-
1980 -
Bob Marley gibt im
Zürcher Hallenstadion sein einziges Konzert in der Schweiz.
-
1992 - Der deutsch-französische Fernsehsender
ARTE nimmt den Betrieb auf.
Religion
-
1431 -
Jeanne d'Arc wird in
Rouen auf dem
Scheiterhaufen verbrannt.
Katastrophen
-
1883 - In
New York verursacht das Gerücht, die
Brooklyn Bridge werde einstürzen, eine Panik. 12 Menschen finden den Tod.
-
1935 - Ein
Erdbeben der
Stärke 7,5 zerstört die Stadt
Quetta in der Provinz
Balutschistan,
Pakistan, etwa 50.000 Tote
-
1947 - Nähe
Baltimore,
Maryland,
USA. Eine
DC-4 der
Eastern Airlines auf dem planmäßigen Flug von
Newark,
New Jersey nach
Miami,
Florida stürzt kurz vor dem regulären Zwischenstopp in Baltimore in ein Waldgebiet. Alle 53 Menschen an Bord sterben.
-
1972 -
Tel Aviv,
Israel. Japanische Terroristen erschießen im Flughafen 28 Menschen und verletzen weitere 75.
-
1998 - Ein Erdbeben der Stärke 6,6 in
Tadschikistan und
Afghanistan fordert ca. 4.000 Todesopfer.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der
Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter
Leichtathletik.
-
1987 -
Mike Tyson verteidigt seinen Boxweltmeistertitel im Schwergewicht gegen
Pinklon Thomas im
Hilton Hotel,
Las Vegas durch KO.
-
2005 - Die
Allianz-Arena, das Fußball-WM-Stadion in
München, wird offizielle eröffnet.
Geboren
-
1423 -
Georg von Peuerbach, österreichischer Astronom
-
1672 -
Peter der Große (Pjotr Alexejewitsch Romanow),
russischer Zar
-
1686 -
Heinrich Johann Friedrich Ostermann, russischer Diplomat und Staatsmann
-
1690 -
Anton Sturm, deutscher Bildhauer des
Barock und
Rokoko
-
1783 -
Eugen von Maucler, deutscher Politiker
-
1792 -
Karl Bernhard zu Sachsen-Weimar-Eisenach, königlich niederländischer General
-
1797 -
Carl Friedrich Naumann, deutscher Geologe
-
1799 -
Ferdo Livadić, kroatischer Komponist
-
1800 -
Karl Wilhelm Feuerbach, deutscher Mathematiker
-
1814 -
Michail Bakunin, russischer Revolutionär und
Anarchist
-
1816 -
Robert Prutz, deutscher Schriftsteller
-
1819 -
Constant Fornerod, Schweizer Politiker und Bundesrat
-
1840 -
Anton Fischer, Erzbischof von Köln,
Kardinal
-
1846 -
Carl Peter Fabergé, russischer Goldschmied und Juwelier
-
1847 -
Ottilie Baader, deutsche Frauenrechtlerin und Sozialistin
-
1878 -
Raymond Smith Dugan, US-amerikanischer Astronom
-
1880 -
Miel Mundt, niederländischer Fußballspieler
-
1881 -
Georg Kohl, deutscher Politiker und MdB
-
1882 -
Hermine Körner, deutsche Schauspielerin
-
1882 -
Wyndham Halswelle, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
-
1887 -
Alexander Achipenko, ukrainisch-US-amerikanischer Bildhauer
-
1890 -
Paul Czinner, österreichischer Filmregisseur
-
1896 -
Howard Hawks, US-amerikanischer Filmregisseur
-
1899 -
Irving Thalberg, US-amerikanischer Filmproduzent
-
1901 -
Walter Felsenstein, österreichischer Regisseur
-
1906 -
Rudolf Hasse, deutscher Autorennfahrer.
-
1907 -
Elly Beinhorn, deutsche Sportfliegerin
-
1908 -
Hannes Alfvén, schwedischer Physiker,
Nobelpreis für Physik 1970
-
1909 -
Benny Goodman, US-amerikanischer Musiker
-
1909 -
Hilde Coppi, deutsche Widerstandskämpferin
-
1910 -
Inge Meysel, deutsche Schauspielerin
-
1910 -
Ralph Metcalfe, US-amerikanischer Leichtathlet, Olympiasieger und Politiker
-
1912 -
Julius Axelrod, US-amerikanischer Biochemiker,
Nobelpreis für Medizin 1970
-
1912 -
Hugh Griffith, walisischer Schauspieler
-
1920 -
Franklin J. Schaffner, US-amerikanischer Filmregisseur
-
1924 -
Kurt Rebmann, von 1977 bis 1990 Generalbundesanwalt
-
1925 -
Horst Dohlus, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK, SED-Funktionär der DDR
-
1925 -
Rolf Illig, deutscher Schauspieler
-
1927 -
Tino Schwierzina, deutscher Politiker,
Oberbürgermeister von
Ost-Berlin
-
1928 -
Agnès Varda, französische Filmregisseurin
-
1928 -
Gustav Leonhardt, bedeutender niederländischer Dirigent, Cembalist und Organist
-
1930 -
Robert Ryman, US-amerikanischer Maler
-
1934 -
Alexei Archipowitsch Leonow, sowjetischer
Kosmonaut und der erste Mensch, der frei im Weltraum schwebte
-
1935 -
Dietrich Kittner, deutscher Kabarettist
-
1941 -
Detlev Blanke, Dozent für
Interlinguistik
-
1941 -
Heribert Faßbender, deutscher Sportjournalist
-
1944 -
Lenny Davidson, britischer Musiker
-
1946 -
Dragan Dzajic, jugoslawischer Fußballspieler
-
1946 -
Henk Bruysten, niederländischer Musiker und Songschreiber
-
1947 -
Erik Spiekermann, deutzscher typografischer Gestalter und Schriftentwerfer
-
1947 -
Jean-Jacques Kravetz, französischer Musiker
-
1948 -
Dieter Kosslick, Leiter der Internationalen Filmfestspiele Berlin (
Berlinale)
-
1952 -
Pete Way, britischer Musiker
-
1953 -
Colm Meaney, irischer Schauspieler
-
1953 -
Eduard Stapel, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD)
-
1957 -
Nicky Headon, britischer Musiker
-
1957 -
Oxana Bilosir, ukrainische Sängerin und Kulturministerin
-
1958 -
Marie Fredriksson, schwedische Musikerin (
Roxette)
-
1958 -
Robert Tepper, US-amerikanischer Sänger und Musiker
-
1966 -
Thomas Häßler, ehemaliger deutscher Fußballspieler
-
1974 -
Big L, Rapper aus Harlem, New York
Gestorben
Big L
-
339 -
Eusebius von Caesarea, Kirchenvater
-
727 -
Hubertus von Lüttich, Bischof von Maastricht und Lüttich
-
1159 -
Wladyslaw, Oberherzog von Polen 1138-1146, Herzog von Schlesien
-
1416 -
Hieronymus von Prag, böhmischer Gelehrter
-
1431 -
Jeanne d'Arc, französische Nationalheldin und Heilige der Katholischen Kirche
-
1434 -
Andreas Prokop, Heerführer der
Hussiten
-
1575 -
Karl IX., König von Frankreich
-
1593 -
Christopher Marlowe, englischer Dichter
-
1640 -
Peter Paul Rubens, flämischer Maler
-
1712 -
Christian Ernst zu Bayreuth, deutscher Landesherr
-
1714 -
Gottfried Arnold, deutscher Theologe
-
1744 -
Alexander Pope, englischer Dichter, Übersetzer und Schriftsteller
-
1778 -
Voltaire, französischer Schriftsteller und Philosoph
-
1779 -
Johann Friedrich Hahn, deutscher Lyriker
-
1853 -
Ernst Gottlob Pienitz, deutscher Mediziner und Psychiatrie-Reformer
-
1870 -
Charles Duncan Cameron, englischer Offizier und Konsul in
Abessinien
-
1885 -
Jakob Fürchtegott Dielmann, Maler
-
1885 -
Paul de Noailles, französischer Staatsmann und Historiker
-
1892 -
Maria Lebstück, Offizierin und Freiheitskämpferin in Ungarn
-
1901 -
Victor D'Hondt, belgischer Jurist
-
1905 -
Albert Ellmenreich, deutscher Schauspieler und Schriftsteller
-
1907 -
Ottomar Anschütz, Fotograf, Pionier der Fototechnik
-
1912 -
Wilbur Wright, US-amerikanischer Flugpionier und Flugzeugbauer
-
1917 -
Bernhard Goldenberg, deutscher Manager
-
1925 -
Arthur Moeller van den Bruck, deutscher Kulturhistoriker und Schriftsteller
-
1927 -
Vincenzo Cerulli, italienischer Astronom
-
1934 -
Heihachiro Togo, japanischer Admiral
-
1940 -
Otto Neururer, katholischer Pfarrer
-
1941 -
Rama VII., König von
Siam (1925 - 1935)
-
1951 -
