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29. November

29. November

Der 29. November ist der 333. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 334. in Schaltjahren) - somit bleiben 32 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1802 - Bayerische Truppen besetzen das Hochstift Bamberg und gliedern es dem Kurfürstentum Bayern ein.
- 1830 - Anfang des November Aufstandes in Polen
- 1850 - Preußen und Österreich schließen die Olmützer Punktation. Preußen muß seine Unionspolitik aufgeben.
- 1864 - Die Ermordung von mindestens 400 Cheyenne und Arapahoe, die sich unter dem Schutz der US-Regierung wähnen, geht als Sand Creek Massaker in die Geschichte der USA ein.
- 1929 – Auf seiner ersten Antarktisexpedition gelingt dem US-amerikanischen Admiral Richard E. Byrd der erste Überflug des Südpols.
- 1943 - In Jajce endet die zweite Tagung des AVNOJ, auf welcher die Grundprinzipien des unabhängigen, föderalistischen Staates Jugoslawien beschlossen wurden.
- 1945 - Jugoslawien wird eine "Sozialistische Föderative Republik"
- 1946 - Belgien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1947 - Der UN-Teilungsplan für Palästina wird von der UN-Vollversammlung beschlossen.
- 1952 - Das deutsche Bundesjagdgesetz tritt in Kraft.
- 1971 - Der ALDI-Mitinhaber und Multimillionär Theo Paul Albrecht wird entführt.
- 1974 - Ulrike Meinhof wird zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
- 1990 - Mit der Resolution 678 droht der UN-Sicherheitsrat dem Irak militärische Vergeltungsmaßnahmen an, falls Kuwait bis zum 15. Januar 1991 nicht wieder freigegeben wird.

Wirtschaft


- 1814 - Die "Times" wird in London als erste Tageszeitung der Welt mit einer dampfbetriebenen Doppel-Zylinderdruckmaschine hergestellt, die der deutsche Buchdrucker Friedrich Koenig (1774 - 1833) erfunden und dem innovativen Verleger der "Times" John Walter (dem Jüngeren) (1776 - 1847) verkauft hatte. Dies markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Drucktechnik, der die Produktion von 1100 Exemplaren pro Stunde erlaubt und damit die Ära der Massenblätter einläutet.

Wissenschaft, Technik


- 1951 - In Frenchman Flat, Nevada, wird der erste unterirdische US-amerikanische Atombombenversuch, knapp 6 m unter der Erdoberfläche, als Teil der Operation Buster-Jangle, durchgeführt.

Kultur


- 1705 - Uraufführung des musikalischen Trauerspiels Lucretia von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1840 - Uraufführung der Oper Saffo von Giovanni Pacini am Teatro San Carlo in Neapel.
- 1930 - Uraufführung der romantischen Oper Morana von Jakov Gotovac in Brünn, (Brno)
- 1970 - Die erste Folge der Krimiserie "Tatort" - "Taxi nach Leipzig" mit Walter Richter als "Kommissar Trimmel" - wird vom NDR ausgestrahlt.
- 1990 - "Arielle, die Meerjungfrau" von der Walt Disney Company wird im deutschsprachigen Raum erstmals aufgeführt.

Religion


- 1523 - Klemens VII. wird nach seiner Wahl am 19. November als Nachfolger von Hadrian VI. inthronisiert.

Katastrophen


- 1967 - Der Sempor-Staudamm bei Kebumen in der gleichnamigen Provinz auf Java (Indonesien) bricht in seiner Bauzeit; durch die Flutwelle kommen 160 bis 200 Menschen um.
- 1987 - Burma. In einer Boeing 707 der Korean Air explodiert eine von angeblich nordkoreanischen Agenten an Bord gebrachte Bombe und führt zum Tod von 115 Menschen. Bei der Untersuchung des Vorfalles werden aber viele Aspekte rätselhaft bleiben.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1899 - Der FC Barcelona wird vom Schweizer Hans Gamper gegründet.
- 1927 - Der Exilrusse Alexander Aljechin wird vierter Weltmeister im Schach. Mit 6 zu 3 Siegen (bei 25 Remis) schlägt er den Kubaner Jose Raul Capablanca.
- 1997 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Herman Delgado in Karlsruhe durch technischen KO.

Geboren

Karlsruhe Karlsruhe
- 1554 - Philip Sidney, britischer Dichter
- 1679 - Antonio Farnese, Herzog von Parma und Piacenza
- 1787 - Ramón Freire y Serrano, chilenischer Offizier und Staatspräsident
- 1791 - Wladimir Fjodorowitsch Adlerberg, war ein russischer General und Minister
- 1797 - Gaetano Donizetti, italienischer Komponist
- 1802 - Wilhelm Hauff, deutscher Schriftsteller und Märchenerzähler
- 1802 - Franz Stelzhamer, österreichischer Dichter und Schriftsteller
- 1803 - Christian Doppler, österreichischer Mathematiker und Physiker
- 1803 - Gottfried Semper, deutscher Baumeister
- 1832 - Louisa May Alcott, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1835 - Cixi, Chinesische Kaiserwitwe (Qing-Dynastie)
- 1839 - Ludwig Anzengruber, österreichischer Schriftsteller
- 1854 - Francisco Tárrega, spanischer Gitarrist und Komponist
- 1856 - Theobald von Bethmann Hollweg, deutscher Politiker
- 1862 - Friedrich Klose, deutscher Komponist
- 1862 - Gustav Ritter von Kahr, Bayerischer Ministerpräsident
- 1864 - Adolf Wölfli, Schweizer Zeichner und Schriftsteller
- 1874 - António Caetano de Abreu Freire Egas Moniz, portugiesischer Neurologe und Politiker
- 1874 - Wilhelm Münker, deutscher Naturschützer und Mitbegründer des Deutschen Jugendherbergswerkes
- 1876 - Nellie Tayloe Ross, erster weiblicher Gouverneur der USA
- 1888 - Toni Sender, deutsche Politikerin
- 1891 - Julius Raab, österreichischer Politiker
- 1901 - Rudolf Bäumer, deutscher Politiker und MdB
- 1902 - Carlo Levi, italienischer Schriftsteller
- 1905 - Marcel Lefebvre, französischer katholischer Geistlicher
- 1906 - Käthe Krauß, deutsche Leichtathletin
- 1909 - Stefan Skoumal, deutscher und österreichischer Fußballspieler
- 1917 - Merle Travis, US-amerikanischer Sänger
- 1917 - Herbert Zimmermann (Reporter), deutscher Sportreporter
- 1918 - Madeleine L'Engle, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1922 - Erwin Heerich, deutscher Künstler
- 1925 - Ernst Happel, österreichischer Fußballspieler und Trainer
- 1925 - Gerhard Mauz, deutscher Journalist
- 1928 - Joan Martí Alanís, ehemalige Bischof von Urgell
- 1929 - Xaver Unsinn, Eishockey-Bundestrainer
- 1932 - Jacques Chirac, französischer Präsident
- 1932 - Diane Ladd, US-amerikanische Schauspielerin
- 1933 - John Mayall, britischer Musiker
- 1939 - Meco, US-amerikanischer Musiker und Musikproduzent
- 1940 - Chuck Mangione, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Lothar Emmerich, deutscher Fußballspieler
- 1941 - John Doherty, kanadischer Sänger
- 1941 - Jody Miller, US-amerikanischer Sängerin
- 1943 - Dirk Fischer, deutscher Politiker und MdB
- 1944 - Felix Cavaliere, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1947 - Petra Kelly, deutsche Friedensaktivistin und Gründungsmitglied der Partei Die Grünen
- 1947 - Ronnie Montrose, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Jörg Wontorra, deutscher Fernsehmoderator
- 1948 - Ulrich Maurer, deutscher Politiker
- 1951 - Barry Goudreau, US-amerikanischer Musiker (Boston)
- 1953 - Huub Stevens, niederländischer Fußballtrainer
- 1953 - Rudolf Köberle, deutscher Politiker
- 1954 - Joel Coen, US-amerikanischer Regisseur
- 1965 - Manfred Trenz, Erfinder und Entwickler von Computerspielen
- 1972 - Andreas Goldberger, Skispringer
- 1973 - Ryan Giggs, walisischer Fußballspieler
- 1973 - Gabi Rockmeier, deutsche Leichtathletin

