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AlternativeDer Begriff Alternative (lat. alternus abwechselnd, wechselweise oder auch alter der andere von zweien; nascere gebären, aus dem anderen geboren) bezeichnet
- das Vorhandensein einer (einzigen) Möglichkeit zusätzlich zur gegebenen, fälschlich oft als Synonym für Variante verwendet
- eine Gruppierung mit einem politischen Ziel jenseits der etablierten bürgerlichen Parteien mit ökologischem und bürgerrechtlichem Schwerpunkt, siehe dazu Alternativbewegung
- die Musikrichtung Alternative, ausgesprochen als []
- die Subkultur Alternative, ausgesprochen wie die Musikrichtung oder als []
VarianteEine Variante ist eine abweichende Ausführung:
- Eine bestimmte Ausformung einer Einzelsprache, siehe Varietät (Linguistik)
- Produktion und Fertigung: Parallel zu einer Grundausführung, gleichzeitig gefertigte und angebotene Ausgestaltungen eines Produkts, siehe Variante (Produktion)
- In der Musiktheorie Kurzbezeichnung für Varianttonart; vgl. Durvariante und Mollvariante
- In der Taxonomie die Zuordnung eines biologischen Organismus unterhalb der sog. Spezies (Art), siehe Varietät (Biologie).
Alternative (Musik)
Der Begriff Alternative [] bürgerte sich in den frühen 1990er Jahren als allgemeiner Oberbegriff für, seitdem neue Rockbands und -musiker ein.
Ursprünglich setzte sich Alternative aus der Musik verschiedener Subkulturen zusammen. Er wurde jedoch schnell um konventionelle Musikstile, überwiegend aus der Rockmusik erweitert.
Ursprung und marktstrategische Bedeutung
Diese Genre-Bezeichnung kam nach dem Erfolg von Nirvana (Grunge) und Rage Against The Machine (Crossover) auf. Die MTV-Sendung "Alternative Nation" Anfang der 1990er Jahre trug dabei entscheidend zur Verbreitung des Begriffes bei. Zu diesem Zeitpunkt waren die elektronischen Techno/House-Stile und kommerzieller R&B in den Charts dominierend. Die durch Nirvana entstandene Grunge-Welle stach mit ihrer klassisch gitarrenorientierten Musik deutlich hervor. Somit verstand sich der Begriff als eine "Alternative" zum gewohnten Programm. Der Begriff Grunge wurde durch die zunehmende musikalische Vielfalt dem Begriff Alternative untergeordnet. Das Prinzip steht in Analogie zum Punk Rock, der später dem Oberbegriff New Wave untergeordnet wurde.
Vor diesem Hintergrund ist Alternative ein Oberbegriff, der aus marktpolitischen und medienwirksamen Gründen plaziert wurde. Dementsprechend reicht die musikalische Bandbreite von einfachem Folk Rock bis zu elektronisch inspirierter Musik. Das hat eine Definitionslosigkeit des Begriffes zur Folge, die das Einsortieren von Natalie Imbruglia bis Marilyn Manson erlaubt. Der Vorteil für die vermarktende Industrie liegt dabei in der Möglichkeit, selbst Althergebrachtes neu zu etikettieren. Es lässt somit den Eindruck entstehen, ein neues Produkt geschaffen zu haben.
Ein weiterer Aspekt des Begriffes Alternative ist die Erweiterung des Begriffes Independent. Ein Teil der Musikgruppen waren bei Independent-Labels unter Vertrag und ursächlich für den Grunge-Hype verantwortlich. Die Kommerzialisierung ließ den Anteil der Independent-Bands schnell abnehmen. Der Begriff Alternative ist in dieser Hinsicht neutral, nutzt aber den Aspekt der Distanzierung vom Mainstream ebenso wie die Klassifizierung Independent. Seitdem wird der Begriff Independent von der mit dem Grunge aufgewachsenen Generation dekontextuiert durch Alternative ersetzt.
