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AGM-84 Harpoon

AGM-84 Harpoon

Die AGM-84 Harpoon ist ein Seezielflugkörper und wird seit 1976 von dem US-amerikanischen Hersteller Boeing in diversen Varianten produziert. Boeing Boeing

Entwicklung

Die Entwicklung der Harpoon begann 1968, als man die Erfahrungen der Israelis mit den P-15 im 6-Tage-Krieg auswertete. 1971 bekam McDonnell Douglas den Zuschlag als Hauptauftragnehmer. Die ersten Versuche begannen 1974 und schon 1976 begann die Vorserienproduktion. Die Harpoon wird von einem Teledyne Turbojet angetrieben und benutzt einen Booster für den Start. Nach dem Start sinkt die Rakete bis knapp über die Wasseroberfläche und steigt kurz vor dem Ziel auf um von oben anzugreifen. Die Harpoon kann von Schiffen, U-Booten oder von Flugzeugen (ohne Startbooster) aus abgefeuert werden.

Varianten


- RGM-84A, Block 1A: Erste Serienversion.
- RGM-84B, Block 1B: Verbesserte Serienversion, mit einigen Detailverbesserungen.
- RGM-84C, Block 1C: Mit veränderter Flugbahn, dabei steigt sie im letzten Drittel des Anfluges auf 1.800 m, um das Ziel von oben besser auszumachen, und sinkt dann wieder knapp über die Wasseroberfläche und trifft das Ziel knapp über der Wasserlinie.
- RGM-84D, Block 1D: Verlängerte Version, mit einem zusätzlichen 50 cm langen Tank und einer dadurch erhöhten Reichweite auf 240 km. Die Flugbahn ist hier wieder nur im Tiefflug, ohne Pop-up und dabei wird knapp über der Wasserlinie getroffen.
- RGM-84G, Block 1G: Diese Version wird ab 1995 hergestellt und ist eine Block 1D mit neuer Software. Sie verfügt auch über eine überarbeitete Steuerlogik, der es ihr erlaubt einen fehlgeschlagenen Angriff zu wiederholen, sofern der Treibstoff noch reicht und der Suchkopf den Fehlschlag erkannt hat. Diese Funktion hätte in Block 1D integriert werden sollen, wurde aber zur Einführung nicht fertig.
- RGM-84E Standoff Land Attack Missile (SLAM): Version mit optischem Suchkopf. Wird nur bei der von Flugzeugen eingesetzten Version verwendet.
- UGM-84F Sub-Harpoon: Von U-Booten eingesetzte Version.

Technische Daten

Kategorie:Anti-Schiffs-Rakete ja:ハープーン

Seezielflugkörper

Ein Seezielflugkörper ist eine fliegende, lenkbare Waffe zum Einsatz gegen Schiffe.

Allgemeines

Der Begriff Anti-Schiffs-Rakete bezieht sich streng genommen nur auf Flugkörper mit Raketenantrieb, die allerdings den Großteil der Seezielflugkörper ausmachen. Seezielflugkörper können von Luftfahrzeugen, Schiffen, Unterseebooten oder von Land aus eingesetzt werden. Abhängig vom Typ fliegen sie mit Unterschall- oder Überschallgeschwindigkeit. Auch die Reichweite variiert zwischen wenigen bis hin zu mehreren hundert Kilometern. Man unterscheidet zwischen Sea-Skimmern, die das Ziel dicht über der Wasseroberfläche anfliegen und somit erst spät erkannt werden können, und Divern, die sich aus großer Höhe auf das angegriffene Schiff stürzen.

Geschichte

Als bewegliche Ziele sind Schiffe besonders schwer zu treffen. Aus großer Entfernung abgefeuerte Granaten oder aus großer Höhe abgeworfene Bomben lassen dem Schiff Zeit für Ausweichmanöver. Die Seezielbekämpfung aus der Luft stützte sich im 2. Weltkrieg daher vor allem auf Torpedo- und Sturzkampfflugzeuge. Da aber die Flugabwehr auf den Schiffen immer effektiver wurde, suchte man nach Möglichkeiten, die Waffen zwar ins Ziel zu lenken, wobei aber die eingesetzten Soldaten außerhalb der Reichweite der gegnerischen Flak bleiben sollten. Einer der ersten erfolgreichen Seezielflugkörper war die deutsche Ruhrstahl X-1, auch unter den Namen FX-1400 oder Fritz X bekannt. Dabei handelte es sich allerdings um nicht viel mehr als um eine schwere Sprengbombe ohne Antrieb, die man mit kurzen Stummelflügeln, einem Leitwerk und einer Fernsteuerung ausgestattet hatte. Sie war damit auch einer der ersten Vorläufer der heutigen Smart Bombs. Mit dieser Waffe wurde am 9. September 1943 das italienische Schlachtschiff Roma versenkt. Die deutsche Henschel Hs 293 war ebenfalls eine ferngesteuerte Bombe. Im Gegensatz zur X-1 hatte sie aber vollwertige Tragflächen, wodurch sie praktisch zu einem Segelflugzeug wurde. Die Hs 293 hatte auch einen kleinen Raketenmotor. Dieser diente jedoch nur dazu, die Waffe nach dem Abwurf vor das Trägerflugzeug und somit in das Blickfeld des Bombenschützen zu bringen. Eine Version mit einer Fernsehkamera in der Spitze war in Arbeit, kam aber wegen technischer Probleme nicht mehr zum Einsatz. Der erste erfolgreiche Angriff mit einer Anti-Schiffs-Rakete im eigentlichen Sinne erfolgte am 21. Oktober 1967. Der israelische Zerstörer Eilat wurde von einem ägyptischen Komar-Schnellboot aus großer Entfernung mit 4 Styx-Raketen angegriffen und versenkt. Danach wurden weltweit die Entwicklungsbemühungen von Seezielflugkörpern verstärkt. ägyptischen Im Falklandkrieg wurden mehrere britische Einheiten durch Exocet versenkt. Während des Irak-Iran Kriegs wurde am 17. Mai 1987 die US-Fregatte USS Stark (FFG-31) von einer irakischen Mirage mit einer Exocet beschossen. Das Schiff wurde stark beschädigt, konnte von der Besatzung aber gerettet werden. 37 Crew-Mitglieder starben dabei. Die Reparatur kostete ungefähr 142 Millionen US-$.

Aufbau

Ein Seezielflugkörper besteht im wesentlichen aus den folgenden Komponenten:
- aerodynamisch gestaltete Hülle mit Steuer- und Stabilisierungsflächen, bei manchen Typen auch mit Tragflächen
- Antrieb
- Steuerung und Zielerfassung
- Sprengkopf
- Elektronische Störeinrichtungen Die meisten Seezielflugkörper besitzen ein Raketentriebwerk mit festem oder auch flüssigem Treibstoff, der ihnen eine besonders hohe Fluggeschwindigkeit verleiht. Einige S. werden durch ein Strahltriebwerk angetrieben. Auch die Verwendung von Staustrahltriebwerken ist möglich. Flugkörper, die nicht von Luftfahrzeugen aus eingesetzt werden, besitzen meist noch einen oder mehrere Raketenbooster als Starthilfe. Antriebslose Seezielflugkörper sind heute nicht mehr üblich. Seezielflugkörper können über Funk, einen Draht oder ein Lichtwellenleiterkabel ferngelenkt werden. Üblicherweise besitzen sie jedoch einen Suchkopf, der die Waffe selbstständig ins Ziel steuern kann. Suchköpfe moderner Seezielflugkörper besitzen meist aktives oder passives Radar oder passive Infrarotsensoren. Beim aktiven Radar befindet sich das vollständige Radargerät (Sender/Empfänger) im Flugkörper. Bei passiven Radargeräten besitzt der Flugkörper nur einen Radarempfänger. Das Ziel muss also während des Angriffs ständig von einem separaten Radargerät angestrahlt werden. Vorteile dieses Systems sind die geringeren Kosten, die Einfachheit und die geringe Größe des Suchkopfes. Außerdem sendet der Flugkörper selbst keine Radarstrahlen aus, so dass er vom Ziel schwerer geortet werden kann. Rein passive Suchköpfe auf Radarbasis werden aber recht wenig gegen Schiffe eingesetzt. Infrarotsensoren erfassen die Wärmestrahlung, die von einem Schiff ausgeht (Abgase, durch die Sonne aufgeheizte Decks, heiße Waffensysteme) oder bei moderneren Suchköpfen die Konturen welche sie bei sehr modernen Suchköpfen mit einer Datenbank abgleichen können. Auch die elektromagnetische Strahlung, die das Schiff selbst aussendet, kann angepeilt werden. Dies wird bei sehr störfesten Suchköpfen dazu benutzt, bei aktiver Störung des Radarsuchkopfes die Quelle der Störung anzupeilen. Daneben ist der Einsatz von bildverarbeitenden Systemen möglich. Langstreckenflugkörper wie die US-amerikanische BGM-109 Tomahawk besitzen außerdem noch Navigationssysteme wie Trägheitsnavigation oder GPS, mit deren Hilfe der Flugkörper das Zielgebiet ansteuern kann, bevor der Suchkopf das eigentliche Ziel erfasst. Elektronische Störeinrichtungen dienen dazu, die Feuerleitsysteme des angegriffenen Schiffes zu verwirren und so die Abwehr des Flugkörpers zu erschweren.