Hermann Broch, österreichischer Schriftsteller
-
1955 -
Bill Vukovich, US-amerikanischer Autorennfahrer
-
1955 -
Hermann Aumer, deutscher Politiker und MdB
-
1960 -
Boris Leonidowitsch Pasternak, russischer Dichter und Schriftsteller
-
1961 -
Rafael Leónidas Trujillo Molina, Politiker und Staatschef der
Dominikanischen Republik
-
1962 -
Hermann Baden, Präsident des Verbandes Jüdischer Gemeinden in der DDR
-
1964 -
Leó Szilárd, US-amerikanischer Physiker und Molekularbiologe ungarischer Herkunft
-
1965 -
Louis Hjelmslev, dänischer Sprachwissenschaftler
-
1966 -
Wäinö Aaltonen, finnischer Bildhauer
-
1967 -
Claude Rains, englischer Schauspieler
-
1968 -
Martin Noth, deutscher protestantischer Theologe
-
1971 -
Marcel Dupré, französischer Komponist, Organist
-
1975 -
Michel Simon, französischer Schauspieler
-
1977 -
Claire Goll, deutsch-französische Journalistin
-
1977 -
Paul Desmond, US-amerikanischer Musiker
-
1982 -
Albert Norden, Politiker der DDR
-
1984 -
Walter Smetak, schweizer Komponist
-
1986 -
Boy Gobert, deutsch-österreichischer Theater- und Filmschauspieler
-
1986 -
James Rainwater, US-amerikanischer Physiker,
Nobelpreis für
Physik 1975
-
1992 -
Antoni Zygmund, US-amerikanischer Mathematiker
-
1992 -
Karl Carstens, deutscher Politiker und Bundespräsident
-
1992 -
Peter Müller, deutscher Boxer
-
1993 -
Sun Ra, Jazzkomponist und Jazzmusiker
-
1994 -
Juan Carlos Onetti, uruguayischer Schriftsteller
-
1999 -
Sanja Milenkovic, ziviles Opfer eines NATO-Bombenangriffs während des Kosovo-Krieges
-
2000 -
Jürgen von Woyski, deutscher Bildhauer und Maler
-
2003 -
Günter Pfitzmann, deutscher Kabarettist und Schauspieler
-
2003 -
Mickie Most, britischer Musikproduzent
-
2004 -
Luciano Minguzzi, italienischer Bildhauer
-
2005 -
Takanohana Kenshi, japanischer Sumoringer
-
2005 -
Tomasz Pacyński, polnischer Autor
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Hl.
Johanna von Orléans (franz.
Jeanne d'Arc)
- Hl.
Hubertus von Lüttich
- Nationalfeiertag in
Kroatien
-
Memorial Day in den
USA (Gedenktag an die Toten)
Siehe auch
:
29. Mai -
31. Mai
:
30. April -
30. Juni
:
Historische Jahrestage -
Zeitskala
:
Wikipedia:Glaskugel -
Wikipedia:Formatvorlage Tag
0530
ja:5月30日
ko:5월 30일
simple:May 30
th:30 พฤษภาคม
Gregorianischer Kalender
Der gregorianische Kalender, benannt nach
Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige
Kalender.
Gregorianische Kalenderreform
Kalender
Das
erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre
325, dass das
Osterfest immer am ersten
Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des
Primar-Äquinoktiums (
Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am
21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige
julianische Kalender ging von einem mittleren
Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines
Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins
16. Jahrhundert, zur Zeit
Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr
1582 schon am
11. März stattfand.
Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem
14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch
Nikolaus von Kues,
Regiomontanus und
Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk
De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die
prutenischen Tafeln von
Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und
Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des
Mediziners und Hobby-
Astronomen
Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre
1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den
4. Oktober gleich der
15. Oktober – die Abfolge der
Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das
Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr
1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt.
Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann.
Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.
Die Schaltregeln
- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“
Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen :
Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert
keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900
keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden
keine Schaltjahre sein.)
oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein
Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches
Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren
1700,
1800 und
1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre
1600 und
2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.
Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Nur wenige Länder wie
Spanien oder
Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am
4./
15. Oktober 1582. Die meisten
römisch-katholischen Länder
Europas folgten in den nächsten Jahren, während die
protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen
Kantone der
Schweiz 1584 ein, das
Wallis jedoch erst
1655. Dort folgte damals auf den
28. Februar der
11. März. Die evangelischen Territorien des
Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst
1700. Auf den
18. Februar folgte dort unmittelbar der
1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen
Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton
Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von
Glarus und
Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis
1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am
31. Dezember nach dem
julianischen Kalender (
13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In
England (und auch in den späteren
USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom
2. September auf den
14. September 1752 eingeführt.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den
julianischen Kalender noch bis Anfang des
20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre
1700,
1800 und
1900 in
Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische
Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den
7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland
1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige
orthodoxe Kirchen (z. B. in
Russland und
Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr
Weihnachten (
25. Dezember) fällt darum derzeit auf den
7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in
Griechenland und
Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten
neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen
Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Als bisher letzter Staat übernahm
1927 die
Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der
islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl
William Shakespeare als auch
Miguel de Cervantes am
23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von
George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.
