Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Altranstädter Friede

Altranstädter Friede

Der Altranstädter Friede wurde während des Großen Nordischen Krieges am 24. September 1706 im Schloss zu Altranstädt zwischen dem schwedischen König Karl XII. und dem Kurfürsten von Sachsen August II. geschlossen. Der Vertrag wurde an diesem Tag von seinen Unterhändlern unterzeichnet und am 19. Dezember 1706 von August II. ratifiziert. In diesem Vertrag wurde festgelegt, dass August II.
- für immer auf die polnische Krone verzichtet
- seine Allianz mit Russland auflöst
- alle Gefangenen freiläßt
- alle schwedischen Überläufer, namentlich Patkul ausliefert. Das Kurfürstentum blieb besetzt, es musste für den Unterhalt des schwedischen Heeres sorgen und Kontributionen zahlen; monatlich 500.000 Taler in bar und 125.000 Taler in Naturalien.
Die schwedische Besetzung kostete Sachsen etwa 23 Millionen Taler und dauerte ein Jahr. Alle Beteiligten verzichteten auf Schadenersatzforderungen:
"Soll auch aller Schaden welchen beede Theile der paciscirenden in diesem Krieg erlitten auf ewig vergessen sein"

Weblinks

[http://www.rpl.sachsen.de/de/internet/presse/presse_mitteilungen/2003/artikel/pr03-10-06schlaltran.htm Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Leipzig]
[http://www.igsbauer.de/schloessertour.htm Schlösser in und um Leipzig] Kategorie:Friedensvertrag Kategorie:1706 Kategorie:Nordische Kriege

Großer Nordischer Krieg

Der Große Nordische Krieg war ein Krieg um die Vorherrschaft im Ostseeraum. Am Ende des 17. Jahrhundert beherrschte Schweden einen großen Teil der Ostseeküsten. Die Hanse hatte ihren Einfluss fast völlig verloren. Seit 1617 waren die ehemals russischen Herrschaftsgebiete Ingermanland und Karelien in schwedischer Hand. Russlands Seeweg nach Europa war einzig über den Hafen Archangelsk möglich, der nur wenige Monate im Jahr eisfrei war. Peter I. hatte aber nach einem gescheiterten Versuch 1696 die Festung Asow am Schwarzen Meer erobert. Mit dem Frieden von Karlowitz verschaffte er sich Ruhe im Süden seines Reiches. Im August 1698 trafen sich Peter I. und August II., König von Polen und Kurfürst von Sachsen in Rawa, einer kleinen Stadt nördlich von Lwow und trafen Absprachen für eine Allianz gegen Schweden. Johann Reinhold von Patkul, ein livländischer Adliger sicherte August II. die Hilfe des livländischen Adels im Kampf gegen Schweden zu. Die Dänen schlossen sich der Allianz an, um verloren gegangenen Einfluss in der Ostsee wiederzugewinnen. Sie mobilisierten ihre Flotte und zogen ihr Heer an der Grenze des Herzogtums Holstein-Gottorp, eines schwedischen Verbündeten zusammen.

Der Beginn des Krieges

Am 12. Februar 1700 fiel die sächsische Armee ohne Kriegserklärung in Livland ein. Doch der livländische Adel stellte sich nicht auf die Seite der Sachsen. Die Einnahme der Festung Riga scheiterte. Die militärischen Erfolge waren sehr bescheiden. Die polnische Adelsrepublik, die Rzeczpospolita fühlte sich von August betrogen und erklärte, dass Polen sich nicht im Krieg mit Schweden befände. Nur einige polnische Magnaten wie Fürst Hieronim Augustyn Lubomirski schlugen sich anfangs auf seine Seite. Am 11. März erklärte Dänemark Schweden den Krieg und marschierte in das Herzogtum Holstein-Gottorp ein.

Erste Erfolge Schwedens

11. März Karl XII. ordnete die Mobilmachung an. Die schwedische Armee war kein Söldnerheer wie in anderen Ländern üblich. Die Soldaten der einzelnen Einheiten lebten in Friedenszeiten als Bauern in ihren Dörfern. Da sie einander kannten, hielten sie im Kampf eng zusammen. Fahnenflucht war in der schwedischen Armee so gut wie unbekannt. Wilhelm III. damals zugleich König in England und Holland, wünschte die Erhaltung des Friedens in Nordeuropa und garantierte den Status Quo. Da Dänemark der Angreifer war, stellte er sich auf die Seite Schwedens und schickte unter Admiral Rooke ein englisch-holländisches Geschwader mit 25 Linienschiffen Unterstützung Schwedens nach Göteborg. Schweden verfügt über eine Flotte von 38 Linienschiffe und 12 Fregatten, Dänemark dagegen nur 33 Linienschiffe und 7 Fregatten. In einem kühnen Manöver gelingt der schwedischen Flotte die Durchfahrt durch die kleinere der beiden Fahrrinnen im Sund, ausserhalb der Reichweite der Kanonen auf den dänischen Sundfestungen. Die schwedische Flotte vereinigt sich mit dem englisch-holländischen Geschwader, der kleinen dänischen Flotte von 33 Schiffen steht jetzt ein mächtiges Geschwader von mehr als 60 Schiffen gegenüber, so dass der dänische Admiral keine Seeschlacht wagt. Unter dem Schutz dieser Flotte kann Karl XII. am 23. Juli 1700 auf der dänischen Hauptinsel Seeland landen, Kopenhagen einschließen und im August mit der Belagerung der dänischen Hauptstadt beginnen. Der dänische König sieht sich jetzt einer katastrophalen Lage gegenüber: Seine kleine Flotte steht einer viel stärkeren feindlichen gegenüber, seine Hauptstadt wird belagert, und sein Heer operiert gegen Herzog Friedrich IV. von Holstein-Gottorp weit, weit weg in Holstein. Friedrich IV. muss seine Niederlage eingestehen und schließt am 18. August 1700 mit Schweden den Frieden von Traventhal: Der Status Quo Ante wird wieder hergestellt, Dänemark scheidet aus der Anti-Schwedischen-Koalition aus. Der erste Feldzug im Großen Nordischen Krieg endet schnelle und fast unblutig, Dänemark scheidet (vorerst) aus dem Krieg aus, Schweden hat einen Gegner weniger. Inzwischen hatte Russland am 19. August Schweden den Krieg erklärt und bedrohte die estländische Stadt Narva. In der Schlacht von Narva errangen jedoch die zahlenmäßig weit unterlegenen schwedischen Truppen einen überwältigenden Sieg gegen Russland. August hatte mit ansehen müssen, wie zwei seiner Verbündeten, Dänemark und Rußland von Karl XII. geschlagen worden sind. August bot Karl Friedensverhandlungen an, doch Karl lehnte ab. Im Februar 1701 trafen sich August und Peter erneut, um ihr Bündnis zu erneuern. Peter brauchte Zeit, seine Armee zu reorganisieren und aufzurüsten, August brauchte einen starken Verbündeten im Rücken der Schweden. Am 19. Juli 1701 standen sich sächsische und schwedische Soldaten bei Riga an der Düna gegenüber. Der sächsische Oberbefehlshaber Adam Heinrich Graf von Steinau ließ sich durch Ablenkungsmanöver täuschen und zersplitterte seine Einheiten. So gelang es der schwedischen Infanterie, den Fluss zu überqueren und einen Brückenkopf zu bilden. Die sächsische Armee erlitt zwar eine Niederlage, konnte sich aber sammeln und geordnet zurückziehen. Karl besetzte mit seinen Truppen Mitau, die Hauptstadt des Herzogtums Kurland, das zu Polen gehörte.

