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27. März

27. März

Der 27. März ist der 86. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 87. in Schaltjahren) - somit verbleiben 279 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1471 - Im Weiler Vazerol in Lantsch (Graubünden) findet die Vereinigung der drei Bünde (Oberer oder grauer Bund, Gotteshausbund und Zehngerichtebund) zum Freistaat „Gemeiner Dreyen Bünden“ statt.
- 1513 - Der spanische Entdecker Juan Ponce de León sichtet als erster Europäer Nordamerika (nämlich Florida) und glaubt, eine weitere Insel vor sich zu haben.
- 1794 - Der amerikanische Kongress beschließt den Bau von sechs Fregatten und gründet ihre Marinestreitkraft, die United States Navy.
- 1813 - Friedrich Wilhelm III. erklärt Frankreich erneut den Krieg.
- 1899 - Eröffnung der Schmalspureisenbahnlinie auf den Brocken (Brockenbahn)
- 1900 - Der schwedische Geograf und Forschungsreisende Sven Hedin entdeckt die Ruinenstadt Lou-Lan im Nordwesten Chinas.
- 1918 - Moldawien und Bessarabien schließen sich Rumänien an.
- 1938 - Die Armee der chinesischen Kuomintang besiegt Japan in der Schlacht von Tai er Zhuang im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg.
- 1942 - Zweiter Weltkrieg: Britische Truppen stürmen die U-Boot-Basis von Saint-Nazaire in Frankreich
- 1952 - In München scheitert ein Attentat der jüdischen Untergrundgruppe Irgun auf den deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer.
- 1958 - Nikita Chruschtschow wird Regierungschef der Sowjetunion.
- 1968 - Indonesien. General Hadji Mohamed Suharto lässt sich zum Staatspräsidenten und Oberbefehlshaber der Streitkäfte wählen.
- 1993 - Jiang Zemin wird zum Staatspräsidenten der Volksrepublik China.
- 1993 - Vernichtender Anschlag auf den Neubau der Justizvollzugsanstalt Weiterstadt durch die RAF
- 2001 - Laos. Bounnhang Vorachit wird Ministerpräsident

Wirtschaft


- 1952 - Sun Records nimmt in Memphis, Tennessee den Geschäftsbetrieb auf. Die Plattenfirma nimmt spätere Weltstars wie z.B. Elvis Presley, Carl Perkins, Jerry Lee Lewis oder Johnny Cash unter Vertrag.

Wissenschaft und Technik


- 1968 - Die Westdeutsche Rektorenkonferenz beschließt einen leistungsbezogenen Numerus Clausus, um die "Studentenschwemme" an den Universitäten zu stoppen.
- 1969 - Die NASA startet die Raumsonde Mariner 7 Richtung Mars.

Kultur


- 1791 - Uraufführung der Oper Les Deux Sentinelles von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1924 - Uraufführung der Oper Irrelohe von Franz Schreker in Köln.
- 1926 - Die Oper "Der Protagonist" von Kurt Weill wird in Berlin uraufgeführt.
- 1936 - Uraufführung der Oper Rossini in Neapel von Bernhard Paumgartner in Zürich.
- 1995 - Der US-amerikanische Spielfilm "Forrest Gump" von Robert Zemeckis wird bei der Verleihung der "Academy Awards" in Los Angeles mit insgesamt sechs Oscars der große Gewinner der Veranstaltung.

Religion


- 1516 - Den in der Republik Venedig wohnenden Juden wird nur noch die Insel Ghetto als Wohnbezirk überlassen.

Katastrophen


- 1964 - Erdbeben in Alaska. Bei dem so genannten Karfreitagsbeben, mit 8,4 - 9,2 Punkten auf der Richterskala eines der stärksten Erdbeben in den USA, werden 125 Menschen getötet, Tsunamis kommen bis Hawaii und Kalifornien.
- 1977 - Auf Teneriffa ereignet sich das verheerendste Flugzeugunglück der zivilen Luftfahrt, als ein Jumbo-Jet beim Starten bei dichtem Nebel in einen zweiten Jumbo rast, der nach dem Landen nicht rechtzeitig von der Startbahn abgebogen war. Von den 644 Menschen an Bord beider Maschinen starben 583 Menschen, nur 61 konnten sich selbst retten oder gerettet werden.
- 1980 - Die norwegische Ölplattform "Alexander Kielland" bricht in der Nordsee zusammen; 123 der 212 Besatzungsmitglieder werden getötet.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1983 - Larry Holmes gewinnt den Box-Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lucien Rodriguez in Scranton durch einen Sieg nach Punkten.

