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| 238 V. Chr. |
238 v. Chr.
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Ereignisse
- Ptolemaios III. Euergetes von Ägypten führt mit seinem Dekret von Kanopus einen Schalttag für jedes vierte Kalender-Jahr ein. Der Schalttag ist der sechste Epagomen-Tag am Ende des Jahres. Nach einiger Zeit wird diese Regelung jedoch von der politisch erstarkten Priesterschaft wieder abgeschafft. Erst von Sosigenes aus Alexandria wurde diese (vernünftige) Regelung wieder aufgegriffen und für die ("Julianische") Kalenderreform Julius Caesars im Jahre 45 v. Chr. nutzbar gemacht.
Geboren
- Philipp V. von Makedonien, König von Makedonien seit 220 v. Chr. († 179 v. Chr.)
- Massinissa, König von Numidien († 149 v. Chr.)
Gestorben
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3-0238
4. Jahrhundert v. Chr.
Das 4. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 400 v. Chr. und endete am 31. Dezember 301 v. Chr..
Ereignisse und Entwicklungen
- um 400 v. Chr. - Ausbruch des Popocatépetl in Mexiko.
- 396 v. Chr. - Zerstörung der etruskischen Hauptstadt Veji durch den römischen Diktator Marcus Furius Camillus.
- 387 v. Chr. - Die Kelten, unter der Führerschaft von Brennus, erobern Rom.
- 387 v. Chr. - Platon gründet seine Akademie (Philosophenschule) in Athen.
- 373 v. Chr. - Helike und Bura werden durch ein Erdbeben und der darauf folgenden Flutwelle völlig zerstört.
- 371 v. Chr. - Theben siegt gegen Sparta und gewinnt die Vorherrschaft in Griechenland.
- 367 v. Chr. - Plebejer gewinnen an politischem Einfluss in Rom
- 360 v. Chr. - Bau des Chang-Jiang-Kanals in China
- 360 v. Chr. - Nektanebos II. übernimmt als letzter ägyptisch stämmiger Pharao das Amt.
- 359 v. Chr. - Philipp II. wird König von Makedonien.
- 356 v. Chr. - Die Makedonier dürfen erstmals an den Olympischen Spielen teilnehmen.
- 356 v. Chr. - Herostratos verbrennt den Tempel der Artemis in Ephesus.
- 337 v. Chr. - Korinthischer Bund: alle Griechenstädte (außer Sparta) erkennen den makedonischen König Philipp II. als Hegemon an. Der Krieg gegen Persien (Rachefeldzug für die Zerstörung Athens 480 v. Chr.) wird beschlossen.
- 336 v. Chr. - Alexander der Große wird König von Makedonien.
- 335 v. Chr. - Aristoteles gründet in Athen seine Schule, das Lykeion.
- 335 v. Chr. - Darius III. wird Großkönig Persiens.
- 335 v. Chr. - Die Thraker werden von Alexander dem Großen unterworfen.
- 334 v. Chr. - Alexander der Große beginnt den Persienfeldzug mit 5000 Reitern und 30.000 Mann Fußvolk. Sieg am Granikos und Durchschlagung des Gordischen Knotens.
- 333 v. Chr. - Alexander der Große siegt über den persischen König Darius III. bei Issos (333 bei Issos Keilerei).
- 331 v. Chr. - Alexander der Große gründet Alexandria, Krönung Alexanders in Memphis als Nachfolger der Pharaonen.
Geboren
- 396 v. Chr. - Xenokrates, griechischer Philosoph (†314 v. Chr.).
- 384 v. Chr. - Aristoteles, griechischer Philosoph (†322 v. Chr.).
- 356 v. Chr. - Alexander der Große, makedonischer König und Feldherr († 323 v. Chr.)
- um 341 v. Chr. - Epikur, griechischer Philosoph († etwa 270 v. Chr.).
- um 330 v.Chr. - Antiphilos
- um 325 v. Chr. - Zenodotos, griechischer Philologe und erster Leiter der Bibliothek von Alexandria (†260 v. Chr.).
- 305 v. Chr. - Kallimachos von Kyrene, griechischer Philologe und Bibliothekar (†240 v. Chr.).
Gestorben
- 399 v. Chr. - Sokrates, griechischer Philosoph ( - 469 v. Chr.)
- 395 v. Chr. - Lysander, spartanischer Staatsmann und Feldherr.
- um 385 v. Chr. - Aristophanes, griechischer Satiriker und Komödiendichter ( - um 445 v. Chr.).
- 380 v. Chr. - Philoxenos, griechischer Dithyrambendichter ( - um 435 v. Chr.)
- 354 v. Chr. - Xenophon, griechischer Schriftsteller und Historiker ( - um 428 v. Chr.).
- 347 v. Chr. - Platon, griechischer Philosoph ( - um 427 v. Chr.).
- 336 v. Chr. - Philipp II., König von Mazedonien, wird ermordet.
- 330 v. Chr. - Darius III., persischer König, wird ermordet.
- 323 v. Chr. - Alexander der Große stirbt in Babylon an einer Fieberkrankheit ( - 356 v. Chr.).
- 322 v. Chr. - Aristoteles, griechischer Philosoph ( - 384 v. Chr.).
00-04
ja:紀元前4世紀
ko:기원전 4세기
3. Jahrhundert v. Chr.
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Das 3. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 300 v. Chr. und endete am 31. Dezember 201 v. Chr..
Zeitalter/Epoche
Ereignisse/Entwicklungen
- Die möglicherweise aus der Mandschurei stammenden, mongoliden Hsiung-nu lassen sich in der heutigen Mongolei als Reiter- und Viehzuchtnomaden nieder.
- Bordeaux wird als römische Siedlung unter dem Namen Burdigala gegründet.
- 279 v. Chr. - Kelten dringen in Griechenland ein und plündern das Heiligtum von Delphi.
- 279 v. Chr. - König Pyrrhus von Epirus (318 v. Chr.-272 v. Chr.) siegt in der Schlacht bei Asculum (der sog. Pyrrhussieg).
- 273 v. Chr. - Erster Gesandtschaftsaustausch zwischen Alexandria und Rom.
- 267 v. Chr.-261 v. Chr. - Chremonideischer Krieg; Niedergang der ptolemäischen Seeherrschaft in der Ägäis.
- 264 v. Chr.-241 v. Chr. - Erster Punischer Krieg zwischen Römern und Karthago.
- 253 v. Chr. - In Pataliputra (heute Patna) findet, unter der Schirmherrschaft des Königs Ashoka und dem Vorsitz des Mönchs Moggaliputta Tissa, das 3. Konzil der buddhistischen Mönchsgemeinschaft statt.
- um 250 v. Chr. - Eratosthenes bestimmt den Erdumfang.
- 227 v. Chr. - Der Koloss von Rhodos wird bei einem Erdbeben zerstört. (nach anderen Angaben 226 bzw. 224 v. Chr.)
- 225 v. Chr. - 222 v. Chr. Rom kämpft gegen Kelten, Landgewinnung am Po
- 221 v. Chr. eint Qin Shi Huangdi rivalisierende Dynastien zum Kaiserreich China und wird damit erster Kaiser Chinas.
- 221 v. Chr. - 207 v. Chr. - In der Qin-Dynastie werden in China Maße und Gewichte vereinheitlicht.
- 218 v. Chr.-201 v. Chr. - Zweiter Punischer Krieg zwischen Römern und Karthago beginnt mit Hannibals Zug über die Alpen nach Italien.
- 217 v. Chr. - Ptolemaios IV. besiegt mit Hilfe einheimischer Ägypter die Truppen des Seleukiden Antiochos III..
- 202 v. Chr. Niederlage Karthagos gegen Rom in der Schlacht von Zama
Persönlichkeiten
Geboren
- 287 v. Chr. - Archimedes von Syrakus, bedeutender griechischer Mathematiker, Physiker und Ingenieur († 212 v. Chr.).
- 284 v. Chr. - Eratosthenes von Kyrene, griechischer Universalgelehrter und Direktor der Bibliothek von Alexandria († 202 v. Chr.).
- 265 oder 262 v. Chr. - Apollonios von Perge, griechischer Mathematiker (†200/190 v. Chr.).
- 259 v. Chr. - Qin Shi Huangdi, Begründer des chinesischen Kaiserreichs und Errichter der chinesischen Mauer (†210 v. Chr.).