Charakteristika
Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte
tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im
Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26
Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).
Siehe auch
-
Julianischer Kalender,
Osterdatum
-
Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender,
Wochentagsberechnung
-
Zeitrechnung,
Kalender,
Jüdischer Kalender,
Christlicher Kalender,
Islamischer Kalender,
Chinesischer Kalender,
v. u. Z.,
v. d. Z.,
v. d. Chr.,
n. d. Chr.,
v. Chr.,
n. u. Z.,
n. d. Z.,
n. Chr.
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
Weblinks
- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII:
Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon]
Kategorie:Kalender
als:Gregorianischer Kalender
ja:グレゴリオ暦
ko:그레고리력
ms:Kalendar Gregorian
simple:Gregorian calendar
th:ปฏิทินเกรกอเรียน
1814
Siehe auch:
März 1814
-
1. Januar: der
preußische Generalfeldmarschall Blücher überschreitet mit seiner Armee den Rhein
- März-König
Friedrich Wilhelm III. verleiht erstmals das
Eiserne Kreuz an Verdiente
-
30. März:
Napoléon wird auf die Insel
Elba verbannt, Einzug der verbündeten Truppen in Paris
-
31. März: Alliierte Truppen mit dem russ. Zaren und Preußenkönig ziehen mit ihren Garden in Paris ein
-
11. April:
Napoléon dankt in
Fontainebleau ab
-
12. April: Bei dem Versuch über den
Main zu kommen ertrinken 62 Mitglieder vom
Banner der freiwilligen Sachsen bei
Miltenberg
-
5. Mai: Die Briten erobern die amerikanische Festung
Fort Oswego am Ontariosee
-
17. Mai: Unterzeichnung der
norwegischen Verfassung
-
30. Mai:
Frankreich.
Friede von Paris mit
Preußen,
Österreich,
Russland und
Großbritannien
-
5. Juli: Eine amerikanische Brigade besiegt eine britische Truppe in der
Schlacht bei Chippewa
-
25. Juli: Die verlustreiche
Schlacht bei Lundy's Lane zwischen Briten und Amerikanern bleibt ohne klaren Sieger, zwingt die Amerikaner jedoch zum Rückzug und damit zur Aufgabe ihrer letzten Invasion in
Kanada
-
13. August:
Großbritannien.
Südafrika wird britisch
-
18. September: Eröffnung des
Wiener Kongresses (1814/
1815): Der
Deutsche Bund entsteht
-
Joseph von Fraunhofer gibt ein erstes Verzeichnis von 567
Absorptionslinien im
Sonnenspektrum an
- Im Friedensvertrag von
Paris erhält
Großbritannien die Insel
Dominica zurück
-
Papst Pius VII. lässt den
1773 von Papst
Clemens XIV. aufgehobenen
Jesuiten-Orden wieder zu
- Erfindung des
Schweinfurter Grün
Kultur
-
3. Januar: Uraufführung der Operette
Die Nachtmütze des Propheten Elias von
Conradin Kreutzer in
Stuttgart
-
1. Februar: Uraufführung der Oper
L'Oriflamme von
Henri Montan Berton an der
Opéra-Comique in
Paris
-
24. Februar: Uraufführung der Oper
Alimon und Zaide oder Der Prinz von Catanea von
Conradin Kreutzer in
Stuttgart
-
10. März: Uraufführung des Feenspiels
Die Eselshaut oder Die blaue Insel von
Johann Nepomuk Hummel am
Theater an der Wien in
Wien
-
23. Mai: Uraufführung der Oper
Fidelio von
Ludwig van Beethoven am
Theater am Kärtnertor in
Wien
-
15. Juni: Uraufführung des Singspiels
Die Rückfahrt des Kaisers von
Johann Nepomuk Hummel am
Theater an der Wien in
Wien
-
11. September: Uraufführung der Oper
Die Alpenhütte von
Conradin Kreutzer in
Ludwigsburg
-
4. Oktober: Uraufführung der Oper
Elisabetha, Regina d'Inghilterra von
Gioacchino Rossini am
Teatro San Carlo in
Neapel
-
19. November: Uraufführung der komischen Oper
Die Pflegekinder von
Peter Joseph von Lindpaintner in
München
-
Jane Austens
Roman „Mansfield Park“ erscheint
-
11. Januar:
James Paget, englischer Chirurg und Pathologe (†
1899)
-
15. Januar:
Ludwig Schläfli, Schweizer Mathematiker (†
1895)
-
17. Januar:
Ludwik Mieroslawski, polnischer Revolutionär (†
1878)
-
12. Februar:
Jenny Marx, deutsche Sozialistin und Ehefrau von Karl Marx (†
1881)
-
24. Februar:
Wilhelm Benque, Landschaftsgärtner und Gartenarchitekt (†
1895)
-
9. März:
Taras Schewtschenko, ukrainischer Dichter (†
1861)
-
30. März:
Josef Mayburger, Österreichischer Maler (†
1908)
-
3. April:
Lorenzo Snow, 5. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (†
1901)
-
21. April:
Béni Egressy, ungarischer Komponist, Librettist, Übersetzer und Schauspieler (†
1851)
-
9. Mai:
Adolf von Henselt, Komponist und Klaviervirtuose (†
1889)
-
24. Mai:
Adalbert von Bredow, preußischer Generalleutnant (†
1890)
-
26. Mai:
Heinrich Geißler, deutscher Physiker und Erfinder (†
1879)
-
30. Mai:
Michail Alexandrowitsch Bakunin, russischer Anarchist und Sozialrevolutionär (†
1876)
-
3. Juli:
John Brinckman, plattdeutscher Schriftsteller (†
1870)
-
19. Juli:
Samuel Colt, Erfinder der ersten funktionierenden Feuerwaffe mit Drehzylinder (†
1862)
-
30. Juli:
Johann Georg Halske, deutscher Unternehmer (†
1890)
-
10. August:
Henri Nestlé, deutscher Unternehmer (†
1890)
-
13. August:
Anders Jonas Ångström, schwedischer Astronom und Physiker (†
1874)
-
30. August:
Heinrich Goldstein, Lehrer an der jüdischen Schule zu Gleiwitz
-
3. September:
James Joseph Sylvester, englischer Mathematiker (†
1897)
-
6. September:
Levin Schücking, deutscher Schriftsteller (†
1883)
-
7. September:
Ludwig Kalisch, deutscher Schriftsteller (†
1882)
-
19. September:
Karl Friedrich von Savigny, preußischer Diplomat und Politiker (†
1875)
-
15. Oktober:
Michail Jurjewitsch Lermontow, russischer Dichter (†
1841)
-
25. Oktober:
Louis d'Orléans, duc de Nemours, französischer General (†
1896)
-
5. November:
Alfred de Bougy, französischer Schriftsteller (†
1874)
-
6. November:
Adolphe Sax, belgischer Instrumentenbauer und Saxophonist (†
1894)
-
13. November:
Joseph Hooker, General der Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg (†
1879)
-
23. November:
Adolf Soetbeer, deutscher Nationalökonom
-
