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| 27. August |
27. AugustDer 27. August ist der 239. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 240. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 126 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 479 v. Chr. - An oder um diesen Tag finden mit der Schlacht von Platää und der annähernd gleichzeitigen Seeschlacht von Mykale die Perserkriege ein Ende. Die Perser werden von den verbündeten griechischen Kleinstaaten geschlagen.
- 1689 - China vereinbart mit Russland den Amur als Grenzfluss zwischen beiden Kaiserreichen
- 1791 - Deklaration von Pillnitz: österreichisch-preußische Interventionsdrohung gegen das revolutionäre Frankreich im Ergebnis der Fürstenzusammenkunft vom 25. bis 27. August im Pillnitzer Schloss.
- 1828 - Mit dem Vertrag von Montevideo erkennen Brasilien und Argentinien die Unabhängigkeit Uruguays an.
- 1896 - Der Englisch-Sansibarische Krieg, der wohl kürzeste Krieg aller Zeiten, wird zwischen 9:02 und 9:40 ausgefochten.
- 1910 - Ausrufung des Internationalen Frauentages durch die deutsche Frauenrechtlerin und Sozialistin Clara Zetkin auf einer Frauenkonferenz in Kopenhagen. Er wurde später auf den 8. März festgelegt.
- 1914 - Die deutsche Kolonie Togo wird kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges von Großbritannien und Frankreich besetzt. Am 27.08.1914 erfolgt die Kapitulation der deutschen Polizeitruppen.
- 1916 - Erster Weltkrieg: Rumänien erklärt Österreich-Ungarn den Krieg in der Hoffnung auf Gebietszuwachs.
- 1924 - Der Zeppelin LZ 126, später als ZR-3 „USS Los Angeles“ in amerikanischen Diensten, macht seine Jungfernfahrt.
- 1929 - Argentinien und Brasilien akzeptieren im Friedensvertrag von Rio de Janeiro die Unabhängigkeit der Republik Uruguay.
- 1945 - Der Wiener Kurier, Vorläufer des Kuriers, erscheint erstmals.
- 1985 - General Ibrahim Babangida übernimmt die Macht in Nigeria.
- 1991 - Die baltischen Staaten werden von Deutschland diplomatisch anerkannt.
- 1991 - Die Republik Moldau wird unabhängig.
- 2001 - Mazedonien. Beginn NATO-Operation "Essential Harvest" (Waffeneinsammeln)
- 2003 - Die maoistische Führung kündigt einen Waffenstillstand in Nepal an.
Wirtschaft
- 1859 - Edwin L. Drake stößt bei Titusville in Pennsylvania, wo 1857 plötzlich Erdöl aus dem Boden gesickert ist, bei seiner Bohrung auf den begehrten Rohstoff. Durch die nun mögliche industrielle Förderung beginnt das Zeitalter der Petroleumindustrie.
Wissenschaft und Technik
- 1939 - Erich Warsitz steuert als Pilot eine Heinkel He 178, das erste Düsenflugzeug, angetrieben durch ein Heinkel S3B Strahltriebwerk.
- 2005 - Der Wolkenkratzer Turning Torso wird in Malmö, Schweden als höchstes Wohngebäude Europas eingeweiht.
Kultur
- 1748 - Uraufführung der Oper "Pigmalion" von Jean-Philippe Rameau an der Grand Opéra Paris.
- 1900 - Die Oper "Prometheus" von Gabriel Urbain Fauré wird in Béziers uraufgeführt.
- 1950 - Der Film "Der Reigen" von Max Ophüls hat bei der Biennale in Venedig seine internationale Premiere.
Religion
Katastrophen
- 1883 - Ausbruch des Vulkans Krakatau in Indonesien. Durch den Ausbruch, Flutwellen (Tsunamis) und pyroklastische Ströme sterben mindestens 36.000 Menschen.
- 1992 - Iwanowo, Russland. Beim Landeanflug verunglückte eine aus Donezk, Ukraine kommende Tupolew Tu-134 der Aeroflot. Dabei starben alle 84 Insassen.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1545 - Alexander, Herzog von Parma
- 1550 - Johann Samuel Welter, deutscher Komponist
- 1666 - Iwan V., Zar von Russland von 1682 bis 1696
- 1703 - August von Hallerstein, deutscher Jesuit und China-Missionar
- 1730 - Johann Georg Hamann, deutscher Philosoph und Schriftsteller
- 1768 - Charlotte Corday, französische Mörderin Jean-Paul Marats
- 1770 - Georg Wilhelm Friedrich Hegel, deutscher Philosoph
- 1785 - Agustín Gamarra, Staatspräsident von Peru
- 1786 - Johannes Voigt, deutscher Historiker, Vater des Humanismusforschers Georg Voigt
- 1807 - Karl Franzewitsch Albrecht, russischer Komponist
- 1856 - Iwan Franko, ukrainischer Dichter
- 1865 - Charles Gates Dawes, Vizepräsident der USA, Friedensnobelpreis 1925
- 1871 - Theodore Dreiser, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1874 - Carl Bosch, deutscher Chemiker
- 1877 - Charles St. Rolls, britischer Autopionier
- 1877 - Ernst Wetter, schweizerischer Politiker (FDP), Bundesrat 1939-1943
- 1882 - Jaroslav Křička, tschechischer Komponist
- 1885 - Georg Wilhelm Pabst, österreichischer Filmregisseur
- 1886 - Rebecca Clarke bis 1979, englische Komponistin und Violaspielerin
- 1890 - Man Ray, US-amerikanischer Künstler
- 1899 - Cecil Scott Forester, englischer Schriftsteller
- 1899 - Hans Wilhelmi, deutscher CDU-Politiker, Bundesschatzminister 1960-1961
- 1901 - Fritz Berg, erster Präsident des BDI nach 1945
- 1903 - Ernst Bettermann, deutscher SPD-Politiker, Landrat, MdL Niedersachsen
- 1905 - Heinz Liepmann, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1906 - Giorgos Theotokas, griechischer Komponist, Sänger und Politiker
- 1908 - Lyndon B. Johnson, 36. Präsident der USA
- 1908 - Kurt Wegner, deutscher Künstler
- 1909 - Walter Arnold, deutscher Bildhauer
- 1909 - Lester W. Young, US-amerikanischer Musiker
- 1910 - Mutter Teresa, albanische Ordensgründerin, Friedensnobelpreis 1979
- 1912 - Ruth Cohn, Begründerin der Themenzentrierten Interaktion (TZI)
- 1914 - Heidi Kabel, deutsche Schauspielerin
- 1915 - Norman Foster Ramsey, US-amerikanischer Physiker
- 1922 - Frank Kelly Freas, US-amerikanischer Science-Fiction- und Fantasy-Künstler
- 1923 - Uwe Dallmeier, deutscher Schauspieler
- 1925 - Carter Glen Stanley, US-amerikanischer Musiker
- 1927 - Liselott Linsenhoff, deutsche Dressurreiterin
- 1929 - (oder 4. oder 24. August): Jassir Arafat, palästinensischer Politiker, Chef der PLO bis 2004
- 1936 - Hans Scheibner, deutscher Kabaretist
- 1936 - Hans Georg Bertram, deutscher Komponist
- 1937 - Alice Coltrane, US-amerikanische Musikerin
- 1937 - Tommy Sands, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1937 - Phil Shulman, britischer Musiker und Sänger
- 1942 - Daryl Dragon,US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1943 - Wolfgang Nordwig, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger
- 1945 - Malcolm Allured, britischer Musiker
- 1945 - Marianne Sägebrecht, deutsche Schauspielerin
- 1946 - Suzanne Doucet, deutsche Sängerin und Songschreiberin
- 1947 - Barbara Bach, US-amerikanische Schauspielerin, Ehefrau von Ringo Starr
- 1947 - Fritz Schramma, deutscher CDU-Politiker, Oberbürgermeister von Köln
- 1949 - Jeff Cook, britischer Musiker und Sänger
- 1950 - Mink DeVille, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1951 - Christof Wackernagel, deutscher Schauspieler und ehemaliger RAF-Terrorist
- 1952 - Undine Gruenter, deutsche Schriftstellerin
- 1952 - Laurie Wisefield, britischer Musiker
