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Alan B. Shepard Jr.

Alan B. Shepard Jr.

Alan Bartlett Shepard, Jr. (
- 18. November 1923 in East Derry, New Hampshire, USA; † 21. Juli 1998 in Monterey, Kalifornien, USA) war der erste Astronaut der Vereinigten Staaten und der fünfte Mensch auf dem Mond.

Beginn der Karriere

Shepard war ein hervorragender Schüler. Fasziniert von Flugzeugen radelte er an Wochenenden oft zum nächsten Flugplatz, wo er Gelegenheitsarbeiten übernahm, um ab und zu in Flugzeugen mitgenommen zu werden. Von 1940 bis 1944 studierte er an der "Admiral Farragut Academy" in Toms River, New Jersey und der "United States Naval Academy" in Annapolis, Maryland. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs diente er dann in der US-Marine auf dem Zerstörer Cogswell im Pazifik. Nach dem Krieg wurde er als Pilot ausgebildet und diente als Marine-Pilot, unter anderem auf Flugzeugträgern im Mittelmeer. Im Jahre 1950 begann Shepard die Ausbildung zum Testpilot in Patuxent River, Maryland. Nach deren Abschluss 1951 testete er verschiedene Typen von Kampfjets und arbeitete unter anderem Landetechniken für die neuen Flugzeugträger mit abgewinkelten Landebahnen aus.

Der erste Amerikaner im All

Shepard gehörte zu den 110 Militär-Testpiloten, die von der NASA als potentielle Astronauten ausgewählt wurden, wobei jedoch die Einladung an Shepard verloren ging. Dennoch gehörte er zu den sieben (Mercury Seven), die am 9. April 1959 von der NASA als Amerikas erste Astronautengruppe vorgestellt wurden. Am 21. Februar 1961 erfuhr Shepard, dass er für den ersten bemannten Flug der Mercury-Raumkapsel vorgesehen war, diese Nachricht wurde vorerst aber noch nicht veröffentlicht. Der Start der Mission Mercury-Redstone 3 erfolgte dann am 5. Mai 1961. Shepard hatte der Kapsel den Namen Freedom 7 gegeben. Dieser Flug war nicht als Erdumkreisung geplant und erreichte eine Höhe von 187 km. Nach 15 Minuten wasserte Freedom 7 sicher im Atlantik. Bei den beiden nächsten Mercury-Missionen am 21. Juli 1961 und 20. Februar 1962 war Shepard als Verbindungssprecher (Capcom) beteiligt. Für die letzte Mission im Mercury-Programm, Mercury-Atlas 9, war er als Ersatzpilot vorgesehen, falls Gordon Cooper ausfallen sollte, der Flug fand aber am 15. und 16. Mai 1963 problemlos statt. Shepard drängte darauf, die letzte verbliebene Mercury-Kapsel für einen Langzeitflug Mercury 10 zu verwenden, mit sich als Pilot und Cooper als Ersatz. Er ließ die Kapsel sogar mit dem Schriftzug "Freedom 7 II" bemalen, die NASA entschied jedoch, dass alle Kräfte auf das anstehende Gemini-Programm konzentriert werden sollten, so dass Shepard nicht zur erhofften Erdumkreisung kam.

Kein Gemini-Flug für Shepard

Aufgrund gesundheitlicher Probleme wurde Shepard im Oktober 1963 von der Liste der aktiven Astronauten gestrichen und übernahm die Stelle von Deke Slayton als Leiter des Astronautenbüros. Im Gemini-Projekt kam Shepard deshalb nicht zum Einsatz. Im März 1966 leitete er das Komitee, das den Flugzeugabsturz untersuchen sollte, der zum Tode der Astronauten Elliott See und Charles Bassett geführt hatte.