Gestorben

Gabi Rockmeier Gabi Rockmeier Gabi Rockmeier
- 1314 - Philipp IV. der Schöne, König von Frankreich
- 1318 - Heinrich von Meißen, deutscher Dichter und Sänger
- 1378 - Karl IV., in Prag; König von Böhmen (ab 1347) und römisch-deutscher Kaiser (ab 1355)
- 1516 - Giovanni Bellini, in Venedig; italienischer Maler
- 1530 - Thomas Wolsey englischer Kardinal und Lordkanzler
- 1543 - Hans Holbein der Jüngere, deutscher Maler
- 1590 - Philipp Nicodemus Frischlin, deutscher Humanist und Dramatiker
- 1594 - Alonso de Ercilla y Zúñiga, in Madrid; spanischer Schriftsteller
- 1643 - Claudio Monteverdi, in Venedig; italienischer Komponist
- 1694 - Marcello Malpighi, in Rom; italienischer Arzt und Naturforscher
- 1759 - Nikolaus Bernoulli, in Basel; schweizerischer Mathematiker und Jurist (
- 10. Oktober 1687)
- 1777 - Hinrich Borkenstein, in Hamburg; deutscher (
- 21. Oktober 1705)
- 1780 - Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich und Königin Ungarns und Böhmens, gemeinhin als Kaiserin bekannt
- 1793 - Antoine Barnave, französischer Politiker
- 1813 - Giambattista Bodoni, in Parma; italienischer Schriftentwerfer, Stempelschneider, Buchdrucker, Typograf und Verleger
- 1854 - Prota Mateja Nenadovi, in Valjevo; serbischer Priester und Freiheitskämpfer (
- 1777)
- 1856 - Frederick William Beechey, in London; britishcer Seeoffizier, Afrika- und Polarforscher
- 1858 - Ferrante Aporti, in Turin; italienischer Theologe und Pädagoge (
- 20. November 1791)
- 1861 - Nikolaj Dobroljubow, in Petersburg; russischer Literaturkritiker und Philosoph (
- 5. Februar 1836)
- 1872 - Horace Greeley, in New York City; US-amerikanischer Politiker und Journalist
- 1875 - Iwan Kuratow, in Werny; russischer Schriftsteller und Sprachwissenschaftler (
- 18. Juli 1839)
- 1884 - Franz Joseph Rudigier, in Linz; österreichischer Bischof, Seligsprechungsprozess 1909 eingeleitet (
- 7. April 1811)
- 1904 - Fanny Janauschek, Schauspielerin
- 1924 - Giacomo Puccini, italienischer Komponist
- 1957 - Erich Wolfgang Korngold, österreichischer Komponist
- 1959 - Fritz Brun, schweizer Komponist
- 1959 - Hans Henny Jahnn, deutscher Schriftsteller
- 1971 - Heinz Tiessen, deutscher Komponist
- 1979 - Diggelmann, Walter Matthias, schweizer Schriftsteller
- 1979 - Ray Smith, US-amerikanischer Sänger
- 1980 - Dorothy Day, US-amerikanische Sozialaktivistin
- 1981 - Natalie Wood, US-amerikanische Schauspielerin
- 1986 - Cary Grant, US-amerikanischer Schauspieler
- 1990 - Fred Schwab, in Amsterdam; niederländischer Tänzer (
- 7. September 1936)
- 1991 - Ralph Bellamy, in Santa Monica, Los Angeles; US-amerikanischer Schauspieler
- 1992 - Emilio Pucci, in Florenz; italienischer Modeschöpfer (
- 20. November 1914)
- 2001 - George Harrison, britischer Musiker
- 2002 - Daniel Gélin, französischer Schauspieler
- 2004 - Michael Janisch, in Wien; österreichischer Schauspieler
- 2004 - John Drew Barrymore, US-amerikanischer Schauspieler

Feiertage und Gedenktage


- Internationaler Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk (UNO)

Siehe auch


- 28. November - 30. November
- 29. Oktober - 29. Dezember
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1129 ja:11月29日 ko:11월 29일 simple:November 29 th:29 พฤศจิกายน

Gregorianischer Kalender

Der gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.

Gregorianische Kalenderreform

Kalender Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand. Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform. Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt. Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann. Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.

Die Schaltregeln


- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.) oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.

Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern

Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt. Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen. Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.

Charakteristika

Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen. Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird. Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).

Siehe auch


- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

Weblinks


- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon] Kategorie:Kalender als:Gregorianischer Kalender ja:グレゴリオ暦 ko:그레고리력 ms:Kalendar Gregorian simple:Gregorian calendar th:ปฏิทินเกรกอเรียน

Schaltjahr

Ein Kalender hatte historisch den Zweck, den Beginn der Jahreszeiten Jahr für Jahr auf das gleiche Datum fallen zu lassen, um den Zeitpunkt zum Beispiel von Festen oder wiederkehrenden Ereignissen bestimmen zu können. Ein tropisches Jahr, also der Zeitraum zwischen zwei Frühlings-Tagundnachtgleichen, dauert allerdings etwa 365 Tage und etwas weniger als 6 Stunden (365d 5:48:45.98, nicht konstant!), so dass eine einfache Zuordnung, die jedem Jahr die gleiche Anzahl Tage gibt, unmöglich ist, ohne dass sich gleichzeitig der Beginn der Jahreszeiten verschiebt. In den Kalendern der verschiedenen Kulturen gibt es deshalb Methoden, um die jeweilige Dauer des Jahres dem tropischen Jahr anzunähern. Der Beginn der Jahreszeiten kann beispielsweise auf dem gleichen Datum festgehalten werden, wenn in geeigneten Abständen ein Schaltjahr, ein Jahr mit einem zusätzlichen Tag, dem Schalttag, eingefügt wird. Eine einfache Methode ist, jedes Jahr mit einer glatt durch 4 teilbaren Jahreszahl zum Schaltjahr zu erheben. So wurde es im Julianischen Kalender eingeführt, in dem der Februar 29 statt 28 Tage hat. Genauere Kalender nähern das tropische Jahr besser an: Da etwas weniger als sechs Stunden pro Jahr auszugleichen sind, fällt der (Julianische) Schalttag manchmal aus (wie z. B. im Jahre 1900 im Gregorianischen Kalender).