Der Feldzug in Polen

Im Oktober 1701 führt Karl XII. sein Heer nach Kurland. Die Rzeczpospolita, die polische Republik, protestierte gegen die Verletzung des polnischen Hoheitsgebietes, denn die polnische Republik (vertreten durch den poln. Reichstag) befand sich nicht im Krieg mit Schweden, sondern nur der König von Polen. August der Starke bot Karl XII. erneut Verhandlungen an. Karls erfahrene Ratgeber rieten ihm, mit dem König von Polen Frieden zu schließen. Doch Karl blieb starrsinnig und verlangte vom Sejm die Wahl eines neuen Königs. Das lehnte die Mehrheit des polnischen Adels ab. Im Januar 1702 verlegt Karl das schwedische Heer von Kurland weiter nach Süden, nach Litauen. Am 23.03.1702 verläßt Karl XII. das Winterquartier in Litauen und marschiert in das eigentliche Polen ein. Am 14. Mai 1702 ergibt Warschau sich kampflos. Es wird zur Zahlung eine hohen Kontribution gezwungen, bevor Karl seinen Marsch nach Süden, nach Krakau fortsetzt. Auf dem Weg dorthin stellt sich ihm das polnisch-sächsische Heer entgegen, und am 9. Juli 1702 kommt es zur Schlacht bei Klissow, südlich von Kielce. Die Polen und Sachsen unterliegen erneut gegen die Schweden. 2.000 Sachsen werden getötet oder verletzt, mehr als 1.000 geraten in schwed. Gefangenschaft, auf schwedischer Seite werden nur 900 Soldaten getötet oder verletzt. Die Schweden erbeuten die gesamte sächsische Artillerie und den gesamten Tross mit Augusts Feldkasse mit 150.000 Reichstalern und sogar seinem Silbergeschirr. August sammelt die verbliebenen Einheiten seines Heeres und zieht sich in die östlichen Landesteile Polen zurück. August bietet den Schweden nach dieser Niederlage abermal Friedensverhandlungen an, er will den schwedischen Forderungen so weit als irgend möglich entgegekommen. Nur König von Polen wünsche er zu bleiben. Auch der Kardinal-Primas unterbreitet im Namen der Republik Polen Vorschläge für einen Frieden. Er bietet Schweden poln. Livland, Kurland und eine hohe Kriegsentschädigung. Karl XII. müsse lediglich auf die Absetzung des Königs verzichten. Ein weiteres Mal zeigt Karl sich starrsinnig (König Eisenkopf) und beharrt auf der Absetzung Augusts. August zog sich mit seinem Hof nach Sandomierz zurück. Dort bildete der polnische Adel eine Konföderation zur Unterstützung von August II.. Sie kämpften gegen die schwedische Besetzung Polens und gegen den von Schweden geforderten neuen König. Mit Partisanenaktionen verwickelten sie die schwedischen Truppen in Gefechte und schwächten so ihre Kampfkraft.
Am 12. Juli 1704 wurde gegen den Willen der Mehrheit des polnischen Adels unter dem Schutz der schwedischen Armee Stanislaus I. Leszczynski zum König gewählt. Aber auch in Sachsen gab es Widerstand gegen die Polenpolitik ihres Kurfürsten. August erließ eine Akzisesteuer, um seine Kriegskasse zu füllen und die Armee aufrüsten zu können. Das brachte die sächsischen Stände gegen ihn auf. Außerdem erregte er den Unmut der Bevölkerung durch aggressive Methoden der Rekrutenwerbung.

Die Rückkehr Russlands in den Krieg

Peter I. hatte inzwischen unter enormen Anstrengungen seine Armee wieder aufgerüstet. Aus Kirchenglocken hatte er neue Kanonen gegossen. Peter nutzte die Abwesenheit von Karl XII. und des schwedischen Hauptheeres, die in Polen Jagd auf August machten, um ihn von polnischen Thron zu stossen, um das Baltikum anzugreifen. Gleichsam hinter Karls Rücken brachte er dem kleinen schwedischen Heer, das zur Verteidigung der baltischen Provinzen zurückgeblieben war, zwei Niederlagen bei und kontrollierte ab 1702 Estland und Livland, ausser den schwedischen Festungen. Am 11. Oktober 1702 fiel die Festung Nöteborg, die Peter in Schlüsselburg umtaufte, am 14. Juli 1704 Dorpat und am 9. August Narva. Im sumpfigen Delta der Newa begann Peter 1703 noch während des Krieges mit dem Aufbau seiner neuen Hauptstadt Sankt Petersburg. Im Dezember 1705 überschritten russische Truppen in einer Stärke von 20.000 Mann unter dem Kommando des Feldmarschalls Georg Benedict Ogilvy die polnische Grenze, um sich mit den sächsischen Truppen zu vereinigen. Karl zog ihnen mit dem Hauptteil seiner Armee entgegen. Ein Heer von 10.000 Mann unter der Führung von Carl Gustaf Rehnskiöld wandte sich gegen die Sachsen, die inzwischen wieder eine Stärke von 19.000 Soldaten hatten. Die russische Armee verschanzte sich in der Festung Grodno und wartete auf Entsatz.

Die Schlacht bei Fraustadt

Fraustadt Am 3. Februar 1706 trafen die Armeen bei Fraustadt aufeinander. Rehnskiöld befehligte kampferprobte Infanterie- und Kavallerieregimenter. Die sächsischen Truppen unter General von der Schulenburg waren zum großen Teil gepresste und schlecht ausgebildete Soldaten. Mehrere Regimenter bestanden aus französischen und Schweizer Kriegsgefangenen. Und es gab eine russische Hilfstruppe von 6.400 Mann. Als die Schweden losstürmten, brach die sächsische Front zusammen. Nach wenigen Stunden war die Schlacht vorbei. Nur etwa 3.000 Soldaten konnten sich über die Oder retten. Die russischen Gefangenen ließ General Rehnskiöld niedermachen. Da die russische Armee in Grodno nicht mehr auf Hilfe hoffen konnte, wagte sie einen Ausbruch. Sie entkamen den Verfolgern und konnten sich über die Grenze retten. Karl erkannte, dass er eine Entscheidung in Russland herbeiführen musste. Dafür brauchte er aber Rückenfreiheit.

Die Besetzung Sachsens

Am 27. August 1706 rückte die schwedische Armee in Sachsen ein. Sie eroberte Zug um Zug das Kurfürstentum und erstickte jeden Widerstand im Keim. Karl XII. sicherte der sächsischen Bevölkerung zu, dass keine Übergriffe und Repressalien stattfänden, wenn sie den Anordnungen der Besatzungsmacht Folge leisten. August, der seit der Schlacht bei Fraustadt keine nennenswerten Truppen mehr in Polen hatte, bot Karl Friedensverhandlungen an. Seine Unterhändler unterzeichneten am 24. September 1706 in Altranstädt einen Friedensvertrag.

Die Schlacht bei Kalisch

Kalisch Die Nachricht von dem Friedensschluss erhielt August am 15. Oktober. Inzwischen marschierte ein russisches Heer von 20.000 Mann unter Führung von Menschikow dem schwedischen Korps in Polen entgegen. August versuchte, den Kampf zu verhindern und warnte den schwedischen Kommandeur, doch ohne Erfolg. Am 29. Oktober stellten sich die 5.000 schwedischen Soldaten bei Kalisch zum Kampf. Sie wurden von den russischen Truppen völlig vernichtet. Die polnische Reiterei von Stanislaus I. Leszczynski wurde versprengt. Über 100 Offiziere (unter ihnen auch polnische Magnaten) gerieten in Gefangenschaft. Nach diesem Sieg schlugen seine Ratgeber August II. vor, den Friedensvertrag zu annullieren und an der Seite Russlands weiter zu kämpfen. Doch August lehnte ab und kehrte nach Sachsen zurück. Am 19. Dezember ratifizierte er den Friedensvertrag. Als Karl im September 1707 das Land in Richtung Osten verließ, hatte er seine Armee auf 34.000 Mann vergrößert, neu eingekleidet und mit neuen Waffen ausgerüstet. Seine Kriegskasse war um mehrere Millionen Taler größer. In Polen stießen 8.000 schwedische Rekruten zu ihm. In Polen allerdings weigerte sich die Konföderation von Sandomierz unter dem Hetman Adam Sieniawski, dem reichsten Mann Polens und Schwiegersohn Fürst Lubomirskis, die Abdankung Augusts II. und die Thronbesteigung Stanislaus Leszczynskis anzuerkennen. Der russische Zar schlug den Polen neue Thronkandidaten vor und auch Leszczynski versuchte seine Gegner für sich zu gewinnen. Dies scheiterte aber an der Frage der Verteilung von Pfründen und Posten. Die Konföderation hatte allerdings nur geringen militärischen Wert; ihre Truppen konnten allenfalls den Nachschub der Schweden stören.

Die Wende des Krieges bei Poltawa

Nun stand Peter I. praktisch allein der schwedischen Großmacht gegenüber. 1708 erschienen erneut russische Truppen in Polen. Ihnen gelang es in dem außergewöhnlich harten Winter 1708/09, den Tross der schwedischen Armee zu erbeuten, die damit von ihrer Versorgung abgeschnitten war. Auch die erwartete Verstärkung durch die mit Schweden verbündeten Kosaken unter Ataman Iwan Mazeppa blieb aus. So war zu Beginn des Frühjahrs 1709 nur noch ein Drittel der schwedischen Armee mit wenigen Kanonen einsatzbereit. Besonders die in Deutschland angeworbenen Soldaten hatten die Kälte nicht verkraftet. Dennoch wagte es Karl XII. tief auf russisches Gebiet vorzudringen. Am 8. Juli 1709 kam es in der Ukraine zur entscheidenden Schlacht bei Poltawa. Die Schweden erlitten eine vernichtende Niederlage; Karl XII. floh nach Süden ins Osmanische Reich.

Die Schlacht am Pruth

Peter schickte seinen Botschafter nach Istanbul und forderte die Auslieferung Karls. Ahmed III. ließ den Botschafter ins Gefängnis werfen. Daraufhin fiel Peter mit seiner Armee ins Osmanische Reich ein. Die osmanischen Truppen kesselten ihn bei Huşi, einem kleinen Ort am Pruth ein. Sie nutzten jedoch ihre überlegene Position nicht aus und ließen ihn ehrenvoll abziehen. Im Friedensvertrag verpflichtete Peter sich, die Festung Asow abzutreten und sich aus den Gebieten der Kosaken zurückzuziehen. Nach der Niederlage der Schweden bei Poltawa kündigte August den Friedensvertrag von Altranstädt. Am 20. August 1709 marschierten erneut sächsische Truppen in Polen ein. Die schwedischen Truppen 9.000 Mann zogen sich nach Stettin und Stralsund zurück. Stanislaus Leszczynki floh ins Ausland.