- 257 v. Chr. - Aristophanes von Byzanz, griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria († 180 v. Chr.).
- 250 v. Chr. - Marcus Iurius Binecius, römischer Widerstandskämpfer und Verfechter rein römischer Kultur († 198 v. Chr.).
- 247 v. Chr. - Hannibal, karthagischer Feldherr († 183 v. Chr.).
- 236 v. Chr. - Scipio Africanus Major, römischer Feldherr und Staatsmann († 183 v. Chr.).
- 234 v. Chr. - Marcus Porcius Cato, genannt Cato der Ältere, römischer Feldherr, Historiker und Politiker († 149 v. Chr.).
- 217 v. Chr. - Aristarchos von Samothrake, griechischer Historiker und Direktor der Bibliothek von Alexandria († 145 v. Chr.).
- 208 v. Chr. - Polybios, griechischer Historiker († 120 v. Chr.).
Gestorben
- 289 v. Chr. - Mengzi, chinesischer Philosoph ( - 371 v. Chr.)
- 272 v. Chr. - Pyrrhus, König von Epirus ( - 318 v. Chr.)
- um 270 v. Chr. - Epikur, griechischer Philosoph ( - um 341 v. Chr.)
- um 270 v. Chr. - Euklid von Alexandria, griechischer Mathematiker ( - um 340 v. Chr.)
- 260 v. Chr. - Zenodotos, griechischer Philologe, erster Direktor der Bibliothek von Alexandria ( - um 325 v. Chr.).
- um 240 v. Chr. - Kallimachos von Kyrene, griechischer Schriftsteller und Gelehrter ( - um 305 v. Chr.).
- 230 v. Chr. - Aristarchos von Samos, griechischer Astronom ( - um 325 v. Chr.).
- 212 v. Chr.- Archimedes, griechischer Mathematiker, Physiker und Ingenieur ( - um 287 v. Chr.).
- 211 v. Chr.- Publius Cornelius Scipio, römischer Feldherr und Staatsmann.
Erfindungen und Entdeckungen
- der chinesische Kaiser Qin Shi Huangdi beginnt den Bau der chinesischen Mauer.
- der griechische Ingenieur Ktesibios entwickelt Federkatapulte, Kolbenspritzen, Wasseruhren mit Zahnradgetriebe und Wasserorgeln.
- Errichtung des Koloss von Rhodos, einer Statue des Sonnengottes Helios an der Hafeneinfahrt von Rhodos, eines der sieben Weltwunder
- Sostratos von Kniddos erbaut den Leuchtturm von Pharos, eines der sieben Weltwunder (299 v. Chr - 279 v. Chr.).
- Archimedes von Syrakus stellt die Hebelgesetze auf, entwickelt den Flaschenzug, findet das Gesetz des hydrostatischen Auftriebs und formuliert den Begriff des spezifischen Gewichts.
Die einzelnen Jahre
00-03
ja:紀元前3世紀
ko:기원전 3세기
260er v. Chr.
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Ereignisse
- 269 v. Chr. - Das für die Wasserversorgung enorm bedeutsame Aquädukt Aqua Anio Vetus wird in Rom fertiggestellt.
- 268 v. Chr. - Ganz Italien (ohne die Po-Ebene) ist von den Römern unterworfen.
- 264 v. Chr. - Beginn des Ersten Punischen Krieges.
- 264 v. Chr. - Die ersten Gladiatorenspiele finden in Rom statt.
- 260 v. Chr. - Philon von Byzanz beschreibt erstmals Wasserräder.
Geboren
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Gestorben
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00-0260
240er v. Chr.
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Ereignisse
- Ende des Ersten Punischen Krieges (264 - 241 v. Chr.) durch den Seesieg in der Schlacht bei den Ägatischen Inseln. Da in dieser Schlacht die karthagische Flotte, auf der die Macht Karthagos beruhte, zerstört wurde, musste Karthago kapitulieren.
- 247 v. Chr. - Qin Shi Huangdi besteigt als 13jähriger den Thron der chinesischen Provinz Qin, später wird er der erste chinesische Kaiser.
00-0240
220er v. Chr.
- 226 v. Chr. - Der Ebro-Vertrag zwischen Rom und Karthago legt den Ebro als Grenzfluss zwischen ihren Interessensphären fest.
- 225 - 222 v. Chr. Keltenkrieg. Die Kelten fallen in Norditalien ein und werden durch die Römische Republik bekämpft. Siehe auch Schlacht bei Telamon.
- 221 v. Chr. eint Qin Shi Huangdi rivalisierende Dynastien zum Kaiserreich China und wird damit erster Kaiser Chinas.
- 227, 226 oder 224 v. Chr. stürzt der Koloss von Rhodos nach einem Erdbeben ein
200er v. Chr.
- Ende des Zweiten Punischen Krieges (218 - 201 v. Chr.). Nach zahlreichen Niederlagen können sich die Römer gegen Karthago durchsetzen. Einzelne Wegpunkte waren die Eroberung von Neukarthago 209 v. Chr. durch Scipio, 207 v. Chr. Sieg in der Schlacht am Metaurus über Hasdrubal Barkas, Landung der Römer in Nordafrika, worauf Hannibal Italien verlassen muss und 202 v. Chr. in der Schlacht von Zama von Scipio geschlagen wird. Karthago kapituliert und erhält im darauf folgenden Jahr ein Friedensdiktat der Römer.
- 202 v. Chr. - Begründung der Han-Dynastie durch Kaiser Liu Pang (Untergang 220 n. Chr.)
243 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
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Gestorben
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4-0243
242 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
- Antiochos III. (der Große), späterer Herrscher des Seleukidenreiches
Gestorben
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4-0242
240 v. Chr.
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Ereignisse
- Eratosthenes von Kyrene stellt für die Erdkunde das System von Längen- und Breitengraden auf.
Geboren
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Gestorben
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4-0240
239 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
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Gestorben
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3-0239
236 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
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Gestorben
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3-0236
234 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
- Marcus Porcius Cato Censorius, römischer Staatsmann († 149 v. Chr.)
Gestorben
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3-0234
Ptolemaios III.Ptolemaios III. Euergetes (gr.: Wohltäter) ( - um 284; † 221 v. Chr.) war König von Ägypten von 246 — 221 v. Chr., Sohn von Ptolemaios II.
Beim Regierungsantritt vermählte er sich mit Berenike II., er griff in die seleukidischen Thronstreitigkeiten ein und eroberte während des Dritten Syrischen Krieges (246 v. Chr. - 241 v. Chr.) Küstengebiete in Kleinasien und Thrakien. Unter seiner Regierung wies das Ptolemäerreich seine größte Machtentfaltung auf.
Siehe auch: Diadochen, Alexander der Große und Ptolemäer
Kategorie:Mann
Kategorie:Pharao
Kategorie:3. Jahrhundert v. Chr.
Julianischer KalenderDer Julianische Kalender wurde von Julius Caesar eingeführt und war in manchen Teilen der Welt noch bis ins 20. Jahrhundert gültig. Er wurde abgelöst durch den Gregorianischen Kalender.
Der Julianische Kalender darf nicht mit dem Julianischen Datum verwechselt werden.
Der alte Römische Kalender war ursprünglich ein von den Griechen übernommener Mondkalender. Dieser wurde je nach Bedarf in unregelmäßigen Abständen an das Sonnenjahr angepasst. Dies führte zu so großen Schwierigkeiten, dass Julius Caesar einen neuen Kalender von dem ägyptischen Astronomen Sosigenes ausarbeiten ließ. Den Anstoß dazu lieferte der Sonnenkalender, den Caesar 48 v. Chr. in Ägypten kennengelernt hatte.
Dieser neue, später ihm zu Ehren „julianisch“ genannte Kalender trat im Jahre 46 v. Chr. in Kraft. Er bestand aus 12 Monaten mit je 30 oder 31 Tagen (wie heute noch üblich), die die Bezeichnungen aus dem römischen Kalender zunächst behielten. Einzig das Jahr 46 v. Chr. (Verworrenes Jahr) wurde auf 15 Monate (=445 Tage) verlängert, um den neuen Kalender mit dem Sonnenstand in Übereinstimmung zu bringen.
