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Algonkin-Sprachen

Algonkin-Sprachen

Die nordamerikanische Sprachfamilie der Algonkin-Sprachen ist vor allem in den USA und Kanada verbreitet. Sie gehört zur Algischen Sprachfamilie. Östlich des Mississippi waren Algonkin, Irokesisch und Muskogee die vorherrschenden Sprachen. Eines der herausragenden Merkmale der Algonkin-Sprachen ist sicherlich, dass es die größte Sprachfamilie in Nordamerika vor dem Eintreffen der Europäer gewesen ist. Algonkin ist eine Familie verwandter Sprachen, hat aber viele Dialekte, deren Sprecher sich nicht unbedingt gegenseitig verstehen können. Algonkin sprechende Völker besiedelten den größten Teil des nordöstlichen Nordamerika, mit Ausnahme der Irokesen-Völker im Raum New York, Nord-Pennsylvania und Süd-Ontario. Sie reichten von der Hudson Bay nach Süden entlang der Atlantikküste bis North Carolina und nach Westen bis zum Mississippi. Auf den Prärien der Great Plains im Westen gehörten zur Algonkin-Sprachfamilie die Cheyenne, Arapaho, Gros Ventre, Blackfeet, Cree und Anishinabe, und möglichweise in abgewandelter Form bis zu den Wiyot and Yurok in Nord-Kalifornien.

Charakteristika der Sprachen

Die Morphologie ist agglutinierend-polysynthetisch.

Liste von Algonkin-Sprachen


- Abenaki
- Anishinabe (noch ca. 30.000 Sprecher)
- Arapaho
- Beothuk (Neufundland, ausgestorben)
- Blackfeet (Siksika, noch ca. 10 000 Sprecher)
- Cheyenne
- Micmac (noch ca. 10.000 Sprecher in Kanada (Neuschottland, Neu-Braunschweig, Québec (Gaspé-Halbinsel)) und USA (Maine))
- Shawnee
- und eine Reihe kleinerer Sprachen (z.B. Innu) Das Dialektkontinuum Cree-Montagnais-Naskapi (noch ca. 50.000 Sprecher):
- Cree
  - das Michif der Métis ist eine Variante des Cree
- Montagnais
- Naskapi

Siehe auch


- Sprache
- Sprachfamilie
- Sprachfamilien nach Kontinenten geordnet
- Einzelsprache
- Indianer Nordamerikas
- Algonkin

Literatur


- L. Bloomfield, Algonquian. In: Linguistic Structures of Native America. N.Y. 1946, 85-129.
- I. Goddard, Comparative Algonquian. L. Campbell & M. Mithun (eds.), The Languages of Native America. Austin, Texas 1979, 70-132.
- D. H. Pentland & H. C. Wolfart, A Bibliography of Algonquian Linguistics. 2. Aufl. Winnipeg 1982.
- L. Bloomfield, The Menomini Language. New Haven 1962.
- H. C. Wolfart & J. F. Carroll, Meet Cree. 2. Aufl. Edmonton 1981.
- H. C. Wolfart, Sketch of Cree, an Algonquian Language. Handbook of North American Indians; vol. 17: I. Goddard (ed.), Languages. Washington 1996, 390-439.

Weblinks


- [http://www.indianersprachen.de Indianersprachen]
- [http://home.snafu.de/duerr/NAM.html Nord- und mesoamerikanische Sprachen]
- [http://www.ethnologue.com/web.asp Ethnologue: Languages of the World englisch] Kategorie:Sprachfamilie

Sprachfamilie

Die Sprachen der Welt lassen sich in Sprachfamilien aufteilen. Eine Sprachfamilie ist eine Gruppe genetisch verwandter, das heißt von einer gemeinsamen Grundsprache (Ursprache, Gemeinsprache) abstammender Sprachen, zwischen denen regelmäßige Lautentsprechungen bestehen. Die genetische Klassifikation steht in Abgrenzung zur typologischen Klassifikation nach Merkmalen der Sprache, und ebenso zur geographischen Klassifikation in Sprachbünde. In manchen Fällen lässt sich diese Ursprache zu weiten Teilen durch Vergleich der einzelnen Sprachen rekonstruieren. Die Liste der Sprachfamilien ist ungefähr nach der Zahl der Muttersprachler der Gesamtfamilie geordnet. Entsprechend der von August Schleicher entwickelten Stammbaumtheorie findet man in der jeweiligen Sprachfamilie ihre Zweige und Unterzweige, bis man zu einzelnen Sprachen, deren Dialektgruppen und Dialekten kommt. Nicht in Sprachfamilien einzuordnen sind, wie der Name schon sagt, isolierte Sprachen. Ferner entziehen sich die Kreolsprachen völlig dem Konzept der genetischen Sprachverwandtschaft. Um zu erfahren, welche Sprachfamilien wo gesprochen werden, siehe: Sprachfamilien nach Kontinenten geordnet

Gesicherte Sprachfamilien


- Indoeuropäische Sprachen (~48% der Menschheit)
- Sino-tibetische Sprachen (~23%)
- Kongo-kordofanische Sprachen (~10%)
- Afro-asiatische Sprachen (~5%)
- Austronesische Sprachen (~3%)
- Dravidische Sprachen (~3%)
- Altaisprachen (~3%) (enthält die Turksprachen)
- Austroasiatische Sprachen (~1 %)
- Uralische Sprachen (~0,4%)
- Kaukasische Sprachen (~0,2%)
- Nilotische Sprachen (~0,12%)
- Hochlandindianer-Sprachen (~0,12%)
- Tupi-Guarani-Sprachen (<0,1%)
- Dagestanische Sprachen (<0,1%)
- Nachische Sprachen (<0,1%)
- Maya-Sprachen (<0,1%)
- Uto-aztekische Sprachen (<0,1%)
- Na-Dene-Sprachen (<0,1%)
- Khoisan-Sprachen (<0,1%)
- Algonkin-Sprachen (<0,1%)
- Salish-Sprachen (<0,1%)
- Wakash-Sprachen (<0,1%)
- Muskogee-Sprachen (<0,1%)
- Sioux-Sprachen (<0,1%)
- Irokesische Sprachen (<0,1%)
- Caddo-Sprachen (<0,1%)
- Hoka-Sprachen (<0,1%)
- Penuti-Sprachen (<0,1%)
- Mixe-Zoque-Sprachen (<0,1%)
- Totonakische Sprachen (<0,1%)
- Kiowa-Tano-Sprachen (<0,1%)
- Otomangue-Sprachen (<0,1%)
- Misumalpan-Sprachen (<0,1%)
- Chibcha-Sprachen (<0,1%)
- Ge-Sprachen (<0,1%)
- Pano-Sprachen (<0,1%)
- Karaibische Sprachen (<0,1%)
- Mataco-Guaicuru-Sprachen (<0,1%)
- Arawak-Sprachen (<0,1%)
- Araukanische Sprachen (<0,1%)
- Eskimo-aleutische Sprachen (<0,1%) weitere Sprachfamilien und Klassifikationen:
- Kam-Tai-Sprachen
- Japonische Sprachen (Japonisch oder auch austronesisch-altaiische Mischform enthält Japanisch. Sie wird von vielen Sprachwissenschaftlern auch zu den Altaisprachen gerechnet oder als Einzelsprache angesehen).

Sprachfamilien nach Anzahl der Einzelsprachen

Gemäß Ethnologue (einer Liste der Sprachen der Welt) haben folgende Sprachfamilien die meisten Sprachen:
- Kongo-kordofanische Sprachen (2061 Sprachen)
- Austronesische Sprachen (1304 Sprachen)
- Indogermanische Sprachen (861 Sprachen)
- Afro-asiatische Sprachen (584 Sprachen)
- Sino-tibetische Sprachen (431 Sprachen)
- Nilo-saharanische Sprachen (279 Sprachen)
- Austro-asiatische Sprachen (227 Sprachen)
- Oto-Mangue-Sprachen (144 Sprachen)
- Australische Sprachen (120 Sprachen)
- Dravidische Sprachen (87 Sprachen)
- Aztekisch-tanoische Sprachen (55 Sprachen)
- Khoisan-Sprachen (51 Sprachen)
- Turksprachen (32 Sprachen) Siehe auch: isolierte Sprachen, Liste von Sprachen ! Kategorie:Historische Linguistik Kategorie:Liste (Sprache) ja:言語の分類一覧 ko:어족 simple:Language families and languages zh-cn:语言系属分类

Kanada

Kanada (engl./frz.: Canada) ist ein Staat in Nordamerika. Der einzige unabhängige Nachbarstaat sind die USA, mit denen Kanada rege Wirtschaftsbeziehungen pflegt. Ferner grenzt Kanada an das zu Dänemark gehörende Grönland und an das zu Frankreich gehörende St. Pierre und Miquelon. Kanada ist ein Flächenstaat, dessen Bevölkerung zum Großteil auf wenige städtische Zentren konzentriert ist. Um die ethnische, sprachliche und kulturelle Vielfalt der einzelnen Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten, ist Kanada politisch als Föderation organisiert; ein Mosaik der Kulturen ist (im Gegensatz zum Modell des Schmelztiegels) politisch gewollt. Die Unabhängigkeitsbestrebungen Québecs, die Rechte der französischsprachigen Bevölkerungsgruppe und die Rechte der indianischen Völker prägen zentrale Konfliktlinien innerhalb der kanadischen Gesellschaft.