Neue Bündnispartner

Am 28. Juni 1709 erneuerten Dänemark und Sachsen ihren Bündnisvertrag. Auch andere Staaten griffen in den Krieg ein. Das Kurfürstentum Hannover erhob Anspruch auf Bremen und Verden. Preußen wollte sich der schwedischen Gebiete in Pommern bemächtigen – Stettin, Usedom, Wollin. Ende 1709 besetzte die dänische Armee mit 14.000 Soldaten die Insel Schonen, wurden jedoch drei Monate später von den Schweden unter dem Kommando von Magnus Stenbock wieder zurückgeschlagen. 1711 scheiterte ebenfalls ein Angriff von Dänen, Sachsen und Russen auf die Städte Stralsund und Wismar. 1712 versuchte Schweden noch einmal, das Kriegsglück zu seinen Gunsten zu wenden. Magnus Stenbock setzte mit 16.000 Soldaten nach Rügen über, um nach Polen einzumarschieren. Doch die dänische Flotte zerstörte vor Hiddensee sein Nachschubgeschwader. Trotzdem gelang ihm am 20. Dezember 1712 in der Schlacht bei Gadebusch ein Sieg über die verbündeten sächsischen und dänischen Truppen. Die verloren 6.000 Soldaten und mussten sich fluchtartig zurückziehen. Im Januar 1713 ließ Stenbock die Stadt Altona niederbrennen. Als 1713 der preußische König Friedrich I. starb, trat sein Sohn Friedrich Wilhelm I. in das Bündnis gegen Schweden ein und besetzte Stettin. Friedrich Wilhelm I. Peter I. sicherte seine Gebietsgewinne im Ostseeraum. Im Sommer 1713 hatte er Südfinnland erobert. Zu Wasser waren die Schweden mit ihren großen Schiffen, die viele Geschütze tragen konnten, der russischen Flotte aber weit überlegen. Peters einzige Chance war eine Schlacht in Küstennähe. Unter Aufbietung aller Mittel verdoppelte er seine Ostseeflotte und stellte sie unter das Kommando erfahrener Venezianer und Griechen. Im August 1714 lagen sich die beiden Flotten bei Hangö gegenüber. Während einer anhaltenden Flaute kämpften sich die kleineren, aber wendigen russischen Schiffe durch den schwedischen Geschützhagel und enterten die unbeweglichen schwedischen Schiffe eins nach dem anderen. Damit herrschte die russische Flotte über die nördliche Ostsee.

Die Rückkehr des schwedischen Königs

Auch in dieser für Schweden äußerst kritischen Lage lehnte Karl XII. mehrere Friedensangebote ab. Er war im November 1714 aus Bender in die Festung Stralsund zurückgekehrt. Als er erste Erfolge gegen die preußische Armee erzielte, wurde er von den vereinigten russischen, sächsischen, preußischen und dänischen Truppen in der Festung eingeschlossen. Nach monatelanger Belagerung ergaben sich die eingeschlossenen Schweden am 23. Dezember 1715. Karl konnte in einem Fischerboot über die Ostsee entkommen. Am 11. Dezember 1718 fand er bei der Belagerung der norwegischen Festung Frederikshald unter bis heute ungeklärten Umständen den Tod durch eine Kugel in die Schläfe.

Das Ende des Krieges

Im Januar 1719 verbündete August sich mit Österreich und England, die ihm Hilfe bei einem Angriff Russlands auf Polen zusicherten. Im November 1719 löste er die Allianz mit Peter I. auf und schloss einen Waffenstillstand mit Schweden. Ulrike I. Eleonore erkannte ihn als König von Polen an. Auch Hannover, Preußen und Dänemark stellten die Kriegshandlungen ein. Hannover erhielt Bremen und Verden; Preußen gewann Vorpommern mit Stettin, Usedom und Wollin. Im Friedensvertrag von Nystad trat Schweden die Gebiete Ingermanland, Livland, Estland, die Inseln Ösel und Dagö sowie Südkarelien an Russland ab. Dafür erhielt es Finnland zurück, das Peter 1714 erobert hatte.

Fazit

Russland ist aus diesem Krieg als neue Großmacht in Europa hervorgegangen. Seine neue Hauptstadt entstand an der Ostsee, geschützt durch breite Küstengebiete. Schweden verlor seine Vormachtstellung im Ostseeraum und musste das Herzogtum Holstein-Gottorp als Bundesgenossen aufgeben.

Verfeindete Vettern

Kategorie:Nordische Kriege

24. September

Der 24. September ist der 267. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 268. in Schaltjahren). Zum Jahresende verbleiben 98 Tage.

Ereignisse

Politik


- 787 - Beginn des zweiten Konzils von Nicäa
- 1706 - Altranstädter Friede: Sachsen verzichtet auf die Krone Polens
- 1828 - In Kassel wird der Mitteldeutsche Handelsverein gegründet.
- 1956 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Belgien. In Kraft seit dem 22. März 1957.
- 1968 - Swasiland wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1973 - Die Unabhängigkeit Guinea-Bissaus von Portugal wird in Boe erklärt.
- 1978 - In einer Volksabstimmung im Schweizer Kanton Bern entscheiden sich über 80 Prozent für die Schaffung eines neuen Kantons Jura.
- 1993 - Aserbaidschan tritt der GUS bei.
- 1993 - Kambodscha verkündet eine neue Verfassung als Königreich. Erster König wird Prinz Norodom Sihanouk.
- 2000 - Vorgezogene Präsidentschaftswahlen und Wahlen zum jugoslawischen Bundesparlament.
- 2001 - Das Freihandelsabkommen zwischen Jordanien und USA tritt in Kraft.
- 2002 - In Bahrain wird ein Gesetz zur Gründung von freien Gewerkschaften erlassen.
- 2002 - Angela Merkel wird Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU.
- 2003 - Das litauische Kabinett beschließt den Verkauf der Anteile an der russischen Gasprom.
- 2003 - Urteil im Kopftuchstreit.
- 2003 - Das Europäische Parlament empfiehlt durch großen öffentlichen Druck eine Abänderung der bisherigen Richtlinie zur Einführung von Softwarepatenten in der EU.

Kultur


- 1728 - Uraufführung der Oper The Quaker's Opera von Henry Carey in London.
- 1838 - Uraufführung der komischen Operette Die Verjüngerungs-Essenz von Conradin Kreutzer am Theater am Kärntnertor in Wien.
- 1858 - Uraufführung der Oper Flis (Der Flößer) von Stanislaw Moniuszko in Warschau.
- 1940 - In Berlin kommt in 66 Kinos der Propagandaspielfilm Jud Süß des Regisseurs Veit Harlan zur Erstaufführung.
- 1944 - Uraufführung der Dachau-Messe von Pater Gregor Theodor Schwake im "Priesterblock" des KZ Dachau
- 1957 - Uraufführung des Tanzdramas Maratona von Hans Werner Henze in Berlin
- 1959 - Günter Grass' Roman "Die Blechtrommel" wird veröffentlicht.

Technik


- 1852 - Das erste Luftschiff, gebaut von Henri Giffard, fährt mit Dampfkraft von Paris nach Trappes.
- 1955 - mit der Eröffnung der Moosersperre und der Drosensperre wird der Bau des Kraftwerks Kaprun abgeschlossen.
- 1968 - an der Universität Sapporo wird die erste Minikamera präsentiert, mit der über Glasfaser Bilder vom schlagenden Herzen sichtbar gemacht werden können.

Katastrophen


- 1993 - Das Städtchen Brig (Schweiz, Kanton Wallis) wurde vom Bach Saltina überschwemmt

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1949 - Das bundesdeutsche Nationale Olympische Komitee wird gegründet
- 1988 - Der gedopte Kanadier Benjamin Sinclair Johnson gewinnt die Goldmedaille im 100m Sprint bei den Olympischen Sommerspielen in Seoul und löst einen Skandal aus.
- 1994 - Oliver McCall gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lennox Lewis in der Wembley Arena durch technischen KO.
- 1995 - Sammy Lelei, Kenia, gewinnt die Marathonstrecke in Berlin, in der Zeit von 02:07:02 Stunden.

