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| Altonaer Blutsonntag |
Altonaer BlutsonntagAls Altonaer Blutsonntag wird der 17. Juli 1932 bezeichnet, an dem es bei einem Werbemarsch der SA durch die damals zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein gehörende Großstadt Altona zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam, bei denen 18 Personen erschossen wurden. Dieser Vorfall wurde von der Reichsregierung unter Franz von Papen als Anlass aufgegriffen, um die noch amtierende preußische Regierung im “Preußenschlag” am 20. Juli 1932 abzusetzen.
Ablauf
Nachdem kurz vorher die Regierung v. Papen das im April 1932 von Heinrich Brüning erlassene SS- und SA-Verbot wieder aufgehoben hatte, waren erhebliche Auseinandersetzungen vorhersehbar, denn es wurde ein Demonstrationszug von 7.000, aus ganz Schleswig-Holstein zusammengezogenen uniformierten SA-Leuten durch die verwinkelte Altonaer Altstadt genehmigt, die wegen ihrer mehrheitlich kommunistisch oder sozialdemokratisch wählenden Arbeiterschaft als "Rotes Altona" galt. An einer Straßenkreuzung kam es denn auch zu einer Schlägerei zwischen SA und Kommunisten. Kurz darauf fielen Schüsse; zwei SA-Leute wurden tödlich getroffen. Die Polizei ging davon aus, sie und die Marschkolonne werde von Dächern und Fenstern aus gezielt unter Feuer genommen. Sie machte dem Naziaufzug den Weg frei, vertrieb die Leute von der Straße, verlangte durch Zurufe das Schließen der Fenster und schoss auf vermeintliche Angreifer und "Dachschützen". Dabei kamen 16 unbeteiligte Personen aus der Wohnbevölkerung ums Leben.
Offensichtlich hatten die politisch Verantwortlichen ihre rechtliche Handhabe ungenutzt gelassen, diesen Demonstrationszug zu verbieten oder seine Wegstrecke zu ändern. Die aufgebotenen Polizeikräfte waren zu schwach und reichten selbst nach Verstärkung durch Hamburger Schutzpolizisten nicht aus. Auch waren die ranghöchsten Polizeiführer einschließlich des zivilen Altonaer Polizeipräsidenten und SPD-Abgeordneten im schleswig-holsteinischen Provinziallandtag, Otto Eggerstedt, nicht vor Ort.
Folgerungen
Es wird von keiner Seite bezweifelt, dass die tödlichen Schüsse auf die beiden SA-Leute von Kommunisten abgegeben worden sind. Die 16 weiteren Tötungen wurden nicht hinreichend aufgekärt; es gibt Indizien, dass diese Toten alle Opfer der wild umherschießenden Polizei waren. Nach einem Prozess mit fragwürdigen Beweisen, die auf einseitige Ermittlungen der Staatsanwälte von 1932 zurückzuführen sind, wurden die den Kommunisten zugerechneten Bruno Tesch, Walter Möller, Karl Wolff und August Lütgens vom Altonaer NS-Sondergericht zum Tode verurteilt und am 1. August 1933 auf dem Hof des Gerichts (heute residiert dort das Amtsgericht Altona) mit dem Handbeil geköpft. Dies waren die ersten Hinrichtungen im Dritten Reich.
Aufarbeitung
Diese Todesurteile wurden im November 1992 in einem gerichtlichen Verfahren aufgehoben. - Die Ereignisse sind geschichtlicher Hintergrund des Buches Das Beil von Wandsbek von Arnold Zweig, das 1951 bei der DEFA von Falk Harnack mit Erwin Geschonneck in der Hauptrolle verfilmt wurde.
Literatur
- Heinrich Breloer / Horst Königstein: Blutgeld. Materialien zu einer deutschen Geschichte. Prometh Verlag, Köln 1982. ISBN 3-922009-46-8
- Helmut Heins u.a.: Bruno Tesch und Gefährten. Erinnerungen an den Altonaer Blutsonntag. Hamburg 1983 (VVN Schriftenreihe)
- Léon Schirmann: Altonaer Blutsonntag 17. Juli 1932. Dichtungen und Wahrheit. Ergebnisse Verlag, Hamburg 1994. ISBN 3-87916-018-X
- Léon Schirmann: Justizmanipulationen, Der Altonaer Blutsonntag und die Altonaer bzw. Hamburger Justiz 1932-1994. Typographica Mitte, Berlin 1995. ISBN 3-929390-11-6
Weblink
[http://www.hamburg.de/Behoerden/Pressestelle/Meldungen/tagesmeldungen/1998/juli/w31/fr/news.htm Pressemitteilung: Urteile aufgehoben]
Siehe auch: Blutmai, Preußenschlag
Kategorie:Nationalsozialismus
Kategorie:Hamburger Geschichte
Altonaer Blutsonntag
17. JuliDer 17. Juli ist der 198. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 199. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 167 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 711 - Die Muslime unter Tariq ibn Ziyad besiegen die Westgoten unter König Roderich in der Schlacht am Salado bei Jerez de la Frontera entscheidend.
- 1048 - Poppo von Brixen wird Papst Damasus II.
- 1695 - Durch ein Gesetz des schottischen Parlaments entsteht die Bank von Schottland.
- 1830 - Barthélemy Thimonnier erhält ein Patent auf seine Nähmaschine Couseuse.
- 1854 - Mit der Semmeringbahn wird die weltweit erste Gebirgsbahn feierlich dem Verkehr übergeben.
- 1878 - Die Kinderarbeit in Deutschland wird auf Heimarbeit und Landwirtschaft beschränkt.
- 1910 - Einer Gruppe unter der Führung von Georg Lahner gelingt durch Überwindung des Großen Eisabgrunds erstmals, tiefer in die Dachstein-Rieseneishöhle einzudringen.
- 1917 - Das Britische Königshaus, Haus Sachsen-Coburg-Gotha, benennt sich in Windsor um.
- 1932 - Der Altonaer Blutsonntag fordert 18 Tote und zahlreiche Verletzte.
- 1936 - Mit einem Militärputsch der nationalen Rechten unter General Franco in Spanisch-Marokko beginnt der bis 1939 dauernde Spanische Bürgerkrieg.
- 1945 - Im Schloss Cecilienhof beginnt die Potsdamer Konferenz, ein Gipfeltreffen der drei Hauptalliierten des Zweiten Weltkrieges zur Beratung über ihr weiteres Vorgehen.
- 1950 - Afghanistan schließt das erste Transitabkommen mit der UdSSR.
- 1951 - Belgien: Baudouin wird König.
- 1955 - Im kalifornischen Anaheim öffnet Disneyland seine Pforten.
- 1968 - Der Beatles-Film "Yellow Submarine" hat in London Premiere.
- 1973 - In Afghanistan putscht Mohammad Daud Khan und ruft die Republik aus; am folgenden Tag wird er zum Präsidenten ausgerufen.
- 1975 - Im Rahmen des Apollo-Sojus-Projekts kommt es zum symbolischen Docking der US-amerikanischen Apollo 18 und der sowjetischen Sojus 19.
- 1978 - Ali Abdullah Saleh wird Staatspräsident des Nordjemen.
- 1979 - Nicaraguanische Revolution: Nicaraguas bisheriger Diktator Somoza flieht in die USA.
- 1981 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Kanada
- 1983 - Eine Feierliche Deklaration zur Europäischen Union wird unterzeichnet.
- 1985 - Deutschland: Neues Gesetz über Erziehungsgeld und -urlaub ab 1986.
