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| Abwehramt |
AbwehramtDas Abwehramt (AbwA) ist der Inlandsnachrichtendienst des österreichischen Bundesheers und untersteht dem Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV). Das Abwehramt dient dem "Eigenschutz" des Heeres, d.h. es soll Angriffe auf militärische Einrichtungen und auf die militärische Sicherheit in Österreich aufklären und verhindern.
Das Amt entstand 1985, als der bisherige Heeres-Nachrichtendienst in zwei Dienste aufgespalten wurde, einen Inlandsdienst und einen Auslandsdienst (das Heeresnachrichtenamt, welches für den Schutz militärischer Güter im Ausland zuständig ist).
Der Inlandsdienst ist in drei Abteilungen gegliedert:
- Erhebung
- Auswertung
- Elektronische Abwehr
Sein Hauptquartier ist in Wien.
Laut einem österreichischen Pressebericht aus dem Jahr 1999 beschäftigt der Dienst 200 Mitarbeiter zuzüglich Verbindungsoffiziere in jeder Einheit bis auf Kompanieebene.
Parlamentarisch kontrolliert wird das Abwehramt mit dem seit 1.Juli 2001 geltenden Militärbefugnisgesetz (MBG) durch den Rechtsschutzbeauftragten (RSB) beim BMLV. Der Rechtsschutzbeauftragte hat die Aufgabe, Heeresnachrichtenamt und Abwehramt auf eventuelle Grundrechtsverletzungen und widerrechtliche Datenverwendung hin zu überprüfen.
Gleichzeitig erweiterte das MBG die Befugnisse beider Dienste. So sind laut Paragraph 22 sämtliche Gebietskörperschaften, also Bund, Länder und Gemeinden, sowie alle Körperschaften öffentlichen Rechts wie Sozialversicherungen oder Arbeiterkammer verpflichtet, auf Verlangen der militärischen Geheimdienste Auskünfte über Bürger zu erteilen.
Kategorie:Bundesheer
Kategorie:Nachrichtendienst
NachrichtendienstEin Nachrichtendienst oder auch Geheimdienst ist eine Organisation, die Informationen zur außen-, innen- und sicherheitspolitischen Situation sammelt und diese auswertet. Man unterscheidet zwischen Inlands- und Auslandsnachrichtendiensten. Zahlreiche Nachrichtendienste verfügen außerdem über Abteilungen zur Durchführung sogenannter verdeckter Operationen im Ausland. Für Nachrichtendienste gelten in der Regel besondere Rechte.
verdeckter Operationen)]]
Nachrichtendienste in Demokratien
In Demokratien unterliegen die Nachrichtendienste einer gewissen Kontrolle, die neben verfassungswidrigen Eingriffen in die Rechte der Bürger auch verhindern soll, dass allein die gerade im Amt befindliche Regierung sich die Möglichkeiten der Dienste zunutze machen kann.
Kritiker führen an, dass durch die Natur eines Nachrichtendienstes eine parlamentarische und gerichtliche Kontrolle nur sehr eingeschränkt möglich sei bzw. leicht umgangen werden könne. Ein exemplarisches Beispiel für das unkontrollierte Handeln von Nachrichtendiensten bei verdeckten Operationen lieferte die 1990 aufgedeckte, europaweite Operation Gladio von NATO und CIA.
Deutschland
In Deutschland unterliegen Nachrichtendienste der parlamentarischen Kontrolle. Um eine der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) des Dritten Reiches oder der Staatssicherheit (Stasi) der DDR vergleichbare Macht zu verhindern, wurden in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Bundesnachrichtendienst (BND), dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) und dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) drei Nachrichtendienste des Bundes eingerichtet, daneben bestehen im jedem Bundesland jeweils eigene Verfassungsschutzbehörden der Länder. Im zivilen Bereich haben ferner das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie die Zentralstelle für Information und Kommunikation der Bundespolizei (seit dem 30. Juni 2005 heißt der Bundesgrenzschutz Bundespolizei) nachrichtendienstliche Aufgaben.
Österreich
In Österreich gibt es mehrere Nachrichtendienste:
- Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung: ist der Nachrichtendienst des BMI und ist damit die Nachfolgeorganisation der bekannten Staatspolizei (Stapo) die ca. 2002 umbenannt wurde.
- Heeresnachrichtenamt (HNA) als Auslandsgeheimdienst des Bundesheer (Bundesministerium für Landesverteidigung)
- Abwehramt (HAA oder HAbwA) als Inlandsnachrichtendienst des Bundesheeres, ebenfalld dem BMLV unterstellt.
Luxemburg
Luxemburg verfügt seit 2004 über einen modernen Nachrichtendienst, den Service de Renseignement de l'Etat.
In der Schweiz existieren vier Nachrichtendienste:
- Strategischer Nachrichtendienst (SND), Auslandsnachrichtendienst
- Dienst für Analyse und Prävention (DAP), Inlandsnachrichtendienst
- Militärischer Nachrichtendienst (MND)
- Luftwaffennachrichtendienst (LWND)
Siehe auch: Schweizer Nachrichtendienste
England
In England gibt es den Secret Intelligence Service (SIS). Er ist der britische Auslandsgeheimdienst, welcher auch unter den Namen MI6 (Military Intelligence, Abteilung sechs) oder Secret Service firmiert. (James Bond ist Mitglied des MI6)
Des Weiteren gibt es den Security Service oder MI5 (Military Intelligence, Abteilung fünf), welcher für das Inland zuständig ist.
Neben der klassischen Aufteilung in Auslands- und Inlandsgeheimdienst existiert zudem mit dem GCHQ (Government Communications Headquaters) in Celtanham, Wales ein Nachrichtendienst, der sich einzig um die elektronische Aufklärung (ELINT) kümmert.
