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Abraham Ortelius

Abraham Ortelius

Abraham Ortelius (Ortels, Oertel, Orthellius, Wortels,
- 14. April 1527 in Antwerpen; † 1598 in Antwerpen) war ein niederländischer Geo- und Kartograf, der auch der "Ptolemäus des 16. Jahrhunderts" genannt wurde. Er studierte Griechisch, Latein und Mathematik in Antwerpen. Ortelius war zunächst Kartenverkäufer und Buchhändler, bildete sich aber zum Kartografen weiter. Im Jahr 1570 erschien seine erste Ausgabe vom Theatrum Orbis Terrarum, der vermutlich ersten Sammlung von Landkarten in Buchform. Diese wurde zwischen 1570 und 1612 in 42 Ausgaben und in 7 Sprachen veröffentlicht: Latein, deutsch, flämisch, französisch, spanisch, englisch und italienisch. Anders als seine Berufskollegen referenzierte er klar die Quellen seiner Karten. Ein weiteres beachtliches Werk stellt seine Ortnamensammlung Thesaurus Geographicus dar.

Weblinks


- Ortelius, Abraham Ortelius, Abraham Ortelius, Abraham Ortelius, Abraham Ortelius, Abraham Ortelius, Abraham

14. April

Der 14. April ist der 104. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 105. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 261 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 972 - Der römisch-deutsche Kaiser Otto II. heiratet in Rom die etwa 17jährige byzantinische Prinzessin Theophanu.
- 1191 - Der deutsche König Heinrich VI. erzwingt vom 85jährigen Papst Coelestin III. am zweiten Osterfeiertag in Rom die Kaiserkrönung.
- 1205 - In der Schlacht von Adrianopel unterliegt das Lateinische Kaiserreich den Bulgaren unter Kalojan.
- 1849 - Ungarn erklärt im Zuge der Märzrevolution von 1848/49 seine Unabhängigkeit von Österreich und ruft die Republik aus. Dies führt zum ungarischen Unabhängigkeitskrieg.
- 1860 - Der erste Pony-Express-Reiter erreicht Sacramento (Kalifornien).
- 1865 - Der US-Präsident Abraham Lincoln wird während einer Aufführung in Washington, D.C. von einem fanatischen Südstaatler beschossen. Einen Tag später erliegt er seinen Verletzungen.
- 1962 - Georges Pompidou wird Premierminister von Frankreich.
- 1964 - Im Montageraum, in dem der Orbiting Solar Observatory Satellit auf die Trägerrakete gesetzt wird, zündet durch einen technischen Defekt die dritte Raketenstufe. Es gibt 8 Verletzte und 3 Tote.
- 1986 - Die USA bombardieren Libyen als Vergeltung für die Finanzierung terroristischer Aktionen gegen amerikanische Staatsbürger.
- 1989 - Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan.
- 1997 - In Teheran versuchen radikale Studenten die deutsche Botschaft zu stürmen, nachdem im so genannten Berliner Mykonos-Prozess die iranische Staatsführung für die Ermordung von vier kurdischen Oppositionspolitikern verantwortlich gemacht worden ist.

Wirtschaft


- 1823 - In Wien wird die Donaudampfschifffahrtsgesellschaft ins Leben gerufen.
- 1803 - Die Banque de France in Paris erhält das Monopol für die Ausgabe von Banknoten.
- 1927 - Der erste Volvo verlässt das Werk auf der Insel Hisingen.

Wissenschaft und Technik


- 1958 - Sputnik II verglüht in der Erdatmosphäre.
- 1961 - Durch den Beschuss von Californium mit Bor-Kernen wird an der Berkeley-Universität in Kalifornien ein Übergangsmetall entdeckt, das später den Namen Lawrencium erhält.
- 1981 - Das Space Shuttle Columbia absolviert den ersten Flugtest.

Kultur


- 1783 - Das Schauspiel "Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing wird in Berlin uraufgeführt. 14. April
- 1806 - Uraufführung der Oper Die Sylphen von Friedrich Heinrich Himmel an der Hofoper in Berlin.
- 1883 - Die Oper "Lakmé" von Leo Delibes erlebt an der Pariser Opera-Comique Opera Comique ihre Uraufführung.
- 1905 - Uraufführung der komischen Oper Die Heirat wider Willen von Engelbert Humperdinck in Berlin.
- 1920 - Die Operette "Der letzte Walzer" von Oscar Straus wird am Berliner im Metropol-Theater in Berlin uraufgeführt.
- 1957 - Das Erstlingswerk des Regisseurs Sidney Lumet, "Die zwölf Geschworenen" mit Henry Fonda in der Hauptrolle, kommt in die Kinos.
- 1958 - Die Oper "Titus Feuerfuchs" von Heinrich Sutermeister wird in Basel uraufgeführt.
- 1994 - Die nach einem Brand im August des Vorjahres zu 80 % zerstörte Kapellbrücke in Luzern wird nach nur viermonatigem Wiederaufbau eingeweiht.

Religion


- 754 - Der Frankenkönig Pippin III. schafft mit der so genannte "Pippinschen Schenkung" an Papst Stephan II. die territoriale Basis für den Kirchenstaat und damit die weltliche Macht des Papstes.

Katastrophen


- 1903 - Ein Erdbeben unbekannter Stärke in der Türkei fordert ca. 1.700 Tote
- 1912 - Die Titanic kollidiert um 23:40 mit einem Eisberg.
- 1944 - Der u. a. mit Sprengstoff und Munition beladene britische Frachter Fort Stikene explodiert im Hafen von Bombay (Indien). Die Folgen sind 1500 Tote und Vermisste, 3000 Verletzte, die Zerstörung von 13 Schiffen und ein Gesamtschaden von ca. 1 Milliarde US-Dollar.
- 1988 - Bei einem Hagelunwetter im Distrikt Gopalganj, 100 km südlich der Hauptstadt von Bangladesh, Dhaka sterben 92 Menschen. Dabei fällt auch das mit 1,02 kg schwerste weltweit je gewogene Hagelkorn vom Himmel.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1929 - In Monaco findet das erste Automobilrennen und gleichzeitig erste Straßenrennen überhaupt statt.