Der Flug zum Mond

Charles Bassett Anfang 1969 ließ sich Shepard am Innenohr operieren. Im Mai wurde ihm wieder die volle Flugfähigkeit bescheinigt, so dass er die Ausbildung im Rahmen des Apollo-Projekts wieder aufnehmen konnte. Shepard war zuerst als Kommandant der Apollo 13-Mission vorgesehen, die im April 1970 starten sollte, aber das NASA Management drängte darauf, ihm mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben, da er lange dem Astronautentraining fern geblieben war. Deshalb wurde Shepard zusammen mit Stuart A. Roosa und Edgar D. Mitchell auf Apollo 14 verlegt. Dieser Mondflug fand vom 31. Januar bis zum 9. Februar 1971 statt. Shepard war zu diesem Zeitpunkt bereits 47 Jahre alt, bei weitem der älteste der Mondfahrer. Er war der erste Mercury-Astronaut, der es bis zum Mond geschafft hatte, und er sollte der einzige bleiben. Als er den Mond betrat, sagte er: "Al ist auf der Oberfläche, und es war ein weiter Weg, aber wir sind hier." Al Shepard ging als erster Golfspieler auf dem Mond in die Geschichtsbücher ein. Er hatte zwei Golfbälle mitgenommen, die er einhändig mehrere hundert Meter weit schlug. Bei den folgenden Mondflügen Apollo 15 im Juli 1971 und Apollo 17 im Dezember 1972 diente er als Verbindungssprecher (Capcom) in der Flugleitung.

Nach dem Mondflug

Im Juni 1971 nahm er die Arbeit als Leiter des Astronautenbüros wieder auf. Von Präsident Nixon wurde er im Juli zum Delegierten für die UN-Vollversammlung ernannt und blieb von September bis Dezember 1971 in diesem Amt. Am 1. Dezember 1971 beförderte die US-Marine ihn zum Konteradmiral. Shepard schied am 31. Juli 1974 aus der NASA und der US-Marine aus und konzentrierte sich auf seine Arbeit als Geschäftsmann, die ihn schon zu Astronautenzeiten zum Millionär gemacht hatten. Er wurde Vorsitzender der Marathon Construction Corp. in Houston und der Windward Distributing Company und trat dem Aufsichtsrat mehrerer Firmen bei. Seine Firma Seven Fourteen Enterprises (benannt nach Freedom 7 und Apollo 14) diente als Holding für seine verschiedenen geschäftlichen Aktivitäten. Zusammen mit den anderen Mercury-Astronauten und Betty, der Witwe von Gus Grissom, gründete er 1984 die Mercury Seven Stiftung, die Stipendien an bedürftige Studenten vergab. Im Jahre 1995 wurde die Stiftung in Astronaut Scholarship Foundation umbenannt, und Shepard wurde Präsendent und Vorsitzender, bis er beide Ämter im Oktober 1997 an den ehemaligen Astronauten Jim Lovell übergab. 1996 wurde festgestellt, dass Alan Shepard an Leukämie litt, woran er 1998 im Alter von 74 Jahren starb. Seine Frau verstarb nur einen Monat später. Sie hinterließen zwei Töchter: Laura (
- 1947) und Juliana (
- 1951). Die Shepards zogen außerdem ihre Nichte Alice auf, die manchmal als Tochter bezeichnet wird. Siehe auch: Liste der Raumfahrer

Weblinks


- [http://www.jsc.nasa.gov/Bios/htmlbios/shepard-alan.html NASA-Biographie]
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a14/shepstep.au Audio-Datei: Shepard betritt den Mond] Shepard, Alan Shepard, Alan Shepard, Alan Shepard, Alan Shepard, Alan Shepard, Alan Shepard, Alan ja:アラン・シェパード

Wikipedia:Formatvorlage Raumfahrer

Diese Seite dient vor allem als Vorlage für die Übersichtstabelle, die in Raumfahrer-Artikeln erscheinen soll. Achtung! Diese Seite ist noch KEINE Formatvorlage! Über Format und Inhalt der Tabelle wird derzeit noch diskutiert.
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Name

Bei russischen Personen ist es üblich, den Artikel unter dem Lemma "Vorname Vatername Familienname" anzulegen, und hierauf eine Weiterleitung von "Vorname Nachname" zu setzen. Amerikanische Personen haben oft mehrere Vornamen, dazu manchmal auch einen Rufnamen, z.B. Virgil Ivan "Gus" Grissom. Derzeit gibt es keine verbindlichen Regeln, unter welchem Lemma der Artikel angelegt werden soll, und welche Weiterleitungen gesetzt werden sollen. In der ersten Zeile des Artikels sollen aber alle Namen angegeben werden.