- 1953 - Alex Lifeson, kanadischer Rockmusiker der Gruppe "Rush"
- 1956 - Glenn Matlock, britischer Musiker der "Sex Pistols"
- 1957 - Bernhard Langer, deutscher Golfspieler
- 1958 - Sergei Konstantinowitsch Krikaljow, Kosmonaut
- 1959 - Markus, deutscher Sänger
- 1959 - Gerhard Berger, österreichischer Auto-Rennfahrer
- 1969 - Christof Straub österreichischer Musiker und Komponist
- 1970 - Peter Ebdon, englischer Profi-Snooker-Spieler
- 1970 - Kelly Trump, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 1972 - Denise Lewis, britische Leichtathletin
- 1973 - Dietmar Hamann, deutscher Fußballspieler
- 1977 - Deco, portugiesischer Fußballspieler
- 1986 - Mario Barrett,US-amerikanischer R&B-Sänger
Gestorben
Mario Barrett
- 827 - Eugen II. (Papst), Papst
- 858 - Montoku, 55. Kaiser von Japan
- 995 - Gebhard von Konstanz, Bischof von Konstanz, Heiliger
- 1394 - Chokei, 98. Kaiser von Japan (1368 - 1383)
- 1521 - Josquin Desprez, Komponist und Sänger
- 1574 - Bartolomeo Eustachi, italienischer Arzt und Anatom
- 1576 - Tizian, italienischer Maler
- 1590 - Felice Peretti di Montalto, Papst von 1585 bis 1590
- 1590 - Sixtus V., Papst von 1585 bis 1590
- 1618 - Albrecht Friedrich von Preußen, regierender Fürst des Herzogtums Preußen
- 1635 - Lope de Vega, spanischer Dichter
- 1723 - Antoni van Leeuwenhoek, niederländischer Naturforscher und Mikroskopbauer
- 1748 - James Thomson, schottischer Dichter
- 1824 - Johann Christian Woyzeck, Vorlage für die Hauptfigur in Georg Büchners Drama 'Woyzeck'
- 1840 - Hermann Wedel-Jarlsberg, norwegischer Politiker
- 1841 - Ignaz Xaver von Seyfried, österreichischer Komponist
- 1851 - Ferdinand Georg August von Sachsen-Coburg-Saalfeld-Koháry, Feldmarschallleutnant in österreichischen Diensten
- 1865 - Thomas Chandler Haliburton, kanadischer Schriftsteller
- 1868 - Xaver Schnyder von Wartensee, Schweizer Komponist und Musikautor
- 1876 - Michel Rodange, Luxemburgischer Schriftsteller
- 1879 - Rowland Hill, Reformator des englischen Postwesens
- 1887 - Wilhelm Valentin Volckmar, Orgelvirtuose und Komponist
- 1893 - Peter Mitterhofer, Zimmermann und Erfinder
- 1914 - Eugen von Böhm-Bawerk, österreichischer Ökonom
- 1919 - Louis Botha, erster Premierminister der Südafrikanischen Union
- 1929 - Herman Potocnik, slowenischer Raumfahrttheoretiker
- 1931 - Frank Harris, irisch-englischer Autor und Redakteur
- 1935 - Otto Schott, deutscher Chemiker und Glastechniker
- 1950 - Cesare Pavese, italienischer Schriftsteller
- 1953 - Nikolai Berezowski, russischer Komponist
- 1958 - Ernest O. Lawrence, US-amerikanischer Atomphysiker
- 1963 - Adolf Grimme, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer
- 1963 - W.E.B. Du Bois, farbiger Bürgerrechtler, Philosoph und Sozialwissenschaftler
- 1963 - William Edward Burghardt du Bois, ghanesischer Politiker und Schriftsteller
- 1965 - Le Corbusier, französisch-schweizer Architekt, Architekturtheoretiker
- 1967 - Brian Epstein, britischer Manager der Beatles
- 1967 - Eduard Edert, deutscher Politiker, parteilos, MdB
- 1969 - Erika Mann, deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin
- 1971 - Lil Hardin Armstrong, Jazz-Pianistin, -Sängerin und -Komponistin
- 1971 - Margaret Bourke-White, US-amerikanische Fotoreporterin
- 1975 - Haile Selassie I., letzter Kaiser von Äthiopien
- 1979 - Louis Mountbatten, 1. Earl Mountbatten of Burma, britischer Admiral und Staatsmann
- 1985 - Ernst Aust, deutscher Politiker
- 1990 - Pearl Bailey, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 1990 - Stevie Ray Vaughan, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1996 - Wayne D. Overholser, US-amerikanischer Westernautor
- 1999 - Hélder Câmara, Erzbischof von Olinda und Recife
- 2001 - Abu Ali Mustafa, palästinensischer Politiker
- 2002 - Jane Tilden, österreichische Schauspielerin
- 2003 - Martha Chase, US-amerikanische Biochemikerin
- 2003 - Pierre Poujade, französischer Politiker
- 2004 - Alfred Gleitze, Berliner Kommunalpolitiker
Feier- und Gedenktage
- Heilige Monika ( - ca. 332; † 387), Mutter des Augustinus (bis 1968 am 4. Mai gefeiert)
- Moldawien: Nationalfeiertag (Unabhängigkeitstag)
Siehe auch
- 26. August - 28. August
- 27. Juli - 27. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0827
ja:8月27日
ko:8월 27일
simple:August 27
th:27 สิงหาคม
Gregorianischer KalenderDer gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.
Gregorianische Kalenderreform
Kalender
Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt.
Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann.
Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.
Die Schaltregeln
- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.)
oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.
Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.
Charakteristika
Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).
Siehe auch
- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
Weblinks
- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon]
Kategorie:Kalender
als:Gregorianischer Kalender
ja:グレゴリオ暦
ko:그레고리력
ms:Kalendar Gregorian
simple:Gregorian calendar
th:ปฏิทินเกรกอเรียน
479 v. Chr.
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Das 5. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 500 v. Chr. und endete am 31. Dezember 401 v. Chr..
Zeitalter/Epoche
Ereignisse/Entwicklungen
- Anfang des 5. Jahrhunderts v. Chr. - König Alexander I. von Makedonien wird Olympionike bei den Olympischen Spielen.
- 500 v. Chr. - Tarent war eine Monarchie
- 497 v. Chr. - Einsetzung der Saturnalien
- 497 v. Chr. - Sieg der Römer über die Latiner in der Schlacht am See Regillus.
- 494 v. Chr. - In Rom wird das Amt des Volkstribuns eingeführt.
- 494 v. Chr. - Zerstörung Milets durch die Perser
- 493 v. Chr. - Bündnisvertrag zwischen Latinern und Römern.
- 490 v. Chr. - Schlacht bei Marathon: Niederlage Persiens gegen die Griechen
- 483 v. Chr. - Beginn der buddhistischen Zeitrechnung
- 482 v. Chr. - Themistokles betreibt in Athen ein Flottenbauprogramm und den Ausbau eines Krieghafens im Piräus
- 480 v. Chr.
- Frühjahr: Perserkönig Xerxes I. zieht mit einem Heer von über 100.000 Mann nach Griechenland
- 11. August: Erste Schlacht bei den Thermopylen, gleichzeitig Seeschlacht von Kap Artemision . Spartanerkönig Leonidas fällt samt seiner 300 Mann starken Leibgarde und ca. 1.000 Thespiern bei der Sicherung des Thermopylenpasses, um den Rückzug des griechischen Bündnisheeres und die Loslösung der griechischen Flotte vom Feind zu sichern
- danach Plünderung Athens durch die Perser, Zerstörung der Akropolis
- September: Seeschlacht von Salamis. Der Athener Themistokles lockt die Persische Flotte in einen Hinterhalt im Sund der Insel Salamis. Die griechische Flotte ist mit ihren Ruderschiffen der weit größeren Flotte der Perser, die auf engem Raum nur schwerfällig operieren kann, überlegen
- 479 v. Chr.
