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Adrian Năstase

Adrian Năstase

Adrian Năstase Minune (
- 22. Juni 1950 in Istanbul) ist ein rumänischer Politiker (Sozialdemokratische Partei Rumäniens, PDSR). 55 Jahre alt, Sohn eines kommunistischen Beamten zweiten Grades. Er ist zum zweitenmal verheiratet und hat zwei Söhne. Von 1973 bis 1977 studierte er Jura in Bukarest. Seine politische Karriere begann gleich nach dem Studium, im Außenministerium, Abteilung Protokoll. 1987 wird er Professor an der Universität Bukarest und Wissenschaftler im Institut für Rechtswissenschaften ernannt. Im Dezember 1989 noch Botschafter in China. Repräsentiert die kommunistische bzw. Nicolae Ceauşescus Ideologie bei Menschenrechtsorganisationen in Straßburg und Oslo, strenger Anfechter der »Perestroika«. Nach dem Umsturz in Rumänien 1989 ist er zwischen 1990 und 1992 Außenminister. Am 28. Dezember 2000 wurde er Regierungschef Rumäniens. Bei den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2004 wurde er in der Stichwahl überraschend von seinem rechtsliberalen Gegenkandidaten Traian Băsescu geschlagen. Er trat daraufhin am 21. Dezember von seinem Amt als Ministerpräsident zurück. Năstase übernimmt daraufhin den Posten des Parlamentspräsidenten. Siehe auch: Portal Südosteuropa/Rumänien Nastase, Adrian Nastase, Adrian Nastase, Adrian Nastase, Adrian

22. Juni

Der 22. Juni ist der 173. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 174. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 192 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1476 - Schlacht bei Murten: Die Schweizer Eidgenossen besiegen Karl den Kühnen.
- 1527 - Jakarta wird offiziell gegründet.
- 1633 - Wegen der Verteidigung des heliozentrischen Weltbilds des Kopernikus kommt es in Rom zum Schauprozess gegen Galileo Galilei.
- 1846 - Adolphe Sax erhält ein Patent auf das Saxophon.
- 1919 - Der Jurastudent Jens Olivur Lisberg hisst in seinem Heimatort Fámjin die erste Flagge der Färöer
- 1940 - Frankreich unterzeichnet den Waffenstillstand mit Deutschland.
- 1941 - Deutscher Überfall auf die Sowjetunion, Unternehmen Barbarossa. Beginn des Großen Vaterländischen Krieges.
- 1941 - Beginn der Besetzung des Baltikums durch Deutschland
- 1986 - Parlamentswahlen in Spanien
- 1996 - Ägypten. Der Arabische Gipfel in Kairo bestätigt den arabischen Willen zum Frieden; erteilt Ägypten das Mandat, gegenüber Israel auf Fortsetzung des Friedensprozesses zu drängen.
- 1998 - Bosnien und Herzegowina. Die "Konvertibilna Marka" ersetzt alle 3 bestehenden Währungen.
- 2004 - Am vierten "Sozialen Tag" von Schüler Helfen Leben tauschen 220.000 Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Berlin Ihre Schulbank gegen einen bezahlten Job - und spenden über 3,5 Millionen Euro für mildtätige Zwecke.
- 2005 - Jürgen Rüttgers wird neuer Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen. Er ist der 9. Ministerpräsident seines Landes, nach fast 39 Jahren SPD-Herrschaft im bevölkerungsreichsten Bundesland von Deutschland.

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik


- 2005: Ein Spannungsabfall legt für mehrere Stunden das komplette Netz der SBB lahm.

Kultur

Religion


- 1633 - Beginn der Verhandlung der Inquisition gegen Galileo Galilei
- 1996 - Papst Johannes Paul II. zu Besuch in Berlin.

Katastrophen


- 1893 - Während eines Manövers im Mittelmeer vor Libanon kollidieren zwei britische Kriegsschiffe. 358 Soldaten finden den Tod.
- 1962 - Eine Boeing 707 der Air France stürzt bei schlechtem Wetter auf Guadeloupe ab. 113 Menschen sterben.
- 2002 - Ein Erdbeben der Stärke 6,5 im Iran fordert 261 Todesopfer.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1974 - Im Hamburger Volksparkstadion gewinnt die Mannschaft der DDR das einzige deutsch-deutsche Fußball-Länderspiel bei einem offiziellen Turnier.
- 1979 - Larry Holmes gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Mike Weaver im Madison Square Garden, New York, USA, durch technischen KO
- 1980 - Deutschland gewinnt gegen Belgien 2:1 in Rom und wird Europameister.

Geboren


- 1435 - Otto II. von Pfalz-Neumarkt (Otto Mathematicus), Pfalzgraf und Herzog in Bayern, Astronom
- 1478 - Philipp I., spanischer König
- 1646 - Maria Francisca Elisabeth von Savoyen, Königin von Portugal
- 1653 - André-Hercule de Fleury, französischer Kardinal und Staatsmann
- 1744 - Johann Christian Erxleben, deutscher Gelehrter
- 1760 - Joseph Ludwig Colmar, erster Bischof von Mainz nach dem Ende des Mainzer Erzbistums
- 1763 - Étienne-Nicolas Méhul, französischer Komponist
- 1767 - Wilhelm von Humboldt, deutscher Gelehrter und Staatsmann
- 1770 - Wilhelm Traugott Krug, deutscher Philosoph
- 1805 - Ida von Hahn-Hahn, deutsche Schriftstellerin
- 1805 - Giuseppe Mazzini, italienischer Gründer des »Jungen Italiens« im 19. Jahrhundert
- 1822 - Gregor Johann Mendel, österreichischer Naturforscher
- 1837 - Paul Morphy, US-amerikanischer Schachspieler des 19. Jahrhunderts
- 1837 - Paul Bachmann, deutscher Mathematiker
- 1861 - Maximilian Graf von Spee, deutscher Marineoffizier
- 1864 - Hermann Minkowski, deutscher Mathematiker und Physiker
- 1874 - Viggo Jensen, dänischer Gewichtheber, Schütze und Leichtathlet
- 1874Walter F. Otto, deutscher Altphilologe und Religionswissenschaftler
- 1875 - Johannes Baader, deutscher Architekt und Schriftsteller
- 1885 - Milan Vidmar, slowenischer Ingenieur für Elektrotechnik und Schachmeister
- 1887 - Julian Huxley, englischer Biologe, Philosoph und Schriftsteller
- 1888 - Lo La Chapelle, niederländischer Fußballspieler
- 1892 - Robert Ritter von Greim, deutscher Generalfeldmarschall
- 1897 - Norbert Elias, Soziologe, Philosoph und Dichter deutsch-jüdischer Abstammung
- 1898 - Erich Maria Remarque, deutscher Schriftsteller (Im Westen nichts neues)
- 1899 - Hedwig Jochmus, deutscher Politiker und MdB
- 1900 - Oskar Fischinger, deutscher Filmemacher, Pionier des abstrakten Films
- 1901 - Luise Albertz, deutsche Politiker und MdB
- 1903 - John Dillinger, erster Mensch, den das FBI als Staatsfeind Nr. 1 betrachtete
- 1905 - Walter Leigh, britischer Komponist
- 1906 - Anne Morrow Lindbergh, Ehefrau und Co-Pilotin und Navigatorin von Charles A. Lindbergh
- 1906 - Billy Wilder, deutsch-amerikanischer Filmregisseur und Produzent
- 1909 - Robert Wehgartner, deutscher Politiker der Bayernpartei
- 1910 - Axel von Ambesser, deutscher Schauspieler, Regisseur und Autor
- 1910 - Konrad Zuse, Bauingenieur und Erfinder des ersten funktionstüchtigen Computers
- 1922 - Bill Blass, bekannter US-amerikanischer Modedesigner
- 1922 - Juan Amenábar, chilenischer Komponist
- 1923 - José Giovanni, französisch-schweizerischer Schriftsteller und Filmemacher
- 1926 - Ruth Zechlin, deutsche Komponistin
- 1927 - Herbert Hisel, deutscher Humorist
- 1928 - Ralph Waite, US-amerikanischer Schauspieler (Die Waltons)
- 1930 - Juri Petrowitsch Artjuchin, sowjetischer Luftwaffenoffizier und Kosmonaut
- 1932 - Amrish Puri, indischer Schauspieler
- 1932 - Soraya Esfandiary Bakhtiari, zweite Ehefrau von Mohammad Reza Pahlavi
- 1934 - Herbert Schimansky, Richter am deutschen Bundesgerichtshof
- 1936 - Hermeto Pascoal, Multi-Instrumentalist und avangardistischen Musiker Brasiliens
- 1936 - Kris Kristofferson, US-amerikanischer Country-Sänger und Schauspieler
- 1939 - Jerzy Grzegorzewski, polnischer Theaterregisseur
- 1941 - Sissy Löwinger, österreichische Schauspielerin
- 1943 - Jimmy Castor, US-amerikanischer Songschreiber und Sänger
- 1944 - Brigitte Adler, deutscher Politiker und MdB
- 1944 - Eduard Berger, Theologe und Bischof der Pommerschen Landeskirche
- 1944 - Helmut Dietl, deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor
- 1944 - Klaus Maria Brandauer, österreichischer Schauspieler und Regisseur
- 1944 - Peter Asher, britischer Sänger, Songschreiber und Musikproduzent
- 1944 - Volker Koepp, deutscher Dokumentarfilmer
- 1945 - Howard Kaylan, US-amerikanischer Sänger
- 1945 - Rainer Brüderle, deutscher Politiker, MdB und Wirtschaftsminister
- 1946 - Jozef Oleksy, polnischer Politiker
- 1947 - Octavia Butler, US-amerikanische Science-Fiction Autorin
- 1948 - Todd Rundgren, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1949 - Alan Osmaond, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1949 - Meryl Streep, US-amerikanische Schauspielerin
- 1949 - Peter Gauweiler, deutscher Politiker und MdB
- 1952 - Graham Greene (Schauspieler), kanadischer Schauspieler und Oneida-Indianer
- 1953 - Cyndi Lauper, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1954 - Wolfgang Becker, deutscher Regisseur
- 1958 - Bruce Campbell, US-amerikanischer Schauspieler
- 1959 - Nicola Sirkis, französischer Musiker
- 1959 - Stéphane Sirkis, französischer Musiker
- 1961 - Jimmy Somerville, englischer Musiker
- 1962 - Campino, deutscher Sänger
- 1962 - Clyde Drexler, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1963 - Emilio Butragueño, spanischer Fußballspieler
- 1964 - Miroslav Kadlec, tschechischer Fußballspieler
- 1966 - Emmanuelle Seigner, französische Schauspielerin
- 1973 - Sonya Kraus, deutsche TV-Moderatorin
- 1975 - Andreas Klöden, deutscher Radrennfahrer
- 1976 - Michael Albrecht, Wirtschaftsingenieur und Fußballstar
- 1979 - Thomas Voeckler, französischer Radprofi
- 1984 - Luciano van den Berg, ehemaliger niederländischer Fußballprofi
- 1988 - Valentine, deutsche Sängerin