Im alten römischen Kalender wurde in den Schaltjahren der Februar auf 23 Tage verkürzt und ein Schaltmonat eingefügt. Diesen Zeitpunkt der Schaltung behielt Caesar bei, so dass jedes vierte Jahr (Schaltjahr) der 24. Februar (ante diem sextum kalendas martias d.h. sechster Tag vor den Kalenden des März) verdoppelt wurde, das heißt, es wurde ein neuer 24. Tag (ante diem bis sextum kalendas martias d.h. zweiter sechste Tag vor den Kalenden des März) eingefügt. Der bisherige 24. wurde zum 25. Februar (ante diem sextum kalendas martias d.h. sechster Tag vor den Kalenden des März). Doch die Regel wurde nach Cäsars Tod von den Priestern falsch angewandt. Die Priester verfügten bereits alle drei Jahre ein Schaltjahr. Das erste Schaltjahr war 45 v. Chr., danach alle drei Jahre bis 9 v. Chr. Die dadurch zu viel gezählten Schaltjahre wurden durch Kaiser Augustus korrigiert, indem erst wieder 8 n. Chr ein Schaltjahr eingefügt und zum Vierjahreszyklus übergegangen wurde (Augusteische Korrektur ).
Im Jahre 44 v. Chr. wurde der Quintilis (ursprünglich „fünfter Monat“, seit 153 v. Chr. der siebente) Julius Caesar zu Ehren in Julius umbenannt (Lex Antonia de mense Quintili („über den Monat Quintilis“) des Konsuls Marcus Antonius)).
Später wurde der Sextilis (ursprünglich „sechster Monat“, seit 153 v. Chr. der achte) zu Ehren Kaiser Augustus' nach diesem benannt.
Ob gleichzeitig der August von 30 auf 31 Tage verlängert wurde, um keine „Benachteiligung“ des Augustus gegenüber Julius entstehen zu lassen, und dieser Tag dem Februar entnommen wurde ist umstritten.
Eine andere Theorie, welche auch als die wahrscheinlichere angesehen wird, besagt, dass bei den Römern die Monate mit 31 Tagen als Glücksmonate, und die Monate mit 30 Tagen als Unglücksmonate galten. Da Augustus aber nicht wollte, dass der nach ihm benannten Monat ein Unglücksmonat ist, entnahm er dem Februar seinen 29. Tag. Da es nun drei Monate mit 31 Tagen hintereinander gegeben hätte, vertauschte er die Tage von September mit Oktober und von November mit Dezember.
Aber auch andere Monate wurden nach römischen Herrschern benannt, aber anscheinend überlebte keine dieser Änderungen deren Tod.
Caligula nannte den September [siebter Monat] Germanicus; Nero nannte den Aprilis [vierter Monat] Neroneus, den Maius [fünfter Monat] Claudius und den Iunius [Juni] Germanicus; Domitian nannte den September Germanicus und den Ocotober [Achter Monat] Domitianus.
September wurde auch in Antoninus und Tacticus umbenannt, November [neunter Monat] bekam auch die Namen Faustina und Romanus.
Commodus war in der Hinsicht einzigartig, dass er alle zwölf Monate nach seinen angenommenen Namen benannte (Januar bis Dezember): Amazonius, Invictus, Felix, Pius, Lucius, Aelius, Aurelius, Commodus, Augustus, Herculeus, Romanus, und Exsuperatorius.
Um einiges beständiger als die Monatsnamen des römischen Reichs nach Kaiser Augustus waren die von Karl dem Großen eingeführten Namen.
Er benannte alle Monate in größtenteils landwirtschaftliche Begriffe des Althochdeutschen. Diese wurden bis ins 15. Jhdt. und mit einigen Veränderungen auch noch ins 18. Jhdt. und im heutigen Deutsch verwendet.
(Januar bis Dezember): Wintarmanoth (Wintermonat), Hornung (der Dreckige; Bastard), Lentzinmanoth (Lenzmonat), Ostarmanoth (Ostermonat), Winnemanoth (Weidemonat), Brachmanoth (Brachmonat), Hewimanoth (Heumonat), Aranmanoth (Erntemonat), Witumanoth (Holzmonat), Windumemanoth (Weinmonat), Herbistmanoth (Herbstmonat), Heilagmanoth (heiliger Monat)
Der julianische Kalender an sich war im gesamten römischen Reich anerkannt, die Jahresanfänge jedoch wurden von Region zu Region verschieden gehandhabt. Der Jahresanfang war in Ägypten am 29. August, in Konstantinopel und später auch in Russland am 1. September, im westlichen Mittelalter meist am 25. Dezember, und in anderen Ländern an noch anderen Tagen. Erst ab dem 13. Jahrhundert setzte sich der 1. Januar im Westen mehr oder weniger allgemein durch, im Osten erst viel später.
Auch die Jahreszählung war in den verschiedenen Teilen des römischen Reiches verschieden; im Westen wurde meist gar nicht durchgezählt, sondern die Jahre wurden nach den beiden jeweils für ein Jahr amtierenden Konsuln benannt. Daneben wurde auch die Zählung "ab Gründung der Stadt (Rom)" und später die diokletianische Ära benutzt. Im Osten war die Seleukidische Epoche üblich, die 312 v. Chr. als Jahr 1 zählte. Später setzte sich im Westen die bis heute übliche christliche Zeitrechnung durch, im Osten war noch lange die Zeitrechnung "ab der Erschaffung der Welt" üblich; diese wurde von den Byzantinern auf das Jahr 5500 v. Chr. angesetzt.
Das julianische Jahr ist gegenüber dem Sonnenjahr um 11 Minuten und 14 Sekunden zu lang. Dies führte zu einer zunehmenden Abweichung, die im 14. Jahrhundert schon mehr als sieben Tage betrug. Dies veranlasste schließlich die Korrektur durch Papst Gregor XIII. im 16. Jahrhundert, der damit den Gregorianischen Kalender im Jahre 1582 einführte.
Da der neue Kalender vom Papst eingeführt wurde, benutzten ihn zunächst nur die katholischen Staaten. Die meisten protestantischen Staaten behielten den Julianischen Kalender bis ins 18. Jahrhundert bei (was vor allem in konfessionell gemischten Gebieten, wie z.B. Teilen Deutschlands, zu einem Kalenderchaos führte), Russland führte den Gregorianischen Kalender sogar erst nach Gründung der Sowjetunion im 20. Jahrhundert ein.
Einige orthodoxe Kirchen (die sogenannten Altkalendarier, z. B. die russische und serbische Kirche) begehen alle ihre Feste weiterhin nach dem Julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Die Neukalendarier (z.B. die Griechen und Bulgaren) feiern die feststehenden Feste jedoch nach dem Gregorianischen Kalender. Der Ostertermin und die anderen beweglichen Feste werden aber in allen orthodoxen Kirchen (außer der finnischen) nach dem julianischen Frühlingsanfang und einer alten Mondformel berechnet; sie fallen daher nur gelegentlich mit den enstprechenden Festen der westlichen Kirchen zusammen, meist sind sie entweder 1 Woche oder ca. 1 Monat später.
Siehe auch
- Verworrenes Jahr
- (Mittelalterliche) Komputistik
- Umrechnung zwischen Julianischem und Gregorianischem Kalender
- Umrechnung zwischen Julianischem Datum und Julianischem Kalender
- Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
Weblinks
- [http://www.oki-regensburg.de/feste.htm Festtermine der Orthodoxen Kirche]
- [http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/LAG/kalender.html Online-Abhandlung von Jürgen Maliz: Die Kalenderreform Caesars.]
Kategorie:Kalender
als:Julianischer Kalender
ja:ユリウス暦
ko:율리우스력
zh-cn:儒略历
Julius Caesar
C. (Gaius) Iulius Caesar (eingedeutscht: Julius Cäsar; - 13. Juli 100 v. Chr. in Rom; † (ermordet) 15. März 44 v. Chr. in Rom) war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor. Er eroberte Gallien und führte im anschließenden Bürgerkrieg das Ende der Republik herbei, indem er sich zum Alleinherrscher ausrief. Nach seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit fiel er einem Attentat zum Opfer. Sein Name wurde zum Titel aller nachfolgenden Herrscher (Caesaren) des römischen Kaiserreichs und in entlehnter Form (Kaiser, Zar) zum Titel der Herrscher im Heiligen Römischen Reich und des Bulgarischen sowie des Russischen Reiches. Caesar war auch der Titel für einen Mitherrscher in der römischen Spätantike und im Byzantinischen Reich.
