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| 23. Juli |
23. JuliDer 23. Juli ist der 204. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 205. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 161 Tage bis zum Jahresende.
Beginn der Hundstage
Ereignisse
- 1198 - Die norditalienische Stadt Cuneo wird erstmals urkundlich erwähnt und zur "freien Gemeinde" ernannt.
- 1532 - Der Nürnberger Religionsfrieden wird geschlossen. Kaiser Karl V. und die Protestanten vereinbaren in Nürnberg zum ersten Mal (befristet) eine gegenseitige Rechts- und Friedensgarantie für die gegenwärtigen konfessionellen Besitzstände.
- 1588 - Die englische Flotte besiegt unter Führung von Sir Francis Drake und Lord Howard die spanische Armada.
- 1914 - Ultimatum Österreich-Ungarns an Serbien (Einleitung des Ersten Weltkriegs)
- 1944 - Das KZ Majdanek wird befreit.
- 1952 – König Faruq von Ägypten wird durch einen Militärputsch gestürzt; damit endet die Herrschaft der Dynastie des Muhammad Ali.
- 1954 – "Affäre John": Im DDR-Rundfunk gibt der Präsident des Bundesverfassungsschutzes Otto John sein Überlaufen bekannt.
- 1967 - In Detroit (Michigan) brechen Rassenunruhen aus. Die Folge sind 43 Tote, 342 Verletzte und ca. 1.400 abgebrannte Häuser.
- 1970 - Sultan Qabus bin Said bin Taimur Al Said wird Staatspräsident in Oman.
- 1985 - Commodore stellt den Amiga (später in Amiga 1000 umbenannt) im Lincoln Center in New York, USA, vor. Mit dabei sind u. a. der Künstler Andy Warhol und Debbie Harry (Blondie). Der Amiga überbietet an Grafikleistung alles bisher da gewesene.
- 1988 - Mit Radio Dreyeckland wird in Freiburg im Breisgau als das erste deutsche freie Radio legalisiert, nachdem eine juristische Verfolgung des Piratenradios aussichtslos wurde.
- 1992 - Unabhängigkeitserklärung Abchasiens
- 1997 - Laos wird Mitglied der ASEAN (Assoziation südostasiatischer Staaten]
- 2001 - Abdurrahman Wahid verliert sein Amt als Präsident Indonesiens. Frau Megawati Sukarnoputri wird neue Präsidentin.
- 2002 - Taiwan bricht die diplomatischen Beziehungen zu Nauru ab.
- 2004 - Die 1993 von kroatischen Nationalisten zerstörte Brücke von Mostar wird mit einem Festakt wiedereröffnet.
Wirtschaft
- 1903 - Die Ford Motor Company bringt das Modell A auf den US-Amerikanischen Markt.
- 1992 - Luftverkehrsabkommen zwischen der Dominikanischen Republik und Deutschland
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1957 - Uraufführung des Melodrams A Tale of Two Cities von Arthur Benjamin an der Sadler's Wells Opera an London.
Religion
- 1146 - Unter großem Jubel der Bevölkerung kommen die Gebeine der Heiligen Drei Könige in Köln an.
Katastrophen
- 1930 - Erdbeben der Stärke 6,7 in Italien. 1.425 Tote
- 1993 - Yinchuan, Volksrepublik China. Weil die Startklappen nicht ausgefahren waren, schoss eine BAe-146 der China Northwest mit Ziel Peking über die Startbahn hinaus und verunglückte. Dabei kamen 55 der 113 Insassen um.
- 2005 - Terroranschläge von der Terroristenorganisation Al-Qaida in Scharm el Scheich/Ägypten. Mindestens 88 Menschen sterben.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik
Leichtathletik
- 1301 - Otto der Fröhliche, Herzog von Österreich
- 1401 - Francesco Sforza, italienischer Herzog, Gründer der Dynastie der Sforza in Mailand
- 1607 - Christian Hoburg, Theologe, mystischer Spiritualist
- 1721 - Anna Dorothea Therbusch, deutsche Malerin
- 1771 - Hermann von Boyen, preußischer Generalfeldmarschall
- 1775 - Etienne Louis Malus, französischer Physiker und Mathematiker
- 1777 - Philipp Otto Runge, deutscher Maler der Romantik und Schriftsteller
- 1796 - Franz Berwald, schwedischer Komponist und Violinist
- 1797 - Charles Jules Labarte, französischer Kunsthistoriker
- 1815 - André-Charles-Victor Reille, französischer General
- 1816 - Charlotte Cushman, US-amerikanische Schauspielerin
- 1819 - Alexis Dumont, Mainzer Bürgermeister
- 1824 - Kuno Fischer, deutscher Philosoph
- 1828 - Jonathan Hutchinson, englischer Chirurg, Dermatologe und Pathologe
- 1838 - Édouard Colonne, französischer Dirigent
- 1851 - Peter Severin Kroyer, dänischer Maler
- 1866 - Francesco Cilea, italienischer Komponist und Musiklehrer
- 1872 - Edward Adrian Wilson, englischer Polarforscher, Arzt und Ornithologe
- 1884 - Emil Jannings, deutscher Schauspieler
- 1886 - Salvador de Madariaga y Rojo, spanischer Diplomat und Autor
- 1886 - Walter Schottky, deutscher Physiker
- 1888 - Raymond Thornton Chandler, US-amerikanischer Krimiautor
- 1889 - Georges Bonnet, franz. Jurist und Politiker
- 1892 - Bruno Brehm, österreichischer Schriftsteller
- 1892 - Haile Selassie I. (Äthiopien), der letzte Kaiser von Äthiopien
- 1893 - Heinrich Imig, deutscher Politiker und MdB
- 1896 - Reinhold Frank, deutscher Rechtsanwalt und Widerstandskämpfer
- 1896 - Adrienne Gessner, österreichische Schauspielerin
- 1899 - Gustav Heinemann, deutscher Politiker und Bundespräsident
- 1906 - Walter Blume, deutscher Jurist und SS-Standartenführer
- 1906 - Wolfgang Gentner, deutscher Physiker
- 1906 - Vladimir Prelog, bosnisch-schweizerischer Chemiker
- 1907 - Käte Strobel, deutsche Politikerin, Bundesministerin
- 1908 - Elio Vittorini, ital. Schriftsteller
- 1913 - Michael Foot, britischer Politiker
- 1920 - Amália Rodrigues, Fado-Sängerin
- 1922 - Damiano Damiani, italienischer Regisseur
- 1925 - Quett Masire, Präsident von Botswana
- 1928 - Vera Rubin, US-amerikanische Astronomin
- 1928 - Hubert Selby, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1931 - Jan Troell, schwedischer Filmregisseur
- 1933 - Richard Rogers, englischer Architekt
- 1934 - Steve Lacy, US-amerikanischer Jazz-Musiker und Sopransaxophonist
- 1934 - Veronika Petrovici, ist plastische Chirurgin
- 1935 - Cleveland Doncan, US-amerikanischer Sänger
- 1936 - Don Drysdale, US-amerikanischer Baseballspieler
- 1938 - Götz George, deutscher Schauspieler
- 1940 - Gunter Halm, war Minister für Leichtindustrie der DDR
- 1942 - Myra Hindley, englische Serienmörderin
- 1943 - Irina Liebmann, deutsche Schriftstellerin
- 1943 - Lee Marrow, deutscher Sänger
- 1943 - Tony Joe White, US-amerikanische Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Dino Danelli, US-amerikanischer Musiker
- 1945 - Roland Ertl, Chef des Generalstabes des Österreichischen Bundesheeres
- 1945 - Herbert Frankenhauser, deutscher Politiker und MdB
- 1946 - Andy MacKay, britischer Musiker
- 1947 - David Essex, britischer Sänger
- 1947 - Hans-Jürgen Wittkamp, deutscher Fußballspieler
- 1948 - Wilhelm Dietzel, deutscher Politiker und MdB
- 1950 - Blair Thornton, kanadischer Musiker
- 1951 - Edie McClurg, US-amerikanische Schauspielerin
- 1952 - Peter Bleser, deutscher Politiker und MdB
- 1952 - Mark Weiser, US-amerikanischer Wissenschaftler im Bereich der Informatik
- 1954 - Annie Sprinkle, US-amerikanische Prostituierte und Pornodarstellerin
