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Altenpfleger

Altenpfleger

Die Altenpfleger/innen beschäftigen sich mit der Pflege und Betreuung von alten Menschen in Alten- und Pflegeheimen, sind aber auch in Rehakliniken, ambulanten Diensten (z.B. Sozialstationen und Pflegedienste) und geriatrischen Krankenhäusern tätig. Am 1. August 2003 wurde einen Meilenstein in der Altenpflege gesetzt. Die Ausbildung wurde bundeseinheitlich geregelt, so daß kann man sich nun auch in der Altenpflege selbstständig machen kann. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Die Altenpflege leistet mehr als alte Menschen satt, sauber und trocken zu halten. Die nette Pflegerin, die mit den alten Menschen Gesellschaftsspiele spielt, ist für die heutige Zeit jedoch nicht mehr angemessen. Eine Altenpflegerin muss in der Lage sein sowohl medizinische Behandlungspflege als auch sozialpflegerische/psychiatrische Betreuung umzusetzen. Der medizinische Dienst der Krankenkassen, der die Pflegebedürftigkeit alter Menschen beurteilt, erzeugt einen hohen Druck auf das Pflegepersonal. Daher werden Verwaltungsaufgaben der Altenpfleger immer umfangreicher. Täglich muß jede einzelne Pflegeleistung gewissenhaft und sorgfältig dokumentiert werden. Schlechte, fehlerhafte oder ganz fehlende Dokumentation bedeutet häufig, daß die Pflegekasse für Leistungen nicht bezahlt. Die Altenpflege ist ein relativ junger Beruf, verglichen mit der Krankenpflege. Bis in die 20er Jahre hinein wurden dauerhaft pflegebedürftige, alte Menschen und Demenzkranke in sogenannten Siechenheimen untergebracht oder in Altenheimen, die teilweise in katastrophalem Zustand waren. Die Pflege oblag Personen, die keine fachliche Ausbildung hatten, sondern sich aus Mildtätigkeit und anderen Gründen zu dieser Tätigkeit bereiterklärten. Ausgebildete Krankenschwestern gab es sehr wenige bis zum Ende der 50er Jahre und sie waren für die Dauerpflege zu teuer.

Weblinks


- [http://www.pflegewiki.de www.pflegewiki.de] - ein deutschsprachiges Wiki für das Pflegewissen; dort auch ausführlicher Artikel zum [http://www.pflegewiki.de/index.php/Altenpflegegesetz Altenpflegegesetz] und zur Ausbildung allgemein. Kategorie:Beruf

Altenheim

Mit Altenheim (auch Altersheim) bezeichnet der Volksmund in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine zur Unterbringung, Betreuung und Pflege alter Menschen betriebene Heimeinrichtung. Streng genommen ist ein "Altersheim" eine reine Wohneinrichtung. In der Realität steht die stationäre Pflege alter und hinfälliger Menschen in solchen Einrichtungen jedoch im Vordergrund; der Bereich "Wohnen" hat eine untergeordnete Bedeutung eingenommen. Nahezu alle "Altersheime" in den genannten Ländern sind daher eigentlich Altenwohn- und Pflegeheime oder sogar reine Pflegeheime; Bezeichnungen, die auch in den einschlägigen Gesetzen und Vorschriften verwendet werden. Die Bezeichnung Altenheim hat einen leicht negativen Klang und wird oft mit "Abschieben" verbunden. Viele Altenheime bevorzugen daher Euphemismen wie z. B. "Seniorenresidenz", was aber von den alten Menschen schnell durchschaut wurde. Zudem suggeriert der Begriff, dass hier ausschließlich alte Menschen untergebracht sind. Tatsächlich ist es aber keine Seltenheit, dass auch jüngere Menschen in einem "Altenheim" dauerhaft untergebracht werden, die - z. B. nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung (z. B. Schlaganfall) - ständiger Pflege bedürfen. Wenn früher vor allem kirchlich getragene Altenheime auch neben Friedhöfen errichtet wurden, so konnte es dafür verschiedene Gründe geben: Da Kirche und Friedhof oft eine räumliche Einheit bilden, sah man es als praktisch an, ein Altenheim in der Nähe anzusiedeln, um auf diese Weise die geistliche Betreuung der Bewohner sicherzustellen. Außerdem wurde der Gedanke an das Sterben nicht einfach aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verdrängt. Im Gegensatz zum "Altersheim" dienen Einrichtungen für Betreutes Wohnen oder Betreutes (Alten-) Wohnen reinen Wohnzwecken. Im Idealfall handelt es sich dabei um Gebäude oder gar Siedlungen mit Wohnungen mit "pflegegerechter / rollstuhlgerechter" Ausstattung (breite Türen, hindernisfrei begehbar / keine Schwellen, leicht bedienbare Schalter / Armaturen, Notrufanlage u. v. a. m.). Die (älteren und oft chronisch kranken bzw. hinfälligen) Bewohner solcher Wohnanlagen werden durch ambulante Dienste regelmässig oder auf Abruf betreut (bei leichter Pflegebedürftigkeit, vorübergehender Erkrankung usw.). Diese Dienste können durch private oder gemeinnützige ambulante Pflegedienste oder auch so genannte Sozialstationen durchgeführt werden. Oft betreiben auch die Träger von Alten- und Pflegeheimen zugleich solche Einrichtungen. Dann werden die Bewohner im Bedarfsfall von Mitarbeitern der stationär versorgenden Einrichtung mit versorgt. Institutionell werden "Altenheime" von staatlichen Trägern (in der Regel Gemeinde oder Kreis), freigemeinnützigen (kirchlichen oder karitativ-sozialen Organisationen) oder privaten Betreibern unterhalten. Träger der staatlichen oder der freigemeinnützigen Altenhilfe erhalten zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln, wenn sie ein Altenwohn- und Pflegeheim bauen; private bzw. kommerzielle Betreiber dagegen nicht. Die Betriebskostenfinanzierung für alle Einrichtungen der Altenhilfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist gesetzlich geregelt. Dabei wird von einer amtlichen Stelle ein Vergütungssatz pro Tag und Bewohner festgesetzt, der die Kosten für die Wohnunterbringung (Hotelkosten), die Betreuung und Verpflegung und die Pflege in Form von Tagespauschalen getrennt enthält. Der Bewohner bezahlt die Heimunterbringung durch seine Rentenbezüge sowie durch Inanspruchnahme der staatlichen oder auch der privaten Pflegeversicherung. Im Regelfall muss ein Heimbewohner in Deutschland, zusätzlich zu seiner Rente, auch die staatliche sozialversicherungsbezogenen (Pflegeversicherung) in Anspruch nehmen, um die Kosten seiner Unterbringung und Pflege aufbringen zu können. Diese orientieren sich an der individuellen Pflegebedürftigkeit, eingeteilt in gesetzl. definierte Stufen (von "nicht pflegebedürftig" über "leicht", "mittel" bis "schwer pflegedürftig"). In der Vergangenheit wurden Altenheime oft mit Überschüssen im Verhältnis zum Investitions-Aufwand und -Risiko betrieben. Allerdings weigern sich die Kostenträger inzwischen in den so genannten Pflegesatzverhandlungen, tarifliche Vorgaben bei der Personalkostenkalkulation anzuerkennen; die Folge ist, dass freigemeinnützige oder kommunale Altenheime, die in der Regel weiterhin Tariflöhne zahlen, heute oft erhebliche Einbußen hinnehmen müssen, die bis zur Unterdeckung reichen können. Private Träger haben diese Probleme dagegen meist nicht, da sie in der Bezahlung ihrer Mitarbeiter im Regelfall tariflich nicht gebunden sind bzw. Haustarifverträge ausgehandelt haben. Der Bau und der Betrieb von Alten- und Pflegeheimen ist in allen genannten Ländern gesetzlich streng geregelt. In Deutschland bestimmen beispielsweise das SGB XI die Rahmenbedingungen für die Anerkennung und Finanzierung solcher Einrichtungen, die Heim-Mindestbauverordung (HeimMindBauVO) die baurechtlichen Anforderungen und das Heimgesetz die Betriebsbedingungen und die Mitbestimmungrechte der Bewohner. Darüber hinaus werden Alten- und Pflegeheime durch die so genannte Heimaufsicht (angesiedelt bei den Stadt- oder Kreis-Sozialämtern) regelmässig kontrolliert. Diese achtet unter anderem auch darauf, das die Heimmindestpersonalverordnung (zum Heimgesetz gehörende VO) eingehalten wird, die aber nicht vorschreibt, wieviel speziell ausgebildete Altenpflegerinnen und -pfleger im Verhältnis zur Anzahl der Bewohner beschäftigt werden müssen. Der Grad der Pflegebedürftigkeit der Bewohner wird zudem durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) regelmäßig festgestellt. Als Vertragspartner der Heime achtet der MDK für die Pflegeversicherung auf die Einhaltung des Versorgungsvertrages.

