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Abonnement

Abonnement

Ein Abonnement (abgekürzt Abo) ist der regelmäßige Bezug einer Leistung, oftmals gegen ein Entgelt. Das Wort Abonnement ist seit dem 18. Jahrhundert gebräuchlich und stammt aus dem französischen, bei welcher s'abonner à quelque chose für "eine wiederkehrende Leistung bestellen" steht. Ein Abonnement kann für eine gewisse Zeit (beispielsweise 12 Monate) oder auf Widerruf abgeschlossen werden. In der Regel ist der Preis für ein Abonnement niedriger als bei einem Einzelbezug. Beispiele:
- Theater- oder Konzertabonnement
- Abonnement einer Zeitung oder einer Zeitschrift
- Abonnement im Öffentlicher Personennahverkehr (ÖV)
- Abonnement eines Newsletters oder einer Newsgroup
- Lebensmittelabonnements, etwa Obst- oder Gemüsekisten benachbarter Bauernhöfe
- Klingelton-Abo (Begriff geprägt durch die Firma Jamba!)
- Abonnement für Virendefinitionen (Virenschutz) oder Firewall zur Aktualisierung der Programme.
- Probeabonnement für werbetechnische Zwecke

Weblinks


- [http://www.abo-bestseller.de/ Informationen zum Abonnement]
- [http://www.abo-kompass.de/abo.html Wissenswertes zum Abonnement] Kategorie:Handel

Abkürzung

Abkürzung (auch „Abbreviatur“) bezeichnet die verkürzte Form eines Wortes oder einer Wortgruppe. Hierzu gehören Akronyme, Kurzwörter, Initialwörter und Buchstabenketten. Was man abkürzt ist auch gesellschaftlich bedingt. So erscheinen Abkürzungen wie AB für Anrufbeantworter oder HP für Homepage als regional, national oder durch die Textsorte begrenzt. Weiterhin sind auch Abkürzungen gebräuchlich, die nur in einem bestimmten Umfeld verwendet werden wie zum Beispiel in Kleinanzeigen von Zeitungen. Das Wort „Abkürzung“ wird durch die Abkürzung „Abk.“ abgekürzt. Abkürzungen entstehen meist in der Schriftsprache und finden häufig Aufnahme in der Umgangssprache.

Geschichte

Schon die antiken Inschriften waren reich an Abkürzungen. In der römischen Epigraphik herrschte ein System vor, bei dem die Wörter auf den ersten Buchstaben verkürzt wurden. Ein doppelter Buchstabe zeigte den Plural an. Handschriftliches Schreiben, wie es bis ins 15. Jahrhundert in Mitteleuropa dominierte, lässt das Interesse an Abkürzungen steigen. Noch in der Antike entwickelte der Sekretär Ciceros Tiro eine Kurzschrift. In den Büchern waren die Schreiber aber noch zurückhaltend. Ein kleiner hochgestellter Strich für ein ausgefallenes abschließendes M und strichpunktartige Zeichen an B (für -BUS) und Q (für -QUE) waren die einzigen verbreiteten Abkürzungen. Im westeuropäischen Mittelalter waren mehr Abkürzungen üblich. Einzelne Zeichen aus der Kurzschrift Tiros (Tironische Noten) gesellten sich zu den erwähnten antiken Abkürzungen. Hinzu traten Abkürzungen für heilige Begriffe (Nomina sacra, zum Beispiel ds für deus). Das übliche Abkürzungszeichen des Mittelalters war der übergeschriebene Strich, der sich als Verdoppelungszeichen von m in der deutschen Kurrentschrift noch bis ins 20. Jahrhundert gehalten hat. Besonders reich wurde das Abkürzungssystem mit dem hohen Bücherbedarf in den spätmittelalterlichen Universitäten. Obwohl beim Druck mit beweglichen Lettern der Abkürzungsbedarf deutlich sinkt, umfasst der Typensatz der Gutenberg-Bibel noch viele Abkürzungszeichen. In der jüngsten Zeit sind insbesondere in bürokratischen Großorganisationen (UNO, SED-Staat, öffentliche Verwaltungen allgemein, Militär, Großunternehmen etc.) umfangreiche Abkürzungssyteme in Gebrauch.

Abkürzungen mit oder ohne Punkt

Ob eine Abkürzung mit oder ohne Punkt geschrieben wird, hängt im Grundsatz davon ab, ob sie auch abgekürzt ausgesprochen wird.

Abkürzungen ohne Punkt und Leerzeichen

Wird eine Abkürzung abgekürzt ausgesprochen, so wird sie grundsätzlich ohne Punkt und stets ohne Leerzeichen geschrieben: Beispiele: ARD, KPMG, GmbH, UNHCR, UdSSR, StGB Maßeinheiten werden als Wort gesprochen, aber dennoch ohne Punkt abgekürzt. Beispiel: 10 m (gesprochen „10 Meter“)

Abkürzungen mit Punkt und Leerzeichen

Abkürzungen, die nicht abgekürzt ausgesprochen werden, werden grundsätzlich mit Punkten abgekürzt. Wenn die Abkürzung mehrteilig ist, stehen Leerzeichen zwischen den Bestandteilen: Beispiele: Dr., z. B., d. h., i. d. R., ges. gesch. (Eine Ausnahme stellt das verbreitete „usw.“ dar, das sich anstelle des eigentlich korrekten „u. s. w.“ als Abkürzung für „und so weiter“ durchgesetzt hat.) Zeilenumbrüche innerhalb dieser Abkürzungen sollten zudem vermieden werden, in Textverarbeitungen am besten durch ein geschütztes Leerzeichen. Falls verfügbar, sollte ein schmalerer Zwischenraum als der zwischen normalen Wörtern verwendete gesetzt werden.

Abkürzungen mit Punkt, aber ohne Leerzeichen

Die Abkürzungsweise mit Punkten, aber ohne Leerzeichen, ist seit langem veraltet. Es gibt aber zwei Sonderfälle in welchen dies weiterhin zulässig ist: # Sonderfall: Bei der Verwendung einer Festbreitenschrift (wie etwa bei einer Schreibmaschine) darf das Leerzeichen bei Abkürzungen entfallen. Bei der Verwendung einer Proportionalschrift gilt das fehlende Leerzeichen hingegen als falsch.
Beispiele: z.B., d.h., s.o., aber: z. B., d. h., s. o. # Sonderfall: Bei eingebürgerten Abkürzungen, die aus allgemeiner Gewohnheit oder aus Marketinggründen nicht in der aktuellen Abkürzungsschreibweise angepasst wurden.
Beispiele: K.D.St.V., F.A.Z. #Geschützte Abstände wie „z. B“ in einem Beitrag zu Wikipedia erleichtern die Lesbarkeit der Artikel, weil beim Zeilenumbruch die beiden Buchstaben nicht auseinandergerissen werden. Deshalb wird das Einfügen geschützter Abstände ausdrücklich empfohlen.

Kleingeschriebene Abkürzungen

Insbesondere bei lateinischen Ausdrücken, die abgekürzt werden, wird mit Punkt abgekürzt, obwohl die Abkürzungen oft auch abgekürzt gesprochen werden. Sie werden meist kleingeschrieben und wären daher ohne Punkte nicht ohne weiteres als Abkürzungen erkennbar. Beispiele: stud. iur., c. t., s. t.

Mischen von Abkürzungsweisen

Auch die Kombination von Abkürzungen mit und ohne Punkt ist ohne weiteres möglich. Beispiele: Cob. LC, Gebäudereinigungsges. mbH

Abkürzungen im juristischen Bereich

Bei einigen Gesetzeskommentaren, zum Beispiel im Palandt, wird häufig, um Platz und damit Seiten einzusparen, radikal jede Abkürzung ohne Punkt und Leerzeichen und häufig auch mit Binnenversalien geschrieben. Beispiele: DarlN (für Darlehensnehmer), ZusHang (für Zusammenhang), NebenBest (für Nebenbestimmung). Diese Abkürzungsweise dient den besonderen Erfordernissen dieser Werke. Der Palandt hat auf diese Weise bereits einen Umfang von rund dreitausend Seiten im Dünndruck und wäre andernfalls kaum mehr sinnvoll zu handhaben. Einige dieser Abkürzungen werden auch außerhalb der Kommentare im juristischen Alltag benutzt. Beispielsweise: iSd (im Sinne des), hM (herrschende Meinung), aA (anderer Ansicht).

Worttypen

Unter den Begriff Abkürzung fallen die Worttypen:
- Abkürzung – ein Wort, das gegenüber der ursprünglichen Länge eine kürzere Darstellungsform hat.
- Akronym – aus Buchstaben mehrerer Wörter oder mehrerer Wortteile entstandenes Wort, das als eigenes Wort ausgesprochen werden kann. Im Spanischen wird zumindest versucht, immer Akronyme zu verwenden. Die im deutschen Sprachraum gebräuchlichen Buchstabenreihungen kennt man dort kaum.
- Kurzwort – durch Abkürzen oder Weglassen von Wortteilen entstandenes Wort.
- Initialwort – aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetes Wort.
- Buchstabenkette – als Wort nicht aussprechbare Buchstabenreihe.
- Kürzel – eine festgelegte Buchstabenfolge als Kennzeichnung, zum Beispiel Wertpapierkürzel Akronyme und Initialwörter gehören zu dem Oberbegriff „Kurzwörter“, während die Buchstabenketten nur unter den allgemeinen Begriff „Abkürzungen“ fallen.

Siehe auch


- Listen von Abkürzungen in der Schriftsprache
- Chatsprache
- Emoticon
- :Kategorie:Abkürzung

Literatur


- DIN 2340 (Kurzformen für Benennungen und Namen; Bilden von Abkürzungen und Ersatzkürzungen; Begriffe und Regeln).