Geographie

Québec Kanada ist mit einer Fläche von 9.984.670 Quadratkilometern nach Russland das zweitgrößte Land der Erde. Davon sind 9.093.507 km² Landmasse und 891.163 km² Wasserfläche. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung über Landfläche beträgt 4.634 Kilometer von Kap Columbia auf den Ellesmere-Inseln, Nunavut nach Mittelinsel auf dem Eriesee in Ontario, die größte Ost-West-Entfernung beträgt 5.514 Kilometer von Kap Spear in Neufundland und Labrador bis zur Grenze des Yukon-Territoriums mit Alaska. Die Gesamtlänge der Grenze zwischen Kanada und den USA beträgt 8.890 Kilometer. Kanada hat mit 202.080 Kilometern die längste Küstenlinie der Welt. Es grenzt an die USA (im Süden und im Westen (Alaska)), den Pazifischen Ozean, das Nordpolarmeer, Grönland (Seegrenze) und den Atlantischen Ozean. Die größte Insel ist die Baffininsel. Der Osten des Landes wird vom Sankt-Lorenz-Strom dominiert, der Norden von der Hudson Bay. In Mittelkanada schließen sich – als nördliche Fortsetzung des US-amerikanischen „Mittleren Westen“ – weitläufige Ebenen an. Westlich davon liegen die Rocky Mountains und die Pazifikküste. Die größte Stadt ist Toronto, gefolgt von Montréal, Vancouver und Calgary. Der Nordteil wird vom kanadisch-arktischen Archipel geprägt. Die nördlichste Halbinsel ist Boothia.

Klima

Kanada umfasst unterschiedliche Klimazonen (vom Polarklima bis zum gemäßigten Klima). Hauptsächlich bestimmt jedoch das Boreale Klima mit langen kalten Wintern (bis zu –35 °C) und kurzen heißen Sommern (bis zu 35 °C) den überwiegenden Teil Kanadas. Aufgrund der Größe des Landes ist das Klima in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedlich. So wurden z.B. im Winter 2004 / 2005 Temperaturen von -58 °C in Burwash Landing / Yukon Territory gemessen. An der Westküste findet man angenehmes Seeklima mit hohen Niederschlägen, da sich die feuchte vom Ozean kommende Luft am Westrand des Küstengebirges abregnet. Die Jahreszeiten sind in den Provinzen Quebec und Ontario am deutlichsten zu entdecken. Hier gibt es kalte Winter, angenehme Frühjahre und Herbstmonate und von Juli bis September den oft sehr schwül-heißen Sommer mit Durchschnittstemperaturen um 25 °C.

Bevölkerung

Die Bevölkerung Kanadas beträgt geschätzte 32 Millionen. Der letzte Census-Report von 2001 gibt die kanadische Bevölkerung mit 30.007.094 an. Das ergibt eine Bevölkerungsdichte von ca. 3,2 Einwohner/km², welche damit eine der geringsten der Welt ist. Der Großteil der Bevölkerung lebt in den Provinzen Québec und Ontario entlang des Sankt-Lorenz-Stromes, d. h. rund um Toronto, Montréal, Québec, Ottawa, London und Hamilton. 11,4 Millionen leben in Ontario, 7,2 Millionen in Québec, 3,9 Millionen in British Columbia und 3 Millionen in Alberta. Die restlichen Provinzen und Territorien haben jeweils weniger als 1 Million Einwohner, wobei Nunavut mit knapp 27.000 Einwohnern das bevölkerungsärmste Territorium Kanadas ist.

Sprachen

Landessprachen sind Englisch und Französisch. In Nunavut ist auch Inuktitut Amtssprache. Alle Provinzen mit Ausnahme von Québec (frz.) und Neubraunschweig (bilingual engl./frz.) sind englischsprachig, im Volksmund auch genannt English Canada. Alle Regionen haben nicht-englischsprachige Minderheiten, in der Hauptsache Nachkommen der ursprünglichen Bewohner, Inuit (im Norden) und Indianervölker (siehe auch Indianer Nordamerikas). In Neuschottland gibt es eine Minderheit, die Schottisches Gälisch spricht.

Demographische Struktur und Entwicklung

Schottisches Gälisch Kanada ist ein klassisches Einwandererland. Große Einwanderergruppen kamen in der Vergangenheit aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, der Ukraine, Polen und aus den USA. Heutzutage wächst die Bedeutung der Einwanderer aus Fernost, vor allem aus der Volksrepublik China. Die Geburtenrate betrug 2003 10,99 Geburten pro 1000 Einwohner, die Sterberate 7,61 Todesfälle pro 1000 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum betrug 0,94 %. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Kanada liegt bei 73,6 Jahren. 26 % der Kanadier sind 19 Jahre oder jünger, 13 % 65 Jahre oder älter. Das mittlere Alter der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt bei 42 Jahren, die Schätzung für 2011 bei 43,7.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Kanadas Der erste Versuch einer europäischen Besiedlung erfolgte durch die Wikinger unter Leif Eriksson um 1000. Die Siedlung hatte jedoch nicht lange Bestand. Die erste dauerhafte Siedlung gründeten, mit Québec, die Franzosen 1608. Nach mehreren Kriegen zwischen Frankreich und England fielen alle nordamerikanischen Kolonien 1763 an die englische Krone. 1812 bis 1814 kam es zwischen den unabhängigen USA und Großbritanniens verbliebenen Kolonien in Kanada zu einem Krieg. 1867 erhielten die britischen Kolonien eine Verfassung und eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber Großbritannien. Formal erhielt Kanada erst 1982 die vollständige Unabhängigkeit.

Politik

Kanada ist eine Föderation mit zehn Provinzen und drei von der Regierung verwalteten Territorien. Kanada ist eine repräsentative parlamentarische Demokratie mit einer symbolischen konstitutionellen Monarchie innerhalb des Britischen Commonwealth of Nations. Das symbolische Staatsoberhaupt ist die britische Königin Elizabeth II., sie wird durch einen Generalgouverneur vertreten. Der Premierminister ist der liberale Paul Martin. Das Parlament besteht aus dem demokratisch gewählten Unterhaus und dem Senat, dessen Mitglieder ernannt werden. Die Legislaturperiode dauert fünf Jahre, aber der Premierminister kann das Unterhaus vorzeitig auflösen und Neuwahlen ausrufen.

Außenpolitik

Militär

Hauptartikel: Kanadische Streitkräfte

Provinzen und Territorien

Kanadische Streitkräfte Hauptartikel: Provinzen und Territorien Kanadas Kanada ist in 10 Provinzen und 3 Territorien gegliedert. Das sind von West nach Ost:
- Yukon-Territorium (Whitehorse), Territorium
- Nordwest-Territorien (engl. Northwest Territories, fr. Territoires du Nord-Ouest, Yellowknife), Territorium
- Nunavut (Iqaluit), Territorium
- Britisch-Kolumbien (engl. British Columbia, fr. Colombie-Britannique, Victoria)
- Alberta (Edmonton)
- Saskatchewan (Regina)
- Manitoba (Winnipeg)
- Ontario (Toronto)
- Québec (Québec)
- Neubraunschweig (engl. New Brunswick, fr. Nouveau-Brunswick, Fredericton)
- Prinz-Eduard-Insel (engl. Prince Edward Island, fr. Île-du-Prince-Édouard, Charlottetown)
- Neuschottland (engl. Nova Scotia, fr. Nouvelle-Écosse, Halifax)
- Neufundland und Labrador (engl. Newfoundland and Labrador, fr. Terre-Neuve-et-Labrador, Saint John's) Der Unterschied zwischen kanadischen Provinzen und Territorien besteht darin, dass die Bundesregierung eine direktere Macht auf die Territorien ausübt, während die Provinzen durch eigene Provinzregierungen verwaltet werden.

Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2003 preisbereinigt 756,25 Mrd. Euro gegenüber 727,42 Mrd. Euro im Jahr 2002. Damit ist Kanada gemessen am BIP pro Kopf mit 23.909 Euro an achter Stelle in der Welt. Real wuchs das BIP im Jahr 2003 um 2,2 %, ein Jahr zuvor waren es noch 3,4 %. Die Inflationsrate betrug 2003 2,6 %. Kanada ist Mitglied im NAFTA (North-American Free Trade Agreement) zwischen Kanada, den USA und Mexiko.

