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| 25. September |
25. SeptemberDer 25. September ist der 268. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 269. in Schaltjahren). Zum Jahresende verbleiben 97 Tage.
Ereignisse
Politik
- 275 - Tacitus wird durch den Senat zum Römischen Kaiser berufen.
- 1066 - Die Schlacht von Stamford Bridge beendete die Herrschaft der Wikinger in England
Wikinger]
- 1396 - Der osmanische Herrscher Bayezid I. schlägt in der Schlacht von Nikopolis die christlichen Armeen.
- 1493 - Christoph Kolumbus startet in Cádiz mit 17 Schiffen zu seiner zweiten Expedition.
- 1513 - Der spanische Entdecker Vasco Núñez de Balboa erreicht in Panama den Pazifischen Ozean.
- 1555 - Der Augsburger Religionsfriede wird zwischen Kaiser Karl V. und den Reichsständen geschlossen und sichert als Reichsgesetz den Frieden und den Besitz der Anhänger des Augsburger Bekenntnisses.
- 1789 - Der US-Kongress beschließt zehn Zusätze zur Verfassung, die so genannte Bill of Rights.
- 1805 - Napoléon Bonaparte überquert mit seiner Armee den Rhein
- 1944 - Adolf Hitler ordnet die Aufstellung des "Volkssturms" an.
- 1959 - Der Regierungschef von Sri Lanka, Solomon West Ridgeway Dias Bandaranaike, wird ermordet.
- 1963 - Der Sturz von Präsident Juan Bosch Gaviño durch das Militär führt zu einem Bürgerkrieg in der Dominikanischen Republik.
- 1972 - Die norwegische Bevölkerung entscheidet sich in einer Volksabstimmung gegen den Beitritt ihres Landes zur Europäischen Gemeinschaft.
- 1981 - Belize wird 156. Mitglied der UNO
- 1998 - Mikuláš Dzurinda wird Ministerpräsident in der Slowakei.
- 2001 - Bei seinem ersten Staatsbesuch in Deutschland beeindruckt der russische Staatspräsident Wladimir Putin durch seine teilweise in fließendem Deutsch vorgetragene Rede vor dem Bundestag.
- 2005 - Bei den polnischen Parlamentswahlen gewinnen die rechts-konservativen Oppositionspartein PiS und PO gemeinsam ca. 55 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag allerdings bei nur 40 %. Die bisherige Regierung unter der SLD verlor die Wahlen besonders deutlich und erhielt nur ca. 11 % der Stimmen.
Wirtschaft
- 1912 - Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler verkündet in Leipzig die Errichtung der Deutschen Bücherei.
Wissenschaft und Technik
- 1513 - Entdeckung des Pazifik. Im September 1513 macht sich eine Schar von 190 Spaniern in Panama unter Führung von Vasco Nunez de Balboa auf, ein sagenhaftes neues Meer, von den Indianern Südmeer genannt, zu entdecken. In einem mörderischen Marsch durch Dschungel und Hitze erreichen am 25 September 1513 nur 67 Mann einen Berg von dem aus Vasco Nunez de Balboa als erster Europäer den bekannten atlantischen und den neuen pazifischen Ozean erblickt.
- 1950 - In Hamburg nimmt der Nordwestdeutsche Rundfunk, aus dem später der WDR und der NDR entstanden, den ersten Fernsehsender in Betrieb.
- 1956 - Das erste transatlantische Fernsprechkabel wird zwischen Europa (Schottland) und Nordamerika (Kanada) in Betrieb genommen. Über dieses See-Telefonkabel konnten gleichzeitig 36 Gespräche übertragen werden.
- 1983 - Die 417 km lange TGV-Strecke von Paris nach Lyon wird eröffnet.
- 1992 - Das letzte Teilstück des Rhein-Main-Donau-Kanals wird nach 34jähriger Bauzeit fertig gestellt.
Kultur
- 1722 - „Der politische Kannegießer“, eine Komödie in fünf Akten von Ludvig Holberg, wird in Kopenhagen uraufgeführt.
- 1818 - Uraufführung der Oper „Il Barone di Dolsheim“ von Giovanni Pacini am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1855 - Die Dresdener Gemäldegalerie Alte Meister der Baumeisters Gottfried Semper wird eröffnet.
Gottfried Semper
- 1903 - Mit einer Aufführung des „Tannhäuser“ von Richard Wagner wird das neue Stadttheater in Bern eingeweiht.
- 1926 - Das Schauspiel „Mann ist Mann“ von Bertolt Brecht wird am Landestheater Darmstadt uraufgeführt.
- 1926 - Uraufführung der Operette „Lady Hamilton“ von Eduard Künneke am Schauspielhaus in Breslau.
- 1932 - „Jegor Bulytschow und die anderen“ von Maxim Gorki wird in Moskau und Leningrad uraufgeführt.
- 1932 - Geburtstag des Pianisten Glenn Gould (1932 - 1982)
- 1961 - Uraufführung der Oper „Alkmene“ von Giselher Klebe an der Deutschen Oper Berlin.
- 1965 - Die einaktige Oper „Der Traum des Liu-Tung“ von Isang Yun - ein Vorspiel, vier Traumbilder und ein Nachspiel nach einem Lehrstück des Ma Chi-Yuanvon - wird in Berlin uraufgeführt.
- 1969 - Uraufführung der Oper „Zweihunderttausend Taler“ von Boris Blacher im Städtischen Opernhaus Berlin.
Katastrophen
- 1911 - Der französische Panzerkreuzer Liberté explodiert im Hafen von Toulon. Insgesamt kamen 204 Menschen ums Leben, davon 143 Besatzungsmitglieder der Liberté, 185 wurden verletzt.
- 1978 - Über San Diego stößt eine Boeing 727 der Pacific Southwest Airlines mit einem Sportflugzeug vom Typ Cessna 172 zusammen. 151 Menschen sterben in den Flugzeugen und am Boden.
- 1996 - Waddenzee, Niederlande. Eine Douglas DC-3 stürzt kurz nach dem Start ab. Alle 32 Menschen an Bord sterben.
Sport
- 2005 - Der Spanier Fernando Alonso sichert sich mit dem 3.Platz im GP von Brasilien seinen ersten Weltmeistertitel. Er ist somit der jüngste Formel 1 Weltmeister aller Zeiten!