Leben
Herkunft
C. Iulius Caesar entstammte dem angesehenen altrömischen Patriziergeschlecht der Julier (gens Iulia), das seine Wurzeln auf Askanius-Iulus, den Sohn des trojanischen Adligen Aeneas, zurückführte, welcher der Sage nach Sohn der Göttin Venus war. Auf dem Gipfel seiner Macht, im Jahre 45 v. Chr., ließ Caesar zu Ehren der Venus einen Tempel errichten, um seine Verbindung zu dieser Göttin hervorzuheben.
Caesars Familie war nicht reich, gemessen am Standard des römischen Adels,
und nur wenige Mitglieder der Familie hatten sich politisch hervorgetan: In der Frühzeit der römischen Republik im 5. Jahrhundert v. Chr. findet sich in den Konsularlisten, deren Authentizität in der Forschung umstritten ist, häufiger der Name „Iulius“. 451 v. Chr. war ein Gaius Iulius Iullus Mitglied der Decemviri, die den Staat grundlegend umgestalten sollten. Für die folgenden Jahrhunderte sind nur zwei iulische Konsuln, für die Jahre 267 und 157 v. Chr., nachgewiesen. Caesars Vater war 92 v. Chr. Prätor. Einige Verwandte waren Konsuln und Censoren. Caesars Herkunft und Verwandtschaftsverhältnisse waren vorbestimmend für seine Parteinahme in der Zeit der Bürgerkriege. So war sein Onkel der Feldherr Marius, der die Kimbern und Teutonen besiegte und als mehrmaliger Konsul die politische Gruppe der populares (Popularen) im römischen Senat anführte.
Erste Schritte in die Politik
Caesar heiratete 84 v. Chr. Cornelia, die Tochter des Konsuls Lucius Cornelius Cinna, der ebenfalls zu der politischen Gruppe der populares gehörte. Im selben Jahr wurde er auch zum flamen Dialis, dem Oberpriester des Jupiter, bestimmt.
Die Familienverbindung zu Cinna und seine Verwandtschaft mit Marius brachten Caesar in Opposition zur Diktatur Sullas, der die konservative Gruppe der optimates vertrat. Sulla befahl Caesar die Scheidung von Cornelia, doch dieser widersetzte sich und verließ Rom. Auf die Bitte einflussreicher Freunde hin wurde er zwar bald begnadigt, kehrte aber nicht nach Rom zurück.
Stattdessen wurde er mit 19 Jahren Offizier im Stab des Marcus Minucius Thermus, der sullanischer Propraetor und Statthalter der Provinz Asia war. Bei der Belagerung der Stadt Mytilene auf der Insel Lesbos wurde Caesar mit der corona civica („Bürgerkrone“) ausgezeichnet, die demjenigen verliehen wurde, der einem römischen Mitbürger in der Schlacht das Leben gerettet hatte. Um die Belagerung voranzutreiben, wurde Caesar in diplomatischer Mission zu König Nikomedes IV. von Bithynien geschickt.
Erst nach dem Tod Sullas im Jahre 78 v. Chr. wagte Caesar es, nach Rom zurückzukehren und seine politische Karriere weiterzuverfolgen. Er begann, wie damals üblich, als öffentlicher Ankläger und Mitglied der vigintisexviri, der untergeordneten Magistratsbeamten der Republik. Als Ankläger erregte Caesar durch einen Prozess gegen Cn. Cornelius Dolabella (Konsul 81 v. Chr.), einen Anhänger Sullas, große Aufmerksamkeit und bewies damit erneut seine Opposition zum Lager der Sullaner.
Um Anfeindungen der Sullaner aus dem Weg zu gehen, entschloss sich Caesar, Rom erneut zu verlassen. Ungewöhnlich war, dass er sich nicht zu einer militärischen Mission meldete, um sich als Offizier einen Namen zu machen, sondern eine Studienreise nach Rhodos unternahm, wo er bei dem Rhetor Molon seine Redekunst verbessern wollte. Auf dem Weg nach Rhodos geriet Caesar in die Gefangenschaft von Piraten. Angeblich habe er diese aufgefordert, ein höheres Lösegeld für ihn zu fordern, da er weitaus mehr wert sei (so bei Plut. Caes. 2, wonach Caesar die geforderte Summe von 20 Talenten auf 50 Talente erhöht habe; Suet. Caes. 4 berichtet hingegen, dass Caesar zur Zahlung der geforderten Summe von 50 Talenten bereit war). Nach seiner Freilassung organisierte er aber eine private Seestreitmacht, fing die Piraten und ließ sie kreuzigen.
Caesars Aufstieg
Anfang des Jahres 73 v. Chr. wurde Caesar an Stelle seines verstorbenen Verwandten Gaius Aurelius Cotta ins Priesterkollegium der pontifices gewählt. 69 v. Chr. bekleidete er schließlich die Quaestur, die unterste Stufe der politisch bedeutenden Ämter der Römischen Republik.
Als Caesars erste Frau Cornelia 68 v. Chr. starb, heiratete er Pompeia, eine sehr wohlhabende Enkelin Sullas, deren Reichtum er umgehend für seinen politischen Aufstieg nutzte: 65 v. Chr. wurde er zum kurulischen Ädil gewählt; 63 v. Chr. erlangte er das bedeutende Amt des Pontifex maximus, des Oberpriesters.
Während der Catilinarischen Verschwörung 63 v. Chr. entging Caesar einer Verurteilung: Obwohl er früher mit Catilina zusammengearbeitet hatte, konnte ihm keine Beteiligung an dessen Verschwörung nachgewiesen werden. Insgesamt bleibt Caesars Rolle in dieser Verschwörung unklar, was auf die unbefriedigende Quellenlage zurückzuführen ist (vgl. v. a. Sallusts Darstellung in der Coniuratio Catilinae, in der die schon eine Generation nach den Ereignissen ganz offensichtliche Verwirrung der Ereigniszusammenhänge und Vertuschung der Beteiligung prominenter Politiker durchaus deutlich wird). Im Jahr 62 v. Chr. wurde er zum Praetor gewählt. Im selben Jahr führte der „Bona-Dea-Skandal“ zur Scheidung von Pompeia.
Statthalter in Spanien, Triumvir und Konsul
Das erste wichtige Amt Caesars außerhalb Roms war die Statthalterschaft (Proprätur) in Spanien. Seine aggressive Kriegsführung gegen die Iberer festigte seinen Ruf als fähiger Stratege und diente ihm zur Sanierung seiner hochverschuldeten Finanzen. Damit besaß er die notwendige Voraussetzung für die Bewerbung um das höchste Staatsamt, das Konsulat.
Viele Senatoren widersetzten sich jedoch Caesars Ambitionen, Konsul zu werden. Daher ging er mit Marcus Licinius Crassus und Gnaeus Pompeius Magnus eine strategische Partnerschaft ein. Alle drei wollten ihre jeweiligen Einflussmöglichkeiten koordinieren: Die von den römischen Geschichtsschreibern als Erstes Triumvirat („Dreimännerherrschaft“), von dem Gelehrten Varro dagegen als „dreiköpfiges Monster“ bezeichnete Allianz brachte Geld (Crassus war der reichste Mann Roms), Militär (Pompeius war der erfolgreichste General) und politischen Einfluss (Caesars politische Bekanntheit und Energie) zusammen. Zur Bekräftigung des Bündnisses heiratete Pompeius Caesars Tochter Julia.
Das Triumvirat konnte die Wahl Caesars zum Konsul des Jahres 59 v. Chr. durchsetzen. Seine Amtsführung war im Senat umstritten; eine Strafverfolgung nach Ende seines Konsulats wurde aber durch die mit fünf Jahren ungewöhnlich lange Amtszeit Caesars als Prokonsul in Illyrien und in Gallien (Cis- und Transalpina) verhindert. Vor seinem Amtsantritt heiratete er Calpurnia.
Prokonsul in Gallien
Das Prokonsulat in Gallien bedeutete einen wichtigen Machtgewinn für Caesar. Als Prokonsul konnte er Heere aufstellen, und obwohl dies nicht zu seinen Pflichten gehörte, begann er seine Eroberungsfeldzüge in Gallien.