Abwehr von Seezielflugkörpern

Seezielflugkörper stellen eine enorme Bedrohung für alle militärischen und zivilen Schiffe dar. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit moderner Flugkörper bleibt für die Abwehr nur wenig Zeit. Auch wenn der Sprengkopf beim Einschlag versagen sollte, so kann trotzdem durch den mitgeführten Treibstoff das getroffene Schiff außer Gefecht gesetzt oder sogar versenkt werden (auf diese Weise ging im Falklandkrieg die britische HMS Sheffield verloren). Daher ist die Flugkörperabwehr eine der wichtigsten und technisch anspruchsvollsten Aufgaben in der modernen maritimen Kriegsführung. Zur aktiven Bekämpfung von Seezielflugkörpern kommen sowohl Flugabwehrraketen verschiedener Reichweite als auch Rohrwaffen (Flak) zum Einsatz. Zu den Flugabwehrraketen zählen zum Beispiel die Sea Sparrow und das RAM-System. Bei den Rohrwaffen werden vor allem kleinkalibrige Schnellfeuerkanonen eingesetzt. Der bedeutendste Vertreter ist das amerikanische CIWS Phalanx, das nach dem Gatling-Prinzip arbeitet. Diese Waffen wirken allerdings nur auf kurze Distanz, weshalb ein Schiff selbst bei vorzeitiger Explosion des Flugkörpers noch durch die große kinetische Energie der zahlreichen Splitter und Trümmer schwer beschädigt werden kann. Der Einsatz von Ködern wie Düppeln (Radartäuschkörpern) oder Flares (Infrarottäuschkörpern) soll den Flugkörper dazu verleiten, anstelle des Schiffes ein solches Scheinziel anzugreifen. Auch der Einsatz von Mitteln der Elektronischen Kampfführung (EloKa) ist üblich, um die Elektronik der Waffe zu verwirren. Infrarotsensoren können auch durch Laser geblendet werden. In den letzten Jahren wird darüber hinaus die Stealth-Technolgie auch im Kriegsschiffbau immer wichtiger, bei der potentiellen Angreifern die Radar-Ortung von Schiffen erschwert wird.

Wichtige Typen

Die wichtigsten Vertreter unter den Seezielflugkörpern sind: Stealth Stealth
- MBDA Exocet SM39 (Frankreich)
- AGM-84 Harpoon (USA)
- MBB Kormoran (BRD)
- BGM-109 Tomahawk (USA)
- Penguin (Norwegen)
- Gabriel (Israel)
- Sea Skua
- Sea Eagle (Großbritannien)
- RBS-15 (Schweden)
- EADS Polyphem (Deutschland / Frankreich) sowie die folgenden sowjetischen / russischen Typen (geordnet nach NATO-Codenamen; die Originalbezeichnung ist in Klammern dahintergesetzt):
- AS-4 Kitchen
- AS-6 Kingfish
- SS-N-1 Scrubber (P-1)
- SS-N-2 Styx (4K40/4K51)
- SS-N-3 Sepal/Shaddok (R-35/4K44/3M44 and 4K95)
- SS-N-4 Sark (R-13)
- SS-N-5 Serb (R-21)
- SS-N-6 Serb (R-27)
- SS-N-7 Starbright (4M66)
- SS-N-8 Sawfly (R-29)
- SS-N-9 Siren (4K85)
- SS-NX-10 (TBD)
- SS-NX-11 (TBD)
- SS-N-12 Sandbox (4K77/4K80)
- SS-NX-13 (R-27K)
- SS-N-14 Silex (83R/84R/85R)
- SS-N-15 Starfish (82R)
- SS-N-16 Stallion (86R/88R)
- SS-N-17 Snipe (R-31)
- SS-N-18 Stingray (R-29R)
- SS-N-19 Shipwreck (3M45)
- SS-N-20 Sturgeon (R-29)
- SS-N-21 Sampson (RK-55)
- SS-N-22 Sunburn (3M80)
- SS-N-23 Skiff (R-29RM)
- SS-N-24 Scorpion (3M25)
- SS-N-25 Switchblade (3M24)
- SS-N-26 (3M55 Yakhont)
- SS-N-27 Sizzler (3M54)
- SS-NX-28 (R-39)
- SS-N-29 (89R Medvedka)
- SS-NX-30 (3M14) !Seezielflugkörper !Seezielflugkörper ja:対艦ミサイル

1976

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Der Wiedehopf (lat. Upupa epops) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Rudolf Gnägi wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Port Said, Ägypten, am Sueskanal wird Freihandelszone
- 1. Januar: In Venezuela wird die gesamte Erdölindustrie verstaatlicht
- 1. Januar: In der Bundesrepublik Deutschland wird die Gurtpflicht auf Vordersitzen von PKW eingeführt
- 2. Januar: Florenz, Italien. In der San-Lorenzo-Basilika werden unbekannte Fresken freigelegt, die evtl. von Michelangelo stammen
- 12. Januar: Der Rückzug der letzten spanischen Truppen aus der ehemaligen Provinz Spanisch-Sahara beendet die spanische Kolonialherrschaft
- 14. Januar: Komoren. Die Regierung von Prinz Said Mohammed Jaffar wird von Ali Soilih gestürzt
- 13. Februar: Versuchter Umsturz, Ermordung des Staatschefs in Nigeria
- 29. März: Die letzten britischen Truppen verlassen die Malediven
- 1. April: Steve Jobs und Steve Wozniak gründen die Firma Apple
- 26. April: In Ost-Berlin wird der Palast der Republik eröffnet
- 6. Mai: Algerien und Deutschland schließen ein Luftverkehrsabkommen
- 2. Juni: Tag der Republik Italien
- 19. Juni: Karl XVI. Gustaf heiratet die deutsche Silvia Sommerlath
- 29. Juni: Die Seychellen werden unabhängig
- 1. Juli: Spanien. Adolfo Suárez wird Ministerpräsident
- 2. Juli: Wiedervereinigung Vietnams
- 2. Juli: Wiedereinführung der Todesstrafe in der USA durch den Supreme Court in der Gregg vs. Georgia
- 16. Juli: Surinam wird Mitglied in der UNESCO
- 20. Juli: Der unbemannten NASA-Sonde Viking 1 gelingt die erste erfolgreiche Landung auf dem Planeten Mars
- 18. September: Zur Trauerfeier für den verstorbenen Staatsgründer Mao Zedong finden sich in Peking geschätzte 1,5 Millionen Chinesen ein
- 21. September: Seychellen werden Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 22. September: Portugal wird in den Europarat aufgenommen
- 3. Oktober: Wahlen zum Deutschen Bundestag, Sieg für Bundeskanzler Helmut Schmidt, Niederlage für Helmut Kohl
- 4. Oktober: Papua-Neuguinea wird Mitglied in der UNESCO
- 11. Oktober: Mosambik wird Mitglied in der UNESCO
- 18. Oktober: Seychellen wird Mitglied in der UNESCO
- 1. Dezember: Angola wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 14. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Südkorea
- 15. Dezember: Samoa wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- Ende der chinesischen Kulturrevolution (1966–1976)
- Der Montag wird in Deutschland als erster Tag der Woche festgelegt
- Der Malteserorden ist wieder auf Rhodos präsent
- Die Wurzeln von Emacs entstehen am MIT
- Gründung des UN-Entwicklungsfonds für Frauen durch die UN-Generalversammlung
- Der Weiße Ring e.V., eine Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer und ihre Familien, wird in Mainz gegründet

Kultur


- 19. Juni: Uraufführung der Oper Das Mädchen aus Domrémy von Giselher Klebe am Staatstheater Stuttgart
- 25. Juli: Uraufführung der Oper Einstein On The Beach von Philip Glass am Avignon Festival
- 9. September: Erstaustrahlung der Zeichentrickserie Biene Maja
- 16. August: Veröfentlichung der Single Dancing Queen, dem wahrscheinlich bekanntesten Titel der Gruppe ABBA, der sogar die amerikanischen Charts stürmte und nach Fernando der erfolgreichste Song der Gruppe ist

