:: wikimiki.org ::
| 29. März |
29. MärzDer 29. März ist der 88. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 89. in Schaltjahren) - somit bleiben 277 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1461 - Im Rosenkrieg gewinnt Edward von York die Schlacht von Towton und wird wenig später als König Edward IV. von England gekrönt.
- 1638 - Schwedische Siedler gründen die erste Niederlassung in Delaware und nennen diese "Neuschweden".
- 1707 - Wilhelm Hyacinth, Prinz von Oranien und Regent von Nassau-Siegen, wird von der Bevölkerung von Siegen aus der Stadt und dem Amt gejagt.
- 1792 - Der schwedische König Gustav III. wird während eines Maskenballs in Stockholm von einer Gruppe von Adligen ermordet.
- 1848 - In Preußen wird ein Märzministerium eingesetzt.
- 1871 - Die Royal Albert Hall wird in London von Königin Victoria eröffnet.
- 1930 - Heinrich Brüning wird deutscher Reichskanzler.
Reichskanzler
- 1942 - In der Nacht zum Palmsonntag vom 28. zum 29. März 1942 wird durch einen Bombenangriff der Royal Air Force (R.A.F.) ein Fünftel der Lübecker Innenstadt zerstört, und es brennen die Marienkirche wie auch der Dom und die Petrikirche vollständig aus.
- 1945 - US-amerikanische Truppen besetzen die Stadt Mannheim.
- 1955 - Bonn-Kopenhagener Erklärungen
- 1962 - Argentinien. Dr. José M. Guido wird Staatspräsident.
- 1973 - Die letzten US-amerikanischen Truppen ziehen aus Südvietnam ab.
- 1976 - Die letzten britischen Truppen verlassen die Malediven
- 1981 - Argentinien. General Roberto E. Viola wird Staatspräsident.
- 1983 - Bündnis 90/Die Grünen ziehen das erste Mal in den Deutschen Bundestag ein.
- 1984 - Guinea. Tod von Staatspräsident Sékou Touré.
- 1985 - Griechenland. Christos Sartzetakis wird Staatspräsident.
- 1996 - Dr. Ahmad Tejan Kabbah wird Staatspräsident in Sierra Leone
- 2004 - Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien werden Mitglied der NATO.
- 2006 - Totale Sonnenfinsternis, sichtbar in Afrika, Europa, Asien
Wirtschaft
- 1965 - Mit der Schließung der "Grube Georg" in Willroth endet der über 2000 Jahre lang betriebene Erzbergbau im Siegerland.
- 1999 - Der US-amerikanische Aktienindex Dow Jones überschreitet an der New Yorker Börse erstmals die Marke von 10.000 Punkten.
Wissenschaft und Technik
- 1956 - Die heute gebräuchlichen Sondersignalanlagen bestehend aus Blaulicht und Martinshorn werden vorgeschrieben.
- 1974 - Die US-amerikanische Raumsonde "Mariner 10" passiert als erster irdischer Flugkörper den Merkur.
Kultur
Merkur
- 1806 - Die zweite, überarbeiteten Fassung des "Fidelio" von Ludwig van Beethoven wird in Wien uraufgeführt.
- 1879 - Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Oper "Eugen Onegin" wird im Moskauer Maly-Theater uraufgeführt.
- 1933 - Die Erstaufführung des Films Das Testament des Dr. Mabuse von Fritz Lang wird von der Filmprüfstelle Berlin wegen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit verboten.
- 1947 - Uraufführung der Oper Albert Herring von Benjamin Britten in Glyndebourne.
- 1958 - Am Schauspielhaus Zürich werden die Theaterstücke "Biedermann und die Brandstifter" und "Die große Wut des Philipp Hotz" von Max Frisch uraufgeführt.
Religion
- 1139 - Der Templerorden wird durch die Bulle Omne datum optimum von Innozenz II. bestätigt und der Orden direkt dem Papst unterstellt.
- 1924 - Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Bayern
Katastrophen
- 2000 - Im Westen Kenias kommen beim Zusammenstoß zweier Busse mehr als hundert Menschen ums Leben.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1886 - Der Österreicher Wilhelm Steinitz wird durch einen Sieg gegen den Polen Johannes Hermann Zukertort (12,5-7,5) erster Schachweltmeister.
- 1966 - Boxen: - Cassius Clay verteidigt seinen WM-Titel im Schwergewicht gegen George Chuvalo erfolgreich.
Geboren
- 1616 - Johann Erasmus Kindermann, deutscher Organist und Komponist
- 1697 - Nicolaus Bruhns, deutscher Organist und Komponist
- 1735 - Johann Karl August Musäus, deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker
- 1746 - Carlo Bonaparte, Vater von Napoleon Bonaparte
- 1769 - Nicolas-Jean de Dieu Soult, französischer General, Marschall von Frankreich
- 1790 - Carl Theodor Welcker, Gelehrter und liberaler Politiker
Carl Theodor Welcker
- 1790 - John Tyler, 10. Präsident der USA
- 1799 - Edward Geoffrey Smith Stanley, 14. Earl of Derby, mehrfacher britischer Premierminister
- 1801 - Georg Christian Friedrich Lisch, mecklenburgischer Altertumsforscher
- 1819 - Isaac Mayer Wise, US-amerikanischer Rabbiner
- 1824 - Ludwig Büchner, Bruder des Dichters, Arztes und Revolutionärs Georg Büchner
- 1826 - Wilhelm Liebknecht, Mitbegründer der SPD
- 1853 - Hans Bußmeyer, deutscher Komponist
- 1854 - Friedrich Karl Adolf Neelsen, deutscher Pathologe und Wissenschaftler
- 1855 - Daniel-Henri Druey, schweizerischer Politiker
- 1862 - Carl Busch, US-amerikanischer Komponist
- 1876 - Friedrich Adolph Traun, Student aus Dresden
- 1877 - Alois Kayser, deutscher Missionar auf Nauru
- 1881 - Raymond Hood, US-amerikanischer Architekt
- 1886 - Gustaf Bengtsson, schwedischer Komponist
- 1888 - Charles-Valentin Alkan, französischer Musiker und Komponist
- 1891 - Alfred Neubauer, Rennleiter des Mercedes-Grand-Prix-Teams
- 1891 - Yvan Goll, deutsch-französischer Schriftsteller
- 1892 - József Mindszenty, ungarischer Kardinal
- 1895 - Ernst Jünger, deutscher Schriftsteller
- 1896 - Wilhelm Ackermann, deutscher Mathematiker
- 1899 - Lawrentij Pawlowitsch Berija, georgischer Politiker in der UdSSR
- 1900 - Roman Lampl, deutscher Politiker
- 1901 - Gottfried Graf von Bismarck-Schönhausen, Landwirt und Reichstagsabgeordneter der NSDAP
- 1902 - Marcel Aymé, französischer Erzähler und Dramatiker
- 1902 - William Walton, englischer Komponist und Dirigent
- 1907 - Alfred Rasser, schweizerischer Kabarettist und Schauspieler
- 1909 - Moon Mullican, US-amerikanischer Musiker
- 1911 - Brigitte Horney, deutsche Schauspielerin
- 1912 - Hanna Reitsch, deutsche Fliegerin
- 1918 - Pearl Bailey, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 1919 - Robert Lowry, US-amerikanischer Herausgeber
- 1927 - Alfred Neven DuMont, deutscher Verleger
- 1927 - John Robert Vane, britischer Pharmakologe und Nobelpreisträger
- 1929 - Lennart Meri, estnischer Historiker, Regisseur, Schriftsteller und Staatspräsident
- 1930 - Donny Conn, US-amerikanischer Sänger
- 1932 - Gerd Baltus, deutscher Schauspieler
- 1933 - Samora Machel, Präsident der nationalen Befreiungsbewegung FRELIMO von Mosambik
- 1939 - Terence Hill, italienischer Schauspieler
- 1941 - Bruno Simma, deutscher Völkerrechtler
- 1941 - Joseph H. Taylor Jr., US-amerikanischer Physiker
- 1942 - Eden Kane, britischer Sänger
- 1943 - Eric Idle, britischer Schauspieler, Filmproduzent, Regisseur, Komponist und Buchautor
- 1943 - John Major, britischer Politiker und Premierminister