- 27. August - An oder um diesen Tag finden mit der Schlacht von Platää und der annähernd gleichzeitigen Seeschlacht von Mykale die Perserkriege ein Ende. Die Perser werden von den verbündeten griechischen Kleinstaaten geschlagen.
- Bau der Stadtmauer von Athen gegen den Einspruch der Spartaner
- 477 v. Chr.
- Die Römer unterliegen im Krieg gegen die Veji
- Der Stadtstaat Athen gründet den Delisch-Attischen Seebund
- 476 v. Chr. - Der größte griechische Chorlyriker Pindar wird an den Hof des Tyrannen Hieron I. nach Syrakus berufen.
- 474 v. Chr. - Seeschlacht vor Cumae, die Etrusker unterliegen den Griechen und verlieren ihren Einfluß in Suditalien.
- 464 v. Chr. - Schweres Erdbeben in Sparta, über 20.000 Todesopfer.
- 457 v. Chr. - Befehl zum Wiederaufbau Jerusalems durch Artaxerxes
- 449 v. Chr. - Kalliasfriede: Das Perserreich schließt einen Kompromissfrieden mit Athen.
- 446 v. Chr. - Athen und Sparta schließen einen befristeten Frieden auf 30 Jahre.
- 443 v. Chr. - In Rom wird das Amt des Censors eingeführt.
- 442 v. Chr. - Die Antigone von Sophokles wird aufgeführt.
- 431-404 v. Chr. - Peloponnesischer Krieg
- 431-421 v. Chr. - Archidamischer Krieg
- 430 v. Chr. - Pestepidemie in Athen
- 429-427 v. Chr. - Belagerung von Plataeae
- 425 v. Chr. - Ein schweres Erdbeben erschüttert Athen, tausende Todesopfer. Durch die darauf folgende Flutwelle wurde Euböa zur Insel.
- 424-420 v. Chr. - die Samniten bringen Kampanien unter ihre Herrschaft.
- 415-413 v. Chr. "Sizilianische Expedition". Athen unterstützt Segesta gegen Syrakus und Selinus; Belagerung von Syrakus.
- 413 v. Chr. - Die Athenische Flotte wird im Hafen von Syrakus vernichtet.
- 413 v. Chr. - Dekeleischer Krieg
- 411 v. Chr. - Athen führt die Oligarchie ein, diese wird jedoch noch im selben Jahr durch Alkibiades gestürzt. Die Demokratie wird gestärkt, das allgemeine Klagerecht eingeführt.
- 404 v. Chr. - Athen kapituliert vor Sparta; Auflösung des Seebundes.
- Gründung von Phalassarna
Persönlichkeiten
Geboren
- um 500 v. Chr. - Perikles, athenischer Staatsmann († 429 v. Chr.)
- um 497 v. Chr. - Sophokles, griechischer Dramatiker († um 406 v. Chr.)
- 490 v. Chr. - Ion von Chios, vorsokratischer Philosoph und Dramatiker († 421 v. Chr.)
- um 485 v. Chr. - Herodot, griechischer Geschichtsschreiber († um 425 v. Chr.)
- um 480 v. Chr.
- Antiphon (Redner), griechischer Philosoph (Sophist) († 411 v. Chr.)
- Euripides, griechischer Dramatiker († 407 v. Chr.)
- Gorgias, griechischer Philosoph (Sophist) († 380 v. Chr.)
- 469 v. Chr. - Sokrates, griechischer Philosoph († 399 v. Chr.)
- 460 v. Chr.
- Demokrit, griechischer Philosoph († 371 v. Chr.)
- Hippokrates, griechischer Arzt († um 375 v. Chr.).
- 455 v. Chr. - Thukydides, griechischer Geschichtsschreiber († um 400 v. Chr.)
- um 450 v. Chr. - Alkibiades, griechischer Feldherr († 404 v. Chr.)
- um 450 v. Chr. - Thrasymachos, griechischer Vorsokratiker (Sophist) aus Chalkedon
- um 448 v. Chr. - Agathon von Athen
- um 445 v. Chr. - Aristophanes, griechischer Satiriker und Komödiendichter († um 385 v. Chr.)
- um 435 v. Chr. - Philoxenos, griechischer Dithyrambendichter († 380 v. Chr.)
- 427 v. Chr. - Platon, griechischer Philosoph († um 347 v. Chr.)
- um 426 v. Chr. - Xenophon, griechischer Schriftsteller und Politiker († 355 v. Chr.)
- 408 v. Chr. - Antiphanes
Gestorben
- 497 v. Chr. - Aristagoras, Tyrann von Milet
- 493 v. Chr. - Histiaios, Tyrann von Milet
- 490 v. Chr. - Pheidippides, griechischer Bote
- 486 v. Chr. - Darius I., persischer König und Neuorganisator des persischen Großreichs
- 483 v. Chr. - Buddha, Religionsstifter des Buddhismus aus Süd-Nepal/Nord-Indien ( - 563 v. Chr.)
- 479 v. Chr. - Konfuzius, chinesischer Philosoph ( - 551 v. Chr.)
- 465 v. Chr. - Xerxes I., persischer König ( - um 519 v. Chr.)
- um 460 v. Chr. - Themistokles, griechischer Feldherr ( - um 525 v. Chr.)
- um 460 v. Chr. - Epicharmos, griechischer Philosoph, Komödienschreiber und Arzt ( - um 540 v. Chr.)
- 456 v. Chr. - Aischylos, griechischer Dichter ( - 525 v. Chr.)
- 429 v. Chr. - Perikles stirbt während des Peloponnesischen Krieg an der Pest ( - um 500 v. Chr.)
- 428 v. Chr. - Anaxagoras, griechischer Philosoph ( - um 500 v. Chr.)
- um 425 v. Chr. - Herodot, griechischer Geschichtsschreiber ( - um 485 v. Chr.)
- 421 v. Chr. - Ion von Chios, vorsokratischer Philosoph und Dramatiker († 490 v. Chr.)
- 411 v. Chr. - Antiphon (Redner), griechischer Philosoph (Sophist) ( - um 480 v. Chr.)
- 407 v. Chr. - Euripides, griechischer Dramatiker ( - um 480 v. Chr.)
- 406 v. Chr. - Sophokles, griechischer Dramatiker ( - um 497 v. Chr.)
- 404 v. Chr. - Alkibiades, griechischer Feldherr ( - um 450 v. Chr.)
Erfindungen und Entdeckungen
- Herodot ( - 485 v. Chr., † 425 v. Chr.) berichtet von der optischen Signalübertragung durch Feuerzeichen bei den Persern.
- Demokrit ( - 460 v. Chr., † 371 v. Chr.) postuliert die Existenz von Atomen als kleinste und unteilbare Teilchen, aus denen alle Materie zusammengesetzt ist.
- Im Peloponnesischen Krieg (431 v. Chr. bis 404 v. Chr.) werden militärische Geheimbotschaften mit Hilfe der Skytale verschlüsselt.
00-05
ja:紀元前5世紀
ko:기원전 5세기
Schlacht von Plataeae
In der Schlacht bei Plataeae (gr. auch Plataiai) in Böotien besiegten die gegen Persien verbündeten Griechen im Sommer 479 v. Chr. das persische Landheer. Nachdem sie bereits im Vorjahr die Flotte des Großkönigs nahezu vernichtet hatten, bedeutete der Sieg bei Plataeae das Ende der persischen Versuche, Griechenland zu erobern.
Vorgeschichte
Nach der persischen Niederlage bei der Seeschlacht von Salamis (480 v. Chr.), kehrte der Großkönig Xerxes I. in sein Reich zurück. Seine Flotte befand sich in Auflösung; das immer noch massive Landheer überwinterte jedoch unter der Führung des Mardonios in Thessalien.