Katastrophen


- 24. Januar: Erdbeben bei Muradiye, Türkei, ca. 3.850 Tote
- 4. Februar: Erdbeben in Guatemala, Hunderte Erdstöße, mehr als 23.000 Tote
- 8. Februar: Los Angeles, Kalifornien, USA. Eine Douglas DC-6 stürzt auf einen Golfplatz in der Nähe des Flughafens Van Nuys Airport. Bei der Rettungsaktion wurden 10 Feuerwehrmänner verletzt. Die 3 Mitglieder des Flugpersonals starben, während die 3 Mitglieder des Bordpersonals nur leichte Verletzungen davontrugen
- 18. Februar: Burg bei Magdeburg, DDR: In Folge eines defekten Bolzens stürzt der 350 Meter hohe Sendemast SL3, der zur Verbreitung des Programms von Radio Wolga im Langwellenbereich dient, um
- 17. April: Amerikanische Jungferninseln. Eine Boeing 727, auf dem planmäßigen Flug von New York kommend, landete auf dem St. Thomas Airport, schoss über das Ende der Landebahn hinaus und prallte in ein Treibstofflager. 37 Menschen starben, 51 konnten gerettet werden
- 6. Mai: Erdbeben der Stärke 6,5 in Italien, ca. 1.000 Tote
- 23. Mai: Mindanao, Philippinen. Eine BAC 1-11 der Philippine Airlines wurde entführt. Die Entführer hielten die Maschine am Boden auf dem Flughafen Zamboanga fest. Nach dem Eingreifen der Rettungstruppen eskalierte die Situation und es kam zu einem Schusswechsel und zur Explosion mehrerer Handgranaten. 13 Menschen starben
- 25. Juni: Erdbeben der Stärke 7,1 auf Neuguinea, 422 Tote
- 10. Juli: Dioxin-Katastrophe von Seveso
- 18. Juli: der Elbe-Seitenkanal läuft mit katastrophalen Folgen in der Nähe von Nutzfelde aus
- 27. Juli: Erdbeben der Stärke 7,5 in Tangshan, 150 km südlich von Peking, Volksrepublik China, ca. 655.000 Tote, offiziell: 255.000 Tote
- 31. Juli: Colorado, USA. Durch lang anhaltenden Regen trat der Thompson River über die Ufer. 139 Tote
- 1. August: Wien, Österreich. Einsturz der Reichsbrücke in den frühen Morgenstunden
- 1. August: Niki Lauda verunglückt auf dem Nürburgring
- 6. August: Chicago, Illinois, USA. Ein zur Frachtmaschine umgebauter B-52 Bomber der Air Chicago stürzt während einer versuchten Notlandung ab. Die 2 Piloten und eine Person vom Bodenpersonal starben
- 16. August: Erdbeben der Stärke 7,9 in Mindanao, Philippinen, etwa 8.000 Tote
- 10. September: Zagreb, Jugoslawien, zwei Flugzeuge, eine Douglas DC-9 der jugoslawischen Inex Adria Aviopromet und eine Hawker Siddeley HS-121 Trident der British Airways, kollidieren in der Luft. 176 Tote, davon 27 Deutsche
- 24. November: Erdbeben der Stärke 7,3 in Russland und im Iran, ca. 5.000 Tote
- 25. Dezember: Bangkok, Thailand. Absturz einer Boeing 707 der Egypt Air beim Landeanflug etwa 2 km vor der Landebahn in ein Industriegebiet. Alle 53 Menschen an Bord starben, ebenfalls 19 Personen aus dem Industriegebiet

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 20. Februar: Muhammad Ali gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Jean-Pierre Coopman im Roberto Clemente Coliseum, Hato Rey, Puerto Rico, durch KO
- 24. Mai: Muhammad Ali gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Richard Dunn in der Olympiahalle, München, Deutschland, durch technischen K.O.
- 4. Juli: Björn Borg gewinnt Wimbledon Championships
- 28. September: Muhammad Ali gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ken Norton im Yankee Stadium, Bronx, New York, USA, durch Sieg nach Punkten
- XXI. Olympische Sommerspiele in Montréal (Kanada)
- Bei der Fußball-EM in Jugoslawien verliert die Deutsche Nationalmannschaft das Finale im Elfmeterschießen gegen die Tschechoslowakei

