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| Abhöranlage Gablingen |
Abhöranlage GablingenDer Flugplatz Gersthofen-Gablingen war ein deutscher Flugplatz bei Augsburg.
Geschichte
Anfänge
Er wurde von 1904 bis 1918 als Flugfeld Gersthofen als Unterabteilung der Fliegerschule Schleißheim von der Königreich Bayern - Bayerische Fliegertruppe genutzt. Unter anderem leistete Paul Klee hier seinen Wehrdienst ab.
Für den einfachen und schnellen Bau von Flugzeugwerften entwickelten die bayerischen Fliegertruppen einen Musterentwurf, der eine Eisen-Skelettbauweise vorsah. Nach dieser Vorgabe entstanden am Flugplatz Gersthofen 1917 eine Werft, die 1980 zusammen mit der gesamten Kasernenanlage aus Gründen der militärischen Sicherheit abgerissen wurde. Ab der Weimarer Republik bezeichnete man den Flugplatz als Flugplatz Gersthofen-Gablingen.
Zweiter Weltkrieg
Weimarer Republik
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flugplatz durch die alliierte Aufklärung erst sehr spät entdeckt, da er sehr gut getarnt wurde, unter anderem wurden Kühe aus Pappmaché aufgestellt. Auf dem Flugplatz war die Flugzeugführerschule A5, die Nachtjagdschule 1 und die Flugzeugführerschule C7 stationiert. Auch wurde die Messerschmitt Me 163 Komet hier getestet. Unter anderem waren auf dem Flugplatz Messerschmitt Me 262-Flugzeuge sowie die Messerschmitt Bf 109 C-1 der 2./ JGr. 176 stationiert. Ende 1943 wurden Teile der Messerschmitt Me 264, Amerikabomber, nach Gersthofen gebracht, um in Augsburg platz für die Messerschmitt Me 410 zu bekommen. Im Bereich der Kasernenanlagen waren auch Tunnelanlagen installiert; diese dienten für Versorgungsleitungen und verbanden unterirdisch auch alle Kasernengebäude. Es soll jedoch nach Aussagen ehemaliger amerikanischer Soldaten, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Gablingen stationiert waren, auch massive Tunnelanlagen gegeben haben, die mehrere Stockwerke in die Tiefe führen. Dort sind weitere Seitentunnels eingerichtet; diese sind aber mittlerweile eingestürzt oder mit Wasser geflutet. Angeblich liegt in den Tunnelanlagen bis heute noch Gerät aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch soll es sehr lange Tunnels in die anliegende Gemeinde Gablingen geben. Im Bereich der Adalbert-Stifter-Siedlung in Höhe des heutigen Spielplatzes befindet sich am Osthang ein zugeschütteter Tunnelzugang, ob dieser jedoch mit dem Flugplatz Gablingen verbunden ist, konnte bis heute nicht geklärt werden. Interessant ist jedoch, dass 1944 auf dem rund 800 Meter entfernten Chemiewerk der IG-Farben- Tochter Transehe die Produktion von Raketentreibstoff begonnen wurde. Der oben angesprochene eventuelle Tunnelzugang am Rande der Adalbert-Stifter-Siedlung, die damals noch nicht existierte, befindet sich nur wenige hundert Meter vom Werksgelände entfernt. Da der gesamte Flugplatz bis heute Sperrgebiet ist, konnte eine Erforschung der Anlagen nicht durchgeführt werden. Nach amerikanischen Aussagen wird vermutet, dass die Tunnelsysteme für verschiedene Tests benutzt wurden.
Am 16. März 1944 wurde der Flugplatz von zwei Combat Wings (ca. 100 - 120 Flugzeuge des amerikanischen Bombertyps B 17 und B 24), die am Morgen von den englischen Flugplätzen Beachy Head und Dungeness bei Dover gestartet waren, angegriffen. Am 24. April 1944 griffen bei einem Großangriff auf Süddeutschland 120 Bomber vom Typ B 24 (Liberator) mit je 10 Besatzungsmitgliedern den Flugplatz an. Bei den Angriffen kam es auch zu Opfern in der anliegenden Gemeinde Stettenhofen.
Konzentrationslager
Im Bereich des Flugplatzes war ab Anfang 1944 auch ein Aussenlager des Konzentrationslagers Dachau eingerichtet. Etwa 1.000 Häftlinge und Zwangsarbeiter befanden sich in dem Lager, die Arbeiten rund um den Flugplatz leisten mussten.
1945 bis 1998
Zwangsarbeiter
Zwischen 1945 und 1955 erhielt der von amerikanischen Bodentruppen besetzte Flugplatz die Bezeichnung R-77, die Kommandostelle war die R-59 in Leipheim, er erhielt den Spitznamen "Gab" und wurde als Fliegerhorst Kaserne Gablingen genutzt. 1956 wurde für die 11. Airborne Übungsanlagen für Fallschirmspringer errichtet, diese wurden bis 1957 durch die Springerschule genutzt, bis die Division aufgelöst wurde. Danach wurde auf dem Flugfeld die 188th Airborne Infantry, später die 187th Airborne Infantry stationiert. Während dem Kommando der 7th MEDCOM (Medical Detachment Helo Ambulances) waren auf dem Flugplatz 6 UH-1H der 236th Med Det (Hel Amb) stationiert. Zwischen 1966 und 1967 wurde der Flugplatz auch für Übungsflugplatz für Hubschrauberpiloten genutzt. Auf dem Flugfeld wurde eine Abhöranlage installiert. Die größte Signals Intelligence-Anlage der Welt (eine Wullenweber-Kreisantennenanlage) hat einen Durchmesser von circa 300 Meter und hatte bis zu 40 Meter hohe Antennengitter, mit Hilfe dieses Elefantenkäfigs konnten Reichweiten von mehreren Tausend Kilometern in den Zeiten des Kalten Krieges auf Kurzwelle abgehorcht werden. In zwölf Stockwerken unter der Anlage sollen gigantische Computeranlagen das Abgehörte von der 66. Nachrichtendienstgruppe ausgewertet werden; was genau dort stattfand und ob es wirklich 12 Stockwerke sein sollen, ist bis heute streng geheim. 1985 waren 1814 INSCOM-Mitarbeiter stationiert; diese arbeiteten unter der Fachaufsicht der NSA. Die Anlage wurde 1998 aufgegeben und der Bundeswehr übergeben. Heute gehören die Abhöranlagen der FmSt Süd der Bundeswehr, sie werden aber nicht mehr weiter betrieben.
Ausbau Bundesstraße 2
Durch die Übergabe an die Bundeswehr konnte auch endlich eine Lösung zum Umbau der Bundesstraße 2 verwirklicht werden. So weigerten sich die Amerikaner über Jahre, den Außenzaun um 15 Meter nach innen zu versetzen, was nötig gewesen wäre, um die angrenzende Bundesstraße vierspurig auszubauen.
Weblinks
- [http://www.usafsa.org usafsa.org]
Kategorie: Militärische Einrichtung (USA)
Kategorie: Funktechnik
Kategorie: Luftwaffenbasis
Gersthofen, Flugplatz
Gersthofen
Gersthofen ist eine Stadt bei Augsburg. Es liegt im Landkreis Augsburg im Regierungsbezirk Schwaben in Bayern.
Geschichte
Gersthofen, an den Via Claudia gelegen, entwickelte sich aus einem alemannischen Dorf des 6./7. Jahrhunderts zu einer bäuerlichen Siedlung im Besitz des Bistums Augsburg. Erste urkundliche Erwähnung war 969. Der Name, ab dem Jahr 1424 Gersthofen, 1143 Gershouen geht zurück auf 969 Gerfredeshoua, dieser bedeutet "bei den Höfen des Gerfred". 1803 fiel Gersthofen an Bayern, wurde 1950 zum Markt und 1969 zur Stadt erhoben. Gersthofen erhielt 1904 den Flugplatz Gersthofen-Gablingen, der nach dem 2.Weltkrieg durch amerikanische Truppen als Kaserne benutzt wurde.
Wissenswertes
1999 erlangte Gersthofen deutschlandweit kurzzeitig großes Aufsehen. Die Stadt zahlte jedem Einwohner 100 DM aus, da sie im vergangenen Jahr einen Überschuss von 5 Millionen DM erwirtschaftete und davon 2 Millionen an die Bürger zurückgab. Das Landratsamt hatte die ungewöhnliche Aktion rechtlich geprüft und als "gerade noch akzeptabel" bezeichnet. Die Stadt war somit die erste Gemeinde der Welt, die ihren Bürgern eine Art Dividende auszahlte.
Bevölkerungsentwicklung
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Sehenswürdigkeiten
- Einziges Ballonmuseum der Welt
- Jährlich die meisten Gasballonstarts der Welt
Ortsteile
Auf freiwilliger Basis haben sich die ehemaligen Gemeinden Hirblingen (Januar 1975), Batzenhofen, Edenbergen und Rettenbergen (alle Januar 1978) der Stadt Gersthofen angeschlossen.