Mardonios versuchte zunächst, Differenzen zwischen Sparta und Athen auszunutzen. Er machte letzterem Friedensangebote, um einen Keil zwischen die verbündeten Griechen zu treiben. Als ihm dies nicht gelang, ließ er Athen ein zweites Mal verwüsten. Erst nach Aushebung und Bündelung aller Kräfte, einschließlich der Ruderer, wagten die Griechen, sich zur Landschlacht zu stellen.
Truppenstärken
Zahlenmäßig waren die beiden aufeinandertreffenden Heere größer als alle Landheere zuvor und danach, bis zur Zeit Alexanders des Großen. 40.000 Griechen, darunter 20.000 schwerbewaffnete Hopliten standen etwa 50 – 60.000 Persern gegenüber. Bei den Griechen bildete die Hoplitenphalanx der Spartaner und Athener die Hauptstreitmacht. Auch auf Seiten der Perser kämpften griechische Hopliten aus mit Persien verbündeten Poleis. Das persische Gros bildeten Reiter und Bogenschützen.
Verlauf der Schlacht
Mardonios, durch den Verlauf der Schlacht bei Marathon gewarnt, hatte sich als Schlachtfeld die Ebene von Plataeae ausgesucht, einer kleinen Stadt in Böotien südlich von Theben. Dort hoffte er, seine unterschiedlichen Kampftruppen zur Entfaltung bringen zu können. Die Griechen unter Führung des Spartanerkönigs Pausanias warteten zunächst ab. Erst als Mardonios' Truppen ihnen die Wasserversorgung abschneiden wollten, entschlossen sie sich zum Angriff.
Zunächst versuchten die Griechen, in die Ebene vorzudringen, wurden jedoch vom Pfeilhagel der persischen Bogenschützen zurückgeworfen. Im allgemeinen Durcheinander wie Bengtson vermerkt
"behielt Pausanias die Nerven". Mardonios drängte in Erwartung des Sieges nach, ohne die überlegene Reiterei einsetzen zu können. Kurz darauf stürzte er jedoch vom Pferd und kam um. Das persische Heer war damit führerlos. Diesen psychologischen Nachteil nutzte die Hoplitenphalanx der Spartaner und errang den Sieg.
Folgen
Mardonios, drei Söhne Dareios' I. und viele Mitglieder der persischen Elite fielen; die restlichen Truppen flohen.
Die persische Invasion in Griechenland war damit endgültig abgewehrt. Nach dem kurz darauf erfolgten, erneuten Seesieg bei Mykale fand die Epoche der Perserkriege ihr Ende. Die Griechenstädte an der kleinasiatischen Küste lösten sich aus der persischen Oberherrschaft und traten dem von Athen 477 v. Chr. gegründeten Attischen Seebund bei. Die Zeit relativen Friedens, die dem Sieg bei Plataeae folgte, gilt als Blütezeit des klassischen Griechenland. Zur Feier des entscheidenden Sieges fanden danach alle 5 Jahre die Freiheitsspiele (Eleuthéria) statt. Doch nur 50 Jahre später sollte
Plataeae in seiner Belagerung und anschließenden Zerstörung durch die Spartaner ein tragisches Schicksal widerfahren.
Literatur
- Peter Hunt: Helots at the Battle of Plataea, in: Historia 46 (1997), S. 129–144.
Siehe auch: Liste von Kriegen, Liste von Schlachten
Plataeae
Plataeae
Plataeae
Kategorie:5. Jahrhundert v. Chr.
Perserkriege
Als Perserkriege bezeichnet man allgemein die im 5. Jahrhundert v. Chr. von den persischen Großkönigen Dareios I. und Xerxes I. unternommenen Versuche, durch militärische Gewalt das antike Griechenland ihrem Reich anzugliedern. Diese Unternehmungen schlugen jedoch trotz gewaltiger persischer Übermacht fehl. Von den siegreichen Griechen wurde die erfolg- aber auch aufopferungsreiche Verteidigung ihres Mutterlandes bald zum nationalen Mythos erhoben, der sich auch in Theaterstücken wie den Persern des Aischylos ausdrückte. Dieser Mythos hat teilweise bis ins 20. Jahrhundert überlebt und wurde historisch oft zur Verteidigung der Freiheit des Abendlandes gegen orientalische Despotie und Gewaltherrschaft umgedeutet.
Ausgelöst wurden die Perserkriege durch den so genannten ionischen Aufstand. Als ihre Höhepunkte dürfen die Schlacht bei Marathon im ersten sowie die Seeschlacht von Salamis im zweiten persischen Krieg gelten. Die Niederlage der Perser hatte weitreichende Auswirkungen auf die weitere persische und griechische Geschichte. Wichtigste zeitgenössische Quelle für die Geschehnisse ist der antike Historiker Herodot, dessen Angaben jedoch sorgfältig hinterfragt werden müssen.
Ausgangssituation
Gegen Ende des 6. Jahrhundert v. Chr. war das Perserreich zu einer Großmacht geworden. Durch die Eroberung von Kleinasien gerieten die dort ansässigen ionischen Griechen unter persische Herrschaft, während die anderen Griechen weiterhin ihre Unabhängigkeit bewahrten. Dies bildete die Ausgangssituation der späteren Konflikte.
Vom ionischen Aufstand bis zur Schlacht von Marathon
500 v. Chr. oder 499 v. Chr. brach in Milet der von Aristagoras geleitete ionische Aufstand aus; die ionischen Städte vertrieben die von den Persern über sie eingesetzten griechischen "Tyrannen", bildeten ein Bündnis und richteten einen Hilfeappell an die anderen Griechen. Athen entsandte daraufhin zwanzig Kriegsschiffe, Eretria fünf, so dass sich die Erhebung mittels der Flotte entlang der gesamten Küste verbreitete. 498 v. Chr. eroberten die Griechen Sardes, den Sitz des persischen Statthalters, und brannten es nieder, wodurch sie eine persische Reaktion in Gestalt eines Einmarsches provozierten. Die griechische Flotte wurde bei der Schlacht von Lade 494 v. Chr. versenkt, womit der Aufstand zusammenbrach. Der persische Großkönig Dareios I. jedoch forderte Vergeltung für die Unterstützung der Rebellen aus dem griechischen Mutterland.
Dareios I.
492 v. Chr. eroberte der persische Feldherr Mardonios Thrakien und Makedonien, dem 490 v. Chr. die Strafexpedition von Datis und Artaphernes folgten.
Bereits 491 v. Chr. hatten die Perser Gesandte ausgeschickt, die die Unterwerfung der griechischen Poleis forderten. Viele gaben dem Druck nach. Athen und Sparta weigerten sich und töteten die Gesandtschaft. Daraufhin zog die persische Flotte aus und zog durch die Ägäis. Die Kykladen ergaben sich, Eretria wurden erobert und eine persische Expeditionsstreitmacht landete in Attika nahe Marathon. Der Läufer Pheidippides überbrachte angeblich den Spartanern die Bitte um Hilfe in Rekordzeit, die aber den Abmarsch aus religiösen Gründen verschieben mussten und zu spät kamen. Die Perser - sie hatten von dem Hilferuf nach Sparta gehört - eröffneten umgehend die Schlacht bei Marathon, die mit dem Sieg der Athener und Platäer, wenigen eigenen Verlusten (ungefähr 200 Männer fielen), aber - wenn man der Überlieferung trauen darf - mehreren tausend Toten auf persischer Seite endete. Held der Situation war der Grieche Miltiades, der das Heer geführt hatte. Persien hatte danach auch mit inneren Problemen zu kämpfen, so dass eine weitere Expedition verschoben werden musste...