Geboren


- 972 - Robert II. (Frankreich), König von Frankreich
- 1401 - Herzog Albrecht III. von Bayern-München
- 1663 - Johann Andreas Eisenbarth, wandernder Chirurg und Augenarzt
- 1667 - Ferenc Rákoczi II., ungarischer Freiheitskämpfer
- 1765 - Franz Xaver von Baader, deutscher Arzt, Bergbauingenieur und Philosoph
- 1770 - Sophie Mereau, deutsche Schriftstellerin
- 1785 - Ludwig XVII, französischer Kronprinz, starb mit 10 Jahren
- 1796 - Julius Friedrich Heinrich Abegg, bedeutender deutscher Kriminalist
- 1809 - Georges-Eugène Baron Haussmann, französischer Stadtplaner
- 1810 - Adolf Glaßbrenner, deutscher Humorist und Satiriker
- 1817 - Carl Wilhelm von Nägeli, schweizer Botaniker
- 1818 - Jacob Axel Josephson, schwedischer Komponist
- 1820 - Edward Inglefield, britischer Admiral und Polarforscher
- 1824 - Johann Wilhelm Hittorf, deutscher Chemiker und Physiker
- 1845 - Wilhelm Conrad Röntgen, deutscher Physiker (Nobelpreis für Physik 1901)
- 1847 - Otto Wallach, deutscher Chemiker (Nobelpreis 1910)
- 1851 - Vincent d'Indy, französischer Komponist und Musikpädagoge
- 1854 - Giovanni Battista Grassi, italienischer Zoologe (Entdecker des Malariaüberträgers)
- 1857 - Karl Pearson, englischer Mathematiker
- 1858 - Richard Pfeiffer, deutscher Bakteriologe
- 1862 - Arturo Berutti, argentinischer Komponist
- 1863 - Sir Frederick Henry Royce, britischer Automobilpionier (Rolls-Royce)
- 1864 - Karl Diehl, deutscher Nationalökonom
- 1866 - Andon Zako Çajupi, albanischer Schriftsteller
- 1871 - Heinrich Mann, deutscher Schriftsteller
- 1875 - Albert Marquet, französischer Maler
- 1875 - Cécile Vogt, französisch-deutsche Neurologin
- 1879 - Edward Steichen, US-amerikanischer Fotograf
- 1880 - Robert Pferdmenges, deutscher Bankier und Politiker
- 1885 - Heinrich Mohn, deutscher Verleger
- 1886 - Clemens Holzmeister, österreichischer Architekt
- 1886 - Ludwig Mies van der Rohe, deutsch-US-amerikanischer Architekt
- 1886 - Sergei Mironowitsch Kirow, Vertrauter Stalins und Parteisekretär von Leningrad
- 1888 - Agnes Windeck, deutsche Bühnen-, Film- und Fernsehschauspielerin
- 1889 - Yakup Kadri Karaosmanoglu, türkischer Romanschiftsteller
- 1893 - Karl Mannheim, Philosoph und Soziologe
- 1894 - René Fonck, französisches Fliegerass
- 1897 - Douglas Rayner Hartree, britischer Physiker
- 1899 - Francis Ponge, französischer Schriftsteller
- 1899 - Gloria Swanson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1901 - Carl Barks, US-amerikanischer Comic-Zeichner
- 1901 - Eisaku Sato, japanischer Politiker und Regierungschef
- 1901 - Enrique Santos Discépolo, Musiker und Komponist
- 1901 - Erich Ollenhauer, deutscher Politiker
- 1905 - Leroy Carr, US-amerikanischer Musiker
- 1905 - Rudolf Christoph Freiherr von Gersdorff, Offizier der Reichswehr und der Wehrmacht
- 1909 - Ben Webster, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1909 - Golo Mann, deutscher Historiker, Schriftsteller und Philosoph
- 1909 - Werner Eckart, deutscher Fabrikant (Gründer von Pfanni)
- 1911 - Klaus Piper, deutscher Verleger
- 1912 - James Callaghan, britischer Premierminister
- 1917 - Cyrus Vance, US-amerikanischer Politiker, US-Außenminister
- 1920 - Richard Hayman, US-amerikanischer Musiker
- 1921 - Toni Berger, deutscher Schauspieler
- 1922 - Jules Olitski, russischer Maler
- 1923 - Shusaku Endu, japanischer Schriftsteller
- 1923 - Tom Edwards, US-amerikanischer DJ
- 1924 - Sarah Vaughan, US-amerikanische Jazz-Sängerin
- 1927 - François Furet, französischer Historiker
- 1927 - Mstislaw Rostropowitsch, russischer Cellist und Dirigent
- 1930 - Daniel Spoerri, in Rumänien geborener Objektkünstler
- 1930 - David Janssen, US-amerikanischer Schauspieler (bekannt als "Dr. Richard Kimble")
- 1931 - John Marascalo, US-amerikanischer Songschreiber
- 1934 - Jutta Limbach, deutsche Rechtswissenschaftlerin und Politikerin
- 1936 - Otmar Issing, deutscher Ökonom und Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank
- 1937 - Johnny Copeland, US-amerikanischer Bluesmusiker
- 1939 - Bo Winberg, schwedischer Musiker
- 1941 - Kurt Felix, schweizerischer Lehrer, Schriftsteller, Regisseur und Moderator
- 1941 - Liese Prokop, österreichische Sportlerin und ÖVP-Politikerin, seit 22. Dezember 2004 Innenministerin
- 1942 - Michael York, britischer Schauspieler
- 1945 - Harry Rowohlt, deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Rezitator
- 1947 - Andy Bown, britischer Musiker
- 1947 - Brian Jones (Flugpionier), britischer Flugpionier
- 1948 - Edgar Selge, deutscher Schauspieler
- 1949 - Roland Heck, deutscher Musiker
- 1950 - Tony Banks, britischer Musiker ("Genesis")
- 1952 - Felix Haug, schweizerischer Musiker
- 1952 - Maria Schneider, französische Schauspielerin
- 1953 - Annemarie Moser-Pröll, österreichische Skirennläuferin
- 1953 - Norbert Müller-Everling, deutscher Bildhauer
- 1953 - Walter Stocker, britischer Musiker
- 1956 - Thomas Wassberg, schwedischer Skilangläufer
- 1960 - Hans Pflügler, deutscher Fußballspieler
- 1961 - Tony Rominger, schweizerischer Radrennfahrer
- 1963 - Quentin Tarantino, US-amerikanischer Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor
- 1970 - Mariah Carey, US-amerikanische Sängerin
- 1971 - David Coulthard, britischer Formel 1 - Rennfahrer
- 1975 - Fergie, US-amerikanische Sängerin ("Black Eyed Peas")
- 1976 - Natacza Boon, englische Schauspielerin
- 1986 - Baby M, Kind einer amerikanischen Leihmutter
- 1988 - Ich

Gestorben


- 973 - Hermann Billung, Markgraf und zeitweilig Stellvertreter Ottos I. im Herzogtum Sachsen
- 1378 - Gregor XI., Papst, 30. Dezember 1370 bis März 1378
- 1482 - Maria von Burgund, Herzogin von Burgund
- 1615 - Margarete von Valois, Königin von Frankreich und Navarra
- 1625 - James I., englischer König
- 1714 - Anton Ulrich (Braunschweig-Wolfenbüttel), war Politiker, Schriftsteller und Kunstfreund
- 1725 - Johann Martin Seifert, Pfarrer in Steinach
- 1737 - Wachtang VI., georgischer König und Wissenschaftler
- 1757 - Johann Wenzel Anton Stamitz, deutscher Geiger und Komponist
- 1759 - August Johann Rösel von Rosenhof, deutscher Naturforscher und Miniaturmaler
- 1770 - Giovanni Battista Tiepolo, italienischer Maler
- 1809 - Joseph Marie Vien, französischer Maler
- 1820 - Gerhard von Kügelgen, deutscher Maler
- 1828 - Johann Gottfried Tulla, badischer Ingenieur
- 1837 - Pierre Coudrin, französischer Priester und Ordensgründer
- 1838 - Ludwig Georg von Winter, badischer Minister und Reformer
- 1840 - Philipp Albert Stapfer, Schweizer Politiker, Diplomat und Theologe
- 1850 - Wilhelm Beer, deutscher Bankier und Astronom
- 1878 - George Gilbert Scott, englischer Architekt (Neugotik)
- 1886 - Julian Schmidt, deutscher Literaturhistoriker
- 1886 - Sir Henry Taylor, englischer Dramatiker und Kolonialbeamter
- 1889 - John Bright, britischer Politiker
- 1894 - Verney Lovett Cameron, englischer Afrikaforscher
- 1918 - Henry Adams, US-amerikanischer Historiker
- 1918 - Henry Brooks Adams, Historiker und Schriftsteller
- 1918 - Martin Sheridan, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1923 - James Dewar, britischer Chemiker und Physiker
- 1931 - Arnold Bennett, englischer Schriftsteller
- 1938 - William Stern, deutscher Psychologe und Begründer der Differenziellen Psychologie
- 1943 - Grigori Jakowlewitsch Bachtschiwandschi, sowjetischer Testpilot
- 1945 - Halit Ziya Usakligil, Schriftsteller
- 1946 - Karl Groos, deutscher Philosoph und Psychologe
- 1950 - Johann Michael Bossard, Schweizer Künstler
- 1962 - Friedrich Andreas Schmidt, deutscher Lyriker
- 1963 - Harry Piel, deutscher Filmschauspieler, Filmregisseur und Filmproduzent
- 1965 - Dirk Lotsy, niederländischer Fußballspieler
- 1967 - Jaroslav Heyrovský, tschechischer Chemiker
- 1968 - Juri Alexejewitsch Gagarin, sowjetischer Kosmonaut und Oberst der sowjetischen Luftwaffe
- 1972 - Maurits Cornelis Escher, niederländischer Künstler und Grafiker
- 1973 - Micheil Kalatosow, georgischer Filmregisseur
- 1975 - Arthur Bliss, englischer Komponist
- 1976 - Georg August Zinn, deutscher Politiker und hessischer Ministerpräsident
- 1977 - Gustav Schickedanz, deutscher Unternehmer, Gründer der Firma Quelle
- 1983 - Hanna Malewska, polnische Schriftstellerin
- 1983 - Janis Ivanovs, lettischer Komponist
- 1987 - Max Spangenberg, Mitglied des Politbüros des ZK der SED inn der DDR
- 1988 - Charles Willeford, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1995 - Albert Drach, österreichischer Jurist und Schriftsteller
- 1997 - Ella Maillart, schweizer Sportlerin und Reiseschriftstellerin
- 1998 - Ferdinand Porsche, österreichisch-deutscher Autokonstrukteur und Unternehmer
- 2000 - Ian Dury, britischer Musiker und Songwriter
- 2000 - Frank Strecker, deutscher Schauspieler, Regisseur und Autor
- 2001 - Boris Rauschenbach, russischer Physiker
- 2002 - Billy Wilder, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent
- 2002 - Dudley Moore, US-amerikanischer Schauspieler
- 2002 - Lotte Ulbricht, 3. Ehefrau des DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht
- 2002 - Matthias Beltz, deutscher Kabarettist und freier Autor
- 2002 - Milton Berle, US-amerikanischer Schauspieler
- 2004 - Albert Brülls, deutscher Fußballspieler
- 2004 - Dirk Reinartz, deutscher Fotograf und Dozent
- 2004 - Jan Sterling, US-amerikanische Schauspielerin