Ein Zusammenlegen der drei Gemeinden Batzenhofen, Edenbergen und Rettenbergen wurde vor dem Ersten Weltkrieg noch als schädigend erachtet und demzufolge auch strikt abgelehnt.
Batzenhofen
Geschichte
Der nordwestlich von Gersthofen am linken Schmutterufer, beiderseits des hier mündenden Böglegrabens, gelegene Stadtteil wurde schon im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Bei vorsichtiger Schätzung dürfte die Gründung Batzenhofens auch ins 8. Jahrhundert fallen. Auch die dem Heiligen Martin geweihte Mutterkirche der Hirblinger Urmark gehört in sehr frühe Zeit. Das hohe Alter Batzenhofens ergibt sich aus seiner Lage im Altsiedelgebiet an der Schmutter sowie aus der Tatsache, daß es den fränkischen Reichsheiligen St. Martin zum Kirchenpatron hat. Friedrich Barbarossa machte auf dem Weg von Göggingen nach Goslar 1154 in Batzenhofen Station. Eckpfeiler der urkundlichen Tradition ist die Ulrichsurkunde von 969. Damals erhielt das neugegründete Frauenkloster St. Stephan in Augsburg schenkungsweise als Erstausstattung Güter in Batzenhofen. Der Ort stieg zu einem der drei stephanischen Ämter auf und wurde die Zentrale der ländlichen Besitzungen des Stifts im Untersuchungsbereich.
Batzenhofen verändert seinen Ortsnamen oft, so wird der Ort in der Ulrichsurkunde 969 als Pazenhoua bezeichnet. Später im 11. Jahrhundet heisst er Pacenhoven, im 12. Jahrhundert Battzenhouen, Pacinhouen und Pazzenhouen. Um 1195 nennt man den Ort Bazzenhouen, 1257 Bazinhovin. Ab 1440 erhält der Ort seinen bis heute gültigen Namen, Batzenhofen, was bei den Höfen des Bazzo bedeutet.
Die eigentliche Entwicklung begann nach 1945, Infrastruktureinrichtungen wurden geschaffen, Baugebiete ausgewiesen und eine Mehrzweckhalle erstellt. Batzenhofen zählt heute ca. 980 Einwohner, seine Gemeindefläche beträgt 344 ha, wovon 99 ha auf Wald entfallen.
Wappen
Die bis 1978 selbständige Gemeinde führte auch ein eigenes Gemeindewappen. Die Beschreibung des Wappens lautet hierbei: In Silber einer fünfblättrige Staude, auf deren unteren Zweigen zwei einander zugekehrte grüne Beizvögel sitzen.
Edenbergen
Edenbergen ist vermutlich im 11. Jahrhundert auf dem Höhenrücken zwischen Gailenbach und Böglebach als Rodesiedlung im Bereich der Urmark Hirblingen entstanden. Von 1382 bis 1803 war Edenbergen im Besitz des Damenstifts St. Stephan. Zu Edenbergen gehört der 1283 urkundlich erstmals erwähnte Weiler Gailenbach, auf dem 1927 das Franziskanerinnenkloster Maria Stern aus Augsburg ein Gut errichtete. Ungefähr 300 Bewohner zählt der westlich gelegene Stadtteil. Über seine 427 ha große Gemeindefläche verläuft die Autobahn A8. Der Ruhe tut das keinen Abbruch - 217 ha davon sind Wald.
Hirblingen
Hirblingen wird urkundlich im 11. Jahrhundert erstmals aufgeführt. Bodenfunde bezeugen aber, dass der Ort eine so genannte Ursiedlung alemannischen Ursprungs ist. Die Grundherrschaft übten im Mittelalter das Reichsstift St. Ulrich und Afra sowie Augsburger Klöster und Patrizierfamilien aus. Im Jahre 1699 kam Hirblingen an die Hospitalstiftung zu Augsburg, die bis zur Säkularisation Grundherr blieb.
Der Ortsteil hat etwa 820 Einwohner, seine Gemeindefläche umfasst 446 ha.
Rettenbergen
Auch Rettenbergen ist vermutlich im 11. Jahrhundert als Rodeort in der Hirblinger Urmark entstanden. Im 12. Jh. wird "Rutinbergen" zum ersten Male erwähnt. Im Gemeindegebiet liegt das beliebte Ausflugsziel "Peterhof", seit 1488 als St. Peter urkundlich nachgewiesen. Obwohl Rettenbergen seit 1575 die eigene Dorfkirche St. Wolfgang besitzt, gehört der Ort, wie auch Edenbergen seit eh und je zum Pfarrsprengel Batzenhofen. Der 450-Seelen-Ortsteil liegt direkt am Wald, seine Fläche umfasst 684 ha.
Adalbert-Stifter-Siedlung
Von 1939 bis zum Juli 1954 wuchs die Einwohnerzahl Gersthofens von 4584 auf 8164 Personen. Dies bedeutete eine Vermehrung um 78,1%. Der Anteil der Vertriebenen an der Gesamtbevölkerungszahl lag 1954 bei 22,6% bzw. 1847 Personen. Um den katastrophalen Wohnraummangel nach dem Krieg zu beheben, entstanden in Gersthofen zwischen 1950 und 1954 280 neue Wohngebäude. Die ersten Blocks für die Flüchtlinge entstanden südlich der Pestalozzischule, schließlich vergab die Gemeinde an die Flüchtlinge Grund und Boden im Erbbaurecht in der Langemarckstraße und entlang der Ludwig-Herrmannstraße.
Zu einem der vorbildlichsten Projekte entwickelte sich die Adalbert-Stifter-Siedlung an der Bergstraße, die von den hier ansässig gewordenen Vertriebenen durch selbstlosen Einsatz in echter Gemeinschaftsarbeit angelegt wurde. Die Marktgemeinde konnte sich zunächst mit der von Hans Peterlik, dem Vertreter der heimatvertriebenen Bauern im Bayerischen Bauernverband als Weitpendlersiedlung geplanten Anlage nicht anfreunden und stellte im Tausch Grund und Boden zur Verfügung, der durch die Schadstoffemissionen der Lech-Chemie deutlich belastet war.
Der BBV forderte Flüchtlingsfamilien, die in den umliegenden Landkreisen wohnten, deren Ernährer aber in Augsburg in Arbeit stand, auf, sich um eine Siedlerstelle zu bewerben. Die ersten Siedler mussten ein Eigenkapital von DM 2300 hinterlegen und sich verpflichten, eine Zahl von 2000 Arbeitsstunden beim Wasserleitungs- und Straßenbau oder anderen Tätigkeiten abzuleisten. Dabei wusste keiner, in welchem Haus er einmal wohnen würde, denn die ersten 35 Häuser wurden verlost. Am 8. November 1952 konnten die ersten 70 erstellten Wohnungen eingeweiht werden, 1953 wurden weitere 25 Siedlerstellen errichtet, 1954 kamen noch weitere 10 hinzu. 1958 und 1960 baute die Landeswohnungsfürsorge jeweils sieben, 1959 nochmals 3 Siedlerstellen dazu, die alle jeweils eine Grundstücksgröße zwischen 450m² und 1100m² aufwiesen. Die 1959/60 errichteten Nebenerwerbssiedlungen hatten nun Grundstücke mit einer Fläche zwischen 1800m² und 2300m² und ermöglichten den Eigentümern einen landwirtschaftlichen Nebenerwerb.
Beim Bundeswettbewerb "Die beste Kleinsiedlung" erhielt die Adalbert-Stifter-Siedlung 1956 in der Gruppe der Neusiedelungen sowohl im Regierungsbezirk von Schwaben wie auch in Bayern den ersten Preis, auf Bundesebene sogar einen Sonderpreis. Im Laufe der folgenden Jahre kamen noch viele weitere hinzu.
Erst im Jahre 1965 wurden die von den Siedlern in Eigenregie angelegten, ausgebauten und auch unterhaltenen Straßen geteert und von der Gemeinde übernommen. Im Jahre 1983 ging schließlich die vereinseigene Wasserversorgung der Siedlung an die Stadtwerke über.
Die Stadt Gersthofen hat allen Grund, auf die Siedlung stolz zu sein, bedeutete doch die Siedlung in keiner Weise eine Belastung für die Gemeinde.