Ein regionaler Bezug spielt ebenfalls eine Rolle. Der Bergriff Independent wurde in den USA nur wenig verwendet. Er setzte sich vor allem in Europa und Australien durch. Beachtet man die Ursprünge von Alternative, füllt dieser Begriff - aus der Sicht der US-Amerikaner - eine Lücke. Interessant ist hier auch die Bezeichnung Britpop, der sich etwa zur gleichen Zeit in Großbritannien etabliert hat. Dieser Begriff stellt sich als Gegenstück zur Alternative dar, obwohl viele Eigenschaften beider Richtungen nahezu identisch sind. Einziger Unterschied ist die Tendenz der US-amerikanischen Bands zum Rock, während die britischen Bands mehr zum Pop tendieren. Der geübtere Umgang der Briten mit kurzlebigen, aus dem Untergrund enstehende Stilrichtungen lässt den Brit-Pop wieder verschwinden. Es wird dort als eine weitere Unterkategorie von Independent betrachtet und nicht dem Begriff Alternative zugeordnet. Die These der Regionalität wird zudem gestützt durch die Ausweitung von Alternative auf überwiegend US-amerikanische Stile, die auch von Bands aus den USA dominiert werden (z. B. Alternative Country oder Alternative Metal).
Das Verhältnis zur Subkultur
Da die Ursprünge von Alternative in der Subkultur liegen, ist ein Bezug vorhanden. Außer von musikalischen Referenzen hängt es damit zusammen, dass typische Merchandising-Produkte wie z. B. bedruckte T-Shirts ursprünglich aus den Subkulturen des Hardcore Punks und des Heavy Metals stammen. Auch die grafische Aufmachung von Bandlogos und Plattenhüllen sowie Mode assoziieren einen starken Bezug zum Underground. Die Bands umgeben sich mit entprechenden Attitüden, die häufig einen Bezug zum Punk, Gothic oder Heavy Metal haben. Dies ist jedoch nichts Neues mehr und wird weniger extrem ausgelebt als in den benannten Subkulturen. So erreicht man ein größeres Publikum und die Referenzen zur Subkultur werden, weil sie vom Publikum erwartet werden, verkaufsfördernd eingesetzt.
Die Wandlung bei den Independent Labels trägt ihren Teil dazu bei. Im Laufe der Jahre ist deren idealistischer Charakter zunehmend den kommerziellen Interessen gewichen. Diese dominieren inzwischen die Strategien der Labels.
Insgesamt stellt damit Alternative keine Subkultur mehr, sondern vielmehr das Verständnis vom heutigen Rock-Mainstream dar.
Siehe auch
- Portal:Rockmusik
Kategorie:Rock
ja:オルタナティブ・ミュージック
Alternative (Subkultur)Unter der alternativen Subkultur fasst man zumindest im westlichen Kulturraum von den Normen der Masse abweichende Lebensstile und -einstellungen zusammen, welche sich mehr oder weniger von der Hauptkultur, dem "Mainstream", abgrenzen. Der Oberbegriff schließt mehrere Lebenstile zusammen, welche sich häufig einer bestimmten Subkultur zuordnen lassen, obgleich nicht notwendigerweise ein Zusammengehörigkeitsbewußtsein unter den Alternativen oder Alternatives besteht. Auch kann die das Urteil über eine Alternativität eines Menschen oder einer Subkultur fragwürdig sein.
Das Eintrittsalter eines Alternative liegt meistens in seiner Jugendzeit. Zum Alternative fühlen sich proportional mehr Jungen und Männer als Mädchen und Frauen zugehörig.
Die Definition des Alternativen gestaltet sich dem Begriff gemäß mehr oder weniger schwammig - sobald die Populärkultur (insbesondere der Jugend) in Richtung Alternative schwankt, wird diese schnell zum Mainstream und ist eben nicht mehr alternativ. Insbesondere in der Musik und im Bekleidungsstil gibt es immer wieder populärkulturelle Phasen, die die Alternative Sub- und Jugendkultur nachzueifern suchen.