Gestorben

Valentine
- 1276 - Innozenz V., Papst 1276
- 1527 - Niccolò Machiavelli, italienischer Politiker, Geschichtsschreiber und Dichter; durch sein Hauptwerk („Der Fürst“) einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit
- 1535 - John Fisher, katholischer Geistlicher in England
- 1600 - Samuel Fischer (Pfarrer), deutscher Theologe
- 1714 - Matthew Henry, presbyterianischer Pfarrer und Bibelkommentator
- 1777 - Johann Joseph Christian, deutscher Bildhauer und Holzschnitzer
- 1802 - Susette Gontard, große Liebe des Dichters Friedrich Hölderlin
- 1803 - Wilhelm Heinse, deutscher Dichter
- 1813 - Anton Graff, deutscher Portraitmaler
- 1874 - Howard Staunton, Schachspieler, Schachjournalist und Shakespeare-Forscher
- 1885 - Muhammad Ahmad, genannt al-Mahdi, islamisch-politischer Führer
- 1887 - Eugenie Marlitt, deutsche Schriftstellerin des Biedermeier
- 1905 - Francis R. Lubbock, 9. Gouverneur von Texas
- 1923 - Morris Rosenfeld, US-amerikanisch-jiddischer Lyriker
- 1924 - Paul Mankiewitz, deutscher Bankier
- 1925 - Felix Klein, deutscher Mathematiker
- 1929 - Eugen Albert, deutscher Kunstdrucker und Physiker
- 1930 - Karl von Amira, deutscher Rechtshistoriker
- 1936 - Moritz Schlick, deutscher Philosoph
- 1940 - Walter Hasenclever, expressionistischer deutscher Schriftsteller
- 1940 - Wladimir Peter Köppen, deutscher Meteorologe, Klimatologe und Botaniker
- 1950 - Kurt Fischer, Politiker der SED
- 1950 - Julio Fonseca, costaricanischer Komponist
- 1959 - Hermann Brill, deutscher Politiker, Widerstandskämpfer
- 1959 - Hermann Louis Brill, deutscher Politiker, NS-Widerstandskämpfer
- 1965 - David O. Selznick, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1969 - Judy Garland, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1969 - Mirko Jelusich, österreichischer Schriftsteller
- 1971 - Heinrich Fassbender, deutscher Politiker
- 1974 - Darius Milhaud, französischer Komponist
- 1977 - Elisabeth Müller, schweizerische Jugendschriftstellerin
- 1978 - Jens Otto Krag, dänischer Politiker
- 1979 - Louis Chiron, monegassischer Rennfahrer
- 1984 - Gerhard Frommel, deutscher Komponist und Musikpädagoge
- 1984 - Joseph Losey, US-amerikanischer Regisseur
- 1984 - Marianne Strauß, Ehefrau von Franz Josef Strauß
- 1987 - Fred Astaire, US-amerikanischer Tänzer, Sänger und Schauspieler
- 1990 - Rocky Graziano, US-amerikanischer Boxer
- 1994 - Ludwig Mecklinger, Minister für Gesundheitswesen der DDR
- 2002 - Conrad Hansen, deutscher Pianist
- 2003 - Wassili Wladimirowitsch Bykow, weißrussischer Schriftsteller
- 2004 - Bob Bemer, US-amerikanischer Computerpionier, 'Vater' des ASCII-Codes
- 2004 - Mattie Stepanek, US-amerikanischer Lyriker
- 2004 - Thomas Gold, US-amerikanischer Astrophysiker
- 2005 - Carson Parks, US-amerikanischer Musiker

Feier- und Gedenktage


- Kirchenjahr: Gedenktag der Hl. Märtyrer Thomas Morus und John Fisher
- Tag des antifaschistischen Kampfes, Kroatien (Dan antifašističke borbe)

Siehe auch


- 21. Juni - 23. Juni
- 22. Mai - 22. Juli
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0622 ja:6月22日 ko:6월 22일 simple:June 22 th:22 มิถุนายน

Istanbul

Istanbul [] (türkisch İstanbul []), das alte Konstantinopel, ist die größte Stadt der Türkei und wurde unter dem Namen Byzantion (griech.: Βυζάντιον ; lat.: Byzantium ; heute auch: Byzanz) gegründet. Die eigentliche Stadt hat 9.797.536 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.588.545 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005). Sie erstreckt sich sowohl auf der europäischen als auch auf der asiatischen Seite des Bosporus und ist damit die einzige Metropole, die auf zwei Kontinenten liegt. Mit ihrer fast dreitausendjährigen Geschichte ist sie eine der ältesten noch bestehenden Städte der Welt. Istanbul ist das Kultur- und Wirtschaftszentrum der Türkei. Es ist traditionell der Sitz des Patriarchen von Konstantinopel, zu dem einige orthodoxe Kirchen in der heutigen Türkei gehören und der als Oberhaupt der gesamten Orthodoxie anerkannt ist. Die Stadt ist Sitz des Erzbischofs der türkisch-orthodoxen Gemeinde, eines armenischen Erzbischofs und des türkischen Oberrabbiners. Istanbul ist Universitätsstadt und beherbergt Bibliotheken, zahlreiche Museen sowie ausländische Kulturinstitute. Die Altstadt von Istanbul wurde 1985 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Geografie

Geografische Lage

Weltkulturerbe Istanbul umschließt den südlichen Bosporus und wird von ihm in ein westliches, europäisches und ein östliches, asiatisches Gebiet geteilt. Das Goldene Horn, eine nach Westen verlaufende Bosporusbucht, trennt den europäischen Teil in eine südliche, zwischen Marmarameer und Goldenem Horn liegende Halbinsel mit dem historischen Istanbul und die an das historische Galata anschließenden nördlichen Stadtteile. Sowohl nach Westen als auch nach Norden und Osten hin ist Istanbul weit über die historischen Stadtteile hinaus in einer vehementen Ausdehnung begriffen. Im Südosten liegen die zu Istanbul gehörenden Prinzeninseln. Die geografischen Koordinaten sind 41° 0' nördlicher Breite und 28° 57' östlicher Länge. Die eigentliche Stadt hat eine Fläche von 1.538,77 Quadratkilometer. Die Metropolregion Istanbul, die mit der Bodenfläche der Provinz Istanbul identisch ist, hat eine Fläche von 5.220 Quadratkilometer, was etwa doppelt so groß wie das Saarland ist.

Geologie

Istanbul liegt in der Nähe der großen Nordanatolischen Störung, einem Grabenbruch, der sich vom nördlichen Anatolien bis zum Marmarameer hinzieht. Zwei Erdplatten, die afrikanische und die eurasische, stoßen hier aneinander. In den Hauptbebenregionen der Türkei ereignen sich aus diesem Grund in Abständen von wenigen Jahren starke Erdbeben. Eines der katastrophalen Beben, verbunden mit einer gigantischen Flutwelle, die über die Seemauern der Stadt einbrach, ereignete sich 1509: Über 100 Moscheen wurden zerstört, mehr als 10.000 Menschen starben. Im Jahr 1766 wurde die Eyüp-Moschee vollständig zerstört. 1894 stürzten bei einem Beben weite Teile des Gedeckten Basars ein. Für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre prognostizieren Erdwissenschaftler ein Beben der Stärke von mindestens 7,0 auf der Richter-Skala. Die verheerenden Beben vom August 1999 mit dem Epizentrum bei Kocaeli mit 18.000 Toten und im Winter 2001 in der Provinz Afyon waren, so befürchtet man, lediglich Vorboten. Gründe für die verheerenden Auswirkungen sind die dichte Besiedlung, die Baumängel, teilweise verursacht durch Korruption, Schlamperei und Schwarzbauten.

Stadtgliederung

Korruption Hauptartikel siehe: Stadtteile von Istanbul Istanbul gliedert sich in 27 Stadtbezirke: Adalar, Avcılar, Bağcılar, Bahçelievler, Bakırköy, Bayrampaşa, Beşiktaş, Beyoğlu, Beykoz, Eminönü, Eyüp, Esenler, Fatih, Gaziosmanpaşa, Güngören, Kadıköy, Kağıthane, Kartal, Küçükçekmece, Maltepe, Pendik, Sarıyer, Şişli, Tuzla, Ümraniye, Üsküdar und Zeytinburnu. Von den 27 Stadtbezirken befinden sich neun - Adalar, Beykoz, Kadıköy, Kartal, Maltepe, Pendik, Tuzla, Ümraniye und Üsküdar - im asiatischen Teil der Stadt, die restlichen 18 auf der europäischen Seite. Das alte, im Süden der europäischen Seite gelegene Stadtzentrum Konstantinopels mit den Stadtteilen Eminönü und Fatih wird durch das Goldene Horn von den nördlicher gelegenen, jüngeren Stadtteilen getrennt und im Westen von der Theodosianischen Landmauer begrenzt. Nördlich des Goldenen Horns befinden sich das europäisch geprägte Beyoğlu und Beşiktaş, wo sich der letzte Sultanspalast befindet, gefolgt von einer Kette ehemaliger Dörfer wie Ortaköy und Bebek entlang dem Ufer des Bosporus. Hier errichteten wohlhabende Istanbuler bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts luxuriöse Holzvillen, Yalı genannt, die als Sommerwohnsitz dienten. Die auf der asiatischen Seite gegenüberliegenden Stadtteile Üsküdar und Kadıköy waren ursprünglich selbstständige Städte. Heute sind sie vor allem Wohn- und Geschäftsviertel. Auch auf dieser Seite liegen ehemalige Dörfer am Bosporus, die heute zu Stadtteilen oder -vierteln geworden sind. Bedingt durch das starke Wachstum Istanbuls seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, machen den größten Teil der Stadtfläche heute moderne, im Hinterland errichtete Stadtteile aus. Sie wurden teilweise als Gecekondus errichtet und erst nach Jahren oder Jahrzehnten an die städtische Infrastruktur angeschlossen, wie zum Beispiel Gaziosmanpaşa westlich des Goldenen Horn. Konzernzentralen und teure Büro- und Wohnviertel enststehen vor allem im Norden auf Höhe der zweiten Bosporusbrücke oberhalb von Bebek in den Vierteln Levent und Etiler.

Klima

Das Frühjahr und der Herbst sind angenehm temperiert und daher die besten Zeiten, der Stadt einen Besuch abzustatten. Relativ hohe Temperaturen (jedoch deutlich weniger hoch als etwa an der türkischen Riviera oder in Griechenland) und eine hohe Luftfeuchtigkeit bestimmen die Sommermonate. Lediglich am Bosporus, wo immer eine leichte Brise weht, ist es auch dann angenehm. Der Winter ist durch wechselhaftes Wetter bestimmt: Es gibt frühlingshafte Sonnentage, häufig Regen und Kälteeinbrüche, manchmal auch Schneefälle. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 14,1 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge bei 698 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 23,2 Grad Celsius, der kälteste der Januar mit 5,4 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Dezember mit durchschnittlich 122 Millimeter, der wenigste im Juli mit 19 Millimeter im Mittel.