Geboren


- 1527 - Abraham Ortelius, niederländischer Geo- und Kartograf
- 1578 - Philipp III. von Spanien,
- 1595 - Hempo von dem Knesebeck, altmärkischer Landeshauptmann
- 1629 - Christiaan Huygens, niederländischer Astronom, Mathematiker und Physiker
- 1689 - Ferdinand Zellbell (der Ältere), schwedischer Komponist
- 1741 - Momozono, 116. Kaiser von Japan
- 1745 - Denis Iwanowitsch Fonwisin, Russischer Satiriker und Komödiendichter
- 1769 - Barthélemy-Catherine Joubert, französischer General
- 1792 - Friedrich Bruckbräu, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 1797 - Adolphe Thiers, französischer Politiker und Historiker
- 1802 - Hermann Franck, deutscher Schriftsteller, Ästhetiker und Kritiker
- 1803 - Friedrich von Amerling, österreichischer Maler
- 1818 - Marie von Sachsen-Altenburg, die Ehefrau Georg V.
- 1827 - Augustus Henry Lane-Fox Pitt-Rivers, Archäologe
- 1831 - Gerhard Rohlfs (Afrikaforscher), deutscher Afrikareisender und Schriftsteller
- 1832 - Herbert Viktor Anton Pernice, Jurist
- 1857 - Sir Victor Alexander Haden Horsley, britischer Physiologe und Neurologe
- 1858 - Cella Thoma, Malerin und Ehefrau des Malers Hans Thoma
- 1862 - Pjotr Arkadjewitsch Stolypin, russischer Politiker
- 1864 - Heinz Tovote, deutscher Schriftsteller
- 1868 - Peter Behrens, deutscher Maler und Architekt
- 1882 - Moritz Schlick, Begründer des logischen Empirismus
- 1882 - Rudolf Watzl, österreichischer Ringer in der Leichtgewichtsklasse
- 1885 - Adolf Uzarski, deutscher Schriftsteller, Maler und Graphiker
- 1886 - Ernst Robert Curtius, deutscher Romanist
- 1889 - Arnold J. Toynbee, britischer Kulturtheoretiker
- 1889 - Efim Bogoljubow, ukrainisch-deutscher Schachgroßmeister
- 1889 - Karl Schworm, Autor und Heimatdichter
- 1891 - Bhimrao Ramji Ambedkar, indischer Politiker und Sozialreformer
- 1892 - Vere Gordon Childe, australischer Archäologe
- 1898 - Harold Stephen Black, Elektronikingenieur
- 1899 - Josef Oesterle, deutscher Politiker (CSU)
- 1901 - Antonie Straßmann, deutsche Schauspielerin und Sportfliegerin
- 1901 - Martin Kessel, deutscher Schriftsteller
- 1904 - John Gielgud, britischer Schauspieler
- 1904 - Sir John Gielgud, britischer Schauspieler
- 1905 - Georg Lammers, deutscher Leichtathlet und olympischer Medaillengewinner
- 1907 - François Duvalier, haitianischer Arzt, Politiker, Präsident und Diktator
- 1908 - Hermann Stahl, deutscher Schriftsteller
- 1908 - Kurt Ranke, Germanist und Volkskundler (Erzählforscher)
- 1912 - Robert Doisneau, französischer Fotograf
- 1914 - Pehr Edman, Schwedischer Biochemiker
- 1914 - Wilhelm Hahnemann, österreichischer und bundesdeutscher Fußballspieler
- 1919 - Karel Berman, tschechischer Opernsänger und Komponist
- 1919 - Raúl Francisco Primatesta, emeritierter Erzbischof von Cordoba und Kardinal
- 1921 - Paul Gerhard Schürer, Vorsitzender der Staatlichen Plankommission der DDR
- 1923 - Erich Auer, österreichischer Schauspieler
- 1923 - John Caldwell Holt, US-amerikanischer Autor und Pädagoge
- 1923 - Roberto Schopflocher, argentinischer Schriftsteller
- 1925 - Gene Ammons, US-amerikanischer Tenorsaxophonist
- 1925 - Rod Steiger, US-amerikanischer Schauspieler
- 1926 - Leopoldo Calvo-Sotelo Bustelo, spanischer Politiker und Ministerpräsident
- 1927 - Hans Helmut Dickow, deutscher Schauspieler
- 1929 - Bendjedid Chadli, algerischer Staatspräsident
- 1929 - Josef Ratzenböck, österreichischer Jurist und Politiker
- 1929 - Werner Lamberz, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR
- 1930 - Raymond Danon, französischer Filmproduzent
- 1933 - Buddy Knox, US-amerikanischer Sänger
- 1933 - Diane Schöler, erfolgreiche Tischtennisspielerin
- 1935 - Erich von Däniken, schweizerischer Hotelier und Schriftsteller
- 1935 - Loretta Lynn, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1936 - Ivan Dias, Erzbischof von Bombay und ein Kardinal
- 1936 - Kenneth Mars, US-amerikanischer Schauspieler
- 1940 - Agostino Vallini, Präfekt der Apostolischen Signatur
- 1941 - Julie Christie, indisch-britische Schauspielerin
- 1941 - Landolf Scherzer, deutscher Schriftsteller und Publizist
- 1941 - Pete Rose, US-amerikanischer Baseballspieler
- 1942 - Tony Burrows, britischer Songschreiber und Musikproduzent
- 1942 - Valeri Brumel, sowjetischer Leichtathlet (Hochsprung)
- 1944 - Hubert Raase, Präsident des Karlsruher SC
- 1945 - Uwe Beyer, deutscher Leichtathlet
- 1945 - Ritchie Blackmore, britischer Hardrock-Gitarrist ("Deep Purple")
- 1946 - Patrick Fairley, britischer Musiker
- 1948 - Larry Ferguson, britischer Musiker
- 1949 - John Shea, US-amerikanischer Schauspieler
- 1949 - June Millington, US-amerikanischer Sänger
- 1949 - Peter Bursch, deutscher Musiker und Autor
- 1949 - Sonja Kristina, britische Sängerin
- 1950 - Péter Esterházy, ungarischen Schriftsteller
- 1951 - Julian Lloyd Webber, britischer Musiker
- 1951 - Luitpold Prinz von Bayern, bayerischer Prinz
- 1952 - Hellmut Hattler, deutscher Musiker
- 1952 - Jerry Knight, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Katsuhiro Otomo, japanischer Comic-Zeichner, Drehbuchautor und Regisseur
- 1956 - Barbara Bonney, US-amerikanische Sopranistin
- 1957 - Michail Wassiljewitsch Pletnew, Russischer Pianist, Dirigent und Komponist
- 1961 - Robert Carlyle, Schottischer Schauspieler
- 1965 - Robert Balon, Schlesischer Eisenbahnwissenschaftler
- 1965 - Meta Merz, österreichische Schriftstellerin
- 1968 - Anthony Michael Hall, US-amerikanischer Schauspieler
- 1970 - Richard Sainct, französischer Motorradrennfahrer
- 1973 - Adrien Brody, US-amerikanischer Schauspieler
- 1974 - Da Brat, Rapper
- 1974 - Laura Tonke, deutsche Schauspielerin
- 1975 - Veronika Zemanova, tschechisches Model und Pornodarstellerin
- 1976 - Georgeta Damian, rumänische Ruderin
- 1976 - Françoise Mbango Etone - kamerunische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1977 - Sarah Michelle Gellar, US-amerikanische Schauspielerin
- 1982 - Deen, Sänger aus Bosnien und Herzegowina
- 1984 - Christian Braun, deutscher Geograph
- 1985 - Olena Kostewytsch, ukrainische Sportschützin

Gestorben

Olena Kostewytsch
- 1433 - Liduina die Dulderin, Patronin der Kranken
- 1684 - Johannes Olearius, evangelischer Theologe und Dozent
- 1711 - Ludwig von Frankreich, französischer Thronfolger, Sohn Ludwigs XIV.
- 1747 - Jean Frédéric Ostervald, schweizerischer reformierter Theologe
- 1759 - Georg Friedrich Händel, deutsch-britischer Komponist
- 1803 - Christoph Anton Graf Migazzi, katholischer Erzbischof und Kardinal
- 1807 - Jeremias Benjamin Richter, Chemiker
- 1840 - Christian Heinrich Delius, Archivar und Historiker
- 1843 - Joseph Lanner, österreichischer Komponist und Violinist
- 1897 - Émile Levassor, französischer Automobilpionier und Rennfahrer
- 1907 - Adolf Stern, deutscher Schriftsteller und Literaturhistoriker
- 1910 - Julius Kühn, Begründer des Universitätsstudiums der Agrarwissenschaften
- 1911 - Daniel Paul Schreber, Jurist und Autor
- 1913 - Carl Hagenbeck, Tierhändler und Zoodirektor
- 1917 - Ludwik Lejzer Zamenhof, Begründer der Plansprache Esperanto
- 1925 - John Singer Sargent, US-amerikanischer Maler
- 1930 - Wladimir Wladimirowitsch Majakowski, russischer Dichter
- 1935 - Emmy Noether, deutsche Mathematikerin
- 1945 - Albert Vögler, Manager, Deutscher Politiker
- 1950 - Ramana Maharshi, indischer Spiritueller und Yogi
- 1951 - Auguste Supper, deutsche Schriftstellerin
- 1951 - Ernest Bevin, britischer Politiker
- 1954 - Gilbert Rahm, deutscher Geistlicher
- 1957 - Kuni Tremel-Eggert, deutsche Schriftstellerin
- 1963 - Arthur Jonath, deutscher Leichtathlet, olympischer Medaillengewinner
- 1963 - Gustav Regler, Schriftsteller
- 1964 - Hans Kayser, deutscher Komponist und Musiktheoretiker
- 1964 - Rachel Carson, US-amerikanische Zoologin und Biologin
- 1966 - George Andrew Lundberg, Soziologe
- 1973 - Karl Kerényi, klassischer Philologe und Religionswissenschaftler
- 1975 - Frederic March, US-amerikanischer Schauspieler
- 1976 - Harry Nyquist, US-amerikanischer Physiker
- 1978 - Hermann Etzel, deutscher Politiker
- 1978 - Sophia Lyon Fahs, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1979 - Alfred Loritz, deutscher Politiker
- 1980 - Gianni Rodari, italienischer Schriftsteller
- 1986 - Simone de Beauvoir, französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin
- 1987 - Karl Höller, deutscher Komponist
- 1990 - Martin Kessel, Schriftsteller
- 1994 - Bernt Engelmann, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1995 - Burl Ives, Sänger und Schauspieler
- 1999 - Anthony Newley, britischer Sänger und Schauspieler
- 2000 - Phil Katz, Erfinder der ZIP-Kompression
- 2001 - Hiroshi Teshigahara, japanischer Filmregisseur
- 2003 - Gerda Gmelin, deutsche Theaterschauspielerin
- 2004 - Gerhard Schulz, deutscher Historiker
- 2005 - Bernard Schultze, deutscher Maler
- 2005 - Benny Bailey, US-amerikanischer Trompeter

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Lidwina die Dulderin (katholisch)
  - Hl. Martin I., Papst, Märtyrer (orthodox)
  - Hl. Tiburtius von Rom (katholisch) - siehe Tiburtiustag

Siehe auch


- 13. April - 15. April
- 14. März - 14. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0414 ja:4月14日 ko:4월 14일 simple:April 14 th:14 เมษายน

1527

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 24. Februar: Annahme des Schleitheimer Bekenntnisses durch die Mennoniten
- 6. Mai: Sacco di Roma (Plünderung Roms durch die Söldnertruppen Karls V.), Ende der italienischen Renaissance
- 1. Juli: Gründung der Philipps-Universität Marburg
- Guatemala. Die spätere Stadt Antigua Guatemala wird gegründet
- Der Spanier Juan Gaetano soll als erster Europäer auf Hawaii gelandet sein
- September: Eroberung Roms durch kaiserliche Truppen von Karl V., Flucht von Papst Klemens VII. in die Engelsburg