Landeszugehörigkeit

Hier soll die Nationalität des Raumfahrers zur Zeit seines Raumflugs vermerkt werden, ebenso die Zugehörigkeit zu einer Raumfahrtbehörde. Wechseln diese im Lauf der Karriere, so sollen alle zutreffenden aufgeführt werden.

Raumflüge

Hier sollen die einzelnen Raumflüge des Raumfahrers stehen. Im Allgemeinen wird das der Name des Raumschiffs sein, z.B. Wostok 1 oder Gemini 3. Bei Raumstations-Besatzungen kommt es aber vor, dass Hinflug und Rückflug mit zwei verschiedenen Raumschiffen erfolgen. Dann können entweder beide Raumschiffe in einer Zeile aufgeführt werden, oder aber der Missionsname. Für Franz Viehböck also entweder Sojus TM-13/Sojus TM-12 (1991) oder Austromir 91 (1991).

Kategorien

Wie bei allen Personen üblich sollte der Raumfahrer nach Geschlecht und Nationalität, evtl. auch nach Geburts- und Sterbejahr kategorisiert werden. Zusätzlich soll der Raumfahrer auch in den passenden Unterkategorien von :Kategorie:Raumfahrer einsortiert werden. In der Hauptkategorie :Kategorie:Raumfahrer sollen nur Raumfahrer stehen, die an Raumfahrtprogrammen teilgenommen haben, zu denen es keine Unterkategorie gibt. Raumfahrer

18. November

Der 18. November ist der 322. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 323. in Schaltjahren) - somit bleiben 43 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 794 - Der Tennō (japanische Kaiser) Kammu verlegt seine Residenz von Nara in das neu gegründete Heian (Kioto).
- 1307 - Nach der Legende von Aegidius Tschudi verweigert Wilhelm Tell dem vom Landvogt Gessler zu Altdorf als Zeichen der österreichischen Hoheit aufgesteckten Hut die befohlene Reverenz und muss deshalb einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießen.
- 1876 - Frankreich und Großbritannien übernehmen die Schuldenverwaltung von Ägypten, das seinen Staatsbankrott bekannt gibt.
- 1886 - Begründung der heutigen Berliner Burschenschaft Obotritia.
- 1901 - Der zweite Hay-Pauncefote-Vertrag mit Großbritannien sichert den USA die alleinigen Rechte am Panama-Kanal.
- 1905 – Nach Auflösung der Personalunion mit Schweden wählt das norwegische Storting Prinz Carl von Dänemark als Haakon VII. zum König.
- 1918 - Der Lettländische Volksrat erklärt in den der Oktoberrevolution folgenden Wirren Lettlands Unabhängigkeit von der Sozialistischen Sowjetrepublik.
- 1919 - Die Einlassung von Generalfeldmarschall Hindenburg vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Ursachen der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg enthält die „Dolchstoßlegende“.
- 1978 - Im guayanischen Urwald kommt es zur Massenselbsttötung von mehr als 900 Mitgliedern der „Volkstempler-Sekte“.
- 1983 - Neun junge Georgier versuchen in der Tiflisser Flugzeugentführung vergeblich in die Türkei zu fliehen.
- 1988 - Erstmals wird mit Rita Waschbüsch eine Frau Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.
- 1991 - Vukovar fällt in die Hand serbischer Verbände, welche von der Jugoslawischen Volksarmee unterstützt werden.
- 1996 - Auf Nauru, der kleinsten Republik der Welt, gewinnt bei den Parlamentswahlen Bernard Dowiyogo gegen Lagumot Harris. Er beendet aufgrund der fortgesetzten französischen Atomtests auf dem Mururoa-Atoll auch gleich die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich.
- 1999 - OSZE-Gipfeltreffen in Istanbul
- 2002 - Chile unterzeichnet das Assoziationsabkommen mit der EU in Brüssel
- 2002 - In Europas größter Plattenbausiedlung Berlin-Marzahn beginnt der Abriss des ersten Hochhauses aus DDR-Zeiten, das in den 70er-Jahren errichtet wurde.
- 2004 - Die umgebildete EU-Kommission von Kommissionspräsident Barroso wird vom Europaparlament mit 449 Ja-Stimmen gegen 149 Nein-Stimmen und 82 Enthaltungen gebilligt.
- 2005 - Die Volkskundliche Kommissin Westfalen-Lippe möchte diesen Tag zum Bestdokumentierten der Geschichte machen. Mehr dazu auf www.mein18november.de