Feier- und Gedenktage


- Welttheatertag (Internationaler Tag des Theaters)
- katholischer und orthodoxer Gedenktag für Isaak von Konstantinopel, † 424 oder 425
- katholischer Gedenktag für Ludwig Eduard Céstac, französischer Ordensgründer, † 1868
- katholischer Gedenktag für Pierre Coudrin, französischer Ordensgründer, † 1837
- Rupertstag

Siehe auch


- 26. März - 28. März
- 27. Februar - 27. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0327 ja:3月27日 ko:3월 27일 simple:March 27 th:27 มีนาคม

Gregorianischer Kalender

Der gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.

Gregorianische Kalenderreform

Kalender Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand. Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform. Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt. Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann. Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.

Die Schaltregeln


- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.) oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.

Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern

Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt. Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen. Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.

Charakteristika

Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen. Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird. Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).

Siehe auch


- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

Weblinks


- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon] Kategorie:Kalender als:Gregorianischer Kalender ja:グレゴリオ暦 ko:그레고리력 ms:Kalendar Gregorian simple:Gregorian calendar th:ปฏิทินเกรกอเรียน

1471

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 4. Mai: Im englischen Rosenkrieg schlägt König Edward IV. aus dem Hause York die Truppen des Hauses Lancaster unter Margaret von Anjou in der Schlacht von Tewkesbury
- 9. August: Francesco della Rovere wird zum Papst Sixtus IV. gewählt
- Die Portugiesen überqueren als erste den Äquator und entdecken die Goldküste in Westafrika

Geboren


- 21. Mai: Albrecht Dürer, deutscher Maler († 1528)
- 6. Juni: Jakob II. (Baden), Markgraf von Baden († 1511)
- 27. August: Georg der Bärtige, Herzog von Sachsen († 1539)
- 3. September: Friedrich I. (Dänemark), König von Dänemark und Norwegen von 1523 bis 1553 († 1553)
- Juli: Jakob Locher, humanistischer Schriftsteller und Übersetzer († 1528)

Gestorben


- 22. März: Georg von Podiebrad, König von Böhmen (
- 1420)
- 23. April: Andreas Baumkircher, Freiherr von Schlaining (
- 1420)
- 20. Mai: Heinrich VI., König von England (1437–1461 und 1470–1471) (
- 1421)
- 25. Juli: Thomas von Kempen, Augustinermönch und Mystiker des 15. Jahrhunderts (
- 1380)
- 26. Juli: Paul II. (Papst), war unter dem Namen Paul II. Papst vom 30. August 1464 bis zum 26. Juli 1471 (
- 1417)
- 20. August: Borso d'Este, Sohn des Markgrafen Niccolò III. d'Este von Ferrara, Modena und Reggio (
- 1413) ko:1471년 simple:1471

Graubünden

Der Kanton Graubünden (Deutsch: Graubünden; Französisch: Grisons; Italienisch: Grigioni; Romanisch: Grischun; Englisch: Graubunden (manchmal auch Grisons)) ist der östlichst gelegene und flächenmässig grösste Kanton der Schweiz. In der deutschsprachigen Schweiz wird er im allgemeinen Sprachgebrauch als Bündnerland bezeichnet.

Geographie

Der Kanton nimmt den gesamten südöstlichen Teil der Schweiz ein und ist vor allem durch Berglandschaften und Täler geprägt. Graubünden hat daher für Touristen bedeutende Naturschönheiten zu bieten. Graubünden ist flächenmässig der grösste Kanton der Schweiz, ist aber aufgrund der geographischen Bedingungen nur sehr dünn besiedelt. Von der Einwohnerzahl her belegt er Platz 15. Er hat somit genauso viele Einwohner wie der flächenmässig kleinste Kanton der Schweiz, Basel-Stadt. Gemeinsame Kantonsgrenzen hat Graubünden im Südwesten mit dem Kanton Tessin, im Westen mit Uri, im Norden mit Glarus und St.Gallen. Graubünden bildet die Landesgrenze der Schweiz mit Liechtenstein sowie mit Österreich (Bundesländer Vorarlberg und Tirol) im Norden und den italienischen Regionen Südtirol im Osten und der Lombardei im Süden. Lombardei Entwässert wird Graubünden zum größten Teil vom Rhein mit seinen in Graubünden entspringenden Quellflüssen Vorderrhein und Hinterrhein. Den Osten des Landes, nämlich das Engadin, entwässert der Inn, der ebenfalls in Graubünden entspringt. Jenseits des Alpenhauptkamms liegen die zum Po entwässernden und italienschsprachigen Bündner Südtäler: das Misox mit dem Calanca-Tal, das Bergell und das Puschlav. Der östlichste Teil des Landes schließlich, das Münstertal, entwässert zur Etsch. Die drei Meeresgebiete der Nordsee, des Mittelmeers und des Schwarzen Meers treffen sich unweit der Inn-Quelle nahe dem Lunghin-Pass oberhalb von Maloja. Von dort fliesst Richtung Norden die Julia, die via Rhein zur Nordsee führt, nach Süden die Maira, deren Wasser über den Po ins Mittelmeer kommt, und nach Osten der Inn, der in die Donau mündet und damit ins Schwarze Meer fliesst.