Der russische Inlandsgeheimdienst ist der FSB, der aus dem KGB hervorging.
Der schon seit dem 1. Weltkrieg existierende, aber weithin unbekannte Geheimdienst der Streitkräfte ist der GRU.
Niederlande
In den Niederlanden besteht ein militärischer (Militaire Inlichtingen- en Veiligheidsdienst, MIVD) und ein ziviler Nachrichtendienst (Algemene Inlichtingen- en Veiligheidsdienst, AIVD, bis 2002: Binnenlandse Veiligheidsdienst, BVD). Die Umbenennung des zivilen Nachrichtendienstes ging einher mit einer Ausweitung seiner Aufgaben. Der AIVD ist betroffenen Bürgern gegenüber auskunftspflichtig, sofern diese Auskunft nicht laufende Untersuchungen gefährdet. Unterstützt werden die beiden Geheimdienste durch den 2003 gegründeten Nationale Sigint Organisatie (NSO).
USA
Das Geheimdienstwesen der Vereinigten Staaten ist fragmentiert. Insgesamt teilen sich zur Zeit 13 Einzeldienste die Zuständigkeiten:
Vier Dienste unterstehen den Teilstreitkräften:
# Army Intelligence (AI), Heeresnachrichtendienst
# Marine Corps Intelligence Activity, Nachrichtendienst des US Marine Corps
# Office of Naval Intelligence (ONI), Marinenachrichtendienst
# Air Intelligence Agency (AIA), Luftwaffennachrichtendienst
# Die Defense Intelligence Agency (DIA) untersteht direkt dem Pentagon und soll die Arbeit der vier Geheimdienste der Teilstreitkräfte besser koordinieren.
# Dem National Reconnaissance Office (NRO) unterstehen alle Spionagesatelliten
# Die National Security Agency (NSA) in Fort Meade, Maryland ist, trotz ihrer relativen Unbekanntheit, dem Budget nach der größte Geheimdienst. Ihre Aufgabe besteht in der elektronischen Aufklärung (ELINT). Das Echelon Spionagenetz wird von ihr betrieben.
# Die Central Intelligence Agency (CIA) ist der Nachrichtendienst für alle zivilen Belange. Ihr kommt gleichzeitg die Aufgabe zu, alle anderen Dienste zu koordinieren.
Italien
1977 schuf Italien per Gesetz erstmals ein parlamentarisch kontrolliertes, übersichtliches und in sich schlüssiges System von Nachrichtendiensten, das verschiedene organisatorische und operative Auswüchse der Nachkriegszeit beenden sollte. Der Ministerpräsident ist politisch für die Dienste verantwortlich und legt in Zusammenarbeit mit einem interministeriellen Steuerungskomittee (CIIS) die operativen Prioritäten der Dienste fest.
Das ihm unterstellte
- Comitato Esecutivo per i Servizi di Informazione e di Sicurezza (CESIS)
koordiniert die Arbeit der beiden Dienste:
- Servizio per le Informazioni e la Sicurezza Militare (SISMI) (Verteidigungsministerium)
- Servizio per le Informazioni e la Sicurezza Democratica (SISDE) (Innenministerium).
Daneben gibt es noch einen beim Generalstab angesiedelten militärischen Fachdienst (J2).
(siehe auch: Systematische Liste der italienischen Nachrichtendienste)
Italien hatte in der Zeit von 1950 bis 1990 die vielleicht aufregenste Geheimdienstgeschichte
aller westlichen Staaten. Wegen einer drohenden (demokratischen) Machtübernahme der sehr
starken Kommunistischen Partei Italiens (PCI) und den Terroraktionen der sie unterstützenden Rote Brigaden versuchten die oftmals von altfaschistischen Kräften
durchsetzten Dienste mit aller Macht, eine kommunistische Machtergreifung in Italien zu
verhindern (Gladio, Strategie der Spannung, Propaganda Due).
Nachrichtendienste in Diktaturen
In Diktaturen sind Geheimdienste meist ein wichtiger Machtfaktor. Zu ihrer Aufgabe gehört dort oft auch die Einschüchterung politischer Gegner bis hin zur Ermordung unliebsamer Kontrahenten und die gezielte Manipulation der öffentlichen Meinung. So wurden insbesondere in Südamerika Anschläge von Geheimdiensten verübt, die anschließend dem politischen Gegner zugeschoben wurden, um diesen zu diskreditieren.
Die Existenz von Geheim- und Nachrichtendiensten ist eng verwandt mit der Idee der Staatsräson, wie aus einer [http://www.polizei.mvnet.de/lka/pages/txt_stasch.htm offiziellen Definition] abzulesen ist: "Der Begriff Staatsschutz umfasst alle Maßnahmen, die dem Schutz der Staatsorgane, der inneren und äußeren Existenz des Staates und seiner Einrichtungen dienen."
Kritiker sind der Meinung, dass auch in Demokratien trotz der dort wirksamen parlamentarischen Kontrolle die Tätigkeit der Nachrichtendienste durch Intransparenz und Rechtsmittellosigkeit bestimmt sei; Ausnahmeregelungen für die Nachrichtendienste würden zudem die staatlichen Grundrechts-Garantien aufheben. Das Ausmaß nachrichtendienstlicher Operationen sei daher schwer abzuschätzen.
Sonstige Begriffsbedeutungen
Oft werden auch Nachrichten- und Presseagenturen als Nachrichtendienste bezeichnet.
Siehe auch
- Liste von Nachrichtendiensten
- Geheimpolizei
- Überwachungsstaat
- Verdeckte Operation
- Desinformation
- SourceWatch
- Berner Club
- V-Mann
- Wikipedia:WikiProjekt Nachrichtendienst
Weblinks
- http://www.geheimdienste.org - deutsche Seite mit Informationen zu einigen Nachrichtendiensten
- http://www.fas.org/irp/world/index.html - Übersicht zu Nachrichten- und ähnlichen Diensten nach Ländern (auf Englisch) --> Link defekt!