25. November:
Julius Robert von Mayer, deutscher Arzt und Physiker (†
1878)
-
26. November:
Konrad Deubler, österreichischer Landwirt und Bürgermeister (†
1884)
-
26. November:
Louise Aston, deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (†
1871)
-
14. Dezember:
Ludwig Droste, Architekt und Stadtbaumeister (†
1875)
-
28. Dezember:
John Bennet Lawes, britischer Agrikulturchemiker (†
1900)
-
30. Dezember:
Betty Paoli, deutsche Schriftstellerin (†
1894)
-
Louis Alfred Becquerel, französischer Physiker und Mediziner (†
1862)
-
Adolf Henselt, deutscher Komponist
-
4. Januar:
Johann Georg Jacobi, deutscher Dichter und Publizist (
-
1740)
-
21. Januar:
Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre, französischer Schriftsteller (
-
1737)
-
26. Januar:
Julien Louis Geoffroy, dramatischer Kritiker, mit dem Beinamen le Terrible (
-
1743)
-
27. Januar:
Johann Gottlieb Fichte, deutscher Philosoph (
-
1762)
-
29. Januar:
Johann Gottlieb Fichte, deutscher Philosoph (
-
1762)
-
16. März:
Karl Friedrich Friesen, Pädagoge und Freiheitskämpfer (
-
1784)
-
19. März:
Johannes Albrecht, deutscher Arzt und Schriftsteller (
-
1752)
-
26. März:
Joseph-Ignace Guillotin, war französischer Arzt und Politiker (
-
1738)
-
4. April:
Blasius Hueber, Landvermesser und Bauer (
-
1735)
-
12. April:
Charles Burney, britischer Komponist und Musikhistoriker (
-
1726)
-
6. Mai:
Georg Joseph Vogler, deutscher Komponist, Organist, Priester, Musikpädagoge und Musiktheoretiker (
-
1749)
-
29. Mai:
Joséphine de Beauharnais, war Kaiserin von Frankreich (
-
1763)
-
27. Juni:
Johann Friedrich Reichardt, Komponist und Musikschriftsteller (
-
1752)
-
19. Juli:
Matthew Flinders, britischer Forschungsreisender (
-
1774)
-
21. August:
Benjamin Thompson, Militär- und Experimentalphysiker (
-
1753)
-
1. September:
Erik Tulindberg, Komponist (
-
1761)
-
8. September:
Maria Karolina von Österreich, Erzherzogin von Österreich und Königin von Neapel-Sizilien (
-
1752)
-
22. September:
August Wilhelm Iffland, berühmter Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker (
-
1759)
-
15. November:
Georg Anton Bredelin, Lehrer, Schulvisitator, Dichter, Musiker und Komponist (
-
1752)
-
18. November:
Aleijadinho, Baumeister und Bildhauer des brasilianischen Barock (
-
1738)
-
23. November:
Elbridge Gerry, US-amerikanischer Politiker (
-
1744)
-
2. Dezember:
Marquis de Sade, französischer Adliger und Autor einer Reihe zum Teil pornografischer Bücher (
-
1740)
ko:1814년
th:พ.ศ. 2357
Frankreich
Frankreich (
franz.:
La France) ist ein
demokratischer, noch immer stark zentralistischer
Einheitsstaat im Westen
Europas. Es grenzt an
Belgien,
Luxemburg,
Deutschland, die
Schweiz,
Italien,
Monaco,
Spanien,
Andorra, an den
Atlantik mit dem
Ärmelkanal und an das
Mittelmeer. Neben dem Territorium in Europa gehören zu Frankreich Überseegebiete in der
Karibik (u. a.
Saint-Martin, das eine Landgrenze mit dem niederländischen Sint Marteen aufweist),
Südamerika (
Französisch-Guayana, das Landgrenzen zu
Brasilien und
Surinam hat), vor der Küste
Nordamerikas, im
Indischen Ozean und in
Ozeanien.
Geographie
Hauptartikel: Geographie Frankreichs
Insgesamt hat das „französische Mutterland” in Europa eine Fläche von 543.965 km². Frankreichs Landschaftsbild prägen überwiegend
Ebenen oder sanfte Hügel im Norden und Westen. Der Rest ist
gebirgig, Hauptgebirge sind die
Pyrenäen im Südwesten, das
Zentralmassiv und die
Alpen im Südosten. Der höchste Berg Frankreichs und höchster Berg
Europas ist der
Mont Blanc (4.808 Meter). Aufgrund seiner Form wird Frankreich auch als
l'Hexagone (Sechseck) bezeichnet.
Mit Abstand wichtigste und größte Stadt in Frankreich ist die Hauptstadt
Paris mit rund 12 Millionen Einwohnern im Großraum Paris (Region
Île-de-France). Die Großräume um
Marseille,
Lille und
Lyon haben ebenfalls mehr als eine Million Einwohner.
Siehe auch: Städte in Frankreich,
Nationalparks in Frankreich
Geschichte
Nationalparks in Frankreich
Hauptartikel: Geschichte Frankreichs
Durch die
Französische Revolution 1789 wurde die mehr als 1.200 Jahre währende
Monarchie gestürzt. So begann eine Periode des Umbruchs, in der wechselnd republikanische,
napoleonisch-imperiale und monarchistische Staatsformen herrschten. Seit der Niederlage
Napoleons III. 1870 ist Frankreich endgültig Republik.
Im
Ersten und
Zweiten Weltkrieg war Frankreich einer der Hauptgegner Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Frankreich seine größten
Kolonien,
Vietnam und
Algerien, nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit
1958 (
Fünfte Republik) hat der Präsident umfassende Exekutivgewalt. Beim europäischen Einigungsprozess spielt Frankreich heute gemeinsam mit Deutschland eine tragende Rolle.
Politik
Politisches System
Frankreich ist eine
zentralistisch organisierte
Demokratie mit einem
semi-präsidentiellen Regierungssystem. In der Verfassung der
V. Republik nimmt der direkt durchs Volk gewählte Staatspräsident eine starke Stellung ein. Er ernennt den Premierminister und das Kabinett, hat gegenüber Gesetzbeschlüssen des Parlaments ein
Veto-Recht und kann die Nationalversammlung auflösen. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, der
Nationalversammlung (Assemblée Nationale) mit 577 vom Volk gewählten Abgeordneten und dem indirekt gewählten
Senat mit 331 Mitgliedern.
Siehe auch:
Politisches System Frankreichs,
französische Regierung,
Francophonie,
französische Präsidenten,
französische Premierminister,
Cohabitation,
Finanzministerium
Aktuelle politische Lage
Finanzministerium
Momentan stellt die Partei
UMP unter Führung des früheren Wirtschaftsministers und aktuellen Innenministers
Nicolas Sarkozy mit 363 Sitzen die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung.