- 1957 - Rufus Beck, vielseitiger deutscher Theater- und Filmschauspieler
- 1957 - Theo van Gogh, niederländischer Filmemacher
- 1958 - Frank Mill, deutscher Fußballspieler
- 1961 - Martin Lee Gore, britischer Musiker
- 1961 - Woody Harrelson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1964 - Uwe Barth, deutscher Politiker und Landesvorsitzender der Thüringer FDP
- 1965 - Saul Hudson, US-amerikanischer Gitarrist
- 1965 - Jörg Stübner, deutscher Fußballer, ist 47-facher DDR-Nationalspieler
- 1967 - Philip Seymour Hoffman, amerikanischer Schauspieler
- 1968 - Gary Payton, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1969 - Kai Meyer, deutscher Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor
- 1969 - Marco Bode, deutscher Fußballspieler
- 1969 - Tanja Gönner, deutsche Politikerin, Sozialministerin in Baden-Württemberg
- 1970 - Thea Dorn, deutsche Schriftstellerin und TV-Moderatorin
- 1971 - Alison Krauss, US-amerikanische Sängerin
- 1971 - Nicola Ransom, deutsche Schauspielerin
- 1972 - Giovane Elber, brasilianischer Fußballspieler
- 1973 - Omar Epps, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 1973 - Monica Lewinsky, US-amerikanische Praktikantin im Weißen Haus
- 1974 - Doktor Renz, deutscher Rapper (Martin Vandreier) (Fettes Brot)
- 1976 - Judit Polgar, ungarische Schachspielerin
- 1976 - Judith Arndt, deutsche Radsportlerin
- 1976 - Jörg Jaksche, deutscher Radsportler
- 1977 - Gail Emms, britische Badmintonspielerin
- 1980 - Michelle Williams, US-amerikanische Sängerin
- 1983 - Aaron Peirsol, US-amerikanischer Schwimmer und Olympiasieger
- 1983 - Rebecca Cartwright, australische Schauspielerin
- 1989 - Daniel Radcliffe, britischer Schauspieler
Gestorben
- 1373 - Birgitta von Schweden, Hofmeisterin und Gründerin des Erlöserordens
- 1399 - Hugo von Hervorst, Generalvikar in Köln
- 1562 - Götz von Berlichingen, deutscher Reichsritter
- 1645 - Michael I., russischer Zar
- 1667 - Justus Henricus Heidfeldt, reformierter Theologe und Philologe
- 1673 - Balthasar Rösler, deutscher Bergmann
- 1757 - Domenico Scarlatti, italienischer Komponist des Barock
- 1794 - Alexandre de Beauharnais, französischer Politiker während der Revolution
- 1811 - Wilhelm René de l'Homme de Courbière, preußischer General
- 1822 - Hieronymus Graf von Colloredo-Mannsfeld, österreichischer General
- 1840 - Carl Blechen, deutscher Landschaftsmaler
- 1853 - Andries Pretorius, Burischer Politiker und Voortrekker
- 1875 - Isaac Merrit Singer, US-amerikanischer Unternehmer und Erfinder
- 1880 - Constantin Hering, gilt als Begründer der Homöopathie in Amerika
- 1885 - Ulysses Simpson Grant, US-amerikanischer Politiker, 18. Präsident der USA
- 1902 - Elsa Neumann, deutsche Physikerin
- 1908 - Grete Beier, deutsche Mörderin, öffentlich hingerichtet
- 1916 - Sir William Ramsay, englischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 1927 - Arthur Hoffmann, Schweizer Politiker, Bundesrat
- 1929 - Paul Flechsig, deutscher Psychiater und Hirnforscher
- 1932 - Alberto Santos-Dumont, brasilianischer Luftschiffer und Flugpionier
- 1948 - David Griffith, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1951 - Henri Philippe Pétain, französischer General und Präsident des Vichy-Regimes
- 1952 - Carl Severing, deutscher Politiker und Minister
- 1952 - Heinrich Mitteis, deutscher Rechtshistoriker
- 1955 - Cordell Hull, Außenminister der USA und Nobelpreisträger
- 1957 - Giuseppe Tomasi di Lampedusa, italienischer Schriftsteller
- 1966 - Montgomery Clift, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler
- 1968 - Henry Hallett Dale, US-amerikanischer Biochemiker
- 1971 - Van Heflin, US-amerikanischer Schauspieler
- 1972 - Max Aub, spanischer Schriftsteller
- 1973 - Edward Vernon Rickenbacker, amerikanisches Fliegerass des 1. Weltkrieges
- 1980 - Clyfford Still, US-amerikanischer Maler
- 1980 - Keith Godchaux, US-amerikanischer Musiker
- 1982 - Vic Morrow, amerikanischer Schauspieler
- 1983 - George Auric, französischer Komponist
- 1986 - Kazimierz Sikorski, polnischer Komponist
- 1989 - Donald Barthelme, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1994 - Grete Schickedanz, Chefin des Versandhauses Quelle
- 1995 - Miklós Rózsa, ungarischer Komponist
- 1997 - Chuhei Nambu - japanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1999 - Hassan II., König von Marokko
- 1999 - Horst-Gregorio Canellas, Enthüller des ersten Bundesligaskandals
- 2000 - Johannes Dyba, Erzbischof, Bischof von Fulda
- 2001 - Eudora Welty, Schriftstellerin
- 2002 - Chaim Potok, Schriftsteller
- 2002 - Dieter Flimm, deutscher Theater-Bühnenbildner
- 2004 - Carlos Paredes, portugiesischer Komponist und Gitarrist
- 2004 - Friedrich Haug, 1957 bis 1974 Richter am Bundessozialgericht
- 2004 - Mehmood, indischer Schauspieler und Filmproduzent
- 2004 - Peter Hans Hofschneider, deutscher Molekularbiologe
- 2005 - Tamara Lund, finnische Opernsängerin und Schauspielerin
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Ägypten (Tag der Revolution von 1952)
- Nationalfeiertag in Libyen
- Gedenktag der Hl. Birgitta von Schweden (Namenstag Birgit)
- Gedenktag des Hl. Liborius von Le Mans (Bischof) - Patron des Erzbistums Paderborn
Siehe auch
- 22. Juli - 24. Juli
- 23. Juni - 23. August
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
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Gregorianischer KalenderDer gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.
Gregorianische Kalenderreform
Kalender
Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt.
Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann.
Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.
Die Schaltregeln
- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.)
oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.
Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.
Charakteristika
Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).
Siehe auch
- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
Weblinks
- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon]
Kategorie:Kalender
als:Gregorianischer Kalender
ja:グレゴリオ暦
ko:그레고리력
ms:Kalendar Gregorian
simple:Gregorian calendar
th:ปฏิทินเกรกอเรียน
SchaltjahrEin Kalender hatte historisch den Zweck, den Beginn der Jahreszeiten Jahr für Jahr auf das gleiche Datum fallen zu lassen, um den Zeitpunkt zum Beispiel von Festen oder wiederkehrenden Ereignissen bestimmen zu können. Ein tropisches Jahr, also der Zeitraum zwischen zwei Frühlings-Tagundnachtgleichen, dauert allerdings etwa 365 Tage und etwas weniger als 6 Stunden (365d 5:48:45.98, nicht konstant!), so dass eine einfache Zuordnung, die jedem Jahr die gleiche Anzahl Tage gibt, unmöglich ist, ohne dass sich gleichzeitig der Beginn der Jahreszeiten verschiebt. In den Kalendern der verschiedenen Kulturen gibt es deshalb Methoden, um die jeweilige Dauer des Jahres dem tropischen Jahr anzunähern.
