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| 31. Oktober |
31. OktoberDer 31. Oktober ist der 304. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 305. in Schaltjahren) - somit bleiben 61 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1848 - Mit dem Einmarsch kaiserlicher Truppen endet die Wiener Oktoberrevolution.
- 1864 - Nevada wird 36. Bundesstaat der USA.
- 1922 - In Italien kommt Benito Mussolini an die Macht.
- 1939 - Umsiedlungsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Lettland.
- 1954 - In Algerien startet die Nationale Befreiungsfront (FNL) Aktionen gegen die französische Kolonialherrschaft und verlangt die Unabhängigkeit des Landes.
- 1956 - Britisch-französische Luftoffensive gegen Ägypten im Zuge der Sueskrise
- 1960 - In der zwischen Österreich und Italien umstrittenen Südtirol-Frage fordert die UN-Resolution 1497/XV beide Staaten zu Verhandlungen auf Grundlage des Gruber-De-Gasperi-Abkommens auf.
- 1971 - Bei den Wahlen zum schweizerischen Nationalrat sind erstmals auch Frauen wahlberechtigt und wählbar.
- 1971 - Shenouda III. von Alexandrien wird zum Oberhaupt der koptischen Kirche gewählt.
- 1984 - Zwei Leibwächter ermorden Indiens Ministerpräsidentin Indira Gandhi.
- 1990 - Die UN-Anti-Folter-Konvention tritt für Deutschland – nachdem es am 1. Oktober seine Ratifikationsurkunde hinterlegt hatte – in Kraft.
- 1991 - Erste freie Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Sambia
- 1997 - Lesotho. Letsie III. wird als König gekrönt
- 1999 - Georgien. Zweite demokratische Parlamentswahlen
Wirtschaft
- 1855 - Die K. k. priv. Österreichische Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe wird gegründet.
- 1905 - Die Pamir der Reederei F. Laeisz läuft erstmals aus – zu einer Salpeterfahrt nach Südamerika.
- 1947 - Das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT), das der Durchsetzung einer weltweiten handelspolitischen Ordnung dienen soll, wird in Genf von 23 Staaten unterzeichnet.
- 2000 - Mit Borussia Dortmund geht erstmals ein deutscher Fußballbundesligist an die Börse.
Wissenschaft, Technik
- 1952 - Zündung der ersten US-amerikanischen thermonuklearen Bombe.
- 1957 - Inbetriebnahme des ersten deutschen Forschungsreaktors („Atom-Ei“) in Garching bei München.
Kultur
- 1879 - Uraufführung der Operette Gräfin Dubarry von Karl Millöcker am Theater an der Wien in Wien.
- 1884 - Uraufführung der Operette Der Feldprediger von Karl Millöcker am Theater an der Wien in Wien.
- 1891 - Freund Fritz, Pietro Mascagnis zweite Oper, wird im Teatro Costanzi in Rom uraufgeführt.
- 1892 - Die Abenteuer des Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle erscheinen in Großbritannien.
- 1903 - Rose Bernd, ein Schauspiel in fünf Akten von Gerhart Hauptmann, wird in Berlin uraufgeführt.
- 1906 - Uraufführung der Oper Ariane von Jules Massenet an der Grand Opéra Paris.
- 1949 - Uraufführung der Oper Regina von Marc Blitzstein in New York.
Religion
- 1517 - Martin Luthers 95 Thesen sollen als Disputationsgrundlage über den Ablasshandel dienen; sie leiten die Reformation ein.
- 1992 - Papst Johannes Paul II. rehabilitiert Galileo Galilei und betont, dass es eine Pflicht der Theologen sei, „sich regelmäßig über die wissenschaftlichen Ergebnisse zu informieren, um eventuell zu prüfen, ob sie diese in ihrer Reflexion berücksichtigen oder ihre Lehre anders formulieren müssen“.
- 1999 - Vertreter des Lutherischen Weltbundes und der Römisch-Katholischen Kirche unterzeichnen in Augsburg die „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ und heben damit die gegenseitigen Lehrverurteilungen in dieser fundamentalen theologischen Streitfrage auf.
Katastrophen
- 1954 - Auf dem Flug von New Jersey zu den Azoren verschwindet ein Flugzeug der US Navy mit 42 Personen an Bord über dem Atlantik.
- 1961 - Der Hurrikan Hattie zerstört die Hauptstadt von Belize.
- 1979 - Eine McDonnell Douglas DC-10 der Western Air Lines kollidiert auf einer gesperrten Landebahn von Mexiko-Stadt mit einem LKW, kracht ins Flughafengebäude und fängt Feuer. 72 Menschen sterben, 17 können gerettet werden.
- 1994 - Nahe Roselawn, Indiana, USA. Eine in Indianapolis gestartete ATR-72 der American Eagle Airlines gerät beim Anflug auf Chicago durch vereiste Steuerflächen außer Kontrolle und stürzt ab. Alle 68 Insassen sterben.
- 1999 - Eine Boeing 767 der Luftfahrtgesellschaft Egypt Air stürzt etwa 100 km nach dem Start von New York City ab. Der Grund war ein Pilotenfehler. Alle 217 Menschen an Bord kommen ums Leben.
- 2000 - Taipei, Taiwan. Eine Boeing 747 der Singapore Airlines stürzt kurz nach dem Start ab: 80 Menschen sterben, 99 können gerettet werden, die meisten mit schweren Verletzungen.
- 2002 - Ein Erdbeben der Stärke 5,4 auf der Richter-Skala in Italien begräbt etwa 50 Kinder unter einem Schuldach.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1985 - Das Betzenbergstadion in Kaiserslautern wird anlässlich Fritz Walters 65. Geburtstag in Fritz-Walter-Stadion umbenannt.
