die Tatsache, dass es einen wandernden Lehrer dieses Namens gab, dieser in Lu (in der heutigen Provinz Shandong) lebte und es einige schriftliche Werke gibt, die ihm zugeschrieben werden. Ziel seiner Lehren war es, die mythologische und religiösen Wertesysteme des chinesischen Feudalreiches zu erneuern. Als Ausweg aus dem politischen und sozialen Chaos sah er die Rückbesinnung auf die klassischen Tugenden.

Grundbegriff des Konfuzianismus

Harmonie des Universums und des Kosmos. Menschlicher Bereich: entspricht Ordnung in Natur

Fünf menschliche Elementarbeziehungen

# Vater-Sohn # Fürst-Untertan # Mann-Frau # Älterer Bruder-jüngerer Bruder # Freund-Freund Die Zahl Fünf findet sich auch in den
- Fünf Elementen des Daoismus
- Fünf Himmelsrichtungen(N, O, S, W + eigener Standpunkt)

Fünf Tugenden

# Ren, die gegenseitige Liebe # Yi, die Rechtschaffenheit # Zhong, die Gewissenhaftigkeit # Shu, die Gegenseitigkeit – was du nicht willst, dass man dir tu', das füge auch keinem anderen zu # Zhi, die Ehrlichkeit

Drei soziale Pflichten

Aus den fünf Tugenden wurden drei soziale Pflichten abgeleitet: # Loyalität (chin. 忠 zhong wörtl. "Untertanentreue") # kindliche Pietät (chin. 孝 xiao; wörtl. "Verehrung der Eltern und Ahne") # Anstand und Sitte (chin. 禮 li), umfasst alle Umgangsformen, sowohl unter den Menschen (Höflichkeit u. Etikette) als auch zwischen Menschen und der übersinnlichen Welt (Zeremonien, Opferriten) Weil die Ordnung Konfuzius' Meinung nach durch Achtung vor anderen Menschen und Ahnenverehrung erreichbar sei, haben li und kindliche Pietät die wichtigste Stellung im praktischen Leben erhalten. Kinder sollen Ahnenverehrung fortsetzen und Ahnen erhalten. Demzufolge gilt Kinderlosigkeit als großes Unglück. Als Ausweg werden Adoption und Nebenfrauen empfohlen. Die Summe aller Tugenden ist die wirkliche Mitmenschlichkeit (chin. ren 仁). Sie allein zeigt, wer innerhalb der Ordnung loyal, gerecht und ehrlich handelt. Und das kann nur, wer ausgiebig li (3. soziale Pflicht; s.o.) studiert und praktiziert. Wer li entsprechend lebt – also der Etikette, den Riten und der Sitte nach – und sich für die Ahnen aufopfert, verändert sich allein dadurch zum Guten. Das löst dann einen Dominoeffekt aus, der auf seine Mitmenschen und schließlich auf den gesamten Kosmos wirkt und die eigentliche Urordnung wiederherstellen kann. Das heißt:
- Wenn Familien in Harmonie sind, ist es auch das Dorf
- Sind Dörfer in Harmonie, ist es auch die Provinz
- Sind Provinzen in Harmonie, dann ist es im Endeffekt auch das Reich

Wichtigkeit des Studiums

Das Studium ist Voraussetzung für das Verständnis der Ordnung des Himmels und der Menschen. Allerdings soll man nur ergänzend zum Denken lernen. Konfuzius sagt also: „Lernen ohne zu denken ist sinnlos; aber denken ohne zu lernen ist gefährlich.“ Der Kern der Lehre sind die Fünf, Neun, bzw. Dreizehn Klassiker # Yi Jing = das Buch der Wandlungen # Shi Jing = das Buch der Lieder # Shu Jing = das Buch der Urkunden # Chun qiu = das Buch des Frühlings und des Herbstes # Li Ji = das Buch der Riten # Lun Yu = das Buch der Unterredungen # Da Xue = das Buch der großen Wissenschaft # Zhong Yong = das Buch der Lehre von der Mitte # Meng Zi = das Buch der Zusammenfassung