Die Verlängerung des Triumvirats 56 v. Chr. in Ravenna und Lucca erreichte das gemeinsame Konsulat Crassus’ und Pompeius’ für das Jahr 55 v. Chr. sowie die Verlängerung von Caesars Prokonsulat um weitere fünf Jahre. So konnte er insgesamt 10 Jahre (58 v. Chr.–49 v. Chr.) in Gallien bleiben und die Eroberung des ganzen freien Keltenlandes bis zum Rhein abschließen. Hierbei nutzte Caesar die Zerstrittenheit der gallischen Stämme untereinander aus, die sich nur selten gegen einen gemeinsamen Gegner zusammentaten. Viele Stämme riefen ihn sogar gegen andere Stämme zu Hilfe, wobei sie als Resultat häufig selbst vom ambitionierten Prokonsul erobert wurden.
Für Aufsehen sorgten Caesars zwei Rheinüberquerungen nach Germanien und zwei Überfahrten nach Britannien: Als erster römischer Feldherr führte Caesar Militärexpeditionen in diese den Römern weitgehend unbekannten Regionen durch, verzichtete jedoch auf eine dauerhafte Eroberung Germaniens und Britanniens. Insbesondere die Beschränkung der römischen Okkupationen durch die Rheingrenze und der Verzicht auf die Eroberung des rechtsrheinischen Germaniens war eine für die weitere europäische Geschichte ungemein bedeutende machtpolitische Entscheidung Caesars.
Man schätzt, dass in den Gallischen Kriegen Caesars eine Million Gallier ihr Leben verloren und eine weitere Million Menschen versklavt wurde. Caesar berichtete in den Commentarii de bello Gallico selbst über seine Zeit in Gallien. Die Schrift schildert viele interessante Details aus dem besetzten Land, diente aber vor allem der Rechtfertigung seiner Feldzüge. Zudem stellte Caesar erstmalig Gallier und Germanen als zwei verschiedene Völkerschaften heraus und charakterisierte sie einzeln, wobei er als Grenze zwischen beiden Völkerschaften im Wesentlichen den Rhein ansah. Zuvor galten die Germanen noch als ein keltischer Teilstamm.
In Vercingetorix, dem Fürsten der Arverner, erwuchs Caesar ein gefährlicher und ihm militärisch ebenbürtiger Gegner. Erst in der Schlacht bei Alesia im Jahr 52 v. Chr. wurde der gallische Widerstand endgültig gebrochen. Vercingetorix, der sich Caesar vor den Mauern von Alesia ergeben hatte, wurde die erbetene Gnade nicht gewährt: er wurde sechs Jahre später, nach Caesars Triumphzug 46 v. Chr., in Rom hingerichtet. Die gewaltige Kriegsbeute und die Tribute der Unterworfenen wurden von Caesar zur Finanzierung seiner Armee und für den politischen Machtkampf in Rom benützt.
Bürgerkrieg
Im Jahr 53 v. Chr. war Crassus auf einem Feldzug gegen die Parther ums Leben gekommen. Gleichzeitig hatte sich Pompeius dem Senat angenähert, da ihm sein einstiger Juniorpartner Caesar zu mächtig geworden war. Das erste Triumvirat existierte nicht mehr. Caesar hatte am Ende seines Prokonsulats keine politische Basis mehr in Rom und musste fürchten, vom Senat, der auf die militärische Macht und Fähigkeit des Pompeius setzte, zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Wie Caesar selbst zugab, schritt er, allein um seine dignitas, seine Würde, zu wahren, zum Staatsstreich. Trotz des Verbots, gegen den Willen des Senats Militär nach Italien zu bringen, überquerte er am 10. Januar 49 v. Chr. mit einer Legion von 5.000 Mann den Grenzfluss Rubikon. Bei dieser Gelegenheit soll Caesar den berühmten Ausspruch alea iacta est („der Würfel ist gefallen“) von sich gegeben haben (vgl. Suet. Caes. 32). Vermutlich hat jedoch der gebildete Caesar diesen Ausspruch auf Griechisch getan, es handelt sich nämlich um ein auf den griechischen Komödiendichter Menander zurückgehendes Sprichwort (anerriphtho kybos – „Hoch sei der Würfel geworfen!“) – der dann auch durchaus anders zu interpretieren wäre. Ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen, erreichte Caesar Rom; Pompeius und große Teile des Senats flohen nach Griechenland.
Im Jahre 48 v. Chr. wurde Caesar erneut zum Konsul gewählt und zog daraufhin gegen Pompeius, den er in der Schlacht bei Pharsalos in Griechenland schlug. Pompeius floh nach Ägypten, wo er auf Befehl des Königs Ptolemaios XIII. ermordet wurde. Caesar folgte Pompeius und begegnete in Alexandria der jungen Königin Kleopatra, Ptolemaios' Schwester und Mitregentin. Dies war der Beginn einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung, die in der Folgezeit noch für viel Unruhe sorgen sollte.
Es folgen noch zwei Feldzüge: In der Entscheidungsschlacht im Afrikanischen Krieg besiegte Caesar am 6. April 46 v. Chr. bei Thapsus in Nordafrika republikanische Senatstruppen unter Metellus Scipio und Cato dem Jüngeren. Im Hispanischen Krieg fiel die Entscheidung im Jahr 45 v. Chr. in der Schlacht bei Munda gegen die Söhne des Pompeius.
Diktatur
Bereits vor dem endgültigen Erlangen der Alleinherrschaft in Rom entfaltete Caesar eine umfangreiche Gesetzestätigkeit (Leges Iuliae), um das römische Staatswesen grundlegend zu reformieren. Er plante eine Kodifizierung und Überarbeitung der Gesetze, die Anlage einer umfangreichen Bibliothek und die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe. Zudem führte er mit dem nach ihm benannten julianischen Kalender einen verbesserten Kalender ein.
Schon nach seiner Rückkehr aus Ägypten im Jahre 46 v. Chr. hatte Caesar sich zum Diktator auf 10 Jahre ernennen lassen. Nach seinem letzten militärischen Erfolg in Spanien wurde er vom Senat zum dictator perpetuus (Diktator auf Lebenszeit), ernannt. Insbesondere dieser letzte, nicht verfassungskonforme Titel erweckte den Verdacht, dass Caesar nach der Königswürde greifen wolle.
Die Frage, ob Caesar wirklich den Titel eines Königs anstrebte oder sich mit der Diktatur begnügen wollte, beschäftigt die Historiker bis heute. Sicher ist, dass seine Stellung königsgleich war, er aber keinen Weg fand, mit Zustimmung der Römer die Monarchie einzuführen. Wie um den toten Punkt zu überwinden, mutet seine Entscheidung zu einem großen Feldzug nach Osten an, auf dem die Parther unterworfen werden sollten. Inzwischen hatte sich im Senat eine Verschwörergruppe gegen Caesar gebildet.
Parther
Tod
Caesar wurde an den Iden des März (15. März) 44 v. Chr. von den Verschwörern um Marcus Iunius Brutus während einer Senatssitzung erstochen. Dabei soll Caesar auf Griechisch seine berühmten letzten Worte an Brutus, dem er trotz aller politischen Unterschiede eine Art väterlicher Freund gewesen war, gerichtet haben: καὶ σὺ τέκνον (kaì sy téknon, „Auch Du, mein Sohn“). Tatsächlich waren aber seine Verletzungen durch zahlreiche Dolchstiche vermutlich so schwer, dass er überhaupt nichts mehr sagen konnte (vgl. Suet. Caes. 82, der beide Versionen liefert). (Das geläufigere "Et tu, Brute?" ("Auch Du, (oh) Brutus?") findet sich übrigens erst bei Shakespeare.) Cicero, politisch ein Gegner Caesars, aber an der Verschwörung nicht beteiligt, war Zeuge der Tat und schrieb später in einem Brief an seinen Freund Atticus, dies sei das gerechte Ende eines Tyrannen gewesen (vgl. Cic. Att. 14,4). Den Mord an Caesar bezeichnet man darum auch als Tyrannenmord.
Nach Caesar
Dem Tod Caesars folgten weitere Bürgerkriege, die bis zum Jahr 31 v. Chr. dauern sollten. Zunächst besiegten Marcus Antonius (Caesars Mitkonsul 44 v. Chr.) und Caesars Großneffe und (durch Testament) Adoptivsohn Octavian die Verschwörer und bildeten mit dem General Marcus Aemilius Lepidus das 2. Triumvirat.