Geboren
- 1345 - Ferdinand I., neunter König von Portugal, letzter Monarch aus dem Haus Burgund
- 1632 - Jan Vermeer, niederländischer Maler
- 1636 - Ferdinand Maria von Bayern, Kurfürst von Bayern
- 1705 - Clemens XIV., Papst von 1769 bis 1774
- 1712 - Prinz Moritz von Anhalt-Dessau, preußischer Heerführer
- 1768 - Simon Moritz Bethmann, deutscher Bankier
- 1795 - John Keats, britischer Dichter
- 1815 - Karl Weierstraß, deutscher Mathematiker
- 1816 - Philo Remington, US-amerikanischer Unternehmer
- 1835 - Adolf von Baeyer, deutscher Chemiker
- 1838 - Ludwig I., König von Portugal aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha von 1861 bis 1889
- 1847 - Galileo Ferraris, italienischer Ingenieur und Physiker
- 1854 - Adolf Erman, deutscher Ägyptloge
- 1854 - Hermann Hendrich, deutscher Maler
- 1854 - Otto Sverdrup, norwegischer Polarforscher
- 1856 - Carlos Antonio Mendoza, dritter Staatspräsident von Panama
- 1857 - Axel Munthe, schwedischer Mediziner
- 1883 - Anthony Wilding, neuseeländischer Tennisspieler
- 1885 - Karl Radek, russischer Politiker und Journalist
- 1896 - Ethel Waters, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin.
- 1887 - Chiang Kai-shek, chinesischer Politiker
- 1898 - Max Reimann, Kommunist
- 1899 - Nadeschda Mandelstam, russische Autorin
- 1902 - Carlos Drummond de Andrade, brasilianischer Schriftsteller
- 1903 - Joan Robinson, britische Ökonomin
- 1905 - Harry Harlow, US-amerikanischer Verhaltensforscher
- 1905 - Heinrich Freiherr von Stackelberg, Ökonom
- 1906 - Emil Bettgenhäuser, deutscher Politiker
- 1906 - Lilo Linke, Schriftstellerin und Reporterin
- 1911 - Luise Ullrich, österreichische Schauspielerin
- 1912 - Jean Améry, österreichischer Schriftsteller
- 1917 - Heinz Musculus, deutscher Karikaturist und Illustrator
- 1918 - Ian Stevenson, amerikanischer Reinkarnationsforscher
- 1920 - Eduard Adorno, deutscher Politiker
- 1920 - Joseph Gelineau, französischer Jesuit und Komponist
- 1920 - Helmut Newton, deutscher Fotograf
- 1920 - Fritz Walter, deutscher Fußballspieler
- 1922 - Barbara Bel Geddes, US-amerikanische Schauspielerin (Dallas)
- 1922 - Illinois Jacquet, Tenor-Saxophonist
- 1922 - Norodom Sihanouk, kambodschanischer König
- 1924 - Enrico Baj, italienischer Maler, Bilhauer und Kunsttheoretiker
- 1925 - Heinrich Hannover, deutscher Jurist und Schriftsteller
- 1925 - John A. Pople, britischer Mathematiker, Nobelpreis für Chemie 1998
- 1927 - Ernst Augustin, deutscher Schriftsteller
- 1928 - August Everding, deutscher Bühnenregisseur
- 1929 - Bud Spencer, italienischer Filmschauspieler
- 1930 - Michael Collins, amerikanischer Astronaut
- 1935 - Dieter Dorn, deutscher Regisseur
- 1936 - Michael Landon, US-amerikanischer Filmschauspieler (Bonanza)
- 1936 - Rüdiger Rogge, Richter am Bundesgerichtshof
- 1936 - Nicolás de Jesús López Rodríguez, Erzbischof von Santo Domingo und Kardinal
- 1937 - Tom Paxton, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1938 - Henning Scherf, deutscher Politiker
- 1938 - Ray Smith, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1939 - Karl Peters, deutscher Richter am Bundessozialgericht
- 1943 - Salvatore Adamo, italienischer Sänger
- 1944 - Kinky Friedman, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Otto Wiesheu, deutscher Politiker
- 1946 - Stephen Rea, irischer Schauspieler
- 1947 - Russ Ballard, britischer Musiker, Musikproduzent, Sänger und Songschreiber
- 1947 - Frank Shorter, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1950 - John Candy, kanadischer Komiker und Schauspieler
- 1950 - Harald Ganzinger, deutscher Informatiker
- 1950 - Zaha Hadid, irakische Architektin
- 1950 - Moon Martin, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1952 - Andrea Breth, deutsche Regisseurin
- 1952 - Bernard Edwards, US-amerikanischer Musiker, Musikproduzent und Songschreiber
- 1953 - Tony Brock, britischer Musiker
- 1955 - Naji Hakim, französischer Organist und Komponist libanesischer Herkunft
- 1956 - Tony Bowers, britischer Musiker (Simply Red)
- 1961 - Peter Jackson, neuseeländischer Filmregisseur
- 1961 - Larry Mullen, irischer Musiker (U2)
- 1961 - Alonzo Babers, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1964 - Marco van Basten, niederländischer Fußballspieler
- 1965 - Annabella Lu Win, britische Sängerin
- 1977 - Sylviane Felix, französische Leichtathletin und Olympionikin
- 1978 - Martin Verkerk, niederländischer Tennisspieler
- 1984 - Stefanie Kloß, deutsche Sängerin
- 1985 - Stephan Stückler, österreichischer Fußballspieler
- 2005 - Leonor, spanische Infantin und Tochter des spanischen Thronfolgers Felipe von Spanien
Gestorben
Felipe von Spanien
- 1448 - Johannes VIII. (Byzanz), Kaiser von Byzanz
- 1571 - Fra Bartolommeo, florentiner Maler
- 1673 - Kurt Christoph Graf von Königsmarck, niederländischer Generalleutnant
- 1733 - Eberhard Ludwig, Herzog von Württemberg
- 1765 - Wilhelm August, Herzog von Cumberland,britischer Heerführer
- 1768 - Francesco Maria Veracini, italienischer Violinist und Komponist
- 1806 - Sophie Mereau, Schriftstellerin der deutschen Romantik
- 1811 - Christian Gotthilf Salzmann, evangelischer Pfarrer und Pädagoge
- 1860 - Joseph Kornhäusel, österreichischer Architekt
- 1860 - Thomas Cochrane, 10. Earl of Dundonald, britischer Politiker und Freiheitskämpfer
- 1867 - William Parsons Rosse, irischer Astronom
- 1879 - Joseph Hooker, General der Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg
- 1884 - Marie Bashkirtseff, russische Malerin
- 1885 - Topete y Carballo, spanischer Admiral und Politiker
- 1916 - Charles Taze Russell, US-amerikanischer Gründer der Zeugen Jehovas