Am
29. Mai 2005 wurde die neue
EU-Verfassung mit 54,87% Gegenstimmen von der Bevölkerung abgelehnt. Darauf trat die Regierung des seit
2002 amtierenden Premierministers
Jean-Pierre Raffarin zurück. Als neuer Premierminister wurde
Dominique de Villepin eingesetzt.
Seit dem
27. Oktober 2005 wird Frankreich von einer
Welle gewalttätiger Ausschreitungen heimgesucht. Angefangen in der Pariser
Banlieue, griffen die Unruhen inzwischen auf viele, über das gesamte Land verteilte, Großstädte wie
Lille,
Rouen,
Nizza oder
Marseille über. Auslöser war der Tod zweier Jugendlicher im Pariser Vorort
Clichy-sous-Bois, welche sich vor der Polizei in einem Starkstromhaus verstecken wollten.
Die Regierung hat zwischenzeitlich den Notstand ausgerufen und es somit den Präfekten der
Départements ermöglicht, in besonders stark betroffenen Gebieten Ausgangssperren zu verhängen.
Bisher haben die Ausschreitungen einem Menschen das Leben gekostet und viele Schwerverletzte hervorgebracht.
Außen- und Sicherheitspolitik
Frankreich war
1949 Gründungsmitglied des
Nordatlantikvertrages (NATO) und erhielt militärischen Schutz durch die
USA. Mit der Machtübernahme von
de Gaulle 1958 änderten sich die Beziehungen zu den USA und zu der von den USA dominierten
NATO. Unter de Gaulles Führung entwickelte sich Frankreich
1960 zu einer
Atommacht und verfügte ab
1965 mit der Force de Frappe über
Atomstreitkräfte, die zunächst 50 mit
Atombomben (
Kernwaffen) ausgestattete Flugzeuge in Dienst stellte.
1968 hatte Frankreich bereits 18 Abschussrampen für
Mittelstreckenraketen aufgestellt, die
1970 und
1971 mit Atomsprengköpfen ausgestattet wurden.
1968 verlässt Frankreich den militärischen Teil der
NATO, bleibt aber im politischen Teil des Bündnisses integriert. In den 1970er Jahren erweiterte Frankreich ihre Atommacht auch auf See. Vier
Atom-U-Boote verfügten über jeweils 16 atomar bestückten Mittelstreckenraketen.
In der aktuellen Außenpolitik bemüht sich Frankreich um ein gutes Verhältnis zu seinem Nachbarn
Deutschland (siehe auch „
Kerneuropa“) und steht mit diesem gemeinsam der Vormachtstellung der USA mit einer gewissen Skepsis gegenüber.
Dies führte zu einem Austritt Frankreichs aus der militärischen Organisation der
NATO und vielen Eigeninitiativen Frankreichs in weltpolitischen Entscheidungen.
Hinzu kommt ein Engagement auch nach Ende der
Kolonialherrschaften in
Afrika, wo Frankreich bis heute in vielen Ländern die bestimmende Ordnungsmacht geblieben ist.
Frankreich ist zudem ständiges Mitglied im
UNO-Sicherheitsrat mit
Vetorecht.
Die
Todesstrafe wurde in Frankreich
1981 abgeschafft.
Siehe auch: Fremdenlegion,
Gendarmerie Nationale
Administrative Gliederung
Frankreich ist in 26
Regionen aufgeteilt, welche sich ihrerseits in 100
Départements untergliedern. Zweiundzwanzig dieser Regionen befinden sich im europäischen Kernland
(France métropolitaine), darunter auch die Mittelmeerinsel
Korsika, welche allerdings als
collectivité territoriale einen Sonderstatus hat. Die übrigen vier Regionen bestehen aus jeweils nur einem Département und werden daher
Départements et régions d'outre-mer (D.R.O.M.) genannt (bis zur Verfassungsänderung 2003
Départements d'outre-mer, Abk. D.O.M.). Im Deutschen spricht man von
Überseedépartements. Im Einzelnen handelt es sich dabei um
Guadeloupe (971),
Martinique (972),
Französisch-Guayana (973) und
La Réunion (974).
Abgesehen davon gibt es
- die Départementskörperschaft (
Collectivité départementale, Abk. C.D.)
Mayotte (976)
- die Gebietskörperschaft (
Collectivité territoriale, Abk. C.T.)
Saint-Pierre und Miquelon (SPM)
- die vier
Überseeterritorien (
Territoires d'outre-mer, Abk. T.O.M.)
Französisch Polynesien (P),
Neukaledonien (NC),
Wallis und Futuna (WF) und die
Französischen Süd- und Antarktisgebiete (
Terres australes et antarctiques françaises, T.A.A.F.)
- die
Îles éparses und die Insel
Clipperton
Die D.R.O.M. sind wie das französische Kernland Teil der
EU, für die T.O.M. gilt das nicht. Auch in Frankreich erlassene Gesetze gelten in den TOM nur, wenn dies ausdrücklich erwähnt ist.
Siehe auch: Liste der französischen Regionen,
Liste der französischen Départements (nach Regionen geordnet)
Demographie
Zum
1. Januar 2004 wurde die Bevölkerung, einschließlich der Menschen in den Überseegebieten, auf 61,9 Millionen geschätzt. Nach Deutschland nimmt Frankreich in der
EU den zweiten Platz bei der Bevölkerungszahl ein. Innerhalb der EU hat Frankreich einen Bevölkerungsanteil von 13 %.
Im Jahre
2003 kamen auf 792.600
Geburten 560.300
Sterbefälle, das entspricht einem Überschuss von 232.300 Personen.
2004 betrug die Geburtenrate 1,9.
Am Stichtag 1. Januar
2004 waren 16,2 % der Bevölkerung älter als 65 Jahre, gegenüber 14,6 % im Jahre
1994. Im selben Zeitraum ist der Anteil der unter 20-Jährigen von 26,7 % auf 25,3 % gesunken.
2003 wurden 280.300
Ehen geschlossen, das sind 6.000 (-2,1 %) weniger als 2002, wobei das Durchschnittsalter bei den Männern 30,4 Jahre und bei den Frauen 28,3 Jahre betrug.
Die Kindersterblichkeit beträgt zur Zeit 4,28 ‰.
Der durchschnittliche männliche französische Staatsbürger hat eine
Lebenserwartung von 76,7 Jahren, während die Frauen auf 83,8 Jahre kommen.
Ethnische Gruppen
-
Franzosen
-
Bretonen
-
Basken
-
Italiener (einschließlich
Korsen)
-
Elsässer/
Alemannen,
Rheinfranken/
Franken
-
Flamen (
Niederfranken)
- 4,5 Millionen
Araber
-
Katalanen
-
Flamen
-
Polen
- andere Ausländer
Neben der (einzigen) Amtssprache
Französisch gibt es zahlreiche Minderheitssprachen, über deren Sprecherzahlen aber keine auch nur halbwegs gesicherten Daten vorliegen:
-
Bretonisch,
-
Deutsch in den Dialekten
-
Elsässisch (Elsass)
-
Rheinfränkisch bzw.