Partnerstadt
Seit 1969 ist Gersthofen (anläßlich seiner Tausendjahrfeier) mit Nogent sur Oise, Frankreich verschwistert. Die Kleinstadt liegt 50 Kilometer nördlich von Paris.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Paris
Paris
- Kirche St. Jakobus (major), Station auf dem Bayerisch-Schwäbischen Jakobsweg über Augsburg
nach Lindau
- Stadthalle Gersthofen
- Ballonmuseum Gersthofen
Öffentliche Einrichtungen
[http://www.gersthofen.de/Stadt/Adr_KiGarten.htm Kindergärten]
- Ulrich Kindergarten
- Hedwig Kindergarten
- Kolping Kindergarten
- Kindergarten St. Elisabeth
- Kindergarten der Internationalen Schule Augsburg (Sitz in Gersthofen)
- Kindergarten St. Martin
- Stunden-Kindergarten (Aktion des Christenrates)
- Goetheschule
- Mozartschule
- Pestalozzischule
- Internationale Schule Augsburg
weiterführende Schulen
- Hauptschule Gersthofen (Hauptschule)
- Paul-Klee-Gymnasium (Gymnasium)
- Internationale Schule Augsburg (Sitz in Gersthofen) (Abschluss: International Baccalaureate)
sonstige Schulen
- Franziskusschule (Förderschule)
- Musikschule Gersthofen
Industrie und Wirtschaft
Die wirtschaftliche Entwicklung
Die Veränderungen der wirtschaftlichen Struktur Gersthofens zeigt sich am deutlichsten in der Veränderung der einzelnen Wirtschaftszweige. Neben 79 landwirtschaftlichen Betrieben verschiedener Größe waren 1930 110 gewerbliche Betriebe vorhanden. 1968 hingegen waren es noch 50 landwirtschaftliche, jedoch 337 gewerbliche Betriebe. 1985 bzw. 1987 waren 90 landwirtschaftliche und 724 gewerbliche Betriebe erfaßt.
Landwirtschaft
Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich von 1949 bis 1968 von 98 auf 50 verringert, daß heisst fast halbiert. Betroffen waren in den ersten 5 Jahren die Betriebe in der Größe unter 2 ha und in der Größe von 2-5 ha, welche sich um 15 + 9 = 24 verminderten, während die nächst höhere Klasse um einen Betrieb zunahm.
bedeutende Unternehmen
- Abieta Chemie GmbH- Marktführer in der Resine und Dresinate- Herstellung
- Clariant GmbH Deutschland - Großkonzern für Spezialchemikalien
- Humbaur GmbH - einer der führenden Anhänger-Hersteller Europas
- impuls Finanzmanagement AG - Versicherung- und Finanzdienstleistungsunternehmen
- INVISTA Resins & Fibers GmbH - Großkonzern im Bereich Herstellung Kunststoffe, z.B. Trevira
- Kunst-Feuerwerk-Fabrik Fritz Sauer KG - eine der ältesten Feuerwerkfabriken Deutschlands
IKEA-Filiale - Neueröffnung
IKEA wird 2006/07 eine Filiale in Gersthofen eröffnen.
Streit gab es bei der Grundstücksfindung zwischen der Stadt Augsburg und der Stadt Gersthofen. Da sich das Gelände auf den Fluren der Stadt Gersthofen in unmittelbarer Nähe zur Stadtgrenze von Augsburg befindet, wollte die Stadt Augsburg zum Schutz ihres Eigenhandels das Sortiment von IKEA per Gericht deutlich einschränken. Jedoch einigte man sich darauf, die zu erwartende Gewerbesteuer zwischen beiden Städten aufzuteilen.
Verkehr
Straßenverkehr
In Ost-West Richtung durchquert die A 8 Gersthofen. In Süd-Nord Richtung verläuft die vierspurige B 2, die mit mehreren Anschlussstellen Gersthofen anbindet.
Busverbindungen
Die Stadt Gersthofen besitzt durch ihre Stadtwerke eine eigene Busflotte, die zum größten Teil aus modernen Niederflurbussen besteht und insgesamt 5 Linien im Stadtgebiet bedient. Des Weiteren gibt es noch Regionalbusse, die mehrere Haltestellen in Gersthofen anfahren.
Bahnverbindungen
Gersthofen besitzt einen Anschluss an das Netz der Deutschen Bahn. Vom Bahnhof Gersthofen, westlich der Bundesstraße 2 gelegen, gibt es mehrmals in der Stunde Verbindungen unter anderem nach München, Augsburg, Donauwörth und Nürnberg.
Flughafen
Ca. 10 km östlich liegt der Flughafen Augsburg.
Weblinks
- [http://www.gersthofen.de Gersthofen]
- [http://batzenhofen.gmxhome.de Batzenhofen]
-
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Augsburg (Landkreis)
Gablingen
Gablingen ist eine Gemeinde im Landkreis Augsburg.
Weblinks
- [http://www.pfarrei-gablingen.de/ Homepage der katholischen Pfarrei St. Martin Gablingen]
- [http://www.sv-gablingen.de/ Sportverein Gablingen]
- [http://www.gablingen.de/ Homepage der Gemeinde Gablingen]
- [http://www.gruenholder.de/ Schützenverein "Grünholder" Gablingen]
-
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Augsburg (Landkreis)
MilitärflughafenEin Fliegerhorst ist eine militärische Einrichtung für den Betrieb von Militärflugzeugen. Neben einem Flugfeld und Kasernierungsgebäuden gehört oftmals auch eine Flugschule, Werkstätten zur Instandsetzung und logistische Einrichtungen zum Betrieb.
Bei Fliegerhorsten, auf denen Geschwader der NATO stationiert sind, müssen Kaserne und der eigentliche Fliegerhorst mindestens 10 Kilometer auseinanderliegen.
Deutschland
Ein Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe beherbergt in der Regel einen fliegenden Verband, ein sog. Geschwader. Ein Geschwader entspricht hinsichtlich Stärke und operativem Auftrag einem Regiment.
Das Geschwader gliedert sich in der Regel in folgende Gruppen, wobei eine "Gruppe" einem Bataillon gleichgesetzt werden kann:
;Fliegende Gruppe: der operative Teil des Geschwaders, bestehend aus den fliegenden Staffeln.
;Technische Gruppe: die zur unmittelbaren Herstellung und Erhaltung der Gefechtsbereitschaft der operativen Komponente erforderlichen technischen Ressourcen, z.B. Werft.
;Fliegerhorstgruppe: die weiteren bodengebundenen Komponenten des Geschwaders, die nicht unmittelbar an der Durchführung des fliegerischen Einsatzauftrages beteiligt sind, z.B. Kfz-Wesen, Bewachung, Fernmeldewesen, ABC-Abwehr usw.
Kommandeur des Geschwaders ist der Kommodore, in der Regel ein Offizier im Rang eines Oberst.
Fliegerhorste der Bundeswehr sowie der NATO-Verbündeten in Deutschland sind:
;Fliegerhorst Laupheim
:Mittleres Transporthubschrauber Regiment 25 (Heer)
;Fliegerhorst Mengen/Hohentengen
:(Heer)
;Fliegerhorst Niederstetten
:Transporthubschrauber Regiment 30 (Heer)
;Fliegerhorst Erding
:Flugabwehrraketengeschwader 5
:Luftwaffeninstandhaltungsregimet 1
;Fliegerhorst Fürstenfeldbruck
:Offizierschule der Luftwaffe
:Flugmedizinisches Institut
;Fliegerhorst Illesheim bei Ansbach
:11th Aviation Regiment (US Army)
;Fliegerhorst Giebelstadt
:12th Aviation Brigade (US Army)
:Flugabwehrraketengruppe 22
;Fliegerhorst Lager-Lechfeld
:Jagdbombergeschwader 32 ECR
;Fliegerhorst Neuburg an der Donau
:Jagdgeschwader 74
;Fliegerhorst Penzing
:Lufttransportgeschwader 61
;Fliegerhorst Roth
:Kampfhubschrauberregiment 26 (Heer)
;Fliegerhorst Holzdorf bei Jessen (Elster)
:Lufttransportgeschwader 62
;Fliegerhorst Fritzlar
:Kampfhubschrauberregiment 36 (Heer)
;US Air Base Frankfurt, zählt zum Frankfurter Flughafen
:european USAF
;US Air Base Wiesbaden-Erbenheim
:european USAF
;Fliegerhorst Laage
:Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" (nach Johannes Steinhoff)
;Fliegerhorst Trollenhagen
;Fliegerhorst Faßberg
:Technische Schule der Luftwaffe 3 (TSLw 3)
:Transporthubschrauber Regiment 10 (Heer)
;Fliegerhorst Bückeburg
:Heeresfliegerwaffenschule
;Fliegerhorst Diepholz,
:Heeresflieger Standort
;Fliegerhorst Jever/Upjever
:Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 21
;Fliegerhorst Nordholz
:Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" (nach Ferdinand Graf von Zeppelin)
;Fliegerhorst Oldenburg
:Flugabwehrraketengruppe 24
;Fliegerhorst Wittmund
:Jagdgeschwader 71 "Richthofen" (nach Manfred von Richthofen (Der Rote Baron))
;Fliegerhorst Wunstorf
:Lufttransportgeschwader 62
:Luftwaffeninstandhaltungsstaffel 24
:Technische Schule der Luftwaffe 3
:Truppenambulanz Wunstorf
;Fliegerhorst Geilenkirchen
:Airborne Early Warning Force (NATO) AWACS