- 1987 - Die Todesstrafe wird in der DDR abgeschafft.
- 1989 - In Brüssel übergibt Außenminister Alois Mock Österreichs Beitrittsgesuch zur damaligen Europäischen Gemeinschaft.
- 1991 - In Bulgarien tritt die neue Verfassung in Kraft.
- 1995 - Der NASDAQ-Aktienindex schließt mit 1.005,89 und damit erstmals mit über 1.000 Punkten.
- 1995 - NAVSTAR GPS, das satellitengestützte Navigationssystem zur weltweiten Positionsbestimmung, erhält offiziell den Status volle Betriebsbereitschaft.
- 1998 - Die UNO beschließt die Einrichtung eines Internationalen Strafgerichtshofs zur Ahndung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen.
- 1998 - Der Irak und Syrien schließen einen Vertrag über eine neue Erdölleitung.
- 2000 - Dr. Baschar al-Assad wird Staatspräsident von Syrien.
Kultur
- 1726 - Uraufführung der Oper Claudius, Römischer Käyser von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
Katastrophen
- 1944 - Die beiden Transportschiffe E. A. Bryan und Quainault Victory 7.606 BRT (USA) explodieren bei der Munitionsübernahme in Port Chicago im Norden der Bucht von San Francisco; 320 Tote. Darauf gab es eine Marine-Meuterei [http://intergate.cccoe.k12.ca.us/pc/nuclear.htm].
- 1981 - In einem Hotel in Kansas City (Missouri) brechen zwei Stege voller Menschen zusammen und stürzen in einen Innenhof: 114 Tote.
- 1992 - Jemen. Eine Antonow An-12 der Jemenitischen Luftwaffe stürzte beim Landeanflug auf Sana'a ab, wobei alle 57 Insassen ums Leben kamen.
- 1996 - Eine Boeing 747 der Fluggesellschaft TWA explodiert aus bis heute ungeklärter Ursache kurz nach dem Start in New York City. Alle 230 Menschen an Bord sterben.
- 1997 - Bandung, Indonesien. Eine Fokker F-27, auf dem Flug nach Jakarta, stürzte etwa 12 km nach dem Start ab. 28 Menschen starben, 22 wurden gerettet.
- 1998 - Beim Grubenunglück in Lassing (Steiermark), (Steiermark) kommen 10 Bergleute ums Leben, wie durch ein Wunder kann ein Mann nach 9 Tagen gerettet werden.
- 1998 - Erdbeben der Stärke 7,0 auf Papua Neuguinea, 2.183 Tote
- 2000 - Patna, Indien. Eine Boeing 737 der Indian Alliance Air stürzte während des Landeanfluges ca. 1 km vor der Start- und Landebahn in bewohntem Gebiet ab. 6 Anwohner und 51 Menschen an Bord starben. 6 Passagiere überlebten das Unglück.
- 2001 - Volksrepublik China. Explosion von illegal gelagertem Sprengstoff in der Provinz Shaanxi. Ca. 150 Tote.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1976 - Die XXI. Olympische Sommerspiele werden in Montréal, Kanada eröffnet.
- 1999 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Joseph Chingangu in der Phillipshalle in Düsseldorf, Deutschland, durch technischen KO
Geboren
- 1443 - Albrecht III., Herzog von Sachsen
- 1744 - Elbridge Gerry, US-amerikanischer Politiker
- 1745 - Timothy Pickering, US-amerikanischer Außenminister
- 1787 - Friedrich Krupp, deutscher Industrieller
- 1788 - Philipp-August von Amsberg, deutscher Eisenbahn-Direktor
- 1804 - Henry Wellesley, 1. Earl Cowley, englischer Diplomat
- 1805 - Karl Georg Ludwig Guido, Graf von Usedom, preußischer Diplomat
- 1831 - Xianfeng, Chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie)
- 1842 - Georg von Schönerer, österreichischer Gutsbesitzer und Politiker
- 1843 - Julio Argentino Roca, Präsident von Argentinien
- 1846 - Nicolai Miklouho-Maclay, russischer Forscher, Anthropologe, Erforscher Neuguineas
- 1860 - Clara Viebig, deutsche Schriftstellerin
- 1860 - Otto Lummer, deutscher Physiker
- 1862 - Oscar Levertin, schwedischer Schriftsteller
- 1867 - Leo Jogiches, deutscher Politiker
- 1871 - Lyonel Feininger, deutsch-US-amerikanischer Maler
- 1883 - Mauritz Stiller, schwedischer Stummfilmregisseur
- 1884 - Boris Wladimirowitsch Assafjew, russischer Komponist
- 1886 - Gustav Jungbauer, böhmischer Gründer des Šumavské Museum
- 1888 - Johannes Brockmann, deutscher Politiker und MdB
- 1888 - Samuel Agnon, israelischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1966
- 1893 - Boris Rajewsky, deutscher Biophysiker und Strahlenforscher
- 1894 - Georges Lemaitre, belgischer Priester und Physiker (Urknalltheorie)
- 1897 - Max Knoll, deutscher Elektrotechniker (Elektronenmikroskop)
- 1898 - Berenice Abbott, US-amerikanische Fotografin
- 1899 - James Cagney, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1904 - Charlotte Prinz, deutsche Malerin
- 1909 - Ignace Strasfogel, Komponist
- 1913 - Herman Felhoelter, US-amerikanischer Franziskanerpater und Militärkaplan
- 1913 - Roger Garaudy, französischer Schriftsteller, Philosoph und früherer Kommunist
- 1913 - Wilhelm Fresenius, deutscher Chemiker
- 1917 - Margarete Mitscherlich, deutsche Psychoanalytikerin
- 1918 - Carlos Arana Osorio, guatemaltekischer Politiker
- 1918 - Red Sovine, US-amerikanischer Musiker
- 1920 - Gordon Gould, US-amerikanischer Physiker
- 1920 - Juan Antonio Samaranch, spanischer Sportfunktionär (Präsident des IOC)
- 1921 - Burnu Acquanetta, US-amerikanische Schauspielerin
- 1921 - Hannah Senesch, ungarische Widerstandskämpferin
- 1931 - Walter Odersky, Präsident des Bundesgerichtshofs
- 1932 - Wojciech Kilar, polnischer Filmkomponist
- 1934 - Rainer Kirsch, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 1935 - Donald Sutherland, kanadischer Schauspieler
- 1937 - Andreas von Bülow, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1938 - Franz Alt, deutscher Journalist und Buchautor
- 1938 - Hartmut Bagger, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr
- 1939 - Milva, italienische Sängerin
- 1940 - Otmar Alt, deutscher Maler, Grafiker, Designer und Bildhauer
- 1941 - Jürgen Flimm, deutscher Regisseur, Leiter der Salzburger Festspiele
- 1941 - Spencer Davis, britischer Musiker (Spencer Davis Group)
- 1942 - Gale Garnett, US-amerikanische Sängerin
- 1942 - George Money, britischer Musiker und Sänger
- 1947 - Camilla, Herzogin von Cornwall, Frau des britischen Prinzen Charles
- 1947 - Dorthe Kollo, dänische Sängerin
- 1947 - Wolfgang Flür, deutscher Musiker
- 1948 - Luc Bondy, Schweizer Theaterregisseur
- 1948 - Mick Tucker, britischer Musiker
- 1949 - Geezer Butler, britischer Musiker (Black Sabbath)
- 1950 - Eric Campbell, britischer Musiker
- 1951 - Frank Castorf, deutscher Regisseur
- 1952 - David Hasselhoff, US-amerikanischer Schauspieler
- 1952 - Phoebe Snow, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1953 - Robin Merrill, britischer Sänger, Fernsehmoderator