- http://www.facts.biz.ly/Nachrichtendienste.html - deutschsprachige Seite über die österreichischen Geheimdienste (Geschichte, gesetzliche Grundlage, HNaA, AbwA, BVT, und einer umfangreichen Linksammlung zu anderen Geheimdienstseiten)
- http://nachrichtendienst.biz
Kategorie:Euphemismus
!
ja:情報機関
Österreichisches BundesheerDas österreichische Bundesheer als bewaffnete Streitmacht der Republik Österreich ist Teil der österreichischen Bundesverwaltung und steht gemäß Artikel 80 B-VG – de iure – unter dem Oberbefehl des Bundespräsidenten und – de iure und de facto – der Befehlsgewalt und, soweit diese nicht dem Bundespräsidenten obliegt, der Verfügungsgewalt des Bundesministers für Landesverteidigung. Der Bundesminister für Landesverteidigung übt die Befehlsgewalt über die Dienststellen des Bundesheeres grundsätzlich durch deren Kommandanten und Leiter aus.
Bundesministers für Landesverteidigung]]
Der derzeitige Bundesminister für Landesverteidigung ist Günther Platter, Chef des Generalstabes ist General Roland Ertl.
Primäre Aufgabe des österreichischen Bundesheeres ist die militärische Landesverteidigung. Weiters obliegen dem Heer vor allem die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren sowie Hilfeleistung bei Elementarereignissen.
Interessant ist sicher, dass das Bundesheer - im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Armeen - seit 1955 bereits mehrere militärische Einsätze zum unmittelbaren Schutz der Grenzen hinter sich hat (Ungarn, Tschechoslowakei, Yugoslawien)
Das Bundesheer besteht aus ca. 35.000 Mann im Präsenzstand und ca. 75.000 Mann der Miliz.
Die Organisation des Bundesheeres im Frieden umfasst nur Wehrpflichtige des Präsenzstandes, die Einsatzorganisation umfasst auch die Milizsoldaten. Für die Heranziehung von mehr als 5.000 Mann der Miliz oder Reserve ist die Ermächtigung des Bundespräsidenten erforderlich.
Die organisatorische Gliederung des Bundesheeres sieht vor allem folgende Kommanden vor: Das Kommando Landstreitkräfte, das Kommando Luftstreitkräfte, das Kommando Internationale Einsätze und das Kommando Spezialeinsatzkräfte. Die aus zwei Donauschiffen bestehende Marine, untersteht den Landstreitkräften. Diese Konzentration der Truppenführung auf vor allem erstere zwei Kommanden löste die Gliederung in Korps, die bis 2002 bestand, ab.
Seit 1960 ist das Heer an Auslandseinsätzen unter UN-Mandat beteiligt, seit 1995 in der Partnerschaft für den Frieden der NATO. Um das Bundesheer an die Anforderungen der kommenden Jahre anzupassen, wurde von Bundesminister Günther Platter eine Reformkommission eingesetzt, deren Bericht Mitte Juni 2004 offiziell an den Minister übergeben wurde.
Aufgaben des Bundesheeres
Aufgaben des Bundesheeres sind gemäß Art 79 B-VG und § 2 Abs. 1 Wehrgesetz
- Militärische Landesverteidigung (§ 2 Abs. 1 lit. a Wehrgesetz)
- Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen sowie der demokratischen Freiheiten der Bürger (Assistenzeinsatz gemäß § 2 Abs. 1 lit. b Wehrgesetz)
- Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren (Assistenzeinsatz gemäß § 2 Abs. 1 lit. b Wehrgesetz)
- Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges (Assistenzeinsatz gemäß § 2 Abs. 1 lit. c Wehrgesetz)
- Hilfeleistung im Ausland bei Maßnahmen der Friedenssicherung, der humanitären Hilfe und der Katastrophenhilfe sowie der Such- und Rettungsdienste (Auslandseinsatz gemäß § 2 Abs. 1 lit. d Wehrgesetz)
Wehrsystem
Wehrpflicht
Das Wehrsystem sieht vor, dass jeder männliche österreichische Staatsbürger im Alter von 17 bis 50 (Offiziere, Unteroffiziere und Spezialisten: 65) Jahren wehrpflichtig ist und Frauen freiwillig Dienst im Bundesheer leisten können. Männliche Staatsbürger, die aus Gewissensgründen die Erfüllung der Wehrpflicht verweigern, müssen Ersatzdienst leisten (Zivildienst). Das Bundesheer wird somit vor allem auf Grund der allgemeinen Wehrpflicht gebildet und ergänzt.
Milizsystem
Gemäß Artikel 79 B-VG ist das Bundesheer nach einem Milizsystem einzurichten, wonach es in Friedenszeiten nur zu Übungen und in geringerer Mannstärke zusammentritt. Die Wehrpflichtigen gehören für die Dauer ihrer Wehrpflicht dem Präsenzstand, dem Milizstand oder dem Reservestand an:
Von den mehr als 1.000.000 ausgebildeten Wehrpflichtigen im Alter von 18 bis 50 (bzw. 65) stehen ca. 35.000 im Präsenzstand (= ca. 16.000 Berufssoldaten + ca. 17.000 Präsenzdiener), ca. 75.000 im Milizstand und theoretisch ca. 990.000 im Reservestand. Von letzteren wird jedoch aufgrund von mangelnder Eignung für den Einsatz bzw. Unabkömmlichkeit im Zivilberuf nur ein gewisser Teil heranziehbar sein.