Konfuzianismus als Gesellschaftsmodell und Staatsdoktrin

Die sich in Konfuzius Tradition sehenden Denker, die in China unter dem Begriff Rujia zusammengefasst sind, entwickelten Vorstellungen, die den gesamten ostasiatischen Raum bis heute entscheidend prägten: von China über Taiwan, Japan, Korea bis Vietnam. Trotz verschiedener großer Brüche in der Geschichte, wie der legendären Verfolgung der Rujia unter dem chinesischen Kaiser Qin Shi Huangdi im 3 Jh. v. Chr. oder der Verteufelung von Meister Kong durch Mao Tsetung während der ersten vierzig Jahre der Volksrepublik China im vergangenen Jahrhundert haben die humanistischen und klaren Vorstellungen, die Konfuzius geprägt hatte, durch ständige Neuinterpretation in den Epochen als Basis der Gesellschaftsform gedient und das Ideal von Besonnenheit und Mitgefühl geprägt. Der Konfuzianismus selbst bildete die Staatsdoktrin zahlreicher Dynastien; ab der Han-Dynastie gab es ein umfassendes Prüfungssystem für die Beamten, zu dem vor allem die umfassende Kenntnis konfuzianischer Lehren zählte. Da die "Bedrohung" durch andere Weltanschauungen (chin. , Pinyin: jiāo; es es bedeutet sowohl Lehre, Philosophie als auch Religion) wie Taoismus und Buddhismus entwickelte sich in der Song-Dynastie eine neue Strömung, der Neokonfuzianismus des Zhuxi (jap.: Shushi). Dieser Konfuzianismus tolerierte auch mythische Elemente, obgleich der „Meister“ einst sprach: „Wenn du das Leben noch nicht kennst, wie sollst du da den Tod verstehen!“ Der Konfuzianismus als Religion – das heißt die altchinesische Religionsform, der Konfuzius selbst anhing und die er förderte, die aber nicht durch ihn begründet wurde – spielt dagegen heute nur noch eine geringe Rolle; in den meisten betroffenen Ländern sind heute Buddhismus und Taoismus die dominanten Religionen. Chinesen jedoch sehen hierin keine Konkurrenz, sondern eine Art Koexistenz, da jede "Religion" ihren eigenen "Aufgabenbereich" hat. Konfuzianismus ist im eigentlichen Sinne keine Religion, sondern eine praktisch orientierte, moralische Philosophie. Im Jahre 1995 wurde der Konfuzianismus in Korea zur Religion erklärt. Zur Zeit gehören insgesamt etwa 10 Millionen Menschen dieser Religion an, allerdings sind nur rund 6,1 Millionen offiziell angegeben.

Siehe auch


- Kongzi (Konfuzius)
- Mengzi (Menzius)
- Xunzi

Literatur


- Kungfutse: Gespräche • Lun Yü. (übersetzt von Richard Wilhelm), ISBN 3-424-00622-X
- Kungfutse: Schulgespräche • Gia Yü. (übersetzt von Richard Wilhelm), ISBN 3-424-00696-3
- James Legge: The Chinese Classics. Five Volumes, Shanghai 1935
- Hans van Ess: Der Konfuzianismus. C.H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-48006-3
- Konfuzius Gespräche. Aus dem Chines. übers. und hrsg. von Ralf Moritz, Stuttgart : Reclam 1998
- Kungfutse. Aus d. Chines. übertr. u. hrsg. von Richard Wilhelm Köln
- Gregor Paul: Konfuzius, Freiburg 2001
- Gu, Xuewu: Konfuzius zur Einführung. Hamburg 2002
- Lee, Eun-Jeung: Anti-Europa. Die Geschichte der Rezeption des Konfuzianismus und der konfuzianischen Gesellschaft seit der frühen Aufklärung. Eine ideengeschichtliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Entwicklung (Univ. Habil. Halle an der Saale 2002) (Politica et Ars 6), Münster 2003. Kategorie:Chinesische Philosophie und Religion ! Kategorie:Östliche Philosophie Kategorie:Japan ja:儒教 ko:유교

