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| 240er V. Chr. |
240er v. Chr.
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Ereignisse
- Ende des Ersten Punischen Krieges (264 - 241 v. Chr.) durch den Seesieg in der Schlacht bei den Ägatischen Inseln. Da in dieser Schlacht die karthagische Flotte, auf der die Macht Karthagos beruhte, zerstört wurde, musste Karthago kapitulieren.
- 247 v. Chr. - Qin Shi Huangdi besteigt als 13jähriger den Thron der chinesischen Provinz Qin, später wird er der erste chinesische Kaiser.
00-0240
1. Jahrtausend v. Chr.
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Epochen
- 800 v. Chr.: In Mitteleuropa endet die Bronzezeit und es beginnt die ältere Eisenzeit, die so genannte Hallstattzeit.
- 400 v. Chr.: In Mitteleuropa endet die ältere Eisenzeit und die jüngere Eisenzeit beginnt, die so genannte La-Tène-Zeit (bis ca. 30/15 v. Chr.).
Ereignisse
- um 1000 v. Chr.: Die Iberer treten erstmals in Erscheinung.
- um 1000 v. Chr.: Anfänge der etruskischen Hochkultur, um 800 v. Chr. Ausbreitung, um 600 v. Chr. Blütezeit.
- 753 v. Chr.: Gründung Roms, der ewigen Stadt.
- um 600 v. Chr.: Beginn des Römischen Reichs.
- um 500 v. Chr.: Die Altaisprachen bilden sich.
- um 500 v. Chr.: gewann (mit der Mantik einhergehend) der Glaube Gestalt, das Individualschicksal sei mit Hilfe des Horoskops ablesbar.
- um 500 v. Chr.: Der Buddhismus entwickelt sich.
- um 500 v. Chr.: Die Kelten dringen in Nordspanien ein.
- um 400 v. Chr.: Der griechische Philosoph Demokrit macht sich Gedanken über den Aufbau der Materie – er schuf den Begriff Atom.
- 214 v. Chr. lässt der chinesische Kaiser Qin Shi Huangdi die ersten zusammenhängenden Teile der chinesischen Mauer errichten
- um 200 v. Chr.: Die Kelten erreichten ihre größte Ausbreitung.
- Das Alte Testament wird geschrieben.
- Zum Landkrieg kam, im Zuge der Entwicklung der Seefahrt, auch der Seekrieg.
- In der Zhou-Dynastie (etwa 1045 bis 256 v. Chr.) wird in China die Herstellung von Gusseisen beherrscht.
Wichtige Persönlichkeiten
- vermutlich 8. Jh. v. Chr.: Homer, griechischer Dichter
- 6./5. Jh. v. Chr.: Konfuzius, chinesischer Philosoph
- 6. Jh. v. Chr.: Kyros II., Gründer des Persischen Reiches
- 6./5. Jh. v. Chr.: Buddha, Philosoph aus Süd-Nepal/Nord-Indien
- 5./4. Jh. v. Chr.: Hippokrates, griechischer Arzt
- 4. Jh. v. Chr.: Platon, griechischer Philosoph
- 4. Jh. v. Chr.: Aristoteles, griechischer Philosoph
- 4. Jh. v. Chr.: Alexander der Große, mazedonischer König und Feldherr
- 3. Jh. v. Chr.: Archimedes, griechischer Mathematiker
- 3. Jh. v. Chr.: Qin Shi Huangdi, Gründer des Kaiserreichs China und Errichter der chinesischen Mauer
- 3./2. Jh. v. Chr.: Hannibal, karthagischer Feldherr
- 1. Jh. v. Chr.: Gaius Julius Cäsar, römischer Staatsmann und Feldherr
09
ja:紀元前1千年紀
3. Jahrhundert v. Chr.
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Das 3. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 300 v. Chr. und endete am 31. Dezember 201 v. Chr..
Zeitalter/Epoche
Ereignisse/Entwicklungen
- Die möglicherweise aus der Mandschurei stammenden, mongoliden Hsiung-nu lassen sich in der heutigen Mongolei als Reiter- und Viehzuchtnomaden nieder.
- Bordeaux wird als römische Siedlung unter dem Namen Burdigala gegründet.
- 279 v. Chr. - Kelten dringen in Griechenland ein und plündern das Heiligtum von Delphi.
- 279 v. Chr. - König Pyrrhus von Epirus (318 v. Chr.-272 v. Chr.) siegt in der Schlacht bei Asculum (der sog. Pyrrhussieg).
- 273 v. Chr. - Erster Gesandtschaftsaustausch zwischen Alexandria und Rom.
- 267 v. Chr.-261 v. Chr. - Chremonideischer Krieg; Niedergang der ptolemäischen Seeherrschaft in der Ägäis.
- 264 v. Chr.-241 v. Chr. - Erster Punischer Krieg zwischen Römern und Karthago.
- 253 v. Chr. - In Pataliputra (heute Patna) findet, unter der Schirmherrschaft des Königs Ashoka und dem Vorsitz des Mönchs Moggaliputta Tissa, das 3. Konzil der buddhistischen Mönchsgemeinschaft statt.