Julianischer Kalender

46 v. Chr. benutzten die Römer einen Kalender mit zwölf Mondmonaten mit abwechselnd je 29 bzw. 30 Tagen, zusammen 354 Tage. Weil gerade Zahlen aber Unglück brachten, schlugen die Römer noch einen Tag drauf. Doch trotzdem waren es zum Sonnenjahr immer noch mehr als zehn Tage zu wenig. Zunächst verteilte Julius Caesar diese zehn Tage auf die verschiedenen Monate, die auf nun 30 bzw. 31 Tage anwuchsen. Nur der damals letzte Monat Februar ging als Unglücksmonat leer aus und blieb somit bei 29 beziehungsweise im Schaltjahr damals bei 30 Tagen. Dem Mythos, dass der Februar einen Tag verlor, weil Kaiser Augustus sich im August als Monatsbezeichnung verewigen wollte und dem Februar noch einen Tag wegnahm, da der August wie der Juli, der Monat seines Vorgängers Caesar, 31 Tage haben sollte, und weil eine gerade Zahl ja auch Unglück brachte, wird im Artikel zum Monat August widersprochen. Doch die Römer hatten eine winzige, aber auf die Jahrhunderte gesehen, wirkungsvolle Ungenauigkeit hinterlassen. 11 Minuten und 14 Sekunden pro Jahr schoss das damals julianische Jahr über das Ziel hinaus. Alle 128 Jahre wurde demnach ein Schaltjahr zu viel begonnen.

Gregorianischer Kalender

Von Papst Gregor XIII. wurde daher 1582 folgende Regelung eingeführt (Gregorianischer Kalender):
- Glatt durch 4 teilbare Jahre sind Schaltjahre.
- Glatt durch 100 teilbare Jahre sind jedoch keine Schaltjahre.
- Glatt durch 400 teilbare Jahre sind aber wieder Schaltjahre. So sind zum Beispiel die Säkularjahre 1800, 1900 und 2100 keine Schaltjahre, die Säkularjahre 2000 und 2400 hingegen schon. Damit dauert das Gregorianische Jahr 365,2425 Tage, und ist genauer als das Julianische Jahr. Seit dem Ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325, bei dem der Frühlingsanfang auf den 21. März festgelegt wurde, betrug die aufgelaufene Differenz bereits 10 Tage, und so ließ Gregor auf den 4. Oktober gleich den 15. Oktober 1582 folgen, um diese Zeit auszugleichen. Nicht in allen Ländern erfolgte diese Umstellung am selben Tag. Besondere Schwierigkeiten gab es in Schweden, wo im Jahr 1712 zwei Schalttage eingefügt wurden und somit dieses Jahr einen 30. Februar hatte. Recht ungewöhnlich und wenig bekannt ist die Tatsache, dass nicht etwa der 29. Februar der Schalttag des Gregorianischen Kalenders ist. Vielmehr wird der 24. Februar verdoppelt: der 24. und der 25. Februar fallen nach römischer Zählweise, die auch bei der Einführung des Gregorianischen Kalenders noch üblich war, auf dasselbe Datum. Im Gemeinjahr heißt der 24. Februar „a. d. VI Kal. Mart.“ (sechster Tag vor dem März-Beginn); der doppelte Tag im Schaltjahr heißt ebenso. Da dieser Sechste (lat. „sextus“) doppelt („bis“) gezählt wird, heißen Schaltjahr bzw. -tag „bissextilis“ (lateinisch), „bissextile“ (english), „bisestile“ (italienisch) usw. Nach heutiger Zählung verschieben sich der 24. und die weiteren Tage im Februar um einen Tag; Bedeutung hat dies heute noch in der katholischen Kirche bei der Zählung der Kirchentage: kirchliche Feiertage und auch die Namenstage sind von dieser Regelung betroffen.

Orthodoxer Kirchenkalender

Das gregorianische Jahr ist rund 27 Sekunden zu lang. Als Ergebnis hinkt der gregorianische Kalender nach 1.600 Jahren um einen halben Tag hinterher. Deshalb schlug die griechisch-orthodoxe Kirche eine etwas kompliziertere Schaltregel vor: Abweichend vom gregorianischen Kalender sind die Jahrhunderte nur dann Schaltjahr, wenn sie durch 9 geteilt den Rest 2 oder 6 ergeben. Damit wäre das Jahr 2800 kein Schaltjahr, sondern erst das Jahr 2900. Die Abweichung zum Sonnenjahr beträgt beim orthodoxen Kirchenkalender nur noch knapp 3 Sekunden.

Französischer Revolutionskalender

In der Zeit, in der der Französische Revolutionskalender Gültigkeit hatte, waren die Jahre 3, 7 und 11 Schaltjahre. Die ursprüngliche Regelung des Kalenders war, dass der erste Tag jeden Jahres auf die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche fallen und jedes vierte Jahr ein Schaltjahr sein solle. Diese Forderungen widersprechen sich jedoch, und so schlug Charles Rommes, der Autor des Kalendersystems, eine dem Gregorianischen Kalender ähnliche Regelung vor. Er stieß jedoch aus politischen Gründen damit auf Widerstand. Durch die kurze Gültigkeit des Revolutionskalenders wurden die Diskussionen jedoch obsolet.

Jüdischer Kalender

Im Jüdischen Kalender, einem nach dem Mond ausgerichteten Kalender, der durch komplizierte Regelungen dem Sonnenjahr angepasst wird, wird in allen Jahren, die bei einer Division durch 19 einen Rest von 0, 3, 6, 8, 11, 14, oder 17 haben, ein Schaltmonat eingefügt. Er wird als Adar II bezeichnet.

Islamischer Kalender

Im Islamischen Kalender ist die Bestimmung eines Schaltjahres äußerst schwierig. Nach einem gebräuchlichen System, das unter anderem im GNU Emacs verwendet wird, sind alle Jahre, die bei einer Division durch 30 einen Rest von 2, 5, 7, 10, 13, 16, 18, 21, 24, 26, oder 29 haben, Schaltjahre. Nach diesem System haben im Islamischen Kalender alle geradzahligen Monate 30 Tage und alle ungeradzahligen Monate 29 Tage. In Schaltjahren wird dem letzten ungeradzahligen Monat ein Tag hinzugefügt, so dass er dann 30 Tage hat.