- 1943 - Vangelis, griechischer New Age-Komponist
- 1944 - Mike Shepstone, britischer Musiker
- 1946 - Terry Jacks, kanadischer Musiker
- 1946 - Wolfgang Drexler, baden-württembergischer Politiker und MdL
- 1947 - Bobby Kimball, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Christoph Leitl, österreichischer Unternehmer und Politiker
- 1951 - Hans-Wilhelm Steinfeld, norwegischer Journalist und Historiker
- 1951 - Klaus Bachler, österreichischer Schauspieler
- 1952 - Rainer Bonhof, deutscher Fußballspieler
- 1953 - Andy Parker, britischer Musiker
- 1953 - Eberhard Schockenhoff, Professor für Moraltheologie in Freiburg
- 1954 - Maritta Böttcher, deutsche Politikerin
- 1957 - Christopher Lambert, US-amerikanischer Schauspieler
- 1957 - Helmut Zerlett, deutscher Musiker, Komponist und Produzent
- 1960 - Marina Sirtis, britische Schauspielerin
- 1961 - Barbara Wussow, österreichische Schauspielerin
- 1961 - Michael Winterbottom, britischer Filmregisseur
- 1963 - Dirk Niebel, deutscher Politiker
- 1963 - MC Hammer, US-amerikanischer Musiker
- 1964 - Elle Macpherson, australische Schauspielerin und Modell
- 1964 - Andreas Obering, deutscher Comedian und Schauspieler
- 1965 - Voula Patoulidou, griechische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1968 - Lucy Lawless,neuseeländische Schauspielerin (Xena)
- 1969 - Kim Batten, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1976 - Igor Astarloa, spanischer Radrennfahrer
- 1976 - Jennifer Capriati, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1985 - Christiane Fürst, deutsche Volleyballspielerin
Gestorben
- 1058 - Stephan IX., Papst
- 1368 - Go-Murakami, 97. Kaiser von Japan (von 1339 bis 1368), Gegenkaiser
- 1512 - Lukas Watzenrode, Fürstbischof des Ermlandes
- 1519 - Gianfrancesco II. Gonzaga, Sohn des Markgrafen Federico I. Gonzaga von Mantua und sein Nachfolger
- 1697 - Nicolaus Bruhns, Komponist und Orgelvirtuose
- 1772 - Emanuel Swedenborg, schwedischer Naturforscher
- 1777 - Johann Heinrich Pott, deutscher Chemiker und Apotheker
- 1792 - Gustav III. von Schweden, König von Schweden
- 1826 - Johann Heinrich Voß, deutscher Dichter und Übersetzer berühmter Klassiker
- 1847 - Emmanuel de Grouchy, Marschall von Frankreich
- 1848 - Carl Amandus Kühn, namhafter Geologe und Verfechter des Neptunismus
- 1848 - Johann Jacob Astor, US-amerikanischer Unternehmer deutscher Abstammung
- 1855 - Daniel-Henri Druey, schweizer Rechtsanwalt, Philosoph, Politiker und Bundesrat
- 1863 - Heinrich Maria von Hess, deutscher Maler
- 1870 - Paul Émile Botta, italienischer Arzt, Konsul und Archäologe
- 1877 - Alexander Braun, deutscher Botaniker
- 1880 - Jacob Axel Josephson, schwedischer Komponist
- 1880 - Heinrich Bernhard Oppenheim,
- 1881 - Carl Weyprecht, Marineoffizier, Arktisforscher und Geophysiker
- 1888 - Charles-Valentin Alkan, französischer Komponist und Klaviervirtuose
- 1891 - Georges Seurat, französischer Maler
- 1897 - Thomas Couture, französischer Maler
- 1911 - Alexandre Guilmant, französischer Organist und Komponist
- 1912 - Robert Falcon Scott, britischer Marineoffizier und Polarforscher
- 1924 - Charles Villiers Stanford, irischer Komponist
- 1925 - Bajram Curri, Albanischer Freiheitskämpfer
- 1928 - Carl Junker, Syndikus des Vereines der österreichisch-ungarischen Buchhändler und Historiker
- 1929 - Meta von Salis, schweizerische Historikerin und Kämpferin für das Frauenstimmrecht
- 1934 - Ludwig Marum, Rechtsanwalt, Politiker und Opfer des NS-Regimes
- 1937 - Karol Szymanowski, polnischer Komponist
- 1940 - Johann Schütte, deutscher Luftschiffpionier
- 1947 - Viktor Neubaum, deutscher Romancier, Lyriker und Dramatiker
- 1951 - Géza Maróczy, ungarischer Schachspieler
- 1957 - Arthur Joyce Cary, britischer Schriftsteller
- 1965 - Ewald Mataré, deutscher Bildhauer
- 1967 - Fritz Schäffer, deutscher Politiker, Bundesminister, Ministerpräsident von Bayern
- 1980 - Annunzio Paolo Mantovani, italienischer Orchesterleiter
- 1982 - Carl Orff, deutscher Komponist und Pädagoge
- 1982 - Helene Deutsch, US-amerikanische Psychoanalytikerin
- 1982 - Walter Hallstein, deutscher Politiker und Jurist
- 1985 - Gerhard Stöck, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger
- 1994 - Paul Grimault, französischer Zeichentrickfilmer und Regisseur
- 2000 - Karl-Heinz Lauterjung, deutscher Physiker
- 2001 - John Lewis, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 2003 - Carlo Urbani, italienischer Arzt
- 2005 - Johnnie Cochran, US-amerikanischer Rechtsanwalt
Feier- und Gedenktage
- Barachisus
- Berthold (Berthold von Kalabrien), Eremit, verschiedentliche als Gründer der Karmeliten bezeichnet
- Gladys von Wales, Königin, Einsiedlerin
- Helmstan, Bischof von Winchester
- Jonas, Mönch und Märtyrer in Persien
- Ludolf (Ludolf von Ratzeburg), Prämonstratenser, Bischof von Ratzeburg
- Ragnachar, Bischof von Basel
Siehe auch
- 28. März - 30. März
- 29. Februar - 29. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0329
ja:3月29日
ko:3월 29일
simple:March 29
th:29 มีนาคม
Gregorianischer KalenderDer gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.
Gregorianische Kalenderreform
Kalender
Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt.
Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann.
Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.
Die Schaltregeln
- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.)
oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.
Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.
Charakteristika
Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).
Siehe auch
- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
Weblinks
- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon]
Kategorie:Kalender
als:Gregorianischer Kalender
ja:グレゴリオ暦
ko:그레고리력
ms:Kalendar Gregorian
simple:Gregorian calendar
th:ปฏิทินเกรกอเรียน
1461
Politik und Weltgeschehen
- Der Seefahrer Pedro da Sintra erreicht die Küste von Sierra Leone und die Pfefferküste (heute Liberia)
- Am 28. Juni wird Eduard IV. zum neuen englischen König gekrönt
- am 15. August kapituliert das griechische Reich von Trapezunt (heute Trabzon) an der südöstlichen Schwarzmeerküste vor den osmanischen Truppen. Untergang des letzten oströmischen Teilreiches. Vom Römischen Reich ist damit nur noch die Stadt Monemvasia auf der griechischen Halbinsel Peloponnes übrig, die 1464 venezianisches Protektorat wird
- 5. August: Alexander (Polen), ab 1492 Großfürst von Litauen und ab 1501 König von Polen († 1506)
- Ulrich Zasius, deutscher Jurist († 1535)
- 8. April: Georg von Peuerbach, österreichischer Astronom ( - 1423)
- 22. Juli: Karl VII., französischer König ( - 1403)
ko:1461년
Rosenkrieg
Rosenkriege (Wars of the Roses) ist der Name für die mit Unterbrechungen von 1455 bis 1485 geführten Kämpfe im Bürgerkrieg um die englische Thronherrschaft.