Plautus

Titus Maccius Plautus (
- um 254 v. Chr. in Sarsina, Umbrien, Italien; † um 184 v. Chr.) war einer der ersten und produktivsten Autoren von Komödien im alten Rom. Der umbrische Beiname Plautus bedeutet auf Deutsch Plattfuß. Macc(i)us bezeichnet einen der Charakter-Archetypen der römischen volkstümlichen Komödie (Mimos) und bedeutet etwa "Witzbold, Spaßmacher". Ob der volle Name des Dichters tatsächlich so lautete, oder ob er lediglich von späteren römischen Gelehrten (vermutlich von Varro) so rekonstruiert wurde, ist nicht ganz gesichert. Plautus wurde um 254 v. Chr. in dem kleinen apenninischen Bergdorf Sarsina (Umbrien, Italien) geboren. Es hielt ihn nicht in der dörflichen Enge und er schloss sich als Jugendlicher einer der umherziehenden Theatertruppen an. Bald wurde er römischer Soldat, später Kaufmann. Dabei verlor er sein Geld und musste sich als wandernder Handmüller durchschlagen. Etwa im Alter von 45 Jahren fing er an, Komödien zu schreiben. Inzwischen waren griechische Komödien beliebt geworden. Plautus' Komödien, die ersten Werke waren Addictus und Saturio, waren rasch erfolgreich, so dass er das Müllerdasein aufgeben und sich dem Schreiben widmen konnte. Plautus starb hochbetagt um 184 v. Chr. Plautus schrieb etwa 130 Komödien, von denen 21 überliefert sind. In seinen Komödien nahm er durchaus Bezug auf aktuelle Ereignisse, wie den Punischen Krieg gegen Karthago, die Kriege in Griechenland und Magnesia oder die Gefangennahme des Dichters Gnaeus Naevius. Im Mittelpunkt standen jedoch immer die – teilweise derben – komischen Momente und die auf Unterhaltung hin konzipierte Handlung. Plautus ließ sich dabei gerne von den Vertretern der Neuen Attischen Komödie, vor allem von deren berühmtestem, Menander, inspirieren. Die Motive und Charaktere wurden jedoch stark bearbeitet und der römischen Erfahrungswelt und Lebenswirklichkeit angepasst. Lieder und Flötenspiel ergänzten die gesprochenen Dialoge, so dass die Stücke durchaus der komischen Oper (Opera buffa)oder sogar dem Musical geglichen haben dürften. Plautus' Werke wurden zur Grundlage auch für spätere Autoren. So nahm William Shakespeare die Menaechmi zur Grundlage für seine Komödie der Irrungen. Heinrich von Kleist liess sich für seinen Amphitryon ebenfalls von Plautus inspirieren (siehe Amphitruo). Auch Molière und Gotthold Ephraim Lessing nahmen Anleihen bei Plautus. J.M.R. Lenz übersetzte und bearbeitete ab 1772 einige Komödien des Plautus und übertrug sie in deutsche Verhältnisse. siehe auch: Mostellaria

Literatur


- Ritschl, Friedrich Wilhelm: Plautus. 4 Bde. Leipzig (1871-1894).
- Skutsch, F.: Plautinisches und Romanisches, Leipzig 1892.

Weblinks


- [http://www.thelatinlibrary.com/plautus.html Plautus' Werke im Original]
- [http://www.gutenberg.org/etext/16564 Plautus beim Gutenberg Projekt] Kategorie:Autor Kategorie:Antike (Literatur) Kategorie:Literatur (Latein) Kategorie:Drama

184 v. Chr.

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Ereignisse


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Geboren


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Gestorben

8-0184

Hannibal

Hannibal Barkas (
- um 247 v. Chr. in Karthago; † 183 v. Chr. in Bithynien) gilt als einer der größten Feldherren der Antike, da er Rom im Zweiten Punischen Krieg (218201 v. Chr.) die letzten schweren Niederlagen beibrachte, bevor die Stadt am Tiber zur Weltmacht aufstieg.