Chinesischer Kalender

Schaltjahre im traditionellen, lunisolaren Chinesischen Kalender haben 13 Monate statt der üblichen zwölf; mit 383, 384 oder 385 Tagen statt 353, 354 oder 355 Tagen in normalen Jahren. Zur Berechnung zählt man die Anzahl der Neumonde zwischen dem elften Monat eines Jahres (dem Monat der Wintersonnenwende) und dem elften Monat des folgenden Jahres. Fallen in diesen Zeitraum 13 Neumonde, so wird ein Schaltmonat eingefügt. Der erste Monat, der keinen zhong qì enthält, erhält dieselbe Nummer wie der Vormonat mit einem Zusatz als Schaltmonat.

Azteken-Kalender

Im Azteken-Kalender werden am Ende eines jeden 52-Jahres-Zyklus 13 Tage eingeschaltet. Daraus ergibt sich ein durchschnittliche Jahreslänge von 365 Tagen und 6 Stunden. Das weicht vom tropischen Jahr mehr als 11 Minuten ab. Die Genauigkeit dieser Schaltjahresmethode ist mit dem Julianischen Kalender vergleichbar.

Atomzeit

Heute, im Zeitalter der Atomzeitmessung, muss gelegentlich eine Schaltsekunde eingefügt werden, um die Zeit der mittleren Sonnenzeit anzugleichen. ---- Siehe auch: Sommerzeit, Jahr, Gemeinjahr

Weblinks


- [http://www.nabkal.de/schalttag.html zur Historie des 24./25. Februar]
- [http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/LAG/kalender.html Die Kalenderreform Julius Cäsars]
- [http://www.tondering.dk/claus/calendar.html FAQ about calendars (englisch, sehr umfangreich)]
- [http://www.schaltjahr.de Regel der Schaltjahre, Ausnahmen und Programmcode]
- [http://www.marco-burmeister.de/index_frameaufbau.html?helferlein_jahre Schaltjahrberechnung]
- [http://www.nabkal.de/umrechnung.html Umrechnungen von Kalenderdaten]
- [http://www.ortelius.de/kalender/greg_de.php Der Gregorianische Kalender]
- [http://www.kalendersysteme.de/deutsch/index.html Verschiedene Kalendersysteme] Kategorie:Kalender als:Schaltjahr ja:閏年 ko:윤년 simple:Leap year th:ปีอธิกสุรทิน


1830

Ereignisse


- 22. Januar/3. Februar: Londoner Protokoll: Loslösung Griechenlands vom Osmanenreich
- 8. April: Mexiko untersagt den USA die weitere Kolonisation von Texas
- 13. Mai: Ecuador wird unabhängige Republik
- 28. Mai: USA The Indian Removal Act
- 26. Juni: Wilhelm IV. neuer König von Großbritannien und Hannover
- 5. Juli: Frankreich annektiert den Berberstaat Algerien
- 27. Juli: Julirevolution in Frankreich
- 2. August: Frankreich. Sturz von König Karl X.
- 14. September: Venezuela wird selbständig
- 4. Oktober: Loslösung Belgiens von den Niederlanden
- 5. Dezember: Freiämtersturm in Schweizer Kanton Aargau
- Ausbruch der Schneiderrevolution in Berlin
- Charles Lyell veröffentlicht sein bahnbrechendes Werk „Principles of Geologie“
- In Gabrow bei Stettin entsteht die erste deutsche Schiffbauschule. Sie wird 1861 dem königlichen Gewerbeinstitut in Berlin angegliedert
- Frankreich besetzt Algier
- Novemberaufstand in Polen

Religion


- 6. April: die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird gegründet

Technik und Wissenschaft


- 15. September: Eröffnung der Eisenbahnstrecke Liverpool - Manchester
- 1. November: Auf der Insel Wangerooge wird der erste Leuchtturm mit Blinkfeuer an der deutschen Nordseeküste in Betrieb genommen

Kultur


- 20. Januar: Uraufführung der Operette Baron Luft von Conradin Kreutzer am Theater am Kärntnertor in Wien
- 28. Januar: Uraufführung der Oper Fra Diavolo oder Das Gasthaus von Terracina von Daniel-François-Esprit Auber am Théâtre Feydeau in Paris
- 11. März: Uraufführung der Oper I Capuleti e i Montecchi (Romeo und Julia) von Vincenzo Bellini am Teatro la Fenice in Venedig
- 23. April: Uraufführung der Oper Danilowa von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris
- 27. Mai: Uraufführung der komischen Oper Attendre et courir von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- 26. Juli: Uraufführung der Oper Les Trois Cathérine von Adolphe Adam am Théâtre des Nouveautés in Paris
- 21. August: Uraufführung der Oper Trois Jours en une heure von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris
- 13. Oktober: Uraufführung der Oper Der Gott und die Bajadere von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris
- 2. Dezember: Uraufführung der Oper Josephine ou Le Retour de Wagram von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris
- 5. Dezember: Uraufführung der Symphonie fantastique von Hector Berlioz in Paris
- 11. Dezember: Uraufführung der komischen Oper La Langue musicale von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- Eröffnung der ersten Pizzeria. (Pizzeria Port' Alba in Neapel)