- um 250 v. Chr. - Eratosthenes bestimmt den Erdumfang.
- 227 v. Chr. - Der Koloss von Rhodos wird bei einem Erdbeben zerstört. (nach anderen Angaben 226 bzw. 224 v. Chr.)
- 225 v. Chr. - 222 v. Chr. Rom kämpft gegen Kelten, Landgewinnung am Po
- 221 v. Chr. eint Qin Shi Huangdi rivalisierende Dynastien zum Kaiserreich China und wird damit erster Kaiser Chinas.
- 221 v. Chr. - 207 v. Chr. - In der Qin-Dynastie werden in China Maße und Gewichte vereinheitlicht.
- 218 v. Chr.-201 v. Chr. - Zweiter Punischer Krieg zwischen Römern und Karthago beginnt mit Hannibals Zug über die Alpen nach Italien.
- 217 v. Chr. - Ptolemaios IV. besiegt mit Hilfe einheimischer Ägypter die Truppen des Seleukiden Antiochos III..
- 202 v. Chr. Niederlage Karthagos gegen Rom in der Schlacht von Zama
Persönlichkeiten
Geboren
- 287 v. Chr. - Archimedes von Syrakus, bedeutender griechischer Mathematiker, Physiker und Ingenieur († 212 v. Chr.).
- 284 v. Chr. - Eratosthenes von Kyrene, griechischer Universalgelehrter und Direktor der Bibliothek von Alexandria († 202 v. Chr.).
- 265 oder 262 v. Chr. - Apollonios von Perge, griechischer Mathematiker (†200/190 v. Chr.).
- 259 v. Chr. - Qin Shi Huangdi, Begründer des chinesischen Kaiserreichs und Errichter der chinesischen Mauer (†210 v. Chr.).
- 257 v. Chr. - Aristophanes von Byzanz, griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria († 180 v. Chr.).
- 250 v. Chr. - Marcus Iurius Binecius, römischer Widerstandskämpfer und Verfechter rein römischer Kultur († 198 v. Chr.).
- 247 v. Chr. - Hannibal, karthagischer Feldherr († 183 v. Chr.).
- 236 v. Chr. - Scipio Africanus Major, römischer Feldherr und Staatsmann († 183 v. Chr.).
- 234 v. Chr. - Marcus Porcius Cato, genannt Cato der Ältere, römischer Feldherr, Historiker und Politiker († 149 v. Chr.).
- 217 v. Chr. - Aristarchos von Samothrake, griechischer Historiker und Direktor der Bibliothek von Alexandria († 145 v. Chr.).
- 208 v. Chr. - Polybios, griechischer Historiker († 120 v. Chr.).
Gestorben
- 289 v. Chr. - Mengzi, chinesischer Philosoph ( - 371 v. Chr.)
- 272 v. Chr. - Pyrrhus, König von Epirus ( - 318 v. Chr.)
- um 270 v. Chr. - Epikur, griechischer Philosoph ( - um 341 v. Chr.)
- um 270 v. Chr. - Euklid von Alexandria, griechischer Mathematiker ( - um 340 v. Chr.)
- 260 v. Chr. - Zenodotos, griechischer Philologe, erster Direktor der Bibliothek von Alexandria ( - um 325 v. Chr.).
- um 240 v. Chr. - Kallimachos von Kyrene, griechischer Schriftsteller und Gelehrter ( - um 305 v. Chr.).
- 230 v. Chr. - Aristarchos von Samos, griechischer Astronom ( - um 325 v. Chr.).
- 212 v. Chr.- Archimedes, griechischer Mathematiker, Physiker und Ingenieur ( - um 287 v. Chr.).
- 211 v. Chr.- Publius Cornelius Scipio, römischer Feldherr und Staatsmann.
Erfindungen und Entdeckungen
- der chinesische Kaiser Qin Shi Huangdi beginnt den Bau der chinesischen Mauer.
- der griechische Ingenieur Ktesibios entwickelt Federkatapulte, Kolbenspritzen, Wasseruhren mit Zahnradgetriebe und Wasserorgeln.
- Errichtung des Koloss von Rhodos, einer Statue des Sonnengottes Helios an der Hafeneinfahrt von Rhodos, eines der sieben Weltwunder
- Sostratos von Kniddos erbaut den Leuchtturm von Pharos, eines der sieben Weltwunder (299 v. Chr - 279 v. Chr.).
- Archimedes von Syrakus stellt die Hebelgesetze auf, entwickelt den Flaschenzug, findet das Gesetz des hydrostatischen Auftriebs und formuliert den Begriff des spezifischen Gewichts.
Die einzelnen Jahre
00-03
ja:紀元前3世紀
ko:기원전 3세기
270er v. Chr.
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Ereignisse
- 279 v. Chr. - Kelten dringen in Griechenland ein und plündern das Heiligtum von Delphi.
- 279 v. Chr. - König Pyrrhus von Epirus (318 v. Chr.-272 v. Chr.) siegt in der Schlacht bei Asculum (der sog. Pyrrhussieg).