Der Name bezeichnet eine Reihe von Kampfhandlungen zwischen den beiden rivalisierenden englischen Adelshäusern York und Lancaster, die zwei verschiedene Zweige des Hauses Plantagenet darstellten und die beide ihren Stammbaum auf König Edward III. zurückführen konnten.
Die Wappen dieser Familien beinhalteten Rosen (eine rote Rose für Lancaster, eine weiße Rose für York), sodass sich für diesen Konflikt später der Name Rosenkrieg etablierte. Allerdings läßt sich in den zeitgenössischen Quellen die Identifizierung der Rosen mit den jeweiligen Häusern nur bedingt nachweisen.
Ursachen und Probleme
Die Ursachen für den Konflikt lagen in der strukturellen Schwäche und den politischen Fehlschlägen und Mißerfolgen des regierenden Hauses Lancaster, vor allem in Bezug auf die Niederlagen in Frankreich (siehe Hundertjähriger Krieg). König Heinrich VI. wurde von mehreren Adelsfamilien, allen voran dem Hause York, vorgeworfen, er umgäbe sich mit schlechten Ratgebern und übe eine schwache Regierung aus - was in Teilen durchaus der Wahrheit entsprach. Diese Schwäche wurde von rebellierenden Adligen für konkurrierende Thronansprüche ausgenutzt, allen voran von Richard, Herzog von York.
Problematisch ist diese Epoche vor allem aufgrund der Tatsache, dass sie vom Geschichtsbild des letztendlich siegreichen Hauses Tudor geprägt ist. Da die Tudors den Thron faktisch usurpierten, benötigten sie eine Rechtfertigung und fanden diese in einer negativen Kennzeichnung des Hauses York.
Kriegsverlauf
Ausbruch des Krieges und erste Kriegsjahre
Richard, Herzog von York und Earl of March, hatte sich nach den Niederlagen der englischen Streitkräfte in Frankreich zum Wortführer der Opposition aufgeschwungen. Er galt als einer der reichsten Männer Englands und konnte sich auf die Abstammung von König Eduard III. berufen, wobei er die größte Unterstützung vom einflußreichen Richard Neville, 16. Earl of Warwick erhielt (dem "Königsmacher").
Die Geisteskrankheit König Heinrichs VI. und der Anspruch der Königin Margarete von Anjou auf die Führung der Regierungsgeschäfte veranlasste die Opposition zum Handeln. Richard von York, der von den oppositionellen Adelsfamilien zum Lordprotektor bestellt worden war, sammelte 1455 Truppen im Raum von London, woraufhin es am 22. Mai zur ersten Schlacht von St. Albans kam, was zum Ausbruch der so genannten Rosenkriege führte.
Richard erhob erst 1460 Anspruch auf den Thron, doch fiel er im selben Jahr in der Schlacht von Wakefield, woraufhin sein Sohn Eduard die Führung des Hauses York übernahm. Eduard siegte auch 1461 in der Schlacht von Townton. Mit dieser Schlacht - einer der blutigsten Englands, von den etwa 80.000 Soldaten kamen 20.000 bis 30.000 ums Leben -, die mit der Flucht Heinrichs VI. und seiner Frau nach Schottland endete, war die erste Phase der Rosenkriege beendet, denn sie begründete die Königsherrschaft des Hauses York.
Wechselnde Koalitionen
In den folgenden Jahren kam es zu einer Entfremdung zwischen Eduard und seinem wichtigsten Verbündeten, seinem Cousin Richard Neville, dem Earl of Warwick. Grund waren Eigensinnigkeiten des Königs, der einer von Richard arrangierten Heirat und einem damit verbundenen Bündnis mit Frankreich nicht zustimmen wollte. Es kam 1469 endgültig zum Bruch und Richard Neville, der "Königsmacher", schlug sich auf die Seite des Hauses Lancaster, welches auch Unterstützung aus Frankreich erhielt.
1470 musste Eduard in die Niederlande fliehen, doch konnte er auf dem Festland Truppen sammeln und 1471 in der Schlacht von Barnet die Lancastrians schlagen. Richard Neville fiel in dieser Schlacht, ebenso wie der Sohn Heinrichs VI., Eduard, in der darauffolgenden Schlacht von Tewkesbury. Kurz darauf wurde Heinrich VI. umgebracht, womit die direkte Linie des Hauses Lancaster ausgelöscht war.
Das Ende des Hauses York
1483 starb Eduard IV. Seine Nachfolge trat schließlich sein Bruder Richard, der Herzog von Gloucester, als Richard III. an, nachdem seine beiden Neffen, die Söhne Eduards, wohl wenigstens mit seiner Duldung, ermordet worden waren. Den Widerstand gegen Richard, der allerdings von den Geschichtsschreibern der Tudorzeit stark verunglimpft wurde, nutzte Heinrich Tudor aus, um seine Ansprüche, die aus seiner Verwandtschaft mit dem Hause Lancaster resultierten, auf den Thron durchzusetzen.
1485 landete Heinrich in Wales. In der Schlacht von Bosworth Field fiel schließlich Richard und Heinrich trat als Erbe der Lancasters die Nachfolge an und heiratete Elisabeth aus dem Hause York. Dies gilt (durch entsprechende Propaganda der Tudor gefördert) allgemein als Ende der erbittert geführten Rosenkriege und als Beginn einer Friedensepoche. Heinrich hatte sich jedoch auch danach gegen Prätendenten zu behaupten, besonders im Jahre 1487 gegen Lambert Simnel, der in Irland, einer Hochburg des Hauses York, als der Sohn des Clarence und damit als Neffe von Eduard IV. und Richard III. auftrat. Mit einem Söldnerheer setzte er nach England über und gewann auch die Unterstützung des Earl of Lincoln, den Richard III. zum Thronfolger bestimmt hatte. Heinrich schlug dessen Heer am 16. Juni in der Schlacht von Stoke, nördlich von Nottingham. Simnel geriet in Gefangenschaft und Lincoln fiel. Mit dessen Tod endete das Haus York und auch die Rosenkriege. Auch danach traten jedoch hin und wieder "falsche Prinzen" auf, die jedoch die Herrschaft Heinrichs nicht mehr ernsthaft gefährden konnten.
Siehe auch
- Geschichte Englands
- Liste von Kriegen
- Liste von Schlachten
- Tudorrose
Literatur
- Charles Ross: The Wars Of The Roses, New York 1994.
- Jürgen Sarnowsky: England im Mittelalter, Darmstadt 2002.
- Alison Weir: Wars of the Roses, New York 1995.
Weblinks
- [http://www.warsoftheroses.com/ Knappe Übersicht]
Kategorie:Krieg
Kategorie:15. Jahrhundert
!
ja:薔薇戦争
Schlacht von Towton
Rosenkriege (Wars of the Roses) ist der Name für die mit Unterbrechungen von 1455 bis 1485 geführten Kämpfe im Bürgerkrieg um die englische Thronherrschaft.
Der Name bezeichnet eine Reihe von Kampfhandlungen zwischen den beiden rivalisierenden englischen Adelshäusern York und Lancaster, die zwei verschiedene Zweige des Hauses Plantagenet darstellten und die beide ihren Stammbaum auf König Edward III. zurückführen konnten.
Die Wappen dieser Familien beinhalteten Rosen (eine rote Rose für Lancaster, eine weiße Rose für York), sodass sich für diesen Konflikt später der Name Rosenkrieg etablierte. Allerdings läßt sich in den zeitgenössischen Quellen die Identifizierung der Rosen mit den jeweiligen Häusern nur bedingt nachweisen.