Zug des Xerxes
480 v. Chr. startete Dareios' Nachfolger, sein Sohn Xerxes I., einen bereits vom Vater angelegten Feldzug, mit ca. 100.000 Soldaten und etwa 600-700 Kriegsschiffe (nach Welwei, "Athen"; die weitaus höheren Zahlenangaben bei Herodot sind alleine in logistischer Hinsicht wenig zuverlässig). Eine vorausgehende diplomatische Offensive sicherte die Auslieferung Thessaliens, Delphis, Argos' und eines großen Teiles Zentralgriechenlands. Ein von Athen und Sparta geführtes griechisches Bündnis (Hellenenbund) wurde Xerxes entgegengesetzt, und durch Themistokles, dem führenden Politiker Athens in dieser Zeit, wurde eilig eine Flotte aufgebaut.
Während die Peloponnesier (Sparta führte den Oberbefehl im Hellenenbund) eine Verteidigungslinie am Isthmus von Korinth vorschlugen, trat Themistokles für eine frühere Verteidigungslinie ein. Versuche, die Perser durch die Schlacht an den Thermopylen und die Schlacht bei Artemision aufzuhalten, scheiterten jedoch. Athen wurde evakuiert und die griechische Flotte zog sich zurück nach Salamis. Themistokles gelang es jedoch, die persische Flotte in die engen Gewässer bei der Insel Salamis zu locken. In der Schlacht von Salamis konnten die meisten persischen Schiffe zerstört werden. Xerxes und die Reste seiner Flotte flüchteten nach Asien und ließen Mardonios zurück, der in Thessalien mit der Armee überwinterte.
Im folgenden Frühling (479 v. Chr.) bot Mardonios Athen zweimal einen Sonderfrieden an, der aber abgelehnt wurde. Die Kämpfe wurden in Böotien mit der Schlacht von Platää beendet; Mardonios wurde getötet und seine Armee vertrieben. Die Reste des persischen Heeres verließen Griechenland. Im gleichen Jahr (479 v. Chr.) zerstörte die griechische Flotte unter dem spartanischen König Leotychides die an Land liegende Restflotte der Perser bei Mykale.
Befreiung der kleinasiatischen Griechen und weitere Entwicklung der griechisch-persischen Beziehungen
Ermutigt durch Xerxes' Niederlage begannen die Griechen Kleinasiens und der Inseln wieder zu rebellieren. 478 v. Chr. eroberte eine Flotte unter dem Spartaner Pausanias Byzanz, und in Zypern begann ein Aufstand. In diesem Moment zogen sich die Peloponnesier zurück (offenbar aufgrund von Meinungsverschiedenheiten bezüglich der weiteren Vorgehensweise; so genannter Symmachiewechsel vor Byzanz). Unter der Führung Athens entstand daher 477 v. Chr. zum Schutz gegen eventuelle Übergriffe der Perser der attisch-delische Seebund, dem Athen, griechische Küstenstädte und Inseln der Ägäis angehörten. Der Bund, der sich später zu einem Machtinstrument Athens entwickelte, wurde erst 404 v. Chr. nach Athens Niederlage im Peloponnesischen Krieg (zwangsweise) aufgelöst.
Der athenische Stratege und Politiker Kimon, der Themistokles als führenden Politiker in Athen beerbt hatte und dem bereits mehrere Siege gelungen waren, besiegte unterdessen 466/465 v. Chr. ein persisches Heer und eine Flotte am Eurymedon. Ungefähr 460 v. Chr. entsandte Athen 200 Schiffe zur Unterstützung eines Aufstandes nach Ägypten. Sie verloren jedoch die Flotte, nachdem die Perser ca. 454 v. Chr. über den Nil einen Gegenangriff in Memphis starteten. Ein anderer Feldzug zur Unterstützung des Aufstandes in Ägypten 450 v. Chr. scheiterte, und Zypern wurden aufgegeben.
Um 449 v. Chr./448 v. Chr. wurde mit Unterstützung des Perikles der Kalliasfrieden mit den Persern geschlossen (der allerdings in der Forschung umstritten ist). Während die genaue Natur des Friedensschlusses rechtlich unklar bleibt, brachte das Ergebnis die Unabhängigkeit der ionischen Griechen von Persien, Zypern die persische Herrschaft und die Schließung der Ägäis für persische Kriegsschiffe.
Die Gemeinsamkeit des Kampfes gegen die Perser verhinderte nicht, dass bereits zwanzig Jahre später die griechische Welt durch den Peloponnesischen Krieg auseinandergerissen wurde. Das Perserreich versuchte auch weiterhin, einen Hegemonieanspruch über die Griechen auszuüben (siehe Königsfrieden), und in einer Art "Kalten Krieges" auf diplomatischem oder ökonomischem Weg, sich griechische Städte einzuverleiben, bis Alexander dem Perserreich ein Ende setzte.
Siehe auch: Liste von Kriegen, Liste von Schlachten
Literatur
Wichtigste Quelle für die Perserkriege ist Herodot.
Die Literatur zu den Perserkriegen ist umfangreich. In jedem Handbuch zur Alten Geschichte finden sich weiterführende Literaturangaben, daher seien nur einige wenige Beispiele genannt.
- Jack Martin Balcer: The Persian conquest of the Greeks (545-450 B.C.), Universitätsverlag, Konstanz 1995, ISBN 3-87940-489-5
- Stefan Bittner: Tracht und Bewaffnung des persischen Heeres zur Zeit der Achaimendiden, Boden-Verlag, Frechen 2001, ISBN 3-934215-5
- Werner Ekschmitt: Der Aufstieg Athens. Die Zeit der Perserkriege, Bertelsmann, München 1978, ISBN 3-570-02431-8
- Peter Green: The Greco-Persian wars, UCP, Berkeley, Calif. 1996, ISBN 0-520-20573-1
- Karl-Wilhelm Welwei: Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik im 5. und 4. Jahrhundert, Primus, Darmstadt 1999, ISBN 3-89678-117-0, S. 27 ff.
Weblinks
- [http://www.geschichte.hu-berlin.de/bereiche/ag/Hartmann/mat/ws0102/perslit.htm Umfangreiche Literatur- und Linkliste des Historischen Seminars der HU Berlin]
- [http://www.iranchamber.com/history/articles/persian_wars1.php Perserkriege bei "Iranchamber" (englisch)]
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ja:ペルシア戦争
Griechenland
Griechenland (griechisch früher Ελλάς, Hellás, heute Ελλάδα, Elláda; amtliche Vollform: Hellenische Republik) liegt in Südost-Europa und grenzt an Albanien, Mazedonien (von Griechenland nicht unter diesem Namen anerkannt, sondern als FYROM bezeichnet), Bulgarien und die Türkei und ist ein Anrainerstaat des Mittelmeers.
Griechenland ist eine parlamentarische Demokratie und hat ein Einkammerparlament mit 300 Abgeordneten, von denen 288 auf vier Jahre gewählt und 12 von den Parteien gestellt werden.
Geographie
parlament
Ungefähr ein Viertel der Fläche Griechenlands entfällt auf etwa 9841 Inseln, von denen 167 bewohnt sind.
Die größten davon sind:
- Kreta (ca. 8.260 km²)
- Euböa (ca. 3.657 km²)
- Lesbos (ca. 1.630 km²)
- Rhodos (ca. 1.400 km²)
- Chios (ca. 840 km²)
- Kephalonia (ca. 780 km²)
- Korfu (ca. 579 km²)
- Samos (ca. 480 km²)
- Náxos (ca. 432 km²)
Siehe auch: Liste griechischer Inseln
Regionen auf dem griechischen Festland:
- Attika
- Epirus
- Makedonien
- Mittelgriechenland
- Peloponnes
- Thessalien
- Thrakien
Die Region Makedonien im Norden Griechenlands ist nicht mit dem selbständigen Staat ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien zu verwechseln.
Siehe auch: Liste der Städte in Griechenland
Verwaltungsgliederung
Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Griechenlands
Griechenland ist in 13 Verwaltungsregionen (griech. περιφέρειες/periphéries, Sg. περιφέρεια/periphéria) gegliedert, die wiederum in 51 Präfekturen (griech. νομοί/nomí, Sg. νομός/nomós) untergliedert sind.