Weblinks


- [http://www.abkuerzungen.de/ www.abkuerzungen.de] Suchmaschine für Abkürzungen
- [http://www.abkuerzung.ch/ www.abkuerzung.ch] Abkürzungen aus Informatik, Telekommunikation und Elektronik
- [http://www.juristische-abkuerzungen.de/ Juristische Abkürzungen] Kategorie:Literarischer Begriff Kategorie:Paläografie ! ja:略語 simple:Abbreviation

18. Jahrhundert

Das 18. Jahrhundert begann am 1. Januar 1701 und endete am 31. Dezember 1800. Es zählt zur Epoche der Neuzeit, gilt im Rahmen der europäischen Geschichte als eine Krönung der Aufklärung - man spricht auch von der Zeit der Spätaufklärung. Nachdem bereits seit der Renaissance und vermehrt im 17. Jahrhundert Forscher und Denker wie Galilei, Newton und Descartes Grundlagen geschaffen hatten, entwickelte sich die neuzeitliche Wissenschaft weiter, gab der Landwirtschaft und Warenproduktion (Manufaktur/ früher Industrialismus) neue Impulse, Ursprünge moderner Wirtschaftswissenschaft wurden erarbeitet - durch Adam Smith z. B. In Begleitung von Voltaire und Jean-Jacques Rousseau kam es auch zum Aufblühen einer Philosophie der Aufklärung. Neue Projekte wie die Enzyklopädie (Denis Diderot u. a.) bargen neben rein sachlichen Wissenssammlungen auch brisante Inhalte, beeinflussten die späteren politischen Revolutionen des Jahrhunderts. In Deutschland kam ein neues Durchsetzungskraft des Mittelstandes z. B. in den Werken Gotthold Ephraim Lessings zum Ausdruck. Mit der Aufklärung erweiterten auch die Vertreterinnen der Frauenemanzipation ihr Wirkungsfeld (Mary Wollstonecraft u. a.).

Ereignisse/Entwicklungen


- Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika
- Französische Revolution 1789
- Gründung der Zulu-Nation
- Die Aufklärung
- In London entwickelt sich anfangs Jahrhundert eine florierende Wertpapierbörse
- Wissenschaftliche Entdeckungen und Frühphase der Industriellen Revolution.
- Die Kleine Eiszeit (1500-1850) erreicht um 1750 ihren Höhepunkt.
- Die Parlamente von Schottland und England bilden das Vereinigte Königreich von Großbritannien
- James Cook umrundet die Welt in den 1770ern.
- Beginn der europäischen Besiedlung Australiens 1788.
- Napoleonische Truppen entdecken 1799 den Stein von Rosetta.
- Wars of Empire zwischen Großbritannien, Frankreich, Spanien, Österreich.
  - siehe auch Spanischer Erbfolgekrieg 1701-1714 (engl. Queen Anne's War), Österreichischer Erbfolgekrieg, War of Jenkins Ear, Siebenjähriger Krieg (engl. French and Indian War). Besiegelt den Aufstieg Großbritanniens zur Großmacht.

Persönlichkeiten


- James Watt, schottischer Erfinder.
- Johann Sebastian Bach, Komponist
- Canaletto, italienischer Maler
- James Cook, englischer Entdecker
- Denis Diderot, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Leonhard Euler, schweizer Mathematiker
- Henry Fielding, englischer Schriftsteller
- Benjamin Franklin, amerikanischer Erfinder und Diplomat
- Friedrich II. von Preußen, König
- Thomas Gainsborough, englischer Maler
- Johann Wolfgang von Goethe, Dichter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker und Staatsmann
- Oliver Goldsmith, englischer Schriftsteller
- Thomas Gray, englischer Dichter
- Joseph Haydn, Komponist
- William Hogarth, englischer Maler
- David Hume, schottischer Philosoph
- Thomas Jefferson, amerikanischer Politiker
- Immanuel Kant, deutscher Philosoph
- Angelika Kauffmann, schweizerische Malerin
- Katharina II. (genannt: Katharina die Große)
- Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Schriftsteller
- Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Aphorist
- Michail Lomonossow, russischer Universalgelehrte
- Anton Raphael Mengs, deutscher Maler
- Wolfgang Amadeus Mozart, Komponist
- Isaac Newton, englischer Physiker
- Joshua Reynolds, englischer Maler
- Jean-Jacques Rousseau, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Friedrich Schiller, deutscher Dichter und Schriftsteller
- Laurence Sterne, englischer Schriftsteller
- Alexander Suworow, russischer Feldmarschall
- Jonathan Swift, irischer Schriftsteller
- Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer
- Giovanni Battista Tiepolo, italienischer Maler
- Voltaire, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Johann Philipp Lorenz Withof, Dichter und Philosoph, Verfasser philosophischer Lehrgedichte
- Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich, Königin Ungarns und Böhmens
- Christian Wolff, Universalgelehrter, Philosoph, Jurist und Mathematiker

Erfindungen und Entdeckungen


- Cotton Gin von Eli Whitney
- John Harrisons Chronometer löst das Längenproblem der Navigation der Seefahrt
- Verbesserte Dampfmaschinen durch Thomas Newcomen und James Watt
- Dampfboot
- Dampfwagen
- Heißluftballon
- Fallschirm
- optischer Telegraph
- Blitzableiter
- Kreissäge
- Steindruck / Lithographie
- Impfung
- Quecksilberthermometer
- diverse Innovationen der Textilindustrie, u. a. programmierbare Webstühle 01-18 ! ja:18世紀 ko:18세기

Personennahverkehr

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist der Personenverkehr mit Verkehrsmitteln, die nicht zum Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) oder zum Individualverkehr (IV) gerechnet werden. Der ÖPNV ist ein Teilsystem des öffentlichen Verkehrs (ÖV). öffentlichen Verkehrs

Allgemeines

Formen

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird gegliedert in
- den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und
- den Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV) - auch als Stadtverkehr oder Regionalverkehr bezeichnet.

Schienenpersonennahverkehr

Öffentlicher Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist die allgemein zugängliche Beförderung von Personen in Zügen, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle eines Zuges die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt. (gemäß § 2 Abs. 5 AEG) Mit Schienenpersonennahverkehr werden die Dienste und Einrichtungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen im Nahverkehr wie der RegionalExpress, die RegionalBahn oder die S-Bahn, in der Schweiz der RegioExpress und die Regio bezeichnet. Die gesetzliche Grundlage in Deutschland ist das Allgemeine Eisenbahngesetz (AEG).

Straßenpersonennahverkehr

Öffentlicher Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV) ist die allgemein zugängliche Beförderung von Personen mit Straßenbahnen, Obussen und Kraftfahrzeugen im Linienverkehr, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle eines Verkehrsmittels die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt. Zum ihm gehört auch der Verkehr mit Taxen oder Mietwagen, der eine der vorgenannten Verkehrsarten ersetzt, ergänzt oder verdichtet. (gemäß § 8 PBefG) Mit Straßenpersonennahverkehr werden die Dienste und Einrichtungen kreis- bzw. stadteigener und auch privater Verkehrsträger wie die Wuppertaler Schwebebahn, die U-Bahn, die Stadtbahn, die Straßenbahn, der O-Bus, die H-Bahn in Dortmund, der SkyTrain am Flughafen Düsseldorf oder der Linienbus (auch Rufbus und Taxibus), außerdem das Anrufsammeltaxi (AST), der Bürgerbus sowie gegebenenfalls auch Fähren bezeichnet. Die gesetzliche Grundlage in Deutschland ist das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) des Bundes und die Nahverkehrsgesetze der Länder. Linienverkehre sind genehmigungspflichtig (§ 2 Abs. 1 Nr. 3 PBefG). Genehmigungsbehörden sind in Deutschland die Bezirksregierungen

Aufgabenträger

Aufgabenträger sind
- für den SPNV die Länder oder die nach Landesgesetz zuständigen Zweckverbände.
- für den ÖSPV in Deutschland die (Land-) Kreise und Kreisfreien Städte. Die [http://www.bag-spnv.de/index_.htm| Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (BAG-SPNV)] vertritt in Deutschland die Interessen der Mitglieder in regional übergreifenden Angelegenheiten und koordiniert und bündelt Verfahren mit den Eisenbahnunternehmen. Weitere Arbeitsschwerpunkte der BAG-SPNV sind der Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern, die gemeinsame Konzeptentwicklung und die Abstimmung von Verhandlungsstrategien. Die meisten der Aufgabenträger des SPNV und ÖPNV sind in Verkehrsverbünden, Verkehrsgemeinschaften, Tarifverbünden oder Tarifgemeinschaften organisiert, in denen alle Verkehrsmittel mit einem Fahrschein genutzt werden können.
Die gesetzliche Grundlage sind die betreffenden Gesetze der Bundesländer (z.B. in Nordrhein-Westfalen das ÖPNV-Gesetz). In der Schweiz ist die Situation vergleichbar. Allerdings werden hier auch die Großunternehmen wie die SBB, BLS oder das Postauto von den kommunalen oder kantonalen Körperschaften finanziert.

Betrieb

Der Betrieb wird entweder in Form kommunaler Eigenbetriebe oder durch Verkehrsunternehmen in privater Rechtsform durchgeführt. Sie werden, wenn öffentliche Gelder erforderlich sind, entweder durch eine Ausschreibung ausgewählt oder in Form einer Auferlegung beauftragt. Im ÖSPV ist zudem generell eine Konzession zu beantragen. Die Verkehrsmittel des ÖPNV verkehren nach einem Fahrplan, in Städten und Ballungsräumen nach einem Taktfahrplan, bei dem die Fahrten in einem festen Rhythmus (beispielsweise stündlich oder alle 10 Minuten) erfolgen. Im ländlichen Raum werden Fahrpläne oft noch an Arbeits- und Schulzeiten orientiert und sind damit eher unregelmäßig. Eine Ausnahme bilden Rufbus- und Anrufsammeltaxi (AST)-Systeme, die nur bei Bedarf fahren. Taxis werden aufgrund ihres Rechtscharakters zum ÖPNV gerechnet.