Der Beginn der Jahreszeiten kann beispielsweise auf dem gleichen Datum festgehalten werden, wenn in geeigneten Abständen ein Schaltjahr, ein Jahr mit einem zusätzlichen Tag, dem Schalttag, eingefügt wird. Eine einfache Methode ist, jedes Jahr mit einer glatt durch 4 teilbaren Jahreszahl zum Schaltjahr zu erheben. So wurde es im Julianischen Kalender eingeführt, in dem der Februar 29 statt 28 Tage hat. Genauere Kalender nähern das tropische Jahr besser an: Da etwas weniger als sechs Stunden pro Jahr auszugleichen sind, fällt der (Julianische) Schalttag manchmal aus (wie z. B. im Jahre 1900 im Gregorianischen Kalender).
Julianischer Kalender
46 v. Chr. benutzten die Römer einen Kalender mit zwölf Mondmonaten mit abwechselnd je 29 bzw. 30 Tagen, zusammen 354 Tage. Weil gerade Zahlen aber Unglück brachten, schlugen die Römer noch einen Tag drauf. Doch trotzdem waren es zum Sonnenjahr immer noch mehr als zehn Tage zu wenig. Zunächst verteilte Julius Caesar diese zehn Tage auf die verschiedenen Monate, die auf nun 30 bzw. 31 Tage anwuchsen. Nur der damals letzte Monat Februar ging als Unglücksmonat leer aus und blieb somit bei 29 beziehungsweise im Schaltjahr damals bei 30 Tagen. Dem Mythos, dass der Februar einen Tag verlor, weil Kaiser Augustus sich im August als Monatsbezeichnung verewigen wollte und dem Februar noch einen Tag wegnahm, da der August wie der Juli, der Monat seines Vorgängers Caesar, 31 Tage haben sollte, und weil eine gerade Zahl ja auch Unglück brachte, wird im Artikel zum Monat August widersprochen. Doch die Römer hatten eine winzige, aber auf die Jahrhunderte gesehen, wirkungsvolle Ungenauigkeit hinterlassen. 11 Minuten und 14 Sekunden pro Jahr schoss das damals julianische Jahr über das Ziel hinaus. Alle 128 Jahre wurde demnach ein Schaltjahr zu viel begonnen.
Gregorianischer Kalender
Von Papst Gregor XIII. wurde daher 1582 folgende Regelung eingeführt (Gregorianischer Kalender):
- Glatt durch 4 teilbare Jahre sind Schaltjahre.
- Glatt durch 100 teilbare Jahre sind jedoch keine Schaltjahre.
- Glatt durch 400 teilbare Jahre sind aber wieder Schaltjahre.
So sind zum Beispiel die Säkularjahre 1800, 1900 und 2100 keine Schaltjahre, die Säkularjahre 2000 und 2400 hingegen schon.
Damit dauert das Gregorianische Jahr 365,2425 Tage, und ist genauer als das Julianische Jahr.
Seit dem Ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325, bei dem der Frühlingsanfang auf den 21. März festgelegt wurde, betrug die aufgelaufene Differenz bereits 10 Tage, und so ließ Gregor auf den 4. Oktober gleich den 15. Oktober 1582 folgen, um diese Zeit auszugleichen.
Nicht in allen Ländern erfolgte diese Umstellung am selben Tag. Besondere Schwierigkeiten gab es in Schweden, wo im Jahr 1712 zwei Schalttage eingefügt wurden und somit dieses Jahr einen 30. Februar hatte.
Recht ungewöhnlich und wenig bekannt ist die Tatsache,
dass nicht etwa der 29. Februar der Schalttag
des Gregorianischen Kalenders ist.
Vielmehr wird der 24. Februar verdoppelt:
der 24. und der 25. Februar fallen nach römischer Zählweise,
die auch bei der Einführung des Gregorianischen Kalenders noch üblich war,
auf dasselbe Datum.
Im Gemeinjahr heißt der 24. Februar
„a. d. VI Kal. Mart.“ (sechster Tag vor dem März-Beginn);
der doppelte Tag im Schaltjahr heißt ebenso.
Da dieser Sechste (lat. „sextus“) doppelt („bis“) gezählt wird,
heißen Schaltjahr bzw. -tag „bissextilis“ (lateinisch),
„bissextile“ (english), „bisestile“ (italienisch) usw.
Nach heutiger Zählung verschieben sich der 24. und die weiteren Tage im Februar um einen Tag;
Bedeutung hat dies heute noch in der katholischen Kirche bei der Zählung der Kirchentage:
kirchliche Feiertage und auch die Namenstage sind von dieser Regelung betroffen.
Orthodoxer Kirchenkalender
Das gregorianische Jahr ist rund 27 Sekunden zu lang. Als Ergebnis hinkt der gregorianische Kalender nach 1.600 Jahren um einen halben Tag hinterher. Deshalb schlug die griechisch-orthodoxe Kirche eine etwas kompliziertere Schaltregel vor: Abweichend vom gregorianischen Kalender sind die Jahrhunderte nur dann Schaltjahr, wenn sie durch 9 geteilt den Rest 2 oder 6 ergeben. Damit wäre das Jahr 2800 kein Schaltjahr, sondern erst das Jahr 2900. Die Abweichung zum Sonnenjahr beträgt beim orthodoxen Kirchenkalender nur noch knapp 3 Sekunden.
Französischer Revolutionskalender
In der Zeit, in der der Französische Revolutionskalender Gültigkeit hatte, waren die Jahre 3, 7 und 11 Schaltjahre.
Die ursprüngliche Regelung des Kalenders war, dass der erste Tag jeden Jahres auf die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche fallen und jedes vierte Jahr ein Schaltjahr sein solle. Diese Forderungen widersprechen sich jedoch, und so schlug Charles Rommes, der Autor des Kalendersystems, eine dem Gregorianischen Kalender ähnliche Regelung vor. Er stieß jedoch aus politischen Gründen damit auf Widerstand. Durch die kurze Gültigkeit des Revolutionskalenders wurden die Diskussionen jedoch obsolet.
Jüdischer Kalender
Im Jüdischen Kalender, einem nach dem Mond ausgerichteten Kalender, der durch komplizierte Regelungen dem Sonnenjahr angepasst wird, wird in allen Jahren, die bei einer Division durch 19 einen Rest von 0, 3, 6, 8, 11, 14, oder 17 haben, ein Schaltmonat eingefügt. Er wird als Adar II bezeichnet.
Islamischer Kalender
Im Islamischen Kalender ist die Bestimmung eines Schaltjahres äußerst schwierig. Nach einem gebräuchlichen System, das unter anderem im GNU Emacs verwendet wird, sind alle Jahre, die bei einer Division durch 30 einen Rest von 2, 5, 7, 10, 13, 16, 18, 21, 24, 26, oder 29 haben, Schaltjahre.
Nach diesem System haben im Islamischen Kalender alle geradzahligen Monate 30 Tage und alle ungeradzahligen Monate 29 Tage. In Schaltjahren wird dem letzten ungeradzahligen Monat ein Tag hinzugefügt, so dass er dann 30 Tage hat.
Chinesischer Kalender
Schaltjahre im traditionellen, lunisolaren Chinesischen Kalender haben 13 Monate statt der üblichen zwölf; mit 383, 384 oder 385 Tagen statt 353, 354 oder 355 Tagen in normalen Jahren.