Geboren


- 29. März: Zaccaria Dolfin, Kardinal († 1583)
- 14. April: Abraham Ortelius, niederländischer Geo- und Kartograph († 1598)
- 21. Mai: Philipp II., spanischer König († 1598)
- 31. Mai: Agnes von Hessen, Kurfürstin von Hessen († 1555)
- 13. Juli: John Dee, britischer Philosoph, Mathematiker, Astrologe und Alchemist († 1608)
- 31. Juli: Maximilian II. (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches 1564–1576 († 1576)
- 16. Oktober: Johann Hermann, Mediziner († 1605)
- 18. Oktober: Luca Cambiaso, italienischer Maler († 1585)
- Barbara Blomberg, Geliebte Karl V. und Mutter von Don Juan de Austria († 1588)

Gestorben


- 5. Januar: Felix Manz in Zürich, Märtyrer der Täuferbewegung, durch Ertränken hingerichtet (
- um 1498)
- 21. Januar: Jakob van Hoogstraten, Inquisitor (
- um 1460)
- 6. Mai: Charles de Bourbon-Montpensier, französischer Heerführer (
- 1490)
- 20. Mai: Hans Hergot, deutscher Buchdrucker, Buchhändler und protestantischer Autor (
- 15. Jh.)
- 21. Mai: Michael Sattler, gehörte zur ersten Täufergeneration (
- um 1495)
- 9. Juni: Heinrich Finck, deutscher Kapellmeister und Komponist (
- 1444/1445)
- 22. Juni: Niccolò Machiavelli, italienischer Politiker, Geschichtsschreiber und Dichter (
- 1469)
- 28. Juli: Rodrigo de Bastidas, spanischer Eroberer (
- vermutlich 1460)
- 8. November: Hieronymus Emser, Theologe und Gegenspieler Luthers (
- 1478) ko:1527년 simple:1527

Antwerpen

Antwerpen (franz. Anvers - engl. Antwerp) ist die wichtigste Hafenstadt in Belgien und Hauptstadt der Provinz Antwerpen. Der Ort ist die größte Stadtgemeinde des Landes mit 457.749 Einwohnern (1. Januar 2005) und hat somit mehr Einwohner als die Gemeinde Brüssel. Die Einwohnerzahl der Agglomeration Antwerpen liegt aber mit 949.000 Einwohnern geringfügig unter der für Brüssel genannten Einwohnerzahl. Brüssel Brüssel Brüssel

Geographische Lage

Antwerpen liegt am Fluß Schelde, 88 km vor ihrer Mündung in die Nordsee.

Kultur

Kunst und Lebenskunst

Die Stadt hat viele bekannte Künstler hervorgebracht, darunter die Maler Rubens, van Dyck, Jacob Jordaens, Jan Bruegel und den sehr bedeutenden Buchdrucker und Verleger Christoph Plantin (17. Jahrhundert), dessen Haus jetzt ein interessantes Museum ist. In Antwerpen befinden sich zahlreiche kulturelle Einrichtungen, etwa die Oper oder das Rubensmuseum. Antwerpen ist für seine Lebenskunst bekannt. Durch seine historische Hafenlage entwickelte sich eine außerordentliche metropolische Vielseitigkeit der Gastronomie mit internationalen Einflüssen. Besonders im Viertel Zuid findet man Kultur auf engstem Raum konzentriert. Dieses Ambiente hat dafür gesorgt, dass sich hier inzwischen eine reiche, talentierte Modekultur entwickelt hat, deren Mittelpunkt die Modeabteilung der Königlichen Akademie der Schönen Künste, um die sich neben vielen Schriftstellern und Künstlern auch viele gemütliche Bars angesiedelt haben, bildet. Das Paradepferd der Art Deco ist zweifelslos das Viertel Zurenborg.

Religion

In Antwerpen befindet sich eine der größten jüdischen Gemeinden Europas. Orthodoxe Juden, von denen mehrere im Diamanthandel tätig sind, beherrschen in einigen Vierteln das Stadtbild. Die Stadt ist katholischer Bischofssitz.

Wirtschaft, Bildung und Verkehr

Diamanten

Traditionell gilt die Stadt als wichtigster Diamantenhandelsplatz der Welt. Neben vier Diamantenbörsen gibt es etwa 1500 Diamantenfirmen und ein Diamantenmuseum.

Wissenschaft

Antwerpen war eine dreifache Universitätsstadt (heute sind alle drei zusammengefügt) und Sitz mehrerer wissenschaftlicher Institute (z. B. Institut für Tropenmedizin).

Hafen

Der Containerhafen der Stadt ist einer der größten der Welt und der drittgrößte Europas nach Rotterdam und Hamburg. Über den Albert-Kanal besteht eine Verbindung zum Binnenhafen von Lüttich.

Söhne und Töchter der Stadt


- Abraham Janssens, niederländischer Maler
- Hendrik van Balen d. Ä., niederländischer Maler flämischer Herkunft
- Jacob Barbireau, belgischer Komponist
- Pieter Bast, niederländischer Zeichner, Kupferstecher und Kartograf
- Maria Belpaire, belgische Schriftstellerin
- Jan Frans van Bloemen, Flämischer Landschaftsmaler
- Peter van Bloemen, Flämischer Maler
- Daniel Bomberg, wurde berühmt durch seine Offizin in Venedig
- Paul Bril, niederländischer Maler
- Karel De Schrijver, belgischer Komponist und Professor
- Martin Anton Delrio, Jesuit und Hexentheoretiker
- Angèle Durand, belgische Sängerin und Schauspielerin
- Anthonis van Dyck, flämischer Maler
- Willem Elsschot, niederländischsprachiger Schriftsteller aus Belgien
- Jacob van Es, flämischer Maler
- Ernest van der Eyken, belgischer Komponist und Dirigent
- Georges Follman, belgischer Komponist und Dirigent
- Jacqueline Fontyn, belgische Komponistin und Professorin
- Jan Fyt, belgischer Maler
- Cornelius Galle d. J., niederländischen Kupferstecher
- Cornelius Galle d. Ä., niederländischen Kupferstecher
- Jef Geeraerts, belgischer Krimi-Schriftsteller
- Jan Gruter, Schriftsteller und Polyhistor
- Frans Hals, niederländischer Maler
- Jos van Immerseel, belgischer Cembalist
- Jacob Jordaens, flämischer Maler
- Benjamin Katz, belgischer Fotograf
- Willem Kersters, belgischer Komponist und Professor
- George Koltanowski, belgischer Schachspieler
- Jef Maes, belgischer Komponist und Professor
- Paul de Man, ein aus Belgien stammender Literaturtheoretiker, Literaturkritiker und Philosoph
- Louis Marischal, belgischer Komponist und Musiker
- Eugeen Van Mieghem, Maler
- Joos de Momper, niederländischer Maler
- Abraham Ortelius, niederländischer Geograf und Kartograf
- Johannes Adolph Overbeck, deutscher Archäologe
- Artus Quellinus I., niederländischer Bildhauer
- Cyprian de Rore, niederländischer Komponist
- Frans Snyders, flämischer Maler
- Antoine Tassaert, flämischer Bildhauer
- Guy Thys, belgischer Fußballtrainer
- Jan van den Hoecke, niederländischer Maler
- Henry van de Velde, belgischer Architekt und Designer
- Hans Witdoeck, niederländischer Kupferstecher

Sonstiges

Den Eisenbahngüterverkehr des Hafens mit dem weit über Belgien hinausreichenden Hinterland vermittelt der Rangierbahnhof Antwerpen-Noord, einer der größten in Europa. Ferner befinden sich in Antwerpen verschiedene Industriezweige, u. a. Fahrzeugbau und Erdölindustrie. Der Kennedy-Autobahntunnel verbindet die beiden Scheldeufer miteinander, außerdem hat Antwerpen eine U-Bahn.

Geschichte

U-Bahn Antwerpen wurde 726 das erste Mal erwähnt. Ende des 11. Jahrhunderts kam Antwerpen zu Brabant. Die Stadt erhielt 1291 die Stadtrechte. 1315 wurde sie Hansestadt. Antwerpen fiel 1430 an Burgund, 1477 an Habsburg. Im 16. Jahrhundert war die Stadt reichste Handelsstadt Europas. Durch die darauffolgenden Konflikte zwischen Habsburg und den Niederlanden folgte jedoch der Niedergang. Seit 1863 erlebte Antwerpen einen erneuten Aufschwung als belgischer Hafen. 1920 war Antwerpen Austragungsort der Olympischen Sommerspiele.