Lothringisch (nördliches und östliches Lothringen),
-
Niederfränkisch bzw.
Flämisch (Flandern, an der Grenze zu Belgien),
-
Baskisch (in den zentralen und östlichen Pyrenäen),
-
Katalanisch (im Roussillon),
-
Korsisch,
-
Italienisch (an der französischen Riviera),
-
Okzitanisch (in Südfrankreich) mit dem Dialekt
-
Provenzalisch (nur noch wenige Sprecher)
-
Polnisch
Daneben existieren in Nordfrankreich mehrere enger mit dem Französischen verwandte romanische Oïl-Sprachen, die teilweise als französische Dialekte angesehen werden:
Picard,
Normannisch,
Gallo, Poitevin-Saintongeais, Champanois und Morvandiau.
Religionen
Frankreich ist offiziell ein
laizistischer Staat, das heißt, Staat und Religionsgemeinschaften sind vollkommen voneinander getrennt. Da von staatlicher Seite keine Daten über die Religionszugehörigkeit der Einwohner erhoben werden, beruhen alle Angaben über die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung auf Schätzungen oder den Angaben der Religionsgemeinschaften selbst und weichen deshalb oft erheblich voneinander ab, weshalb auch die folgenden Zahlen mit Vorsicht zu behandeln sind.
85 % der Franzosen sind
katholisch (also etwa 51 Mio.) und etwa 8 %
Muslime (etwa 4,8 Mio.). Daneben gibt es
protestantische und
jüdische Minderheiten, die zusammen etwa 3 % ausmachen. 4 % gehören keiner Religion an, Tendenz davon steigend. Das sind jedoch Schätzungen.
Bildungswesen
Wie in fast allen europäischen Staaten (Ausnahme: z. B.
Deutschland) herrscht eine
Bildungspflicht, die im Ggs. zur
Schulpflicht auch durch
Hausunterricht (Homeschooling) oder durch selbstständiges
Lernen abgegolten werden kann. Die Zahl der unbeschulten Kinder und Jugendlichen wird gegenwärtig auf etwa 10.000 geschätzt.
Der Staat bietet folgende Schulformen an:
Lernen
- Vorschule:
Maternelle
- Grundschule:
école élémentaire
- weiterführende Schulen:
collège (das mit dem
brevet abgeschlossen wird), gefolgt von
-
lycée
-
lycée professionnel
- oder CFA für Auszubildende in Betrieben
- Hochschulreife:
-
baccalauréat nach insgesamt 12 Schuljahren; nach elf Schuljahren wird je nach Schulzweig (naturwissenschaftlich, wirtschaftlich oder literarisch) schon ein Teil der Prüfungen bewältigt
-
baccalauréat professionnel nach 13 Schuljahren für Abgänger des
lycée professionnel oder des CFA
- Studium (1. und 2. Jahr):
- Normalweg: DEUG
- Eliteweg:
classe préparatoire (zur Vorbereitung auf
Grande école)
- Studium (3. und 4. Jahr):
- Normalweg:
licence und
maîtrise oder
école d'ingenieur oder
école de commerce
- Eliteweg:
Grande école (
ENS,
ENA etc.)
- Studium (5. Jahr):
- DESS oder DEA. Letzteres dient auch zur Auswahl für eine eventuell sich anschließende Doktorarbeit
(thèse)
Im Zuge der europaweiten Harmonisierung der Studienabschlüsse im Rahmen des
Bologna-Prozess wird auch an französischen Hochschulen das System LMD eingeführt. LMD bedeutet, dass nacheinander die
Licence bzw.
Bachelor (nach 3 Jahren), der
Master (nach 5 Jahren) und das Doktorat (nach 8 Jahren) erworben werden können. Die bisherigen nationalen Diplome (DEUG,
Maîtrise, DEA/DESS) werden an manchen Universitäten übergangsweise noch bescheinigt, fallen ab Ende 2006 aber weg.
Siehe auch: Schulsystem in Frankreich,
Liste der Bildungsminister von Frankreich,
Liste der Universitäten in Frankreich,
École Polytechnique (Paris),
Kindergeld
Wirtschaft
Traditionell ist in Frankreich die Wirtschaftspolitik von vergleichsweise starken staatlichen Eingriffen gelenkt. Hier spielt die historische Rolle des
Merkantilismus – im Speziellen des
Colbertismus – im Land eine Rolle.
Frankreich ist eine
gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend
dereguliert und
privatisiert wurde. Die Schlüsselindustrien, besonders
Energiewirtschaft, sind bislang unter staatlicher Kontrolle; Frankreich ist ein bedeutender Produzent von
Atomstrom, und Deutschland sein wichtigster Kunde. In Frankreich wird ca. 80 Prozent der Elektrizität mit Atomkraftwerken produziert. Damit hat Frankreich neben
Litauen momentan
(Anfang 2005) den höchsten Prozentsatz an Atomstromproduktion der Welt.
(Siehe auch: Liste der Kernkraftanlagen)
Wein steht in der französischen Ausfuhrliste an fünfter Stelle: nach Autos, Flugzeugen, pharmazeutischen Produkten und Elektronik.
(Siehe auch: Weinbaugebiete in Frankreich)
-
Tourismus (z. B.
Logis de France)
Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im 1. Quartal
2004 um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im 4. Quartal
2003 waren es 0,6 Prozentpunkte.
Die
Erwerbstätigenstruktur hat sich gegenüber früher grundlegend gewandelt, so arbeiteten 2003 nur mehr 4 % der Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, in der Industrie waren es 24 %, wohingegen 72 % im Dienstleistungsbereich tätig waren.
Deutschland ist der wichtigste
Handelspartner Frankreichs (2003): Es exportiert 14,9 % seines Exportvolumens nach Deutschland, das seinerseits am Import mit 19,1 % beteiligt ist.
Die
Inflationsrate betrug 2,1 % (2004).
Die
Arbeitslosenzahl belief sich im Januar 2005 auf 10 %, das sind 2.716.000 Erwerbslose.
Die größten französischen Unternehmen 2003 (ohne Banken und Versicherungen)
#
Total – Umsatz 104,7 Mrd. € – 11.000 Beschäftigte
#
Carrefour – Umsatz 70,5 Mrd. € – 419.000 Beschäftigte
#
PSA Peugeot Citroën – Umsatz 54,2 Mrd. € – 200.000 Beschäftigte
#
France Télécom – Umsatz 46,1 Mrd. € – 222.000 Beschäftigte
#
EDF – Umsatz 44,9 Mrd. € – 167.000 Beschäftigte
#
Suez – Umsatz 39,6 Mrd. € – 171.000 Beschäftigte
#
Les Mousquetaires – Umsatz 38,4 Mrd. € – 112.000 Beschäftigte
#
Renault – Umsatz 37,5 Mrd. € – 140.000 Beschäftigte
#
Publicis Groupe – Umsatz 32,2 Mrd. € – 35.000 Beschäftigte
#
Saint-Gobain – Umsatz 29,6 Mrd. € – 172.000 Beschäftigte
#
Groupe Auchan – Umsatz 28,7 Mrd. € – 156.000 Beschäftigte
#
Veolia Environnement – Umsatz 28,6 Mrd. € – 257.000 Beschäftigte
#
Centres Leclerc – Umsatz 27,2 Mrd. € – 84.000 Beschäftigte
Kultur
Frankreich leitet seinen Rang in Europa und der Welt auch aus den Eigenheiten seiner Kultur ab, die sich insbesondere über die Sprache definiert (Sprachschutz- und -pflegegesetzgebung). In der Medienpolitik wird die eigene Kultur und Sprache durch Quoten für Filme und Musik gefördert. Frankreich verfolgt in der Europäischen Union, der UNESCO und der WTO mit Nachdruck seine Konzeption der Verteidigung der kulturellen Vielfalt („diversité culturelle“): Kultur ist keine Ware, die schrankenlos frei gehandelt werden kann.