Geboren


- 1473 - Georg von Frundsberg, deutscher Landsknechtführer
- 1501 - Gerolamo Cardano, italienischer Arzt, Mathematiker und Erfinder
- 1564 - William Adams, englischer Weltreisender
- 1583 - Albrecht Wenzel von Wallenstein, deutscher kaiserlicher Feldherr
- 1625 - Johan de Witt, niederländischer Staatsmann
- 1705 - Leopold Joseph Graf Daun, Fürst von Thiano, österreichischer Feldmarschall und Feldherr im Siebenjährigen Krieg
- 1717 - Horace Walpole, englischer Schriftsteller
- 1725 - Arthur Guinness, irischer Gründer der Guinness Brauerei
- 1739 - Grigori A. Potemkin, russischer Feldmarschall
- 1755 - John Marshall, US-amerikanischer Jurist und Politiker
- 1772 - Guillaume de Vaudoncourt, französischer General und Kriegshistoriker
- 1795 - Antoine-Louis Barye, französischer Bildhauer
- 1817 - Ramón de Campoamora y Campoosorio, spanischer Lyriker, Dramatiker und Kulturpublizist
- 1821 - Daniel Harvey Hill, General der Konföderierten Staaten von Amerika
- 1836 - Pablo Arosemena Alba, fünfter Staatspräsident von Panama Pablo Arosemena Alba
- 1846 - Wladimir Peter Köppen, deutscher Meteorologe, Klimatologe und Botaniker
- 1851 - Federico Boyd, vierter Staatspräsident Panamas
- 1856 - Julius Klengel, deutscher Violoncellist
- 1856 - Ludwik Warynski, polnischer Revolutionär
- 1858 - Carl Pulfrich, deutscher Physiker und Optiker
- 1861 - Walter Simons, deutscher Jurist und Politiker
- 1864 - Andrej Hlinka, slowakischer Geistlicher und Politiker
- 1871 - Charlotte Dod, britische Tennisspielerin
- 1878 - Charles Ferdinand Ramuz, schweizerischer Schriftsteller
- 1881 - Lu Xun, chinesischer Schriftsteller
- 1882 - Alfons Petzold, österreichischer Schriftsteller
- 1884 - Hugo Schmeisser, Konstrukteur von Infanteriewaffen
- 1884 - İsmet İnönü, türkischer Staatspräsident
- 1886 - Edward Bach, englischer Arzt (Bach-Blütentherapie)
- 1887 - Wilhelm Niklas, deutscher CSU-Politiker, MdB 1951-1953
- 1888 - Kanken Toyama, japanischer Karatemeister und Adeliger († 1966)
- 1891 - William Friedmann, US-amerikanischer Kryptologe
- 1895 - André Frédéric Cournand, französisch-US-amerikanischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 1896 - F. Scott Fitzgerald, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1898 - Howard Walter Florey, australischer Pathologe
- 1899 - Jovan Bandur, kroatischer Komponist
- 1901 - Germain Bazin, französischer Kunsthistoriker
- 1905 - Severo Ochoa, US-amerikanischer Biochemiker, Nobelpreisträger
- 1906 - Michael Jary, deutscher Komponist
- 1908 - Otto Hopf, deutscher Schauspieler und Sänger
- 1908 - Egon Reinert, deutscher CDU-Politiker, Ministerpräsident des Saarlandes 1957-1959
- 1910 - Helmut Melchert, deutscher Tenor
- 1910 - Frank Pelleg, israelischer Pianist
- 1911 - Konstantin Ustinowitsch Tschernenko, sowjetischer Politiker
- 1913 - Max Proebstl, deutscher Bass
- 1914 - Jirí Kolár, tschechischer Schriftsteller und Collage-Künstler
- 1917 - Otto Günsche, SS-Hauptsturmfüher und persönlicher Adjutant Adolf Hitler´s
- 1919 - Francisco Garcia Pavón, spanischer Schriftsteller
- 1922 - Bert Ira Gordon, US-Amerikanischer Regisseur
- 1926 - Veit Relin, österreichischer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur
- 1926 - Ricardo María Carles Gordó, Erzbischof von Barcelona und Kardinal
- 1930 - Ingrid Bachér, deutsche Schriftstellerin
- 1930 - Willy Seiler, deutscher Rundfunk- und Fernsehmoderator
- 1930 - Edgar Wählte, deutscher Tenor
- 1931 - Anthony Newley, britischer Schauspieler und Sänger
- 1932 - Walter Wallmann, deutscher Politiker, Bundesumweltminister, Ministerpräsident von Hessen
- 1934 - Manfred Wörner, deutscher Politiker, Bundesverteidigungsminister, NATO-Generalsekretär
- 1934 - John Brunner, britischer Science-Fiction Autor
- 1936 - Jim Henson, US-amerikanischer Puppenspieler (Muppet-Show)
- 1940 - Barbara Allbut, US-amerikanische Sängerin
- 1941 - Alexander Lang, deutscher Theaterregisseur
- 1942 - Phillis Allbut, US-amerikanische Sängerin
- 1942 - Gerry Marsden, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1942 - Linda McCartney, US-amerikanische Musikerin und Frau von Paul McCartney
- 1942 - Gerhard Rübenkönig, deutscher Politiker (SPD)
- 1944 - Diana Körner, deutsche Schauspielerin
- 1944 - Eric Silvester, deutscher Sänger und Komponist
- 1946 - Kjell Asperud, norwegischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1946 - Jerry Donahue, britischer Musiker
- 1946 - Uschi Obermaier, deutsche Schauspielerin und Model (Kommune 1)
- 1947 - Peter Götz, deutscher CDU-Politiker
- 1948 - Margot Mahler, deutsche Schauspielerin, Sängerin und Autorin
- 1948 - Heinz Chur, deutscher Komponist
- 1951 - Pedro Almodóvar, spanischer Filmregisseur
- 1951 - Heinz Hoenig, deutscher Filmschauspieler
- 1957 - Wolfgang Wolf, deutscher Fußballtrainer und -spieler
- 1958 - Kevin Sorbo, US-amerikanischer Schauspieler
- 1959 - Angus Zeb Gaye, englischer Popmusiker
- 1961 - Pierre Cosso, französischer Schauspieler und Sänger
- 1962 - David Anspaugh, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1969 - Megan Ward, US-amerikanische Schauspielerin
- 1971 - Marty Cintron, US-amerikanischer Popsänger und Gitarrist
- 1971 - Ché Jouaner, US-amerikanischer Popsänger und Tänzer
- 1977 - Frank Fahrenhorst, deutscher Fußballspieler

Gestorben


- 366 - Liberius, Papst
- 768 - Pippin der Jüngere, fränkischer König
- 1054 - Hermann von Reichenau, Mönch, Historiker, Schriftsteller und Astronom
- 1143 - Innozenz II., Papst von 1130 bis 1143
- 1180 - Manuel I. Komnenos, byzantinischer Kaiser
- 1541 - Theophrast von Hohenheim (Paracelsus), deutscher Arzt
- 1545 - Albrecht von Brandenburg, Erzbischof von Magdeburg und Kurfürst von Mainz
- 1572 - Túpac Amaru, letzter Herrscher des Inkareiches
- 1575 - Anna von Ostfriesland, deutsche Adlige
- 1630 - Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt, Regent von Schwarzburg-Rudolstadt
- 1638 - Georg Friedrich, Markgraf von Baden-Durlach
- 1732 - Reigen, 112. Kaiser von Japan
- 1748 - Albrecht Wolfgang Graf zu Schaumburg-Lippe, Militär und Heerführer, Landesherr von Schaumburg-Lippe
- 1809 - August Ludwig Hülsen, deutscher Philosoph der Frühromantik
- 1812 - Pjotr Iwanowitsch Bagration, russischer General und Feldherr
- 1813 - André Grétry, französischer Komponist
- 1834 - Jonas Galusha, US-amerikanischer Politiker, Jurist und Gouverneur von Vermont
- 1834 - Peter IV., König von Portugal und Kaiser von Brasilien
- 1840 - Jacques MacDonald, Marschall von Frankreich
- 1841 - Karl Stülpner, Volksheld des Erzgebirges
- 1862 - Anton Martin Slomšek, slowenischer Geistlicher, Schriftsteller und Dichter
- 1877 - Saigo Takamori, japanischer Samurai
- 1889 - Daniel Harvey Hill, General der Konföderierten Staaten von Amerika
- 1895 - Heinrich Adolf von Bardeleben, deutscher Mediziner
- 1904 - Niels Ryberg Finsen, dänischer Arzt und Nobelpreisträger
- 1906 - Heinrich Scharrer, deutscher Botaniker und Landschaftsarchitekt
- 1912 - Adolf Marschall von Bieberstein, deutscher Politiker
- 1920 - Carl Peter Fabergé, russischer Goldschmied und Juwelier
- 1930 - Otto Mueller, deutscher Maler des Expressionismus
- 1938 - Joe Ball, Serienmörder
- 1939 - Carl Laemmle, deutsch-US-amerikanischer Filmproduzent
- 1941 - Gottfried Feder, deutscher Politiker
- 1942 - Julius Moses, jüdischer Sozialdemokrat, naturheilkundlicher Arzt und Politiker
- 1945 - Hans Geiger, deutscher Physiker
- 1953 - Berthold Viertel, österreichischer Regisseur
- 1963 - Walter Menzel, deutscher Politiker
- 1964 - Sean O'Casey, irischer Freiheitskämpfer und Dramatiker
- 1967 - Robert van Gulik, niederländischer Krimi-Schriftsteller
- 1969 - Warren McCulloch, US-amerikanischer Neurophysiologe und Kybernetiker
- 1974 - Hans-Joachim Fricke, deutscher Politiker
- 1975 - Elisabeth Castonier, deutsche Schriftstellerin
- 1976 - Wilhelm Kamlah, deutscher Musikwissenschaftler, Theologe und Philosoph
- 1978 - Hasso von Manteuffel, im 1. Weltkrieg als Husar im Husarenregiment 3
- 1978 - Ida Noddack-Tacke, deutsche Chemikerin
- 1983 - Leopold III., belgischer König
- 1993 - Ian Stuart Donaldson, Sänger und 'Kopf' der neonazistischen Skinband Skrewdriver
- 1994 - Otto F. Walter, Schweizer Schriftsteller
- 1998 - Genrich Saulowitsch Altschuller, russischer Ingenieur und Wissenschaftler
- 2003 - Edward W. Said, palästinensischer Kulturwissenschaftler
- 2003 - Herb Gardner, US-amerikanischer Schauspieler
- 2003 - Lyle Bettger, US-amerikanischer Schauspieler
- 2004 - Françoise Sagan, französische Schriftstellerin
- 2004 - Raja Ramanna, indischer Atomwissenschaftler