Leben

Hannibal war ein Sohn des karthagischen Feldherrn Hamilkar Barkas und kam mit diesem schon als Kind in das von den Karthagern beherrschte Spanien; sein Lehrer war Sosylos und seine Frau war Imilke aus dem Fürstenhaus Castulo. Bereits mit 9 Jahren musste er angeblich den Römern ewige Feindschaft schwören, auf Veranlassung seines Vaters. Als 25-Jähriger wurde er als Nachfolger seines Schwagers Hasdrubal Oberbefehlshaber der karthagischen Truppen in Spanien. Innerhalb von zwei Jahren hatte er das Gebiet zwischen Tajo und Ebro erobert. Nach achtmonatiger Belagerung nahm er 219 v. Chr. das unter römischem Schutz stehende Zakantha (Sagunt) ein, das südlich des Ebro lag und von den Römern unter Missachtung des Ebro-Vertrags mit Hasdrubal unter ihren Schutz genommen worden war. Das Überschreiten des Ebro 218 v. Chr. führte zur Kriegserklärung der Römer und löste den Zweiten Punischen Krieg aus. Sagunt Hannibal zeichnete sich aus durch ein für seine Zeit unbekanntes Bewusstsein über die Möglichkeiten und Grenzen von Zeit und Raum für militärische Manöver. Um einem römischen Angriff auf Spanien zuvorzukommen, überschritt Hannibal mit wahrscheinlich mehr als 55.000 Soldaten und 37 Kriegselefanten auf einem heute nicht mehr genau zu bestimmenden Pass (vermutlich Col de Clapier) die Alpen und gelangte durch das Gebiet der Salasser nach Aosta und Ivrea. Bei der Ankunft in Italien waren noch 26.000 Soldaten (20.000 zu Fuß und 6.000 Reiter) übrig. Durch diesen Zug gelangte Hannibal für die nächsten Jahre gegenüber den überlegenen Römern in die strategische Offensive, da er das römische Bundesgenossensystem als Basis der römischen Macht direkt bedrohte. Daher konnte er die Römer immer wieder in die taktische Offensive ihm gegenüber zwingen, meistens an Orten seiner Wahl. In der taktisch defensiven, aber selbstgewählten überlegenen Ausgangsposition konnte er die taktischen Schwächen des römischen Militärsystems mehrfach mit enormen Erfolg ausnutzen. In den Schlachten am Ticinus (218 v. Chr.) an der Trebia (218 v. Chr.), am Trasimenischen See (217 v. Chr.) und bei Cannae (216 v. Chr., mit 50.000 römischen Toten), brachte er den zahlenmäßig meistens weit überlegenen Römern jedes Mal eine vernichtende Niederlage bei. Nach diesen Siegen zog Hannibals Heer jahrelang durch Italien. Obwohl ein paar italische Bundesgenossen Roms zu ihm übergingen, war das karthagische Heer nicht mehr stark genug für einen endgültigen Sieg über Rom, zumal es aus Karthago kaum Unterstützung erhielt. Die Römer hatten ihre Strategie unter Einfluss des „Zauderers“ Fabius Maximus gewechselt und griffen Hannibal nur noch dort an, wo er selbst nicht war, in Italien und Spanien. Als Hannibal 211 v. Chr. vor die Tore Roms zog, erschallte laut Cicero (der rund hundert Jahre später lebte) der berühmte Ausruf Hannibal ad portas („Hannibal [ist] bei den Toren“), zum Teil auch zitiert als Hannibal ante portas. Er zog sich jedoch zurück und verlor Capua. Noch mehrere Jahre hielt sich Hannibal in Süditalien, konnte aber wegen mangelnder Verstärkung die Römer nicht mehr angreifen. Einer seiner Generäle soll zu ihm gesagt haben: „Du verstehst zwar zu siegen, Hannibal, aber nicht den Sieg zu nutzen!“ Heimgekehrt von seinen Erfolgen in Spanien entschied sich der römische Feldherr Scipio, ein Bewunderer Hannibals, diesen nicht direkt anzugreifen, sondern stattdessen nach Afrika überzusetzen und Karthago zu bedrohen. Es gelang Scipio, die Numidischen Reiter zum Seitenwechsel zu bewegen. Hannibal wurde daraufhin mit den Resten seines Heers in die Heimat zurückbeordert. Bei Zama erlitt er 202 v. Chr. die erste und auch kriegsentscheidende Niederlage gegen die Römer. Die militärischen Genies Hannibal und Scipio hatten sich gegenseitig neutralisiert, weshalb die zahlenmäßig überlegenen Römer den Krieg gewannen. Nach dem Friedensschluss Karthagos mit Rom versuchte Hannibal, die politische und militärische Macht der Stadt wieder aufzubauen. Seine inneren Gegner zwangen ihn jedoch 195 v. Chr., in den östlichen Mittelmeerraum zu fliehen, wo er unter anderem als Feldherr für Antiochos III. von Syrien tätig war. Um der Auslieferung an Rom zu entgehen, beendete er 183 v. Chr. in Bithynien/Gebze sein Leben durch Freitod, indem er Gift trank.