Bevölkerung

Sprachen

Schwarze Meer Als einziger Kanton der Schweiz hat Graubünden drei Amtssprachen: Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch. Aufgrund dieser Vielfalt, aber auch wegen seiner Form und Beschaffenheit wird der Kanton auch als kleine Schweiz innerhalb der Schweiz bezeichnet. Die Gemeinden und Kreise sind autonom, ihre Amts- und Schulsprache festzulegen.
Die deutschen Mundarten Graubündens gehören zu zwei Gruppen des Schweizerdeutschen:
- dem hochalemannischen Südostschweizerdeutschen, das in der Region Chur, in der Bündner Herrschaft, den Fünf Dörfern und im Domleschg gilt; diese Dialekte verbreiteten sich im Hochmittelalter und der frühen Neuzeit von Norden (Bodensee und Rheintal) bzw. von Nordwesten (Walensee-Seeztal) her und überlagerten ursprünglich rätoromanisches Siedlungsgebiet
- dem höchstalemannischen Südwestschweizerdeutschen, das in den im Hochmittelalter vom Wallis her besiedelten Walserdörfern gesprochen wird.
- dem Tirolischen (Bairisch-Österreichischen) hingegen gehört die Mundart von Samnaun an. Im Romanischen, das in verschiedenen Gegenden des Kantons (vor allem in der Surselva, in Teilen Mittelbündens, im Engadin und im Münstertal) gesprochen wird gibt es sowohl fünf regionale Schrift- und Mundartdialekte (sogenannte Idiome), nämlich Surselvisch (Sursilvan), Sutselvisch (Sutsilvan), Surmeirisch (Surmiran), Oberengadinisch (Puter) und Unterengadinisch (Vallader), als auch eine einheitliche Schriftsprache Rumantsch Grischun, die erst gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts als Kunstsprache geschaffen wurde. Münstertalisch (Jauer) wiederum hat keine schriftsprachliche Tradition. In den Münstertaler Schulen wird in Unterengadinisch unterrichtet. Die italienischen Mundarten im Misox, Bergell, Bivio und Puschlav gehören dem Alpinlombardischen an, wobei der Bergeller Dialekt (inkl. Bivio) eine Übergangsform zum Rätoromanischen darstellt. Bemerkenswerterweise hat der Kanton Graubünden seine Schulbücher bis etwa Mitte der 2000er-Jahre in sieben Sprachen herausgegeben. Dies beinhaltete neben Deutsch und Italienisch alle fünf rätoromanischen Schriftdialekte. Seither wird der Schulstoff nur noch in Rumantsch Grischun herausgegeben. Wohnbevölkerung nach Sprachen (Volkszählung 2000):
- Deutsch: 127'755 (68%)
- Rätoromanisch: 27'038 (14%)
- Italienisch: 19'106 (10%)
- Andere: 13'159 (8%)

Religionen – Konfessionen

2000er Infolge der Souveränität der einzelnen Gemeinden konnte im 16. Jahrhundert jede Gemeinde ihre Konfession autonom bestimmen. Fläsch war die erste reformierte Gemeinde im Kanton, danach folgte St. Antönien und der Rest des Kantonsterritoriums. Graubünden gehört somit zu den traditionell paritätischen Kantonen. Überwiegend katholisch sind Vorderrheintal mit Lugnez (aber ohne Safiental und Waltensburg) sowie Oberhalbstein (ohne Bivio) und mittleres Landwassertal (ohne Bergün), Misox und Puschlav, überwiegend reformiert sind Prättigau, oberes Landwassertal, Hinterrheintal mit Avers sowie Engadin (ohne Tarasp und Samnaun), Bergell und Schanfigg, gemischt sind Domleschg und Münstertal.

Verfassung

Die gegenwärtige Kantonsverfassung datiert vom Jahre 2003.

Legislative

Gesetzgebende Behörde ist der Grosse Rat, der 120 Mitglieder zählt und vom Volk gemäss Majorzverfahren fest auf vier (nach der alten Verfassung erst auf zwei, dann auf drei) Jahre gewählt wird.
Das Volk ist überdies direkt an der Gesetzgebung beteiligt: 4000 Stimmberechtigte oder ein Siebtel der Gemeinden können eine Änderung der Verfassung verlangen, 3000 Stimmberechtigte oder ein Achtel der Gemeinden können ein Gesetz oder eine Gesetzesänderung vorschlagen (Volksinitiative), 1500 Stimmberechtigte oder ein Zehntel der Gemeinden können verlangen, dass ein vom Grossen Rat erlassenes Gesetz oder eine solche Gesetzesänderung der Volksabstimmung zu unterwerfen sei (Referendum). Änderungen der Verfassung unterliegen obligatorisch der Volksabstimmung.

Exekutive

Die Regierung (früher: Kleiner Rat) zählt fünf Mitglieder und wird vom Volk ebenfalls im Majorzverfahren auf ebenfalls vier (nach der alten Verfassung erst auf ein, dann auf zwei) Jahre gewählt. Das Präsidium wechselt turnusgemäss jährlich.

Judikative

Oberstes Gericht ist das Kantonsgericht. Untere Instanzen sind die Bezirksgerichte und die Kreispräsidenten. Daneben gibt es das Verwaltungsgericht, das auch als Verfassungsgericht waltet.

Gemeinden, Kreise und Bezirke

Graubünden ist derjenige Kanton, in dem die Gemeinden (208 an der Zahl) historisch bedingt die wohl ausgeprägteste Gemeindeautonomie der Schweiz haben.
(siehe: Gemeinden des Kantons Graubünden) Autonomie geniessen ebenfalls die Kreise, die aus einer kleinen Zahl Gemeinden (ausnahmsweise aus einer einzigen Gemeinde) bestehen. Sie sind zugleich die Wahlkreise des Grossen Rats, wo die Grossräte teilweise noch an den traditionellen Landsgemeinden gewählt werden. Die Bezirke hingegen sind reine Verwaltungsorgane des Kantons ohne innere Autonomie.
(siehe: Kreise und Bezirke des Kantons Graubünden)

Vertretung auf nationaler Ebene

Für das Bundesparlament entsendet Graubünden wie jeder Vollkanton zwei Vertreter in den Ständerat und gemäss seinem Anteil an der Bevölkerung fünf Abgeordnete in den Nationalrat.

Wirtschaft

Die für die dauerhafte Besiedlung mancher Talschaften unabdingbare Berglandwirtschaft überlebt dank Nischenproduktion und grosszügigen Subventionen vonseiten des Bundes und des Kantons. Wichtigster Wirtschaftszweig ist heute aber der Tourismus.

Tourismus

Kreise und Bezirke des Kantons Graubünden] Der Fremdenverkehr ist sowohl im Sommer wie im Winter von grosser Bedeutung, besonders in den Regionen Klosters, Davos, Arosa und St. Moritz, aber auch in zahlreichen weiteren Orten. Hervorzuheben ist auch der Bädertourismus in Vals und Scuol (Schuls). Nicht unerwähnt soll auch die teilweise bedeutende Baukunst bleiben: Graubünden ist derjenige Kanton mit der grössten Dichte an Burgen und weist mit dem Kloster von Müstair und der Kirche von Zillis Kulturgüter von Weltrang auf. Auch die Anlage der Rhätischen Bahn besonders im Albulatal und am Berninapass ist von grosser architektonischer und touristischer Bedeutung. Seit 1991 ist die Salginatobelbrücke der Verbindungsstrasse von Schiers nach Schuders das bislang einzige Weltmonument der Schweiz. Diese Auszeichnung wurde von der [http://www.asce.org ASCE] vergeben.

Verkehr

Schuders Die wichtigsten Talschaften und die grossen Tourismusorte Graubündens werden von der meterspurigen Rhätischen Bahn bedient. Zudem wird der Kanton in Nord-Süd-Richtung von einer Autobahn durchquert. Wichtigster Pass zwischen Nord und Süd ist heute der San Bernardino zwischen Rheinwald/Hinterrheintal und Misox/Tessin.

Geschichte

Siehe Geschichte des Kantons Graubünden.