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag von Guinea-Bissau
- Feiertag (Heritage Day) in Südafrika
- Landesfeiertag von Salzburg (Bundesland)
- Festtag der Heiligen Rupert von Salzburg und Virgilius von Salzburg

Siehe auch

:23. September - 25. September :24. August - 24. Oktober :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0924 ja:9月24日 ko:9월 24일 ms:24 September simple:September 24 th:24 กันยายน

Altranstädt

Altranstädt ist ein Ortsteil der Gemeinde Großlehna im Landkreis Leipziger Land, Freistaat Sachsen. Das Dorf liegt westlich von Leipzig an der Grenze zu Sachsen-Anhalt und wurde 1091 gegründet. Seit 1218 hat Altranstädt eine Kirche. Auf dem Gelände eines früheren Klosters wurde 1620 das Schloss errichtet und aus dem Klostergut entstand ein Rittergut. Das Schloss war sowohl der Abschlussort des 1706 geschlossenen Altranstädter Friedens als auch der Altranstädter Konvention von 1707. Die Besitzer des Rittergutes Altranstädt waren:
- Wiedemann (bis 1588)
- Schütz (1588-1594)
- Badehorn (1595-1646)
- von Weißenbach (1646-1689)
- Frau von Brandenstein geb. Weißenbach (1676/81 Anteil)
- Frau von Helldorf geb. von Weißenbach (1679-88 Anteil)
- von Meusebach (1689-1696)
- von Friesen (1696-1715)
- Cammann (1715-1771)
- von Hohenthal (ab 1771) Bis 1815 gehörte Altranstädt zum Amt Lützen des Leipziger Kreises des Königreichs Sachsen und gelangte dann an den Kreis Merseburg der preußischen Provinz Sachsen. 1946 lebten hier 1817 Einwohner. 1951 wurde Altranstädt nach Großlehna eingemeindet.

Weblinks


- [http://www.tvll.de/sehensw/ortsbe/altran.htm Chronologie von Altranstädt und Großlehna]
- [http://www.tvll.de/sehensw/burg/burg-06.htm Schloß Altranstädt] Kategorie:Ort in Sachsen

Karl XII.

Karl XII. (
- 27. Juni (17. Juni alt. St.) 1682 in Stockholm; † 11. Dezember 1718 bei Fredrikshald) war von 1697 bis 1718 König von Schweden. Er entstammte der Dynastie Pfalz-Zweibrücken, einer Nebenlinie des Adelsgeschlechts der Wittelsbacher.

Leben

Wittelsbacher Karl XII. war der älteste Sohn Karls XI. von Schweden und seiner Gemahlin Ulrika von Dänemark. Er wurde am 29. November 1697 im Alter von nur fünfzehn Jahren zum König von Schweden gekrönt. Im März 1700 begann der Große Nordische Krieg. Schweden wurde überraschend von Dänemark-Norwegen, Polen-Sachsen und Russland angegriffen. Bereits im Oktober 1698 hatten August II. von Polen und Friedrich IV. von Dänemark ein Offensivbündnis gegen Schweden geschlossen, dem Peter der Großen von Russland später beitrat. Nach einem Sieg wollten die Verbündeten die seit 1611 eroberten schwedischen Ostsee-Provinzen (Schonen, Livland, Estland, Ingermanland, Vor-Pommern, Wismar) unter sich aufteilen. Schwedens Gegner unterschätzten dabei aber das Risiko, das von einem Angriff auf eine europäischen Großmacht wie Schweden ausging. Sie glaubten an einen leichten und schnellen Sieg, da das Land von einem sehr jungen und unerfahrener König regiert wurde. Die gefürchtete schwedische Armee wurde schließlich von einem Oberbefehlshaber ohne jegliche militärische Erfahrung kommandiert. Im Frühling 1700 stand Karl XII. einer Koalition mächtiger Gegner gegenüber und musste sein Land gegen sie verteidigen. Seine Strategie dazu war einfach aber brillant. Er konzentrierte alle Kräfte auf jeweils einen Feind, um ihn zu besiegen und zum Frieden zu zwingen, und wandte sich dann dem nächsten Feind zu. Die Feindseligkeiten begannen 1700 mit dem Angriff seines Cousins Friedrich IV. von Dänemark auf das mit Schweden verbündete Herzogtum von Holstein-Gottorf, das von Friedrich IV., einem weiten Cousin Karls regiert wurde. Karl nutzte die Abwesenheit der dänischen Armee, die in Holstein operierte, aus. Er landete am 23. Juli 1700 mit englisch-holländischer Flottenunterstützung auf der dänischen Hauptinsel Seeland, schloss Kopenhagen ein und begann im August mit der Belagerung der dänischen Hauptstadt. Friedrich IV. Der dänische König sah sich in einer gefährlichen Lage. Seine kleine Flotte stand einer viel stärkeren gegenüber, seine Hauptstadt wurde belagert, und das Heer war weit entfernt. Friedrich IV. schloss in dieser hoffnungslosen Situation am 18. August 1700 mit Schweden den Frieden von Traventhal. Der Status quo ante wurde wieder hergestellt, Dänemark schied aus der anti-schwedischen Koalition aus. Karl wandte sich nun den beiden übriggebliebenen Gegnern zu, Peter und August. Beide waren dabei, die schwedischen Besitzungen im Baltikum anzugreifen. August der Starke hatte Mitte Juli 1700 mit der Belagerung der mächtigen schwedischen Festung Riga begonnen. Nach der Nachricht von der Niederlage der Dänen brach er entmutigt und ohne Erfolg die Aktion wieder ab. Russland begann im August 1700 mit seinem Angriff auf Estland und im September wurde mit der Belagerung der schwedischen Festung Narwa begonnen. Karl XII. entschloss sich, das russische Heer anzugreifen, und so die Festung Narwa zu entsetzen. In der Narva besiegte er mit einer schwedischen Armee von nur zehntausend Mann eine zahlenmäßig überlegene Armee der Russen. Bei einem Angriff auf die russischen Linien im Schutz eines Schneesturms wurden diese von der routinierten schwedischen Armee durchbrochen, und das feindliche Heer in zwei Teile gespalten. Viele von Peters Truppen, zumeist Rekruten, flohen vom Schlachtfeld, und ertranken in der Narva. Der Rest der geschlagen Truppen zog sich undiszipliniert und führungslos nach Nowgorod zurück, wo allerdings nur ein kleiner Teil ankam; die meisten desertierten, erfroren oder verhungerten auf dem Weg dorthin. Die Schlacht von Narwa ist einer der größten Siege der schwedischen Militärgeschichte. Ende 1700 hatte Karl XII. Schweden erfolgreich verteidigt und alle feindlichen Truppen von schwedischem Territorium vertrieben. 1701 folgte Karl seiner Strategie, und wandte sich nun gegen Polen. Er eroberte Warschau, schlug August und seine sächsischen Verbündeten in der Schlacht bei Klissow 1702 und besetzte auch noch Krakau, die alte polnischen Königsstadt. Nach der Absetzung des Königs von Polen 1704 platzierte Karl seinen eigenen Mann auf dem polnischen Thron, den Magnaten Stanislaus Leszczynski. Währenddessen konnte Peter gleichsam hinter dem Rücken von Karl XII. Ingermanland und Estland erobern und baute an der Ostsee sogar eine neue Stadt – Sankt Petersburg. Nachdem Karl eingesehen hatte, dass er August auf polnischem Territorium nicht besiegen konnte, da er in Sachsen immer wieder neue Armeen aufstellte, griff Karl 1706 Sachsen direkt an. Im Frieden von Altranstädt zwang er August zu einem Friedensvertrag und wendete sich seinem letzten verbliebenen Gegner, Peter dem Großen zu. Um das Baltikum nicht ein weiteres Mal zum Schlachtfeld zu machen, und um einen endgültigen Sieg über Rußland zu erringen, griff er direkt Moskau, die russischen Hauptstadt, an. Wieder einmal forderte das strenge Wetter seine Opfer – diesmal unter Karls Truppen bei deren Marsch durch die Ukraine. Als sie Poltawa erreichten, war Karl verwundet, ein Drittel seiner Infanterie war tot, und sein wertvoller Versorgungszug war zerstört. Karl erwartete Unterstützung durch eine massive Kosakenrebellion in der Ukraine, aber die Russen vernichteten die Rebellenarmee, bevor sie die Schweden erreichen konnte. Der König selbst war durch ein durch seine Verletzungen verursachtes Koma außer Gefecht gesetzt und konnte die schwedischen Kräfte nicht in der Schlacht führen. Die Schlacht war ein Desaster, und Karl floh ins Osmanische Reich, wo er ein Lager in Bender aufschlug. Die Türken begrüßten anfangs die Anwesenheit des schwedischen Königs, der einen Krieg zwischen Russen und Türken provozierte. Allerdings war der Sultan Karls Intrigenspiele überdrüssig und setzte ihn gefangen. Währenddessen nutzten dessen alte Feinde Russland und Sachsen seine Abwesenheit aus, um ihre verlorenen Gebiete wiederzugewinnen oder gar auszuweiten. England, ein Alliierter der Schweden, kam seinen Bündnispflichten nur durch die halbherzige Entsendung eines Ostseegeschwaders nach, während Preußen die schwedischen Besitzungen in Deutschland angriff. Russland besetzte Finnland und August II. erlangte den polnischen Thron zurück. Als er sein Reich bedroht sah, flüchtete Karl aus dem Osmanischen Reich und ritt in nur fünfzehn Tagen durch Europa, um nach Pommern zurückzukehren. Seine Bemühungen zur Wiederherstellung seines Reiches hatten allerdings ein Ende, als er im dänisch kontrollierten Norwegen von einer verirrten Kugel tödlich getroffen wurde. Seine Schwester, Ulrike Eleonore, folgte ihm auf den Thron.