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik]
Leichtathletik]
- 1599 - Francesco Borromini, italienischer Baumeister
- 1644 - Olaf Römer, dänischer Astronom
- 1683 - Jean-Philippe Rameau, französischer Komponist und Musiktheoretiker
- 1708 - Martin Johann Schmidt, "Kremser-Schmidt", österreichischer Maler
- 1711 - Qianlong, chinesischer Kaiser (1736-1795)
- 1729 - Christian Gottlob Heyne, deutscher Philologe und Archäologe
- 1735 - Louis René Édouard de Rohan-Guéméné, letzter Fürstbischof von Straßburg und Protagonist der Halsbandaffäre
- 1744 - Friedrich Wilhelm II., preußischer König
- 1749 - Abraham Gottlob Werner, deutscher Mineraloge und Begründer der Geognosie
- 1758 - Franz Michael Vierthaler, österreichischer Pädagoge
- 1766 - Armand Emmanuel du Plessis, Herzog von Richelieu, französischer Staatsmann
- 1798 - Henry Scheffer, französischer Maler
- 1807 - Alfred Vail, US-amerikanischer Ingenieur und Erfinder
- 1825 - Joachim Heer, schweizerischer Politiker (FDP), Bundesrat 1876-1878
- 1830 - Karl Klindworth, deutscher Komponist und Dirigent
- 1858 - Albrecht Penck, deutscher Geograph und Geologe und Vater von Walther Penck
- 1862 - Léon Boëllmann, französischer Organist und Komponist
- 1866 - Thomas Hunt Morgan, US-amerikanischer Genetiker, Medizinnobelpreis 1933
- 1867 - Jewgeni Karlowitsch Miller, General im russischen Bürgerkrieg
- 1869 - Rudolf Otto, deutscher Theologe
- 1877 - Calles Elías Plutarco, mexikanischer Politiker und Offizier
- 1881 - Lu Xun, chinesischer Schriftsteller
- 1886 - Nobutake Kondo, japanischer Admiral
- 1890 - Grigori Michailowitsch Semjonow, General im russischen Bürgerkrieg
- 1895 - Friedrich Gustav Jaeger, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1896 - Alessandro Pertini, italienischer Politiker
- 1896 - Elsa Triolet, russisch-französische Autorin
- 1896 - Roberto Gerhard, schweizerischer Komponist
- 1897 - Otto Fürst von Bismarck, deutscher Diplomat
- 1897 - William Faulkner, US-amerikanischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1949
- 1902 - Hanka Ordonówna, polnische Sängerin und Schauspielerin
- 1902 - Ernst von Salomon, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Mark Rothko, US-amerikanischer Künstler
- 1905 - Mao Zetan, der jüngere Bruder Mao Zedongs
- 1906 - José Figueres Ferrer, costaricanischer Politiker, Staatspräsident
- 1906 - Dmitri Schostakowitsch, sowjetischer Komponist
- 1907 - Robert Bresson, französischer Regisseur
- 1920 - Sergei Bondarchuk, russischer Schauspieler
- 1922 - Hammer DeRoburt, nauruischer Gründungspräsident
- 1922 - Roger Marie Élie Etchegaray, Erzbischof von Marseilles und Kardinal
- 1925 - Hans Matthöfer, deutscher SPD-Politiker, Bundesminister (Forschung, Finanz, Post)
- 1927 - Sir Colin Davis, englischer Dirigent
- 1930 - Nino Cerruti, italienischer Mode-Designer
- 1930 - Herbert Heckmann, deutscher Schriftsteller
Herbert Heckmann
- 1932 - Glenn Gould, kanadischer Pianist und Komponist
- 1933 - Ian Tyson, kanadischer Country-Sänger
- 1933 - Maxl Graf, deutscher Schauspieler
- 1935 - Maj Sjöwall, schwedische Schriftstellerin und Übersetzerin
- 1936 - August Kühn, deutscher Schriftsteller
- 1939 - Harald Ringstorff, deutscher SPD-Politiker, seit 1998 Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern
- 1939 - Dany Sigel, österreichische Schauspielerin
- 1942 - Volker Rühe, deutscher CDU-Politiker, Bundesverteidigungsminister 1992-1998
- 1942 - Henri Pescarolo, französischer Autorennfahrer
- 1943 - Owen McIntyre, britischer Musiker und Songschreiber
- 1944 - Michael Douglas, US-amerikanischer Schauspieler
- 1947 - John Fiddler, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1951 - Burleigh Drummond, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1951 - Mark Hamill, US-amerikanischer Schauspieler (Krieg der Sterne)
- 1952 - Christopher Reeve, US-amerikanischer Schauspieler
- 1955 - Peter Müller, deutscher CDU-Politiker, seit September 1999 Ministerpräsident des Saarlandes
- 1955 - Karl-Heinz Rummenigge, deutscher Fußballspieler
- 1956 - Judith Butler, Professorin für Rhetorik und vergleichende Literaturwissenschaft, Vertreterin eines dekonstruktiven Feminismus
- 1960 - Ihor Bilanow, ukrainischer Fußballspieler
- 1964 - Barbara Dennerlein, deutsche Jazzmusikerin
- 1964 - Carlos Ruiz Zafón, spanischer Schriftsteller
- 1965 - Scottie Pippen, US-amerikanischer Basketball-Spieler
- 1968 - Will Smith, US-amerikanischer Schauspieler und Rapper
- 1969 - Catherine Zeta-Jones, britische Schauspielerin
- 1977 - Clea DuVall, US-amerikanische Schauspielerin
Gestorben
- 744 - Yazid III., Kalif der Umayyaden
- 1066 - Harald III., König von Norwegen
- 1259 - Gerhard I. Wild- und Rheingraf von Dhaun und Kyrburg, Erzbischof von Mainz, Reichserzkanzler
- 1444 - Gianfrancesco I. Gonzaga, Markgraf von Mantua
- 1466 - Ulrich I., ostfriesischer Fürst
- 1506 - Philipp I. von Kastilien, spanischer König aus dem Hause Habsburg
- 1534 - Giulio de' Medici, Papst von 1523 bis 1534
- 1591 - Christian I., sächsischer Fürst aus dem Hause Wettin
- 1617 - Francisco Suárez, portugiesischer Theologe und Philosoph
- 1617 - Go-Yozei, 107. Kaiser von Japan
- 1630 - Ambrosio Spinola, spanischer Adliger und Heerführer im Dreißigjährigen Krieg
- 1638 - Otto Gereon von Gutmann zu Sobernheim, Weihbischof in Köln
- 1680 - Samuel Butler, englischer Dichter
- 1777 - Johann Heinrich Lambert, deutscher Mathematiker und Physiker
- 1788 - Heinrich von Bibra, Fürstbischof des Hochstift Fulda
- 1791 - Giovanni Battista Ferrandini, italienischer Komponist
- 1808 - Marie Elisabeth, Äbtissin in Innsbruck
- 1849 - Johann Strauß (Vater), österreichischer Komponist und Kapellmeister
- 1858 - Antoine Brun-Rollet, französischer Afrikaforscher
- 1860 - Carl Friedrich Zöllner, deutscher Komponist
- 1871 - Arvid August Afzelius, schwedischer Volksliedsammler