Geschichte

Siehe auch: Geschichte Istanbuls

Byzantion

Im Jahre 658 v. Chr. gründeten dorische Griechen aus Megara, eine Kolonie am europäischen Ufer des Bosporus, in einem ruhigen und geschützten Hafen. Wegen der günstigen geografischen Lage - durch die Meerenge am Bosporus ist das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbunden und dieses seinerseits mündet über die Dardanellen in das Mittelmeer - wurde Byzantion sehr bald ein bedeutendes Handelszentrum. Im Jahre 513 v. Chr. eroberte der persische König Darius I. die Stadt. 324 n. Chr. vereinigte Konstantin I. beide Teile des Römischen Reiches und am 11. Mai 330 taufte er die neue Hauptstadt feierlich auf den Namen Neu-Rom. Sie wird jedoch später bekannter unter dem Namen Konstantinopel. Siehe auch: Byzantion

Konstantinopel

Byzantion Byzantion Unter Kaiser Justinian I. (483-565), dem einzigen Oberhaupt von Staat und Kirche, gelangte Konstantinopel zu Ruhm. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts hatte die geistige Spannung, in der das Abendland lebte, verbunden mit der Idee, die heiligen Stätten in Jerusalem von den "Ungläubigen" zu befreien, zum Gedanken der Kreuzzüge geführt. Im April 1204 eroberten die Kreuzritter Konstantinopel. Die Stadt wurde geplündert und zahlreiche Einwohner wurden ermordet, Kunstwerke von unschätzbarem Wert gingen unwiderruflich verloren. Auf rund 100.000 Einwohner reduziert, ihres früheren Ruhms beraubt, wurde die Stadt 1261 vom Byzantinischen Reich unter Michael VIII. zurückerobert. Am 5. April 1453 begann die Belagerung Konstantinopels durch osmanische Streitkräfte unter Sultan Mehmed II. und am Morgen des 29. Mai wurde die Stadt besetzt. Konstantinopel wurde nach Bursa und Adrianopel zur neuen osmanischen Machtzentrale. Die Sultane sahen sich in der Nachfolge der christlichen Kaiser. Die teilweise zerstörte und entvölkerte Stadt wurde planvoll wiederbesiedelt und wiederaufgebaut. Die Macht des Osmanischen Reichs erreichte ihren Höhepunkt mit Sultan Süleyman I. (1520-1566), dessen Architekt Sinan das Stadtbild mit zahlreichen Moscheen, Brücken, Palästen und Brunnen prägte. Mit dem fortschreitenden Verfall des osmanischen Einflusses in der Region und der Verkleinerung des Reiches bis Anfang des 20. Jahrhundert litt auch die kosmopolitische Bedeutung Konstantinopels. Im Ersten Weltkrieg schlug sich das Osmanische Reich auf die Seite der Mittelmächte und verlor. Im Friedensvertrag von Sèvres vom 10. August 1920 wurde das Reich unter den alliierten Siegermächten aufgeteilt und musste gewaltige Gebietsverluste hinnehmen. Konstantinopel mit den Meerengen Bosporus und Dardanellen wurde zunächst von den Alliierten besetzt, vor allem Griechenland forderte die "Rückgabe" Konstantinopels, das es zu seiner neuen Hauptstadt machen wollte. Unter Mustafa Kemal, genannt Atatürk, begann ein Befreiungskrieg. Konstantinopel verlor 1923 den Status als Hauptstadt der modernen Türkei an Ankara im zentralen Hochland Anatoliens, wohl auch, weil sich die neue Republik von der Tradition der Osmanen abgrenzen wollte: Sultanat und Kalifat wurden abgeschafft, die arabische Schrift wurde durch die lateinische ersetzt, ein an westlichen Idealen orientiertes Bildungssystem wurde installiert, ein Rechtssystem nach westlichem Vorbild wurde eingeführt, darunter ein allgemeines Wahlrecht (auch für Frauen: vor vielen europäischen Staaten. Siehe auch: Konstantinopel

Istanbul

Am 28. März 1930 wurde Konstantinopel auf Veranlassung von Kemal Atatürk in Istanbul umbenannt. Die Stadt behielt ihre kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung bei, was durch den regen Zuzug von Menschen aus Anatolien seit den 1950er Jahren noch verstärkt wurde. Gigantische Bauprojekte über und unter der Erde waren die Folge, die jedoch mit dem rapiden Bevölkerungswachstum nicht Schritt halten können. 1994 wurde der jetzige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan als Kandidat der weit rechts stehenden RP Refah Partisi Bürgermeister. Sein Nachfolger ist Mimar Kadir Topbaş von der AKP. Das Istanbul von heute leidet vor allem unter bevölkerungspolitischen und infrastrukturellen Problemen, die durch den enormen Bevölkerungsanstieg und den wirtschaftlichen Strukturwandel mit vielen Arbeitslosen, einer unkontrollierten Schattenwirtschaft und Korruption verschärft werden. Istanbuls geschichtliche Bauwerke, sein kosmopolitischer Charme, sein viele Klischees befriedigender Orientalismus, sein aufstrebender Internationalismus und sein reiches Kulturleben ziehen viele ausländische und inländische Touristen an. Türkische Investoren und Investoren aus aller Welt machten und machen Istanbul zu einer wichtigen Wirtschaftsmetropole als Mittler zwischen Okzident und Orient.

Entwicklung des Namens

Der ursprünglich thrakische Name Istanbuls, Byzantion, wurde später auf einen der legendären Gründer zurückgeführt. Aus Byzantion wurde unter den Römern Byzantium und im Laufe der Zeit Byzanz. Der Name Konstantinupolis, woraus im Deutschen Konstantinopel, im Englischen Constantinople wurde, stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Stadt des Konstantin". Die osmanische Variante des Namens lautet Konsţanţiniyye, im Armenischen ist es Gostantnubolis. Für die slawischen Völker (Russen, Serben und Bulgaren) hieß die Stadt Tsarigrad (Stadt des Zaren bzw. Kaisers). Der heutige Name Istanbul kam erst nach der Einnahme der Stadt durch die Osmanen in Gebrauch. Er leitet sich angeblich vom griechischen στήν Πόλι / stin Poli, "in die Stadt", ab. Die Zwischenform Stambul war während des 19. Jahrhunderts gebräuchlich. Aus der Gewohnheit ein "i" vor Wörter zu setzen, die mit zwei Konsonanten beginnen (zum Beispiel "İzmir" von Smyrna: Beim Zusammentreffen von "s"+"m" wird das "s" stimmhaft gesprochen und daher als "z" geschrieben und ein "i" vorangestellt), wurde aus Stambul das türkische İstanbul. Die Türken sprechen den Namen als "Istambul" [isˈtɑmbul] aus. Im Türkischen wie auch im Persischen werden die Konsonantenverbindungen "n"+"b" stets als "mb" ausgesprochen. Aus anderen Quellen ist zu erfahren, dass das Wort "Istanbul" die türkische Verballhornung des Namens der Stadt (Kon-"stan"-tino-"pel" --> I-"stan"-"bul") ist, so wie das bei vielen anderen byzantinischen Städtenamen (z.B. Hadrianopolis zu Edirne, Ikonion zu Konya oder Nikomedia zu İzmit) auch geschehen ist. Eine weitere Deutung, die auf die Wortähnlichkeit zurückzuführen ist, leitet den Namen "Istanbul" von "islam bol" ab, was im Türkischen so viel bedeutet wie "viel Islam".

Religionen

Überblick

İzmit Das Stadtbild von Istanbul ist geprägt von Moscheen, Basaren und Palästen wie dem "Topkapı-Serail", aber auch von Kirchen und Synagogen, die überwiegend immer noch gut erhalten geblieben sind. Istanbul war und ist eine kosmopolitische Stadt. Der Vorschlag der Fundamentalisten, die "Hagia Sophia" - die heute als Museum genutzt wird - wieder in eine Moschee umzuwandeln, ist in der laizistischen Türkei bisher nicht durchsetzbar. Circa 80 Prozent der Bevölkerung Istanbuls bekennen sich zum Islam - in der gesamten Türkei sind es 89 Prozent. Bedeutende religiöse Minderheiten sind die griechisch-orthodoxen Christen, die armenischen Christen, und die sephardischen Juden. In einigen Stadtteilen, wie zum Beispiel in Kuzguncuk, befindet sich gleich neben einer Moschee eine armenische Kirche, etwas weiter entfernt eine Synagoge, auf der anderen Straßenseite dann eine griechisch-orthodoxe Kirche. Zu den christlichen Gebetszeiten zweimal täglich um acht und 16 Uhr ertönen in Kuzguncuk die Glocken.

Muslime

Die Muslime sind die größte Religionsgruppe in Istanbul und spalten sich in unterschiedliche Glaubensrichtungen auf. Die meisten Muslime der Stadt sind Sunniten. Circa 15 bis 30 Prozent zählen sich zu den Aleviten und Alawiten (arabischsprachig). 1925 verbot Kemal Atatürk, Gründer der Republik Türkei, die damals zahlreichen und mitgliederstarken Derwisch-Orden. Die meisten der Anhänger des Sufismus, einer islamischen Mystik, agierten anschließend im Geheimen, manche von ihnen haben noch in heutiger Zeit eine große Anhängerschaft. Um dem noch immer gültigen Verbot zu entgehen, treten diese aber meist als "Kulturvereine" auf.

Christen

Mystik Die Stadt ist traditionell Sitz des ökumenischen Patriarchen, zu dem einige orthodoxe Kirchen gehören und Sitz eines armenischen Erzbischofs sowie des Erzbischofs der türkisch-orthodoxen Gemeinde. Der Alltag der noch in Istanbul lebenden armenischen und griechischen Minderheiten war nach dem Ersten Weltkrieg von Diskriminierung und ständigen Repressalien geprägt. 1942 kam es zur Einführung einer Besonderen Vermögenssteuer (varlik vergisi), im September 1955 zu regelrechten Pogromen. 1964 wurden schließlich alle Griechen ohne türkische Staatsangehörigkeit des Landes verwiesen. Die Zahl der Armenier in Istanbul umfasst daher heute nur noch etwa 60.000, die Zahl der Griechen beläuft sich auf 2.000. Neben den Levantinern gibt es auch eine kleine, verstreute Anzahl von Bosporus-Deutschen.

Juden

Die sephardischen Juden leben in der Stadt seit über 500 Jahren. Sie flohen im Jahre 1492 von der iberischen Halbinsel, als sie nach dem Untergang des maurischen Reiches gezwungen werden sollten, zum Christentum überzutreten. Der damals herrschende Sultan Beyazit II. (1481-1512) schickte einen großen Teil der osmanischen Flotte nach Spanien, um die sephardischen Juden zu retten. Mehr als 200.000 von ihnen, die sich nicht zum Christentum bekehren lassen wollten, flüchteten zunächst nach Tanger, Algier, Genua und Marseille, später nach Saloniki und schließlich auch nach Istanbul. Der Sultan gewährte damals über 50.000 dieser spanischen Juden Zuflucht im osmanischen Reich. In Istanbul sind die sephardischen Juden bis heute geblieben. Ihre Zahl wird auf etwa 20.000 geschätzt. Insgesamt 20 Synagogen sind in der Stadt zu finden, die wichtigste davon ist die 1951 eingeweihte Neve-Shalom-Synagoge im Stadtteil Beyoğlu. In Istanbul sitzt der türkische Oberrabbiner (aktuell Ishak Haleva).