Friedensorganisation und Einsatzorganisation
- Friedensorganisation: Im Frieden tritt das Bundesheer zu Übungen und Assistenzeinsätzen zusammen. Um schnell auf vor allem terroristische Angriffe im Inneren, Assistenzanfragen ziviler Behören (Hochwasserschäden, Lawinen etc.) sowie Veränderungen in der unmittelbaren Nachbarschaft Österreichs reagieren zu können, werden Präsenzkräfte in der Stärke von rund 10.000 Mann aufgestellt, zu deren Bildung bestimmte Verbände und Einheiten abwechselnd herangezogen werden.
- Einsatzorganisation: Bei Einsätzen zur militärischen Landesverteidigung kann die Organisation des Bundesheeres von der Friedens- zur Einsatzorganisation werden. Letztere unterscheidet sich von der Friedensorganisation dadurch, dass ihr auch die Wehrpflichtigen des Milizstandes angehören, womit die Gesamtstärke des Heeres beträchtlich anwächst.
Der Übergang von der Friedens- in die Einsatzorganisation erfolgt durch die Mobilmachung. Alle für den Einsatz aufzubietenden Soldaten leisten dann Einsatzpräsenzdienst. Die Heranziehung von Milizsoldaten und Reservisten zum Einsatzpräsenzdienst verfügt bis zu einer Gesamtzahl von 5.000 Mann (innerhalb der ihm von der Bundesregierung erteilten Ermächtigung) der Bundesminister für Landesverteidigung, darüber hinaus der Bundespräsident.
Organisation des Bundesheeres
Organisatorische Gliederung
- Bundesministerium für Landesverteidigung
- Kommando Landstreitkräfte
- 9 Militärkommanden
- Militärkommando Wien
- Militärkommando Niederösterreich
- Militärkommando Burgenland
- Militärkommando Oberösterreich
- Militärkommando Steiermark
- Militärkommando Salzburg
- Militärkommando Kärnten
- Militärkommando Tirol
- Militärkommando Vorarlberg
- 6. Jägerbrigade (Gebirgsjäger)
- Stabsbataillon 6, Jägerbataillon 23, 24, 26, Pionierbat. 2, Aufklärungsbat. 2
- 7. Jägerbrigade (direkt dem Kommando Landstreitkräfte unterstellt)
- Jägerbataillon 25 (luftlandetauglich; der 7. Jägerbrigade unterstellt)
- 3., 4. Panzergrenadierbrigade (direkt dem Kommando Landstreitkräfte unterstellt)
- AufstStbKuKUTS
- Kommando Luftstreitkräfte (Abzeichen)
- Kommando Luftraumüberwachung
- Kommando Internationale Einsätze (KdoIE)
- Kommando Spezialeinsatzkräfte (KdoSEK; AUSOC)
- Jagdkommando
- Ämter
- Heerespersonalamt
- Heeresnachrichtenamt (Auslandsgeheimdienst)
- Abwehramt (Inlandsgeheimdienst)
- Amt für Rüstung und Wehrtechnik
- Akademien
- Landesverteidigungsakademie
- Theresianische Militärakademie
- Heeresunteroffiziersakademie
Gliederung nach Waffengattungen
Taktische Zeichen siehe: Artzeichen
Gliederung nach Dislokation
- Wien
- Niederösterreich
- Burgenland
- Oberösterreich
- Steiermark
- Salzburg
- Kärnten
- Tirol
- Vorarlberg
Hierarchie und Verbandsstärke
Taktische Zeichen siehe: Größenordnungszeichen
Dienstgrade
siehe: Dienstgrade im Bundesheer
Waffen und Gerät
Infanteriewaffen
- Pistole 80 (P80) (GLOCK 17)
- Sturmgewehr 77 (StG77) STEYR AUG
- Sturmgewehr 58 (StG58)
- Scharfschützengewehr 69 (SSG69) Steyr SSG 69
- Maschinengewehr 74 (MG74) Maschinengewehr 42
- Panzerabwehrlenkwaffe BILL (PAL2000)
- Panzerabwehrrohr 70 (PAR 70)
- Panzerabwehrrohr 66/79 (PAR 66/79)
- Überschweres Maschinengewehr 12,7mm (üsMG M-2)
- Maschinenkanone 2cm (lFLAK 65/68)
- Mittlerer Granatwerfer 82 (mGrW)
- Schwerer Granatwerfer 86 (sGrW)
Kraftfahrzeuge
- KTM 250
- Steyr Pinzgauer 712 / 716 M
- Puch G
- Steyr 680M
- Steyr 12M18
Panzer
- Kampfpanzer:
- 114 Leopard 2A4 (KPz Leopard)
- Jagdpanzer:
- 120 Steyr Kürassier A2 (JaPz Kürassier A2)
- 166 Steyr Kürassier A1 (JaPz Kürassier A1) eingemottet
- 90 Jaguar 1 A1 (RakJaPz Jaguar 1 A1)
- 10 Jaguar 2 A1 (FüPz Jaguar 2 A1)
- Schützenpanzer:
- 112 Steyr Ulan (SPz Ulan)
- 230 Steyr A1 12,7mm (SPz A1 12,7mm M-2)
- 76 Steyr A1 20mm (SPz A1 20mm MK66)
- Transportpanzer:
- 143 Steyr A1 (verschiedene Versionen)
- 68 Steyr Pandur A1 (MTPz Pandur A1)
- 1 Steyr Pandur 2 (MTPz Pandur 2)
- Bergepanzer:
- 10 M88 A1 (BgePz M88 A1)
- 3 Büffel (BgePz 3 Büffel)
- 36 Steyr Greif A1 (BgePz Greif A1)
- 24 M578 (BgePz M578)
- Pionierpanzer:
- 18 Steyr Greif Pionierpanzer (PiPz)
- Allschutz Transportfahrzeuge:
- 20 Dingo 2 (ATF Dingo 2)
Artillerie
- Panzerhaubitze M 109 A5Ö
Bundesheer in Zahlen
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Geschichte des Bundesheeres
- Überblick über die Österreichischen Streitkräfte
Die Geschichte der Österreichischen Streitkräfte (1945-200x)
Chronologie