- 1916 - Tina Blau, österreichische Malerin
- 1918 - Egon Schiele, österreichischer Maler
- 1925 - Max Linder, US-amerikanisch-französischer Filmkomiker und Filmregisseur
- 1926 - Harry Houdini, ungarischer Entfesselungs- und Zauberkünstler
- 1929 - António José de Almeida, portugiesischer Politiker
- 1929 - Norman Pritchard, indischer Leichtathlet, Olympiateilnehmer und Schauspieler
- 1939 - Albrecht von Württemberg, deutscher Heerführer
- 1943 - Max Reinhardt, österreichisch-jüdischer Theaterregisseur
- 1948 - Milly Steger,»Stadtbildhauerin« in Hagen/Westf. und Künstlerin
- 1954 - Pieter Boelmans ter Spill, niederländischer Fußballspieler
- 1962 - Thomas Holenstein, schweizerischer Politiker
- 1966 - Heribert Meisel, österreichischer Sportjournalist
- 1970 - Heinrich Blücher, Autodidakt und Philosoph
- 1984 - Eduardo de Filippo, italienischer Schriftsteller
- 1984 - Indira Gandhi, indische Politikerin
- 1986 - Robert S. Mulliken, US-amerikanischer Physiker und Chemiker
- 1987 - Natalie Beer, österreichische Schriftstellerin
- 1989 - Conrad Beck, schweizerischer Komponist
- 1991 - Ewald Bucher, deutscher Politiker
- 1993 - Federico Fellini, italienischer Filmemacher und Regisseur
- 1993 - River Phoenix, US-amerikanischer Schauspieler
- 1996 - Marcel Carné, französischer Regisseur
- 1997 - Hans Bauer, deutscher Fußballspieler
- 1999 - Greg Moore, kanadischer Rennfahrer
- 2001 - Régine Cavagnoud, französische Skirennläuferin
- 2002 - Jurij Aronowitsch, russisch-israelischer Dirigent
- 2002 - Raf Vallone, italienischer Schauspieler
- 2003 - Yilmaz Öner, türkischer Mathematiker und Philosoph
- 2004 - Eugen Glombig, deutscher Politiker (SPD)
Feier- und Gedenktage
- Reformationstag
- Halloween
- Weltspartag
- Wolfgangstag, Festtag des heiligen Wolfgang
Siehe auch
- 30. Oktober - 1. November
- 30. September - 30. November
- Oktober - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
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th:31 ตุลาคม
Gregorianischer KalenderDer gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.
Gregorianische Kalenderreform
Kalender
Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt.
Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann.
Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.
Die Schaltregeln
- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.)
oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.
Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.
Charakteristika
Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).
Siehe auch
- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
Weblinks
- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon]
Kategorie:Kalender
als:Gregorianischer Kalender
ja:グレゴリオ暦
ko:그레고리력
ms:Kalendar Gregorian
simple:Gregorian calendar
th:ปฏิทินเกรกอเรียน
1848
- 24. Januar: Erster Goldfund in Kalifornien, Auslöser des kalifornischen Goldrauschs
Politik
- 20. Januar: Dänemark. König Friedrich VII. verkündet die Einführung der parlamentarischen Monarchie
- 24. Februar: Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen das Kommunistische Manifest
- 24. Februar: Absetzung des französischen Königs Louis-Philippe von Orléans in der Februarrevolution 1848. Zum zweiten Mal wird die Republik ausgerufen
- März: Märzrevolutionen in Deutschland und anderen europäischen Staaten (siehe auch Forty-Eighters)
- 18. März: Angriff der Kavallerie auf das Volk vor dem Berliner Schloss
- 19. März: Barrikadenbau an der Neuen Königsstraße in Berlin
- 19. März: Straßenschlachten in Berlin. 187 Tote
- 21. März: König Friedrich Wilhelm IV. reitet hinter einer schwarz-rot-goldenen Fahne durch Berlin
- 22. März: Aufbewahrung der Särge gefallener Berliner auf den Stufen des Domes
- 30. März: Einzug des Vorparlaments in die Frankfurter Paulskirche
- 5. April: Brand des Schlosses Waldenburg
- 12. April: Friedrich Hecker und Gustav Struve rufen in Baden die Republik aus
- 18. Mai: Eröffnung des ersten gesamtdeutschen Parlaments in der Frankfurter Paulskirche
- 4. Juni: Gründung der ersten deutschen Reichsmarine
- 14. Juni: Sturm auf das Berliner Zeughaus
- 14. Juni: Die deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche beschließt im Krieg gegen Dänemark die Aufstellung einer Reichsflotte als erste gesamtdeutsche Marine
- 11. Juli: Einzug des Reichsverwesers Erzherzog Johann in Frankfurt
- 12. September: Die Schweiz konstituiert sich als parlamentarischer Bundesstaat
- 18. September: Angriff der Republikaner auf das in der Frankfurter Paulskirche tagende National-Parlament
- 6. Oktober: Der Wiener Oktoberaufstand 1848 bricht los, als Truppenteile meutern
- 16. Oktober: Berliner Bürgerwehr schießt auf aufständische Arbeiter
- 14. November: Gewaltsame Auflösung der preußischen Nationalversammlung
- 16. November: Erste Bundesratswahlen in der Schweiz und Jonas Furrer wird erster Bundespräsident
- 2. Dezember: Franz Joseph I. wird Kaiser von Österreich
- 28. Dezember: Verkündung der Grundrechte des deutschen Volkes im Reichs-Gesetz-Blatt
- Die zweite französische Republik wird gegründet
- Nach dem mexikanisch-amerikanischen Krieg (1846–1848) verliert Mexiko rund ein Drittel seines Staatgebiets (Kalifornien, New Mexiko, Arizona, Nevada, Utah sowie Teile von Colorado, Wyoming und Kansas) an die USA
Wirtschaft
- Der Münchener Bierkrieg. Bürger wehren sich gegen überhöhte Bierpreise
: Um die Jahrhundertwende entstanden regional immer wieder Zwistigkeiten um Bierpreise, Verbreitung von Bier und Ausschankgenehmigungen. Deshalb bezeichnet man solche „Ereignisse“ als „Bierkriege“, bei denen es darum ging, Preise zu definieren oder den Ausschank auswärtiger Biere zuzulassen.