Einschätzung der Situation in Deutschland

Die überwiegende Mehrheit der Alten- und Pflegeeinrichtungen in Deutschland leistet eine anerkannt gute Arbeit für die ihnen anvertrauten alten Menschen. Es kann in jeder Einrichtung zu Schwankungen bei der Qualität der pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Versorgung kommen. NutzerInnen beurteilen dies oft sehr subjektiv anhand der Frage, ob das Essen heute gut geschmeckt hat. Die fachliche Überprüfung läuft unter dem Begriff Pflegequalität. Im Rahmen der Pflegeversicherung und im Heimgesetz gibt es dazu Rahmenbestimmungen. Unter ein bestimmtes Maß darf diese Versorgung aber normalerweise, auch bei Personalengpässen nicht fallen. "Gefährliche Pflege" wird genannt, wenn für die Kundin/Kunden die Gefahr eintreten kann oder gar eingetreten ist, dass körperliche Schäden verursacht werden. Auch unterlassene Hilfeleistung wäre solch ein Fehler. Im Bereich der psychosozialen Betreuung ist die Feststellung von Pflegefehlern schwerer zu definieren. Aber immer, wo auch im sonstigen Strafrecht von Beleidigung oder Verletzung persönlicher Rechte auszugehen wäre, muß dies auch in der Pflege als Grenze angenommen werden. Dies zu verhindern ist Aufgabe der Fach- und Disziplinarvorgesetzten innerhalb der Einrichtungen. Außerdem gibt es, wie gesagt, die externe Heimaufsicht nach dem Heimgesetz. Deren Überprüfungen bestätigen in den allermeisten Berichten aus den vergangen Jahren den einleitenden Satz(gute bis befriedigende Leistungen). Daneben wird gelegentlich auch über Skandale berichtet. Tendenziell könnte sich die Lage allerdings verschlechtern, da viele Einrichtungen aufgrund verschärfter Leistungsvergütungsregelungen nicht mehr ausreichend bzw. ausreichend qualifiziertes Personal beschäftigen wollen / bezahlen können. So sterben in deutschen Altenheimen nach einem allerdings umstrittenen Bericht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) im Jahr 2004 mindestens 10.000 Menschen wegen mangelhafter Versorgung. Die Referentin für Gesundheits- und Pflegepolitik beim SoVD, Gabriele Hesseken, betonte, dass die Lage in vielen der 8.440 Alteneinrichtungen mit insgesamt 717.000 Plätzen dramatisch sei und "es sich um die größte soziale und humane Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg handele". Auf der anderen Seite arbeiten manche Einrichtungen der Altenhilfe noch auf der Grundlage überholter Organisations- und Führungsstrukturen. Modernes Kosten- und Leistungsmanagement oder der Einsatz moderner IT sind vielfach immer noch unbekannt. Diese Defizite führen unter anderem zu einer unnötigen Verschwendung von personellen Ressourcen. Zum Beispiele monierte die für die Altenhilfe zuständige Bundessozialministerin Renate Schmidt (SPD) erst im Herbst 2004 wieder öffentlich, dass eine examinierte Altenpflegekraft durchschnittlich ein Drittel der Arbeitszeit mit überflüssigen Organisations- und Dokumentationsarbeiten verbringt. Zeit, die sicher für die Pflege und Betreuung der Bewohner besser investiert wäre. Siehe auch: Pflegeheim, Heimgesetz, Heimaufsicht

Weblinks


- [http://www.seniorenheimfuehrer.at Seniorenheimführer Österreich]
- [http://www.vincentz.net/altenheim/index.cfm Fachzeitschrift Altenheim] (Hier gibt es auch ein bundesweites Verzeichnis aller Altenheime mit Anschrift, Ausstattungsdetails, Größe usw.)
- [http://www.pflegewiki.de/index.php/Gewalt_in_Pflegebeziehungen Gewalt in Pflegebeziehungen] ist Thema eines Artikels in der Pflege-Wiki. Kategorie:Kommunalpolitik Kategorie:Altenpflege

Pflegeheim

Ein Pflegeheim ist eine Einrichtung, in der pflegebedürftige Menschen (meist alte, schwerst chronisch Kranke, geistig und/oder körperlich schwerstbehinderte Menschen) dauerhaft wohnen und rund um die Uhr gepflegt und versorgt werden. Pflegeheime dürfen nicht mit Wohnheimen verwechselt werden, obwohl auch in solchen Heimen oft die gleiche Klientel wie in Pflegeheimen untergebracht ist. In Wohnheimen untergebrachte Menschen können zwar auch pflegebedürftig sein, im Vordergrund steht aber die soziale Integration des zu Betreuenden, nicht die Pflege. Ursprünglich als Wohnheime konzipiert, haben sich in den letzten 10 Jahren auch die Altenheime zunehmend zu reinen Pflegeheimen entwickelt. Die Verweildauer in den Heimen sinkt beständig. In großen Städten liegt die Verweildauer mittlerweile bei ca. 1/2 Jahr. Auch die sogenannten Alten- und Pflegeheime wandelten sich deshalb heute meist zu reinen Pflegeheimen. Pflegeheime unterstehen zum Schutz der Heimbewohner der Heimaufsicht. Wichtige Regelungen zu baulicher Ausstattung, Personalausstattung und Heimverträgen regelt das Heimgesetz.

Siehe auch

Heimgesetz, Altenheim, Altenwohnheim, Altenpflege

Weblinks

Adressen


- [http://www.pflegeplatz-portal.de www.pflegeplatz-portal.de] - Suchmaschine für freie Pflegeplätze und Pflegeheime über versorgbare Krankheitsbilder und Dienstleistungsangebote in Deutschland
- [http://www.pflegeteam.net www.pflegeteam.net] - Portal mit Datenbank mit Pflegeheimen und freien Pflegeplätzen in Deutschland]
- [http://www.pflegeheime.de www.pflegeheime.de] - Portal mit Datenbank mit Pflegeheimen in Deutschland]
- [http://www.seniorenheimfuehrer.at www.seniorenheimfuehrer.at] - Datenbank mit Alters- und Pflegeheimen in Österreich]

Rechtsgrundlagen


- [http://www.bmfsfj.de/Kategorien/gesetze,did=3270.html Infos des Bundesfamilienministeriums zum Heimrecht (Deutschland)]
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/heimg/ Text des (deutschen) Heimgesetzes] bei bundesrecht.juris.de
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/heimmitwirkungsv/htmltree.html Heimmitwirkungsverordnung] bei bundesrecht.juris.de
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/heimmindbauv/htmltree.html Heimmindestbauverordnung] bei bundesrecht.juris.de
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/heimpersv/htmltree.html Heimpersonalverordnung] bei bundesrecht.juris.de
- [http://www.heimbeirat.de/ Infos zur Tätigkeit des Heimbeirates] bei heimbeirat.de
- [http://www.heimaufsicht.de/ Infos zur Tätigkeit der Heimaufsicht] heimaufsicht.de/ Kategorie:Pflege Kategorie:Kommunalpolitik Kategorie:Altenpflege

Krankenhaus

Siehe auch Qualitätssicherung , Qualitätsoffensive und Portal:Medizin/Überarbeitungen Portal:Medizin/Überarbeitungen Als Krankenhaus (siehe auch Klinik, Klinikum, Lazarett, Hospital oder Spital) wird im Sinne des deutschen Krankenhausfinanzierungsgesetzes eine Einrichtung bezeichnet, in der durch ärztliche und pflegerische Hilfeleistung Krankheiten, Leiden oder Körper-Schäden festgestellt, geheilt oder gelindert werden sollen oder Geburtshilfe geleistet wird und in denen die zu versorgenden Personen untergebracht und verpflegt werden können.