Ursachen und Probleme
Die Ursachen für den Konflikt lagen in der strukturellen Schwäche und den politischen Fehlschlägen und Mißerfolgen des regierenden Hauses Lancaster, vor allem in Bezug auf die Niederlagen in Frankreich (siehe Hundertjähriger Krieg). König Heinrich VI. wurde von mehreren Adelsfamilien, allen voran dem Hause York, vorgeworfen, er umgäbe sich mit schlechten Ratgebern und übe eine schwache Regierung aus - was in Teilen durchaus der Wahrheit entsprach. Diese Schwäche wurde von rebellierenden Adligen für konkurrierende Thronansprüche ausgenutzt, allen voran von Richard, Herzog von York.
Problematisch ist diese Epoche vor allem aufgrund der Tatsache, dass sie vom Geschichtsbild des letztendlich siegreichen Hauses Tudor geprägt ist. Da die Tudors den Thron faktisch usurpierten, benötigten sie eine Rechtfertigung und fanden diese in einer negativen Kennzeichnung des Hauses York.
Kriegsverlauf
Ausbruch des Krieges und erste Kriegsjahre
Richard, Herzog von York und Earl of March, hatte sich nach den Niederlagen der englischen Streitkräfte in Frankreich zum Wortführer der Opposition aufgeschwungen. Er galt als einer der reichsten Männer Englands und konnte sich auf die Abstammung von König Eduard III. berufen, wobei er die größte Unterstützung vom einflußreichen Richard Neville, 16. Earl of Warwick erhielt (dem "Königsmacher").
Die Geisteskrankheit König Heinrichs VI. und der Anspruch der Königin Margarete von Anjou auf die Führung der Regierungsgeschäfte veranlasste die Opposition zum Handeln. Richard von York, der von den oppositionellen Adelsfamilien zum Lordprotektor bestellt worden war, sammelte 1455 Truppen im Raum von London, woraufhin es am 22. Mai zur ersten Schlacht von St. Albans kam, was zum Ausbruch der so genannten Rosenkriege führte.
Richard erhob erst 1460 Anspruch auf den Thron, doch fiel er im selben Jahr in der Schlacht von Wakefield, woraufhin sein Sohn Eduard die Führung des Hauses York übernahm. Eduard siegte auch 1461 in der Schlacht von Townton. Mit dieser Schlacht - einer der blutigsten Englands, von den etwa 80.000 Soldaten kamen 20.000 bis 30.000 ums Leben -, die mit der Flucht Heinrichs VI. und seiner Frau nach Schottland endete, war die erste Phase der Rosenkriege beendet, denn sie begründete die Königsherrschaft des Hauses York.
Wechselnde Koalitionen
In den folgenden Jahren kam es zu einer Entfremdung zwischen Eduard und seinem wichtigsten Verbündeten, seinem Cousin Richard Neville, dem Earl of Warwick. Grund waren Eigensinnigkeiten des Königs, der einer von Richard arrangierten Heirat und einem damit verbundenen Bündnis mit Frankreich nicht zustimmen wollte. Es kam 1469 endgültig zum Bruch und Richard Neville, der "Königsmacher", schlug sich auf die Seite des Hauses Lancaster, welches auch Unterstützung aus Frankreich erhielt.
1470 musste Eduard in die Niederlande fliehen, doch konnte er auf dem Festland Truppen sammeln und 1471 in der Schlacht von Barnet die Lancastrians schlagen. Richard Neville fiel in dieser Schlacht, ebenso wie der Sohn Heinrichs VI., Eduard, in der darauffolgenden Schlacht von Tewkesbury. Kurz darauf wurde Heinrich VI. umgebracht, womit die direkte Linie des Hauses Lancaster ausgelöscht war.
Das Ende des Hauses York
1483 starb Eduard IV. Seine Nachfolge trat schließlich sein Bruder Richard, der Herzog von Gloucester, als Richard III. an, nachdem seine beiden Neffen, die Söhne Eduards, wohl wenigstens mit seiner Duldung, ermordet worden waren. Den Widerstand gegen Richard, der allerdings von den Geschichtsschreibern der Tudorzeit stark verunglimpft wurde, nutzte Heinrich Tudor aus, um seine Ansprüche, die aus seiner Verwandtschaft mit dem Hause Lancaster resultierten, auf den Thron durchzusetzen.
1485 landete Heinrich in Wales. In der Schlacht von Bosworth Field fiel schließlich Richard und Heinrich trat als Erbe der Lancasters die Nachfolge an und heiratete Elisabeth aus dem Hause York. Dies gilt (durch entsprechende Propaganda der Tudor gefördert) allgemein als Ende der erbittert geführten Rosenkriege und als Beginn einer Friedensepoche. Heinrich hatte sich jedoch auch danach gegen Prätendenten zu behaupten, besonders im Jahre 1487 gegen Lambert Simnel, der in Irland, einer Hochburg des Hauses York, als der Sohn des Clarence und damit als Neffe von Eduard IV. und Richard III. auftrat. Mit einem Söldnerheer setzte er nach England über und gewann auch die Unterstützung des Earl of Lincoln, den Richard III. zum Thronfolger bestimmt hatte. Heinrich schlug dessen Heer am 16. Juni in der Schlacht von Stoke, nördlich von Nottingham. Simnel geriet in Gefangenschaft und Lincoln fiel. Mit dessen Tod endete das Haus York und auch die Rosenkriege. Auch danach traten jedoch hin und wieder "falsche Prinzen" auf, die jedoch die Herrschaft Heinrichs nicht mehr ernsthaft gefährden konnten.
Siehe auch
- Geschichte Englands
- Liste von Kriegen
- Liste von Schlachten
- Tudorrose
Literatur
- Charles Ross: The Wars Of The Roses, New York 1994.
- Jürgen Sarnowsky: England im Mittelalter, Darmstadt 2002.
- Alison Weir: Wars of the Roses, New York 1995.
Weblinks
- [http://www.warsoftheroses.com/ Knappe Übersicht]
Kategorie:Krieg
Kategorie:15. Jahrhundert
!
ja:薔薇戦争
1638
Politik und Weltgeschehen
- Galileo Galilei veröffentlicht seine Discorsi e dimostrazioni matematichi intorno a due nuove scienze attenenti alla mecanica & i movimenti locali (Unterredungen und mathematische Demonstrationen über zwei neue Wissenschaftszweige, die Mechanik und die Fallgesetze betreffend), darin stellt er die Fallgesetze auf und erkennt die Bedeutung des Beschleunigungsbegriffs für die Mechanik
- Auf Mauritius beginnen Niederländer mit der Besiedelung der Insel
- 1. Januar: Go-Sai, 111. Kaiser von Japan († 1685)
- 11. Januar: Niels Stensen (Nicolaus Steno), dänischer Bischof und Naturforscher († 1686)
- 12. Januar: Ernst Rüdiger von Starhemberg, Verteidiger Wiens bei der Zweiten Türkenbelagerung († 1701)
- 15. März: Shunzhi, Chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie)
- 27. Juni: Samuel Frisching, Schultheiss der Stadt und Republik Bern († 1721)
- 29. Juni Heinrich Meibom, deutscher Mediziner († 1700)
- 15. Juli: Giovanni Buonaventura Viviani, italienischer Komponist
- 6. August: Nicolas Malebranche, französischer Philosoph und Mönch ohne Ordensgelübde († 1715)
- 5. September: Ludwig XIV., König von Frankreich von 1643 bis 1715 († 1715)
- 10. September: Maria Theresia von Spanien, die Cousine und Frau des Sonnenkönigs († 1683)
- Gottfried Hermann Graf von Beichlingen
- 17. März: Charles de Blanchefort de Créquy, französischer Heerführer und Marschall von Frankreich ( - 1578)
- 6. Mai: Cornelius Jansen, berühmter holländischer Theologe ( - 1585)
- 9. Mai: Friedrich I. (Hessen-Homburg), war der Begründer des Adelsgeschlechts Hessen-Homburg ( - 1585)
- 12. August: Baltasar von Marradas, spanischer Adliger, Malteserritter, kaiserlicher Feldmarschall, Statthalter in Böhmen; ( - 1560)
- 24. September: Georg Friedrich (Baden), war Markgraf von Baden-Durlach und Parteigänger im Dreißigjährigen Krieg ( - 1573)
- 25. September: Otto Gereon von Gutmann zu Sobernheim, Weihbischof in Köln ( - 1575)
- 18. Dezember: Père Joseph, französischer Kapuziner ( - 1577)
- John Harvard, US-amerikanischer Theologe ( - 1607)
- Pieter Bruegel der Jüngere, Maler ( - 1564)
ko:1638년
simple:1638
Delaware
Delaware ist ein Bundesstaat an der Ostküste der USA. Delaware wird der "Erste Staat" genannt, denn hier ratifizierte die erste der 13 Kolonien die Amerikanische Verfassung. Das Datum der Ratifizierung ist der 7. Dezember 1787.