;Fliegerhorst Gütersloh
:1st Regiment Army Air Corps (British Army)
;Fliegerhorst Nörvenich
:Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke", ein Tornado-Geschwader
;Fliegerhorst Wahn (nutzt gleiche Bahnen wie Flughafen Köln/Bonn)
:Flugbereitschaft der Bundeswehr
;Fliegerhorst Rheine-Bentlage
:Mittleres Transporthubschrauber Regiment 15 (Heer)
;Fliegerhorst Hopsten
:F-4F Fluglehrzentrum (bis 2006)
;Fliegerhorst Büchel
:Jagdbombergeschwader 33, ein Tornado-Geschwader das Teil der NATO-Streitkräfte ist, mit stationierten 20 US-Freifallatombomben
;Fliegerhorst Ramstein
:86th Wing (US Air Force), mit stationierten 130 US-Freifallatombomben
;Fliegerhorst Spangdahlem
:52nd Fighter Wing (US Air Force)
;Fliegerhorst Jagel
:Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" (nach Max Immelmann)
: vormals Marinefliegergeschwader 1
;Fliegerhorst Hohn (Gemeinde)
:Lufttransportgeschwader 63
;Fliegerhorst Kiel-Holtenau
:Marinefliegergeschwader 5
;Fliegerhorst Tarp/Eggebek
:Marinefliegergeschwader 2 (bis 2005)
Achmer (Lw), Ahlhorn (Lw), Bitburg (USAF), Bremgarten (Lw), Brüggen (RAF), Detmold (British Army), Friedrichshafen (Armee de Terre), Handorf (Lw), Hahn (USAF), Hildesheim (British Army), Husum (Lw), Laarbruch (RAF), Lahr (RCAF), Leck (Lw), Leipheim (Lw), Lippstadt (Lw), Pferdsfeld (Lw), Sembach (USAF), Söllingen (RCAF), Soest (British Army), Wildenrath (RAF), Zweibrücken (USAF) - frühere DDR: Flugplatz Werneuchen, ansonsten noch nicht gelistet
Österreich
Das österreichische Bundesheer betreibt folgende Fliegerhorste:
;Fliegerhorst Hinterstoisser, Zeltweg
:Fliegerregiment 2
:Fliegerabwehrregiment 2
:Fliegerwerft 2
:Fliegerschule
;Fliegerhorst Nittner, Graz
:Fliegerregiment 2
:Fliegerwerft 2
:Überwachungsgeschwader
;Fliegerhorst Fiala Fernbrugg, Aigen im Ennstal
:Fliegerabwehrregiment 2
:Hubschraubergeschwader
:Fliegerwerft Aigen
;Fliegerhorst Vogler, Linz-Hörsching
:Fliegerregiment 3
:Fliegerabwehrregiment 3
:Fliegerwerft 3
:Luftfahrttechnisches Logistikzentrum
;Fliegerhorst Brumowski, Langenlebarn
:Kommando Luftstreitkräfte
:Kommando Luftaufklärung
:Fliegerregiment 1
:Fliegerabwehrregiment 1
:Fliegerwerft 1
:Fliegerfernmeldebataillon
;Fliegerhorst Wiener Neustadt, Wiener Neustadt
:Basis für Flächenflugzeuge und Fallschirmspringer
Zusätzlich gibt es noch Luftstützpunkte in:
- Groß-Enzersdorf (Fliegerabwehrregiment 1)
- Hainburg (Fliegerabwehrregiment 1)
- Klagenfurt (Hubschraubergeschwader)
- Salzburg (Kommando Luftraumüberwachung, Fliegerabwehrregiment 3)
- Schwaz in Tirol (Hubschraubergeschwader)
- Wolfsberg (Fliegerabwehrregiment 2)
Schweiz
In der Schweiz ist der Begriff Fliegerhorst nicht üblich. Siehe: Militärflugplatz
Siehe auch: Air Force Base
Kategorie:Militärische Einrichtung
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1918
Katastrophen
- 13. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Kwangtung in der Provinz Guangdong, China, etwa 10.000 Tote
- 12. Juli: Das Linienschiff „Kawachi“ (Japan) sinkt in der Tokuyama-Bucht nach einer inneren Explosion. Über 500 Tote
- 16. September: Auf dem Monitor „Glatton“ (Großbritannien) kommt es im Hafen von Dover zu Explosionen der Munitionskammern. 77 Tote und zahlreiche Verletzte, das Schiff wurde aus dem Hafen geschleppt und von einem eigenen Zerstörer versenkt
- 9. Oktober: Kollision des als Truppentransporter fahrenden Passagierschiffs „Aquitania“ (Großbritannien) ca. 75 km vor Portland (Großbritannien) mit dem Torpedobootzerstörer „Shaw“ (USA). 12 Tote und 13 Verletzte an Bord des Zerstörers sowie schwerste Beschädigungen der „Shaw“
- 25. Oktober: Das Dampfschiff „Princess Sophia“ (Kanada) strandet auf einem Riff vor Alaska (USA). 398 Tote
- Beginn einer Influenza-Pandemie („Spanische Grippe“). Ca. 500 Mio. Erkrankte und über 20 Mio. Tote. Ende 1919
Politik
- 1. Januar: Felix-Louis Calonder wird Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: Russlands neue bolschewistische Regierung wird durch Japan anerkannt
- 8. Januar: der US-amerik. Präsident Wilson verkündet sein 14-Punkte-Programm zur Beendigung des 1. Weltkriegs
- 22. Januar Mychajlo Hruschewskyj Historiker und Politiker in der Ukraine rief die erste autonome Republik aus. Das Land wurde eine selbstständige Volksrepublik: Ukrajinska Narodnja Respublika (UNR)
- 24. Februar: Unabhängigkeitserklärung Estlands
- 3. März: Erster Weltkrieg. Friedensvertrag von Brest-Litowsk zwischen dem Deutschen Reich und Russland
- 21. März: Erster Weltkrieg. Beginn der letzten deutschen Frühjahrsoffensive, die nach großen Anfangserfolgen im Juli abgebrochen werden muss
- 26. Mai: Georgien – Erste Unabhängigkeitserklärung
- 28. Mai: Gründung der unabhängigen Republik Aserbaidschan
- 7. Juli: Monaco und Frankreich schließen den Schutzvertrag
- 8. August: Den Alliierten gelingt es in der Panzerschlacht von Amiens, die deutsche Frontlinie zu durchbrechen („Schwarzer Tag des deutschen Heeres“)
- 15. September: Durchbruch der Entente an der Balkanfront
- 27. September: Erster Weltkrieg. Bulgarien, Verbündeter des Deutschen Reichs, kapituliert
- 29. September: Erster Weltkrieg. General Ludendorff verlangt von der Reichsregierung ultimativ die Abgabe eines Waffenstillstandsgesuchs an die Ententemächte
- 3. Oktober: Prinz Max von Baden wird deutscher Reichskanzler. In seiner Regierung sind erstmals Mitglieder der Mehrheitsparteien des Reichstags vertreten
- 28. Oktober: Gründung der Tschechoslowakei
- 29. Oktober: Der Beschluss der deutschen Marineleitung, in letzter Minute noch eine Entscheidungsschlacht gegen die Royal Navy zu suchen löst den Kieler Matrosenaufstand aus
- 29. Oktober: das kroatische Parlament in Zagreb beschließt die Aufhebung sämtlicher staatsrechtlicher Beziehungen zwischen Kroatien und der österreichisch-ungarischen Monarchie
- 29. Oktober: Gründung von Jugoslawien
- 30. Oktober: Erster Weltkrieg. Unterzeichnung des Waffenstillstands von Mudros, Kapitulation des Osmanischen Reichs
- 4. November: Aus dem Kieler Matrosenaufstand entwickelt sich die Novemberrevolution. In ganz Deutschland entstehen Arbeiter- und Soldatenräte
- 7. November: Abdankung König Ludwigs III. von Bayern
- 9. November: Die Revolution erreicht Berlin: Der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft die Republik aus, kurz darauf proklamiert Karl Liebknecht, der Führer des Spartakusbunds, die Räterepublik. Kaiser Wilhelm II. wird zur Abdankung gezwungen. Das Deutsche Reich wird Republik
- 9.-11. November: Schweizer Generalstreik (Landesstreik), organisiert durch das Oltener Aktionskomitee, unterstützt durch die SPS um sozialpolitische Reformen zu erzwingen
- 11. November: Mit Inkrafttreten des Waffenstillstandsabkommens von Compiegne zwischen Deutschland und Frankreich endet der 1. Weltkrieg. Er hat ca. 9 Millionen Tote gefordert
- 11. November: Polen wird unabhängig
- 12. November: Ausrufung der Republik Deutschösterreich
- 12. November: Frauen erlangen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht
- 12. November: Gründung der Bayerischen Volkspartei
- 12. November: Der letzte Adelstitel Deutschlands wird an Kurt von Klefeld verliehen
- 13. November: Friedrich August III. (Sachsen) verzichtet auf Thron und Thronfolge
- 15. November: Stinnes-Legien-Abkommen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften in Deutschland
- 16. November: In Ungarn wird die Republik ausgerufen
- 18. November: Lettland wird unabhängig
- 20. November: Gründung der Deutschen Demokratischen Partei
- 22. November: Großherzog Friedrich II. (Baden) dankt ab und verzichtet auf Thron und Thronfolge