- 1875 - Tony Franck, deutsche Pianistin
- 1876 - Ernst von Bandel, Maler und Bildhauer
- 1878 - August Petermann, Geograf und Kartografen
- 1893 - Marie Louise von François, deutsche Erzählerin und Schriftstellerin
- 1898 - Theodor Richter, deutscher Chemiker
- 1902 - Wilhelm von Oechelhäuser, deutscher Industrieller
- 1913 - Herbert William Garratt, englischer Lokomotivkonstrukteur und Erfinder
- 1931 - Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, deutscher Altphilologe
- 1933 - Paul Ehrenfest, österreichischer Physiker
- 1937 - Johannes Bolte, Literaturwissenschaftler, Volkskundler und Erzählforscher
- 1944 - Walter Breisky, österreichischer Politiker, Vizekanzler
- 1946 - Heinrich George, deutscher Schauspieler und Intendant
- 1954 - Vitaliano Brancati, italienischer Schriftsteller
- 1958 - John B. Watson, US-amerikanischer Psychologe
- 1958 - Viktor Schauberger, österreichischer Förster, Forscher und Erfinder
- 1963 - Kurt Zeitzler, Generalstabschef des Heeres während des 2. Weltkrieges
- 1966 - Heinrich Niebes, deutscher Politiker
- 1968 - Cornell Woolrich, US-amerikanischer Kriminalautor
- 1968 - Hans Friedrich Karl Günther, nationalsozialistischer Rasseforscher
- 1969 - Paul Scherrer, Schweizer Physiker
- 1970 - Erich Maria Remarque, deutscher Schriftsteller
- 1973 - Rudolf Bäumer, deutscher Politiker und MdB
- 1977 - Gerhard Winkler, deutscher Komponist von Unterhaltungsmusik
- 1979 - Tapio Rautavaara, finnischer Leichtathlet, Musiker und Schauspieler
- 1980 - John Bonham, britischer Musiker, Schlagzeuger der Rock-Band Led Zeppelin
- 1980 - Lewis Milestone, US-amerikanischer Regisseur
- 1981 - Hermann Glüsing, deutscher Landwirt und Politiker
- 1982 - Jimmy Wakely, US-amerikanischer Sänger
- 1983 - Leopold III., belgischer König von 1934 bis 1951
- 1984 - Walter Pidgeon, US-amerikanischer Schauspieler
- 1986 - Hans Batz, deutscher Politiker und MdB
- 1986 - Nikolai Nikolajewitsch Semjonow, russischer Chemiker, Chemienobelpreis 1956
- 1987 - Mary Astor, US-amerikanische Schauspielerin
- 1990 - Peter Rickmann, deutscher Journalist und Redakteur
- 1991 - Klaus Barbie, deutscher Nationalsozialist (Schlächter von Lyon)
- 1992 - César Manrique, spanischer Künstler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer
- 1992 - Max Vehar, deutscher Politiker und MdB
- 1993 - Charlotte Prinz, deutsche Malerin
- 1994 - Louis Ferdinand von Preußen, preußischer Prinz
- 1999 - Marion Zimmer Bradley, US-amerikanische Fantasy-Schriftstellerin
- 2000 - Tommy Reilly, kanadischer Musiker
- 2001 - Herbert Klein, ehemaliger deutscher Schwimmer
- 2003 - Akila al-Haschimi, irakische Politikerin
- 2003 - Edward Said, palästinensischer Literaturtheoretiker und Kritiker
- 2003 - Franco Modigliani, italienischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 2003 - George Plimpton, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2004 - Jürgen Oelschläger, deutscher Rennsportler
- 2004 - Marvin Davis, US-amerikanischer Multimilliardär
- 2005 - Don Adams, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Steve Marcus, US-amerikanischer Saxophonist
Feier- und Gedenktage
- Gedenktag des Heiligen Nikolaus von Flüe
Siehe auch
- 24. September - 26. September
- 25. August - 25. Oktober
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0925
ja:9月25日
ko:9월 25일
simple:September 25
Gregorianischer KalenderDer gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.
Gregorianische Kalenderreform
Kalender
Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt.
Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann.
Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.
Die Schaltregeln
- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.)
oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.
Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.
Charakteristika
Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).
Siehe auch
- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
Weblinks
- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon]
Kategorie:Kalender
als:Gregorianischer Kalender
ja:グレゴリオ暦
ko:그레고리력
ms:Kalendar Gregorian
simple:Gregorian calendar
th:ปฏิทินเกรกอเรียน
275
Politik und Weltgeschehen
- 4. Januar - Eutychianus wird Bischof von Rom; er ist Nachfolger von Felix I.
- Zerstörung der Stadt Trier durch einen Alemanneneinfall.
- Tacitus wird römischer Kaiser.
- ca. 275 - Eusebius von Caesarea, Vater der Kirchengeschichte († 339)
- Aurelian, römischer Kaiser ( - 214)
ko:275년
Tacitus (Kaiser)
Marcus Claudius Tacitus ( - um 200; † 276) war von 275 bis 276 römischer Kaiser. Entgegen den damals von ihm selbst in Umlauf gebrachten Gerüchte war er in keiner Weise verwandt mit dem berühmten römischen Schriftsteller Tacitus, wenngleich er die Verbreitung von dessen Werken unterstützte.
Leben
Tacitus
Tacitus wurde um 200 in einer der Donauprovinzen (Noricum, Pannonia oder Raetia) als Sohn einfacher Eltern geboren. Von seinen Verwandten ist lediglich sein Nachfolger und Bruder Florianus überliefert. Über seine Karriere ist nur das Konsulsamt bekannt, das er 273 bekleidete.
Nach der Ermordung Aurelians gab es zunächst ein mit sechs Monaten sehr langes Interregnum, während dem die Soldaten über den neuen Kaiser berieten, da Aurelian keinen Nachfolger hinterlassen hatte. Letztendlich beschlossen sie, mit Tacitus einen ihrer ehemaligen Generäle, der nach seiner Militärlaufbahn Mitglied des Senats geworden war, zum neuen Kaiser zu bestimmen. Der Senat stimmte dem Vorschlag der Soldaten zu. Zum Zeitpunkt seiner Ernennung soll Tacitus bereits das für damalige Verhältnisse äußerst hohe Alter von 75 Jahren erreicht haben – wobei diese Zahl nicht genau gesichert werden kann – und nach der Überlieferung ein Vermögen von rund 280 Millionen Sesterzen besessen haben. Aufgrund der hohen Inflation dieser Tage muss diese Zahl jedoch relativ gesehen werden.