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 18. März: In Venedig wird die Oper „Allan Cameron“ von Giovanni Pacini im Teatro La Fenice uraufgeführt
- 16. Juni: Uraufführung der Oper L’Apparition von François Benoist in Paris
- 11. November: Uraufführung der komischen Oper Le Val d’Andorre von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- 30. November: Uraufführung der Oper Poliuto von Gaetano Donizetti am Teatro di S. Carlo, in Neapel
Sport
- 2. April: Gründung des Deutschen Turnerbundes auf dem 1. Deutschen Turnertag in Hanau
- 1. Juli: Gründung des VfL Bochum 1848 e. V.
- 16. Januar: Otto Techow, Architekt († 1919)
- 19. Januar: Matthew Webb, erster Mensch, der den Ärmelkanal durchschwamm († 1883)
- 27. Januar: Heihachiro Togo, japanischer Admiral († 1934)
- 5. Februar: Belle Starr, Räuberbraut († 1889)
- 5. Februar: Joris-Karl Huysmans, französischer Schriftsteller der Décadence († 1907)
- 16. Februar: Hugo de Vries, niederländischer Biologe († 1935)
- 22. Februar: Karl Grillenberger, Sozialdemokrat, Nürnberger Arbeiterführer († 1897)
- 25. Februar: Wilhelm II., König von Württemberg († 1921)
- 8. März: Karl von Amira, deutscher Rechtshistoriker († 1930)
- 19. März: Wyatt Earp, Revolvermann im Wilden Westen († 1929)
- 4. April: Hermann Fürst von Hatzfeldt, preußischer Politiker und Beamter († 1933)
- 8. April: Josef Schantl, Musiker, Hornist († 1902)
- 9. April: Helene Lange, deutsche Pädagogin und Frauenrechtlerin († 1930)
- 13. April: Oskar Lenz, deutsch-österreichischer Afrikaforscher, Mineraloge und Geologe († 1925)
- 20. April: Kurd Laßwitz, deutscher Science-Fiction-Autor († 1910)
- 21. April: Carl Stumpf, Philosoph und Psychologe († 1936)
- 27. April: Johann Desch, deutscher Kleiderfabrikant († 1920)
- 27. April: Otto I. (Bayern), König von Bayern († 1916)
- 3. Mai: Otto Bütschli, deutscher Zoologe († 1920)
- 11. Mai: Wilhelm Windelband, deutscher Philosoph († 1915)
- 14. Mai: Wilhelm Merton, Gründer der Metallgesellschaft in Frankfurt am Main († 1916)
- 15. Mai: Carl Wernicke, deutscher Psychiater († 1905)
- 17. Mai: Tony Schumacher, deutsche Kinderbuchautorin († 1931)
- 22. Mai: Fritz von Uhde, deutscher Maler († 1911)
- 23. Mai: Ernst von Ihne, deutscher Architekt und Baumeister († 1917)
- 23. Mai: Otto Lilienthal, deutscher Pionier des Gleit- und Muskelkraftflugs († 1896)
- 25. Mai: Helmuth Johannes Ludwig von Moltke, preußischer General († 1916)
- 7. Juni: Paul Gauguin, französischer Maler († 1903)
- 8. Juni: Johann Focke, Syndicus des Bremer Senats und Museumsgründer († 1922)
- 26. Juni: Henri Lioret, französischer Uhrmacher und Erfinder († 1905)
- 3. Juli: Lothar von Trotha, deutscher General der Infanterie († 1920)
- 15. Juli: Vilfredo Pareto, italienischer Soziologe († 1923)
- 25. Juli: Arthur Balfour, 1. Earl of Balfour, britischer Premierminister († 1930)
- 27. Juli: Loránd Eötvös, ungarischer Kultus- und Unterrichtsminister († 1919)
- 19. August: Gustave Caillebotte, französischer Maler und Kunstsammler († 1894)
- 21. August: Paul Pierre Henry, französischer Optiker und Astronom († 1905)
- 21. August: Max Liebermann von Sonnenberg, deutscher Offizier, Abgeordneter und Publizist († 1911)
- 30. August: Gustav Haarmann, deutscher Politiker († 1911)
- 1. September: Auguste Forel, Psychiater und Entomologe († 1931)
- 4. September: Heinrich Bruns, deutscher Mathematiker und Astronom († 1919)
- 7. September: Berta Behrens, deutsche Schriftstellerin († 1912)
- 14. September: Adolf Albin, Schachmeister und Theoretiker aus Rumänien († 1920)
- 5. Oktober: Alexander Kisch, Rabbiner († 1917)
- 5. Oktober: Guido von List, okkulter Autor und Begründer der Ariosophie († 1919)
- 25. Oktober: Karl Emil Franzos, österreichischer Novellist, Publizist, Romancier und Herausgeber († 1904)
- 30. Oktober: Sinowi Petrowitsch Roschestwenski, russischer Admiral († 1909)
- 1. November: Jules Bastien-Lepage, französischer Maler († 1884)
- 8. November: Gottlob Frege, deutscher Mathematiker, Logiker und Philosoph († 1925)
- 11. November: Hans Delbrück, deutscher Historiker und Politiker († 1929)
- 12. November: Eduard Müller, von Nidau BE, schweizerischer Politiker († 1919)
- 27. November: Henry Augustus Rowland, Physiker († 1901)
- 6. Dezember: Johann Palisa, österreichischer Astronom († 1925)