Geschichte
1787
Holländischer Handelsposten / Neuschweden (1609-1664)
Bereits die Spanier und Portugiesen gelangten im sechzehnten Jahrhundert an die Küsten des heutigen Delaware. Aber auch spätere Entdecker erreichten - wie zum Beispiel 1609 Henry Hudson, der bis zum Delaware River fuhr - die Küsten ohne dort nachweislich anzulanden.
Die ersten europäischen Siedler kamen in Form einer Handelsgesellschaft unter Führung des Kapitäns David Pietersen de Vries jedoch erst 1631 und errichteten einen niederländischen Handelsposten als "Zwaanendael" (oder "Swaanendael", das heutige Lewes). 1632 kehrte Kapitän de Vries zurück und musste feststellen, dass in der Zwischenzeit alle Siedler von Indianern getötet und die Siedlung niedergebrannt worden war.
Im März 1638 erreichte eine schwedische Expedition, bestehend aus den Schiffen Kalmar Nyckel (Schlüssel von Kalmar) und Vogel Grip (Vogel Greif), unter Führung des Kapitäns Peter Minuit die Küste des heutigen Delaware. Die Siedler, die um den 29. März landeten, errichteten das Fort Christiana (benannt nach der damaligen schwedischen Königin). Fort Christiana, das heutige Wilmington, wurde nicht nur die erste dauerhafte Siedlung Delawares sondern ganz Nordamerikas.
Der wichtigste schwedische Gouverneur war vermutlich Oberst Johan Printz, der die Kolonie von 1643 bis 1653 regierte. Sein Nachfolger eroberte kurz nach seiner Ankunft im Jahre 1654 den niederländischen Handelsstützpunkt Fort Casimir, der 1651 an der Stelle der heutigen Stadt New Castle errichtet worden war.
Als die schwedische Kolonie für die Holländer zum Handelskonkurrenten wurde, entschied Petrus Stuyvesant (damaliger Gouverneur der Kolonie Nieuw Nederland) die Schweden zu vertreiben und die Kolonie Neu-Amstel zu errichten. 1655 erreichte er mit seiner Flotte die Küste. Er bezwang die schwedischen Kräfte und unterstellte das ganze Gebiet seiner Befehlsgewalt.
Die Schweden bauten das zerstörte Fort Casimir wieder auf. Das Fort wurde schnell zu einer zentralen Siedlung und konnte schon bald nicht mehr alle Menschen aufnehmen. Daraufhin wurde die Stadt Neu-Amstel, das heutige New Castle, errichtet.
Englische Kolonie (1664-1776)
1664 eroberten die Engländer die Kolonie und fügten sie ihrer eigenen Kolonie New York hinzu.
Der Name "Delaware" entstammt dem Titel des zweiten Gouverneurs der Kolonie von Virginia, Sir Thomas West, Lord De La Warr und dem nach ihm benannten Fluss Delaware River.
1681 vergab König Charles II. die Provinz Pennsylvania an William Penn. Die dort bald darauf eintreffenden Agenten Penns berichteten diesem, dass die Provinz keinen Zugang zur Küste mehr hätte, würde es zu Feindlichkeiten mit den Kolonien kommen, die an beiden Seiten des Delaware River und der Bay lagen. Penn reichte daraufhin beim Königshaus ein Gesuch ein, ihm auch jenes Land auf der Westseite des Delaware River und der Bay zu übereignen, das unterhalb seiner Provinz lag. Dieser Bitte wurde im März 1682 durch James, den Herzog von York (und späteren James II.) entsprochen. Penn erhielt das Land der heutigen Counties New Castle, St. Jones und Deale.
Nach seiner Ankunft in Amerika, am 27. Oktober 1682 in New Castle, erfolgte die Übergabe des zugesprochenen Landes an Penn durch Agenten des Herzogs von York. Bei dieser Gelegenheit leisteten die Kolonisten dieser Ländereien auch einen Treueschwur auf Penn.
1683 wurden die drei "unteren Bezirke" entsprechend Penns berühmten "Frame of Covernment" an Pennsylvania angeschlossen. Gleichzeitig wurde St. Jones in Kent und Deale in Sussex umbenannt.
1704 bekamen die "drei kleineren Bezirke" ein eigenes Parlament, und 1710 einen eigenen Verwaltungsrat.
US-Bundesstaat (seit 1776)
Die Mason-Dixon-Linie, erschaffen durch die Engländer Charles Mason und Jeremiah Dixon zwischen 1763 und 1767, um die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland festzulegen, stellt heute die Grenze zwischen Delaware und Maryland dar. Viele der ehemals 80 Grenzsteine aus Kalkstein sind noch erhalten.
1776, zwei Monate nach Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung, schlossen sich die drei Counties, zum Staat Delaware zusammen und trennten sich vollständig von Pennsylvania. Delaware sagte sich als eine von 13 Kolonien von den britischen Machthabern los und schloss sich der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung an.
Die militärischen Konflikte während der Kolonialzeit hatten gut organisierte und geführte Milizen hervorgebracht und die bereits zu Anfang des Unabhängigkeitskrieges 3.000 Freiwillige zählenden Truppen Delawares beteiligten sich an einer großen Zahl der bekannten Schlachten, wobei nur die Schlacht von Cooch's Bridge, die am 3. September 1777 in der Nähe von Newark stattfand, auf dem Boden von Delaware ausgetragen wurde.
1777 wurde Dover an Stelle von New Castle Hauptstadt von Delaware.
Am 7. Dezember 1792 ratifizierte Delaware, während einer Zeremonie in Dover, als erster der ursprünglich 13 Bundesstaaten die neue Amerikanische Verfassung. Aus diesem Grund nennt sich Delaware heute noch "The First State".
Die älteste schwarze Kirche der USA wurde in Delaware durch den früheren Sklaven Peter Spencer 1813 als "Union Church of Africans" gegründet.
Während des Sezessionskrieges verblieb Delaware als Sklavenhalterstaat in den Vereinigten Staaten (Die Abstimmung Delawares am 3. Januar 1861 erreichte nicht die erforderliche Mehrheit). Acht Monate nach dem Ende des Bürgerkrieges, verweigerte Delaware am 18. Februar 1865 die Zustimmung zum 13. Verfassungsanhang ("Amendment"). Erst am 12. Februar 1901 stimmte Delaware durch Ratifikation dem Verfassungsanhang zu.
Verfassung und Verwaltung
Delawares vierte und derzeit gültige Verfassung wurde 1897 angenommen und sieht legislative, exekutive und judikative Körperschaften vor. Die Legislative besteht aus einem Repräsentantenhaus mit 41 Mitgliedern und einem Senat mit 21 Mitgliedern.
Oberhaupt der Exekutive ist der Gouverneur von Delaware und für die Judikative ist eine Hierarchie von Gerichten mit dem Höchstgericht des Staates an der Spitze vorgesehen.
Delaware besteht aus drei Counties: Kent, New Castle und Sussex.