Zur Berechnung zählt man die Anzahl der Neumonde zwischen dem elften Monat eines Jahres (dem Monat der Wintersonnenwende) und dem elften Monat des folgenden Jahres. Fallen in diesen Zeitraum 13 Neumonde, so wird ein Schaltmonat eingefügt. Der erste Monat, der keinen zhong qì enthält, erhält dieselbe Nummer wie der Vormonat mit einem Zusatz als Schaltmonat.
Azteken-Kalender
Im Azteken-Kalender werden am Ende eines jeden 52-Jahres-Zyklus 13 Tage eingeschaltet. Daraus ergibt sich ein durchschnittliche Jahreslänge von 365 Tagen und 6 Stunden. Das weicht vom tropischen Jahr mehr als 11 Minuten ab. Die Genauigkeit dieser Schaltjahresmethode ist mit dem Julianischen Kalender vergleichbar.
Atomzeit
Heute, im Zeitalter der Atomzeitmessung, muss gelegentlich eine Schaltsekunde eingefügt werden, um die Zeit der mittleren Sonnenzeit anzugleichen.
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Siehe auch: Sommerzeit, Jahr, Gemeinjahr
Weblinks
- [http://www.nabkal.de/schalttag.html zur Historie des 24./25. Februar]
- [http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/LAG/kalender.html Die Kalenderreform Julius Cäsars]
- [http://www.tondering.dk/claus/calendar.html FAQ about calendars (englisch, sehr umfangreich)]
- [http://www.schaltjahr.de Regel der Schaltjahre, Ausnahmen und Programmcode]
- [http://www.marco-burmeister.de/index_frameaufbau.html?helferlein_jahre Schaltjahrberechnung]
- [http://www.nabkal.de/umrechnung.html Umrechnungen von Kalenderdaten]
- [http://www.ortelius.de/kalender/greg_de.php Der Gregorianische Kalender]
- [http://www.kalendersysteme.de/deutsch/index.html Verschiedene Kalendersysteme]
Kategorie:Kalender
als:Schaltjahr
ja:閏年
ko:윤년
simple:Leap year
th:ปีอธิกสุรทิน
HundstageAls Hundstage wird die heißeste Zeit im Hochsommer in Europa bezeichnet, vom 24. Juli bis am 23. August.
Die Hundstage gehen bis auf das alte Ägypten im 3. Jahrtausend v. Chr. zurück und bezeichneten dort die "Rückkehr" des Fixsterns Sirius, Hauptstern im Sternbild Großer Hund, an den Morgenhimmel. Sie sind daher ursprünglich keine meteorologische Singularität, sondern ein astronomisches Ereignis. Nachdem Sirius zuvor wochenlang unsichtbar mit der Sonne am Tageshimmel stand, konnte er an den Ufern des Nils gegen Ende der ersten Julidekade erstmals in der sich erhebenden Morgendämmerung wieder erspäht werden. Das gleiche Ereignis wurde später von den Griechen als "heliakischer Aufgang" bezeichnet, was so viel wie "mit der Sonne" bedeutet.
Die Wiederkehr des Sirius galt entlang des Nils als sicheres Vorzeichen der nahenden alljährlichen Sommer-Nilschwemme, die Schlamm und damit Fruchtbarkeit und Segen über die Felder entlang des Flusses brachte. Diese Tausende von Kilometern weiter stromauf durch die zentralafrikanische Regenzeit verursachte erste Hochwasserwelle des Jahres rollte stets in der zweiten Julihälfte, zur Zeit der größten Sommerhitze, den Fluss hinab und ergoss sich schließlich ins Mittelmeer. Durch das Zusammenspiel von Sonnenhöchststand und Regenzeit im Quellgebiet des Stroms mit dem scheinbaren Lauf des Sirius am Sternenhimmel hat die Benennung "Hundstage" im entfernteren Sinn also durchaus etwas mit dem Wetter zu tun, genauer gesagt mit den Folgen des Wetters.
Die Römer sahen die Wiederkehr des Sirius übrigens erst deutlich später, nämlich in der letzten Julidekade; von den Römern stammt auch die noch heute gültige Festlegung des Beginns der Hundstage am 23. Juli.
Heutzutage erscheint Sirius sogar erst Ende August wieder am Morgenhimmel, so dass die Hundstage - streng astronomisch gesehen - eigentlich auch erst Ende August beginnen dürften.
Ursache für diese Verzögerung ist die so genannte Präzession der Erdachse, die wie ein Kreisel durchs Weltall torkelt und für eine "Kreiseldrehung" etwa 25.780 Jahre benötigt. Dadurch verschieben sich auch die Gestirne und Sternbilder im Lauf der Jahrtausende am Himmel scheinbar mit, so dass nach 13.000 Jahren die typischen Wintersternbilder an den nächtlichen Sommerhimmel und die klassischen Sommersternbilder an den Sternenhimmel im Winter gewandert sein werden. Nach weiteren 13.000 Jahren, also nach insgesamt rund 26.000 Jahren wird der Präzessions-Zyklus abgeschlossen sein und Sirius sodann an den Ufern des Nils wieder wie einst in der Antike, nämlich Anfang Juli, erscheinen.
Wie meistens bei derartigen Überlieferungen bleiben die Bezüge zu den allein jahreszeit- beziehungsweise sonnenstandsabhängigen Witterungsfolgen natürlich unverändert, d.h. der Nil hat sein Hochwasser seit den Tagen des Pyramidenbaus nicht mitverschoben und so kommt es, dass die Nilschwemme in Ägypten, würde dies der inzwischen errichtete Assuan-Staudamm nicht verhindern, auch heutzutage noch kurz nach der Sommersonnenwende Mitte Juli, inzwischen also mehr als einen Monat vor der tatsächlichen Wiederkehr des Sirius, eintreten würde. - Und weil diese Zeit im Hochsommer auch in Europa die heißesten Tage des Jahres einzuleiten pflegt, verbinden die Europäer mit dem Begriff Hundstage seit langem auch die Zeit der größten Sommerhitze.
Die Dauer der Hundstage erklärt sich übrigens - damals wie heute - durch die Tatsache, dass vom ersten Auftauchen des Sirius in der Morgendämmerung bis zum vollständigen Erscheinen des gesamten Sternbilds rund ein Monat vergeht. Denn die meisten anderen Sterne des Großen Hunds werden zu diesem Zeitpunkt vom Licht der Sonne noch überstrahlt oder sind teils noch gar nicht aufgegangen. Erst rund einen Monat nach der Wiederkehr des Sirius ist der Abstand zwischen der Sonne und dem Sternbild in seiner Gesamtheit groß genug, dass auch alle Sterne des Großen Hunds, also auch die lichtschwächeren Hundssterne, am Morgenhimmel vor dem Sonnenaufgang sichtbar sind.
Der Beginn der Hundstage markierte im alten Ägypten auch den Beginn des Neuen Jahres, weil die sommerlichen Überschwemmungen des Stroms, welche fruchtbaren Schlamm über die ausgedörrten Felder spülten, zur heißesten Zeit des Jahres nicht nur das lebenswichtige Wasser bescherten, sondern weil sie auch die Ufer des Flusses reinigten und damit zugleich einen neuen Wachstums- und Lebenszyklus einleiteten.
Die alten Griechen erklärten den Zusammenhang zwischen der Wiederkehr des Sirius und den Tagen der größten Sommerhitze durch den folgenden Mythos: Danach sei die Verschmelzung des Lichts der Sonne mit dem Feuer des gleißend hell funkelnden Sirius die Ursache der großen Hitze. Arabische Astronomen erklärten die in flirrender Sommerhitze besonders häufig erscheinenden Fata Morganen gar als den "vom Himmel tropfenden Speichel des Hundssterns".
