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| 2. Januar |
2. JanuarDer 2. Januar (in Österreich: 2. Jänner) ist der 2. Tag des Gregorianischen Kalenders – somit bleiben noch 363 (in Schaltjahren 364) Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 366 – Die Alemannen überschreiten den Rhein und dringen in das Römische Reich ein.
- 1492 – Reconquista: Die katholischen Spanier erobern mit Granada die letzte Bastion des maurischen Kalifats auf spanischem Boden.
- 1653 – Kardinal Richelieu gründet die Académie française.
- 1757 – Britische Truppen nehmen Calcutta in Indien ein.
- 1776 – In Österreich wird von Kaiserin Maria Theresia die Folter abgeschafft.
- 1788 – Georgia ratifiziert als 4. US-Bundesstaat die Verfassung der USA.
- 1793 – 2. Teilung Polens durch Russland und Preußen.
- 1820 – In Preußen wird das Turnen als staatsgefährdend verboten - wegen der politischen Ziele der Jahnschen Turnbewegung.
- 1872 – Blutige Niederschlagung des antispanischen Aufstandes der Arsenalarbeiter und Artilleristen von Cavite, Philippinen.
- 1872 – Der Mormone Brigham Young wird wegen Bigamie mit 25 Ehefrauen verhaftet.
- 1900 – In Wien erscheint die Österreichische Kronen-Zeitung. Herausgeber der neuen Tagesgazette ist Gustav Davis.
- 1904 – In Deutsch-Südwestafrika erheben sich die Herero.
- 1905 – Kapitulation der russischen Festung Port Arthur vor den japanischen Truppen nach 157 Tagen Belagerung.
- 1905 – Deutsche Truppen erstürmen die Festung der Nama in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika.
- 1906 – Das bulgarische Parlament genehmigt die Zollunion mit dem Königreich Serbien.
- 1907 – In Frankreich tritt das bereits 1905 verabschiedete Gesetz über die Trennung von Kirche und Staat in Kraft.
- 1911 – Die neue Regierung von Nicaragua wird durch die USA anerkannt.
- 1914 – Die Einwohner Schwedens dürfen nur noch zwölf Liter Spirituosen pro Vierteljahr kaufen.
- 1914 – Neuer Kriegsminister des Osmanischen Reiches wird Enwer Pascha.
- 1918 – Russlands neue bolschewistische Regierung wird durch Japan anerkannt.
- 1921 – Erhöhung der Arbeitslöhne für Strafgefangene im Deutschen Reich. Zuchthausgefangene bekommen von nun an 1 Mark statt 20 Pfennig, andere Gefangene 1,50 Mark statt 30 Pfennig, ausgezahlt.
- 1922 – Die Halbinsel Krim erklärt die Unabhängigkeit.
- 1922 – Gründung der Kommunistischen Partei Chiles.
- 1923 – Konferenz über die durch das Deutsche Reich zu leistenden Reparationszahlungen.
- 1930 – Gewaltteilung in der Republik China. Präsident Chiang Kai-shek behält die zivile Gewalt, Yen Hsi-schan die militärische Gewalt.
- 1931 – Sturz von Präsident Florencio Harmodio Arosemana in Panama.
- 1932 – Die Stadt Chinchow in der Provinz Mandschurei, Republik China, wird von japanischen Truppen besetzt.
- 1933 – Ende der Besetzung Nicaraguas durch US-amerikanisches Militär.
- 1942 – Die 39. sowjetische Armee durchbricht die Ostfront der 9. deutschen Armee.
- 1942 – Die deutschen und italienischen Truppen in Bardijja, Libyen, kapitulieren.
- 1942 – Die britische Kronkolonie Singapur wird von der japanischen Luftwaffe bombardiert.
- 1942 – Japanische Truppen besetzen Manila, die Hauptstadt der Philippinen.
- 1944 – Schwerer Luftangriff der britischen Luftwaffe auf Berlin.
- 1945 – Nürnberg wird in einem alliierten Luftangriff weitgehend, die historisch wertvolle Altstadt vollständig, zerstört.
- 1949 – Die neue Regierung von Südkorea wird von den USA anerkannt.
- 1950 – Guatemala wird Mitglied in der UNESCO.
- 1951 – In Ungarn werden Grundnahrungsmittel, Benzin und Öl rationiert.
- 1952 – Die DDR verweigert einer VN-Kommission die Einreise.
- 1952 – Gustav Heinemann und Helene Wessel gründen die Notgemeinschaft für den Frieden Europas.
- 1954 – Bundeskanzler Konrad Adenauer empfängt im Durchgangslager Friedland etwa 800 Spätheimkehrer, die aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurückkehren.
- 1955 – Anschlag auf Jose Antonio Remon, den Diktator von Panama, an dessen Folgen er stirbt.
- 1956 – Mit dem Einrücken von ca. 1500 Freiwilligen beginnt der Aufbau der Bundeswehr als westdeutsche Nachkriegs-Streitkraft.
- 1958 – In Berlin beginnt das Bundeskartellamt mit seiner Arbeit.
- 1958 – In Flensburg beim Kraftfahrt-Bundesamt wird die „Kartei für Verkehrssünder“ (Verkehrszentralregister) in Betrieb genommen.
- 1959 – Fidel Castro und seine Revolutionstruppen rücken in Havanna, der Hauptstadt Kubas ein.
- 1965 – In Pakistan gewinnt Ayub Khan die Präsidentschaftswahlen.
- 1965 – Erste offene Schlacht zwischen Südvietnam und Vietcong.
- 1968 – Christiaan Barnard vollbringt im Groote-Schuur-Hospital von Kapstadt, Südafrika die zweite erfolgreiche Herztransplantation.
- 1968 – Scheich Mohammed Abdullah, ehemaliger Regierungschef von Kaschmir, wird von der indischen Regierung freigelassen.
- 1971 – Zigarettenwerbung wird in den USA jetzt auch im Rundfunk verboten.
- 1974 – In Spanien wird Carlos Arias Navarro als neuer Ministerpräsident vereidigt.
- 1974 – In Schweden tritt eine Stromrationierung in Kraft.
- 1980 – Das sowjetische Militär beginnt eine Großoffensive im Afghanistankrieg.
- 1982 – In Ägypten trennt sich Mohammed Hosni Mubarak vom Amt des Ministerpräsidenten und übt nur noch das Amt des Staatspräsidenten aus.
- 1984 – RTL plus nimmt seinen Sendebetrieb aus Luxemburg auf (Privatfernsehen).
- 1986 – Ignacio Gonzales Palacios, Chef des Geheimdienstes in Guatemala wird in Guatemala-Stadt erschossen.
- 1989 – Ranasinghe Premadasa wird neuer Staatspräsident von Sri Lanka.
- 1991 – Israel eröffnet nach langer Pause wieder ein Konsulat in Moskau.
- 1992 – Aserbaidschan, Moldawien, Russland und die Ukraine heben die Preisbindung für die meisten Güter auf.
- 1994 – Mit der Besetzung mehrerer Gemeinden in Chiapas beginnt der Aufstand der Zapatisten in Mexiko.
- 1988 – Ausbruch der Vogelgrippe in Hongkong.
- 1999 – Ein Büro der OSZE wird in Bischkek, Kirgisistan, eröffnet
- 1999 – Osama bin Laden übernimmt die Verantwortung für die Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam.