Als erster Soldatenkaiser seit langem hegte Tacitus die Hoffnung eine neue Dynastie zu gründen und ernannte darum seinen Bruder Florianus zum Prätorianerpräfekten.
Nur kurz nach seiner Inthronisierung kam es wieder zu Grenzkämpfen, als germanische Stämme den Rhein überquerten und überall Verwüstungen und Chaos hinterließen. Gleichzeitig drangen Goten von nördlich des Schwarzen Meeres, die behaupteten, noch von Aurelian gegen die Perser angefordert worden zu sein, über den Kaukasus nach Kleinasien ein. Als Reaktion spaltete sich das Brüdergespann auf: Florianus bekämpfte die Germanen, während Tacitus sich um die einfallenden Goten kümmerte – beide waren erfolgreich.
Tacitus war gerade sechs Monate im Amt und hatte eben die Goten geschlagen, als er plötzlich und unerwartet starb. Um die Umstände seines Todes gibt es zwei Versionen: Die eine besagt, dass Tacitus ermordet wurde, die andere, dass er an einer Fieberkrankheit starb. Letztere Todesursache wird von Eutrop (9,16) und Aurelius Victor (Caesares 36,2) angegeben, während Zosimos (1,63) die Version der Ermordung vertritt. Laut ihm handelte es sich bei den Tätern um dieselben Männer, die einen Verwandten des Tacitus namens Maximinus, der Statthalter in Syrien war, ermordeten und aus Furcht vor Strafe dann auch Tacitus töteten. An einer Stelle wird die Tat sogar mit der Ermordung Aurelians in Verbindung gebracht. Tacitus' Bruder Florianus folgte ihm auf den Thron.
Weblinks
- [http://www.roman-emperors.org/tacitus.htm Eintrag bei DIR (englisch); dort auch weitere Literaturangaben]
Kategorie:Mann
Kategorie:Kaiser (Rom)
Kategorie:Geboren 200
Kategorie:Gestorben 276
ja:タキトゥス (ローマ皇帝)
Liste der römischen KaiserDie Liste der römischen Kaiser bietet einen systematischen Überblick über die römische Kaiserzeit. Sie enthält alle Kaiser des Römischen Reiches von Augustus, der im 1. Jahrhundert v. Chr. den Prinzipat begründete, bis Romulus Augustulus, der als letzter Römer im Westen diesen Titel führte und 476 abgesetzt wurde. In Ostrom bestand das Kaisertum hingegen bis 1453 fort.
Frühe und hohe Kaiserzeit
- Augustus (27 v. Chr.–14 n. Chr.)
- Tiberius (14–37)
- Caligula (37–41)
- Claudius (41–54)
- Nero (54–68)
- Galba (68/69)
- Otho (69)
- Vitellius (69)
- Vespasian (69–79)
- Titus (79–81)
- Domitian (81–96)
- Nerva (96–98)
- Trajan (98–117)
- Hadrian (117–138)
- Antoninus Pius (138–161)
Die antoninische Dynastie
- Lucius Verus (161–169)
- Mark Aurel (161–180)
- Avidius Cassius, Gegenkaiser (175)
- Commodus (180–192)
- Pertinax (193)
- Didius Julianus, Auktionskaiser (193)
- Pescennius Niger, Gegenkaiser (193/194)
- Clodius Albinus, Gegenkaiser (193–197)
- Septimius Severus (193–211)
- Geta (211)
- Caracalla (211–217)
- Macrinus (217/218, kein Severer)
- Diadumenianus, Mitkaiser (218)
- Elagabal (218–222)
- Uranius, Gegenkaiser
- Gellius Maximus, Gegenkaiser (219)
- Verus, Gegenkaiser (219)
- Seleucus, Gegenkaiser (nach 221)
- Severus Alexander (222–235)
- Seius Sallustius, Gegenkaiser (um 227)
- Taurinus, Gegenkaiser
- Maximinus Thrax (235–238)
- Magnus, Gegenkaiser (235)
- Quartinus, Gegenkaiser (235)
- Gordian I. und Gordian II. (238)
- Balbinus und Pupienus (238)
- Gordian III. (238–244)
- Sabinianus, Gegenkaiser (240)
- Philippus Arabs (244–249)
- Philippus Caesar, Mitkaiser (247–249)
- Pacatianus, Gegenkaiser (248)
- Iotapianus, Gegenkaiser (248)
- Silbannacus, Gegenkaiser
- Sponsianus, Gegenkaiser
- Decius (249–251)
- Priscus, Gegenkaiser (249–252)
- Licinianus, Gegenkaiser (250)
- Herennius Etruscus, Mitkaiser (251)
- Hostilian, Mitkaiser (251)
- Trebonianus Gallus (251–253)
- Volusianus, Mitkaiser (251–253)
- Aemilianus (253)
- Valerian (253–260)
- Uranius Antoninus, Gegenkaiser (253/254)
- Gallienus (253–268)
- Ingenuus, Gegenkaiser (260)
- Regalianus, Gegenkaiser (260)
- Ballista, Gegenkaiser (261)
- Piso, Gegenkaiser (261)
- Valens Thessalonicus, Gegenkaiser (261)
- Memor, Gegenkaiser (261)
- Macrianus Maior, Macrianus Minor, Quietus, Gegenkaiser (260/261)
- Mussius Aemilianus, Gegenkaiser (261/262)
- Aureolus, Gegenkaiser (268)
- Postumus (259–268)
- Laelianus, Gegenkaiser (268)
- Marius (268)
- Victorinus (268–270)
- Domitianus, Gegenkaiser (271)
- Tetricus I. (270–273)
- Tetricus II., Caesar (270–273)
Späte Soldatenkaiser
- Claudius Gothicus (268–270)
- Censorinus, Gegenkaiser (269/270)
- Quintillus (270)
- Aurelian (270–275)
- Vaballathus, Gegenkaiser (270–272)
- Domitianus, Gegenkaiser (270/271)
- Felicissimus, Gegenkaiser (271)
- Septimius, Gegenkaiser (271)
- Urbanus, Gegenkaiser (um 271)
- Firmus, Gegenkaiser (273)
- Tacitus (275/276)
- Florianus (276)
- Probus (276–282)
- Saturninus, Gegenkaiser (280)
- Proculus, Gegenkaiser (280)
- Bonosus, Gegenkaiser (280)
- Celsus, Gegenkaiser
- Trebellianus, Gegenkaiser
- Carus (282/283)
- Carinus (283–285)
- Numerian, Mitkaiser (283/284)
- Marcus Aurelius Julianus, Gegenkaiser
- Diokletian (284–305)
- Maximian, Caesar (285/286), Augustus (286–305)
