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20. Februar

20. Februar

Der 20. Februar ist der 51. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1437 - James I., König von Schottland wird von Meuchelmördern unter der Führung von Walter, Earl of Atholl ermordet.
- 1472 - Orkney und die Shetlandinseln werden von der schottischen Krone annektiert.
- 1547 - Eduard VI. von England wird in der Westminster Abbey zum König gekrönt.
- 1857 - Die Reederei Norddeutscher Lloyd wird in Bremen gegründet
- 1929 - Amerikanisch-Samoa wird eine Territorium der USA.
- 1943 - In Mexiko entsteht der Vulkan Paricutin.
- 1952 - Der Bundestagsabgeordnete „Dr. Franz Richter“ (SRP) wird unter dem Vorwurf, in Wahrheit der ehemalige NSDAP-Gauhauptstellenleiter von Sachsen Fritz Rößler zu sein, im Bundeshaus verhaftet.
- 1962 - John Glenn umkreist als erster US-Amerikaner die Erde im All.
- 1974 - Der Deutsche Bundestag ratifiziert den Atomwaffensperrvertrag.
- 1979 - Die Cassis-de-Dijon-Entscheidung wird vom Europäischen Gerichtshof verkündet.
- 1980 - Erste Wahl in Simbabwe nach der neuen Verfassung.
- 2000 - Parlamentswahlen in Kirgisistan.
- 2001 - Erste Kommunalwahlen im Jemen.
- 2004 - Nach dem Ausschluss von tausenden liberalen Kandidaten sinkt die Wahlbeteiligung bei den iranischen Parlamentswahlen nach offiziellen Angaben auf 50,57 %.
- 2005 - UN-Flüchtlingshochkommissar Ruud Lubbers tritt von seinem Amt zurück, nachdem eine interner Untersuchungsbericht wegen sexueller Belästigung veröffentlicht wurde. (Wikinews-Artikel)

Katastrophen


- 1799 - der Blackbrook-Staudamm bei Blackbrook und Shepshed in Leicestershire, Großbritannien bricht.
- 1946 - Bergkamen, Deutschland. Grubenunglück in der Zeche Grimberg 3/4. 405 Tote.
- 2002 - Zugunglück Nähe Kairo, Ägypten. Über 370 Tote.

Kultur


- 1724 - Giulio Cesare, eine italienische Oper von Georg Friedrich Händel wird in London uraufgeführt.
- 1816 - Im Teatro Argentina in Rom wird der Barbier von Sevilla von Gioacchino Rossini uraufgeführt und fällt - aufgrund eifersüchtiger Störungen von Giovanni Paisiello - durch, erst die zweite Vorstellung wird als glänzender Erfolg gefeiert.
- 1837 - Uraufführung der komischen Oper Die beiden Schützen von Albert Lortzing am Stadttheater in Leipzig.
- 1852 - Uraufführung der komischen Oper Waldblume von Johann Friedrich Kittl
- 1872 - Das Metropolitan Museum of Art wird in New York City eröffnet.
- 1886 - Uraufführung der Oper Urvasi von Wilhelm Kienzl in Dresden.
- 1907 - Uraufführung der Oper Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesh und der Jungfrau Fewronija (Orig.: Skasani je o newidimom grade Kiteshe i dewe Febronii) von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow an der Hofoper in Sankt Petersburg.
- 1909 - Filippo Tommaso Marinetti publiziert in der Pariser Zeitung Le Figaro sein futuristisches Manifest und gründet damit den Futurismus.
- 1943 - Uraufführung der Oper Die Kluge von Carl Orff in Frankfurt am Main.
- 1963 - In der Berliner Freien Volksbühne findet unter der Regie von Erwin Piscator die Uraufführung des Schauspiels "Der Stellvertreter" von Rolf Hochhuth statt.
- 1995 - Der französische Filmregisseur Bertrand Tavernier gewinnt bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären.
- 2000 - Der US-amerikanische Filmregisseur Paul Thomas Anderson gewinnt bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1976 - Muhammad Ali gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Jean-Pierre Coopman im Roberto Clemente Coliseum, Hato Rey, Puerto Rico, durch KO.
- 1999 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Ismael Youla in Hamburg, Deutschland, durch technischen KO.