- 1954 - Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin
- 1955 - Martin R. Dean, Schweizer Schriftsteller
- 1958 - Erica Maria Bruhn, deutsche Schlagersängerin (Gitti und Erika)
- 1958 - Robert Kaller, freischaffender bildender Künstler und Kunstpädagoge
- 1959 - Jörg Knör, deutscher Komiker und Parodist
- 1960 - Dawn Upshaw, US-amerikanische Sopranistin
- 1961 - Zbigniew Zamachowski, polnischer Schauspieler
- 1963 - Matti Nykänen, finnischer Skispringer
- 1969 - Jaan Kirsipuu, estnischer Radrennfahrer
- 1990 - Mattie Stepanek, US-amerikanischer Lyriker
Gestorben
- 924 - Eduard der Ältere, König von Wessex (899-924)
- 1141 - Adalbert II. von Saarbrücken, Erzbischof von Mainz
- 1399 - Hedwig I., polnisch „Jadwiga“, (Heilige Hedwig von Polen)
- 1453 - John Talbot, englischer Feldherr des Hundertjährigen Krieges
- 1571 - Georg Fabricius, Protestantischer deutscher Dichter, Historiker und Archäologe
- 1651 - Wilhelm Biener, Jurist und Tiroler Kanzler
- 1749 - Samuel Hentzi, Schweizer Revolutionär
- 1762 - Peter III., russischer Zar
- 1766 - Giuseppe Castiglione, in China tätiger italienischer Jesuit, Missionar und Maler
- 1790 - Adam Smith, britischer Philosoph und Ökonom
- 1804 - Christian Ernst Graf, deutscher Komponist
- 1826 - Joseph Graetz, deutscher Organist, Komponist und Musiklehrer
- 1845 - Charles Grey, britischer Staatsmann
- 1851 - Béni Egressy, ungarischer Komponist, Librettist, Übersetzer und Schauspieler
- 1881 - Jim Bridger, US-amerikanischer Trapper, Scout und Entdecker
- 1903 - Whistler James McNeill, amerikanischer Maler
- 1904 - Wilhelm Marr, deutscher politischer Journalist
- 1912 - Henri Poincaré, französischer Mathematiker und Theoretischer Physiker
- 1918 - Alexandra von Hessen-Darmstadt, verheiratet mit dem Zaren Nikolaus II.
- 1925 - Lovis Corinth, deutscher Maler
- 1927 - Luise Adolpha Le Beau, deutsche Pianistin und Komponistin
- 1937 - Gabriel Pierné, französischer Komponist
- 1938 - Robert Wiene, deutscher Filmregisseur
- 1941 - Emil Barth, deutscher Politiker
- 1945 - Ernst Busch, deutscher Offizier
- 1949 - Miel Mundt, niederländischer Fußballspieler
- 1955 - Ludwig Wolker, führende Gestalt der katholischen Jugendbewegung und Mitbegründer des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BdkJ)
- 1956 - Bodo von Borries, deutscher Elektrotechniker (Miterfinder des Elektronenmikroskops)
- 1959 - Billie Holiday, US-amerikanische Jazzsängerin
- 1965 - Eugène Bigot, französischer Dirigent und Komponist
- 1967 - Cyril Ring, US-amerikanischer Schauspieler
- 1975 - Konstantin Gamsachurdia, georgischer Schriftsteller
- 1983 - Roosevelt Sykes, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1985 - Susanne K. Langer, US-amerikanische Philosophin
- 1985 - Wynn Stewart, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1987 - Jörg Fauser, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1989 - Heinz Risse, deutscher Schriftsteller
- 1995 - Juan Manuel Fangio, argentinischer Rennfahrer
- 1995 - Rainer Kunad, Komponist
- 2002 - Joseph Luns, niederländischer Politiker
- 2003 - Alfred 'Adi' Preißler, deutscher Fußballspieler
- 2003 - David Kelly, britischer Mikrobiologe und Biowaffenexperte (Suizid)
- 2003 - Hans Abich, deutscher Filmproduzent und Rundfunkpublizist
- 2003 - Walter Zapp, deutscher Erfinder der Kleinstbildkamera (Minox)
- 2004 - Johannes Braun, deutscher Bischof der Apostolischen Administratur Magdeburg
- 2005 - Laurel Aitken, kubanischer Songschreiber und Sänger
- 2005 - Geraldine Fitzgerald, irisch-amerikanische Film- und Theaterschauspielerin
- 2005 - Edward Heath, britischer Politiker
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag im Irak
- Alexius von Edessa
Siehe auch
:16. Juli - 18. Juli
:17. Juni - 17. August
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0717
ja:7月17日
ko:7월 17일
simple:July 17
th:17 กรกฎาคม
1932
- 1. März: Entführung und Ermordung des Säuglings von Charles und Anne Lindbergh
- 26. Oktober: In Nauru wird das erste Angam gefeiert
Politik
- 1. Januar: Giuseppe Motta wird Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: Die Stadt Chinchow in der Provinz Mandschurei, Republik China, wird von japanischen Truppen besetzt
- 2. Februar bis 10. Dezember: Internationale Abrüstungskonferenz in Genf
- 25. Februar: Adolf Hitler erlangt die deutsche Staatsbürgerschaft
- 24. März: Ein unblutiger Umsturz beendet die absolutistische Monarchie in Thailand
- 10. April: Paul von Hindenburg wird im zweiten Wahlgang mit 53 % der Stimmen wieder zum Reichspräsidenten gewählt
- 17. Juli: Beim Altonaer Blutsonntag, einer Schießerei zwischen Kommunisten, Nationalsozialisten und der Polizei, kommen 18 Menschen ums Leben, 285 werden verletzt
- Mai: Irakischer König Feisal zum Staatsbesuch in Berlin
- 3. Oktober: Irak wird unabhängig von Großbritannien
- 12. Oktober: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Baden
- 18. September: Saudi-Arabien das Königreich Saudi-Arabien wird gegründet und Ibn Saud zum König ausgerufen
Wirtschaft
- 2. April: Der Barmer Bankverein und die Commerzbank AG fusionieren rückwirkend zum 1. Januar 1932
Wissenschaft und Technik
- 18. März: In Sydney wird die Hafenbrücke (Harbour Bridge), mit einer Spannweite von 495,6 m längste Bogenbrücke der Welt, eingeweiht
- 28. Mai: Die Fertigstellung des Abschlussdeichs macht die niederländische Zuidersee zum Binnengewässer
- 6. August: Der Wellandkanal zwischen Eriesee und Ontariosee wird eröffnet
- James Chadwick beweist die Existenz des Neutrons
- Sendeanlage Ismaning wird errichtet
Kultur
- 14. Februar: Uraufführung der musikalischen Tragikomödie Der gewaltige Hahnrei von Berthold Goldschmidt in Mannheim
- 16. März: Uraufführung der Oper Maria Egiziaca von Ottorino Respighi an der Carnegie Hall in New York
- 17. März: Uraufführung der Oper La Donna Serpente (Frau und Schlange) von Alfredo Casella am Teatro Reale in Rom
- 6. September: Uraufführung der Oper La favola d'Orfeo (Die Geschichte von Orpheus) von Alfredo Casella am Teatro Goldoni in Venedig
- 29. Oktober: Uraufführung der Oper Der Schmied von Gent von Franz Schreker an der Deutschen Oper Berlin
- 23. November: Uraufführung der Operette Glückliche Reise von Eduard Künneke am Theater am Kurfürstendamm in Berlin