Kultur

Das heutige Kanada wird überwiegend durch die europäischen Einflüsse der Pioniere, Forscher, Händler und Fischer aus Großbritannien, Frankreich und Irland geprägt, die ab 1497 den nördlichen Teil des Kontinents erforscht und bald besiedelt haben. Viele ihrer Traditionen bleiben weiterhin Teil von Kanada, etwa ihre Nahrung, Sprache, Erzählungen, Geschichte, Feiertage und Sport. Viele Kanadier können ihre Wurzeln zurück zu diesen Ländern verfolgen und sind stolz auf ihre Herkunft. Kanada und Großbritannien teilen eine gemeinsame Geschichte und arbeiten durch viele Organisationen wie den Commonwealth, die G-8 und die NATO zusammen. Die beiden Länder teilen das gleiche Staatsoberhaupt und zählen zu den ältesten parlamentarischen Demokratien in der Welt. Großbritannien ist Kanadas drittgrößter Handelspartner und nach den USA auf Platz zwei der ausländischen Touristen, die Kanada besuchen. Vielfältig sind die kulturellen Überlieferungen der kanadischen Indianer oder der first nations, wie sie sich selbst nennen. Jedes Volk hat seine eigene Kultur, Sprache und Geschichte. Ihre Kultur wurde ausschließlich mündlich übertragen. Verschiedene Stämme schufen einzigartige Kunstwerke wie geflochtene Körbe, gemalte Abbildungen und geschnitzte Tier-Skulpturen. Eine besondere Rolle spielen die Inuit (auch Eskimos genannt) im Norden des Landes. Ihre Kultur ist in besonderem Maße von der Anpassung an die widrigen Klimaverhältnisse geprägt. Viel dieses kulturellen Vermächtnis wird bis heute in Kanada gefeiert. Das Emblem der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver ist ein inukshuk (Steinmand'l) aus aufeinander gestapelten Steinen in menschlicher Form, als Symbol für die Inuitkultur. Seit den 1990er Jahren sind in Kanada viele Asiaten, vorwiegend aus Hongkong, China und Korea, eingewandert. Insbesondere in Vancouver und Toronto bilden sie eine starke nationale Minderheit. Kanada hat viele namhafte Künstler der Rock- und Popmusik hervorgebracht, z.B. Joni Mitchell, Bryan Adams, Michael Bublé, Leonard Cohen, Céline Dion, Shania Twain, Nelly Furtado, Avril Lavigne, Alanis Morissette, Nickelback, NoMeansNo, Rush, Simple Plan, Skye Sweetnam, Smashing Pumpkins, Sum 41 und Neil Young. Populäre Jazzmusiker sind u. a. Oscar Peterson und Diana Krall. Zu den bekannten kanadischen Schauspielern gehören Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss, Pamela Anderson, Jim Carrey, Michael J. Fox, William Shatner und Mike Myers. Auf dem Gebiet der klassischen Musik ist der bekannteste Kanadier sicherlich Glenn Gould (1932–1982), der einer breiteren Öffentlichkeit als begnadeter Interpret vor allem der Werke Bachs bekannt ist. Berühmtheit erlangte der damals 22-Jährige im Jahr 1955 mit einer aufsehenerregenden Einspielung der Goldberg-Variationen. Kanada verfügt über eine reiche, wenn auch junge literarische Tradition. Insbesondere seit den 1960er Jahren genießen Autoren wie Leonard Cohen, Margaret Atwood und Michael Ondaatje auch außerhalb ihrer Landesgrenzen erhebliche Bekanntheit. Der eigentliche Nationalsport ist Lacrosse, jedoch ist in Kanada auch Eishockey sehr beliebt, was nicht nur den US-amerikanischen Mannschaften in der NHL beim Kampf um den begehrten Stanley Cup bestens bekannt sein dürfte, sondern auch weit über die Grenzen Kanadas hinaus. Außerdem erfreut sich auch Curling großer Beliebtheit. Siehe auch: Kanadische Literatur, Liste kanadischer Schriftsteller

Umwelt

Der Kohlenstoffdioxidausstoß pro Kopf des Landes gehört zum weltweit höchsten, was an der wirtschaftlichen Ausrichtung und der Größe des Landes liegt. Zum einen wird dort viel geflogen, zum anderen baut die Wirtschaft vor allem auf Holzhandel und Fischfang auf. Ein großes Problem stellt der Lachsfang auf dem Yukon River dar. In der Vergangenheit waren immer genügend große Lachsbestände vorhanden, mittlerweile musste jedoch der Lachsfang zum Teil schon saisonell verboten werden (Saison 2002). Schuld für das Fehlen der Fischzüge zu den Quellen des Yukon sind US-amerikanische Fischtrawler, welche vor der Mündung des Yukon River großzügig alles abfischen und somit die Rückwanderung und das Ablaichen der Lachse erschweren. Ein Einspruch der Kanadischen Regierung ist nicht zu erwarten, da gefürchtet wird, dass sonst die amerikanischen Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg nach Alaska nicht mehr an der kanadischen Küste halt machen. Der Tourismus würde somit in den betroffenen Regionen stark geschädigt. Ein noch nicht gelöster Konflikt zwischen Interessenvertretern von Naturschutz und Industrie ist die teilweise recht rabiate Tötung von Robben zur Fell- und Fleischgewinnung. Hier gerät Kanada einerseits unter den moralischen Druck der Weltöffentlichkeit, andererseits unter den Druck der neufundländischen Bevölkerung, für welche die Robbenjagd einen notwendigen Nebenverdienst darstellt. In Kanada gibt es eine Reihe bekannter Nationalparks und Provinzparks (Provicial Parks, z. B. Algonquin Park, Ontario). Siehe Nationalparks in Kanada Nach einer Studie der Simon Fraser Universität, die auf Betreiben der David Suzuki Foundation durchgeführt wurde, gehört Kanada zu jenen Industrienationen mit der schlechtesten Umweltschutz-Bilanz. So liegt Kanada auf dem 28. Platz von 30 untersuchten Staaten auf dem Gebiet der Ökonomischen Zusammenarbeit und Entwicklung. Auch teilt sich das Land den 30. Rang bei der Produktion von Atommüll und der Kohlenmonoxidemission. Außerdem nimmt man beim Wasserverbrauch den 29. Platz ein. Europäische Staaten wie Schweden, die Schweiz, Dänemark und Deutschland rangieren an der Spitze dieser Umweltbilanz, während Kanada, Belgien und die USA an derem unteren Ende stehen. „The ability of other high-income countries, such as Sweden, to achieve much lower levels of pollution shows it can be done,“ teilte einer der Wissenschaftler in einer Stellungsnahme dazu mit. „There's no excuse - all it requires is a strong commitment from government.“

Portal Kanada

In unserem Portal Kanada findet man weitere Artikel zu Kanada nach Themen sortiert. Auch aktuelle Nachrichten aus Kanada sowie Hinweise, wie man sich an der Arbeit im Wikipedia-Bereich Kanada engagieren kann, sind vorhanden.

Weblinks


- [http://www.canada.ca Offizielle Homepage von Kanada]
- [http://www.kanada.de Die Kanadische Botschaft in Deutschland]
- [http://www.travel-images.com/canada.html Kanada-Bilder]
- [http://www.kanada-studien.de/ Gesellschaft für Kanada-Studien]
- [http://www.weltkarte.com/nordamerika/landkarte-kanada.htm Landkarten und Stadtpläne von Kanada]
Kategorie:Staat Kategorie:Monarchie ! als:Kanada ja:カナダ ko:캐나다 ms:Kanada simple:Canada th:ประเทศแคนาดา zh-min-nan:Canada

Algische Sprachen

Algisch (auch Algonkin-Wiyot-Yurok oder Algonkin-Ritwan) ist eine Sprachfamilie in Amerika. Sie kommt hauptsächlich in Nordamerika und Mexiko vor. Sie gehört zu den indigenen amerikanischen Sprachen und stammt vom Proto-Algischen ab. Die meisten algischen Sprachen gehören zur Unterfamilie der Algonkin-Sprachen. Die weiteren algischen Sprachen sind Yurok und Wiyot im Nordwesten Kaliforniens. Der letzte Wiyot-Sprecher starb 1962; die Yurok-Sprache beherrschen nur noch bis zu zehn Sprecher. Der ISO-Code ist 639-2.

Klassifikation von den Algischen Sprachen


- Yurok
- Wiyot
- Algonkin
  - Arapaho-Gruppe
    - Arapaho
    - Atsina (Gros Ventre)
    - Besawunena
    - Haʔanahawunena
    - Nawathinehena
  - Blackfeet
  - Cheyenne
  - Fox-Gruppe
    - Fox
    - Sauk
    - Kickapoo
  - Cree
  - Menomini
  - Miami-Illinois
  - Ojibwa
  - Potawatomi
  - Shawnee
  - Ostalgonkin
    - Ost-Abnaki
    - West-Abnaki
    - Etchemin
    - Loup A
    - Loup B
    - Mahican (Mohican)
    - Maliseet-Passamaquoddy
    - Massachusett
    - Mi'kmaq (Micmac)
    - Mohegan-Pequot (Mohican
    - Munsee (Delaware)
    - Nanticoke
    - Narragansett
    - Nipmuck
    - Pamlico
    - Powhatan
    - Quiripi-Naugatuck-Unquachog-Shinnecock
    - Unami (Delaware, Lenape)
      - Delaware Jargon†

Siehe auch


- Sprache
- Sprachfamilie
- Sprachfamilien nach Kontinenten geordnet
- Einzelsprache
- Algonquianische Sprache

Weblinks


- [http://www.indianersprachen.de Indianersprachen]
- [http://home.snafu.de/duerr/NAM.html Nord- und mesoamerikanische Sprachen]
- [http://www.ethnologue.com/web.asp Ethnologue: Languages of the World englisch] Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Sprachfamilie

Mississippi (Fluss)

Der Mississippi (Mississippi River) ist ein 3.778 km langer Fluss bzw. Strom in den USA. Zusammen mit dem längeren Missouri, mit dem sich der Mississippi vereinigt, bildet er als Missouri-Mississippi den längsten Strom in Nordamerika. Er entspringt im US-Bundesstaat Minnesota und fließt südwärts ins Mississippidelta in den Golf von Mexiko.