Geboren


- 1523 - Jan Blahoslav, tschechischer Humanist, Grammatiker und Komponist
- 1751 - Johann Heinrich Voß, deutscher Dichter und Übersetzer (Homers "Ilias" und "Odyssee")
- 1759 - Johann Christian Reil, Arzt (Stadtphysikus) und Professor in Halle und Berlin
- 1761 - Ludwig Abeille, deutscher Komponist
- 1770 - Ferdinando Carulli, italienischer Komponist und Gitarrist
- 1791 - Carl Czerny, österreichischer Komponist
- 1802 - Charles Auguste de Bériot, belgischer Geiger, Musikpädagoge und Komponist
- 1804 - Johann Anton Friedrich Baudri, Weihbischof und Generalvikar in Köln
- 1812 - Ludwig Steub, deutscher Schriftsteller
- 1820 - Henri Vieuxtemps, französischer Geiger und Komponist
- 1834 - Ramakrishna, hinduistischer Reformer und Philosoph
- 1844 - Joshua Slocum, Seemann und Reiseschriftsteller
- 1844 - Ludwig Boltzmann, österreichischer Physiker
- 1875 - Marie Marvingt, französische Pilotin mit abgelegter Flugprüfung
- 1877 - Georgi Jakowlewitsch Sedow, russischer Marineoffizier und Polarforscher
- 1882 - Nicolai Hartmann, deutscher Philosoph
- 1883 - Lucie Höflich, deutsche Schauspielerin
- 1886 - Béla Kun, ungarischer Politiker
- 1887 - Carl Ebert, deutscher Opernregisseur und Intendant
- 1888 - Georges Bernanos, französischer Schriftsteller
- 1890 - Ferdinand Herbst, deutscher evangelischer Theologe
- 1894 - Jarosław Iwaszkiewicz, polnischer Schriftsteller
- 1898 - Enzo Ferrari, italienischer Automobilkonstrukteur
- 1898 - Jimmy Yancey, US-amerikanischer Musiker
- 1899 - Emmy Meyer-Laule, deutsche Politikerin
- 1901 - Ali Mohammed Negib, ägyptischer Politiker, Regierungschef, Staatschef
- 1901 - Louis Israel Khan, US-amerikanischer Architekt
- 1902 - Ansel Adams, US-amerikanischer Fotograf
- 1902 - Bertus Freese, niederländischer Fußballnationalspieler
- 1903 - Ella Maillart, war Schweizer Sportlerin und Reiseschriftstellerin
- 1907 - Erich Klabunde, deutscher Politiker und MdB
- 1909 - Lorenzo Alvary, ehemaliger US-amerikanischer Opernsänger
- 1909 - Heinz Erhardt, deutscher Komiker, Musiker, Entertainer, Schauspieler und Dichter
- 1911 - Hans Scholz, deutscher Schriftsteller, Journalist und Maler
- 1912 - Pierre Boulle, französischer Schriftsteller
- 1913 - Rolf Italiaander, deutsch-niederländischer Autor
- 1915 - Hans Christian Blech, deutscher Schauspieler
- 1919 - Jesco von Puttkamer, deutscher Publizist und Diplomat
- 1920 - Jewgeni Fjodorowitsch Dragunow, sowjetischer Waffenkonstrukteur
- 1920 - Robert Richards, US-amerikanischer Leichtathlet und Theologe
- 1923 - Constantin v. Wangenheim, deutscher Verschwörungstheoretiker
- 1924 - Sidney Poitier, US-amerikanischer Schauspieler
- 1925 - Heinz Kluncker, deutscher Gewerkschafter
- 1925 - Robert Altman, US-amerikanischer Regisseur, Autorenfilmer und TV-Produzent
- 1926 - Hans Timmermann, deutscher Schauspieler, Regisseur und Übersetzer
- 1927 - Carl Damm, deutscher Politiker und MdB
- 1927 - Hubert de Givenchy, französischer Modeschöpfer
- 1928 - Friedrich Wetter, Kardinal und Erzbischof der Diözese München-Freising
- 1929 - Uriella, umstrittene geistige Führerin des Ordens Fiat Lux
- 1931 - John Willard Milnor, US-amerikanischer Professor für Mathematik
- 1935 - Gottfried Tröger, deutscher Politiker und MdB
- 1936 - Larry Hovis, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1937 - Robert Huber, deutscher Chemiker (Chemienobelpreis 1988)
- 1940 - Barbara Ellis, US-amerikanische Sängerin
- 1940 - Christoph Eschenbach, deutscher Pianist und Dirigent
- 1940 - Nancy Wilson, US-amerikanische Musikerin
- 1941 - Buffy Sainte-Marie, kanadische Sängerin und Songschreiberin
- 1942 - Mitch McConnell, US-amerikanischer Senator
- 1944 - Christian Pfeiffer, deutscher Kriminologie, Justizminister Niedersachsens
- 1944 - Louis Saloff, US-amerikanischer Musiker
- 1945 - Alan Hull, britischer Musiker
- 1945 - Johannes Biebl, deutscher Rockmusiker
- 1946 - Jerome Geils, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Henry Hübchen, deutscher Schauspieler
- 1949 - Stefan Waggershausen, deutscher Musiker
- 1949 - Ivana Trump, tschechisches Model
- 1950 - Walter Becker (Musiker), US-amerikanischer Musiker (Steely Dan)
- 1951 - Randy California, US-amerikanischer Rock-Gitarrist
- 1951 - Günter Jankowiak, deutscher Schauspieler und Dramatiker für das Kinder- & Jugendtheater
- 1952 - Abdalá Bucaram Ortiz, Rechtsanwalt, Politiker und Staatspräsident von Ecuador
- 1953 - Riccardo Chailly, italienischer Dirigent
- 1954 - Patty Hearst, Enkeltochter des US-amerikanischen Medienmoguls William Randolph Hearst
- 1955 - Bärbel Grygier, deutsche Politikerin und MdB
- 1960 - Mark Reilly, britischer Sänger und Songschreiber
- 1963 - Charles Barkley, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1966 - Cindy Crawford, US-amerikanisches Supermodell und Schauspielerin
- 1966 - Dennis Mitchell, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1967 - Kurt Cobain, US-amerikanischer Musiker (Nirvana)
- 1967 - Lili Taylor, US-amerikanische Schauspielerin
- 1975 - Brian Littrell, US-amerikanischer Musiker (Backstreet Boys)
- 1976 - Marek Nikl, tschechischer Fußballspieler
- 1978 - Julia Jentsch, deutsche Schauspielerin
- 1978 - Lauren Ambrose, US-amerikanische Schauspielerin
- 1980 - Anne Poleska, deutsche Schwimmerin
- 1981 - Elisabeth Görgl, österreichische Skirennläuferin
- 1985 - Yulia Olegovna Volkova, Mitglied der Gruppe t.A.T.u.