1950er
- 1952: Gründung der B-Gendarmerie
- 1955: Wiedererrichtung des Österreichischen Bundesheeres
- 1956: Voller Grenzsicherungseinsatz entlang der ungarischen Grenze anlässlich des Ungarischer Volksaufstand
- 1958: Errichtung der Heeres-Unteroffiziersschule sowie Wiedereröffnung der Militärakademie in der Burg von Wiener Neustadt (Theresianische Militärakademie, MilAk)
1960er
- 1960: Beginn des UN-Einsatzes im Kongo (Beendigung 1963)
- 1962: Ernennung der ersten Reserveoffiziere
- 1963: Hilfseinsatz im Erdbebengebiet von Skopje (Jugoslawien)
- 1965: Katastropheneinsätze des Bundesheeres in Kärnten und Osttirol, Salzburg und Tirol
- 1966: Hochwassereinsätze des Bundesheeres in Salzburg, Osttirol, Kärnten und der Steiermark
- 1968: Teilalarmierung und verstärkte Grenzsicherung entland der tschechoslowakischen Grenze anlässlich des Prager Frühlings
1970er
- 1972: Beginn des UN-Einsatzes in Zypern
- 1975: Einführung des Kampfanzuges 75
- 1976: Hilfseinsatz des Bundesheeres im Erdbebengebiet von Friaul (Italien); Pionier-Assistenzeinsatz nach dem Einsturz und der Wiedererrichtung der Reichsbrücke in Wien
1980er
- 1980: Beteiligung des Bundesheeres an Hilfsmaßnahmen für die Erdbebenopfer in Süditalien (Region Avellino)
- 1985: Hochwassereinsatz
- 1988: Erdbebeneinsatz österreichischer Soldaten in Armenien
- 1989: Erste Auswahl und Ausbildung der österreichischen Kosmonauten (Austronauten) beim Bundesheer
Insgesamt kann man wohl sagen, dass des Bundesheer in der Raumverteidigungsära in der Zeit von 1978 bis ca. 1991 seine stärktste Zeit hatte was die Fähigkeit zur Verteidigung in einem großen Konflikt betrifft. Das damals gültige Raumverteidigungskonzept sah den Kampf und die starke Verteidigung von Schlüsselzonen vor, die auch mit zig hunderten Festen Anlagen (Bunker), vorbereiteten Sperre, Feldsperren, Sprenganlagen, ... und starken Einheiten geschützt waren. Die Schlüsselzonen befanden sich vor allem im alpinen (d.h. leicher zu verteidigenden) Bereich. Außerhalb der Schlüsselzonen gab es die Raumsicherungszonen in denen durch eine guerlillaartigen Kleinkriegstaktik durch Jagdkampfbataillone ein potentieller Angreifer (der nach damaliger Planung NATO bzw. Warschauer Pakt war) einen möglichst hohen Eintrittspreis ins neutrale Österreich zahlen sollte.
Eine starke Verteidigung außerhalb der Schlüsselzonen direkt ab der Staatsgrenze war für den Operationsfall Jugoslawien vorgesehen, der ja dann 1991 in abgeschwächter Form auch eintrat.
Das Raumverteidigungskonzept war wie aus inzwischen veröffentlichten Dokumenten der ehemaligen potentiellen Gegner hervorgeht, vom Ausland doch "gefürchtet". So plante zB die Ungarische Armee für eine nur leicht geschützte Raumsicherungszone 50 bis 70 Geschütze und Granatwerfer, 10 bis 15 Panzer und 15 bis 20 Geschütze (im Direktbeschuß) pro Kilometer ein. Bei einem derartigen Kräfteeinsatz würde das Tempo des Vormarsches innerhalb der Raumsicherungszone 2,5 bis 3 Kilometer pro Stunde betragen. Für einen Vormarsch in den Schlüsselzonen sahen sich die Ungarn damals nicht gerüstet (Quelle: Vortrag eines Ungarischen Generals in "Information zur Sicherheitspolitik Nr.20, Juli 1999)
Und zB ein Einmarsch der NATO aus Italien konnte dank der in den Tälern vorbereiteten Sperren und Sprengpläne sehr leicht und effizient behindert werden.
In großen Raumverteidigungsübungen wurden verschiedene Szenarien beübt - dabei wurden auch mehrmals Spione verhaften (1979 auch einer aus der Schweiz).
Die in Landwehrstammregimentern organisierte Armee hatte einen sehr hohen aber gut ausgebildeten Milizanteil (Planung 300.000 Mann).
Mit dem Zerfall des Warschauer Paktes war auch das Raumverteidigungskonzept überholt. Ab 1992 erfolgte daher die Umgliederung der Landwehrstammregimenter in Jäger- und Stabsregimenter und eine deutliche Reduktion der personellen Stärke.
1990er
- 1990: Beginn des Assistenzeinsatzes an der Grenze zu Ungarn auf Anfrage des Bundesministeriums für Inneres
- 1991: Verstärkte Grenzsicherung und Verlegen von Teilen des Bundesheeres an die jugoslawische Grenze: Panzer der Jugoslawischen Volksarmee erreichen den Grenzraum. Eine Mig 21 der Jugoslawischen Volksarmee dringt in österreichischen Luftraum ein, Saab 105 Jagdbomber des Fliegerregiments 3 des Bundesheeres zwingen sie zur Landung in Klagenfurt. Draken-Abfangjäger flogen mehrere Alarmeinsätze, das Radarsystem Goldhaube bewährte sich bestens.