Städte, Orte und Landschaften

Geschichte des Kantons Graubünden Folgende Gemeinden des Kantons haben mehr als 5'000 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2004):
- Chur, 32'434 Einwohner
- Davos, 10'941 Einwohner
- Igis, 7'011 Einwohner
- Domat/Ems, 6'819 Einwohner
- St. Moritz, 5'084 Einwohner Weitere Gemeinden siehe: Gemeinden des Kantons Graubünden

Bezirke

Gemeinden des Kantons Graubünden Der Kanton Graubünden ist in 11 Bezirke eingeteilt. Sie entsprechen im Wesentlichen den natürlichen Landschaftsräumen. (Die Bezirke sind wiederum unterteilt in 39 Kreise):
- Albula mit den Kreisen Alvaschein, Belfort, Bergün und Surses
- Bernina mit den Kreisen Brusio und Poschiavo
- Hinterrhein mit den Kreisen Avers, Domleschg, Rheinwald, Schams und Thusis
- Imboden mit den Kreisen Trins und Rhäzüns
- Inn mit den Kreisen Ramosch, Sur Tasna, Suot Tasna und Val Müstair
- Landquart mit den Kreisen Maienfeld und Fünf Dörfer
- Maloja mit den Kreisen Bergell und Oberengadin
- Moësa mit den Kreisen Calanca, Misox und Roveredo
- Plessur mit den Kreisen Chur, Churwalden und Schanfigg
- Prättigau/Davos mit den Kreisen Davos, Jenaz, Klosters, Küblis, Luzein, Schiers und Seewis
- Surselva mit den Kreisen Disentis, Ilanz, Lumnezia/Lugnez, Ruis und Safien Siehe auch: Gemeinden des Kantons Graubünden

Kultur

Bündner Küche

Der Kanton Graubünden hat eine eigenständige Küche entwickelt, welche sich von anderen Schweizer Regionalküchen unterscheidet. Typische regionale Produkte sind das luftgetrocknete Bünderfleisch und andere Trockenfleischspezialitäten wie Salsiz oder Andutgel. Typische Gerichte sind Capuns, Plain in Pigna, Pizokel, Maluns oder die Bündner Nusstorte, sowie ein Speckauflauf.

Weblinks


- [http://www.gr.ch Offizielle Website des Kantons Graubünden]
- [http://www.graubuenden.ch Graubünden]
- [http://www.link-gr.ch Suchmaschine Graubünden]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D7391.html Artikel Graubünden] im Historischen Lexikon der Schweiz Graubuenden ! als:Kanton Graubünden

1513

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 11. März: Leo X. wird zum Papst gewählt
- 6. Juni: Sieg der Eidgenossen über Frankreich in der Schlacht von Novara
- 9. September: In der Schlacht von Flodden besiegt England Schottland
- Eintritt der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden in die Schweizerische Eidgenossenschaft
- Niccolo Machiavelli schreibt sein berühmtestes Buch Il Principe („Der Fürst“), eine Abhandlung über die Kunst der Staatsführung
- Die Spanier entdecken Florida
- Vir fällt als letzter Ort in Herzegowina in türkische Hände

Geboren


- 29. Oktober: Jacques Amyot, französischer Schriftsteller und Theologe († 1593)
- Hai Rui, chinesischer Beamter

Gestorben


- 20. Februar: Johann I., König von Dänemark 1481–1513 (
- 1455)
- 21. Februar: Julius II., war unter dem Namen Julius II. Papst (
- 1443)
- 9. September: Jakob IV., König von Schottland (
- 1473)
- 25. Dezember: Johann Amerbach, deutscher Drucker und Verleger der Frühdruckzeit (
- um 1440)
- 27. Dezember: Martin Pollich, Philosoph, Mediziner und Theologe, Gründungsrektor der Universität Wittenberg (
- um 1452) als:1513 ko:1513년

Florida

Florida ist ein Staat im Südosten der USA. Er ist bekannt als der Sunshine State (dt. Sonnenschein-Staat). "Florida" kommt aus dem Spanischen und bedeutet "voll von Blumen". Der Staat wurde von den spanischen Entdeckern während der Osterzeit entdeckt. Ostern auf Spanisch heißt Pascua Florida. Die Abkürzung für Florida lautet FL. Das Wappentier von Florida ist der Weißkopfseeadler. Die Hauptstadt des beliebten Ferienziels ist Tallahasse. Florida hat eine Inselkette die "Keys"(dt. Schlüssel).Die letzte Insel ist Key West,von wo man nur 90 Meilen nach Kuba braucht. Es ist dort auch der südlichste Punkt der USA.

Geschichte

Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass Florida vor der Entdeckung durch die europäischen Siedler, schon seit mehreren tausend Jahren bewohnt war. Die Spanier entdeckten Florida 1513 und nahmen es für die spanische Krone in Anspruch. Teile von Florida wurden danach zwischenzeitlich von Spaniern, Briten und Amerikanern kontrolliert. 1763 musste Spanien nach Ende des Siebenjährigen Krieges Florida an Großbritannien abtreten. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, in dem Spanien auf Seiten Frankreichs gegen die Briten kämpfte, gewann es 1781 die Kontrolle über West-Florida zurück, im Frieden von Paris 1783 wurde Spanien ganz Florida wieder zugesprochen. 1819 trat Spanien Florida an die Vereinigten Staaten ab. Es wird als Notverkauf anzusehen sein, denn im englisch-amerikanischen Krieg von 1812 - 1814 hatten amerikanische Truppen das Land besetzt und es nach Kriegsende nicht mehr verlassen. Am 3. März 1845 wurde Florida der 27. Bundesstaat der USA. Heute ist Florida einer der bekanntesten Staaten Amerikas. nickname:ELSAK.

Geographie

Florida ist eine Halbinsel. An der Ostküste liegt der Atlantische Ozean, an der West- und an der Südküste der Golf von Mexiko. Im Norden liegen die US-Bundesstaaten Georgia und Alabama. Es liegt in der Nähe von Kuba, Haiti und anderen Ländern der Karibik.Nach Hawaii ist es der südlichste Staat der USA.

Bevölkerung

Florida hat 17.019.068 Einwohner (Stand: 2003), davon 65,4 % Weiße, 16,8 % Hispanics, 14,6 % Dunkelhäutige und Afro-Amerikaner, 1,7 % Asiaten, 0,3 % Indianer. Im Jahr 2000 betrug die Einwohnerzahl noch 15.982.378 und nimmt seitdem stetig zu. Es gibt 6.337.929 Haushalte und das Pro-Kopf-Einkommen betrug 2002 26.646 US-Dollar.

Politik

Florida hat ein Zwei-Kammern-System mit einem 40-köpfigen Senat und einem House mit 120 Mitgliedern. Der derzeitige (2003) Gouverneur von Florida ist der Republikaner Jeb Bush, Bruder des US-Präsidenten George W. Bush. Obwohl Florida traditionell eher den Demokraten zugewandt war, kam es durch den Bevölkerungszuwachs der letzten Jahre zu einem Umschwenken der politischen Meinung in Richtung der Republikaner. Momentan ist das Verhältnis Republikaner zu Demokraten etwa 1:1. Deshalb und wegen seiner großen Einwohnerzahl und der damit verbundenen Wahlmänner-Stimmen, wird Florida von Wahlforschern als ein entscheidender Staat für die Wahl zum Amerikanischen Präsidenten angesehen. In Miami konkurrieren die liberalen Demokraten mit den reichen Exil-Kubanern, die eher den Republikanern zugewandt sind. Tampa war früher das Zentrum der Demokratischen Partei, hat sich aber in den letzten Jahren zu einem Pro-Republikaner-Zentrum entwickelt.