Flusslauf

Der Mississippi entspringt dem Lake Itasca im nördlichen Minnesota. Er vereinigt sich mit dem Missouri und dem Meramac bei St. Louis in Missouri und mit dem Ohio in Illinois. Bis auf das Gebiet um die Großen Seen entwässert der Fluss das gesamte Gebiet zwischen den Rocky Mountains im Westen und den Appalachen im Osten. Er fließt durch das Gebiet von zehn US-Staaten: Minnesota, Wisconsin, Iowa, Illinois, Missouri, Kentucky, Arkansas, Tennessee, Mississippi und Louisiana, bevor er im Mississippidelta ca. 160 km südlich von New Orleans in den Golf von Mexico einmündet. Flussabwärts ist der Mississippi River ab Minneapolis schiffbar. Die Fahrrinne ist meist zwischen 3m und 3,65 tief (10-12 feet). Sie wird ständig von vielen Spezialbooten von Sedimenten freigehalten. Pro Stunde spült der Mississippi ca. 40t Sedimente in das Flussdelta. Die tiefste Stelle ist bei Baton Rouge mit 60,35m (198 feet). Ab dort ist er auch für die Seeschiffe befahrbar. Über den Intracoastal Waterway sowie den Illinois Waterway besteht Anschluss an das Gebiet der Großen Seen. Nach neueren Forschungen im Jahr 2005 wird gesagt, dass der Mississippi nicht mit seinem Delta endet, sondern als untermeerischer Strom noch rund 2000 Kilometer weiter bis nach Kuba fließt.

Quelle

Im Gegensatz zu den meisten großen Flüssen besitzt der Mississippi keine großen Quellflüsse. Er entspringt dem Itascasee als ein fünf Meter breiter Bach. Der See liegt etwa bei 47° 15' nördlicher Breite und 95° 12' westlicher Länge, ca. 450 m ü. M. Da ein Quellsee eigentlich keine Quelle sein kann, weil er selber wiederum auf Zuflüsse angewiesen ist, sehen viele Menschen in der Quelle eines kleinen Baches, der in den Itascasee mündet, die Mississippiquelle. Diese Quelle liegt in 512 m Höhe.

Etymologie

Wovon sich der Name Mississippi ableitet ist ungewiss, aber es gibt mehrere Möglichkeiten. Vielleicht stammt es aus der Sprache der Algonkin und bedeutet „Vater der Ströme“ oder „Vater der Gewässer“. Eine andere Variante wäre aus der Sprache der Anishinabe Messipi für „großer Fluss“. Vom Wort Mississippi leitet sich wiederum viele Begriffe aus allen möglichen Bereichen ab, wie zum Beispiel der Bundesstaat Mississippi, der Mississippi-Alligator oder der Mississippi Delta Blues. Die nördlichen Stämme Amerikas nannten den Fluss Mitchisipi oder auch Misipi was soviel wie Großer Fluss oder Vater der Gewässer bedeutet.

Nebenflüsse

Mississippi Delta Blues Linke Nebenflüsse:
- St. Croix
- Black River
- Chippewa River
- Rock River
- Wisconsin River
- Illinois
- Kaskaskia River
- Ohio
- Hatschie River
- Yazoo River
- Big Black River Rechte Nebenflüsse:
- Minnesota
- Root River
- Turkey River
- Iowa
- Skunk River
- Salt River
- Missouri
- St. Francis River
- White River
- Arkansas
- Red River

Große Städte am Flusslauf


- Minneapolis (Minnesota)
- St. Paul (Minnesota)
- St. Louis (Missouri)
- Davenport (Iowa)
- Memphis (Tennessee)
- Baton Rouge (Louisiana)
- New Orleans (Louisiana)

Geschichte

Von 700 bis ca. 1600 erstreckte sich am Mississippi die Mississippi-Hochkultur. Der spanische Entdecker Hernando de Soto war am 8. Mai 1541 der erste Europäer, der den Fluss entdeckte. Er nannte ihn Rio de Espiritu Santo. 1673 brachen Louis Joliet und Jacques Marquette zu einer großen Expedition auf dem Mississippi auf. Als erster Europäer erreichte René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle 1683 die Mündung des Flusses. Der Fluss stellte lange Zeit eine Westgrenze des europäisch besiedelten Gebiets in den USA dar. Indianische Stämme wie die Cherokee wanderten über den Fluss nach Westen, das Land westlich des Mississippi war für unbestimmte Zeit als Reservatsland vorgesehen. Gleichzeitig war er der wichtigste Verkehrsweg des Landes. Er hatte sowohl kommerzielle Bedeutung, als auch während des amerikanischen Bürgerkriegs militärische. Ab 1812 fuhr der erste Schaufelraddampfer, Robert Fultons New Orleans im Linienverkehr zwischen New Orleans und Natchez. Bis 1817 waren es bereits 17 dampfgetriebene Fahrzeuge auf dem Fluss geworden, Ende 1818 bereits 31; 1820 waren es 69 Schiffe, bis 1836 war die Zahl auf 381 gestiegen und bis 1850 auf 740 Dampfschiffe. Die meisten Schiffe verkehrten zwischen New Orleans und Louisville, andere auch zwischen New Orleans und Natchez. Kleinere Boote fuhren auch den Yazoo hinauf, um dort direkt die Baumwolle abzuholen. Vor allem transportierte diese Schiffe Baumwolle in den Hafen von New Orleans von wo aus sie nach Europa verschifft wurde. Eine erste Konkurrenz für die Schiffe begann mit der Eisenbahn. Die erste Strecke, die Vicksburg-Jackson-Railroad nahm 1838 ihren Betrieb auf. Viele Forschungsreisende machten sich auf die Suche nach der Quelle des Mississippis, wie z.B. Zebulon Pike, der im Dezember 1805 auf Expedition ging. Er vermutete fälschlicherweise im Lake Leech die Quelle. Erst 1832 gelang Henry Rowe Schoolcraft und Allen die Entdeckung des Itascasees als Quellsee des Stromes. Besonders die Geschichten Mark Twains über den Fluss gingen in die Weltliteratur ein.

Siehe auch


- Die längsten Flüsse der Erde Kategorie:Fluss in den USA ja:ミシシッピ川 ko:미시시피 강 simple:Mississippi River

Irokesisch

Die Irokesischen Sprachen sind verwandte Sprachen, die von den Mitgliedern des Irokesenbundes und weiteren Völkern, die ursprünglich im Osten Nordamerikas wohnten, gesprochen werden. Im Einzelnen sind das die Sprachen Cayuga (360 Sprecher), Oneida (250 Sprecher), Onondaga (ca. 100 Sprecher), Seneca, (200 Sprecher), Susquehannock (in den 1760ern ausgestorben), Tuscarora, Wyandot (in den 1960ern ausgestorben). Mehrere Sprachen, etwa Laurentinisch oder die Sprache der Erie, sind schon ausgestorben, bevor sehr viel über sie bekannt wurde. Die größeren Sprachen sind Cherokee (12.000 bis 22.000 Sprecher) und Mohawk. Der Sprach-Code nach ISO 639-2 ist: iro

Klassifikation der irokesischen Sprache

I. Nördliche Irokesische Sprachen : A. Tuscarora-Nottoway :: 1. Tuscarora :: 2. Nottoway (†) : B. Proto-Lake Irokesische :: 3. Huron-Wyandot (†) ::
- Huron (†) ::
- Wyandot (†) :: 4. Laurentinisch (?) (†) :: i. Iroquois (Irokesen) ::: 5. Onondaga ::: 6. Susquehannock (Andaste, Conestoga, Andastoerrhonon, Minqua) (†) ::: a. Seneca-Cayuga :::: 7. Seneca :::: 8. Cayuga ::: b. Mohawk-Oneida :::: 9. Mohawk :::: 10. Oneida II. Südliche Irokesische Sprachen : 11. Cherokee † - ausgestorben

Literatur


- W. L. Chafe, The Caddoan, Iroquoian, and Siouan Languages. The Hague 1976.
- I. Goddard (ed.), Languages. Handbook of North American Indians (W. C. Sturtevant) (vol. 17). Washington, D. C.: Smithsonian Institution 1996. ISBN 0-1604-8774-9.
- M. Mithun, Iroquoian. L. Campbell & M. Mithun (eds.), The Languages of Native America. Austin, Texas 1979, 133-212.
- M. Mithun, The languages of native North America. Cambridge: Cambridge University Press 1999. ISBN 0-521-23228-7 (hbk); ISBN 0-521-29875-X.
- W. L. Chafe, A Semantically Based Sketch of Onondaga. Bloomington 1970.
- H. Sasse, Der irokesische Sprachbau. In: Zeitschrift für Sprachwissenschaft 7, 1988, 173-213.
- W. L. Chafe, Sketch of Seneca, an Iroquoian language. Handbook of North American Indians; vol. 17: I. Goddard (ed.), Languages. Washington 1996, 551-579.

Siehe auch


- Sprache
- Sprachfamilie
- Sprachfamilien nach Kontinenten geordnet
- Einzelsprache

Weblinks


- [http://www.indianersprachen.de Indianersprachen]
- [http://home.snafu.de/duerr/NAM.html Nord- und mesoamerikanische Sprachen]
- [http://www.ethnologue.com/web.asp Ethnologue: Languages of the World englisch] Kategorie:Sprachfamilie

Muskogee-Sprachen

Dieser Artikel befasst sich mit einer indianischen Sprache. Andere Bedeutungen siehe Muskogee ---- Muskogee ist eine indianische Sprachfamilie. Sie wird noch von etwa 6.200 der 20.000 Creek und Seminolen in Oklahoma, Alabama und Florida gesprochen. Der language code nach ISO 639-2 ist mus.