Entwicklung der Einwohnerzahlen

Obwohl Ankara die Hauptstadt des Landes ist, bleibt Istanbul wirtschaftlich und kulturell die größte und wichtigste Stadt der Türkei. Die Stadt am Bosporus erfüllt mit all ihren Problemen (Verkehrslärm, Luftverschmutzung), wie sie auch andere Städte dieser Größenordnung haben, alle UN-Kriterien für eine Megastadt. Die Einwohnerzahl der eigentlichen Stadt hat sich seit Anfang der 1980er Jahre bis heute verdreifacht. Von den 9.797.536 Einwohnern dieser Kernstadt leben 6.486.993 im europäischen Teil von Istanbul und 3.310.543 auf der asiatischen Seite (Stand 1. Januar 2005). Die Gesamtfläche des Stadtgebietes beträgt 1.538,77 Quadratkilometer, davon liegen 1.001,54 Quadratkilometer auf europäischer Seite, die Bevölkerungsdichte dort beträgt 6.477 Einwohner je Quadratkilometer. Die Stadtfläche des asiatischen Teils beträgt 537,23 Quadratkilometer, die Bevölkerungsdichte dort 6.162 Einwohner je Quadratkilometer. In der Metropolregion Istanbul, die mit der Bodenfläche der Provinz Istanbul identisch ist, leben 11.588.545 Menschen auf einer Fläche von 5.220 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte dort beträgt 2.220 Einwohner je Quadratkilometer, in den ländlichen Regionen außerhalb der Stadt sind es nur noch 487 Einwohner je Quadratkilometer. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung Istanbuls sind durch Landflucht aus Anatolien zugezogen. Überwiegend aus Südost- und Ostanatolien kommend, erhoffen sich die Landflüchtigen, darunter viele Kurden, in Istanbul eine neue Existenz, mit meist wenig Erfolg. Jedes Jahr entstehen dadurch am Stadtrand neue Gecekondus, die mit der Zeit ausgebaut werden und sich zu neuen Stadtteilen gruppieren. Die Grenzen der Stadt werden immer weiter an die Peripherie gedrängt. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1914 handelt es sich meist um Schätzungen, die je nach Forschermeinung um bis zu ± 50 Prozent variieren. Die Zahlen von 1927 bis 2000 sind Ergebnisse von Volkszählungen, 2005 einer Berechnung. Die Verdoppelung der Bevölkerung von Istanbul zwischen 1980 und 1985 ist neben Zuzug und natürlicher Bevölkerungszunahme auch auf administrative Maßnahmen zurückzuführen.

Entwicklung der Wohnsituation

Volkszählung Zum Stadtbild gehören die typischen, in osmanischer Tradition gebauten, Holzhäuser. In ihnen läßt sich die Harmonie der verschiedenen Kulturen Istanbuls wiedererkennen. Durch das schnelle Wachstum der Bevölkerung wurden in den letzten Jahrzehnten in und um die Stadt zahlreiche hohe Neubausiedlungen gebaut. Diese verhindern heute, dass die vom Schwarzen Meer und Marmarameer kommenden Winde die Atemluft der Bewohner auffrischen. Etwa zwei Drittel der Einwohner Istanbuls sind Landflüchtlinge. Ein Drittel von ihnen lebt in Marginalsiedlungen (Gecekondus), die in vielen Fällen im Laufe der Zeit an die öffentliche Versorgung angeschlossen worden sind. Und häufig wurden in den letzten Jahren auf deren Gebiet neue Wohnviertel errichtet. Erfolge wurden seit Mitte der 1990er Jahre bei der Beseitigung des Müllproblems, der teilweisen Entschärfung der Verkehrssituation und der Verringerung der Luftverschutzung durch den Einsatz von Erdgas erzielt. Trotzdem gehören die Luft- und Wasserverschmutzung durch die zahlreichen Fabriken, Kraftfahrzeuge und privaten Haushalte (hohe Ozon- und Kohlenmonoxidwerte) und die Lärmbelastung durch den zunehmenden Verkehr weiterhin zu den wichtigsten Sorgen der Bevölkerung Istanbuls. Krankheiten wie Bronchitis, Asthma und Erschöpfung sind unter den Bewohnern der Stadt weit verbreitet. Besondere Probleme ergeben sich aus der oft direkten Nachbarschaft ärmerer Wohngebiete und der Industrie.

Politik

Bürgermeister von Istanbul ist Mimar Kadir Topbaş von der islamisch-konservativen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (Adaletve Kalkınma Partisi, AKP). Die AKP wurde 2001 von Recep Tayyip Erdoğan, dem ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden der Wohlfahrtspartei (Refah Partisi, RP) als Nachfolgepartei des gemäßigten Flügels der kurz zuvor verbotenen islamistischen Tugendpartei (Fazilet Partisi) gegründet. Topbaş siegte bei den Kommunalwahlen vom 28. März 2004 mit 45,84 Prozent der abgegebenen Stimmen und übernahm das Amt von seinem Vorgänger Ali Müfit Gürtuna (RP), der seit 12. November 1998 Bürgermeister war. Die Islamisten regieren Istanbul seit 27. März 1994, als sie die weltlichen Parteien bei den Kommunalwahlen besiegten. Der jetzige Ministerpräsident der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan (RP), wurde für vier Jahre Bürgermeister der Stadt. Für den Islamismus bedeutete dies einen triumphalen Sieg, für die weltlichen Parteien hingegen Konsternation und Besorgnis, zumal die RP auch in anderen Städten große Sympathien ernten konnte, unter anderem in Ankara. Die meisten Stimmen erhielt die RP in den Elendvierteln von Istanbul. Die Islamisten verteilten vor den Wahlen unter der dort lebenden armen Bevölkerung kostenlos Lebensmittel und boten verschiedene Dienstleistungen an. In seinen vier Jahren als Bürgermeister von Istanbul erlangte Erdoğan eine erhöhte Popularität. Bereits bei seinem Amtsantritt präsentierte er seine islamisch geprägte Version von einer sauberen und anständigen Bosporus-Metropole, in der von nun an unter anderem Bordelle verboten und eigene Badestrände für Frauen eingerichtet würden. Durch die strukturierte Amtsführung und die Effizienz, mit der er die regionalpolitischen Angelegenheiten anging, gewann Erdoğan auch bei seinen politischen Gegnern Respekt. Während seiner Amtszeit verschwanden beispielsweise die früher für Istanbul typischen Müllhaufen in den Straßen. Die notorischen Probleme mit der Wasserversorgung wurden behoben, sowie, in mühevoller Kleinarbeit, zusätzliche Grünanlagen geschaffen. Dispute um verschiedene Maßnahmen machten schnell spürbar, dass die RP ein religiös geprägtes, vom Koran inspiriertes Parteiprogramm hatte. Ein kompletter Umsturz der bisherigen Lebensweise in der „westlichsten“ und kosmopolitischsten Stadt des Landes, immerhin mit zehn Millionen Einwohnern bevölkert, ist bis heute allerdings unvorstellbar.

Städtepartnerschaften

Istanbul unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Koran Die bekanntesten Museen in Istanbul sind der Topkapı Sarayı, ein ehemaliger Sultanspalast, die Hagia Sophia, die Chora-Kirche, das Archäologische Museum, das Museum für türkische und islamische Kunst, das Museum Istanbul Modern und der Dolmabahçe Sarayı, ebenfalls ein früherer Sultanspalast, der im 19. Jahrhundert im neubarocken Stil erbaut wurde. Viele Nebengebäude der berühmten Moscheen wurden inzwischen in Museen verwandelt, die eindrucksvolle Einblicke in die Zeit der Osmanen gewähren. Es gibt auch noch weitere Kunstmuseen, bei denen es sich lohnt, sie zu besuchen. Die wichtigsten und wertvollsten Gemälde der Türkei, auch wertvolle Miniaturen sind in den Museen von Istanbul zu finden.

Bauwerke

Die ungeheuere Fülle von städtbaulich, kunsthistorisch und touristisch bedeutenden Bauwerken kann nur knapp, ausschnittsweise und exemplarisch dargestellt werden.

Byzanz und christliches Konstantinopel bis 1453

neubarocken neubarocken Im heutigen Stadtbild Alt-Istanbuls entdeckt man immer noch die antiken Ursprünge.
Einige Plätze und Bauwerke sind in der Anlage oder als Ruinen erhalten. Nur wenige haben die Jahrhunderte nahezu unverändert überdauert. Beispiele:
- das Hippodrom (At Meydanı), angelegt 203 n. Chr.
- das Konstantinsforum mit dem Relikt der Konstantinssäule (Çemberli Taş, aufgestellt 328 n. Chr.)
- der Valens-Aquädukt (Bozdoğan Kemeri), gegen 368 n. Chr. vollendet
- die Theodosianische Landmauer, 424 n. Chr. vollendet
- die Seemauer am Marmarameer, 439 n. Chr. von Theodosius II. in Auftrag gegeben
- verschiedene Ehrensäulen und -bögen, z. B. der 20 m hohe Obelisk Thutmosis III. (15. Jhd. v. Chr.) aus Rosengranit, der im 4. Jhd. n. Chr. von Karnak (Ägypten) nach Konstantinopel gebracht und 390 n. Chr. auf der Spina des Hippodroms aufgestellt worden ist
- Zisternen wie der "versunkene Palast" Yerebatan Sarnıcı, 6. Jh. n. Chr. Fast unversehrt haben einige Kirchen zunächst als Moscheen, dann als Museen überlebt:
- die Hagia Sophia (Ayasofya Camii, Kirche der Heiligen Weisheit), 537 n. Chr. geweiht
- die Pammakaristós-Kirche (Fethiye Camii), im 11. oder 12. Jh. n. Chr. gegründet
- die spätbyzantinische Chora-Kirche (Kariye Camii), in ihrer jetzigen Erscheinungsform aus dem 14. Jh.

Osmanisches Konstantinopel

Die osmanischen Sultane und ihre höchsten Würdenträger strebten sofort nach der Eroberung Konstantinopels danach, ihre Macht und ihren Glauben sichtbar zu demonstrieren, so wie das auch die christlichen Herrscher getan hatten. Die Übernahme griechischer Handwerker, griechischer Bauformen und sogar ganzer griechischer Gebäude dienten diesem Zweck. So erstaunt es keineswegs, dass der bedeutendste osmanische Architekt, Sinan, kein Türke war. Dennoch bildete sich ein eigener osmanischer Baustil heraus.
Ab dem 18. Jahrhundert geriet die osmanische Architektur immer mehr unter den Einfluss westeuropäischer Stile wie Barock (Lâleli Camii), Klassizismus und Jugendstil (Kamondo Merdivenleri, Beyoğlu). Der Versuch, wenigstens äußerlich Osmanisches beizubehalten, auch wenn der Kern längst von westlichen Technologien bestimmt war, führte in der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts zu einem osmanischen Historismus, der noch die in die neue Zeit der Türkischen Republik hineinragende "Erste Nationale Architekturbewegung" charakterisierte. Die osmanische Architektur zeigt sich vor allem
- in den Palästen und Residenzen
- in den Moscheen und den zugehörigen Stiftungsgebäuden, Külliyen genannt
- in den großen, mehrstöckigen Handelshäusern, Herbergen und Magazinen
- in den Basaren
- in Zweck- und Schmuckbauten
Residenzen
Basar
- Der Top Kapı Sarayı (deutsch "das Topkapi Serail") war bis 1856 Wohnung der Sultansfamilie (Harem) und Herrschersitz (Diwan) und damit Zentrum der Macht. Dieser immer wieder umgestaltete, vielgliederige Sultanspalast liegt exponiert an der Spitze der zwischen Goldenem Horn, Bosporus und Marmarameer gelegenen Halbinsel. Er ist eine touristische Hauptattraktion des heutigen Istanbul.
- Der Dolmabahçe Sarayı von 1856 auf der europäischen Seite des Bosporus zeigt sinnfällig, dass die Sultane im 19. Jahrhundert auch äußerlich danach strebten, sich dem europäischen Westen anzugleichen.
Moscheen
Dolmabahçe Sarayı Steter Ausdruck von Glaube, Macht und imperialem Willen der osmanischen Würdenträger sind die Großmoscheen, meist gestiftet von den Sultanen, deren Familienangehörigen, den Wesiren und anderen Würdenträgern des Staates. Die meisten Moscheen schließen sich der Bauidee der Hagia Sophia an.
Zum überkuppelten Gebetsraum gehören zudem ein umgrenzter Vorhof (avlu) und meist eine Külliye mit Medresen, z. B. genutzt als Grundschule (mektep), theologische Schule oder Ärzteschule, mit Wohnzellen der Studenten (hücre), Hospital (dar-üş-şifa), Hospiz (tabhane), Armenküche (imaret), Bibliothek (kütüphane), Karawanserei (kervansaray), Bad (hamam) und Grabbauten (türbe), manchmal auch mit einem Observatorium für glaubensrelevante Zeit- und Kalenderberechnungen (muvakkithane). Eine Auswahl typischer Moscheen:
- aus der osmanischen Frühzeit
  - Mahmut Paşa Camii - älteste erhaltene Großmoschee von 1462
  - Sultan Beyazıt Camii - älteste erhaltene Sultans-Moschee von 1506
- Moscheen des Architekten (Mimar) Sinan

