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Adenauer-Erlass

Adenauer-Erlass

Adenauer-Erlass ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den am 19. September 1950 von der CDU-Regierung unter Konrad Adenauer gefassten Beschluss zur Verfassungstreue der öffentlich Bediensteten in der Bundesrepublik. Dadurch war es diesen Personen verboten, Mitglied in Organisationen zu sein, die die Bundesregierung als verfassungsfeindlich einstuft. Hintergrund sind die verstärkten ideologischen Auseinandersetzungen im kalten Krieg, wie sie sich etwa bei der ersten Bundestagswahl 1949 gezeigt hatten, als die KPD 5,7% und die rechtsextreme DKP-DRP 1,8% erhalten hatten und ins Parlament eingezogen waren. Zudem stand man unter dem Eindruck des Koreakriegs, sodass eine konsequente Verpflichtung der Beamten auf die Verfassung geboten schien. Rechtsgrundlage hierfür war § 3 Abs. 2 des Deutschen Beamtengesetzes, der festschreibt, dass die "im Dienste des Bundes stehenden Personen ... sich durch ihr gesamtes Verhalten zur demokratzischen Staatsauffassung bekennen" müssen. Der Adenauer-Erlass hat dies dahingehend präzisiert, dass die "Gegner der Bundesrepublik" nach Auffassung der Bundesregierung ihre Bemühungen verstärkten, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu untergraben. Im Erlass heißt es weiter: "Wer als Beamter, Angestellter oder Arbeiter im Bundesdienst an Organisationen oder Bestrebungen gegen die freiheitlich demokratische Staatsordnung teilnimmt, sich für sie betätigt oder sie sonst unterstützt, ... macht sich einer schweren Pflichtverletzung schuldig." Es folgt die Aufzählung von 13 Organisationen, deren Unterstützung für unvereinbar mit den Dienstpflichten erklärt wird. Der Erlass richtete sich gleichermaßen gegen rechts-, wie linksextreme Gruppen, doch zeigt die ausdrückliche Erwähnung der "auf Gewalthandlungen abzielenden Beschlüsse des 3. Parteitages der kommunistischen SED und des sogenannten "Nationalkongresses"", dass das Schwergewicht beim Kampf gegen den Kommunismus lag. Neben der KPD enthält die Aufzählung u.a. auch die FDJ, den Kulturbund und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Der Erlass wurde insofern kritisiert, als er formal auf die reine Mitgliedschaft abhob und nicht etwa auf eine Einzelfallprüfung. Im öffentlichen Dienst tätige Personen, deren Verfassungstreue in Frage gestellt wurde, mussten mit Leistungskürzungen und Entlassungen rechnen, zumal im Erlass selbst "unnachsichtiges" Vorgehen gegen "Schuldige" angemahnt wurde und sich Bundesländer und Kommunen dem Erlass anschlossen. In der Folge wurden daher mehrere tausend Bedienstete auf ihre Verfassungstreue überprüft und bestraft. Die KPD und die rechtsextremistische SRP wurden 1956 bzw. 1952 verboten. Anfang der siebziger Jahre wurde der Adenauer-Erlass in Form des Radikalenerlasses wieder aufgegriffen. Die Entwicklung im Deutschland der fünfziger Jahre zeigt teilweise Parallelen zur USA der McCarthy-Ära. Literatur: H. Jellinek u.a., Grewe, Scheuner in Deutscher Bund für Bürgerrechte, Frankfurt/M., Politische Treupflicht im öffentlichen Dienst, 1951 Kategorie:Politik (Deutschland) Kategorie:1950

1950

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Max Petitpierre wird Bundespräsident der Schweiz
- 4. Januar: Israel erklärt Jerusalem zur Hauptstadt von Israel
- 21. Januar: Gründung der "Deutschen Reichspartei (DRP) durch Fusion der DKP-DRP mit der NDP
- 26. Januar: Mit Inkrafttreten der neuen Verfassung (verabschiedet 26. November 1949) wird Indien offiziell zur Republik. Erster Präsident wird Rajendra Prasad
- 15. März: Der 1948 ausgearbeitete Kopenhagener Wellenplan tritt in Kraft. Da Deutschland in diesem Plan nur wenige Frequenzen im Mittelwellenbereich zugeteilt werden, wird der zügige Aufbau der UKW-Sendernetze favorisiert. Allerdings wird dieser sehr umstrittene Wellenplan in vielen Ländern kaum eingehalten
- 18. März: In Kairo gibt es ein Aufführungsverbot für Filme mit Elizabeth Taylor, da sie an einer Galaveranstaltung zur finanziellen Unterstützung Israels teilgenommen hat
- 16. April: Die Briten unterbrechen ihre Bombenabwürfe auf Helgoland, seit Kriegsende Übungsziel
- 5. Mai: Thailand. Krönung von König Rama IX.
- 9. Mai: Robert Schuman legt mit seiner Idee eines vereinten Europas den Grundstein für die heutige Europäische Union
- 15. Juni: Der Deutsche Bundestag beschließt den Beitritt der Bundesrepublik zum Europarat
- 25. Juni: Beginn des Koreakriegs (Ende des Krieges: 17. Juli 1953)
- 28. Juni: Nordkoreanische Streitkräfte nehmen die südkoreanische Hauptstadt Seoul ein
- 4. Juli: Sendebeginn von Radio Free Europe in München
- 6. Juli: Im Görlitzer Vertrag zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen wird die Oder-Neiße-Linie als neue polnische Westgrenze festgelegt
- 17. Juli: Afghanistan. 1. Transit-Abkommen mit der UdSSR
- 19. Juli: Zentralrat der Juden in Deutschland gegründet
- 25. Juli: In der DDR wird Walter Ulbricht auf der konstituierenden Sitzung des neuen Zentralkomitees der SED Generalsekretär
- 5. August: Veröffentlichung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen
- 22. August: Gründung des THW (Technisches Hilfswerk)
- 25. August: Friedrich Flick wird begnadigt
- 31. August: Die Zeugen Jehovas werden in der DDR verboten, worauf es zu Hunderten von Verhaftungen und Schauprozessen kommt
- 13. September - Die erste Volkszählung in der Bundesrepublik Deutschland wird durchgeführt.
- 15. September: Mit der Landung bei Incheon beginnt die Gegenoffensive der alliierten Truppen im Koreakrieg
- 26. September - Die USA erklären die zwei Tage zuvor geschehene Bombardierung der Stadt Antung (Mandschurei) zum Irrtum und erklären sich zu Schadensersatz gegenüber der Volksrepublik China bereit.
- 28. September: Indonesien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 29. September - Die DDR wird Mitglied im Comecon.
- 8. Oktober - In Karlsruhe beginnt die Tätigkeit des Bundesgerichtshofs.
- 9. Oktober: Rücktritt des deutschen Innenministers Gustav Heinemann wegen des Bestrebens des Kanzlers Konrad Adenauer nach Wiederbewaffnung
- 19. Oktober: Mit der Überschreitung des Grenzflusses Yalu durch Freiwilligenverbände beginnt die Teilnahme Chinas am Koreakrieg
- 4. November: Die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) wird unterzeichnet

Katastrophen


- 12. März: Sigginston, Wales, Großbritannien. Eine Avro Tudor V stürzte während des Landeanflugs ab. Alle 83 Menschen an Bord starben dabei
- 24. Juni: Lake Michigan, USA. Eine DC-4 der Northwest Airlines explodierte und stürzte in den Michigansee, ca. 30 km nördlich von Benton Harbor. Alle 58 Menschen starben
- 21. Juli: Der Elefant Tuffi springt aus der fahrenden Wuppertaler Schwebebahn
- 15. August: Erdbeben der Stärke 8,6 in Assam, Indien, 1.530 Tote