- 10. Dezember: Uraufführung der Operette Venus in Seide von Robert Stolz in Zürich
- 23. Dezember: Uraufführung der Operette Sissy von Fritz Kreisler am Theater an der Wien in Wien
- 23. Dezember: Uraufführung der Operette Ball im Savoy von Paul Abraham im Metropol Theater in Berlin
- Der Roman „Licht im August“ von William Faulkner erscheint
Katastrophen
- 2. Januar: Nähe Kazan, Russland, kostet ein Eisenbahnunglück 65 Menschen das Leben. 131 werden verletzt
- 26. Juli: Das deutsche Marine-Segelschulschiff Niobe kentert in Höhe der Ostseeinsel Fehmarn in einer Sturmböhe und reißt 69 Personen mit in die Tiefe
- 25. Dezember: Erdbeben der Stärke 7,6 in Gansu, Republik China, ca. 70.000 Tote
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 20. Mai: Amelia Earhart überfliegt als erste Frau im Alleinflug den Atlantik
- 18. Juni: Der Weltbasketballverband FIBA wird in Genf gegründet
- 30. Juli: X. Olympische Sommerspiele in Los Angeles, USA, beginnen
- 14. Oktober: Der EHC Basel wird gegründet
1. Halbjahr
- 1. Januar: Thomas Alder, deutscher Schauspieler († 1968)
- 3. Januar: Clifton Marlin, US-amerikanischer Rennfahrer († 2005)
- 4. Januar: Paul Virilio, Philosoph und Medienkritiker
- 5. Januar: Raissa Maximowna Gorbatschowa, russische Soziologin, Ehefrau von Michail Gorbatschow († 1999)
- 5. Januar: Umberto Eco, Schriftsteller, Medienwissenschaftler und Semiotiker
- 6. Januar: Max Streibl, bayerischer Politiker († 1998)
- 6. Januar: José Saraiva Martins, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 11. Januar: Klaus Stern, deutscher Rechtswissenschaftler
- 11. Januar: Alfonso Arau, mexikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur
- 16. Januar: Dian Fossey, US-amerikanische Gorilla-Forscherin († 1985)
- 18. Januar: Robert Anton Wilson, US-amerikanischer Schriftsteller
- 19. Januar: George MacBeth, schottischer Dichter und Schriftsteller († 1992)
- 22. Januar: Piper Laurie, US-amerikanische Schauspielerin
- 22. Januar: Mancur Olson, Wirtschaftswissenschaftler († 1998)
- 26. Januar: Clement Dodd, jamaikanischer Reggae-Musiker und Schallplattenproduzent († 2004)
- 27. Januar: Hans Rémond, Künstler
- 28. Januar: Parry O'Brien, US-amerikanischer Leichtathlet
- 29. Januar: José Ayala-Lasso, ecuadorianischer Politiker
- 31. Januar: Michael Degen, deutscher Schauspieler
- 2. Februar: Franz Kamphaus, Bischof der Diözese Limburg
- 4. Februar: Robert Coover, Schriftsteller
- 6. Februar: Heinz-Klaus Metzger, deutscher Musiktheoretiker und Musikkritiker
- 6. Februar: Ernst Herhaus, deutscher Schriftsteller
- 6. Februar: François Truffaut, französischer Regisseur, Filmkritiker, Schauspieler und Produzent († 1984)
- 7. Februar: Anton Schlembach, Bischof von Speyer
- 8. Februar: Horst Eckel, deutscher Fußballspieler
- 8. Februar: Cliff Allison, englischer Formel-1-Rennfahrer († 2005)
- 8. Februar: John Williams (Komponist), US-amerikanischer Komponist
- 11. Februar: Edwin Schwertner, Büroleiter des Politbüros des ZK der SED in der DDR
- 14. Februar: Alexander Kluge, deutscher Filmemacher, Schriftsteller und Fernsehautor
- 15. Februar: Jonathan Adams, britischer Schauspieler († 2005)
- 15. Februar: Leoš Suchařípa, tschechischer Schauspieler, Übersetzer und Theatertheoretiker († 2005)
- 15. Februar: Josef Brukner, tschechischer Schriftesteller, Übersetzer und Filmszenarist
- 16. Februar: Aharon Appelfeld, israelischer Schriftsteller
- 18. Februar: Andreas Meyer-Hanno, deutscher Schwulenaktivist und Musikprofessor
- 18. Februar: Wolfgang Mitzinger, Minister für Kohle und Energie der DDR
- 18. Februar: Miloš Forman, tschechischer Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor
- 19. Februar: Gerhard Richter, deutscher Maler
- 19. Februar: Jean-Pierre Ponnelle, französischer Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner († 1988)
- 22. Februar: Robert Opron, Architekt und Designer
- 22. Februar: Edward Kennedy, US-amerikanischer Politiker, Senator von Massachusetts
- 23. Februar: Hansheiri Dahinden, Dichter und Schweizer Liedermacher
- 23. Februar: Majel Barrett, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Februar: John Vernon, kanadischer Schauspieler († 2005)
- 24. Februar: Zell Miller, US-amerikanischer Politiker
- 25. Februar: Tony Brooks, britischer Formel-1-Rennfahrer
- 25. Februar: Hans Apel, deutscher Politiker
- 25. Februar: Faron Young, US-amerikanischer Country-Sänger († 1996)
- 26. Februar: Johnny Cash, US-amerikanischer Country-Musiker († 2003)
- 27. Februar: Roger Boutry, französischer Komponist und Professor
- 27. Februar: Ernst Hinterseer, österreichischer Skirennläufer
- 27. Februar: Elizabeth Taylor, US-amerikanische Schauspielerin
- 28. Februar: Noel Cantwell, irischer Fußball- und Cricketspieler († 2005)
- 28. Februar: Don Francks, kanadischer Schauspieler
- 29. Februar: Masten Gregory, Formel 1-Rennfahrer († 1985)
- 4. März: Ryszard Kapuściński, Reporter, Journalist und der am häufigsten übersetzte Autor Polens
- 4. März: Miriam Makeba, südafrikanische Sängerin
- 6. März: Hansjörg Häfele, deutscher Politiker
- 6. März: Bronisław Geremek, polnischer Historiker und Politiker
- 8. März: Erling Blöndal Bengtsson, dänischer Cellist
- 8. März: Franz Müller-Heuser, deutscher Konzertsänger
- 9. März: Rodolfo Quezada Toruño, Erzbischof von Guatemala und Kardinal
- 12. März: Barbara Feldon, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. März: Andrew Young, US-amerikanischer Bürgerrechtsaktivist
- 15. März: Jerzy Hoffman, polnischer Filmregisseur
- 15. März: Alan L. Bean, US-amerikanischer Astronaut
- 16. März: Kurt Diemberger, Bergsteiger
- 20. März: Jürgen Warnke, deutscher Politiker
- 21. März: Walter Gilbert, US-amerikanischer Physiker und Biochemiker
- 24. März: Helmut Lippelt, deutscher Politiker
- 24. März: Claus Peter Witt, deutscher TV-Regisseur und Drehbuchautor
- 29. März: Gerd Baltus, deutscher Schauspieler
- 31. März: Ōshima Nagisa, japanischer Regisseur
- 1. April: Debbie Reynolds, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 2. April: Siegfried Rauch, deutscher Schauspieler
- 2. April: Edward Michael Egan, emeritierter Erzbischof von New York und Kardinal
- 4. April: Andrei Arsenjewitsch Tarkowski, Regisseur († 1986)
- 4. April: Anthony Perkins, US-amerikanischer Schauspieler († 1992)
- 5. April: Jochen Ziem, deutscher Schriftsteller († 1994)
- 5. April: Bora Ćosić, serbischer Schriftsteller