Aufgaben eines Krankenhauses

War früher das Krankenhaus mehr ein "Aufbewahrungsort" für Menschen, die keine eigene Pflege organisieren oder finanzieren konnten, sind sie jetzt teilweise zu Zentren von Lehre und Forschung geworden, die zum Teil hoch spezialisierte Diagnostik und Therapie anbieten. Ihre Leistungen werden zunehmend auf Pflegequalität und Qualität der Organisation hin überprüft. Fachkliniken bieten nur ein sehr begrenztes Spektrum an, können jedoch örtlich oder organisatorisch mit anderen Krankenhäusern verbunden sein. Durch zunehmend intensivere Techniken und kürzere Aufenthaltsdauer haben sich die Zahl der Ärzte pro Patient und die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung der aller Behandelnden und Pflegenden erhöht. Krankenhäuser können ein einziges Gebäude sein (meist ein Hochhaus) oder aber getrennte Bauten als Pavillons, vor allem zum Infektionsschutz. Meist bestehen Krankenhäuser aus historischen Gründen aus mehreren Gebäuden unterschiedlicher Größe und Alters. Da in Krankenhäusern immer neben der Pflege auch eine medizinische Versorgung rund um die Uhr gewährleistet wird, bieten sie auch eine medizinische Notfallversorgung an, meist über eine Rettungsstelle oder über eine zentrale Notaufnahme, Ambulanz oder Poliklinik. Die Ausstattung und personelle Kapazität für die Notfallversorgung ist sehr unterschiedlich. So bieten spezialisierte Traumazentren bedingt durch Ausstattung und Übung eine bessere Versorgung an. Mehrere Studien zeigen, dass mit der Anzahl der Fälle auch die Qualität der Versorgung ansteigt. Neben der Notfallversorgung wird auch bei geplanten Eingriffen zunehmend auf die Fallzahlen geachtet, und Zentren mit spezialisierter Diagnostik werden gebildet (z.B. Brustzentrum). Krankenhäuser die ein großes Spektrum an Patienten adäquat versorgen können, werden immer seltener. Bedingt durch den medizinischen Fortschritt, die Alterung und die höheren Medikamentenkosten führen immer aufwendigere Verfahren zu ständig steigenden Kosten trotz Reduktion der Liegedauer, der Bettenanzahl und der Zahl der Krankenhäuser. Durch die Auswahl von Patienten, die ausreichende Einnahmen bei geringen Kosten erwarten lassen, wird versucht, den zunehmenden Einsparungsdruck auszuweichen. Ebenso wird durch eine verkürzte Liegedauer versucht, mehr in die ambulante Versorgung zu verlagern (siehe auch Blutige Entlassung). Heutzutage besitzen die Krankenhäuser zunehmend eine Zertifizierung des Hauses oder der einzelnen Abteilungen mit einem Qualitätsmanagement an. Durch Straffung von Prozessen mit Standard Operating Procedures (SOP) und schnellen Durchlauf der Patienten mit fast-track will man Kosten einzusparen. Man spricht auch vom Taylorismus der Medizin. Vergleicht man die Krankenhäuser mit anderen Branchen, so steckt die Medizin in dieser Hinsicht noch in den Kinderschuhen. So ist die Ausstattung mit IT-Technik vergleichsweise gering. Da der größte Kostenblock die Personalkosten sind, ist dies eigentlich verwunderlich. In Deutschland ist die Trennung von stationärer und ambulanter Versorgung historisch bedingt sehr ausgeprägt. Ebenso ist die Hierarchie im internationalen Vergleich sehr ausgeprägt. In Anlehnung an das Militär gibt es Ober- und Unterärzte (heute meist Assistenzärzte genannt) und einen Chefarzt. In größeren Krankenhäusern wird meist auf einen akademischen Titel des Chefarztes Wert gelegt. Eine zunehmende integrierte Versorgung wird angestrebt, aber bisher ist dies noch nicht sehr entwickelt. Schon lange gab es jedoch Ambulanzen und Polikliniken, in denen Patienten entweder vor oder nach der Versorgung im Krankenhaus betreut wurden, oder aber Patienten die von niedergelassenen Fachärzten überwiesen wurden, weil ein Spezialist oder aber spezielle Verfahren notwendig sind. Die zunehmende Verlagerung in den ambulanten Bereich vermindert den Hospitalismus, erfordert aber einen höheren Aufwand für den niedergelassenen Arzt und die zu betreuende Familie oder Freunde. Durch politische Entscheidungen ist jedoch das mögliche Potential noch nicht ausgeschöpft. So wird das ambulante Operieren in anderen Ländern in größerem Umfang durchgeführt, während in Deutschland die finanzielle Situation dafür noch nicht sehr förderlich ist.

Geschichte des Krankenhauses

Die ersten Einrichtungen, die sich um Kranke kümmerten sind aus Indien bekannt. Die ersten Lehrkrankenhäuser jedoch stammen aus Persien. Im Mittelalter diente ein Krankenhaus auch als Armenhaus oder Unterkunft für Pilger. Der Begriff stammt aus dem lateinischen Wort hospes. Meist wurde die Pflege von Mönchen oder Nonnen geleistet (siehe auch Hôtel-Dieu). Im 18. Jahrhundert kamen die ersten modernen Krankenhäuser auf. So wurde im Jahre 1710 die Charité als Pestkrankenhaus gegründet. Krankenhäuser wurden immer weniger eine Versorgung für Arme, sondern ein Platz intensiver medizinischer Diagnostik und Therapie, sowie ein Platz der Lehre und Ausbildung.

Klassifikation

Krankenhäuser kann man nach der Zahl der Betten, nach dem Träger oder ihrem Tätigkeits- bzw. Forschungsschwerpunkt klassifizieren. Im internationalen Vergleich ist die Zahl der Betten jedoch nicht aussagekräftig, da beispielsweise durch eine kürzere Liegedauer und mehr ambulante Versorgung die Krankenhäuser außerhalb Deutschlands mit weniger Betten dennoch mehr Patienten versorgen können. Sie können auch klassifiziert werden nach dem Krankenhausträger, ob öffentlich, freigemeinnützig oder privat, Öffentliche Träger können zum Beispiel, Bund, Länder und Gemeinden sein, freigemeinnützig zum Beispiel religiöse Gemeinschaften oder soziale Vereinigungen (z.B. Wohlfahrtsverbände): Ein Universitätsklinikum, ein Landeskrankenhaus, ein städtisches Haus, ein Kreiskrankenhaus, ein Bundeswehrkrankenhaus, ein katholisches, evangelisches, jüdisches Haus, ein Krankenhaus einer privat geführten Krankenhauskette. etc. Sie können eingeteilt werden nach den angebotenen Leistungen, ob eine Fachklinik, oder ein allgemeines Krankenhaus. Universitätskliniken vergeben an Krankenhäuser die an der Ausbildung beteiligt sind noch den Titel des akademischen Lehrkrankenhauses. In der Krankenhausplanung wird auch nach verschiedenen Anforderungs- und Versorgungsstufen unterteilt:
- Krankenhaus der Maximalversorgung
- Krankenhaus der Schwerpunktversorgung
- Krankenhaus der Regelversorgung
- Krankenhaus der Grundversorgung Seit dem 31. August 2005 müssen zugelassene Krankenhäuser nach § 108 SGB V strukturierte Qualitätsberichte veröffentlichen. Der Bericht muß im Abstand von höchstens zwei Jahren regelmäßig erstellt werden. Auf Grundlage der Berichte ist es Patienten und Ärzten möglich, die Kennzahlen der Kankenhäuser (z.B. die der Anzahl erfolgreich durchgeführter Operationen) zu vergleichen und damit die Güte der Patientenversorgung einzuschätzen. Ein vor allem für die Weiterbildungsordnungen der Ärztekammern wichtiger Begriff ist der des Akutkrankenhauses. Unter einem Akutkrankenhaus versteht man ein Krankenhaus, bei dem für Akutfälle sowohl Tag- als auch Nachtaufnahmebereitschaft besteht und ein breites Spektrum akuter Behandlungsfälle vorliegt.

Krankenhaus-Statistik Deutschland

Quelle: Statistisches Bundesamt (Pressemitteilung vom 29.08.2005, vorläufige Zahlen für 2004):
- Zahl der Krankenhausbetten in 2157 Kliniken: rund 528.000;
- behandelte Fälle in Krankenhäusern: 16,7 Millionen;
- durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus: 8,7 Tage (2003: 8,9 Tage);
- Gesamtpersonal in den Krankenhäusern im Jahresdurchschnitt: 815.652 Beschäftigte (2000: 834.585);
  - davon ärztliches Personal: 116.779 (2000: 108.696);
  - davon nicht-ärztliches Personal: 698.872 (2000: 725.889). In Deutschland liegt der Bettenstand im Vergleich mit anderen Ländern relativ hoch. Wobei ein kontinuierlicher Trend zum Bettenabbau zu verzeichnen ist. Auch bei der Einweisungsquote und Verweildauer sind die deutschen Zahlen vergleichsweise hoch. Eher unterdurchschnittlich sind die Kosten pro Fall, was man einerseits mit der eher niedrigen Personalausstattung, zum anderen mit der Verteilung der Kosten auf viele Fälle erklären kann. 26 % der Krankenhäuser sind in privater (2000: 22,3 %), 36 % in öffentlicher und 38 % in freigemeinnütziger Trägerschaft. Damit zeigt sich ein Trend zugunsten privater Krankenhäuser. Viele private Krankenhäuser sind Teil von größeren Krankenhausketten z.B. der [http://www.rhoen-klinikum-ag.com Rhön Klinikum AG] oder der Helios Kliniken GmbH.

Gliederung eines Krankenhauses

Organisatorische Gliederung

Sie können gegliedert werden nach den Fachabteilungen, z.B. Chirurgie, Innere etc. oder den Berufsgruppen, z.B. Ärzte, Pfleger, etc..

Klassische Gliederung

Viele Krankenhäuser sind organisatorisch in verschiedene Abteilungen unterteilt. Eine Abteilung entspricht einer medizinischen Fachrichtung und wird als Klinik bezeichnet, z.B.: Chirurgische Klinik, Klinik für Innere Medizin, Klinik für Gynäkologie, Radiologie, Labor usw. Viele Kliniken vereinen therapeutische, diagnostische und pflegerische Einrichtungen unter sich.

Neuere Gliederung

In einem sogenannten Modulsystem wird nur in therapeutische, diagnostische und pflegerische Bereiche unterschieden. In der Krankenpflege von Patienten werden in diesem System folgende Bereiche unterschieden:
- Low Care Station
- :Eine Stationen für Patienten, die nur wenig Pflege brauchen.
- Intermediate Care
- :Eine Station, in der Patienten am Monitor überwacht werden können, jedoch keine intensivmedizinische Betreung möglich ist.
- Intensive Care
- :Intensivstation Es gibt auch eine Bildung von Zentren, in denen man sich an Krankheitsbildern orientiert. Dadurch sollen die sogenannten Behandlungspfade in der Patientenversorgung optimiert werden.

Funktionelle Gliederung

Ein Krankenhaus lässt sich in sieben funktionale Bereiche gliedern:
- Untersuchung und Behandlung (Ambulanz, Poliklinik, Rettungsstelle, Schockraum, Endoskopie, Operationssaal, Kreißsaal usw.)
- Pflege (Bettenstationen)
- Verwaltung (Leitung, Personalwesen, Technik, Betriebsrat usw.)
- Soziale Dienste (Pforte, Sozialdienst, Krankenhauskapelle, Cafeteria)
- Ver- und Entsorgung (Werkstätten, Lager, Sterilisation)
- Forschung und Lehre (Hörsaal, Unterrichtsräume)
- Sonstige Bereiche (z.B. Rettungswache, Fremdfirmen, Kindergarten) In Deutschland regelt die DIN 13080 die Unterteilung eines Krankenhauses, ein Umstand, der bei der staatlichen Förderung von Krankenhäusern eine wichtige Rolle spielt.