- 2001 – In San Diego, Kalifornien, wird gegen Abend von Larry Sanger, dem ehemaligen Chefeditor von Nupedia, und Ben Kovitz, einem universalgebildeten Computerprogrammierer, die Wikipedia „gezeugt“.
- 2002 – Levy Mwanawasa wird Staatspräsident von Sambia
- 2002 – Argentinien. Eduardo Duhalde wird neuer Staatspräsident
- 2003 – Hochwasser-Alarm in Deutschland, Frankreich und Großbritannien
Wirtschaft
- 1901 – In Berlin feiert die Deutsche Reichsbank ihr 25jähriges Bestehen.
- 1909 – In Berlin führt die Deutsche Reichspost den bargeldlosen Zahlungsverkehr mittels Postschecks ein.
- 1939 – Der Postsparkassendienst wird im gesamten Deutschen Reich eingeführt.
- 1952 – Bei der Firma Ford in Köln werden die ersten Autos produziert.
- 1953 – Volkswagen senkt die Preise für den VW Käfer von 4.400 DM auf 4.200 DM.
- 1965 – In Syrien werden über 100 Industrieunternehmen verstaatlicht.
Wissenschaft, Technik
- 1901 – Sigmund Freud publiziert seine Arbeit „Zur Psychopathologie des Alltagslebens“
- 1955 – Der Inka-Tempel Paititi wird von Hans Ertl in der Nähe des Rio Chinijo entdeckt.
- 1959 – Der sowjetische Satellit Lunik 1 fliegt zum Mond.
- 1984 – Südwestlich von Kairo werden die Überreste einer 32 Mio. Jahre alten Tierart gefunden, die als gemeinsamer Vorfahr von Mensch und Affe gilt: Aegyptopithecus zeuxis
- 2004 – Die NASA-Sonde Stardust fängt das das erste Mal Kometenstaub im All ein. Er wird in ca. zwei Jahren zur Erde gebracht werden.
Kultur
- 1843 – Die Oper „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner wird in Dresden uraufgeführt.
- 1891 – Uraufführung der Oper Traum auf der Wolga (Orig.: Son na Volge) von Anton Stepanowitsch Arenski im Bolschoi-Theater in Moskau.
- 1908 – John D. Rockefeller spendet der ehemals von ihm gegründeten Universität von Chicago rund 2.2 Millionen USD.
- 1908 – Uraufführung der Oper Ein Wintermärchen von Karl Goldmark an der Hofoper in Wien.
- 1931 – Der Spielfilm Emil und die Detektive von Gerhard Lamprecht nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner hat Premiere.
- 1936 – Uraufführung der Operette Die große Sünderin von Eduard Kühne in der Berliner Staatsoper.
- 1959 – Die erste Folge von Asterix erscheint in der Zeitschrift „Pilote“.
- 1976 – Florenz, Italien. In der San-Lorenzo-Basilika werden unbekannte Fresken freigelegt, die evtl. von Michelangelo stammen.
- 1978 – In Hamburg feiert die Staatsoper ihr 300jähriges Bestehen.
- 1989 – Der Schriftsteller Andrzej Szczypiorski erhält den österreichischen Staatspreis für Literatur.
- 1990 – Der Kunstpreis der Wolf-Stiftung geht dieses Jahr an den Maler Anselm Kiefer.
Katastrophen
- 1921 – 244 Menschen kommen beim Untergang des spanischen Dampfschiffes Santa Isabell vor Gilla Garcia ums Leben.
- 1932 – Nähe Kazan, Russland, kostet ein Eisenbahnunglück 65 Menschen das Leben. 131 werden verletzt.
- 1971 – Beim Zusammenbruch einer Tribüne in Glasgow während des Fußball-Lokalderbys zwischen den Rangers und Celtic sterben 66 Menschen.
- 1971 – Beim Absturz einer Comet 4 der Egypt Air beim Landeanflug auf Tripolis, Libyen, sterben alle 16 Personen an Bord.
- 2003 – Die vom Öltanker Prestige verursachte Ölpest erreicht Frankreich.
Sport
- Eintragungen von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1981 – Im Dreiecksflug stellt der Deutsche Hans-Werner Grosse mit 1.306 km einen neuen Weltrekord im Segelfliegen auf.
Geboren
- 1629 - Christian Scriver, deutscher Theologe und Kirchenliederdichter
- 1656 - François Lefort, erster russische Admiral
- 1699 - Osman III., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1713 - Marie Dumesnil, französische Schauspielerin
- 1719 - Friedrich Christoph von Saldern, preußischer General und Kriegstheoretiker
- 1723 - David Ruhnken, niederländischer Gelehrter
- 1727 - James Wolfe, britischer General
- 1732 - Frantisek Xaver Brixi, tschechischer Komponist, Organist und Kapellmeister
- 1739 - Osman III., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1743 - Wilhelm I., hessischer Kurfürst
- 1752 - Philip Freneau, US-amerikanischer Dichter
- 1777 - Christian Daniel Rauch, deutscher Bildhauer
- 1778 - Andrew Ure, englischer Mediziner, Professor für Naturgeschichte und Chemie
- 1783 - Christoffer Wilhelm Eckersberg, dänischer Maler
- 1784 - Ernst I., Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld und preußischer General
- 1800 - Carl Friedrich Plattner, deutscher Hüttenkundler und Chemiker
- 1807 - Wilhelm Zimmermann, deutscher protestantischer Theologe, Dichter und Historiker
- 1814 - Luise Mühlbach, deutsche Schriftstellerin
- 1817 - François Chabas, französischer Ägyptologe
- 1821 - James Croll, schottischer Autodidakt
- 1822 - Rudolf Julius Emanuel Clausius, deutscher Physiker
- 1827 - Kraft Karl August Prinz zu Hohenlohe-Ingelfingen, preußischer General der Artillerie und Militärschriftsteller
- 1830 - Henry Morrison Flagler, US-amerikanischer Unternehmer
- 1834 - Friedrich Louis Dobermann, Justizangestellter in Apolda
- 1837 - Mili Alexejewitsch Balakirew, russischer Komponist, Pianist und Dirigent
- 1837 - Mili Balakirew, russischer Komponist
- 1847 - Julija Wsewolodowna Lermontowa, russische Chemikerin, erste Frau, die in Chemie promovierte
- 1850 - Elisabeth Gnauck-Kühne, deutsche Frauenrechtlerin
- 1858 - Beatrice Webb, englische Sozialistin und Sozialreformerin
- 1858 - Josef Kainz, österreichischer Schauspieler
- 1859 - Fritz Riemann (Schachspieler), deutscher Schachspieler
- 1861 - Wilhelm Bölsche, deutscher Schriftsteller und Naturforscher
- 1868 - Noe Schordania, georgischer Politiker und Premierminister
- 1869 - Augustine Teissier, älteste Frau der Welt vom 22. Januar 1981 bis zu ihrem Tod
- 1870 - Ernst Barlach, deutscher Schriftsteller, Bildhauer und Zeichner
- 1871 - Johann Gottfried Bischoff, Stammapostel der Neuapostolischen Kirche
- 1873 - Anton Pannekoek, niederländischer Astronom und marxistischer Theoretiker
- 1873 - Therese von Lisieux, französische Karmeliterin und Kirchenlehrerin
- 1884 - Auguste Piccard, Schweizer Wissenschaftler, Physiker und Erfinder
- 1885 - Anna Hübler, Eiskunstläufer
- 1885 - Eddy de Neve, niederländischer Fußballspieler
- 1886 - Karl-Heinrich von Stülpnagel, deutscher General und Widerstandskämpfer
- 1886 - Lupu Pick, rumänisch-deutscher Schauspieler und Regisseur
- 1889 - Tito Schipa, italienischer Tenor und Komponist
- 1892 - Edoardo Agnelli, italienischer Industrieller und Präsident von Juventus Turin
- 1893 - Ernst Marischka, österreichischer Filmregisseur