- Carausius († 293), Gegenkaiser im britischen Sonderreich
- Allectus († 296), Gegenkaiser im britischen Sonderreich
- Galerius, Caesar (293–305), Augustus (305–311)
- Constantius I., Caesar (293–305), Augustus (305/306)
- Lucius Domitius Domitianus, Gegenkaiser (296 oder 297/298)
- Konstantin I., Caesar (305/306), Augustus (306–337)
- Severus, Caesar (305/306), Augustus (306/307)
- Maximinus Daia, Caesar (305–308), Augustus (308–313)
- Licinius, (307–324)
- Maxentius, (306–312)
- Domitius Alexander, Gegenkaiser (308/309)
- Konstantin I. (alleine 324–337)
- Dalmatius, Mitkaiser (335–337)
- Hannibalianus, Rex Regum (335–337)
- Konstantin II. (337–340)
- Constans (337–350)
- Constantius II. (337–361)
- Magnentius, Gegenkaiser (350–353)
- Nepotianus, Gegenkaiser (350)
- Vetranio, Gegen-/Mitkaiser (350)
- Constantius Gallus, Mitkaiser (353/54)
- Silvanus, Gegenkaiser (355)
- Julian Apostata (361–363)
Ende der konstantinischen Dynastie
- Jovian (363–364)
- Valentinian I., Kaiser im Westen (364–375)
- Procopius, Gegenkaiser (364/365)
- Valens, Kaiser im Osten (364–378)
- Firmus, Gegenkaiser (372–375)
- Gratian, Kaiser im Westen (375–383)
- Valentinian II., Kaiser im Westen (375–392)
- Magnus Maximus, Gegenkaiser (383–388)
- Flavius Victor, Gegenkaiser (384–388)
- Eugenius, Gegenkaiser im Westen (392–394)
- Theodosius I. (Kaiser im Osten 379–394, Alleinherrscher 394/395)
Reichsteilung
- Honorius (395–423)
- Konstantin III., Gegenkaiser (407–411)
- Priscus Attalus, Gegenkaiser (409–410 und 414/415)
- Maximus, Gegenkaiser (409–411 und 418–421)
- Jovinus, Gegenkaiser 411–412)
- Constantius III., Mitkaiser (421)
- Johannes (423–425, im Osten nicht anerkannt)
- Valentinian III. (425–455)
Ende der theodosianischen Dynastie im Westen
- Petronius Maximus (455)
- Avitus (455/456)
- Majorian (457–461)
- Libius Severus (461–465)
Interregnum
- Anthemius (467–472)
- Olybrius (472)
- Glycerius (473/474)
- Julius Nepos (474/475, in Illyrien bis 480)
- Romulus Augustus (475/476)
Die oströmischen Kaiser bis 565
- Arcadius (395–408) (Sohn Theodosius I.)
- Theodosius II. (408–450)
- Markian (450–457)
Ende der theodosianischen Dynastie im Osten, wobei Markian nur „adoptiert“ war.
- Leo I. (457–474)
- Leo II. (474)
- Zeno (474–491)
- Anastasios I. (491–518)
- Justin I. (518–527)
- Justinian I. (527–565)
Justinians Tod ist eines der möglichen Enddaten der Spätantike.
Bezüglich der weiteren Kaiser des Ostreiches siehe Liste der byzantinischen Kaiser
Literatur
- Manfred Clauss (Hg.): Die römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian, München 1997.
- Dietmar Kienast: Römische Kaisertabelle. Grundzüge einer römischen Kaiserchronologie, 2. Auflage, Darmstadt 1996.
- Klaus-Jürgen Matz: Wer regierte wann? Regententabellen zur Weltgeschichte, dtv, 6. Auflage, München 2002, S. 38-41.
Weblinks
- [http://www.roman-emperors.org/ Eine von Fachleuten erstellte Online-Enzyklopädie der Römischen Kaiser (englisch)]
- [http://www.imperiumromanum.com/ Internetlexikon über das antike Rom mit relativ ausführlichen Artikeln zu den Römischen Kaisern (deutsch)]
Siehe auch
- Römische Kaiserzeit
- Portal und Themenliste Rom
- Byzantinische Kaiser
- Römisches Reich
- Kalender (Römisches Reich)
- Liste der römischen Konsuln
- Römische Kaiserportraits
!
Kaiser (Rom)
ja:ローマ皇帝一覧
ko:로마 황제 연대표
1066
Politik und Weltgeschehen
- 25. September - Schlacht von Stamford Bridge (Yorkshire), König Harald von England schlägt den Eroberungsversuch Harald Hardrades von Norwegen zurück. Haralds Armee eilt in einem zweiwöchigen Gewaltmarsch nach Süden.
- 14. Oktober - Schlacht von Hastings, Wilhelm der Eroberer besiegt den englischen König Harald II. und erobert England (siehe Teppich von Bayeux).
-
- 5. Januar - Eduard der Bekenner, König von England ( - um 1004)
- 25. September - Harald Hardraada, König von Norwegen ( - 1015)
- 14. Oktober - Harald II. (England), letzter angelsächsischer König vor der Eroberung Englands durch die Normannen ( - 1020)
ko:1066년
simple:1066
Wikinger
Wikinger (auch Nordmänner, Normannen, Waräger oder Rus) waren keine geschlossene ethnische Gruppe, sondern ursprünglich küstennahe Bauern aus verschieden Gebieten Skandinaviens. Diese entwickelten einen entscheidenden Vorsprung im Schiffbau und benutzten ihre allen anderen weit überlegenen Wikingerschiffe auch für Raubzüge, wodurch sie geschichtlich in Erscheinung traten. So wurden sie nach und nach seefahrende Krieger, die primär zwischen 517 und 1066 vornehmlich Küstengebiete und Inseln Europas plünderten und teilweise kolonisierten, und ein weitreichendes Handelsnetz errichteten.
Handel
Überblick
Der Begriff Wikinger leitet sich vermutlich von dem altnordischen Substantiv víkingr ab. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, warum sie Wikinger genannt wurden und wer den Begriff zuerst verwendete. Wikinger bezeichnet u. U. auch nur den Teil der Normannen, der auf Heerfahrt ging.