Fazit

Mit Karl XII. endet die schwedische Großmachtstellung und das seit 1611 währende Ringen um die Ostseeherrschaft, um das so genannte Dominium Maris Baltici. Russland löste Schweden nach dem Nordischen Krieg als Großmacht ab. Karls XII. Rang als Feldherr ist in der Militärgeschichte umstritten. Er war zwar ein großer Taktiker, ein nur noch eigenwillig zu nennender Stratege (sein 6 Jahre währender Polenfeldzug hat Russlands Aufstieg ermöglicht) aber ein schlechter Diplomat. Er hatte mehrfach die Angebote zu einem Siegfrieden ausgeschlagen (beispielsweise hatte August ihm 1701 und 1702 mehrfach Kurland und poln. Livland, und ein Bündnis gegen Peter angeboten). Karl verfolgte weiter sein wohl illusionäres Ziel, in Polen und Russland schwedische Vasallen auf den Thron zu bringen. Keine hundert Jahre nach Karls Tod hatte Schweden all seine Besitzungen außerhalb des Mutterlandes im Ostseeraum (einschließlich Finnland) verloren. Außergewöhnlich war seine Abstinenz gegenüber Frauen und Alkohol. Bis heute streiten sich die Historiker darüber, ob er homosexuell, autosexuell oder auch missverstanden fanatisch religiös war. Seit dem Sieg von Narva war der Krieg sein erklärtes Ziel; im Krieg fühlte er sich am wohlsten. Zeitgenossen erwähnten seine schier übermenschliche Fähigkeit, Schmerz zu ertragen und seinen völligen Mangel an Emotionen.

Wissenschaftliche Leistungen

Die Interessen des Königs erstreckten sich auch auf die Mathematik. Die Erfindung des oktalen Zahlensystems wird ihm zugeschrieben, obwohl einige Wissenschaftshistoriker vermuten, dass entweder Emanuel Swedenborg oder Christoph Polhem die eigentlichen Erfinder seien.

Literatur


- Jörg-Peter Findeisen: Karl XII. von Schweden – ein König, der zum Mythos wurde. Duncker & Humblot, Berlin 1992, ISBN 3-428-07284-7.
- Jörg-Peter Findeisen: Das Ringen um die Ostseeherrschaft. Duncker & Humblot, Berlin 1992, ISBN 3-428-07495-5.
- Robert K. Massie: Peter der Große – Sein Leben und seine Zeit. Athenaeum Verlag, Bodenheim 1980.
- Heinz-Jürgen Zierke: Karl XII. Hinstorff Verlag, Rostock 1979.

Weblinks


- [http://home3.swipnet.se/~w-38927/karlxii.html The Great Northern War and Charles XII] Kategorie:König (Schweden) Kategorie:Herzog (Pfalz-Zweibrücken) Kategorie:Wittelsbacher Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1682 Kategorie:Gestorben 1718 ja:カール12世 (スウェーデン王)

19. Dezember

Der 19. Dezember ist der 353. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 354. in Schaltjahren) - somit bleiben 12 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1154 - Mit der Thronbesteigung des Grafen von Anjou, Heinrich II., kommt das Haus der Plantagenet in England an die Macht.
- 1333 - Erste Erwähnung der Burg Mydlovar
- 1909 - Borussia Dortmund wird gegründet
- 1924 - Der Schriftsteller Erich Mühsam wird vorzeitig aus der Haft entlassen, zu der er wegen Beteiligung an der Münchener Räterepublik verurteilt worden ist.
- 1941 - Adolf Hitler übernimmt anstelle des entlassenen Generalfeldmarschalls Walther von Brauchitsch den Oberbefehl über das Heer.
- 1960 - Der Tschad wird Mitglied in der UNESCO.
- 1984 - Mit River Raid wird in Deutschland das erste Videospiel indiziert
- 1986 - Der sowjetische Regimekritiker Andrei Sacharow wird von der sowjetischen Regierung rehabilitiert und darf aus der Verbannung nach Moskau zurückkehren.
- 1993 - Guinea. Erste demokratische Präsidentschaftswahlen. Staatspräsident Lansana Contée wird in seinem Amt bestätigt.
- 1998 - Das Repräsentantenhaus in Washington, D.C. stimmt für eine Amtsenthebungsklage gegen US-Präsident Bill Clinton wegen Meineid und Behinderung des Kongresses.
- 1999 - Boris Trajkovski wird Staatspräsident in Mazedonien

Wirtschaft


- 1887 - Die Deutsche Kolonialgesellschaft wird gegründet.

Wissenschaft, Technik


- 1972 - Mit Apollo 17 kehren die vorläufig letzten Menschen, die ihren Fuß auf den Mond gesetzt haben, auf die Erde zurück.

Kultur


- 1878 - Uraufführung der Oper Der Sohn des Mandarin von César Cui im Künstler-Club in Sankt Petersburg.
- 1881 - Uraufführung der Oper Hérodiade von Jules Massenet am Théâtre de la Monnaie in Brüssel.
- 1918 - Uraufführung der Oper Nepřemožení (Die Unüberwundenen) von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag.
- 1934 - Der Spielfilm "Das träumende Herz" von Julien Duvivier, mit Jean Gabin und Madeleine Renaud, erhält in Paris den "Grand Prix du Cinéma français".
- 1936 - Die Philosophische Fakultät der Universität Bonn fühlt sich bemüßigt, Thomas Mann die Ehrendoktorwürde abzuerkennen, da er ausgebürgert wurde.
- 1967 - Der Spielfilm "Bonnie and Clyde" von Arthur Penn, mit Warren Beatty und Faye Dunaway, wird in Deutschland erstmalig aufgeführt.
- 1968 - Der Spielfilm "Easy Rider", von und mit Dennis Hopper und Peter Fonda, hat in den USA Premiere.
- 1969 - Die Oper "Puntila" von Paul Dessau wird an der Deutschen Staatsoper in Ostberlin uraufgeführt.
- 1969 - Uraufführung der Oper Lanzelot von Paul Dessau an der Deutschen Oper Berlin.

Religion


- 1516 - Franz I. und Leo X. schließen das Konkordat von Bologna

Katastrophen


- 1954 - Eine DC-6 der italienischen Fluggesellschaft Alitalia schiesst im Nebel über die Start- und Landebahn des Idlewild Airport, heute John F. Kennedy International Airport, hinaus und fällt in das kalte Wasser der Jamaica Bay, woraufhin sie explodiert. 26 Menschen sterben, zwei werden gerettet.
- 1997 - Absturz einer Boeing 737 der Silk Air in Sumatra, Indonesien, alle 104 Menschen an Bord sterben.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1863 - Das erste Fußballspiel nach den modernen Regeln der Football Association findet statt.
- 1909 - Der Fußballvereins Borussia Dortmund wird gegründet.
- 1970 - Kurt Cannon fliegt mit seinem Hubschrauber Sikorsky S-67 "Blackhawk" den Geschwindigkeitsweltrekord von 355,5 km/h.