Anschließend schaltete Octavian seine Mitstreiter als Konkurrenten um die Macht aus und war ab 31 v. Chr. Alleinherrscher in Rom. Er vermied jeden Anschein, eine Monarchie errichten zu wollen, sprach sogar von der „Wiederherstellung der Republik“ und nannte sich bescheiden „princeps“, erster Bürger. Tatsächlich aber behielt er alle wichtigen Schalthebel der Macht in seiner Hand. Unter dem Ehrennamen Augustus, der Erhabene, der ihm vom Senat verliehen wurde, begründete er das Römische Kaiserreich (Prinzipat) und trug die Römische Republik endgültig zu Grabe.
Bereits zu Beginn des 2. Triumvirats wurde Caesar als Divus Julius zum offiziellen Gott erhoben. Octavian bezeichnete sich seitdem als Divi filius („Sohn des Göttlichen“) und weihte den Tempel des Divus Iulius auf dem Forum Romanum 29 v. Chr. ein.
Caesar als Schriftsteller
Forum Romanum
Caesar verfasste über seinen Feldzug in Gallien in sieben Büchern die Commentarii de bello Gallico, (Kommentare über den Gallischen Krieg), denen die jährlich abgefassten Dienstberichte an den Senat zugrundeliegen. Die Commentarii sind bis heute wegen ihrer einfachen und klaren Sprache (der Wortschatz beschränkt sich auf etwa 1300 Wörter) ein Standardwerk für die Anfangslektüre im schulischen Lateinunterricht. Caesar beschreibt in dem Werk anschaulich die Schlachten und Intrigen während der neun Jahre, in denen er die Heere der gallischen Stämme vernichtete, die Widerstand leisteten. Von Interesse sind zudem die zahlreichen Bemerkungen zu den Lebensverhältnissen der Gallier, Germanen und Britannier. Ein achtes Buch über das letzte Kriegsjahr stammt nicht mehr von Caesar, sondern von Aulus Hirtius.
Lateinschüler lernen häufig den berühmten ersten Satz des Bellum Gallicum auswendig; dieser Satz ist somit zum Allgemeingut der altsprachlich gebildeten Öffentlichkeit geworden. Er lautet: Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui ipsorum lingua Celtae nostra Galli appellantur. In dem Satz beschreibt Caesar das Gallien seiner Zeit: „Gallien ist im ganzen unterteilt in drei Teile, von denen der eine von den Belgiern bewohnt wird, der zweite von den Aquitanern, und der dritte von denen, die in ihrer eigenen Sprache Kelten, in unserer "Gallier" genannt werden.“
Die Abfassung und Publikation der Commentarii – sie wurden vermutlich nicht jahrweise herausgegeben, sondern als einheitlich verfasstes Gesamtwerk nach Ende seiner Amtszeit in Gallien – dienten vornehmlich der Rechtfertigung von Caesars Feldzügen und damit der Verteidigung seiner Maßnahmen während seiner Amtszeit gegenüber seinen zahlreichen Kritikern im römischen Senat.
Außerdem verfasste Caesar noch ein Werk über die erste Phase des Bürgerkrieges, die Schrift De bello civili. Einige kleinere historische Schriften, die spätere Phasen des Bürgerkriegs behandeln und im Zusammenhang mit dem Bellum civile überliefert sind, stammen nicht von Caesar; die Verfasser dieser sogenannten „kleinen bella“ sind unbekannt.
Alle übrigen Schriften Caesars sind verloren.
Sonstiges
Der Name „Caesar“
Nach dem römischen Schriftsteller Plinius leitet sich der Name "Caesar" vom Partizip Perfekt des lateinischen Wortes caedere ("ausschneiden"), caesus ("geschnitten"), ab. Im Kontext des römischen Gesetzes lex regia oder lex caesarea, nachdem schwangeren Frauen, die während der Geburt verstarben, das Kind aus dem Leib geschnitten werden sollte, wird der Name als "der aus dem Mutterleib Geschnittene" interpretiert. Dies hat allerdings nichts mit einem heutigen Kaiserschnitt zu tun, denn dieser Eingriff hatte weniger das Ziel, das Kind zu retten, als vielmehr es getrennt von der Mutter begraben zu können. Es wäre dann anzunehmen, dass ein früher Vorfahre Gaius Iulius Caesars mit einem solchen Eingriff in Verbindung stand und sich daraus der Name ableitet.
Eine andere These geht davon aus, dass der Name Caesar mit dem verloren gegangenen karthagischen Wort für Elefanten in Zusammenhang steht. Einer von Caesars Vorfahren hat sich demnach in den punischen Kriegen diesen Beinamen verdient. Dafür spricht, dass Caesars Wappentier der Elefant ist, der auch auf den Rückseiten der mit seinem Gesicht geprägten Münzen abgebildet ist.
Beide Etymologien sind umstritten, zu zwei weiteren Erklärungen vgl. Hans Georg Gundel, Art. "Caesar", in: Der Kleine Pauly 1 (1964) Sp. 996 f.
Das Suffix -ar- ist im lateinischen Namenskontext ansonsten völlig unbekannt. Es ist zudem möglich, dass das gesamte Cognomen "Caesar" überhaupt nicht lateinischen Ursprunges ist.
Das "C" wurde im Lateinischen zu Caesars Zeit übrigens wie "K" im deutschen [] ausgesprochen, das "ae" als [], nicht als [] "ä" (ebenso "oe" als [], nicht als [] "ö"). Daraus ergibt sich die folgende Aussprache des Wortes Caesar: [] "Kaisar" und nicht wie im Sprachgebrauch üblich [] "Zäsar". Trotzdem wird diese Ausspracheform in der Geschichtsschreibung beibehalten, weil sie sich eingebürgert hat.
Zur Schreibung des Vornamens als Caius siehe den Artikel Gaius.
Der Titel Caesar
Der Titel Caesar war seit Augustus Teil des Namens und der Titulatur der römischen Herrscher. Seit der Zeit Kaiser Hadrians war Caesar der Titel des Zweiten in der Hierarchie, des designierten Nachfolgers des "Augustus" titulierten Kaisers.
Leicht variiert wurde er in vielen Sprachen ein Titel des Herrschers. Das deutsche Kaiser und das slawische Zar sind von "Caesar" abgeleitet.
Caesarchiffre
Die Caesarchiffre ist ein einfaches Text-Verschlüsselungsverfahren, welches von Caesar benutzt worden sein soll. Dabei werden Buchstaben aus dem Klartext durch einen Buchstaben ersetzt, der eine bestimmte Anzahl, zum Beispiel 3, Stellen später im Alphabet steht.
Caesar in den Künsten
Zahlreiche Künstler und Schriftsteller haben Caesar als Thema von Bildern, Dramen und Romanen gewählt.
Am bekanntesten dürfte das Theaterstück William Shakespeares sein, siehe Julius Cäsar.
Georg Friedrich Händel komponierte eine Oper Giulio Cesare.
Von den zahlreichen Romanen, deren Hauptfigur Caesar ist (siehe [http://www.hist-rom.de/themen/caesar.html]), seien genannt:
- Bertolt Brecht schrieb einen Fragment gebliebenen Roman Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar (veröffentlicht 1957), in dem er sehr lebendig und eventuell etwas frei am Beispiel der Catilina-Affäre die politischen Intrigen der damaligen Zeit beschreibt.
- Thornton Wilder verfasste mit The Ides of March (1948; deutsch: Die Iden des März) eine fiktive Quellensammlung, die Caesars Diktatur aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
- Mirko Jelusich veröffentlichte 1929 den Roman Caesar, in dem die Titelgestalt als stark idealisierte Führergestalt beschrieben wird.
Dem jüngeren Publikum dürfte Caesar vor allem durch die Asterix-Comics von Albert Uderzo und René Goscinny bekannt sein.
Julianischer Kalender
Im Jahre 46 v. Chr. führte Caesar anstelle des alten römischen Mondkalenders den aus Ägypten stammenden Sonnenkalender ein. Der nach ihm benannte Julianische Kalender galt in den katholischen Ländern bis ins 16. Jahrhundert, als er durch den genaueren Gregorianischen Kalender abgelöst wurde. Die meisten protestantischen Staaten behielten den Julianischen Kalender bis ins 18. Jahrhundert bei, Russland sogar bis 1918.
Juli
Nach Caesars Tod wurde sein Geburtsmonat, der mensis Quintilis, bis zur Reform fünfter Monat des römischen Kalenders, in mensis Iulius, dt. "Juli", umbenannt.
Zitate
- In einem Alpendorf hatte Caesar als Feldherr die Erkenntnis verkündet: Lieber hier der Erste sein als in Rom der Zweite.