Siehe auch


- Sprache
- Sprachfamilie
- Sprachfamilien nach Kontinenten geordnet
- Einzelsprache

Weblinks


- [http://www.indianersprachen.de Indianersprachen]
- [http://home.snafu.de/duerr/NAM.html Nord- und mesoamerikanische Sprachen]
- [http://www.ethnologue.com/web.asp Ethnologue: Languages of the World englisch] Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Sprachfamilie

New York (Bundesstaat)

New York ist ein Bundesstaat im Nordosten der USA. Er grenzt an den Eriesee, den Ontariosee, Kanada, Vermont, Massachusetts, Connecticut, New Jersey, Pennsylvania und den Atlantischen Ozean. Die drei Inseln Long Island, Manhattan und Staten Island bilden einen wichtigen Teil New Yorks. Im Osten New Yorks fließt der Hudson River. New York hat eine Fläche von 141.080 Quadratkilometern und ist mit 18,98 Millionen Einwohnern (Stand: 2000) nach Kalifornien und Texas der drittbevölkerungsreichste Bundesstaat der USA. Die Hauptstadt New Yorks ist Albany und die größte Stadt ist New York City. Andere größere Städte sind Binghamton, Buffalo, Rochester und Syracuse.

Größte Städte

Geschichte

1621 wird New York als niederländische Kolonie Nieuw Nederland gegründet. Im Jahre 1664 kommt es zur Inbesitznahme durch die englische Krone. Nieuw Nederland wird in New Jersey und New York geteilt. New York wurde nach dem Herzog von York, dem späteren König Jakob II., der die Kolonie als Geschenk von seinem Bruder, König Karl II. bekam, benannt. Die Niederländer treten Nieuw Nederland 1667 im Frieden von Breda endgültig an England ab; 1685 wird es eine Kronkolonie. Drei Jahre später, im Jahre 1688, wird New York Teil des Dominion of New England. Im Jahr 1788 tritt New York schließlich als elfter Staat der amerikanischen Union bei.
- Liste der Gouverneure von New York
- Liste der Countys in New York
- Liste der Städte in New York

Weblinks


-
- [http://www.state.ny.us/ Webseite des Staates New York]
- [http://www.nylovesu.de/ Offizielle deutschsprachige New York State Tourismus-Webseite]
Kategorie:US-Bundesstaat ! ja:ニューヨーク州 th:มลรัฐนิวยอร์ก

Pennsylvania

Pennsylvania [] beziehungsweise deutsch Pennsylvanien (lat. für „Penns Waldland“), offizieller Name "Commonwealth of Pennsylvania", ist ein nach William Penn benannter Bundesstaat im Osten der USA. Er grenzt im Osten an New Jersey, im Südosten an Delaware, im Süden an Maryland, im Südwesten an West Virginia, im Westen an Ohio und im Norden an New York und den Eriesee.

Geschichte

Eriesee Ursprünglich war Pennsylvania das Siedlungsgebiet der von Irokesen und europäischen Kolonisten ausgerotteten Susquehannock. 1643 ließen sich die ersten Siedler aus Schweden kommend nieder. Später gelangte es unter die Kontrolle von England. König Charles II. verlieh an William Penn eine Besitzurkunde für das Gebiet des heutigen Staates, dort siedelten sich Quäker an. Die Stadt Philadelphia wird als Wiege der Nation bezeichnet: die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung und die Verfassung der USA wurden hier unterzeichnet. Seit dem ausgehenden 19.Jahrhundert, als bedeutende Ölvorkommen entdeckt wurden, wuchs die Schwerindustrie beständig. Für die Kohleförderung und die Stahlindustrie wurden viele Arbeiter benötigt, so dass der Staat viele Einwanderer aus Europa anzog. Seit dem Niedergang der Schwerindustrie unternimmt Pennsylvania große Anstrengungen, den nötigen Strukturwandel durchzuführen. Siehe auch Liste der Gouverneure von Pennsylvania

Bevölkerung

Pennsylvania ist mit 103 Einwohnern/km² einer der am dichtest besiedelten Bundesstaaten der USA. Circa 88 Prozent der Einwohner sind Weiße und 9 Prozent sind afroamerikanischer Herkunft. Der Bundesstaat wurde zu einem Zentrum deutschsprachiger Einwanderer, der Pennsylvania Dutch, unter ihnen Mennoniten und Amische. Diese ließen sich vor allem im Süden, besonders im Lancaster County, nieder. Berks County wurde im 18. Jahrhundert überwiegend von evangelischen Deutschen besiedelt.

Geografie

Der Hauptfluss durch das Land heißt Allegheny River. Ab Pittsburgh heißt der Fluss Ohio River. Pennsylvania ist geprägt durch Laubwälder und Hügelland. Im Osten des Landes findet man das Mittelgebirge der Appalachen. Im Süden des Bundesstaates liegt die archäologisch interessante Ausgrabungsstätte Meadowcroft.
- Liste der Countys in Pennsylvania

Größte Städte

Siehe auch Liste der Städte in Pennsylvania

Sport

Es gibt zwei bekannte Eishockey-Teams: In Pittsburgh die Pittsburgh Penguins und in Philadelphia die Philadelphia Flyers. Außerdem ist dort die Basketball-Mannschaft der Philadelphia 76ers, die Football-Mannschaft der Philadelphia Eagles und die Baseball-Mannschaft der Philadelphia Phillies beheimatet.

Weblinks


- [http://www.state.pa.us/ Website des Bundesstaates Pennsylvania]
- [http://www.visitpa.com/visitpa/home.pa VisitPA (Touristik-Auskunft)]
- [http://www.padutchcountry.com/ Pennsylvania Dutch Country / Land der Pennsylvania-Deutschen (Touristik-Auskunft)]
- [http://www.dpak.de/ Deutsch-Pennsylvanischer Arbeitskreis e.V.]
- [http://www.pennsylvania.de/ Wirtschaftsförderung von Pennsylvania in Deutschland]
- [http://www.dcnr.state.pa.us/ Umwelt- und Naturschutzbehörde]
- [http://www.dcnr.state.pa.us/rails/index.html Mit dem Fahrrad auf alten Eisenbahnstrecken]
Kategorie:US-Bundesstaat ja:ペンシルバニア州 ko:펜실베이니아 주 simple:Pennsylvania

Hudson Bay

Hudsonbai (Hudsonbucht) ist ein Binnenmeer im nordnordöstlichen Teil Kanadas. An der über die Hudsonstraße mit dem Atlantik verbundenen Meeresbucht haben die kanadischen Provinzen Manitoba, Ontario, Québec sowie das Territorium Nunavut Anteil. Hudsonbai ist nach Henry Hudson benannt, der die Bucht 1610 entdeckte. 1610 Von der Einmündung an der Hudsonstraße bis ans südliche Ende der Jamesbai, einer zur Hudsonbucht gehörenden Bucht, erreicht die Hudsonbai eine Länge von fast 1.400 Kilometern, während die höchste Entfernung von der Halbinsel Dungava (Québec) bis zur gegenüberliegenden Küste von Nunavut etwas weniger als 1.000 Kilometer beträgt. In der Meeresbucht liegen zahlreiche Inseln, von denen Southampton zur mit Abstand größten, und Mansel, Coats Island sowie Akimiski in der Jamesbai zu den nächstgrößeren gehören. Vor der Jamesbai liegen ferner sehr viele kleine Inseln, die zur Inselgruppe der Belcherinseln zusammengefasst wurden. Alle Inseln der Bucht gehören zu Nunavut. Die Hudsonbai wird im Allgemeinen als Bucht des Atlantischen Ozeans angesehen, ist jedoch auch über den Foxe-Kanal und das Foxebecken mit dem Nordpolarmeer verbunden. Im südwestlichen Teil erhält die Bucht Wasserzufuhr durch einige größere Flüsse, von denen Churchill und Nelson die bedeutendsten sind. Über letzteren ist die Hudsonbai mit dem Winnipegsee verbunden. Die Hudsonbai ist für die Seeschifffahrt zwar befahrbar, jedoch nur von untergeordneter Bedeutung. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Erschließung des kanadischen Hinterlandes durch die Hudson's Bay Company.

Klima

In der Hudsonbucht herrscht ein Tundra- und Taigaklima. Im Winter ist die Bucht vereist, daher trägt sie auch den Namen Ice Box (Eiskeller Nordamerikas). Allerdings taut das Eis auf Grund der globalen Erwärmung immer früher auf und wird für die dort lebenden Eisbären zunehmend zur Bedrohung. Wichtigste Nahrung sind für sie die Robben, zu denen sie nur über die zugefrorene Hudsonbai gelangen.

Bevölkerung

Die Region um die Hudsonbucht ist äußerst dünn besiedelt. Sie wird von den Inuit (Eskimos) dominiert, die in der Hauptsache von der Jagd und dem Fischfang leben. Kategorie:Bucht Kategorie:Geographie (Kanada) ja:ハドソン湾

Mississippi (Fluss)

Der Mississippi (Mississippi River) ist ein 3.778 km langer Fluss bzw. Strom in den USA. Zusammen mit dem längeren Missouri, mit dem sich der Mississippi vereinigt, bildet er als Missouri-Mississippi den längsten Strom in Nordamerika. Er entspringt im US-Bundesstaat Minnesota und fließt südwärts ins Mississippidelta in den Golf von Mexiko.