Kostenstruktur eines Krankenhauses

Ausgaben

Die Ausgaben eines Krankenhauses lassen sich grob in zwei Positionen aufteilen:
- 70 % Personalkosten
- 30 % Sachkosten Die Sachkosten untergliedern sich wiederum wie folgt:
- Investitionskosten
- Arzneimittelkosten
- Kosten für Fremdinstitute, z.B. Spezielle Laboruntersuchungen
- Medizinische Verbrauchsgüter, z.B.:
  - Implantate wie Herzschrittmacher
  - Knochenprothesen
- Medizinische Einmalartikel, z.B. Spritzen, Tupfer
- Strom, Wasser, Energie, Gase
- Reinigung, Entsorgung
- Verwaltungskosten
- Versicherungen, z.B.:
  - Arzt- und Mitarbeiterhaftpflichtversicherung
  - Gebäude- und Geräteversicherungen
- Instandhaltungskosten
  - Geräteinstandhaltung
  - Umbau von Gebäudeteilen
  - Reparaturkosten an den Gebäuden

Einnahmen

Die Finanzierung kann monistisch, oder wie bei öffentlichen Häusern in Deutschland üblich über eine Duale Finanzierung durch die öffentliche Hand (Investitionszuschüsse der Länder) und Krankenkassen erfolgen. Zu diesen Einnahmen kommen noch zusätzliche sonstige Leistungen (z.B. Cafeteria).

Siehe auch

Belegarzt - Tagesklinik - Deutsche Krankenhausgesellschaft - Ständiger Ausschuss der Krankenhäuser in Europa (HOPE) - Marburger_Bund - Grenzverweildauer - Diagnosis Related Groups - Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus - Krankenhausbuchführungsverordnung - Visite - Krankenhausbibliothek - Patientenbibliothek - Reha - Anthroposophische Krankenhäuser - Krankenhausseelsorge - Institutsambulanz - Fürsorgerischer Freiheitsentzug - Maßregelvollzug

Literatur


- Michel Foucault, Die Geburt der Klinik, ISBN 3596274001
- Arnold, Michael; Klauber, Jürgen; Schellschmidt, Henner: "Krankenhaus-Report 2002". Schattauer, Stuttgart 2002. ISBN 3-7945-2219-2 (erscheint jährlich)
- Gesundheitswesen Schweiz 2004-2006 (Hrsg. Gerhard Kocher/Willy Oggier), Hans Huber, Bern, 2004, 336 S.,€ 22.95. ISBN 3-456-84080-2

Weblinks

Krankenhausverzeichnisse
- http://www.kliniken.de/
- http://www.spitaeler.ch/
- http://www.hplus.ch
- http://www.rehakliniken.de/
- http://www.yellowmap.de/BSMedizin/html/default.asp
- http://www.krankenhaus.net/
- http://www.klinik-fuehrer.com/
- http://www.med-kolleg.de/klinik/
- http://www.sanopilot.de/ Archive
- [http://www.krankenwohnung.de/xxarchiv/ Archiv Krankenhausbau des 20. Jhd.] Krankenhaus-Gesundheitspolitik
- http://www.gesundheitspolitik.com/03_krankenhaus/
- http://www.wido.de/Krankenhaus/index.html
- Deutsche Krankenhausgesellschaft http://www.dkgev.de/
- Bayerische Krankenhausgesellschaft http://www.bkg-online.de/
- Bayerisches Krankenhausregister http://www.krankenhausregister.de/
- [http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze/gkv/soli/khg.htm Krankenhausfinanzierungsgesetz]
- http://www.g-qb.de/ Qualitätsberichte der Krankenhäuser ! Kategorie:Krankenpflege Kategorie:Kommunalpolitik Kategorie:Gesundheitswesen ja:病院

2003

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2003 ist „Das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderung
- 2003 ist „Internationales Jahr der Chemie
- 2003 ist „Jahr des Süßwassers“ (UNESCO)
- 2003 ist „Jahr der Bibel
- Der Papageigrüne Saftling (Hygrocybe psittacina) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Mauersegler (Apus apus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Wolf (Canis lupus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Salbei (Salvia) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Politik

Januar


- 1. Januar: Pascal Couchepin wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Angola und Deutschland gehörten als nichtständige Mitglieder für zwei Jahre dem UN-Sicherheitsrat an
- 1. Januar: Luiz Inácio Lula da Silva wird Staatspräsident von Brasilien
- 15. Januar: Ecuador. Lucio Gutiérrez Borbúa wird Staatspräsident
- 19. Januar: Kuba. Dritte Direktwahlen zur Nationalversammlung
- 22. Januar: Parlamentswahl in den Niederlanden

Februar


- 2. Februar: Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen mit jeweils deutlichen Siegen der CDU
- 2. Februar: Verfassungsänderung in Kirgisistan
- 4. Februar: Durch Parlamentsbeschluss erfolgte die Umbenennung von Jugoslawien in Serbien und Montenegro
- 5. Februar: Armenien tritt der WTO bei
- 9. Februar: Präsident Wladimir Putin, Russland, und Bundespräsident Johannes Rau, Deutschland, eröffneten die deutsch-russischen Kulturtage in Berlin
- 10. Februar: Deutschland und die Niederlande übernahmen in Afghanistan die Führung der ISAF (Sicherheitsunterstützungstruppe)
- 11. Februar: Bolivien. Aufstand der Polizei: als Folge davon kam es zu Massenunruhen mit mehreren Toten und Hunderten Verletzter
- 21. Februar: Kroatien stellte in Athen, Griechenland, den Antrag auf Mitgliedschaft in der EU
- 26. Februar: Rolandas Paksas wird als Staatspräsident Litauens vereidigt
- 27. Februar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Tadschikistan
- 28. Februar: Tschechische Republik. Václav Klaus wird Staatspräsident

März


- Österreich hat nach der Nationalratswahl 2002 große Probleme eine neue Regierung zu finden. ÖVP und FPÖ entschließen sich zu einer Neuauflage der im Vorjahr gescheiterten schwarz-blauen Koalition
- 1. März: Handelsabkommen zwischen der EU und dem Libanon
- 11. März: Recep Tayyip Erdogan wird Ministerpräsident in der Türkei
- 16. März: Parlamentswahlen in El Salvador
- 16. März: Parlamentswahlen in Finnland
- 17. März: Verfassungsänderung in Frankreich. Hauptpunkt: Dezentralisierung Frankreichs
- 20. März: Beginn des Dritten Golfkriegs: Die Regierung Deutschlands und weite Teile der deutschen Bevölkerung stellten sich zusammen mit Frankreich im Irak-Konflikt gegen die Kriegspolitik der USA und Großbritanniens. Seitens der USA erhielt sie dafür harsche Kritik, aber auch Unterstützung von Russland und China
- 23. März: Verfassungsänderung in Tschetschenien
- 23. März: 90 % der Bevölkerung Sloweniens waren für einen EU-Beitritt
- 24. März: US-Präsident George W. Bush kündigt dem amerikanischen Volk in einer nur vier Minuten langen Rede den Beginn des Krieges gegen den Irak an
- 26. März: Unterzeichnung des NATO-Beitrittsprotokolls in Brüssel durch Estlands Außenministerin Kristiina Ojuland

April


- 3. April: Serbien und Montenegro wird Mitglied im Europarat
- 4. April: Mehrere Hundert Menschen wurden bei einem Massaker in Ituri, Demokratische Republik Kongo, getötet
- 9. April: Einmarsch der von den USA geführten Truppen in Bagdad, Irak
- 9. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Libanon
- 10. April: Estland. Juhan Parts wird Ministerpräsident
- 14. April: Militätputsch in Guinea-Bissau
- 16. April: Estland und Malta unterzeichnen in Athen, Griechenland, den Beitrittsvertrag zur EU
- 17. April: Finnland. Anneli Jäätteenmäki wird Regierungschefin (für 63 Tage)
- 19. April: Nigeria. Staatspräsident wird Olusegun Obasanjo wird im Amt bestätigt
- 21. April: Die Koalitions-Übergangsverwaltung für den Irak wird gegründet
- 27. April: Dritte demokratische Wahlen im Jemen
- 27. April: Allgemeine Wahlen in Paraguay
- 29. April: Gemeinsame Erklärung in Brüssel, Belgien, von Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
- 30. April: Burundi. Domitien Ndayizeye wird Staatspräsident
- 30. April: Die Einwohner des Golfstaates Katar stimmen der ersten Verfassung seit der Unabhängigkeit von Großbritannien (1971) zu

Mai


- 1. Mai: Gipfeltreffen in Athen, Griechenland, zwischen Japan und der EU
- 1. Mai: US-Präsident George W. Bush erklärt den wesentlichen Teil der Kampfhandlungen im Irak für beendet
- 2. Mai: Albanien und die USA unterzeichnen ein Nichtauslieferungsabkommen amerikanischer Staatsbürger an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag
- 25. Mai: Argentinien. Dr. Néstor Kirchner wurde Staatspräsident
- 25. Mai: Armenien. Wahl zur Nationalversammlung
- 26. Mai: Ruanda. 93 % Zustimmung zur neuen Verfassung
- 28. Mai: Deutschland stellt Großraumzelte für die vom Erdbeben in Algerien Betroffenen zur Verfügung