Geschichte

Der Öffentliche Personennahverkehr hat historisch seine Wurzeln in regelmäßigen Fährverbindungen über Flüsse und Seen. Frühere Formen finden sich auch in der Sänfte (Portechaise, die ab 1617 in Paris eingeführt wurde und sich von dort über ganz Europa verbreitete) und in der Kutsche.
Eine Reihe von Erfindungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts bilden die technische Basis für den ÖPNV als Massentransportsystem:
- die Pferdebahn, insbesondere als Pferde-Straßenbahn genutzt
- der Pferdeomnibus, im Gegensatz zu Kutschen oder Droschken von der breiten Bevölkerung zu nutzen (lat. omnibus = für alle)
- die Dampflokomotive, für Vorortzüge und zur Erschließung von Ballungsräumen
- der Dampfomnibus, der insbesondere in England Furore machte, aber schon bald an Zulassungs- und Geschwindigkeitsbeschränkungen scheiterte
- das Dampfschiff für regelmäßige Fahrten über Seen und Flüsse sowie in den großen Häfen (z. B. Hamburg)
- der mit Benzin betriebene Omnibus gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der erste Linienbetrieb mit motorisierten Omnibussen in Deutschland wurde von der Netphener Omnibusgesellschaft im Jahre 1895 eingeführt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der ÖPNV gewaltigen Aufschwung, als aufgrund der industriellen Revolution die Bevölkerungsdichte zunahm und sich die Industrieregionen räumlich ausdehnten. Die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsplatz war nur noch durch stundenlange Fußwege oder mit dem Fahrrad zu überbrücken. Die Verkehrsträger reagierten darauf mit dem Bau von elektrischen Straßenbahnen (Tram, Trambahn, Elektrische). Die Verkehrszunahme ist z.B. daran zu erkennen, dass 1890 zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und dem Rathaus alle 40 Sekunden eine Bahn fuhr. Eine solche Verkehrsdichte zog unweigerlich Verkehrsstaus und Unzuverlässigkeiten nach sich. Um die Leistungsfähigkeit des ÖPNV zu stärken, erhielten deshalb die Bahnen teilweise eigene Trassen über und unter der Erde (Hochbahn, U-Bahn, Metro und S-Bahn). Speziell im Tunnelbetrieb wurde die elektrische Traktion favorisiert. Eine Spezialität im Öffentlichen Personennahverkehr jener Zeit stellte die handbetriebene Straßenbahn dar, welche mit menschlicher Muskelkraft betrieben wurde. Davon gab es mehr als einhundert Betriebe. Am weitesten verbreitet war sie im japanischen Einflussbereich, vor allem im heutigen Taiwan. Dort existierten rund 60 Bahnen, von denen die Shenten Straßenbahn bis vor wenigen Jahren noch als Touristenattraktion existierte. Weitere 20 gab es in Japan und Korea. 18 existierten in den ehemaligen europäischen Kolonien in Afrika, hauptsächlich im heutigen Mosambik. Als Mitte der 1950er Jahre sich das Auto zunehmend zum Massenverkehrsmittel entwickelte, sanken die Fahrgastzahlen im ÖPNV. Die Verantwortlichen reagierten darauf durch die Bildung von Verkehrsverbünden nach dem Motto „Verschiedene Verkehrsunternehmen, aber nur eine Fahrkarte“ und mit einer abgestimmten, unternehmensunabhängigen Fahrplanplanung. Als erster Verkehrsverbund wurde im Jahre 1965 der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) gegründet, der das gesamte Stadtgebiet sowie einige Randgemeinden umfasste. Deutschlands größter Verkehrsverbund ist der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) aus dem Jahre 1980. In der Schweiz war der Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) 1987 der erste Verbund. Andere Ballungsräume in Europa folgten. Der erste Bürgerbus nahm am 4. März 1985 im westfälischen Ahaus seinen Betrieb auf.

Bedeutung

Soziale Bedeutung

Der ÖPNV dient der grundgesetzlich verankerten Daseinsvorsorge. Zur Sicherstellung der Mobilität der Bürger ist er nach wie vor von großer Bedeutung. Stand in früherer Zeit die Aufgabe im Vordergrund, überhaupt Verkehr zu ermöglichen, wird heute oft nur die „dienende“ Funktion des ÖPNV in den Ballungsräumen im Gegensatz zum Motorisierten Individualverkehr (MIV) und bei der Entlastung der Umwelt von Schadstoffen betont.

Wirtschaftliche Bedeutung

Zwei wichtige Vorteile des ÖPNV im Vergleich zum MIV sind dessen höhere Kapazität und der geringere Flächenverbrauch. Der ÖPNV ist also im allgemeinen um so wirtschaftlicher, je höher die Bevölkerungsdichte in einem Ballungsraum ist. In sehr dicht besiedelten Gebieten wie z.B. Hong Kong kann der ÖPNV auch durch Privatunternehmen angeboten werden, und kommt in manchen Fällen ohne Subventionen aus. In den meisten Städten Deutschlands und Österreichs, die über einen gut ausgebauten ÖPNV verfügen, beträgt der Anteil der Wege, die mit dem Kraftfahrzeug zurückgelegt werden, weniger als 50 Prozent. In Wien werden zum Beispiel 65 Prozent der Wege entweder mit „Öffentlichen“, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt.
Kritisch beurteilt werden muss die angeblich geringe Auslastung des Öffentlichen Personennahverkehrs. So beträgt die durchschnittliche Belegung eines Pkw nur 1,3 Personen (26%) und die Nutzungsdauer eines Pkw pro Tag maximal eine Stunde. Im Gegensatz dazu sind Linienbusse und Straßenbahnen täglich bis zu 20 Stunden im Einsatz, U-Bahnen teilweise noch länger. Hinzu gerechnet werden können noch spezielle Nachtverkehre (AST, Busse, in größeren Städten auch Bahnen). Die Auslastung liegt also während der gesamten Betriebszeit bei rund 30 Prozent und somit wesentlich höher als beim MIV. Der spezifische Energieverbrauch und die spezifische Schadstoffemission pro Fahrgast sind ebenfalls deutlich geringer als beim MIV. Ein gut besetzter Linienbus verursacht pro Fahrgast nur etwa 10-25% der Treibhausgas-Emissionen eines gut besetzten Autos und nimmt obendrein erheblich weniger Straßenraum in Anspruch. Hinzu kommt beim MIV noch der Flächenverbrauch für den ruhenden Verkehr (Parken), der sehr hoch ist und oft bei vergleichenden Betrachtungen nicht berücksichtigt wird. Bemerkenswert ist auch, dass der Anteil der Mobilitätskosten am Bruttosozialprodukt einer Stadt in etwa proportional zum Anteil des MIV an der Verkehrsleistung verläuft. Die Einwohnermobilität in „Autostädten“ (nach amerikanischem Vorbild) ist volkswirtschaftlich gesehen etwa doppelt so teuer wie in Städten mit stark ausgebautem ÖPNV (Quelle: Statistik der UITP, Prof. Wolfgang Meyer). Eine Verlagerung des realen Modal Split im Personenverkehr hin zum ÖPNV, wie sie mittlerweile vielerorts deutlich beobachtet werden kann, z. B. in Karlsruhe oder in den französischen Städten, die Stadtbahnnetze neu eröffnet haben, ist somit auch aus volkswirtschaftlicher Sicht wünschenswert.

Kulturelle Bedeutung

Manche Anlagen des ÖPNV haben aufgrund ihrer technischen Besonderheiten den Status von Touristenattraktionen. Hier ist in erster Linie die Wuppertaler Schwebebahn zu nennen. Weitere bemerkenswerte Anlagen des ÖPNV in Deutschland sind die Schwebebahn Dresden, die H-Bahn Dortmund, die Viadukte der Berliner U-Bahn und die verschiedenen Standseilbahnen und Seilschwebebahnen.

Zukünftige Entwicklung

Betriebswirtschaftliche Chancen und Probleme

Schon heute liegt der Deckungsgrad der Betriebskosten des ÖPNV bei rund 70% mit weiter steigender Tendenz, zu dem in erster Linie der Stammkunde mit Zeitkarte beiträgt. Es gibt zahlreiche Politiker-Aussagen, die eine vollständige Kostendeckung im ÖPNV fordern. Damit werden die ÖPNV-Anbieter unter Druck gesetzt, wie privatwirtschaftliche Unternehmen zu reagieren und nicht mehr die Steigerung der Transportleistung, sondern nur noch die des zu erzielenden Betriebsergebnisses anzustreben. Die Instrumente des Marketing werden im öffentlichen Personenverkehr mittlerweile verstärkt eingesetzt, um weitere Stammkunden zu gewinnen und auf diese Weise das eigene betriebswirtschaftliche Ergebnis zu verbessern. In jüngster Zeit wurden neue Angebote im Bereich des Gelegenheitsverkehrs (Einkauf und Freizeit) entwickelt. Shuttlebusse bei Großveranstaltungen, rabattierte Einkaufstickets, „Bäderbusse“, Fahrradsonderzüge etc. gehören dazu. Ob diese Angebote nicht nur der Erhöhung der Fahrgastzahlen dienen, sondern auch zur Kostendeckung und zur Dauerkundenbindung (Verlagerung des Modal Split) beitragen können, ist zuweilen fraglich. Zumindest einige davon wurden nur unter politischem Druck eingeführt. Punktuelle Verbesserungen des Modal Split (wie auch die Steigerung der Fahrgastzahlen) können nicht über eine Stagnation des Modal Split im Bundesschnitt hinwegtäuschen. Einige, unter anderem durch europäische Rechtsnormen geforderte Privatisierungsmaßnahmen, wie die Trennung von Netz und Betrieb im Schienenverkehr und die zunehmende (auch europaweite) Ausschreibung von Verkehrsleistungen mit einem strikten Anforderungskatalog tragen teilweise zur Verbesserung der Kostendeckung im ÖPNV bei. Die Verkehrsleistungen werden dann von den Dienstleistern entweder mit eigenen Fahrzeugen oder mit über Fahrzeugmanagementgesellschaften geleasten Fahrzeugen des Trägers erbracht. Wartungsverträge sind Teil der Fahrzeugbeschaffung; die gesamte schwere Instandhaltung erledigen die Fahrzeughersteller. Die Bestellverträge sehen Konventionalstrafen gegen Hersteller oder Betreiber vor, falls Verfügbarkeitsstandards (Pünktlichkeit, Kapazität, Fahrzeugzustand) nicht gehalten werden. Oftmals werden separate Beschäftigungsgesellschaften gegründet, um die Tarifbestimmungen der Branche zu umgehen und die Lohnkosten unter anderem der Fahrzeugführer niedrig zu halten.

