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Amsat

Amsat

Der AMSAT Deutschland e.V., kurz AMSAT-DL ist ein 1974 in Marburg an der Lahn gegründeter, als gemeinnützig anerkannter Verein. Der Name AMSAT ist eine Abkürzung von Radio Amateur Satellite Corporation (auf deutsch etwa "Funkamateur Satellitenvereinigung"). Weltweit existieren mehrere AMSAT-Organisationen, die erste wurde 1969 in den USA gegründet um die Beteiligung von Funkamateuren an Weltraumforschung und -kommunikation zu fördern. AMSAT führte damit die Bemühungen des OSCAR-Projekts fort, das 1961 den ersten Amateurfunksatelliten startete. Ziel von AMSAT Deutschland e.V. ist im wesentlichen die Entwicklung, der Bau und Betrieb von Amateurfunksatelliten, nachrichtentechnische und raumfahrtwissenschaftliche Forschung unter Beteiligung der Amateurfunkdienste und die Veröffentlichung der erarbeiteten Forschungsergebnisse zur Förderung von Wissenschaft und Forschung. Außerdem gibt der Verein für Mitglieder eine Vereinszeitschrift heraus, unterstützt sie bei der Materialbeschaffung zur Durchführung des Amateurfunkdienstes über Satelliten, vertreibt themenbezogene Bücher und Software und führt Tagungen durch. Die Raumfahrtprojekte werden in Zusammenarbeit mit den anderen AMSAT-Organisationen und Universitäten durchgeführt.
(
- ) Der Name während der Planungsphase lautete AMSAT PHASE 3D.
Seit 1980 war AMSAT-Deutschland an 9 insgesamt erfolgreichen Missionen beteiligt. Bis 2007 soll Phase 3 Express (P3E) in eine Erdumlaufbahn gebracht werden. Dieser Satellit gilt als Prototyp für das Raumfahrzeug Phase 5-A (P5A), dass 2009 zum Mars zu entsandt werden soll.

Weblinks


- [http://www.amsat-dl.org www.amsat-dl.org] - AMSAT Deutschland e.V.
- [http://www.amsat.org www.amsat.org] - AMSAT international Kategorie:Amateurfunk Kategorie:Verein Kategorie:Marburg

1974

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Die Vereinten Nationen erklären das Jahr 1974 zum „Weltbevölkerungsjahr“
- Die Mehlschwalbe (lat. Delichon urbica) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Ernst Brugger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Deutschland hebt die Preisbindung für Markenartikel auf
- 1. Januar: Die Elternversicherung tritt in Schweden in Kraft
- 1. Januar: Finnland. Freihandelsabkommen mit der EG
- 1. Februar: Deutschland trifft mit Botswana ein Rahmenabkommen über die Entwicklungshilfe
- 2. Januar: In Spanien wird Carlos Arias Navarro als neuer Ministerpräsident vereidigt
- 2. Januar: In Schweden tritt eine Stromrationierung in Kraft
- 18. Januar: Abkommen über eine Truppenentflechtung Ägyptens und Israels
- 25. Januar: UN-Truppen rücken in die von den Israelis frei gemachten Stellungen am Sueskanal ein
- 31. Januar: Überfall von Mitgliedern der PFLP auf die japanische Botschaft in Kuwait und der JRA auf eine Shell-Anlage in Singapur.
- 7. Februar: Grenada erhält seine Unabhängigkeit von Großbritannien
- 8. Februar: Militärputsch in Obervolta
- 20. Februar: Der Deutsche Bundestag ratifiziert den Atomsperrvertrag
- 27. Februar: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Malta
- 2. März: In Spanien wird das letzte mal eine Hinrichtung durchgeführt. Getötet werden der Anarchist Puig Antich und der deutsche Flüchtling Georg Michael Welzel
- 7. März: Einigung über die Einrichtung ständiger Vetretungen in Bonn und Ostberlin
- 18. März: Öl-Embargo: Die meisten OPEC-Nationen beenden das fünfmonatige Öl-Embargo gegen die USA, Europa und Japan
- 1. April: Myanmar bekommt eine neue Verfassung
- 2. April: Die Republik Niger wird Mitglied in der UMOA (Westafrikanische Währungsunion) und der BOAD (Westafrikanische Entwicklungsbank)
- 16. April: Armeeputsch im Niger stürzt Präsident Hamani Diori
- 25. April: Günter Guillaume, persönlicher Referent von Bundeskanzler Willy Brandt, wird als Spion der DDR entlarvt
- 25. April: Nelkenrevolution in Portugal
- 30. April: Hinrichtung der 19-jährigen Leyla Kassim und vier weiterer Studenten nach schweren Folterungen wegen „Begünstigung und Gutheißung der separatistischen Bestrebungen“ in Südkurdistan
- 2. Mai: Die ständigen Vertretungen der BRD und der DDR werden in Bonn und Ost-Berlin eröffnet
- 6. Mai: Willy Brandt tritt als Bundeskanzler wegen der Spionage-Affäre um Günter Guillaume zurück
- 9. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Zypern
- 15. Mai: Walter Scheel wird zum deutschen Bundespräsidenten gewählt
- 16. Mai: Helmut Schmidt wird mit absoluter Mehrheit zum Bundeskanzler gewählt
- 18. Mai: Indien zündet testweise eine Atombombe
- 18. Mai: Das bis heute höchste Bauwerk der Welt, der (am 10. August 1991 eingestürzte) 648 Meter hohe selbststrahlende Sendemast in Konstantynow, Polen wird fertiggestellt
- 19. Mai: In Frankreich wird Valery Giscard d'Estaing (50,8 %) vor François Mitterrand (49,1 %) zum Staatspräsidenten gewählt
- 21. Mai: Regierung Thammasak in Thailand zurückgetreten
- 2. Juni: Bhutan. Jigme Singye Wangchuk wird zum König gekrönt
- 11. Juni: Deutscher Bundestag beschließt die Erhöhung der Beamtengehälter um 11 % (rückwirkend ab dem 1. Januar 1974)
- 18. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Dänemark. In Kraft seit dem 2. Dezember 1975
- 23. Juni: Rudolf Kirchschläger zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt
- 26. Juni: Herstatt-Bank Köln wird geschlossen
- 29. Juni: Isabel Martínez de Perón wird in Argentinien als Staatspräsidentin vereidigt
- 5. Juli: Deutschland schließt Investitionsschutz und -förderungsabkommen mit Ägypten
- 16. Juli: Im hessischen Biblis geht der damals größte Kernreaktor der Welt in Betrieb
- 27. Juli: In Washington D.C. beginnt das Impeachment-Verfahren gegen den amtierenden US-Präsidenten Richard Nixon wegen „Behinderung der Justiz“
- 9. August: US-Präsident Richard Nixon tritt wegen der Watergate-Affäre zurück
- 12. August: Anerkennung der Unabhängigkeit Guinea-Bissaus durch Deutschland
- 10. September: Guinea-Bissau erlangt die endgültige Unabhängigkeit von Portugal (einseitige Unabhängigkeitserklärung schon am 24. September 1973)
- 11. September: Charles T. Kowal entdeckt den Jupitermond Leda (Jupiter XIII)
- 11. September: Portugal wird wieder Mitglied in der UNESCO
- 12. September: Äthiopien. Absetzung von Kaiser Haile Selassie I. durch das Militär
- 13. September: Mitglieder der Japanischen Roten Armee überfallen die französische Botschaft in Den Haag
- 17. September: Grenada, Guinea-Bissau und Bangladesch werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 17. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Malta
- 3. Oktober: Deutschland trifft mit Botswana ein Abkommen über technische Zusammenarbeit
- 8. Oktober: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Jamaika
- 18. Oktober: Demokratische Volksrepublik Korea wird Mitglied in der UNESCO
- 19. Oktober: Unabhängigkeit von Niue, in freier Assoziierung mit Neuseeland
- 1. November: Guinea-Bissau wird Mitglied in der UNESCO
- 12. November: San Marino wird Mitglied in der UNESCO
- 16. November: Die Arecibo-Botschaft wird in das All gesendet
- 26. November: Luftverkehrsabkommen zwischen Paraguay und Deutschland
- 29. November: Ulrike Meinhof wird zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt
- 1. Dezember: Gründung der ersten und bislang einzigen deutschen Fernuniversität in Hagen
- 2. Dezember: Die Raumsonde Pioneer 11 fliegt an Jupiter vorbei
- 2. Dezember: Ein bedeutsames Aktienpaket der Stuttgarter Daimler-Benz AG wird vom Emirat Kuwait gekauft
- 13. Dezember: Unabhängige Republik Malta wird ausgerufen
- 26. Dezember: Einweihung des neuen Elbtunnels in Hamburg
- Die Türkei besetzt den Nordteil Zyperns, es kommt zum Zypern-Krieg
- Erstmals in ihrer Geschichte verzeichnet die Bundesrepublik Deutschland einen Einwohnerrückgang: am Jahresende wurden 62 Millionen Einwohner gezählt: 110.000 weniger als zum Jahresanfang
- Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie können erstmals Stoffwechselvorgänge im Gehirn gezeigt werden