Wirtschaft


- In Deutschland ersetzen mit Bundesrepublik Deutschland geprägte Münzen die der Bank deutscher Länder
- 31. Januar: In der Bundesrepublik Deutschland werden die Lebensmittelkarten abgeschafft
- 15. Mai: Die Sowjetunion erlässt der DDR und der BRD die Hälfte der noch zu zahlenden Reparationsleistungen. Die BRD allerdings hatte jedoch bisher noch keine Reparationen dorthin geleistet, auch später nicht mehr

Kultur


- 2. Januar: Guatemala wird Mitglied in der UNESCO
- 10. Januar: Panama wird Mitglied in der UNESCO
- 23. Januar: Schweden wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Mai: Uraufführung der Oper Don Juan und Faust von Hermann Reutter an der Staatsoper in Stuttgart
- 16. Mai: Uraufführung der musikalischen Komödie Das Feuerwerk von Paul Burkhard in München
- 19. Mai: Costa Rica wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Mai: Indonesien wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Juni: Jordanien wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Juni: Republik Korea wird Mitglied in der UNESCO
- 25. September: In Hamburg nimmt der Westdeutsche Rundfunk den ersten Fernsehsender in Betrieb
- Eine Forschungsgruppe der UNESCO kommt zu dem Ergebnis, dass der Rassebegriff wissenschaftlich nicht haltbar ist
- Namensänderung „Freie Protestanten“ in Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft (siehe Unitarier)
- Lafayette Ronald Hubbard, der Gründer der Scientology-Sekte, veröffentlicht sein Werk „Dianetics: The Modern Science of Mental Health“
- Eröffnung des Georg-Kolbe-Museum

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien gewinnt das Nachbarland Uruguay. Der Gastgeber wird nur Zweiter
- 3. Juni Erstbesteigung der/des Annapurna und des ersten Achttausenders, des zehnthöchsten Berges der Erde
- 2. September: Der Deutsche Turnerbund wird wieder gegründet