Landesweite Pflege und Erhalt des reichen materiellen kulturellen Erbes wird als Aufgabe von nationalem Rang angesehen. Dieses Verständnis wird durch staatlich organisierte oder geförderte Maßnahmen, die zur Bildung eines nationalen kulturellen Bewusstseins beitragen, wirksam in die Öffentlichkeit transportiert. Im jährlichen Kulturkalender fest verankerte Tage des nationalen Erbes, der Musik oder des Kinos beispielsweise finden lebhaften Zuspruch in der Bevölkerung. Großzügig zugeschnittene kulturelle Veranstaltungen entsprechen dem Selbstverständnis Frankreichs als Kulturnation und von Paris als Kulturmetropole. Die Förderung eines kulturellen Profils der regionalen Zentren in der Provinz wird verstetigt.
Siehe auch: Liste französischer Schriftsteller,
Liste französischer Komponisten,
Burgen und Schlösser in Frankreich
Nationalparks
Die heutigen
Nationalparks haben eine Gesamtfläche von 992.000 ha. Die Kernbereiche, die rund 371.000 ha ausmachen, stehen unter strengem Schutz.
Es gibt 30 regionale Naturparks, die eine Fläche von 5.020.000 ha haben.
- Naturreservat Cap Sizun
- Regionalpark Armorique
- Naturreservat Les Sept lles
- Naturreservat Cap Frehel
- Naturreservat Pointe d' Arcay
- Naturreservat Golfe du Morbihan
- Regionalpark Briere
- Naturreservat Baie de Bourgneuf
- Naturreservat St. Denis-du-Payre
- Naturreservat Baie de l' Aiguillon
- Naturreservat Banc d' Arguin
- Vogel-Naturreservat Marquenterre
- Naturreservat Vallee de La Grande Pierre et de Vitain
- Naturreservat Le Lac de La Foret d'Orient
- Pyrenäen -Nationalpark
- Regionalpark Vosges du Nord
- Regionalpark Volcans d'Auvergne
- Nationalpark Cevennen
- Naturreservat und Vogelschutzpark Villars-les-Dombes
- Regionalpark Pilat
- Regionalpark Vercors
- Naturreservat Aiguilles Rouges
- Naturreservat Marais du Bout du Lac d' Annecy
-
Nationalpark Vanoise
-
Nationalpark Ecrins
- Regionalpark Luberon
-
Nationalpark Mercantour
- Naturreservat und Regionalpark Camargue
- Nationalpark Port-Cros
- Korsischer Regionalpark
- Scandola Naturreservat
- Korsischer Nationalpark
Sport
Die populärste
Sportart Frankreichs ist der
Fußball. Als identitätsstiftendes Band gerade zwischen den verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen Frankreichs gilt die
französische Fußball-Nationalmannschaft, die so genannte
équipe tricolore (siehe auch:
Fußball in Frankreich). Aktuell stellt Lyon den französischen Fussballmeister.
Weitere populäre Sportarten sind der
Radsport (insbesondere im Juli, während der dreiwöchigen
Tour de France),
Rugby,
Leichtathletik,
Formel 1 (
Großer Preis von Frankreich in
Magny Cours) und
Tennis (
French Open in Paris).
In Frankreich fanden bereits mehrmals
Olympische Spiele statt:
Sommerspiele 1900 und
1924 in Paris,
Winterspiele in
Chamonix 1924,
Grenoble 1968 und
Albertville 1992.
Siehe auch: Skigebiete in Frankreich
Medien
Die wichtigsten französischen
Printmedien sind die nationalen
Tageszeitungen:
-
Le Monde und
Libération (linksorientiert, Druckauflage 2003 ca. 500.000 bzw. 200.000 Exemplare)
-
Le Figaro (konservativ, Auflage: 450.000 Exemplare)
-
Les Echos, La Tribune (Wirtschaft, 180.000 bzw. 125.000 Exemplare)
-
L'Humanité (kommunistisch, 74.000 Exemplare)
-
La Croix (katholisch, 114.000 Exemplare)
-
L'Equipe (Sport, 485.000 Exemplare und damit die meistgelesene Zeitung überhaupt mit sieben Lesern pro Ausgabe)
Die wichtigsten
Nachrichtenmagazine in Frankreich:
-
Le Nouvel Observateur (400.000 Exemplare)
-
L'Express (400.000 Exemplare)
-
Le Point (400.000 Exemplare)
-
L'événement du Jeudi
Größte Regionalzeitung ist die
Ouest France mit einer Druckauflage von 900.000 Exemplaren.
Bedeutend ist auch das jeweils mittwochs erscheinende Investigations- und Satireblatt
Le Canard enchaîné mit einer Auflage von 550.000 Exemplaren.
Feiertage
Militär
Frankreich hat eine
Berufsarmee mit 300.000 Soldaten.
Siehe auch
-
Chronologie französischsprachiger Zeitungen und Zeitschriften
-
Französische Küche
-
Nachrichtendienste Frankreichs
-
Liste bedeutender Franzosen
-
Liste der Präsidenten Frankreichs
-
Die schönsten Dörfer Frankreichs
-
Weinbaugebiete in Frankreich
Literatur
- Alfred Pletsch:
Länderkunde Frankreich. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), 2. Auflage
2003, ISBN 3534116917
- Wilfried Loth:
Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main,
1995 ISBN 3-596-10860-8
- Bernhard Schmidt, Jürgen Doll, Walther Fekl, Siegfried Loewe und Fritz Taubert:
Frankreich-Lexikon. Schlüsselbegriffe zu Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Geschichte, Kultur, Presse- und Bildungswesen. 2. überarbeitete Auflage 2005, 1224 Seiten, ISBN 3-503-06184-3
- Ralf Nestmeyer:
Französische Dichter und ihre Häuser. Insel Verlag, Frankfurt am Main
2005, ISBN 3-458-34793-3
Weblinks
20px Portal:Frankreich
- [http://www.diplomatie.gouv.fr/index.de.html Website des französischen Außenministeriums]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=46 Länder- und Reiseinformationen] des
Auswärtigen Amtes
- [http://www.frankreich-forum.de/ Frankreich Forum]
- [http://www.lesvilles.de/ Lokalportal für alle französischen Regionen und Städte]
- [http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanistik/ Romanistik im Internet: Kultur, Literatur und Politik]
Kategorie:Staat
!Frankreich
Kategorie:Land in der EU
Kategorie:Mittelmeer
als:Frankreich
fiu-vro:Prantsusmaa
ja:フランス
ko:프랑스
ms:Perancis
simple:France
th:ประเทศฝรั่งเศส
zh-min-nan:Hoat-kok Friede von Paris
Im Laufe der Geschichte wurden häufig in Paris Friedensverträge geschlossen. Mit dem Begriff Pariser Frieden können deshalb verschiedene Friedensverträge gemeint sein:
-
1259 - Im
Vertrag von Paris vom 4. Dezember widerruft Heinrich III. von England seine Ansprüche auf Gebiete in Frankreich, nämlich die Normandie, Anjour, Touraine und Poitou und erkennt Ludwig IX. von Frankreich als Lehensherrn an. Im Gegenzug behält Heinrich die Gebiete der Gascogne und Teile Aquitaniens.