- 1895 - Folke Bernadotte, Vizepräsident des schwedischen Roten Kreuzes
- 1896 - Dsiga Wertow, sowjetischer Filmemacher
- 1898 - Hermann Schwann, deutscher Politiker und MdB
- 1900 - Gustav Fuchs, deutscher Politiker und MdB
- 1903 - Pjotr Michailowitsch Stefanowski, sowjetischer Testpilot
- 1904 - Walter Heitler, deutscher Physiker
- 1904 - Walter Hewel, Fahnenträger beim Hitlerputsch 1923
- 1905 - Auguste Lechner, österreichische Schriftstellerin
- 1905 - Max Niedermayer, deutscher Verleger und Autor
- 1905 - Michael Tippett, englischer Komponist
- 1906 - Cemal Tarik Sedde, deutsch-türkischer Dichter und Widerstandskämpfer
- 1908 - Robert Planel, französischer Komponist
- 1910 - Ulrich Becher, deutscher Schriftsteller
- 1912 - André Amellér, französischer Komponist und Musikpädagoge
- 1918 - Gudrun Zapf-von Hesse, deutsche Typographin und Buchbinderin
- 1918 - Willi Graf, Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose
- 1919 - Charles Willeford, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1919 - Josef Moser (Bautenminister), Bautenminister
- 1920 - Albert Tönjes, deutscher Politiker und MdB
- 1920 - Isaac Asimov, US-amerikanischer Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller
- 1925 - Heinz te Laake, Künstler der Malerei, Kinetik und Skulptur
- 1926 - Howard Caine, US-amerikanischer Schauspieler
- 1927 - Herbert Sczepan, deutscher Baptistenpastor und Evangelist
- 1928 - Daisaku Ikeda, ist Buddhist, Philosoph und Autor und ein unermüdlicher Botschafter des Friedens
- 1928 - Wolfgang Sauer, deutscher Jazz- und Schlagermusiker
- 1929 - Anton Lehmden, österreichischer Maler und Grafiker
- 1929 - Horst Drescher, deutscher Schriftsteller
- 1929 - Reiner Bredemeyer, deutscher Komponist
- 1929 - Ulrich Dübber, deutscher Politiker und MdB
- 1933 - Eva Kerbler, österreichische Schauspielerin
- 1933 - Peter Ulmer, deutscher Jurist
- 1936 - Josef Huchler, deutscher Politiker und Unternehmer
- 1936 - Roger Miller, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 1937 - Martin Lauer, deutscher Sportler und Schlagersänger
- 1938 - Goh Kun, südkoreanischer Politiker
- 1938 - Hans Herbjørnsrud, norwegischer Schriftsteller
- 1939 - Franz Hummel, deutscher Komponist
- 1940 - Horst Rankl, bayerischer Schriftsteller und Schauspieler
- 1941 - Johannes Gerster, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel
- 1942 - Hans Werner Schmöle, deutscher Politiker und MdB
- 1943 - Barış Manço, türkischer Sänger, Komponist und Fernsehproduzent
- 1945 - Adolf Seger, deutscher Ringer
- 1945 - Peter Patzak, österreichischer Filmemacher und Schauspieler
- 1946 - Ilma Rakusa, Schweizer Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und literarische Übersetzerin
- 1947 - Eberhard Figgemeier, Redakteur für Sport beim ZDF
- 1947 - Ute Erdsiek-Rave, deutsche Politikerin, Bildungsministerin in Schleswig-Holstein
- 1948 - Kerry Minnear, britischer Musiker
- 1952 - Hartmut Büttner, deutscher Politiker und MdB
- 1952 - Indulis Emsis, lettischer Biologe, Politiker und Premierminister
- 1959 - Ines Müller, deutsche Leichtathletin
- 1960 - Naoki Urasawa, japanischer Mangaka
- 1961 - Ingo Lenßen, Rechtsanwalt und Schauspieler
- 1963 - Jelena Alexandrowna Walowa, russische Eiskunstläuferin und Eiskunstlauftrainerin
- 1964 - Christian Welp, deutscher Basketballspieler
- 1966 - Katrin Stotz, deutsche Skirennläuferin
- 1967 - Tia Carrere, US-amerikanische Schauspielerin
- 1968 - Anky van Grunsven, niederländische Dressurreiterin
- 1968 - Cuba Gooding Jr., US-amerikanische Schauspieler
- 1968 - Hannes Trinkl, ehemaliger österreichischer Skirennfahrer
- 1968 - Joey Stefano, Porno-Darsteller
- 1969 - Christy Turlington, US-amerikanisches Fotomodell
- 1970 - Andreas Wecker, deutscher Kunstturner und Olympiasieger
- 1970 - Isabella Parkinson, brasilianische Schauspielerin
- 1971 - Markus Hoffmann, deutscher Schauspieler
- 1972 - Britt Reinecke, deutsche Fernsehmoderatorin
- 1972 - Hanno Girke, deutscher Spielerfinder
- 1973 - Lucy Davis, britische Schauspielerin
- 1974 - Deborah Sengl, österreichische Künstlerin
- 1975 - Shanta Ghosh, deutsche Leichtathletin
- 1976 - Danilo di Luca, italienischer Radrennfahrer
- 1976 - Paz Vega, spanische Filmschauspielerin
- 1976 - Zlatko Trpkovski, deutsches Medienphänomen
- 1978 - David Mujiri, georgischer Fußballspieler
- 1980 - Jérôme Pineau, französischer Radrennfahrer
- 1981 - Hanno Balitsch, deutscher Fußballspieler
- 1981 - Maximiliano Rodríguez, argentinischer Fußballspieler
- 1982 - Athanasia Tsoumeleka, griechische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1987 - Sören Halfar, deutscher Fußballspieler
Gestorben
- 961 – Berta von Alamannien, als Gattin von Rudolf II. Königin von Hochburgund
- 1547 – Giovanni Luigi des Fieschi (Fiesco zu Genua),
- 1770 – Joseph Anton Feuchtmayer, bedeutender Stuckateur und Bildhauer des Rokoko
- 1775 – Jakob Salentin von Zuccalmaglio, deutscher Jurist
- 1801 – Johann Caspar Lavater, schweizer philosophisch-theologischer Schriftsteller und Pfarrer
- 1831 – Barthold Georg Niebuhr, dänisch-deutscher Historiker
- 1835 - August Friedrich Langbein, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1838 – Jakob Salentin von Zuccalmaglio, deutscher Jurist und Politiker
- 1853 – Carl Heinrich Behn, königlich dänischer Etatsrat
- 1854 – Gustav Adolf Harald Stenzel, deutscher Geschichtsforscher
- 1857 – Andrew Ure, englischer Mediziner und Professor für Naturgeschichte und Chemie
- 1861 – Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen
- 1872 – Wilhelm Löhe, deutscher evangelischer Theologe
- 1877 – Alexander Bain, schottischer Erfinder, Uhrmacher
- 1884 – Johann Gerhard Oncken, Baptistenpastor, Begründer der deutschen Baptistengemeinden
- 1892 – George Biddell Airy, englischer Astronom
- 1904 – Ferdinand Bonaventura Fürst Kinsky, bedeutender böhmischer Adliger
- 1904 – James Longstreet, US-amerikanischer General der Konföderation
- 1911 – Maurice Yvon, französischer Architekt
- 1913 – Julius Euting, deutscher Bibliothekar
- 1913 – Léon-Philippe Teisserenc de Bort, französischer Meteorologe und Entdecker der Stratosphäre
- 1915 – Karl Goldmark, österreichischer Komponist
- 1917 – Edward Tylor, britischer Anthropologe
- 1921 – Franz Defregger, österreichischer Maler
- 1921 – Theobald von Bethmann Hollweg, deutscher Reichskanzler
- 1930 – Therese Malten, deutsche Sängerin
- 1938 – Emil Göttisheim, Schweizer Jurist und Politiker
- 1939 – Roman Dmowski, polnischer Politiker und Antisemit
- 1941 – Josef Strzygowski, Kunsthistoriker und Begründer einer vergleichenden Kunstforschung