Geboren


- 6. Januar: Alfred Hegar, deutscher Arzt und Gynäkologe († 1914)
- 8. Januar: Hans Guido von Bülow, deutscher Pianist und Dirigent († 1894)
- 26. Januar: Karl Holub, böhmischer Waffentechniker († 1903)
- 17. Februar: Gerard Krefft, deutsch-australischer Zoologe und Paläontologe († 1881)
- 5. März: Étienne-Jules Marey, französischer Physiologe († 1905)
- 11. März: Eduard Dallmann, deutscher Entdecker und Polarforscher († 1896)
- 15. März: Élisée Reclus, französischer Geograph und Anarchist († 1905)
- 15. März: Paul Heyse, deutscher Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger († 1914)
- 24. März: Robert Hamerling, österreichischer Schriftsteller († 1889)
- 9. April: Eadweard Muybridge, britischer Fotograf und Pionier der Fototechnik († 1904)
- 1. Mai: Guido Gezelle, flämischer Dichter († 1899)
- 4. Mai: Arnous de Rivière, französischer Schachspieler († 1905)
- 6. Mai: Abraham Jacobi, deutscher „Vater“ der Kinderheilkunde († 1919)
- 29. Mai: Louise Michel, französische Anarchistin
- 10. Juli: Camille Pissarro, französischer Maler († 1903)
- 14. Juli: Henry E. Bird, englischer Schachspieler († 1908)
- 20. Juli: Clements Markham, britischer Entdecker, Autor und Geograph († 1905)
- 10. August: Okubo Toshimichi, japanischer Innenminister der Meiji-Zeit († 1878)
- 15. August: Maria Lebstück, Offizierin und Freiheitskämpferin in Ungarn († 1892)
- 17. August: Richard Volkmann, deutscher Chirurg
- 18. August: Franz Joseph I., Kaiser von Österreich-Ungarn († 1916)
- 19. August: Lothar Meyer, deutscher Arzt und Chemiker († 1895)
- 31. August: Edmund Kretschmer, deutscher Komponist († 1908)
- 8. September: Frédéric Mistral, französischer Dichter und Linguist († 1914)
- 13. September: Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin († 1916)
- 20. September: Yoshida Shōin, japanischer Intellektueller und Revolutionär († 1859)
- 25. September: Karl Klindworth, deutscher Komponist und Dirigent († 1916)
- 5. Oktober: Chester A. Arthur, 21. Präsident der USA († 1886)
- 7. Oktober: Antonio Luigi Gaudenzio Giuseppe Cremona, italienischer Mathematiker und Politiker († 1903)
- 13. Oktober: Georg Kruse, deutscher Schauspieler und Schriftsteller († 1908)
- 14. November: Conrad Bursian, deutscher Philologe und Archäologe († 1883)
- 22. November: Karl Christian Bruhns, deutscher Astronom († 1881)
- 25. November: Lina Morgenstern, deutsche Schriftstellerin, Frauenrechtlerin († 1909)
- 29. November: Jules Péan, französischer Chirurg († 1898)
- 10. Dezember: Emily Dickinson, US-amerikanische Dichterin
- 11. Dezember: Kamehameha V., König von Hawaii († 1872)
- 17. Dezember: Jules de Goncourt, französischer Schriftsteller († 1870)

Gestorben


- 7. Januar: Charlotte Johanna, Prinzessin von Spanien und Königin von Portugal (
- 1775)
- 7. Januar: Thomas Lawrence, britischer Maler (
- 1769)
- 14. Januar: Johann Georg Repsold, deutscher Feinmechaniker (
- 1770)
- 17. Januar: Wilhelm Waiblinger, Dichter und Schriftsteller (
- 1804)
- 19. Februar: Christian Gottfried Lorsch, Bürgermeister der Stadt Nürnberg (
- 1793)
- 2. März: Thomas Soemmering, war Arzt (
- 1755)
- 17. März: Laurent de Gouvion Saint-Cyr, Französischer Politiker und Militär (
- 1764)
- 21. März: Johann Rudolf Wyss, Schweizer Autor (
- 1782)
- 30. März: Ludwig I., Großherzog von Baden (
- 1763)
- 9. April: Friedrich Münter, deutscher evangelischer Theologe und Bischof in dänischen Diensten (
- 1761)
- 15. Mai: Dominique Joseph Vandamme, französischer General (
- 1770)
- 16. Mai: Jean Baptiste Joseph Fourier, französischer Mathematiker und Physiker (
- 1768)
- 4. Juni: Antonio José de Sucre, Südamerikanischer Freiheitsheld (
- 1795)
- 24. Juni: Georg IV., König von Großbritannien, Irland und Hannover (
- 1762)
- 4. Juli: Johann Friedrich Gottlieb Delbrück, preußischer Theologe und Erzieher am Königshof (
- 1768)
- 15. Juli: Gottlob Heinrich von Lindenau, königlich-sächsischer Kammerherr, Kreisoberforstmeister und Rittergutsbesitzer (
- 1755)
- 24. Juli: Carl Gustav Jochmann, deutscher Publizist (
- 1789)
- 2. August: Friedrich David Gräter, Begründer der wissenschaftlichen Nordistik in Deutschland (
- 1768)
- 23. August: Ferdinand Friedrich von Anhalt-Köthen, Fürst von Anhalt-Köthen (
- 1769)
- 4. Oktober: Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg, preußischer Feldmarschall (
- 1759)
- 4. Oktober: John Parker Boyd, US-amerikanischer Söldner und General (
- 1764)
- 18. November: Adam Weishaupt, Gründer des Ordens der Illuminaten (
- 1748)
- 1. Dezember: Pius VIII., Papst von 1829 bis 1830 (
- 1761)
- 17. Dezember: Simón Bolivar, bolivianischer Widerstandskämpfer und Politiker (
- 1783)
- 28. Dezember: Therese Krones, österreichische Schauspielerin (
- 1801) ko:1830년 th:พ.ศ. 2373

Olmützer Punktation

Die Olmützer Punktation oder auch "Olmützer Vertrag" bezeichnet ein diplomatisches Abkommen, das am 29. November 1850 zwischen Preußen, Österreich und Russland über die Beendigung des preußisch-österreichischen Konflikts von 1848/1850 wegen der preußischen Unionspolitik abgeschlossen wurde. Die Konferenzen der Vertreter der drei Mächte fanden vom 28. bis zum 30. November 1850 in Olmütz statt. Ein Konflikt zwischen dem hessischen Kurfürsten und seinen Untertanen nahm der österreichische Kanzler Schwarzenberg zum Anlass, Preußen weiter zu isolieren. Schon am 8. November 1850 war es zu einem Vorpostengefecht zwischen der Österreich nahestehenden bayerischen und der preußischen Armee bei Bronnzell gekommen, bei dem allerdings nur ein Trompeterschimmel auf dem Platz blieb. Preußen entschloss sich daraufhin zum Einlenken. In dieser Punktation verzichtet Preußen auf den Führungsanspruch in Deutschland. Gleichzeitig wurde der Deutsche Bund, der durch die Revolutionen von 1848 schwer angeschlagen war, unter der Leitung von Österreich wiederhergestellt. Da Preußen durch das Abkommen bedeutend an Ansehen verlor, trug es letztlich zur Zuspitzung des Gegensatzes zwischen Preußen und Österreich bei.