  - İskele Camii in Üsküdar - erste von Sinan geschaffene Moschee von 1548
  - Şehzade Camii - Sinans "Lehrlingsstück" von 1548
  - Sultan Süleyman Camii - Sinans "Gesellenstück" von 1557
  - Rüstem Paşa Camii - Stiftung eines Großwesirs, ausgestattet mit wunderbaren İznik-Fliesen, von 1561
  - Piyale Paşa Camii - Sinans (?) Rückgriff auf den Ulu-Cami-Typ mit mehreren kleineren Kuppeln, vor 1578
- Nachklang
  - Yeni Camii - malerisch am Goldenen Horn gelegen, Bauzeit von 1597 bis 1663
  - Sultan Ahmet Camii - die berühmte "Blaue Moschee" von 1617
  - Sultan Mehmet Fatih Camii - Neubau der Eroberermoschee nach einem Erdbeben 1766, Mittelpunkt einer stilbildenden Külliye
  - Eyüp Sultan Camii - Moschee mit dem Grab von Mohammeds Bannerträger, bedeutendes spirituelles Heiligtum des Islam, gegründet 1458, Neubau in eher tradtionellem Stil von 1798-1800
- Osmanischer Barock
  - Nuru Osmaniye Camii - kühner Kuppelbau aus ursprünglich weißem Marmor mit halbrundem Vorhof, von 1755
  - Lâleli Camii - 1763 fertiggestellt, nach Erdbeben 1783 erneuert, effektvolle Barockmoschee mit kleinem Basar im Untergeschoss
  - Nusretiye Camii, Moschee für die Soldaten der einst nebenan gelegenen Kasernen, von 1826
  - Dolmabahçe Camii - unmittelbar am Ufer des Bosporus, von 1853
Basare und Handelshäuser

- der großen Gedeckte Basar (Kapalı Çarşı), der Ägyptische Basar (Mısır Çarşısı) und der Bücherbasar (Sahaflar Çarşısı)
- der Valide Hanı und der Rüstem Paşa Hanı.
Zweck- und Schmuckbauten
Sahaflar Çarşısı Sahaflar Çarşısı
- Bäder (hamam)
  - Çemberlitaş-Hamam in Alt-Stambul
  - Galatasaray-Hamam in Beyoğlu
- Brunnen
  - Reinigungsbrunnen (şadırvan) innerhalb eines Moscheevorhofes (avsu), z. B. der achteckige Brunnen der Yeni Cami
  - Brunnenhaus (sebil), z. B. der Valide Sultan Turhan Hadice Sebili bei der Yeni Cami
  - Laufbrunnen (çeşme), z. B. der Brunnen von 1906 am deutschen Generalkonsulat
  - Ein Kuriosum ist der vom deutschen Kaiser Wilhem II. gestiftete Brunnen auf dem Hippodrom
- Türben
  - Mausoleen verschiedener Mitglieder der Sultansfamilien und hoher Würdenträger bei der Süleymaniye Camii, der Hagia Sophia und bei der Eyüp Camii
- Militäranlagen
  - Selimiye-Kaserne in Üsküdar
- Fortifikationen Üsküdar
  - Yedikule („Burg der sieben Türme“) am Südende der Landmauer
  - Rumeli Hisarı und Anadolu Hisarı am Bosporus
- Türme
  - Galataturm
  - Beyazıtturm (Seraskerturm)
  - Leanderturm (Kız kulesi, „Mädchenturm“) auf einer Bosporusinsel vor Üsküdar
- Brücken
  - alte Galatabrücke, zwischen 1845 und 1912 mehrmals umgebaut, jetzt ersetzt und verschoben
- Bahnhöfe
  - Sirkeçi Garı, der europäische Kopfbahnhof
  - Haydarpaşa Garı - der asiatische Kopfbahnhof
- Wohngebäude
  - Straßenzüge mit meist mehrstöckigen Holzhäusern findet sie man z. B. noch in Fatih und in Üsküdar
  - Sommervillen aus Holz (Yali) an beiden Seiten des Bosporus, in jüngerer Zeit teilweise vorbildlich renoviert
  - Mietshäuser mit Geschäften und Handwerksbetrieben im Untergeschoss entstanden nach europäischen Vorbildern vor allem im 19. Jhd, z. B. in Beyoğlu
- Botschaftsgebäude in Beyoğlu, heute meist Konsulate
- Kirchen und Synagogen

Istanbul vom Zerfall des Osmanischen Reiches bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg

Erste Nationale Architekturbewegung (1912-1929)
Bis zum Ende der 20er Jahre stand die Architektur der Republik noch ganz im Bann einer bereits nach dem 1. Weltkrieg begonnenen Phase, die man "Erste Nationale Architekturströmung" nannte. In dieser Phase führten türkische Architekten wie Kemalettin Bey den Historismus fort, der sich im späten 19. Jahrhundert vor allem mit der ornamentalen Außengestaltung von Gebäuden an seldschukischen und osmanischen Vorbildern orientiert hatte.
Beispiele:
- Beşiktaş İskelesi (Schiffsanlegestelle), 1913, Architekt Ali Talat
- Haydarpaşa İskelesi, 1915, Architekt Vedat Tek
- Vakıf Hanı in Eminönü, 1912-26, Architekt Kemalettin Bey
- Hotel Merit Antique in Lâleli, 1912-22, Architekt Kemalettin Bey Verstärkt ab etwa 1930 verpflichtete man ausländische Architekten für die Planung öffentlicher Bauten. Sie befreiten die Fassaden weitgehend von den "türkischen" Ornamenten und pflegten einen internationalen, funktionalen Stil. Als Lehrer gaben sie ihre Auffassungen an türkische Architekten weiter.
Zweite Nationale Architekturbewegung (1940-1950)
Als Entwickler der "Zweiten Nationalen Architekturbewegung" gilt Bruno Taut (1880-1938). Er forderte als Leiter der Architekturabteilung an der Akademie der Schönen Künste in Istanbul und Chef der Bauabteilung im Unterrichtsministerium in Ankara eine genaue Analyse des Baustils der osmanischen Zeit und davor. Auf dieser Grundlage sollte der Modernismus überwunden und ein eigener türkischer Baustil gefunden werden.
Beispiel:
- İstanbul Ünivertesisi, Fen Fakültesi, 1942

Pluralismus der Baustile ab etwa 1960

Bruno Taut die Istanbuler Baukunst der letzten Jahrzehnte ist geprägt von einem heterogenen Stilgemisch, das von der Sinan nachgebildeten Moschee bis zu Hochhäusern mit internationalem Aussehen, von altertümelnden Hotels bis zu modernsten Wohnvierteln vielfältigste Aspekte bietet. Jede nur denkbare architektonische Anregung wird aufgenommen. Istanbul ist damit zu einem Experimentierfeld heutiger Architektur geworden. Beispiele:
- Bauwerke des Architekten Sedad Hakkı Eldem im "türkischen" Stil
  - Sosyal Sigortalar Külliyesi (1970),
  - Atatürk Kütüphanesi (1976)
  - Koç Holding A.S. Nakkaştepe Tesisleri (1986)
- Hochhäuser (Bestand im Oktober 2005: 2.110)
  - Hotel InterContinental in Beyoğlu, Höhe 87 m, fertiggestellt 1968
  - Barbaros Plaza in Levent, zwei Hochhäuser, Höhe 80 m, fertiggestellt 1987
  - Yapı ve Kredi Bankası in Levent, Höhe 120 m, fertiggestellt 1995
  - Işbank Tower 1 in Beşiktaş, Höhe 181 m, fertiggestellt 2000
  - Sun Plaza in Şişli, Höhe 147 m, fertiggestellt 2005 (statistische Angaben zu den Hochhäusern nach Emporis 10/2005)
- Brücken
  - Boğaziçi Köprüsü, 1. Bosporusbrücke, eröffnet 1973
  - Halıç Köprüsü (Fatih Köprüsü), Autobahnbrücke über das Goldene Horn, eröffnet 1974
  - Fatih Sultan Mehmet Köprüsü, 2. Bosporusbrücke, eröffnet 1988
  - Galata Köprüsü, Neubau von 1992
- Fernsehtürme
  - Camlica-Fernsehturm
  - Endem-Fernsehturm

Denkmalschutzaktivitäten

Das erste systematische Denkmalschutzprojekt in Istanbul wurde gegen Ende des Ersten Weltkrieges von der Stadtverwaltung initiiert, nachdem in den Kriegswirren Brände und Plünderungen zu Zerstörungen bedeutender Denkmäler geführt hatten. Das Projekt wurde 1917-18 u.a. vom deutsch-türkischen Kunsthistoriker und Journalisten Friedrich Schrader geleitet. Seit den sechziger Jahren hat sich besonders Çelik Gülersoy um den Istanbuler Denkmalschutz verdient gemacht. Er hat zahlreiche kunsthistorisch bedeutende Bauwerke der Stadt sichern lassen und mit der "Istanbul Library" eine wichtige Sammlung von Schrifttum über die Geschichte Istanbuler Baudenkmäler anlegen lassen.
Die gesamte Altstadt von Istanbul gehört seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe. ----

Freizeit und Erholung

Wegen der Verschmutzung des Meeres verschwanden in der Stadt gelegene traditionelle Badeorte allmählich, seit einigen Jahren jedoch eröffnen alte Plätze neu. Zu den beliebtesten Orten innerhalb der Stadt gehören Bakirköy, Küçükçekmece, Sarıyer und der Bosporus, außerhalb der Stadt sind es am Marmarameer die Prinzeninseln, Silivri und Tuzla sowie am Schwarzen Meer Kilyos und Şile. Die Prinzeninseln (Kızıl Adalar) sind eine Inselgruppe im Marmarameer vor den Stadtteilen Kartal und Pendik. Mit ihren Kiefern- und Pinienwäldern, hölzernen, vom Jugendstil geprägten Sommervillen aus der Wende zum 20. Jahrhundert, Pferdekutschen (Motorfahrzeuge sind nicht erlaubt) und Fischrestaurants sind sie ein beliebtes Ausflugsziel. Sie sind mit Fährschiffen und Schnellfähren (Deniz otobüsü) von Eminönu und Kartal aus zu erreichen. Von den neun Inseln sind vier besiedelt. Şile ist ein bekannter türkischer Badeort am Schwarzen Meer, 50 Kilometer von Istanbul entfernt. Die Winde und die Wellen sind rau und die Strömungen des Schwarzen Meeres nicht ganz ungefährlich. Seit den 1980er Jahren wurden Feriensiedlungen und Hotels ausgebaut. Außerhalb von Şile sind unberührte weiße Sandstrände zu finden, die zum Verweilen einladen. Kilyos ist ein kleiner ruhiger Badeort unweit dem europäischen Eingang des Bosporus am Schwarzen Meer. Der Ort verfügt über gute Bademöglichkeiten und wurde in den letzten Jahren unter den Einwohnern von Istanbul als Ausflugsort populär. Kilyos bietet ein Ferienresort mit (Fisch-)Restaurants und Diskotheken.