(vikva = von der Stelle rücken, bewegen, sich bewegen; norw. vige = weichen; Vík ist eine kleine Bucht, wo das Ufer zurückweicht; Fritz Askeberg in "Norden och kontinenten i gammal tid" (Uppsala 1944) leitet davon víking (vom Verb víkja) als "Reise von Zuhause" ab; víkingr wäre danach einer, der eine Reise macht. [vgl. Korsar zu lat. cursus und Pirat uspr. verwandt mit "fara" = reisen]; die Viking (feminin!) wird gleichbedeutend mit hernaðr "Kriegszug, kriegerischer Überfall". Das Wort ist älter als die Wikingerzeit und bereits im angelsächsischen Wídsíð [altenglischer Text im Exeter-Book des 10. Jh.] belegt. Auch wenn sie allgemein für Raub und Zerstörung bekannt sind, siedelten und handelten sie auch ebenso friedlich und hatten eine hohe Kultur. Die Wikingerzeit bezeichnet den jüngsten Teil der skandinavischen Eisenzeit, sie endet mit der Erobung Englands durch Wilhelm und der etwa gleichzeitigen Christianisierung der letzten Nordgermanen.
Eine Neigung der staatenbildenden Wikinger zum Handel zeigt sich an Handelshäfen wie Birka, Kaupang, Ribe, Ralswiek, Seeburg oder Sigtuna, die auch zum kulturellen Austausch zwischen Skandinaviern, Slawen, Sachsen Balten und Franken beitrugen. Oder Haithabu (nahe Schleswig), bis es schließlich 1055 in einer Schlacht zwischen Harald Hardraada und Sweyn II. zerstört und 1066 von Westslawen endgültig dem Erdboden gleichgemacht wurde. Dennoch fand Handel mit Griechen, Arabern usw. statt. Ein Zentrum für den Handel mit dem Baltikum und Osteuropa war auch die schwedische Insel Gotland.
Eine der wichtigen wenn auch parteiischen zeitgenössischen Quellen ist die Geschichte des Erzbistums Hamburg von Adam von Bremen, anno 1076, in der erstmals die Entdeckung Amerikas (Vinland genannt) durch die Wikinger schriftlich erwähnt wird.
Vinland
Der erste schriftlich bezeugte Wikingerüberfall wird von Gregor von Tours in seiner Historia Francorum beschrieben: Im Jahr 517 überfiel ein dänischer Kleinkönig mit Namen Chlochilaichum mit seiner Flotte Gallien. Er verwüstete und beraubte das Gebiet des austrasischen Frankenkönigs Theoderich I. und nahm etliche Gefangene. Die Flotte stach in See, der König blieb jedoch am Strand und musste auf die Flut warten. So konnte Theudoricus Sohn Theudobertus, der mit einem starken Heer und Flotte anrückte, den König töten, die Dänen in einem Seegefecht besiegen und die Beute zurückholen. Der zweite Bericht stammt erst wieder aus dem Jahr 793, als das Kloster Lindisfarne auf einer Insel vor der Nordostküste Englands von fremden Seefahrern geplündert wurde.
Für die nächsten 200 Jahre ist die Europäische Geschichte voll mit Berichten über die Plünderungen der Wikinger. Sie eroberten den größten Teil Finnlands und des Baltikums sowie große Teile Englands und erichteten Stützpunkte in Irland. Raubzüge führten sie jedoch auch flussaufwärts, weit ins Binnenland von Holland nach Dorestad, in Frankreich z.B. nach Paris, in das Landesinnere von Spanien und selbst nach Kiew in Zentralrussland, wo sie die Kontrolle über dortige Gebiete erlangten. Berichte erzählen außerdem von Überfällen im Mittelmeer (siehe Wikingerraubzüge ins Mittelmeer) und im Kaspischen Meer.
Sie besiedelten Island und Grönland und durch archäologische Funde und deren Auswertung ist mittlerweile belegt, dass sie Neufundland, also Nordamerika, erreichten und dort für kurze Zeit (etwa 50 Jahre) siedelten.
Ab etwa 900 n. Chr. kam es zu Reichsgründungen. In Skandinavien auf den drei Gebieten die heute in etwa denen der modernen Staaten entsprechen.
Die dänischen Wikinger
Die Dänen segelten südlich nach Friesland, Frankreich und um 900 n. Chr. ins südliche England. Knut der Große war König über Dänemark, Norwegen und Teile Englands, als sein Reich seine größte Ausdehnung erreichte. Den Grundstein für dieses Großreich hatten bereits sein Vater, Sven Gabelbart und sein Großvater, Harald Blauzahn. Ein gewisser Rollo dessen genaue Herkunft unklar ist setzte sich 911 in der Normandie fest.
Die norwegischen Wikinger
Die Norweger segelten nach Nordwesten und Westen zu den Färöern, Orkney, Shetlands und nach Irland und Nordengland. Interne Auseinandersetzungen in Norwegen führten im Jahre 970 zur Emigration nach Island, wo sie unbewohnte Gebiete vorfanden und siedelten.
Erik der Rote musste Island verlassen und segelte Richtung Westen, wo er nach einer beschwerlichen Seefahrt Grönland fand und ab 985 besiedelte. Etwa um 1000 wurde Nordamerika vermutlich von Leif Eriksson, dem Sohn Eriks des Roten, von Grönland aus entdeckt, der es Vinland nannte. Eine kleine Siedlung wurde auf der nördlichen Halbinsel von Neufundland bei L'Anse aux Meadows angelegt, aber die Gegenwehr der Ureinwohner führte innerhalb einiger Jahre zu ihrem Ende. Die archäologischen Überreste sind nun UNESCO-Weltkulturerbe.
Siehe auch Geschichte Norwegens
Die schwedischen Wikinger
Die Schweden richteten ihren Blick mitunter nach Schleswig und auf die südliche Ostseeküste primär aber nach Osten. Schon in der Vendelzeit bestand ein intensiver Austausch über Osteuropa bis ins Schwarze Meer, wovon unter anderem die Übernahme von Helmarten wie dem Spangenhelm und Nasalhelm oder dem später für die Wikinger so charakteristischen Brillenhelm zeugen, die auf byzantinische Vorbilder zurückgehen.
Die Wikinger nutzten das verzweigte Flusssystem, um sich in Osteuropa zu bewegen. So kamen sie übers Schwarze Meer nach Konstantinopel (Byzanz) und trieben selbst mit Bagdad Handel. Mit den Ostslawen tauschten sie Honig, Wachs, Bernstein, Felle, Waffen und Sklaven, und verkauften diese für Silber, Seide, Brokat, Gewürze, Helme und Rüstungen. Die Finnen und Slawen nannten diese Skandinavier Rus oder Warjagi (Waräger), von den Byzantinern wurden sie Rhos und Waragoi genannt, und die Araber bezeichneten sie als Al-Madjus, Ruser oder auch Saqaliba.