Auszug aus dem Vertrag von Olmütz vom 29. November 1850

1) Die Regierungen von Österreich und Preußen erklären, daß es in ihrer Absicht liege, die endliche und definitive Regulierung der kurhessischen und holsteinischen Angelegenheit durch die gemeinsame Entscheidung aller deutschen Regierungen herbeizuführen. 2) Um die Kooperation der in Frankfurt vertretenen und der übrigen deutschen Regierungen möglich zu machen, sollen in kürzester Frist von seiten der in Frankfurt vertretenen Bundesmitglieder sowie von seiten Preußens ... je ein Kommissar ernannt werden, welcher über die gemeinschaftlich zu treffenden Maßregelungen in Einvernehmen zu treten haben. Siehe auch: Erfurter Unionsparlament, Deutscher Bund Kategorie:Deutsche Geschichte (19. Jh.) Kategorie:Preußische Geschichte Kategorie:1850

1864

Ereignisse


- 1. Februar: Ausbruch des Deutsch-Dänischen Krieges. In diesem Krieg wird zum ersten Mal das Schutzzeichen des Roten Kreuzes (rotes Kreuz auf weißem Grund), vom schweizer Arzt Dr. Louis Appia und vom Niederländer Charles Van de Velde, getragen
- 12. Februar: Auf dem Bodensee sinkt der Raddampfer Jura nach einem Zusammenstoss in dichtem Nebel mit der Stadt Zürich. Die Jura war von Konstanz nach Romanshorn unterwegs, die Stadt Zürich in umgekehrte Richtung. Die Jura ist heute noch auf dem Grund des Bodensees, zwischen Bottighofen und Münsterlingen
- 11. März: Der Dale-Dyke-Staudamm bei Sheffield in England bricht; die Flutwelle fordert etwa 270 Todesopfer
- 18. April: Erstürmung der Düppeler Schanzen durch die Preußen unter Prinz Friedrich Karl
- 9. Mai: Fertigstellung der Pfaffendorfer Brücke über den Rhein in Koblenz
- 21. Mai: Korfu wird Teil des geeinten Griechenlands
- August: Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf auf Initiative von Henri Dunant
- 30. Oktober: Unterzeichnung des Friedens von Wien. Österreich, Preußen und Dänemark beenden den Deutsch-Dänischen Krieg. Dänemark überläßt darin die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg den beiden deutschen Großmächten
- 31. Oktober: Nevada wird 36. Bundesstaat der USA
- Gründung des Schwarzwaldvereins in Freiburg im Breisgau

Politik


- 10. März: Kronprinz Ludwig Friedrich Wilhelm von Wittelsbach wird als König Ludwig II. von Bayern proklamiert
- 10. April: Ausrufung des österreichischen Erzherzogs Maximilian zum Kaiser von Mexiko

Kultur


- 8. Februar: Uraufführung der romantischen Oper Die Rheinnixen von Jacques Offenbach an der Hofoper in Wien
- 14. März: Uraufführung von Rossinis Petite Messe Solennelle
- 23. April: Gründung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft
- 16. Dezember: Uraufführung der Operette Le Serpent à plumes von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 17. Dezember: Uraufführung der Oper La belle Hélène (Die schöne Helena) von Jacques Offenbach am Théâtre des Variétés in Paris
- Erstausgabe der Zeitschrift HANSA erscheint

Geboren


- 1. Januar: Alfred Stieglitz, US-amerikanischer Fotograf († 1946)
- 8. Januar: Albert Victor, Prinz von Großbritannien und Herzog von Clarence und Avondale († 1892)
- 8. Januar: Julie Wolfthorn, deutsche Malerin († 1944)
- 13. Januar: Wilhelm Wien, deutscher Physiker, Nobelpreisträger († 1928)
- 27. Januar: John Walter Gregory, Geologe († 1932)
- 11. Februar: József Balassa, ungarischer Philologe († 1945)
- 14. Februar: Robert Ezra Park, US-amerikanischer Soziologe († 1944)
- 16. Februar: Hermann Stehr, deutscher Schriftsteller († 1940)
- 17. Februar: Andrew Paterson, australischer Dichter († 1941)
- 19. Februar: Jean Verdier, Erzbischof von Paris und Kardinal († 1940)
- 21. Februar: Henrique Maximiano Coelho Neto, brasilianischer Schriftsteller († 1934)
- 22. Februar: Jules Renard, französischer Schriftsteller († 1910)
- 29. Februar: Adolf Wallenberg, deutscher Internist und Neurologe († 1930)
- 29. Februar: Adolf Wölfli, schweizer Maler († 1930)
- 7. März: Wilhelm Arent, Dichter und Mäzen
- 10. März: Rudolf Heberdey, österreichischer Archäologe († 1936)
- 14. März: Alfred Redl, Oberst der österreichisch-ungarischen Armee und russischer Spion († 1913)
- 19. März: Charles Marion Russell, US-amerikanischer Maler, Skulpteur, Illustrator und Schriftsteller († 1926)
- 23. März: Hjalmar Borgstrøm, norwegischer Komponist († 1925)
- 25. März: Alexej von Jawlensky, deutsch-russischer Künstler des Expressionismus († 1941)
- 25. März: Marie Soldat-Roeger, Violinvirtuosin († 1955)
- 30. März: Franz Oppenheimer, deutscher Soziologe und Nationalökonom († 1943)
- 9. April: Sebastian Ziani de Ferranti, britischer Ingenieur († 1930)
- 10. April: Eugen d'Albert, deutscher Komponist und Pianist († 1932)
- 10. April: Friedrich Wilhelm Nohe, 1. Vorsitzender des Deutschen Fußballbundes († 1940)
- 10. April: Michael Mayr, österreichischer Historiker und Politiker († 1922)
- 12. April: Theodor Rehbock, Wasserbauingenieur und Professor in Karlsruhe († 1950)
- 13. April: Berta Zuckerkandl-Szeps, österreichische Schriftstellerin, Journalistin und Kritikerin († 1945)
- 14. April: Heinz Tovote, deutscher Schriftsteller († 1946)
- 17. April: Karl Henckell, deutscher Schriftsteller († 1929)
- 21. April: Max Weber (Politiker), deutscher Ökonom und Soziologe († 1920)
- 24. April: Alois Wolfmüller, deutscher Erfinder, Ingenieur und Flugtechniker († 1948)
- 26. April: Bona Peiser, Deutschlands erste Volksbibliothekarin († 1929)
- 5. Mai: Hans Gerhard Gräf, deutscher Goethe-Forscher († 1905)
- 12. Mai: Cäsar Flaischlen, deutscher Lyriker und Mundartdichter († 1920)
- 13. Mai: Emil Gött, deutscher Schriftsteller († 1908)
- 15. Mai: Vilhelm Hammershøi, dänischer Maler († 1916)
- 16. Mai: Nathan Birnbaum, jüdischer Philosoph und Zionist († 1937)
- 22. Mai: Willy Stöwer, deutscher Marinemaler der Kaiserzeit († 1931)
- 25. Mai: Anne Löwenstein-Wertheim, britische Flugpionierin († 1927)
- 29. Mai: Sigismund Waitz, 1913 Weihbischof von Brixen, Erzbischof von Salzburg († 1941)
- 3. Juni: Albert Fraenkel, deutscher Arzt, Tuberkulose- und Herzforscher († 1938)
- 3. Juni: Otto Erich Hartleben, deutscher Dramatiker, Lyriker und Erzähler († 1905)
- 3. Juni: Ransom Eli Olds, Gründer des Automobilherstellers Oldsmobile († 1950)
- 8. Juni: Herbert William Garratt, englischer Lokomotivkonstrukteur († 1913)
- 11. Juni: Richard Strauss, deutscher Komponist und Dirigent († 1949)
- 13. Juni: Rudolf Kjellén, Professor
- 14. Juni: Alois Alzheimer, deutscher Psychiater († 1915)
- 22. Juni: Hermann Minkowski, deutscher Mathematiker und Physiker († 1909)
- 24. Juni: Heinrich Wölfflin, Schweizer Kunsthistoriker († 1945)
- 25. Juni: Oscar Baumann, Afrikaforscher, Philosoph, Ethnologe, Geograph und Karthograph († 1899)
- 25. Juni: Walther Hermann Nernst, deutscher Physiker und Chemiker († 1941)
- 29. Juni: Anton Beer-Walbrunn, deutscher Komponist († 1929)
- 12. Juli: Hans Chemin-Petit d. Ä., deutscher Komponist († 1917)
- 13. Juli: John Jacob Astor IV, US-amerikanischer Geschäftsmann, Erfinder und Schriftsteller († 1912)
- 18. Juli: Ricarda Huch, deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin († 1947)
- 20. Juli: Erik Axel Karlfeldt, schwedischer Lyriker († 1931)
- 24. Juli: Frank Wedekind, deutscher Schriftsteller und Schauspieler († 1918)
- 9. August: Roman Dmowski, polnischer Politiker († 1939)
- 10. August: Carl Junker, Syndikus und Historiker († 1928)
- 23. August: Eleutherios Venizelos, griechischer Politiker und Regierungschef († 1936)
- 24. August: Hermann Weingärtner, deutscher Turner und Olympiasieger († 1919)
- 27. August: Helena Patursson, färöische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1916)
- 1. September: Roger David Casement, irischer Unabhängigkeitskämpfer († 1916)
- 8. September: Jakob Johann von Uexküll, Biologe und Philosoph († 1944)
- 19. September: Carl Correns, deutscher Biologe
- 27. September: Andrej Hlinka, slowakischer Priester, Politiker und Nationalistenführer († 1938)
- 30. September: Max Laeuger, deutscher Künstler († 1952)
- 15. Oktober: Friedrich Gustav Piffl, österreichischer Erzbischof und Kardinal († 1932)
- 25. Oktober: Alexander Tichonowitsch Gretschaninow, russischer Komponist († 1956)
- 25. Oktober: John Francis Dodge, US-amerikanischer Automobilhersteller († 1920)
- 30. Oktober: Theodor Wiegand, deutscher Archäologe († 1936)
- 6. November: John Henry Mackay, schottisch-deutscher Schriftsteller († 1933)
- 11. November: Alfred Hermann Fried, Pazifist, Publizist, Friedensnobelpreisträger († 1921)
- 11. November: Maurice Leblanc, französischer Krimi-Schriftsteller († 1941)
- 24. November: Henri de Toulouse-Lautrec, französischer Maler († 1901)
- 26. November: Auguste Charlois, französischer Astronom († 1910)
- 27. November: Alfred Meyer-Waldeck, Verteidiger des deutschen Schutzgebietes Kiautschou († 1928)
- 8. Dezember: Camille Claudel, französische Bildhauerin († 1943)
- 14. Dezember: Emil Rungwerth, Heimatforscher († 1945)
- 24. Dezember: Stephan Elmas, türkisch-armenischer Komponist und Pianist († 1937)
- 31. Dezember: Hans am Ende, deutscher Maler († 1918)
- 31. Dezember: Robert Grant Aitken, US-amerikanischer Astronom († 1951)
- Carsten Egeberg Borchgrevink, norwegischer Polarforscher († 1934)
- Hans Frahm, Kunstmaler († 1940)