Geboren


- 1. Januar: Mustafa Dogan, deutscher Fußballspieler
- 2. Januar: Zlatko Trpkovski, deutsches Medienphänomen
- 2. Januar: Danilo di Luca, italienischer Radrennfahrer
- 2. Januar: Paz Vega, spanische Filmschauspielerin
- 3. Januar: Lee Hyung-Taik, südkoreanische Tennisspieler
- 4. Januar: Bülent Ceylan, deutscher Comedian
- 4. Januar: August Diehl, deutscher Schauspieler
- 6. Januar: David Di Michele, italienischer Fußballspieler
- 7. Januar: Marcelo José Bordon, brasilianischer Fußballspieler
- 7. Januar: Markus Dieckmann, deutscher Beach-Volleyballspieler
- 7. Januar: Christoph Dieckmann, deutscher Beach-Volleyballspieler
- 9. Januar: Simon Gosejohann, deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian
- 9. Januar: Amy Gillett, Radsportlerin († 2005)
- 13. Januar: Mario Yepes, kolumbianischer Fußballspieler
- 13. Januar: Felix Gottwald, österreichischer Nordischer Kombinierer
- 16. Januar: Eva Habermann, deutsche Schauspielerin
- 16. Januar: Debbie Ferguson, Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 17. Januar: Tonique Williams-Darling, Leichtathletin von den Bahamas
- 20. Januar: Til Bettenstaedt, deutscher Fußballspieler
- 21. Januar: Emma Bunton, eine britische Sängerin
- 21. Januar: Igors Stepanovs, lettischer Profifußballspieler
- 23. Januar: Carsten Schneider, deutscher Politiker und MdB
- 27. Januar: Diana Herold, deutsches Fotomodell und Komparse
- 27. Januar: Karin Roten, ehemalige alpine Skirennläuferin der Schweiz
- 29. Januar: Karsten Kroon, niederländischer Radrennfahrer
- 31. Januar: Traianos Dellas, griechischer Fußballspieler
- 3. Februar: Daddy Yankee, Reggaeton-Künstler
- 5. Februar: John Aloisi, australischer Fußballspieler
- 5. Februar: Abhishek Bachchan, indischer Schauspieler
- 8. Februar: Oksana Nikiforowa, Profi-Tänzerin (latein-amerikanisch)
- 9. Februar: Ionela Tirlea-Manolache, rumänische Leichtathletin und Olympionikin
- 11. Februar: Alexandra Neldel, deutsche Schauspielerin
- 11. Februar: Ricardo, portugiesischer Fußballspieler
- 11. Februar: Alenka Dovzan, slowenische Skiläuferin
- 12. Februar: Sylvia Saint, Pornodarstellerin
- 13. Februar: Leslie Feist, kanadische Pop-Sängerin
- 13. Februar: Jörg Bergmeister, Rennfahrer im Porsche Carrera Cup
- 15. Februar: Francisco Neri, brasilianischer Fußballspieler
- 15. Februar: Óscar Freire, spanischer Radrennfahrer
- 17. Februar: Benjamin-Immanuel Hoff, deutscher Politiker
- 17. Februar: Almira Skriptschenko, französische Schachspielerin
- 18. Februar: Thomas Schmidt, Kanusportler
- 22. Februar: Christopher Isegwe, tansanischer Leichtathlet
- 23. Februar: Kelly Macdonald, schottische Schauspielerin
- 23. Februar: Stone, spanischer Musiker
- 24. Februar: Bradley McGee, australischer Radrennfahrer
- 24. Februar: Eric Griffin, ist ein Bassist aus der Glam-Metal Band Murderdolls
- 26. Februar: Andreas Nauroth, deutscher Fußballspieler
- 26. Februar: Mauro Lustrinelli, Schweizer Fußballspieler
- 27. Februar: Ludovic Capelle, belgischer Radrennfahrer
- 27. Februar: Rhea Harder, deutsche Schauspielerin
- 29. Februar: Milaim Rama, Schweizer Fußballspieler
- 29. Februar: Ja Rule, US-amerikanischer Rapper
- 2. März: França, brasilianischer Fußballspieler
- 3. März: Natalia Kukulska, polnische Pop-Sängerin
- 4. März: Kristof Magnusson, deutscher Schriftsteller
- 4. März - Christian Weidner, deutscher Jazzmusiker
- 5. März: Sarunas Jasikevicius, Basketball-Spieler
- 5. März: Tomáš Martinec, deutscher Eishockeyspieler
- 5. März: Carsten Cullmann, deutscher Fußballspieler
- 8. März: Freddie Prinze jr., US-amerikanischer Filmschauspieler
- 9. März: Anier Garcia, kubanischer Leichathlet
- 9. März: Francisco Mancebo, spanischer Radsportler
- 10. März: Eladio Jiménez, spanischer Radrennfahrer
- 10. März: Barbara Schett, Tennisspielerin
- 11. März: Anja Weisgerber, deutsche Europaabgeordnete
- 12. März: Andreas Erm, deutscher Leichtathlet
- 14. März: Sarah Ulmer, neuseeländische Radrennfahrerin
- 16. März: Zhu Chen, chinesische Schachspielerin
- 16. März: Pál Dárdai, ungarischer Fußballspieler
- 19. März: Alessandro Nesta, italienischer Fußballspieler
- 19. März: Rachel Blanchard, kanadische Schauspielerin
- 20. März: Jens Petersen, deutscher Schriftsteller und Arzt
- 20. März: Kristian Hammer, norwegischer Nordisch Kombinierer
- 22. März: Sven Butenschön, Eishockeyspieler (Verteidiger)
- 22. März: Reese Witherspoon, US-amerikanische Schauspielerin
- 23. März: Ricardo Zonta, brasilianischer Formel-1-Fahrer
- 24. März: Peyton Manning, US-amerikanischer Footballspieler
- 25. März: Wladimir Klitschko, ukrainischer Boxer
- 26. März: Amy Smart, US-amerikanische Schauspielerin
- 26. März: Alex Varas, chilenischer Fußballspieler
- 26. März: Alexander Strauss, deutscher Rundfunkmoderator
- 27. März: Natacza Boon, britische Schauspielerin
- 28. März: Víctor, spanischer Fußballspieler
- 29. März: Igor Astarloa, spanischer Radrennfahrer
- 29. März: Jennifer Capriati, US-amerikanische Tennisspielerin
- 30. März: Obadele Thompson, Leichtathlet
- 31. März: Colin Farrell, irischer Schauspieler
- 1. April: Gábor Király, ungarischer Fußballtorwart
- 2. April: Lucy Diakovska, bulgarische Pop- und Musical-Sängerin
- 4. April: Ferreira da Rosa Emerson, brasilianischer Fußballspieler
- 4. April: Daniel Caspary, deutscher Politiker und Mitglied im EU-Parlament
- 5. April: Kai Michalke, deutscher Fußballspieler
- 5. April: Patrick Dama, deutscher Fußballspieler
- 5. April: Kim Collins, Leichtathlet aus St. Kitts und Nevis
- 5. April: Fernando Morientes, spanischer Fußballer (Stürmer)
- 6. April: Candace Cameron, US-amerikanische Schauspielerin
- 7. April: Martin Buß, deutscher Leichtathlet
- 8. April: Mathias Schober, deutscher Fußball-Torwart
- 10. April: Sara Renner, kanadische Skilangläuferin
- 11. April: Ruth Moschner, deutsche Fernsehmoderatorin
- 13. April: Jonathan Brandis, US-amerikanischer Schauspieler († 2003)
- 14. April: Françoise Mbango Etone, kamerunische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 14. April: Georgeta Damian, rumänische Ruderin
- 15. April: Markus Hausweiler, deutscher Fußballspieler
- 15. April: Seigo Narazaki, japanischer Fußballspieler
- 16. April: Igor Tudor, kroatischer Fußballspieler
- 17. April: Sizzla, Sänger, Ragga- und Dancehall
- 21. April: Sergei Jakowlew, kasachischer Radrennfahrer
- 22. April: Christian Wilhelmi, deutscher Schachspieler
- 24. April: Juan Manuel Gárate, spanischer Radrennfahrer
- 25. April: Rainer Schüttler, deutscher Tennisspieler
- 25. April: Gilberto da Silva Melo, ein brasilianischer Fußballspieler
- 25. April: Tim Duncan, US-amerikanischer Basketballspieler
- 26. April: Thiago Machado dos Santos, brasilianischer Triathlet († 2005)
- 26. April: Peter Kehl, deutscher Politiker
- 27. April: Olaf Tufte, norwegischer Ruderer
- 28. April: Melissa Joan Hart, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. April: Chiyotaikai Ryuji, japanischer Sumo-ringer
- 30. April: Daniel Gloger, Countertenor
- 2. Mai: Sabina Hank, österreichische Pianistin und Komponistin
- 3. Mai: Beto, portugiesischer Fußballspieler
- 4. Mai: Simon Jentzsch, deutscher Fußballspieler
- 5. Mai: Juan Pablo Sorín, argentinischer Fußballspieler
- 7. Mai: Jana Voosen, deutsche Schauspielerin
- 8. Mai: Makoto Yukimura, japanischer Mangaka (Comiczeichner)
- 13. Mai: Marcelo Pletsch, brasilianischer Fußballspieler
- 13. Mai: Ana Popovic, jugoslawische Bluesgitarristin und Sängerin
- 14. Mai: Attila Tököli, ungarischer Fußballspieler
- 15. Mai: Jacek Krzynówek, polnischer Fußballspieler
- 18. Mai: Anna Ottosson, schwedische Skirennläuferin
- 19. Mai: TeeBee, Produzent und DJ im Drum'n'Bass-Genre
- 19. Mai: Kevin Garnett, US-amerikanischer Basketballspieler
- 20. Mai: Virpi Kuitunen, finnische Skilangläuferin
- 21. Mai: Deron Miller, US-amerikanischer Musiker
- 25. Mai: Cillian Murphy, irischer Schauspieler
- 25. Mai: Stefan Holm, schwedischer Leichtathlet
- 27. Mai: Marcel Fässler, Schweizer Auto-Rennfahrer
- 27. Mai: Jiří Štajner, tschechischer Fußballspieler
- 27. Mai: Rjd2, US-amerikanischer Musiker
- 31. Mai: Steve Jenkner, deutscher Motorradrennfahrer
- 31. Mai: Roar Ljøkelsøy, norwegischer Skispringer
- 1. Juni: Melanie Oßwald, deutsche Politikerin und MdB
- 1. Juni: Alexander Scheer, deutscher Schauspieler
- 3. Juni: Jens Kruppa, deutscher Schwimmer
- 4. Juni: Kasey Chambers, australische Countrysängerin
- 8. Juni: Aziz Zakari, ghanaischer Leichtathlet
- 8. Juni: Lindsay Davenport, US-amerikanische Profi-Tennisspielerin
- 8. Juni: Eion Bailey, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Juni: Georg Friedrich von Preußen, preußischer und deutscher Thronprätendent
- 12. Juni: Thomas Sørensen, dänischer Fußballspieler
- 12. Juni: Katja Husen, deutsche Politikerin und MdB
- 16. Juni: Thomas Lenk, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. Juni: Pjotr Weniaminowitsch Swidler, russischer Schachspieler
- 18. Juni: Diana Golze, deutsche Politikerin
- 18. Juni: Thomas Riedl, deutscher Fußballspieler
- 20. Juni: Juliano Belletti, brasilianischer Fußballspieler
- 21. Juni: Mike Einziger, Gitarrist von Incubus (Band)
- 23. Juni: Patrick Vieira, französischer Fußballspieler
- 25. Juni: José Cancela, uruguayischer Fußballspieler
- 28. Juni: Hans Sarpei, ghanaischer Fußballspieler
- 28. Juni: Sheila Herrero, spanische Speedskaterin
- 1. Juli: Szymon Ziółkowski, ein polnischer Leichtathlet
- 1. Juli: Rigobert Song, Fußballspieler
- 1. Juli: Patrick Kluivert, niederländischer Fußballspieler
- 1. Juli: Ruud van Nistelrooy, niederländischer Fußballspieler
- 2. Juli: Tomáš Vokoun, tschechischer Eishockeyspieler
- 2. Juli: Krisztián Lisztes, ungarischer Profi-Fußballspieler
- 3. Juli: Shane Lynch, irischer Sänger
- 4. Juli: Jewgenia Medwedewa-Abruzowa, russische Skilangläuferin
- 5. Juli: Nuno Gomes, portugiesischer Fußballspieler
- 5. Juli: Bizarre, US-amerikanischer Rapper
- 8. Juli: Ellen MacArthur, britische Seglerin
- 8. Juli: Wang Liping, chinesische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 9. Juli: Thomas Cichon, deutscher Fußballspieler
- 9. Juli: Jochem Uytdehaage, niederländischer Eisschnellläufer
- 9. Juli: Emmanuelle Gagliardi, Schweizer Tennis-Profispielerin
- 9. Juli: Shelton Benjamin, US-amerikanischer Profiwrestler
- 10. Juli: Lars Ricken, deutscher Fußballspieler
- 10. Juli: Ludovic Giuly, französischer Fußballspieler
- 10. Juli: Elijah Blue Allman, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 11. Juli: Christina Scherwin, dänische Leichtathletin
- 14. Juli: Monique Covet, Pornodarstellerin
- 15. Juli: Diane Kruger, deutsche Schauspielerin
- 15. Juli: Fredrick Canon, nauruischer Leichtathlet
- 16. Juli: Claudia Riegler, neuseeländische Skirennläuferin
- 19. Juli: Nikita Denise, tschechische Pornodarstellerin
- 20. Juli: Markus Giesler, Konsumforscher und Professor für Marketing
- 20. Juli: Michal Kolomazník, tschechischer Fußballspieler
- 21. Juli: Wahid Haschemian, iranischer Fußballspieler
- 21. Juli: Tatjana Lebedewa, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 22. Juli: Janek Tombak, estnischer Radrennfahrer
- 23. Juli: Judith Arndt, deutsche Radsportlerin
- 23. Juli: Jörg Jaksche, deutscher Radrennfahrer
- 23. Juli: Judit Polgár, ungarische Schachspielerin
- 24. Juli: Josef Heynert, deutscher Schauspieler
- 24. Juli: Rafer Alston, US-amerikanischer Basketballspieler
- 25. Juli: Stephane Rideau, französischer Schauspieler
- 25. Juli: Tera Patrick, US-amerikanisches Fotomodell und Pornodarstellerin
- 26. Juli: Pavel Pardo, mexikanischer Fußballspieler
- 29. Juli: Rhymin Simon, ein deutscher Rapper
- 31. Juli: Paulo Wanchope, costa-ricanischer Fußballspieler
- 1. August: Nwankwo Kanu, nigerianischer Fußballspieler
- 1. August: Liviu-Dieter Nisipeanu, rumänischer Schachspieler
- 1. August: Hasan Şaş, türkischer Fußballspieler
- 2. August: Kati Wilhelm, deutsche Biathletin
- 6. August: Josh Schwartz, US-amerikanischer Fernsehproduzent und Drehbuchautor
- 9. August: Rhona Mitra, britische Filmschauspielerin
- 12. August: Tina Angel, deutsches Erotik-Modell
- 15. August: Boudewijn Zenden, niederländischer Fußballspieler
- 16. August: Sandra Weiss, deutsche Sängerin von Schlagern und volkstümlicher Musik
- 17. August: Olena Krasowska, ukrainische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 18. August: Michael Greis, deutscher Biathlet
- 18. August: Panacea, deutscher Drum'n'Bass-Produzent und -DJ
- 22. August: Marlies Oester, Schweizer Skirennfahrerin
- 23. August: LaTasha Colander, US-amerikanische Leichtathletin
- 26. August: Phil Boland, britischer Football-Spieler
- 27. August: Sarah Chalke, kanadische Schauspielerin
- 27. August: Carlos Moya, spanischer Tennisspieler
- 29. August: Jon Dahl Tomasson, dänischer Fußballspieler
- 31. August: Roque Junior, brasilianischer Fußballspieler
- 31. August: Vincent Delerm, französischer Sänger und Komponist
- 1. September: Ivano Brugnetti, italienischer Leichtathlet
- 3. September: Samuel Osei Kuffour, Fußballspieler
- 3. September: Agnes Scheibelreiter, österreichische Sopranistin
- 6. September: Tom Pappas, US-amerikanischer Leichtathlet
- 8. September: Sjeng Schalken, niederländischer Tennisspieler
- 9. September: Lucia Moniz, portugiesische Sängerin und Schauspielerin
- 10. September: Gustavo Kuerten, brasilianischer Tennisprofi
- 11. September: Marco Rose, deutscher Fußballspieler
- 11. September: MC Rene, deutscher MC und Rapper
- 11. September: Sage Francis, US-amerikanischer Rapper
- 12. September: Jolanda Čeplak, slowenische Leichtathletin und Olympionikin
- 13. September: Tami Kiuru, finnischer Skispringer
- 13. September: José Théodore, kanadischer Eishockey-Tormann
- 13. September: Reto von Arx, Schweizer Eishockeyspieler
- 14. September: Kevin Lyttle, Soca-Musiker
- 16. September: Elīna Garanča, Mezzosopranistin
- 17. September: Feleknas Uca, eine Europaabgeordnete
- 19. September: Oscar Sevilla, spanischer Radrennfahrer
- 20. September: Stephanie McMahon, US-amerikanische Unternehmerin
- 21. September: Jana Kandarr, Tennisspielerin
- 22. September: Ronaldo, brasilianischer Fußballspieler
- 22. September: Yannick Pelletier, Schweizer Schach-Großmeister
- 25. September: Armando Teixeira, portugiesischer Fußballspieler
- 26. September: Michael Ballack, deutscher Profi-Fußballspieler
- 27. September: Francesco Totti, italienischer Fußballspieler
- 29. September: Andrij Schewtschenko, ukrainischer Fußball-Nationalspieler
- 1. Oktober: Ümit Karan, Fußballspieler
- 2. Oktober: Anita Kulcsár, ungarische Handballerin († 2005)
- 3. Oktober: Christian Hassa, deutscher Fußballspieler
- 3. Oktober: Shannyn Sossamon, US-amerikanische Schauspielerin
- 3. Oktober: Seann William Scott, US-amerikanischer Schauspieler
- 4. Oktober: Alicia Silverstone, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. Oktober: Sven Lintjens, deutscher Fußballspieler
- 7. Oktober: Gilberto Silva, brasilianischer Fußballspieler
- 8. Oktober: Renate Groenewold, niederländische Eisschnellläuferin
- 9. Oktober: Rachel McAdams, kanadische Schauspielerin
- 9. Oktober: Roland Kollmann, österreichischer Profifußballspieler
- 10. Oktober: Katja Beer, deutsche Biathletin
- 10. Oktober: Lewan Tskitischwili, georgischer Fußballspieler
- 11. Oktober: Jochen Seitz, deutscher Fußballspieler
- 12. Oktober: Kajsa Bergqvist, schwedische Hochspringerin
- 14. Oktober: Andreas Widhölzl, österreichischer Skispringer
- 16. Oktober: Antonella Confortola, italienische Skilangläuferin
- 18. Oktober: Kjell Carlström, finnischer Radrennfahrer
- 19. Oktober: Omar Gooding, Afro-amerikanischer Schauspieler
- 21. Oktober: Mélanie Turgeon, kanadische Skirennläuferin
- 22. Oktober: Jan Dittrich, deutscher Politiker
- 29. Oktober: Kurt Sulzenbacher, italienischer Skirennfahrer
- 31. Oktober: José María Gutiérrez Hérnandez, spanischer Fußballspieler
- 1. November: Ste