Geboren
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Gestorben
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00-0270
250er v. Chr.
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Ereignisse
- 259 v. Chr. - Erster Punischer Krieg, die Römer erobern Korsika und Sardinien.
- 256 v. Chr. - In China wurde die Zhou-Dynastie durch die Besetzung der Hauptstadt durch die Armee des Staates Qin vernichtet. Der chinesische Staat Chu annektiert den chinesischen Staat Lu.
- 250 v. Chr. - Die Parther starten unter ihrem Anführer Arsakes die Angriffe auf die persischen Gebiete des Seleukidenreichs (Die Kämpfe dauern bis 238 v. Chr.).
- Der Grieche Archimedes (ca. 285 v. Chr. - 212 v. Chr.) formuliert das Hebelgesetz: Last x Lastarm = Kraft x Kraftarm.
Geboren
Gestorben
00-0250
230er v. Chr.
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Ereignisse
- Das Maurya-Reich ist auf dem Höhepunkt seiner Macht.
- 238 v. Chr. - Ptolemaios III. Euergetes von Ägypten führt mit seinem Dekret von Kanopus einen Schalttag für jedes vierte Kalender-Jahr ein. Der Schalttag ist der sechste Epagomen-Tag am Ende des Jahres. Nach einiger Zeit wird diese Regelung jedoch von der politisch erstarkten Priesterschaft wieder abgeschafft. Erst von Sosigenes von Alexandrien wurde diese (vernünftige) Regelung wieder aufgegriffen und für die ("Julianische") Kalenderreform Julius Caesars im Jahre 45 v. Chr. nutzbar gemacht.
00-0230
220er v. Chr.
- 226 v. Chr. - Der Ebro-Vertrag zwischen Rom und Karthago legt den Ebro als Grenzfluss zwischen ihren Interessensphären fest.
- 225 - 222 v. Chr. Keltenkrieg. Die Kelten fallen in Norditalien ein und werden durch die Römische Republik bekämpft. Siehe auch Schlacht bei Telamon.
- 221 v. Chr. eint Qin Shi Huangdi rivalisierende Dynastien zum Kaiserreich China und wird damit erster Kaiser Chinas.
- 227, 226 oder 224 v. Chr. stürzt der Koloss von Rhodos nach einem Erdbeben ein
249 v. Chr.
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Ereignisse
- Karthagischer Seesieg bei Drepana über Publius Claudius Pulcher.
Geboren
-
Gestorben
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4-0249
248 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
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Gestorben
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4-0248
247 v. Chr.
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Ereignisse
- Qin Shi Huangdi besteigt als 13jähriger den Thron der chinesischen Provinz Qin, später wird er der erste chinesische Kaiser
Geboren
- Hannibal, karthagischer Feldherr († 183 v. Chr.)
Gestorben
-
4-0247
246 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
-
Gestorben
- Antiochos II. Theos, Herrscher des Seleukidenreiches
4-0246
245 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
-
Gestorben
-
4-0245
243 v. Chr.
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Ereignisse
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Geboren
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Gestorben
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4-0243
241 v. Chr.
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Ereignisse
- Ende des Ersten Punischen Krieges, Sieg Roms über Karthago
- Gründung von Spoleto (Spoletium) durch die Römer
Geboren
-
Gestorben
-
4-0241
Erster Punischer KriegDer Erste Punische Krieg wurde zwischen Karthago und Rom von 264 bis 241 v. Chr. ausgetragen. Er war der erste der drei großen Kriege zwischen Karthago und dem Römischen Reich.
Kriegsschuldfrage
Das Römische Reich war seit dem Sieg über Pyrrhus wenige Jahre zuvor Herr über die gesamte italienische Halbinsel geworden und suchte nun nach weiteren Expansionsmöglichkeiten. Auf der anderen Seite stand Karthago, welches seit Jahrhunderten den Mittelmeerraum kontrollierte und die Herrschaft über die Inseln Korsika, Sardinien und große Teile Siziliens ausübte.
Welche Seite die Schuld am Ausbruch des Ersten Punischen Krieges trägt, war schon unter den antiken Autoren sehr umstritten. Der pro-römische Polybios stellt den angeblich imperialistischen Charakter der Karthager (= Punier) in den Vordergrund. Diese These ist aber sehr zweifelhaft, da sich die Größe des punischen Einflussgebietes in den letzten Jahrzehnten vor der Auseinandersetzung mit Rom nicht entscheidend verändert hatte. Zudem besaßen die Karthager selten große zusammenhängende Territorien, sondern übten für gewöhnlich eine indirekte Kontrolle über einzelne Küstenstädte aus, um den eigenen Handel zu fördern.