Gestorben

Yulia Olegovna Volkova
- 738Eucherius von Orléans, Bischof von Orléans
- 1054Jaroslaw I. von Kiew, „der Weise“
- 1194Tankred von Lecce, war von 1190–1194 König von Sizilien
- 1431Martin V., Papst von 1417–1431
- 1437Jakob I. (Schottland), König von Schottland (1406–1437)
- 1513Johann I. (Dänemark), König von Dänemark (1481–1513)
- 1575Maria von Jever, letzte Regentin der Herrschaft Jever
- 1612Johannes Gottsleben, Magister, Professor und evangelischer Theologe
- 1626John Dowland, englischer Komponist der Renaissance
- 1695Johann Ambrosius Bach, deutscher Musiker
- 1732Balthasar Permoser, deutscher Bildhauer
- 1762Johann Tobias Mayer, deutscher Kartograf, Geograf, Mathematiker, Physiker und Astronom
- 1790Joseph II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1765–1790)
- 1799Jean Charles Borda, französischer Mathematiker und Seemann
- 1810Andreas Hofer, Tiroler Freiheitskämpfer
- 1816Johann Erich Biester, deutscher Philosoph
- 1816Maria I. (Portugal), Königin von Portugal und Königin von Brasilien
- 1824Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien, preußischer General
- 1841Friedrich Wilhelm Adam Sertürner, deutscher Apotheker und Entdecker des Morphiums
- 1850Hermann Biow, bekannter deutscher Fotograf
- 1855Joseph Hume, britischer Politiker
- 1861Eugène Scribe, französischer Dramatiker
- 1871Paul Kane, Maler
- 1883Bertrando Spavénta, italienischer Philosoph
- 1893Pierre Gustave Toutant Beauregard, General der Konföderierten Staaten von Amerika
- 1907Henri Moissan, französischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 1913Robert von Lieben, österreichischer Physiker
- 1916Klas Pontus Arnoldson, schwedischer Journalist, Politiker und Friedensnobelpreisträger
- 1919Habibullah Khan, von 1901 bis 1919 Emir von Afghanistan
- 1920Jacinta Marto, Selige, Zeugin einer Marienerscheinung
- 1920Robert Edwin Peary, US-amerikanischer Ingenieur und Polarforscher
- 1922Jordan Mai, Franziskaner
- 1922Reinhard Mannesmann, deutscher Industrieller
- 1925 - Marco Enrico Bossi, italienischer Organist und Komponist
- 1928Antonio Abetti, italienischer Astronom
- 1929Carl Sonnenschein, deutscher Theologe
- 1941Arthur Erich Haas, österreichischer Physiker
- 1942Juliusz Bursche, Landesbischof von Polen
- 1946André Jolles, niederländischer Literaturwissenschaftler
- 1948Bertha Diener, österreichische Schriftstellerin und Reisejournalistin
- 1951 - Howard Brockway US-amerikanischer Komponist
- 1951Karl Rüdiger, deutscher Politiker
- 1952Willy Knothe, deutscher Politiker und MdB
- 1955Eugen Schmalenbach, deutscher Professor der Betriebswirtschaft
- 1956Heinrich Barkhausen, deutscher Physiker
- 1959Otto Bartning, deutscher Architekt
- 1960Philipp Wehr, deutscher Politiker
- 1963 - Jakow Andrejewitsch Eschpai, russischer Komponist
- 1963Ferenc Fricsay, ungarischer Dirigent
- 1966Arnold Hörburger, niederländischer Fußballspieler
- 1966Chester William Nimitz, Flottenadmiral der US-Marine
- 1966Paul Zielinski, deutscher Fußballspieler
- 1969Ernest Ansermet, Schweizer Dirigent
- 1970Friedhelm Dohmann, deutscher Politiker und MdB
- 1972Maria Goeppert-Mayer, deutsch-US-amerikanische Physikerin, Nobelpreisträgerin
- 1973Brigitte Reimann, Schriftstellerin der DDR
- 1975Kurt Batt, deutscher Literaturwissenschaftler, Kritiker und Lektor
- 1976Hans Luckey, baptistischer Theologe und Pastor sowie freikirchlicher Historiker
- 1976René Cassin, Jurist und Friedensnobelpreisträger
- 1980Joseph Bankes Rhine, US-amerikanischer Psychologe
- 1982Gershom Scholem, israelischer Religionshistoriker deutscher Abstammung
- 1984Fikret Amirow, aserbaidschanischer Komponist
- 1987E. P. Jacobs, belgischer Zeichner von Comics
- 1987Joseph Parecattil, Erzbischof von Ernakulam und Kardinal
- 1989Erika Köth, deutsche Opernsängerin und Gesangslehrerin
- 1993Ferruccio Lamborghini, Autobauer und Vater der Automarke Lamborghini
- 1996 - Gheorghe Dumitrescu, rumänischer Komponist
- 1997Deng Xiaoping, chinesischer Politiker
- 1999Sarah Kane, britische Regisseurin
- 2003Maurice Blanchot, französischer Schriftsteller
- 2003Ulrich Roski, deutscher Liedermacher und Kabarettist
- 2003Willi Hoss, deutscher Politiker
- 2005Dalene Matthee, südafrikanische Schriftstellerin
- 2005Hunter S. Thompson, US-amerikanischer Schriftsteller und Reportagejournalist
- 2005Karl Weschke, deutsch-britischer Maler
- 2005Raymond Mhlaba, südafrikanischer Politiker und Bürgerrechtler
- 2005Sandra Dee, US-amerikanische Schauspielerin
- 2005Vitalij Grossmann, kasachischer Eishockeyspieler
- 2005 - Ibrahim Ferrer, kubanischer Musiker

Feier- und Gedenktage


- Namenstage: Amata, Falko, Leo
- katholischer Gedenktag für Amata, Chlodoald, Corona (Stephana), Eleutherius, Eucherius von Orléans, Falko, Bischof von Tongern, Jacinta Marto, Jordan Mai, Leo von Catania,
- evangelischer Gedenktag für Friedrich Weißler
- orthodoxer Gedenktag für Agatho, Leo von Catania

Siehe auch

:19. Februar - 21. Februar :20. Januar - 20. März :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0220 ja:2月20日 ko:2월 20일 simple:February 20 th:20 กุมภาพันธ์

Gregorianischer Kalender

Der gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.

Gregorianische Kalenderreform

Kalender Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand. Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform. Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt. Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann. Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.

Die Schaltregeln


- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.) oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.

Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern

Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt. Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen. Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.

Charakteristika

Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen. Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird. Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).

Siehe auch


- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

Weblinks


- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon] Kategorie:Kalender als:Gregorianischer Kalender ja:グレゴリオ暦 ko:그레고리력 ms:Kalendar Gregorian simple:Gregorian calendar th:ปฏิทินเกรกอเรียน

Jakob I. (Schottland)

Jakob I. (engl. James I,
- 10. Dezember 1394 im Dunfermline Palace, † 20. Februar 1437 in Perth) war von 1406 bis zu seinem Tod König von Schottland, bis 1424 allerdings nur nominell. Er wurde als dritter Sohn von Robert III. und dessen Ehefrau Annabella Drummond geboren.

Gefangenschaft

Sein älterer Bruder David Stewart herrschte als Statthalter für seinen gesundheitlich angeschlagenen Vater, wurde dann jedoch 1402 von seinem machtgierigen Onkel Robert Stewart gefangen genommen und verhungerte in seiner Zelle im Falkland Palace. Robert III. schickte seinen einzigen überlebenden Sohn Jakob nach Frankreich, um ihn dort in Sicherheit zu bringen. Auf dem Weg dorthin überfielen die Engländer jedoch das Schiff, brachten den jungen Kronprinzen als Geisel an den englischen Königshof und forderten ein Lösegeld. Robert III. soll angeblich aus Kummer über die Entführung seines Sohnes gestorben sein. Jakob war zwar ab 1406 der rechtmäßige König Schottlands, saß jedoch am Hof des englischen Königs Henry IV. fest. Sein Onkel Robert Stewart, der nach dem Tode Roberts III. zum Statthalter ernannt worden war, ließ sich bei der Bezahlung des Lösegelds sehr viel Zeit. Er erreichte die Freilassung seines Sohnes Murdoch Stewart, der zur gleichen Zeit in Gefangenschaft geraten war, war jedoch nicht an der Rückkehr des Königs interessiert. Mehr als 18 Jahre lang blieb Jakob im Schloss Windsor ein Gefangener des englischen Königs. Als Königssohn wurde ihm jedoch eine profunde Ausbildung und die Einführung ins höfische Leben gewährt. Dadurch verfügte er über eine gute politische Ausbildung und viel Erfahrung. 1420 wurde das Lösegeld von £40.000 endlich bezahlt.

Regierungszeit

1424 kehrte Jakob nach Schottland zurück, wo er sein Land im Chaos vorfand. Außerdem brachte er seine Frau Joan Beaufort mit, die Enkelin des englischen Fürsten John of Gaunt, einem Sohn Edwards III. und Ratgeber Richards II. von England. Am 2. oder 21. Mai 1424 wurde Jakob in Scone formell gekrönt. Sofort ging er daran, Autorität und Kontrolle wiederherzustellen. Er ließ die Albany-Familie hinrichten, die sich gegen das Königshaus gestellt hatten. Die Exekution von Murdoch Stewart und zweien seiner Söhne fand am 24. Mai 1425 in Stirling statt. Darüber hinaus gelang es ihm, den Douglas-Clan im Süden und die Lords der Äußeren Hebriden in Schach zu halten. Er regierte Schottland weiterhin mit starker Hand und setzte zahlreiche finanzielle und rechtliche Reformen durch. Er versuchte, das schottische Parlament nach englischem Vorbild umzugestalten und erneuerte 1428 die gegen England gerichtete Auld Alliance mit Frankreich. Obwohl seine Maßnahmen effektiv waren, schuf er sich viele Feinde.