- 9. Dezember: Gabriel von Seidl, deutscher Architekt und Vertreter des Historismus († 1913)
- 22. Dezember: Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, deutscher Altphilologe († 1931)
- 7. Januar: Johann David Gruschwitz, deutscher Textilindustrieller ( - 1776)
- 9. Januar: Caroline Herschel, deutsche Astronomin ( - 1750)
- 12. Januar: Karl Friedrich von dem Knesebeck, preußischer Generalfeldmarschall ( - 1768)
- 20. Januar: Christian VIII. (Dänemark), König von Dänemark ( - 1786)
- 21. Januar: John Vincent, britischer General ( - 1764)
- 29. Januar: Joseph Görres, deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und katholischer Publizist ( - 1776)
- 23. Februar: John Q. Adams, US-amerikanischer Politiker, 6. Präsident der USA ( - 1767)
- 23. Februar: Wilhelmine Reichard, erste Ballonfahrerin Deutschlands ( - 1788)
- 3. März: Heinrich Olivier, deutscher Maler ( - 1783)
- 29. März: Carl Amandus Kühn, deutscher Geologe und Verfechter des Neptunismus ( - 1783)
- 29. März: Johann Jakob Astor, reichster Mann seiner Zeit in Amerika ( - 1763)
- 8. April: Gaetano Donizetti, italienischer Komponist ( - 1797)
- 11. April: Louis Adam, französischer Komponist und Klaviervirtuose ( - 1758)
- 3. Mai: Hans Ernst Karl Graf von Zieten, preußischer Generalfeldmarschall ( - 1770)
- 10. Mai: Caspar von Geismar, rettete die Stadt Weimar vor Zerstörung und Plünderung durch die abziehenden Truppen Napoleons. ( - 1783)
- 21. Mai: Feliks Janiewicz, polinischer Komponist und Violinist ( - 1762)
- 24. Mai: Annette von Droste-Hülshoff, deutsche Schriftstellerin ( - 1797)
- 27. Juni: Heinrich Zschokke, deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Pädagoge und Politiker ( - 1771)
- 4. Juli: François-René de Chateaubriand, französischer Schriftsteller und Diplomat ( - 1768)
- 6. Juli: Karl Godulla, deutscher Großindustrieller ( - 1781)
- 2. August: Frederick Marryat, englischer Marineoffizier und Schriftsteller ( - 1792)
- 5. August: Niccolo Vaccai, italienischer Komponist ( - 1790)
- 7. August: Jöns Jakob Berzelius, schwedischer Chemiker ( - 1779)
- 12. August: George Stephenson, britischer Ingenieur ( - 1781)
- 22. September: James Dunlop, Astronom ( - 1793)
- 4. Oktober: Peter Friedrich Engstfeld, Organist und Kirchenlieddichter ( - 1793)
- 9. November: Robert Blum, deutscher Politiker der Märzrevolution ( - 1807)
- 10. November: Ibrahim Pascha, ägyptischer General ( - 1789)
- 14. November: Ludwig Schwanthaler, deutscher Bildhauer ( - 1802)
- 24. November: William Lamb, 2. Viscount Melbourne, britischer Innenminister und Premierminister ( - 1779)
- 18. Dezember: Bernard Bolzano, Philosoph, Theologe und Mathematiker ( - 1781)
- 19. Dezember: Emily Brontë, britische Schriftstellerin ( - 1818)
- 30. Dezember: Peter Leopold Kaiser, Bischof von Mainz ( - 1788)
ko:1848년
nb:1848
simple:1848
Wiener Oktoberaufstand 1848Der Wiener Oktoberaufstand 1848, oft auch „Wiener Oktoberrevolution“ genannt, war die letzte Erhebung der österreichischen Revolution 1848.
Als am 6. Oktober 1848 von Wien aus kaiserliche österreichische Truppen gegen das aufständische Ungarn ziehen sollten, versuchten die mit den Ungarn sympathisierenden Wiener Arbeiter, Studenten und meuternden Truppen den Abmarsch zu verhindern. Es kam zu Straßenkämpfen, wobei selbst im Stephansdom Blut vergossen wurde; Kriegsminister Theodor Graf Baillet von Latour wurde von der Menge gelyncht. Der Hof floh mit Kaiser Ferdinand am 7. Oktober nach Olmütz, der Reichstag wurde am 22. Oktober nach Kremsier (Kroměříž) verlegt.
Unter der Führung der Generäle Alfred I. Fürst zu Windisch-Graetz und Graf Joseph Jellačić von Bužim begann am 26. Oktober österreichisches und kroatisches Militär mit der Beschießung Wiens und erstürmte am 31. Oktober die Innere Stadt. Die Verteidiger führte der polnische General Josef Bem. Cäsar Wenzel Messenhauser, ein bedeutender Anführer der Aufständischen, die Journalisten Alfred Julius Becher und Hermann Jellinek sowie der dem linken Flügel der Liberalen zugeordnete Abgeordnete der Frankfurter Nationalversammlung Robert Blum wurden in den darauf folgenden Tagen hingerichtet; rund 2000 Menschen waren bei den Kämpfen gefallen.
Die Errungenschaften der Märzrevolution gingen zum größten Teil verloren und Österreich trat in die Phase des Neoabsolutismus ein.