- 28. November: Kaiser Wilhelm II. verzichtet in einer Erklärung auf seine Rechte als König von Preußen und Kaiser des Deutschen Reichs
- 29. November: Der württembergische König Wilhelm II. verzichtet als letzter deutscher Fürst auf die Krone. Wegen der Popularität des „Bürgerkönigs“ lehnt jedoch ein Großteil der Württemberger die neue Republik ab
- 1. Dezember: Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen wird gegründet
- 15. Dezember: Gründung der Deutschen Volkspartei
- 16.–20. Dezember: Reichskongress
- 30. Dezember: Die Gründung der Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands (Spartakusbund) wird in Berlin beschlossen
- Litauen wird unabhängig
Wirtschaft
- 1. Januar: Alle Banken in Moskau und Petrograd, Russland, (heute Sankt Petersburg) werden geschlossen
- In der Sowjetunion werden Großindustrie und Eisenbahnen verstaatlicht
Wissenschaft und Technik
- Campbell Thompson entdeckt Reste von Bauten der Könige der 3. Dynastie von Ur in Eridu (siehe 1854 und 1948)
- Walter Schottky beschreibt erstmalig elektronisches Rauschen, insbesondere das thermische Rauschen (auch Johnson-Rauschen) und den Schrot-Effekt, den er vornehmlich für den Strom durch Vakuumröhren analysiert (in: Annalen der Physik 57 (1918),541; 68 (1922), 157)
Kultur
- 1. Februar: Uraufführung der Operette A Pacsirta (Wo die Lerche singt) von Franz Lehár an der Königlichen Oper in Budapest
- 23. März: Uraufführung der Oper Shanewis or The Robin Woman von Charles Wakefield Cadman an der Metropolitan Opera in New York
- 25. April: Uraufführung der Oper Die Gezeichneten von Franz Schreker in Frankfurt am Main
- 5. Juni: Uraufführung der Oper Theophano von Paul Graener in München
- 24. November: Uraufführung der Oper Frutta di mare von Hans Huber in Basel
- 14. Dezember: Uraufführung der Oper Il tabarro (Der Mantel) von Giacomo Puccini an der Metropolitan Opera in New York
- 14. Dezember: Uraufführung der Oper Suor Angelica (Schwester Angelica) von Giacomo Puccini an der Metropolitan Opera in New York
- 14. Dezember: Uraufführung der Oper Gianni Schicchi von Giacomo Puccini an der Metropolitan Opera in New York
- 19. Dezember: Uraufführung der Oper Nepřemožení (Die Unüberwundenen) von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Kenan Evren, türkischer General
- 2. Januar: Gudrun Zapf-von Hesse, deutsche Typografin und Buchbinderin
- 2. Januar: Willi Graf, Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose († 1943)
- 4. Januar: Georg Kahn-Ackermann, deutscher Journalist und Politiker
- 6. Januar: Eugen Biser, katholischer Theologe und Religionsphilosoph
- 7. Januar: Constance Cummings John, sierra leonische Frauenrechtlerin, Politikerin und Lehrerin († 2000)
- 8. Januar: Sepp Bradl, österreichischer Schispringer († 1982)
- 13. Januar: Cissy Kraner, österreichische Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin
- 15. Januar: Gamal Abdel Nasser, ägyptischer Politiker († 1970)
- 15. Januar: David George Kendall, Autorität auf dem Gebiet der Angewandten Wahrscheinlichkeit und der Datenanalyse
- 15. Januar: Edouard Gagnon, Kardinal
- 16. Januar: Marcelo González Martín, Erzbischof von Toledo und Kardinal († 2004)
- 16. Januar: Nel Benschop, niederländische Dichterin († 2005)
- 16. Januar: Hermann-Josef Weidinger, österreichischer Prämonstratenser-Chorherr und Missionar († 2004)
- 19. Januar: Joseph Marie Anthony Cordeiro, Erzbischof von Karachi und Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1994)
- 19. Januar: John H. Johnson, US-amerikanischer Medienunternehmer († 2005)
- 22. Januar: Bruno Zevi, italienischer Architekt, Architekturhistoriker, Autor und Universitätsprofessor († 2000)
- 22. Januar: Friedrich Auffarth, Richter am Bundesarbeitsgericht, zuletzt als dessen Vizepräsident († 2004)
- 23. Januar: Gertrude Belle Elion, US-amerikanischer Wissenschaftler und Nobelpreisträger für Medizin († 1999)
- 24. Januar: Gottfried von Einem, Komponist († 1996)
- 26. Januar: Ingrid von Bothmer, deutsche Theater- und Fernsehschauspielerin († 2003)
- 26. Januar: Nicolae Ceauşescu, kommunistischer Politiker und Staatspräsident Rumäniens († 1989)
- 27. Januar: Elmore James, Bluesmusiker († 1963)
- 27. Januar: Thies Christophersen, gehörte der Gruppe der Revisionisten an, die hartnäckig den Holocaust leugnen († 1997)
- 27. Januar: Antonín Mrkos, tschechischer Astronom († 1996)
- 28. Januar: Suzanne Flon, französische Theater- und Filmschauspielerin († 2005)
- 29. Januar: John Forsythe, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- 30. Januar: Heinz Rutishauser, Schweizer Mathematiker († 1970)
- 31. Januar: Karl Emerich Krämer, deutscher Schriftsteller († 1987)
- 3. Februar: Gerhard Bassarak, deutscher evangelischer Theologe
- 3. Februar: Helen Stephens, US-amerikanische Leichtathletin († 1994)
- 5. Februar: Kara Karajew, aserbaidschanischer Komponist († 1982)
- 5. Februar: Vincenzo Fagiolo, Erzbischof von Chieti und Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 2000)
- 5. Februar: Tim Holt, US-amerikanischer Filmschauspieler († 1973)
- 6. Februar: Lothar-Günther Buchheim, deutscher Schriftsteller, Maler, Kunstsammler und Verleger
- 12. Februar: Julian Seymour Schwinger, US-amerikanischer Physiker († 1994)
- 14. Februar: Jacob do Bandolim, brasilianischerMandolinist und Komponist († 1969)
- 17. Februar: Paul Huber, Schweizer Komponist († 2001)
- 18. Februar: Sid Abel, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer († 2000)
- 23. Februar: Ernst Hildebrand, deutscher Komponist und Musiker († 1986)
- 25. Februar: Barney Ewell, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1996)
- 25. Februar: Robert Riggs, US-amerikanischer Tennisspieler († 1995)
- 26. Februar: Theodore Sturgeon, Science-Fiction-Autor († 1985)
- 1. März: Adrian Warburton, britischer Pilot im 2. Weltkrieg († 1944)
- 1. März: Franz Becker, deutscher Fußballspieler
- 1. März: Hermann Biechele, deutscher Politiker und MdB
- 1. März: João Goulart, Präsident Brasiliens von 1961 bis 1964 († 1976)
- 3. März: Fritz Thiedemann, deutscher Springreiter († 2000)
- 3. März: Arthur Kornberg, US-amerikanischer Biochemiker
- 4. März: Margaret du Pont, ehemalige Tennisspielerin
- 5. März: James Tobin, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler († 2002)
- 6. März: Howard McGhee, US-amerikanischer Jazz-Trompeter († 1987)
- 7. März: Rolf Thiele, österreichischer Regisseur († 1994)
- 10. März: Günther Rall, Generalleutnant, Jagdflieger und Fliegerass
- 16. März: Frederick Reines, US-amerikanischer Physiker († 1998)
- 17. März: Mercedes McCambridge, US-amerikanische Schauspielerin († 2004)
- 17. März: Herb Lubalin, US-amerikanischer Typograf und Grafiker († 1981)
- 18. März: Heinz Felfe, SS-Obersturmführer und sowjetischer Spion
- 22. März: Cheddi Jagan, Politiker, Guyana († 1997)
- 23. März: Émile Derlin Henri Zinsou, Präsident von Benin
- 24. März: Gerd Martienzen, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 3. April: Sixten Ehrling, schwedischer Dirigent († 2005)
- 5. April: Hiroshi Ohguri, japanischer Komponist und Hornist († 1982)
- 6. April: Oskar Kusch, deutscher U-Boot-Kommandant im 2. Weltkrieg († 1944)
- 6. April: Hans Hürlimann, Schweizer Politiker († 1994)
- 6. April: Big Walter Horton, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1981)
- 8. April: Heidemarie Hatheyer, österreichische Schauspielerin, Sängerin und Kaberettistin († 1990)
- 9. April: Jørn Utzon, Architekt, der durch den Bau des Opernhauses in Sydney berühmt wurde
- 12. April: Gustav Lübbe, Mit seinem Bastei-Lübbe Verlag einer der erfolgreichsten deutschen Verleger († 1995)
- 17. April: William Holden, US-amerikanischer Filmschauspieler († 1981)