Flusslauf

Der Mississippi entspringt dem Lake Itasca im nördlichen Minnesota. Er vereinigt sich mit dem Missouri und dem Meramac bei St. Louis in Missouri und mit dem Ohio in Illinois. Bis auf das Gebiet um die Großen Seen entwässert der Fluss das gesamte Gebiet zwischen den Rocky Mountains im Westen und den Appalachen im Osten. Er fließt durch das Gebiet von zehn US-Staaten: Minnesota, Wisconsin, Iowa, Illinois, Missouri, Kentucky, Arkansas, Tennessee, Mississippi und Louisiana, bevor er im Mississippidelta ca. 160 km südlich von New Orleans in den Golf von Mexico einmündet. Flussabwärts ist der Mississippi River ab Minneapolis schiffbar. Die Fahrrinne ist meist zwischen 3m und 3,65 tief (10-12 feet). Sie wird ständig von vielen Spezialbooten von Sedimenten freigehalten. Pro Stunde spült der Mississippi ca. 40t Sedimente in das Flussdelta. Die tiefste Stelle ist bei Baton Rouge mit 60,35m (198 feet). Ab dort ist er auch für die Seeschiffe befahrbar. Über den Intracoastal Waterway sowie den Illinois Waterway besteht Anschluss an das Gebiet der Großen Seen. Nach neueren Forschungen im Jahr 2005 wird gesagt, dass der Mississippi nicht mit seinem Delta endet, sondern als untermeerischer Strom noch rund 2000 Kilometer weiter bis nach Kuba fließt.

Quelle

Im Gegensatz zu den meisten großen Flüssen besitzt der Mississippi keine großen Quellflüsse. Er entspringt dem Itascasee als ein fünf Meter breiter Bach. Der See liegt etwa bei 47° 15' nördlicher Breite und 95° 12' westlicher Länge, ca. 450 m ü. M. Da ein Quellsee eigentlich keine Quelle sein kann, weil er selber wiederum auf Zuflüsse angewiesen ist, sehen viele Menschen in der Quelle eines kleinen Baches, der in den Itascasee mündet, die Mississippiquelle. Diese Quelle liegt in 512 m Höhe.

Etymologie

Wovon sich der Name Mississippi ableitet ist ungewiss, aber es gibt mehrere Möglichkeiten. Vielleicht stammt es aus der Sprache der Algonkin und bedeutet „Vater der Ströme“ oder „Vater der Gewässer“. Eine andere Variante wäre aus der Sprache der Anishinabe Messipi für „großer Fluss“. Vom Wort Mississippi leitet sich wiederum viele Begriffe aus allen möglichen Bereichen ab, wie zum Beispiel der Bundesstaat Mississippi, der Mississippi-Alligator oder der Mississippi Delta Blues. Die nördlichen Stämme Amerikas nannten den Fluss Mitchisipi oder auch Misipi was soviel wie Großer Fluss oder Vater der Gewässer bedeutet.

Nebenflüsse

Mississippi Delta Blues Linke Nebenflüsse:
- St. Croix
- Black River
- Chippewa River
- Rock River
- Wisconsin River
- Illinois
- Kaskaskia River
- Ohio
- Hatschie River
- Yazoo River
- Big Black River Rechte Nebenflüsse:
- Minnesota
- Root River
- Turkey River
- Iowa
- Skunk River
- Salt River
- Missouri
- St. Francis River
- White River
- Arkansas
- Red River

Große Städte am Flusslauf


- Minneapolis (Minnesota)
- St. Paul (Minnesota)
- St. Louis (Missouri)
- Davenport (Iowa)
- Memphis (Tennessee)
- Baton Rouge (Louisiana)
- New Orleans (Louisiana)

Geschichte

Von 700 bis ca. 1600 erstreckte sich am Mississippi die Mississippi-Hochkultur. Der spanische Entdecker Hernando de Soto war am 8. Mai 1541 der erste Europäer, der den Fluss entdeckte. Er nannte ihn Rio de Espiritu Santo. 1673 brachen Louis Joliet und Jacques Marquette zu einer großen Expedition auf dem Mississippi auf. Als erster Europäer erreichte René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle 1683 die Mündung des Flusses. Der Fluss stellte lange Zeit eine Westgrenze des europäisch besiedelten Gebiets in den USA dar. Indianische Stämme wie die Cherokee wanderten über den Fluss nach Westen, das Land westlich des Mississippi war für unbestimmte Zeit als Reservatsland vorgesehen. Gleichzeitig war er der wichtigste Verkehrsweg des Landes. Er hatte sowohl kommerzielle Bedeutung, als auch während des amerikanischen Bürgerkriegs militärische. Ab 1812 fuhr der erste Schaufelraddampfer, Robert Fultons New Orleans im Linienverkehr zwischen New Orleans und Natchez. Bis 1817 waren es bereits 17 dampfgetriebene Fahrzeuge auf dem Fluss geworden, Ende 1818 bereits 31; 1820 waren es 69 Schiffe, bis 1836 war die Zahl auf 381 gestiegen und bis 1850 auf 740 Dampfschiffe. Die meisten Schiffe verkehrten zwischen New Orleans und Louisville, andere auch zwischen New Orleans und Natchez. Kleinere Boote fuhren auch den Yazoo hinauf, um dort direkt die Baumwolle abzuholen. Vor allem transportierte diese Schiffe Baumwolle in den Hafen von New Orleans von wo aus sie nach Europa verschifft wurde. Eine erste Konkurrenz für die Schiffe begann mit der Eisenbahn. Die erste Strecke, die Vicksburg-Jackson-Railroad nahm 1838 ihren Betrieb auf. Viele Forschungsreisende machten sich auf die Suche nach der Quelle des Mississippis, wie z.B. Zebulon Pike, der im Dezember 1805 auf Expedition ging. Er vermutete fälschlicherweise im Lake Leech die Quelle. Erst 1832 gelang Henry Rowe Schoolcraft und Allen die Entdeckung des Itascasees als Quellsee des Stromes. Besonders die Geschichten Mark Twains über den Fluss gingen in die Weltliteratur ein.

Siehe auch


- Die längsten Flüsse der Erde Kategorie:Fluss in den USA ja:ミシシッピ川 ko:미시시피 강 simple:Mississippi River

Great Plains

Die Plains (engl. Great Plains Große Ebenen) sind ein trockenes Gebiet Nordamerikas. Sie reichen von den kanadischen Provinzen Alberta, Saskatchewan und Manitoba im Norden bis nach Südtexas. Die westliche Grenze bilden die Rocky Mountains. Die Ostgrenze wird unterschiedlich definiert. Unter der Regierung von Franklin D. Roosevelt wurde der 100. Längengrad als Ostgrenze gesetzt. Andere verbinden sämtliche Ränder der Ebene, die auf 600 Meter Höhe liegen und nennen die so entstandene Linie Ostgrenze. Die meteorologische Linie verbindet Orte, bei denen eine durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge von maximal 50 cm gemessen wurde. Die östlichen, etwas tiefer gelegenen Randzonen der Plains heißen Prärie. Oft werden die beiden Begriffe im deutschen Sprachgebrauch synomym verwendet. Die Plains umfassen etwa 1,3 Millionen km² Land in den zehn Bundesstaaten New Mexico, Texas, Oklahoma, Colorado, Kansas, Nebraska, Wyoming, Montana, South Dakota und North Dakota. Die Plains erstrecken sich insgesamt etwa auf eine Breite von 500 km.

Geschichte

Die Plains waren lange Zeit beinahe unbewohnt und wurden nur gelegentlich von Indianern auf der Jagd besucht. Die ersten Europäer brachten Pferde nach Amerika, die im 18. Jahrhundert in diese Gegend gelangten - erst dies ermöglichte es den Indianern, die Prärie dauerhaft zu bewohnen. Einige Völker profitierten stark von der neuen Lebensweise, der Bisonjagd zu Pferd. Die bislang schwachen Lakota und Comanche zum Beispiel entwickelten sich innerhalb kurzer Zeit zu bedeutenden Machtfaktoren im Mittleren Westen. Die Lebensweise der Plainsvölker orientierte sich stark an den Bisons. Sie wohnten in Tipis, die sich schnell auf- und abbauen ließen und zogen so den Büffeln nach. Im 19. Jahrhundert zogen weiße Siedler durch die Plains nach Westen, erst um 1865 ließen sich viele davon in den Plains nieder. Sie schossen die Bisons ab und verdrängten die Indianer bis 1890 in Reservationen. Heute wird rund 60 % des Rindfleisches und etwa die Hälfte die Weizens der USA hier von weißen Farmern erzeugt. Knapp eine Million Menschen bewohnen heute die Plains; damit gehören sie zu den am dünnsten besiedelten Landwirtschaftsregionen der Welt, und die Tendenz ist weiter sinkend. Heute beträgt die bäuerliche Bevölkerung etwa ein Achtel derjenigen von 1930. Zunehmende Dürre erschwerte die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten erheblich und die Technisierung ließ Arbeitskräfte überflüssig werden. Zunehmend wandelt sich kultiviertes Land wieder zurück in Graslandschaft, auf der zunehmend Büffelzucht betrieben wird. Immer mehr Orte verwandeln sich in Geisterstädte.

Literatur


- National Geographic: Great Plains - Wie das Herz Amerikas sich wandelt. Mai 2004 Kategorie:Region der USA Kategorie:Steppe ja:グレートプレーンズ simple:Great Plains

Arapaho

Die Arapaho (auch Arapahoe, ev. vom Pawnee-Wort tirapihu oder larapihu = Händler; Eigenbezeichnung: Inuna-Ina; frz. Gens de Vache) sind ein Indianervolk Nordamerikas. Zeitweise waren sie mit den Cheyenne alliiert. Ihre ursprüngliche Sprache (language code nach ISO 639-2: arp) gehört der Algonkin-Sprachfamilie an und wird von noch etwa 1.000 Menschen gesprochen. Das Volk der Arapaho spaltet sich in zwei Gruppen:
- die nördlichen (etwa 6.000 in Wyoming) und
- die südlichen Arapaho (die Cheyenne and Arapaho Nation in Oklahoma stellt gemeinsam etwa 11.000 Mitglieder). Die Arapaho waren kaum in die Kriege mit den USA verwickelt, wurden jedoch 1864 Opfer des Sand Creek-Massakers, als Colonel Chivington ein Lager von Cheyenne und Arapaho attackierte, die unter US-Protektion standen. Die Überlebenden flohen nach Wyoming und baten die Shoshone um Land. Zusammen mit den Cheyenne und Lakota kämpften sie in der Schlacht am Little Bighorn River. Die Gros Ventre, deren Sprache fast ausgestorben ist, hatten sich von den Arapaho abgespalten und gelten heute als eigener Stamm.