Wirtschaft


- 1996 - Der erste Börsengang der Deutschen Telekom AG verfolgt einerseits das Ziel, die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft zu verbessern, andererseits Leistungsfähigkeit und Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland zu demonstrieren. Durch die Abgabe von rund 713,7 Mio. Aktien fließen der Telekom so ca. 10 Mrd. € so genannte "frische Mittel" zu.

Wissenschaft, Technik


- 1865 - Rohrpostsysteme: Eine erste Linie der Berliner Pneumatischen Depeschenbeförderung wird in Betrieb genommen.
- 1994 - Das Europäische Patentamt München erteilt ein Patent für eine in den USA entwickelte gentechnisch veränderte „Anti-Matsch-Tomate“.
- 2002 - Das erste Mathematikmuseum der Welt wird in Wiesbaden eröffnet.

Kultur


- 1662 - Uraufführung des Dramas La Zenobia di Radamisto von Antonio Bertali an der Hofburg in Wien.
- 1752 - Uraufführung der Oper Le Jaloux corrigé von Michel Blavet im Château de Berny.
- 1867 - Uraufführung der Oper Helden (Orig.: Bogatyri) von Alexander Porfirjewitsch Borodin im Bolschoi-Theater in Moskau.
- 1898 - Uraufführung der musikalischen Tragödie Don Quixote von Wilhelm Kienzl in Berlin.
- 1905 - Uraufführung der Operette Prinzess Rosine von Paul Lincke am Apollo Theater in Berlin.
- 1927 - Uraufführung der Oper La Campana sommersa (Die versunkene Glocke) von Ottorino Respighi an der Hamburgischen Staatsoper.
- 1928 - In dem Zeichentrickfilm Steamboat Willie, einem der ersten mit Ton, hat Walt Disneys Micky Maus ihren ersten großen Auftritt.
- 1943 - Veröffentlichung des Romans Das Glasperlenspiel von Hermann Hesse.

Religion

Hermann Hesse
- 1095 - Die Synode von Clermont beginnt, die Papst Urban II. einberufen hat, um für eine striktere Einhaltung moralischer Werte, aber auch einen Kreuzzug zur Befreiung des Heiligen Landes zu werben.
- 1302 - Die nicht zuletzt aufgrund des Streits mit Philipp dem Schönen von Frankreich entstandene Bulle Unam Sanctam von Papst Bonifatius VIII., die den absoluten Autoritätsanspruch des Papstes in allen Glaubens- und weltlichen Fragen zu belegen versucht, wird datiert, möglicherweise aber erst im darauffolgenden Jahr veröffentlicht werden.
- 1626 - Der Petersdom in Rom wird durch Papst Urban VIII. nach einer Bauzeit von 120 Jahren eingeweiht.