- 1950 – Emil Jannings, deutscher Schauspieler
- 1951 – Paul Münch, Pfälzer Mundartdichter
- 1960 – Fausto Coppi, italienischer Radrennfahrer
- 1963 – Dick Powell, US-amerikanischer Schauspieler
- 1968 – Cuno Hoffmeister, deutscher Astronom und Geophysiker
- 1974 – Alex Willenberg, Politiker, MdB
- 1974 – Tex Ritter, US-amerikanischer Musiker und Schauspieler
- 1977 – Erroll Garner, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1980 – Larry Williams, US-amerikanischer Musiker
- 1997 – Randy California, US-amerikanischer Gitarrist
- 1998 – Max Colpet, deutscher Lied-Texter
- 1999 – Rolf Liebermann, deutscher Opernregisseur
- 1999 – Sebastian Haffner, deutscher Buchautor und Journalist; ein früher Gegner Hitlers
- 2000 – Nathaniel Adderley, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 2000 – Patrick O'Brian, britischer Autor
- 2005 – Charles Paul Wilp, deutscher Künstler, Fotograf und Kurzfilmregisseur
- 2005 – Frank Kelly Freas, US-amerikanischer Science-Fiction- und Fantasy-Künstler
- 2005 – Maclyn McCarty, US-amerikanischer Biochemiker und DNA-Forscher
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Hl. Basilius der Große, Bischof, Kirchenlehrer (katholisch, evangelisch, anglikanisch)
- Hl. Gregor von Nazianz, Bischof, Kirchenlehrer (katholisch, anglikanisch)
Siehe auch
- 1. Januar – 3. Januar
- 2. Dezember – 2. Februar
- Historische Jahrestage – Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel – Wikipedia:Formatvorlage Tag
0102
ja:1月2日
ko:1월 2일
simple:January 2
Gregorianischer KalenderDer gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.
Gregorianische Kalenderreform
Kalender
Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt.
Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann.
Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.
Die Schaltregeln
- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.)
oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.
Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.
Charakteristika
Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).
Siehe auch
- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
Weblinks
- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon]
Kategorie:Kalender
als:Gregorianischer Kalender
ja:グレゴリオ暦
ko:그레고리력
ms:Kalendar Gregorian
simple:Gregorian calendar
th:ปฏิทินเกรกอเรียน
AlemannenDie Alamannen oder Alemannen sind ein westgermanischer Stammesverband. Ihr Siedlungs- und Herrschaftsgebiet wurde im Frühmittelalter als Alamannien bezeichnet. Die Bedeutung des Namens, der erstmals 289 n. Chr. in seiner lateinischen Form Alamanni (später auch Alemanni) erscheint, ist umstritten. Wahrscheinlich bedeutet er einfach «die Männer allgemein». Denkbar sind jedoch auch «alle (wehrfähigen) Männer» oder abwertend «zusammengelaufene, vermischte Männer». Der historische Stammesverband der Alamannen ging über in den altdeutschen Stamm der Schwaben. Heute bezeichnen sich ein Teil der Bewohner im süddeutschen Raum als «Alemannen». Sie sprechen Dialekte, welche in der Linguistik als Alemannischen Dialekte bezeichnet werden und pflegen «alemannisches» Brauchtum wie die Alemannische Fasnacht. In Baden-Württemberg grenzen sich die Bewohner des alten Baden oft als «Alemannen» gegen die «Schwaben» aus Württemberg ab.
Herkunft der Alamannen
Die Alamannen bildeten sich wahrscheinlich im 3. Jahrhundert n. Chr. aus verschiedenen elbgermanischen und suebischen (verm. Semnonen, Juthungen usw.) Stammesgruppen, Heerhaufen und Gefolgschaften im Gebiet zwischen Rhein, Main und Lech. Die früher oft geäusserte Vermutung, die Alamannen hätten sich im inneren Germaniens gebildet gilt heute als überholt. Gesicherte Erkenntnisse darüber gibt es jedenfalls keine, da nur archäologische Funde und keine schriftlichen Quellen vorliegen. Die Deutung des Namens als «die Männer allgemein» nach dem römischen Historiker Asinius Quadratus wäre so zu deuten, dass damit ein Unterschied zu den nach spezifischen Stämmen unterschiedenen Männern gemacht wurde. Er verweist also auf die Entstehung des Volkes durch die Vermischung von Männern (mit ihren Sippen) aus verschiedenen Stämmen. Die Alamannen gliederten sich in die Bucinobantes, Brisigavi, Lentienses, Raetovarii und Juthungen. Bis um 500 wurden Alamannen und Sueben ebenfalls unterschieden. Es ist anzunehmen, dass der alte Name Sueben zum Teil weiter verwendet wurde. Er taucht später wieder auf, als das Siedlungsgebiet der Alamannen, das bis dahin als Alamannia betitelt worden war, im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zum Herzogtum Schwaben wurde.
Der Name Alamannen wird pars pro toto (ein Teil [steht] für das Ganze), im Französischen (les Allemands), im Türkischen (Almanlar), im Spanischen (los alemanes) und im Portugiesischen (os alemães) als Bezeichnung für die Deutschen verwendet.
Siehe auch: Liste der germanischen Stämme, Schwaben
Geschichte
Die Stammesbildung der Alamannen fand wahrscheinlich erst im fortgeschrittenen 3. Jahrhundert statt. Der Einfall der Alamannen nach Italien und Gallien unter dem König Chrocus 268 n. Chr. soll gemäss den Berichten von Gregor von Tours (Historia Francorum, lib. I, 32-34) das Land völlig verwüstet zurückgelassen haben. Kaiser Gallienus gelangen es mehrmals (259 bei Mailand und 260 bei Augsburg) die Alamannen zu bezwingen, dennoch konnte das Römische Reich danach den Limes und damit das Gebiet nördlich und östlich des Rheins in Süddeutschland, das Dekumatland nicht mehr halten. Das Dekumatland war wohl schon zuvor von verschiedenen germanischen bzw. alamannischen Sippen unter römischer Duldung oder Förderung besiedelt worden, da es sich hier um ein vernachlässigtes, strukturschwaches und krisengeschütteltes Grenzgebiet handelte. Die alamannischen Ansiedlungen entstanden oftmals in oder bei den Ruinen der römischen Kastelle und Villen. Vereinzelt wurden auch so genannte Höhenburgen errichtet wie auf dem Glauberg und Runden Berg bei Bad Urach. Am 21. April 289 n. Chr. hielt Mamertinus in Augusta Treverorum (Trier) eine Lobrede auf Kaiser Maximianus und erwähnte dabei die Alamanni. Dies ist die erste zeitgenössische Erwähnung der Alamannen. Ab 289 ist für das Gebiet nördlich des Rheins die Bezeichnung Alamannia nachweisbar. Eine erste Nennung der Alamannen zum Jahr 213, als nach dem römischen Historiker Dio Cassius Kaiser M. Aurelius Antoninus Caracalla nach einem Sieg über die Alamannen den Beinamen Alamannicus angenommen haben soll, ist nicht zeitgenössisch und deshalb unzuverlässig.