Wirtschaft

Floridas Klima und die vielen Strände machen es zu einem interessanten Freizeitort für Urlauber aus aller Welt. Auch die diversen Vergnügungsparks wie Disneyland, Universal Studios/Island of Adventure und der Movie Park Movie Park in der Nähe von Orlando sind große Anziehungspunkte für Touristen. Daneben konzentriert sich die Wirtschaft auf den Anbau von Zitrusfrüchten (50% des Verbrauchs der USA) inkl. Saftproduktion, es gibt zahlreiche Banken und es wird Phosphat abgebaut.

Größte Städte

¹ Bildung der Stadt am 20. Februar 2003

Andere bekannte Orte


- Key West
- Panama City
- Everglades National Park
- Cap Canaveral
- Naples

Siehe auch


- Portal:Geographie
- Liste der Städte in Florida
- Liste der Kleinstädte und Dörfer in Florida
- Liste der Countys in Florida
- Liste der Gouverneure von Florida
Kategorie:US-Bundesstaat ja:フロリダ州 ko:플로리다 주 ms:Florida simple:Florida th:มลรัฐฟลอริดา

1794

Ereignisse


- 1. Juni: Inkrafttreten des bis 1900 gültigen Allgemeinen Landrechts für die preußischen Staaten
- 27. Juli: Robespierre, Blutrichter der französischen Revolution, wird verhaftet, nachdem sich seine Terrorherrschaft durch das 22.Prairial verschärft hatte
- 3. Oktober: Die Zitadelle von Jülich wird an die Franzosen übergeben
- 4. Oktober: Die Franzosen marschieren in Mönchengladbach ein
- 23. Oktober: Die Franzosen erobern Koblenz und vertreiben den Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen
- 19. November: In London unterzeichnen US-Unterhändler John Jay und der Außenminister des Königreichs Großbritannien den Jay-Vertrag
- In Frankreich endet das Schreckensregime der Jakobiner

Kultur


- 26. Februar: Uraufführung der Oper Le Congrès des rois von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 1. Juli: Uraufführung der Komödie Agricol Viala ou Le Héros de la Durance von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 26. August: Uraufführung der musikalischen Komödie Le astuzie femminili (Die weiblichen Listen)]] von Domenico Cimarosa am Teatro dei Fiorentini in Neapel
- 13. Dezember: Uraufführung der Oper Eliza ou Le Voyage au glaciers du Mont Saint-Bernard (Elisa oder Die Reise auf den Großen St. Bernhard) von Luigi Cherubini am Théâtre Feydeau in Paris

Geboren


- 7. Januar: Eilhard Mitscherlich, deutscher Chemiker und Mineraloge († 1863)
- 16. Januar: Maximilian Joseph von Chelius, deutscher Augenarzt und Chirurg († 1867)
- 8. Februar: Friedlieb Ferdinand Runge, deutscher Chemiker († 1867)
- 17. Februar: Heinrich Schmieder, Theologe und Ehrenbürger Wittenbergs († 1893)
- 21. Februar: Antonio López de Santa Anna, mexikanischer Offizier und Politiker († 1876)
- 15. März: Felician Martin von Zaremba, russischer Diplomat, Prediger und Missionarpolnischer Herkunft († 1874)
- 9. April: Theobald Böhm, bekannter Flöt- und Flötenbaumeister († 1881)
- 10. April: Matthew Perry (Offizier), US-amerikanischer Marineoffizier († 1858)
- 12. April: Germinal Pierre Dandelin, belgischer Mathematiker († 1847)
- 17. April: Carl Friedrich Philipp von Martius, deutscher Naturforscher, Botaniker und Ethnograph († 1868)
- 26. April: Bernhard Thiersch, Gymnasiallehrer und der Dichter des Preußenliedes († 1855)
- 12. Mai: George Cathcart, britischer General († 1854)
- 27. Mai: Cornelius Vanderbilt, einer der erfolgreichsten und reichsten Unternehmer der USA († 1877)
- 29. Mai: Johann Heinrich von Mädler, deutscher Astronom († 1874)
- 28. Juni: John Biscoe, englischer Entdecker († 1843)
- 6. Juli: Wilhelm Hensel, Deutscher Maler († 1861)
- 25. Juli: Amalie Sieveking, Mitbegründerin der organisierten Diakonie in Deutschland († 1859)
- 29. Juli: Auguste Regnaud de Saint-Jean d'Angely, französischer General, Marschall von Frankreich († 1870)
- 30. Juli: Johann Martin Lappenberg, deutscher Historiker († 1865)
- 4. August: Josef Proksch, tschechisch-deutscher Komponist († 1864)
- 10. August: Leopold Zunz, deutscher Wissenschaftler († 1886)
- 15. August: Elias Magnus Fries, schwedischer Botaniker († 1878)
- 2. September: Friedrich August Köttig, Erfinder an der Königlichen Porzellanmanufaktur in Meissen († 1864)
- 10. September: François Benoist, französischer Komponist († 1878)
- 15. September: Heinrich Emanuel Merck, Chemiker und Fabrikant († 1855)
- 1. Oktober: Leopold IV., Herzog von Anhalt-Dessau († 1871)
- 7. Oktober: Johann Ludwig Wilhelm Müller, deutscher Dichter († 1827)
- 7. Oktober: Wilhelm Müller, deutscher Dichter († 1827)
- 19. Oktober: Nikolaus München, Kölner Dompropst († 1881)
- 3. November: William Cullen Bryant, US-amerikanischer Dichter und Journalist († 1878)
- 6. Dezember: Luigi Lablache, italienischer Opernsänger (Bassist) († 1858)

Gestorben


- 4. Januar: Nicolas Luckner, deutscher General in französischen Diensten, Marschall von Frankreich (
- 1722)
- 8. Januar: Justus Möser, deutscher Schriftsteller und Politiker (
- 1720)
- 10. Januar: Johann Georg Adam Forster, deutscher Naturforscher, Ethnologe, Journalist und Revolutionär (
- 1754)
- 16. Januar: Edward Gibbon, britischen Historiker (
- 1737)
- 16. Februar: Étienne Charles de Loménie de Brienne, französischer Politiker und Kleriker (
- 1727)
- 22. Februar: Caspar Friedrich Wolff, deutscher Physiologe und Begründer der modernen Embryologie (
- 1734)
- 24. März: Jacques-René Hébert, französischer Revolutionär (
- 1757)
- 28. März: Marie-Jean-Antoine-Nicolas Caritat, Marquis de Condorcet, französischer Philosoph, Mathematiker, Politiker und Kommunikationstheoretiker (
- 1743)
- 5. April: Marie-Jean Hérault de Séchelles, Politiker während der Französischen Revolution (
- 1759)
- 5. April: Georges Danton, war einer der Führer der Französischen Revolution (
- 1759)
- 5. April: Camille Desmoulins, Führer der Französischen Revolution (
- 1760)
- 13. April: Chamfort, französischer Schriftsteller (
- 1740)
- 15. April: Fabre d'Églantine, französischer Dichter (
- 1750)
- 27. April: James Bruce, schottischer Reisender (
- 1730)
- 27. April: William Jones, Richter am Obersten Gericht in Kalkutta (
- 1746)
- 30. April: Johann Daniel Müller, Theologe (
- 1721)
- 8. Mai: Antoine Laurent de Lavoisier, einer der Begründer der neuzeitlichen Chemie (
- 1743)
- 8. Juni: Gottfried August Bürger, deutscher Dichter (
- 1747)
- 18. Juni: François-Nicolas-Léonard Buzot, französischer Revolutionär (
- 1760)
- 27. Juni: Claude-Victor de Broglie, französischer Politiker und General (
- 1756)
- 27. Juni: Wenzel Anton Graf Kaunitz, österreichischer Politiker (
- 1711)
- 14. Juli: Jean Frédéric Edelmann, elsässischer Komponist (
- 1749)
- 23. Juli: Alexandre de Beauharnais, nahm am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teil (
- 1760)
- 25. Juli: Friedrich Freiherr von der Trenck, (
- 1726)
- 25. Juli: André Chénier, französischer Schriftsteller (
- 1762)
- 28. Juli: Maximilien de Robespierre, französischer Politiker (
- 1758)
- 28. Juli: François Henriot, französischer Politiker (
- 1761)
- 28. Juli: Antoine de Saint-Just, französischer Politiker (
- 1767)
- 14. August: George Colman der Ältere, englischer Schriftsteller (
- 1732)
- 13. September: Jean-Pierre Claris de Florian, französischer Dichter (
- 1755)
- 28. November: Cesare Beccaria, Bedeutender italienischer Rechtsphilosoph (
- 1738)
- 28. November: Friedrich Wilhelm von Steuben, deutscher Auswanderer und US-amerikanischer Oberst (
- 1730)
- 2. Dezember: Johann Gottlob Leidenfrost, deutscher Mediziner und Theologe (
- 1715) ko:1794년 simple:1794