- 6. April: Helmut Griem, deutscher Schauspieler († 2004)
- 6. April: Günter Herburger, deutscher Schriftsteller
- 7. April: Cal Smith, US-amerikanischer Country-Musiker
- 9. April: Carl Perkins, US-amerikanischer Rockabilly-Musiker († 1998)
- 10. April: Omar Sharif, ägyptischer Schauspieler
- 10. April: Mae Faggs, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin († 2000)
- 11. April: Walter Krüger (Leichtathlet), deutscher Leichtathlet
- 11. April: Joel Grey, US-amerikanischer Schauspieler
- 12. April: Lakshman Kadirgamar, sri-lankischer Politiker († 2005)
- 14. April: Atef Ebeid, ägyptischer Ministerpräsident
- 16. April: Wolfgang Niederhöfer, deutscher Heimatforscher und Mühlenexperte
- 16. April: Henk Schouten, niederländischer Fußballspieler
- 17. April: Rolf Schneider, deutscher Schriftsteller
- 19. April: Andrea Mead-Lawrence, ehemalige US-amerikanische Skifahrerin
- 19. April: Fernando Botero, Kolumbianischer Maler und Künstler
- 19. April: Jayne Mansfield, US-amerikanische Filmschauspielerin († 1967)
- 21. April: Angela Mortimer, englische Tennisspielerin
- 22. April: Isao Tomita, japanischer Musiker und Komponist
- 23. April: Hansl Krönauer, deutscher Komponist und Sänger
- 25. April: Nikolai Semjonowitsch Kardaschow, russischer Astrophysiker
- 26. April: Roland Dressel, deutscher Kameramann
- 26. April: Francis Lai, französischer Komponist, Akkordeonist und Oscar-Preisträger
- 27. April: Roelof Frederick Botha, südafrikanischer Außenminister
- 29. April: Nana Gualdi, italienisch-deutsche Sängerin und Schauspielerin
- 30. April: Umar Kayam, indonesischer Schriftsteller
- 6. Mai: Johannes Gross, Publizist und Journalist († 1999)
- 8. Mai: Arnulf Baring, deutscher Politikwissenschaftler und Zeithistoriker
- 8. Mai: Sonny Liston, US-amerikanischer Boxer († 1970)
- 9. Mai: Peter von Tramin, österreichischer Schriftsteller († 1981)
- 10. Mai: Christiane Kubrick, deutsche Malerin und Schauspielerin
- 11. Mai: Dieter Honisch, deutscher Kunsthistoriker und Museumsdirektor († 2004)
- 15. Mai: Chavalit Yongchaiyudh, thailändischer Politiker
- 17. Mai: Miloslav Vlk, Kardinal und Erzbischof von Prag
- 17. Mai: Jackie McLean, US-amerikanischer Jazz-Altsaxophonist
- 19. Mai: Alma Cogan, englische Schlagersängerin († 1966)
- 19. Mai: Elena Poniatowska, Schriftstellerin und Journalistin
- 21. Mai: Gabriele Wohmann, deutsche Schriftstellerin
- 21. Mai: Hans de With, deutscher Politiker
- 21. Mai: Eugene Hartzell, US-amerikanischer Komponist († 2000)
- 23. Mai: John Lyons, britischer Sprachwissenschaftler
- 23. Mai: Les Spann, US-amerikanischer Jazzmusiker (Guitarist und Flötist und Bandleader)
- 25. Mai: John Gregory Dunne, US-amerikanischer Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor († 2003)
- 26. Mai: Frank Beyer, deutscher Filmregisseur
- 27. Mai: Junior Parker, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1971)
- 29. Mai: Paul Ralph Ehrlich, US-amerikanischer Biologe
- 31. Mai: Jay Miner, Chipdesigner, gilt als Vater des Amiga († 1994)
- 2. Juni: Michel Soutter, Filmregisseur († 1991)
- 4. Juni: John Drew Barrymore, US-amerikanischer Schauspieler († 2004)
- 5. Juni: Christy Brown, irischer Maler und Autor († 1981)
- 6. Juni: Fred Lebow, rumänisch-amerikanischer Marathonläufer († 1994)
- 6. Juni: David Scott, US-amerikanischer Astronaut
- 8. Juni: Guy Lacour, französischer Komponist und Professor
- 9. Juni: Branko Lustig, kroatischer Produzent
- 10. Juni: Philipp Jenninger, deutscher CDU Politiker
- 11. Juni: Gert Prokop, Schriftsteller († 1994)
- 11. Juni: Athol Fugard, südafrikanischer Schriftsteller
- 11. Juni: Ed Bishop, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 12. Juni: Demisse Wolde, äthiopischer Leichtathlet († 2002)
- 12. Juni: Max Leemann, Schweizer Komponist und Dirigent
- 14. Juni: Henri Schwery, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 18. Juni: Günter Seuren, deutscher Schriftsteller († 2003)
- 18. Juni: Dudley R. Herschbach, US-amerikanischer Chemiker
- 19. Juni: Ernest Ranglin, jamaikanischer Ska- und Jazz-Gitarrist
- 20. Juni: Ferry Radax, österreichischer Filmemacher
- 20. Juni: Robert Iwanowitsch Roschdestwenski, russischer Schriftsteller († 1994)
- 22. Juni: Amrish Puri, indischer Filmschauspieler († 2005)
- 22. Juni: Soraya Esfandiary Bakhtiari, zweite Ehefrau von Schah Mohammad Reza Pahlavi († 2001)
- 24. Juni: David McTaggart, Greenpeace-Aktivist und Funktionär († 2001)
- 27. Juni: Ferdinand Tillmann, deutscher Politiker und MdB
- 27. Juni: Joachim Wohlgemuth, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 30. Juni: Martin Mailman, US-amerikanischer Komponist und Professor († 2000)
2. Halbjahr
- 1. Juli: Alois Rohrmoser, Gründer der Skifabrik Atomic († 2005)
- 3. Juli: Alexander Schalck-Golodkowski, deutscher Politiker
- 7. Juli: Quino, argentinischer Cartoon-Zeichner
- 7. Juli: Joe Zawinul, österreichischer Jazz-Pianist und Keyboarder
- 7. Juli: Gyula Horn, ungarischer Politiker
- 8. Juli: Barbara Loden, US-amerikanische Schauspielerin († 1980)
- 9. Juli: Donald Rumsfeld, US-amerikanischer Politiker, Verteidigungsminister der USA
- 10. Juli: Jürgen Becker (Schriftsteller), deutscher Schriftsteller
- 11. Juli: Karl-Heinz Stienen, deutscher Politiker († 2004)
- 11. Juli: Gerrit Voges, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 12. Juli: Otis Davis, US-amerikanischer Basketballspieler, Leichtathlet und Olympiasieger
- 13. Juli: Per Nørgård, dänischer Komponist
- 16. Juli: Detlef Kleinert, deutscher Politiker und MdB
- 17. Juli: Wojciech Kilar, polnischer Filmkomponist
- 18. Juli: Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko, russischer Dichter und Schriftsteller
- 19. Juli: Erró, isländischer Maler
- 20. Juli: Otto Schily, deutscher Politiker und Bundesminister
- 20. Juli: Nam June Paik, Pionier der Videokunst
- 22. Juli: Coy Koopal, ehemaliger niederländischer Fußballspieler († 2003)
- 22. Juli: Oscar de la Renta, Modedesigner
- 22. Juli: Josef Steiner, Schweizer Schach-Großmeister im Fernschach († 2003)
- 26. Juli: James Francis Stafford, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 29. Juli: Max Bolkart, deutscher Skispringer
- 29. Juli: Luigi Snozzi, Schweizer Architekt
- 31. Juli: John Rogers Searle, US-amerikanischer Philosoph
- 2. August: Leo Boivin, ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler
- 2. August: Lamar Hunt, einflußreiche Sportpersönlichkeit in den USA
- 2. August: Peter O’Toole, irischer Schauspieler
- 4. August: Hans-Jürgen Fröhlich, deutscher Schriftsteller († 1986)
- 4. August: Guillermo Mordillo, ist ein humoristischer Zeichner
- 7. August: Abebe Bikila, äthiopischer Marathonläufer († 1973)
- 7. August: Rien Poortvliet, niederländischer Maler und Zeichner († 1995)
- 9. August: Anand Panyarachun, Premierminister von Thailand
- 10. August: Alexander Goehr, zeitgenössischer deutscher Komponist Klassicher Musik
- 11. August: Fernando Arrabal, spanisch-französischer Schriftsteller und Dichter
- 11. August: Peter Eisenman, US-amerikanischer Architekt
- 12. August: Oskar Saier, 13. Erzbischof der Diözese Freiburg
- 12. August: Sirikit, Königin von Thailand
- 16. August: Willi Gierlich, deutscher Fußballspieler
- 17. August: V. S. Naipaul, Schriftsteller
- 18. August: Luc Montagnier, französischer Virologe
- 21. August: Louis de Branges de Bourcia, Mathematiker
- 22. August: Gerald Paul Carr, US-amerikanischer Astronaut
- 24. August: Cormac Murphy-O'Connor, britischer Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 24. August: Ludwig Adamovich jun., österreichischer Jurist und Präsident des Verfassungsgerichtshofes
- 24. August: Heinz-Werner Meyer, deutscher Gewerkschafter († 1994)
- 25. August: Alexander Arnz, deutscher Fernsehregisseur († 2004)
- 26. August: Lygia Bojunga-Nunes, brasilianische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 26. August: Arthur Dunkel, Schweizer Ökonom († 2005)
- 30. August: Friedrich Wilhelm Kantzenbach, deutscher Kirchenhistoriker
- 31. August: Willy Hautvast, niederländischer Komponist und Musiker
- 6. September: Frank Stronach, austro-kanadischer Unternehmer
- 7. September: Kuno Lorenz, deutscher Philosoph
- 8. September: Patsy Cline, US-amerikanische Country-Sängerin († 1963)
- 12. September: Atli Pætursson Dam, Färöischer Politiker (Javnaðarflokkurin) († 2005)
- 13. September: Félix Malloum, ehemaliger Präsident des Tschad
- 13. September: Pedro Rubiano Sáenz, Erzbischof von Bogotá und Kardinal
- 14. September: Gerd Fuchs, deutscher Schriftsteller
- 15. September: Charles Paul Wilp, deutscher Künstler, Fotograf und Kurzfilmregisseur († 2005)
- 22. September: Afewerk Tekle, äthiopischer Künstler
- 22. September: Algirdas Mykolas Brazauskas, litauischer Politiker, Premierminister und Präsident
- 22. September: Ingemar Johansson, schwedischer Boxweltmeister
- 22. September: Carlos Saura, spanischer Filmregisseur
- 23. September: Víctor Jara, chilenischer Musiker († 1973)
- 23. September: Mehmood, indischer Schauspieler und Filmproduzent († 2004)
- 24. September: Rolf Tiedemann, deutscher Philosoph, Philologe und Editor
- 24. September: Walter Wallmann, deutscher Politiker
- 25. September: Glenn Gould, Pianist des 20. Jahrhunderts, Komponist, Musikautor († 1982)
- 25. September: Adolfo Suárez, Premierminister von Spanien
- 26. September: Manmohan Singh, indischer Premierminister
- 29. September: Erivan Haub, deutscher Unternehmer (Tengelmann)
- 29. September: Robert Benton, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
- 30. September: Heinz Behrens, deutscher Schauspieler
- 30. September: Shintarō Ishihara, japanischer Schriftsteller und Politiker
- 1. Oktober: Bonnie Owens, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1. Oktober: Albert Collins, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und Sänger († 1993)
- 5. Oktober: Johanna Matz, österreichische Schauspielerin
- 8. Oktober: Ray Reardon, von 1967 bis 1992 professioneller Snooker-Spieler
- 10. Oktober: Dimiter Inkiow, bulgarisch-deutscher Kinderbuchautor
- 10. Oktober: Hans Watzek (Politiker), Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR
- 11. Oktober: Michael Theunissen, deutscher Philosoph
- 11. Oktober: Richard Lugner, österreichischer Bauunternehmer
- 11. Oktober: Dottie West, US-amerikanische Country-Sängerin († 1991)
- 12. Oktober: Heinz Schneider, deutscher Tischtennisspieler
- 13. Oktober: Dusan Makavejev, jugoslawischer Filmregisseur
- 14. Oktober: Wolf Vostell, deutscher Maler, Bildhauer und Happeningkünstler († 1998)
- 15. Oktober: Joachim Dudeck, deutscher Medizininformatiker
- 16. Oktober: Manfred Max-Neef, chilenischer Ökonom
- 16. Oktober: Guðbergur Bergsson, isländischer Schriftsteller
- 16. Oktober: Rodion Konstantinowitsch Schtschedrin, Komponist
- 16. Oktober: Detlev Karsten Rohwedder, Manager und deutscher Politiker († 1991)
- 17. Oktober: Rudolf Smend (1932), deutscher Theologe (Alttestamentler)
- 21. Oktober: Pál Csernai, ehemaliger ungarischer Fußballtrainer
- 21. Oktober: Cesare Perdisa, Formel-1-Rennfahrer († 1998)
- 21. Oktober: Rudolph Joseph Rummel, US-amerikanischer Politikwissenschaftler
- 24. Oktober: Pierre-Gilles de Gennes, französischer Physiker
- 24. Oktober: Robert Mundell, kanadischer Volkswirt, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften 1999
- 25. Oktober: Harry Gregg, früherer Fußballspieler
- 25. Oktober: Jerzy Pawłowski, polnischer Säbelfechter und Olympiasieger († 2005)
- 27. Oktober: Sylvia Plath, US-amerikanische Schriftstellerin († 1963)
- 28. Oktober: Gerhart Rudolf Baum, deutscher Politiker
- 28. Oktober: Spyros Kyprianou, griechisch-zypriotischer Politiker, Präsident der Republik Zypern († 2002)
- 28. Oktober: John William Corrington, US-amerikanischer Drehbuchautor († 1998)
- 29. Oktober: R. B. Kitaj, US-amerikanischer Künstler
- 29. Oktober: Charlotte Knobloch, Vizepräsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland
- 30. Oktober: Louis Malle, Regisseur († 1995)
- 1. November: Edgar Reitz, deutscher Filmregisseur
- 1. November: Al Arbour, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer
- 1. November: Francis Arinze, Kardinal
- 2. November: Stéphane Audran, französische Schauspielerin
- 2. November: Melvin Schwartz, US-amerikanischer Physiker
- 4. November: Thomas Klestil, Diplomat, Bundespräsident († 2004)
- 8. November: Ben Bova, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 10. November: Roland Bulirsch, deutscher Mathematiker
- 10. November: Richard Österreicher, österreichischer Dirigent und Jazzmusiker
- 10. November: Roy Scheider, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. November: Gunter Sachs, deutscher Fotograf, Filmregisseur, Kunstsammler, Astrologe, Playboy