Ermordung

Sein Großvater, Robert II., hatte zweimal geheiratet, doch die erste Ehe (aus der Jakob entstammte), galt dreizehn Jahre lang als unrechtmäßig, bis die Trauung wiederholt wurde. Zwischen den Abkömmlingen der ersten Ehe und jenen der (unzweifelhaft legitimen) zweiten Ehe brach ein Konflikt um die Thronfolge aus. Die Situation eskalierte, als Jakob am 21. Februar 1437 im Dominikanerkloster in Perth einem Mordanschlag der schottischen Adeligen unter Walter Stewart zum Opfer fiel. Jakob hatte versucht, durch die Kanalisation seinen Attentätern zu entkommen. Doch drei Tage zuvor war der Ausgang, der zu einem Tennisplatz führte, zugemauert worden, da immer wieder Bälle in der Kanalisation verloren gegangen waren. Im März 1437 folgte eine Welle von Hinrichtungen. Unter den Verschwörern, die exekutiert wurden, befanden sich Jakobs Onkel Walter, Earl of Atholl und sein Enkel Robert, Master of Atholl, die beide von der zweiten Ehe Roberts II. abstammten.

Familie

Am 2. Februar 1423 heiratete er Joan Beaufort und hatte mit ihr acht Kinder:
- Margaret (
- 25. Dezember 1424, † 16. August 1445, verheiratet mit Ludwig XI., König von Frankreich)
- Isabel ( † 1494)
- Johanna ( † 16. Oktober 1486)
- Alexander (
- und † 16. Oktober 1430
- James (Jakob,
- 16. Oktober 1430, † 3. August 1460)
- Eleanor (
- 1433, † 20. November 1480)
- Maria († 20. März 1465)
- Annabella ( † 1458) Kategorie:Mann Kategorie:König (Schottland) Kategorie:Stuart Kategorie:Geboren 1394 Kategorie:Gestorben 1437

Schottland

Schottland (Gälisch: Alba, lat.-kelt.: Caledonia) ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil auf Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden.

Geografie

Schottland bildet den nördlichen Teil der Insel Großbritannien und bedeckt etwa ein Drittel der Fläche. Schottland teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands, die Lowlands und die Southern Uplands. Der höchste Berg Schottlands (und ganz Grossbritanniens) ist der Ben Nevis, bei Fort William. Er gehört zu den Munros. Die südlich gelegenen Lowlands sind aufgrund des leichteren Zugangs zu diesen Regionen stärker von England geprägt. So ergaben sich die kulturellen Unterschiede in den beiden Gebieten. Die bevölkerungsreichste Gegend ist der sogenannte Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow.

Bevölkerung

Die Schotten stammen ethnisch von den Angelsachsen, Kelten und Skandinaviern ab, haben zum Teil aber auch irische Einflüsse. Die meisten sprechen Englisch oder Lowland Scots, auch als 'Lallans', d.h. 'Lowlands' bekannt. Eine Minderheit, größtenteils vertreten auf den westlichen Inseln, spricht noch schottisches Gälisch. Vor der Vereinigung mit England im Jahr 1707 wurde Lowland Scots in den Gerichten und im schottischen Parlament gesprochen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Schottlands
- seit ca. 10.000 v. Chr. erste Zuwanderung über die Landbrücke, welche bis etwa 4.000 v.Chr. die Britischen Inseln mit dem europäischen Festland verbindet und dann durch den Meeresanstieg aufgrund des Abschmelzens der eiszeitlichen Gletscher verschwindet. Die frühesten Einwohner sind mesolitische Jäger und Fischer bzw. ab etwa 4.500 v.Chr. einwandernde neolitische Bauern.
- 6.000 v. Chr. Früheste archäologische Hinweise auf menschliche Siedlungen und Kultstätten.
- 82-208 n. Chr. Die Römer marschieren mehrmals in die Region ein, können aber keine dauerhafte Herrschaft aufrichten. Der Hadrianswall wird in den Jahren 122 bis 128 zwischen den Mündungen von Tyne und Solway gebaut und wird zur endgültigen Nordgrenze von Römisch-Britannien.
- 503 Die Skoten, Kelten aus Irland, landen an der Westküste Schottlands.
- 843 Kenneth Mac Alpin vereint die Skoten und Pikten als eine Nation. Diese keltische Monarchie dauert bis zum Ende der Regentschaft von Macbeth im Jahre 1057.
- 1057 Malcolm III. tötet Macbeth und wird König. Unter seiner Herrschaft wird der englische Einfluss stark.
- 1296 Annexion Schottlands durch den englischen König Edward I.
- 1314 Schlacht von Bannockburn: Die Schotten unter Robert the Bruce schlagen die Engländer, angeführt von Edward II.
- 1320 Die Declaration of Arbroath wird aufgesetzt. Sie soll den Papst dazu bringen, die schottische Unabhängigkeit von England anzuerkennen. Der Papst akzeptiert die Erklärung.
- 1603 James VI. von Schottland, Sohn Maria Stuarts, wird König James I. von England. So werden die beiden Kronen vereinigt. Schottland und England bleiben separate Königreiche unter einem Monarchen.
- 1692 Beim Massaker von Glencoe werden 38 Mitglieder des MacDonald Clan auf Anordnung der englischen Regierung in einer Strafaktion ermordet. Dieses Ereignis hat sich tief in das schottische Nationalbewusstsein eingebrannt.
- 1707 Act of Union: Schottland wird formal mit England zum Königreich Großbritannien vereinigt. Schottland löst sein Parlament auf und schickt Abgeordnete ins Parlament von Westminster.
- 1746 Schlacht bei Culloden: Der von Prinz Charles Edward Stuart ("Bonnie Prince Charlie") angeführte letzte schottische Aufstand wird blutig niedergeschlagen.
- ab 1780 Highland Clearances: Beginn der Vertreibung von Kleinbauern ("Crofters") um Platz für Schafzucht zu schaffen.
- 1820 Die industrielle Revolution erreicht Schottland. Schiffbau, Kohlebergbau, Eisen- und Stahlhütten ersetzen die Textilwirtschaft als Schottlands Hauptindustrie.
- 1975 Das erste Öl wird von der Nordsee an Land gepumpt. Schottland wird ein Erdöl förderndes Land.
- 1997 Die schottische Bevölkerung stimmt mit überwältigender Mehrheit für ein eigenes Parlament mit begrenzten Kompetenzen innerhalb des Vereinigten Königreichs.
- 1999 Ein neues schottisches Parlament wird gewählt. Es wird in Zukunft über innerschottische Angelegenheiten und Einkommenssteuern entscheiden können. siehe auch: Prinzen von Schottland