Sehenswürdigkeiten


- Grote Markt (Marktplatz)
- Cogels-Osylei (Prachtstraße)
- Centraal Station (Bahnhof)
- Judenviertel
- Onze Lieve Vrouwekathedraal (Liebfrauenkathedrale)
- Steen (alte Burg, heute ein Schiffahrtsmuseum)
- Vogelmarkt
- Rubenshaus (Wappervaart)
- Brabobrunnen
- Diamantenmuseum

Weblinks


- [http://www.antwerpen.be/ Netzpräsenz der Stadt Antwerpen]
- [http://www.dekathedraal.be/ Onze Lieve Vrouwekathedraal (Liebfrauenkathedrale)] Kategorie:Ort der Provinz Antwerpen ! Kategorie:Ort mit Seehafen ja:アントワープ

1598

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Am 2. Mai wird von Frankreich und Spanien der Friede von Vervins geschlossen
- Philipp II. von Spanien (1556–1598) und Portugal (1581–1598) stirbt 71jährig, sein Sohn Philipp III. folgt ihm nach
- Der Admiral van Warwick nimmt im Indischen Ozean eine Insel für die Niederlande in Besitz und benennt sie Mauritius
- Der franzöische König Heinrich IV. unterzeichnet am 13. April das Edikt von Nantes

Geboren


- 26. März: Johann Truchseß von Waldburg-Zeil, Abt auf der Reichenau und Domherr in Köln († 1644)
- 11. April: Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar, deutscher Herzog († 1662)
- 17. April: Giovanni Riccioli, italienischer Astronom († 1671)
- 23. April: Maarten H. Tromp, niederländischer Admiral
- 23. September: Eleonora Gonzaga, jüngste Tochter von Vincenzo I. Gonzaga, Herzog von Mantua († 1655)
- 31. Oktober: Franz Albert von Sachsen-Lauenburg, bedeutender Feldherr im Dreißigjährigen Krieg († 1642)
- 7. Dezember: Gian Lorenzo Bernini, italienischer Bildhauer und Baumeister († 1680)
- Vincent Voiture, französischer Dichter und Schriftsteller († 1648)

Gestorben


- 6. Januar: Fjodor I., war Zar von Russland von 1584 bis 1598 (
- 1557)
- 8. Januar: Johann Georg, war von 1571 bis zu seinem Tode Kurfürst von Brandenburg (
- 1525)
- 27. Februar: Friedrich Dedekind, deutscher Schriftsteller und Theologe (
- 1525)
- 8. April: Ludwig Helmbold, lutherischer Kirchenliederdichter (
- 1532)
- 31. Juli: Petrus Albinus, Professor in Wittenberg und Begründer der sächsischen Geschichtsschreibung
- 13. September: Philipp II., König von Spanien, Sohn von Karl V. (
- 1527)
- 18. September: Toyotomi Hideyoshi, japanischer Feldherr und Politiker (
- 1537)
- 15. Dezember: Philips van Marnix, niederländischer Schriftsteller und Politiker (
- 1540) ko:1598년 simple:1598

Geograf

Geograf bzw. Geograph ist #ein Gelehrter auf dem Gebiet der Geografie bzw. mindestens einer ihrer verwandeten Teilwissenschaften #in der Bundesrepublik Deutschland: akademischer Beruf mit mindestens acht Semester Hochschulstudium #ein CAD-Programm das hauptsächlich für die Vermessungstechnik entwickelt wurde: Geograf (CAD) Im Wikipedia verzeichnete Geografen (Auswahl)
- Johannes Vermeer, der "Künstler-Geograf"
- Ptolemäus, Hauptvertreter des geozentrischen Weltbilds
- Johann Günther Friedrich Cannabich
- Pytheas
- Johann Georg August Galletti
- Eratosthenes, er prägte den Begriff der Geografie, Schöpfer des Gradnetzes
- Strabon, hinterließ umfangreiche Weltbeschreibung aus dem 1. Jahrhundert
- Johann Christoph Friedrich Guts Muths
- Johann Friedrich Endersch
- Alexander von Humboldt, Begründer der physischen Geografie
- Alfred Wegener, Hauptverfechter der Plattentektonik
- Johann Heinrich Ludwig Meierotto, Pädagoge und Rektor des Joachimsthalschen Gymnasiums
- Perito Moreno, Mitbegründer der Sociedad Científica Argentina
- Walter Christaller, Entwickler des Systems der Zentralen Orte
- Alfred Philippson

Ptolemäus

Ptolemäus (gr. Klaudios Ptolemaios, lat. Claudius Ptolomaeus) (
- 87 in Ptolemais Hermii, Ägypten, † 150 in Alexandria, Ägypten), war ein griechischer Mathematiker, Geograf und Astronom. Ptolemäus wirkte wahrscheinlich in Alexandria (Ägypten). Ptolemäus schrieb die Mathematike Syntaxis (mathematische Zusammenstellung), später Megiste Syntaxis (große Zusammenstellung), heute Almagest genannte Abhandlung zur Mathematik und Astronomie in 13 Bänden. Sie war durch das Mittelalter ein Standardwerk der Astronomie und enthielt neben einem ausführlichen Sternenkatalog eine Verfeinerung des von Hipparchos von Nicäa vorgeschlagenen geozentrischen Weltbildes, das später nach ihm »Ptolemäisches Weltbild« genannt wurde. Damit verwarf er das von Aristarchos von Samos und Seleukos von Seleukia vertretene heliozentrische Weltbild, welches erst 1300 Jahre später durch Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler und Galileo Galilei wieder anerkannt werden sollte.

Ptolemäisches Weltbild

Nach Ptolemäus befindet sich die Erde fest im Mittelpunkt des Weltalls. Alle anderen Himmelskörper (Mond, Sonne, Planeten, Sterne) bewegen sich auf als vollkommen angesehenen Kreisbahnen um diesen Mittelpunkt. Um astronomische Beobachtungen mit diesem System in Einklang zu bringen, war es allerdings notwendig, alle Himmelskörper auf ihren Bahnen weitere Kreise um diese Bahn ziehen zu lassen (so genannte Epizykel, siehe Epizykeltheorie), und teilweise auch wieder Bahnen um diese Bahnen. Durch den Einsatz von etwa 80 solcher Bahnen konnte Ptolemäus die Beobachtungen in Einklang mit seinem Modell bringen. Das ptolemäische Weltbild war in der Genauigkeit seiner Bahnvorhersage auch dem heliozentrischen Weltbild des Nikolaus Kopernikus überlegen, welches (fälschlicherweise) annahm, dass die Planeten die Sonne auf Kreisbahnen umliefen. Erst Keplers Entdeckung, dass die Planeten auf Ellipsen um die Sonne laufen, führte zu einem genaueren Modell und letztendlich zur Annahme eines kopernikanischen Weltbildes. Diese Berechnungsmethoden waren äußerst präzise (lange Zeit auch präziser als die Keplerschen) und in ihrer Grundidee als Berechnungsmethode auch richtig, nicht allerdings in ihrer philosophischen Deutung, dass sich alles um die Erde als Mittelpunkt dreht. kopernikanischen Weltbildes Der Durchbruch und Erfolg der Keplerschen Berechnungen lag dabei weniger daran, dass die Sonne und nicht mehr die Erde im Mittelpunkt der Bewegungen stand, sondern in der Tatsache, dass Kepler Ellipsenbahnen und keine Kreisbahnen mehr verwendete, was zu einer größeren Übereinstimmung mit den real von Tycho Brahe und später Galilei gemessenen Planetendaten führte.

Weitere Arbeiten

Weiterhin verfasste Ptolemäus die Geographia (Geographike Hyphegesis, Explicatio geographica, geografische Anleitung), in er die bekannte Welt und ihre Bewohner aufzeichnete. Außerdem legt er darin seine Hypothese vom unbekannten Südkontinent Terra Australis dar. Ptolemäus war bekannt, dass die Erde eine Kugel war, und benutzte für seine Karten eine Projektion der Kugelfläche in die Ebene. Allerdings nutzte er Informationen aus zweiter Hand oder Legenden, sodass seine Darstellungen, insbesondere der behandelten Völker, oft ungenau oder sogar irreführend sind. Er befaßte sich auch mit den Berechnungen des Erdumfangs von Eratosthenes und Poseidonios. Dabei übernahm er die falschen Ergebnisse des Letzteren, die dann in die allgemein bekannte Literatur übergingen und später auf einen Erdumfang von ca. 17.000 Seemeilen (30.000 km) schließen ließen. Zur Musiktheorie schrieb Ptolemäus die aus drei Büchern bestehende Harmonik, die weitgehend auf den Zahlenbeziehungen der Pythagoräer basierte. Seine Optik befasst sich mit den Eigenschaften des Lichtes. Er behandelt experimentell und mathematisch unter anderem die Reflexion, Brechung und Farben. Daneben werden Optische Täuschungen erwähnt. Eine philosophische Abhandlung peri kriteriou kai gemonikou (lat. de iudicandi facultate et animi principatu, Von der Wahrheit und Motiven der Menschen) vertritt er eine Mischung aus neoplatonischen und stoischen Anschauungen. Ptolemäus schrieb ein dreibändiges Grundlagenwerk der Astrologie, als Tetrabiblos bekannt und über lange Zeit die "Astrologenbibel" schlechthin. In neuerer Zeit hat das Ansehen des Ptolemäus jedoch großen Schaden gelitten. Schon Tycho Brahe sprach um 1600 von „Betrug“. 1817 warf ihm der französische Astronom und Mathematiker Jean-Baptiste Joseph Delambre gefälschte und fingierte Beobachtungen, vorgefaßte Meinungen, Lügen und Plagiat vor. Dies wurde 1977 und nochmals 1985 durch den englischen Astronomen R. R. Newton in vollem Umfang wiederholt. So sollen laut Newton fast alle von Ptolemäus angeblich selbst gemachten Beobachtungen fiktiv oder von Hipparchos übernommen sein, dessen Längenangaben nur 2°40', der Wert der aufgelaufenen Präzession, hinzugefügt wurden (korrekt wären 3°40’ gewesen). Diesem vernichtenden Urteil über Ptolemäus hat sich B. L. van der Waerden in seinem 1988 erschienenen Buch »Die Astronomie der Griechen« angeschlossen. (Von [http://www.astro.uni-bonn.de www.astro.uni-bonn.de]) Andererseits präsentierte bereits 1796 Pierre Simon Laplace eine simple Erklärung: die Differenz von einem Bogengrad lasse sich durch einen gleich großen Fehler in der damaligen Theorie der Sonnenbewegung begründen. Bradley E. Schaefer kam 2002 zu dem Schluss, eine beträchtliche Anzahl der von Ptolemäus genannten Beobachtungsdaten habe dieser (bzw. seine Assistenten) selbst gewonnen. Er habe jedoch dann, wenn fremde, ältere Daten besser zu seinem Modell passten als seine eigenen, jene - ohne ausdrückliche Quellenangabe (!) - übernommen. Diese Vorgehensweise war zu einer Zeit, in der man an wissenschaftliche Arbeiten noch nicht die heute üblichen Maßstäbe anlegte, durchaus üblich. Siehe auch: Geozentrisches Weltbild