Siehe auch: Märzrevolution, Unterartikel Österreich, Die Revolution von 1848/49 im Kaisertum Österreich
Weblinks
- [http://www.mlwerke.de/me/me08/me08_061.htm Friedrich Engels - Revolution und Konterrevolution in Deutschland -XI: Der Wiener Oktoberaufstand]
-
Kategorie:Österreichische Geschichte
Kategorie:Geschichte Wiens
Kategorie: 1848
1864
- 1. Februar: Ausbruch des Deutsch-Dänischen Krieges. In diesem Krieg wird zum ersten Mal das Schutzzeichen des Roten Kreuzes (rotes Kreuz auf weißem Grund), vom schweizer Arzt Dr. Louis Appia und vom Niederländer Charles Van de Velde, getragen
- 12. Februar: Auf dem Bodensee sinkt der Raddampfer Jura nach einem Zusammenstoss in dichtem Nebel mit der Stadt Zürich. Die Jura war von Konstanz nach Romanshorn unterwegs, die Stadt Zürich in umgekehrte Richtung. Die Jura ist heute noch auf dem Grund des Bodensees, zwischen Bottighofen und Münsterlingen
- 11. März: Der Dale-Dyke-Staudamm bei Sheffield in England bricht; die Flutwelle fordert etwa 270 Todesopfer
- 18. April: Erstürmung der Düppeler Schanzen durch die Preußen unter Prinz Friedrich Karl
- 9. Mai: Fertigstellung der Pfaffendorfer Brücke über den Rhein in Koblenz
- 21. Mai: Korfu wird Teil des geeinten Griechenlands
- August: Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf auf Initiative von Henri Dunant
- 30. Oktober: Unterzeichnung des Friedens von Wien. Österreich, Preußen und Dänemark beenden den Deutsch-Dänischen Krieg. Dänemark überläßt darin die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg den beiden deutschen Großmächten
- 31. Oktober: Nevada wird 36. Bundesstaat der USA
- Gründung des Schwarzwaldvereins in Freiburg im Breisgau
Politik
- 10. März: Kronprinz Ludwig Friedrich Wilhelm von Wittelsbach wird als König Ludwig II. von Bayern proklamiert
- 10. April: Ausrufung des österreichischen Erzherzogs Maximilian zum Kaiser von Mexiko
Kultur
- 8. Februar: Uraufführung der romantischen Oper Die Rheinnixen von Jacques Offenbach an der Hofoper in Wien
- 14. März: Uraufführung von Rossinis Petite Messe Solennelle
- 23. April: Gründung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft
- 16. Dezember: Uraufführung der Operette Le Serpent à plumes von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 17. Dezember: Uraufführung der Oper La belle Hélène (Die schöne Helena) von Jacques Offenbach am Théâtre des Variétés in Paris
- Erstausgabe der Zeitschrift HANSA erscheint
- 1. Januar: Alfred Stieglitz, US-amerikanischer Fotograf († 1946)
- 8. Januar: Albert Victor, Prinz von Großbritannien und Herzog von Clarence und Avondale († 1892)
- 8. Januar: Julie Wolfthorn, deutsche Malerin († 1944)
- 13. Januar: Wilhelm Wien, deutscher Physiker, Nobelpreisträger († 1928)
- 27. Januar: John Walter Gregory, Geologe († 1932)
- 11. Februar: József Balassa, ungarischer Philologe († 1945)
- 14. Februar: Robert Ezra Park, US-amerikanischer Soziologe († 1944)
- 16. Februar: Hermann Stehr, deutscher Schriftsteller († 1940)
- 17. Februar: Andrew Paterson, australischer Dichter († 1941)
- 19. Februar: Jean Verdier, Erzbischof von Paris und Kardinal († 1940)
- 21. Februar: Henrique Maximiano Coelho Neto, brasilianischer Schriftsteller († 1934)
- 22. Februar: Jules Renard, französischer Schriftsteller († 1910)
- 29. Februar: Adolf Wallenberg, deutscher Internist und Neurologe († 1930)
- 29. Februar: Adolf Wölfli, schweizer Maler († 1930)
- 7. März: Wilhelm Arent, Dichter und Mäzen
- 10. März: Rudolf Heberdey, österreichischer Archäologe († 1936)
- 14. März: Alfred Redl, Oberst der österreichisch-ungarischen Armee und russischer Spion († 1913)
- 19. März: Charles Marion Russell, US-amerikanischer Maler, Skulpteur, Illustrator und Schriftsteller († 1926)
- 23. März: Hjalmar Borgstrøm, norwegischer Komponist († 1925)
- 25. März: Alexej von Jawlensky, deutsch-russischer Künstler des Expressionismus († 1941)
- 25. März: Marie Soldat-Roeger, Violinvirtuosin († 1955)
- 30. März: Franz Oppenheimer, deutscher Soziologe und Nationalökonom († 1943)
- 9. April: Sebastian Ziani de Ferranti, britischer Ingenieur († 1930)
- 10. April: Eugen d'Albert, deutscher Komponist und Pianist († 1932)
- 10. April: Friedrich Wilhelm Nohe, 1. Vorsitzender des Deutschen Fußballbundes († 1940)
- 10. April: Michael Mayr, österreichischer Historiker und Politiker († 1922)
- 12. April: Theodor Rehbock, Wasserbauingenieur und Professor in Karlsruhe († 1950)
- 13. April: Berta Zuckerkandl-Szeps, österreichische Schriftstellerin, Journalistin und Kritikerin († 1945)
- 14. April: Heinz Tovote, deutscher Schriftsteller († 1946)
- 17. April: Karl Henckell, deutscher Schriftsteller († 1929)
- 21. April: Max Weber (Politiker), deutscher Ökonom und Soziologe († 1920)
- 24. April: Alois Wolfmüller, deutscher Erfinder, Ingenieur und Flugtechniker († 1948)
- 26. April: Bona Peiser, Deutschlands erste Volksbibliothekarin († 1929)
- 5. Mai: Hans Gerhard Gräf, deutscher Goethe-Forscher († 1905)
- 12. Mai: Cäsar Flaischlen, deutscher Lyriker und Mundartdichter († 1920)
- 13. Mai: Emil Gött, deutscher Schriftsteller († 1908)
- 15. Mai: Vilhelm Hammershøi, dänischer Maler († 1916)
- 16. Mai: Nathan Birnbaum, jüdischer Philosoph und Zionist († 1937)
- 22. Mai: Willy Stöwer, deutscher Marinemaler der Kaiserzeit († 1931)
- 25. Mai: Anne Löwenstein-Wertheim, britische Flugpionierin († 1927)
- 29. Mai: Sigismund Waitz, 1913 Weihbischof von Brixen, Erzbischof von Salzburg († 1941)
- 3. Juni: Albert Fraenkel, deutscher Arzt, Tuberkulose- und Herzforscher († 1938)