- Veni, vidi, vici (Ich kam, ich sah, ich siegte). Ort des Zitates ist umstritten, es wird mit verschiedenen Gegebenheiten in Verbindung gebracht.
Werke
- Commentarii de bello Gallico (Kommentare über den Gallischen Krieg)
- Commentarii de bello civili (Kommentare über den Bürgerkrieg)
Literatur
Primärquellen
- Caesars commentarii, siehe oben
- Die (lateinische) Caesar-Biografie von Sueton
- Die (griechische) Caesar-Biografie von Plutarch
Sekundärliteratur
- Ernst Baltrusch: Caesar und Pompeius. Wiss. Buchges., Darmstadt 2004, ISBN 3-534-16490-3.
- Luciano Canfora: Caesar: der demokratische Diktator. Beck, München 2001. ISBN 3-406-46640-0
- Martin Jehne: Caesar. Beck, München, 2. Aufl. 2001, ISBN 3-406-41044-8.
- Manfred Clauss (Hg.): Die Römischen Kaiser. 55 historische Porträts von Caesar bis Iustinian, Beck, München 1997, ISBN 3-406-42727-8.
- Karl Christ: Caesar: Annäherungen an einen Diktator. Beck, München 1994. ISBN 3-406-38493-5
- Wolfgang Will: Julius Caesar: eine Bilanz. Kohlhammer, Stuttgart [und anderswo] 1992, ISBN 3-17-009978-7.
- Christian Meier: Caesar. Siedler, Berlin 1982. 4. Aufl. dtv, München 1997, ISBN 3-423-30593-2.
- Helga Gesche: Caesar. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1976. (Erträge der Forschung 51), ISBN 3-534-05333-8.
- Matthias Gelzer: Caesar: der Politiker und Staatsmann. Nachdruck der 6. Aufl. Steiner, Wiesbaden 1983, ISBN 3-515-03907-4 (zuerst 1921).
Weblinks
-
- [http://perseus.uchicago.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0002 Text von De bello Gallico (Latein und englische Übersetzung)]
- [http://perseus.uchicago.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0075 Text von De bello civili (Latein und englische Übersetzung)]
- [http://unx1.shsu.edu/~his_ncp/PluCaes.html Text der Caesar-Biographie Plutarchs (auf Englisch)]
- [http://perseus.uchicago.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0061%3Alife%3Djul. Text der Caesar-Biographie Suetons (Latein und englische Übersetzung)]
- [http://www.livius.org/caa-can/caesar/caesar00.html Caesar bei Livius.org (englisch)]
- [http://www.latein-pagina.de/iexplorer/caesar.htm Caesar: Über die Sitten der Britannen, Kelten und Germanen – illustrierter Text]
Siehe auch
- Julius Cäsar (Drama)
- Julius Cäsar (Film)
- Giulio Cesare (Oper)
- Caesars Asche (Überlieferungen)
- Clementia Caesaris (die politische Strategie der Vergebung)
- Carottas These (wie aus dem vergöttlichten Julius Caesar Jesus Christus wurde)
- Portal und Themenliste Rom
- Cäsarismus
Caesar, Gaius Julius
Caesar, Gaius Julius
Caesar, Gaius Julius
Caesar, Gaius Julius
Caesar, Gaius Julius
Caesar, Gaius Julius
Caesar, Gaius Julius
Caesar, Gaius Julius
Caesar, Gaius Julius
ja:ガイウス・ユリウス・カエサル
ko:율리우스 카이사르
simple:Julius Caesar
45 v. Chr.
- erstmalige prägung der Quinarius aureus
Politik und Weltgeschehen
- In der Schlacht von Munda/Hispanien besiegt der römische Diktator Gaius Iulius Caesar die Söhne des Pompeius
- Thrakien wird römische Provinz
- Gaius Iulius Caesar wird Alleinherrscher im Römischen Reich (Diktator auf Lebenszeit)
- Wang Mang, chinesischer Kaiser
- Titus Labienus, römischer Feldherr ( - um 100 v. Chr.)
- Gnaeus Pompeius der Jüngere, römischer Feldherr, Politiker ( - um 78 v. Chr.)
- Tullia, die Tochter Ciceros
ko:기원전 45년
nb:45 f.Kr.
220 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
- Marcus Pacuvius, römischer Tragödiendichter († 130 v. Chr.)
Gestorben
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2-0220
179 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
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Gestorben
-
7-0179
MassinissaMassinissa, auch als Masinissa bezeichnet, ( - 238 v. Chr.; † 149 v. Chr.) war zuerst König der Massylier oder östlichen Numider und sodann König von ganz Numidien (201 bis 149 v. Chr). Von 213 bis 206 v. Chr. war er mit Karthago im Bunde, paktierte dann jedoch mit den Römern. Er zählte am Ende zu den schärfsten Gegnern der Punier.
Massinissa wurde als Sohn des Fürsten Gaia des Stammes der Massyler geboren. Er verlebte seine Jugendzeit in Karthago und verlobte sich hier mit Sophonisbe, einer Tochter des Hasdrubal, des Sohns Gisgos. Der Massyler wurde in Karthago erzogen und in den punischen Kriegstechniken geschult. Im Gerangel mit Syphax , dem König von Westnumidien, um die Herrschaft in Numidien verbündete sich Massinissa während des 2. Punischen Krieges (218 bis 201 v. Chr.) zunächst mit Karthago.
An den Kämpfen der Karthager teilnehmend, griff er den auf römischer Seite stehenden Syphax, den mächtigen König der Massäsylier oder westlichen Numider, in Gemeinschaft mit einem karthagischen Heer unter Hasdrubal an und zwang ihn zum Frieden mit Karthago.
Hierauf setzte er 212 v. Chr. mit Hasdrubal nach Spanien über, wo er mit seinen numidischen Reitern viel zur Besiegung der Römer unter den Brüdern Publius Cornelius Scipio und Gnaeus Cornelius Scipio Calvus beitrug. Er nahm auch in den folgenden Jahren auf Seiten der Karthager an dem Krieg in Spanien teil.
Als aber das Kriegsglück sich zugunsten der Römer wandte, schwenkte er auf deren Seite über, nicht zuletzt auch dadurch gereizt, dass Hasdrubal, seine Tochter Sophonisbe aus politischem Kalkül mit seinem Erzrivalen Syphax verheiratet hatte. Massinissa war dieses Torts wegen zutiefst gekränkt. Er unterstützte nun Rom im Kampf gegen Karthago, belieferte die römischen Streitmacht mit Getreide, Soldaten und Kriegselefanten. Er wurde aber, nachdem er nach Afrika zurückgekehrt war, von Syphax geschlagen und aus Ostnumidien vertrieben. Als Scipio der Ältere 204 v. Chr. in Afrika landete, konnte sich der Numider nur als Flüchtling bei ihm einfinden.
Massinissa leistete indes den Römern in den Kämpfen wichtige Dienste; namentlich trug er bei dem Überfall, durch welchen 203 v. Chr. die entgegenstehenden zwei feindlichen Heere des Hasdrubal Gisgo und Königs Syphax vernichtet wurden, wesentlich zum Sieg bei. Zusammen mit Laelius machte Massinissa noch im selben Jahr einen Einfall in das Reich des Syphax, bei welchem dieser am Ende 202 v. Chr. völlig besiegt und gefangen genommen wurde. Als dabei Sophonisbe als Siegesbeute in seine Hände fiel, vermählte er sich sofort mit ihr. Weil aber Scipio ihre Auslieferung verlangte, reichte er ihr selbst den Giftbecher.
Mit römischer Hilfe hatte er sich nun gegen seinen Konkurrenten Syphax durchgesetzt. Im Frieden mit Rom musste Karthago Massinissa als König von ganz Numidien anerkennen und Gebiete in Tripolitanien abtreten. Als Belohnung für die geleisteten Dienste erhielt er das Reich des Syphax zu dem seinigen hinzu; auch das Medjerda-Tal (der Fluss hieß damals Bagradas) wurde der punischen Herrschaft entrissen. Hauptstadt Numidiens wurde Cirta, das heutige Constantine in Algerien.