Kultur


- 13. Februar: Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn wird aus der Sowjetunion ausgewiesen und nach Frankfurt am Main ausgeflogen
- 16. Februar: Uraufführung der Oper Einstein von Paul Dessau an der Deutschen Oper Berlin
- 28. Februar: Im New Yorker Museum of Modern Art wird Pablo Picassos berühmtes Werk „Guernica“ mit einem Text besprüht
- 4. März: Uraufführung der TV-Oper La Cubana oder Ein Leben für die Kunst von Hans Werner Henze in New York
- 6. April: ABBA gewinnen den Grand Prix D'Eurovision De La Chanson mit dem Titel Waterloo, ABBA sind seit dem die erfolgreichste Pop-Gruppe nach den Beatles
- 10. Oktober: Erstes Volkskonzert von Mikis Theodorakis nach dem Sturz der griechisches Militärjunta vor mehreren zehntausend begeisterten Menschen im Karaiskakis-Stadion in Athen
- Entdeckung der Terrakottaarmee in der Nähe von Xi'an
- Eröffnung des Zirkusmuseums in Preetz
- Erbauung des Sendemast Radio Warschau, das bis heute höchste Gebäute.
- Eröffnung des Sears Towers.

Katastrophen


- 30. Januar: Absturz einer Boeing 707 der PanAm
- 3. März: Paris, Frankreich, kurz nach dem Start von dem Flughafen Orly verunglückt eine McDonnell Douglas DC-10 der Turkish Airlines. 346 Tote
- 22. April: Tinga-Tinga, Bali, Indonesien. Eine Boeing 707 der PanAm prallte beim Landeanflug ca. 60 km nordwestlich vor dem Flughafen gegen einen Berg. Alle Personen starben
- 11. Mai: Erdbeben in Sichuan u. Yünnan/Volksrepublik China, etwa 20.000 Tote
- 18. September: Der Wirbelsturm „Fifi“ zieht über Honduras, ca. 10.000 Tote
- 3. Oktober: Erdbeben in Peru, 83 Tote, 60.000 Obdachlose
- 20. November: Nairobi, Kenia, ein Jumbo-Jet der Lufthansa verunglückt beim Start. 59 Tote, davon 30 Deutsche
- 1. Dezember: Absturz einer Boeing 727 der Northwest Orient Airlines
- 4. Dezember: Colombo, Sri Lanka. Absturz einer niederländischen Douglas DC-8. An Bord waren indonesische Moslems auf der Pilgerfahrt nach Mekka. Alle 191 Menschen starben
- 28. Dezember: Erdbeben der Stärke 6,2 in Pakistan, ca. 5.300 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Emerson Fittipaldi wird Formel 1 Weltmeister
- 26. März: George Foreman gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ken Norton im El Poliedro, Caracas, Venezuela, durch technischen KO
- 8. Mai: Der 1.FC Magdeburg gewinnt als erste und einzige Mannschaft der DDR einen Titel im Fußball-Europapokal. Vor 5000 Zuschauern im Stadion De Kuip in Rotterdam besiegt der FCM den AC Mailand mit einem 2:0 und wird somit Europapokalsieger im Europapokal der Pokalsieger
- 7. Juli: Fußballweltmeisterschaft in Deutschland, die Deutsche Elf besiegt im Finale die Niederlande mit 2:1
- 8. Oktober: Chicago, Illinois: Basketballspieler Nate Thurmond erzielt das erste Quadruple Double der NBA-Geschichte
- 30. Oktober: Muhammad Ali gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen George Foreman im 20th of May Stadium, Kinshasa, Zaire, durch KO