- 1998: Die Theresianische Militärakademie (MilAk) richtet den Fachhochschul-Studiengang "Militärische Führung" ein, wodurch Berufsoffiziere erstmals für ihre militärakademische Ausbildung neben dem Dienstgrad Leutnant auch den akademischen Grad Magister (FH) erhalten.
- 1999: Assistenzeinsatz anlässlich der Lawinenkatastrophe in Galtür
2000er
- 2002: Hochwassereinsatz
- 2002: ISAF-Einsatz (Afghanistan)
- 2005: Vorwärtsverteidigung am Hindukusch (Taliban, Afghanistan)
- 2005: In der oberösterreichischen Kaserne Freistadt fliegt eine Misshandlungs-Affäre auf. Rund 80 Grundwehrdiener wurden im Oktober 2003 zu Ausbildungszwecken Opfer einer inszenierten "Geiselnahme". Sie wurden körperlich und psychisch misshandelt. Das zeigt ein Video, das von einem Rekruten veröffentlicht wird. In den nächsten Tagen werden auch noch Übergriffe in den Kasernen Landeck (Tirol) und Bludesch (Vorarlberg) bekannt.
- 2006: Der Grundwehrdienst wird ab 01.Januar 2006 auf 6 Monate verkürzt.
Bundesminister und Ranghöchste Offiziere seit 1956
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siehe auch: Ranghöchste Offiziere des Österreichischen Bundesheeres seit 1956
Bundesheer 2010
Um das Bundesheer an die Anforderungen der kommenden Jahre anzupassen, wurde von Bundesminister Günther Platter eine Reformkommission, bestehend aus militärischen Experten und prominenten österreichischen Persönlichkeiten, unter der Leitung von Helmut Zilk eingesetzt, deren Bericht Mitte Juni 2004 offiziell an den Minister übergeben wurde.
Der Bericht enthält im Kern folgende Vorschläge:
- Verkürzung der Wehrdienstzeit von 8 auf insgesamt nur mehr 6 Monate ab Jänner 2006
- Die Möglichkeiten eines Berufsheeres werden teilweise erwogen
- Senkung der Mobilmachungsstärke von derzeit ca. 110.000 auf ca. 50.000 Mann
- Änderungen der Aufgaben der Milizsoldaten
- Zwei Bataillone (2500 Mann) und eine Brigade (3500) für Auslandseinsätze
- Knapp die Hälfte der Liegenschaften des Bundesheeres soll verkauft werden
Internationale Bedeutung des Bundesheeres
Das österreichische Bundesheer nimmt seit 1960 an friedenserhaltenden internationalen Einsätzen teil:
- 1960 - 1963 : Kongo
- 5 UN- Sanitätskontigente, 232 Mann
- 1964 - 1973 : Zypern
- 1 UN - Sanitätskontingent, 54 Mann
- 1972 - 2001 : Zypern
- 1 UN - Bataillon, 283 Mann
- 1973 - 1973 : Ägypten
- 1 UN - Bataillon
- 1974: Golanhöhen (Syrien) (Israel)
- 1 UN - Bataillon, 720 Mann (1973), jetzt 373 Mann
- 1976 - 1976 : Italien
- Hilfseinsatz des Bundesheeres nach Erdbeben in Friaul
- 1996 - 2001 : Bosnien
- 1 Versorgungskompanie, Versorgungsteile, 259 Mann
- 1999: Kosovo
- 1 Infanteriekontingent, 436 Mann
- 1999 - 1999 : Türkei
- 1 AFDRU Kontingent, 113 Mann
- 2003 - 2003 : Iran
- AFDRU Hilfseinsatz nach Erbebenkatastrophe
- 2002 - 2002 : Afghanistan
- Entsendung der ISAF Truppen
- 2004 : Bosnien
- EUFOR Einsatz, 280 Mann
- 2005 - 2005 : Sri Lanka
- AFDRU Einheit zur Trinkwasseraufbereitung, 60 Mann
- 2005 - 2005 : Afghanistan
- Österreichische Soldaten zur Sicherung während den Wahlen, 50 Mann
- 2005 - 2005 : Pakistan
- AFDRU Einheit zur Trinkwasseraufbereitung nach Jahrhunderterdbeben, 60 Mann
Völkerrechtliche Einschränkungen des Bundesheeres
Der Staatsvertrag von Wien 1955 enthält zahlreiche, insbesondere Spezialwaffen betreffende, Einschränkungen des Bundesheeres.
siehe: Militärische und Luftfahrt-Bestimmungen des Staatsvertrages von Wien 1955.
Rechtliche Einordnung
- Das Bundesheer ist Teil der Bundesverwaltung.
- Ein militärischer Befehl ist als Weisung im Sinne des Artikel 20 B-VG zu qualifizieren.
Verweise
Artikel
- Angelobung
- Dienstgrade im Bundesheer
- Theresianische Militärakademie
- Liste der Kasernen des österreichischen Bundesheeres
Armeen anderer Länder
- Deutsche Bundeswehr
- Heer
- Marine
- Luftwaffe
- Streitkräftebasis
- Zentraler Sanitätsdienst
- Schweizer Armee
- Streitkräfte der USA
- US-Army
- US-Navy
- US-Air Force
- US-Marines
Siehe auch
- Heeresgeschichtliches Museum
- Kriegsmarine (historisch)
Weblinks
- [http://www.bmlv.gv.at Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV)]
- [http://www.bhi.at BHI.AT Österreichs größtes Bundesheer-Magazin]
- [http://www.doppeladler.com DOPPELADLER.COM - Plattform für Österreichs Militärgeschichte]
- [http://www.milrg.at Bundesoberstufenrealgynasium an der Theresianischen Militärakademie]
- [http://www.netzeitung.de/ausland/315725.html Offiziere in Österreich wegen Misshandlungen suspendiert] (Netzeitung vom 03.Dezember 2004)
Bundesheer
Bundesheer
!