Kultur

Der Dudelsack, die Kilts und der Whisky sind die bekanntesten schottischen Kulturgüter, wobei alle drei keinen schottischen Ursprung haben. Der Whisky wurde zuerst von katholischen Mönchen in Irland gebraut und ist dann im Rahmen von Missionierungen in Schottland gelandet. Der Dudelsack kommt aus Kleinasien und der Kilt wurde zuerst in London getragen. Shortbread (Butter-, Spritzgebäck), Haggis, Harris Tweed und das schottische Clansystem sind dagegen schottischem Urpsrung und auch weitläufig bekannt. Das Clansystem, vor allem in den Highlands, stellt eine schottische Besonderheit dar. Ein paar der bekanntesten Clans sind:
- MacGregor
- Stewart
- MacDonald
- MacLeod
- Robertson
- Campbell
- MacKenzie Regelmäßig finden die so genannten "highland games" (Hochlandspiele) statt. Es gibt keine offizielle Nationalhymmmne, jedoch wird traditionell Scotland the Brave verwendet; besonders bei Fußball- und Rugby-Spielen ist jedoch Flower of Scotland der schottischen Band The Corries zu hören.
- Siehe auch: Schottische Literatur

Religion

siehe auch:
- Free Church of Scotland
- Freie Presbyterianische Kirche Schottlands
- Scottish Episcopal Church

Schulsystem

siehe Schulsystem in Großbritannien

Wirtschaft

Schottland ist neben Irland das Zentrum der Whisky-Industrie. Die zweite dort gewonnene Flüssigkeit ist das Nordsee-Öl; das Zentrum der Erdölförderung ist Aberdeen. Hier hat das Ölgeschäft die Fischerei längst abgelöst. Hauptexportprodukt ist allerdings Computer Software. Als Beispiel ist z.B. Rockstar North zu nennen, welche ihre Büros in Edinburgh haben. Eine schottische Eigenheit gibt es bei der Währung. Zwar wird in Schottland, wie im Rest des Vereinigten Königreiches, in Pfund Sterling bezahlt - allerdings dürfen die drei großen schottischen Banken Bank von Schottland, Royal Bank of Scotland und Clydesdale Bank ihre eigenen Banknoten herausgeben. Zusammen mit den Noten der Bank of England gibt es in Schottland also vier verschiedene Geldscheine in jedem Nennwert.

Politik und Verwaltung

Schottland wird von einem "Ersten Minister" (vergleichbar einem deutschen Ministerpräsidenten) regiert. Seinen Amtssitz hat er in Edinburgh, wo auch das schottische Parlament seinen Sitz hat. Siehe auch:
- Verwaltungsgliederung Schottlands
- Traditionelle Grafschaften Schottlands

Literatur


- Markus Hilpert/Bernhard Kräußlich (Hrsg.), Schottland : eine sozial- und wirtschaftsgeografische Exkursion, Augsburg 2004, 252 S., ISBN 3-923273-55-X

Weblinks


- [http://www.visitscotland.com/ visitscotland] -- Offizielle Seite des "Scottish Tourist Board"
- [http://www.schottlandportal.de/ Das Schottlandportal] -- Allgemeine und spezielle Infos rund um Schottland
- [http://www.al2.ch/boeby/scot/ Eine Schottlandreise] -- Private Seite zur Reise durch Schottland mit dem Auto mit Bildern und Karte
- [http://www.schottlandgeschichte.de/ Schottlandgeschichte.de] -- Umfangreiche Zeittafel zur Geschichte sowie Informationen zum Land, zum Clan MacLeod und zum Whisky
- [http://www.scottishmusiccentre.com/ Musik in Schottland]
- [http://www.hebriden-online.de Schottische Hebriden]
- [http://www.scottishsundials.co.uk Schottische Sonnenuhren]
- [http://www.undiscoveredscotland.co.uk/ Undiscoveredscotland] -- Sehr umfangreiche Reiseseite über Schottland (engl.)
- [http://www.scottishdevelopmentinternational.com/ scottishdevelopmentinternational] -- Offizielle Seite der Wirtschaftsförderung als:Schottland ja:スコットランド ko:스코틀랜드 ms:Scotland simple:Scotland

Meuchelmord

Ein Meuchelmord ist eine vorsätzliche, auf heimliche, hinterhältige Weise verübte Tötung eines Menschen, auch durch mittelbare Täterschaft. Das heißt ein versteckter, nicht direkter Mord bei dem Widerstand unmöglich ist (z.B. im Schlaf erstechen). Ein Meuchelmörder wird auch als Assassin bezeichnet. Ein Meuchelmord ist oft ideologisch oder politisch motiviert. Andere Gründe können Geld, andere Überzeugungen oder Aufträge durch Regierungsorganisationen und Geheimdienste sein.

1472

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Eine dänisch-portugiesische Expedition entdeckt angeblich Amerika. Der Lotse dieser Expedition war Johannes Scolvus, ihre Leiter die Hildesheimer Didrik Pining, Hans Pothorst und der Portugiese João Vaz Cortereal; die Expedition folgte der klassischen nördlichen Seeroute von Island über Grönland nach Labrador
- Iwan III. aus Russland heiratet Prinzessin Sophia aus Konstantinopel
- 18. September: Schrattenthal, der Hauptsitz der Eyczinger in Niederösterreich wird zur Stadt erhoben
- 25. November: Die Solinger Schwertschmiede erhalten ein Zunftprivileg: Grundlage der später weltberühmten Solinger Waffen
- Armenien wird von Persien eigenommen
- Erstmalige Erwähnung der Sülfmeistertage in Lüneburg (Größte Fest der Salzstadt)

Kultur


- Die erste bayrische Universität wird in Ingolstadt gegründet, siehe auch Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Geboren


- 15. Februar: Piero de Medici, Herrscher von Florenz († 1503)
- 28. März: Fra Bartolommeo, Maler der florentinischen Schule († 1517)
- 5. April: Bianca Maria Sforza, Tochter des Herzogs Galeazzo Maria Sforza von Mailand († 1511)
- 31. Mai: Erard de la Marck, Fürstbischof von Lüttich und Erzbischof von Valencia († 1538)
- Heinrich Bebel, deutscher Humanist († 1518)
- Lucas Cranach der Ältere, deutscher Maler und Grafiker († 1553)

Gestorben


- 25. April: Leon Battista Alberti, italienischer Architekt und Humanist (
- 1404) ko:1472년