Gestorben


- 8. Januar: Victor Dourlen, französischer Komponist (
- 1780)
- 27. Januar: Leo von Klenze, deutscher Architekt (
- 1784)
- 14. Februar: William Dyce, britischer Maler (
- 1806)
- 10. März: Maximilian II., König von Bayern (
- 1811)
- 24. März: Karl Ernst Claus, Chemiker, der das Ruthenium entdeckte (
- 1796)
- 25. März: Ivar Fredrik Bredal, dänischer Komponist (
- 1800)
- 2. Mai: Giacomo Meyerbeer, eigentlich Jakob Meyer Beer Komponist und Dirigent (
- 1791)
- 9. Mai: John Sedgwick, US-amerikanischer General der Nordstaaten (
- 1813)
- 19. Mai: John Clare, englischer Dichter (
- 1793)
- 19. Mai: Nathaniel Hawthorne, amerikanischer Schriftsteller (
-  1804)
- 4. Juni: Nassau William Senior, englischer Ökonom (
- 1790)
- 18. Juni: Albert Knapp, deutscher Dichter (
-  1798)
- 23. Juni: Christian Ludwig Brehm, deutscher Pfarrer und Ornithologe (
- 1787)
- 25. Juni: Wilhelm I., König von Württemberg (
- 1781)
- 28. Juli: Johann Hermann Kufferath, deutscher Komponist (
- 1797)
- 4. August: David Hansemann, deutscher Politiker und Bankier (
- 1790)
- 24. August: Jakob Lorber, war österreichischer Schriftsteller und Musiker (
- 1800)
- 31. August: Ferdinand Lassalle, deutscher Politiker und Publizist (
- 1825)
- 8. September: Johannes von Geissel, Kardinal und Erzbischof von Köln (
- 1796)
- 15. September: John Hanning Speke, britischer Afrikaforscher (
- 1827)
- 1. Oktober: Juan José Flores, ecuadorianischer Staatspräsident (
- 1800)
- 20. Oktober: Carl Christian Rafn, dänischer Altertumsforscher (
- 1795)
- 23. November: Friedrich Georg Wilhelm Struve, deutscher Astronom, der in Russland arbeitete (
- 1793)
- 25. November: David Roberts, britischer Maler (
- 1796)
- 30. November: William Baikie, englischer Afrikaforscher (
- 1824)
- 4. Dezember: John Fowler, englischer Erfinder und Ingenieur (
- 1826)
- 8. Dezember: George Boole, britischer Mathematiker (
- 1815)
- 20. Dezember: Josef Proksch, tschechisch-deutscher Komponist (
- 1794)

Staatsoberhäupter

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Jakob Dubs, Bundespräsident der Schweiz, (1864) ko:1864년

Cheyenne (Volk)

Die ca. 5.000 Cheyenne (Eigenname: Tsitsistas - das Volk) sind ein indianisches Volk Nordamerikas. Die Mehrzahl spricht Englisch, 1.721 (Zensus 1990) auch die Algonkin-Sprache Cheyenne. Ursprünglich waren die Cheyenne im heutigen Minnesota beheimatet. Sie lebten in festen Hütten, betrieben Jagd und Ackerbau und beherrschten zudem das Kunsthandwerk. Dort bekamen sie von den ansässigen Dakota-Indianern ihren Namen Cheyenne, was so viel bedeutet wie "das Volk mit der fremden Sprache".