- 3. Juni: Otto Erich Hartleben, deutscher Dramatiker, Lyriker und Erzähler († 1905)
- 3. Juni: Ransom Eli Olds, Gründer des Automobilherstellers Oldsmobile († 1950)
- 8. Juni: Herbert William Garratt, englischer Lokomotivkonstrukteur († 1913)
- 11. Juni: Richard Strauss, deutscher Komponist und Dirigent († 1949)
- 13. Juni: Rudolf Kjellén, Professor
- 14. Juni: Alois Alzheimer, deutscher Psychiater († 1915)
- 22. Juni: Hermann Minkowski, deutscher Mathematiker und Physiker († 1909)
- 24. Juni: Heinrich Wölfflin, Schweizer Kunsthistoriker († 1945)
- 25. Juni: Oscar Baumann, Afrikaforscher, Philosoph, Ethnologe, Geograph und Karthograph († 1899)
- 25. Juni: Walther Hermann Nernst, deutscher Physiker und Chemiker († 1941)
- 29. Juni: Anton Beer-Walbrunn, deutscher Komponist († 1929)
- 12. Juli: Hans Chemin-Petit d. Ä., deutscher Komponist († 1917)
- 13. Juli: John Jacob Astor IV, US-amerikanischer Geschäftsmann, Erfinder und Schriftsteller († 1912)
- 18. Juli: Ricarda Huch, deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin († 1947)
- 20. Juli: Erik Axel Karlfeldt, schwedischer Lyriker († 1931)
- 24. Juli: Frank Wedekind, deutscher Schriftsteller und Schauspieler († 1918)
- 9. August: Roman Dmowski, polnischer Politiker († 1939)
- 10. August: Carl Junker, Syndikus und Historiker († 1928)
- 23. August: Eleutherios Venizelos, griechischer Politiker und Regierungschef († 1936)
- 24. August: Hermann Weingärtner, deutscher Turner und Olympiasieger († 1919)
- 27. August: Helena Patursson, färöische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1916)
- 1. September: Roger David Casement, irischer Unabhängigkeitskämpfer († 1916)
- 8. September: Jakob Johann von Uexküll, Biologe und Philosoph († 1944)
- 19. September: Carl Correns, deutscher Biologe
- 27. September: Andrej Hlinka, slowakischer Priester, Politiker und Nationalistenführer († 1938)
- 30. September: Max Laeuger, deutscher Künstler († 1952)
- 15. Oktober: Friedrich Gustav Piffl, österreichischer Erzbischof und Kardinal († 1932)
- 25. Oktober: Alexander Tichonowitsch Gretschaninow, russischer Komponist († 1956)
- 25. Oktober: John Francis Dodge, US-amerikanischer Automobilhersteller († 1920)
- 30. Oktober: Theodor Wiegand, deutscher Archäologe († 1936)
- 6. November: John Henry Mackay, schottisch-deutscher Schriftsteller († 1933)
- 11. November: Alfred Hermann Fried, Pazifist, Publizist, Friedensnobelpreisträger († 1921)
- 11. November: Maurice Leblanc, französischer Krimi-Schriftsteller († 1941)
- 24. November: Henri de Toulouse-Lautrec, französischer Maler († 1901)
- 26. November: Auguste Charlois, französischer Astronom († 1910)
- 27. November: Alfred Meyer-Waldeck, Verteidiger des deutschen Schutzgebietes Kiautschou († 1928)
- 8. Dezember: Camille Claudel, französische Bildhauerin († 1943)
- 14. Dezember: Emil Rungwerth, Heimatforscher († 1945)
- 24. Dezember: Stephan Elmas, türkisch-armenischer Komponist und Pianist († 1937)
- 31. Dezember: Hans am Ende, deutscher Maler († 1918)
- 31. Dezember: Robert Grant Aitken, US-amerikanischer Astronom († 1951)
- Carsten Egeberg Borchgrevink, norwegischer Polarforscher († 1934)
- Hans Frahm, Kunstmaler († 1940)
- 8. Januar: Victor Dourlen, französischer Komponist ( - 1780)
- 27. Januar: Leo von Klenze, deutscher Architekt ( - 1784)
- 14. Februar: William Dyce, britischer Maler ( - 1806)
- 10. März: Maximilian II., König von Bayern ( - 1811)
- 24. März: Karl Ernst Claus, Chemiker, der das Ruthenium entdeckte ( - 1796)
- 25. März: Ivar Fredrik Bredal, dänischer Komponist ( - 1800)
- 2. Mai: Giacomo Meyerbeer, eigentlich Jakob Meyer Beer Komponist und Dirigent ( - 1791)
- 9. Mai: John Sedgwick, US-amerikanischer General der Nordstaaten ( - 1813)
- 19. Mai: John Clare, englischer Dichter ( - 1793)
- 19. Mai: Nathaniel Hawthorne, amerikanischer Schriftsteller ( - 1804)
- 4. Juni: Nassau William Senior, englischer Ökonom ( - 1790)
- 18. Juni: Albert Knapp, deutscher Dichter ( - 1798)
- 23. Juni: Christian Ludwig Brehm, deutscher Pfarrer und Ornithologe ( - 1787)
- 25. Juni: Wilhelm I., König von Württemberg ( - 1781)
- 28. Juli: Johann Hermann Kufferath, deutscher Komponist ( - 1797)
- 4. August: David Hansemann, deutscher Politiker und Bankier ( - 1790)
- 24. August: Jakob Lorber, war österreichischer Schriftsteller und Musiker ( - 1800)
- 31. August: Ferdinand Lassalle, deutscher Politiker und Publizist ( - 1825)
- 8. September: Johannes von Geissel, Kardinal und Erzbischof von Köln ( - 1796)
- 15. September: John Hanning Speke, britischer Afrikaforscher ( - 1827)
- 1. Oktober: Juan José Flores, ecuadorianischer Staatspräsident ( - 1800)
- 20. Oktober: Carl Christian Rafn, dänischer Altertumsforscher ( - 1795)
- 23. November: Friedrich Georg Wilhelm Struve, deutscher Astronom, der in Russland arbeitete ( - 1793)
- 25. November: David Roberts, britischer Maler ( - 1796)
- 30. November: William Baikie, englischer Afrikaforscher ( - 1824)
- 4. Dezember: John Fowler, englischer Erfinder und Ingenieur ( - 1826)
- 8. Dezember: George Boole, britischer Mathematiker ( - 1815)
- 20. Dezember: Josef Proksch, tschechisch-deutscher Komponist ( - 1794)
Staatsoberhäupter
Europa
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Jakob Dubs, Bundespräsident der Schweiz, (1864)
ko:1864년
Nevada
Nevada liegt als siebtgrößter US-Bundesstaat im Westen der USA. Es trägt den Beinamen The Silver State (manchmal auch The Sagebrush State). Die Bevölkerung betrug im Jahr 2003 2.241.154.