Bevölkerung
Neben den Neugriechen bzw. der griechischsprachigen Mehrheitsbevölkerung existieren noch einige sprachliche Minderheiten. Die wichtigsten Minderheitssprachen sind:
- Albanisch
- Aromunisch (in Zentralgriechenland ca. 100.000 aktive Sprecher der Gruppe der Aromunen oder auch Vlachen, ca. 300.000 passive Sprecher)
- Bulgarisch, gesprochen von ca. 30.000 muslimischen Pomaken
- Slawomazedonisch, gesprochen von slawischsprachigen Bewohnern Nordwestgriechenlands
- Türkisch 150.000 in Thrakien
Türken und Pomaken sind zusammen als muslimische Minderheit anerkannt und genießen einige besondere Rechte, wie Schulunterricht in türkischer Sprache, Verwendung von Schulbüchern aus der Türkei (gem. bilateraler Vereinbarungen), Koranschulen etc. Sie sind über je 3 Abgeordnete von Nea Dimokratia und PASOK im Parlament vertreten.
Religion
Nominell gehören 95% der Bevölkerung der Griechisch-orthodoxen Kirche an, auf dem größten Teil des Festland dem Autokephalen Orthodoxen Erzbistum von Griechenland mit Sitz in Athen, auf den Inseln und dem Ostzipfel des Festlandes um Thessaloniki dem "Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel" mit Sitz in İstanbul. Die Zahl regelmäßiger Kirchenbesucher ist in Griechenland noch deutlich höher als in den meisten anderen Ländern Europas. Die Orthodoxe Kirche übt auch wesentlichen Einfluss auf das Bildungswesen aus und ihre besondere Stellung als Staatskirche ist in der griechischen Verfassung festgelegt; andererseits untersteht sie teilweise dem Staat, zum Beispiel müssen alle Bischöfe vom Parlament bestätigt werden.
Daneben gibt es unter den Bürgern mindestens 150.000 Muslime (größtenteils türkischer Abstammung), etwa 121.000 katholische Christen des griechischen und des lateinischen Ritus, - [http://www.catholic-hierarchy.org/country/scgr1.html] dann etwa 50.000 Zeugen Jehovas, etwa 30.000 protestantische (meist evangelikale) Christen verschiedener Richtungen, und etwa 5.000 Juden.
Die etwa 700.000 Albaner in Griechenland sind meist nominell Muslime, Katholiken oder Orthodoxe, aber die überwiegende Mehrheit praktiziert ihren Glauben nicht.
Siehe auch: Katholische Kirche in Griechenland
Religionsgeschichte
Zur vorchristlichen Religionsgeschichte siehe Griechische Mythologie
Politik
Innenpolitik
Am 7. März 2004 fand in Griechenland ein Regierungswechsel statt. Die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) löste die bisher regierende sozialistische Partei PASOK ab. Am 8. März 2004 beauftragte Staatspräsident Konstantinos Stefanopoulos den Spitzenkandidaten der Konservativen Kostas Karamanlis mit der Regierungsbildung. Schon einen Tag später, am 9. März 2004, stellte er seine neue Regierungsmannschaft vor. Zum neuen Außenminister ernannte er den Diplomaten Petros Molyviatis. Dieser gilt als Fachmann für die Zypernfrage. Die Verhandlungen über die Wiedervereinigung der Insel scheiterten jedoch durch die Ablehnung des Annan-Planes durch die griechischen Zyprioten Ende April 2004.
Die neue griechische Regierung hat 19 Minister, darunter zwei Frauen. Karamanlis erklärte zudem die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele im August 2004 zur Chefsache, da sein Regierungsteam in dieser Hinsicht unter großem Zeit- und Handlungsdruck stand. Die mit Hilfe der UNO geführten Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns scheiterten, weshalb am 1. Mai 2004 nur der griechische Teil der Mittelmeerinsel der Europäische Union beitrat.
Die neue Regierung wird nach Presseberichten weiter eine Annäherung mit der Türkei anstreben. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan war einer der ersten Politiker, die Karamanlis zu seinem Sieg gratulierten.
Die beiden größten Parteien Nea Dimokratia und Pasok beherrschen seit 1974 die griechische Politik, daneben spielt auch die kommunistische KKE eine wesentliche Rolle. Die Sitzverteilung im griechischen Parlament, der Vouli ton Ellinon, sieht derzeit wie folgt aus:
Nea Dimokratia - 165
PASOK - 117
KKE - 12
SYN - 6
Siehe auch: Politische_Parteien_in_Griechenland
Innenpolitisch steht Griechenland vor zahlreichen Herausforderungen. Diese liegen im wesentlichen in den Bereichen der Haushaltspolitik und der Konsolidierung des immer noch dramatisch defizitären Staatshaushalts und der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die trotz des konstanten beachtenswerten Wirtschaftswachstums der letzten Jahre immer noch auf hohem Niveau verharrt bei gleichzeitig massiver Teuerung.
Ein weiteres ungelöstes Problem ist der massive Zuzug, vor allem illegaler als in der Landwirtschaft geschätzter billiger Arbeitskräfte, von Ausländern v.a. aus Albanien, Rumänien und Bulgarien. Mit einer gleichzeitig steigenden Kriminalitätsrate v.a. im Bereich der Eigentumsdelikte -in der Vergangenheit eine quantité negligeable- begünstigt dieses Umfeld vermehrt soziale Spannungen und latent fremdenfeindliche Tendenzen in der Bevölkerung.
Außenpolitik
Der außenpolitische Kurs Griechenlands steht oftmals im Gegensatz zu dem seiner Bündnispartner in EU und NATO. Der Ministerpräsident der 90er Jahre Andreas Papandreou galt mit seinen immer wiederkehrenden nationalistischen Eskapaden als Enfant terrible in der EU. Der in der Bevölkerung tief verwurzelte Anti-Amerikanismus und das schwierige Verhältnis Griechenlands zu seinen Nachbarn sowie tiefe Prägungen aus der Geschichte machen Griechenlands Außenpolitik zu einem komplexen Thema.
Insofern sind die schrittweise Aussöhnung und die immer besser werdenden Beziehungen zum ehemaligen Erzfeind Türkei ein revolutionärer Schritt. Griechenland gilt als einer der größten Befürworter eines EU-Beitritts Ankaras.
Auch wenn Griechenlands Position zum Zypern-Konflikt eindeutig ist, so hat die Ablehnung des Annan-Plans das Verhältnis zur Türkei nicht wesentlich belastet.
Das Verhältnis zu Albanien, mit dem der faktische Kriegszustand erst 1987 beendet wurde, kann mittlerweile als ausgeglichen betrachtet werden, die Kontakte zu Sofia und Bukarest sind sehr gut. Mit Bulgarien wurde die Eröffnung 3 neuer Grenzübergänge vereinbart.
Die diplomatischen Beziehungen zum nördlichen Nachbarn Mazedonien befinden sich zwar im Ausbau und der Ausblick ist positiv. Das Verhältnis bleibt jedoch wegen des nach wie vor ungelösten Namensstreits belastet, verstärkt wieder nach Anerkennung der Republik Mazedonien durch die USA im November 2004.
Die Beziehungen zu Serbien sind traditionell exzellent. Serbien gilt immer noch als jahrhundertealter einziger Verbündeter, den man auf dem Balkan hat. Die durchweg pro-serbische Haltung im Jugoslawienkrieg und die dezidiert geschlossen ablehnende Haltung gegen das NATO-Bombardement auf Serbien 1999 belasteten jedoch das gespannte Verhältnis zur NATO, auch wenn Griechenland offiziell seine Bündnistreue betont.
Gesundheitswesen
Im griechischen Gesundheitssystem genießen, ähnlich wie in Großbritannien, alle griechischen und ausländischen Bürger, die in Griechenland tätig sind, einen staatlichen Versicherungsschutz. Der Arzt kann wählen zwischen dem Dienst im öffentlichen Bereich oder einer Privatpraxis; beide Varianten zusammen sind nicht möglich. Die Versorgung kann in zwei Kategorien eingeteilt werden:
Die primäre Versorgung der staatlichen Versicherung, wobei hier ungleiche Verhältnisse bei den ärztlichen Dienstleistungen in Städten, städtischen Randgebieten und ländlichen Bezirken bestehen. In den städtischen Zentren ist die primäre staatliche ärztliche Versorgung deutlich besser als auf dem Land, weil es gut organisierte Ärztehäuser gibt, die von den Versicherten aller Bereiche zwecks ihrer Behandlung aufgesucht werden.