Katastrophen


- 1421 - Die St.-Elisabeth-Flut richtet große Schäden in der Gegend um Dordrecht und Rotterdam (Niederlande) an. Sehr viele Menschen ertrinken. Das Naturgebiet Biesbosch entsteht hierdurch.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1970 - Joe Frazier verteidigt seinen Boxweltmeistertitel im Schwergewicht gegen Bob Foster in der Cobo Arena, Detroit durch KO.

Geboren

Detroit Detroit Detroit Detroit
- 709 - Kōnin, 49. Kaiser von Japan
- 1522 - Lamoral Graf von Egmont, niederländischer Freiheitskämpfer
- 1584 - Caspar de Crayer, belgischer Maler
- 1611 - Andreas Tscherning, deutscher Schriftsteller
- 1647 - Pierre Bayle, französischer Philosoph
- 1736 - Anton Graff, Portraitmaler
- 1768 - Zacharias Werner, deutscher Dichter und Dramatiker
- 1785 - David Wilkie, britischer Maler
- 1786 - Carl Maria von Weber, deutscher Komponist
- 1787 - Louis Jacques Mandé Daguerre, französischer Maler, Erfinder der Photographie
- 1831 - Johannes Bosscha, niederländischer Physiker
- 1832 - Adolf v. Nordenskjöld, schwedischer Polarforscher
- 1836 - William S. Gilbert, englischer Dramatiker
- 1839 - August Kundt, deutscher Physiker
- 1863 - Richard Dehmel, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1877 - Arthur Cecil Pigou, britischer Ökonom
- 1885 - Josef Kentenich, Gründer der Schönstatt-Bewegung
- 1896 - César Pérez Sentenat, kubanischer Komponist
- 1897 - Patrick Maynard Stuart Blackett, englischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1901 - George Horace Gallup, US-amerikanischer Demoskop
- 1906 - Klaus Mann, deutsch-amerikanischer Schriftsteller (Sohn von Thomas Mann)
- 1906 - Guido Wieland, österreichischer Schauspieler, Regisseur und Operettenbuffo
- 1907 - Compay Segundo, kubanischer Musiker (Buena Vista Social Club)
- 1910 - Friedrich Weinreb, chassidischer Weiser, Erzähler und Schriftsteller
- 1912 - Walter Schulz, deutscher Philosoph
- 1923 - Robert Graf, deutscher Schauspieler (Vater von Dominik Graf)
- 1923 - Alan Shepard, erster Astronaut der Vereinigten Staaten
- 1925 - Gerd Bacher, österreichischer Journalist und ORF-Generalintendant
- 1934 - Vassilis Vassilikos, griechischer Schriftsteller
- 1935 - Rudolf Bahro, deutscher Philosoph
- 1936 - Hank Ballard, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1936 - Don Cherry, US-amerikanischer Musiker
- 1936 - Ennio Antonelli, Erzbischof von Florenz, italienischer Theologe und Kardinal
- 1937 - Ulrich Wildgruber, deutscher Schauspieler
- 1938 - Karl Schranz, österreichischer Skirennläufer
- 1939 - Margaret Atwood, kanadische Schriftstellerin
- 1940 - Rainer Funke, deutscher Politiker (FDP)
- 1940 - Qabus ibn Said, seit 1970 Sultan des Oman
- 1941 - Con Clusky, britischer Musiker
- 1941 - David Hemmings, britischer Schauspieler
- 1942 - Linda Evans, US-amerikanische Schauspielerin
- 1944 - Ibrahim Böhme, deutscher Politiker, Mitbegründer der SDP/SPD in der DDR
- 1944 - Wolfgang Joop, deutscher Modedesigner
- 1946 - Alan Dean Foster, Science-Fiction-Autor
- 1946 - Dave Irving, britischer Musiker und Sänger
- 1946 - Amanda Lear, britisch-chinesische Sängerin und Photomodell
- 1949 - Herman Rarebell, deutscher Musiker (Scorpions)
- 1951 - Alan Moon, britischer Spieleautor
- 1952 - Harald Konopka, deutscher Fußballspieler
- 1952 - Paul Wengert, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg
- 1954 - John Parr, britischer Sänger und Songschreiber
- 1957 - Marie Colbin, österreichische Schauspielerin
- 1958 - Shirley Strong, britische Leichtathletin und Olympionikin
- 1959 - Ulrich Noethen, deutscher Schauspieler
- 1960 - Kim Wilde, britische Sängerin und Songschreiberin
- 1962 - Kirk Hammett, Leadgitarrist der Metalband Metallica
- 1963 - Peter Schmeichel, dänischer Fußballspieler
- 1966 - LaVonna Martin, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1967 - Steffen Tippach, deutscher Politiker und MdB
- 1970 - Peta Wilson, australische Schauspielerin
- 1974 - Chloë Sevigny, US-amerikanische Schauspielerin
- 1976 - Tina Landgraf, deutsche Schauspielerin
- 1976 - Matt Welsh, australischer Schwimmer
- 1982 - Gracia Baur, deutsche Popsängerin
- 1985 - Allyson Felix, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin

Gestorben

Allyson Felix Allyson Felix Allyson Felix
- 1170 - Albrecht der Bär, Markgraf von Brandenburg
- 1575 - Johannes Aurifaber, Theologe
- 1751 - Abraham Vater, deutscher Mediziner und Philosoph
- 1804 - Pietro Alessandro Guglielmi, italienischer Komponist
- 1827 - Wilhelm Hauff, deutscher Schriftsteller und Märchenerzähler
- 1830 - Franco Andrea Bonelli, italienischer Zoologe und Ornithologe, Entdecker des Habichtsadlers und des Berglaubsängers
- 1830 - Adam Weishaupt, deutscher Gründer des Illuminatenordens
- 1841 - Agustín Gamarra, Staatspräsident von Peru
- 1886 - Chester A. Arthur, US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA
- 1887 - Gustav Theodor Fechner, deutscher Physiker und Philosoph
- 1892 - Hannes Finsen, isländischer Jurist und hoher Beamter im Dienste Dänemarks, u.a. Gouverneur auf den Färöern
- 1900 - Ernst Eckstein, deutscher Schriftsteller
- 1900 - Anna Vorwerk, deutsche Frauenrechtlerin
- 1917 - Auguste Rodin, französischer Bildhauer
- 1919 - Ferdinand Domela Nieuwenhuis, niederländischer Politiker
- 1919 - Adolf Hurwitz, deutscher Mathematiker
- 1922 - Marcel Proust, französischer Schriftsteller
- 1928 - Mauritz Stiller, schwedischer Stummfilmregisseur
- 1940 - Iwane Dschawachischwili, Gründer der Universität Tiflis
- 1943 - André Antoine, französischer Theaterdirektor und Filmregisseur
- 1953 - Ruth Crawford Seeger, US-amerikanische Komponistin
- 1955 - Josef Herrmann, deutscher Bariton (
- 20. April 1903)
- 1962 - Niels Bohr, dänischer Physiker (
- 1885)
- 1963 - Carmen Boni, italienische Schauspielerin (
- 1903)
- 1963 - Kurt Arnold Findeisen, deutscher Schriftsteller
- 1967 - Léon Mba, erster gabunischer Präsident (
- 1902)
- 1971 - Junior Parker, US-amerikanischer Sänger
- 1972 - Danny Whitten, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1973 - Alois Hába, tschechischer Komponist
- 1977 - Kurt Schuschnigg, österreichischer Bundeskanzler während der Zeit des austrofaschistischen Ständestaates (
- 1897)
- 1978 - Lennie Tristano, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1982 - Heinar Kipphardt, deutscher Dramatiker
- 1983 - Ivan Albright, US-amerikanischer Maler des Neuen Realismus (
- 1897)
- 1983 - Tom Evans, britischer Musiker (Badfinger)
- 1984 - Alexander Schläffer, österreichischer Heimatkrippenbauer
- 1987 - Jacques Anquetil, französischer Profi-Radrennfahrer
- 1989 - August Seider, deutscher Tenor (
- 1901)
- 1990 - Wolfgang Büttner, deutscher Schauspieler
- 1991 - Gustáv Husák, tschechoslowakischer Politiker und Staatspräsident
- 1991 - Eugen York, deutscher Regisseur
- 1993 - Fritz Feld, deutsch-US-amerikanischer Schauspieler
- 1994 - Cab Calloway, US-amerikanischer Jazz-Sänger und Bandleader
- 2002 - James Coburn, US-amerikanischer Schauspieler
- 2003 - Michael Kamen, US-amerikanischer Komponist
- 2004 - Cy Coleman, US-amerikanischer Komponist