Eine andere antike Rechtfertigung war, dass die Römer einem Verbündeten - in diesem Fall den in Messina ansässigen Mamertinern - zur Hilfe kommen wollten. Bei diesen handelte es sich um einen ehemaligen italischen Söldnertrupp, der die Herrschaft über die Stadt gewonnen hatte, indem die ursprüngliche männliche Bevölkerung getötet oder vertrieben worden war. Später gerieten sie in einen regionalen Konflikt mit Syrakus, der wichtigsten Stadt der im Osten Siziliens lebenden Griechen. Der Herrscher von Syrakus war zu dieser Zeit Hieron II., welcher die Mamertiner militärisch in arge Bedrängnis brachte. Daraufhin nahmen diese schon 269 v. Chr. eine karthagische Besatzung in ihre Stadt auf, was den Vormarsch von Syrakus stoppte. Im Laufe der nächsten Jahre scheinen die Mamertiner ihrer neuen karthagischen Verbündeten aber überdrüssig geworden zu sein, weshalb sie 264 nun auch die Römer zur Hilfe riefen. Offiziell waren die römischen Verbündeten gegen Hieron gerichtet, tatsächlich aber half deren Vorhut sogleich, die karthagische Truppe in Messina zu beseitigen.
Laut dem pro-karthagischen Autoren Philinus war das Vorgehen der Römer illegal, da angeblich ein Vertrag zwischen Rom und Karthago bestand, dass die Grenze beider Interessensphären auf der Meerenge zwischen Italien und Sizilien läge. Demnach hätten die Römer also diesen Vertrag verletzt. Die Existenz diesen Schriftstückes ist aber äußerst zweifelhaft.
Die wahrscheinlichste Erklärung liegt in der gegenseitigen Habgierigkeit beider Seiten begründet: Rom sah durch den Hilferuf der Mamertiner eine Chance gegeben, einen Brückenkopf auf Sizilien zu gewinnen. Die Karthager versuchten zwar die Römer auf diplomatischem Wege zum Rückzug zu bewegen, waren aber andererseits auch nicht gewillt, diese auf der reichen Insel Sizilien zu dulden.
Kriegsverlauf
Von der Auseinandersetzung um Messana bis zur Seeschlacht von Mylai (264-260)
Die Karthager stellten den Römern ein Ultimatum, in dem sie den Rückzug der Truppen aus Messina forderten. Die Römer ließen die Frist aber verstreichen, und Karthago belagerte mit seinen Truppen und mit der Flotte die Stadt. Auf karthagischer Seite kämpfte konsequenterweise auch Hieron von Syrakus, welcher im Westen Siziliens keine weitere Macht dulden wollte. Der römische Consul Appius Claudius Caudex setzte mit seinen Truppen nach Sizilien über und errang mehrere Siege über die Truppen Hierons, wenn auch nicht gegen die Karthager selber. Bald stand er vor Syrakus. Er unterließ eine Erstürmung, weil er nicht die nötigen Kräfte hatte und zog sich zurück. 263 v. Chr. zog ein neues römisches Heer gegen die Stadt, woraufhin Hieron II. mit den Römern Frieden schloss. Die römischen Consuln Valerius Maximus und Otacilius Crassus schlossen das Kriegsjahr als Gewinner ab, weil es ihnen auch gelungen war, karthagische Verbündete auf Sizilien zum Übertritt zu veranlassen.
262 v. Chr. drangen vier Legionen gegen die Stadt Akragas (damals Agrigent) vor, die auf der Seite der Karthager stand. Die Stadt wurde nach langer Belagerung in der Schlacht von Agrigent erobert, und die Bewohner wurden in die Sklaverei verkauft. Die Karthager begannen 261 v. Chr., den Krieg auf die italienische Halbinsel zu tragen, indem sie die Küstenlandstriche plünderten und brandschatzten.
Die Römer erkannten, dass sie neben ihren Legionen auch eine Flotte benötigten, um die Karthager zu besiegen. Die erste Seeschlacht 260 v. Chr. bei den Liparischen Inseln verlief zwar für die Römer blamabel - ein Consul wurde gefangengenommen - doch die zweite Seeschlacht wurde siegreich beendet. Der Consul Gaius Duilius traf bei Mylae auf die Flotte des Hannibal Gisko. Die Römer hatten ihre Schiffe mit Enterbrücken (sog. Raben) und Enterhaken versehen und eroberten die karthagischen Schiffe im Nahkampf Mann gegen Mann. Die bisherige Praxis während einer Seeschlacht war, dass die Schiffe sich mit einem Rammsporn zu versenken suchten. Die Römer hatten den Seekrieg in einen „Landkrieg“ verändert. So glichen sie ihr geringes seemännisches Geschick aus. Der punische Kommandant entkam nach der Schlacht knapp der Gefangennahme.
Damit hatten sich die Gewichte zwischen den beiden Großmächten verschoben: Die vormals unangefochtete Seemacht Karthago sah sich einem ebenbürtigen Rivalen auf ihrem ureigenen Terrain gegenüber.
Von der Schlacht von Mylai bis zum Abzug Roms aus Afrika (260-255)
Der Consul Lucius Cornelius Scipio segelte 259 v. Chr. nach Korsika und eroberte die Insel. Die Karthager gaben danach weite Teile Sardiniens auf. Auf Sizilien griffen die Punier dagegen an und bedrängten die römischen Truppen. 258 v. Chr. befehligten die beiden Consuln des Jahres die Truppen auf Sizilien. Sie erlitten dabei Verluste im Kampf gegen die Karthager. Auf See schlugen sie die punische Flotte. Der karthagische Kommandant wurde wegen der Niederlage von seinen eigenen Landsleuten hingerichtet.