Geboren


- 1343 - Wilhelm I. (Meißen), Markgraf von Meißen
- 1498 - Andreas Osiander, deutscher Theologe
- 1594 - Gustav II. Adolf von Schweden, schwedischer König aus der Herrscherfamilie der Wasa (Dynastie)
- 1671 - Christiane Eberhardine von Brandenburg-Bayreuth, Kurfürstin von Sachsen
- 1683 - Philipp V., König von Spanien
- 1744 - Karl von Hessen-Kassel, hessischer Adliger
- 1747 - Natalis Pinot, französischer Priester und Märtyrer
- 1770 - Nicolas-Joseph Maison, französischer General und Staatsmann, Marschall von Frankreich
- 1776 - Edward Somerset, britischer Kavalleriegeneral
- 1778 - Marie Thérèse Charlotte von Frankreich, Tochter von König Ludwig XVI. von Frankreich und Königin Marie Antoinette
- 1790 - William Edward Parry, britischer Admiral
- 1813 - Thomas Andrews, irischer Physiker und Chemiker
- 1815 - Edwin McMasters Stanton, US-amerikanischer Politiker und Kriegsminister
- 1817 - Charles Dancla, französischer Violinist und Komponist
- 1819 - James Spriggs Payne, Präsident von Liberia
- 1825 - George Frederick Bristow, US-amerikanischer Komponist
- 1845 - Henri Joseph Perrotin, französischer Astronom
- 1849 - Henry Clay Frick, US-amerikanischer Industrieller
- 1852 - Albert Abraham Michelson, deutsch-amerikanischer Physiker
- 1854 - Louis Brillouin, französischer Physiker
- 1855 - Carl Schroeter, deutsch-Schweizer Botaniker
- 1857 - Siegmund Lustgarten, österreichischer Arzt
- 1861 - Italo Svevo, italienischer Schriftsteller
- 1868 - Théodore Steeg, französischer Politiker
- 1874 - Adolph Ernst Knoch, Autor theologischer Schriften und Bibelherausgeber
- 1875 - Mileva Marić, Mathematikerin und die erste Frau Albert Einsteins
- 1876 - Enrique Pla y Deniel, Erzbischof von Toledo und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1879 - Beals Wright, US-amerikanischer Tennisspieler
- 1879 - Emilie Gourd, Schweizer Frauenrechtlerin
- 1882 - Walter Braunfels, deutscher Komponist und Pianist
- 1884 - Antonín Zápotocký, tschechoslowakischer Politiker
- 1886 - Ángel Herrera Oria, Erzbischof von Quebec und Kardinal
- 1886 - Matthias Gelzer, Schweizer Althistoriker
- 1888 - Fritz Reiner, US-amerikanischer Dirigent
- 1888 - Gustav Gundelach, deutscher Politiker
- 1888 - Josef Beran, Erzbischof von Prag und Kardinal
- 1891 - Carl Schneider, deutscher Psychiater
- 1891 - Edward Raczyński, polnischer Diplomat und Politiker
- 1891 - Philipp Keller, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1894 - Paul Dessau, deutscher Komponist und Dirigent
- 1900 - Géza von Cziffra, österreichischer Filmregisseur
- 1900 - Johannes Kirschweng, katholischer Priester und Schriftsteller
- 1901 - Rudolf Hell, deutscher Erfinder
- 1902 - Ralph Richardson, britischer Schauspieler
- 1903 - George Davis Snell, US-amerikanischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 1904 - Barbette (Trapezkünstler), US-amerikanischer Trapezkünstler
- 1906 - Leonid Iljitsch Breschnew, Parteichef der KPdSU der Sowjetunion
- 1907 - Vasja Pirc, slowenischer Schachspieler
- 1908 - Gisèle Freund, deutsch-französische Fotografin und Fotohistorikerin
- 1910 - Jean Genet, französischer Romanautor, Dramatiker und Poet
- 1910 - José Lezama Lima, kubanischer Schriftsteller
- 1913 - Juan Landázuri Ricketts, Erzbischof von Lima und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1915 - Edith Piaf, französische Chansonsängerin
- 1916 - Elisabeth Noelle-Neumann, deutsche Meinungsforscherin (Allensbach)
- 1918 - Professor Longhair, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1919 - Edda Seippel, deutsche Schauspielerin
- 1919 - Giancarlo De Carlo, italienischer Architekt
- 1920 - Little Jimmy Dickens, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1922 - Walter Höllerer, deutscher Germanistikprofessor und Literat
- 1923 - Gordon Jackson, britischer Schauspieler
- 1924 - Michel Tournier, zeitgenössischer Schriftsteller Frankreichs
- 1924 - Victor Fenigstein, Schweizer Komponist und Klavierpädagoge
- 1925 - Rabah Bitat, algerischer Präsident (1978-1979)
- 1925 - Tana Schanzara, deutsche Schauspielerin
- 1925 - Tankred Dorst, deutscher Dramatiker
- 1926 - Eckart Dux, Schauspieler und Synchronsprecher
- 1927 - James Booth, britischer Schauspieler
- 1928 - Anne Golon, französische Schriftstellerin (Angélique)
- 1929 - Bob Brookmeyer, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1929 - Paul Nizon, Schweizer Schriftsteller
- 1930 - Andreas Baltes, deutscher Politiker und MdB
- 1932 - Banharn Silapa-Archa, Ministerpräsident von Thailand
- 1932 - Bernhard Vogel, deutscher Politiker
- 1932 - Rainer Bertram, deutscher Schlagersänger
- 1934 - Kurt Hamrin, schwedischer Fußballspieler
- 1934 - Rudi Carrell, niederländischer Fernsehmoderator, Komiker und Sänger
- 1936 - Remy A. Presas, philippinischer Kampfkunst-Trainer
- 1938 - Heinrich August Winkler, deutscher Historiker
- 1939 - Hubert Knobloch, deutscher Sportjournalist und -reporter
- 1940 - Phil Ochs, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1941 - Maurice White, Gründer der Band Earth, Wind and Fire
- 1943 - Faradsch Karajew, aserbaidschanischer Komponist
- 1944 - Alvin Lee, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber (Ten Years After)
- 1944 - Heinz-Günter Prager, deutscher Bildhauer
- 1944 - Richard Leakey, Paläoanthropologe
- 1944 - Zal Yankovsky, kanadischer Musiker
- 1945 - John McEuen, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1946 - Jean-Christophe Mitterrand, französischer Präsidentensohn und Berater
- 1946 - Robert Urich, US-amerikanischer Schauspieler
- 1947 - Janie Fricke, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1948 - Peter Welnhofer, deutscher Politiker
- 1949 - Jupp Kapellmann, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1950 - Jürgen Fuchs, DDR-Bürgerrechtler, Schriftsteller, Sozialpsychologe
- 1951 - Anette Rückes, deutsche Leichtathletin und Olympionikin
- 1952 - Peter Stephan Jungk, US-amerikanischer deutschsprachiger Schriftsteller
- 1954 - Oswald Metzger, deutscher Politiker
- 1956 - Jens Fink-Jensen, dänischer Autor
- 1957 - Cyril Collard, französischer Regisseur
- 1957 - Kevin McHale, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1957 - Michael Edward Fossum, US-amerikanischer Astronaut
- 1958 - Limahl, britischer Sänger und Songschreiber (Kajagoogoo)
- 1961 - Eric A. Cornell, US-amerikanischer Physiker
- 1961 - Reggie White, US-amerikanischer Football-Profi
- 1962 - Markus Weise, deutscher Feldhockeytrainer
- 1963 - Jennifer Beals, US-amerikanische Schauspielerin
- 1963 - Nino de Angelo, deutscher Schlagersänger
- 1963 - Til Schweiger, deutscher Schauspieler und Produzent
- 1964 - Arvydas Sabonis, litauischer Basketballspieler
- 1964 - Béatrice Dalle, französische Schauspielerin
- 1964 - Ben Becker, deutscher Schauspieler
- 1966 - Alberto Tomba, italienischer Skirennfahrer
- 1967 - Jens Lehmann, deutscher Radsportler
- 1967 - Michael Wolf, deutscher Filmschauspieler
- 1969 - Aziza Mustafa Zadeh, aserbaidschanische Komponistin, Pianistin und Sängerin
- 1969 - Kristy Swanson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1971 - Tristan Egolf, US-amerikanischer Schriftsteller und Musiker
- 1972 - Alyssa Milano, US-amerikanische Schauspielerin, Produzentin und Sängerin
- 1973 - Takashi Sorimachi, japanischer TV-Schauspieler und Sänger
- 1977 - Elisa Toffoli, italienische Sängerin und Songwriterin
- 1979 - Nikolai Bury, deutscher Filmschauspieler
- 1980 - Jake Gyllenhaal, US-amerikanischer Schauspieler
- 1980 - Thomas Borenitsch, österreichischer Fußballspieler
- 1982 - Tero Pitkämäki, finnischer Speerwerfer