Bundesministerium für LandesverteidigungDie seit 1956 als Bundesministerium für Landesverteidigung (kurz "BMLV" oder "Verteidigungsministerium") bezeichnete österreichische Verwaltungseinrichtung des Bundes ist für alle militärischen Angelegenheiten, insbesondere die, die das Österreichische Bundesheer betreffen, zuständig.
Bundesminister
In der derzeitig amtierenden Bundesregierung Schüssel II ist Günther Platter (ÖVP) Bundesminister für Landesverteidigung. Als solcher ist er Vorgesetzter aller dem BMLV untergeordneten Behören und somit Befehlshaber des Österreichischen Bundesheeres.
Für bestimmte Rechtshandlungen, wie die Heranziehung von mehr als 5.000 Mann der Miliz oder Reserve, ist der Bundesminister freilich an die Ermächtigung des Bundespräsidenten, der den verfassungsgemäßen Oberbefehl über das Bundesheer hat, gebunden.
Kompetenzen
Das BMLV ist zuständig für:
- Militärische Angelegenheiten
- Bundesheer: Führung, Bewaffnung und Ausrüstung, Ergänzung, Waffen-, Schieß- und Munitionswesen, Wehrtechnik, militärischen Krankenanstalten
- Militärluftfahrt
- Militärische Sperrgebiete (insbes. Truppenübungsplätze)
- Militärischer Attachédienst
- Errichtung, Instandhaltung und Verwaltung aller Bauten, Anlagen und Liegenschaften des Bundes, die dem Bundesministerium, der Heeresverwaltung oder dem Bundesheer dienen
- Schifffahrt, des Kraftfahrwesens, des Fernmelde- und des Vermessungswesens im militärischen Bereich
- Führung des Heeresgeschichtlichen Museums (Militärhistorisches Institut)
- militärische Stiftungen und Fonds
- Heeresforstverwaltung Allentsteig
Organisation
- Bundesminister
- Kabinett des Bundesministers
- Direktion für Sicherheitspolitik
- Bundesheer-Reformkommission
- Sektion I: Zentralsektion
- Gruppe: Präsidium
- Gruppe: Rechtswesen und legislativer Dienst
- Gruppe: Personal- und Ergänzungswesen
- Gruppe: Kommunikation
- Sektion II: Kontrollsektion
- Büro Bundesheer Beschwerdekommission
- Gruppe: Disziplinar- und Beschwerdewesen sowie Berichte
- Gruppe: Prozess- und Ergebniskontrolle
- Gruppe: Innere Revision und Gebarungskontrolle
- Generalstab
Historische Entwicklung
- Bis 1918: Zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie waren ein Kriegsministerium, das für die gesamte Monarchie zuständig war, und ein Ministerium für Landesverteidigung, das nur der österreichischen Reichshälfte diente, eingerichtet.
- 1918-20: Staatsamt für Heereswesen
- 1920-36: Bundesministerium für Heereswesen
- 1936-38: Bundesministerium für Landesverteidigung
- 1945-56: In der Zeit der durch die Besatzungsmächte fremdkontrollierten Republik Österreich waren die Agenden der Landesverteidigung Sache des Amtes für Landesverteidigung, einer Sektion im Bundeskanzleramt.
- 1956 bis heute: Bundesministerium für Landesverteidigung
Zeitleiste der Bundesminister für Landesverteidigung seit 1945
Verweise
Artikel
- Verteidigungsminister der Republik Österreich
- Österreichisches Bundesheer
Weblinks
- [http://www.bmlv.gv.at Bundesministerium für Landesverteidigung]
Kategorie:Militär (Österreich)
Landesverteidigung
!Bundesministerium für Landesverteidigung
HeeresnachrichtenamtDas Heeresnachrichtenamt (HNaA) ist der militärische Auslandsnachrichtendienst Österreichs. Er gliedert sich in folgende Abteilungen:
- Führung
- Information
- Auswertung
- Logistik
- Informationstechnologie
- Fernmeldeaufklärung
- Betriebsabteilung (BetrSt)
- 1985 wurde das Abwehramt (AbwA) vom HNaA abgespaltet
Bisherige Leiter des HNaA:
- Kurt Fechner: 1955 - 1962
- Alexander Buschek: 1962 - 1980
- Johann Ulrich: 1980 - 1990
- Alfred Schätz: 1990 - 2003
- Fritz Weber: seit 2003
Auslandsaufklärung:
Technisch hochwertige Ausrüstung (Funkhorchstationen, Peil- und Horchnetz), die insbesondere 1991 in der Jugoslawienkrise zum Einsatz kam. Zusätzlich gibt es mobile Aufklärungseinheiten des Fernmeldeaufklärungsbataillons.
Standorte:
Kommandogebäude General Körner
Hütteldorferstr. 126
1140 Wien
Maria-Theresien-Kaserne in Wien (eh. Fasangarten-Kaserne)
Am Fasangarten 2
1130 WIEN
Dort wurde übrigens 1962 der Auftrag zur Ausbildung einer militärischen Sonderausbildung gestellt - der Grundstein des Jagdkommandos war gelegt; der 1.Jagdkommandokurs fand im Jahr darauf statt.
Mehr über das Jagdkommando können sie auf der inoffiziellen bzw auf der offiziellen Jagdkommando Homepage nachlesen.
Fixe Funkhorchstationen:
Königswarte in Niederösterreich
Neulengbach in Niederösterreich
Kolomannsberg in Oberösterreich
Koralpe im Süden Österreichs
Quellen u.a : http://www.raw.at/sub/texte/inteam/inteam6/int6_vorwaerts_zu_metternich.htm
Berichte in online Medien ...