- 20. April: Lucian Pulvermacher, Gegenpapst und Oberhaupt der True Catholic Church
- 20. April: Kai Manne Siegbahn, schwedischer Physiker
- 22. April: Solomon Aaron Berson, US-amerikanischer Mediziner († 1972)
- 24. April: Elisabeth Mann Borgese, deutsch-kanadische Meeresrechtlerin und Ökologin († 2002)
- 25. April: Gerard Henri de Vaucouleurs, französisch-amerikanischer Astronom († 1995)
- 25. April: Alain Savary, französischer BildungsPolitiker und Résistant († 1988)
- 26. April: Fanny Blankers-Koen, niederländische Leichtathletin und Olympiasiegerin († 2004)
- 28. April: Karl-Eduard von Schnitzler, deutscher Journalist und Fernsehmoderator († 2001)
- 28. April: Anja Lundholm, Schriftstellerin
- 30. April: Donald McNeill, US-amerikanischer Tennisspieler († 1996)
- 4. Mai: Tanaka Kakuei, 64. und 65. Premierminister Japans († 1993)
- 5. Mai: Dino 7 Cordas, brasilianischer Gitarrist
- 11. Mai: Richard Feynman, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger des Jahres 1965 († 1988)
- 12. Mai: Alfred Bickel, Schweizer Fußballspieler und -trainer († 1999)
- 14. Mai: Marie Smith, letzte Sprecherin der Eyak-Sprache
- 17. Mai: Birgit Nilsson, schwedische Opernsängerin
- 19. Mai: Abraham Pais, niederländischer Physiker († 2000)
- 20. Mai: Edward B. Lewis, US-amerikanischer Forscher († 2004)
- 28. Mai: Marie-Luise Jahn, Mitglied der Weißen Rose
- 31. Mai: Alf Marholm, deutscher Schauspieler, Hörspiel-, Hörbuch- und Synchronspecher
- 1. Juni: Hans Merkle, deutscher Fußballtrainer
- 1. Juni: Herbert A. Strauss, deutschstämmiger US-amerikanischer Historiker († 2005)
- 6. Juni: Martin Esslin, britischer Theaterwissenschaftler († 2002)
- 8. Juni: Gunther Philipp, österreichischer Schauspieler († 2003)
- 8. Juni: Robert Preston, US-amerikanischer Schauspieler († 1987)
- 12. Juni: Samuel Z. Arkoff, US-amerikanischer Filmproduzent und Regisseur († 2001)
- 13. Juni: Helmut Lent, Flieger der Deutschen Luftwaffe im 2. Weltkrieg († 1944)
- 15. Juni: François Tombalbaye, ehemaliger Präsident des Tschad († 1975)
- 17. Juni: Ajahn Chah, buddhistischer Mönch
- 18. Juni: Franco Modigliani, italienischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger († 2003)
- 22. Juni: Cicely Saunders, englische Ärztin († 2005)
- 26. Juni: Ingeborg Weber-Kellermann, deutsche Volkskundlerin († 1993)
- 26. Juni: Robert H. Lochner, US-amerikanischer Journalist und Übersetzer († 2003)
- 29. Juni: Ernst Leisi, Schweizer Anglistikprofessor und Autor († 2001)
- 30. Juni: Susan Hayward, US-amerikanische Filmschauspielerin († 1975)
- 4. Juli: Taufa'ahau Tupou IV., König von Tonga
- 5. Juli: George Rochberg, US-amerikanischer Komponist († 2005)
- 7. Juli: Werner Peters, deutscher Theater-, Film- und Fernsehschauspieler († 1971)
- 9. Juli: Nile Kinnick, US-amerikanischer Footballspieler († 1943)
- 14. Juli: Ingmar Bergman, schwedischer Regisseur
- 14. Juli: Jay W. Forrester, US-amerikanischer Informatiker
- 14. Juli: Arthur Laurents, US-amerikanischer Schriftsteller
- 15. Juli: Bertram Brockhouse, kanadischer Physiker († 2003)
- 17. Juli: Gerhard Reischl, deutscher Politiker
- 17. Juli: Carlos Arana Osorio, guatemaltekischer Politiker († 2003)
- 18. Juli: Nelson Mandela, südafrikanischer Politiker und Anti-Apartheid-Kämpfer, Präsident (1994–1999)
- 18. Juli: Jerome Karle, US-amerikanischer Physikochemiker
- 20. Juli: Liselotte Funcke, deutsche Politikerin
- 20. Juli: Olga Ramos, spanische Chansonsängerin († 2005)
- 25. Juli: Joseph Rovan, französischer Historiker († 2004)
- 28. Juli: Albert George Wilson, US-amerikanischer Astronom
- 31. Juli: Paul Delos Boyer, US-amerikanischer Biochemiker
- 1. August: Artur Brauner, Filmproduzent
- 4. August: Hans Abich, deutscher Filmproduzent und Rundfunkpublizist († 2003)
- 4. August: Claus Holm, Schauspieler († 1996)
- 9. August: Robert Aldrich, US-amerikanischer Regisseur († 1983)
- 11. August: Karl Heinz Jacoby, Weihbischof von Trier († 2005)
- 13. August: Frederick Sanger, Biochemiker
- 15. August: Anton Freiherr von Aretin, deutscher Politiker († 1981)
- 16. August: Jan van Beekum, niederländischer Komponist und Dirigent
- 18. August: Shankar Dayal Sharma, indischer Politiker und Staatspräsident († 1999)
- 18. August: Elsa Morante, italienische Schriftstellerin († 1985)
- 19. August: Hans Pfohe, Gründer der Lucia Strickwarenfabrik († 2004)
- 20. August: Luise Herklotz, deutsche Politikerin
- 24. August: Avery Dulles, Kardinal
- 25. August: Leonard Bernstein, US-amerikanischer Komponist und Dirigent († 1990)
- 31. August - Lucrecia Kasilag, philippinische Komponistin
- 31. August: Alan Jay Lerner, US-amerikanischer Autor und Liedtexter († 1986)
- 3. September: Susi Nicoletti, Kammerschauspielerin († 2005)
- 7. September: Jorge E. Illueca Sibauste, Politiker, Diplomat, 38. Staatspräsident von Panama
- 11. September: Peter Palitzsch, deutscher Theaterregisseur († 2004)
- 13. September: Rosemary Kennedy, Angehörige des Kennedy-Clans († 2005)
- 17. September: Jorge E. Illueca, panamaischer Politiker
- 17. September: Chaim Herzog, Präsident Israels († 1997)
- 22. September: Hans Scholl, deutscher Widerstandskämpfer im Dritten Reiches († 1943)
- 23. September: Salvatore Pappalardo, Erzbischof von Palermo und Kardinal
- 26. September: Harold Gramatges, kubanischer Komponist
- 27. September: Martin Ryle, britischer Radioastronom († 1984)
- 28. September: Willy Ritschard, Schweizer Politiker († 1983)
- 29. September: Harold L. Walters, US-amerikanischer Komponist († 1984)
- 30. September: Giovanni Canestri, Erzbischof von Genua und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 4. Oktober: Berti Capellmann, deutsche Tischtennisspielerin
- 4. Oktober: Kenichi Fukui, japanischer Chemiker († 1998)
- 4. Oktober: Giovanni Cheli, Kardinal
- 7. Oktober: Mimmo Rotella, italienischer Künstler
- 8. Oktober: Jens Christian Skou, dänischer Biophysiker und Mediziner
- 9. Oktober: E. Howard Hunt, CIA Mitarbeiter
- 9. Oktober: Lila Kedrova, russische Schauspielerin († 2000)
- 10. Oktober: Werner Dollinger, deutscher Politiker
- 10. Oktober: Erich Schwertner, deutscher Politiker († 1965)
- 10. Oktober: Jigal Allon, israelischer Politiker der Arbeitspartei († 1980)
- 12. Oktober: Sid Avery, US-amerikanischer Fotograf († 2002)
- 13. Oktober: Colin Pittendrigh, US-amerikanischer Biologe und Mitbegründer der Chronobiologie († 1996)
- 13. Oktober: Robert Walker, US-amerikanischer Schauspieler († 1951)
- 14. Oktober: Thelma Long, australische Tennisspielerin
- 17. Oktober: Rita Hayworth, US-amerikanische Schauspielerin († 1987)
- 19. Oktober: Louis Althusser, französischer Philosoph († 1990)
- 20. Oktober: Werner Maihofer, deutscher Politiker
- 26. Oktober: Eric Ericson, schwedischer Chorleiter und Dirigent
- 27. Oktober: Teresa Wright, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 4. November: Art Carney, US-amerikanischer Filmkomiker und Schauspieler († 2003)
- 7. November: Billy Graham (Evangelist), US-amerikanischer Baptistenpastor
- 8. November: Hermann Zapf, Typograf, Kalligraf, Autor und Lehrer
- 9. November: Choi Hong Hi, südkoreanischer General und Entwickler der Kampfsportart Taekwondo († 2002)
- 9. November: Spiro Theodore Agnew, US-Vizepräsident, Gouverneur von Maryland († 1996)
- 11. November: Jürg Baur, deutscher Komponist
- 14. November: John Bromwich, australischer Tennisspieler († 1999)
- 15. November: Kurt Kohl, Psychologe († 2002)
- 18. November: Rudolph Schulze, Minister für Post- und Fernmeldewesen der DDR († 1993)
- 19. November: Hendrik Christoffel van de Hulst, niederländischer Astrophysiker († 2000)
- 20. November: Dora Ratjen, deutscher Leichtathlet