- 15. November: Petula Clark, britische Schauspielerin und Schlagersängerin
- 17. November: Hartmut Reck, deutscher Filmschauspieler und Synchronsprecher († 2001)
- 19. November: Alfonso Caycedo, spanischer Psychiater und Begründer der Sophrologie
- 20. November: Richard Dawson, englischer Schauspieler
- 20. November: John Barnes Chance, US-amerikanischer Komponist († 1972)
- 21. November: Heinrich Lummer, deutscher Politiker
- 22. November: Günter Sawitzki, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 23. November: Renato Raffaele Martino, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 24. November: Norbert Burger (1932), Oberbürgermeister der Stadt Köln
- 29. November: Jacques Chirac, französischer Staatspräsident
- 29. November: Diane Ladd, US-amerikanische Schauspielerin
- 4. Dezember: Roh Tae-woo, südkoreanischer General und Politiker
- 5. Dezember: Sheldon Glashow, US-amerikanischer Physiker
- 5. Dezember: Little Richard, US-amerikanischer Rock 'n' Roll-Musiker
- 7. Dezember: Pentti Linkola, finnischer Philosoph, militanter Umweltschützer
- 7. Dezember: Ellen Burstyn, US-amerikanische Schauspielerin
- 8. Dezember: Eusébio Oscar Scheid, Erzbischof von Rio de Janeiro und Kardinal
- 8. Dezember: Charly Gaul, luxemburgs erfolgreichster Rad-Rennfahrer
- 9. Dezember: Donald Byrd, US-amerikanischer Jazztrompeter
- 12. Dezember: Bob Pettit, US-amerikanischer Basketballspieler
- 14. Dezember: Charlie Rich, US-amerikanischer Country-Sänger († 1995)
- 16. Dezember: Henry Taylor (R
Preußen
Preußen (lat.: Borussia, Prussia oder Prutenia; poln. Prusy; russ.: Prussija; lit. Prūsija) war ursprünglich das Gebiet des baltischen Volksstamms der Pruzzen, später eines der Länder des Deutschen Ordens und seit dem 16. Jahrhundert ein Herzogtum der Hohenzollern unter polnisch-litauischer Lehenshoheit, das seit 1618 in Personalunion mit der Mark Brandenburg verbunden war. Nachdem Teile Preußens 1660 im Frieden von Oliva souverän geworden waren, bildeten sie ab 1701 ein selbständiges Königreich, dessen Name schließlich alle Herrschaftsgebiete der Hohenzollern bezeichnete. Das Königreich Preußen gehörte von 1815 bis 1866 mit Ausnahme der Provinzen Posen, Ost- und Westpreußen dem Deutschen Bund und von 1867 bis 1871 mit seinem ganzen Territorium dem Norddeutschen Bund an. Von 1871 bis 1945 war Preußen ein Gliedstaat des Deutschen Reiches. 1947 verfügte der Alliierte Kontrollrat de jure die Auflösung Preußens.
Allgemeines
Der Name Preußen bezog sich bis Anfang des 18. Jahrhunderts nur auf die außerhalb der deutschen Reichsgrenzen gelegenen Gebiete zwischen Hinterpommern und Kurland, die den späteren Provinzen West- und Ostpreußen entsprachen. Von 1466 bis 1772 waren diese Gebiete zwischen dem König von Polen einerseits und dem Deutschen Orden beziehungsweise den hohenzollernschen Herzögen und späteren Königen von Preußen andererseits aufgeteilt.
Im 18. Jahrhundert setzte sich allmählich der Gebrauch des Landesnamens Preußen für alle von den Hohenzollern regierten Territorien durch, also auch für jene, die innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation lagen. Nach 1866 erstreckte sich das Königreich, seit 1918 der Freistaat, Preußen über nahezu ganz Norddeutschland und nahm etwa zwei Drittel der Fläche des Deutschen Reiches ein. Von preußischem Gebiet waren einige kleinere Staaten vollständig umschlossen. Preußische Haupt- und Residenzstädte waren im Laufe der Zeit das ostpreußische
Königsberg (heute: Kaliningrad), Potsdam und Berlin.
Seine größte Bedeutung erlangte Preußen im 18. und 19. Jahrhundert, als es unter der Regierung Friedrichs II. des Großen (1712–1786) zunächst zur fünften europäischen Großmacht aufstieg und später unter Ministerpräsident Otto von Bismarck die so genannte „kleindeutsche Einigungslösung” betrieb und Österreich als führende Macht in Deutschland ablöste.
Mit Preußen verbinden sich bis heute die von protestantischer Moral geprägten so genannten preußischen Tugenden, wie beispielsweise Zuverlässigkeit, Sparsamkeit, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Fleiß und Toleranz. Nach dem Selbstverständnis vieler Preußen trugen sie maßgeblich zum Aufstieg ihres Landes zur europäischen Großmacht bei. Allerdings war die Betonung dieser sogenannten Sekundär-Tugenden selbst innerhalb Preußens nicht unumstritten.
Die Landesfarben Preußens, schwarz und weiß, leiteten sich von dem mit einem schwarzen Kreuz bestickten weißen Mantel der Ritter des Deutschen Ordens her. Ihre Kombination mit den hanseatischen Farben Weiß-Rot der freien Städte Bremen, Hamburg und Lübeck ergab die schwarz-weiß-rote Handelsflagge des 1867 gegründeten Norddeutschen Bundes, die 1871 als Flagge des Deutschen Reiches übernommen wurde. Der Wappenspruch Preußens lautete seit der Reformation Suum cuique - Jedem das Seine.
Geschichte
Zur Vor- und Frühgeschichte sowie zur Geschichte des Ordensstaates siehe unter Ostpreußen.
Brandenburg-Preußen
Brandenburg-Preußen, das spätere Königreich Preußen, entstand im Wesentlichen aus zwei Landesteilen:
- aus der Mark Brandenburg, die zu den sieben Kurfürstentümern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gehörte,
- und aus dem 1466-1654 unter polnischer Lehenshoheit stehenden Herzogtum Preußen, das aus dem Staat der Deutschordensritter hervorgegangen war.
Das Kurfürstentum Brandenburg hatte Kaiser Sigismund (1368–1437) 1415 dem Burggrafen von Nürnberg, Friedrich von Hohenzollern (1371–1440), zu Lehen gegeben, nachdem das zuvor regierende Fürstenhaus der Askanier ausgestorben war. Auch das Herzogtum Preußen wurde seit dem 16. Jahrhundert von einer Linie des Hauses Hohenzollern regiert, nachdem der letzte Hochmeister des Deutschen Ordens, Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1490–1568), sich auf Anraten Martin Luthers (1483–1546) und mit Billigung des polnischen Königs Sigismund I. des Alten der Reformation angeschlossen und den Ordensstaat in ein erbliches Herzogtum umgewandelt hatte. Wie dessen Herrscher wurde auch die Bevölkerung evangelisch. Der Ordensstaat war bereits seit 1466 nicht mehr souverän gewesen, sondern unterstand der Lehenshoheit der polnischen Krone. Daher leistete Albrecht für das neue Herzogtum dem polnischen König Sigismund I. dem Alten (1467–1548) am 8. April 1525 in Krakau den Lehnseid.