Geboren


- 1. Januar: Zabine, österreichische Musikerin
- 2. Januar: Deborah Sengl, österreichische Künstlerin
- 3. Januar: Alessandro Petacchi, italienischer Radrennfahrer
- 4. Januar: Danilo Hondo, deutscher Radrennfahrer
- 4. Januar: Paolo Bettini, italienischer Radrennfahrer
- 4. Januar: Armin Zöggeler, italienischer Rodler
- 6. Januar: Nicole DeHuff, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 8. Januar: Jürg Grünenfelder, Schweizer Skirennläufer
- 10. Januar: Sabrina Setlur, deutsche Rapperin
- 10. Januar: Hrithik Roshan, indischer Bollywood-Schauspieler
- 11. Januar: Eva Klemt, deutsche Schauspielerin
- 11. Januar: Jens Nowotny, deutscher Fußballspieler
- 12. Januar: Melanie Chisholm, britische Sängerin
- 12. Januar: Tor Arne Hetland, norwegischer Skilangläufer
- 16. Januar: Kati Winkler, deutsche Eiskunstläuferin
- 20. Januar: Alvin Harrison, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 21. Januar: Kim Schmitz, Hacker und Unternehmer
- 22. Januar: Annette Frier, deutsche Schauspielerin und Komikerin
- 22. Januar: Jörg Böhme, deutscher Fußballspieler
- 23. Januar: Tiffani-Amber Thiessen, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Januar: Rokia Traoré, Sängerin
- 25. Januar: Marek Mastič, slowakischer Eishockeyspieler
- 26. Januar: Tanja Hart, deutsche Volleyballspielerin
- 27. Januar: Ole Einar Bjørndalen, norwegischer Biathlet und Olympiasieger
- 30. Januar: Christian Bale, britischer Schauspieler
- 1. Februar: Roberto Heras, spanischer Profi-Radrennfahrer
- 3. Februar: Florian Rousseau, Radrennfahrer
- 5. Februar: Nadine Ernsting-Krienke, deutsche Feldhockeyspielerin
- 7. Februar: Steve Nash, kanadischer Basketballspieler
- 8. Februar: Seth Green, US-amerikanischer Schauspieler
- 9. Februar: Amber Valletta, US-amerikanisches Fotomodell und Filmschauspielerin
- 11. Februar: Sébastien Hinault, französischer Radrennfahrer
- 13. Februar: Robbie Williams, britischer Musiker und Entertainer
- 15. Februar: Alexander Wurz, Formel-1-Pilot
- 16. Februar: José Manuel Dominguez, portugiesischer Fußballspieler
- 17. Februar: Bryan White, US-amerikanischer Country-Sänger
- 17. Februar: Jerry O'Connell, US-amerikanischer Schauspieler
- 18. Februar: Mark Tavassol, Bassist
- 18. Februar: Jewgeni Alexandrowitsch Kafelnikow, russischer Tennisspieler und Olympiasieger
- 19. Februar: Minh-Khai Phan-Thi, deutsche Schauspielerin, Moderatorin und Regisseurin
- 26. Februar: Martina Zellner, ehemalige deutsche Biathletin
- 26. Februar: Sébastien Loeb, französischer Rallye-Fahrer
- 28. Februar: Alexander Zickler, deutscher Fußballspieler
- 2. März: Marcel Jenni, Schweizer Profi-Eishockey-Spieler
- 3. März: DJ Noise, DJ und Produzent
- 3. März: David Faustino, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 4. März: Ariel Ortega, argentinischer Fußballspieler
- 5. März: Barbara Schöneberger, deutsche Fernsehmoderatorin
- 5. März: Eva Mendes, US-amerikanische Schauspielerin
- 8. März: Christiane Paul, deutsche Schauspielerin
- 10. März: Keren Ann, französische Sängerin
- 12. März: Charles Akonnor, ghanaischer und deutscher Fußballspieler
- 13. März: Franziska Schenk, ehemalige deutsche Eischnellläuferin, Moderatorin
- 14. März: Juergen D. Brugger, deutscher Medienkünstler
- 14. März: Ahmad Chalfan al-Ghailani, mutmaßliches al-Qaida-Mitglied
- 16. März: Anthony Tieku, ghanaischer Fußballspieler
- 16. März: Zoë Jenny, Schweizer Schriftstellerin
- 18. März: Nik Berger, österreichischer Beach-Volleyball-Spieler
- 19. März: Hanka Kupfernagel, deutsche Radsportlerin
- 20. März: Sabine Fischmann, deutsche Chansonsängerin
- 20. März: Carsten Ramelow, deutscher Fußballspieler
- 21. März: Regina Schleicher, deutsche Radsportlerin
- 21. März: Klaus Lederer, deutscher Politiker
- 23. März: Anna Schudt, deutsche Schauspielerin
- 24. März: Alyson Hannigan, US-amerikanische Schauspielerin
- 26. März: Mike Rietpietsch, deutscher Fußballspieler
- 27. März: Gaizka Mendieta, spanischer Profifußballspieler
- 28. März: Matthias Koeberlin, deutscher Schauspieler
- 28. März: Mark King (Snookerspieler), englischer Snookerspieler
- 1. April: Sandra Völker, deutsche Schwimmerin
- 1. April: René Andrle, tschechischer Radrennfahrer
- 3. April: Mounir al Motassadeq, marokkanischer Staatsbürger
- 4. April: Daniel Stendel, deutscher Fußballspieler
- 5. April: Josef Philip Winkler, deutscher Politiker
- 8. April: Elvir Baljić, bosnischer Fußballspieler der Nationalmannschaft
- 9. April: Jenna Jameson, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 11. April: Mario Cantaluppi, Schweizer Profifußballspieler
- 11. April: Álex Corretja, spanischer Tennisspieler
- 12. April: Belinda Emmett, australische Schauspielerin und Moderatorin
- 13. April: David Zdrilic, australischer Fußballspieler
- 13. April: Martin Höllwarth, österreichischer Skispringer
- 13. April: Sergei Gonchar, russischer Eishockey-Spieler
- 14. April: Laura Tonke, deutsche Schauspielerin
- 16. April: Zali Steggall, australische Skiläuferin
- 16. April: Andrejs Vlascenko, Eiskunstläufer
- 17. April: Victoria Beckham, britische Popsängerin
- 19. April: Marcus Ehning, deutscher Springreiter
- 22. April: Shavo Odadjian, Bassist
- 23. April: Barry Watson, Schauspieler
- 28. April: Penélope Cruz Sánchez, spanische Schauspielerin
- 1. Mai: Marc Seliger, deutscher Eishockeytorhüter
- 2. Mai: Laura Dünnwald, Fernsehmoderatorin der ARD
- 3. Mai: Jukka Hentunen, finnischer Eishockeyspieler
- 10. Mai: Sylvain Wiltord, französischer Fußballspieler
- 11. Mai: Jens Geutebrück, deutscher Regisseur und Schauspieler
- 14. Mai: Marko Mühlstein, deutscher Politiker und MdB
- 16. Mai: Laura Pausini, italienische Sängerin
- 18. Mai: Chantal Kreviazuk, kanadische Sängerin und Songwriterin
- 23. Mai: Mellow Mark, Musiker
- 23. Mai: Jewel (Sängerin), US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 25. Mai: Oka Nikolov, mazedonischer Fußballspieler
- 25. Mai: Frank Klepacki, US-amerikanischer Computerspiel-Komponist
- 28. Mai: Hans-Jörg Butt, deutscher Fußballspieler
- 30. Mai: Peter Wrolich, Radrennfahrer
- 30. Mai: Big L, Rapper († 1999)
- 30. Mai: Cee-Lo Green, US-amerikanischer Hip Hop-, Funk-, Soul- und R&B-Musiker
- 1. Juni: Michael Rasmussen, dänischer Radrennfahrer
- 1. Juni: Alanis Morissette, kanadische Sängerin und Musikerin
- 2. Juni: Gata Kamsky, Schachspieler
- 3. Juni: Serhij Rebrow, ukrainischer Fußballspieler
- 6. Juni: Barbara Niedernhuber, deutsche Rodlerin
- 6. Juni: Robert Kovač, kroatischer Fußballspieler
- 7. Juni: Mahesh Bhupathi, indischer Tennisspieler
- 13. Juni: Kati Bellowitsch, österreichische Fernseh- und Radiomoderatorin
- 13. Juni: Steve-O, US-amerikanischer Aktionskünstler
- 18. Juni: König Boris, deutscher Rapper
- 18. Juni: Vincenzo Montella, italienischer Fußballspieler
- 22. Juni: Christian Montillon, Science-Fiction-Autor
- 26. Juni: Dieter Kalt, österreichischer Eishockeyspieler
- 28. Juni: Kirsty Mitchell, schottische Schauspielerin
- 30. Juni: Juli Zeh, deutsche Schriftstellerin und Juristin
- 30. Juni: Hezekiel Sepeng, südafrikanischer Leichtathlet
- 1. Juli: Jefferson Pérez, ecuadorianischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 2. Juli: Matthew Reilly, Schriftsteller
- 3. Juli: Gabor Schablitzki, deutscher DJ, Musiker und Musikproduzent
- 5. Juli: Marcio Amoroso, brasilianischer Fußballspieler
- 5. Juli: Moritz Freise, deutscher Filmmusikkomponist
- 6. Juli: Zé Roberto, brasilianischer Fußballspieler
- 7. Juli: Liv Grete Poirée, norwegische Biathletin
- 8. Juli: Lady Dana, In den Niederlanden DJs
- 10. Juli: Daniele Adani, italienischer Fußballnationalspieler
- 10. Juli: Andrea Nuyt, niederländische Eisschnellläuferin
- 11. Juli: Michael Hartmann (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 19. Juli: Francisco Copado, spanischer Fußballspieler
- 21. Juli: Rajko Tavčar, slowenischer Fußballspieler
- 22. Juli: Franka Potente, deutsche Schauspielerin
- 23. Juli: Rik Verbrugghe, belgischer Radsportler
- 23. Juli: Doktor Renz, deutscher Rapper
- 23. Juli: Martin Amerhauser, österreichischer Profifußballspieler
- 29. Juli: Viktoria Tolstoy, schwedische Jazzsängerin
- 30. Juli: Jacek Dukaj, polnischer Science Fiction- und Fantasy-Schriftsteller
- 30. Juli: Hilary Swank, US-amerikanische Schauspielerin
- 31. Juli: Maurice Greene, Leichtathlet aus den USA
- 1. August: Enie van de Meiklokjes, eine deutsche Fernseh-Moderatorin
- 9. August: Raphaël Poirée, französischer Biathlet
- 14. August: Joe Perry, englischer Snookerspieler
- 14. August: Christopher Koskei, kenianischer Läufer
- 15. August: Birgit Wiedel-Weidinger, deutsche Schauspielerin
- 15. August: Natasha Henstridge, kanadische Schauspielerin
- 15. August: Maxim Vengerov, russischer Geiger
- 16. August: Iván Hurtado, ecuadorianischer Fußballspieler
- 16. August: Didier Cuche, Schweizer Skirennläufer
- 16. August: Krisztina Egerszegi, ungarische Schwimmerin
- 17. August: Niclas Jensen, dänischer Fußballspieler
- 24. August: Jennifer Lien, US-amerikanische Schauspielerin
- 25. August: Mario Jeckle, deutscher Informatiker († 2004)
- 27. August: Christian Bärthel, deutsche Politikerin
- 27. August: Hakan Haslaman, türkischer Stuntman, Regisseur und Filmproduzent
- 28. August: Carsten Jancker, deutscher Fußballspieler
- 28. August: Tyree Washington, US-amerikanischer Leichtathlet
- 30. August: Dennis Weiland, deutscher Fußballspieler
- 31. August: Andrei Medvedev, ukrainischer Tennisspieler
- 31. August: Raimund Hedl, österreichischer Profifußballspieler
- 1. September: Jhonen Vasquez, Comic-Zeichner
- 2. September: Inari Vachs, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 3. September: Martin Gerber, Schweizer Eishockey-Torhüter
- 4. September: Sören Bartol, deutscher Politiker
- 6. September: Tim Henman, britischer Tennisspieler
- 7. September: Mario Frick (Fußballspieler), Fußballspieler aus Liechtenstein
- 10. September: Markus Bähr, deutscher Fußballspieler
- 10. September: Ryan Phillippe, US-amerikanischer Schauspieler
- 12. September: Nuno Valente, portugiesischer Fußballspieler
- 14. September: Hicham El Guerrouj, marokkanischer Leichtathlet
- 14. September: Sunday Oliseh, nigerianischer Fußballspieler
- 15. September: Murat Yakin, Schweizer Fußballspieler türkischer Herkunft
- 16. September: Loretta Stern, deutsche Sängerin und Schauspielerin
- 18. September: Xzibit, US-amerikanischer Hip-Hop-Künstler
- 19. September: Janosch Dziwior, deutscher Fußballspieler
- 21. September: Katharine Merry, britische Leichtathletin und Olympionikin
- 21. September: Henning Fritz, deutscher Handballer
- 21. September: Daniel Bogusz, polnischer Fußballspieler
- 22. September: Thomas Hengen, deutscher Fußballspieler
- 23. September: Felix Mantilla, spanischer Tennisspieler
- 25. September: André Wiesler, deutscher Autor von Fantasy- und Science Fiction-Romanen
- 26. September: Andreas Scheuer, deutscher Politiker und MdB
- 1. Oktober: Keith Duffy, irischer Musiker und Schauspieler
- 2. Oktober: René Sommerfeldt, deutscher Skilangläufer
- 3. Oktober: Martin Scholz, Dt. Sänger und Fernsehmoderator
- 6. Oktober: Jeremy Sisto, US-amerikanischer Schauspieler und Filmproduzent
- 7. Oktober: Charlotte Perrelli, schwedische Sängerin
- 8. Oktober: Koji Murofushi, japanischer Leichtathlet
- 9. Oktober: Mauro Gerosa, italienischer Radrennfahrer
- 10. Oktober: Naike Rivelli, italienische Schauspielerin und Model
- 10. Oktober: Chris Pronger, kanadischer Eishockeyspieler der National Hockey League
- 11. Oktober: Valerie Niehaus, deutsche Schauspielerin
- 11. Oktober: Jamie Thomas, professioneller Skateboarder
- 12. Oktober: Stephen Lee, englischer Snookerspieler
- 12. Oktober: Ebru Gündeş, türkische Sängerin
- 14. Oktober: Christina Benecke, deutsche Volleyball-Nationalspielerin
- 14. Oktober: Jessica Drake, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 14. Oktober: Savanna Samson, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 16. Oktober: Paul Kariya, kanadischer Eishockeyspieler
- 17. Oktober: Sevatheda Fynes, bahamaische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 19. Oktober: Paulo Sérgio de Oliveira Silva, Fußballspieler († 2004)
- 24. Oktober: Marco Remus, Techno-DJ
- 27. Oktober: Torben Hoffmann, deutscher Fußballspieler
- 28. Oktober: Joaquin Phoenix, US-amerikanischer Schauspieler
- 30. Oktober: Marie Bierstedt, deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin
- 30. Oktober: Stipe Erceg, Schauspieler
- 1. November: Emma George, australische Stabhochspringerin
- 2. November: August Wöginger, österreichischer Politiker
- 2. November: Nelly, US-amerikanischer Rapper
- 5. November: Jane Saville, australische Leichtathletin, Olympionikin
- 5. November: Dado Pršo, kroatischer Fußballer
- 5. November: Ryan Adams, US-amerikanischer Musiker
- 8. November: Herbert Hindringer, deutscher Schriftsteller
- 8. November: Masashi Kishimoto, japanischer Mangaka
- 9. November: Sven Hannawald, deutscher Skispringer
- 9. November: Alessandro Del Piero, italienischer Profi-Fußballer
- 9. November: Giovanna Mezzogiorno, Schauspielerin
- 10. November: Giulia Siegel, deutsche Schauspielerin, Fernsehmoderatorin und Fotomodell
- 11. November: Matthias Knop, deutscher Radio-Moderator, TV-Showmaster, Comedian und Schauspieler
- 11. November: Leonardo DiCaprio, US-amerikanischer Schauspieler
- 13. November: Christian Gimenez, argentinischer Fußballspieler
- 13. November: Mark Poepping, deutscher Filmema