Juni


- 1. Juni: Der Wechselkurs des Taka, Landeswährung in Bangladesch, zum USD wird freigegeben
- 1. Juni: In Deutschland tritt das neue Ladenschlussgesetz in Kraft
- 4. Juni: Surya Bahadur Thapa wird Premierminister von Nepal
- 5. Juni: Unterzeichnung des Kulturabkommens zwischen Kasachstan und Deutschland
- 5. Juni: Dieter Althaus wird Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
- 8. Juni: Putschversuch in Mauretanien scheitert
- 8. Juni: Polen. 77 % stimmen für den Beitritt in die EU
- 10. Juni: Deutschland. Hans Martin Bury wird zum Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit ernannt
- 12. Juni: Vereidigung des Rumpfkabinets in Nepal
- 17. Juni: Parlamentswahlen in Jordanien
- 24. Juni: Finnland. Matti Vanhanen wird Ministerpräsident
- 24. Juni: Die USA frieren die Vermögen der 55 Personen auf der Liste der meistgesuchten ehemaligen Regimemitglieder ein
- 25. Juni: Verleihung des Deutsch-Französischen Journalistenpreis (DFJP)

Juli


- 4. Juli: Gemeinsame Erklärung über die Beendigung des Krieges in Côte d'Ivoire
- 5. Juli: Parlamentswahlen in Kuwait
- 6. Juli: Sghaïr Ould M'Bareck wird Regierungschef in Mauretanien
- 6. Juli: Abgeordnetenwahl in Mexiko
- 10. Juli: Übergabe des EU-Fragebogens an Kroatien
- 15. Juli: Kuwait. Erstmals Trennung des Amtes des Kronprinzen und des Regierungschefs
- 15. Juli: Revolte in São Tomé und Príncipe durch unzufriedene Söldner
- 27. Juli: Parlamentswahlen in Kambodscha

August


- 6. August: Côte d'Ivoire. Das Amnestiegesetz tritt in Kraft
- 8. August: René Harris wird Staatspräsident, Regierungschef und Außenminister in einer Person in Nauru
- 11. August: Liberia. Präsident Charles Taylor geht ins Exil nach Nigeria
- 15. August: Dr. Nicanor Duarte Frutos wird Staatspräsident in Paraguay
- 18. August: Ein bilaterales Konsolidierungsabkommen über die Schulden Angolas gegenüber der Bundesrepublik Deutschland wurde unterzeichnet
- 27. August: Die maoistische Führung kündigt den Waffenstillstand in Nepal
- 27. August: Kabinettsumbildung im Senegal
- 30. August: Der Premierminister Khin Nyunt von Myanmar verkündet die „Myanmar Roadmap to Democracy“

September


- 5. September: Besuch der Königin Margrethe II. (Dänemark) in Deutschland
- 5. September: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Prag/Tschechien
- 9. September: Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau stattet der Volksrepublik China einen Staatsbesuch ab
- 10. September: Mijailo Mijailovic sticht in einem Stockholmer Kaufhaus Schwedens Außenministerin Anna Lindh nieder
- 11. September: Kuba. Das spanische Kulturinstitut wird durch die kubanische Regierung geschlossen
- 14. September: Estland. Volksabstimmung über den geplanten EU-Beitritt
- 14. September: Erneuter Militärputsch in Guinea-Bissau
- 22. September: Henrique Pereira Rosa wird Staatspräsident von Guinea-Bissau
- 23. September: Landtagswahl in Bayern
- 24. September: Litauen. Das Kabinett beschließt den Verkauf der Anteile an der russischen Gasprom
- 28. September: Italien. Es kommt zu einem großflächigen Stromausfall, der die weiße Nacht vorzeitig beendet

Oktober


- 4. Oktober: Oman. Erste Wahlen, bei denen alle Personen über 21, auch Frauen, wahlberechtigt sind
- 5. Oktober: Präsidentschaftswahlen in Tschetschenien
- 12. Oktober: Kommunalwahlen in Albanien mit leichten Stimmengewinnen für die Opposition
- 13. Oktober: Die Außenminister Joschka Fischer (Deutschland) Dominique de Villepin (Frankreich) und Lydie Polfer (Luxemburg) eröffnen das Pierre-Werner-Institut in Luxemburg
- 14. Oktober: Gyude Bryant wird Staats- und Regierungspräsident der Übergangsregierung in Liberia
- 15. Oktober: Aserbaidschan. Ilham Äliyev wird zum Präsidenten gewählt
- 17. Oktober: Das deutsche Auswärtiges Amt unterstützt Frauenprojekte in Kandahar/Afghanistan, mit 1 Mio. Euro
- 17. Oktober: Bolivien. Staatspräsident und Regierungschef wurde Carlos Mesa
- 17. Oktober: Bolivien. Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada tritt zurück
- 17. Oktober: Deutschland und Tschechoslowakei treffen Abkommen über Sozialversicherung
- 17. Oktober: In Österreich wird die nullkommasieben Kampagne gestartet
- 18. Oktober: Rumänien nimmt eine neue Verfassung an
- 19. Oktober: Parlamentswahlen in der Schweiz
- 24. Oktober: Bundestagsbeschluss: Deutschland verstärkt sein Engagement in Afghanistan und richtet im Herbst 2003 zwei Außenstellen der Botschaft Kabul in Kundus und Herat ein
- 25. Oktober: Faisal al-Fayez wird Premierminister in Jordanien
- 27. Oktober: Sicherheitskonferenz in Mexiko
- 28. Oktober: Zweite Kommunalwahlen in Mosambik
- 29. Oktober: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Bratislava, Slowakei
- 30. Oktober: Ein bilaterales Investitionsschutz und -förderungsabkommen wurde am in Luanda, Angola, unterzeichnet
- 30. Oktober: Erster Besuch des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder in Kroatien

November


- 2. November: Georgien. Dritte Parlamentswahlen. Wahlbetrug und Wahlfälschung überschatten diese Wahlen
- 5. November: Besuch des litauischen Staatspräsidenten Rolandas Paksas in Deutschland
- 12. November: Das deutsche Auswärtige Amt unterstützt Winternothilfe in Afghanistan mit 1,2 Mio. Euro
- 23. November: Georgien. Rücktritt Eduard Schewardnadses
- 23. November: Parlamentswahlen in Kroatien
- 28. November: Der deutsche Bundesaußenminister Joschka Fischer eröffnet Akademisches Jahr am Europa-Kolleg in Brügge/Belgien

Dezember


- 1. Dezember: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht die Volksrepublik China bereits zum fünften Mal
- 4. Dezember: Abkommen zwischen Monaco und der Europäischen Kommission über Rechtsangelegenheiten
- 7. Dezember: Wahlen zur Duma in Russland
- 8. Dezember: Simbabwe tritt aus dem Commonwealth aus
- 9. Dezember: Der Hamburger Senat aus CDU, FDP und der Partei Rechtsstaatlicher Offensive scheitert nach etwas über zwei Jahren. Es werden Neuwahlen ausgerufen
- 10. Dezember: Schweiz: nach 44 Jahren wurde die Zauberformel gesprengt. Damit erhielt die SVP einen zweiten Sitz und Christoph Blocher wurde zum Bundesrat gewählt
- 10. Dezember: Abkommen zwischen Russland und Deutschland über Reiseerleichterungen
- 12. Dezember: Kanada. Paul Martin wird Premierminister
- 12. Dezember: Neue Regierung in San Marino
- 13. Dezember: Irak: Saddam Hussein wurde in Tikrit festgenommen
- 15. Dezember: Internationales Forum zum Thema Myanmar in Bangkok/Thailand
- 20. Dezember: Im Abkommen von Moroni, Komoren, werden freie und demokratische Wahlen festgeschrieben
- 23. Dezember: Dr. Ivo Sanader wird Regierungschef in Kroatien

Siehe auch

Liste der Staatsoberhäupter 2003

Terroranschläge und Kriege


- 5. August: Eine Autobombe explodiert vor dem J.W. Marriot Hotel in Jakarta und tötet 12 Menschen

Katastrophen


- 8. Januar: Charlotte (North Carolina), North Carolina, USA. Eine Maschine der US-Airways verunglückt auf der Start- und Landebahn als die linke Tür während des Starts abfällt und in das Triebwerk gelangt. Das Flugzeug rast in einen Hangar und fängt Feuer. Alle 21 Menschen an Bord starben
- 8. Januar: Diyarbakır, Türkei. Aus Istanbul kommend stürzte eine Verkehrsmaschine beim Landeanflug ab. 75 Menschen starben, 5 konnten gerettet werden
- 9. Januar: Cerro Coloque, Peru. Absturz einer Fokker F-28. Alle 46 Menschen an Bord starben
- 17. Januar: Spanien. Absturz einer Fokker 50, aus Málaga kommend, nach Verfehlung der Landebahn. 19 Menschen starben, 9 konnten gerettet werden
- 21. Januar: Ein Erdbeben im Westen Mexikos forderte 29 Menschenleben
- 1. Februar: Im Abschluss des 16-tägigen Forschungsaufenthalt STS-107 zerbricht und verglüht die Columbia (Raumfähre) 15 Minuten vor der Landung auf Cape Canaveral. Alle 7 Besatzungsmitglieder, fünf Männer und zwei Frauen, kommen uns Leben
- 22. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 5,5 nach der Richterskala entlang des Rheins zwischen Basel und Freiburg mit Epizentrum bei Straßburg erschütterte die Rheinregion und richtete geringen Schaden im Elsass an
- 24. Februar: Erdbeben der Stärke 6,3 in der Provinz Xinjiang, Volksrepublik China, 261 Tote
- 6. März: Tamanrasset, Algerien. Eine Boeing 737 der Air Algerie verfehlt die Landebahn und stürzt ab. Alle 103 Menschen an Bord starben
- 1. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 6,4 im Osten der Türkei. 177 Tote
- 21. Mai: Erdbeben der Stärke 6,8 in Algerien, 2.266 Tote
- 27. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 5,8 in Algerien. 9 Tote
- 7. Juli: Port Sudan, Sudan. Absturz einer Boeing 737 der Sudan Airways kurz nach dem Start, etwa 5 km nach der Start- und Landebahn. 116 Personen starben, ein Kind soll angeblich überlebt haben
- 21. Juli: Ein Erdbeben der Stärke 6,0 in der Provinz Yunnan, Volksrepublik China. 16 Tote
- 22. August: Eine schwere Explosion zerstört eine VLS-3 Rakete der Brasilianischen Weltraumbehörde auf dem Starttisch in der Alcântara Luftwaffenbasis im Norden Brasiliens. 21 Menschen sterben
- 26. Dezember: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 nach Richter im Iran forderte schätzungsweise 35.000 Menschen das Leben