Orkney

Orkney (engl. Orkney Islands) ist ein aus ca. 70 kleinen Inseln und der Hauptinsel Mainland bestehender Archipel, der zu Schottland gehört. Er liegt durch den Pentland Firth getrennt etwa 16 km nördlich von Caithness im Norden von Schottland. Nur etwa 20 Inseln sind bewohnt. Die beiden wichtigsten Städte sind Kirkwall, als Verwaltungsort mit ca. 7.000 Einwohnern, und Stromness, als einer der beiden Fährhäfen vom "Festland" mit ca. 2.000 Einwohnern, beide auf Mainland. Die Einwohner der Orkney heißen Orkadier. Bei dem heute noch gesprochenen Dialekt handelt es sich um den Rest der zwischen 800 und 1700 verwendeten skandinavischen Sprache Norn. Die Orkney sind praktisch baumlos und niedrig (höchste Erhebung der Inseln ist mit 481 m der Ward Hill auf Hoy), auch wenn es Steilküsten von ca. 30 m gibt. Das Klima ist mild und vom Golfstrom beeinflusst.

Inseln


- Auskerry
- Burray
- Eday
- Egilsay
- Flotta
- Graemsay
- Holm of Papa
- Hoy
- Mainland (Pomona)
- North Ronaldsay
- Papa Westray
- Rousay
- Sanday
- Shapinsay
- South Ronaldsay
- Stronsay
- Westray
- Wyre

Vorgeschichte

Wyre Die belegte Geschichte der Orkney beginnt in der Steinzeit. Etwa 4.000 v. Chr. erreichten die ersten Bauern den Archipel. Noch heute können die Reste steinzeitlicher Bauten wie Skara Brae und Knap of Howar sowie Megalithanlagen (Blackhammer, Crantit, Cuween, Isbister - The Tomb of the Eagles, Knowe of Yarso, Maeshowe, Quoyness, Taversoe Tuick, Unstan Cairn und Wideford Hill) besichtigt werden. Steinkreise Ring of Brodgar, Brochs (Gurness, Midhowe) und Souterrains (Crantit, Grain Earth House, Rennibister) oder die mysteriöse Brunnenanlage von Mine Howe und der einzigartige Dwarfie Stane (ein Felsengrab) vervollständigen das Bild, das überraschende Parallelen mit Zeugnissen anderen Megalithkulturen in Europa und denen der Shetlandinseln zeigt. In Irland, Mykene, Portugal sowie auf Malta und Sardinien gibt es ähnliche Formen, wie auf den beiden Archipelen, die die Heimat der nördlichsten Megalithkultur sind. Im Südgrab auf dem Holm of Papa Westray sind Ritzungen, wie sie die spanische Almeriakultur hervorbrachte. Ganz deutlich zeigt der Westray Stone das seine Spiralen ihre Vorbilder im irischen Newgrange haben. Die Idolplättchen vom Jarlshof (Shetland) haben sogar mehrfache Parallelen im mediterranen Raum. Die ältesten bäuerlichen Siedler haben indes laut DNA-Untersuchung von Material aus den Megalithanlagen Cairns ihre nächsten kontinentalen Verwandten in Friesland und auch die Form und das Dekor einiger Keramiken weisen nach Mitteleuropa. Sh. auch Britische Megalithik

Geschichte

Britische Megalithik] Die neuzeitlichen Bewohner stammen von den Norwegern ab, deren König Harald I. die Inseln 876 besetzen ließ. Sie wurden von Christian I. 1468 James III. von Schottland als Mitgift für Margarethe I. von Dänemark versprochen. Eine der Hauptquellen für Personen und Ereignisse aus dieser Zeit ist die Orkneyinga saga. Mit Scapa Flow ist ein natürlicher Hafen, der von den Inseln umschlossen wird, in die Militärgeschichte eingegangen. Er hat bereits im Krieg gegen Napoleon eine wichtige Rolle gespielt und tat dies auch im 1. Weltkrieg und 2. Weltkrieg. Am 21. Juni 1919 versenkte sich in Scapa Flow die gesamte deutsche Kriegsmarine, die ihre Schiffe nach dem verlorenen 1. Weltkrieg eigentlich an die siegreichen Briten hätte übergeben sollen. Vier der Südinseln werden heute durch die so genannten Churchill Barriers verbunden. Im Zweiten Weltkrieg hatte Winston Churchill sie bauen lassen, um deutschen U-Booten die Durchfahrt unmöglich zu machen.

Kultur


- Der Schriftsteller und Dichter George Mackay Brown
- Der Schriftsteller Eric Linklater
- Der Schriftsteller Edwin Muir
- Der Komponist Sir Peter Maxwell Davies
- [http://www.stmagnusfestival.com/ Das jährliche St. Magnus Festival]

Literatur


- Walkowitz J.E.: Das Megalithsyndrom. 2003. ISBN 3-930036-70-3
- William P.L. Thomson: The new History of Orkney 1987,2001. ISBN 184183-0224 (eng.)
- Liv Kjorsvik Schei, Gunnie Moberg: The Islands of Orkney 2000. ISBN 1-84107-064-5 (engl.)

Weblinks


- [http://www.schaetze-der-welt.de/video.php?video=247&quality=80 Schätze der Welt: Orkney-Inseln: Die jungsteinzeitlichen Monumente auf den Orkney-Inseln - ein 14-Minuten-Video]
- http://www.orkneyjar.com/history/tombs/crantit/
Kategorie:Inselgruppe Kategorie:Geographie (Großbritannien) Kategorie:Schottische Grafschaft Kategorie:Unitary Authority (Schottland) Kategorie:Norwegen Kategorie:Archäologie ja:オークニー諸島 ko:오크니 제도

1547

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 25. Februar: Der Erzbischof von Köln Hermann V. von Wied dankt ab
- Iwan der Schreckliche wird erster russischer Zar
- Heinrich II. besteigt den Thron Frankreichs
- Der Geharnischte Reichstag zu Augsburg beginnt; er dauert bis in das Jahr 1548 hinein. Der Kaiser scheitert mit Plänen zur Niederwerfung des Luthertums
- Adolf III. von Schaumburg wird Erzbischof von Köln
- Die Truppen von Kaiser Karl V. siegen in der Schlacht bei Mühlberg über den Schmalkaldischen Bund
- Niederschlagung des böhmischen Ständeaufstands durch König Ferdinand I.
- Oberlausitzer Pönfall

Religion


- 11. März: Das Konzil von Trient wird nach Bologna in den päpstlichen Machtbereich verlegt und setzt dort seine Beratungen fort