Die sekundäre private Versorgung, wie man sie gewöhnlich in Privatpraxen sowie den Hauptstädten der Regierungsbezirke und in den Städten der größeren Inseln findet. Die von zahlreichen Touristen in Anspruch genommene ärztliche Versorgung der Inseln wird hauptsächlich von einzelnen, frei praktizierenden Ärzten, von privaten Gesundheitszentren mit meist sehr guter Facharztausstattung, sowie von Landärzten wahrgenommen.
Die staatliche Versorgung ist nicht ganz auf mitteleuropäischem Stand (v.a. spezielle OP-Verfahren betreffend), während die Privatversorgung mitteleuropäischen Standard hat. Teilweise ist sogar in Notfällen kein Vorzeigen des persönlichen Krankenheftes notwendig, wenn der Patient nicht stationär behandelt wird.
Dies gilt für alle Personen, die sich in Griechenland aufhalten.
Kultur und Gesellschaft
Griechische Philosophie
Artikel: Philosophie der Antike
Griechische Kunst
Hauptartikel: Kunstgeschichte Griechenlands
Griechische Küche
Hauptartikel: Griechische Küche
Griechische Literatur
Hauptartikel: Griechische Literatur
Griechische Musik
Hauptartikel: Griechische Musik
Griechischer Wein
Hauptartikel: Weinbau in Griechenland
Sport
- Fußball ( Fußball in Griechenland )
- Basketball ( Griechischer Basketball )
- Volleyball
- Wasserball
- Gewichtheben
- Handball
- Marathonlauf (dieser geht der Legende nach auf den Läufer Pheidippides zurück, der die Nachricht vom Sieg der Griechen über die Perser nach Athen brachte)
Adel
Laut Artikel 4 Absatz 7 der griechischen Verfassung werden "griechischen Staatsbürgern (...) Adelstitel oder Rangbezeichnungen weder verliehen noch anerkannt."
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Griechenlands, siehe auch: Liste der Herrscher von Griechenland.
Das antike Griechenland samt den kleinasiatischen Städten wird als Wiege Europas bezeichnet, insbesondere aufgrund der griechischen Philosophie (siehe: Platon, Aristoteles). Nachdem Rom Griechenland im Jahre 146 v. Chr. zur römischen Provinz machte, wurde es nach der Reichsteilung 395 Bestandteil des oströmischen bzw. byzantinischen Reiches bis zu dessen Untergang.
Zu Details siehe: Antikes Griechenland und Byzantinisches Reich
Byzantinisches Reich
Seit 1453 Teil des Osmanischen Reichs kam es ab 1821 zum großen Volksaufstand. Als einer der wichtigsten geistigen Wegbereiter dieses Volksaufstands gilt Rigas Velestinlis (1757-1798). Durch das Londoner Protokoll vom 3. Februar 1830, vom Osmanischen Reich am 24. April anerkannt, wurde Griechenland zum selbständigen Staat erklärt. Somit war Ioannis Kapodistrias bis zu seiner Ermordung das erste Staatsoberhaupt. Im Jahr 1832 wurde dann Prinz Otto von Bayern als Otto I. Griechenlands erster (neuzeitlicher) König. Allerdings umfasste dieser Staat nur den kleineren Teil des heutigen Staatsgebiets. Thessalien wurde 1881, Kreta 1908 erworben. Die meisten Inseln sowie der Norden Epirus und Nordosten Makedonien des heutigen Staates (mit Thessaloniki) kamen erst durch die beiden Balkankriege 1912-1913 an Griechenland, als das geschwächte Osmanische Reich sich dort nicht mehr gegenüber den mit Serbien und zeitweise Bulgarien verbündeten Griechen behaupten konnte.
Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte das mit der Entente verbündete Griechenland mit Billigung der Siegermächte (Völkerbundsmandat) die türkische Niederlage zu nutzen, um außer dem von Bulgarien gewonnen Westthrakien auch Osthrakien und das damals mehrheitlich von Griechen bewohnte Gebiet von Smyrna (heute İzmir) unter seine Kontrolle zu bringen. Ziel war die Umsetzung der Megali Idea (Großen Idee), welche vom damaligen Ministerpräsidenten Eleftherios Venizelos mit dem Ausdruck "Griechenland der zwei Kontinente und fünf Meere" als außenpolitisches Ziel konkretisiert wurde. Doch 1922 endete der Griechisch-Türkische Krieg mit einer verheerenden griechischen Niederlage in der Kleinasiatischen Katastrophe. Im Vertrag von Lausanne 1923 wurde ein radikaler Bevölkerungsaustausch vereinbart: Alle noch in großen Teilen der Türkei verstreut lebenden Griechen (mit Ausnahme der Istanbuler Griechen und einiger Inselgriechen) wurden nach Griechenland vertrieben (etwa 1,5 Mio.), im Gegenzug mussten an die 500.000 meist türkische Muslime Griechenland verlassen, mit Ausnahme der Muslime in Thrakien. Die Flüchtlingsquote in Griechenland nach diesem Krieg betrug ca. 25 %, wesentlich mehr als etwa in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.
Im Zweiten Weltkrieg lehnte Griechenland unter dem Diktator General Metaxas ein italienisches Ultimatum zur Kapitulation ab. (Der Tag der Ablehnung, der 28. Oktober 1940 wird heute als Nationalfeiertag, der sogenannte "Nein-Tag", begangen, da Metaxas ein Telegramm lediglich mit dem Wort Όχι, also Nein, an Italien gesendet haben soll.) Daraufhin wurde Griechenland von Italien angegriffen, konnte aber die italienischen Truppen schlagen und bis weit hinter die albanische Grenze zurückdrängen. Erst durch das militärische Eingreifen der deutschen Wehrmacht im April-Mai 1941 über Jugoslawien und Bulgarien wurde der griechische Widerstand gebrochen. Italien, Deutschland und Bulgarien errichteten ein hartes Besatzungsregime. Gegen die bald erstarkende Partisanenbewegung griffen die Besatzungsmächte mehrfach kriegsverbrecherisch auf brutale Weise durch: In verschiedenen Orten, unter anderem in Kalavrita und Distomo, wurde als "Vergeltung" für Partisanenüberfälle die jeweilige Dorfbevölkerung von der Wehrmacht oder "Sondereinheiten" ermordet. Die Frage nach einer Entschädigung von deutscher Seite für diese Aktionen ist bis heute immer wieder Gegenstand politischer Diskussion. Der bewaffnete Widerstand ging hauptsächlich von der kommunistisch beeinflussten Volksbefreiungsarmee ELAS aus. Gleichzeitig gab es aber auch rivalisierende royalistische Partisanen, die durch Großbritannien unterstützt wurden. Nach militärischer Intervention Großbritanniens am 5. Dezember 1944 wurde die ELAS entsprechend dem Abkommen von Varkiza vom 12. Februar 1945 entwaffnet und demobilisiert.
Der Zweite Weltkrieg ging in Griechenland quasi direkt in den Griechischen Bürgerkrieg über, der sich bald als Stellvertreterkrieg der beiden politischen Pole entpuppte: Die griechischen Kommunisten, welche die Hauptlast des Partisanenkampfes gegen das Besatzungsregime der deutschen Wehrmacht getragen hatten, versuchten nun, nur halbherzig unterstützt von der Sowjetunion und anfangs auch Jugoslawien (siehe Landkarte mit Umfang jugoslawischer Ansprüche gegen Griechenland:[http://www.macedonian-heritage.gr/Images/Maps/Borders_Symbols_Stability/map4.gif 1]), die Herrschaft über das befreite Griechenland zu erlangen, stießen jedoch auf vornehmlich royalistische Gegenwehr, welche v.a. von Großbritannien und den USA großzügig unterstützt wurde.