Marburg an der Lahn

Die Universitätsstadt Marburg ist die Kreisstadt des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Hessen. Die Stadt erhielt im 12. Jahrhundert die Stadtrechte. Die Philipps-Universität Marburg ist die älteste noch existierende protestantisch gegründete Universität und prägt auch heute noch das Stadtbild. Das Stadtgebiet erstreckt sich beidseits der Lahn westlich ins Gladenbacher Bergland hinein und östlich über die Lahnberge hinweg bis an den Rand des Amöneburger Beckens. Den Namen "Marburg" verdankt die Stadt dem Umstand, dass hier früher die Grenze ("mar(c)") zwischen den Territorien der Landgrafen von Thüringen und der Erzbischöfe von Mainz verlief. __toc__

Geschichte

Mainz Siehe hierzu den Hauptartikel Geschichte Marburgs. Marburg hat eine lange, ereignisreiche Geschichte. "Die alte, von jeher durch den letzten Aufenthalt, Tod und Begräbnis der heiligen Landgräfin Elisabeth von Hessen berühmte Stadt, liegt krumm, schief und buckelig unter einer alten Burg, den Berg hinab". So urteilte vor mehr als 200 Jahren der Marburger Professor Johann-Heinrich Jung-Stilling über die Stadt an der Lahn und rühmte gleichzeitig, dass die Umgebung der Stadt "schön und sehr angenehm" sei. Durch Jahrhunderte hindurch nahezu unverändert in ihren wesentlichen Bestandteilen erhebt sich die Häuserkulisse der Altstadt über dem Lahntal. Diese Altstadt gibt Marburg das charakteristische Aussehen und ist Marburgs Touristenattraktion.

Einwohnerentwicklung


- 1866: 7.718 Einwohner in 781 Häusern, 51 Professoren, 264 Studenten
- 1907: 20.137 Einwohner, über 100 Professoren und Dozenten, 1.954 Studenten (erstmals 28 Studentinnen)
- 1929: 26.000 Einwohner, über 4.000 Studenten
- 1945: 46.000 Einwohner (11.000 Flüchtlinge und Vertriebene), 2.543 Studenten im Wintersemester 1945/46
- 1963: 47.595 Einwohner, 7.423 Studenten im Sommersemester
- 1964: 48.347 Einwohner, Marburg hat mit 25,2% das höchste Wohnungsdefizit der Bundesrepublik
- 1974: Marburg wächst durch Eingemeindung auf 70.922 Einwohner an
- 2002: 78.138 Einwohner, 18.540 (nur zur Hälfte in Marburg wohnende) Studenten (WS 2002/03)

Geografie

Marburg liegt in den Mittelgebirgen im nördlichen Marburg-Gießener Lahntal, etwa in der Mitte zwischen Frankfurt am Main und Kassel, von beiden Städten jeweils rund 100 km entfernt. Die benachbarte Universitätsstadt Gießen liegt etwa 20 km südlich von Marburg. Der höchste Punkt liegt mit 412 m ü. NN auf den östlichen Lahnbergen, der niedrigste Punkt befindet sich an der Lahn (173 m). Die größte Ausdehnung des Kernstadtgebietes beträgt in Nord-Süd-Richtung etwa 9 km, in Ost-West-Richtung etwa 6 km (Luftlinie vom Universitätsklinikum bis Ockershausen). Marburg wird von der Lahn durchflossen; diese verlässt vor Marburg das Rheinische Schiefergebirge und durchbricht im Raum Marburg eine Buntsandstein-Tafel, den Marburger Rücken. Der historische Altstadtkern liegt westlich vom heutigen Stadtzentrum, unterhalb des Landgrafenschlosses, aber auch das ehemalige Gerberdorf Weidenhausen auf der anderen Lahnseite hat Altstadtcharakter. Marburg hat sich im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte vom Altstadtkern des Schlosses in das Lahntal ausgedehnt. Südlich des Schlosses befindet sich das Jugendstil- und Biedermeierviertel Südviertel, im Osten der durch die Bahnlinie von der Innenstadt getrennte Ortenberg sowie die nach dem 2. Weltkrieg eingemeindeten Stadtteile Wehrda im Norden und Cappel im Süden. Marburg grenzt an folgende Städte und Gemeinden (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Lahntal, Cölbe, Wetter, Kirchhain, Ebsdorfergrund, Weimar, Gladenbach und Dautphetal.