Gestorben


- 401 - Anastasius I.; als Nachfolger von Siricius Papst seit 399
- 1370 - Urban V., als Nachfolger von Innozenz VI. Papst seit 1362
- 1734 - Jakob Louis Heinrich Sobieski, unterlegener Kronprinz von Polen
- 1741 - Vitus Bering, dänisch-russischer Marineoffizier und Entdecker
- 1749 - Francesco Antonio Bonporti, in Padua; italienischer Prister und Komponist, der Bach beeinflusste
- 1812 - Konrad Wilhelm Ledderhose, deutscher Jurist
- 1848 - Emily Brontë, britische Schriftstellerin
- 1851 - William Turner, englischer Maler
- 1853 - Adolf Heinrich Schletter, Seidenwarenhändler, Konsul und Stifter
- 1878 - Bayard Taylor, US-amerikanischer Autor
- 1915 - Alois Alzheimer, Entdecker der Alzheimerschen Krankheit
- 1936 - Theodor Wiegand, deutscher Archäologe
- 1943 - Carl Busch, US-amerikanischer Komponist
- 1953 - Robert Andrews Millikan, in Pasadena, Kalifornien; US-amerikanischer Physiker und Sachbuchautor
- 1954 - Frans Gunnar Bengtsson, in Stockholm; schwedischer Schriftsteller
- 1965 - Emil Kio, in Kiew; sowjetischer Zirkuskünstler und Zauberer
- 1966 - Ehm Welk, in Bad Doberan;: deutscher Schriftsteller
- 1967 - Harold Holt, (für tot erklärt); 17. Premierminister Australiens
- 1968 - Tiberiu Brediceanu, rumänischer Komponist
- 1977 - Jacques Tourneur, in Bergerac; US-amerikanischer Regisseur französischer Herkunft
- 1977 - Nellie Tayloe Ross, erster weiblicher Gouverneur der USA
- 1979 - Wilhelm Kaisen, in Bremen; deutscher Journalist und Politiker
- 1980 - Conrad Ahlers, deutscher SPD-Politiker
- 1982 - Jean-Jacques Grünenwald, in Paris; französischer Komponist und Organist
- 1989 - Stella Gibbons, britische Schriftstellerin
- 1990 - Norbert Dufourcq, französischer Musikhistoriker und Organist
- 1996 - Marcello Mastroianni, italienischer Filmschauspieler
- 1999 - Desmond Llewelyn, britischer Schauspieler (Q in James Bond-Filmen)
- 2003 - Hope Lange, US-amerikanische Schauspielerin
- 2004 - Ted Abernathy, US-amerikanischer Baseballspieler
- 2004 - Horst Raspe, deutscher Schauspieler
- 2004 - Renata Tebaldi, italienische Opernsängerin

Feier- und Gedenktage

Siehe auch


- 18. Dezember - 20. Dezember
- 19. November - 19. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1219 ja:12月19日 ko:12월 19일 simple:December 19 th:19 ธันวาคม

1706

Ereignisse


- 12. Mai: Die letzte totale Sonnenfinsternis in Deutschland vor 1999. Sie ist in der Schweiz sowie in der heutigen Bundesrepublik Deutschland südöstlich der Linie Freiburg im Breisgau: Würzburg: Leipzig: Frankfurt/Oder zu sehen
- 24. September: Altranstädter Friede
- Das dänische Sklavenschiff Kron-Printzen sinkt in einem Sturm mit 820 Sklaven an Bord

Kultur


- 18. Februar: Uraufführung der Oper Alcione von Marin Marais an der Grand Opéra Paris
- 6. Juli: Uraufführung der Oper Endimione von Giovanni Bononcini im Palazzo di Belfonte bei Wien

Geboren


- 7. Januar: Johann Heinrich Zedler, Buchhändler und Verleger in Leipzig († 1751)
- 17. Januar: Benjamin Franklin, nordamerikanischer Politiker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Naturphilosoph († 1790)
- 28. Januar: John Baskerville, englischer Schriftentwerfer, Schreibmeister, Drucker († 1775)
- 12. Februar: Johann Joseph Christian, deutscher Bildhauer und Holzschnitzer († 1777)
- 7. März: Johann Leonhard Dober, Missionar der Herrnhuter Brüdergemeinde
- 24. April: Giovanni Battista Martini, italienischer Komponist und Musiktheoretiker († 1784)
- 10. Juni: John Dollond, Teleskopbauer († 1761)
- 16. August: Florian Bahr, Deutscher Jesuit und China-Missionar

Gestorben


- 29. Januar: Johann Georg Aberle, bayerischer Soldat
- 1. März: Heino Heinrich Graf von Flemming, Heerführer, Generalfeldmarschall und Gouverneur von Berlin (
- 1632)
- 3. März: Johann Pachelbel, deutscher Komponist (
- 1653)
- 19. Mai: Simon Rettenpacher, neulateinischer Schriftsteller (
- 1634)
- 26. August: Michael Willmann, deutscher Barockmaler (
- 1630)
- 2. Dezember: Johann Georg Ahle, deutscher Komponist, Organist, Dichter und evangelischer Kirchenmusiker (
- 1651)
- 9. Dezember: Peter II. (Portugal), Regent König von Portugal (
- 1648)
- 28. Dezember: Pierre Bayle, französischer Philosoph und Gelehrter (
- 1647) ko:1706년

Johann Reinhold von Patkul

Johann Reinhold von Patkul (
- Juli 1660 in Stockholm; † (hingerichtet) 11. Oktober 1707 beim Kloster Kasimierz bei Posen) war ein livlänischer und sächsischer Staatsmann und gilt als Verteidiger der Landesrechte Livlands und Urheber des Großen Nordischen Krieges.

Leben

Die Familie von Patkul war seit dem Spätmittelalter in Livland ansässig. Sein Vater Friedrich Wilhelm von Patkul war livländischer Landrat und schwedischer Major. Als solcher wurde er 1657 wegen des Verdachts von Hochverrat nach Stockholm gebracht, wo sein Sohn Johann Reinhold 1660 geboren wurde. Der Vater starb, noch bevor sein Sohn sechs Jahre alt war. Wo Johann Reinhold studierte, ist nicht sicher belegt. Fest steht, dass er 1680 nach Livland zurückkehrte und die Verwaltung der väterlichen Güter übernahm. Da Patkul gegenüber dem König Karl XI. von Schweden die Rechte der livländischen Ritterschaft energisch vertrat, musste er 1694 ins Exil gehen, nachdem das Todesurteil über ihn verhängt, seine livländischen Güter beschlagnahmt und seine Schriften verbrannt worden waren. Nach mehreren Zwischenstationen war es ein Zufall, dass er im Mai 1698 in Buckau dem Günstling des Königs von Polen und Kurfürsten von Sachsen, August dem Starken, Jakob Heinrich Graf von Flemming, vorgestellt wurde. Dieser lud ihn ein, nach Polen zu kommen. Patkul stimmt zu, da er vermutlich hoffte, mit sächsisch-polnischer Hilfe einen Krieg gegen den Schwedenkönig zu erreichen. Am 1. November 1698 trat er in den Dienst Augusts des Starken und erreichte, dass 1699 mit Dänemark und Russland ein gegen Schweden gerichtetes Bündnis abgeschlossen wurde. Er wurde dadurch der Initiator des Großen Nordischen Krieges. 1701 ging er in den Dienst des russischen Zaren Peter I. über und wurde 1703 dessen Gesandter am sächsisch-polnischen Hof. Doch als August der Starke einen Separatfrieden mit Schweden anstrebte, wirkte er diesem entgegen, woraufhin er am 19. Dezember 1705 auf der Festung Sonnenstein inhaftiert wurde. Am 9. September 1706 wurde er auf die Festung Königstein umquartiert und nach dem Altranstädter Frieden am 7. April 1707 aus der Haft entlassen und an den Schwedenkönig ausgeleifert. Dieser ließ ihn als Landesverräter rädern und vierteilen.

Weblinks


- [http://www.peoples.ru/military/scout/patkul/patkul_1.jpg Porträt]
- [http://mdz.bib-bvb.de/digbib/lexika/adb/images/adb025/@ebt-link?target=idmatch(entityref,adb0250227) Artikel Johann Reinhold von Patkul in der Allgemeinen Deutschen Biographie] (ADB) Bd. 25, S. 225-237 Patkul, Johann Reinhold von Patkul, Johann Reinhold von Patkul, Johann Reinhold von

Kategorie:1706



Kategorie:Nordische Kriege

Kategorie:Russische Militärgeschichte Kategorie:Schwedische Militärgeschichte Kategorie:Deutsche Militärgeschichte Kategorie:Krieg Kategorie:Finnische Geschichte

Papilionidé

La famille des papilionidés (Papilionidae) est une famille de papillons diurnes qui comprend environ 570 espèces dans le monde. Ce sont de grands papillons aux couleurs généralement vives. La plupart possède une « queue » sur chaque aile postérieure. Bien que la majorité soit d'origine tropicale, on peut en rencontrer sur tous les continents à l'exception de l'antarctique. C'est dans cette famille que l'on peut observer les plus grands papillons du monde (genre Troides) originaires d'Australasie. Les papilionidés diffèrent des autres familles de papillons par au moins trois caractères anatomiques :
- les chenilles possèdent derrière la tête un organe érectile fourchu appelé osmeterium. Lorqu'une chenille est agressée, elle prend une posture arquée, l'osmeterium érigé émettant des substances odorantes contenant des terpènes.
- la deuxième nervure anale sur l'aile postérieure atteint le bord de l'aile alors qu'elle fusionne avec la première dans les autres familles.
- les écailles cervicales se rejoignent sous le cou. Elle est divisée en 3 sous-familles :
- les baroniinés (sous-famille dont le seul représentant est
Baronia brevicornis un papillon mexicain)
- les parnassiinés (sous-famille de l'apollon (
Parnassius apollo)); souvent classés comme famille à part entière Parnassiidae .
- les papilioninés (sous-famille du machaon (
Papilio machaon)) On en compte 11 espèces présentes en Europe et 18 au Canada.
- les espèces européennes : :
- Papilioninés : ::
-
Papilio machaonmachaon ::
-
Papilio hospitonporte-queue corse ::
-
Papilio alexanoralexanor ::
-
Iphiclides podalirius