Im Gegensatz zu allen anderen osteuropäischen Staaten gelang den Kommunisten die Machtübernahme in Griechenland jedoch nicht: Im auf beiden Seiten mit äußerster Härte, auch gegenüber der Zivilbevölkerung, geführten Bürgerkrieg wurden die kommunistischen Verbände immer mehr nach Nordwesten zurückgedrängt. Das Ende der Unterstützung durch Jugoslawien besiegelte schließlich das Ende ihrer militärischen Macht.
Grund für die spärliche Unterstützung durch die kommunistischen "Bruderstaaten" war ein Geheimabkommen am Rande der Konferenz von Jalta 1945: Churchill und Stalin hatten dort ein Einflussverhältnis von "90% West zu 10% Ost" für Griechenland vereinbart; dies wurde später von vielen griechischen Kommunisten als "sowjetischer Verrat" empfunden, da man lediglich ein Bauernopfer Stalins gewesen sei. Seit dieser Zeit gibt es in Griechenland zwei Kommunistische Parteien (griechisch "KKE" für Κομμουνιστικό Κόμμα Ελλάδας, lat.: Kommunistiko Komma Elladas, dt.: Kommunistische Partei Griechenlands): die damals Desillusionierten bildeten die "Inlands-KKE", die weiterhin linientreuen Stalinisten die "Auslands-KKE".
Im Sinne eines strikten Antikommunismus blieben noch bis in die 1960er Jahre viele bürgerliche Freiheiten eingeschränkt, was die NATO jedoch nicht davon abhielt, Griechenland 1952 aufzunehmen und so strategisch im Westen zu verankern.
1967 ergriff in Reaktion auf Liberalisierungstendenzen ein Militärregime unter Georgios Papadopoulos die Macht, während dessen zahlreiche Oppositionelle eingesperrt, gefoltert, ermordet oder ins Exil getrieben wurden, darunter der Komponist Mikis Theodorakis (sog. Obristenputsch). Das Zypernabenteuer der Junta führte 1974 zum Zusammenbruch der Diktatur und zur Rückkehr zur Demokratie unter Konstantin Karamanlis.
Seit 1981 ist Griechenland Mitglied der EU. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierung wurde durch die hohen EU-Hilfsgelder (unter anderem für die Landwirtschaft) gefördert, doch der Abstand zu den entwickelteren EU-Staaten blieb bestehen.
Angesichts der Umwälzungen im ehemaligen Jugoslawien ab 1989 versuchte Griechenland eine eigenständige, proserbische außenpolitische Rolle zu spielen, oft in deutlicher Abgrenzung von EU und NATO. Dies zeigte sich in der Namensfrage mit Mazedonien oder im Bosnien- und Kosovokonflikt. Dies lag vor allem an den wirtschaftlichen Interessen Griechenlands in dieser Region (Transitwege), aber auch ideologische Parallelen spielten hierbei eine gewichtige Rolle.
In jüngster Zeit wurden unter der Regierung Simitis Schritte zur Entkrampfung des griechisch-türkischen Verhältnisses, aber auch der Beziehungen zu den Nachbarstaaten auf dem Balkan unternommen, die wirtschaftlich zunehmend interessant werden für den griechischen Außenhandel und für Auslandsinvestitionen.
Literatur
- Bötig, Klaus: Griechenland: Festland und Peloponnes, DuMont : Köln 1996, 396 S., ISBN 3-7701-3456-7
- Müller, Michael (Hrsg.): Griechenland. Reisehandbuch, Michael Müller Verlag : Erlangen, 8. Aufl. 2002, 768 S., ISBN 3-9232-7860-8
- Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus, BoD 2004, ISBN 3-8334-0977-0
Siehe auch
- Portal: Griechenland
Weblinks
- 20px Wiki-Portal Griechenland
- [http://www.griechische-botschaft.de/ Griechische Botschaft in Berlin]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=52 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.mythos-griechenland.de Der Mythos Griechenland über die Jahrhunderte]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Europa/Griechenland/ Open Directory Project: Griechenland]
- [http://home.nikocity.de/schmengler/texte/griech.htm Agrarsektor und Agrarstrukturen in Griechenland]
- [http://de.greece-museums.com/ Griechische Museen]
- [http://www.archiv-vegelahn.de/nachschlagwerke_griechenland.html Bibliographie Griechenland]
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1689
- 2. März: Heidelberg wird während des Pfälzischen Erbfolgekriegs erobert und durch die Franzosen verwüstet
- 27. August: Im Vertrag mit Russland, der ersten mit einer europäischen Macht getroffenen Vereinbarung Chinas, wird der Amur zwischen beiden Staaten zum Grenzfluss
- 6. Oktober: Alexander VIII. wird Papst
- Veröffentlichung der Bill Of Rights (England)
- Die Augsburger Allianz wird durch den Beitritt von England und den Niederlanden zur Wiener Großen Allianz gegen den Sonnenkönig Ludwig XIV. erweitert
- 18. Januar: Charles de Secondat, Baron de Montesquieu († 1755)
- 26. Januar: Johann Jacob Leu, Enzyklopädist, Bürgermeister von Zürich und Bankier († 1768)
- 14. April: Ferdinand Zellbell, schwedischer Komponist († 1765)
- 26. Mai: Mary Wortley Montagu, englische Schriftstellerin († 1762)
- 6. Juli: Johann Friedrich Karl von Ostein, Erzbischof und Kurfürst von Mainz und Bischof von Worms († 1763)
- 9. Juli: Alexis Piron, französischer Jurist und Schriftsteller
- 19. August: Samuel Richardson britischer Schriftsteller († 1761)
- 1. September: Kilian Ignaz Dientzenhofer, böhmischer Baumeister (Spätbarock) († 1751)
- 22. Oktober: Johann V. (Portugal) („der Großherzige“, o Magnânimo), König von Portugal aus dem Hause Braganza. († 1750)
- 23. Oktober: Johann Christoph Freiherr von Bartenstein, österreichischer Staatsmann und Diplomat deutscher Herkunft
- 23. Dezember: Joseph Bodin de Boismortier, französischer Flötund Cembalist
- 27. Dezember: Jacob August Franckenstein, Professor und Redakteur († 1733)
- 10. Februar: Johann Heinrich Waser, Bürgermeister von Zürich ( - 1600)
- 16. April: Aphra Behn, englische Schriftstellerin ( - 1640)
- 19. April: Christina I. (Schweden), war die zweite Tochter des schwedischen Königs Gustav II. Adolf ( - 1626)
- 8. Juli: Luise Christine von Savoyen-Carignan, Mutter von Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden ( - 1627)
- 12. August: Innozenz XI. (Papst), war unter dem Namen Innozenz XI. Papst von 1676 bis 1689 ( - 1611)
- 16. August: Dorothea Sophie von Brandenburg, Kurfürstin von Brandenburg ( - 1636)
- 4. Oktober: Quirinus Kuhlmann, deutscher Schriftsteller ( - 1651)
- 13. November: Philipp von Zesen, deutscher Barockdichter ( - 1619)
- 2. Dezember: Ewald von Kleist, kurbrandenburgischer Diplomat ( - um 1615)
- 29. Dezember: Thomas Sydenham, englischer Arzt der Barockzeit ( - 1624)
ko:1689년
China
Die Volksrepublik China [] bzw. []; (vereinfacht 中华人民共和国, traditionell 中華人民共和國, Pinyin Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó ) ist der flächengrößte Staat in Ostasien. Das bevölkerungsreichste Land der Erde hat mit 1,3 Milliarden Staatsbürgern mehr Einwohner als die Europäische Union und Afrika zusammen.
Seit ihrer Gründung 1949, als sich nach dem Bürgerkrieg die Kuomintang nach Taiwan zurückzog, wird die Volksrepublik von der | | |