Stadtgliederung

Dautphetal Neben den Stadtteilgemeinden in der Kernstadt (Afföller, Badestube, Glaskopf, Ketzerbach, Oberstadt, Ockershausen, Ortenberg, Richtsberg, Südstadt, Tannenberg, Waldtal, Weidenhausen, Zahlbach) hat die Stadt Marburg 18 weitere Stadtteile, die einen eigenen Ortsbeirat und Ortsvorsteher bzw. eine Ortsvorsteherin besitzen (die Kernstadtgemeinde Ockershausen besitzt ebenfalls einen eigenen Ortsvorsteher). Die Zahl der Mitglieder des Ortsbeirats richtet sich nach der Einwohnerzahl des Stadtteils, wobei die größten Stadtteile 9 Mitglieder haben, die kleinsten Stadtteile hingegen nur 3. Für statistische Zwecke sind die meisten Stadtbezirke weiter in Stadtteile unterteilt. Dabei handelt es sich meist um früher selbständige Gemeinden, die im Laufe der Geschichte nach Marburg eingemeindet wurden. In Cappel, Marbach und Wehrda gibt es jeweils eine Verwaltungsaußenstelle. Die Stadtteile bzw. Stadtteilgemeinden mit Ortsbeirat sind:

Natur und Freizeit

Marburgs Kernstadtgebiet wird im Osten durch die bewaldeten Lahnberge begrenzt. Die Berge im Westen sind durch das Schloss und die Altstadt bebaut und bewohnt; dahinter befinden sich der Stadtwald und der Wehrdaer Wald. Im Norden und im Süden sind die ebenen Lahntalflächen vorwiegend landwirtschaftlich genutzt. Durch Marburg fließt die Lahn, in Marburg ist diese nicht schiffbar. Durch die Innenstadt führt ein Lahnnebenarm, welcher am Wehrdaer Wehr beginnt und in der Mitte der Uferstraße wieder in den Hauptlauf mündet. Im Bereich des Südviertels teilt sich die Lahn ein zweites mal und bildet hier eine kleine Insel (Auf der Weide). Im Stadtbereich wurden ebenfalls durch umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen in den letzten Jahren die Lahnwiesen teilweise in Lahnauen zurückverwandelt. In die Lahn münden zahlreiche kleinere Bäche; die bekanntesten sind der Ketzerbach und der Gefällebach. Über die Lahnberge zieht sich ein gut ausgebautes Netz von Wanderwegen. Im Norden und Süden befinden sich in Lahnnähe Baggerseen, welche überwiegend der Öffentlichkeit zum Schwimmen offen stehen.

Politik

Marburg hat als größere Mittelstadt (wie noch 6 andere Mittelstädte in Hessen) einen Sonderstatus (Sonderstatusstadt) im Vergleich zu den anderen kreisangehörigen Gemeinden, das heißt sie übernimmt Aufgaben des Landkreises, so dass sie in vielen Dingen einer kreisfreien Stadt gleicht. Der im Januar 2005 direkt gewählte und seit dem 1. Juli 2005 im Amt tätige Oberbürgermeister Egon Vaupel ist von der SPD, sein Stellvertreter, der Bau- und Sozialdezernent Dr. Franz Kahle wird von den Grünen gestellt. Die Mehrheit im Stadtparlament und damit die Etathoheit hat eine Koalition aus SPD und Grünen. Im kommunalen Parlament vertreten sind außerdem mit jeweils kleinen Fraktionen die CDU, die PDS, die Freien Wähler BfM (Bürger für Marburg), die FDP sowie eine CDU-Abspaltung MBL (Marburger Bürgerliste). Außerparlamentarisch gibt es in Marburg ein vollständiges Spektrum von Gruppierungen wie sonst nur in Großstädten. Zu den linksorientierten Organisationen zählen ATTAC, eine studentische Szene, eine kleine gewerkschaftliche Szene, eine autonom-anarchistische Szene, eine beständige Friedensbewegung und eine Kultur-Linke. Aus dem rechtsgerichteten Spektrum gibt es Reservistenverbände, 30 Corporationen sowie eine geringe Anzahl von Rechtsextremisten. In der politischen Mitte gibt es die entwicklungspolitische Weltladen-Initiative, den aktiven Ortsverband der Humanistischen Union (Bürgerrechte, Datenschutz, Staat-Kirche-Trennung), BUND-Ortsgruppe, Greenpeace-Ortsgruppe, Mütterzentrum, Väteraufbruch, lesbische und schwule Gruppen, verschiedene Selbsthilfegruppen und volkskirchliche Angebote.

Städtepartnerschaften

Internationale Beziehungen bestehen durch folgende Partnerstädte:
- seit 1961: Poitiers (Frankreich)
- seit 1969: Maribor (Slowenien)
- seit 1971: Sfax (Tunesien)
- seit 1988: Eisenach (Thüringen)
- seit 1992: Northampton (England)
- seit 2005: Sibiu (Rumänien)

Wappen

Das Wappen der Stadt Marburg zeigt einen auf einem weißen Pferd reitenden Ritter des deutschen Ordens mit einer Flagge und einem Schild vor rotem Grund. Der Schild zeigt den Hessenlöwen, die Fahne ziert das traditionelle Marburger "M". Aus diesem Logo leitet sich wiederum die Stadtfahne ab: Das Rot des Hintergrundes, das Weiß des Pferdes und das Blau des Schildes ergeben horizontal von oben nach unten die Stadtfahne.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die zwei größten Arbeitgeber der Stadt sind die Philipps-Universität Marburg und die teilweise zu den internationalen Konzernen Sanofi-Aventis und Chiron gehörenden ehemaligen Behringwerke (Pharma- und Medizintechnikbranche). Rund 81,7% der versicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer Marburgs arbeiteten 1998 im Dienstleistungsbereich, 18,1% im produzierenden Gewerbe. Die höchsten Beschäftigungsanteile in Marburg hatten die Bereiche Gesundheit (Universitätskliniken) und Wissenschaft (Universität) aufzuweisen. Insgesamt arbeiteten in diesen beiden Wirtschaftszweigen über 10.000 Menschen.

Bildung und Forschung

Größter Arbeitgeber der Stadt ist die Philipps-Universität, welche 1527 durch Landgraf Philipp den Großmütigen gegründet wurde. Durch den auf die Einwohnerzahl gerechnet hohen Anteil an Studenten und Mitarbeiten (17.500 Studierende, 7.500 Angestellte) entwickelte sich das Marburger Schmähwort: "Andere Städte haben eine Universität, Marburg ist eine". Die Universität bietet ein überdurchschnittlich breit gefächertes Studienangebot mit vielen außergewöhnlichen Studiengängen. In der Wirtschaftszeitschrift Capital wurde die Universität auf einem der ersten zehn Plätze notiert. Neben der Universität befindet sich in Marburg die Blindenstudienanstalt Marburg, das Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie und Forschungsabteilungen diverser Pharmafirmen, die aus den ehemaligen Behringwerken hervorgegangen sind. Medizinern ist Marburg durch das Universitätsklinikum, das Marburg-Virus, die Gewerkschaft der klinikangestellten Ärzte und besonders durch den Marburger Bund bekannt. Die Archivschule Marburg ist deutschlandweit eine anerkannte Ausbildungsstätte von Archivaren.

Baudenkmale, Sehenswürdigkeiten


- Die Elisabethkirche, vom Volksmund gewöhnlich "E-Kirche" genannt, ist der früheste gotische Kirchenbau auf deutschem Boden und wahrscheinlich das bekannteste Gebäude Marburgs. Sie wurde vom Deutschen Orden zu Ehren der Heiligen Elisabeth von Thüringen gebaut, deren Grabmal sich in der Kirche befand. Der Bau wurde im Jahr ihrer Heiligsprechung (1235) begonnen und 1283 vollendet.
- Das Marburger Schloss wurde im 11. Jahrhundert angelegt und ist neben seiner historischen Bedeutung als erste Residenz der Landgrafschaft Hessen von großem kunst- beziehungsweise bauhistorischem Interesse. Es beherbergt eine große Sammlung von Exponaten zur Geschichte der Region seit der Steinzeit. Gelegentlich finden hier auch Theateraufführungen und Konzerte statt.
- In der Marburger Oberstadt ist eine große Zahl von Fachwerk-Bauten rund um das historische Rathaus von 1527 durch ein langjähriges, planmäßiges Restaurierungskonzept erhalten geblieben.
- Oberhalb des Marktplatzes sind Reste der mittelalterlichen Synagoge unter einem Glaskubus von außen einsehbar.
- Die ehemalige Kilianskapelle (heute Kilian) wurde zwischen 1180 und 1200 im romanischen Stil erbaut.
- Der Spiegelslustturm (eigentlich Kaiser-Wilhelm-Turm) ist ein Aussichtsturm auf den Lahnbergen. Der Ort ist seit der Zeit der Romantik ein beliebtes Ausflugsziel und neuerdings wieder bewirtschaftet. Das vom Tagestourismus hauptsächlich wahrgenommene Angebot in Marburg ist die Besichtigung der Elisabethkirche. Wer nicht mit dem Ausflugsbus anreist und gut zu Fuß ist, wird sich das Fachwerk-Ambiente der bergauf liegenden runderneuerten Marburger Oberstadt rund um das Rathaus sowie das Marburger Schloss und den Panoramablick von dort oben nicht entgehen lassen. Stadtführungen von 1,5 bis 2 Stunden (auch zu Sonderthemen wie Märchen, Romantikepoche etc.) lassen sich bei der Touristen-Information buchen. Von April bis Oktober gibt es zudem jeden Samstag Kasematten-Führungen durch die unterirdischen Festung

sanlagen des Schlosses. Für Übernachtungen bietet Marburg außer der Jugendherberge und dem Camping

platz eine ganze Reihe Hotels und Pensionen in allen Preisklassen.