Geschichte

Im 18. Jahrhundert kamen einige Indianerstämme durch europäische Siedler an Schusswaffen, was die Gleichgewichtsverhältnisse im ursprünglichen Cheyenne-Lebensraum durcheinander brachte. Von den Anishinabe in die Flucht getrieben, zogen die Cheyenne erst in das heutige North Dakota und gegen Ende des 18. Jahrhunderts nach South Dakota und Colorado. In der neuen Heimat verlernten sie ihre Fähigkeiten im Ackerbau und Kunsthandwerk. Sie wurden zu Nomaden und zogen den riesigen Bisonherden der Prärie nach. Vermutlich stießen die Cheyenne am Missouri River auf die eng verwandten Sutaio und vereinten sich nach anfänglichen Feindseligkeiten mit ihnen. 1832 wurde am oberen Arkansas River Bent's Fort errichtet. Ein Teil der Cheyenne entschied sich, in dessen Nähe zu bleiben, während die anderen weiter nach Norden, ins Gebiet des Yellowstone Rivers und des North Platte Rivers zogen. Diese Trennung wurde beim Vertrag von Fort Laramie 1851 festgehalten. Fortan wird zwischen Nördlichen Cheyenne (O mi sis) und Südlichen Cheyenne (Sowonia) unterschieden. In den 1920er Jahren wurden die Cheyenne zu amerikanischen Staatsbürgern. Ab den 1970er Jahren wurde ihnen das Recht auf die Ausübung ihrer Religion wieder zugestanden. Seit diesem Zeitpunkt haben die Cheyenne ihr Stammesbewusstsein wieder entdeckt und erinnern sich ihrer alten Sitten und Gebräuche.

Demografie

Die Zahl der Cheyenne und Sutaio wird für 1780 auf 3500 geschätzt. 1904 zählte man 1900 Südliche Cheyenne und 1400 Nördliche Cheyenne.

Bedeutung

Nach ihrer Flucht aus Minnesota entwickelten sich die Cheyenne zu einem der bedeutendsten Stämme der Plains. Die Hauptstadt von Wyoming ist nach ihnen benannt, siehe Cheyenne (Wyoming), desgleichen die Ortschaft Cheyenne Wells in Colorado, ein Fluss in South Dakota (Cheyenne River), die Cheyenne Mountains in Colorado sowie Counties in Colorado, Nebraska und Kansas.

Siehe auch

Liste nordamerikanischer Indianerstämme, Nördliche Cheyenne, Südliche Cheyenne Kategorie:Nordamerikanische Ethnie ja:シャイアン

Sand-Creek-Massaker

Das Sand-Creek-Massaker ist ein Ereignis, das am 29. November 1864 stattfand. Truppen der Coloradomilizen unter der Leitung von Colonel John M. Chivington massakrierten im damaligen Colorado–Territorium ein unbefestigtes Dorf von Cheyenne und Arapahoe-Indianern in den High Plains. Die Attacke wurde in der Presse zunächst als ein Sieg gegen tapfer kämpfende und gut verteidigende Cheyenne angepriesen. Aber innerhalb weniger Wochen meldeten sich Augenzeugen, die andere Aussagen tätigten. Deshalb kam es wegen dieses Ereignisses zu einer Untersuchung des Militärs.

Geschichte

Zu Beginn der 1850er Jahre brach ein Goldrausch in den Rocky Mountains aus, damals ein Teil des westlichen Kansasterritoriums. Dieser brachte eine große Flut von weißen Siedlern in die Berge und den davor liegenden westlichen High Plains. Diese plötzliche Immigration weißer Siedler brachte Konflikte mit den Cheyenne und Arapahoe Indianern, welche seit Generationen in der Gegend lebten. Die Gewalt zwischen den Indianern und den Goldsuchern nahm immer größere Ausmaße an, sodass sich der Gouverneur John Evans genötigt sah, Colonel John Chivington und seine Milizen auszusenden, um wieder Frieden mit den Indianer herzustellen. Nach kleineren Geplänkeln waren die Cheyenne und Arapahoe Indianer bereit Frieden zu schließen. Beide Stämme hatten erst drei Jahre zuvor mit den Vereinigten Staaten einen Vertrag unterschrieben, in welchem sie ihr Land an die Vereinigten Staaten abtraten und sich verpflichteten, in ein Indianerreservat südlich des Sand Creek zu gehen. Black Kettle, Häuptling einer Gruppe von 550 Leuten, die meisten davon südliche Cheyenne sowie einige Arapahoe, ließ in Fort Lyon ausrichten, dass seine Gruppe den Frieden erklärt hatte. Als sie dies getan hatten, schlugen sie ein Lager in der Nähe des Sand Creek auf, weniger als 40 Meilen nordöstlichlich des Forts. Als Chivington hörte, dass die Indianer aufgegeben hatten, marschierte er mit 700 Leuten, Truppen der ersten Colorado Kavallerie, der dritten Colorado Kavallerie, und der ersten New Mexico Freiwilligen Kompanie zum Indianerlager, um einen einfachen Sieg zu erzielen. Am Morgen des 29. Novembers 1864 erschoss die Armee die Bewohner des Camps wie Büffel. Sie töteten 150 Indianer, ungefähr ein Drittel der gesamten Gruppe. Die Toten waren fast ausschließlich alte Männer, Frauen und Kinder, darunter auch die Häuptlinge White Antelope, Standing in the Water und War Bonnet. Von den Soldaten wurden 10 getötet und ungefähr drei Dutzend verwundet. Silas Soule, ein Abolitionist aus Massachusetts, weigerte sich dem Befehl Chivingtons Folge zu leisten. Er erlaubte seiner Kompanie nicht auf die Indianer zu feuern. Nach dem Massaker schlossen sich einige Stammesangehörige der Cheyenne zu der sogenannten Hundegemeinschaft zusammen. Dies war eine Gruppe radikaler Cheyenne die sich sagten, dass es keine sinnvollen Verhandlungen mit dem Weißen Mann geben kann. Sie führten von nun an Krieg gegen jeden Weißen. Die Nation war geschockt über die Brutalität des Massakers. Aufgrund der Reaktion der Bevölkerung entschied das Militär, die Rolle Chivingtons in dieser Affäre zu untersuchen. Silas Soule war willig gegen Chivington auszusagen. Nach der belastenden Aussage Soules wurde er von Charles W. Squires ermordet. Es wurde vermutet, dass Chivington hinter diesem Mord steckte, man konnte ihm jedoch nichts nachweisen.

Quellen


- Hoig, Stan: The Battle of the Washita; Bison Book; ISBN 0-8032-7204-9
- Wikipedia – Englische Version

Siehe auch


- Liste von Schlachten
- Liste von Kriegen

Weblinks


- [http://www.nps.gov/sand/ Sand Creek Massacre Historic Site] Sand-Creek-Massaker