Weblinks


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- [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Gazetteer/Periods/Roman/_Texts/Ptolemy/home.html Englische Übersetzung der Geografie des Ptolemäus (unvollständig)]
- [http://wwwuser.gwdg.de/~fhasele/ptolemaeus/index.html Klaudios Ptolemaios als Geograph] Ptolemäus Ptolemäus Ptolemäus Kategorie:Geboren 87 Kategorie:Gestorben 150 ja:クラウディオス・プトレマイオス ko:클라우디오스 프톨레마이오스 th:ทอเลมี

16. Jahrhundert

Das 16. Jahrhundert begann am 1. Januar 1501 und endete am 31. Dezember 1600. Mit der Reformation Luther im Jahre 1517 endete das Spätmittelalter in Europa, und es begann damit die Epoche der frühen Neuzeit.

Ereignisse/Entwicklungen


- Weitergehende Reformation der Kirche
- König Heinrich VIII. (England) bricht mit der katholischen Kirche (1533)
- Religionskrieg zwischen Katholiken und Hugenotten in Frankreich
- Die Zeit der großen europäischen Hexenverfolgung beginnt gegen Ende des Jahrhunderts
- Erste Erdumseglung von Ferdinand Magellans Expedition.
- Die Türken schlagen Ungarn (Schlacht bei Mohács, 1526) und belagern Wien (Erste Wiener Türkenbelagerung, 1529)
- Kopernikus veröffentlicht seine Theorie vom heliozentrischen Weltbild (1543)
- Der Gregorianische Kalender wird in vielen katholischen Ländern eingeführt (1582)
- Die britische Flotte unter Sir Francis Drake schlägt die spanische Armada vernichtend (1588)

Persönlichkeiten


- Martin Luther, religiöser Reformator
- Michelangelo Buonarotti, Maler und Bildhauer
- Thomas More, englischer Politiker und Schriftsteller
- Miguel de Cervantes, spanischer Schriftsteller
- Elizabeth I., englische Königin
- Philip II., spanischer König
- Nostradamus, Arzt, wurde berühmt für seine Prophezeiungen
- Nikolaus Kopernikus, Astronom
- Mary Queen of Scots, Königin Schottlands und Mutter James I of England and VI of Scotland
- William Shakespeare, englischer Dichter und Dramatiker

Erfindungen und Entdeckungen


- Erfindung des Spinnrads. 01-16 ! ja:16世紀 ko:16세기

Griechische Sprache

Griechisch (griechisch ελληνικά) ist eine indogermanische Sprache, die einen eigenen Zweig dieser Sprachfamilie darstellt. Eine nähere Verwandtschaft scheint nur zur antiken makedonischen Sprache bestanden zu haben. Griechisch wird von ca. 16 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen ca. 10,5 Millionen in Griechenland leben, wo es Amtssprache ist. Die anderen Muttersprachler sind auf 35 andere Staaten verteilt. Auf Zypern ist Griechisch ebenfalls Amtssprache, offiziell neben dem Türkischen. Außerdem ist in einigen südalbanischen und süditalienischen Gemeinden, in denen Angehörige der griechischen Minderheit leben, das Griechische als lokale Amts- und Schulsprache zugelassen. Siehe: Griko in Italien Eine Vielzahl von altgriechischen Wörtern werden darüber hinaus auch in diversen Fachsprachen verwendet und haben Eingang in viele moderne Sprachen gefunden. Die Sprachcodes nach ISO 639 für Neugriechisch (ab 1453) sind el bzw. ell oder gre und für Altgriechisch (bis 1453) grc.

Geschichte

1453 Die ältesten schriftlichen Zeugnisse der Sprache sind in Linearschrift B geschrieben. Sie begegnen ab dem 14. Jahrhundert v. Chr. - also in mykenischer Zeit - als sehr kurze Texte auf Transportamphoren, wo sie den Inhalt bezeichnen. Längere Texte auf zahlreichen Tontäfelchen, ebenfalls rein praktischer Natur, wurden in den Archiven einiger mykenischer Paläste gefunden. Sie stammen aus dem Beginn des 12. Jahrhundert v. Chr.. Nach Zerstörung der meisten bisher bekannten mykenischen Paläste im 12. Jh. ging die Linearschrift B und damit die Schriftlichkeit der ägäischen Welt nach herrschender Meinung verloren. Zumindest gibt es bisher keine Schriftfunde aus der Zeit der dunklen Jahrhunderte. Gegen Ende der dunklen Jahrhunderte, vermutlich um 800 v.Chr., übernehmen die Griechen das phönizische Schriftsystem, das sie im Grunde auch heute noch benutzen. Eines der bekanntesten frühen Beispiele der neuen alphabetischen Schrift zeigt der sog. Nestor-Becher. In klassischer Zeit ist eine Vielzahl von Dialekten feststellbar, zu den wichtigsten zählen das (noch heute in den Schulen als Altgriechisch gelehrte) Attische, das Ionische, das Dorisch-Nordwestgriechische, das Aeolische und das Arkadisch-Kyprische. Die am Anfang der schriftlichen Überlieferung stehenden homerischen Epen, die Ilias und die Odyssee, sind zum Beispiel in einer künstlerischen Sprachform verfasst, die Worte aus verschiedenen Dialekten benutzte, oft nach den Anforderungen des Metrums, im ganzen jedoch Ionisch mit äolischer Prägung ist. Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Vormachtstellung Athens im 5. Jahrhundert v. Chr. machte den dort gesprochenen attischen Dialekt zur Grundlage einer überregionalen Gemeinsprache (Koiné, griechisch κοινή, die Gemeinsame oder Allgemeine), die durch die Eroberungen Alexanders des Großen im 4. Jahrhundert v. Chr. zur Weltsprache und lingua franca aufstieg. Auch im Römischen Reich blieb Griechisch neben Latein Amtssprache, dies auch aufgrund der kulturellen Abhängigkeit der Römer von den Griechen. In der Osthälfte des Reiches war Griechisch bereits seit dem Hellenismus die dominierende Sprache. Der Einfluss fremder Sprachen und der fortbestehenden Dialekte führte immer wieder, insbesondere im 2. Jahrhundert, zu Bemühungen um eine Reinigung der griechischen Sprache unter Rückgriff auf das klassische Attisch. Eine solche bereinigte Form des Altgriechischen wurde nach der Teilung des Römischen Reiches (395) zur Amts- und Literatursprache des oströmischen Reiches, das nach der Abschaffung der lateinischen Amtssprache um 630 endgültig vom römischen zum byzantinischen Reich wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt versiegt die Produktion literarischer Werke auf Altgriechisch; die Sprache des byzantinischen Reiches weist da schon deutliche Unterschiede in Grammatik und Aussprache auf. Nach der arabischen Eroberung Syriens und Ägyptens blieb Griechisch dort zunächst noch für einige Jahrzehnte Amtssprache, bevor es diese Funktion ab etwa 700 an das Arabische verliert. Während der Besetzung Griechenlands durch das osmanische Reich war der Unterricht in griechischer Sprache offiziell verboten. Jedoch lebte sie im Alltag der Griechen (und vielfach von Priestern heimlich gelehrt) fort, veränderte sich aber aufgrund geringer Schriftkenntnis und mangelnder Gelehrsamkeit relativ stark. Nach der modernen Staatsgründung wurde die so genannte Katharévousa (griechisch καθαρεύουσα, Reinsprache; die Grundlagen wurden von Korais geschaffen) offizielle Unterrichts- und Amtssprache, eine „künstlich“ geschaffene Standardsprache, die den Wortschatz der am klassischen Attisch orientierten Koiné abermals künstlich konservierte, jedoch innerhalb weitgehend neugriechisch geprägter Aussprache- und Grammatikstrukturen. Erst 1976 wurde die Volkssprache (Dimotikí, griechisch δημοτική) endgültig zur Sprache der staatlichen Verwaltung und der Wissenschaft; allerdings sind viele Katharévousa-Worte im Laufe der Zeit wieder in die Dimotikí zurück übernommen worden. Im Verlauf der Jahrtausende hat sich die griechische Sprache vielfach in der Aussprache geändert, die Orthographie blieb jedoch dank vielerlei Bemühungen um eine Reinhaltung der Sprache weitgehend konstant. Die in hellenistischer Zeit in die griechische Schriftsprache eingeführten Akzente und Symbole für Hauchlaute wurden noch bis vor kurzem verwendet. Durch Erlass Nr. 297 des griechischen Präsidenten vom 29. April 1982 wurden der Akzent Gravis, der Akzent Zirkumflex sowie die Hauchzeichen Spiritus asper und Spiritus lenis abgeschafft. Es gibt seitdem in der griechischen Schriftsprache nur noch den Akzent Akut, der die betonte Silbe anzeigt. Die griechische Sprache und Schrift hatte auf die Entwicklung Europas immensen Einfluss: Sowohl das lateinische als auch das kyrillische Alphabet wurde auf der Basis des griechischen Alphabets entwickelt. Die Rückbesinnung auf das im Westen fast vergessene Griechisch, ausgelöst unter anderem durch die Flucht vieler Byzantiner in den Westen nach dem Fall Konstantinopels 1453, war eine der Hauptquellen der Renaissance und des Humanismus (siehe hierzu auch: Philhellenismus). Noch heute werden wissenschaftliche Fachbegriffe gerne unter Rückgriff auf griechische (und lateinische) Wörter geprägt. Das Neue Testament wurde ursprünglich in hellenistischem Griechisch geschrieben und das erste Mal von Erasmus von Rotterdam gedruckt.