-
1303 - Im
Vertrag von Paris erkennt der französische König
Philipp der Schöne das
Lehen des englischen Königs
Eduard I. an.
-
10. Februar 1763 - Der
Pariser Frieden 1763 wird nach dem
Siebenjährigen Krieg (1756-63) geschlossen zwischen England und seinen Kolonien und Frankreich, das sich mit Österreich verbündete. Frankreich muss Kanada und Louisiana (östl. des Mississippi) an England abgeben.
-
3. September 1783 - der
Unabhängigkeitskrieg wird mit einem Friedensvertrag zwischen den USA und Großbritannien beendet - siehe
Frieden von Paris (1783).
-
6. Januar 1810 - im
Vertrag von Paris wird der Krieg zwischen
Frankreich und
Schweden beendet.
-
30. Mai 1814 und
20. November 1815 - zwischen Großbritannien, Frankreich, Österreich, Preußen und Russland werden Friedensverträge zur Beendigung der
Befreiungskriege geschlossen.
-
30. März 1856 - in Paris wird der
Krimkrieg mit einem Friedensvertrag beendet.
-
10. Dezember 1898 - der
spanisch-amerikanische Krieg wird mit einem Friedensvertrag zwischen den USA und Spanien beendet.
-
1919/
20 - in Folge der
Pariser Friedenskonferenz 1919 werden die so genannten
Pariser Vorortverträge zur formalen Beendigung des ersten Weltkrieges geschlossen.
-
1920 - im
Vertrag von Paris wird der Anschluss von
Bessarabien an
Rumänien durch die westlichen Alliierten bestätigt.
-
1946 - die
Pariser Friedenskonferenz (Konferenz der 21 Nationen) zwischen den Alliierten des Zweiten Weltkriegs einerseits und den ehemaligen Kriegsverbündeten Deutschlands (Bulgarien, Finnland, Italien, Rumänien und Ungarn) findet statt.
-
18. April 1951 -
Belgien,
Deutschland,
Frankreich,
Italien,
Luxemburg und die
Niederlande vereinbaren im
Vertrag von Paris die Gründung der
Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl.
-
23. Oktober 1991 - Nach
französischer Kolonialherrschaft, US-amerikanischer Aggressionspolitik in Verbindung mit dem
Vietnamkrieg, dem
Völkermord der
Roten Khmer von 1975 bis 1979 sowie der
vietnamesischen Besatzung bis 1989 wird ein Abkommen unterzeichnet, das die
Kambodschanischen
Bürgerkriegsparteien zur friedlichen Zusammenarbeit verpflichten soll. Dem "Obersten Nationalrat" als Übergangsregierung steht Prinz
Norodom Sihanouk vor. - Ein Waffenstillstand wurde am
24. Juni 1991 unter Vermittlung der
UNO unterzeichnet.
Kategorie:Friedensvertrag
Kategorie:Paris
Österreich
Die Republik Österreich ist ein Bundesstaat in
Mitteleuropa mit der Staatsform einer parlamentarischen
Demokratie. Das Land ist seit
1955 Mitglied in der
UNO und seit
1995 in der
Europäischen Union. Es grenzt im Norden an
Deutschland und
Tschechien, im Osten an die
Slowakei und
Ungarn, im Süden an
Slowenien und
Italien und im Westen an die
Schweiz und
Liechtenstein.
Geografie
Hauptartikel: Geografie Österreichs
Landschaft
Etwa 60 Prozent des Landes sind gebirgig und haben Anteil an den
Ostalpen (vor allem Tiroler
Zentralalpen,
Hohe Tauern und
Niedere Tauern,
Nördliche Kalkalpen,
Südliche Kalkalpen und
Wienerwald). In Ober- und Niederösterreich liegt - bereits
nördlich der Donau - die
Böhmische Masse, ein altes Rumpfgebirge, das auch nach
Tschechien und
Bayern hinüberreicht, und an der Ostgrenze die Kleinen
Karpaten.
Die fünf Großlandschaften Österreichs:
- Anteil an den
Ostalpen (52.600
km², 62,8 % der Staatsfläche)
- Anteil am
Alpen- und
Karpatenvorland (9.500
km², 12,3 %)
- Vorland im Osten, Anteil an Randgebieten des
Pannonischen Tieflands (9.500
km², 12,3 %)
-
Granit- und Gneisplateau, Anteil am Mittelgebirgsland der
Böhmischen Masse (8.500
km², 10,1 %)
- Anteil am
Wiener Becken (3.700
km², 4,4 %)
Von der Gesamtfläche Österreichs (rd. 84.000
km²) entfällt etwa ein Viertel auf Tief- und Hügelländer. Nur 32 % liegen tiefer als 500 m.
Gebirge
km²
km²]
km²
km²]]
Die sieben höchsten Berge Österreichs sind:
Ebenen
Die großen
Ebenen liegen im
Osten entlang der
Donau, vor allem das
Alpenvorland und das
Wiener Becken mit dem
Marchfeld, sowie in der südlichen
Steiermark, die wegen ihrer Landschaftsähnlichkeit zur
Toskana auch oftmals Steirische Toskana genannt wird.
tiefster Punkt: Hedwighof (Gemeinde
Apetlon -
Burgenland) 114 m
Seen
Der größte See ist der
Neusiedler See im
Burgenland, der mit ca. 77 % seiner Gesamtfläche von
315 km² in Österreich liegt, gefolgt vom
Attersee mit
46 km² und dem Traunsee mit
24 km² in
Oberösterreich. Auch der große
Bodensee mit seinen
536 km² im
Dreiländereck mit Deutschland (Freistaat Bayern und Land Baden-Württemberg) und der Schweiz liegt zu einem kleinen Anteil auf österreichischem Staatsgebiet. Allerdings sind die Staatsgrenzen innerhalb des Bodensees nicht genau bestimmt.
Für den Sommertourismus in Österr