Feiertage und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Philippus, Apostel, Märtyrer (koptische Kirche)

Siehe auch


- 17. November - 19. November
- 18. Oktober - 18. Dezember
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1118 ja:11月18日 ko:11월 18일 simple:November 18 th:18 พฤศจิกายน

USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik. Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht. Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.

Geographie

Hauptartikel: Geographie der USA Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten. Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa. Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone. Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km. Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km

Fläche

Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km² Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert

Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA. deutscher Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv. Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden. Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest. Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Sprachen

Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen. Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig. Siehe auch:

- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten

Religion

Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen. Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen

Geschichte

Hauptartikel Geschichte der USA Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt. Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging. Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.

Indianerpolitik

Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.

Sklaverei und Rassentrennung

South Dakota]] Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht. Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob. Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen. Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.

Industrialisierung

1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan. Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.

Börsenkrach und New Deal

Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.

Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er

Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben. Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.

1980er

In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der USA Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive. Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit. Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer. Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt. An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat. In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner). Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA

Innenpolitik

In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (19932001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben. Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger. Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle. Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.

Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.

Außenpolitik

Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.

Früher Isolationismus

Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.

Frühes 20. Jahrhundert

Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen. Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.

1920 bis zur Nachkriegszeit

Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können. Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.

Kalter Krieg

Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen. Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren. Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt. Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.

Die Außenpolitik der Regierung Clintons

Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA. Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschritt und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.

Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001

Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei "traditionelleren" Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer "Achse des Bösen" (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea. Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei. Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Bush-Administration erhebt. Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben. George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen. Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des "Kriegs gegen den Drogenanbau" und des Kriegs gegen den Terrorismus. Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | :Kategorie:US-Außenpolitik | US-Interventionen im Ausland Literatur:
- Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt, die amerikanische Außenpolitik von J.F. Kennedy bis G.W. Bush, Ullstein ISBN 3-548-36722-4
- Michael R. Beschloss / Strobe Talbott:
Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989-91, ECON, ISBN 3-612-26166-5
- [http://usinfo.state.gov/usa/infousa/trade/files/98-916.pdf Congressional Research Service, Bericht an den Kongress zum Thema Entwicklungshilfe, 2004]

Gliederung

US-Interventionen im Ausland Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA). Liste der Städte in den USA Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie "Parishes" und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Counties ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Townships, die, insbesonders im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen. Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das "town meeting". Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versa


1998

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Das Schweinsohr (Gomphus clavatus) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Die Feldlerche (Alauda arvensis) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Wildbirne (Pyrus commúnis) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Die Unke (Bombina) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)