Die wikingischen Händler-Abenteurer kooperierten mit den Slawen, mitunter schwangen sich kampferfahrene Skandinavier zu lokalen Stammesfürsten auf. Manchmal kam es daher auch zu bewaffneten Auseinandersetzungen. So heißt es in der Nestorchronik, die Slawen hätten die Waräger über das Meer verjagt, sie dann später zurückgerufen, um die Ordnung wiederherzustellen und über sie zu herrschen. Sie erwählten Rurik zu ihrem Fürsten. Viele Nordmänner ließen sich auf Dauer in Russland nieder. Von diesen Rus hat Russland seinen Namen (siehe Kiewer Rus).
Zusammen mit den Slawen überfielen die Rus mit ihren Schiffen ab 860 immer wieder Konstantinopel, so dass sie im Byzantinischen Reich bald gefürchtet waren. Die Byzantiner erkauften sich mit Handelsprivilegien den Frieden und sicherten sich die Dienste der Rus in der kaiserlichen Warägergarde. Ein Häuptlingsbegräbnis mit ritueller Opferung einer Sklavin sowie einer Schiffverbrennung auf dem Lande - und nicht auf dem Wasser wie in vielen Filmen oft fälschlicherweise dargestellt - hat im Jahre 922 der arabische Reisende Ahmad Ibn Fadlān akkurat beschrieben.
Die Wikingerschiffe
Der Bau des Wikingerschiffs erfolgte ohne Pläne nur aus dem mündlich überlieferten Gedächtnis der Väter. Es werden zwei Arten von Schiffen unterschieden:
- Langschiffe, auch als Kriegs- oder Kampfschiffe bezeichnet und auf Grund ihres Stevenschmucks oft "Drachen" genannt
- und Handelsschiffe, so genannte Knorren.
Langschiffe waren die Kriegs- bzw. Kampfschiffe der Wikinger. Sie konnten mit ihnen schnell und unerwartet angreifen - sich aber wieder zurückziehen, bevor ein Vergeltungsschlag organisiert werden konnte. Dieser Schiffstyp war ein ca. 20 m langer Verdränger, deren Holzplanken überlappend in Klinkertechnik verbaut wurden. An den Überlappungen wurden die Planken mit Metallnieten zusammengehalten. Sämtliche hölzernen Schiffsteile aller Schiffstypen wurden mit verschiedenen Beilen aus Baumstämmen nach der jeweiligen Maserung gehackt. Daraus ergab sich insgesamt eine enorme Festigkeit und Belastbarkeit. Auch die Planken wurden nicht gesägt. Die Langschiffe wurden gerudert und gesegelt; sie hatten einen umlegbaren Segelmast, der in kürzester Zeit (ca. 1,5 Minuten) auf- und abgebaut werden konnte. Der Tiefgang aller Schiffe betrug nicht mehr als 1,5 m und sie erreichten eine Maximalgeschwindigkeit von ca. 20 Knoten! Neben der Möglichkeit von Fahrten über lange Entfernungen konnten die Wikinger daher mit ihren Schiffen nicht nur in flachen Gewässern segeln, sondern zusätzlich entlang der Flüsse, selbst unter Brücken hindurch, tief in das jeweilige Landesinnere vordringen.
Mit den Handelsschiffen, die breiter und hochbordiger als die Langschiffe waren, brachen die Wikinger z. B. zu ihren Entdeckungsfahrten nach Grönland und zum Handel in das heutige Russland auf.
Das Steuerruder aller Schiffstypen war auf der rechten Seite, davon leitet sich die Richtungsangabe steuerbord in der allgemeinen Schifffahrt her. Aus der Saga von Riem lässt sich entnehmen, dass die Wikinger schon damals wussten, dass die Erde eine Kugel ist. Ein archäologischer Fund lässt auf die Verwendung einer kompassähnlichen Navigationshilfe schließen. Auch die Gezeiten haben sie gekannt. Insgesamt waren die Wikinger in der Navigation und dem Schiffbau nicht nur für ihre Zeit richtungsweisend, vielmehr stammen viele noch heute verwendete Begriffe aus dem Bereich letztlich von ihnen.
Siehe auch: Geschichte des Wikingerschiffbaus, Langschiffe, Knorren
Gründe der Expansion
Den Grund für die Überfälle sehen einige, neben dem erheblichen Vorsprung im Schiffbau und den damit verbundenen Möglichkeiten, in einer Überbevölkerung, die durch die technischen Fortschritte (wie etwa die Verwendung von Eisen), aber auch durch die seit 800 n. Chr. einsetzende Klimaverbesserung hervorgerufen wurde. Eine Ursache könnten auch Notlagen gewesen sein. So verließen in Frühgeschichtlicher Zeit Kimbern und Teutonen (wahrscheinlich auch Vandalen) Jütland. Etwa zur selben Zeit gingen auch die Goten aufs Festland. Jahrhunderte später verließen Angeln, Jüten und Sachsen die Halbinsel.
Ein weiterer Grund war, dass sich zu dieser Zeit einige Länder (besonders England und Irland) destabilisiert und somit leichte Beute für Überfälle waren. Das Frankenreich hatte besser verteidigte Küsten und befestigte Häfen, was die Wikinger aber nicht von ihren Raubzügen abhielt.
Mythologie und Literatur
Klimaverbesserung
Die germanische Mythologie und die altnordische Literatur berichten uns über ihre heidnische Religion und ihre kühnen Helden.
Das bedeutendste Beispiel für die germanische Mythologie stellt wohl die Edda (Ältere Edda und Jüngere Edda) dar.
In dieser Sammlung sind die verschiedensten Erzählungen der Wikinger zusammengefasst.
Allgemein war Thor der wichtigste Gott der Wikinger und regional hatte dieser sogar eine wichtigerere Position als Odin, der germanische Göttervater. Die Wikinger im Gebiet des heutigen Schwedens verehrten Freyr als einen ihrer wichtigsten Götter, der daher sein Hauptheiligtum im heutigen Uppsala besaß. Außerdem kannten die Wikinger keine Priester.
Sitten und Gebräuche
Sehr oft wurden bei den Wikingern weibliche Säuglinge kurz nach der Geburt getötet. Das hatte den Zweck, dass die Frauen bald wieder schwanger werden konnten, um einen erhofften Knaben zu gebären. Für Ihre kriegerischen Raubzüge waren sie besonders auf männlichen Nachwuchs angewiesen.
Auf ihren Raubzügen nahmen sie Gefangene jeden Alters und Geschlechts mit nach Hause und hielten sie als Sklaven. Mit diesen wurde auch regelrechter Handel betrieben bis in den vorderen Orient. Dort waren besonders blonde Kinder und Frauen begehrt.