Subkulturen und einzelne Alternative
Auf der einen Seite werden Menschen als Alternative bezeichnet, die sich nicht einer bestimmten Subkultur zuordnen lassen, sich aber gleichzeitig von ihrer Hauptkultur durch Musik, Auftreten u. ä. distanzieren.
Oft wird man jedoch zum Alternative durch das Eingliedern in eine (Jugend)subkultur. Subkulturen welche oftmals unter dem Terminus zusammengefasst werden sind beispielsweise Punk, Heavy Metal, Gothic, Independent, Hardcore, und/oder Rocker.
Von einer konkreten alternativen Subkultur lässt sich allerdins nicht reden, da die Angehörigen der verschiedenen Subkulturen sich häufig nur ihrer eigenen Subkultur zugehörig fühlen. Ihr Auftreten wird von den Codes ihrer Subkultur bestimmt, und sie konsumieren bevorzugt oder ausschließlich die Musik ihrer Szene. Teilweise existieren sogar Konflikte zwischen den im Volksmund unter Alternative zusammengefassten Szenen. Ein übergeordnetes Gruppengefühl findet sich nur vereinzelt. In einem engeren Sinne spricht man von Alternatives, wenn Leute sich in einer oder mehreren dieser Szenen aufhalten.
Im engsten Sinne fällt die Bezeichnung Alternative für Menschen, welche keiner Subkultur einordbar sind, aber in den sonstigen hier besprochenen Kriterien entsprechen .
Alternatives Gedankengut
Unter den meisten Alternativen lässt sich ein Indivudalitätsgedanke ausfindig machen, welcher die Abgrenzung des eigenen Individuums von der Masse, dem Mainstream, betont. Manchmal geht dies einher mit einer bereits leicht aggressive Züge tragenden Ablehnung der Massenkultur.
Auf der anderen widerstrebt man Oberflächlichkeit und Beeinflussung durch Trends im Mainstream, und lehnt es ab, dass der eigene Lebenstil von außen bestimmt wird. Die eigene "Alternativeness" wird oftmals, wenn auch unbewußt, als integraler Bestandteil der eigenen Identität und Persönlichkeit aufgefasst.
Alternatives Auftreten
Grundsätzlich muss man, angesichts der kaum bis gar nicht vorhanden Szene, sagen, dass es kein bestimmten Vorlieben im Styling, in der Sprache oder sonstigem Auftreten gibt, welches allen Alternativen gemein wäre.
Unter Betrachtung der meisten Alternativen fällt allerdings eine Tendenz zu längeren Haaren bei Männern, oder einer in sonstiger Form von der gesellschaftlichen Norm abweichenden Frisuren auf.
Die Rolle der Musik
Sich als Alternativ einschätzende Menschen definieren sich häufig über ihren bevorzugten Musikstil.
Wie auch in den besagten Subkulturen, ist die Musik auch hier rockorientiert, obwohl auch Stile wie Reggae oder bestimmte elektronische Musikrichtungen sich auffinden lassen. Grundsätzlich verstehen viele sich als alternativ sehende Menschen auf sogenannte Independent-Musik; Musik also, die abseits von großen Labels und populärer, kommerziell ausgerichteter Musik produziert wird.
Nicht nur die selbst gehörte Musik ist in der Alternativen Szene identitätsstiftend, auch "Feindbilder" werden häufig klar definiert. Hip Hop, Pop, Techno, ausschließlich kommerziell orientierte sowie jegliche Art von zusammengecasteten Bands werden häufig als dasjenige genannt, was am Weitesten vom Alternativem Musikstil entfernt ist.
Kategorie:Soziologie M/KM/K vert nytta for å skildre ein båttype og står fremst i båtnamnet, til dømes M/K «Norden». M/K står for motorkutter og vert lite nytta idag, då båttypen ikkje lenger er vanleg. I staden har M/S teke over som det mest nytta for båtar med same storleiken.
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