Vom ehemaligen Dekumatland aus unternahmen die Alamannen wiederholte Raubzüge in die angrenzenden Provinzen des römischen Reiches Raetia und Maxima Sequanorum, aber auch bis weit nach Gallien hinein. Sie erlitten dabei wiederholt Niederlagen gegen römische Heere, so durch Kaiser Constantius 298 bei Langres und bei Vindonissa (Windisch). Nach der verlustreichen Schlacht bei Mursa 351 zwischen dem gallischen Usurpator Magnentius und Kaiser Constantius II. brachen die Franken und Alamannen gemeinsam über die Rheingrenze. Die Alamannen besetzten die Pfalz, das Elsass und die Nordostschweiz. Erst der Sieg des Caesar (Unterkaiser) Julian in der Schlacht von Argentoratum (Straßburg) 357 gegen die vereinigten Alamannen unter Chnodomar sicherte die Rheingrenze erneut. Während der Regierungszeit Kaiser Valentinians I. gelang es den Alamannen zweimal, 365 und 368, ins Reichsgebiet einzudringen und unter anderem Mogontiacum (Mainz) zu plündern. Nach einem Vergeltungsfeldzug, der 369 Valentinian I. den Beinamen Alamannicus einbrachte, ließ er die Rheingrenze durch eine neue Reihe von Kastellen sichern, so in Altrip, Breisach am Rhein und gegenüber von Basel (Robur). Die Grenze am Hochrhein wurde mit einer Kette von Wachttürmen (burgi) verstärkt. 374 schlossen die Alamannen unter ihrem König Makrian einen dauerhaften Frieden mit Valentinian I. Dennoch musste sein Nachfolger, Kaiser Gratian 378 wiederum einen Feldzug gegen die Alamannen führen, der als letzter Vorstoß römischer Truppen über die Rheingrenze gilt. Danach standen die Alamannen in einem Foederaten-Verhältnis mit dem römischen Reich.
Die Usurpation durch Magnus Maximus in Britannien und der Krieg mit den Franken erlaubte 383 einen Einbruch der Alamannen in Rätien, das Kaiser Valentinian II. nur mit Unterstützung der Alanen und der Hunnen wieder sichern konnte. Weitere interne römische Machtkämpfe unter Kaiser Theodosius I. schwächten die römische Position am Rhein. Dem Heermeister Stilicho gelang es zwar 396/398, die Verträge mit den Alamannen zu erneuern, dennoch musste er zum Schutz Italiens vor den Goten ab 401 die römischen Truppen von der Reichsgrenze abziehen. Es scheint nach neuesten Erkenntnissen danach jedoch nicht zu einem sofortigen «Alamannensturm» in die ehemals römischen Gebiete gekommen zu sein. Archäologische Funde weisen darauf hin, dass die föderierten Alamannen zumindest eine Zeit lang noch die Grenze schützten. Insbesondere Rätien wurde als «Schutzschild Italiens» noch bis Mitte des 5. Jahrhunderts verteidigt: Römische Truppen wehrten 430 unter Flavius Aetius und 457 unter Kaiser Majorian alamannische Einfälle nach Rätien und Italien ab. Gallien war den Plünderungszügen der Alamannen hingegen mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert und wurde gemäss dem Chronisten Fredegar nach 406 wiederholt verwüstet.
Ab 455 setzte eine West- und Ostexpansion der Alamannen nach Gallien und Noricum ein, über die nur ungesicherte Informationen vorliegen. Ein Konflikt mit den benachbarten Franken führte nach Gregor von Tours zwischen 496 und 507 zur entscheidenden Niederlage der Alamannen bei Zülpich gegen den fränkischen König Chlodwig I.. Chlodwig habe danach in Zusammenhang mit diesem Sieg den christlichen Glauben angenommen. Die Alamannen fielen danach unter die Hoheit der Franken und der Ostgoten. 536/537 überließ der Ostgotenkönig Witigis dem Frankenkönig Theudebert I. unter anderem Churrätien und das Protektorat über «die Alamannen und andere benachbarte Stämme». Damit befanden sich alle Alamannen unter fränkischer Herrschaft.
Siehe auch: Römisches Reich, Spätantike, Fränkisches Reich, Heiliges Römisches Reich, Geschichte der Schweiz
Alamannien – Königreich und Herzogtum
Geschichte der Schweiz
Bis 496/497 herrschte ein König (rex) oder ein Herzog (dux) über die Alamannen, manchmal auch mehrere gleichzeitig über verschiedene Teile des Stammes. Die Titel wurden ihnen von römischen Chronisten zugeordnet. Mit der Unterwerfung der Alamannen durch die Franken endete deren Souveränität und es wurden unregelmäßig durch den fränkischen König Herzöge für das alamannische Gebiet eingesetzt. Eine lückenlose lineare Liste zu erstellen ist aufgrund der Quellenlage jedoch nicht möglich.
Alamannien wurde durch seinen autonomen Status im Frankenreich als Herzogtum in einem Gebiet gefestigt, das wohl grösstenteils mit dem späteren Herzogtum Schwaben übereinstimmt. Das Elsass wurde jedoch meist als eigenes Herzogtum geführt und gehörte eigentlich nicht zu Alamannien. Die Herzöge stammten verschiedentlich noch aus vornehmen alamannischen Familien und standen nicht immer in Konkurrenz zu fränkischen Adligen. So gründete z.B. ein alamannischer Herzog zusammen mit dem fränkischen Hausmeier das Kloster Reichenau. Der Schwerpunkt des fränkischen Herzogtums lag im Gebiet südlich des Hochrheins und im Bodenseegebiet. Die Franken mussten wiederholt gegen aufständische alamannische Herzöge ins Feld ziehen. Im so genannten Blutsgerichtstag zu Cannstatt 746 wurde der Widerstand endgültig gebrochen: Das Herzogtum Alamannien wurde aufgehoben und direkt von den Franken beherrscht. Damit verschwand der alamannische Herzogstitel längere Zeit. Allerdings versuchte Kaiser Ludwig der Fromme seinem Sohn Karl zwischen 829 und 838 ein KönigreichAlamannia zu schaffen. Im 10. Jahrhundert wurde das ostfränkisch/deutsche Herzogtum Schwaben gegründet, für das die lateinischen Bezeichnungen Suevia und Alamannia bis weit ins Hochmittelalter gleichbedeutend verwendet wurden. Dieses Herzogtum lässt sich einigermassen eingrenzen. Auch ist seine fränkische Gaueinteilung einigermassen gesichert. Umstrittene Gebiete waren nach wie vor das Elsass und der Aargau, die vom benachbarten Herzogtum Lothringen bzw. vom Königreich Burgund beansprucht wurden. Nach dem Schwabenkrieg 1499 wurde Alamannien nur noch für den südlich des Rheins gelegenen, eidgenössischen Teil des alten Herzogtums verwendet.