- 21. November: Dieter Mauritz, deutscher Tischtennisspieler († 1988)
- 26. November: Patricio Aylwin, chilenischer Politiker
- 27. November: Gerhard Ribbeheger, deutscher Politiker
- 29. November: Madeleine L'Engle, US-amerikanische Schriftstellerin
- 3. Dezember: Hans Paul Bahrdt, deutscher Soziologie († 1994)
- 5. Dezember: Waldemar Grzimek, deutscher Bildhauer († 1984)
- 7. Dezember: Max Merkel, österreichischer Fußballspieler und Trainer
- 10. Dezember: Anatoli Wladimirowitsch Tarassow, sowjetischer Eishockeyspieler und -trainer († 1995)
- 11. Dezember: Alexander Issajewitsch Solschenizyn, russischer Schriftsteller, Nobelpreisträger
- 13. Dezember: Inge Donnepp, deutsche Politikerin († 2002)
- 14. Dezember: B.K.S. Iyengar, Yoga-Lehrer
- 15. Dezember: Jeff Chandler, US-amerikanischer Filmschauspieler († 1961)
- 16. Dezember: George Dougthy, britischer Komponist
- 21. Dezember: Kurt Waldheim, österreichischer Politiker, Bundespräsident von Österreich (1986–1992)
- 23. Dezember: Helmut Schmidt, deutscher Politiker, 1974 bis 1982 Bundeskanzler der BRD
- 23. Dezember: Iván Mándy, ungarischer Schriftsteller
- 25. Dezember: Anwar as-Sadat, ägyptischer Staatsmann († 1981)
- 28. Dezember: Hans Schaufuß, deutscher Schauspieler († 1941)
- 30. Dezember: W. Eugene Smith, US-amerikanischer Fotograf
- 31. Dezember: Gunder Hägg, schwedischer Leichtathlet († 2004)
- 6. Januar: Georg Cantor, deutscher Mathematiker ( - 1845)
- 8. Januar: Heinrich von Buz, deutscher Techniker und Industrieller ( - 1833)
- 10. Januar: August Oetker, Erfinder des gebrauchsfähigen Backpulvers ( - 1862)
- 26. Januar: Ludwig Edinger, deutscher Neurologe ( - 1855)
- 6. Februar: Gustav Klimt, österreichischer Maler ( - 1862)
- 8. März: Georg Langerhans, Bürgermeister von Köpenick ( - 1870)
- 9. März: Frank Wedekind, deutscher Schriftsteller und Schauspieler ( - 1864)
- 23. März: Paul Laband, deutscher Staatsrechtslehrer ( - 1838)
- 25. März: Claude Debussy, französischer Komponist ( - 1862)
- 27. März: Martin Sheridan, US-amerikanischer Leichtathlet ( - 1881)
- 4. April: Hanns von Zobeltitz, deutscher Journalist und Schriftsteller ( - 1853)
- 9. April: Niko Pirosmani, georgischer Maler ( - 1862)
- 11. April: Otto Wagner, österreichischer Architekt ( - 1841)
- 20. April: Ferdinand Braun, deutscher Physiker ( - 1850)
- 20. April: Hans Breuer, führender Vertreter der Wandervogelbewegung ( - 1883)
- 21. April: Manfred von Richthofen, deutscher Jagdflieger ( - 1892)
-
Sonderlandeplatz SchleißheimDer Sonderlandeplatz Schleißheim ist ein deutscher Flugplatz im bayrischen Oberschleißheim bei München.
Er ist der älteste noch in Betrieb befindliche Flugplatz Deutschlands.
Geschichte
Der Flugplatz wurde 1912 für die königlich-bayerische Fliegertruppe gegründet und stand nach dem Ersten Weltkrieg der zivilen Nutzung offen. Eine Unterabteilung befand sind auf dem Flugplatz Gersthofen/Gablingen Nach der Machtübernahme der NSDAP erfolgte im Zuge der nationalsozialistischen Aufrüstungsbestrebungen der Ausbau zu einem Fliegerhorst der Luftwaffe. Von 1945 bis 1968 wurde der Flugplatz von der US Army militärisch genutzt, ebenso von der Bundeswehr durch die Heeresflieger von 1968 bis 1981. Danach endete die militärische Nutzung des Flugplatzes.
Gegenwart
Der Flugplatz wird heute von einigen Luftsportvereinen und der Bundespolizei genutzt. Zwischenzeitlich war hier der zweite Münchner Intensivtransporthubschrauber stationiert, der vom ADAC und BRK gemeinsam betrieben wurde.
Sehenswert
Am 18. September 1992 wurde auf dem Gelände des Flugplatzes eine Außenstelle des Deutschen Museums offiziell eröffnet. Diese Außenstelle wird als Flugwerft Schleißheim bezeichnet und befindet sich teilweise in den restaurierten Gebäuden aus der Zeit der königlich-bayerischen Fliegertruppe.
ICAO-Kürzel: EDNX
Weblinks
- [http://www.ednx.de/ Flugplatz Schleißheim]
- [http://www.deutsches-museum.de/zweig/werft/fws.htm Flugwerft Schleißheim, Außenstelle des Deutschen Museums]
Schleißheim
Oberschleißheim, Sonderlandeplatz
Kategorie:Museum in Bayern
Kategorie:Luftfahrtmuseum
Paul KleePaul Klee ( - 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern; † 29. Juni 1940 in Muralto bei Locarno), Deutsch-Schweizer Maler.
Maler
Leben
1879 wird Paul Klee als Sohn des Musiklehrers, Hans Klee-Frick, und der Sängerin, Ida Klee-Frick, geboren. Nach der Matura in Bern, siedelte er 1898 nach München über. Nach langem Schwanken zwischen Musik, Literatur und Malerei entscheidet sich Paul Klee 1899 für die Malerei und studiert in München zuerst Graphik an einer Privatschule bei Heinrich Knirr (1862-1944). Im Oktober 1900 trat Klee in die Malklasse von Franz von Stuck (1863-1928) an der Akademie ein. Gleichzeitig studierte dort auch Wassily Kandinsky (1866-1944). Die beiden begegneten sich jedoch nicht, da Klee meistens durch Abwesenheit glänzte. Wie sich später herausstellen soll, wohnten die beiden in München sogar in der gleichen Straße, nur einige Häuser entfernt voneinander. Nach einer Italien-Reise und einem Aufenthalt bei den Eltern in Bern zieht er 1906 ganz nach München und heiratet die Pianistin Lily Stumpf.
1911 Gründung der Künstlergruppe Der Blaue Reiter in München als künstlerische Redaktionsgemeinschaft des Expressionismus von Wassily Kandinsky und Franz Marc. Weitere Mitglieder waren neben Klee (ab 1912) u. a. August Macke, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin. Alle vereinte ihr Interesse an gotischer und primitiver Kunst und den modernen Bewegungen des "Fauvismus" und "Kubismus". Der Name der Gruppe leitet sich von einem gleichnamigen Gemälde Kandinskys aus dem Jahr 1903 ab, das 1912 als Buchtitelillustration zu dem ebenfalls so genannten Almanach diente. Die erste der beiden Ausstellungen des Blauen Reiters fand vom 18. Dezember 1911 bis zum 1. Januar 1912 in der Modernen Galerie Thannhauser in München statt. Sie zeigte 49 Werke von Henri Rousseau, Albert Bloch, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Kandinsky, Klee und Macke. Sie ging anschließend auch auf Tournee in weitere Städte, unter anderen nach Köln und Berlin. 1913 übersetzt Klee "Das Licht" ("La Lumière") von Delaunay für Herwarth Waldens Galerie Der Sturm in Berlin.
Bei Klee war es die Reise nach Tunis - zusammen mit Macke und Moilliet - im Jahre 1914, die ihn zum eigenständigen malerischen Werk führte. Er empfand dies selbst so, als er in sein Tagebuch schrieb: "Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer, ich weiss das. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler."
Die erste retrospektive Einzelausstellung Paul Klees wurde am am 17. Mai 1920 in der Galerie Goltz eröffnet. Sie umfasste 362 Werke an Gemälden, Aquarellen, Plastiken, Zeichnungen und Graphik-Blättern.
1921 wird Klee als Werkstattmeister für Buchbinderei an das Staatliche Bauhaus in Weimar berufen - Kandinsky folgt ihm 1922. Doch erst ab Herbst 1926, nach dem Umzug nach Dessau (Bauhaus Dessau), dürfen Kandinsky und Klee eigene und vor allem freie Malklassen leiten. Die Lehre von den bildnerischen Elementarmitteln (Bildernische Formlehre) bildet den Ausgangspunkt von Klees Sytem. Sein zentrales Anliegen ist die grundlegende Erfassung der Beziehungen zwischen Linie, Form (Fläche) und Farbe im Bildraum bzw. innerhalb eines vorgegebenen Musters. Weitere Bauhausmeister sind u. a.: Johannes Itten, Laszlo Moholy-Nagy (Metallwerkstatt), der Architekt Walter Gropius (Architektur, Tischlerei), Josef Albers, Johannes Itten (Glasmalerei), Lyonel Feininger (Druckerei), Oskar Schlemmer (Wandmalerei, Bühne)), Mies van der Rohe (Architektur) und Georg Muche (Weberei).