Ende der Wikinger
Nach Jahrzehnten des Plünderns wurde der Widerstand in allen Teilen Europas wirkungsvoller und der Druck der deutschen Kaiser förderte die Christianisierung Skandinaviens und führte zu einem milderen Verhalten. Es etablierten sich die großen Königreiche Norwegen, Dänemark und später auch Schweden und man kann annehmen, dass ihre Könige friedlichere Verhältnisse schaffen wollten.
Zeitlich wird das Ende der Wikingerzeit mit der Schlacht bei Hastings im Jahre 1066 festgelegt.
Weiter könnte die zu hohe Bevölkerungszahl und der damit verbundenen Ressourcenknappheit und Bodenknappheit ein Grund für das Ende der Wikinger sein.
Die Normandie
Um 911 bekamen der Wikingerfürst Rollo die Normandie als Lehen im Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte vom französischen König Karl dem Einfältigen zugesprochen, nachdem sie lange das Seine-Gebiet rund um Paris verwüstet hatten.
Sie sollten nun Frankreich vor weiteren Überfallen durch Wikinger schützen.
Aufgrund ihrer Herkunft wurden sie Nordmänner oder Normannen genannt; so erhielt die Normandie ihren Namen. Die Normannen nahmen die französische Sprache an und entwickelten im Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung eine neue kulturelle Identität. Zur weiteren Geschichte, insbesondere zur Eroberung Englands 1066 durch den normannischen Herzog Wilhelm der Eroberer und zur Ausbreitung der Normannen bis nach Sizilien, siehe Normannen.
Erfinderreichtum der Wikinger
Schon die Wikinger haben die Linse erfunden. Sie war aus Bergkristall geschliffen und perfekt gearbeitet. Vermutlich hatten die Wikinger auch dafür ein eigenes Gerät entwickelt. Es wurde mit dem Fuß angetrieben und konnte den Bergristall schleifen. Mir der Linse hätten sie theoretisch auch das Fernrohr erfinden können, vielmehr wird aber vermutet dass die Linse zum ausbrennen von Krankheiten und zum Feuerzünden dienlich war. Eine weitere "Erfindung" der Wikinger war die Hochseefischerei. Die Wikinger fischten im grossen Stile auch auf dem Meer und nicht nur mit Reusen und ähnlichem vom Land aus.
Andere Bedeutungen
Der Begriff "Wikinger" ist auch unter Modelleisenbahn-Freunden bekannt : für die kleinen Automodelle im Maßstab 1 zu 87 H0 (gesprochen: "Ha-Null") als Zubehör zur Modellbahn.
- siehe auch: Wiking
Literatur
- Ian Heath, David Nicolle, Angus McBride: Wikinger und Normannen, St. Augustin, Siegler 2003. ISBN 3-87748-630-4
- Benjamin Hudson: Viking pirates and Christian princes. Dynasty, religion, and empire in the North Atlantic, Oxford, Oxford Univ. Press 2005. ISBN 0-19516-237-4
- Angus Konstam: Atlas der Wikinger. Geschichte, Eroberungen und Kultur der Wikinger, Wien, Tosa 2002. ISBN 3-85492-555-7
- Peter H. Sawyer (Hrsg.): Die Wikinger. Geschichte und Kultur eines Seefahrervolkes, Stuttgart, Theis 2001. ISBN 3-8062-1688-6
Siehe auch: Wikinger-Museum Haithabu, Berserker, Jomswikinger, Runenstein, Wickie und die starken Männer :Kategorie:Wikinger
Weblinks
- [http://www.heimskringla.no heimskringla.no - «Kulturformidlingen norrøne tekster og kvad»]
- http://www.vikingnet.de/
- http://www.wikinger.org/
- http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/links/links22.htm
- http://www.norwegen-service.de/Kultur/Die_Wikinger/die_wikinger.htm
- http://www.blinde-kuh.de/wikinger/ (für Kinder)
- http://www.jordheim.info/
Kategorie:Germanischer Stamm
Kategorie:Europäische Ethnie
!Wikinger
als:Wikinger
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zh-min-nan:Viking-lâng
Osmanisches ReichOsmanisches Reich (auch Ottomanisches Reich, amtliche türkische Bezeichnung 1907 Memalik-i Osmanije), ist die Bezeichnung für das Reich der Dynastie der Osmanen vom 14. Jahrhundert bis 1923. In Europa wurde das Land auch damals als "Türkei" bzw. "Türkisches Reich" bezeichnet. Es war für mehrere Jahrhunderte die entscheidende Macht in Kleinasien und auf dem Balkan, zeitweise auch in Nordafrika und auf der Krim. Im Laufe des 18. und vor allem 19. Jahrhunderts wurde es in der Auseinandersetzung mit den europäischen Mächten auf Kleinasien zurückgedrängt und fand in der Türkei seinen Nachfolgestaat.
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Nachfolgestaat
[http://ccat.sas.upenn.edu/~rs143/ottoma.jpg gute Karte, die die territoriale Entwicklung des O.R vom frühen 14. Jhd bis ins frühe 16. Jhd dokumentiert (englisch) ]
Frühgeschichte
Die Überlieferungen über die Anfangszeit der Osmanen (Osmanlı, Osmanisches Reich = Devlet-i Âliye, Osmanlı Devleti) sind nur spärlich, wohl weil es sich um ein kleines unter vielen Fürstentümern handelte, die es nach der Zerschlagung des Seldschuken-Reiches (Selçuklu Devleti) in Kleinasien gab. Der Namensgeber Osman I. war zu Anfang des 14. Jahrhunderts der Herrscher über einen nomadischen Stamm - den Klan der Kynyk vom Stamm der Kayi bei Söğüt im nordwestlichen Anatolien, der turkmenischer Herkunft und islamischen Glaubens war. Osman starb 1326 und hinterließ seinem Sohn Orhan ein Fürstentum, das fast halb so groß wie die heutige Schweiz war. Er eroberte die byzantinische Stadt Bursa, die bis zur Eroberung Konstantinopels (heute İstanbul) die Grablege der Oberhäupter der Osmanen blieb.
Das Byzantinische Reich wurde massiv bedrängt und befand sich zu dieser Zeit im Niedergang, sodass die Eroberung der europäischen Seite des Marmarameers (Marmara Denizi) nicht schwer fiel, angefangen mit Gallipoli (Gelibolu) 1354. Auch in Kleinasien gab es im gleichen Jahr mit Ankara (griech. Angora) Zugewinne. Bei Orhans Tod 1360 war das Reich mehr als dreimal so groß wie beim Tode seines Vaters. Im folgenden Jahr gelang die Einnahme Adrianopels (Edirne), der zweitgrößten byzantinischen Stadt, es folgte der Übergriff auf Mazedonien (1371). 1389 gelang | | |