Sport

Fußball
Istanbul ist Heimat von unzähligen Fußballvereinen; darunter sind vier Erstliga-Vereine: Galatasaray SK, Fenerbahçe SK, Beşiktaş JK und İstanbulspor AŞ.
- Galatasaray Istanbul wurde seit 1939 15 mal türkischer Landesmeister und gewann im Jahre 2000 den UEFA-Pokal und den UEFA Super Cup. Der Verein spielt im Ali Sami Yen Stadion mit einer Kapazität von knapp 25.000 Plätzen. Eine moderne Arena, die das jetzige Stadion ablösen soll, ist bei Seyrantepe geplant. Sie soll Platz für bis zu 50.000 Zuschauer bieten. Galatasaray SK trägt seine internationalen Spiele im Istanbul Atatürk Olympiastadion aus. Das Stadion wurde 2004 als Fünfsternestadion ausgezeichnet und ist das zweitgrößte Fußballstadion in Europa. Galatasaray hat die meisten Anhänger in der Türkei.
- Fenerbahçe Istanbul erspielte seit 1965 16 nationale Meistertitel. Die Heimspiele der Mannschaft finden im Stadion F. Sükrü Saraçoğlu im Stadtteil Kadıköy statt. Es bietet Platz für 55.000 Zuschauer. Trainer des türkischen Erstligisten ist seit Sommer 2003 Christoph Daum aus Deutschland.
- Beşiktaş Istanbul trägt seine Heimspiele im İnönü-Stadion im Stadtteil Beşiktaş aus. Es hat ein Fassungsvermögen von 36.000 Plätzen. Weitere Sportarten
Auch Basketball und Volleyball sind sehr populär. Es bestehen mehrere professionelle Klubs - im Basketball Efes Pilsen Istanbul und Ülker Istanbul sowie im Volleyball Eczacıbaşı Istanbul und Vakıfbank Istanbul - die in ihren eigenen Schulen die Spieler der Zukunft ausbilden.
Golf, Schießen, Reiten und Tennis gewinnen immer mehr an Bedeutung, werden aber überwiegend von Ausländern und wohlhabenden Einheimischen betrieben.
Für Aerobic, Bodybuilding und Gerätegymnastik stehen zahlreiche Fitnessstudios zur Verfügung.
Paintball gehört zu den neuen Sportarten, ist aber schon in zwei großen Klubs in der Nähe von Istanbul vertreten.
Fernöstliche Sportarten wie Aikido und Yoga sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Es gibt mehrere Zentren in der Stadt, wo sie ausgeübt werden können.

Kulinarische Spezialitäten

In den zahlreichen Restaurants und Lokalitäten in Istanbul werden dem Gast Speisen aus internationaler und einheimischer Küche serviert. Einheimische Küche bedeutet hierbei die Küchen aller traditionell in Istanbul lebenden Völker und Sprachgruppen, also z. B. der Türken, Kurden, Kaukasusvölker, Griechen und Juden. Selten wird auch eine historische osmanische Küche angeboten.
Kulinarische Spezialitäten bilden zudem typische Produkte, die in Istanbul hergestellt werden und eine besondere Ausprägung oder Geltung haben, z. B. Süßigkeiten, Getränke oder frisch gerösteter Kaffee. Letztlich muss man aber feststellen, dass es keine originären Istanbuler Spezialitäten gibt, die nicht auch anderswo angeboten werden. Die Besonderheit der kulinarischen Spezialitäten Istanbuls liegt eher im Ambiente und der einmaligen Umgebung der Restaurants, Lokantas und Cafés sowie der Orte, wo die Spezialitäten zu erwerben sind. Die große kulinarische Vielfalt wird allerdings bedroht durch eine "Internationalisierung" minderer Art wie z.B. die Ausbreitung von Fastfoodlokalen, wozu neben den amerikanischen Ketten auch die aus Europa reimportierten Dönerbuden gehören.
Dem Touristen typisch erscheinende und inzwischen auch bei den Istanbulern beliebte Produkte wie z. B. der synthetisch aromatisierte Apfeltee, der mit dem ursprünglichen türkischen Apfeltee wenig gemein hat, zeigen, dass Traditionelles recht schnell durch Neues verdrängt werden kann. Die türkische Küche ist sehr vielseitig und bietet für jeden Geschmack etwas. Die meisten einheimischen Lokale bieten ein Standard-Angebot von Mahlzeiten, die sich meist nur im Preis und in der Dekoration unterscheiden. Die Lokale reichen von der einfachen Lokanta, in der Bauarbeiter mit Weißen Bohnen, Brot und Wasser zufrieden sind, bis zum geschmäcklerisch aufgemachten Spitzenrestaurant. In der Türkei werden die Mahlzeiten traditionsgemäß so zubereitet, dass sie nach der Hauptzutat schmecken und nicht von Soßen oder zu vielen Gewürzen überdeckt werden. Lamm- und Rindfleisch werden deshalb meistens gegrillt oder am Spieß (şiş) sparsam gewürzt serviert. Dazu gibt es entweder Kartoffeln, Salat und Reis oder Bulgur (grob geschroteter Weizen). Außer der Fastfood-Variante mit den dünn geschnittenen Döner-Scheiben im Brot (pide) gibt es viele andere Zubereitungsmöglichkeiten für Fleisch. :Aus Ostanatolien stammen die Variationen saç kebabı (geschnetzeltes Lammfleisch mit Champignons und Tomaten, in der Pfanne gebraten) oder patlican kebabı (mit Hackfleisch gefüllte Auberginen am Spieß). Geflügel gibt es überwiegend aus dem Ofen. In einigen, oft direkt an beiden Seiten des Bosporus gelegenen Restaurants dominieren Fisch und Meeresfrüchte die Speisekarte.
Empfehlenswert sind fener balığı (Seeteufel), kalkan balığı (Steinbutt), levrek (Seebarsch), lüfer (Blaubarsch) und palamut (Thunfisch). Schmackhaft ist auch frischer Hummer (istakoz). Gern gegessen wird auch balık ekmeği (Fischbrot). Für die berühmte Schwarzmeersardine (hamsi) gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Zubereitung: Die Auswahl reicht von Hamsi-Suppe bis zur Hamsi-Nachspeise.
Eine Istanbuler Besonderheit sind Lokale, in denen Meze und vielfältige alkoholische Getränke angeboten werden, so z. B. in Beyoğlu in der Çiçek Pasajı.
Überhaupt lieben es die Istanbuler, zum Essen einheimisches Pils und "Löwenmilch", mit Wasser verdünnten Rakı, zu trinken.
Oft wird ein türkisches Essen mit Süßigkeiten wie Baklava oder Halva und türkischen Kaffee abgeschlossen. siehe auch Türkische Küche Osmanische Küche wird in Üsküdar und Kadıköy in ein paar Restaurants angeboten. Koschere jüdische Küche findet man in Beyoğlu und im alten Stambul, in feiner Ausprägung z. B. im Restaurant des Hotels Merit Antique. Istanbuler Produkte, die eine besondere Ausprägung oder Geltung haben: Lokum, ein süßes Konfekt aus Zucker (ursprünglich Honig), Stärkemehl (ursprünglich Weizenmehl),Pistazien, Mandeln, Nüssen und anderen Zutaten hergestellt. Die traditionelle Firma Hacı Bekir in Eminönü z. B. produziert 18 Lokumsorten, z. B. angereichert mit Extra-Pistazien (zweimal geröstete Pistazien), mit Rosenaroma, mit Mastix, mit Kaffee, mit Zimt oder mit Ingwer. Boza, ein alkoholisches Getreidegetränk aus Weizen oder Hirse, z. B. Vefa bozacısı aus der Katip Çelebi Cad. No:104/1 in der Nähe der Süleymaniye Camii. Mäßiger Bozagenuss ist nach einem islamischen Rechtsgutachten (fetvâ) nicht verboten (nicht haram). Boza wird vor allem im Winter getrunken.

Einkaufen

Süleymaniye Camii Basare und Märkte
- Der Große Basar (Kapalı Çarşı) ist nahezu das gesamte Jahr über täglich geöffnet. Nur während des Ramazans bleibt er sonntags geschlossen. In ihm kann man die Atmosphäre des historischen Istanbuls erleben. Er ist vollständig überdacht und beherbergt viele Hans, Hallen, Straßen und verwinkelte Gassen, in deren Geschäften verschiedene Waren wie Antiquitäten, Teppiche, Schmuck, Keramik und anderes verkauft werden.

- Ein weiterer großer Markt in Istanbul ist der Ägyptische Basar (Mısır Çarşısı). Er wurde im Jahre 1660 auf Anweisung der Mutter des Sultans Mehmed IV. (1642-1693) errichtet. Dort wird wie in früheren Zeiten mit Gewürzen, Obst, Gemüse und Tieren gehandelt.
- Im Dreieck zwischen Großem Basar, Ägyptischem Basar und der Süleymanye Camii findet man eine Unzahl von Geschäftsstraßen und -gassen mit Verkaufsständen, offenen Läden, Manufakturen, Hans und Pasaj genannten Kleinkaufhäusern. Diese Straßen tragen wie in den mittelalterlichen Städten Europas noch die Namen der ehemals hier produzierenden und handelnden Berufsstände.
- Der Balık Pazarı in Beyoğlu ist ein großer Fischmarkt mit riesiger Auswahl. Aber auch Obst und Gemüse sowie Meze und Rakı werden hier angeboten.
- Straßenhändler sind überall unterwegs; so die Verkäufer von Getränken, von Sesamkringeln (Simit) und allem erdenklichen Krimskrams. Moderne Geschäfte internationalen Zuschnitts - darunter auch eine deutsche Buchhandlung - findet man vor allem in Beyoğlu.
Zu den wichtigsten modernen Einkaufszentren Istanbuls gehören
- das vollklimatisierte Carousell in Bakırköy (europäischer Teil) mit mehreren Kaufhäusern, Boutiquen und verschiedenen Restaurants
- das Akmerkez in Etiler (europäischer Teil) mit zahlreichen Filialen aller bekannten Marken, einer großen Auswahl an Boutiquen, einem Vergnügungszentrum mit Spielhallen, Kinos, Restaurants un

Nicolae Ceauşescu

Nicolae Ceauşescu gesprochen "Tschauschesku" (
- 26. Januar 1918 in Scorniceşti; † 25. Dezember 1989 in Târgovişte) war ein kommunistischer Politiker und späterer Staatspräsident Rumäniens. Er war verheiratet mit Elena Ceauşescu. Mit ihr zusammen hatte Ceauşescu zwei Söhne und eine Tochter. Elena Ceauşescu