Reservationen

Die nördlichen Arapaho wurden in der Wind River Reservation (Wyoming) ansässig, nachdem sie mit den dort lebenden Shoshone Frieden geschlossen hatten. Die südlichen Arapaho erhielten mit dem Vertrag von Medicine Lodge (1867) zusammen mit den südlichen Cheyenne eine Reservation in Oklahoma. siehe auch: Liste nordamerikanischer Indianerstämme Kategorie:Nordamerikanische Ethnie Kategorie:Wyoming

Gros Ventre

Die Gros Ventre (frz. Fetter Bauch), auch Atsina (Mutiges Volk) genannt, sind ein Indianer-Stamm der Algonkin-Sprachfamilie. Sie spalteten sich von den Arapaho ab und lebten in den nördlichen Rocky Mountains, hauptsächlich im Gebiet des heutigen US-Bundesstaates Montana. Die Gros Ventre waren benachbart mit den Blackfeet und standen unter deren Schutz. Später verbündeten sie sich mit den Absarokee gegen die Blackfeet, verloren aber 1867 in einem wüsten Kampf. Ihr Bevölkerungszahl wird für 1780 auf 3.000 geschätzt. 1904 zählten sie lediglich 535. Heute leben die Gros Ventre auf der Fort-Belknap-Reservation. 1990 gab es von einer Gesamtbevölkerung von 1200 Personen nur noch 111 Personen, die ihre Muttersprache sprachen. Die Französisch-Kanadischen Fallensteller nannten die Hidatsa, die beim Missouri River wohnten, ebenfalls Gros Ventre. Um Verwechslungen zu vermeiden, werden die Atsina zuweilen auch Gros Ventre der Plains und die Hidatsa Gros Ventre des Missouri (auch: Gros Ventre des Flusses) genannt. Siehe auch: Liste nordamerikanischer Indianerstämme Kategorie:Nordamerikanische Ethnie

Cree

Die Cree (Eigenbezeichnung Inutsch, deutsch auch: Kri, französisch (in Kanada): Cri) sind ein Indianervolk Nordamerikas. Ihr Stammesgebiet erstreckt sich von den Rocky Mountains bis zum Atlantischen Ozean über Teile der Vereinigten Staaten und Kanadas, wo die Cree heute die größte Indianernation bilden. Sie gehören der Algonkin-Sprachgruppe an. Ihrer Sprache ist der Name Kanada entnommen. Der Cree-Sprache verwandt ist das Michif der Métis. Weissagung der Cree "Erst wenn der letzte Baum gerodet ist, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet Ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann!"

Siehe auch


- Liste nordamerikanischer Indianerstämme
- Cree-Schrift

Literatur


- Dörrenbächer, Peter: James Bay - Institutionalisierung einer Region. Wasserkraftnutzung in Nord-Quebec und die Entstehung regionaler Selbstverwaltungsstrukturen der Cree-Indianer. Saarbrücken: Fachrichtung Geographie der Universität des Saarlandes, 2003. (Saarbrücker geographische Arbeiten; 48) - ISBN 3-924525-48-X Kategorie:Nordamerikanische Ethnie Kategorie:Kanada

Anishinabe

Die Anishinabe (Das erste Volk; auch Ojibwa oder Chippewa) sind ein Indianervolk Nordamerikas. Sprachlich gehören sie zur Algonkinsprachgruppe. Ihre Sprache ist in mehrere Dialekte untergliedert und mit der der Ottawa-Indianer nahe verwandt. Ihr traditionelles Siedlungsgebiet erstreckt sich über Kanada und die nördlichen USA. Zwei der größten Stämme der Anishinabe sind die Saulteaux and Mississauga. Heute leben etwa 200.000 Anishinabe in Nordamerika, von denen noch etwa 30.000 die Anishinabe-Sprache sprechen.

Geschichte

Zusammen mit den Ottawa und den Potawatomi gehörten sie einst zum mächtigen Rat der drei Feuer, der nahe der Ostküste der USA und dem Sankt-Lorenz-Strom lebte und sogar der Irokesenliga widerstand. Die Völker des "Rates" wanderten später vom Atlantik in das Gebiet der Großen Seen ein. Der Legende nach folgten sie einem geheiligten Objekt, der sogenannten "Miigis" Muschel, die dem Ozean entsprungen war und von der Geisterwelt den Auftrag erhalten hatte, ihr erwähltes Volk in sein neues Land zu führen. Nach ihrer Ankunft zeigte sich die Muschel den Anishinabe zum letzten Mal und ist seitdem nicht wieder gesichtet worden. Der Ort dieses letzten Erscheinens wird meist mit Mooningwanekaning (Madeline Island) im Anishinaabe Gichigami (Oberer See) angegeben. Historiker nehmen im allgemeinen an, dass die Anishinabe im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert aus ihrem ursprünglichen Lebensraum in die Gegend westlich des Huronsees migrierten. Dort spalteten sich die Potawatomi, die sich auf der unteren Halbinsel des Bundesstaats Michigan ansiedelten, und die Ottawa, die sich am Lake Nipissing im nördlichen Teil der Provinz Ontario niederließen, von den Anishinabe im engeren Sinne ab. Die beiden letzteren werden heute als eigenständige Stämme angesehen. Die Anishinabe zogen weiter westwärts und vertrieben gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Dakota aus dem heutigen Bundesstaat Minnesota. Ab 1840 hatten sie sich in der Gegend nördlich des Oberen Sees und des Huronsees sowie in Teilen von Minnesota, North Dakota, Wisconsin, Manitoba, und Saskatchewan niedergelassen. 1850 bis 1923 schlossen die Briten eine Reihe von Landnutzungs-Verträgen mit Anishinabe-Stämmen in Kanada. Der Großteil der Anishinabe in den USA lebt heute auf sieben Reservationen in Minnesota, fünf Reservationen in Wisconsin und einer Reservation in North Dakota sowie in mehreren Großstädten, besonders Minneapolis und St. Paul. Bis heute haben die Anishinabe einen Großteil ihres Reservationslandes verloren. Besonders vom Landverlust betroffen sind die Leech-Lake-Anishinabe in Minnesota, die heute weniger als sieben Prozent ihres vertraglich festgeschriebenen Landes besitzen. Das ehemalige Anishinabe-Land wird von den Weißen vor allem zur Stromproduktion (Damm) und zur Holzwirtschaft verwendet. Die Herkunft des Wortes “Ojibwe” ist noch nicht eindeutig geklärt. Edmund Danziger (1978) behauptet, es sei ein von einem benachbarten Stamm gegebener Name und bedeute soviel wie “die, die Piktogramme machen”, wohingegen Frances Densmore (1979) die eher anerkannte Interpretation vertritt, es handele sich um eine Alternative zu “Anishinaabeg” und komme von einem Verb, das soviel wie “rösten, bis es sich kräuselt” bedeute (ein Verweis auf eine besondere Art und Weise, auf der die Nähte von Mokassins hergestellt werden). Fehlerhaftes Aufschreiben durch Missionare und Händler führte später zum Entstehen des Wortes “Chippewa,” das bis heute als offizielle Bezeichnung von der amerikanischen Regierung verwendet wird. Die Anishinabe sahen (und sehen) sich nicht als Mitglieder eines großen Stammes an und hatten keine Tendenz, eine Stammeseinheit zu beschwören. Ihr wichtigster Bezugspunkt war die Familie. Aufgrund der langen, schweren Winter in Kanada und den nördlichen USA und der Notwendigkeit, weite Landstriche auf der Suche nach Nahrung zu durchqueren, waren einzelne, abgeschiedene Haushalte, die nur mit den nächsten Nachbarn Kontakt hielten und in denen mehrere Generationen unter einem Dach lebten, die Norm. Im Sommer bildeten solche Haushalte manchmal kleine Dörfer, die aus 10 bis 12 Familien bestanden, und mehrere Dörfer taten sich oft zur besseren Ausnutzung von Naturschätzen zu Gruppen von 300-400 Personen zusammen. Was diese Gruppen zusammenhielt, waren zum einen die verschiedenen Fähigkeiten, die die einzelnen Gruppenmitglieder in die Gemeinschaft einbrachten, zum anderen die gemeinsame Sprache.