Geboren

1. Halbjahr


- 1. Januar: Morgan Fisher, britischer Keyboarder
- 3. Januar: Christoph Delz, Schweizer Komponist und Pianist († 1993)
- 4. Januar: Christel Happach-Kasan, deutsche Politikerin und MdB
- 5. Januar: Chris Stein, Gitarrist und Mitbegründer der Band Blondie
- 7. Januar: Harry Böseke, deutscher Schriftsteller
- 9. Januar: Wolfgang Rohde, deutscher Musiker
- 9. Januar: Norbert Leisegang, deutscher Musiker (Keimzeit)
- 9. Januar: Willi Zylajew, deutscher Politiker
- 9. Januar: Rio Reiser, deutscher Rockmusiker (Ton Steine Scherben) († 1996)
- 10. Januar: Winfried Schäfer, Fußballtrainer
- 10. Januar: Carlo Siliotto, italienischer Komponist hauptsächlich von Filmmusik
- 13. Januar: Wolfgang Holzhäuser, deutscher Fußball-Funktionär
- 13. Januar: Bernd Wippich, deutscher Musiker
- 14. Januar: Hanne Haller, deutsche Schlagersängerin, Komponistin, Texterin († 2005)
- 16. Januar: Damo Suzuki, Sänger der Krautrockgruppe Can
- 16. Januar: Caroline Munro, Schauspielerin
- 20. Januar: Udo Röbel, Journalist und Autor
- 20. Januar: Mahamane Ousmane, nigerischer Politiker und Präsident des Landes
- 21. Januar: Marion Becker, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 21. Januar: Silke Maier-Witt, Krankenschwester, Psychologin, RAF-Terroristin
- 21. Januar: Agnes van Ardenne, niederländische Politikerin
- 21. Januar: Billy Ocean, Popsänger aus Trinidad
- 22. Januar: Werner Schulz, deutscher Politiker
- 23. Januar: Luis Alberto Spinetta, argentinischer Rockmusiker und -komponist
- 23. Januar: Richard Dean Anderson, US-amerikanischer Schauspieler
- 24. Januar: Daniel Auteuil, französischer Schauspieler
- 26. Januar: Ivan Hlinka, tschechischer Eishockeyspieler und -trainer († 2004)
- 26. Januar: Jörg Haider, österreichischer Politiker und Großgrundbesitzer
- 27. Januar: Günter Gloser, deutscher Politiker der SPD und MdB
- 28. Januar: Hamad ibn Isa Al Chalifa, König von Bahrain
- 28. Januar: Heinz Wewering, Trabrennfahrer und -trainer
- 30. Januar: Karlheinz Weimar, deutscher Politiker und MdL
- 31. Januar: Wilfried Nippel, deutscher Althistoriker
- 2. Februar: Barbara Sukowa, deutsche Schauspielerin
- 2. Februar: Serafim Urecheanu, moldawischer Politiker und Bürgermeister
- 4. Februar: Freya Klier, deutsche Autorin und Regisseurin
- 4. Februar: Leo Dautzenberg, deutscher Politiker
- 5. Februar: Franz Schausberger, österreichischer Politiker
- 6. Februar: Mike Batt, englischer Musiker und Komponist
- 6. Februar: René Fasel, Präsident der IIHF
- 6. Februar: Natalie Cole, US-amerikanische Sängerin und Filmschauspielerin
- 7. Februar: Marilyn Cochran, US-amerikanische Skirennläuferin
- 8. Februar: Jochen Leiß, deutscher Tischtennisspieler
- 8. Februar: Marcel Ospel, UBS-Verwaltungsratspräsident
- 10. Februar: Mark Spitz, Schwimmer, Olympiasieger
- 11. Februar: Jewgeni Sweschnikow, russisch-lettischer Schachmeister
- 12. Februar: Steve Hackett, britischer Musiker
- 12. Februar: Detlev Meyer, deutscher Dichter († 1999)
- 12. Februar: Angelo Branduardi, italienischer Musiker
- 13. Februar: Peter Gabriel, britischer Pop-Musiker
- 13. Februar: Keiko Takemiya, japanische Mangaka
- 15. Februar: Berthold Huber, deutscher Gewerkschafter
- 19. Februar: Yvonne Gunner, britische Künstlerin
- 19. Februar: Takanohana Kenshi, japanischer Sumo-Ringer († 2005)
- 20. Februar: Tony Wilson, britischer Musikmanager, Nachtclubbetreiber und TV-Journalist
- 20. Februar: Walter Becker (Musiker), Musiker
- 21. Februar: Richard Tarnas, Professor für Philosophie and Psychologie
- 22. Februar: Julie Walters, britische Schauspielerin
- 22. Februar: Miou-Miou, französische Schauspielerin
- 22. Februar: Aun Schaukat al-Chasauneh, jordanischer Diplomat und Jurist
- 22. Februar: Julius Erving, US-amerikanischer Basketballspieler
- 23. Februar: Klaus Brasch, deutscher Schauspieler († 1980)
- 23. Februar: Michel Meynaud, Musiker
- 24. Februar: Richard Bandler, Mitentwickler der Neurolinguistischen Programmierung
- 25. Februar: Neil Jordan, irischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent
- 25. Februar: Néstor Kirchner, Politiker, Präsident von Argentinien
- 25. Februar: Francisco Fernández Ochoa, spanischer Skirennläufer
- 26. Februar: Helen Clark, Premierministerin von Neuseeland
- 3. März: Karl Goldammer, österreichischer Maler
- 5. März: Willy Matheisl, Fotograf
- 5. März: Tom Russell, Sänger, Songwriter
- 6. März: Felix Genn, Bischof von Essen
- 6. März: Berthold Tillmann, deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Münster
- 7. März: Paul Krüger, deutscher Politiker
- 7. März: Reinhard Kaiser, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 10. März: Karlheinz Klotz, deutscher Leichtathlet
- 11. März: Carlo Schmid-Sutter, Schweizer Politiker
- 11. März: Bobby McFerrin, US-amerikanischer Vokalkünstler
- 13. März: André Brie, deutscher Politiker, Mitglied des Europäischen Parlaments
- 13. März: Charles Krauthammer, US-amerikanischer Kolumnist
- 13. März: Robert Brandom, US-amerikanischer Professor für Philosophie
- 13. März: William H. Macy, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. März: Kurt Koch, Bischof des Bistums Basel
- 16. März: Joe Bugner, Profi-Boxer
- 17. März: Rötger Feldmann, Comiczeichner
- 18. März: Claudia Winterstein, deutsche Politikerin
- 18. März: Peter Funke, deutscher Althistoriker
- 18. März: James Conlon, US-amerikanischer Dirigent
- 18. März: Brad Dourif, US-amerikanischer Schauspieler
- 19. März: Kurt Weigel, katholischer Priester, Urlauberseelsorger und Buchautor
- 20. März: Franz Josef Radermacher, Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler
- 20. März: Carl Palmer, Rockmusiker
- 20. März: William Hurt, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. März: Roger Hodgson, britischer Musiker
- 21. März: Horst Hoffmann, deutscher Schriftsteller
- 21. März: Elvira Grudzielski, Heimatforscherin
- 22. März: Goran Bregović, Bosnischer Musiker und Komponist
- 22. März: Pieke Biermann, deutsche Krimi-Schriftstellerin und Übersetzerin
- 22. März: Hugo Egon Balder, deutscher Schauspieler und Kabarettist
- 23. März: Michael Easley, US-amerikanischer Politiker und Gouverneur von North Carolina
- 24. März: Claudia Lux, deutsche Bibliothekarin
- 26. März: Martin Short, Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent
- 26. März: Alan Silvestri, US-amerikanischer Komponist
- 27. März: Burk Mertens, deutscher Radiomoderator und Karnevalist († 2004)
- 27. März: Tony Banks, Keyboarder der britischen Band Genesis
- 30. März: Robbie Coltrane, schottischer Schauspieler
- 31. März: András Adorján (Schachspieler), ungarischer Schachspieler
- 1. April: Lothar Binding, deutscher Politiker und MdB
- 1. April: Ed Nijpels, niederländischer Politiker
- 3. April: Diether Dehm, deutscher Politiker, auch Liedermacher und Autor
- 3. April: Georges Christoffel Maria Evers, Pflegewissenschaftler († 2003)
- 4. April: Roswitha Müller-Piepenkötter, deutsche Politikerin
- 5. April: Agnetha Fältskog, Sängerin, ABBA Mitglied
- 6. April: Ulrich Barnickel, deutscher Künstler
- 7. April: Günther Friedrich Nolting, deutscher Politiker
- 7. April: Cyriak Schwaighofer, österreichischer Politiker
- 7. April: Franz Wittmann (Rallyefahrer), österreichischer Rallyefahrer
- 8. April: Margrit Wetzel, deutsche Politikerin und MdB
- 8. April: Martin Grzimek, deutscher Schriftsteller
- 8. April: Grzegorz Lato, polnischer Fußballspieler
- 9. April: Wolfram Kuschke, deutscher Politiker und Minister des Landes Nordrhein-Westfalen
- 10. April: Eddie Hazel, US-amerikanischer Gitarrist († 1992)
- 11. April: Paul Fromin, französischer Komponist und Dirigent
- 12. April: Joachim Knape, deutscher Professor für Allgemeine Rhetorik
- 12. April: Flavio Briatore, Playboy und Formel 1 Manager
- 12. April: David Cassidy, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 13. April: Ron Perlman, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. April: Péter Esterházy, ungarischen Schriftsteller
- 18. April: Grigori Sokolow, russischer Pianist
- 20. April: Alexander Iwanowitsch Lebed, russischer Politiker und Gouverneur von Krasnojarsk († 2002)
- 22. April: Peter Frampton, britischer Rockmusiker
- 23. April: Maria Böhmer, deutsche Politikerin, MdB († 2005)
- 23. April: Rolf Schilling, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 24. April: Anita Lochner, deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin
- 24. April: Helmut Rau, deutscher Politiker und MdL
- 25. April: Peter Hintze, deutscher Politiker
- 25. April: Heribert Rech, deutscher Politiker und Innenminister des Landes Baden-Württemberg
- 25. April: Helmut Draxler, österreichischer Manager
- 28. April: Jay Leno, US-amerikanischer Komiker und Fernsehmoderator
- 29. April: Phillip Noyce, australischer Regisseur
- 29. April: Bjarne Reuter, dänischer Schriftsteller
- 30. April: Pedro Barceló, Althistoriker
- 30. April: Christine Hohmann-Dennhardt, deutsche Politikerin und Richterin am Bundesverfassungsgericht
- 2. Mai: Angela Krauß, deutsche Schriftstellerin
- 2. Mai: Manfred Maurenbrecher, deutscher Liedermacher und Autor
- 2. Mai: Ulrich Goll, deutscher Politiker, Justizminister von Baden-Württemberg
- 5. Mai: Mary Hopkin, britische Sängerin
- 5. Mai: Barbara Salesch, deutsche Richterin
- 5. Mai: Maggie MacNeal, niederländischer Sängerin
- 5. Mai: Morton Rhue, US-amerikanischer Schriftsteller
- 6. Mai: Stelian Moculescu, Trainer der Deutschen Volleyball-Nationalmannschaft der Männer
- 6. Mai: Samuel K. Doe, Präsident von Liberia († 1990)
- 7. Mai: Elisabeth Gürtler-Mauthner, österreichische Unternehmerin
- 9. Mai: Angelika Buck, deutsche Eiskunstläuferin
- 12. Mai: Renate Stecher, deutsche Leichtathletin
- 12. Mai: Dieter Borst, deutscher Maler
- 12. Mai: Bruce Boxleitner, ein US-amerikanischer Schauspieler
- 12. Mai: Gabriel Byrne, Irischer Filmschauspieler
- 13. Mai: Danny Kirwan, britischer Musiker
- 13. Mai: Laszlo Lajos Kletz, ungarischer Maler
- 13. Mai: Stevie Wonder, US-amerikanischer Pop-Sänger
- 15. Mai: Ernst Dörfler, deutscher Autor und Umweltschützer
- 15. Mai: Bernd Schröder (Politiker), deutscher Politiker
- 16. Mai: Johannes Georg Bednorz, deutscher Physiker
- 16. Mai: Billy West, Sprecher für Zeichentrickserien und Filme in den USA
- 17. Mai: Janez Drnovšek, slowenischer Politiker und Staatsmann
- 18. Mai: Mark Mothersbaugh, US-amerikanischer Musiker, Komponist und Sänger
- 19. Mai: Kirsten Boie, deutsche Schriftstellerin
- 19. Mai: Tadeusz Ślusarski, polnischer Leichtathlet (Stabhochsprung) († 1998)
- 23. Mai: Matthias Holtmann, deutscher Hörfunk-Redakteur
- 26. Mai: Ewa Klamt, deutsche Europaabgeordnete
- 27. Mai: Heinz Lanfermann, deutscher Politiker
- 27. Mai: Dee Dee Bridgewater, US-amerikanische Jazz-Sängerin
- 29. Mai: Lothar Hay, deutscher Politiker
- 29. Mai: Rebbie Jackson, US-amerikanische Sängerin und Musikerin
- 30. Mai: Bertrand Delanoë, Bürgermeister von Paris
- 30. Mai: Peter van Roye, deutscher Ruderer
- 1. Juni: Bill Young, australischer Schauspieler und Regisseur
- 1. Juni: Roger van Gool, belgischer Fußballspieler
- 1. Juni: Peter Hans, deutscher Politiker und Mitglied der CDU
- 1. Juni: Annemarie Jorritsma, niederländische Politikerin
- 2. Juni: Jonathan Evans, britischer Europaabgeordneter
- 3. Juni: Marianne Bachmeier, deutsche Mutter, die im Gerichtssaal den Mörder ihrer Tochter erschoss († 1996)
- 3. Juni: Suzi Quatro, US-amerikanische Sängerin
- 5. Juni: Thea Dückert, deutsche Politikerin
- 5. Juni: Albrecht Beutelspacher, deutscher Mathematiker
- 5. Juni: Johannes Voggenhuber, österreichischer Politiker
- 5. Juni: Ronnie Dyson, US-amerikanischer Popsänger († 1990)
- 6. Juni: Chantal Akerman, belgische Filmregisseurin und Professorin für Film
- 9. Juni: Ulrich Adam, deutscher Politiker und MdB
- 10. Juni: Anna Jantar, polnische Schlagersängerin († 1980)
- 11. Juni: Lynsey De Paul, britische Sängerin und Songschreiberin
- 11. Juni: Bjarne Stroustrup, dänischer Informatiker
- 13. Juni: Gerd Zewe, deutscher Fußballspieler
- 14. Juni: Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury
- 15. Juni: Cosey, Schweizer Comic-Zeichner und Illustrator
- 17. Juni: Thomas Freitag, deutscher Kabarettist
- 18. Juni: Annelie Ehrhardt, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 19. Juni: Ann Wilson, Frontsängerin der Gruppe Heart
- 20. Juni: Gudrun Landgrebe, deutsche Schauspielerin
- 21. Juni: John Paul Young, australischer Popsänger
- 21. Juni: Rainer Arnold, deutscher Politiker und MdB
- 22. Juni: Adrian Năstase, rumänischer Politiker
- 23. Juni: Wolfgang Herrmann, deutscher Sänger, Komponist, Texter und Arrangeur
- 24. Juni: Wilfried (Austropop), österreichischer Sänger
- 25. Juni: Paul Breuer, Derzeit (2003) amtierender Landrat Siegen-Wittgenstein
- 26. Juni: Makgatho Mandela, Anwalt, Geschäftsmann, Sohn von Nelson Mandela († 2005)
- 26. Juni: Peter Gaymann, deutscher Cartoonist und Autor
- 27. Juni: Renate Gradistanac, deutsche Politikerin
- 27. Juni: Clay Blaker, US-amerikanischer Country-Musiker
- 28. Juni: Ernst Kranz, deutscher Politiker
- 28. Juni: Marlene Streeruwitz, österreichische Schriftstellerin
- 29. Juni: Gerald Thalheim, deutscher Politiker
- 30. Juni: Bodo Fürneisen, deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor

2. Halbjahr


- 1. Juli: Reinhard Mirmseker, Eiskunstläufer
- 2. Juli: Annika Thor, schwedische Schriftstellerin
- 3. Juli: James Hahn, ehemaliger Bürgermeister von Los Angeles
- 5. Juli: Manfred Schütz, deutscher Unternehmer in der Musikbranche
- 5. Juli: Huey Lewis, US-amerikanischer Musiker und Schauspieler
- 7. Juli: Gerda Hasselfeldt, deutsche Politikerin
- 9. Juli: Adriano Panatta, Tennisspieler
- 9. Juli: Wiktor Janukowytsch, ukrainischer Politiker
- 18. Juli: Richard Branson, englischer Unternehmer, Ballonfahrer
- 18. Juli: Mark Udall, US-amerikanischer Politiker
- 19. Juli: Per-Kristian Foss, norwegischer konservativer Politiker
- 20. Juli: Elfriede Kern, österreichische Schriftstellerin
- 20. Juli: Eric Carr, US-amerikanischer Musiker und Schlagzeuger († 1991)
- 21. Juli: Hans-Kurt Hill, deutscher Politiker
- 23. Juli: Konrad Nabel, deutscher Politiker
- 23. Juli: Pavel Gililov, russischer Pianist
- 24. Juli: Walter Schachermayer, Mathematiker
- 26. Juli: Jenny Holzer, US-amerikanische Konzeptkünstlerin
- 28. Juli: Hellmut Königshaus, deutscher Politiker und MdB
- 29. Juli: Helmut Schmitzberger, österreichischer Komponist und Dirigent
- 29. Juli: Maricica Puica, rumänische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 30. Juli: Frank Stallone, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1. August: Stephan Braunfels, deutscher Architekt
- 1. August: Roy Williams, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 2. August: Mathieu Carrière, deutscher Schauspieler
- 3. August: Waldemar Cierpinski, deutscher Marathonläufer
- 3. August: Ernesto Samper Pizano, Staatspräsident der Republik Kolumbien
- 4. August: István Jónyer, ungarischer Tischtennisspieler
- 5. August: Frank Terletzki, deutscher Fußballer
- 7. August: Rodney Crowell, US-amerikanischer Country-Sänger, Songwriter und Produzent
- 7. August: David Wottle, US-amerikanischer Golfspieler, Leichtathlet und Olympiasieger
- 8. August: Jamie O'Hara, Country-Sänger und -Songwriter
- 8. August: Martine Aubry, französische Politikerin und Bürgermeisterin von Lille
- 8. August: Ken Kutaragi, Manager
- 11. August: Elmar Kraushaar, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 11. August: Steve Wozniak, Mitbegründer von Apple Computer
- 12. August: Iris Berben, deutsche Schauspielerin
- 14. August: Gary Larson, US-amerikanischer Comic-Zeichner und Cartoonist
- 15. August: Anne Mountbatten-Windsor, Princess Royal, englische Prinzessin und Tochter von Elisabeth II
- 15. August: Jorma Ollila, Unternehmer
- 16. August: Josef Göppel, deutscher Politikerin
- 16. August: Hasely Crawford, ehemaliger Leichtathlet aus Trinidad und Tobago
- 16. August: Wiltrud Drexel, österreichische Skirennläuferin
- 18. August: Ingo Stawitz, Politiker
- 18. August: Jeffrey Burns, US-amerikanischer Komponist und Pianist († 2004)
- 20. August: Petra Vogt, deutsche Leichathletin
- 21. August: Patrick Juvet, Schweizer Sänger, Pianist und Songschreiber
- 26. August: Ahmet Özhan, türkischer Sänger der klassischen türkischen und mystischen Musik
- 28. August: Thomas Duttenhoefer, deutscher Bildhauer
- 29. August: Manfred Helmut Zöllmer, deutscher Politiker
- 29. August: Norbert Rüther, deutscher SPD-Politiker
- 30. August: John Landis, US-amerikanischer Filmregisseur und Drehbuchautor
- 1. September: Stefan Junge, deutscher Leichtathlet
- 1. September: Michail Jefimowitsch Fradkow, Ministerpräsident Russlands
- 1. September: Familie Walfridsson, schwedischer Autosportler und war ein Rallye- und Rallycross-Fahrer
- 2. September: Michael Rother, Musiker
- 3. September: Jean-Pierre Abelin, französischer Abgeordneter
- 13. September: Włodzimierz Cimoszewicz, polnischer Politiker
- 16. September: Loyola de Palacio, spanische Politikerin
- 18. September: Shabana Azmi, indische Filmschauspielerin und Sozialaktivistin
- 19. September: Erkki Liikanen, finnischer Politiker
- 19. September: André Lombard, Schweizer Meister im Schach
- 21. September: Charles Clarke, britischer Politiker
- 21. September: Bill Murray, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. September: Hans Demant, Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG
- 22. September: Max Färberböck, deutscher Filmregisseur
- 26. September: Bärbel Struppert, deutsche Leichtathletin
- 27. September: Fabienne Pakleppa, Autorin
- 28. September: Josef Tošovský, tschechischer Bankier und Politiker
- 28. September: John Sayles, US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler
- 30. September: Mariano García Remón, spanischer Fußballtrainer
- 1

Konrad Adenauer

Konrad Hermann Josef Adenauer (
- 5. Januar 1876 in Köln; † 19. April 1967 in Rhöndorf (heute zu Bad Honnef bei Bonn) war ein deutscher Politiker (Zentrum und CDU). Von 1949 bis 1963 war er der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Von 1951 bis 1955 war er außerdem Bundesminister des Auswärtigen.