Herkunft und Jugend

Nicolae Ceauşescu wurde 1918 in Scorniceşti geboren, einem 2000-Seelen-Dorf im Bezirk Olt in der Kleinen Walachei. Er war der Sohn einer einfachen Bauernfamilie. Seine Mutter war eine gläubige orthodoxe Christin. Sein Vater Andruţă war als Trinker im Ort berüchtigt und in den 1930er Jahren Anhänger der faschistischen Bewegung Rumäniens. Beide hatten, einschließlich Nicolae, zehn Kinder, von denen eines jedoch als Kind starb. Der jüngste, Ioan Ceausescu, wurde sogar Minister für Landwirtschaft! Wie zur damaligen Zeit in den ländlichen Regionen des Landes üblich, erhielt Ceauşescu nur eine vierjährige Grundschulausbildung. Seine Leistungen waren dabei durchschnittlich bis gut. So erhielt er in Lesen und Betragen jeweils die Note 8, in Mathematik eine 6 (höchste Note 10, schlechteste 0). Viele Jahre später, als der Personenkult um Ceauşescu seinen Höhepunkt erreichte, wurden seine schulischen Leistungen im Nachhinein überhöht. Seine Lehrer priesen Ceauşescu dabei als einen Schüler, in dem sie schon früh einen "strahlenden Mathematiker" oder gar einen "forschenden Geist" erkannt haben wollten. Der junge Ceauşescu war ein Einzelgänger, der wegen seiner geringen Körpergröße und eines Sprachfehlers unter mangelndem Selbstbewusstsein litt. Mit dem Ende seiner Schulzeit begann für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Im Alter von elf Jahren schickte ihn seine Familie in die Hauptstadt Bukarest, wo er bei seiner Schwester und ihrem Ehemann lebte. Ceauşescu begann eine Lehre als Schuhmacher. Dabei kam er erstmals mit kommunistischem Gedankengut in Kontakt. Sein Meister ließ ihn Botengänge für die mit etwa 1000 - 1500 Mitgliedern kleine Kommunistische Partei Rumäniens machen, deren Anhänger er war. 1933 wurde Ceauşescu dann erstmals kurzzeitig von der Polizei verhaftet. Der Grund für diese Festnahme ist bis heute nicht genau nachgewiesen, man vermutet jedoch dass es um Diebstahl geht. In späteren Werken staatsoffizieller rumänischer Historiker wird Streikhetze angegeben. Allerdings wurde später auch immer wieder der unbewiesene Vorwurf kolportiert, dass Ceauşescu in dieser Zeit Diebstähle und kleinere Gaunereien begangen habe. Im August 1934 kam es zu einer erneuten Verhaftung. Ceauşescu war beim Verteilen regierungsfeindlicher Flugblätter gefasst worden und wurde dafür der Hauptstadt verwiesen. Unter Polizeibegleitung musste er in seinen Heimatort Scorniceşti zurückkehren. Dort blieb er wohl fast das ganze Jahr 1935. (Nach eigener Darstellung kehrte Ceauşescu nach seiner Ankunft umgehend nach Bukarest zurück.) Gegen Ende 1935 kehrte er in die rumänische Hauptstadt zurück und nahm dort seine Propagandatätigkeit für die Kommunisten wieder auf. 1936 wurde Ceauşescu erneut verhaftet, nachdem er beim Verteilen von Flugblättern aus einem fahrenden Zug heraus gefasst wurde. Diese dritte Festnahme bedeutete für den jungen Ceauşescu eine einschneidende Wende in seinem Leben. Erstmals wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Dies erwies sich für seine spätere Parteikarriere jedoch als Glücksfall, da er während seines Gefängnisaufenthalts mit führenden Mitgliedern der KP zusammentraf. Darunter befand sich auch der spätere Parteichef und wichtige Förderer Ceauşescus, Gheorghe Gheorghiu-Dej. Nachdem er Ende 1938 aus der Haft entlassen wurde, nahm Ceauşescu 1939 eine Tätigkeit als kommunistischer Jugendfunktionär auf. Im gleichen Jahr lernte er die zwei Jahre ältere Lenuţa Petrescu kennen, die später seine Ehefrau werden sollte. Nachdem mit Ion Antonescu eine faschistisch orientierte Regierung die Macht in Rumänien übernommen hatte, bedeutete dies für Ceauşescu eine erneute Inhaftierung. Bis zum Sturz der Antonescu-Diktatur 1944 war er wieder im Gefängnis, gemeinsam mit den Größen der rumänischen KP. Diese Gefängnisfraktion sollte sich in den innerparteilichen Machtkämpfen im Nachkriegsrumänien gegen die Fraktion der Illegalen und später der Moskauer Fraktion um Ana Pauker durchsetzen.

Funktionärskarriere im kommunistischen Rumänien

Nach dem Sturz Antonescus durch König Mihai I., den er mit der Unterstützung oppositioneller Politiker sowie der Armee unter dem Druck der vorrückenden Roten Armee durchgeführt hatte, wurde die rumänische KP (RKP) an der Macht beteiligt. Für Ceauşescu wurde ein Posten als führendes Mitglied der kommunistischen Jugendbewegung gefunden. Darüber hinaus wurde er im Oktober 1945 durch die Fürsprache Gheorghiu-Dejs Mitglied des Zentralkomitees (ZK) der RKP. Ceauşescu war die Nummer 30 auf einer Liste von 35 Personen, die gewählt wurden. 1946 wurde er als Parteiinstrukteur nach Constanţa und später in den Distrikt Olt geschickt. Dieser unspektakuläre Posten wurde später von den "Hofhistorikern" Ceauşescus zum Kreisparteisekretär aufgewertet. Am 19. November 1946 errang er ein politisches Amt, welches er in seiner politischen Karriere am längsten tragen sollte, welches aber in kommunistischen Staaten in der Regel auch verhältnismäßig unbedeutend ist: Ceauşescu wurde für den Distrikt Olt als Abgeordneter in die Große Nationalversammlung, das rumänische Parlament, gewählt. Diesen Posten hatte er bis zu seinem Tod 1989 inne. Der einzige Knick in Ceauşescus langer Karriere ereignete sich etwas mehr als ein Jahr später. Auf dem Vereinigungsparteitag der RKP mit der sozialdemokratischen PSD zur Rumänischen Arbeiterpartei (PMR, Partidul Muncitorilor din România) im Februar 1948 wurde der Jungfunktiorär Ceauşescu nicht wieder ins ZK gewählt, obwohl das Gremium auf 41 Personen aufgestockt wurde. Er war vorläufig einer von 16 stellvertretenden ZK-Mitgliedern. Der Grund für diese Niederlage dürfte auch darin zu suchen sein, dass sich in der Partei die mangelnden Fähigkeiten Ceauşescus herumgesprochen hatten. Allerdings konnte er sich der Protektion seines Förderers Gheorghiu-Dej weiterhin sicher sein. Dieser verhalf ihm im März 1948 zum Posten des stellvertretenden Landwirtschaftsministers unter Vasile Vaida, der ebenso wie Ceauşescu Schuhmacher war. Allerdings zog er in dieser Funktion starke Kritik auf sich. Als Hauptverantwortlicher trieb er die Bodenreform ohne jegliche Rücksichtnahme voran. Ceauşescu folgte in dieser Phase als begeisterter Stalinist den Vorstellungen Ana Paukers. Diese Radikalität in der Frage der Bodenreform führte sogar zu Zweifeln an Ceauşescus Fähigkeiten bei Gheorghiu-Dej. Dieser entschloss sich aber, den Enthusiasmus seines Protegés auf ein anderes Feld zu lenken. Er bekam am 9. Januar 1950 für vier Jahre den Posten des stellvertretenden Verteidigungsministers. Gleichzeitig wurde er in den Rang eines Generalleutnants der Infanterie befördert und wurde Chef der Obersten Politischen Direktion der Volksarmee (rum. Şef al Direcţiei Superioare Politice a Armatei Populare). Am 23. Juli 1953 kam es noch zu einer kleinen Aufwertung seines Amtes. Ceauşescu durfte sich nun Erster stellvertretender Verteidigungsminister nennen und stand damit in der Ministerialhierarchie direkt hinter Verteidigungsminister Emil Bodnaras. In der Zwischenzeit wurde er im Mai 1952 im Zuge der Säuberungen gegen die Moskauer Fraktion um Ana Pauker auch wieder Mitglied des ZK der PMR. Sein innerparteilicher Aufstieg begann spätestens, als Ceauşescu mit dem Ende seiner Zeit im Verteidigungsministerium am 19. April 1954 zum Sekretär des ZK für Organisationsfragen sowie zum Kandidaten für das Politbüro aufstieg. Der Posten des ZK-Sekretärs für Organisationsfragen stellte in den kommunistischen Parteien eine wichtige Machtposition dar, weil damit unter anderem auch der Zugriff auf innerparteiliche Personalentscheidungen gegeben war. (In der Sowjetunion hatte beispielsweise Josef Stalin diese Position inne.) Die endgültige Aufnahme Ceauşescus in das Politbüro fand im Dezember 1955 statt. Er gehörte nun zu einem elitären Zirkel von elf Personen, welche die Macht des Landes in ihren Händen hielten.

Nachfolger Gheorghiu-Dejs

Zehn Jahre später starb der bis dahin unbestrittene Führer der rumänischen Kommunisten, Gheorghiu-Dej, an Krebs. Am 22. März 1965, drei Tage nach dem Ableben seines Förderers, wurde Ceauşescu als Erster Sekretär des ZK der PMR nominiert. Die formell noch nötige Wahl durch den Parteitag fand im Juli 1965 statt. Bei diesem Parteitag setzte Ceauşescu auch durch, dass die PMR wieder in RKP zurückbenannt wurde. Nach dem bisher weitgehend allein herrschenden Gheorghiu-Dej musste sich Ceauşescu die Macht anfangs jedoch mit anderen Führungspersonen teilen, die ihn bei der Wahl innerparteilich gegen Konkurrenten unterstützt hatten. So übernahm Chivu Stoica das Amt des Vorsitzenden des Staatsrates und Ion Gheorghe Maurer behielt seinen Posten als Ministerpräsident. Auf dem schon erwähnten Parteitag wurde diese Ämterteilung noch dadurch formalisiert, indem festgeschrieben wurde, dass zukünftig Parteimitglieder nur noch eine Führungsfunktion als Vollzeitstelle besetzen können sollten. Allerdings zeigte sich sehr schnell die Zielstrebigkeit Ceauşescus, der bereits am 9. Dezember 1967 zusätzlich das Amt des Vorsitzenden des Staatsrates übernehmen konnte. Außenpolitisch distanzierte er sich in dieser Zeit öffentlich vom Kurs der Sowjetunion und näherte sich sogar der sowjetfeindlichen Volksrepublik China an. Er war ebenfalls nicht bereit, im Jahr 1968 rumänische Truppen gegen die Aufständischen des Prager Frühlings einzusetzen. Bereits 1966 versuchte Ceauşescu, den Mangel an Bildung, unter dem er litt, auf ungewöhnliche Art und Weise auszumerzen. Er begann ein Studium ohne Anwesenheit, welches er auch mit einem Diplom der Bukarester Wirtschaftsakademie abschloss. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Arbeit über Ausgewählte Probleme der industriellen Entwicklung Rumäniens im 19. Jahrhundert von einem Ghostwriter verfasst wurde.