Heutzutage machen sich die Menschen kaum noch Gedanken über den astronomischen Ursprung der Hundstage. Sie sind vielmehr zum gewohnten, alljährlich wiederkehrenden Witterungsereignis geworden, das uns meistens auch die größte Hitze des Sommers beschert.
Siehe auch
- Singularität (Meteorologie)
- Saure-Gurken-Zeit
- Sommerloch
- Hundstage (Film) von Ulrich Seidl
- Dog Day Afternoon (dt. Hundstage) von Sidney Lumet
Kategorie:Meteorologie
Kategorie:Zeitbegriff
Weblinks
- [http://www.astrowetter.com/events/wissen/hundstage.html Die Hundstage: Astronomischer Ursprung eines Wettermysteriums]
CuneoCuneo ist eine in der Region Piemont gelegene Stadt in Norditalien und Hauptstadt der Provinz Cuneo.
Geschichte
Legende
Eine Legende erzählt davon, dass im frühen Mittelalter die verstreut lebende, lokale Bevölkerung Übergriffe des Marchese von Saluzzo satt hatte und eine Rebellion anzettelte. Während dieser habe man Verwandte des Marchese auf einer Hochzeitsfeier eines lokalen Gutsherren getötet, woraufhin sich die Aufständischen aus Furcht vor dem als tyrannisch bezeichneten Marchese in ein leicht zu verteidigendes Gebiet zurückzogen: Auf die Hochebene zwischen den Flüssen Stura und Gesso, auf das Gebiet des heutigen Cuneo.
Geschichtliche Entwicklung
Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Cuneo datiert vom 23. Juli 1198, als der Ort zur "libero Comune" ("freie Gemeinde") ernannt wurde. Der Name der Stadt leitet sich vom italienischen Ausdruck für "Keilspitze", "pizzo di Cuneo", ab und bezieht sich auf die geografische Lage auf der Hochebene zwischen den Flüssen Stura und Gesso. Auf das Jahr 1198 geht auch der Dom von Cuneo zurück.
Im Mittelalter gilt die Stadt aufgrund ihrer Lage als strategisch wichtig. 1382 begab sich die Stadt Cuneo freiwillig in den Machtbereich von Amadeus VI. von Savoyen, der die Stadt zur Festung ausbaute. Insbesondere zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert war die Stadt und die Region oft Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen.
Durch den Frieden von Cherasco (1796) wurde Cuneo zusammen mit Ceva und Tortona an die Franzosen abgetreten. 1799 wurde es nach zehn Tagen Beschuss von österreichischen und russischen Armeen eingenommen. 1800 schleiften die Franzosen nach dem Sieg von Marengo die Befestigungen.
Nicht zuletzt durch die Auswirkungen von Schlachten und Belagerungen wurden die Bauten des frühen Cuneo weitgehend zerstört. Die Kirche San Francesco ist, neben dem Dom, eines der wenigen heute noch vorhandenen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert. Die heutige Altstadt wird durch Bauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert dominiert, wobei die entlang der Hauptstraßen nahezu lückenlos vorhandenen Arkaden über den breiten Gehwegen eine Eigenheit der Stadt darstellen. Der zentrale Platz, Piazza Duccio Galimberti, stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Infrastruktur
Verkehr
Cuneo liegt an der Europastraße E74, die von Asti über Cuneo und den Colle di Tenda nach Ventimiglia am Mittelmeer führt.
Darüber hinaus ist Cuneo Ausgangspunkt von Bahnstrecken nach Turin, Savona und Ventimiglia/Nizza, wobei es sich bei letzterer um die Tendabahn handelt. Eine weitere Bahnstrecke, die von Cuneo nach Mondovi führte, ist seit 1996 stillgelegt.
Söhne und Töchter der Stadt
- Flavio Briatore, Playboy und Formel 1 Manager
- Enrico Dassetto, Schweizer Komponist und Dirigent
Weblinks
- [http://www.comune.cuneo.it Homepage der Gemeinde] (italienisch)
- [http://www.comuni-italiani.it/004/078/ Informationen bei www.comuni-italiani.it] (italienisch)
Kategorie:Ort im Piemont
ja:クーネオ
Nürnberger ReligionsfriedenDer Nürnberger Religionsfrieden, oder schon von Zeitgenossen "Nürnberger Anstand" genannt, ist ein Friedensschluss, in dem Kaiser Karl V. und die Protestanten am 23. Juli 1532 in Nürnberg zum ersten Mal (befristet) eine gegenseitige Rechts-, und Friedensgarantie für den gegenwärtigen konfessionellen Besitzstand vereinbarten.
Er schloss damit die protestantischen Reichsstände in den Reichslandfrieden mit ein. Das Wormser Edikt, das die Protestanten in die Acht erklärt hat, ist damit aufgehoben. Der Kaiser erklärt sich damit einverstanden, alle Religionsprozesse beim Reichskammergericht einzustellen. Die Verfolgung der Protestanten wird eingestellt und die Reformation kann sich nunmehr ungehindert ausbreiten.
Die Entscheidung von Kaiser Karl V., den Nürnberger Religionsfrieden zu schließen, erklärt sich aus der außenpolitischen Situation des Reiches. Kaiser Karl kann nicht militärisch gegen die Protestanten vorgehen, weil die Türken Ungarn überfallen haben und er zur Abwendung der Türkengefahr im Reich freie Hand braucht.
Den protestantischen Fürsten ging es hauptsächlich um die Sicherung ihrer politisch-wirtschaftlichen Interessen, da sie durch die Einziehung des katholischen Kirchenguts und den Aufbau eines eigenen Landeskirchenregiments ihre Machtbasis vergrößern wollten.
Siehe auch: Schmalkaldischer Bund
Kategorie:Reformation
Kategorie:Christentumsgeschichte (Reformationen)
Kategorie:Friedensvertrag
Nürnberger Religionsfrieden
ProtestantenMit dem (ursprünglich politischen) Begriff Protestanten werden im engeren Sinne die Angehörigen der christlichen Konfessionen bezeichnet, die im deutschen Sprachraum durch die Reformation entstanden sind und sich daher vor allem auf Martin Luther und Philipp Melanchthon berufen.
Im engeren Sinn sind also nur die lutherischen und einige süddeutsche Kirchen in der reformierten Tradition von Ulrich Zwingli protestantisch, nicht jedoch reformierte Kirchen der calvinistischen Tradition, Anglikaner, Methodisten oder neuere Freikirchen.
Allgemeiner werden diejenigen Konfessionsrichtungen als protestantisch bezeichnet, die sich gegenüber der katholischen Hauptkirche distanzieren wollten und daher zum Beispiel die Autorität des Papstes nicht anerkennen, die korrektere Bezeichnung dafür ist allerdings evangelisch.
Zu den protestantischen Kirchen gehören:
- Evangelisch-lutherische Kirchen (auch "Lutherische Kirche" oder "Lutheraner")
- Evangelisch-reformierte Kirchen (auch "Reformierte Kirche")
- Unierte Kirchen (auch "Evangelisch-unierte Kirche")
Auch die evangelischen Freikirchen zählen sich zum Protestantismus und sehen sich ebenso als "Erben der Reformation". Dazu zählen in Deutschland zum Beispiel die Baptisten, die Methodisten, die Siebenten-Tags-Adventisten.
Die deutschen protestantischen Landeskirchen haben sich zur Evangelischen Kirche in Deutschland, EKD, zusammengeschlossen – ein Ergebnis des Kirchenkampfes.