2003
Der Name "Nevada" stammt vom spanischen Adjektiv mit der Bedeutung "verschneit". Die verschneiten Berge stehen dabei für die Sierra Nevada im Westen des Bundesstaates.
Geschichte
Ursprünglich ein Teil Mexikos, musste das Gebiet im Vertrag von Guadalupe Hidalgo an die USA abgetreten werden. 1850 wurde durch den Kongress das Territorium von Utah, das damals die heutigen Staaten Utah, Colorado und Nevada umfasste, errichtet. 1859 wurde die Comstock Lode, ein reichhaltiges Silber- und Goldvorkommen entdeckt und Virgina City gegründet. Mit der Entdeckung kam eine Flut von Leuten in das Gebiet: Goldsucher, Prospektoren, Händler und andere, die ihr Glück suchen wollten.
Am 2. März 1861 wurde Nevada vom Territorium von Utah abgetrennt und nahm den jetzigen Namen an. Am 31. Oktober 1864 wurde Nevada der 36. Staat der USA.
Während der Great Depression erlaubte Nevada am 17. März 1931 das Glücksspiel, um das Wirtschaftswachstum zu fördern. Neben dem Glücksspiel ist in Nevada traditionell auch - als einzigem Bundesstaat der USA - die Prostitution in einigen Counties des Bundesstaates legal, explizit jedoch nicht in Clark County/Las Vegas.
Große Teile Nevadas sind militärisches Sperrgebiet, wobei es vor allem die Nellis Range im Süden hervorzuheben gilt. Auf der dortigen Nevada Test Site (NTS) wurden die meisten amerikanischen Atombomben getestet. Daneben gibt es auch noch Anlagen zur Erprobung geheimer militärischer Flugkörper, wie die berühmte Area 51. Auch die durch den gleichnamigen Film bekannte Top Gun Schule für die Elite-Piloten der US-Navy ist hier zu finden. Es handelt sich dabei um die Naval Air Station Fallon in der Wüste Nevadas.
US-Navy
Zu den wichtigsten Ureinwohnern Nevadas zählen die Paiute im Westen und Süden und die Western Shoshone im Norden und Osten des Bundesstaates. Trotz einer anfänglichen vertraglichen Respektierung territorialer indianischer Souveränität (z. B. im "Vertrag von Ruby Valley" von 1863 zwischen den USA und den Häuptlingen der Western Shoshone) hat der parallel stattfindende politische Aufbau Nevadas, seine Eingliederung in die Konföderation seit den 1860er Jahren und die massive Diskriminierung indianischer Rechte bis in die allerjüngste Zeit hinein in Nevada immer wieder zu Spannungen und Konflikten zwischen US-Bundesbehörden und indianischen Ureinwohnern geführt. Am bekanntesten wurden bei der Verteidigung indianischer Rechte die beiden Western-Shoshone-Rancherinnen und Trägerinnen des Alternativen Nobelpreises (1993) Mary und Carrie Dann aus Crescent Valley, NV.
Politik
Nevadas Hauptstadt ist Carson City. Politisch prägen den Staat gegenwärtig drei gegensätzliche Konfliktfelder: Der von Vieh- und Holzwirtschaft geprägte Nordwesten (Reno, Carson City, Sierra Nevada) auf der einen Seite; die Mitte und der Norden mit seiner Weidewirtschaft und den riesigen Goldminen auf der anderen Seite. Durch das starke Wachstum von Clark County seit Mitte der 1980er Jahre mit Las Vegas im Süden, das mittlerweile mehr als die Hälfte aller Einwohner Nevadas beherbergt, haben sich von hier aus neue Spannungen mit dem Rest des Bundesstaates entwickelt. Vor allem der riesige Wasserbedarf der Spieler- und Touristenmetropole trägt zum Unmut der Vieh- und Weidewirtschaft des Nordens bei, der schon seit mehr als einem Jahrzehnt unter anhaltender Dürre leidet.
Seit Ende der 1980er Jahre wird in Nevada kontrovers die Möglichkeit diskutiert, eines Tages das nukleare Endlager für die USA in den Yucca Mountains beherbergen zu müssen. Das Felsmassiv liegt auf dem Gebiet der "Nevada Test Site" und wird von den Western-Shoshone-Indianern als Teil ihres 1963 vertraglich zugesicherten Territoriums betrachtet. In der Frage des Widerstands gegen Yucca Mountain als nuklearem Abfalllager stehen die Landesregierung Nevadas mit den Ureinwohnern und mit den meisten Einwohnern des Bundesstaates in einer Ablehnungsfront.
- Liste der Gouverneure von Nevada
- Liste der Countys in Nevada
Geographie
Liste der Countys in Nevada
Nevada grenzt an Oregon und an Idaho im Norden, Kalifornien im Westen, Arizona im Südosten und Utah im Osten. Die Grenze zu Arizona ist größtenteils der Colorado.
Nevada ist geologisch geprägt von Wüste bzw. Wüstensteppe im trockenheißen Süden und Westen und von breiten nord-südlich ausgerichteten Längstälern in der Mitte und im Norden. Der Nordwesten kann als quasi-"alpines" Vorgebirgsland zur Sierra Nevada bezeichnet werden. Sagebrush-Sträucher (Salbei) bedecken weite Teile des Steppenbodens, während Pinien- und Juniper-Bäume v.a. im gebirgigen Norden und Osten verbreitet sind. Der größte Teil Nevadas gehört zur Region des "Great Basin" ("Großes Becken") und ist nur spärlich bewohnt.
Nevada besitzt neben Südafrika und Australien die reichsten Goldvorkommen der Welt.
Bis auf die Stadt West Wendover, die in der Mountain Time Zone liegt, gilt im ganzen Staat die "Pacific Time Zone".
Größte Städte
Geisterstädte/Ghost Towns:
- Manhattan
- Belmont
- Rhyolite
- Cherry Creek
- Goldpoint
Siehe auch
- Liste der Städte in Nevada
- Nevada (Missouri)
- Nevad | | |