Europarechtliche Chancen und Probleme

1.Gültiges Recht: Verordnung (EWG) Nr. 1191/69 des Rates vom 26. Juni 1969 über das Vorgehen der Mitgliedstaaten bei mit dem Begriff des öffentlichen Dienstes verbundenen Verpflichtungen auf dem Gebiet des Eisenbahn-, Straßen- und Binnenschiffsverkehrs 2. Vorschlag der Kommission für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Maßnahmen der Mitgliedstaaten im Zusammenhang mit Anforderungen des öffentlichen Dienstes und der Vergabe öffentlicher Dienstleistungsaufträge für den Personenverkehr auf der Schiene, der Straße und auf Binnenschiffahrtswegen vom 26. Juli 2000 (KOM(2000) 7) 3. Stellungnahme des Europaparlaments in 1. Lesung vom 14. November 2001 auf der Grundlage des Berichts Erik Meijer (A5-0364/2001) 4. „Altmark“-Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 24. Juli 2003, Rs. C-280/00 5. Neuer Vorschlag der Kommission für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über öffentliche Personenver-kehrsdienste auf Schiene und Straße vom 20. Juli 2005 (KOM(2005) 319) 6. Immer noch offen: Gemeinsamer Standpunkt des Rates Wesentliche aktuelle Probleme - allgemeine Ausschreibungspflicht oder nicht (E P) - keine Ausschreibungspflicht bei sogenannter Inhouse – Regelung (Kommission neu) - keine Ausschreibungspflicht im Eisenbahnregional- oder -fernverkehr (auch neu) - aber auch bei Direktvergabe Anwendung des „Altmark“-Urteils des Europäischen Gerichtshofs : Das begünstigte Unternehmen ist tatsächlich mit der Erfüllung gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen betraut worden und diese Verpflichtungen sind klar definiert worden; die Parameter zur Berechnung des Ausgleichs sind zuvor objektiv und transparent aufgestellt worden; der Ausgleich geht nicht über das hinaus, was erforderlich ist, um die Kosten der Erfüllung der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen zu decken; wenn keine Ausschreibung erfolgt ist, ist die Höhe des Ausgleichs auf der Grundlage eines Vergleichs mit einem „durchschnittlichen, gut geführten, angemessen ausgestatteten Unternehmen“ zu bestimmen.

Technische Visionen

Informationstechnik, Electronic Ticketing

Der öffentliche Personennahverkehr wird nach den Vorstellungen der Verkehrsplaner in naher Zukunft stark durch vernetzte Informationstechnik geprägt sein. Schon in die Fahrplanauskunft über Zugzielanzeiger, das Internet oder Mobilgeräte (WAP o.Ä.) gehen dynamische Daten über den Betriebszustand des Netzes ein, so dass der (potenzielle) Fahrgast mit verhältnismäßig geringem Aufwand ein gültiges und optimales Beförderungsangebot mit Preisauskunft erhalten kann und minutengenau darüber informiert ist, wann seine Bahn oder sein Bus oder Straßenbahn abfährt oder ankommt. Das Informationsangebot kann auch direkt online das Rufen von AST- oder Rufbus-Diensten übernehmen. Andererseits ist mit Akzeptanzproblemen von Fahrgästen zu rechnen, die eine Auskunft von einer Person wünschen. Die Fahrgelderhebung soll zukünftig bargeldlos und berührungsfrei erfolgen, z. B. über „SMS-Ticket“, auch über Transponderkarten, die entweder nach dem Prinzip der Guthabenkarte („Prepaid“) arbeiten oder als vorausbezahlte Zeitkarte gelten. Da die Transponder den Ein- und Ausstieg des Fahrgastes erfassen, sollte stets der günstigste Tarif berechnet werden. Alle Daten würden unmittelbar bei der Betriebszentrale erfasst und könnten dort für die Kapazitätsberechnung und Angebotsplanung genutzt werden. Dem stehen die Befürchtungen von Datenschützern entgegen, die in der elektronischen Erfassung der Fahrgäste einen weiteren Schritt in Richtung „Gläserner Mensch“ sehen. So gibt es auch Stimmen, die die der Sicherheit dienende massive Videoüberwachung kritisieren. Die mit einem Chip ausgestattete Monatskarte wird unter anderem im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und im Verkehrsverbund Rhein-Sieg Wirklichkeit. Ursprünglich war vorgesehen, auf die z.Z. nur mit speziellen Geräten lesbare Chipkarte automatisch arbeitende Transponderkarten folgen zu lassen. Hinderungsgründe sind technischer, aber vor allem datenschutzrechtlicher Natur. Die bei den Marburger Stadtwerken 1996 eingeführte Guthaben-Transponderkarten als Pilotprojekt des RMV wurde wegen Überalterung der Technik zum 31. Juli 2005 eingestellt. Die Informationstechnik lässt auch fahrzeugseitige Erfassungsmöglichkeiten zu, wie die elektronische Fahrgastzählung. Fahrgastzählung

Fahrzeuge und Haltestellen

Die Zugangsstellen sollen den Niederflur-Fahrzeugen angepasst, vollständig barrierefrei und behindertengerecht, zentral videoüberwacht, mit Auskunftsterminals und Notrufeinrichtungen versehen sein. Während dies in Deutschland die Regel ist, hinkt man in der Schweiz nach. Das 2004 eingeführte Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) verlangt den Einsatz von behindertengerechten und barrierefreien Haltestellen. Den ÖPNV-Anbietern wird jedoch eine Übergangsphase von 20 Jahren gewährt. Das heisst, bis 2024 muss der ÖPNV behindertengerecht sein. Neue Fahrzeuge und neue Haltestellen müssen jetzt schon behindertengerecht sein. Alle Strukturen, die Raumängste auslösen oder Vandalen anziehen könnten wie Aufzugschächte etc. sollen möglichst „transparent“ gestaltet und gebaut werden. Einheitliche, ggf. farbkodierte Wegeleitsysteme sollen dabei der Übersicht dienen. Die verschiedenen Verkehrsarten sollten durch Kombibahnsteige und ähnliche Systeme eng vernetzt werden. Die Fahrzeuge selbst würden dabei videoüberwacht und weitgehend vandalensicher gebaut. Netzplan, Haltestellenfolge, Uhrzeit, Informationen, Werbung etc. können über RIS-Displays eingespielt werden. Zur Kapazitätsanpassung werden heute schon Fahrzeuge in möglichst unterschiedlichen Gefäßgrößen eingesetzt (auf der Straße: Mikrobus, Midibus, Solobus, Gelenkbus, Doppelgelenkbus; auf der Schiene: traktionsfähige Gliedertriebzüge in unterschiedlichen Längen). U-Bahnen fahren größtenteils vollautomatisch und unbemannt. Alle Fahrzeuge sind in einer einheitlichen Corporate Identity ausgeführt, auch wenn sie von unterschiedlichen Verkehrsunternehmen gestellt werden. Der Verkehrsträger der Zukunft beschäftigt also zukünftig sehr viel weniger Betriebs- und Wartungspersonal.

Besteuerung

In Deutschland unterliegen die für öffentlichen Personennahverkehr erhobenen Gebühren meist der Umsatzsteuer mit dem ermäßigtem Umsatzsteuersatz nach [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/ustg_1980/__12.html § 12 Abs. 10] UStG. UStG

Siehe auch:


- Schienenpersonenfernverkehr
- Fahrgastinformationssystem
- Dynamische Fahrgastinformation
- Liste der deutschen Kursbuchstrecken
- Modal Split
- Liste deutscher Tarif- und Verkehrsverbünde
- NRW-Takt
- Liste der SPNV-Linien in NRW
- Liste von Eisenbahnstrecken in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz
- Geschichte der Eisenbahn in Deutschland

Software


- DELFI: Durchgängige Elektronische Fahrplan-Information für Deutschland
- GEOFOX: Fahrgastinformationssystem des Hamburger Verkehrsverbundes
- HAFAS: Fahrplansystem der Deutschen Bahn
- Metro: Fahrtenplanung auf PDAs

Weblinks


- [http://www.bag-spnv.de/index_.htm Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV (BAG-SPNV)]
- [http://www.bahn.de/ Deutsche Bahn AG]
- [http://www.vdv.de/ Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)]
- [http://www.pro-bahn.de/ Fahrgastverband PRO BAHN]
- [http://www.nahverkehr.info/ Der Nahverkehrswegweiser]
- [http://www.voev.ch/ Verband öffentlicher Verkehr der Schweiz (VÖV)]
- [http://www.sbb.ch Schweizerische Bundesbahn]
- [http://www.ivt.baug.ethz.ch/oev/glossar_d.html Glossar "Fachbegriffe des öffentlichen Verkehrs", IVT ETH Zürich]
- [http://www.pro-bahn.de/disk/sub_index.php?sparte=reginfr ProBahn zur Trennung von Netz und Betrieb]
- [http://www.schader-stiftung.de/docs/papier13.nov.oepnvinternet.pdf "Die Liberalisierung des Marktes im ÖPNV"]
- [http://www.uni-potsdam.de/u/wipo/sem/schien02.pdf UNI-Potsdam: "Wettbewerb im Schienenpersonennahverkehr zwischen Theorie und Praxis"]
- [http://www.verkehrsgeographie.de "Interventionsstrategien zur Priorisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs"]
- [http://www.bis.uni-oldenburg.de/bisverlag/2000/fraver99/pdf/12-west.pdf UNI-Oldenburg: "Der ÖPNV zwischen knappen öffentlichen Kassen, EU-Liberalisierung, verfehlter Siedlungspolitik und Lohndumping"] !Öffentlicher Personennahverkehr Kategorie:Kommunalpolitik ja:公共交通機関