- Liste der Countys in Delaware
- Liste der Gouverneure von Delaware
Geografie
Die Mehrheit der Fläche Delawares liegt auf der atlantische Küstenplatte. Der Staat grenzt im Norden an Pennsylvania. Die Ostgrenze zu New Jersey bilden der Fluss Delaware sowie der Atlantische Ozean; im Westen und Süden liegt der Staat Maryland. Die größte Stadt ist Wilmington, während die Hauptstadt Dover ist. Einer der größten US-Luftwaffenstützpunkte liegt in der Nähe von Dover.
Bevölkerung
72,5% der Bevölkerung in Delaware sind Weiße (u.a. auch 16.000 Spanier), 19,2% Schwarze und Afro-Amerikaner, 4,8% Hispanics, 2,1% Asiaten, 0,3% Indianer.
Es gibt 298.736 Haushalte mit durchschnittlich 2,54 Haushaltsmitgliedern. Das durchschnittliche Einkommen pro Haushalt belief sich 1999 auf 47.381 USD. 56% aller Bewohner Delawares im Alter über fünf Jahren waren zwischen 1995 und 2000 nicht umgezogen.
82,6% aller Bürger von Delaware im Alter über 25 Jahren haben einen Highschool-Abschluss.
Lenni Lenape (Indianer)
Die Lenni Lenape sind eine Indianer-Minderheit, die auf Deutsch auch Delawaren genannt werden. Sie waren sehr einflussreich während der Entstehungszeit der Vereinigten Staaten.
Größte Städte
- Liste der Städte in Delaware
Wirtschaft
Das Bruttosozialprodukt betrug 1999 34 Milliarden USD (42. Platz unter den US-Staaten). Das Pro-Kopf-Einkommen betrug im Jahr 2002 29.512 USD.
An landwirtschaftlichen Produkten erzeugt Delaware vor allem Geflügel, Sojabohnen, Molkereiprodukte, Mais, Kartoffeln, Pilze, Erbsen, Gerste, Gurken und Weizen.
1) Ranglistenplatz bezogen auf die USA
Es gibt eine Fischindustrie, die vorwiegend auf Krebsen und Muscheln fundiert, eine bedeutende chemische Industrie, sowie Lebensmittel- und Papier verarbeitende Betriebe.
Kanada ist für Delaware der wichtigste Export-Markt.
Delaware ist bekannt als Sitz von ca. 620.000 Briefkastenfirmen, darunter zahlreiche große Konzerne. Delaware gilt als Steueroase: Neben extrem niedrigen Steuern ist es möglich, ähnlich wie in Liechtenstein, anonym Unternehmen zu gründen. Zur Unternehmensgründung ist auch kein Grundkapital erforderlich und es reicht ein Vorstand aus einer Person. Weitere Vorteile für Unternehmen sind, dass Vorstandssitzungen nicht in Delaware stattfinden müssen und dass es keine Publizitätspflicht gibt.
Klima
Delaware hat ganzjährig ein moderates Klima mit durchschnittlichen Temperaturen im Bereich von 0 bis 24 °C und statistisch 208 Sonnentagen.
In Delaware sind die Jahreszeiten klar voneinander abgegrenzt, allerdings wird das Klima vom Atlantik beeinflußt und ist ganzjährig gemäßigt bis feucht.
Im Sommer kann es bis zu 32°C warm werden; eine erfrischende Brise an der Küste bringt dann wohltuende Abkühlung. Im Winter fällt bisweilen Schnee – die Temperaturen können bis auf -5°C absinken.
Weitere Informationen
:Staatsvogel: Blaue Henne
:Staatsblume: Pfirsichblüte
:Staatsbaum: Amerikanische Stechpalme
:Spitznamen: Der erste Staat, Diamond State, Blue Wonder
Söhne und Töchter des Bundesstaates
- Roy Del Ruth, US-amerikanischer Filmregisseur
Weblinks
- [http://delaware.gov/ Der Bundesstaat Delaware]
- [http://www.jungewelt.de/2005/05-11/003.php Konzernmacht im Untergrund]
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:デラウェア州
ko:델라웨어 주
1707
Politik
- 1. Januar: Johann V. wird König von Portugal
- 29. März: Wilhelm Hyacinth, Prinz von Oranien und Regent von Nassau-Siegen, wird von der Bevölkerung von Siegen aus der Stadt und dem Amt gejagt
- 1. Mai: Act of Union: Durch die Vereinigung der Königreiche England (mit dem Fürstentum Wales 1536) und Schottland entsteht das Königreich von Großbritannien
- 1. September: Altranstädter Konvention
Katastrophen
- 22. Oktober: Strandung von 4 Schiffen eines Geschwaders der Royal Navy unter Admiral Sir Clowdisley Shovell auf den Scilly Inseln wegen Navigationsfehlern. Über 1600 Tote, 26 Überlebende
- 20. Januar: Friedrich Ludwig, Prinz von Wales († 1751)
- 25. Februar: Carlo Goldoni, italienischer Dramatiker († 1793)
- 28. Februar: Johann Christian Senckenberg, Arzt und Naturforscher
- 1. April: Franz de Paula Penz, Pfarrer und Kirchenbaumeister († 1772)
- 4. April: Hans Karl von Winterfeldt, preußischer General und der Intimfreund Friedrich II. († 1757)
- 15. April: Leonhard Euler, Schweizer Mathematiker († 1783)
- 22. April: Henry Fielding, britischer Schriftsteller († 1754)
- 23. Mai: Carl von Linné, schwedischer Botaniker und Taxonom († 1778)
- 17. Juli: Johann Joseph Graf von Trautson, Erzbischof der Erzdiözese Wien und Kardinal († 1757)
- 4. August: Johann August Ernesti, Deutscher Theologe und Philologe († 1781)
- 25. August: Ludwig (Spanien), im Jahr 1724 König von Spanien († 1724)
- 3. September: Johann Peter Süßmilch, deutscher Pfarrer und Statistiker († 1767)
- 7. September: Georges Louis Leclerc Graf von Buffon, französischer Naturforscher († 1788)
- 1. November: Giuseppe Bonito, italienischer Maler († 1789)
- 2. November: Johann Julius Hecker, Begründer des ersten preußischen Lehrerseminars († 1768)
- Johann Nikolaus Tischer, deutscher Komponist († 1774)
- Charles Wesley
- Johann Baptist Georg Neruda
- 4. Januar: Ludwig Wilhelm (Baden), war der siegreiche kaiserliche Feldherr in den Türkenkriegen ( - 1655)
- 9. März: Jean II. d'Estrées, Marschall und Admiral von Frankreich ( - 1624)
- 30. März: Sébastien Le Prestre de Vauban, französischer General, Festungsbaumeister Ludwigs XIV und Marschall von Frankreich ( - 1633)
- 9. Mai: Dietrich Buxtehude, dänisch-deutscher Organist und Komponist des Barock ( - 1637)
- 17. Mai: Benjamin Raule, holländischer Reeder und kurbrandenburgischer Generalmarinedirektor ( - 1634)
- 27. Mai: Françoise-Athénaïs de Rochechouart de Mortemart, Marquise de Montespan, Mätresse ( - 1640)
- 24. Juni: Kaspar Stieler, deutscher Gelehrter und Sprachwissenschaftler ( - 1632)
- 1. Dezember: Jeremiah Clarke, englischer Komponist ( - um 1674)
- 27. Dezember: Jean Mabillon, Begründer der Historischen Hilfswissenschaften ( - 1632)
ko:1707년
Nassau-SiegenDas Haus Nassau-Siegen ist eine Linie des Hauses Nassau und ging 1303 neben dern Linien Nassau-Hadamar und Nassau-Dillenburg aus dem Haus Nassau hervor hervor. 1343 wurde es geteilt und ging zum einen im Haus Nassau-Dillenburg und zum anderen im Haus Nassau-Beilstein auf. In dieser Zeit gab es mit Graf Heinrich von Nassau-Siegen. 1606 spaltete sich das Haus Nassau-Siegen wieder vom Haus Nassau-Dillenburg ab. 1734 wurde es mit dem Haus Oranien-Nassau vereint. In dieser Zeit gab es zehn Fürsten von Nassau-Siegen:
- 1606-1611 Johann I.