Siehe weiter: Herzogtum Schwaben, Geschichte der Schweiz
Die Religion der Alamannen
Die Alamannen verehrten noch im 5. Jahrhundert die altgermanischen Gottheiten, hauptsächlich den Ziu. Nach der Eroberung durch die Franken setzte die Missionierung der Alamannen ein, insbesondere durch den irischen Missionar Kolumban und seine Gefolgsleute. Sie gründeten die Klöster St. Gallen (614), St. Trudpert, Säckingen und Reichenau (724). In Alamannien bestanden noch aus römischer Zeit Bischofssitze in Basel (früher in Augusta Raurica bei Basel), Konstanz, Straßburg und Augsburg. Die kirchlichen Verhältnisse wurden zum ersten Mal in der Lex Alamannorum, einer frühen Kodifikation des alamannischen Rechts im 7. Jahrhundert festgelegt. Es gab wahrscheinlich eine ununterbrochene Existenz von Christen in den alten römischen Gebieten südlich und westlich des Rheins, zumindest in den Städten und in den Alpentälern. Untergegangen war in Alamannien seit der Römerzeit nur der Bischofssitz in Vindonissa (Windisch).
Siehe weiter: Germanische Mythologie
Siedlungsgebiet der historischen Alamannen und der heutigen Alemannen
Germanische Mythologie
Betreffend das Siedlungsgebiet der Alamannen gilt es klar zu unterscheiden zwischen denjenigen Gebieten, in denen archäologische Funde und Flurnamen auf eine mindestens zeitweise Ansiedlung von alamannischen Sippen deuten und denjenigen Gebieten, die von den Sprechern der modernen alemannischen Dialekte bewohnt werden. Die Flurnamen und Funde liegen zwischen Mainz, Würzburg, Alpennordkamm, Vogesen und jenseits der Burgundischen Pforte in der Franche-Comté bis Dijon. In der Schweiz bildet der Raum zwischen Bern und Freiburg im Üechtland im Westen und der Walen- und Bodensee die Grenze. Die Linguistik bezeichnet eine Reihe von heutigenoberdeutschen Sprachen bzw. Großdialekten, die auf den Volksstamm der Alamannen zurückgehen als «Alemannisch». Die Alamannen vermischten sich in den von ihnen besiedelten Gebieten mit der bereits ansässigen romanisierten keltischen Bevölkerung, wobei sich meist das Alamannische als Umgangssprache durchsetzte. Vor allem das Rätoromanische wurde und wird bis heute von den alamannischen Dialekten im Alpenraum stark zurückgedrängt. Manche Gebiete wie das Wallis wurden erst im Mittelalter von alamannischsprechenden Siedlern erschlossen. Gegenüber dem Französischen ist eher ein umgekehrter Trend festzustellen, insbesondere im Elsass und im Raum Neuenburg und Freiburg im Üechtland scheint sich das Alemannische eher zurückzuziehen.
Siehe weiter: Alemannische Dialekte, Schwäbisch-alemannische Fastnacht, Alemannischer Separatismus
Museen
- Alamannenmuseum Ellwangen
- Alamannenmuseum Weingarten
- Württembergisches Landesmuseum in Stuttgart
Literatur
- R. Christlein: Die Alamannen. Archäologie eines lebendigen Volkes, Stuttgart u.a. 1978.
- K. Fuchs, M. Kempa, R. Redies: Die Alamannen (Ausstellungskatalog), Verlag Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3806215359.
- D. Geuenich: Geschichte der Alemannen, Verlag Kohlhammer, Stuttgart 2004, ISBN 3170182277 / ISBN 3170120956.
- D. Geuenich: Die Franken und die Alemannen bis zur "Schlacht bei Zülpich" (496/497), Reallexikon der Germanischen Altertumskunde - Ergänzungsband 19, Mainz 1998.
- W. Müller: Zur Geschichte der Alamannen (Wege der Forschung), Darmstadt 1979.
- Lexikon des Mittelalters, Bd. 1, Sp. 263 ff. (mit Literaturübersicht).
- P. Paulsen: Alamannische Adelsgräber von Niederstotzingen Kr. Heidenheim, Bd. I und II Veröffentlichungen des staatlichen Amtes für Denkmalpflege Stuttgart, Verlag Müller & Gräff, Stuttgart.
- H. Siebenmorgen u.a.: Imperium Romanum. Römer, Christen, Alamannen - Die Spätantike am Oberrhein. Herausgegeben vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe, Stuttgart 2005.
- B. Krusch (Hg.): Fredegarii et aliorum Chronica. Vitae sanctorum. Monumenta Germaniae Historica. Scriptores. 1888, Nachdruck 1984
- Gregor von Tours: Zehn Bücher Geschichten, Bd.1, Buch 1-5, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1991, ISBN 3534068092
- R. Wörner: Das alamannische Ortsgräberfeld von Oberndorf-Beffendorf, Kreis Rottweil / Renate Wörner, Stuttgart 1999. (=Materialhefte zur Archäologie in Baden-Württemberg ; 44) Zugl.: Tübingen, Univ., Diss., 1996.
Weblinks
- [http://www.archaeologie-online.de/thema/2001/01/index.php3 Archäologie Online: An der Schwelle von der Antike zum Mittelalter: Die Alemannen]
- [http://www.uni-duisburg.de/FB1/GESCHICHTE/AleZeit.htm Zeittafel zur Geschichte der Alamannen]
- [http://www.novaesium.de/glossar/alamannen.htm Geschichte der Alamannen]
- [http://www.alamannenmuseum-ellwangen.de Alamannenmuseum Ellwangen]
- [http://www.weingarten-online.de/kultur/f_museen.html Alamannenmuseum Weingarten]
- [http://www.cityinfonetz.de/alamannen/inhalt.html Landesausstellung Die Alamannen]
- [http://www.mittelalter-genealogie.de/alamannen_herzoege/alamannen.html Mittelalter-Genealogie: Alamannen]
- [http://www.mittelalter-genealogie.de/alamannen_herzoege/familie_der_alamannen_herzoege.html Mittelalter-Genealogie: Alamannenherzöge]
- [http://www.mittelalter-genealogie.de/alamannen_koenige/familie_der_alamannen_koenige.html Mittelalter-Genealogie: Alamannenkönige]
- [http://www.lexhist.ch/externe/protect/textes/d/D8027-1-39.html Historisches Lexikon der Schweiz: Alemannen]
- [http://www.archaeologie-online.de/thema/2001/01/ Archaeologie-online – Die Herkunft der Alamannen]
- [http://als.wikipedia.org/ Alemannische Wikipedia]
- [http://www.alemannisch.de Muettersproch-Gsellschaft]
- [http://www.alemannisches-institut.de Alemannisches Institut Freiburg]
- [http://www.bad-bad.de/gesch/alaman.htm Alemannen im Gebiet von Baden-Baden]
- [http://www.deheim.de/alemannisch/ Alemannisch und Alemannen: Infos & Alemannische Gedichte]
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Rhein
Der Rhein (bündnerromanisch: Rein, französisch: Rhin und niederländisch: Rijn) ist eine der am stärksten befahrenen und bedeutendsten Wasserstraßen Europas. Er hat eine Gesamtlänge von ungefähr 1.320 km von der Quelle bis zur Mündung, davon 833 km schiffbar. Sein Einzugsgebiet beträgt 252.000 km².