Herkunft und Kindheit

Bundesminister des Auswärtigen Konrad war das dritte von fünf Kindern des Sekretärs am Appellationsgericht (heute Oberlandesgericht) Köln und späteren Kanzleirats Johann Konrad Adenauer (1833 bis 1906) und seiner Ehefrau Helene geborene Scharfenberg (1849 bis 1919). Seine vier Geschwister waren August (1872-1952), Johannes (1873-1937), Lilli (1879-1950) und Elisabeth (kurz nach der Geburt gestorben).

Studium und Karriere

Er legte am 5. März 1894 das Abitur am Apostelgymnasium in Köln ab. Von 1894 bis 1897 studierte er an den Universitäten von Freiburg im Breisgau, München und Bonn Rechts- und Staatswissenschaft. Dort trat er jeweils in die katholischen Studentenvereine KStV Brisgovia im KV zu Freiburg, KStV Saxonia im KV zu München und in den KStV Arminia im KV zu Bonn ein, denen er Zeit seines Lebens eng verbunden blieb. Sein erstes juristisches Staatsexamen legte er 1897 ab, sein zweites 1901. Anschließend wurde er Assessor in Köln. Von 1903 bis 1905 war er Vertreter des Rechtsanwalts beim Oberlandesgericht Köln, Justizrat Hermann Kausen. Im Jahre 1906 trat Adenauer der deutschen Zentrumspartei bei und wurde am 7. März zum Beigeordneten der Stadt Köln gewählt. Am 22. Juli 1909 wurde er Erster Beigeordneter und damit erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters.

Oberbürgermeister der Stadt Köln

Am 18. September 1917 wurde er durch die Kölner Stadtverordneten-Versammlung zum zu jener Zeit jüngsten Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt gewählt. Die Verleihung des Titels "Oberbürgermeister" erfolgte am 21. Oktober durch Erlass des Königs von Preußen. Von 1917 bis 1933 und 1945 war er Oberbürgermeister der Stadt Köln und von 1920-1933 Präsident des Preußischen Staatsrats. In dieser Funktion stand er in einer politischen Dauerfehde mit dem sozialdemokratischen Preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun, welche von Adenauer bis vor das Preußische Staatsgericht getragen wurde. Auch nach dem so genannten Preußenschlag blieb Adenauer Mitglied im Dreimännerkollegium. In der Weimarer Republik war er zeitweise (1926) als Kandidat für das Reichskanzleramt im Gespräch. Adenauer galt als teuerster Oberbürgermeister Deutschlands - wegen seiner Projekte und seines Gehalts. Schon während des ersten Weltkriegs zeigte er Weitblick. Er erkannte vor vielen anderen, dass der Krieg verloren war und begann, Nahrungsmittel zu horten, u. a. Graupen. Die Kölner nannten ihn deshalb 'Graupenauer'; immerhin hatten sie etwas zu essen. Nach dem Krieg setzte er durch, dass aus dem alten Festungsring ein Grüngürtel wurde - für damalige Verhältnisse eine ungewöhnliche Neuerung. Während seiner Amtszeit wurden die Messe und die Universität in Köln neu eröffnet. Bei der Finanzierung dieser Projekte war er schon damals nicht kleinlich. Auch an der Gründung der Ford-Werke in Köln war er maßgeblich beteiligt. Beim Bau der damals technisch einmaligen Mülheimer Brücke verhandelte er taktisch geschickt mit der KPD; anders war dieses Projekt im Rat nicht durchzubringen. 1928 verspekulierte Adenauer sein Vermögen durch den Ankauf von Glanzstoff-Aktien. Ein öffentlicher Skandal konnte dadurch verhindert werden, dass Adenauer sich aus einem sogenannten schwarzen Fonds vom Vorstandsvorsitzenden der Glanzstoff AG ein Aktienpaket im Nominalwert von 250.000 Reichsmark zur Verfügung stellen ließ. Reichsmark

Zeit des Nationalsozialismus

Als nach der Machtergreifung der Nazis die Zentrumspartei in Köln in den Kommunalwahlen vom 12. März 1933 unterlag, verlor Adenauer sein Amt als Oberbürgermeister und wenig später auch das Amt als Präsident des Preußischen Staatsrates. Ohne die Berliner Dienstwohnung und in Köln bedroht von seinen nationalsozialistischen Gegnern, die auf Wahlkampfplakaten "Adenauer, an die Mauer!" gefordert hatten und ihm Dienstvergehen vorwerfen, bat Adenauer Ildefons Herwegen, den Abt von Maria Laach und einstigen Schulkameraden, um vorübergehende Aufnahme in der Abtei. Er wurde am 26. April 1933 als Gast aufgenommen, führte von hier aus das Dienststrafverfahren, das er gegen sich selbst beantragt hatte, und blieb, bis er im April 1934 ein Haus im Potsdamer Vorort Neubabelsberg bezog. Dort wurde er am 30. Juni 1934 im Zusammenhang mit dem "Röhm-Putsch" für zwei Tage festgenommen. In den folgenden Jahren wechselte er häufig seinen Aufenthaltsort und versteckte sich zeitweise. 1937 erhielt er nach zähem Ringen seine Pension und eine Abfindung für sein beschlagnahmtes Haus. Von der Abfindung baute er sein Haus in Rhöndorf (nach 1945 erhielt er übrigens das beschlagnahmte Haus zurück). Nach dem missglückten Aufstand gegen Hitler am 20. Juli 1944 wurde Adenauer am 23. August 1944 verhaftet und flüchtete Ende September 1944 aus dem Konzentrationslager auf dem Kölner Messegelände. (Adenauer selbst war wiederholt von den Widerständlern angesprochen worden; er lehnte jede Beteiligung strikt ab, weil er nicht an die Erfolgsaussichten glaubte.) Er wurde später wieder gefasst, am 26. November 1944 aber aus dem Gefängnis Brauweiler entlassen. 1945 setzten ihn die Amerikaner wieder als OB von Köln ein. Nach wenigen Monaten entließen ihn die Engländer wegen "Unfähigkeit". Erst Jahre später kamen die wahren Gründe der Briten zu Tage. Sie wollten Adenauers Kontakte und Pläne, mit den Franzosen einen eigenen kleinen Rheinstaat zu gründen, mit der Entlassung unterbinden. In einem Brief im Februar 1946 schrieb Adenauer an den katholischen Geistlichen in Bonn: Nach meiner Meinung trägt das deutsche Volk und tragen auch die Bischöfe und der Klerus eine große Schuld an den Vorgängen in den Konzentrationslagern. Richtig ist, dass nachher vielleicht nicht viel mehr zu machen war. Die Schuld liegt früher. Das deutsche Volk, auch Bischöfe und Klerus zum großen Teil, sind auf die nationalsozialistische Agitation eingegangen. Es hat sich fast widerstandslos, ja zum Teil mit Begeisterung gleichschalten lassen. Darin liegt seine Schuld.