Boeing

Boeing (The Boeing Company) ist einer der weltweit größten Hersteller von zivilen und militärischen Flugzeugen und Hubschraubern sowie von Militär- und Weltraumtechnik.

Geschichte

Bereits 1915 begann der Ingenieur William Edward Boeing, Sohn des deutschen Auswanderers Wilhelm Böing, in Seattle (US-Bundesstaat Washington) die Arbeit an einer ersten „B&W“, zusammen mit seinem Kollegen George Conrad Westervelt. Als dieser die Mitarbeit an dem Projekt aufgab, stellte Boeing die ersten beiden B&Ws ohne seine Hilfe fertig. Die Firmengründung fand 1916 als Pacific Aero Products Company statt. Bereits 1917 wurde das Unternehmen in Boeing Aeroplane Company umbenannt. William Boeing hatte an der Universität Yale studiert und anschließend zunächst in der Holzverarbeitungsindustrie gearbeitet, wo er Kenntnisse über Holzstrukturen erwarb, die ihm für seine spätere Tätigkeit im Flugzeugbau nützlich sein würden. 1934 war sein Unternehmen bereits sehr groß geworden. Infolge der Gesetzgebung nach der Depression, derzufolge die großen Firmen sich in kleinere Einheiten aufteilen mussten, schied William Boeing aus seiner Firma ganz aus. In den beiden Weltkriegen entwickelte sich der Flugzeugbauer bald zu einem der größten Hersteller von Nutzflugzeugen, Bombern und militärischen Kampf- und Überwachungsflugzeugen. 1997 übernahm Boeing, das inzwischen auch viele Passagierflugzeuge im Angebot hatte und sich ebenso im Bereich Raumfahrt (Spaceshuttle-Technologie und Satellitenbau) zu einem Weltunternehmen entwickelte, den Flugzeugbauer McDonnell Douglas und die Aerospace Units von Rockwell International (Boeing North American). Im März 2001 gab Boeing bekannt, seinen Firmensitz in Seattle aufzugeben und an einen anderen Standort zu wechseln. Im Gespräch waren unter anderem Chicago, Denver oder Dallas, wobei letztlich Chicago das Rennen machte. Die Produktion von Flugzeugen blieb davon unangetastet.

Boeings Krise

In den letzten Jahren musste der Konzern einige Rückschläge hinnehmen. Durch die Krise im Luftverkehr und die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA war keine Fluggesellschaft bereit, den zwar schnellen, aber relativ unwirtschaftlichen Sonic Cruiser zu bestellen. Der Konkurrent Airbus gewann darüber hinaus immer mehr Marktanteil. Dazu kam, dass der Konzern einen großen Auftrag an Lockheed Martin verlor. Das von Boeing entwickelte Militärflugzeug X-32 wurde von der US Air Force abgelehnt. Außerdem warf die NASA der Boeing Schlamperei wegen des Columbia-Unglücks vor.
Boeing verbuchte im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von 54,069 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 0,492 Milliarden Dollar. 2002 produzierte Boeing 381 Flugzeuge, liegt aber nicht mehr vor Airbus. Weltweit beschäftigt Boeing rund 160.000 Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern. 2003 gab das Unternehmen bekannt, die 757-Produktion Ende 2004 einzustellen - seit den Terroranschlägen 2001 wurden nur 9 Flugzeuge dieser Art bestellt. Auch der 767, im transatlantischen Luftverkehr in den letzten 20 Jahren dominierend gewesen, droht wegen mangelnder Nachfrage das Aus. 767 Mit der 787, dem so genannten Dreamliner, versucht Boeing, auf dem 250-Sitzer-Markt wieder Fuß zu fassen. 2005 gab das Unternehmen bekannt, auch die 717-Produktion Ende 2006 einzustellen, als Grund wird ebenfalls mangelnde Nachfrage angegeben. Neuerdings erklärt Boeing den Point-to-Point-Verkehr, im Gegensatz zum Hubkonzept, als das Luftverkehrsmodell der Zukunft. Daher würden zukünftig kleinere Flugzeuge mit großer Reichweite erforderlich. Siehe Weblog des Boeing Verkaufschefs Randy Baseler [http://www.boeing.com/randy]

Gegenwärtige Passagier-Flugzeuge


- Boeing 717 (entwickelt von McDonnell Douglas als MD-95; Produktionsende 2006)
- Boeing 737 NG -600x, -700x, -800x, -900x
- Boeing 747 („Jumbo-Jet“) -400, -400ER, -400F, -400ERF
- Boeing 767 -300ER , -400ER
- Boeing 777 -200ER, -300, -300ER, -200LR (Wordliner)
- Boeing BBJ -BBJ, -BBJ 2

Geplante Zivilflugzeuge


- Boeing 7J7 (Ende der 1980er geplanter 727-Nachfolger, Projekt eingestellt)
- Boeing Sonic Cruiser (Mitte der 1990er geplantes Flugzeug, sollte knapp unter der Schallgrenze fliegen, Projekt eingestellt)
- Boeing 787 -3, -8, -9 („Dreamliner“; Bestellungen bis August 2005: 263)
- Boeing 747 Advanced (gestreckte Version der 747-400)
- Boeing 777 -200F (Frachtversion)

Ausgelaufene Passagier-Flugzeuge


- Boeing 247
- Boeing B-307 Stratoliner
- Boeing B-377 Stratocruiser
- Boeing 707
- Boeing 720
- Boeing 727
- Boeing 757