Wirtschaft


- 1. Januar: die EU verbietet die irreführenden Bezeichnungen „light“ und „mild“ für Zigaretten
- 4. April: Der bundesweit im Mittelwellenbereich zu empfangende Popmusiksender Megaradio stellt wegen Insolvenz seinen Betrieb ein
- Die Deutsche Bahn nimmt nach Umsatzverlusten Teile des neuen Preissystems zurück und führt die „Bahncard 50“ ein, mit der man wieder um 50 % reduzierte Fahrkarten ohne Zugbindung erwerben kann
- Juni: Ein vierwöchiger Streik der IG Metall in Ostdeutschland für die Einführung der 35-Stunden-Woche bleibt erfolglos
- Der in Birresborn angesiedelte Birresborner Phönix Sprudel wird wegen verunreinigter Quellen am 11.November geschlossen
- Das geplante satellitengestützte Autobahnmautsystem kann wegen technischer Probleme nicht planmäßig den Betrieb aufnehmen; seine Einführung wird Ende Dezember 2003 auf das dritte Quartal 2004 verschoben

Bildung, Wissenschaft und Technik


- 1. Januar: Die Universitäten Essen und Duisburg fusionieren zur Universität Duisburg-Essen
- 1. Januar: Die Universitäskliniken Kiel und Lübeck fusionieren zum Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
- 5. Januar: Der Saturn-Transit durch den Krebsnebel ermöglicht das Röntgen der Gashülle des Mondes Titan
- 1. Februar: Die Raumfähre Columbia zerbricht beim Landeanflug in etwa 60 km Höhe
- 28. Mai: Das erste geklonte Pferd mit dem Namen Prometea kommt zur Welt
- 31. Mai: Ringförmige Sonnenfinsternis in Grönland und Island
- 24. Juni: Eine Concorde fliegt zum letzten Mal von New York nach Paris
- 30. Juli: Der letzte VW Käfer rollt im Volkswagenwerk in Pueblo (Mexiko) vom Band
- August: Die in Deutschland höchste bisher gemessene Temperatur wird mit 40,8 °C in Perl-Nenning im Saarland am 8. August gemessen, muss jedoch später wieder nach unten auf 40,3 °C korrigiert werden. In der Schweiz stellt man erstmals Temperaturwerte von über 40 °C fest: am 11. August misst MeteoSchweiz in Grono (Graubünden) 41,5 °C. 2003 geht als heißestes Jahr in Deutschland seit 1540 in die Geschichte ein. Zusätzliche Todesfälle wegen der Sommerhitze gehen als Hitzetote ins öffentliche Bewusstsein ein. Zahlen für Frankreich, Italien und Deutschland gehen in die Tausende
- 15. Oktober: China startet ein erstes bemanntes Raumschiff mit dem Taikonauten Yang Liwei
- 24. Oktober: Letzter Flug der Concorde von New York nach London
- 23. November: Totale Sonnenfinsternis (Indischer Ozean, Antarktis)
- 18. Dezember: Linux-Kernel Version 2.6 veröffentlicht
- 25. Dezember: Landeversuch des europäischen Roboters Beagle 2; ob die Oberfläche des Mars erreicht wurde, ist unbekannt. Die Raumsonde Mars Express tritt in eine Umlaufbahn um Mars ein

Gesellschaft


- Kulturhauptstadt Europas ist 2003 die steirische Landeshauptstadt Graz
- In China bricht am Neujahrstag 1. Februar das Jahr des Schafes/der Ziege (Schriftzeichen Yang) an (siehe Chinesische Astrologie)
- 13. Februar: Gründung des dG'Entertainments
- 7. Mai: Erstmals in der Geschichte des Vatikans wurde eine Frau an die Spitze einer päpstlichen Akademie berufen. Letizia Pani Ermini wurde von Johannes Paul II. zur Präsidentin der Akademie für Archäologie ernannt
- 28. Mai bis 1. Juni: Der erste Ökumenische Kirchentag fand in Berlin statt
- 31. Mai: In Anwesenheit europäischer Regierungschefs wurde eine Replik des bei Kriegsende verschollenen Bernsteinzimmers im Katharinenpalast bei Sankt Petersburg nach 20 Jahren mühseliger Rekonstruktion eröffnet
- 12. Juli: In Berlin fand die letzte Loveparade statt
- 5. Dezember: Johannes Heesters wurde 100 Jahre
- Kino: X-Men 2, Matrix Reloaded, Good Bye Lenin, The Hulk, My Big Fat Greek Wedding, Catch Me If You Can, Solaris, The Ring, Chicago, Gangs Of New York, Daredevil, 28 Days Later, Das Dschungelbuch 2, Nicht auflegen, Fluch der Karibik, Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
- Bei den Grammy Awards 2003 geht Neuling Norah Jones mit fünf Grammys als große Gewinnerin hervor
- Joanne K. Rowling: Harry Potter and the Order of the Phoenix
- Hillary Clinton: Gelebte Geschichte
- Michael Moore: Stupid White Men
- Dieter Bohlen: Hinter den Kulissen

Sport


- 8. März: Wladimir Klitschko verlor einen Boxkampf gegen Corrie Sanders in der Preussag Arena, Hannover, Deutschland, durch technisches K.o
- 12. April: Deutsche Vorauswahl für die Olympiabewerbung 2012 in München, gewählt wird Leipzig
- 21. Juni: Vitali Klitschko verlor einen Boxkampf gegen Lennox Lewis im Staples Center, Los Angeles, Kalifornien, USA, durch technisches K.o
- 12. Juli: 27. Juli: Hannah Stockbauer holte bei den 10. Schwimmweltmeisterschaften in Barcelona drei Goldmedaillen
- 23. August: 31. August: 9. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Paris
- 30. August: Wladimir Klitschko gewann einen Boxkampf gegen Fabio Eduardo Moli in der Olympiahalle in München, Deutschland, durch K.o
- 27./28. September: 30. Berlin-Marathon
- 12. Oktober: die deutschen Frauen gewannen die Fußballweltmeisterschaft
- 12. Oktober: Michael Schumacher wurde zum sechsten Mal Formel 1-Weltmeister
- 6. November: Wok-Weltmeisterschaften in Winterberg
- 6. Dezember: Vitali Klitschko gewann einen Boxkampf gegen Kirk Johnson im Madison Square Garden, New York, USA, durch technisches K.o
- 20. Dezember: Wladimir Klitschko gewann einen Boxkampf gegen Danell Nicholson in der Ostseehalle in Kiel, Deutschland, durch technisches K.o
- 21. Dezember: Jan Ullrich wurde Sportler des Jahres, Hannah Stockbauer Sportlerin des Jahres und die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen Mannschaft des Jahres
- Bayern München wurde zum 18. Mal deutscher Fußballmeister
- Deutschland wurde bei der Handball-WM in Portugal Vize-Weltmeister
- 100-Jahr-Feier der Tour de France, es gewann zum fünften Mal Lance Armstrong
- US-Tennisstar Andy Roddick gewinnt das Finale der USopen gegen Juan Carlos Ferrero und somit seinen 1.Grand Slam Titel

Geboren


- 23. April: Prinzessin Laetitia-Maria von Belgien, Tochter von Prinzessin Astrid von Belgien und Erzherzog Prinz Lorenz von Österreich-Este
- 29. April: Maud Angelica Behn, Tochter von Prinzessin Märtha Louise von Norwegen und Ari Behn
- 15. Mai: Ana-Maria, Tochter von Prinzessin Alexia von Griechenland und Carlos Morales
- 27. Mai: Moritz Emmanuel Maria, Sohn von Prinz Constantin von Liechtenstein und Marie von Kalnoky
- 20. August: Prinz Gabriel Baudouin Charles Marie, Sohn von Kronprinz Philipp von Belgien und Prinzessin Mathilde d'Udekem d'Acoz
- 8. November: Louise Mountbatten-Windsor, Tochter von Prinz Prince Edward, Earl of Wessex und Sophie Helen Rhys-Jones
- 7. Dezember: Prinzessin Catharina-Amalia der Niederlande, Tochter von Prinz Willem-Alexander der Niederlande und Prinzessin Máxima, 2. der niederländischen Thronfolge