Die Kontrahenten nutzten das Jahr 256 v. Chr. dazu, ihre Flotten auszubauen. Die Römer wollten den Krieg nun nach Afrika verlagern. Die Karthager erfuhren davon und rüsteten sich zur Verteidigung. Bei Eknomon (Ecnomus) trafen die beiden Flotten aufeinander. Wieder wurden die Karthager besiegt. Die Punier boten den Römern Friedensgespräche an, doch die Römer lehnten ab. Wenig später landeten die römischen Truppen bei Aspis in Nordafrika. Sie sicherten den Stützpunkt und überwinterten hier mit einem Teil des Heeres. Die Karthager boten wieder Friedensverhandlungen an, doch der Consul Marcus Atilius Regulus stellte unannehmbare Forderungen.
Zu dieser Zeit traf in Karthago der Spartaner Xanthippos in Begleitung von griechischen Söldnern ein. Der erfahrene Söldnerführer beriet die Offiziere Karthagos und empfahl eine neue Taktik im Kampf gegen die römischen Legionen. Die Ratschläge wurden angenommen, und die Römer erlitten 255 v. Chr. bei Tynes eine vernichtende Niederlage, der Consul Regulus wurde gefangengenommen. Es gelang aber der römischen Flotte, die überlebenden Legionäre an Bord zu nehmen und damit vor der Gefangenschaft zu bewahren.
Es gab noch ein kleines Seegefecht bei Kap Bon, bei dem die Römer nur eine Handvoll Schiffe verloren. Doch bei der Weiterfahrt an der Südküste Siziliens versanken bei Kamarina über 300 römische Kriegsschiffe. Die Römer konnten wieder die Verluste ausgleichen, indem sie über 200 Schiffe binnen Jahresfrist bauten. Mit dem Rückzug aus Afrika war eine rasche Beendigung des Krieges aber unmöglich geworden. Die Entscheidung musste wiederum in Sizilien und auf See gesucht werden.
Vom Abzug aus Afrika bis zur Schlacht bei den Ägatischen Inseln (255-241)
254 v. Chr. griffen die beiden Consuln Gnaeus Cornelius Scipio Asina und Aulus Atilius Caiatinus Sizilien erfolgreich an. Mehrere Städte wurden im Norden und Süden der Insel erobert. Die Eroberung der Stadt Panormos war für die Römer besonders einträglich, weil es den besiegten Bewohnern erlaubt wurde, sich von der drohenden Versklavung freizukaufen. Rom erhielt von ihnen über 400 Talente Silber. 253 folgten weitere Angriffe auf Sizilien, und eine römische Flotte segelte wieder nach Nordafrika. Doch navigatorisches Unvermögen ließ die Römer umkehren. Bei der Rückfahrt gerieten die Schiffe in einen Sturm und weit über 100 Kriegsschiffe gingen unter.
Die Karthager waren in den letzten drei Jahren mit der Bekämpfung numidischer Stämme beschäftigt gewesen, so dass der Widerstand gegen Rom schwach ausfiel. Im Jahr 251 gingen sie jedoch wieder in die Offensive: Eine karthagische Armee mit über 30.000 Soldaten und mit über 150 Elefanten landete auf Sizilien. Doch der Angriff auf Panormos wurde abgeschlagen, und die Punier erlitten eine katastrophale Niederlage. Der karthagische Staatsgerichtshof ließ wenig später den eigenen Feldherrn wegen dieser Niederlage hinrichten.
Von 250 v. Chr. an wurde die sizilische Stadt Lilybaion zum umkämpften Hauptkriegsschauplatz. Die Römer griffen von See und Land die von Karthagern und deren keltischen und griechischen Söldnern gehaltene Stadt an. Während dieser Kämpfe verloren die Römer 249 v. Chr. zwei weitere Flotten in einer Schlacht, der Schlacht von Drepana, und in einem Sturm. Danach wurden weitere kostenspielige Flottenbauten in Rom bis auf Weiteres eingestellt.
Seit 247 übernahm in Sizilien Hamilkar Barkas den karthagischen Oberbefehl. Diesem gelang es im Laufe der nächsten Jahre durch schnelle Angriffe verlorenen Terrain zurückzugewinnen. Rom blieb somit nichts anderes übrig, als trotz leerer Staatskassen eine letzte Flotte aufzustellen. Deshalb finanzierte die römische Aristokratie diese aus Privatmitteln. Im Jahr 241 v. Chr. besiegte schließlich der Consul Lutatius Catulus bei den Ägatischen Inseln die punische Flotte entscheidend. Die Karthager baten nach dieser Niederlage um einen Friedensvertrag, da mangels Nachschub eine Fortführung des Krieges auf Sizilen aussichtlos erscheinen musste.