Newsletter

Als Newsletter [] (engl. für Mitteilungsblatt, Verteilernachricht, Newsflash, Serienmail) bezeichnet man ein (meist elektronisches) Rundschreiben. Informationen (meist zu speziellen Themen) werden bei dieser Publikationsform mehr oder weniger regelmäßig per E-Mail an eine Gruppe von Empfängern gesendet. Die Empfänger können vom Absender bestimmt sein (beispielsweise bei Firmen-Newsletter) oder haben sich selbst als Interessenten in eine Newsletter-Liste eingetragen. Man bezeichnet die Interessenten in ihrer Gemeinschaft heute als Community. Der Versand der Newsletter wird als Outbound-Technologie (Newsletter-Engine) betrachtet, zur Weiterverarbeitung erhaltene E-Mails als Inbound (Funktion E-Mail Callcenter). Engines für Newsletter gibt es von wenigen hundert Euro bis hin zu mehreren hunderttausend Euro. Es kommt hier auf die Flexibilität der Produktions-Engine an, d.h. mit welcher künstlichen Intelligenz kann sie die E-Mails zusammensetzen (personalisiert und thematisiert) und mit welcher Geschwindigkeit können die E-Mails produziert und versendet werden. Leistungsstarke Produktions-Engines können heute komplexe Newsletter in kurzer Zeit zusammensetzen, so dass selbst beim Versand von tausenden an Newslettern keine Doppelungen auftreten (müssen). Dabei kann der Versand als reine Text-Version (Plaintext) oder/und auch in (X)HTML (Multipart-Format) erfolgen. So ist gewährleistet, dass jeder Empfänger, egal in welcher Einstellung, die E-Mail auch lesen kann. Das Öffnen der E-Mails kann registriert werden (View Tracking). Das Registrieren dient statistischen Zwecken. Hieraus können Empfängerverhalten, Anzahl der Öffnungen, Weiterleitungen, etc. ersehen und das erlangte Wissen für weitere Newsletter genutzt werden. Eine Kombination von Newsletter nennt man Kampagne. Deswegen sind Newsletter ein hervorragendes Werkzeug des Direktmarketings, um schnelle Ergebnisse aus den Bereichen Trendanalysen, Meinungsumfragen, Abstimmungen, Quiz, etc. zu erzielen. Durch einen Newsletterbezug vermeidet man das unnötige Aufsuchen von Websites in denen (noch) keine neuen (aktuellen) Nachrichten ergänzt wurden. Einen ähnlichen Service bietet das sogenannte RSS-Feed. Siehe auch: Mailingliste

Weblinks


- [http://www.newslettersuchmaschine.de newslettersuchmaschine.de]
- [http://www.linksandlaw.info/Impressumspflicht-8.html Braucht ein Newsletter ein Impressum?] Kategorie:Internet Kategorie:Medien

Newsgroup

Newsgroups sind virtuelle Diskussionsforen im Internet, in denen zu einem umgrenzten Themenbereich Textbeiträge (auch Nachrichten, Artikel oder Postings genannt) ausgetauscht werden. Veröffentlicht ein Benutzer einen Artikel in einer Newsgroup, so wird dieser an einen Newsserver gesendet. Dieser kann den Artikel dann seinen Benutzern zur Verfügung stellen und an andere Server weiterleiten, die ihn wiederum ihren Benutzern zur Verfügung stellen. Weltweit existieren seit Jahrzehnten verschiedene News-Systeme. Das bekannteste ist dabei das Usenet, das eine Vielzahl von Newsservern weltweit verbindet. Oft sind Newsgroups aber auch rein regional verteilt, oder werden in Intranets zur Verfügung gestellt. Dabei kommt häufig das Protokoll NNTP zum Einsatz. Zugriff auf Newsgroups erfolgt über spezielle Computerprogramme, die man Newsreader nennt, oder über Webschnittstellen wie Google Groups. Eine Newsgroup wird durch einen Namen gekennzeichnet, der im Usenet hierarchisch aufgebaut ist. Außerdem besitzt sie meist eine Kurzbeschreibung, englisch (und im engeren Sinne technisch) Tagline genannt, die von vielen Newsreadern angezeigt werden kann. Eine längere Beschreibung findet sich in der optional vorhandenen Charta. Ein Beispiel: :Name: de.rec.sf.misc :Kurzbeschreibung: Sonstiges im Bereich Speculative Fiction (Phantastik). :Charta: Thema der Gruppe ist alles im Zusammenhang mit _S_peculative _F_iction (Phantastik, insbesondere Science Fiction, Fantasy, phantastischer Horror), für das es nicht bereits eine speziellere Gruppe gibt. In einigen Netzen wie FidoNet, Z-Netz oder MausNet werden Newsgroups bisweilen mit anderen Begrifflichkeiten bezeichnet. Aus diesem Grund wird auch manchmal das Akronym GABELN (Gruppe, Area, Brett, Echo, Liste, Newsgroup) als allgemeinerer und somit politisch korrekterer Ausdruck benutzt. Kategorie:Usenet ja:ニュースグループ

Jamba!

Die Jamba! GmbH mit Sitz in Berlin-Kreuzberg ist Europas größter Anbieter für Klingeltöne und Mobiltelefon-Anwendungen wie beispielsweise Logos und Spiele. Jamba! ist Marktführer im Bereich des Mobile Gaming und beschäftigt aktuell über 480 Mitarbeiter (Stand: April 2005). Geschäftsführer sind die Brüder Marc und Oliver Samwer.

Geschichte

Jamba! wurde im Jahr 2000 gegründet und ging Ende des gleichen Jahres erstmals mit seinen Angeboten an die Öffentlichkeit. Bereits acht Wochen später konnte das Gemeinschaftsunternehmen von debitel, MediaSaturn und EP:ElectronicPartner mehr als 300.000 Nutzer und täglich bis zu 4000 Neukunden verzeichnen. Nach neun Monaten wurde die Grenze von einer Million registrierten Usern überschritten. Das Jamba!-Portal wurde daraufhin beständig weiter ausgebaut; mittlerweile finden sich dort mehrere hundert Angebote, die laut Anbieter „Spaß, News und mehr Leben aufs Handy bringen“ sollen. Beispielhaft seien an dieser Stelle Sportberichte, Erotik, Reuters-Ticker, Freizeitführer, E-Cards, WAP, MMS und Videostreams per UMTS genannt. Im September 2001 führte die Firma als erstes mobiles Portal in Deutschland sogenanntes Content-Billing über die Telefonrechnung ein und bietet seit Dezember 2001 Java-Spiele zum Download an. Jamba! betreibt vorwiegend über Musik-TV-Kanäle wie MTV oder VIVA aggressive Marktkommunikation. Im Jahr 2004 investierte das Unternehmen 90 Millionen Euro in deutsche Fernsehwerbung und übertraf damit große Konzerne wie McDonald's oder Beiersdorf. An der grellen, sich stark wiederholenden und intensiven Werbung wurde teils massive Kritik geübt, etwa in Form einer [http://votenow.cell5.com Online-Petition] für eine Reduzierung der Werbung „auf ein erträgliches Maß“, die über 150.000 elektronische Unterschriften sammelte. Im Laufe der Jahre arbeitete Jamba! mit mehr als einem Dutzend Netzbetreibern in Europa zusammen und stellt diesen ihre Dienste bereit. Seit Anfang 2005 werden Jamba!-Services auch in Nordamerika eingeführt. Außerhalb Europas, aber auch in Großbritannien, tritt Jamba! unter dem Markennamen Jamster! auf. In der zweiten Jahreshälfte 2004 wurde Jamba! für 223 Millionen Euro an VeriSign verkauft. Im März 2005 wurde eine zweite Marke geschaffen: Ringtoneking. Ringtoneking verkauft den gleichen Inhalt wie Jamba, ist nur optisch anders aufgemacht. So wird dem Kunden vermittelt, dass es sich um einen konkurrierenden Anbieter handelt. Die Vermarktung von Jamba und Ringtoneking wird allerdings zentral von der Jamba zugehörigen "Lorena Media" Agentur gesteuert. Am 1. Oktober 2005 startete Jamba! einen eigenen Fernsehsender mit dem Namen "Jamba! TV" auf Astra Digital. Dieser sendet 12 Stunden am Tag Musikclips ohne Werbeunterbrechung, dafür aber mit Dauereinblendung der SMS-Kurzwahlnummern für die entsprechenden Klingeltöne. In der übrigen Zeit (22:00 bis 10:00 Uhr) wird für Handy-Wallpaper oder für Handyspiele geworben.

Monatsabos

In der Jamba!-Werbung werden meist einzelne Klingeltöne, Bilder und Logos in den Vordergrund gestellt. Tatsächlich kommt aber beim Kauf in der Regel ein Monatsabonnement zustande; der Kunde erhält hier für einen monatlichen Preis eine begrenzte Zahl von Dienstleistungen. Bei Bestätigung des Kaufs eines Klingeltons erhält der Kunde etwa laut [http://mobile6.blogg.de/eintrag.php?id=3] eine SMS mit einem Text wie folgt: : Ton kommt sofort! Send "JA" als Bestätigung an 33333. Vorteil: 4 Real Giga Töne + 4 Logos+News+WAP im Jamba! Sparabo (EUR 4,99/Monat)! Fragen? 0180-5554890 Bestätigt der Kunde den Kauf nicht, kommt auch kein Monatsabo zustande. Zur Kündigung aller Jamba!-Abos kann der Käufer eine SMS mit dem Text STOPALLE an die Nummer 33333 schicken. Diese Information ist allerdings etwa in der offiziellen Jamba!-FAQ [http://www.jamba.de/dcw/help/aboPage.do] nicht enthalten (Stand Juni 2005), wo der Kunde statt dessen aufgefordert wird, zunächst einen Benutzerzugang anzulegen, um seine Abos zu verwalten. Im Dezember 2004 veröffentlichte der Blogger Johnny Haeusler eine viel beachtete Satire [http://www.spreeblick.com/blog/index.php?p=324], die Jambas Geschäftspraktiken kritisierte. Die Aufmerksamkeit des Zuschauers werde in der Jamba!-Werbung bewusst auf schrille oder erotische Animationen und Töne gelenkt, um die wesentliche Information zu verbergen, dass ein Monatsabo abgeschlossen wird. Dabei hob Haeusler hervor, dass Kinder und Jugendliche die Hauptzielgruppe der Jamba!-Werbung sind. Haeuslers Kritik löste ein signifikantes Medienecho auch außerhalb des Internet aus. Neben mangelnder Transparenz beim Abschluss des Abos geben Kritiker zu bedenken, dass es für die zumeist jungen Kunden ohne Einzelverbindungsnachweis relativ kompliziert sei, überhaupt die Ursache der Kosten zu erkennen. Die Kritik ist nicht auf Deutschland beschränkt. In Großbritannien etwa, wo Jamba! unter dem Namen Jamster operiert, hat sich großer Widerstand gegen die Praxis der Monatsabos formiert. Die Tageszeitung The Mail on Sunday zitierte im April 2005 unter der Schlagzeile “Save our children from this ringtone rip-off” („Rettet unsere Kinder vor diesem Klingelton-Betrug“) Beispiele wie das eines zehnjährigen Mädchens, dem aufgrund von Monatsabos 70 Pfund Sterling in Rechnung gestellt wurden [http://www.mailonsunday.co.uk/pages/live/articles/news/news.html?in_article_id=345213&in_page_id=1770]. Auch hier wurde kritisiert, dass insbesondere von Kindern nicht erwartet werden könne, die Konsequenzen eines Kaufs über die unmittelbar versprochene Leistung hinaus zu realisieren. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Udo Vetter argumentiert in seinem Blog [http://www.lawblog.de/index.php/archives/2005/01/30/geld-zuruck-von-jamba-co/], dass zumindest in Deutschland Verträge über Monatsabos mit Minderjährigen schwebend unwirksam seien und alle entstandenen Kosten von den Eltern zurückgefordert werden könnten. Im Juni 2005 stellte die Kommission für Jugendmedienschutz nach Kontrolle von 53 verschiedenen Fernsehspots für Klingeltöne vorläufig fest, dass kein einziger Werbespot den Regeln des Jugendmedienschutzes entsprach und somit in dieser Form überhaupt nicht hätte gesendet werden dürfen.