Gestorben

Dies ist eine Liste der bedeutendsten Persönlichkeiten, die 2003 verstorben sind. Für eine ausführlichere Liste siehe Nekrolog 2003.
- 24. Januar: Giovanni Agnelli, italienischer Unternehmer (
- 1921)
- 2. Februar: Lou Harrison, US-amerikanischer Komponist (
- 1917)
- 13. Februar: Walt Whitman Rostow, US-amerikanischer Ökonom und Wirtschaftshistoriker (
- 1916)
- 14. Februar: Schaf Dolly, erstes geklontes Säugetier der Welt (
- 1996)
- 20. Februar: Ulrich Roski, deutscher Liedermacher(
- 1944)
- 28. Februar: Chris Brasher, britischer Leichtathlet und Olympiasieger (
- 1928)
- 3. März: Horst Buchholz, deutscher Schauspieler (
- 1933)
- 12. März: Zoran Đinđić (ermordet), serbischer Politiker (
- 1952)
- 17. Mai: Luigi Pintor, italienischer Schriftsteller, Journalist und Politiker (
- 1925)
- 20. Mai: Walter Höllerer, deutscher Germanistikprofessor und prägender Literat der frühen Bundesrepublik (
- 1922)
- 30. Mai: Günter Pfitzmann, deutscher Schauspieler (
- 1924)
- 5. Juni: Jürgen W. Möllemann, deutscher Politiker (
- 1945)
- 12. Juni: Gregory Peck, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1916)
- 29. Juni: Katharine Hepburn, US-amerikanische Schauspielerin (
- 1907)
- 4. Juli: Barry White, US-amerikanischer Soulsänger (
- 1944)
- 16. Juli: Walross Antje, Maskottchen des NDR (
- 1976)
- 17. Juli: Hans Abich, deutscher Filmproduzent und Rundfunkpublizist (
- 1918)
- 22. Juli: Udai (
- 1964) und Kusai Hussein (
- 1967), die Söhne von Saddam Hussein
- 21. Juli: Ingrid von Bothmer, deutsche Schauspielerin (
- 1918)
- 27. Juli: Bob Hope, US-amerikanischer Komiker (
- 1903)
- 8. August: Hermann Oxfort, Berliner Bürgermeister und Justizsenator (FDP) (
- 1927)
- 13. August: Betreuung und Pflege von betagten Menschen. Ein Teil dieser Arbeit wird in Altenheimen und Pflegeheimen geleistet (dies wird als stationäre Pflege bezeichnet), ein anderer Teil findet in der Hauskrankenpflege und in der Gebrechlichenpflege (die so genannte mobile Pflege) statt. Ebenfalls wichtiger Bestandteil der Altenpflege ist das Essen auf Rädern. Finanziert wird die Altenpflege unter anderem aus der Pflegeversicherung (in Deutschland) und durch das Pflegegeld (in Österreich). Im Zusammenhang mit der Altenpflege tauchen auch die Begriffe Demenz (als Bezeichnung für einen geistigen Zustand) und Palliation oder palliative Pflege (als Bezeichnung für Behandlungsmethoden im Hospiz) auf. Die zu betreuenden Personen nennt man mit Namen oder bezeichnet sie als Heimbewohner(in), nicht Patient(in) oder Insasse. Bei der ambulanten Pflege wird die Bezeichnung Kunde verwendet, da die Senioren individuell ausgewählte und speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Pflegemaßnahmen bestellen und bezahlen. Andere verwendete Bezeichnungen können gegen die Würde des Menschen verstoßen. Die pflegebedürftigen Personen werden betreut von ausgebildeten AltenpflegerInnen, AltenpflegehelferInnen, PflegehelferInnen, SozialpädagogInnen, ErgotherapeutInnen sowie angelernten HelferInnen. Mit der Altenpflege wird oft die Schwester Florence Nightingale begrifflich verknüpft. Diese bemühte sich auch als Reaktion auf den Krimkrieg, dem ersten modernen Stellungskrieg der Geschichte, mit den vielen britischen Verwundeten und Kriegsversehrten, um die professionelle und planmässige Krankenpflege. Heute wird in vielen Altenheimen nach dem Pflegeleitbild von Monika Krohwinkel gearbeitet.

Aktuelle Themen in der Altenpflege

Aktuelle Problem der Altenpflege sind die Finanzierung und der Pflegekräftemangel. Altenpflege kann auch von Angehörigen und Freunden in Mehrgenerationenhäusern geschehen. In dieser häuslichen alternativen Wohn- und Lebensform, die geprägt ist von der Solidarität zwischen Jung und Alt, Familien, Singles und Alleinerziehenden, wird älteren Menschen im Alter ermöglicht selbstbestimmt und eigenverantwortlich so lange wie möglich in der eigenen Wohnung zu leben. Im Not- und Pflegefall gibt es Hilfe durch die Mitbewohner oder ambulante Dienste. Die älteren Menschen können jedoch auch den Kindern und Familien und Alleinerziehenden des Wohnhauses helfen, wenn sie möchten.

Altenpflegegesetz 2000

Der Bundesrat hat dem vom Deutschen Bundestag angenommenen Gesetz über die Berufe in der Altenpflege am 29. September 2000 zugestimmt, das am 1. August 2003 in Kraft getreten ist. Die Bundeskompetenz zur Regelung der Zulassung und der Ausbildung der Altenpflegerinnen und Altenpfleger musste zunächst erst durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts bestätigt werden. Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers (Altenpflege-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung – AltPflAPrV) datiert vom 26. November 2002. Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 81, ausgegeben in Bonn am 29. November 2002. Im Aufbau und vielen Regelungen orientiert es sich an dem später neu gefassten Krankenpflegegesetz i. d. Fassung von 2003.

Ausbildungsbestimmungen

Die Ausbildung zur/zum Altenpfleger, -in umfasst in drei Jahren mindestens 2 100 Stunden Unterricht und die praktische Ausbildung von mindestens 2 500 Stunden. Voraussetzung ist die abgeschl. Mittlere Reife oder die erfolgreich abgeschl. Altenpflegehilfe-Prüfung. Wenn dabei die Note 2,5 oder besser erreicht wurde, kann direkt ins zweite Ausbildungsjahr "umgestiegen" werden (Verkürzungsmöglichkeit auch ohne MR). Im Unterschied zur Gesundheits- und Krankenpflege zielt diese Ausbildung auf die Versorgung einer umschriebenen Altersgruppe der Bevölkerung. Sie umfasst neben der Krankenpflege auch sozialpflegerische, betreuende und durchaus auch unterhaltende Anteile. Das wissen dafür ist vom Umfang her nicht in der bisher in Deutschland üblichen Ausbildung zu vermitteln. Es existiert eine lange Diskussion über die Zuodnung des Berufsfeldes hin zur medizinisch orientierten Pflege oder hin zur Sozialarbeit. Kritik: Der Bedarf der Arbeitgeber ist heute inzwischen eindeutig: Fließbandpflege mit etwas SGB V.

Weblinks


- [http://www.hmkberatung.at www.hmkberatung.at]- QM in der Altenpflege
- [http://www.pflegewiki.de www.pflegewiki.de] - ein deutschsprachiges Wiki für das Pflegewissen; dort auch ausführlicher Artikel zum [http://www.pflegewiki.de/index.php/altenpflegegesetz Altenpflegegesetz] und zur Ausbildung allgemein
- [http://www.modernealtenpflege.de www.modernealtenpflege.de] - umfangreiche Informationen von A wie Alzheimer, über P wie Pflegestandard bis Z wie Zyanose
- [http://www.gutes-Alter.de www.gutes-alter.de] - Wissen für hohe PflegeQualität
- [http://www.altenkrankenpflege.de www.altenkrankenpflege.de] - Informationsquelle rund um das Thema Altenkrankenpflege
- [http://www.altenpflegeschueler.de www.altenpflegeschueler.de] - eine Webseite für Schüler der Altenpflege
- [http://www.gerontoservice.de www.gerontoservice.de] - GerontoService - ein Portal für Altenpflege
- [http://forum.pflegenetz.net www.forum.pflegenetz.net] - Pflegenetz Forum zur Altenpflege
- [http://www.kda.de www.kda.de] - Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
- [http://www.hilfe-und-pflege-im-alter.de www.hilfe-und-pflege-im-alter.de] - Tipps für Hilfsbedürftige und Angehörige

Siehe auch

Krankenpflege, Pflegewissenschaft, Gerontologie, Altern ! Kategorie:Sozialstaat

Beruf

Unter dem Beruf versteht man diejenige institutionalisierte Tätigkeit, die ein Mensch für (a) finanzielle oder (b) herkömmliche Gegenleistungen oder (c) im Dienste Dritter regelmäßig erbringt, bzw. für die er ausgebildet, erzogen oder berufen ist. Im Allgemeinen dient die Ausübung eines Berufes der Sicherung des Lebensunterhaltes. Die erwirtschafteten Geld-, Sach- oder Tauschleistungen dienen der Stillung der persönlichen Bedürfnisse oder denen der sozialen Gemeinschaft (z.B. der Familie), der der Ausübende angehört. Dazu gehören in erster Linie die Ernährung, die Bekleidung, der (häusliche) Schutz vor Gefahr und Krankheit und die Vorratsbildung. Darüber hinaus üben viele Menschen berufsähnliche Tätigkeiten, die nicht oder nur indirekt entlohnt werden (durch soziale Anerkennung oder persönliche Befriedigung). Ehrenämter, amateurhaft ausgeübte Tätigkeiten (z.B. Kunst oder Sport) und intensiv betriebene Hobbys bilden daher Schnittmengen zum "Beruf".