Friedensvertrag
Hamilkar Barkas trat in Verhandlungen mit Catulus. Sie einigten sich zunächst auf folgende Bedingungen: Karthago sollte Sizilien räumen, sich mit Hieron aussöhnen, alle römischen Gefangenen freilassen und Reparationen von 2200 euböische Talente über 20 Jahre an Rom zahlen.
Die römische Volksversammlung erhöhte diese Summe jedoch auf 3200 Talente, von denen 1000 sofort zu zahlen waren und verkürzte die Frist auf 10 Jahre. Zudem hatte Karthago alle Insel zwischen Italien und Sizilien zu räumen. Beiden Seiten wurde verboten mit Bundesgenossen der anderen Seite zu verhandeln.
Karthago musste nicht nur diese unangenehmen Bedingungen hinnehmen, sondern stand nach dem Krieg vor dem unmittelbaren Problem, dass sein gewaltiges Söldnerheer aus Kostengründen demobilisiert werden musste. Dies mündete in einen Aufstand der größtenteils libyschen Söldner, was zu einem Abfall zahlreicher Städte innerhalb des karthagischen Machtbereich in Nordafrika führte (241-238). Dieser Libysche Aufstand brachte Karthago an den Rand des Untergangs. Dennoch konnte es - im Gegensatz zum Ende des Zweiten Punischen Krieg - seine Rolle als Großmacht bewahren.
Literatur
- Herbert Heftner: Der Aufstieg Roms, Regensburg 1997 (dort auch weiterführende Literatur).
- J.F.Lazenby: The First Punic War. A Military History, London 1996.
- Theodor Mommsen: Römische Geschichte, 8. Auflage, Berlin 1888 (Band 1, Buch III, Kapitel II) [http://www.gutenberg.net/etext/3062 (auch online bei Projekt Gutenberg)].
#1. Punischer Krieg
264 v. Chr.
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Ereignisse
- Beginn des Ersten Punischen Krieges
- Die ersten Gladiatorenspiele finden in Rom statt
Geboren
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Gestorben
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6-0264
241 v. Chr.
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Ereignisse
- Ende des Ersten Punischen Krieges, Sieg Roms über Karthago
- Gründung von Spoleto (Spoletium) durch die Römer
Geboren
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Gestorben
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4-0241
Schlacht bei den Ägatischen Inseln
Die Schlacht bei den Ägatischen Inseln oder Aegusa vor der Westküste Siziliens am 10. März 241 v. Chr. war die letzte Seeschlacht zwischen den Flotten Karthagos und der römischen Republik im Ersten Punischen Krieg. Das Ergebnis der Schlacht war ein entscheidender römischer Sieg, der auch dem Krieg ein Ende setzte.
Vorgeschichte
Die Jahre vor der Schlacht bei den Ägatischen Inseln waren relativ ruhig verlaufen. Rom fehlte die Flotte – die, die sie zu Beginn des Krieges hatte, war in der Schlacht von Drepana und dem folgenden Sturm zerstört worden – und Karthago machte wenig Gebrauch aus diesem Vorteil. Der Krieg konzentrierte sich auf kleine Landoperationen in Sizilien, aus dem sich für Hamilkar Barkas langsam eine Überlegenheit auf der Insel ergab. Vermutlich war dies der Grund, dass sich Rom im Jahr 242 v. Chr. entschloss, eine neue Flotte zu bauen, um die Seeherrschaft zurückzuerobern.
Nach 20 Jahren Krieg waren die Finanzen der Republik jedoch in einem zerrütteten Zustand, der Staatsschatz leer. Um den Beschluss dennoch umzusetzen, wurde eine typische römische Lösung für das Finanzierungsproblem gefunden: reiche Bürger, alleine oder in Gruppen, zeigten ihren Patriotismus, indem sie den Bau eines Schiffes bezahlten. Das Ergebnis war eine Flotte von über 200 Quinqueremen, gebaut, ausgerüstet und bemannt ohne öffentliche Ausgaben.
Die neue Flotte war 241 v. Chr. startbereit. Sie wurde Konsul Gaius Lutatius Catulus anvertraut, der vom Praetor Quintus Valerius Falto unterstützt wurde. Auch hatte man aus den Schicksalsschlägen der Vergangenheit gelernt: die Schiffe waren nun widerstandsfähiger gegen widrige Witterungsbedingungen, zumal man auf den Einbau des Corvus verzichtet hatte. Auch waren Catulus und Falto bemüht, mit den Mannschaftenen die Manöver einzuüben, bevor sichere Gewässer verlassen wurden. Das Ergebnis war eine Flotte im bestmöglichen Zustand.
In Karthago konnten die Nachrichten über die Aktivitäten des Gegners nicht ohne Antwort bleiben. Auch hier wurde eine neue Flotte gebaut, bestehend aus rund 250 Schiffen, aber vermutlich nicht ausreichend bemannt, und unter dem Kommando Hannos, des Generals, der bereits die Schlacht von Agrigent und die Schlacht am Kap Ecnomus verloren hatte, zu Wasser gelassen.