Grammatik

Altgriechisch

Die ersten Grammatiken des Abendlandes wurden zu hellenistischer Zeit in der philologischen Schule von Alexandria abgefasst. Aristarch von Samotrake schrieb eine tékhne grammatiké des Griechischen. Die vermutlich erste autonome grammatische Schrift ist die tékhne grammatiké des Dionysios Thrax (2. Jh. v.Ch.), welche die Phonologie und Morphologie einschließlich der Wortarten umfasst. Die Syntax ist Gegenstand eines sehr systematischen Werks des zweiten bedeutenden griechischen Grammatikers, des Apollonios Dyskolos (2. Jh. n.Ch.). Angeblich im Jahre 169/8 "importierten" die Römer die griechische Grammatik und adaptierten sie. Die Grammatik des Altgriechischen ist auf den ersten Blick recht ähnlich zum Lateinischen, was Partizipialkonstruktionen und sonstige grammatische Phänomene (AcI etc.) anbelangt, so dass Lateinkenntnisse beim Erlernen des Altgriechischen sehr hilfreich sind – und umgekehrt. Gutes Verständnis der deutschen Grammatik hilft allerdings auch; in vielen Fällen ist das Altgriechische dem Deutschen strukturell ähnlicher als dem Lateinischen, beispielsweise sind die bestimmten Artikel im Griechischen vorhanden, während sie im Lateinischen fehlen. Es gibt auch Fälle, in denen die Ähnlichkeit mit dem Lateinischen eher oberflächlicher Art ist und mehr Verwirrung stiftet als hilft – beispielsweise werden die Zeitformen der Verben im Griechischen oft anders verwendet als im Lateinischen. Im Westen und auch in diesem Artikel werden gewöhnlich lateinische Begriffe (wie Substantiv, Dativ, Aktiv, Person … ) zur Bezeichnung von altgriechischen grammatischen und semantischen Kategorien verwendet, die direkte Übersetzungen der griechischen Definitionen darstellen. In Griechenland werden dagegen bis heute die griechischen Originalbegriffe aus der tékhne grammatiké des Dionysios Thrax verwendet.

Nominale Wörter

Hierzu zählen die Wortarten Substantiv, Adjektiv und Pronomen, die alle dekliniert werden. Auch Partizipien, Verbaladjektive und Infinitive werden dekliniert, sie gelten aber als Zwischenformen (sogenannte Nominalformen des Verbs). Hinsichtlich der Deklination ist folgendes zu benennen:
Numeri

- Singular
- Plural
- Dual (als Schwundform)
Genera

- (allgemeine) Regeln:
  - Maskulinum: bei Bezeichnungen für männliche Wesen, Winde, Flüsse und Monate
  - Femininum: bei Bezeichnungen für weibliche Wesen, Länder, Inseln und Städte
  - Neutrum: dient unter anderem zur Verkleinerung oder Verächtlichmachung von Wörtern männlichen und weiblichen Geschlechts.
- Für den sonstigen Gebrauch lassen sich keine eindeutigen Regeln aufstellen.
- Besonderheit des Neutrums: Bei Neutrum-Subjekten steht das Verb, auch wenn das Subjekt im Plural steht, in der 3. Person Singular. Diese Besonderheit besteht deswegen, weil das Griechische im Fall des Neutrums einen echten Plural nicht gebildet hat. Der Plural des Neutrums ist eigentlich ein aus dem Indogermanischen ererbter "kollektiver Singular", d.h. ein Sammelbegriff, der formal ein Singular ist, von der Funktion her aber einem Plural entspricht (wie im Deutschen: der Busch, das Gebüsch). Ferner haben im Neutrum – wie in allen indogermanischen Sprachen – Akkusativ und Nominativ identische Formen. Im Griechischen tritt noch die Form des Vokativs den beiden anderen Kasus als identisch hinzu.
Kasussystem
Von den acht Kasus des Indogermanischen haben sich im Griechischen fünf erhalten: Nominativ, Akkusativ, Genitiv, Dativ und Vokativ. Die Funktionen der nicht erhaltenen Kasus des Indogermanischen haben sich im Griechischen auf den Dativ und den Genitiv verteilt. Die Aufteilung ähnelt der der deutschen Sprache. Grundfunktionen der Kasus:
- Akkusativ
  - echter Akkusativ (direktes Objekt)
  - adverbial: Lativ (Richtung, Ausdehnung, Dauer)
- Genitiv
  - echter Genitiv (Bereich)
  - Separativ (Herkunft)
- Dativ
  - echter Dativ (indirektes Objekt)
  - Soziativ (Gemeinschaft)
  - Instrumental (Mittel)
  - Lokativ (Ort, Zeit)