Militärische Flugzeuge

Neben Waffensystemen, Raketen, Hubschraubern (u. a. AH-64 Apache, RAH-66 Comanche) sowie Überwachungs- und Schulungsflugzeugen produziert Boeing Kampfflugzeuge, Jagdflugzeuge und Bomber sowie Tank- und Transportflugzeuge.
- B-17 Flying Fortress
- B-29 Superfortress
- B-47 Stratojet
- B-52 Stratofortress
- C-17 Globemaster III (entwickelt von McDonnell Douglas)
- E-3 Sentry AWACS
- E-4
- E-6 TACAMO/Mercury
- E-8 Joint STARS
- KC-135 Stratotanker
- KC-767

Weblinks


- http://www.boeing.com (englisch)
- http://www.boeing.com/companyoffices/financial/finreports/annual/02annualreport/f_cso.html (englisch)
- http://www.boeingmedia.com (englisch)

Siehe auch

Liste von Flugzeugtypen Airbus Antonow Berijew Boeing Iljuschin Lockheed McDonnell Douglas Suchoi Tupolew Kategorie:Flugzeughersteller Kategorie:Rüstungshersteller Kategorie:Raumfahrtunternehmen Kategorie:Unternehmen (USA) ja:ボーイング ko:보잉 사 ms:Boeing th:โบอิง

6-Tage-Krieg

Der Sechstagekrieg (hebr. מלחמת ששת הימים, milchemet scheschet hajamim) dauerte vom 5. Juni bis zum 10. Juni 1967. Als Teilaspekt des Nahostkonfliktes war er nach dem Israelischen Unabhängigkeitskrieg (1948), der Sueskrise (1956) der dritte arabisch-israelische Krieg. Die Kriegsgegner in Nahost waren Israel und die arabischen Nachbarstaaten Ägypten, Jordanien und Syrien. Israel eroberte in diesem Krieg den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen und das Westjordanland. Der Krieg begann mit einem weithin als Präventivschlag anerkannten Angriff der israelischen Luftwaffe auf ägyptische Luftwaffenbasen, nachdem Ägypten zuvor die Straße von Tiran für die israelische Schifffahrt gesperrt hatte und arabische Armeen an den Grenzen Israels aufmarschiert waren.

Die Lage vor dem Krieg

Die Lage im Nahen Osten war schon vor Gründung des Staates Israel nicht friedlich, größere militärische Auseinandersetzungen lagen allerdings schon 11 (Sueskrise) beziehungsweise 19 Jahre (Unabhängigkeitskrieg) zurück. Die Krise um den Sueskanal endete 1956 mit einer militärischen Niederlage Ägyptens, dennoch gelang es Gamal Abdel Nasser, eine quasi unanfechtbare Position als Führer der arabischen Welt aufzubauen. Die USA drängten Israel, die eroberte Sinai-Halbinsel wieder an Ägypten zurückzugeben. Israel kam dieser Bitte nach. Im Gegenzug sollte Ägypten dazu gebracht werden, auf Basis von beiderseitigem Einverständnis keine Guerillas mehr in das israelische Staatsgebiet zu schicken. Die Stationierung von Friedenstruppen der VN im Sinai, der UNEF, die dafür sorgen sollte, dass die Grenzregion demilitarisiert blieb trug auch zu einer zeitweisen Beruhigung des Konflikts bei. Dennoch hatte zu diesem Zeitpunkt kein arabischer Staat Israels Unabhängigkeit anerkannt, noch war ein Friedensvertrag zwischen einem der Staaten und Israel unterzeichnet worden. Syrien, das ein Verbündeter der mächtigen Sowjetunion war, unterstützte in den 1960er Jahren Einfälle von Guerillas in das israelische Gebiet. Dies war Teil des Volksbefreiungskrieges der syrischen Baath Partei. Die geopolitische Lage unterschied sich insofern von der heutigen (2005), als dass der Gaza-Streifen von Ägypten und das Westjordanland (inkl. Altstadt von Jerusalem) von Jordanien besetzt waren.

Militärische Lage

Die ägyptische Armee war seit fünf Jahren auf den Bürgerkrieg im Jemen konzentriert, der nicht nur einige der besten Truppen band, sondern auch einen hohen Verschleiß an Material forderte und sich schlecht auf die Moral auswirkte. Teile der Armeeführung waren davon überzeugt, keine militärischen Operationen gegen Israel ausführen zu können, solange Ägypten im Jemen involviert sein würde. Ein entsprechender Bericht wurde allerdings vom damaligen Generalstabschef Amer in den Wind geschlagen. Dieser hatte seinen Posten vor allem seiner Loyalität Nasser gegenüber erhalten, der jemanden gesucht hatte, um die Armee unter Kontrolle zu halten. Wie sich schon in der Sueskrise gezeigt hatte, war Amer allerdings unfähig, Krieg zu führen. Auch hatte die ägyptische Armeeführung nicht aus den Erfahrungen des Krieges von 1956 gelernt und vor allem nichts an der Ausbildung und der schlechten Behandlung der Mannschaften geändert. Nach vielen Militärputschen war die syrische Armee durch die politischen Ambitionen einzelner Offiziere mehr ein Mittel zur Erlangung der politischen Macht als eine kriegsfähige Streitmacht. Zudem gehen Strategen davon aus, dass Nasser die Auswirkungen eines israelischen Erstschlags unterschätzte. Nasser ging, Vermutungen zufolge, zudem von einem Stellungskrieg aus, den die seiner Ansicht nach starke ägyptische Armee gewinnen müsse. Er zeigte sich überzeugt, Israel habe den Krieg von 1956 nur wegen der Mithilfe Englands und Frankreichs gewonnen. Von den Sowjets wurde 1966 der Schild-und-Schwert-Plan für einen Krieg Ägyptens gegen Israel entworfen, der die Weiten der Sinaiwüste auszunutzen gedachte. Er war den Israelis gut bekannt, aber obwohl die Landstreitkräfte Israels (IDF) entlang der Linie von Anvil stationiert waren, ging der israelische Verteidigungsplan von einer Vorwarnzeit von 48 Stunden aus, von der man nicht sicher sein konnte, ob sie ausreichend sein würde. Nachteilig für einen von Israel befürchteten Kriegseintritt Ägyptens wirkte sich die Tatsache aus, das die Vorbereitungen für den Schild-und-Schwert-Plan im Jahre 1967 noch nicht abgeschlossen waren und einige Offiziere, die sich mit dem Plan auskannten, durch Männer Amers ersetzt wurden. Zahlenmäßig ergab sich eine Überlegenheit der arabischen Armeen gegenüber Israel.

Die Lage an der syrisch-israelischen Grenze

In den 1960er Jahren war die Grenze zwischen Syrien und Israel ein dauernder Konfliktherd. Einer der Konflikte beinhaltete die strategische Wasserversorgung. Israel hatte 1964 den National Water Carrier, ein Wasserverteilsystem, fertig gestellt, das gemäß dem Johnston Plan von 1955 Wasser aus dem See Genezaret pumpte und damit den Weiterfluss in den Jordan verminderte. Als Antwort auf diesen Bau arbeitete Syrien daran, die Jordanzuflüsse Dan und Banyas umzuleiten, so dass deren Wasser Israel und den See Genezaret nicht mehr erreichen konnte. Diese Anlagen wurden deshalb im selben Jahr durch Israel zerstört. Ein weiterer Konfliktherd waren die seit dem Waffenstillstand von 1949 zwischen Israel und Syrien umstrittenen und demilitarisierten Gebiete. Diese lagen zwischen der Waffenstillstandslinie und der Grenze Palästinas wie sie während des Völkerbundsmandat für Palästina seit 1922 bestanden (der UN-Teilungsplan von 1947 schlug die Gebiete den jüdischen Staat zu). Es war vorgesehen, bei Abschluss des endgültigen Friedensvertrages eine Einigung über diese Gebiete zu erreichen, allerdings versuchten beide Seiten, durch intensivierte Kultivierungsmaßnahmen vollendete Tatsachen zu schaffen, wobei Israel erfolgreicher war als Syrien. Syrien erweiterte seine Grenzbefestigungen auf den Golanhöhen mit sowjetischer Hilfe. Es unterstützte die palästinensischen Guerillas in ihrem Kampf gegen Israel. Diese Angriffe gingen oft von libanesischem und jordanischem Gebiet aus, was nicht dem Willen König Husseins entsprach. Außerdem beschoss Syrien israelische Zivilisten im nordöstlichen Galiläa von seinen Grenzposten auf dem Golan aus. Im Frühjahr 1966 war deutlich geworden, dass Israels Nachbarstaaten ihre anti-israelischen Aktivitäten verstärkten. Zwischen Juni 1965 und dem Ausbruch des Krieges wurden 16 Israelis an der Grenze getötet und 67 verwundet. Syrien beschoss von den Golanhöhen aus israelische Ortschaften. Diese Konflikte führten zu einer Zunahme der Grenzzwischenfälle. Manchmal eskalierten die Schusswechsel zu Artillerieduellen oder Luftkämpfen, so etwa am 7. April 1967. Die israelische Luftwaffe schoss mit ihren Dassault Mirage III vier syrische MiG-21 über Jordanien und zwei weitere über den Vororten von Damaskus ab und überflog demonstrativ die Stadt.