Personenkult

Eine Reise Ceauşescus nach China und Nordkorea brachte ihn mit dem dort praktizierten Personenkult in Berührung. Davon angeregt begann er, diesen konsequent auf Rumänien zu übertragen. Am 28. März 1974 übernahm er das Amt des rumänischen Präsidenten. Da die hierzu nötige Verfassungsänderung jedoch vergessen wurde, musste sie am 17. März 1975 nachgeholt und Ceauşescu erneut als Staatspräsident bestätigt werden. In seiner Amtszeit baute Ceauşescu eine stalinistische Diktatur mit einem starken Personenkult auf. Mit seinen zahlreichen offiziellen Titeln gab er sich nicht zufrieden. So ließ er sich Conducător (dt. Führer) nennen. Dies war ein Titel, der auch schon unter der faschistischen Antonescu-Diktatur bestand. Darüber hinaus wurden ab Mitte der 1970er Jahre zahlreiche Lyrikbände herausgegeben, die Hofdichter, unter ihnen die heute noch aktiven ultranationalistischen Politiker Corneliu Vadim Tudor (PRM, Partidul România Mare, dt. Großrumänienpartei) und Adrian Păunescu (PSD, Partidul Social Democrat, dt. Sozialdemokratische Partei), regelmäßig zu seinen Geburtstagen veröffentlichten. Dort wurden Ceauşescu Titel wie Großer Kommandant, Titan der Titanen, glorreiche Eiche aus Scorniceşti oder Sohn der Sonne gegeben. Er bewunderte die Rhetorik Adolf Hitlers und studierte häufig Filmsequenzen mit dessen Reden. Dabei wurde eine dem Kommunismus eigentlich fremde Religiosität nicht verdeckt. So ließ er sich auch der Auserwählte oder unser irdischer Gott nennen. Heute noch am geläufigsten ist jedoch die Bezeichnung Genie der Karpaten. Mit einer alles überwachenden Geheimpolizei Securitate schaltete er seine Gegner und die politische Opposition aus. Sogar die Hauptstadt Bukarest war mit einem System von Tunneln unterzogen, damit die Securitate jederzeit gegen Oppositionelle vorgehen konnte. Um keine möglichen Gegner oder Kritiker im näheren Umfeld zu haben, ließ er wichtige Ämter mit Familienmitgliedern besetzen. Besonders seine Frau Elena erlangte dadurch erheblichen Einfluss in der Politik.

Niedergang des Ceauşescu-Regimes

Als 1985 Michael Gorbatschow Generalsekretär der KPdSU wurde und umfangreiche Reformen einleitete, reagierte Ceauşescu mit Ablehnung. Die rigorose Industrialisierung führte zum Niedergang der Wirtschaft und vor allem der Landwirtschaft: Die Arbeiter erhielten keine Löhne mehr, elektrischer Strom musste rationiert werden und selbst die Lebensmittelversorgung brach zusammen. Um die Staatsschulden abzubauen wurden Lebensmittel rücksichtslos für den Export bestimmt. Statt sich der Probleme anzunehmen, setzte Ceauşescu gigantische Bauvorhaben in Gang. Besonders rücksichtslos war das so genannte "Dorfzerstörungs-Programm", bei dem Dörfer zwangsweise zusammengelegt und in agro-industrielle Industrie-Komplexe umgewandelt werden sollten. Wären diese Pläne durchgeführt worden, wären circa 8000 Dörfer zerstört worden. 1988 wurde Ceauşescu zu seinem 70. Geburtstag demonstrativ von SED-Chef Erich Honecker mit dem Karl-Marx-Orden ausgezeichnet und damit für seine ablehnende Haltung zur sowjetischen Perestroika gewürdigt.

Zusammenbruch des Ceauşescu-Regimes

1989 waren viele rumänische Unternehmen bankrott. In der verarmten Bevölkerung machte sich zunehmend Unmut bemerkbar. Selbst die Staatspolizei und hohe Mitglieder der KP kritisierten zunehmend die Führung Ceauşescus. Besonderen Unmut erregte das oben erwähnte umstrittene "Dorfzerstörungs-Programm". Erst im Frühling 1990 wurde international bekannt, dass die kommunistische Führung überall im Land Kinderheime für die "Unwiederbringlichen" (Behinderte und Kinder notleidender Eltern) eingerichtet hatte (siehe unter Cighid). Auf Grund der dort üblichen unmenschlichen Behandlung wurden sie auch als "Kinder-GULAGs" bezeichnet. Am 16. Dezember kam es zu einem größeren Aufstand im westrumänischen Timişoara, nachdem ein regimekritischer evangelisch-reformierter Pfarrer, László Tőkés, verschleppt werden sollte. Mehrere Demonstranten wurden dabei getötet. Die Geheimpolizei Securitate setzte bei der Niederschlagung Hubschrauber ein und begann daraufhin mit einem regelrechten Terror gegen die Aufständischen und diejenigen Mitglieder der Armee, welche die Fronten gewechselt hatten. Am 21. Dezember hielt Ceauşescu eine Rede, bei der ihn die Bevölkerung mit Buhrufen empfing. Einen Tag später versuchte er ein zweites Mal die Massen zu beruhigen. Diese waren aber so aufgebracht, dass sie begannen, das Parteigebäude zu stürmen. Ceauşescu und seine Frau versuchten über die Grenze zu fliehen, wobei sie von Soldaten der rumänischen Armee bei Târgovişte nördlich von Bukarest festgenommen wurden. Am 25. Dezember wurde Ceauşescu zusammen mit seiner Frau von einem eilig zusammengestellten Militärgericht im Schnellverfahren ohne rechtmäßigen Prozess zum Tode verurteilt. Kurz vor 15 Uhr Ortszeit wurde Nicolae Ceauşescu gemeinsam mit seiner Frau Elena Ceauşescu durch die Offiziere Ionel Boeru, Octavian Gheorghiu sowie einem weiteren Soldaten mit Kalaschnikows erschossen. Kurz vor seinem Tod soll er gerufen haben: "Es lebe die freie und unabhängige Sozialistische Republik Rumänien!". Die letzten Worte seiner Frau sollen gewesen sein: "Nicolae, man ermordet uns? In unserem Rumänien?". Nach der Überführung der beiden Leichen von Târgovişte nach Bukarest, wurden sie am 30. Dezember 1989 unter größter Geheimhaltung und unter falschem Namen auf dem Bukarester Friedhof Ghencea begraben. Heute sind die beiden Gräber, die nicht zusammen liegen, ausfindig gemacht und können besucht werden. Die Tochter der Ceauşescus verhandelt mit der rumänischen Führung darüber, die Leichen exhumieren zu lassen und zusammen in einem Mausoleum zu beerdigen. Nach dem Sturz Ceauşescus übernahm die Front zur nationalen Rettung (FSN) unter dem Vorsitz von Ion Iliescu, einem politischen Ziehsohn des "Conducător", die Führung in Rumänien. Später kam es immer öfter auch zu kritischen Untersuchungen der Ereignisse im Dezember 1989. Es gibt starke Anhaltspunkte dafür, dass der Unmut der Volksmassen von Securitate und Armee (gedeckt von Sowjetunion, KGB) genutzt wurde, den verhassten Diktator mit einem Staatsstreich zu beseitigen.

Literatur


- Kunze, Thomas: Nicolae Ceauşescu - Eine Biographie; Berlin: Ch. Links, 2000; ISBN 3861532115

Siehe auch


- Cighid
- Liste der Staatsoberhäupter Rumäniens
- Portal:Südosteuropa

Weblinks


-
- [http://www.ceausescu.org Umfangreiche Web-Seite über Ceausescu]
- [http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=7465&CategoryID=60 Bericht über die Hinrichtung der Ceauşescus] Ceausescu, Nicolae Ceausescu, Nicolae Ceausescu, Nicolae Ceausescu, Nicolae Ceausescu, Nicolae Ceausescu, Nicolae Ceausescu, Nicolae ja:ニコラエ・チャウシェスク

Oslo

Oslo (dt. , norw. , lokal auch , vormals Christiania und Kristiania) ist die Hauptstadt Norwegens und hat durch zahlreiche Eingemeindungen und stetiges Bevölkerungswachstum mittlerweile über 530.000 Einwohner, wobei der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung bei 22,3% liegt (Stand Juli 2005). Im Großraum Oslo wohnen etwa 1 Millionen Einwohner. Die von den Wikingern gegründete Stadt ist mehr als 1.000 Jahre alt. Sie bildet heute eine eigenständige Fylke (Verwaltungsbezirk) Norwegens und ist zugleich Verwaltungssitz der benachbarten Fylke Akershus.

Geschichte

In der Heimskringla, einer Geschichte der norwegischen Könige, behauptet der isländische Gelehrte Snorri Sturluson, dass Oslo im Jahr 1048 von König Harald III. gegründet wurde. Ausgrabungen der jüngeren Zeit haben indes christliche Gräber aus der Zeit um 1000 zum Vorschein gebracht. Aus diesem Grund beging die Stadt im Jahr 2000 ihr tausendjähriges Jubiläum. König Håkon V. machte um 1300 Oslo zur Hauptstadt Norwegens und ließ die Festung Akershus errichten. 1624 wurde die Stadt durch einen Brand stark verwüstet und durch den dänisch-norwegischen König Christian IV. unter dem Namen Christiania wieder aufgebaut. 1877 änderte sich die offizielle Schreibweise in Kristiania und erst 1925 wurde der Stadt der ursprüngliche Name Oslo wiedergegeben. Oslo bedeutet übersetzt entweder "Ebene der Götter" oder "Ebene unterhalb des Hügels" - letzte Klarheit darüber ist nicht mehr zu erlangen. Ein Kosename der Stadt ist Tigerstaden (Tigerstadt), nach einem Gedicht von Bjørnstjerne Bjørnson (“Sidste Sang”, 1870). In diesem Gedicht wird Oslo als gefährliche und unbarmherzige Stadt beschrieben. Vor dem Rathaus und vor dem Bahnhof erinnern heute Tigerskulpturen an diesen Namen, der seinen pejorativen Klang inzwischen verloren hat. Die Universität Oslo ist mit etwa 32.000 Studenten die größte des Königreiches und wurde 1811 nach Vorbild der Humboldt-Universität in Berlin gegründet. 1952 fanden die Olympischen Winterspiele in Oslo - u.a. am berühmten Holmenkollen - statt.

Stadtteile

Nach der Stadtteilreform ab 1. Januar 2004 sind die Stadtteile Oslos: Gamle Oslo, Grünerløkka, Sagene, St. Hanshaugen, Frogner, Ullern, Vestre Aker, Nordre Aker, Bjerke, Grorud, Stovner, Alna, Østensjø, Nordstrand, Søndre Nordstrand und der Nord-Mark (Marken oder Marka) ---- Holmenkollen ----



Bild:Akershus castle Oslo.jpg|Akershus Schloß und Burg Bild:Oslo1.JPG|Das berühmte Rathaus Oslos Bild:Oslo Hafen.jpg|Der Osloer Hafen 1975 Bild:Rathaus-Oslo.jpg|Osloer Rathaus Bild:Slottet_oslo_2.jpg|Das Königliche Schloß Bild:schloss_oslo.jpg|Das Königliche Schloss Bild:Karl_johan_statue_1.jpg|König Karl Johann zu Pferde Bild:Holmenkollen-Schanze.jpg|Holmenkollen-Schanze Image:Vigelandpark Oslo.jpg|Vigelandpark Bild:Vigeland stampvoetend jochie.jpg|Der zornige Junge im Vigeland-Park Image:Selbstbildnis Vigeland.JPG|Selbstbildnis Vigelands

Sehenswürdigkeiten

Holmenkollen Oslo hat viele Sehenswürdigkeiten und das besondere Flair der innersten Fjordlage. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählen u.a.:
- mehrere Schiffsmuseen (Wikingerschiffe, Fram-Museum, Kon-Tiki) auf Bygdøy
- die Vigeland-Anlage im Frogner-Park mit hunderten Skulpturen Gustav Vigelands
- das Rathaus, indem die alljährliche Verleihung des Friedensnobelpreises erfolgt
- das