Ägatische Inseln
Catulus' erste Aktivität war die erneute Belagerung von Lilybaeum durch eine Blockade des Hafens und einem Kappen der Verbindung nach Karthago, wodurch Hamilkar Barkas von alle Nachschublinien und allen Informationen abgeschnitten werden sollte. Die karthagische Flotte erreichte kurze Zeit später die Umgebung. Hanno ließ in der Nähe der Ägatischen Inseln (heute Ägadische Inseln oder Isole Egadi) Halt machen, um auf einen vorteilhaften Wind zu warten, der ihn schnell nach Lilybaeum bringen sollte. Die Flotte wurde jedoch durch römische Kundschafter entdeckt, woraufhin Catulus die Blockade aufgab, um sich dem Feind zu stellen.
Am Morgen des 10. März blies der Wind in der von Hanno gewünschten Richtung und er gab den Befehl loszusegeln. Catulus musste nun das Risiko eines Angriffs gegen den Wind abwägen gegen das Risiko, Hanno nach Sizilien zu lassen und Hamilkar Barkas und Lilybaeum zu befreien. Trotz dieser unvorteilhaften Bedingungen entschied sich der Konsul, die Karthager abzufangen und befahl Schlachtaufstellung. Ob aufgrund der mitgeführten Verpflegung und ihrem zusätzlichen Gewicht, oder aufgrund der Unerfahrenheit der schnell ausgehobenen Mannschaft ist nicht klar, jedenfalls konnte Hanno aus dem günstigen Wind keinen Vorteil ziehen und verlor die folgende Schlacht. Mehr als die Hälfte der karthagischen Flotte wurde erbeutet oder sank, der Rest floh, als der Wind sich drehte.
Ende des Ersten Punischen Kriegs
Nach dem Sieg nahm Catulus die Belagerung von Lilybaeum wieder auf, isolierte erneut Hamilkar Barkas und seine Armee auf Sizilien, die zudem auf die wenigen Festungen, die Karthago noch hielt, verteilt war. Ohne die Mittel, eine neue Flotte zu bauen oder die Landtruppen zu verstärken, gab Karthago den Kampf auf und unterzeichnete eine Friedensvertrag mit Rom, der dem Ersten Punischen Krieg ein Ende setzte, und Sizilien zur ersten, Sardinien und Korsika drei Jahren später zur zweiten römischen Provinz machte.
Literatur
- Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage. Cassel
Aegatischen Inseln
Aegatischen Inseln
Aegatischen Inseln
Aegatischen Inseln
Kategorie:3. Jahrhundert v. Chr.
ms:Pertempuran kepulauan Aegates
Qin Shi Huangdi
Qín Shǐ Huángdì (chin. 秦始皇帝 = Erster Gottkaiser Qin), eigentlich: Yíng Zhèng (chin. 嬴政), ( - 259 v. Chr., † 210 v. Chr.), Gründer des Kaiserreichs China, ist eine populäre historische und mythologische Gestalt Chinas.
Fürst Zheng, der spätere Qin Shi Huang Di war der Sohn einer Konkubine und wurde geboren, als sein Vater Zhuangxiang (250-247 v. Chr.) eine Geisel in einem Nachbarland war. Der Kaufmann Lü Buwei, der Zhuangxiang die Frau zugeführt hatte, wurde Kanzler.
Lü Buwei]
Zheng kam als 13-Jähriger 247 v. Chr. im Staat Qin an die Macht. Für den Minderjährigen führte zunächst Lü Buwei die unumschränkte Regierung, der aber 237 v. Chr. von Zheng blutig entmachtet und auf dem Weg ins Exil vergiftet wurde.
Mit Qin Shi Huang Di wird vor allem der Beginn des chinesischen Kaiserreiches (das Wort China kommt von chinesisch: Qin) 221 v. Chr. verbunden, da ihm die Eroberung der sieben Streitenden Reiche in einem etwa zehnjährigen Krieg zugeschrieben wird. Er war somit der Erste Kaiser von China und Pu Yi war der letzte.
Dem Kaiser und seinen Ratgebern - in erster Linie dem Kanzler Li Si - verdankt China auch entscheidende Errungenschaften, z.B. den Bau der Chinesischen Mauer, die Vereinheitlichung des Münz- und Schriftsystems (viele Zeichen hatten zahlreiche Schreibvariationen und wurden nun abgeschafft) und die kaiserliche Zentralregierung überhaupt (vgl. Qin-Dynastie).
Qin Shi Huang Di stand auch für Despotismus bzw. war wegen der rücksichtslosen Härte seiner Regierung höchst unbeliebt, weswegen es mehrere Attentate gab. Ein Attentäter schaffte es z.B. in den Audienzsaal: Zheng wollte sein Schwert ziehen, bekam es jedoch nicht heraus, weil es schlichtweg zu lang war. Also rannte er durch den Saal, bis endlich ein Höfling dem Attentäter ein Bein stellte. Umgekehrt versuchte der Kaiser mit Umsiedlungen, Bücherverbrennungen und Hinrichtungen jede Opposition zu ersticken.