Der Angriff auf Samua

Innerhalb Israels wurde 1966 immer stärkere Rufe nach einem harten Vorgehen gegen Syrien laut, nach dem Abschluss des Verteidigungspakts zwischen Ägypten und Syrien wurde allerdings das wesentlich schwächere Jordanien als Ziel ausgewählt. Der Angriff setzte einen Schlusspunkt unter dreijährige Geheimverhandlungen König Husseins und Israels. Hussein sah seinen Thron in direkter Gefahr, da die Palästinenser und Teile des Militärs begannen, ihm die Gefolgschaft zu verweigern. Zudem hatte ihm Israel wenige Tage vorher versichert, keinen Angriff auf Jordanien zu planen. Das Vertrauen Husseins in die Politik Israels war damit zerstört. Der Angriff wurde folgenlos vom Sicherheitsrat verurteilt ([http://domino.un.org/UNISPAL.NSF/d744b47860e5c97e85256c40005d01d6/1a03c7bfb8d6c049852560c3004a4aaf!OpenDocument Resolution 228]), ebenso von den Vereinigten Staaten, die mittels einer militärischen Lieferung versuchten, König Husseins Position zu stützen. Die Sowjetunion unterstützte die arabische Position und war durch falsche Geheimdienstinformationen schließlich für eine weitere, zuspitzende Eskalation der Ereignisse verantwortlich. Sie behauptete nämlich, Israel würde Truppen an der syrischen Grenze zusammenziehen. Israel lud den sowjetischen Botschafter ein, selbst die Gebiete zu bereisen, um sich ein Bild zu machen. Die Behauptungen von israelischen Truppenkonzentrationen an der syrischen Grenze wurden auch von dem eigens entsandten ägyptischen General Muhammad Fawzi, der am 14. Mai Syrien bereist hatte, nicht bestätigt. Er berichtete Nasser: "Dort ist nichts. Keine massive Truppenzusammenziehung. Nichts." Ähnlich äußerte sich auch der Chef des ägyptischen Militärgeheimdienstes. Trotzdem behauptete Nasser weiterhin, die Israelis hätten aggressive Pläne.

Arabische Propaganda

Die Rhetorik der arabischen Führer war im Vorfeld des Krieges von martialischer Blutrünstigkeit geprägt. So erklärte zum Beispiel Syriens Präsident am 22. Mai 1966: „Wir wollen einen totalen Krieg ohne Limits, einen Krieg, der die zionistische Basis zerstören wird.“ Noch am 20. Mai 1967 verkündete Hafiz al-Assad (syrischer Verteidigungsminister): „Unsere Streitkräfte sind nun voll bereit (...) dem Akt der Befreiung den Anstoß zu geben und die zionistische Anwesenheit im arabischen Heimatland in die Luft zu jagen. Ich als Militär glaube, dass die Zeit gekommen ist, den Vernichtungskrieg zu führen.“ Die arabische Propaganda verfehlte ihre Wirkung auf die arabischen Massen nicht. Da der größte Teil der Bevölkerung weder lesen noch schreiben konnte, schaffte es Nasser mit Hilfe seines Radiosenders "Saut al-Arab" (Stimme der Araber), seinen Einfluss weiter auszubauen. Die von Saut al-Arab propagierte Überlegenheit der arabischen Armeen über Israel wurde von manchen Offizieren für Wirklichkeit gehalten. Die Niederlagen von 1948/49 und 1956 wurden allgemein verdrängt.

Remilitarisierung des Sinai durch ägyptische Truppen

Am 15. Mai 1967, dem Tag der international kritisierten Militärparade zu den Feierlichkeiten des israelischen Unabhängigkeitstages, nahmen die Ägypter ihre Positionen gemäß ihres Eroberungsplans ein. Dies war eine unerwartete Entwicklung, da die Situation an der ägyptischen Grenze (dank der UN-Truppen) bisher relativ ruhig gewesen war. Außerdem war die ägyptische Armee seit fünf Jahren in einen unentschiedenen Krieg im Jemen verwickelt, wo sie eine linksgerichtete Revolution unterstützten. Wegen des Truppeneinmarschs wurden am nächsten Tag die Truppen im Negev von Jitzhak Rabin eingewiesen, der zusätzlich eine oder zwei Brigaden von Reservisten einberufen wollte. Israel befand sich seiner Ansicht nach in einer Zwangslage: Wäre keine Reaktion erfolgt, hätten die Ägypter den Eindruck gewinnen können, man sei sich der feindlichen Truppenbewegungen nicht bewusst, oder gar mit ihnen einverstanden. „Auf der anderen Seite", so Rabin später „hätte eine Überreaktion unsererseits die arabischen Befürchtungen nähren können, dass wir aggressive Absichten hätten, was einen vollkommen ungewollten Krieg provozieren hätte können.“ Israels Ministerpräsident Eschkol erklärte sich mit einer Erhöhung der Alarmstufe auf die niedrigste Stufe einverstanden, wies aber zu diesem Zeitpunkt die Einberufung von Reserveeinheiten zurück. Auch wenn von verschiedenen israelischen Offiziellen (unter ihnen Rabin) in dieser Vor-Phase nicht davon ausgegangen wurde, dass Nasser angreifen wolle, war man übereinstimmend der Ansicht, dass durch den vollzogenen arabischen Truppenaufmarsch das Abschreckungspotential und die Verteidigungskraft Israels abnehmen könnte, bis die Araber die Möglichkeit sahen, anzugreifen. Die Lage spitzte sich weiter zu. Zusätzlich zu den bereits 30.000 im Sinai stationierten Truppen und den 10.000 Soldaten der Palästinensischen Befreiungsarmee im Gazastreifen wurde in den Nächten des 15. und 16. Mai die 5. ägyptische Armee in den Sinai verlegt. Rasch folgten ihr die 2. und die 7. Infanteriedivision und schließlich auch die 6. Panzerdivision über den Kanal. Dort hatte sich die 4. Division unter dem Kommando Generalmajors Sidki al Ghul in Bir al-Thamada eingegraben. Jede dieser Einheiten bestand aus 15.000 Mann, um die 100 T-54- und T-55-Panzern, 150 bewaffneten Truppentransportern sowie einer großen Menge sowjetischer Artillerie (Haubitzen, Schwere Mörser, Katjuscha-Raketen, SU-100 Antipanzerwaffen). Was für die Israelis besonders schwer wog, war die von ihnen vermutete Bewaffnung der MiG-17 und MiG-21 mit Giftgasbomben. Der Atomreaktor von Dimona im Negev befand sich inzwischen in Reichweite der 4. ägyptischen Division. Eschkol stimmte am 17. Mai auf massiven Druck Rabins widerwillig einer Einberufung von 18.000 Mann zu.

Abzug der UNEF-Truppen

17. Mai Alle militärischen Vorbereitungen ließen jedoch nicht zwingend nur den Krieg übrig, denn bereits im Jahre 1960 hatte die ägyptische Armee den Sinai kurzzeitig remilitarisiert. Am 17. Mai verlangte Nasser jedoch den Abzug der UNEF (United Nations Emergency Force, die nach der Sueskrise in Ägypten zur Friedenssicherung stationiert wurde) von der Sinaihalbinsel. Dem stimmte der damalige UNO-Generalsekretär Sithu U Thant ohne Widerspruch und ohne Rücksprache mit der israelischen Regierung sofort zu. Israel wiederum akzeptierte keine Stationierung der UN-Truppen auf seinem Gebiet. Israel lehnte dies mit der Begründung ab, dass Ägypten und nicht Israel den Krieg seit 1956 durch das Einsickern von Guerillas aufrecht erhalten hätte. Außerdem konnte man die Soldaten der UNEF schwerlich als israelfreundlich bezeichnen, und es wurde von den Israelis befürchtet, die UNEF würde weniger den potentiellen ägyptischen Angriff aufhalten, als vielmehr die israelischen Reaktionsmöglichkeiten einschränken.

Schließung der Straße von Tiran

Nassers Remilitarisierung der Sinaihalbinsel folgte am 22. Mai die Schließung der Straße von Tiran (dem einzigen Zugang Israels zum Roten Meer - über den ein Großteil des Erdölimports abgewickelt wurde) für israelische Schiffe und Schiffe mit "strategischer" Ladung für Israel (worunter auch Öl gefallen wäre). Damit verstieß er gegen internationale Vereinbarungen betreffend der Freiheit der Meere. Von Ägypten wurde angeführt, der Zustand der Feindschaft mit Israel erlaube diese Blockade. Ein Vermittlungsversuch Großbritanniens kam gar nicht erst zustande. Israel hatte eine Schließung der Straße von Tiran wiederholt als casus belli bezeichnet. Hassanein Heykal, der als Sprachrohr Nassers galt, schrieb in der Zeitung Al-Ahram vom 26. Mai, dass die Schließung der Straße von Tiran den Krieg unausweichlich mache. Er sagte voraus, dass Israel angreifen würde, zeigte sich aber überzeugt dass die Ägypter dem Schlag standhalten würden und den Kampf in das israelische Kernland tragen würden. Am 25. Mai wurden Syrien, Jordanien, der Irak und Saudi Arabien durch Ägypten aufgefordert und ermutigt, ihre Truppen an Israels Grenzen zu stationieren. Der ägyptische Staatspräsident Nasser erklärte am 26. Mai 1967: "Unser Ziel ist die Zerstörung Israels. Das arabische Volk ist bereit, zu kämpfen. ... Sharm El-Sheikh ist eine Konfrontation mit Israel." Nach dem Vorbild des im November 1966 zwischen Ägypten und Syrien geschlossenen "Verteidigungspakts" unterzeichnete Ägypten am 30. Mai und am 4. Juni weitere Verteidigungspakte mit Jordanien und dem Irak und vollendete damit die Einkreisung Israels bis auf den Libanon im Norden. Ungefähr 250.000 Soldaten, 2.000 Panzer und 700 Kampfflugzeuge wurden von den arabischen Staaten aufgeboten, die damit in etwa Parität mit den israelischen Streitkräften erreichten. Trotzdem sah keine der drei Großmächte USA, Frankreich und Großbritannien Israel ernsthaft in Gefahr. Die militärischen Analytiker der drei Nationen waren sich nur darin uneinig, ob Israel eine oder zwei Wochen brauchen würde, die arabischen Armeen zu besiegen. Grund für diese Einschätzung war die hohe Professionalität der israelischen Streitkräfte, ihre Ausrüstung mit modernen Waffen und ihre höhere Kampferfahrung.