Politik


- 1. Januar: Flavio Cotti wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Deutschland. Der Beschluss über die Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer tritt in Kraft
- 1. Januar: Deutschland. Der Solidaritätszuschlag wird von 7,7 auf 5,5 Prozent gesenkt
- 1. Januar: Honduras. Carlos Roberto Flores Facussé tritt sein Amt als Staats- und Regierungschef an
- 1. Januar: Malediven. Die neue Verfassung tritt in Kraft
- 1. Januar: Kooperationsabkommen zwischen Mazedonien und der EU
- 2. Januar: Ausbruch der Vogelgrippe in Hongkong
- 4. Januar: Israel. Außenminister David Levi tritt zurück
- 4. Januar: Valdas Adamkus wird Staatspräsident in Litauen
- 7. Januar: Ottawa, Kanada. Der Rechtsanspruch der Ureinwohner auf das von ihnen bereits vor der Ankunft der Europäer besiedelte Land wird von Obersten Gericht bestätigt
- 11. Januar: Kuba. Direktwahlen zur Nationalversammlung
- 16. Januar: Die Präsidenten der USA, Estlands, Lettlands und Litauens unterzeichnen die „US-Baltic Charter of Partnership“
- 16. Januar: Bundestag genehmigt Lauschangriff
- 21. Januar: Papst Johannes Paul II. besucht Kuba
- 23. Januar: Volksrepublik China. Methangas-Explosion in einer Kohlegrube in der Provinz Liaoning. 80 Tote
- 29. Januar: Kanada, Japan, Russland, USA sowie die Mitgliedsstaaten der europäischen ESA schließen den Vertrag über den Bau der internationalen Raumstation ISS
- 1. Februar: Costa Rica. Miguel Anguel Rodriguez Echeverría wird Staats- und Regierungschef
- 1. Februar: Litauen. Assoziierungsvertrag mit der EU
- 3. Februar: Armenien. Staatspräsident Lewon Ter-Petrosjan tritt zurück
- 4. Februar: Schweres Erdbeben in Afghanistan. Etwa 4.500 Tote
- 5. Februar: Deutschland. Bundespräsident Roman Herzog auf Staatsbesuch in der Ukraine
- 6. Februar: Korsika, Frankreich. Der Präfekt Claude Erignac wird auf der Straße erschossen
- 9. Februar: Georgien. Zweites Attentat auf Eduard Schewardnadse
- 10. Februar: Die Todesstrafe in Aserbaidschan wird abgeschafft
- 14. Februar: Japan. Schwere Grippewelle. Etwa 16.000 Schulen werden vorsichtshalber geschlossen
- 21. Februar: „Weimarer Dreiecks“-Gipfel zwischen H.Kohl, J.Chirac und A.Kwasniewski
- 24. Februar: Laos. Khamtay Siphanedone wird Staatspräsident
- 28. Februar: Eskalation der Lage im Kosovo
- 1. März: Kooperationsabkommen zwischen Tunesien und der EU
- 1. März: Das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen Deutschland und der Ukraine tritt in Kraft
- 4. März: Israel. Staatspräsident Ezer Weizman wird in seinem Amt bestätigt
- 6. März: Jyväskylä, Finnland. Entgleisung eines Personenzugs. 11 Tote, 40 Verletzte
- 10. März: Chile. General Augusto Pinochet Ugarte legt sein Amt als Oberkommandierender des Heeres nieder
- 10. März: Indonesien. Hadji Mohamed Suharto wird zum 6. Mal als Staats- und Regierungschef bestätigt
- 10. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Südafrika. In Kraft seit dem 10. Januar 2000
- 11. März: Dänemark. Ministerpräsident Poul Nyrup Rasmussen wird in seinem Amt bestätigt
- 13. März: Kap Verde. Währungsabkommen mit Portugal
- 14. März: Tiflis, Georgien. Besuch des türkischen Regierungschefs Mesut Yilmaz
- 15. März: Sofia, Bulgarien. Besuch von Papst Johannes Paul II.
- 17. März: Volksrepublik China. Zhu Rongji wird Ministerpräsident. Staatspräsident Jiang Zemin wird in seinem Amt bestätigt
- 17. März: Der Ausnahmezustand in Sambia wird aufgehoben
- 19. März: Indien. Atal Behari Vaipayee wird Premierminister
- 24. März: Bangladesch. Ein Zyklon vernichtet mehrere Dörfer. Über 250 Tote, etwa 3.000 Verletzte
- 25. März: Argentinien. Aufhebung der Amnestiegesetze von 1987
- 25. März: Kirgisistan.