Parlamentarischer Rat und Bundeskanzler

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war er 1949 Vorsitzender des Parlamentarischen Rates, der über die Verfassung für einen deutschen Weststaat beriet. Bevor Konrad Adenauer erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland wurde, war er seit dem 1. September 1949 Vorsitzender der gemeinsamen Bundestagsfraktion von CDU und CSU. Zum Bundeskanzler wurde er am 15. September 1949 vom Deutschen Bundestag mit einer Stimme Mehrheit (inklusive seiner eigenen) gewählt. Die entscheidende Stimme in diesem Wahlgang stammte dabei vom Bayernpartei-Abgeordneten Johann Wartner, der sich dem Beschluss seiner Partei widersetzte und - wie er kurz vor seinem Tode bekannte - als wohl einziger Oppositions-MdB für Adenauer stimmte. Das Amt hatte er bis zu seinem Rücktritt am 15. Oktober 1963 inne. Adenauer war von 1950 bis 1966 Vorsitzender der CDU. Zeitweise, von 1951 bis 1955, bekleidete er zusätzlich das Amt des Außenministers. Grundlage seiner Politik war die strikte Westorientierung der Bundesrepublik Deutschland (Magnet-Theorie); dadurch wurde einerseits die Integration mit Westeuropa möglich (siehe Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Wirtschaftswunder), andererseits machte der Konfrontationskurs gegenüber der damals stalinistisch beherrschten DDR eine Teilung Deutschlands unvermeidlich. So schwieg Adenauer bewusst die Stalin-Note aus. Die in der Folge des Zweiten Weltkriegs zu Tage getretenen ideologischen Gegensätze führten darüber hinaus zur Teilung Europas und der ganzen Welt in zwei Blöcke: Dem Ostblock unter der damals noch unstrittigen Führung der Sowjetunion und dem westlichen Lager unter der Führung der USA. Bundeskanzler Adenauer bemühte sich darum, das Vertrauen des Westens zu gewinnen und dadurch einerseits eine Wiederbewaffnung bzw. Bewaffnung der Bundesrepublik zu erreichen, andererseits den jungen Staat in ein vereintes Westeuropa einzubinden und seine Gleichberechtigung mit den anderen Ländern zu erzielen. Die wirtschaftliche Seite dieses Strebens mündete schließlich in die europäischen Einigungsprozesse, auf denen die heutige EU beruht. Die militärische Seite wurde nicht, wie von Adenauer erhofft, durch eine eigenständige "Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG)", sondern durch die Aufnahme der Bundesrepublik in die NATO (1955) verwirklicht. In der Öffentlichkeit weniger bekannt war, dass Adenauer schon 1949 auf die deutsche Wiederbewaffnung drängte. Nach außen stellte er dies als Forderung der westlichen Alliierten dar; die Alliierten selbst waren wenig begeistert davon. Bereits 1950 trat sein Innenminister, Gustav Heinemann, aus Protest gegen diese heimlich betriebene Politik zurück. Im April 1950 forderte Adenauer nach dem Aufbau einer Kasernierten Volkspolizei in der SBZ den Aufbau einer mobilen Polizeitruppe auf Bundesebene in der Bundesrepublik. Die Öffentlichkeit erfuhr erst Jahre später, dass er schon 1957 ein Projekt genehmigte, mit Frankreich und Italien gemeinsam eine Atombombe zu entwickeln. Durch den Machtantritt Charles de Gaulles wurde das Projekt hinfällig. Wie er und Strauß dieses Projekt im Haushalt verstecken wollten, weiß man nicht. 1955 erreichte Adenauer bei einem Staatsbesuch in Moskau die Freilassung der letzten in sowjetischer Gefangenschaft lebenden Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Als nach dem Tod Adenauers (1967) in einer Umfrage nach dessen größter Leistung gefragt wurde, stand dies weit oben auf der Ergebnisliste (Heimkehr der Zehntausend). Als Einwohner von Rhöndorf (in Sichtweite von Bonn) war Adenauer maßgeblich daran beteiligt, dass Bonn 1949 statt Frankfurt am Main Bundeshauptstadt wurde. Auch hier war er nicht sehr nachgiebig. Er bedrängte z.B. den Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Geld bereitzustellen, obwohl es keinen Haushaltsbeschluss gab. Für dessen rechtliche Bedenken hatte er kein Verständnis. Eine langfristige historische Leistung Konrad Adenauers war die Aussöhnung mit Frankreich, die schließlich im Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrag mündete. Bei dem tiefen Misstrauen, mit dem sich Deutsche und Franzosen zu jener Zeit begegneten, war hierbei sein gutes persönliches Verhältnis zum Präsidenten der Französischen Republik, Charles de Gaulle von großer Bedeutung. Die mit der deutsch-französischen Annäherung einhergehende europäische Integration (Montanunion, Euratom, EWG, später EU) wäre ohne sie gar nicht denkbar gewesen. Im Jahre 1954 wurde er mit dem Karlspreis ausgezeichnet. Seine Büste wurde später in der Walhalla aufgestellt. Konrad Adenauer bemühte sich auch um die Versöhnung mit den Juden. Gegen den Widerstand seines Finanzministers setzte er die Zahlung einer hohen Wiedergutmachung an Israel durch. In New York traf er 1960 mit dem israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion zusammen. 1966 reiste er als erster hochrangiger deutscher Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg nach Israel. 1959 brachte sich Adenauer als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten ins Gespräch, nachdem er vorher vergeblich versucht hatte, Ludwig Erhard auf diesen Posten wegzuloben. Nach einigen Wochen zog er seine Kandidatur wieder zurück. Vermutlich einerseits weil er erkannt hatte, dass die Macht des Bundespräsidenten geringerer Natur war, andererseits, weil er die Wahl Ludwig Erhards zum Bundeskanzler verhindern wollte. Nach der darauffolgenden Wahl 1961 brachte er es mit einer taktischen Meisterleistung fertig, gegen den Willen der FDP, der CSU und Teilen seiner eigenen Partei nochmals zum Kanzler gewählt zu werden. Als 'Gegenleistung' versprach er, 'rechtzeitig' vor der nächsten Wahl zurückzutreten, um einem Nachfolger Platz zu machen - einen verbindlichen Termin zu nennen, weigerte er sich. Adenauer wurde dreimal (1953, 1957 und 1961) wiedergewählt. Als Wahlkämpfer war er unerreicht: 1953 erhielt er die absolute Mehrheit der Mandate und 1957 erzielte er die absolute Mehrheit der Stimmen. Seine letzten Jahre als Kanzler wurden durch seinen hartnäckigen Kampf, so lange wie möglich im Amt zu bleiben und durch den - vergeblichen - Versuch, die Wahl Ludwig Erhards als Nachfolger zu verhindern, überschattet. Die Spiegel-Affäre brachte das endgültige Ende seiner Kanzlerschaft. Dass er selbst Strauß zu dessen Handlungsweise ermächtigt hatte, erfuhr die Öffentlichkeit erst Jahre später. Auch nach seinem Abgang tat er alles ihm Mögliche, um am Stuhl seines ungeliebten Nachfolgers zu sägen. Kurz vor seinem Tod erlebte er noch den Sturz Erhards - 'Der eine is wech!' war sein Kommentar. Bis zu seinem Tode war er Mitglied des Bundestages und war damit mit 91 Jahren und 3 1/2 Monaten der bisher älteste Bundestagsabgeordnete. An dem Gerangel um seine Nachfolge war er weitgehend selbst schuld. Einerseits hatte er klar erkannt, dass Ludwig Erhard kein guter Kanzler werden würde - die Führung seiner Partei stimmte ihm da zu - andererseits tat er aber selbst nichts, um einen besseren Kandidaten aufzubauen. Viele Zeitgenossen hatten den Eindruck, es komme ihm hauptsächlich darauf an, selbst so lange wie möglich Kanzler zu bleiben. Bundestagsabgeordnete Eine Hinterlassenschaft Adenauers war die Verteufelung der Opposition ("Die SPD ist der Untergang Deutschlands."), die er hauptsächlich aus wahltaktischen Motiven betrieb. Auch die Tatsache, dass er selbst in seiner Regierung ehemalige Nazis beschäftigte, hinderte ihn nicht daran, Sozialdemokraten wie Herbert Wehner oder Willy Brandt zu diffamieren. Selbst seinen eigenen Parteigenossen stieß das bisweilen übel auf. Dennoch sprach er mit der SPD über die Bildung einer großen Koalition, als es um den Erhalt seiner Kanzlerschaft ging. Es dauerte bis in die 1970er Jahre, diese Polarisierung zu überwinden.

Letzte Jahre

Konrad Adenauer starb am 19. April 1967 in seinem Haus in Rhöndorf. Er ist auf dem dortigen Friedhof beigesetzt. Das Wohnhaus Adenauers kann besichtigt werden.