Literatur


- Pedro Barceló: Hannibal. 2. Auflage. Beck, München 2003. (Konzises Taschenbuch aus der Beck-Wissen-Reihe) ISBN 3-406-43292-1
- Pedro Barceló: Hannibal. Stratege und Staatsmann. Klett-Cotta, Stuttgart 2004. ISBN 3-608-94301-3
- Karl Christ: Hannibal. Primus-Verl., Darmstadt 2003. (Gestalten der Antike) ISBN 3-89678-472-2 Auch Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 2003. ISBN 3-534-15414-2
- Jakob Seibert: Hannibal. Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1993. ISBN 3-534-12029-9
- Jakob Seibert: Forschungen zu Hannibal. Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1993. ISBN 3-534-12091-4 (Seibert ist d e r (deutsche) Hannibalspezialist. Die beiden Bände sind eine Fundgrube für die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem punischen Feldherrn.)
- Jakob Seibert: Hannibal. Feldherr und Staatsmann. Zabern, Mainz 1997. (Zaberns Bildbände zur Archäologie) ISBN 3-8053-1800-6
- Hannibal ad portas. Macht und Reichtum Karthagos [Begleitbuch zur Großen Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg „Hannibal ad portas – Macht und Reichtum Karthagos“ im Badischen Landesmuseum Karlsruhe, 25. 09. 2004 - 30. 01. 2005]. Theiss, Stuttgart 2004. ISBN 3-8062-1892-7

Siehe auch


- Portal:Antike
- Portal:Geschichte

Weblinks


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- [http://www.gottwein.de/Lat/nepos/hann01.php Hannibal-Vita des Cornelius Nepos (lateinisch und deutsch)]
- [http://www.landesmuseum.de/sonder/2004/hannibal/index.htm Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg im Landesmuseum Karlsruhe]
- [http://www.hist-rom.de/themen/hannibal.html Historische Romane über Hannibal] Hannibal Hannibal Hannibal Hannibal Kategorie:Feinde des Römischen Reichs ja:ハンニバル ko:한니발

183 v. Chr.

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Ereignisse


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Geboren


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Gestorben


- Hannibal, karthagischer Feldherr (
- 247 v. Chr.) stirbt durch Selbstmord in Bithynien 8-0183

236 v. Chr.

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Ereignisse


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- 3-0236

Cato der Ältere

Marcus Porcius Cato Censorius, genannt Cato der Ältere oder auch Cato der Censor (
- 234 v. Chr. in Tusculum; † 149 v. Chr. in Rom), war römischer Feldherr, Historiker, Schriftsteller und Staatsmann. Er gilt bis in die heutige Zeit als Musterbeispiel eines römischen Konservativen.

Leben

Staatsmann Marcus Porcius Cato wurde als römischer Bürger in der Landstadt (Municipium) Tusculum geboren. Sein Vater war Ritter (eques). Um 217 v. Chr. wurde Cato Soldat. In der römischen Armee lernte er den einflussreichen Lucius Valerius Flaccus kennen und wurde bereits 214 v. Chr. Militärtribun. 204 v. Chr. erhielt Cato mit der Unterstützung seines Freundes Lucius Valerius Flaccus durch Wahl die Quaestur. Als Quaestor diente Cato unter dem berühmten Publius Cornelius Scipio Africanus Maior. 199 v. Chr. wurde Cato zum Aedil gewählt, und hatte somit zum ersten Mal Verantwortung innerhalb der Stadt Rom selbst. In seiner Zeit als Aedil ließ er die beim Volk beliebten Spiele veranstalten. Bereits ein Jahr später, 198 v. Chr., wurde er Praetor und Statthalter von Sardinien. Im Jahr 195 v. Chr. wurden Cato und sein Freund Lucius Valerius Flaccus zu Consuln gewählt. Als Consul kommandierte Cato die römischen Truppen in Spanien erfolgreich im Kampf gegen aufständische Stämme; er erhielt einen Triumphzug. Seine militärische Karriere beendete er im Jahr 191 v. Chr. im Krieg gegen Antiochos III. von Syrien. 184 v. Chr. wurden Cato und sein Freund Lucius Valerius Flaccus schließlich in das Amt der beiden Censoren gewählt. Nach seiner Zeit als Censor hatte Cato keine weiteren politischen Ämter in Rom inne. Er war jedoch weiterhin einer der mächtigsten Senatoren. Als Senator war Cato ein entschiedener Befürworter des Dritten Punischen Krieg. Er schloss jede seiner Reden im Senat mit einem