Name
Der Name Rhein (beziehungsweise Rhen oder roain) ist keltischen Ursprungs und bedeutet in etwa fließen bzw. großes fließendes Wasser (vgl. altgriechisch rhein: „fließen“, spanisch río: „Fluss“). Die Römer nannten den Fluss Rhenus.
Schifffahrt
Römer]]
Seit jener Zeit ist der Rhein bereits eine bedeutende Wasser- und Handelsstraße in Europa und heute für Schwergütertransporte, zum Beispiel Containerschiffe, der bevorzugte Transportweg. Mit der Rheinschiffahrtsakte vom 31. März 1831 (Mainzer Akte) wurde die Schifffahrt vereinfacht und mit der Mannheimer Akte vom 17. Oktober 1868 unter anderem von Gebühren und Abgaben freigestellt, die sich lediglich auf die Tatsache der Beschiffung gründen. Es wurde festgelegt, dass alle Signatarstaaten – und dazu zählten alle Rheinanrainer – dieselben Gesetze und dieselben Zulassungskriterien für Transportmittel anwenden, und dass die Befahrbarkeit des Rheins von Basel flussabwärts sichergestellt werden muss. Wer beispielsweise ein neues Elektrizitätswerk plant, muss eine kostenlose Umfahrungsmöglichkeit bereitstellen. Der Rhein ist heute auf Grund der baulichen Maßnahmen von Rheinfelden bis Rotterdam durchgängig schiffbar.
Rheinstrom-Kilometrierung
Die Rheinstrom-Kilometrierung, nach der sich die Schifffahrt sowie alle Behörden richten, beginnt mit einem Nullpunkt auf der Mitte der Rheinbrücke in Konstanz, an der der Rhein den Bodensee verlässt (Bei seiner Passage durch die Stadt Konstanz wird der kurze Rheinabschnitt zwischen dem Bodensee und Untersee der Seerhein genannt). Bis zu seiner Mündung in die Nordsee bei Hoek van Holland (NL) beträgt die Länge des Rheins 1.320,8 km.
An beiden Ufern sind auf großen Tafeln die Rheinstrom-Kilometer angeschlagen.
Auch in den nachfolgenden Abschnittsüberschriften sind die Rheinstrom-Kilometer angegeben.
Flusslauf
Hoek van Holland
Hoek van Holland
Hoek van Holland
Seine beiden Hauptquellflüsse, der Vorderrhein und der Hinterrhein entspringen im Westen des Kantons Graubünden in den zentralen Schweizer Alpen, der Vorderrhein beim Oberalppass (Surselva), der Hinterrhein am Rheinwaldhorn. Insgesamt tragen 13 Quellflüsse den Namen Rhein in ihrem Namen. Nach der Vereinigung bei Reichenau fließt er nordwärts als Alpenrhein und mündet westlich von Hard in den Bodensee. Die Rheinstrecke bei Konstanz, die die Bodenseeteile Obersee und Untersee verbindet, wird als Seerhein bezeichnet. Vom Ausgang des Untersees bei Stein am Rhein bis Basel trägt er die Bezeichnung Hochrhein, weiter bis Bingen Oberrhein. Danach geht er in den Mittelrhein und ab Bonn in den Niederrhein über. Kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze beginnt das große Rheindelta. Hier gabelt sich der Rhein in zwei Hauptflussarme, die sich vor Rotterdam wieder vereinigen, um nach Durchfließen des Hafens von Rotterdam bei Hoek van Holland in die Nordsee zu münden.
Bis zum Tertiär floss der Rhein ab Basel im Bett der Saône und Rhône ins Mittelmeer, da ihm durch den Isteiner Klotz der Weg in Richtung Norden versperrt war.
Vorder-, Hinter- und Alpenrhein
Von der Quelle bis zum Bodensee
Isteiner Klotz]
Isteiner Klotz
Isteiner Klotz
Der Vorderrhein entsteht aus mehreren Quellflüssen nahe dem Oberalppass im Gotthard-Massiv. Der Lag da Toma ist die Quelle des Vorderrheins und gilt unter den verschiedenen Quellflüssen als offizielle Rheinquelle. Erste Stadt am Vorderrhein ist Ilanz. Der Hinterrhein entspringt dem Paradiesgletscher am Rheinwaldhorn in der Nähe des San Bernardino-Passes. Bei Reichenau vereinigen sie sich zum Alpenrhein. Dieser beschreibt bei Chur einen markanten Knick nach Norden und bildet dort streckenweise, d. h. auf ca. 25 Kilometern, die Grenze zu Liechtenstein. Seit der Kanalisierung und Begradigung seines Wasserlaufs mündet er als „Neuer Rhein“ bei Hard in Österreich in den Bodensee. Der ursprüngliche „Alte Rhein“ mündet auch heute noch an der schweiz-österreichischen Grenze bei Altenrhein.
Dieser alte Rhein ist aus Richtung Bodensee etwa zwei Kilometer schiffbar bis etwa in Höhe des Schweizer Ortes Rheineck.
Das Stück Land zwischen den beiden Rheinmündungen, das die 3 österreichischen Ortschaften Gaißau, Höchst und Fußach umfasst, wird als Rheindelta bezeichnet und ist ein Naturschutz- und Vogelschutzgebiet.
Die Rheinregulierung mit dem oberen Rheindurchstich bei Diepoldsau und dem unteren Rheindurchstich bei Fußach wurde durchgeführt, um die fortwährenden Überschwemmungen in Kombination mit starken Sedimentierungen im westlichen Rheindelta zu verringern. Inzwischen steht fest, dass der Rhein trotzdem sehr große Mengen an Ablagerungen in den Bodensee hineinträgt und in Folge dessen ein permanenter Kiesabbau mit Schwimmbaggern nötig ist.
Rheindelta]
Im Bodensee selbst vermischt sich das kalte, meist graue Gebirgswasser des Neuen Rheins nur wenig mit dem eher warmen, grünlichen Wasser des Sees. Der Strom fließt also ein gewisses Stück oberflächlich im freien Wasser, bevor er abrupt in die Tiefen des Sees abtaucht, um dann vor der Insel Lindau entlang des nördlichen Seeufers bis etwa Hagnau am Bodensee und weiter nach Konstanz abzubiegen.
Hochrhein
Vom Bodensee bis Basel, km 0–150
Nach dem Verlassen des Bodensee-Obersees an der Engstelle der Rheinbrücke in Konstanz fließt er zunächst mit 30 cm Höhenunterschied als Seerhein in den Untersee, bis er bei Stein am Rhein wieder zu einem Fluss wird und einige Kilometer weiter westlich von Schaffhausen in Neuhausen den Rheinfall hinabstürzt. Hier stößt er auf sein altes, voreiszeitliches Flussbett. Ab dem Verlassen des Bodensees wird er – etwa seit dem frühen 20. Jahrhundert – Hochrhein genannt.
Der Überlinger See wird vom Rhein nicht durchflossen.