Geschichte
Der Begriff Protestanten geht zurück auf die Speyerer Protestation der evangelischen Stände auf dem dortigen Reichstag zu Speyer 1529: Sie protestierten gegen die Aufhebung des Abschieds von Speyer 1526, mit dem den Ländern, die Reformationen durchgeführt hatten, Rechtssicherheit zugesagt worden war, und beriefen sich dabei auf die Glaubensfreiheit des Einzelnen. Protestanten waren einige Jahrhunderte lang Opfer von Verfolgung, aus religiösen und politischen Gründen. Weltliche Herrscher fürchteten um die Reichseinheit ihres katholisch durchdrungenen Machtbereichs, wobei der päpstliche Machtbereich als eigener gelten konnte. In einer Anzahl von Kriegen war Protestantismus der mehr oder weniger schwerwiegende Gegenstand, dazu gehören die Hugenottenkriege in Frankreich oder der Dreißigjährige Krieg, der ganz Europa und speziell Deutschland erfasste. Erst mit Augsburger Religionsfrieden 1555 und dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde der Protestantismus offiziell anerkannt.
Protestantisch und Evangelisch
Heute werden die Begriffe protestantisch und evangelisch in der deutschen Umgangsgsprache fast austauschbar verwendet, da die deutschen Protestanten der evangelischen Kirche angehören, aber evangelisch ist, genau genommen, der umfassendere Begriff für alle Kirchen, die in der Tradition der Reformation nur die Bibel und nicht kirchliche Tradition als Grundlage haben.
Evangelisch muss von evangelikal unterschieden werden, besonders in Übersetzungen vom/ins Englische(n).
Glaubenslehre und Charakteristiken
Die Konzentration auf die Bibel (das Wort Gottes), der Verzicht auf Unwesentliches sowie hohe moralische Ansprüche ("sich der Erlösung würdig erweisen") sind für den Protestantismus prägend.
Protestanten lehnen den Ablass (Sündenvergebung als Leistung gegen Geld, Bußübungen oder gute Werke) ab, da sie glauben, dass nur die göttliche Gnade den Menschen von seinen Sünden erlösen kann ("allein durch Gnade"). Diverse Sakramente (z. B.Priesterweihe und Eucharistie) wurden abgeschafft und der Gottesdienst von Anfang an in der jeweiligen Landessprache abgehalten, während die Katholische Kirche bis 1963 an der lateinischen Tridentinischen Liturgie festhielt. Der protestantische Gottesdienst ist, im Gegensatz zum Katholizismus, eher sinnenfeindlich, da auf den dort weitestgehend verzichtet wird um Predigt und Abendmahl in den Mittelpunkt zu stellen; allerdings gingen die Calvinisten hier noch viel weiter (Abschaffung der Orgelmusik etc.). Ebenso sind protestantische Kirchen weniger geschmückt und verziert, öffentlich zelebrierte Religiosität (Wallfahrten, Prozessionen) gibt es kaum, was vielleicht auch der Grund ist, warum sich Karneval fast nur in katholischen Gebieten entwickelte. Dagegen gelten Katholiken im Alltag (vor allem in Bezug auf Sexualität) als viel körper- und sinnenfeindlicher, die deutschen proetstantischen Kirchen gelten dagegen als liberaler und reformfreudiger.
Siehe auch
- Evangelische Kirche in Deutschland
- Schweizer Reformierte Kirchen
- Evangelische Kirchen
- Reformation
- Hugenotten
- Hussiten
- Katholizismus
- Orthodoxe Kirche
!
ja:プロテスタント
ko:개신교
ms:Protestan
1588
Politik und Weltgeschehen
- 29. Juli: Die englische Flotte besiegt die spanische Armada
- 5. April: Thomas Hobbes, englischer Philosoph († 1679)
- 15. April: Claudius Salmasius, franzöischer Altphilologe und Universalgelehrter († 1653)
- 8. September: Marin Mersenne, französischer Mathematiker und Theologe († 1648)
- 14. September: Josua Stegmann, deutscher Theologe und Kirchenliederdichter († 1632)
- 9. November: Bénédict Turrettini, schweizer Theologe († 1631)
- 22. November: Leonhard Kern, deutscher Bildhauer († 1662)
- 26. November: Anton von Ditfurth, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft († 1650)
- 10. Dezember: Johann Graf von Aldringen, Feldherr der Katholischen Liga († 1634)
- 10. Dezember: Isaac Beeckman, holländischer Universalgelehrter und Naturphilosoph († 1637)
- Heinrich Wolter von Streversdorf, Weihbischof zu Köln und Mainz († 1674)
- Louise-Marguerite de Lorraine, Ehefrau François' de Bourbon, prince de Conti; Autorin († 1631)
- Hendrick Terbrugghen, niederländischer Barockmaler († 1629)
- 24. Februar: Johann Weyer, Gegner der Hexenverbrennung ( - 1515/1516)
- 10. März: Theodor Zwinger, schweizerischer Gelehrter und Sohn des Kürschners Leonhard Zwinger ( - 1533)
- 4. April: Friedrich II. (Dänemark), war König von Dänemark und Norwegen von 1559 bis 1588 ( - 1534)
- 19. April: Paolo Veronese, italienischer Renaissance-Maler ( - 1528)
- 3. Mai: Joachim Mynsinger von Frundeck, Jurist der Humanistenzeit ( - 1514)
- 10. Juni: Valentin Weigel, deutscher mystischer Schriftsteller ( - 1533)
- 12. Oktober: Lampert Distelmeyer, kurfürstlicher Kanzler der Mark Brandenburg ( - 1522)
- 18. Dezember: Barbara Blomberg, Geliebte Karl V. und Mutter von Don Juan de Austria ( - 1527)
ko:1588년
Sir Francis Drake
Sir Francis Drake ( - um 1540; † 28. Januar 1596) war ein britischer Freibeuter, Entdecker und Admiral und der erste britische Weltumsegler.
Als Navigator und Seemann gilt er bis heute als eine der herausragenden Persönlichkeiten der englischen Seefahrt.
Frühe Jahre
Francis Drake wurde etwa 1540 in der Nähe von Tavistock, Devon, als eines von zwölf Kindern geboren. Sein genaues Geburtsdatum ist - wie bei vielen seiner Zeitgenossen - nicht bekannt. Er war Spross einer protestantischen Bauernfamilie, die bei einem katholischen Aufstand von ihrem Land vertrieben wurde und nach Kent flüchtete. Er kam früh zur Seefahrt und wurde schon im Alter von etwa 20 Jahren Kapitän eines Frachtschiffes. Er diente zunächst seinem Cousin John Hawkins auf einem Sklavenschiff und unternahm für diesen seine ersten Reisen nach Amerika.
Erste Kaperzüge
Den englisch-spanischen Konflikt um die Seehoheit beeinflusste er maßgeblich als Freibeuter. Er griff vorwiegend spanische Handelsschiffe in der Karibik an und teilte sich die Beute mit der englischen Königin Elisabeth I. Er unternahm mehrere Kaperzüge gegen die Spanier, in deren Verlauf ihm im Jahre 1573 einer seiner größten Erfolge gelang: Mit einer bunt zusammengewürfelten Crew, unter ihnen viele Franzosen und vor den Spaniern geflohene Cimarrónes, plünderte er den spanischen Silberzug in der Nähe der Stadt Nombre de Dios. Es gelang ihm, eine immense Menge Gold nach England zu schaffen. Riesige Silberschätze musste er jedoch zurücklassen, da ihm die Transportkapazität fehlte. Zudem wurden seine Leistungen in England nicht von offizieller Seite gewürdigt, da Elisabeth I. kurz zuvor einen Waffenstillstand mit König Phillip II. von Spanien geschlossen hatte.
Von 1573 bis 1576 war er an der Niederschlagung einer irischen Rebellion beteiligt.