Kriegsverlauf

5. Juni

Der Krieg begann am 5. Juni mit einem gut geplanten und erfolgreichen Angriff der israelischen Luftwaffe auf die ägyptischen Flugfelder im Sinai. Dieser Angriff erfolgte ohne Kriegserklärung. Die meisten der 385 modernen, von der Sowjetunion gelieferten Flugzeuge wurden am Boden vernichtet, die Rollbahnen der Flugplätze beschädigt. Somit hatten die ägyptischen Truppen im Sinai keine Luftunterstützung mehr und standen damit praktisch schon am ersten Tag des Krieges am Rande einer Niederlage. Auch die weniger starken und modernen syrischen und jordanischen Luftstreitkräfte wurden ähnlich stark dezimiert. Dadurch hatte Israel für den Rest des Krieges totale Luftüberlegenheit. Gleichzeitig rückten Bodenstreitkräfte der israelischen Armee gegen die ägyptischen Positionen vor. Während in den ersten Stunden von israelischer Seite kaum Informationen über den Kriegsverlauf herausgegeben wurden, verkehrte die ägyptische Propaganda den Kriegsverlauf ins Gegenteil und berichtete von angeblichen Siegen der arabischen Truppen. So kam es in der übrigen Welt zu dem falschen Eindruck, nicht Israel sondern Ägypten habe den Krieg begonnen. In einem Aufruf wurde Jordanien aufgefordert, sich aus dem Krieg heraus zu halten. Jordanien lehnte ab und beschoss Westjerusalem und das Gebiet um Tel Aviv mit Artillerie. Israel antwortete mit Gegenangriffen. Die ersten Befehle, die Verteidigungsminister Mosche Dajan für Jerusalem ausgab, lauteten: "Wir werden es, wenn es notwendig ist, umzingeln, werden es aber nicht stürmen."

6. und 7. Juni

Mosche Dajan Am 6. und 7. Juni rückten die israelischen Truppen durch den Sinai auf die strategisch wichtigen Pässe Mitla und Gidi vor. Durch kombinierten Einsatz im Verbund von Fallschirmspringern, Luftangriffen, Artillerie und Panzern konnten sie den zahlenmäßig überlegenen Truppen eine vernichtende Niederlage bereiten - auch weil der ägyptische Verteidigungsminister Abdel Hakim Amer nach ersten Berichten von Niederlagen in Panik geriet und den Rückzug hinter den Sueskanal befahl. Dajan wollte ursprünglich einen Vormarsch bis zum Sueskanal unter allen Umständen verhindern, da er befürchtete, dass die Ägypter unter diesen Umständen nicht bereit wären, die Kämpfe zu beenden. Außerdem befürchtete er einen größeren internationalen Druck auf Israel für diesen Fall. Am 7. Juni wurde deshalb sogar Truppen Generalmajors Tal der Rückzug befohlen, doch der Vorwärtsdrang der Armee war nicht mehr zu stoppen. Zeitgleich rückten die Israelis in Ostjerusalem und auf der von Jordanien besetzten West Bank (Judäa und Samaria) vor. Auch die jordanischen Truppen konnten keinen entscheidenden Widerstand leisten. Der Angriff auf Jerusalem war schließlich vor allem auf Druck Menachem Begins und Jigal Allons gegen den Willen Dajans und orthodoxer Kabinettsmitglieder ausgeführt worden. Die Minister, die eine sofortige Besetzung Jerusalems verlangten, fürchteten, dass der UN-Sicherheitsrat einen Waffenstillstand verhängen würde, bevor das Gebiet um die Klagemauer erobert sein würde. Die syrischen Golanhöhen wurden währenddessen heftig von Israels Artillerie und Luftwaffe beschossen.

8. bis 10. Juni

KlagemauerAm 8. Juni erreichten die israelischen Panzer den Sueskanal. Am 9. Juni griff Israel die syrischen Stellungen auf den Golanhöhen an, von wo aus Syrien 205 Häuser sowie Obstgärten und Ackerland beschossen und zerstört hatte. Durch die massive Unterstützung aus der Luft, die sich auf aufgeklärte Positionen der syrischen Stellungen durch Agenten des Mossad stützen konnte, gelang dies trotz des schwierigen Geländes. Die israelischen Luftstreitkräfte hatten schon am 5. Juni zwei Drittel der syrischen Luftwaffe zerstört, die übrig gebliebenen syrischen Flugzeuge wurden in entlegene Stützpunkte gezwungen und spielten deshalb keine Rolle mehr im Krieg. Eine kleine syrische Truppe versuchte, die Wasseranlage in Tel Dan zu erobern, die zwei Jahre zuvor der Grund einer zwischenzeitlichen Eskalation zwischen den beiden Staaten war. Es wurde berichtet, dass mehrere syrische Panzer im Jordan untergegangen seien, letztlich gab die syrische Armee einen Einmarsch recht schnell auf und verlegte sich darauf israelische Städte im Hula-Tal mit Granaten zu bombardieren. Diese Lage blieb auch 7. und 8. Juni so. Dann begann eine Debatte in der israelischen Regierung darüber, ob der Golan auch bestürmt werden solle. Man ging von militärischer Seite davon aus, dass der Angriff viele Opfer fordern würde, da gegen höher, und damit strategisch günstiger gelegene Einheiten gekämpft werden musste, die sich äußerst gut verschanzt hatten. Der Westen der Golanhöhen besteht aus einer Steilstufe, die sich vom See Genezareth und dem Jordan aus mehr als 500 Meter in die Höhe erstreckt, um dann wieder einwenig abzufallen. Mosche Dajan war davon überzeugt, dass eine solche Operation 30.000 Soldaten das Leben kosten würde und war ihr entschiedener Gegner. Levi Eshkol auf der anderen Seite, war zusammen mit dem Chef des Nördlichen Kommandos, David Elazar, eher zu einer Operation in den Golanhöhen bereit. Elazar dürfte mit seinem Enthusiasmus und seiner Überzeugung in die Durchführbarkeit der Operation einen Meinungsumschwung bei Dajan erreicht haben, und als die Situation an den südlichen und mittleren Fronten besser wurde, änderte Dajan seine Meinung und stimmte der Operation zu. Die meisten syrischen Truppen flohen, so dass die Berge schon am 10. Juni völlig in israelische Hand gerieten. Nach nur sechs Tagen hatten die Israelis die feindlichen Linien durchbrochen und waren dazu in der Lage, in Kairo, Amman und Damaskus einzumarschieren.

Kriegsfolgen und Nachwirkungen

Am 11. Juni bereits wurde der letzte Waffenstillstand unterzeichnet. Daraufhin fand im August 1967 in der sudanesischen Hauptstadt Khartum eine Gipfelkonferenz aller arabischen Staaten statt, die ihre weitere Politik auf drei klare „Nein“ festlegte: „Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels.“ (siehe Khartum Resolution) Israel konnte große Gebiete unter seine Kontrolle bringen: Die Sinai-Halbinsel, den Gazastreifen, Judäa und Samaria (Westbank) mit der historischen Altstadt von Jerusalem sowie die Golanhöhen. Strategisch waren vor allem die Golanhöhen interessant, da das übersichtliche Gelände gut zu verteidigen war. Die seitdem von Israel besetzten Gebiete:Gazastreifen, Westjordanland und Ost-Jerusalem bleiben bis heute ein ständiger Unruheherd und ein Nährboden für Terroristen. Die israelische Armee hat sich mittlerweile aus dem Gazastreifen zurückgezogen und die 38 Jahre andauernde Militärbesatzung beendet. Die israelische Wirtschaft, die vor dem Krieg in einer Krise gesteckt hatte, florierte, Dank des Tourismus, Spenden aus dem Ausland und der Ölquellen auf dem Sinai. Generalstabschef Jitzhak Rabin bekam die Ehre dem Krieg einen Namen zu geben. Aus einer Reihe von Möglichkeiten (beispielsweise Erlösungskrieg) wählte er den am wenigsten großtuerischen: "Sechstagekrieg". Auf arabischer Seite bezeichnete man ihn als den "Rückschlag", das "Disaster" oder "Juni-Krieg", Nasser bezeichnete ihn als den "Bunche-Krieg" (nach Ralph Bunche). Noch am 22. November 1967 erließ die UNO in New York die Resolution 242, in der Israel zum Rückzug "aus besetzten Gebieten" aufgefordert wurde. Im Gegensatz zum Sinaifeldzug zog sich Israel jedoch nicht hinter die Waffenstillstandslinien von 1949 zurück. Israel begann schon bald mit intensivem Bau von staatlich geförderten Wehrdörfern und Siedlungen. Wenn auch nur der Golan und Ostjerusalem offiziell annektiert wurden, deutete dies auf den Willen hin, diese Gebiete langfristig zu kontrollieren oder gar zu behalten. Die Sinai-Halbinsel wurde 1982, nach dem