Verkehr

Marburg lässt sich per Zug über die Main-Weser-Bahn Kassel - Frankfurt am Main erreichen. Außerdem beginnen hier die Nebenstrecken der Kurhessenbahn nach Frankenberg (Burgwaldbahn), die bis zum Jahr 2008 weiter nach Korbach ausgebaut und freigegeben wird und die (Obere Lahntalbahn) nach Biedenkopf - Erndtebrück . Mit dem Auto reist man über die Bundesstraße B3, B62, B252 und B255 an. Die B3 dient in Marburg als Stadtautobahn (B3a) und entlastet die Innenstadt. Die B3a, die zwischen Niederweimar und Wolfshausen wieder zur B3 wird, soll in den kommenden Jahren auch dort zur Schnellstraße ausgebaut werden. Der öffentliche Nahverkehr in Marburg wird von den Stadtwerken mit etwa 10 Hauptbuslinien geführt. Es besteht tagsüber ein dichter Takt innerhalb der Kernstadt und den näheren Stadtteilen. Abends sorgen vier Abendlinien für Fortkommen, zusätzlich gibt es Anrufsammeltaxis in Form von Kleinbussen und eine 2004 eingeführte Nachtbuslinie (N8Express), die an Wochenenden bis 4 Uhr die Marburger Kernstadt bedient. Im vorigen Jahrhundert gab es hier eine Städtische Straßenbahn, die durch einen Oberleitungsbus-Betrieb abgelöst wurde, bevor dieses System ganz stillgelegt wurde. Heute verkehren Diesel- und seit Anfang 2005 auch moderne Erdgasbusse. Marburg und der Landkreis sind seit 1995 Mitglied im Rhein-Main-Verkehrsverbund.

Sport in Marburg

Aushängeschilder in sportlicher Hinsicht sind die Basketball-Damen vom BC Marburg, die mittlerweile einen festen Bestandteil in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga bilden sowie die ebenfalls in der Bundesliga spielenden Skwosch-Frösche Marburg. Über einen höheren Bekanntheitsgrad verfügen auch die Marburg Mercenaries aus dem Bereich American Football. Der sportlich bislang erfolgreichste Verein im Bereich Fußball ist der VfB Marburg (bis 04/05 Oberliga Hessen). Die Damen- und Herrenmannschaften des Tennisclub Marburg rangieren in der Hessenliga. Die Rhönrad

abteilung des TSV Marburg-Ockershausen ist mit über einem dutzend Deutschen Meistertiteln und neun Weltmeisterschaften, die durch die Turnerinnen des Teams erreicht wurden, eine der erfolgreichsten Rhönrad-Mannschaften Deutschlands. Die Softballmannschaft der Universität erreichte 2004 mit dem zweiten Platz der deutschlandweit ausgetragenen College-Series eine mehr als respektable Platzierung. Der Kurhessische Verein für Luftfahrt 1909 e.V. (KVfL) ist einer der ältesten Luftsportvereine Deutschlands. Mit heute etwa 300 Mitgliedern und den 4 Sparten Modellflug, Motorflug, Segelflug und Ballonfahren ist der Verein auch überregional aktiv. Zu seinen sportlich erfolgreichsten Mitgliedern zählt der 2-fache Weltmeister im Segelflug, Werner Meuser.

Medien in Marburg

Die größere örtliche Lokalzeitung ist die Oberhessische Presse, daneben seit weniger als 10 Jahren die Marburger Neue Zeitung mit eigener Lokalredaktion. Weiterhin existieren eine bedeutende Anzahl an freien Medien, so unter anderem
- Marburger Express - das wöchentliche Stadtmagazin mit Veranstaltungskalender und Verlag des "Marbuchs" für Neubürger,
- Kulturbeben - monatliches Programm der alternativen Kultur-Initiativen,
- Radio Unerhört Marburg (RUM) - ein Freier Radiosender,
- KIM (Kirche in Marburg) - monatliches Programm der ev. und kath. Gemeinden,
- Neues Marburg - vierteljährliches politisches Informationsblatt der "Marburger Linken".

Kultur

Freier Radiosender Mit jährlich rund einer halben Million verkauften Kinotickets (bei einem Einzugsgebiet von 300.000 Einwohnern im Landkreis) nimmt das Kino einen hohen Stellenwert in der Freizeitgestaltung der Marburger ein. Das Angebot umfasst ein unabhängiges, nicht-kommerzielles Kino (im Kulturzentrum G-Werk) und neun kommerzielle Kinos an drei Standorten, darunter ein Cineplex. Im Sommer finden Großleinwandvorführungen auf der Freiluftbühne im Schlosspark statt.

Musik und Tanz

Das musikalische Live-Angebot ist ebenfalls reichhaltig. Insbesondere die drei Kulturzentren sorgen für eine weite Bandbreite von nicht nur für Jüngere attraktiven Konzerten der Bereiche Rock, Pop, Hip Hop, A cappella, Tango, Ska, Punk, Reggae, Weltmusik. Vereine wie die Jazz-Initiative JIM sowie der Folkclub Marburg ergänzen weitere Klangfarben. Im Bereich der Klassischen Musik gibt es einen aktiven Konzertverein, zwei junge Sinfonieorchester und viele Chöre im Stadtgebiet.
- Kulturladen KFZ e.V. ("Kommunikations- und Freizeit-Zentrum", seit 1977)
- G-Werk (ehemals Cafe Trauma e.V.)
- Waggonhalle e.V. (Kulturveranstalter und Theaterzentrum)
- Jazzinitiative Marburg (seit 1980)
- Folkclub Marburg (akustische, Folk- und Weltmusik, zur Hälfte Folktanz-Veranstalter, seit 1974)
- Marburger Bachchor
- Konzertverein Marburg (Klassikmusik-Veranstalter)
- Marburger MusikerInnen Verein (Interessenverband der Rockmusik-Bands)
- OnStage e.V. (Musicalverein) Neben sechs kommerziellen Diskotheken gibt es After-Work-Partys und zahlreiche Knete-Feten, also der Finanzierung ehrenamtlicher Tätigkeit dienende Tanzabende, von sozialen und studentischen Gruppen, was den popmusikalischen Sektor angeht.

Theater

Neben gelegentlichen Gastvorstellungen von Boulevardbühnen oder Musicalensembles in der Stadthalle sowie studentischen Theatergruppen und Produktionen der Waldorfschule besitzt Marburg drei Freie Theater (kommunal unterstützt) sowie das Hessische Landestheater.
- Theater Gegenstand, Waggonhalle (eigene Produktionen, "Marburg Hope" Live Soap und Improtheatershow)
- Marburger Theaterwerkstatt "german stage service" (Produktionen auf internationalen Festivals)
- Hessisches Landestheater Marburg (5 örtliche Spielstätten plus Freiluftaufführungen)
- Schnaps & Poesie Theater (eigene Ladenlokal-Spielstätte plus Gastauftritte, Lesetheater)

Literaturszene

Marburg ist auch im Literaturbereich weit gespannt:
- mehrere literarische Vereine mit unterschiedlichen Schwerpunkten
- Veranstaltungsreihe "Literatur um 11", sonntags im Café Vetter
- Poetry Slam mit Late-Night-Lesen in der Cavete
- Verein "Literatur und Schule Marburg"
- Fachbereich "Neuere deutsche Literatur und Medien" der Philipps-Universität
- Marburger Literaturpreis der Universitätsstadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf alle zwei Jahre