Weltumsegelung
1576
1577 brach Francis Drake mit seinem Schiff, der Pelican, die er später in Golden Hind umbenannte, in Begleitung von vier anderen Schiffen und mit über 150 Mann im Auftrag von Elisabeth I. zu einer erneuten Expedition gegen die Spanier auf. Er steuerte zunächst die Magellanstraße an, musste jedoch schon auf dem Weg dorthin zwei Schiffe an der Küste Südamerikas aufgeben. Ein weiteres Schiff verlor er bei dem Versuch, den Pazifik zu erreichen; das vierte Schiff sah sich zur Rückkehr nach England gezwungen. Allein mit der Golden Hind segelte er entlang der amerikanischen Westküste gen Norden, griff die überraschten Spanier an und machte reiche Beute. So kaperte er am 1. März 1579 die mit Schätzen aus der neuen Welt vollbeladene Nuestra Señora de la Conceptión, aufgrund ihrer schweren Kanonenbewaffnung auch Cacafuego (Feuerscheißer) genannt. Nachdem Drake die Cacafuego gekapert hatte, nannten seine Besatzung und er sie auch Cacaplata (Silberscheißer). Der Gewinn aus dieser Prise: 26 Tonnen Silber in Barren und 13 Kisten in Münzen, 72 Pfund Gold sowie unzähligen Schachteln mit Juwelen und Perlen.
Für die Rückkehr nach England versuchte er eine Nordwest-Passage in den Atlantik zu finden, was ihm jedoch nicht gelang. Im Jahre 1579 erhob er im Namen der englischen Krone Anspruch auf ein Land, das er "Nova Albion" nannte - das heutige Kalifornien.
Schließlich fuhr er weiter über den Pazifik bis Java, wo er seine Schiffe reparierte. Bei seiner Rückkehr im September 1580 wurde er gefeiert als der erste Engländer, dem die Weltumsegelung geglückt war. Für seine Verdienste um die Krone wurde er 1581 zum Ritter geschlagen. Er wurde Bürgermeister von Plymouth und saß für seine Stadt von 1584 bis 1585 im englischen Parlament.
Die Weltumseglung Drakes hatte ein Londoner Konsortium unter Führung von Thomas Gresham, dem Begründer der Londoner Börse, finanziert. Als Drake nach drei Jahren 1580 zurückkehrte, erhielten die Teilhaber für jeweils 100 investierte Pfund 4700 Pfund ausgezahlt.
Kampf gegen die spanische Invasion
Francis Drake hatte sich durch seine erfolgreiche Weltreise für Höheres empfohlen und so wurde er in maßgebliche Kommandopositionen bei der englischen Marine befördert. 1585 brach er wieder in die Karibik auf und zerstörte dort eine größere Anzahl spanischer Ansiedlungen.
Spanien reagierte zunehmend gereizt auf die englischen Angriffe. Zudem sah Philipp II. die Zeit gekommen, das vom Papst abgefallene England wieder zu rekatholizieren. Er rüstete daher zur Invasion und versammelte eine große Flotte im Hafen von Cádiz. Dort jedoch wurde die Flotte von englischen Schiffen unter dem Kommando Drakes im Jahre 1587 überrascht und teilweise zerstört, die geplante Invasion musste daher verschoben werden.
Ein Jahr später, 1588, war er als Vizeadmiral unter Lord Howard von Effingham maßgeblich am siegreichen Kampf gegen die spanische Armada beteiligt. Schlechtes Wetter, mangelhaftes seefahrerisches Können, technische Unterlegenheit und die geschickt agierende englische Flotte, in der Drake eine wichtige Rolle spielte, zwangen die Armada letztlich zum verlustreichen Rückzug um die Nordspitze Schottlands.
1595 unternahm er erneut einen Beutezug gegen spanische Siedlungen in der Karibik. Er versuchte vergeblich Panama-Stadt einzunehmen. Auf der Rückfahrt von dieser Unternehmung starb Drake 1596 an Ruhr.
Bedeutung
Ruhr
Wenn auch Spanien und Portugal noch für einige Zeit die Weltmeere dominieren sollten, prägte doch Francis Drake maßgeblich das Bild Englands als aufsteigender Seemacht. So nahm er den von Franzosen und Spaniern nicht beanspruchten Teil Nordamerikas für die englische Krone in Besitz und legte damit den Grundstein für den umfangreichen Kolonialbesitz Englands in Nordamerika. Zudem gelang es ihm, den spanischen Welthandel mit seinen Nadelstichen kontinuierlich zu stören. So trug er maßgeblich dazu bei, die Spanier zu kostspieligen Schutzmaßnahmen gegen die englischen Kaperfahrten zu veranlassen. Auch hatte er Anteil daran, dass die spanische Invasion der britischen Inseln scheiterte. All dies trug zum Aufstieg Englands zur Seemacht bei.
Die Wasserstrasse zwischen den Britischen Jungferninseln wird ihm zu Ehren Sir Francis Drake Channel genannt.
Literatur
Eine literarische Lebensbeschreibung Drakes findet sich in dem von Andreas Venzke herausgegebenen Buch von Heinrich Hasebeck: Gasparan oder Die letzte Fahrt des Francis Drake, Benziger-Verlag, Zürich 1996, ISBN 3-545-36531-X.
Weblinks
-
Drake, Francis
Drake, Francis
Drake, Francis
Drake, Francis
Drake, Francis
Drake, Francis
Drake, Francis
Drake, Francis
ja:フランシス・ドレーク
ms:Francis Drake
simple:Francis Drake
1914
- 2. Januar: Die Einwohner Schwedens dürfen nur noch zwölf Liter Spirituosen pro Vierteljahr kaufen
Politik
- 1. Januar: Arthur Hoffmann wird Bundespräsident der Schweiz
- 28. Juni: Gavrilo Princip tötet bei einem Attentat das Thronfolgerpaar Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie: Auslöser des Ersten Weltkriegs
- 28. Juli: Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg, Beginn des Ersten Weltkriegs
- 1. August: Kriegserklärung des Deutschen Reiches an Russland und gleichzeitige Mobilmachung der Reichsarmee, Frankreich mobilisiert ebenfalls seine Armee
- 4. August: Kriegeserklärung Großbritanniens an das Deutsche Reich; damit befinden sich alle europäischen Großmächte, außer Italien, im Kriegszustand; Bewilligung der Kriegskredite durch den Reichstag
- 3. September: Das Pontifikat von Papst Benedikt XV. beginnt
- 10. Oktober: Thronwechsel in Rumänien: Carol I., der rumänische Fürst und König aus dem Hause Hohenzollern stirbt; Nachfolger wird Ferdinand I
- 5. November: Die Briten annektieren die bis dahin zum Osmanischen Reich zählende Insel Zypern
Militärisch
- 28. August: Im Seegefecht bei Helgoland versenken die Briten ohne eigene Schiffsverluste drei deutsche Kleine Kreuzer und ein Torpedoboot
- 31. August: Sieg der reichsdeutschen Truppen bei Tannenberg
- 11. September: Australien führt auf Neupommern im Bismarck-Archipel eine Invasion durch und bezwingt das deutsche Truppenkontingent
- 22. September: Otto Weddigen versenkt mit der U9 in der Nordsee 3 englische Panzerkreuzer
- 1. November: Das deutsche Ostasiengeschwader siegt im Seegefecht bei Coronel über ein britisches Geschwader
- 7. November: Japanische Truppen erobern den in der chinesischen Provinz Shandong gelegenen deutschen Stützpunkt Tsingtao
- 9. November: Der deutsche Kreuzer Emden (Schiff) wird nach einem mehrmonatigem Kreuzerkrieg vom australischen Kreuzer Sydney im Indischen Ozean versenkt