Verben

Tempussystem
Es gibt im Altgriechischen vier Tempusstämme: Präsensstamm, Aoriststamm, Perfektstamm, Futurstamm; wovon die ersten drei ein System bilden. Das Altgriechische besitzt aber kein ausgebildetes Tempussystem. Die Tempusstämme drücken Aspekte aus; – die subjektive Betrachtungsweise, das heißt die Art, wie der Sprechende den Verbalinhalt auffasst. Deswegen ist der Begriff Tempusstamm genaugenommen nicht richtig; besser zu sagen wäre Aspektstamm. Der Aspekt des Präsensstamms ist durativ (linear, iterativ oder konativ). Das bedeutet, es wird mit diesem Aspekt der Verlauf oder das Andauern einer Handlung ausgedrückt. Beispiele:
- νοσειν = (krank sein = ) krank darniederliegen
- (απο)θνησκειν = sterben ( = im Sterben liegen) Der Aspekt des Aoriststamms ist punktuell. Das bedeutet, es wird der bloße Vollzug einer Handlung vermeldet. (Die Bezeichnung punktuell wird benutzt, um den Gegensatz zum linearen Präsensstamm auszudrücken. Der Aoriststamm ist die Normalform und benennt eine Handlung oder ein Ereignis, ohne ausdrücken zu wollen, ob diese Handlung in Wirklichkeit punktuell oder linear war/ist.) Bei diesem Aspekt wird in der Sprachpraxis gern ein bestimmter Punkt des Verbalbegriffs ins Auge gefasst, nämlich der Abschluss (effektiv) oder der Beginn (ingressiv) einer Handlung. Beispiele:
- ingressiv: νοσησαι = krank werden oder erkranken
- effektiv: (απο)θανειν = sterben (als Moment des Dahinscheidens) Der Aspekt des Perfektstamms ist resultativ. Das bedeutet, es wird mit diesem Aspekt ein (erreichter) Zustand oder einfach ohne jede nähere Bestimmung die Qualität einer Sache ausgedrückt. Beispiele:
- τεθνηκεναι (τεθναναι) = (gestorben und nun) tot sein
- πεποιθεναι = vertrauen Mit der Handhabung dieser drei Aspekte stellt der Griechischsprechende aber die zeitlichen Bezüge her, die von den Aspekten selbst nicht ausgedrückt werden. Die Aspekte gelten nun generell, während es eine direkt zeitliche Bedeutung nur im Indikativ gibt (bis auf das Futur. siehe unten). Die Vergangenheit wird mit Hilfe der Nebentempora, die nur im Indikativ auftauchen, gebildet. Das sind im Präsensstamm das Imperfekt, im Perfektstamm das Plusquamperfekt und im Aoriststamm der Aorist. (Der Aoriststamm ist der älteste Tempusstamm und hat ein Haupttempus im Indikativ nie ausgebildet.) Der vierte Tempusstamm des Altgriechischen, der Futurstamm, ist eine jüngere Entwicklung und hat in der Tat in allen Modi zeitliche Bedeutung. Übersicht über die Tempusformen im Indikativ:
Modussystem
Es gibt im Altgriechischen vier Modi: Indikativ, Optativ, Konjunktiv, Imperativ. Die Funktionen, die diese Formen syntaktisch erfüllen, sind sehr vielfältig. Hier kann nur eine grundsätzliche Bestimmung ihrer Bedeutung vorgenommen werden. Der Modus bringt die geistige Einstellung des Sprechenden gegenüber dem Verbalinhalt zu Ausdruck. Mit dem Indikativ drückt der Sprecher aus, dass ihm ein Vorgang oder Zustand als wirklich (real) erscheint. In den anderen Modi drückt der Sprecher aus, dass ihm der Vorgang oder Zustand nur als vorgestellt gilt. Der Imperativ drückt einen Befehl aus. Der Konjunktiv drückt einen Willen (Voluntativ) oder eine Erwartung (Prospektiv) aus. (Er hat also leicht futurische Bedeutung, was umgekehrt für das Futur in Bezug auf den Konjunktiv auch gilt). Der Optativ drückt einen Wunsch (Kupitiv) oder eine Möglichkeit (Potentialis) aus.
Genera Verbi (eigentlich und für das Griechische besser: Diathese)
Von den drei Genera Verbi sind zwei (Aktiv und Medium) aus dem Indogermanischen geerbt. Das Passiv ist eine jüngere Entwicklung. Das Aktiv drückt einfach eine Tätigkeit aus. Das Medium drückt aus, dass das Subjekt an der Handlung beteiligt ist, oder an ihr interessiert ist, dass also eine nähere Beziehung zwischen Subjekt und Handlung besteht (transitives Medium). Ferner kann es ausdrücken, dass das Subjekt von seiner eigenen Handlung betroffen ist (intransitives Medium). Der Begriff Medium soll in etwa ausdrücken, dass diese Form zwischen Aktiv und Passiv stehe. Das ist jedoch weder sprachgeschichtlich, noch morphologisch richtig. Das Passiv ist im Griechischen der Grenzfall des Mediums, denn: Das Passiv drückt die Wirkung einer Handlung auf das Subjekt aus, die nicht von ihm ausgeht. Insofern die Handlung nur noch auf das Subjekt wirkt, ohne von ihm auszugehen, bildet es den Grenzfall des Mediums. (Außerhalb des Futur- und Aoriststamms hat das Passiv keine eigenständige Form. Formal übernimmt dort das Medium neben der eigenen Funktion auch die des Passivs, was nur aus dem syntaktischen Zusammenhang, oder bei genauer Kenntnis der Beschaffenheit des entsprechenden Verbums zu unterscheiden ist.) Beispiele: Aktiv: er löst (etwas) transitives Medium: er löst (etwas) für sich intransitives Medium: er löst sich, er lässt sich lösen Passiv: er wird gelöst (von jdm.)
Numeri

- Singular
- Plural
- Dual (als Schwundform)
Personen
Erste Person (ich / wir), zweite Person (du / ihr), dritte Person (er, sie, es, Substantiv im Singular / sie, Substantiv im Plural). Die Personalpronomen des Nominativ werden wie in vielen anderen indogermanischen Sprachen meist ausgelassen, wenn sie nicht besonders betont werden sollen. Es muss also nicht zwangsläufig ein das Subjekt ausdrücklich nennendes Bezugswort (Pronomen oder Substantiv) beim Verb stehen – die Endung reicht aus, um die Person und damit das Subjekt zu identifizieren.

Neugriechisch (Dimotiki)

Die neugriechische Sprache hat einen Großteil der altgriechischen Grammatik vereinfacht, ist aber immer noch eine stark flektierende Sprache. Sie ist eine der wenigen indogermanischen Sprachen, die eine synthetische (also nicht mit Hilfsverben konstruierte) Diathese behalten hat. Der Dativ ist bis auf wenige Formen wie εν τάξει (en táxei //) ("in Ordnung") verloren gegangen und wird meist durch die Konstruktion eis (eigentl. in... hinein) + Akkusativ ersetzt. Andere wichtige Änderungen der Grammatik sind der Verlust des Optativs (wird durch den Konjunktiv ersetzt), des Infinitivs (wird durch Nebensätze ersetzt "Ich will kaufen" -> "Ich will, dass ich kaufe") und des Duals (wird durch den Plural ersetzt), die Verkleinerung der Anzahl von Deklinationen und der verschiedenen Formen in jeder Deklinaton, der neue Modalpartikel θα (aus θέλω να ("ich will, dass...") > θε' να > θα) für das Futur und Konditional, die Einführung von Hilfsverben, die Reduzierung der Partizipien auf zwei, ein aktives und ein passives, die Erweiterung des Futurs auf die Aspektunterscheidung zwischen Präsens/Imperfekt und Aorist, der Verlust der dritten Person Imperativ, außer in Archaismen wie ζήτω! ('Lang lebe!'); neue Pronomen für die 2. Person Plural, da die alten wegen der Lautveränderung akustisch nicht mehr von denen der 1. Person Plural zu unterscheiden waren; und der Vereinfachung des Systems der Präfixe, wie bei der Augmentation und Reduplikation. Das Phonemsystem der neugriechischen Sprache: Vokale geschlossen halbgeschlossen offen Alle Vokale werden kurz ausgesprochen. laut IPA Konsonanten p t k b d g v δ z γ f θ s χ m n l r

Siehe auch


- Griechisches Alphabet
- Liste griechischer Präfixe
- Liste griechischer Suffixe
- griechische Präpositionen
- Liste griechischer Magischer Quadrate
- Namenforschung
- Griechische Zahlen
- griechische Zahlwörter
- Griechische Phrasen und Redewendungen

Literatur


- Geschichte:
  - Francisco R. Adrados: Geschichte der griechischen Sprache von den Anfängen bis heute. Tübingen/Basel 2002
  - Hans Eideneier: Von Rhapsodie zu Rap. Aspekte der griechischen Sprachgeschichte von Homer bis heute. Tübingen 1999
- etymologische Wörterbücher (altgriechisch):
  - Pierre Chantraine: Dictionnaire étymologique de la langue grecque : histoire des mots. 4 Bände. Paris 1968-80 (Neuauflage 1999)
  - Hjalmar Frisk: Griechisches etymologisches Wörterbuch. 3 Bände. Heidelberg 1973
  - Alois Vanicek: Griechisch-lateinisches etymologisches Wörterbuch. Leipzig 1877 (Nachdruck 1972)
- Wörterbücher (altgriechisch):
  - Wilhelm Gemoll: Griechisch–Deutsches Schul- und Handwörterbuch bei Oldenburg Schulbuchverlag. ISBN 3-486-13401-9
  - Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache in 4 Bänden. Braunschweig 1842 ff. (3. Aufl. 1880; Nachdruck 1954)
- Grammatiken (altgriechisch):
  - Eduard Bornemann (u. Mitw. v. Ernst Risch): Griechische Grammatik. Frankfurt a.M. 1978
  - Adolf Kaegi: Kurzgefasste griechische Schulgrammatik. Berlin 1884 (seither ständig nachgedruckt), ISBN 3-615-70100-3
- Historische Grammatik:
  - Helmut Rix: Historische Grammatik des Griechischen. Laut- und Formlehre. Darmstadt 1992

Weblinks


- [http://www.geocities.com/kurogr/ Wörterbuch Mykenisches Griechisch - klassisches Altgriechisch - Englisch (PDF)]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/graeca/Auctores/g_alpha.html griechische Texte in der Bibliotheca Augustana]
- [http://info.uibk.ac.at/c/c6/c604/pdf/Hajnal/Griech.Dial.pdf Die Vorgeschichte der griechischen Dialekte] - Ein Aufsatz über Entstehen und Geschichte der altgriechischen Dialekte.
- [http://kypros.org/LearnGreek/ Online-Kurs vom zypriotischen Rundfunk CyBC, 105 Lektionen à 30 Min., engl., Real Audio]
- [http://www.kreienbuehl.ch/lat/ Latein und Altgriechisch Site]
- [http://www.chairete.de/ Materialen zum Altgriechischen, Autoren]
- [http://www.altesprachen.de/heureka/heureka.htm Altesprachen.de]
- [http://www.geocities.com/Athens/Agora/6594/inhalt.html Altgriechisch] (Ziemlich umfangreicher Einstiegskurs)
- [http://www.combib.de/infoseiten/griechisch/griechisch.html Aussprachehilfe zum neutestamentlichen Griechisch] (Deutsche Schulaussprache, nicht Originalaussprache!)
- [http://www.gottwein.de/grueb/gr000.htm Altgriechischer Online-Sprachkurs]
- [http://www.gottwein.de/ Navicula Bacchi] (exzellente Seite rund um die Klassische Philologie mit sehr vielen Unterrichtsmaterialien)
- [http://www.archiv-vegelahn.de/nachschlagwerke_griechisch.html Bibliographie - Griechisch]
-
Kategorie:Indogermanisch Kategorie:Einzelsprache als:Griechische Sprache ja:ギリシア語 ko:그리스어 ms:Bahasa Greek simple:Greek language th:ภาษากรีก