US-Kongress

Der Kongress ist die Legislative der Vereinigten Staaten von Amerika auf Bundesebene, sein Sitz ist das Kapitol. Er besteht aus insgesamt 535 Abgeordneten. Im Selbstverständnis der USA ist der Kongress kein Parlament, da er von der Exekutive vollständig getrennt ist. Der Kongress setzt sich aus dem Senat und dem Repräsentantenhaus zusammen. Der Kongress stellt gemäß Artikel I, Absatz 1 der US-Verfassung die gesetzgebende Gewalt (Legislative) dar. Der Senat besteht aus insgesamt 100 Senatoren, diese werden für sechs Jahre direkt gewählt. Alle zwei Jahre steht jeweils ein Drittel der Senatoren zur Wahl. Jeder Bundesstaat entsendet, unabhängig von seiner Bevölkerungszahl, zwei Senatoren. Das Repräsentantenhaus besteht aus 435 direkt gewählten Abgeordneten. Die Anzahl der Repräsentanten, die jeder Bundesstaat entsendet, wird durch die jeweilige Bevölkerungszahl bestimmt. Alle zehn Jahre findet eine Volkszählung statt, nach der Abgeordnetensitze neu zugewiesen werden. Auf ca. 1/2 Million Menschen kommt ein Repräsentant, wobei jedoch jeder Staat zumindest einen Repräsentanten stellt. Die Legislaturperiode beträgt 2 Jahre. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat nicht das Recht an Sitzungen des Kongresses teilzunehmen, daher ist für ihn kein Sitzplatz vorgesehen. Einmal im Jahr spricht er zu den Abgeordneten, wenn er über "Lage der Nation" (State of the Union) berichtet. Dazu versammelt sich im Repräsentantenhaus der gesamte Kongress, wohin der Präsident geführt wird. Unmittelbar nach Abschluss seiner Rede hat er es wieder zu verlassen, ohne das die Abgeordneten die Möglichkeit haben Fragen zu stellen. Die wichtigsten Aufgaben des Kongresses lassen sich auf drei Punkte reduzieren:
- Gesetzgebung
- Haushaltsrecht (power of the purse)
- Kontrolle der Exekutive, einschl. des Präsidenten (oversight)

Gesetzgebung

In den Kongress eingebrachte Gesetzesvorlagen werden durch die Ausschüsse des Senats und Repräsentantenhauses getrennt beraten und abgestimmt. Sollten die Beschlüsse voneinander abweichen, findet eine Anpassung im Conference Committee, eine Art Vermittlungsausschuss, statt. Dieser Ausschuss ist kein ständiges Gremium, sondern wird für strittige Gesetzesvorlage jedes Mal neu berufen. Der Präsident muss Gesetze unterschreiben, damit sie in Kraft treten können. Der Präsidenten kann nur über die Gesetzgebung kontrolliert und in seiner Macht beschränkt werden. Die War Powers Resolution ist dafür ein aufschlussreiches Beispiel, da nach der Verfassung der Präsident zwar Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist, aber durch dieses Gesetz nur der Kongress den Krieg erklären darf.

Zuständigkeiten

Die Macht des Kongresses ist im Artikel 1 (insbesondere Artikel 1, Abschnitt 8) der Verfassung der USA festgelegt. Diese Zuständigkeiten wurden erweitert, als die Verfassungszusätze als Folge des Amerikanischen Bürgerkriegs (13., 14. und 15. Verfassungszusatz, die den Kongress direkt damit beauftragen, die jeweiligen in den Zusätzen enthaltenen Vorschriften umzusetzen) und den 16. Verfassungszusatz, der die Einkommenssteuer ermöglicht, in kraft traten. Andere Abschnitte der Verfassung--insbesondere Artikel 1, Abschnitt 9, und die ersten zehn Verfassungszusätze (allgemein als Bill of Rights bekannt)--beschneiden die Macht des Kongresses. Die allgemeinen Zuständigkeiten des Kongresses beinhalten:
- Steuererhebung und -einziehung
- Kreditaufnahme
- Gesetze zur Regulierung des Handels zwischen den Bundesstaaten und anderen Ländern
- Einwanderungs- und Einbürgerungsgesetze
- Ausgabe, Valuierung and Schutz der Währung
- Gesetze zu Maßen und Gewichten
- Konkursgesetze
- Gründung von Postämtern und Bauen von Poststraßen
- Patent- und Urheberrechtsgesetze
- Festlegung der Gerichtsbarkeit unter dem Supreme Court
- Strafrecht für Piraten
- Kriegserklärungen
- Unterhalt einer Armee und Marine
- Aufruf der Miliz zur Unterstützung der Gesetze, Unterdrückung von Rechtslosigkeit und Verteidiung gegen Invasionen
- Gesetze für den Regierungssitz
- Alle Gesetze, die zum Umsetzen der Verfassung nötig und angebracht sind Einige dieser Zuständigkeiten sind inzwischen veraltert, bleiben aber in Kraft.

Beschränkungen

Der 10. Verfassungszusatz beschränkt die Gewalt des Kongresses, in dem er klarstellt, dass Rechtsbereiche, die nicht an die Bundesregierung delegiert wurden, beim Volk und den Bundesstaaten bleiben. Außerdem verbietet die Verfassung bestimmte Gesetze. Dazu gehören:
- Die Aufhebung des habeas corpus
- Die Aufhebung aller Rechte einzelner Personen ohne Gerichtsprozess
- Gesetze, die Taten, die vor dem Gesetz begangen wurden, im nachhinein strafbar machen
- Erhebung von direkten Steuern ohne Rücksicht auf die Volkszählung. Aufgehoben durch den 16. Verfassungszusatz
- Erhebung von Ausfuhrsteuern
- Bevorzugung von Handelshäfen eines Bundesstaates über einen anderen
- Verleihung von Adelstiteln Der Kongress hat auch exklusive Gerichtsbarkeit im Amtsenthebungsverfahren von Bundesbeamten.