- 4. Dezember: Der mexikanische Rebellenführer Pancho Villa zieht mit seinen Truppen in der Hauptstadt Mexiko-Stadt ein
- 8. Dezember: Das deutsche Ostasiengeschwader wird im Seegefecht bei den Falklandinseln vernichtet
- Albert Einstein unterzeichnet zusammen mit Georg F. Nikolai, Wilhelm Forster und Otto Buck das antimilitaristische Manifest „Apell an die Europäer“ als Antwort auf das nationalistische Manifest (genannt „der 93“), das von fast allen seiner Berliner Kollegen unterzeichnet wird
Wirtschaft
- 1. Januar: Der Ullstein-Verlag übernimmt die Vossische Zeitung
- 14. Juli: Der Rhein-Herne-Kanal wird nach 8 Jahren Bauzeit für die Schifffahrt freigegeben
- 15. August: Eröffnung des Panamakanals
Katastrophen
- 29. Mai: Der Untergang des britischen Passagierdampfers Empress of Ireland fordert 1032 Menschenleben
- 26. November: Das Linienschiff „Bulwark“ (Großbritannien) sinkt nach einer Explosion bei der Munitionsübernahme in Sheerness. Von der 750 Mann starken Besatzung kommen 738 Mann ums Leben
Wissenschaft und Technik
- 1. September: Die Wandertaube stirbt aus
- Walter Schottky entwickelt die Gesetze zum Anlauf-, Raumladungs- und Sättigungsgebiet in der Vakuumröhre
- James Franck und Gustav Ludwig Hertz führen ihren Versuch zur Bestimmung der Anregungsenergie in Atomen durch
- Ernest Rutherford identifiziert die „Rückstoßatome“ beim Beschuss von Wasserstoff-Atomen mit Elektronen als Protonen
Kultur
- 1. Januar: Neujahrspremiere in Europas Theatern. Nach Ablauf der 30jährigen Urheberschutzzeit hat Bayreuth nicht mehr das Monopol auf den Parsifal von Richard Wagner
- 30. Januar: Uraufführung der Operette Endlich allein von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- 14. Februar: Uraufführung der Operette Jung-England von Leo Fall in Berlin
- 1. April: Uraufführung der Oper Notre Dame von Franz Schmidt an der Hofoper in Wien
- 10. Mai: Uraufführung der Oper Die Marketenderin von Engelbert Humperdinck in Köln
- 15. Mai: Uraufführung der Oper Mârouf, savetier du Caire von Henri Rabaud an der Opéra-Comique in Paris
- 11. Juni: Uraufführung der Oper Don Juans letztes Abenteuer von Paul Graener in Leipzig
- 18. Oktober: Gründung der Schönstatt-Bewegung
- 9. November: Uraufführung der Operette Rund um die Liebe von Oscar Straus am Johann Strauß Theater in Wien
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 14. Juni: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hisst zum ersten Mal die offizielle Olympiafahne mit den fünf Ringen beim 16. Olympischen Kongress
- 1. Januar: Edith Picht-Axenfeld, deutsche Cembalistin († 2001)
- 4. Januar: Jane Wyman, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. Januar: Heinz Berggruen, deutscher Kunsthändler
- 8. Januar: Ernst Oldenburg, Künstler († 1992)
- 9. Januar: Adolf Urban, deutscher Fußballspieler († 1943)
- 15. Januar: René Le Bègue, französischer Rennfahrer († 1946)
- 18. Januar: Arno Schmidt, deutscher Schriftsteller († 1979)
- 19. Januar: Bob Gerard, britischer Rennfahrer († 1990)
- 28. Januar: Gudrun Loewe, deutsche Prähistorikerin († 1994)
- 1. Februar: Maria Singer, österreichische Volksschauspielerin († 2003)
- 2. Februar: Nicolas-Roland Payen, französischer Luftfahrtpionier und Erfinder des Deltaflügels († 2004)
- 4. Februar: Alfred Andersch, deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur († 1980)
- 5. Februar: Alan Lloyd Hodgkin, britischen Biophysiker und Nobelpreisträger († 1998)
- 5. Februar: Silvius Magnago, Südtiroler Jurist und Politiker
- 5. Februar: William S. Burroughs, US-amerikanischer Schriftsteller († 1997)
- 7. Februar: Max Seither, deutscher Politiker und MdB († 2003)
- 7. Februar: Ramón Mercader, spanischer Kommunist und Attentäter auf Leo Trotzki († 1978)
- 9. Februar: Margrit Rainer, schweizer Schauspielerin († 1982)
- 10. Februar: Larry Adler, US-amerikanischer Mundharmonikaspieler († 2001)
- 12. Februar: Nello Celio, Schweizer Politiker († 1995)
- 15. Februar: Hale Boggs, US-amerikanischer Politiker und Mitglied der Warren-Kommission († 1972)
- 16. Februar: Konrad Buchwald, deutscher Botaniker und Politiker († 2003)
- 24. Februar: Otto von Rohr, deutscher Opernsänger († 1982)
- 28. Februar: Elie Bayol, französischer Rennfahrer († 1995)
- 1. März: Ralph Ellison, US-amerikanischer Autor († 1994)
- 2. März: Kurt Kretschmann, deutscher Naturschützer
- 2. März: Martin Ritt, US-amerikanischer Filmregisseur († 1990)
- 3. März: Asger Jorn, dänischer Künstler († 1973)
- 5. März: Philip Farkas, Hornist und Mitbegründer der International Horn Society († 1992)
- 7. März: Ferdinand Käs, Berufssoldat und Beamter († 1988)
- 9. März: Abraham S. Luchins, US-amerikanischer Gestaltpsychologe
- 10. März: Ernst Brugger, Schweizer Politiker († 1998)
- 13. März: Friedrich-Wilhelm Goldenbogen, deutscher Politiker († 1982)
- 15. März: Gil Elvgren, US-amerikanischer Pin-Up und Werbe-Zeichner († 1980)
- 18. März: Hans Bayer, deutscher Schriftsteller († 1980)
- 18. März: Thaddäus Troll, deutscher Schriftsteller († 1980)
- 28. März: Bohumil Hrabal, tschechischer Schriftsteller († 1997)
- 28. März: Guido Carli, italienischer Ökonom († 1993)
- 30. März: Sonny Boy Williamson I., Bluesmusiker und Mundharmonikaspieler († 1948)
- 31. März: Emil Kemmer, deutscher Politiker († 1964)
- 31. März: Octavio Paz, mexikanischer Schriftsteller und Diplomat († 1998)
- 1. April: Willi Meinck, deutscher Schriftsteller
- 2. April: Alec Guinness, englischer Schauspieler († 2000)
- 4. April: Marguerite Duras, französische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin († 1996)
- 8. April: Euthymia, deutsche Clemensschwester († 1955)
- 10. April: Herbert Fischer, Botschafter der DDR in Indien
- 11. April: Manja Behrens, deutsche Schauspielerin († 2003)
- 13. April: Orhan Veli, Dichter und Erneuerer der türkischen Poesie († 1950)
- 14. April: Pehr Edman, schwedischer Biochemiker († 1977)
- 14. April: Wilhelm Hahnemann, österreichischer und deutscher Fußballspieler († 1991)
- 16. April: Mark Lasarewitsch Gallai, sowjetischer Testpilot und Ingenieur († 1998)
- 22. April: Hans Baumann, deutscher Lyriker, Liedschreiber, Kinder- und Jugendbuchautor († 1988)
- 22. April: Karl Otto Götz, deutscher Maler
- 22. April: Michael Wittmann, Kompaniechef der schweren SS-Panzerabteilung 501 († 1944)
- 24. April: Jan Karski, polnischer Offizier und Kurier der Polnischen Heimatarmee († 2000)
- 29. April: Walter Janka, deutscher Verleger, SED-Mitglied der DDR († 1994)
- 1. Mai: Rudolf Gellesch, deutscher Fußballspieler († 1990)
- 3. Mai: Paul Benthien, deutscher Tischtennisspieler († 1982)
- 5. Mai: Tyrone Power, amerikanischer Film- und Theaterschauspieler († 1958)
- 7. Mai: Andreas Kupfer, deutscher | | |