- 1611-1623 Heinrich
- 1623-1638 Johann II.
- 1638-1674 Georg Friedrich
- 1674-1679 Johann Moritz
- 1679-1691 Wilhelm Moritz
- 1691-1699 Johann Franz Desideratus
- 1699-1707 Wilhelm Hyacinth
- 1707-1722 Friedrich Wilhelm Adolf
- 1722-1734 Friedrich Wilhelm
Das Fürstentum Nassau-Siegen umfaste die heutigen Ortschaften Freudenberg, Hilchenbach, Kreuztal, Siegen und Wilnsdorf. Zeitweise auch die heutige Ortschaft Burbach. Im Norden grenzte es an das Herzogtum Westfalen, im Westen an die Herrschaft Wildenburg und die Grafschaft Sayn-Altenkirchen. Im Süden schloss sich das Fürstentum Nassau-Dillenburg und im Osten die Grafschaft Wittgenstein-Wittgenstein an.
!
Siegen
Siegen liegt in Südwestfalen im Südosten von Nordrhein-Westfalen und ist eine Große kreisangehörige Stadt des Kreises Siegen-Wittgenstein im Regierungsbezirk Arnsberg. Die Universitätsstadt (11.500 Studierende im Sommersemester 2005) ist Sitz des Kreises und in der Landesplanung als Oberzentrum im südwestfälischen Verdichtungsraum eingestuft.
1975 überschritt im Zuge der kommunalen Neugliederung die Einwohnerzahl der Stadt Siegen die Grenze von 100.000, wodurch sie Großstadt wurde.
Geographie
Räumliche Lage
Die Stadt Siegen liegt in einem von Niederwald bedeckten, Höhen umkränzten und in zahlreiche radial ausstrahlende Nebentäler verzweigten Talkessel der oberen Sieg, inmitten des durch reiche, steilhängig-tiefe Zerteilung zu einem unruhigen Berg- und Kuppenland zwischen dem Sauerland im Norden, dem Rothaargebirge im Nordosten und dem Westerwald im Südwesten.
Nächst größere Städte von Siegen sind im Norden Hagen (83 km), im Südosten Frankfurt am Main (125 km), im Südwesten Koblenz (105 km) und im Westen Köln (93 km).
Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.
Stadtgebiet
Die Gesamtfläche des Stadtgebietes beträgt rund 115 Quadratkilometer. Die maximale West-Ost-Ausdehnung liegt bei 11 Kilometern, in nord-südlicher Richtung sind es 12 Kilometer. Die Stadtgrenze ist 48 Kilometer lang. Siegen liegt auf einer mittleren Höhenlage von 290 Metern über NN. Die höchste Erhebung der Stadt ist der Gipfel des Pfannenberg mit 499 m ü. NN an der südlichen Stadtgrenze. Der niedrigste Punkt der Stadt liegt mit 215 m ü. NN bei Niederschelden an der südwestlichen Stadtgrenze, die hier gleichzeitig die Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz bildet. Der Waldanteil am Stadtgebiet beträgt rund 60 %. Damit zählt Siegen zu den grünsten Großstädten Deutschlands.
Das Stadtgebiet Siegen ist in sechs Bezirke eingeteilt, die aus mehreren Orts- beziehungsweise Stadtteilen bestehen. Jeder Bezirk hat einen Bezirksausschuss, der aus 15 stimmberechtigten und 15 nicht stimmberechtigten Mitgliedern besteht. Die Bestellung der Ausschussmitglieder erfolgt durch den Rat der Stadt entsprechend der Stimmanteile der Kommunalwahl der Parteien im jeweiligen Bezirk. Die Bezirksausschüsse entscheiden über bestimmte Aufgaben des Bezirks. Diese Aufgaben werden in der Hauptsatzung der Stadt Siegen festgelegt.
Die sechs Bezirke Siegens und ihre zugehörigen Stadtteile
- Bezirk I (Geisweid): Birlenbach, Meiswinkel, Langenholdinghausen, Geisweid, Dillnhütten, Sohlbach, Buchen, Niedersetzen, Obersetzen
- Bezirk II (Weidenau): Weidenau
- Bezirk III (Ost): Kaan-Marienborn, Alt-Siegen teilweise (Giersberg), Bürbach, Volnsberg, Breitenbach, Feuersbach
- Bezirk IV (Mitte): Alt-Siegen (soweit nicht zum Bezirk III und zum Bezirk V gehörig)
- Bezirk V (West): Seelbach, Trupbach und Alt-Siegen teilweise (Wellersberg, Fischbacherberg, Achenbach, Rothenberg)
- Bezirk VI (Süd): Oberschelden, Gosenbach, Niederschelden, Eiserfeld, Eisern
Neben der satzungsrechtlich eindeutigen Aufteilung des Stadtgebietes in Bezirke und Stadtteile werden noch Quartiere mit eigenem Namen unterschieden, deren Grenzen und Bezeichnungen jedoch nicht klar definiert sind. Als Beispiele sind unter anderem die Unter- bzw. Oberstadt, Hammerhütte, Effertsufer, Lindenberg, Charlottental, Haardter Berg (mit der Universität) oder die Alte Dreisbach anzuführen. Diese Quartiere können durchaus auch auf der Fläche von mehreren offiziellen Stadtteilen liegen, wie im Fall des Quartiers Sieghütte, das teilweise im Stadtteil Siegen-Mitte und zu Teilen in Weidenau liegt, ausserdem kommt es ebenso zu räumlichen Überschneidungen zwischen einzelnen Quartieren. Die Quartiere sind am ehesten vergleichbar mit Vierteln, Veedeln bzw. Kieze in anderen Städten und haben keine statistische oder verwaltungstechnische Bedeutung. Neben der teils weitreichenden Bedeutung für das Selbstverständnis ihrer Bewohnern finden finden sie sich aber zur Orientierung auf Stadtkarten, in der Benennung von Buslinien sowie auf Hinweis- und Verkehrsschildern. So sind unter anderem mehre Ausfahrten der Stadtautobahn HTS nach den entsprechenden Quartieren benannt.
Die Stadtteile Weidenau, Geisweid, Birlenbach, Langenholdinghausen, Buchen, Sohlbach, Dillnhütten, Niedersetzen, Obersetzen und Meiswinkel bildeten vom 1. Juli 1966 bis 31. Dezember 1974 die Stadt Hüttental. Die Stadtteile Eiserfeld, Eisern, Gosenbach, Niederschelden und Oberschelden bildeten vom 1. Juli 1966 bis 31. Dezember 1974 die Stadt Eiserfeld.
Nachbargemeinden/-städte
Die Stadt Siegen grenzt im Norden an die Stadt Kreuztal, im Osten an die Stadt Netphen, im Südosten an die Gemeinde Wilnsdorf, im Süden an die Gemeinde Neunkirchen (Siegerland), im Westen an die Gemeinde Mudersbach (Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz) und im Nordwesten an die Stadt Freudenberg (Siegerland).
Geschichte
Der Name Siegen geht auf den eventuell keltischen Flußnamen der Sieg (Fluss) zurück, ungewiss ist eine Verwandtschaft mit dem Namen des keltisch-germanischen Stammes der Sugambrer zurück, welcher in vorchristlicher Zeit in Teilen Nordrheinwestfalen lebte. Erste urkundliche Erwähnungen des Ortes Sigena reichen bis in das Jahr 1079 zurück. Die Geschichte der Stadt ist stark vom Bergbau geprägt, welcher seit der La-Tène-Zeit in der Umgebung betrieben wurde. Dies bezeugen zudem die zahlreichen Gruben welche sich im Stadtgebiet befanden.