Familie und Privates

Am 28. Januar 1904 heiratete er Emma, geborene Weyer (1880-1916). Aus dieser Ehe erwuchsen die Kinder Konrad (1906-1993), Max (1910-2004) und Ria (1912-1998). Am 6. Oktober 1916 starb seine erste Frau Emma. Am 25. September 1919 heiratete Adenauer seine zweite Frau Auguste "Gussie" Zinsser, mit der er weitere fünf Kinder hatte: Ferdinand (
- 1921, bald nach der Geburt verstorben), Paul (
- 1923), Lotte (
- 1925), Libet (
- 1928) und Georg (
- 1931). 1948 starb seine zweite Frau Gussie an den Folgen einer in Gestapo-Haft zugezogenen Erkrankung in Rhöndorf. Adenauers Enkel Sven-Georg Adenauer (Sohn von Georg) ist Landrat in Gütersloh, sein Enkel [http://wikitree.org/index.php?title=Patrick_Adenauer Patrick Adenauer] ist Unternehmer. Wenig bekannt ist, dass Adenauer nicht nur Politiker, sondern auch Erfinder war. Er sicherte sich einige Patente, so etwa das für ein "Verfahren zur Herstellung eines dem rheinischen Roggenschwarzbrot ähnelnden Schrotbrotes" (Kölner Brot, Österreichische Patentschrift 74310 von 1.5.1916, zusammen mit Jean und Josef Oebel) oder auch das Patent für die "von innen beleuchtete Stopfkugel". Außerdem meldete er kurz nach dem 1. Weltkrieg eine neue Tülle für Gartengießkannen an, die mit einer beweglichen Klappe abgedeckt werden konnte. Außerdem erfand er 1916 eine Sojawurst (Kölnerwurst), da in diesen Zeiten Fleisch knapp war. Der Patentantrag wurde jedoch wegen eines Formfehlers in Deutschland nicht anerkannt und statt dessen in England angemeldet.

Ehrungen und Nachwirkung

Im November 2003 wurde Konrad Adenauer von einem breiten Publikum im Rahmen der ZDF-Fernsehsendereihe Unsere Besten zum größten Deutschen aller Zeiten gewählt. Er ist Ehrenbürger von Berlin, Bonn, Köln, Trier, Baden-Baden und Bad Honnef. Außerdem ist er der erste Träger des Großkreuzes in besonderer Ausführung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Von Papst Paul VI. wurde Adenauer 1963 zunächst mit dem Orden vom Goldenen Sporn ausgezeichnet und noch im September des selben Jahres erhielt er den ranghöhren Christusorden. Des Weiteren wurde der Köln-Bonner Flughafen (IATA-Code CGN) nach ihm benannt. Die Staatskarosse der 50er Jahre, der 300er Mercedes wurde und wird noch heute nach einem seiner ersten prominenten Besitzer als "Adenauer-Mercedes" bezeichnet. Darüber hinaus wurde Adenauer mit einer Büste in der Walhalla bei Regensburg ein weiteres Denkmal gesetzt.

Kurioses


- Zum 90. Geburtstag bekam er 90 Flaschen 90-jährigen "Potts" geschenkt.
- Spitznamen: Conny, Der Alte und Der Alte von Rhöndorf.
- Besaß als Träger des Ordens vom Goldenen Sporn das Privileg hoch zu Ross in eine Kirche hineinzureiten.

Veröffentlichungen


- Erinnerungen 1945-1953. Stuttgart, DVA 1965
- Erinnerungen 1953-1955. Stuttgart, DVA 1966
- Erinnerungen 1955-1959. Stuttgart, DVA 1967
- Erinnerungen 1959-1963. Fragmente. Stuttgart, DVA 1968

Literatur


- Koch, Peter: Die Erfindungen des Dr. Konrad Adenauer. Wunderlich, Reinbek 1986. ISBN 3805204191
- Dr. Henning Köhler. Adenauer, eine politische Biographie
- Hans-Peter Schwarz, Adenauer - Der Aufstieg 1876 - 1952, Stuttgart 1986
- Ders., Adenauer - Der Staatsmann 1876 - 1952, Stuttgart 1991
- Henning Sietz, Attentat auf Adenauer, ISBN 3886808009
- Gösta von Uexküll: Konrad Adenauer - Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek 1998, ISBN 3499502348
- gar nicht so pingelig, meine Damen und Herren - Neue Adenauer-Anekdoten. Rastatt, 1985 ISBN 3811848003
- Gerboth, Hans-Joachim: "Meine Adenauer-Memoiren. Von Karlchen Schmitz", verschiedene Ausgaben, aber alle vergriffen. U.a. dtv 1983, ISBN 3423011521

Weblinks


-
- [http://www.adenauerhaus.de Gedenkstätte "Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus" mit dem Wohnhaus Adenauers in Bad Honnef-Rhöndorf mit Adresse und Öffnungszeiten]
- [http://www.kas.de Die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.]
- http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/AdenauerKonrad
- http://www.bundeskanzler.de/Konrad-Adenauer-.7983.htm
- http://www.karlspreis.de/portrait/1954_2.html
- http://biene.bonn.de/lessenic/familie.htm
- [http://www.kas.de/druckansicht/dokument_druck.php?dokument_id=820 Regierungserklärung Konrad Adenauers vom 20.09.1949]
- [http://janeden.org/2170 Die Adenauer-Ära]
- [http://janeden.org/2291 Die Außenpolitik Konrad Adenauers]
- [http://www.thuemmy.de/khg_per_ade.htm Adenauer und de Gaulle in Bad Kreuznach]
- [http://www.bpb.de/popup/popup_video.html?guid=9WAWC0&text=1 1957er Wahlwerbespot] :K. Adenauer als Trickfilmfigur
- [http://www.br-online.de/kultur-szene/capricci/report/thema030706_1.html Attentat auf Adenauer 1952]
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1949

Ereignisse


- In Afghanistan erklären die Afghanen die Durand-Linie für ungültig, als der Staat Pakistan entstand und fordern ihre besetzten Gebiete zurück
- In Berlin wird von Herta Heuwer am 4. September die Currywurst erfunden

Politik


- 1. Januar: Ernst Nobs wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die vom Wirtschaftsrat erlassene Kraftfahrzeug-Benutzungsverordnung tritt in Kraft, womit Ausflugs- und Vergnügungsfahrten verboten sind
- 1. Januar: Österreich erhält von Großbritannien die Kontrolle über die Grenze zu Italien zurück
- 1. Januar: Juan Manuel Gálvez tritt sein Amt als Staatspräsident von Honduras an
- 1. Januar: Indien und Pakistan vereinbaren einen Waffenstillstand zur Beilegung des Konflikt über Kaschmir
- 1. Januar: Thailand wird Mitglied in der UNESCO
- 2. Januar: Die neue Regierung von Südkorea wird von den USA anerkannt
- 3. Januar: Dreimächtenote an die Sowjetunion wegen Rückführung deutscher Kriegsgefangener
- 25. Januar: Wahlen zur ersten Knesset
- 28. Januar: Schweiz wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Februar: David Ben Gurion wird erster Ministerpräsident Israels
- 24. Februar: Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Ägypten nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg (23. März mit dem Libanon, 3. April mit Transjordanien, 20. Juli mit Syrien)
- 4. April: Gründung der NATO
- 8. April: Durch den Beitritt der französischen Besatzungszone wird die Bizone zur Trizone
- 16. April: Chaim Weizmann wird zum Staatspräsidenten Israels gewählt
- 23. April: Die deutsche Kommune Selfkant wird als Ausgleich für die im 2. Weltkrieg erlittenen Schäden unter niederländische Verwaltung gestellt
- 5. Mai: Gründung des Europarates
- 8. Mai: Costa Rica. Neue Verfassung, Abschaffung des Militärs
- 9. Mai: Rainer III. wird Fürst von Monaco
- 11. Mai: Israel wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 12. Mai: Die Sowjetunion hebt die Berlin-Blockade auf
- 23. Mai: Gründung der Bundesrepublik Deutschland und Verkündung des Grundgesetzes durch den Parlamentarischen Rat
- 27. Juni: Myanmar wird Mitglied in der UNESCO
- 6. Juli: Monaco wird Mitglied in der UNESCO
- 8. August: Bhutan erhält die Unabhängigkeit von Großbritannien
- 29. August: Die Sowjetunion zündet ihre erste Atombombe
- 7. September: Gründung der Deutschen Bundesbahn
- 12. September: Theodor Heuss wird erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland
- 14. September: Pakistan wird Mitglied in der UNESCO
- 15. September: Konrad Adenauer wird erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
- 16. September: Israel wird Mitglied in der UNESCO
- 30. September: Im Westteil Berlins landet das letzte Versorgungsflugzeug im Rahmen der Berliner Luftbrücke
- 1. Oktober: Gründung der Volksrepublik China
- 7. Oktober: Gründung der DDR. Erster Ministerpräsident: Otto Grotewohl
- 14. November: Sri Lanka wird Mitglied in der UNESCO
- 26. November: Indien konstituiert sich als Republik.
- In Deutschland wird die Todesstrafe nicht wieder eingeführt
- Verbot des Ku Klux Klan
- Einrichtung einer Beobachtergruppe der Vereinten Nationen im Grenzgebiet von Jammu und Kashmir (Indien/Pakistan)