Figuren aus der Jamba!-Werbung


- Sweety
- Crazy Frog
- Party-Biene
- Brown Bear
- Mr. Chaos

Versicherung

Neben den viel beworbenen "Content Services" bietet Jamba! in Kooperation mit großen Versicherern wie AXA und der DBV-Winterthur auch Versicherungen für Elektronikgeräte, vor allem Handys an.

Weblinks


- [http://www.jamba.de Homepage von Jamba!]
- [http://www.jamster.com Homepage von Jamster! USA] (eng.)
- [http://www.jambaschutzbrief.de Homepage der Jamba! Versicherung]
- [http://www.spreeblick.com/blog/index.php?p=324 „Jamba Kurs“] (Der wohl bekannteste Blog-Eintrag über Jamba!)
- [http://checked4u.de/doc2874A.html Kritischer Artikel der Verbraucherzentrale NRW]
- [http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~EEC1B8302D08B4E109882036282FF8369~ATpl~Ecommon~Scontent.html „Handy-Downloads - Jedes Tönchen ein Milliönchen“]
- [http://www.ftd.de/tm/tk/11106.html FTD: „Crazy Frog im Zwielicht“]
- [http://www.jurablogs.com/suche.html?k=jamba Juristische Diskussionen rund um Jamba!] Kategorie:Mobilfunk

Virenschutz

Ein Antivirenprogramm (auch Virenscanner oder Virenschutz genannt) ist eine Software, die bekannte Computerviren, Computerwürmer und Trojanische Pferde aufspüren, blockieren und gegebenenfalls beseitigen soll.

Arbeitsweise

Um schädliche Software zu erkennen, hat jeder Virenscanner eine Liste mit Beispielen aller ihm bekannten Viren und anderer schädlicher Software (Virensignaturen oder auch Virendefinitionen genannt), mit der er die zu überprüfende Software vergleicht. Stimmt eine Datei oder ein Teil einer Datei mit einem Beispiel aus der Liste überein, werden Schritte zur Neutralisierung und gegebenenfalls zur Reparatur der infizierten Datei und zur Beseitigung der schädlichen Software unternommen. Da ständig neue Viren und Würmer auftauchen, müssen die entsprechenden Listen ständig aktualisiert werden. Viele Scanner unterstützen heutzutage automatische Aktualisierungsmethoden. Das Scannen von Dateien geschieht meist auf zwei Arten: Einmal geben nahezu alle Antivirenprogramme die Möglichkeit, im Hintergrund aktiv zu sein und alle Dateien und Programme, auf die auf dem Rechner zugegriffen wird, auf schädliche Software zu prüfen (on access). Zum zweiten kann ein gezieltes Durchsuchen von Dateien, Ordnern oder Datenträgern auch von Hand gestartet werden (on demand). Findet ein Scanner dann schädliche Software, gibt es in den meisten Fällen eine Warnung an den Nutzer mit der Frage, was als nächstes geschehen kann. Die möglichen Optionen reichen von einem Löschen der infizierten Datei über einen Reparaturversuch bis hin zur Quarantäne der Datei. Eine Ausnahme stellen Virenscanner dar, die über das Internet gestartet werden – die Besonderheit liegt darin, dass sie helfen können, wenn man selbst keinen Virenscanner hat oder eine bestimmte Datei mit verschiedenen Scannern testen möchte.

Erfolgswahrscheinlichkeit

Kein Virenscanner kennt alle Viren und Würmer. Zudem sind die meisten Antivirenprogramme lediglich auf das Aufspüren von Viren und Würmern ausgerichtet. Oft werden keine Trojaner, Dialer oder gar Rootkits erkannt. Auch sind ganz neue oder kaum verbreitete Viren und Würmer nicht in den Virendefinitionen enthalten und so für den Virenscanner nicht erkennbar.

Engines

In Tests stieg die Erkennungswahrscheinlichkeit bei Programmen mit mehreren Engines, das sind die Programmteile, die für das Scannen und die Erkennung zuständig sind. Verfügt eine Antivirusprogramm über mehrere Engines wie z.B F-Secure, das mit 3 unterschiedlichen Engines sucht, kann eine Engine Viren finden, die eine andere übersieht. Oft kauft ein Unternehmen die Nutzungsrechte einer Engine bei einem anderen Hersteller, daher gibt es Software unterschiedlicher Hersteller, die zum Teil die gleiche Engine nutzen. Bei berechtigtem Virenverdacht sollten mehrere Virenschutzprogramme zum Einsatz kommen, um sicher zu gehen, kein schädigendes Programm zu übersehen. Dabei sollte darauf geachtet werden, das nicht 2 Programme mit der gleichen Engine benutzt werden, damit die Erkennungswahrscheinlichkeit steigt, Gleiche Engines in unterschiedlichen Programmen haben ähnliche Schwachstellen. Wichtig ist auch, nie mehrere Antivirenprogramme gleichzeitig zu installieren, weil das zu Störungen führen kann. Die Automatisch startenden Sevices behindern sich eventuell gegenseitig, dazu gehören der Hintergrundscan, der Echtzeitscan, der alle neuen Dateien wie Anhänge von Emails und Downloads scannt und auch der beim Booten einsetzende Bootsektorenscan, eventuell läßt sich der PC nicht mehr starten.

Heuristik

Zwar verfügen einige Virenscanner über die Möglichkeit, auch nach allgemeinen Merkmalen zu suchen (Heuristik), um unbekannte Viren zu erkennen, oder sie bringen ein rudimentäres Intrusion Detection System mit sich, jedoch sind diese Lösungen auch nicht immer ausreichend. Zu guter Letzt kann es auch passieren, dass ein Angreifer für einen Computer einen eigenen Wurm, ein Virus oder auch häufig einen eigenen Trojaner schreibt, der nur einen bestimmten Rechner infiziert – von diesem Virus (Wurm, Trojaner) wird der Hersteller der Virenscanner natürlich nie erfahren (es gibt ja nur einen Vertreter), weshalb die Virenscanner diesen auch nie finden können. Somit sollte kein Nutzer vergessen, dass ein Virenscanner nur als Ergänzung zu allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen gelten kann (z. B. sollte ein Computerbenutzer nicht völlig unkritisch jeden Dateianhang einer Mail öffnen oder jede Software von unbekannten Webseiten starten). Hinzu kommt, dass in letzter Zeit immer mehr Würmer und Viren die Fähigkeit aufweisen, Sicherheitssoftware auf infizierten Rechnern auszuschalten. Ist die schädliche Software also erst einmal gestartet worden, ist es meist schon zu spät, da der Virenscanner dann vom Virus oder Wurm deaktiviert wird. Meist wird der Virenscanner vom Virus nur für den speziellen Virentyp „blind“ gemacht, um unauffällig zu bleiben. Somit sollte man einen Virenscanner nicht ohne weiteres als Werkzeug verstehen, mit dem man infizierte Rechner säubern kann, denn dies ist nur dann möglich, wenn der Virenscanner außerhalb des Systems des Rechners läuft, also z. B. von CD gebootet wird. Kein Virenscanner kennt alle Viren und Würmer, die Erkenngsrate liegt nie bei 100%. Ein infiziertes System muss also als kompromittiertes System aufgefasst und dementsprechend behandelt werden.

Autoupdate

Die soganannte Autoupdatefunktion, mit der automatisch beim Hersteller aktuelle Virensignaturen heruntergeladen werden, ist bei Virenscannern von besonderer Bedeutung. Wenn sie aktiviert ist, wird der Benutzer regelmäßig daran erinnert, nach aktuellen Updates zu suchen bzw. die Software sucht selbständig danach, je nach Einstellungsoption. Es empfiehlt sich, diese Option zu nutzen, um sicher zu gehen, das das Programm wirklich auf dem aktuellen Stand ist.

Siehe auch


- Computersicherheit Hersteller von Antivirenprogramm:
- Kaspersky
- Symantec
- Trend Micro
- Norman
- ClamAV
- McAfee
- [http://www.gdata.de G Data]
- [http://www.ca.com/de/ Computer Associates]
- [http://www.f-secure.de/ F-Secure]
- [http://www.sophos.de/ Sophos]
- [http://www.bitdefender.de/bd/site/page.php BitDefender]
- [http://www.hbedv.com/de/ B+HEDV]

Weblinks


- [http://www.av-test.org/index.php3?lang=de Tests von Anti-Viren-Software (AV-Test.de, deutsche Seiten)]
- [http://www.av-test.org/index.php3?lang=en Tests von Anti-Viren-Software (AV-Test.org, englische Seiten)]
- [http://agn-www.informatik.uni-hamburg.de/vtc/dt1.htm Anti-Virus-Test-Center (Uni Hamburg)]
- [http://www.av-comparatives.org/ AV-Comparatives.org (englisch)]
- Kategorie:Computerviren und -würmer

Probeabo

Bei einem Probeabonnement handelt es sich in der Regel um eine zeitlich befristete kostenlose Lieferung eines regelmäßig erscheinenden Druckerzeugnisses, wie z.B. einer Zeitung, einer Zeitschrift o.ä. Probeabos werden angeboten, um neue Leser für das Druckerzeugnis zu werben. Studien zeigen, dass es sehr wichtig ist, Leser möglichst früh an eine Zeitung bzw. Zeitschrift zu binden. Menschen, die in ihrer Jugend nicht regelmäßig Zeitung lesen, lesen zumeist auch später nicht regelmäßig Zeitungen. Im Internet haben sich Probeabos eingebürgert. Der Endkunde bestellt zum Sonderpreis von z.B. einem Euro für einen kurzen Zeitraum ein Probeabo und wenn er nicht in diesem Zeitraum wieder kündigt erhält er ein Monats- oder Jahresabo zu höheren Konditionen. Kategorie:Handel Kategorie:Werbung

Shaka Zulu

Shaka (
- um 1787 in der Nähe des heutigen Ortes Melmoth im ehemaligen Homeland KwaZulu; † 22. September 1828); auch Shaka Zulu, Shaka ka Senzangakhona, d.h. Sohn des Senzangakhona) war der Häuptling der Zulu, der den Aufstieg des Stammes von einem kleinen Clan zu einem mächtigen Volk mit Macht über einen Großteil des Gebiets des heutigen Südafrika erreichte. Seinem Erfolg bei der militärischen Überwindung seiner Feinde und seinem Geschick bei der Eingliederung der Unterworfenen verdankt Shaka seinen Ruf, einer der herausragenden Häuptlinge der Zulu gewesen zu sein.

Leben

Frühe Jahre

Shaka war der (illegitime) älteste Sohn von Häuptling Senzangakhona ka Jama und Nandi, einer Tochter eines früheren Häuptlings des Stammes der Langeni. Sein Name kommt vom Zulu-Wort iShaka, einem Käfer, der für Unregelmäßigkeiten des weiblichen Zyklus verantwortlich gemacht wurde. Dieser Name verweist auf seine uneheliche Herkunft: Er wurde versehentlich beim Brauch des Uku-Hlobonga gezeugt, einer Art Petting, die eine sozial akzeptierte Form des sexuellen Umgangs junger Leute darstellte. Von seinem Vater verleugnet, verbrachte Shaka seine ersten sechs Lebensjahre in dessen Kral, wo er von anderen gehänselt wurde. Nach dem traditionellen Tieropfer eines Schafes durften er und seine Mutter zu den Langeni zurückkehren, wo sie jedoch auch nicht willkommen waren. Shaka vergaß diese Behandlung nicht und sollte später schreckliche Vergeltung üben. Schließlich fanden die beiden Unterschlupf bei Nandis Tante, die dem emDletsheni-Clan angehörte, die vom mächtigen Stamm der Mthethwa und ihrem alternden König Jobe beherrscht wurden. Der Nachfolger von Jobe war sein Sohn Dingiswayo (Godongwane). Als Shaka 23 Jahre alt war, wurde seine iNtanga (Altersgruppe) ins iziCwe-Regiment eingefügt, wo Shaka sechs Jahre lang als Krieger diente und sich durch besonderen Mut auszeichnete, so dass er schließlich in den Rang eines Generals aufstieg. Bereits zu diesem Zeitpunkt war sein Ruf als Krieger legendär, seine Beinahmen waren "Besieger der Tausend" und "Zier der Regimenter". Dingiswayo hatte aus dem Exil, in das er als Strafe für einen gescheiterten Putsch gegen seinen Vater geschickt worden war, neue Konzepte der militärischen Organisation mitgebracht, insbesondere das Impi (Regiment) und die Befehlskette. Bis zu jener Zeit waren die meisten Kämpfe ausgetragen worden, um Streitigkeiten zu entscheiden. Die neuen Techniken änderten die Situation dramatisch - die erstarkten Armeen verursachten das Mfecane, das in Eroberungen, Flüchtlingsbewegungen und daraus resultierenden verheerenden Gegenschlägen bestand. Shaka verbesserte die militärischen Techniken sowohl in seiner Dienstzeit unter Dingiswayo wie auch später, um seine eigene Macht unter den Zulus auszuweiten.

Rückkehr zu den Zulu

Nach dem Tode Senzangakonas half Dingiswayo Shaka, seinen Bruder zu besiegen und 1816 die Führung über die abakwaZulu zu übernehmen, den Stamm seines Vaters. Seine erste Handlung war die Rache an den Feinden seiner Kindheit, von denen er viele pfählen ließ. Die Langeni, die ihm und seiner Mutter auch nicht geholfen hatten, erlitten das gleiche Schicksal. Shaka errichtete einen neuen Königskral, den kwaBulawayo ("Stätte des Tötens"). Zu dieser Zeit war Shaka Herr über etwa 1.500 Stammesangehörige, von denen etwa 400 Männer die Armee bildeten. Das Stammesgebiet umfasste etwa 15 Quadratkilometer. Später, auf dem Höhepunkt seiner Macht, sollte Shaka über 250.000 Menschen herrschen und ein Gebiet von 2.000 Kilometern Durchmesser dominieren. Bei seiner Rückkehr erkannte er Dingiswayo und die Vorherrschaft der Mthethwa noch an, doch schon ein Jahr darauf verriet er Dingiswayo an seinen Erzfeind Zwide, den König des Ndwandwe-Clans aus dem Norden, der Dingiswayo tötete und die Herrschaft der Mthethwa zerschlug. Von Shakas Teile und herrsche-Strategie profitierte der kleine Zulu-Clan, der Anstalten machte, das Machtvakuum zu füllen. Shaka versuchte, mit den nun verstreuten Mthethwa und den Qwabe ein Bündnis gegen Zwide zu schließen. Als die Qwabe ablehnten, sammelte Shaka seine Truppen und besiegte die Qwabe am Ende des Jahres 1817. Shaka zielte darauf ab, diejenigen, die er nicht assimilieren konnte, zu vernichten. Dieses Schicksal erlitten in kurzer Zeit etwa 60 Stämme. Bald hatte Shaka sein Herrschaftsgebiet auf halb Südost-Afrika ausgedehnt.

Bürgerkrieg

Die erste große Schlacht gegen Zwide von den Ndwandwe war die Schlacht am Gqokli-Hügel, auf Shakas Territorium. Dank meisterlicher Taktik gewann er den Kampf, obwohl die feindliche Streitmacht doppelt so groß war wie seine eigene. Seine Armee war jedoch zu klein, um den Ndwandwe eine entscheidende Niederlage beizubringen. Danach blieben diese Shakas Hauptfeind, und in Erwartung des nächsten Angriffs ließ er Vorräte anlegen. Da er wusste, dass in der traditionellen Kriegführung der Haupt-Kral angezündet wurde, um die Verteidiger auszuschalten, achtete er darauf, dass die Nahrung so gelagert wurde, dass sie im Notfall verlegt werden konnte. Im folgenden Jahr griff Zwide abermals an, musste aber nach einer fruchtlosen Suche nach Shakas Hauptstreitmacht und Verlusten durch verheerende Attacken wieder nach Norden abziehen. Ritter beschreibt, wie Shaka vom Heerlager, das er in einem Wald aufgeschlagen hatte, Saboteure ausschickt, um den Feind zu unterwandern. Die Parole lautete "Bist du Ndwandwe?", worauf die Antwort "Ja, ich bin der echte Ndwandwe" folgte. Mitten in der Nacht erstachen die Spione die neben ihnen Liegenden und erhoben ein Geschrei, dass es den Kriegern der Ndwandwe unheimlich wurde, sie Lagerfeuer entzündeten und die Nacht durchwachten, nachdem die Saboteure das Lager mit der Behauptung, sie hätten einen Zauberer auf einer Hyäne durch den Wald reiten sehen, verlassen hatten. In der Schlacht am Mhlatuze griff Shaka Zwides Armee mitten beim Übersetzen an, so dass die feindliche Streitmacht effektiv geteilt war und Zwide unterlag. Darauf eilten die Zulu zum Königskral der Feinde, erhoben ihre Siegesgesänge und unterwarfen die überraschten Ndwandwe.

Mfecane - die Verstreuung

Hauptartikel Mfecane Die gesteigerte militärische Effizienz führte dazu, dass immer mehr Clans in das Zulu-Imperium eingegliedert wurden, während andere Stämme abwanderten, um außerhalb der Reichweite der Armeen Shakas zu sein. Der Effekt dieser massenhaften Migrationen, der als Mfecane bekannt geworden ist, führte dazu, dass beispielsweise das heutige Volk der amaNdebele im weit entfernten Simbabwe seine Abstammung von Mzilikazi herleitet, einem der Generäle Shakas, der während eines Feldzuges zu geringe Tributzahlungen an Shaka abgeführt hatte. Die schlechte moralische Verfassung solcher Flüchtlingsclans machte es den Briten und den Voortrekkers leicht, sie zu unterjochen. So begünstigte Mfecane indirekt den Kolonialismus, der später in den Zulukrieg mündete.

Tod und Nachfolge

Als Shakas Mutter Nandi nach einer Krankheit starb, ließ Shaka 7.000 seiner Untertanen hinrichten und verordnete ein drei Monate langes Hungern zum Zeichen der Trauer. Dies schwächte seine Macht über die Zulu und gab seinen Gegnern Auftrieb. Shaka wurde von seinem Halbbruder und direkten Nachfolger Dingane mit Unterstützung seines Induna (Beraters) erstochen. Erst Shakas Nachfolger trugen den militärischen Konflikt mit den Kolonialmächten aus. Im späten 19. Jahrhundert waren die Zulus eines der wenigen afrikanischen Völker, die sich gegen die Britische Armee behaupten konnten (siehe Schlacht von Isandlwana). Da Shaka Nachkommen stets als potentielle Rivalen um die Macht betrachtet hatte, hinterließ er keine Kinder. Er hatte zwar einen Harem von etwa 1.500 Frauen, aber diese waren hauptsächlich als Tauschobjekte oder Geschenke für andere Häuptlinge bestimmt. Das Fortbestehen der Blutlinie wurde durch seinen Halbbruder und späteren Nachfolger Mpande und den Induna Ndlela kaSompisi gesichert.