Geboren


- 24. Februar: Juan de Austria, Sohn von Kaiser Karl V. († 1578)
- 1. März: Rudolf Goclenius d. J., Professor für Physik († 1628)
- 10. September: Georg I. (Hessen-Darmstadt) in Schloss Lichtenberg, Landgraf († 1596)
- 22. September: Philipp Nicodemus Frischlin, deutscher Humanist und Dramatiker († 1590)
- 25. September: Johann von Oldenbarnevelt, niederländischer Staatsmann und Diplomat († 1619)
- 29. September: Miguel de Cervantes, spanischer Autor († 1616)
- 18. Oktober: Justus Lipsius, Belgischer Rechtsphilosoph und Philologe († 1606)
- 10. November: Gebhard I. von Waldburg, Kurfürst und Erzbischof von Köln (1577–1583) († 1601)
- 25. November: Samuel Fischer (Pfarrer), deutscher Theologe († 1600)
- Gebhard I. von Waldburg, Kurfürst und Erzbischof von Köln († 1601)
- Ubbo Emmius, ostfriesischer Historiker und Gründungsrektor der Universität Groningen

Gestorben


- 18. Januar: Pietro Bembo (
-  1470), italienischer Humanist
- 28. Januar: Heinrich VIII., König von England (
- 1491)
- 25. Februar: Vittoria Colonna, italienische Dichterin (
- 1490)
- 21. Juni: Sebastiano del Piombo, eigentlich Luciani, italienischer Maler (
- 1485)
- 31. Juli: Franz I., französischer König (
- 1494)
- 17. August: Katharina von Zimmern, war die letzte Äbtissin des Fraumünsterklosters in Zürich in der Schweiz (
- 1478)
- 10. September: Pier Luigi Farnese, außereheliche Sohn von Alessandro Farnese, dem späteren Papst Paul III. (
- 1503)
- 2. Dezember: Hernán Cortés, spanischer Konquistador und Entdecker (
- 1485)
- 28. Dezember: Konrad Peutinger, deutscher Politiker (
- 1465) ko:1547년

Eduard VI. (England)

Eduard VI. (
- 12. Oktober 1537, † 6. Juli 1553) war von 1547 bis 1553 englischer König. Er war der Sohn von Heinrich VIII. (England) und dessen dritter Gemahlin Jane Seymour. Nach dem Tod von Heinrich VIII. 1547 wurde Eduard VI. als dessen einziger männlicher Nachkomme für kurze Zeit König von England. Seine schwächliche Konstitution gab jedoch stets Anlass, um seine Gesundheit zu fürchten. Da er und seine Berater verhindern wollten, dass der englische Thron im Falle des Todes Eduards VI. an seine katholische Halbschwester Maria, die spätere Maria I. fällt, bestimmte er an ihrer Stelle seine Großcousine Jane Grey, eine Enkelin König Heinrichs VII., zur Thronerbin. Als er 1553 starb, übernahm Jane tatsächlich für neun Tage die Herrschaft, wurde aber sodann von Marias Anhängern gestürzt. Edward VI. wurde in der Westminster Abbey vor einem Altar begraben. Zu sehen ist lediglich eine kleine Grabplatte mit seinem Namen.

Weblink


- [http://www.mittelalter-genealogie.de/mittelalter/koenige/england/eduard_6_koenig_von_england_+_1553.html genealogie-mittelalter.de]
Eduard VI. Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1537 Kategorie:Gestorben 1553 ja:エドワード6世 (イングランド王) simple:Edward VI of England

Westminster Abbey

Westminster Abbey (seltener deutsch auch Westminsterabtei; eigentlich The Collegiate Church of St Peter, Westminster) ist eine Kirche in London. Traditionell werden hier die Könige von England gekrönt und beigesetzt. Aufgrund ihrer Funktion ist die Kirche keiner Konfession zugeordnet. Hier befand sich ursprünglich die Klosterkirche einer um 750 gegründeten Benediktinerabtei. Wegen ihrer Lage zu der damaligen Stadt trug die Kirche bereits den Namen West Minster (Westmünster). Gebaut wurde die Westminster Abbey zwischen 1045 und 1065 unter Eduard dem Bekenner. Nach seiner Heiligsprechung (1163) wurde der König hier beigesetzt. Im Jahre 1245 begann Heinrich III. mit dem Bau der heutigen Kirche (im Stil der Frühgotik). Der untere Teil der Westfassade stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die beiden Haupttürme dagegen wurden erst zwischen 1722 und 1745 von Christopher Wren, Nicholas Hawksmoor und John James errichtet. In dem dreischiffigen Innenraum sind alle drei Epochen der englischen Gotik vertreten: „Early English“, „Decorated“ und „Perpendicular“. Der Bau der prachtvollen Kapelle Heinrichs VII, eines der schönsten spätgotischen Werke in Europa, wurde 1503 – 1519 ausgeführt. Seit Wilhelm dem Eroberer wurden alle Könige von England bzw. des Vereinigten Königreichs in Westminster Abbey gekrönt. Traditionell wird die Krönung durch den Erzbischof von Canterbury vorgenommen. Bis zu Georg II. (gestorben 1760) wurden auch alle Könige hier beigesetzt. Der Haupteingang befindet sich an der Westseite. Im Mittelschiff liegt das Grab des Unbekannten Soldaten. In Erde von den belgischen Schlachtfeldern ruht dort ein unbekannter Soldat des Ersten Weltkriegs „inmitten der Könige, weil er seinem Gott und Vaterland gut diente“, wie eine Inschrift auf schwarzem Marmor verkündet. Den Gefallenen beider Weltkriege wird auch in der St. Georgs Kapelle gedacht. Im Längsschiff befinden sich die Gräber des Afrikaforschers Livingsstone, des Dichters Ben Johnson und der Premierminister Bonar Law und Neville Chamberlaine. Im rechten (südlichen) Querschiff befindet sich die Dichterecke mit einem Denkmal für Shakespeare und den Grabmälern von Chaucer, Tennyson, Browning, Longfellow, Dickens, Händel u.v.a. Im linken (nördlichen) Querschiff sind zahlreiche berühmte englische Staatsmänner bestattet, u.a der ältere Pitt, Palmerstone, Disraeli und Gladstone. Vom nördlichen Teil des Querschiffs betritt man die hinter dem Hochaltar gelegene “Kapelle Eduards des Bekenners“. In der Mitte ist der Sarg des 1066 gestorbenen Königs. Dahinter steht der Krönungsstuhl, in dem sich bis 1996 der Stone of Scone befand. Auf diesem Stein wurden jahrhunderte lang die schottischen Könige gekrönt, bis ihn Eduard I. im Jahr 1297 den Schotten abnahm. An Weihnachten 1950 wurde der Stein gestohlen und erst nach langem Suchen wiedergefunden. 1996 wurde er offiziell an Schottland zurückgegeben und befindet sich seitdem im Schloss von Edinburgh. Der Stein gilt als ein Symbol für die Einheit der Königreiche England und Schottland. In dieser Kapelle sind auch die Särge von Heinrich III., Edurad I., Eduard III., Richard II. und Heinrich V. Den östlichen Abschluss bildet die große dreischiffige Kapelle Heinrich VII. Beachtenswert ist vor allem die herrliche Decke. Am Ende der Kapelle ruhen in einem Marmorsarg die Gebeine von Heinrich VII. und seiner Gemahlin Elisabeth von York. Im linken Seitenschiff steht der Sarg Elisabeth I., im rechten Seitenschiff, der ihrer Widersacherin Maria Stuart. Folgende Persönlichkeiten wurden in Westminster Abbey beigesetzt:
- Clement Attlee
- Charles Darwin
- David Garrick
- Orlando Gibbons
- William Ewart Gladstone
- Georg Friedrich Händel
- Lord Kelvin
- David Livingstone
- Isaac Newton
- Laurence Olivier
- William Pitt der Jüngere
- William Pitt der Ältere
- Henry Purcell
- Ernest Rutherford
- James Watt
- William Wilberforce
- Ralph Vaughan Williams
- sowie viele der bedeutendsten englischen Dichter und Schriftsteller, siehe "Poets' Corner"