Mathematik

Die Mathematik (vom altgr. Adjektiv μαθηματικός, mathēmatikoszum Lernen gehörig; abgeleitet aus dem altgr. Verb μανθάνω, manthanō - lernen) ist eine Wissenschaft, die aus der Untersuchung von Figuren und dem Rechnen mit Zahlen entstanden ist. Für Mathematik gibt es keine allgemein anerkannte Definition; heute wird sie üblicherweise als eine Wissenschaft, die selbst geschaffene abstrakte Strukturen auf ihre Eigenschaften und Muster untersucht, beschrieben. Strukturen

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Mathematik Die Mathematik ist eine der ältesten Wissenschaften überhaupt. Eine erste Blüte erlebte sie in der Antike, in Griechenland und im Hellenismus, von dort datiert die Orientierung an der Aufgabenstellung des „rein logischen Beweisens“ und die erste Axiomatisierung, nämlich die euklidische Geometrie. Im Mittelalter überlebte sie unabhängig voneinander im frühen Humanismus der Universitäten und in der arabischen Welt. In der frühen Neuzeit führte François Viète Variablen ein und R. Descartes eröffnete durch die Verwendung von Koordinaten einen rechnerischen Zugang zur Geometrie. Die Beschreibung von Tangenten und die Bestimmung von Flächeninhalten („Quadratur“) führte zur Infinitesimalrechnung von G. W. Leibniz und I. Newton. Newtons Mechanik und sein Gravitationsgesetz waren auch in den folgenden Jahrhunderten eine Quelle richtungsweisender mathematischer Probleme wie des Dreikörperproblems. Ein anderes Leitproblem der frühen Neuzeit war das Lösen zunehmend komplizierterer algebraischer Gleichungen. Zu seiner Behandlung entwickelten N. H. Abel und E. Galois den Begriff der Gruppe, der Beziehungen zwischen Symmetrien eines Objektes beschreibt. Als weitere Vertiefung dieser Untersuchungen können die Algebra und insbesondere die algebraische Geometrie angesehen werden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts fand die Infinitesimalrechnung durch die Arbeiten von A. L. Cauchy und K. Weierstrass ihre heutige strenge Form. Die von G. Cantor gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Mengenlehre ist aus der heutigen Mathematik ebenfalls nicht mehr wegzudenken, auch wenn sie durch die Paradoxien des naiven Mengenbegriffs zunächst deutlich machte, auf welch unsicherem Fundament die Mathematik vorher stand. Die Entwicklung der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert stand unter dem Einfluss von David Hilberts Liste von 23 mathematischen Problemen. Eines der Probleme war der Versuch einer vollständigen Axiomatisierung der Mathematik, gleichzeitig gab es starke Bemühungen zur Abstraktion, also des Versuches, Objekte auf ihre wesentlichen Eigenschaften zu reduzieren. So entwickelte E. Noether die Grundlagen der modernen Algebra, F. Hausdorff die Topologie als die Untersuchung topologischer Räume, S. Banach den wohl wichtigsten Begriff der Funktionalanalysis, den nach ihm benannten Banachraum. Eine noch höhere Abstraktionsebene, einen gemeinsamen Rahmen für die Betrachtung ähnlicher Konstruktionen aus verschiedenen Bereichen der Mathematik schuf schließlich die Einführung der Kategorientheorie durch S. Eilenberg und S. Mac Lane.

Inhalte und Teilgebiete

Die folgende Aufzählung gibt einen ersten chronologischen Überblick über die Breite mathematischer Themen (siehe auch: Teilgebiete der Mathematik, Geschichte der Mathematik sowie das Portal:Mathematik):
- das Rechnen mit Zahlen (Arithmetik),
- die Untersuchung von Figuren (Geometrie – vorklassische Hochkulturen, Euklid),
- die Untersuchung der korrekten Schlussfolgerungen (Logik - Aristoteles)
- das Auflösen von Gleichungen (AlgebraTartaglia, Mittelalter und Renaissance),
- Untersuchungen zur Teilbarkeit (ZahlentheorieEuklid, Diophant, Fermat, Leonhard Euler, Gauß, Riemann),
- das rechnerische Erfassen räumlicher Beziehungen (Analytische GeometrieDescartes, 17. Jahrhundert),
- das Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten (StochastikPascal, Jakob Bernoulli, Laplace, 17.–19. Jahrhundert),
- die Untersuchung von Funktionen, insbesondere deren Wachstum, Krümmung, dem Verhalten im Unendlichen und der Flächeninhalte unter den Kurven (AnalysisNewton, Leibniz, Ende des 17. Jahrhunderts),
- die Beschreibung physikalischer Felder (Differentialgleichungen, partielle Differentialgleichungen, VektoranalysisLeonhard Euler, die Bernoullis, Laplace, Gauß, Poisson, Fourier, Green, Stokes, Hilbert, 18.–19. Jahrhundert),
- die Perfektionierung der Analysis durch die Einbeziehung komplexer Zahlen (FunktionentheorieGauß, Cauchy, Weierstraß, 19. Jahrhundert),
- die Vermessung gekrümmter Flächen und Räume (DifferentialgeometrieGauß, Riemann, Levi-Civita, 19. Jahrhundert),
- das systematische Studium von Symmetrien (GruppentheorieGalois, Abel, Klein, Lie, 19. Jahrhundert),
- die Aufklärung von Paradoxien des Unendlichen (Mengenlehre und wieder LogikCantor, Frege, Russell, Zermelo, Fraenkel, Anfang des 20. Jahrhunderts),
- die Untersuchung von Strukturen und Theorien (Kategorientheorie). Etwas abseits steht in dieser Aufzählung die Numerische Mathematik, die für konkrete kontinuierliche Probleme aus vielen der oben genannten Bereiche Algorithmen zur Lösung bereitstellt und diese untersucht. Unterschieden werden ferner die reine Mathematik oder auch theoretische Mathematik, die sich nicht mit aussermathematischen Anwendungen befasst, wie sie u.a. der Brite Andrew Wiles und der Deutsche Gerd Faltings betreiben, und die angewandte Mathematik wie zum Beispiel Versicherungsmathematik und Kryptologie. Die Übergänge sind fließend.

Kategorisierung der Mathematik

Kryptologie Über die Frage, zu welcher Kategorie der Wissenschaften die Mathematik gehört, wird seit langer Zeit kontrovers diskutiert. Im englischen und französischen Sprachraum wird Mathematik lediglich als Science eingestuft, eine weitere Differenzierung erfolgt dort in der Regel nicht. Viele mathematische Fragestellungen und Begriffe sind durch die Natur betreffende Fragen motiviert, beispielsweise aus der Physik oder den Ingenieurwissenschaften, und die Mathematik wird als Hilfswissenschaft in nahezu allen Naturwissenschaften herangezogen. Jedoch ist sie selbst keine Naturwissenschaft im eigentlichen Sinne, da ihre Aussagen nicht von Experimenten oder Beobachtungen abhängen. Meistens gehört die Mathematik an deutschen Universitäten aber zur selben Fakultät wie die Naturwissenschaften, und so wird Mathematikern nach der Promotion in der Regel der akademische Grad eines Dr. rer. nat. verliehen. Die Mathematik hat methodische und inhaltliche Gemeinsamkeiten mit der Philosophie; beispielsweise ist die Logik ein Überschneidungsbereich der beiden Wissenschaften. Damit könnte man die Mathematik zu den Geisteswissenschaften im weiteren Sinne rechnen, aber auch die Einordnung der Philosophie ist umstritten. Auch aus diesen Gründen wurden die Kategorien der Strukturwissenschaften bzw. Formalwissenschaften eingeführt, neben der Mathematik wird - von den Befürwortern dieser Kategorien - beispielsweise die Informatik dazu gezählt.

Sonderrolle unter den Wissenschaften

Informatik Eine Sonderrolle unter den Wissenschaften nimmt die Mathematik bezüglich der Gültigkeit ihrer Erkenntnisse ein. Während beispielsweise alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse durch neue Experimente falsifiziert werden können und daher prinzipiell vorläufig sind, werden mathematische Aussagen durch reine Gedankenoperationen auseinander hervorgebracht oder aufeinander zurückgeführt und brauchen nicht empirisch überprüfbar zu sein. Dafür muss aber für mathematische Erkenntnisse ein streng logischer Beweis gefunden werden, bevor sie als mathematischer Satz anerkannt werden. In diesem Sinn sind mathematische