Museen

Marburg bietet neben zwei privaten Galerien, mehreren zugänglichen Künstlerateliers und vielen weiteren Ausstellungsorten, sechs Museen, wovon vier zur Universität gehören.
- Universitätsmuseum für Bildende Kunst, Biegenstr. 11
- Universitätsmuseum für Kulturgeschichte, Landgrafenschloss Wilhelmsbau
- Kunsthalle des Marburger Kunstvereins, Gerhard-Jahn-Platz 5
- Museum Anatomicum, Robert-Koch-Str. 8 (nur 1. Samstag im Monat 10-12 Uhr, Gruppen n. Absprache)
- Mineralogisches Museum, Firmaneiplatz (neben der Elisabethkirche)
- Kindheits- und Schulmuseum, Barfüßertor 5 (nur Gruppen, April-September, So. 11-13 Uhr)

Archive

Marburg beherbergt mehrere bundesweit bedeutende Archive:
- Hessisches Staatsarchiv Marburg - zuständig für das bei den staatlichen Behörden im Regierungsbezirk Kassel und Teilen des Regierungsbezirks Gießen anfallende Schriftgut
- Bildarchiv Foto Marburg - Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte, Bildarchiv zur europäischen Kunst und Architektur
- Deutsches Adelsarchiv - Nachweis und Stammbaum aller deutschen Adelsfamilien
- Kant-Forschungsarchiv der Philipps-Universität - Original-Schriften, nicht museal zugänglich
- Forschungsstelle Georg Büchner (FGB) - Forschung und Erarbeitung von Publikationen zu Leben, Werk und Wirkung Georg Büchners
- Deutsches Spiele-Archiv - wissenschaftliche Aufarbeitung der deutschen Karten- und Brettspiele
- Circus-, Varieté- und Artistenarchiv - Programme, Kostüme, Requisiten, Fotos
- Archivschule Marburg - Ausbildungsstätte für Archivare

Wichtige jährliche Veranstaltungen


- letzter Freitag im Januar: Großleinwandkino "Die Feuerzangenbowle" auf dem Rathausplatz
- Ende Februar / Anfang März: "Marburg Northampton Poitiers Festival" (3 Tage, 60 Bands) organisiert vom Musiker(innen)verein Marburg (seit 1995)
- März: "Marburger Kameragespräche" (Verleihung des Preises, Werkschau der Preisträger)
- März: Kinder- und Jugendtheaterwoche (organisiert vom Hessischen Landestheater Marburg)
- ab letztem Aprilwochenende: "Frühjahrsmesse" auf dem Marburger Messeplatz (9 Tage)
- 30. April, nachts: traditionelles Maieinsingen
- 1. Mai, vormittags: Demo und Kundgebung der Gewerkschaften, nachmittags Fest
- Fronleichnamstag: A-cappella-Festival "Nacht der Stimmen" auf der Freilichtbühne im Schlosspark (kfz e.V.)
- erstes Juniwoche: Kinderfestival "Ramba Zamba" (organisiert vom Kulturamt Marburg)
- letztes Wochenende im Juni: Uni-Sommerfest auf abgesperrtem Innenstadtgelände (5 Bühnen)
- erstes Wochenende im Juli: Marburger Marktfrühschoppen
- zweites Wochenende im Juli: Stadtfest "3 Tage Marburg" (10 Bühnen, Drachenboot-Cup, Feuerwerk)
- OpenEyes Kurzfilmfestival 14.-17.7. (teils im G-Werk, teils auf der Amöneburger Burg-Ruine)
- Juli - August: Marburger Sommerakademie (Kurse zu Kunst, Theater, Musik)
- Anfang August: "Summer in the City" Straßenfest des Kulturzentrums kfz e.V. (Live-Musik u.v.a.)
- zweites Wochenende im Oktober: Elisabeth-Jahrmarkt mit Rahmenprogramm und verkaufsoffenem Sonntag
- erstes Wochenende im November: Kunsthandwerkermarkt in der Marburger Stadthalle
- ab Samstag vor 1. Advent: Weihnachtsmarkt rund um die Elisabethkirche, Adventsmarkt am Rathaus
- in der ersten Vorlesungswoche eines Semesters: Erstsemesterfest des AStA-Kulturreferats Anmerkung: Wenn die jährlichen(!) Termine wechselhaft festgelegt werden, sind genaue Daten genannt.

Bedeutende Marburger


- Heilige Elisabeth (1207-1231) - Patronin der Stadt
- Konrad von Marburg (11xx-1231) - Großinquisitor, Mitbegründer von Marburgs Größe
- Philipp von Hessen (1504-1567) - Der Landgraf Philipp gründete die Universität Marburg (1527)
- Adam Lonitzer (Lonicerus) (1528-1586) - Naturforscher, Arzt und Botaniker
- Denis Papin (1647-1712) - Erfinder der Dampfmaschine, die Universität Marburg beruft Papin 1687 als Professor in den Lehrstuhl für Mathematik.
- Christian Wolff (1679-1754) - Professor, schuf Grundlage für eine deutschsprachige philosophische Terminologie
- Friedrich Creuzer (1771-1858), Philologe
- Brüder Grimm (1785/86-1863/59) - Die als Sprachwissenschaftler und Sammler von Märchen bekannten Brüder Jacob und Wilhelm Grimm studierten in Marburg Rechtswissenschaft.
- Friedrich Karl von Savigny bedeutender Rechtshistoriker
- Robert W. Bunsen (1811-1899) - Chemiker
- Karl Theodor Bayrhoffer (1812-1888) - Philosoph und Freidenker
- Emil von Behring (1854-1917) - Träger des ersten Nobelpreises für Medizin
- Gustav Jenner (1865-1920) - Komponist und Dirigent
- Otto Ubbelohde (1867-1922) - berühmter Märchen-Illustrator
- Otto Hahn (1879-1968) - Entdecker der Kernspaltung, Studium und Promotion in Marburg
- Alfred Wegener (1880-1930) - Privatdozent in Marburg
- Rudolf Bultmann (1884-1976) - Der Theologe der Entmythologisierung
- Boris Leonidowitsch Pasternak (1890-1960) - Autor von Dr. Schiwago
- Erwin Piscator (1893-1966) - Theaterleiter und -regisseur, nach ihm wurde die Marburger Stadthalle benannt; geboren in Greifenstein-Ulm bei Wetzlar, aufgewachsen in Marburg
- Hans-Georg Gadamer (1900-2002) - Philosoph, gebürtiger Marburger
- Hannah Arendt (1906-1975) - Die politische Philosophin studierte in Marburg bei Martin Heidegger.
- Wolfgang Abendroth (1906-1985) - Staatsrechtslehrer und Politikwissenschaftler, 1951-1972 in Marburg
- Gerhard Jahn (1927-1998) - ehemaliger Bundesjustizminister, 1956 bis 1978 Stadtverordneter der Stadt Marburg
- Jürgen Habermas (
- 1929) - Soziologe und Philosoph, habilitierte sich an der Universität Marburg bei Wolfgang Abendroth
- Reinhard Hauff (
- 1939) - Filmregisseur, gebürtiger Marburger
- Dr. Alois Rhiel (
- 1950) - Hessens Wirtschaftsminister (CDU), gebürtiger Marburger
- Roland Suso Richter (
- 1961) - Filmregisseur, gebürtiger Marburger

Literatur


- Erhart Dettmering, Rudolf Grenz (Hrsg.): Marburger Geschichte, Rückblick auf die Stadtgeschichte in Einzelbeiträgen. (im Auftr. des Magistrats), Marburg 1982, ISBN 3-9800490-0-0
- Marbuch. 7. Auflage. Marbuch-Vlg., Marburg 2003, 280 S. (umfassend, mit Stadtplan), ISBN 3-9806487-1-0
- Nils Folckers, Ambros Waibel (Hrsg.): Marburganderlahnbuch. Verbrecher-Vlg., Berlin 2003, 170 S., ISBN 3-935843-33-X
- Wilmfried Brand: Wanderführer Marburg. 2. Auflage. Hitzeroth-Vlg., Marburg 2005, ISBN 3-89616-195-4
- Hermann Bauer: Alt-Marburger Geschichten und Gestalten. Rathaus-Vlg., Marburg 1986, ISBN 3-923820-16-X
- Walter Bernsdorff, Jutta Buchner-Fuhs, Gabriele Clement: Marburg in den Nachkriegsjahren. Rathaus-Vlg., Marburg 1998, ISBN 3-923820-65-8
- Carsten Beckmann: Marburg und das Marburger Land in den 50er Jahren. Historische Aufnahmen. Wartberg-Vlg., Gudensberg 2002, ISBN 3-8313-1033-5
- Ursula Braasch-Schwersmann: Das Deutschordenshaus Marburg, Wirtschaft und Verwaltung einer spätmittelalterlichen Grundherrschaft. Elwert-Vlg., Marburg 1989, ISBN 3-7708-0907-6