Im Jahre 1224 wird Siegen als eine aufs Neue erbaute Stadt erwähnt, die dem Grafen von Nassau, Heinrich dem Reichen, vom Erzbischof Engelbert I. von Köln zum halben Miteigentum übertragen wurde. Zudem ist belegt, das das Obere Schloss zu dieser Zeit schon existierte. Stadtrecht bekam die Stadt am 19. Oktober 1303. Bis zum 1. Februar 1381 blieb die Stadt im Besitze zweier Eigentümer. Erst dann ging sie gänzlich in die Hände der Nassauer über.
Die Stadt Siegen bot im 16. Jahrhundert einen wehrhaften Anblick. Sie war von gewaltigen Mauern mit 16 Türmen und drei Stadttoren umgeben und besaß eine mächtige Burg. Die Stadt wurde von mehreren Stadtbränden heimgesucht. Urkundlich erwähnt sind die Brände von 1592 und vom 10. bis zum 20. April 1695.
Wilhelm der Reiche richtete im Jahre 1536 in den Gebäude des ehemaligen Franziskanerklosters ein Pädagogium ein, aus dem das heutige Gymnasium am Löhrtor der Stadt Siegen hervorgegangen ist. Johann der Mittlere errichtete im Jahre 1616 eine ritterliche Kriegsschule in dem noch stehenden alten Zeughause in der Burgstrasse ein. Er errichtete auch an der Stelle eines alten Franziskanerklosters das untere Schloss. Sein Sohn Johann der Jüngere trat 1612 wieder zur katholischen Kirche über, und wollte mit Gewalt den Rücktritt der Bürger zum Katholizismus erzwingen. Johann Moritz von Nassau-Siegen, der holländische Befehlshaber in Brasilien setzte ihn ab und es kam 1650-51 unter seiner Regierung eine Teilung des Siegerlands nach konfessionellem Unterschied zu Stande.
Unter Wilhelm Hyacinth kam es ab 1699 zu Gewalttaten zwischen beiden Konfessionen. Als am 29. März 1707 der Bürger Friedrich Flender zu Tode kam, wurde Wilhelm Hyacinth abgesetzt und verjagt. Mit ihm endete 1743 die katholische Herrscherlinie in Nassau-Siegen. Da mit Friedrich Wilhelm bereits 1734 auch die reformierte Linie erloschen war, übertrug Kaiser Karl VI. dem Prinzen von Oranien und Fürsten von Nassau-Diez die Regierung. Unter ihrer Herrschaft blühte der Bergbau, die Hauptquelle des Wohlstandes, sowie der Acker-, Wiesen- und Waldbau auf. Als Fürst Wilhelm I. sich weigerte, dem von Napoleon gegründeten Rheinbund beizutreten, wurde er von diesem abgesetzt und das Siegerland fiel an das Großherzogthum Berg. Nach dem Sturz Napoleons im Jahre 1813 kam Wilhelm Friedrich als König der Niederlande wieder in den Besitz seiner deutschen Erblande, die er aber 1815 an Preußen abtrat und im Gegenzug das Großherzogtum Luxemburg erhielt. Die Stadt wurde dem Landkreis Siegen, zunächst im Regierungsbezirk Koblenz (Provinz Großherzogtum Niederrhein), ab 1817 im Regierungsbezirk Arnsberg (Provinz Westfalen) zugeordnet. Unter der Herrschaft Preußens entwickelte sich Siegen zu dem heutigen Zentrum Südwestfalens. Am 1. März 1923 schied die Stadt Siegen aus dem Kreis Siegen aus und wurde eine kreisfreie Stadt, blieb aber Sitz des Kreises Siegen, der im Zuge der Kreisreform 1975 mit dem Kreis Wittgenstein vereinigt wurde. Gleichzeitig wurde Siegen wieder in den Kreis Siegen eingegliedert. 1984 wurde der Kreis Siegen in „Kreis Siegen-Wittgenstein“ umbenannt.
Religionen
Die Stadt Siegen gehörte anfangs zum Gebiet des Erzbistums Mainz beziehungsweise zu dessen Dekanat Arfeld. In der Stadt befand sich ein Weißnonnenkloster, das im 15. Jahrhundert eingegangen war. Ferner gab es ein Franziskanerkloster, das 1533, nach der 1530 von den damaligen Landesherren, den Nassauern, eingeführten Reformation, aufgelöst wurde. Danach war die Stadt zunächst lutherisch, doch trat das Fürstentum Nassau ab 1550 zum reformierten Bekenntnis über. Anschließend war Siegen eine überwiegend protestantische Stadt, doch konnte ab 1623 die Gegenreformation teilweise wieder Fuß fassen, so dass etwa 1/5 Siegens beziehungsweise dessen Umland wieder katholisch wurde. Ab 1626 gab es auch wieder ein Kloster (Jesuitenkloster) in der Stadt. Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde in Siegen, wie in ganz Preußen, zwischen 1819 und 1835 die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden eingeführt, doch behielten die Gemeinden der Stadt ihr reformiertes Gepräge. Siegen als Teil der westfälischen Provinzialkirche (heute Evangelische Kirche von Westfalen), wurde Sitz einer Superintendentur. Heute bezeichnet man diesen Verwaltungsbezirk als Kirchenkreis, zu dem heute alle Kirchengemeinden der Stadt gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Der Kirchenkreis Siegen umfasst den gesamten südwestfälischen Raum bis nach Olpe.
Die Katholiken der Stadt gehörten auch nach der Reformation weiterhin zum Erzbistum Mainz. Mit der Neustrukturierung der Katholischen Kirche Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Siegen dem Bistum Paderborn zugeteilt und Sitz einer Kreissynode, heute Dekanat, zu dem alle Pfarrgemeinden der Stadt gehören. 1929 wurde Paderborn zum Erzbistum erhoben und damit Sitz einer eigenen Kirchenprovinz, dem die Bistümer Fulda und Hildesheim zugeordnet wurden. 1995 wurde das Bistum Hildesheim abgetrennt und der neuen Kirchenprovinz Hamburg zugeordnet. Das Erzbistum Paderborn erhielt dafür die neuen Suffraganbistümer Erfurt und Magdeburg.
Neben der römisch-katholischen Kirche gibt es in Siegen je eine griechisch-orthodoxe und eine rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde.
Ferner sind verschiedene Freikirchen in Siegen ansässig, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Evangelisch-Methodistische Kirche (Methodisten), eine Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), eine Adventgemeinde, mehrere Freie Evangelische Gemeinde (FeG) sowie die Christliche Gemeinde Achenbach, die Christliche Versammlung und Calvary Chapel.
Weitere Religionsgemeinschaften in Siegen sind die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Jehovas Zeugen und die Urchristliche Gemeinde.
Gebietsreform
Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Siegen eingemeindet:
- 1902 und 1912: Teile von Boschgotthardtshütten
- 1934: Teile von Achenbach
- 1937: Teile von Achenbach und Boschgotthardtshütten
- 1966: Trupbach, Seelbach, Breitenbach, Bürbach, Kaan-Marienborn und Volnsberg
- 1969: Feuersbach
- 1975: Stadt Hüttental und Stadt Eiserfeld
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
Politik
Stadtrat
Die 62 Sitze des Stadtrates verteilen sich nach den Kommunalwahlen am 26. September 2004 wie folgt:
- CDU 25 Sitze
- SPD 18 Sitze
- Grüne 7 Sitze
- FDP 5 Sitze
- UWG 6 Sitze
- STATT 1 Sitz
Keine der gewählten Parteien verfügt im Rat der Stadt Siegen über eine eigene Mehrheit, eine Koalition wurde nicht begründet. Allerdings bilden CDU und FDP eine formelle, vertraglich fixierte Kooperationsgemeinschaft und verfügen zumindest in den Fachauschüssen über eine gemeinsame Mehrheit von einer Stimme. Im Rat hingegen herrschen wechselnde Mehrheiten.
Bürgermeister
An der Spitze der Stadt sind seit dem | | |