Sozialgeschichtliches

Die Fähigkeiten und Kenntnisse, die in einem Beruf benötigt werden, werden also durch Ausbildung, durch Praxis oder Selbststudium oder durch Zuschreibung (adscription) (etwa bei Erbfolge Bauer, zünftiger Handwerker, Reichs-Kämmerer] oder durch Gelöbnisse Beamte oder durch Weihe Priester) erworben. Die meisten Berufe sind das Ergebnis fortschreitender Differenzierung der Arbeit. Sie verfügen also über Jahrhunderte lange Traditionen, da viele von der Gesellschaft gewünschten Leistungen im Wesentlichen konstant sind. Daher rührt auch die soziale Erscheinung auffälliger Berufsvererbung. Zu den ältesten, frühgeschichtlichen Berufen gehören Schmiede, Zimmerleute, Heiler, Priester, Wandererzähler und -sänger oder auch Prostituierte. Seit dem Mittelalter fanden sich die Berufsgruppen in Zünften und Gilden zusammen, welche auch die Ausbildung des beruflichen Nachwuchses übernahmen. Doch gliederten sich auch "Unehrliche" Berufe aus. In einigen Berufen wird auf die "Berufung" des/der Einzelnen von 'oben' oder von 'innen' besonderen Wert gelegt (zum Beispiel Pfarrer/in, Priester/in, aber auch Arzt/Ärztin, Lehrer/in, Apotheker/in, Richter/in). Diese Berufe sind eine so genannte Profession (siehe hierzu: Freier Beruf). In diesen ist die tatsächliche Arbeitszeit nicht geregelt, ihr Auftrag ist die Erfüllung der anfallenden Aufgaben (häufig territorial und/oder inhaltlich begrenzt) in eigener Zeit und Verantwortung. Der fortschreitende, mit der Industrialisierung einhergehende soziale und technische Wandel ließ neue Berufe entstehen und alte, zumeist handwerklicher Berufe aussterben. Mit der durchdringenden Verbreitung der Informationstechnologie in allen gesellschaftlichen Bereichen setzt sich dieser Trend fort. Zu unterscheiden ist der ausgeübte vom nicht ausgeübten Beruf.

Reglementierung der Berufsausübung

Heute wird die Berufsausbildung (Inhalte, Dauer) in den meisten europäischen Ländern staatlich festgelegt. Die staatliche Reglementierung der Berufswahl findet aber in Deutschland wie auch in den meisten anderen Ländern seine Grenzen in dem Grundrecht der Berufsfreiheit. Wer welchen Beruf ausüben darf, wurde und wird kulturell unterschiedlich gehandhabt. In Europa gilt prinzipiell das Recht der freien Berufsausübung, das jedoch einigen Einschränkungen unterliegt. So ist für die Ausübung bestimmter Berufe eine entsprechende Ausbildung erforderlich: Als Arzt oder Rechtsanwalt darf beispielsweise nur tätig sein, wer ein medizinisches bzw. juristisches Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen und entsprechende Praxiserfahrung (Referendariat) nachweisen kann. Ebenfalls unterliegt die Ausübung handwerklicher Berufe bestimmten Einschränkungen: So ist zur selbstständigen Ausübung eines Handwerks in Deutschland beispielsweise der Meister-Brief erforderlich. In anderen Ländern, beispielsweise den USA, kennt man diese Einschränkung nicht. Alle erfolgreich sozial heraus gebildeten Berufe entwickeln eine (mehr oder minder ausgeprägte) Berufsethik.

Gefahrgeneigte Berufe

Die britische Versicherung Churchill Insurance hat im Jahr 2004 eine Liste der zehn risikoreichsten Berufe veröffentlicht. Bei Ausübung seiner Tätigkeit verunglückt danach (in absteigender Reihe) tödlich am häufigsten, wer tätig ist als
- Fensterputzer
- Soldat
- Feuerwehrmann
- Hochseefischer
- Pilot
- Polizeibeamter
- Dachdecker
- Gerüstarbeiter
- Zirkusartist.

Siehe auch


- Arbeit (Tätigkeit), Berufsbezeichnung, Berufsberatung
- Berufsethik, Arbeitsethik
- Berufssoziologie, Arbeit (Soziologie)
- Profi, Freier Beruf, Unehrlicher Beruf, Verdienst, Zunft
- Liste von Berufen, Berufswissenschaft
- Sozialstruktur
- Ausbildungsinitiationsriten: Derbe Späße, die die Unerfahrenheit von Berufsanfängern ausnutzen.
- Berufsbeschreibung

Weblinks


- [http://www.berufsberatung.ch/dyn/1203.asp Ausbildungsberufe in der Schweiz]
- [http://www.bibb.de/ Bundesinstitut für Berufsbildung]
- [http://www.c6-magazin.de/monatsthema/2005/11-berufe-arbeit-ausbildung/ Dossier zum Thema Berufe] ! ! Kategorie:Berufsrecht Kategorie:Personalwesen ja:職業

Krankenschwester

Krankenschwester/-pfleger ist ein Ausbildungsberuf des Teilbereichs Krankenpflege im Gesundheitswesen. Ein verwandtes Berufsbild ist die Kinderkrankenpflege (Kinderkrankenschwester/-pfleger) und die Altenpflege (Altenpfleger/in). In der Schweiz heißt der Beruf seit 2004 dipl. Pflegefachfrau bzw. dipl. Pflegefachmann.

Ausbildung

Die Ausbildung ist in Deutschland im Krankenpflegegesetz (Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege, KrPflG 1985) geregelt. Dieses Gesetz wurde durch Beschluss des Bundestages vom Juli 2003 geändert. Am 1. Januar 2004 trat ein neues Krankenpflegegesetz in Kraft. Unter anderem hat sich die Berufsbezeichnung geändert, welche fortan Gesundheits- und Krankenpfleger/in lautet. Nach altem Gesetz ausgebildete Pflegekräfte dürfen wahlweise die alte oder die neue Bezeichnung verwenden. Der neue Name soll ein in Zukunft erweitertes Aufgabenspektrum in Richtung Gesundheitsvorsorge und Beratung zum Ausdruck bringen. Ausbildungsvoraussetzungen sind hiernach: # Der Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung oder # der Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung, sofern der Bewerber ## eine mindestens zweijährige Pflegevorschule erfolgreich besucht hat oder ## eine Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen hat oder # die Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer. Krankenpflegehelfer Ausgebildet wird an sog. Krankenpflegeschulen, die Krankenhäusern direkt angeschlossen sind. Diese sind als Schulen des Gesundheitswesens im Tertiären Bereich angesiedelt und nach der International Standard Classification of Education (ISCED-97) als Bildungsstufe 5B klassifiziert. Für die Ausbildung findet das Berufsbildungsgesetz keine Anwendung. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab, sie besteht aus praktischen (mind. 3000 h) und theoretischen Anteilen. Sie ist nach §4, KrPflG gerichtet auf (kursiv gesetzt: Beispiele für Tätigkeiten aus diesem Bereich): # die sach- und fachkundige, umfassende, geplante Pflege des Patienten #
- Erstellen eines individuellen Pflegeplans mit Hilfe der Pflegeprozessmethode, Durchführung von Maßnahmen # die gewissenhafte Vorbereitung, Assistenz und Nachbereitung bei Maßnahmen der Diagnostik und Therapie #
- Anlegen von Verbänden, Legen von Magensonden, Katheterisieren # die Anregung und Anleitung zu gesundheitsförderndem Verhalten #
- Beratungsgespräche und konkrete Hilfen im Hinblick auf gesunde Lebensführung (z. B. Ernährung), # die Beobachtung des körperlichen und seelischen Zustandes des Patienten und der Umstände, die seine Gesundheit beeinflussen, sowie die Weitergabe dieser Beobachtungen an die an der Diagnostik, Therapie und Pflege Beteiligten #
- Krankenbeobachtung: bspw. Temperatur messen, Hautbeobachtung # die Einleitung lebensnotwendiger Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes #
- Herzdruckmassage, Beatmung, stabile Seitenlage # die Erledigung von Verwaltungsaufgaben, soweit sie in unmittelbarem Zusammenhang mit den Pflegemaßnahmen stehen. #
- Dokumentation von durchgeführten Pflegemaßnahmen #
- Dokumentation der Krankenbeobachtung, Dokumentation von Vitalzeichen #
- Teilnahme an der Visite, Ausarbeiten der Verordnungen Der praktische Unterricht findet auf den Stationen in den Krankenhäusern statt. Die theoretische Ausbildung (mind. 1.600h, nach neuem Gesetz 2.100h) umfasst folgende Fächer:
- Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde
- Hygiene und medizinische Mikrobiologie
- Biologie, Anatomie und Physiologie
- Fachbezogene Physik und Chemie
- Arzneimittellehre
- Allgemeine und spezielle Krankheitslehre
- Grundlagen der Psychologie, Soziologie und Pädagogik
- Krankenpflege
- Grundlagen der Rehabilitation
- Organisation und Dokumentation im Krankenhaus
- Sprache und Schrifttum
- Erste Hilfe

Ausbildungsvergütung

beträgt monatlich:
- im ersten Ausbildungsjahr 697,74 €
- im zweiten Ausbildungsjahr 754,91 €
- im dritten Ausbildungsjahr 846,69 €