Shakas militärische Revolution

Shaka übernahm das militärische System, das Dingiswayo eingeführt hatte. Shaka war unzufrieden mit der Verwendung des Assegai, einem traditionellen Wurfspieß, von denen die Zulukrieger jeweils drei trugen - er sah keinen Sinn darin, eine Waffe fortzuwerfen, und hielt dies außerdem für einen Akt der Feigheit. Ernest Augustus Ritter schreibt, Shaka habe inkognito die Schmiede des Stammes besucht, die am Rande der Gesellschaft standen, da die Zulus glaubten, sie benutzten menschliches Körperfett für ihre Arbeit. Er bat sie, ihm eine neue Waffe zu entwerfen - den Iklwa, einen kurzen Stoßspeer mit einer langen Klinge als Spitze. Der Name ist eine Nachahmung des Geräusches, das beim Eindringen und Herausziehen der Waffe aus dem Körper entsteht. Shaka führte auch einen größeren, schwereren Schild aus Kuhhaut ein, der dazu gebraucht wurde, den Schild des Gegners zur Seite zu stoßen, um einen tödlichen Speerstich anzubringen. An der Waffe musste nach der Schlacht Blut kleben, sonst drohte dem betreffenden Krieger der Vorwurf der Feigheit. Die Streitmacht Shakas, die nun in eigenen Kriegerkrals untergebracht war, zeichnete sich durch Disziplin und Nahkampfstärke aus. Als erster Häuptling führte er militärisches Training ein und sogar Uniformen. Um seine Männer abzuhärten, schaffte Shaka die Ledersandalen ab und ließ sie barfuß kämpfen. Shakas Soldaten konnten an einem einzigen Tag über 80 Kilometer zurücklegen und so ihre Gegner überraschen. Er verbot seinen Soldaten unter Strafe den Geschlechtsverkehr und nahm selbst Sechsjährige als Udibi (Krieger-Lehrlinge) auf, die Proviant und Waffen trugen, bis sie selbst der kämpfenden Truppe beitreten konnten. Vor Shaka war die afrikanische Kriegführung geprägt von Massenangriffen und dem Einsatz von Wurfspeeren. Ausgeklügelte Manöver waren unbekannt. Shaka änderte dies durch die Einführung seiner berühmt gewordenen Kampftaktiken, die er von Dingiswayo übernommen und weiterentwickelt hatte. Die Impi wurden in vier Gruppen geteilt, die während der Schlacht eine Ordnung einnahmen, die die Form eines Stierkopfes hatte. Die kampfstärkste Gruppe bildete dabei den Isifuba (Brustkorb) und griff den Feind frontal an. Die zweite und dritte Gruppe bildeten die "Hörner" (Izimpondo), die gleichzeitig die Gegner mit einer Kreisbewegung umzingelten, um Flucht oder Rückzug zu verhindern. Die letzte Gruppe bildete die Reserve. Shaka selbst beobachtete die Schlachtordnung von einem erhöhten Ort aus und ließ Befehle an die Kämpfergruppen von Boten überbringen. Shakas Strategie im Einsatz dieser Taktiken war einfach: Seine ersten Angriffe zielten auf kleinere Horden und Clans, die leichte Opfer waren. Dann stellte er die Überlebenden vor die Wahl, zu seinen Streitkräften überzulaufen oder getötet zu werden. Diejenigen, die sich zum Übertritt entschlossen, mussten ihren alten Stammesbindungen entsagen. Sie wurden zu Zulus, erhielten eine Ausbildung in den neuen Kampftechniken und wurden in die Regimenter integriert. Versagen oder das Zeigen von Furcht waren Shaka verhasst und konnten mit dem Tode bestraft werden. Ebenso, wie siegreiche Regimenter bei der Heimkehr ausgezeichnet wurden, beispielsweise durch die Erlaubnis, zu heiraten, wurden Krieger, die negativ aufgefallen waren, bei der Rückkehr am Königskral aus den Reihen gezerrt und durch Schläge oder das Brechen des Genicks getötet. Shaka machte die afrikanische Kriegführung, die vorher stark ritualisiert und auf minimalen Verlust von Menschenleben ausgerichtet war, zu einem Instrument der Unterjochung durch brutales Gemetzel. Schätzungen sprechen von bis zu einer Million Opfern seiner Kriege. Auch ein halbes Jahrhundert nach Shakas Tod waren seine Taktiken noch bei den Zulus in Gebrauch, was seinen Ruf als einflussreichster afrikanischer Militärführer untermauert. Außerdem gilt er als Begründer des Gedankens einer Zulu-Nation. Obwohl Shaka bereits Kontakt mit Europäern vom Britischen Empire gehabt hatte, starb er, bevor es zu einer militärischen Auseinandersetzung mit den fremden Soldaten mit ihren Steinschlossgewehren kam. Er hatte den Briten sogar Land überschrieben, nachdem diese ihn 1824 nach einer Verwundung medizinisch versorgt hatten.

Heutige Bedeutung

Shaka ist noch heute eine der bekanntesten Figuren aus der afrikanischen Geschichte. Für die Zulu bleibt er ein Nationalheld: In jedem September feiern sie den "König Shaka-Tag", der mit einer Zeremonie am Denkmal nahe des Sterbeortes von Shaka in KwaDukuza begangen wird. In der Ideologie der Inkatha, der südafrikanischen Zulu-Partei, nimmt er als Gründer der Nation eine zentrale Rolle ein. 1986 entstand die erste von zwei Staffeln eine Fernsehserie namens "Shaka Zulu", die auf einem gleichnamigen Roman von Joshua Sinclair basierte, der seinerseits auf die mündlich überlieferte Geschichte der Zulu zurückgriff. Die Serie war umstritten, weil sie an südafrikanischen Schauplätzen gedreht worden war, während das damalige Apartheidregime noch weltweit boykottiert wurde. "Shaka Zulu" wurde in Deutschland vom ZDF ausgestrahlt. Der zweiteilige Spielfilm "Shaka Zulu - The Citadel" (deutsch: "Der Krieger - Shaka Zulu") mit David Hasselhoff, Grace Jones und Omar Sharif, eine Regiearbeit von Joshua Sinclair, erschien 2001 auf Video. Er ist nur locker an historische Fakten angelehnt und seine Handlung weitgehend frei erfunden.

Literatur


- Ernest Augustus Ritter: Shaka Zulu. New York 1955.
- Ian Knight: The Anatomy of the Zulu Army: From Shaka to Cetshwayo 1818-1879. Greenhill, London 1999. ISBN 1-85367-363-3 (engl.)
- Joshua Sinclair: Shaka Zulu (Der Roman zur Fernseh-Serie) ISBN 345313835X
- Dan Wylie: Savage Delight: White Myths of Shaka. Scottsville 2001. ISBN 0869809555

Weblinks


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Alfred Russel Wallace, född 8 januari 1823, död 7 november 1913, brittisk naturhistoriker. Oberoende av Charles Darwin hade Wallace utvecklat en teori om det naturliga urvalet, On the Tendency
Buster Keaton
Buster Keaton, Joseph Francis "Buster" Keaton, född 4 oktober 1895 i Piqua, Kansas, USA, död 1 februari 1966 i Woodland Hills
Soritesparadoxen
Soritesparadoxen, en logisk paradox anknuten till kvantitetsbegrepp.

Premisser

Ett sätt att formulera denna paradox är med följande premisser:
- Ett vetekorn utgör ingen hög.
- Om n vetekorn inte utgör en hög så utgör inte heller n+1 vetekorn en hög.
- En miljon vetekorn utgör en hög.

Motsägelsen

För att begreppet "en hög" ska vara relevant måste det finnas någon undre gräns för en högs storlek.
Sveriges litteratur
Svensk litteratur omfattar all litteratur som nedtecknats på det svenska språket, således även åländsk och finlandssvensk litteratur.

Historik

Den svenska litteraturens historia förebådas av runstenarna och är författad på urnordiska och senare språkvarianter. Texterna på runstenarna är emellertid ofta mycket kortfattade, med
Vasatiden
Vasatiden, den period i svensk historia då Vasaätten besatt Sveriges tron. Perioden började 1521 med Gustav Vasa, och slutade när drottning Kristina abdikerade 1654. Den brukar delas in i äldre (1521-1611) och yngre vasatiden (1611-1654).

Se även


- Äldre vasatiden
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Harpsunds Slott
Harpsund, herrgård belägen i Flens kommun, Södermanlands län, landskapet Södermanland. Godsets ägare testamenterade vid sin död 1952 detta till den svenska staten, för att det skulle bli statsministerns rekreations- och representa
Eskapologi
Eskapologi, konsten att, oftast i underhållningssyfte, bryta sig ut ur frihetsberövande anordningar som bojor, tvångströjor och låsta kistor. Eskapologen kan utnyttja illusionism och akrobatik. Den moderna eskapologin grundades av Harry Houdini. En känd nutida eskapolog är David Copperfield
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Eskapologi, konsten att, oftast i underhållningssyfte, bryta sig ut ur frihetsberövande anordningar som bojor, tvångströjor och låsta kistor. Eskapologen kan utnyttja illusionism och akrobatik. Den moderna eskapologin grundades av Harry Houdini. En känd nutida eskapolog är David Copperfield
Post
Se också prefixet post-. ---- Post är organiserade försändelser av brev och paket.

Se även


- E-post
- Frimärke
- Post- och telestyrelsen
- Posten
- Posthorn
- Milwaukee, USA. 1914 gör det växande företaget entré på jordbruksmaskinsidan. Genom åren blev Allis-Chalmers ansvariga för många uppfinningar och förbättringar av jordbruksutrustning och växte och kom att bli en av de största och mest diversifierade tillverkarna i Nordamerika. Men Allis-Chalmers föll 1985 offer för finansvärldens svängningar och sålde jordbruksdivisionen till det tyska företaget K-H-
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