Von Schaffhausen fließt er als Hochrhein weiter zuerst noch Richtung Süden, mit einer malerischen Schlinge am Städtchen und Kloster Rheinau vorbei, bis er am Tösseck (Einmündung der Töss) in Richtung Westen dreht und bald darauf zum Grenzfluss zwischen der Schweiz und Deutschland wird. Bei Koblenz, nahe Waldshut mündet von Süden her die Aare als erster größerer Nebenfluss in den Rhein. Erwähnenswert ist dabei, dass die Aare mit einem durchschnittlichen Abfluss von 557 m³/s der wasserreichere Fluss von beiden ist (Rhein: 439 m³/s).
Oberrhein
Von Basel bis Bingen, km 150–530
Nebenfluss]]
Im sogenannten Rheinknie in Basel ändert der Rhein seine Richtung von Ost-West nach Norden. Als Oberrhein wird er Grenzfluss zwischen Deutschland und Frankreich. Seit dem Tertiär fließt der Rhein von hier aus den Oberrheingraben entlang. Zwischen Basel und Iffezheim ist der Rhein kanalisiert und mit 10 Schleusen aufgestaut. Speziell zwischen Basel und Breisach führt das alte Flussbett des Rheins kaum Wasser. Die Wassermassen werden parallel dazu im Rheinseitenkanal (Grand Canal d'Alsace) geführt und dort zur Energiegewinnung in Wasserkraftwerken und für den Schiffsverkehr verwendet. Die Kanalisation hat jedoch auch ökologische Folgenund Nachteile, da der Grundwasserspiegel, in Abhängigkeit zum Fluss, sinkt. Weiterhin kommt es zu einer Verlandung des Flussbettes, was wiederum Folgen für die Flora und Fauna der Flussaue hat.
Für die nächsten 200 bis 300 Kilometer erstreckt sich das Rheinbett in der oberrheinischen Tiefebene, einem rund 40 Kilometer breiten Tal zwischen Schwarzwald und Vogesen beziehungsweise Pfälzerwald und Kraichgau/Odenwald.
Dieser Teil wurde ab 1817 durch Johann Gottfried Tulla im Zuge der Rheinbegradigung von einem immer wieder in der Rheinniederung mäandrierenden Schlingenfluss in ein gerades, von Dämmen flankiertes Flussbett gezwungen. Bei Straßburg münden der Rhein-Marne-Kanal und der Rhein-Rhône-Kanal in den Rhein.
Von Lauterburg bis Mannheim bildet der Rhein die Grenze zwischen Baden-Württemberg (rechtsrheinisch) und Rheinland-Pfalz (linksrheinisch). Bei Mannheim mündet der von Südosten kommende Neckar als zweiter großer Nebenfluss und Hessen folgt Baden-Württemberg auf der rechten Rheinseite.
Gegenüber von Mainz mündet der Main in den Rhein, der von dort für einen kurzen Abschnitt, ebenfalls Rheinknie genannt, seine Richtung nach Westen ändert und anschließend bei Bingen an der Nahemündung nach Nordwesten dreht.
Nahe]]
Mittelrhein
Von Bingen bis Bonn, km 530–660
Von dort durchfließt der Mittelrhein in einem steilen, engen Tal den südlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Linksrheinisch erstreckt sich der Hunsrück, rechtsrheinisch der Taunus.
Taunus]]
Dieser Abschnitt ist der touristisch bekannteste Teil des Rheins, der von Bingen/Rüdesheim bis Koblenz Weltkulturerbe ist.
Die bekanntesten touristischen Veranstaltungen in den Monaten Mai, Juli, August und September sind die Feuerwerke Rhein in Flammen.
Bei Kaub liegt malerisch mitten im Rhein die Burg Pfalzgrafenstein. Einige Kilometer weiter flussabwärts umfließt der Rhein den sagenumwobenen Loreley-Felsen, bis er sich bei Boppard durch den Bopparder Hamm, eine imposante Rheinschleife windet. Von Osten nimmt er nun die Lahn und am Deutschen Eck in Koblenz von Südwesten die Mosel auf. Linksrheinisch erstreckt sich die Eifel, aus der bei Sinzig die Ahr und rechtsrheinisch der Westerwald, aus dem unterhalb von Neuwied die Wied in den Rhein mündet. Zu den bekanntesten Burgen des Mittelrheins gehören Burg Lahneck, die Marksburg und die feindlichen Brüder Liebenstein und Sterrenberg.
Sterrenberg
Niederrhein
Von Bonn bis Hoek van Holland, km 660–1.033
Sterrenberg
An der südlichen Stadtgrenze von Bonn und der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen weitet sich das enge Mittelrheintal zur Kölner oder Niederrheinischen Bucht, die bereits zur norddeutschen Tiefebene zählt. Nördlich von Bonn mündet die Sieg in den Rhein, der von hier ab wie die ihn umgebende Region Niederrhein genannt wird.
Niederrhein
Wichtigste Hafenstädte in diesem Stromabschnitt sind Köln, Düsseldorf, Neuss und Duisburg mit Duisport, Europas größtem Binnenhafen und international bedeutendem Logistikstandort an der Mündung der Ruhr und des Rhein-Herne-Kanals. 30 km flussabwärts mündet in Wesel die zweite Ost-West-Schifffahrtsverbindung, der parallel zur Lippe verlaufende Wesel-Datteln-Kanal in den Rhein und nach 40 km spannt sich in Emmerich die längste Hängebrücke Deutschlands über den an dieser Stelle mehr als 700 Meter breiten Strom.
Rheindelta
Nach weiteren 15 Kilometern, drei Kilometer hinter der deutsch-niederländischen Grenze bei Millingen aan de Rijn, beginnt das große Delta des Rheins. Hier teilt sich der Rhein in zwei Hauptarme, die sich vor Rotterdam wieder vereinigen.
Rotterdam
Der nördliche Rheinarm ist der Pannerdens Kanaal (dt. Pannerdenscher Kanal), von dem kurz vor Arnhem die IJssel abzweigt. Sie fließt über Deventer und Zwolle nach Norden und mündet bei Kampen ins IJsselmeer. Von der Abzweigung der IJssel an heißt der nördliche Rheinarm Nederrijn und im weiteren Verlauf Lek.
Bis etwa 900 n. Chr., als der Lek zum Hauptstrom wurde, bildeten der Kromme Rijn und der Oude Rijn den eigentlichen Flusslauf.
Der südliche Rheinarm ist der Bijlands Kanaal, der in die Waal übergeht, die im Unterlauf die Namen Boven Merwede, Beneden Merwede und Noord trägt, bis er sich wenige Kilometer vor Rotterdam in Krimpen aan de Lek mit dem nördlichen Arm vereinigt.
Gemeinsam durchfließen sie als Nieuwe Maas und danach als Scheur den Hafen Rotterdam und münden über den Nieuwe Waterweg bei Hoek van Holland in die Nordsee.
Dort strömen 2.330 m³ Wasser pro Sekunde ins Meer.
Nebenflüsse des Rheins
Nordsee
Brücken über den Rhein
Nordsee
Der Rhein wird in seinem Verlauf von etwa 100 Brücken überquert. Zu folgenden Brücken existieren eigene Artikel:
Ökologie
Nach den Angaben des Umweltbundesamts nimmt die Schadstoffbelastung des Rheins seit 1960 | | |