Der Erste Kaiser wünschte auch die Unsterblichkeit zu erlangen. Zu diesem Zweck rüstete er eine See-Expedition unter dem Weisen Xu Fu aus, welche die „Inseln der Unsterblichkeit“ aufsuchen sollte. Sie kam nie wieder zurück.
Shi Huang Di starb 210 v. Chr. bei einer seiner zahlreichen Inspektionsreisen. Sein Nachfolger sollte der älteste Prinz Fu-su werden, der gegen die Hinrichtung der (gegen die Bücherverbrennung auftretenden) Gelehrten protestiert hatte und deswegen zur Großen Mauer strafversetzt worden war.
Aber Li Si, der Obereunuch Zhao Gao und Prinz Hu-hai verheimlichten den Tod des Ersten Kaisers. Zu diesem Zweck setzten sie einen Eunuchen in die Sänfte, der an seiner Stelle sprach. Ferner wurde getrockneter Fisch hinterhergezogen, um den Leichengeruch zu überdecken. Dann zwangen sie Prinz Fu-su und seinen General Meng Tian zum Selbstmord - Hu-hai bestieg als Zweiter Kaiser von China den Thron.
Shi Huang Dis Mausoleum befindet sich in seiner damaligen Hauptstadt Chang'an (heute Xi'an) in der Provinz Shaanxi und wird von der als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuften Terrakottaarmee „bewacht“.
Seine bis heute anhaltende Popularität zeigt sich u.a. an der Präsenz in zahlreichen Filmen, die sich um seine Person drehen (Der Kaiser und sein Attentäter, Hero sowie diversen Zeichentrickfilmen).
Wortbedeutung
- Qin = Name einer chinesischen Dynastie, ursprünglich Bezeichnung einer Reissorte, anschließend für das Tal, in dem sie wuchs und in dem schließlich der Staat Qin entstand)
- Shi = beginnen, anfangen
- Huang Di = abgeleitet aus den Wörtern
- Shang = himmlisch und
- Di = Gottheit.
Hieraus entwickelte sich im Laufe der Geschichte die Bedeutung als allgemeine Bezeichnung für den chinesischen Kaiser
Zitat
Was war denn so außergewöhnlich an Qin Shihuang? Er hat nur 460 Gelehrte hingerichtet. Dazu habe ich schon gewissen Demokraten entgegen gehalten: Ihr glaubt, ihr könnt uns beleidigen, wenn ihr uns als Qin Shihuang bezeichnet, aber ihr irrt, wir haben Qin Shihuang hundertfach übertroffen! Ihr bezeichnet uns als Despoten – wir bekennen uns gern zu diesen Eigenschaften, wir bedauern nur, dass ihr derartig hinter der Wahrheit zurück bleibt, dass wir eure Vorwürfe ergänzen müssen! [Lachen unter den Zuhörern] — Mao Zedong 1958 auf einer internen Parteiversammlung
Kategorie:Chinese
Kategorie:Kaiser (China)
Kategorie:König (Altertum & Antike)
Kategorie:Mann
ja:始皇帝
PamukaleCatégorie:Patrimoine mondial en Turquie
Catégorie:Patrimoine mondial en Turquie
Pamukkale, (« château de coton » en turc), est un site naturel et touristique de Turquie, classé patrimoine mondial par l'UNESCO.
Pamukkale est une curiosité géologique extraordinaire, entièrement fabriquée par les eaux chaudes qui s'écoulent des entrailles de la montagne et, en libérant le dioxyde de carbone, fait précipiter le carbonate de calcium qu’elle contient. Certaines sources ont une température de plus de 45 degrés, et sont saturées de sels minéraux, qui lors de l'évaporation de l'eau se déposent et se pétrifient sur le flanc de la colline.
Ce phénomène naturel laisse des couches blanches sur la pierre, ce qui donne à la montagne une apparence de forteresse de coton ou d’une chute d’eau gelée.
Mais cet endroit est aussi un intéressant site archéologique, fondé au 2 siècle avant J.C. par un des rois de Pergame. La cité antique de Hiérapolis se développa grâce à l'exploitation de ses sources thermales. Mais ce sont les romains qui construisirent le plus de bâtiment, avant que la ville soit complètement reconstruite suite à un violent séisme en 60 de notre ère. La ville était dédiée au dieu Apollon, ainsi qu'au dieu Pluton qui avait un oracle dans les sous sol du temple d'Apollon. Au nord du site se trouve la nécropole, les thermes et la porte de Domitien, bel arc de triomphe à trois baies flanqué de deux grosses tours rondes. La nécropole compte plus de 1200 tombes de différentes époques, puisqu'on y retrouve des tumuli circulaires, mais aussi des tombes grecques recouvertes de graffitis, et des tombes d'époque romaine.
Pamukkale peut également s'orthographier Pamukalé (ce qui est néanmoins une faute).
Photos
Image:Pamukkale1.jpg
Image:Pamukkale2.jpg
ja:ヒエラポリス-パムッカレ
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