Haushaltsrecht

Durch die US-Verfassung ist dem Kongress explizit die Vergabe der Haushaltsmittel vorbehalten, wodurch letztendlich die politischen Schwerpunkte gesetzt werden. Der Budget and Impoundment Control Act von 1974 hat die bis dahin übliche Praxis des Umgehens des Haushaltsrechts durch nicht Ausgabe freigegebener Mittel, beendet. Durch dieses Gesetz ist der Präsident verpflichtet, dem Kongress Rede und Antwort zu stehen, wenn er bewilligte Gelder nicht ausgeben will. Durch eine einfache Mehrheit kann der Kongress seinen Willen durchsetzen.

Kontrolle der Exekutive

Die Kontrolle der Exekutive ist die wohl zeitaufwendigste Aufgabe des Kongresses. Einerseits kann der Kongress durch Gesetze, wie z. B. der War Powers Resolution oder den Budget and Impoundment Control Act dieser Aufgabe gerecht werden, andererseits auch durch Ausschüsse, die Politiker der Exekutive verhören dürfen. Dabei ist es möglich, dass sich jeder Ausschuss in einen Untersuchungsausschuss wandeln kann. Die Einsetzung spezieller Untersuchungssauschüsse ist auch möglich. Untersuchungsausschüssen stehen ähnliche Möglichkeiten, wie Gerichte sie haben, zur Verfügung. Sie dürfen Zeugen vorladen und verhören, die Herausgabe von Dokumenten durch Behörden verlangen und bei Aussageverweigerungen Strafen wegen Missachtung des Kongresses verhängen. Auf den Präsidenten und dessen Mitarbeiterstab im White House Office hat der Kongress auf Grund der executive privilege keinen Zugriff. Um die Kontrolle optimal zu gewährleisten, hat sich der Kongress parallel zur Exekutive einen eigenen Verwaltungsapparat aufgebaut, der wissenschaftliche Dienste und Untersuchungsbehörden umfasst. Dazu gehört u. a. das General Accounting Office, das den Haushalt und die Einhaltung dessen überwacht. Kongress Kategorie:legislative ja:アメリカ合衆国連邦議会

Fregatte

Nach heutigem Verständnis ist die Fregatte ein kleineres Kriegsschiff. Der Begriff hat jedoch verschiedene Bedeutungen, z. B. wurden im deutschen Sprachraum im 18. und 19. Jahrhundert Schiffe mit einer Vollschiffs-Takelage als Fregatten bezeichnet. Im Mittelmeerraum nannte man einen Typ kleiner Segelfahrzeuge, die auch gerudert werden konnten, ebenfalls Fregatte; entwicklungsgeschichtlich ist jedoch zwischen diesen und den späteren Kriegsschiffen kein Zusammenhang nachweisbar. Dieser Artikel beschäftigt sich weiterhin nur mit der Fregatte als Kriegsschiff.

Fregatten in der Zeit der Segelschiffe

Entwicklung des Typs

Die Bezeichnung „Fregatte“ für relativ kleine, schnelle Kriegsschiffe erscheint etwa seit Ende des 16. Jahrhunderts im nördlichen Europa. Das Kennzeichen dieser Schiffe war zunächst das Fehlen der hohen Aufbauten an Bug und Heck, das die See-Eigenschaften bei anderen Schiffstypen beeinträchtigte. Da jedoch im Nahkampf niedrige Schiffe leichter zu entern waren, kehrte man zuungunsten der Segeleigenschaften in gewissem Rahmen zu Vorder- und Achterkastellen zurück. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde eine Vielzahl verschieden ausgelegter Kriegsschiffe als Fregatte bezeichnet, sowohl Schiffe mit nur einem bewaffneten Deck als auch solche mit zweien. In den 1740er Jahren entstand, nachdem es mit der schwedischen Vita Ørn von 1715 schon einen wenig beachteten Vorläufer gegeben hatte, der klassische Segelfregatten-Typ. Konstruktiv waren dies Zweidecker (zwei komplett von vorn bis achtern durchlaufende Decks); im Gegensatz zu früheren Fregatten war das untere Deck unbewaffnet, lag dicht über oder gar unter der Wasserlinie und hatte keine Stückpforten. Üblicherweise wurden bei Kriegsschiffen nur die bewaffneten Decks gezählt – obwohl die Fregatte also von der Konstruktion her zwei durchlaufende Decks hatte, besaß sie nur ein bewaffnetes und gilt somit als „Eindecker“. Die Bewaffnung wurde bei der „klassischen“ Fregatte nur auf dem Oberdeck und auf den Aufbauten (also Achterdeck und Back – diese wurden übrigens nicht als Decks mitgezählt) geführt. Aufgrund dieser Konstruktion hatten die Fregatten ein höheres Freibord als viele Zweidecker, so dass sie trotz geringerer Kanonenzahl bei schwerer See einen Vorteil über kleinere Zweidecker besaßen, wenn diese ihre dicht über dem Wasser liegenden schweren Geschütze nicht gebrauchen konnten und die unteren Stückpforten geschlossen halten mussten, um nicht vollzulaufen. Die ersten Fregatten dieser Bauart waren mit 24 oder 26 Neunpfünder-Kanonen bewaffnet. Später gab es Hauptbewaffnungen von 12-, 18- und 24-pfündigen Kanonen, mit zusätzlichen leichteren Kanonen (6- oder 9-Pfünder) oder Carronaden (z.B. 18- oder 24-Pfünder) auf den Aufbauten. Die ersten mit 24-Pfündern bewaffneten Fregatten wurden von Frederik Hendrik af Chapman (1721-1806) entworfen und in Schweden gebaut (die Bellona-Klasse von 1782). Nach der Zahl der Kanonen wurden Fregatten als 28er, 32er, 36er, 38er oder 40er bezeichnet, wobei zusätzlich aufgestellte Kanonen oder Carronaden auf den Aufbauten erst nach den napoleonischen Kriegen vollständig mitgezählt wurden (Eine 38-Kanonen-Fregatte der britischen Leda-Klasse wurde z.B. während des Krieges noch als „38er“ kategorisiert, nach dem Krieg als „46er“). Bereits Ende des 18. Jahrhunderts wurden in den USA besonders schwere Fregatten gebaut, die ein sogenanntes „spardeck“ besaßen – die Kuhl, der Raum zwischen Back und Achterdeck, war bei diesen Schiffen weitgehend geschlossen, so dass ein durchgehendes Deck entstand. Praktisch waren diese Fregatten dann Zweidecker; zeitweilig waren einige der amerikanischen Fregatten auch auf dem „spardeck“ mit einer kompletten Batterie ausgestattet. Die 1834 vom Stapel gelaufene französische Fregatte Belle Poule war ein Zweidecker ähnlicher Art und mit insgesamt 60 großkalibrigen Geschützen auf zwei vollständigen Batteriedecks bewaffnet.

Aufgaben der Fregatten

Von ihrer Funktion her können die Segelfregatten als Kreuzer bezeichnet werden. Während es die Aufgabe der größeren Kriegsschiffe war, als Schlachtschiffe in der Linie zu kämpfen (daher der Begriff Linienschiff), dienten die Fregatten als Aufklärer für Linienschiffsgeschwader, als Konvoischiffe, zum schnellen Transport wichtiger Depeschen oder Offiziere und störten den feindlichen Handel. Zur Einordnung der Fregatten siehe auch die Rangeinteilung der Kriegsschiffe.

Takelung und Segeleigenschaften

Getakelt waren die Fregatten grundsätzlich als Vollschiffe. Im Vergleich zu den ausgewogensten zeitgenössischen Linienschiffstypen, z. B. dem 74-Kanonen-Schiff, erreichten Fregatten a