Weblinks


- [http://www.uni-marburg.de www.uni-marburg.de] - Die Philipps-Universität Marburg
- [http://www.universitaetskirche.de www.universitaetskirche.de] - Die Universitätskirche, heute die "alte Universität"
- [http://www.elisabethkirche.de www.elisabethkirche.de] - Die Elisabethkirche
- [http://www.stadtderarchive.de www.stadtderarchive.de] - Die Marburger Archive
- [http://www.gs-marburg.de www.gs-marburg.de] - Gegenstandpunkt! - Meinungen zu Marburg und dem ganzen Rest in Radio Unerhört Marburg
- [http://www.philosophia-online.de/mafo/heft2002-05/Kippenberg.htm www.philosophia-online.de] - Ein Kapitel Marburger Nachkriegsgeschichte (1945-1950)
- [http://www.marburger-forum.de www.marburger-forum.de] - Das "Marburger Forum" des lokalen Philosophia-Vereins
- [http://www.kfz-marburg.de www.kfz-marburg.de] - Das Marburger Kultur- und Freizeitzentrum
- [http://www.cafetrauma.de www.cafetrauma.de] - Kino, Konzerte, Kultur in Marburg
- [http://www.bsf-richtsberg.de www.bsf-richtsberg.de] - Bürgerinitiative für Soziale Fragen e.V. Gemeinwesenarbeit in Marburg

Gesprochene Wikipedia

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Gemeinnützig

Wenn eine Organisation als gemeinnützig anerkannt worden ist, wird sie von den Steuern ganz oder teilweise befreit. Viele nichtstaatliche Hilfswerke und kulturelle Institutionen, aber auch Sportvereine oder Krankenhäuser profitieren davon.

Status in Deutschland

Die Gemeinnützigkeit einer Körperschaft definiert sich in Deutschland aus § 52 Abgabenordnung (AO). "Eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern." (§ 52 Absatz 1 Satz 1 AO) Gemeinnützigkeit ist ein Teilbereich der Steuerbegünstigung. Neben gemeinnützigen sind auch mildtätige und kirchliche Zwecke steuerbegünstigt. Neben der Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur sowie Sport zählt dazu laut AO unter anderem ausdrücklich auch die "Förderung des Modellflugs und des Hundesports". Gemeinnützigkeit ist ein rein steuerrechtlicher Tatbestand. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgt durch das zuständige Finanzamt. Vorteile der Gemeinnützigkeit sind insbesondere die Befreiung von der Körperschaftsteuer, also der Steuer auf das Einkommen (zum Beispiel aus Spenden oder Vermögenserträgen, § 5 Abs. 1 Ziff. 9 KStG), und die Berechtigung, Zuwendungsbestätigungen für Spenden auszustellen. Diese Bestätigungen berechtigen den Spender zum Sonderausgabenabzug. Die Befreiung von der Umsatzsteuer (§ 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG) führt dazu, dass gemeinnützige Einrichtungen zwar keine Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) auf Entgelte für von ihnen erbrachte Leistungen abführen müssen. Umgekehrt können sie aber auch gezahlte Umsatzsteuer, die zum Beispiel beim Einkauf von Verbrauchsgütern und Dienstleistungen anfällt, nicht als Vorsteuer abziehen. Unter dem Strich werden die meisten gemeinnützigen Einrichtungen daher durch die Umsatzsteuerbefreiung im Vergleich zu nicht befreiten Körperschaften zusätzlich belastet. Die meisten gemeinnützigen Einrichtungen in Deutschland sind zivilrechtlich als eingetragener Verein organisiert, dazu kommen Stiftungen und gemeinnützige GmbHs. Die Steuerbefreiung hängt nicht von der Rechtsform ab. Allerdings können Zuwendungen an Stiftungen seit dem Jahr 2000 in größerem Umfang steuerlich geltend gemacht werden als Zuwendungen an andere gemeinnützige Einrichtungen. Als "freigemeinnützig" bezeichnet man Einrichtungen, die von Trägern der kirchlichen und freien Wohlfahrtspflege, Kirchengemeinden, Stiftungen oder Vereinen unterhalten werden.

Voraussetzungen für die Anerkennung

Die folgenden Voraussetzungen müssen für die Anerkennung als steuerbegünstigte Körperschaft erfüllt sein: # Die Körperschaft muss gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen. # Der Zweck muss selbstlos, ausschließlich und unmittelbar verfolgt werden. # Alle Voraussetzungen der Steuerbegünstigung müssen aus der Satzung ersichtlich sein. Die Satzung muss auch die Art der Zweckverwirklichung angeben. # Die Satzung muss eine Regelung enthalten, dass das Vermögen der Körperschaft bei Auflösung oder Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke auch zukünftig für steuerbegünstigte Zwecke verwendet wird (sog. Anfallklausel). # Die tatsächliche Geschäftsführung muss der Satzung entsprechen. Bei der Gründung einer steuerbegünstigten Körperschaft empfiehlt sich eine frühzeitige Abstimmung der Satzung mit dem Finanzamt. Nach der Gründung kann beim Finanzamt die Ausstellung einer vorläufigen Bescheinigung über die Steuerbegünstigung beantragt werden. Ob die Voraussetzungen für die Steuerbegünstigung tatsächlich vorlagen, prüft das Finanzamt immer nur rückwirkend, in der Regel alle drei Jahre, und erteilt dann rückwirkend einen Freistellungsbescheid. Dieser berechtigt dann allerdings mehrere Jahre lang zur Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen.

Status in der Schweiz

Etwa ein Verein oder eine beliebige andere juristische Person ist in der Schweiz gemeinnützig - und damit von Steuern befreit - wenn er keinen Erwerbs- oder Selbsthilfezweck aufweist. Die Gemeinnützigkeit ist dann gegeben, wenn die Tätigkeit der Organisation
- von der Allgemeinheit als förderungswürdig anerkannt wird,
- eine erhebliche Leistung im Dienste der Allgemeinheit erbringt
- und dessen Mitglieder persönliche oder finanzielle Opfer erbringen. Die Mittel müssen dauernd an die gemeinnützige Tätigkeit gebunden sein. Daher darf das Vermögen einer gemeinnützigen Institution nicht an Personen verteilt werden, sondern die Satzung muss im Falle ihrer Auflösung einen gemeinnützigen Empfänger des Vermögens ausweisen. Spenden und andere Beiträge an gemeinnützige Vereine kann man in manchen Kantonen vom steuerbaren Einkommen abziehen. Auch die Zielmenge der Menschen, für die der Verein tätig ist, muss offen definiert sein. Die gemeinnützige Arbeit des Vereins kann auch im Ausland oder im kulturellen Bereich stattfinden [http://www.3wg.ch/Inside/steuerbefreiung.htm]. In der Schweiz tritt auch die Stiftung ZEWO auf, die gemeinnützige Organisationen überprüft und zertifiziert.

Weblinks


- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/ao_1977/index.html Abgabenordnung (AO)]
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/kstg_1977/index.html Körperschaftssteuergesetz (KStG)]
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/ustg_1980/index.html Umsatzsteuergesetz (UStG)] Kategorie:Steuerrecht

1969

Ereignisse


- 1. Januar: Ludwig von Moos wird Bundespräsident der Schweiz
- 20. Januar: der Republikaner Richard Milhous Nixon wird als 37. Präsident der USA vereidigt
- 13. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Ecuador. In Kraft seit dem 22. März 1970
- 18. März: Demokratische Republik Kongo. Investitionsförderungsvertrag zwischen Deutschland und dem ehemaligen Zaire
- 20. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Indien. In Kraft seit dem 11. September 1969
- 31. März: Deutschland schließt mit Argentinien ein Rahmenabkommen über die Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Forschung und technologischen Entwicklung
- 28. April: Charles de Gaulle tritt nach einem gescheiterten Referendum und den Folgen der Maiunruhen 1968 vom Amt des Staatspräsidenten zurück
- 9. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Brasilien. In Kraft seit dem 17. Dezember 1970
- 15. Juni: Frankreich. Georges Pompidou wird neuer Staatspräsident
- 27. Juni: New York: Stonewall-Aufstand in der Christopher Street (Christopher Street Day)
- 1. Juli: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Senegal
- 20. Juli: Erste bemannte Mondlandung von Apollo 11
- 21. Juli: Neil Armstrong betritt um 3 Uhr 56 MEZ als erster Mensch den Mond
- 28. Juli: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Jugoslawien. In Kraft seit dem 26. Januar 1970
- 9. August: Charles Manson und seine Anhänger ermorden Sharon Tate und ihre Freunde
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