Außerdem wurde in dem Friedensdiktat den Karthagern 201 v. Chr. die Verpflichtung auferlegt, dem Verbündeten Massinissa alles zurückzuerstatten, was ihm oder seinen Vorfahren jemals von ihnen entrissen worden. Diese Bestimmung wurde von Numidiens Herrscher während seiner langen Regierung mit der rücksichtslosesten Härte benutzt, um den Karthagern, welchen daneben verboten worden war, ohne Erlaubnis der Römer irgend einen Krieg anzufangen, einen Teil ihres Gebiets nach dem andern zu entreißen. Zugleich nährte und steigerte Roms Verbündeter die Parteinahmen für ihn in der Stadt. Es gab dort drei Parteien, die sich unablässig untereinander befehdeten: eine römisch gesinnte, eine im Dienste des Massinissa stehende und eine Volkspartei. Massinissa, der den Karthagern von den Römern als Aufpasser an die Seite gesetzt war, nahm den Unterlegenen im Vertrauen auf seine Schutzherren permanent Stück um Stück ihres Gebiets ab.
Vergebens suchten die Karthager Schutz bei den Römern; diese trafen entweder keine oder eine den Karthagern ungünstige Entscheidung. 151 v. Chr. wurde die Partei Massinissas von den Karthagern aus der Stadt vertrieben und sie griffen schließlich 150 v. Chr. zu den Waffen. Das Heer ihres Feldherrn Hasdrubal wurde jedoch von Massinissa völlig geschlagen. Der Feldherr musste einen Vertrag eingehen, in welchem er sich für die Karthager verpflichtete, auf alles streitige Gebiet zu verzichten und 5.000 Talente zu bezahlen; der Rest seines Heers musste ohne Waffen abziehen, wurde aber auf dem Weg von Gulussa, dem Sohn Massinissas, überfallen und großenteils niedergemacht.
Als jedoch die Römer den Vertragsbruch Karthagos benutzten, um diesem den dritten Punischen Krieg zu erklären, erkannte Massinissa zu spät, dass er in seinem Hass gegen Karthago bloß Roms Übermacht gefördert habe zum Nachteil seines eigenen Reichs. Er unterstützte die Römer nur widerwillig, starb aber schon bei Beginn des Kriegs 149 v. Chr., 90 Jahre alt. Nachfolger wurde sein Sohn Micipsa. Das Numiderreich wurde kurze Zeit später durch den jüngeren Scipio der Jüngere unter die Königssöhne Micipsa, Gulussa und Mastanabal verteilt.
Literatur
- Storm, Elfriede: Massinissa : Numidien im Aufbruch. Stuttgart 2001.
Kategorie:Mann
Kategorie:König (Numidien)
Kategorie:Kriege Roms
Kategorie:Karthago
ja:マシニッサ
NumidienNumidien; Landschaft in Nordafrika, die weite Teile der heutigen Staaten Tunesien und Algerien umfasst.
Herrscher:
- Massinissa 201-148 v. Chr.
- Micipsa 148-118 v. Chr.
- Adherbal 118-112 v. Chr.
- Hiempsal 118-117 v. Chr.
- Jugurtha 112-105 v. Chr.
- Gauda 105- v. Chr.
- Iuba I. 60-46 v. Chr.
Numidien wurde in der Antike vom Berbervolk der Numider bewohnt. Durch den Aufstieg von Karthago wurden die Numider von den Küstengebieten abgedrängt. Erst am Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. kam es, während des 2. Punischen Kriegs, unter Massinissa zur Bildung des Königreichs Numidien, welches das Hinterland von Karthago beherrschte und im Westen an das Königreich Mauretanien angrenzte.
Nach dem Tod seines Sohnes Micipsa wurde das Reich von den Römern unter den Söhnen Adherbal und Hiempsal sowie Jugurtha geteilt. Dies führte zu heftigen Machtkämpfen und zu Kriegen mit der Römischen Republik (Jugurthinischer Krieg). Während des 1. Jahrhunderts v. Chr. stand Numidien unter römischer Vorherrschaft.
Der letzte numidische König Iuba I. (60-46 v. Chr.) griff auf der Seite von Pompeius in den Römischen Bürgerkrieg ein, wurde aber von Caesar 46 v. Chr. in der Schlacht bei Thapsus besiegt und beging Selbstmord. Numidien wurde als Provinz in das Römische Reich eingegliedert.
Siehe auch
- Titularbistum Germania in Numidia
Literatur
- Die Numider : Reiter u. Könige nördlich der Sahara (Katalog zur Ausstellung in Bonn 1979/1980)
Kategorie:Historisches Territorium
Kategorie:Maghreb
Kategorie:Geschichte (Algerien)
Kategorie:Geschichte Tunesiens
ja:ヌミディア
Kategorie:Jahr (3. Jh. v. Chr.)00-07
Kategorie:3. Jahrhundert v. Chr.
ja:Category:紀元前3世紀
John RinglingJohn Ringling (May 31, 1866 - December 2, 1936) was the most well-known and the most successful of the Ringling brothers, who merged the Barnum & Bailey Circus with their own Ringling Brothers Circus to create a virtual monopoly of traveling circuses and helped shape the circus into what it is today.
Early circus life
John was born in McGregor, Iowa, the fifth of seven sons of German immigrants, farmer August and Marie Salomé (Juliar) Ringling (the original family name was “Ruengling”). Five of those sons teamed together to build their circus empire.
The Ringlings started their own show in 1870, the “The Ringling Bros. United Monster Shows, Great Double Circus, Royal European Menagerie, Museum, Caravan, and Congress of Trained Animals”, charging a penny for admission. In 1882, it was known as “The Ringling Bros. Classic and Comic Concert Company”. In 1884, they formed the “Yankee Robinson and Ringling Bros. Circus” (the only time they accepted second billing).
By 1889 the circus was large enough to travel on railroad cars, rather than animal-drawn wagons. Admission was now 50 cents for adults and 25 cents for children.
In 1905, John married Mable Burton. In 1907, the brothers bought the Barnum & Bailey circus for $400,000 and ran the two circuses as separate entities for a few years. John worked the circus with his brothers, declaring "We divided the work; but stood together."
Building the circus empire
His brother Otto unexpected died in 1911 and Al died in 1916. It was soon apparent that running two circuses was more than the remaining brothers could handle. So on March 29, 1919, the Ringling Brothers and Barnum & Bailey Circus debuted at Madison Square Garden in New York City. The posters declared, "The Ringling Bros. World's Greatest Shows and the Barnum & Bailey Greatest Show on Earth are now combined into one record-breaking giant of all exhibitions."
Alf T. died in 1919 and Charles died in 1926, leaving John by himself to manage the empire.
In 1927 Ringling moved the winter headquarters to Sarasota, Florida, where he and his wife had been spending winters since 1909 and where he had built a 30-room Italian renaissance mansion. He was instrumental in the modern development of the Sarasota. He soon became one of the richest men in the world. His circus travels took him all over Europe, and he started a collection of fine Baroque art. He also acquired a large collection of work by Peter Paul Rubens.
In 1929, Ringling shocked the entertainment world by buying the American Circus Corporation (consisting of the Sells-Floto Circus, the Hagenbeck-Wallace Circus, the John Robinson Circus, the Sparks Circus. and the Al. G. Barnes Circus) for $2 million. With that acquisition, Ringling owned virtually every traveling circus in America
Decline in later life
Ringling’s health soon began to fail and the Great Depression (which began almost as soon as he acquired the American Circus Corporation) dealt a severe financial blow to the Ringling empire. He lost virtually his entire fortune, but was able to retain his home and his extensive art collection. His wife, Mable, had died in June, 1929 and although he remarried a year later, his second marriage was not a happy one. Ringling was voted out of control of the business in 1932 and Sam Gumpertz was placed in charge of the corporation.
John Ringling died on December 2, 1936. At his death, he willed his house and his entire art collection to the state of Florida. It is now the home of The John and Mable Ringling Museum of Art and offers visitors a glimpse into the lifestyle of the Roaring 20s. Another of John’s legacies is the Ringling School of Art and Design.
After his death, the circus was operated by his nephew, John Ringling North, who sold the circus to the Feld family in 1967.
The Ringling Circus Brothers
- Albert Ringling (1852-1916)
- August (Otto) Ringling (1854-1907)
- Alfred T. Ringling (1862-1919)
- Charles Ringling (1864-1926)
- John Ringling (1866-1936)
- Henry Ringling
- A. G. ("Gus") Ringling
External links
[http://www.ringling.org The John and Mable Ringling Museum of Art]
Ringling, John
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