Bekannte Persönlichkeiten des Stammes


- David Wayne "Famous Dave" Anderson (Besitzer einer landesweiten
- Restaurantkette)
- Dennis Banks (Politischer Aktivist)
- Adam Beach (Schauspieler)
- Jason Behr (Schauspieler)
- Clyde Bellecourt (Aktivist)
- George Copway (Missionar und Schriftsteller)
- Louise Erdrich (Schriftstellerin)
- Gordon Henry Jr. (Schriftsteller)
- Drew Hayden Taylor (Dramatiker)
- Basil Johnston (Historiker)
- Peter Jones (Missionar und Schriftsteller)
- Winona LaDuke (Aktivistin und Schriftstellerin)
- Jim Northrup (Zeitungskolumnist)
- Keith Secola (Rock und Blues Sänger)
- Drew Hayden Taylor (Dramatiker, Humorist, Kolumnist)
- David Treuer (Schriftsteller)
- Shania Twain (Sängerin, nicht durch Abstammung sondern ihren Stiefvater)
- Gerald Vizenor (Schriftsteller)
- William Whipple Warren (Historiker)

Siehe auch

Liste nordamerikanischer Indianerstämme

Literatur


- Danziger, E.J., Jr. (1978). The Chippewa of Lake Superior. Norman: University of Oklahoma Press.
- Densmore, F. (1979). Chippewa customs. St. Paul: Minnesota Historical Society Press. (Ursprünglich 1929 veröffentlicht)
- Grim, J.A. (1983). The shaman: Patterns of religious healing among the Ojibway Indians. Norman: University of Oklahoma Press.
- Gross, L.W. (2002). The comic vision of Anishinaabe culture and religion. American Indian Quarterly, 26, 436-459.
- Johnston, B. (1976). Ojibway heritage. Toronto: McClelland and Stewart.
- Johnston, B. (1994). Und Manitu erschuf die Welt - Mythen und Visionen der Ojibwa. Diederichs.
- Nichols, J.D., & Nyholm, E. (1995). A concise dictionary of Minnesota Ojibwe. Minneapolis: University of Minnesota Press.
- Vizenor, G. (1972). The everlasting sky: New voices from the people named the Chippewa. New York: Crowell-Collier Press.
- Vizenor, G. (1981). Summer in the spring: Ojibwe lyric poems and tribal stories. Minneapolis: The Nodin Press.
- Vizenor, G. (1984). The people named the Chippewa: Narrative histories. Minneapolis: University of Minnesota Press.
- Wub-e-ke-niew. (1995). We have the right to exist: A translation of aboriginal indigenous thought. The first book ever published from an Ahnishinahbæótjibway perspective. New York: Black Thistle Press.

Weblinks


- http://www.tolatsga.org/ojib.html
- [http://www.redlakenation.org/ Red Lake Nation]
- [http://www.fdlrez.com/ Fond du Lac Reservation]
- [http://www.whiteearth.com/default.htm White Earth Reservation] Kategorie:Nordamerikanische Ethnie ja:オジブワ

Kalifornien

Kalifornien (englisch California) ist ein US-Bundesstaat im Westen der USA, der an den Pazifischen Ozean, Oregon, Nevada, Arizona und den mexikanischen Staat Baja California auf der Halbinsel Niederkalifornien grenzt. __TOC__

Der Name Kalifornien

Der Name Kalifornien hat einen mythischen Ursprung. 1510 veröffentlichte der Spanier Montalvo einen Roman, in dem eine Insel voller Gold namens Kalifornien vorkommt, bewohnt von wunderschönen Amazonen, die von Königin Califia beherrscht werden. Als Cortes' Soldaten 1535 nach Baja California kamen, glaubten sie, es sei eine Insel, und benannten sie nach Montalvos Buch.

Städte

Die Hauptstadt Kaliforniens ist seit 1854 Sacramento. Die bedeutendesten Städte sind Los Angeles, die zweitgrößte Stadt der USA und mit dem umliegenden Ballungsraum eine der größten Metropolregionen der Erde, und San Francisco, das Zentrum des Ballungsgebietes San Francisco Bay Area um die Bucht von San Francisco, die San Francisco Bay. Weitere wichtige Städte sind San Diego, San Jose, Oakland, Santa Barbara, Ventura, Anaheim, Santa Ana, Newport Beach und San Bernardino.

Geographie

Kalifornien liegt an der Nahtstelle zweier tektonischer Platten, der so genannten San-Andreas-Verwerfung, weshalb es in der gesamten Region häufig zu Erdbeben kommt. Zwei mächtige Gebirgszüge durchziehen Kalifornien von Nordosten nach Südwesten: das Küstengebirge im Westen und die Sierra Nevada im Osten. Dadurch wird das Land in sechs physisch unterschiedliche Teile aufgeteilt:
- Zwischen den beiden Gebirgszügen liegt das Sacramento- und San Joaquinbecken, das nach seinen beiden Hauptflüssen benannt ist und zwischen 35° und 40°40' nördlicher Breite liegt; das Gebiet ist etwa 77.000 km² groß
- Der Küstenstrich umfaßt etwa 109.000 km²; die in den Küstenketten entspringenden Flüsse sind kurz und meist auch nur zur Regenzeit vorhanden: am bedeutendsten ist der bei Monterey mündende Salinas, der Gayama (oder auch Santa Maria) und der Santa Ana
- Das etwa 100.000 km² große Gebiet der Sierra Nevada im Osten des Staates, das nach Westen zu allmählich und nach Osten zu steil abfällt
- Das etwa 20.000 km² umfassende Flussbecken des Klamath, nördlich des 41. Breitengrads gelegen, das rauh und von tiefen Canyons durchzogen ist
- Das Gebiet des großen, zwischen dem Columbia, dem Colorado und der Sierra Nevada liegenden Beckens auf der Ostseite, dessen kalifornischer Teil etwa 50.000 km² groß ist; es stellt eine ausgedörrte, wildzerklüftete Hochebene dar, in der im County Inyo das Todestal (Death valley) liegt.
- An der südwestlichen Grenze die Coloradowüste, die etwa 39.000 km² umfasst und der Rest einer ursprünglichen Meeresbucht ist, die jetzt bis zu 100 m unter dem Meeresspiegel liegt. Der Tularesee liegt im Sacramento- und San Joaquin-Becken, das er gleichzeitig im Süden abschließt. Zur Regenzeit ist er etwa 150 km lang, jedoch so flach, dass man ihn überall durchwaten kann. Kalifornien ist auch bekannt als der Fruchtgarten Amerikas, dessen Klima ideal für den Anbau von Trauben, Orangen, Zitronen und Avocados ist. Der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas, der Mt. Whitney (4.418 m), liegt in Kalifornien. Am Fuß des Berges befindet sich der Ort Lone Pine, in dem jährlich ein bekanntes Filmfestspiel stattfindet. In etwa 170 Kilometer Entfernung befindet sich das Wüstengebiet Death Valley (Tal des Todes), das seinen Namen in der Zeit der ersten Siedler an der Westküste bekommen hat, die nicht selten die Qualen von Hitze und Durst erleben mussten, wenn sie das "Tal des Todes" durchquerten. Es gibt zahlreiche Naturparks und Strände unterschiedlichster Beschaffenheit. Zu den bekanntesten Parks zählt der Yosemite-Nationalpark. Nahe dem Yosemite-Park befindet sich das Wintersportgebiet Mammoth Mountain. Es entstand aus riesigen Vulkankratern, wodurch sich zahllose heiße und auch kalte Quellen und Geysire betrachten lassen. Nicht weit entfernt von Mt. Whitney gibt es einige salzhaltige Seen, unter anderem den Mono Lake.

Geschichte

Nach Landungen von Juan Rodríguez Cabrillo im Jahre 1542 und Sir Francis Drake im Jahre 1579 (er erhob im Namen der englischen Krone Anspruch auf das Gebiet Kaliforniens, das er "Nova Albion" nannte) verloren die europäischen Kolonialmächte das Gebiet des heutigen US-Bundesstaates Kalifornien wieder weitestgehend aus den Augen. Danach war Kalifornien als Oberkalifornien (Alta California) der Nordteil der spanischen Kolonie Kalifornien (die als Teil Neuspaniens verwaltet wurde), wurde aber erst viel später als der Südteil besiedelt. Erst ab dem Jahre 1769 wurden unter der Leitung des Paters Junipero Serra die ersten der 21 spanischen Missionsstationen von Franziskanermönchen erbaut. Mit den Missionaren kamen auch die ersten der wenigen spanischen Siedler ins Land. Trotz einiger Erfolge beim Aufbau der Missionsstationen und der Christianisierung der Indianer blieb das Land eine verschlafene Provinz Spanisch-Amerikas. Mit der Unabhängigkeit Mexikos wurde das Land dann ein Teil Mexikos. 1812 wurde im heutigen Sonoma County im nördlichen Kalifornien mit Fort Ross ein russischer Stützpunkt als Fortsetzung und Abrundung der russischen Besitzungen in Alaska errichtet. Erst Johann August Sutter brachte nach seiner Ankunft im Jahre 1839 Dynamik in die Entwicklung des Landes. Zu diesem Zeitpunkt zählte das Land ganze 30.000 Indianer und 5.000 Europäer als Einwohner. Sutter erhielt die Bewilligung, eine Niederlassung zu bauen, der er den Namen "Nueva Helvecia" gab. Schnell wurde daraus eine florierende Kolonie mit 20.000 Stück Vieh, drei Pferdemühlen, zwei Wassermühlen, einer Sägemühle, einer Gerberei und über 50 Häusern. Sutter herrschte wie ein kleiner "Kaiser" über sein kleines "Imperium", das auf Landwirtschaft, Rinderzucht, Holzhandel und Jagd aufgebaut war. 1841 erwarb er Fort Ross von Russland. Während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges proklamierte eine spanisch-oberkalifornische Junta in Monterrey 1846 die Unabhängigkeit von Mexiko. Doch noch während um die Frage des Anschlusses an die USA oder einen europäischen Staat gestritten wurden, riefen US-amerikanische Siedler eine Gegenrepublik aus, die mit Hilfe 1846 eingedrunge