Weblinks

Kategorie:Kirchengebäude in Großbritannien und Nordirland Kategorie:Sehenswürdigkeit in London London Kategorie:Weltkulturerbe ja:ウェストミンスター寺院

1857

Ereignisse


- 9. Januar: Erdbeben unbekannter Stärke in Fort Tejon, Kalifornien, USA. 1 Toter
- um 1857 wurde ein fast 4.000 km langes Seekabel von Amerika nach England verlegt

Politik


- 1. Januar: Constant Fornerod wird Bundespräsident der Schweiz
- Ende der Präsidentschaft (1853–1857) von Franklin Pierce (
- 23. November 1804: † 8. Oktober 1869): vierzehnter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- Beginn der Präsidentschaft (1857–1861) von James Buchanan (
- 23. April 1791: † 1. Juni, 1868): Fünfzehnter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika)
- Dänische Bücher und der Gebrauch der dänischen Sprache sind wieder in Skåneland erlaubt: 199 Jahre nach Anfang der schwedischen Okkupation

Kultur


- 9. April: Uraufführung der Operette Le Docteur Miracle (Der Wunderdoktor) von Georges Bizet am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 30. April: Uraufführung der Operette Dragonette von Jacques Offenbach am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 6. Mai: Uraufführung der Oper Erzsébet von Ferenc Erkel in Budapest
- 20. August: Der französische Dichter Charles Baudelaire wird wegen „Beleidigung der öffentlichen Moral und der guten Sitten“ zu einer Geldstrafe verurteilt
- 3. Oktober: Uraufführung der Oper Maître Griffard von Léo Delibes am Théâtre-Lyrique in Paris
- 27. Dezember: Uraufführung der Oper Pianella von Friedrich von Flotow in Schwerin

Wirtschaft


- 20. Februar: Gründung der Reederei Norddeutscher Lloyd in Bremen

Geboren


- 17. Januar: Wilhelm Kienzl, österreichischer Komponist († 1941)
- 23. Januar: Andrija Mohorovicic, kroatischer Geophysiker († 1936)
- 11. Februar: Georg Wertheim, Kaufmann († 1939)
- 12. Februar: Eugène Atget, französischer Fotograf († 1927)
- 13. Februar: Friedrich Adler (Politiker), Politiker († 1938)
- 18. Februar: Max Klinger, Bildhauer, Maler und Grafiker († 1920)
- 22. Februar: Heinrich Rudolf Hertz, deutscher Physiker († 1894)
- 22. Februar: Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung († 1941)
- 26. Februar: Emile Coué, französischer Autor, Autosuggestion, Medizin († 1926)
- 7. März: Julius Wagner-Jauregg, österreichischer Arzt und Psychiater († 1940)
- 10. März: Christian Berrenrath, deutscher Theologe, Offizial im Erzbistum Köln († 1941)
- 27. März: Karl Pearson, britischer Mathematiker und Philosoph († 1936)
- 30. März: Gabriela Zapolska, polnische Schriftstellerin († 1921)
- 5. April: Alexander I., Fürst von Bulgarien
- 14. April: Sir Victor Alexander Haden Horsley, britischer Physiologe und Neurologe († 1916)
- 20. April: Herman Bang, dänischer Schriftsteller († 1912)
- 25. April: Ruggiero Leoncavallo, italienischer Komponist († 1919)
- 27. April: Johannes Chrzaszcz, schlesischer Priester und Historiker († 1928)
- 30. April: Eugen Bleuler, Schweizer Psychiater († 1939)
- 5. Mai: António Teixeira de Sousa, portugiesischer Politiker († 1905)
- 13. Mai: Ronald Ross, englischer Mediziner und Nobelpreisträger († 1932)
- 19. Mai: John Jacob Abel, US-amerikanischer Biochemiker († 1938)
- 31. Mai: Pius XI. (Papst), Papst († 1939)
- 2. Juni: Edward Elgar, englischer Komponist († 1934)
- 2. Juni: Karl Gjellerup, dänischer Schriftsteller
- 5. Juni: Árpád Doppler, ungarisch-deutscher Komponist († 1927)
- 6. Juni: Alexander Michailowitsch Ljapunow, russischer Mathematiker und Physiker († 1918)
- 14. Juni: Ignaz Petschek, böhmischer Bankier, Großindustrieller († 1934)
- 18. Juni: Arthur Hoffmann, Schweizer Politiker und Bundesrat († 1927)
- 30. Juni: Friedrich von Ingenohl, Chef der deutschen Hochseeflotte († 1933)
- 5. Juli: Clara Zetkin, deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin († 1933)
- 9. Juli: Friedrich II. (Baden), Großherzog des Großherzogtums Baden († 1928)
- 11. Juli: Alfred Binet, französischer Pädagoge und Psychologe († 1911)
- 23. Juli: Carl Meinhof, Pastor und ein bedeutender deutscher Afrikanist († 1944)
- 24. Juli: Henrik Pontoppidan, dänischer Schriftsteller († 1943)
- 30. Juli: Thorstein Bunde Veblen, US-amerikanisch-norwegischer Ökologe und Soziologe († 1929)
- 31. Juli: Ernest Chuard, Schweizer Politiker († 1942)
- 6. August: Ludwig von Höhnel, österreichischer Marineoffizier, Afrikaforscher und Geograph († 1942)
- 8. August: Cécile Chaminade, französische Pianstin und Komponistin († 1944)
- 8. August: Maurice Yvon, französischer Architekt († 1911)
- 15. August: Albert Ballin, Hamburger Reeder († 1918)
- 18. August: Eusebius Mandyczewski österreichischer Musikwissenschaftler und Komponist († 1929)
- 8. September: Georg Michaelis, deutscher Jurist und