Die Qualität des Heeresnachrichtenamtes
Dazu ein Zitat aus [1], Seite 26:
Später meinte dann Verteidigungsminister Georg Prader über die Qualität seines Geheimdienstes in der CSSR-Krise (Anm: im Jahr 1968): "Man kann ja über dies alles leider nicht reden, aber unser Nachrichtendienst war und ist wirklich ganz hervorragend. Das eine kann ich aber doch sagen: wir sind zehnmal besser informiert gewesen als die Amerikaner mit ihren ganzen Möglichkeiten."
Auch in der Briefbombenaffäre (1993-1997) kommt das Heeresnachrichtenamt zum Zug: 1996 erhält das Magazin "profil" einen 15 Seiten langen, verschlüsselten Bekennerbrief des damals noch unbekannten Attentäters Franz Fuchs. Der Brief ist mit Hilfe des RSA-Verfahrens verschlüsselt worden und verwendet eine 243-stellige Primzahl als RSA-Modul.
Die Polizei reicht diesen Brief an die Dechiffrierungsexperten des HNaA, die NSA und andere Institutionen weiter. Vier Tage später hatte das HNaA als erstes das Bekennerschreiben entschlüsselt.
Der nächste Erfolg des HNaA (der öffentlich bekannt wurde) folgte 1999 im Zuge der Jugoslawienkrise. Es gelang den Mitarbeitern des Heeresnachrichtenamtes eine verschlüsselte Funkmeldung der jugoslawischen Armee zu entschlüsseln: Der brisante Inhalt wurde als Hufeisenplan bekannt und hatte die ethnische Säuberung des Kosovos als Inhalt.
Der damalige Aussenminister Wolfgang Schüssel gab diesen Plan an seine Amtskollegen der EU (uA. dem deutschen Aussenminister Joschka Fischer) weiter. Die Aufdeckung des Hufeisenplans hatte dann das Eingreifen der NATO-Truppen in Jugoslawien ab März 1999 zur Folge.
Siehe auch
- Liste der Nachrichtendienste
Kategorie:Bundesheer
Kategorie:Nachrichtendienst
Kategorie:BundesheerKategorie:Militär (Österreich) Paus Innocentius II
Innocentius II was paus van 13 februari 1130 tot 24 september 1143.
Hij werd geboren te Rome als Gregorio de Papareschi.
Hij werd op het sterfbed van Paus Honorius II gekozen tot de nieuwe paus.
Aangezien dit op een formeel onjuiste manier was gebeurd, werd zijn keuze door diverse kardinalen betwist en kozen ze tegenpaus Anacletus II.
Innocentius II
ko:교황 인노첸시오 2세
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Gat in de taal
Een begrip waar geen woord voor is, wordt wel een gat in de taal genoemd.
Zo'n gat in de taal valt vaak pas op als voor hetzelfde begrip in een vreemde taal wel een woord is. Maar ook zonder dat kan het voorkomen dat er iets is waar ineens geen woord voor blijkt te bestaan.
- Zo blijkt niemand te weten hoe het balkje heet dat de boodschappen scheidt op de lopende band van de kassa in een supermarkt. De poging om dit een beurtbalkje te noemen is niet echt van de grond gekomen.
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Centrifuge
Een centrifuge is een apparaat dat gebruikt wordt om gemengde stoffen te scheiden door het uitoefenen van een centrifugale kracht op een oplossing.
Werking
In principe is een centrifuge een motor die een as laat ronddraaien – aan de as kunnen containers met oplo
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Ouderverstotingssyndroom
Het begrip ouderverstotingssyndroom is een vertaling van het Engelse Parental Alienation Syndrome. Dit syndroom is met name beschreven door de Amerikaanse psychiater Richard A. Gardner (1931-2003). Zijn omschrijving van dit begrip luidt als volgt:
"Het ouderverstotingssyndroom is een afwijking van kinderen, die zich bijna uitsluitend voordoet in de context v
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Bruinrode heidelibel
De Bruinrode heidelibel (Sympetrum striolatum) is een Echte libel uit de familie van de Korenbouten (Libellulidae). Het is een libel van 42 à 44 mm die in vrijwel heel Europa voorkomt. In Nederland is het een algemene soort van juli tot oktober. Regelmatig vinden er invasies vanuit het zuiden plaats.
Uiterlijk
De Bruinrode heidelibel kan gemakkelijk verwisseld worden met de Steenrode heidelibel (Sympetrum vulgatum). Het belangrijkste verschil is
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Papierversnipperaar
Een papierversnipperaar versnippert papieren, zodat zij niet meer gelezen kunnen worden.
Over het algemeen kan een papierversnipperaar enkele A4-tjes tegelijkertijd versnipperen, maar er bestaan ook grotere exemplaren. Het apparaat versnippert het papier door het in de lengterichting in repen te snijden. Duurdere papierversnipperaars snijden het papier ook in de breedte. In feite betekent 'versnipperen' het in kleine stukjes snijden.
Van papier dat in de lengterichting wordt gesneden, kunn
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Bourtanger veen
Het Bourtangermoeras is een voormalig groot veengebied in Oost-Drenthe en Oost-Groningen en aangrenzend Duitsland. Het is vanaf de Middeleeuwen grotendeels ontgonnen, waardoor er aan het begin van de 21e eeuw slechts kleine restanten van over zijn.
Omvang
Het Bourtangermoeras had
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RvB
De Raad van Bestuur (RvB) is het hoogste leidinggevende orgaan van een besloten vennootschap of een naamloze vennootschap. Een Raad van Bestuur is belast met de dagelijkse leiding van de onderneming en legt verantwoording af aan de Raad van Commissarissen en/of de Algemene Vergadering van Aandeelhouders.
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