Nach dem Erlöschen der herzoglich-preußischen Linie der Hohenzollern fiel ihr Herzogtum 1618 an ihre nächsten Verwandten, die Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg. Diese regierten von da an beide Länder in Personalunion. Bis zum Vertrag von Wehlau (1657) sollte ihr Herrschaftsgebiet jedoch politisch zweigeteilt bleiben: Brandenburg war Teil des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, Preußen weiterhin ein polnisches Lehen. Die Herrscher von Brandenburg-Preußen waren also sowohl dem deutschen Kaiser als auch der polnischen Krone lehenspflichtig.
Im Dreißigjährigen Krieg stand Brandenburg auf der Seite der evangelischen Union. Weite Teile des Landes wurden damals verwüstet und entvölkert. Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1620–1688), später der "Große Kurfürst" genannt, betrieb nach dem Krieg eine vorsichtige Schaukelpolitik zwischen den Großmächten, um sein wirtschaftlich und militärisch schwaches Land zu entwickeln. Er führte wirtschaftliche Reformen durch, baute ein schlagkräftiges Heer auf, entmachtete die Stände zugunsten einer absolutistischen Zentralverwaltung und holte Tausende aus Frankreich vertriebener Hugenotten ins Land. Er erwarb 1648 Hinterpommern, das restliche Ravensberger Land um Minden und Halberstadt sowie 1680 Magdeburg.
Friedrich Wilhelm betrieb zudem den Aufbau einer eigenen Kurbrandenburgischen Marine und verfolgte Kolonialprojekte in Westafrika und Westindien. Diese Pläne zeitigten aber erst gegen Ende seiner Regentschaft Erfolge. So wurde 1683 die Festung Groß Friedrichsburg im heutigen Guinea gegründet, die bis 1727 bestand.
Unter Kurfürst Friedrich Wilhelm I. wurde Brandenburg das nach Österreich mächtigste Land im Reich. Als infolge schwedisch-polnischer Auseinandersetzungen Polen geschwächt war, konnte er 1657 im Vertrag von Wehlau das Herzogtum Preußen aus der polnischen Oberhoheit lösen. Im Frieden von Oliva von 1660 wurde die Souveränität des Herzogtums endgültig anerkannt. Dies war eine entscheidende Voraussetzung für seine Erhebung zum Königreich unter dem Sohn des Großen Kurfürsten.
Königreich Preußen
Gründung des Königreichs
Rang, Reputation und Prestige eines Fürsten waren in der Zeit des Absolutismus wichtige politische Faktoren. Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg (1657-1713) kam daher die Tatsache sehr gelegen, dass das Herzogtum Preußen seit 1660 keiner anderen Krone mehr unterstand, also souverän war. Das ermöglichte es ihm, dessen Erhebung zum Königreich und seine eigene zum König anzustreben. Es ging ihm dabei vor allem darum, die Ranggleichheit mit dem Kurfürsten von Sachsen, der zugleich König von Polen war und mit dem Kurfürsten von Hannover, der Anwärter auf den englischen Thron war, zu wahren. Kaiser Leopolds I. stimmte daher zu dass er als Herrscher seiner außerhalb des Reichs gelegenen Territorien, also für das bisherige Herzogtum Preußen, den Königstitel führen dürfe. So krönte sich der Kurfürst am 18. Januar 1701 als Friedrich I. in Königsberg eigenhändig zum „König in Preußen“.
Die einschränkende Titulatur „in Preußen“ war nötig, weil die Bezeichnung als „König von Preußen“ als Herrschaftsanspruch auf das gesamte preußische Gebiet verstanden worden wäre. Da das Ermland und Westpreußen damals aber noch polnisch waren, hätte dies Konflikte mit dem Nachbarland heraufbeschworen, dessen Herrscher noch bis 1742 den Titel eines „Königs von Preußen“ beanspruchten. Seit 1701 bürgerte sich aber im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch allmählich die Landesbezeichnung „Königreich Preußen“ für alle von den Hohenzollern regierten Gebiete ein – ob innerhalb oder außerhalb des Heiligen Römischen Reiches gelegen.
Friedrich Wilhelm I. – Der Soldatenkönig
Der Sohn Friedrichs I., Friedrich Wilhelm I. (1713–1740) war weniger prunkliebend als sein Vater, sondern sparsam und praktisch veranlagt. Der „Soldatenkönig“ gilt als der eigentliche Schöpfer des preußischen Beamtentums und des stehenden Heers, das er zu einem der schlagkräftigsten in ganz Europa ausbaute. Zudem siedelte er über 20.000 Salzburger, protestantische Glaubensflüchtlinge, im dünn besiedelten Ostpreußen und weitere in anderen Landesteilen an. Von Schweden erwarb er 1720 Vorpommern bis zur Peene.
Friedrich II. - der Große
Peene (mitte) in Sanssouci mit Voltaire (links) und den führenden Köpfen der Berliner Akademie, 1850, ehemalige Nationalgalerie, Berlin, 1945 verbrannt.]]
Am 31. Mai 1740 bestieg sein Sohn Friedrich II. – später auch „Friedrich der Große“ genannt – den Thron. Als Kronprinz eher der Philosophie und den schönen Künsten zugeneigt, ließ er noch in seinem ersten Regierungsjahr die preußische Armee in Schlesien einmarschieren, auf das die Hohenzollern umstrittene Ansprüche erhoben. In den drei Schlesischen Kriegen (1740–1763) gelang es ihm, die Eroberung gegen Österreich zu behaupten, im letzten, dem Siebenjährigen Krieg (1756–1763), sogar gegen eine Koalition aus Österreich, Frankreich und Russland. Dies war der Beginn der preußischen Großmachtstellung in Europa und des preußisch-österreichischen Dualismus im Reich.
In den letzten 23 Jahren seiner bis 1786 währenden Herrschaft förderte Friedrich II., der sich als „erster Diener des Staates“ verstand, den Landesausbau und die weitere Besiedelung brandenburgisch-preußischer Gebiete, etwa des Oderbruchs. Als Vertreter des Aufgeklärten Absolutismus schaffte er die Folter ab, führte die Schulpflicht ein, schuf das Allgemeine preußische Landrecht und lockte mit der Gewährung völliger Glaubensfreiheit weitere Exulanten ins Land. Nach seiner Auffassung sollte in Preußen „jeder nach seiner Fasson selig werden“. Bekannt wurde in diesem Zusammenhang auch sein Ausspruch: „Alle Religionen seindt gleich und gut, wan nuhr die leute, so sie profesieren, Ehrlige leute seindt, und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land pöplieren, so wollten wir sie Mosqueen und Kirchen bauen.“
Gemeinsam mit Österreich und Russland betrieb Friedrich die Zerstückelung Polens. Bei der ersten polnischen Teilung 1772 fielen Westpreußen, der Netzedistrikt und das Fürstbistum Ermland an Friedrich II., so dass er sich nun König von Preußen nennen konnte. Bereits 1744 war auch Ostfriesland preußisch geworden.
Die Politik gegenüber Polen wurde von Friedrich Wilhelm II. (1786–1797) fortgesetzt. Bei der 2. und 3. Teilung Polens (1793 und 1795) sicherte sich Preußen weitere polnische Gebiete bis nach Warschau.
Niederlage gegen | | |