1924 gründet er - im Andenken an den Blauen Reiter - in Weimar zusammen mit Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlensky die Künstlergruppe "Die Blauen Vier", welche außer im Bauhaus-Umfeld vor allem in den USA ausstellt. 1925 nimmt er an der Surrealisten-Ausstellung in Paris teil. Am 1. April 1928 tritt Gropius als Direktor zurück. Auf seinen Vorschlag wird der Schweizer Architekt Hannes Meyer neuer Direktor, der für das Bauhaus nicht nur die Devise "Volksbedarf statt Luxusbedarf" ausgibt, sondern auch die Zusammenarbeit mit der Industrie intensiviert. Der daraus entstehende Streit zwischen den "angewandten" und den "freien" Künstler wie Klee spitzt sich derart zu, daß dieser1931, erschöpft von den Querelen am Bauhaus, den Ruf auf eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf annimmt. Paul Klees Schaffen der ersten dreißiger Jahre steht im Zeichen überlegener Meisterschaft, die es dem Maler erlaubt, die zentralen künstlerischen Anliegen von den verschiedensten Seiten anzugehen. Dank subtiler Systematisierung und ökonomischem Einsatz der Mittel vermag Klee in der Folge das divisionistische Verfahren der räumlichen Mehrstimmigkeit dienstbar zu machen.
1933 wird er als "entarteter Künstler" von den Nationalsozialisten fristlos entlassen. Er kehrt nach Bern zurück. 1937 werden 102 Werke von Paul Klee in deutschen Sammlungen als "entartete Kunst" beschlagnahmt. 1939 stellt Klee, deutscher Staatsbürger, einen Antrag auf Einbürgerung in der Schweiz. Paul Klee leidet in seinen letzten Lebensjahren unter einer zunehmenden Verhärtung der Haut, einer so genannten Sklerodermie. Er stirbt am 29. Juni 1940 in Locarno-Muralto.
Auf der Grabplatte seines Vater auf dem Berner Schosshaldenfriedhof ließ Felix Klee 1946 einen programmatischen Tagebucheintrag Klees von 1920 einmeißeln: "Diesseitig bin ich gar nicht faßbar/Denn ich wohne grad so gut bei den Toten/Wie bei den Ungeborenen/Etwas näher dem Herzen der Schöpfung als üblich/Und noch lange nicht nahe genug"
Museen
Das neue Zentrum Paul Klee wurde in Bern eröffnet. Aus der Sammlung von circa 4000 Werken werden jeweils etwa 200 Arbeiten gezeigt. Im Museum of Modern Art in San Francisco findet man die umfangreiche Klee-Sammlung von Carl Djerassi. Ebenfalls bekannt sind die Klee-Abteilungen der Sammlung Rosengart in Luzern und der Sammlung Berggruen in Berlin.
Werke
:1921, "Kristall-Stufung", Öffentliche Kunstsammlung, Basel
:1921, "Traumstadt", Sammlung Berggruen, Berlin
:1923, "Architektur", Nationalgalerie, Berlin
:1924, "Karge Worte des Sparsamen", Sammlung Berggruen, Berlin
:1928, "Katze und Vogel", The Museum of Modern Art, New York
:1929, "Hauptweg und Nebenwege", Museum Ludwig, Köln
:1934, "Botanisches Theater", Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
:1939, "Liebeslied bei Mondschein"
Bücher
- Rümelin, Christian: Paul Klee. Leben und Werk. Beck-Verlag
- Tolksdorf, Stefan: Der Klang der Dinge. Paul Klee - ein Leben. Herder-Verlag
- Klee, Paul: Gedichte. Hg. von Felix Klee. Arche Verlage
Gebäude und Einrichtungen
Im Juni 2005 wurde das neue Kulturzentrum und Museum Zentrum Paul Klee in Bern eröffnet.
In Gersthofen und Overath existieren nach ihm benannte Schulen.
Weblinks
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- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/KleePaul Biografie auf der Website des Deutschen Historischen Museums Berlin]
- [http://www.artcyclopedia.com/artists/klee_paul.html Artcyclopedia: Paul Klee], artcyclopedia.com
- [http://www.zpk.org/ Zentrum Paul Klee, Bern]
- [http://www.swissinfo.org/specials/klee/paul_klee_index.html Paul Klee – Swissinfo web special], [http://www.swissinfo.org/sde/swissinfo.html?siteSect=2550 deutsch]
Klee, Paul
Klee, Paul
Klee, Paul
Klee, Paul
Klee, Paul
Klee, Paul
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ja:パウル・クレー
ko:파울 클레
WehrdienstDer Wehrdienst ist die Ausübung einer Wehrpflicht in einer Armee eines Staates.
Die Wörter "Kriegsdienst" und "Wehrdienst" werden inhaltlich weitestgehend synonym verwendet. Das Wort "Wehrdienst" ist eine relativ neue Schöpfung und wird, da "(sich) wehren" weniger grausam, passiver, gerechtfertigter und friedfertiger klingt als "Krieg führen", vor allem von Befürwortern des Kriegsdienstes verwendet.
Deutschland
Mit der Vollendung des achtzehnten Lebensjahrs können deutsche Männer auf Grund von Artikel 12a GG zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden. Die einfachgesetzliche Grundlage für die Wehrpflicht bildet das Wehrpflichtgesetz (WPflG). Gemäß § 1 WPflG sind alle Männer vom vollendeten 18. Lebensjahr an wehrpflichtig, die Deutsche im Sinne des GG sind. Die Dauer des Wehrdienstes ist ebenfalls im WPflG geregelt und beträgt derzeit neun Monate. Die Allgemeine Grundausbildung (AGA) beansprucht davon drei Monate, hinzu kommt eine Spezialgrundausbildung (SGA), die auf die konkrete Aufgabe vorbereitet.
Es besteht die Möglichkeit einer freiwilligen Verlängerung des Dienstes auf bis zu 23 Monate. Ebenso besteht die Möglichkeit, den Wehrdienst in drei Abschnitten von sechs, anderthalb und anderthalb Monaten abzuleisten.
Nach den Grundrechten im Grundgesetz darf niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Die Kriegsdienstverweigerer müssen dann einen Wehrersatzdienst bzw. Zivildienst leisten.
Mit der Verkleinerung der Bundeswehr nach dem Ende des kalten Krieges nimmt auch die Zahl der Wehrdienstleistenden von Jahr zu Jahr ab. In diesem Zusammenhang gewinnt die öffentliche Diskussion über die "Wehrgerechtigkeit" an Gewicht, nachdem gegenwärtig nur noch ca. 15% der Männer eines Jahrganges mit der Einziehung zur Bundeswehr rechnen muss. Aus diesem Grund haben auch schon einige Gerichte entsprechenden Widersprüchen gegen die Einberufung stattgegeben.
Konzepte zur Umwandlung der Bundeswehr in eine reine Berufsarmee mit vollkommen veränderter Aufgabenstruktur ('Out of Area'-Einsätze) werden zunehmend über die verschiedenen politischen Lager hinweg entwickelt. Eine solche Umwandlung zur Berufsarmee würde auch das Aus für den Zivildienst bedeuten, da dieser so konstruiert ist, dass seine Existenz von der eines Kriegdienstes abhängt.
Österreich
In Österreich heißt der Grundwehrdienst auch Präsenzdienst und der Grundwehrdienstleistende entsprechend Präsenzdiener. Die Dauer des Präsenzdienstes beträgt derzeit noch acht Monate, wird jedoch mit 1. Januar 2006 auf sechs Monate verkürzt. Ein Zivildienst von zwölf Monaten Dauer ist als Ersatzdienst zulässig. Auch hier wurde bereits eine Verkürzung auf neun Monate beschlossen. Das Leisten des Kriegsdienstes für ein fremdes Land steht nach dem österreichischen Gesetz als Söldnertum unter Strafe und führt zum Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft.
Schweiz
In der Schweiz herrscht die allgemeine Dienstpflicht für Männer.
Die obligatorische Grundausbildung heisst Rekrutenschule, und dauert zwischen 18 und 21 Wochen. Anschliessend gibt es alljährlich Wiederholungskurse (WKs) von rund drei Wochen, im Moment bis ca. zum 34. Lebensjahr. Die gesamte Zeit der Dienstleistung für normale Soldaten dauert 260 Tage.
In der Schweiz kann der Dienst an der Waffe aus Gewissensgründen abgelehnt werden, der Ersatzdienst heißt Zivildienst und dauert eineinhalb mal so lange wie der Militärdienst.
Männer, die aus medizinischen Gründen keinen Wehrdienst leisten können, werden in den Zivilschutz eingeteilt.
Männer, die keinen Wehr- oder Zivildienst leisten, müssen eine Militärpflichtersatz-Abgabe bezahlen.
Siehe auch
- Wehrpflicht, Bundeswehr, Bundesheer, Zivildienst, Soldat auf Zeit, Totalverweigerung, | | |