Wissenschaft und Technik


- 27. April: Harald E. Thompson erreichte mit seinem Hubschrauber Sikorsky S-52 den Geschwindigkeitsweltrekord von 208,5 km/h
- 21. Mai: Capt. H. D. Gaddis erreichte mit seiner Sikorsky S-52 eine Weltrekord-Höhe von 6.468 m

Kultur


- 30. April: Uraufführung der Oper Il Dottor Antonio von Franco Alfano am Teatro dell'Opera in Rom
- 25. Juni: Uraufführung der Oper Das verzauberte Ich von Ottmar Gerster in Wuppertal
- 28. August: In der Frankfurter Paulskirche wird die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gegründet
- 8. September: Uraufführung der Operette Abschiedswalzer von Ludwig Schmidseder in Wien
- 31. Oktober: Uraufführung der Oper Regina von Marc Blitzstein in New York
- Erstmalige Vergabe des Hansischer Goethe-Preis

Katastrophen


- 12. Juli: Simi Mountains, Kalifornien, USA. Absturz eines Flugzeugs der Standard Airlines
- 5. August: Erdbeben der Stärke 6,8 in Ambato, Ecuador
- 1. November: Washington D. C., USA. Ein P-38 Kampfflugzeug stieß über dem Flughafen mit einem DC-4 Verkehrsflugzeug zusammen. 55 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 10. Februar: Philadelphia, Pennsylvania: Basketballspieler Joe Fulks erzielt mit 63 Punkten gegen die Indiana Jets einen neuen NBA-Rekord
- 10. Oktober: Josef „Sepp“ Herberger wird Fußballtrainer der deutschen Nationalelf
- 12. November: In München wird der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) neu gegründet. Ihm gehören die drei Landesverbände aus der Bundesrepublik (3 Westzonen) an. Vorsitzender wird Max Danz.

Geboren

1. Halbjahr


- 23. November: Reinhard Lohölter, Dekanatsleiter und Tischtennisspieler
- 1. Januar: Uschi Reich, Filmproduzentin
- 1. Januar: Pablo Escobar, kolumbianischer Politiker und Drogenhändler († 1993)
- 1. Januar: Borys Tarasjuk, ukrainischer Diplomat und Politiker, Außenminister der Ukraine
- 5. Januar: Erich Buck, deutscher Eiskunstläufer
- 5. Januar: Klaus-Dieter Bieler, deutscher Leichtathlet
- 5. Januar: Gerd Puls, deutscher Schriftsteller, Maler und Grafiker
- 8. Januar: Walter Witzel, deutscher Politiker und MdL
- 9. Januar: Mary Roos, deutsche Schlagersängerin
- 10. Januar: George Foreman, Schwergewichts-Profiboxer und christlicher Geistlicher
- 10. Januar: Linda Lovelace, US-amerikanische Pornodarstellerinn († 2002)
- 11. Januar: Hermann Korte, deutscher Germanist
- 11. Januar: Helmut Zenker, österreichischer Schriftsteller und Drehbuchautor († 2003)
- 12. Januar: Ottmar Hitzfeld, ehemaliger deutscher Fußballer und heutiger Trainer
- 12. Januar: Murakami Haruki, japanischer Autor
- 12. Januar: Paul Barresi, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur
- 13. Januar: Klaus Brandner, deutscher Politiker
- 14. Januar: Christoph Haas, Kapellmeister
- 14. Januar: Lawrence Kasdan, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler
- 15. Januar: Götz Kauffmann, österreichischer Schauspieler, Kabarettist und Buchautor
- 16. Januar: Amama Mbabazi, ugandischer Politiker
- 17. Januar: Anita Borg, Informatikerin und Frauenenrechtlerin († 2003)
- 17. Januar: Heini Hemmi, Schweizer Skirennläufer
- 17. Januar: Gyude Bryant, Übergangspräsident von Liberia
- 17. Januar: Andy Kaufman, US-amerikanischer Entertainer und Schauspieler († 1984)
- 18. Januar: Philippe Starck, französischer Designer und Architekt
- 19. Januar: Robert Palmer, britischer Musiker († 2003)
- 19. Januar: Dennis Taylor, professioneller Snooker-Spieler
- 20. Januar: Göran Persson, schwedischer sozialdemokratischer Politiker, Premierminister
- 21. Januar: Kristín Marja Baldursdóttir, isländische Schriftstellerin
- 22. Januar: Steve Perry, US-amerikanischer Sänger
- 24. Januar: Nikolaus Brender, Journalist, Chefredakteur des ZDF
- 24. Januar: John Belushi, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler († 1982)
- 25. Januar: Paul M. Nurse, britischer Mediziner
- 26. Januar: David Strathairn, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. Januar: Per Røntved, ehemaliger dänischer Fußballnationalspieler
- 28. Januar: Gregg Popovich, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 29. Januar: Vincent Klink, deutscher Koch
- 29. Januar: Tommy Ramone, Schlagzeuger der Ramones
- 31. Januar: Maria Rauch-Kallat, österreichische Politikerin
- 31. Januar: Ken Wilber, US-amerikanischer Philosoph und interdisziplinärer Denker
- 2. Februar: Lilo Friedrich, deutsche Politikerin
- 2. Februar: Brent Spiner, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. Februar: Hennie Kuiper, niederländischer Radrennfahrer
- 4. Februar: Helmut Heiderich, deutscher Politiker
- 5. Februar: Kurt Beck, deutscher Politiker
- 5. Februar: Manuel Orantes, ehemaliger spanischer Tennisspieler
- 6. Februar: Karin Roth, deutsche Politikerin
- 6. Februar: Michael Fuchs, deutscher Politiker, MdB
- 6. Februar: Jim Sheridan, irischer Regisseur und Drehbuchautor
- 7. Februar: Alan Lancaster, britischer Bassist, Sänger und Gründungsmitglied der Rockgruppe Status Quo
- 9. Februar: Konrad Elmer, evangelischer Pfarrer und Gründungsmitglied der SDP in der DDR
- 12. Februar: Barbara Honigmann, deutsche Schriftstellerin und Malerin
- 13. Februar: Judy Dyble, britische Folkrocksängerin
- 13. Februar: Peter Kern, österreichischer Schauspieler, Regisseur, Produzent und Autor
- 16. Februar: Michael D. Eschner, spiritueller Berater, Buch- und Softwareautor
- 17. Februar: Anne Lonnberg, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. Februar: Doyle Bramhall, US-amerikanischer Bluesrockgitarrist, -sänger und -schlagzeuger
- 18. Februar: Gary Ridgway, US-amerikanischer Serienmörder
- 19. Februar: Eddie Hardin, britischer Rockmusiker
- 19. Februar: Günther Sare, († 1985)
- 20. Februar: Stefan Waggershausen, deutscher Sänger, Komponist und Autor
- 20. Februar: