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Aluminiumacetat

Aluminiumacetat

Aluminiumacetate, sind die Aluminiumsalze der Essigsäure, die als farblose Feststoffe vorliegen und nach ihren folgenden drei Derivaten unterschieden werden:
- Das neutrale Aluminiumtriacetat, Al(OOCCH3)3
- Das basische Aluminiumdiacetat, HOAl(OOCCH3)2
- Das basische Aluminiummonoacetat, (HO)2AlOOCCH3

Synthese

Bringt man Aluminiumsulfat in eine Bariumacetat-Lösung, so erhält man das Triacetat. Eine weitere Darstellungmöglichkeit besteht durch Zusammenbringen von Aluminiumhydroxid, Acetanhydrid und Eisessig in wässriger Lösung, wodurch sich zunächst die basischen Aluminiumacetate bilden. Das Diacetat lässt sich direkt darstellen, indem man Natriumaluminat mit Essigsäure zur Reaktion bringt.

Verwendung

Das Diacetat findet in der Medizin aufgrund seiner antiseptischen und adstringierenden Wirkung Verwendung in der Wundbehandlung. Häufig wird es hier als essigsaure Tonerde bezeichnet.

Wiki-/Weblinks

Siehe auch:
- Chemikalienliste
- WikiProjekt Chemikalien
- Portal:Chemie Kategorie:Chemische Verbindung Kategorie:Acetate

Aluminium

Aluminium (von lat. alumen = Alaun) ist ein chemisches Element des Periodensystems mit der Ordnungszahl 13. Das Elementsymbol ist Al. Es gehört zur Borgruppe (früher auch als Gruppe der Erdmetalle bezeichnet). Aluminium ist das dritthäufigste Element und häufigste Metall in der Erdkruste und tritt nur in chemisch-gebundenem Zustand auf.

Eigenschaften

Das Leichtmetall Aluminium hat aufgrund einer sich sehr schnell an der Luft bildenden dünnen Oxidschicht ein stumpfes, silbergraues Aussehen. Die Oxidschicht macht Aluminium sehr korrosionsbeständig. Durch elektrische Oxydation (eloxieren) oder auf chemischem Weg kann die schützende Oxydschicht verstärkt werden. Aluminium ist ein sehr weiches, zähes Metall, es ist dehnbar und kann durch Auswalzen zu dünner Folie verarbeitet werden. Es lässt sich gut gießen, verformen, biegen, pressen, schmieden und spanabhebend bearbeiten. Entstandene Spannungen durch Kaltverformen können durch weichglühen (bis 250°C) beseitigt werden. Aluminium ist ein guter elektrischer Leiter (60% von Kupfer).

Geschichte

Aluminium ist im Vergleich zu anderen Metallen noch nicht lange bekannt. Es wurde erst im Jahr 1808 durch Sir Humphry Davy entdeckt und benannt. Friedrich Wöhler gelang die Herstellung von Aluminium im Jahr 1827 basierend auf einer unreinen Form, die Hans Christian Ørsted zwei Jahre zuvor hergestellt hatte. Der Preis von Aluminium war zu jener Zeit höher als der von Gold. Durch Henri Sainte-Claire Deville wurde der Wöhler-Prozess im Jahr 1846 weiter verfeinert und 1859 in einem Buch publiziert. Dadurch fiel der Aluminiumpreis innerhalb von zehn Jahren um 90 Prozent. 1886 wurde unabhängig voneinander durch Charles Martin Hall und Paul Héroult das jetzt nach ihnen benannte Verfahren zur Herstellung von Aluminium entwickelt: der Hall-Héroult-Prozess. Nach diesem Prinzip erfolgt noch heute die großtechnische Aluminiumherstellung. Im Jahr 1889 wurde das Verfahren durch Carl Josef Bayer weiter verbessert.

Vorkommen

Aluminium ist das Metall, welches in der Erdkruste am häufigsten vorkommt (7,57 Prozent des Gesamtgewichts der Erdkruste). Es tritt allerdings nirgends rein auf, sondern nur in chemischen Verbindungen. Aluminium findet man in der Natur häufig als Aluminiumsilikat in Ton, Gneis, Granit und Basalt. Eine wirtschaftliche Gewinnung von Aluminium ist nur aus Bauxit möglich. Bauxit enthält ca. 60% Aluminiumoxyd (Al2O3), ca. 30% Eisenoxyd (Fe2O3), Siliziumoxyd (SiO2) und Wasser. In seltener Form ist Aluminiumoxid in Korund, bekannt als Rubin und Saphir, vorhanden. Die rote bzw. blaue Farbe der Steine entstehen durch Verunreinigungen. Bauxitvorkommen befinden sich in Südfrankreich (Les Baux), Ungarn, Russland, Indien und USA.

Gewinnung und Darstellung

Nach dem Verfahren von Ørsted (1825) wird Aluminium aus Aluminiumchlorid und Kaliumamalgam hergestellt, wobei Kalium als Reduktionsmittel dient: \mathrm Nach Wöhler wird metallisches Kalium zur Reduktion verwendet. Technisch gelingt die Herstellung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse (Kryolith-Tonerde-Verfahren, Bayer-Verfahren). Dieser Prozess ist sehr energieaufwändig. Der Energieaufwand beträgt etwa 13–16 kWh/kg. Wegen der geringen Dichte von Aluminium wird dieses Metall gerne da verwendet, wo Masse bewegt werden muss, vor allem in der Verpackungsindustrie und der Luft- und Raumfahrt; Aus diesem Grund gewinnt der Werkstoff Aluminium im Fahrzeugbau zunehmend an Bedeutung. In Legierungen mit Magnesium, Silizium und anderen Metallen werden Festigkeiten in Strangpressprofilen erreicht, die denen von Stahl nur wenig nachstehen. Daher ist die Verwendung von Aluminium für die Gewichtsreduzierung sehr beliebt. Insbesondere im Flugzeugbau und in der Weltraumtechnik ist Aluminium der Werkstoff der Wahl. Kraftfahrzeughersteller nutzen den Werbeeffekt des Werkstoffes. Im Haushalt trifft man Aluminium in Form von Getränkedosen und Aluminiumfolie an, zuweilen auch als Kochtöpfe. Umweltverbände kritisieren den Einsatz von Aluminium wegen des hohen Ressourcenverbrauchs bei der Herstellung. In der Lebensmittel-Herstellung findet es Verwendung als Lebensmittelfarbe (E 173) bei Überzügen von Zuckerwaren zur Dekoration von Kuchen und Feinen Backwaren. In Pulverform (Partikelgröße < 500 µm) ist es vor allem, wenn es nicht phlegmatisiert ist, aufgrund seiner großen Oberfläche sehr reaktiv. So reagiert Aluminium beispielsweise mit Wasser unter Abgabe von Wasserstoff zu Aluminiumoxid. Ebenso ist es für die stark exotherme (bis zu 2500 °C) Thermit-Reaktion unerlässlich. Vorsicht: Nicht phlegmatisierter Aluminiumstaub entzündet sich bei Luftkontakt explosionsartig von selbst, er hat das Gefahrenzeichen [F+]. Aluminium wird häufig durch eine Eloxalschicht geschützt. Die Aluminiumverarbeitung geschieht oft mit Hilfe von Gußverfahren (Aluminiumgießerei). Urformen:
- Sandguss
- Strangguss
- Druckguss
- Kokillenguss
- Strangpressen
- Sprühkompaktieren

Sicherheitshinweise

Aluminium ist eines der wenigen reichlich vorhandenen Elemente, das keine vorteilhafte Funktion in lebenden Zellen zu haben scheint, aber einige Prozent der Bevölkerung reagieren allergisch — sie erleiden Ausschläge in jeder möglichen Form durch Verwenden von Antitranspirationsprodukten, Verdauungsstörungen und Unfähigkeit, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen, die in Aluminiumtöpfen gekocht wurde, oder Erbrechen und anderen Vergiftungserscheinungen durch Einnehmen aluminiumhaltiger Medikamente. Aluminium ist nicht so giftig wie Schwermetalle, aber vieles spricht für eine geringe Giftigkeit, wenn es in übermäßigen Mengen gebraucht wird. Jedoch ist der Gebrauch von Aluminiumgeschirr, das sehr populär wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und guten Hitzeübertragung ist, unbedenklich. Übermäßiger Verbrauch von Mitteln gegen Sodbrennen und Deodorants, die Aluminium enthalten, sind wahrscheinlichere Ursachen von Vergiftungserscheinungen. Es wurde eine Zeit lang vermutet, dass Aluminium Alzheimer hervorrufen kann. Diese Vermutung konnte nicht bewiesen werden. Ferner besteht jedoch der Verdacht, dass Aluminium Brustkrebs fördern könnte. Auch diese Vermutung ist noch nicht wissenschaftlich bestätigt.

Ökologie

Hinsichtlich der Umweltbelastung ist die gute Recyclierbarkeit von Aluminium hervorzuheben. Außerdem wird durch Leichtbau mit Aluminiumwerkstoffen (beispielsweise Aluminiumschaum, Strangpressprofile) Masse von beweglichen Teilen und Fahrzeugen gespart, was zur Energieeinsparung bei der Anwendung führt. Andererseits wird für die Elektrolyse von Aluminium sehr viel Elektroenergie benötigt. Der Abbau von Bauxit führt zu Umweltzerstörungen. Aluminium ist physiologisch unbedenklich und hat deshalb seine berechtigte Anwendung in der Nahrungsmittelindustrie.

Aluminiumlegierungen

Die erste hochfeste, aushärtbare Aluminiumlegierung bekam 1907 den Markennamen Duraluminium. Aluminium kann im schmelzflüssigen Zustand mit Kupfer, Magnesium, Silizium, Eisen, Titan, Beryllium, Chrom, Zink, Zirkon und Molybdän legiert werden, um bestimmte Eigenschaften zu fördern oder andere, ungewünschte Eigenschaften zu unterdrücken.
- Aluminiumgusslegierungen - Herstellung von Motoren- und Getriebegehäusen. Typische Aluminiumgusslegierungen sind: AlSi, AlSiCu, AlSiMg, AlCuTi, AlMg
- Aluminiumknetlegierungen - Platten und Bandproduktion durch Warmumformen (Walzen, Strangpressen). Typische Aluminiumknetlegierungen sind: AlMgSi, AlCuMg, AlMg, AlSi, AlZnMg, AlZnMgCu, AlMn
- Aushärtung von Aluminiumlegierungen - Gitterverspannung durch Abschrecken Es gibt Aluminiumknetlegierungen (AW, engl. wrought), zum Beispiel AlMg4,5Mn, und Aluminiumgusslegierungen (AC). Aluminiumgusslegierungen werden z.B. für Leichtmetallfelgen verwendet.

Verbindungen


- Aluminiumoxid Al2O3, auch als Tonerde oder Korund bekannt, liegt als weißes Pulver oder in Form sehr harter Kristalle vor und wird als Schleif- oder Poliermittel verwendet.
- Kaliumaluminiumsulfat KAl(SO4)2, bekannt als "Alaun" zum Blutstillen.
- Aluminiumacetat Al(CH3-COO)3, bekannt als essigsaure Tonerde für entzündungshemmende Umschläge.
- Aluminiumorganische Verbindungen - Triethylaluminium u.v.m. - werden im großtechnischen Maßstab als Katalysatoren in der Polyethylen-Herstellung eingesetzt. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Halbleitertechnik. Hier werden flüchtige Aluminiumalkyle (Trimethylaluminium, Triethylaluminium etc.) als Vorstufen zur CVD (Chemical-Vapor-Deposition)- Abscheidung von Alumiumoxid verwendet, das man als Isolator und Ersatz für das nicht ausreichend isolierende Siliziumdioxid einsetzt.
- Bei der Aluminothermie wird Aluminium zur Gewinnung anderer Metalle und Halbmetalle verwendet (siehe auch Thermitverfahren).

Siehe auch


- Liste der größten Aluminiumproduzenten
- Aluminiummarkt

Weblinks


- [http://www.taprofessional.de/charts/Aluminium-Line-Chart.htm Charts: Kurs-Entwicklung Aluminium in Dollar]
- [http://www.aluinfo.de/index.html www.aluinfo.de]
- [http://www.kalzip.com/de/produkte/aluminium_home.htm Aluminum als Werkstoff in der Architektur] Kategorie:Chemisches Element Kategorie:ErdmetallKategorie:Periode-3-Element Kategorie:Metall ja:アルミニウム ko:알루미늄 simple:Aluminium th:อะลูมิเนียม

Derivat

Das Derivat (derivativ, lateinisch von "derivare", "ableiten", deutsch: Abkömmling) bezeichnet generell eine Struktur, die von einer anderen Struktur abgeleitet ist. In den sprachlichen Grundlagen des Lateinischen und Griechischen bedeutet das Präfix "de-" herab, weg, und neben dem für viele verschiedene Bereiche angewendem Wort Derivat wird dasselbe Präfix auch in Depression, Desinfektion und debil verwendet. D.h. es geht hier keinesfalls um "ähnlich", sondern wirkliche Ableitungen. # In der Chemie wird als Derivat ein abgeleiteter Stoff ähnlicher Struktur bezeichnet, siehe Derivat (Chemie). # In der Soziologie ist sie das Ergebnis einer Derivation (siehe diese). # In der Wirtschaft ist ein Derivat ein Produkt, dessen Preis vom Preis anderer Produkte abhängt oder davon abgeleitet wird, siehe Derivat (Wirtschaft). # In Bereich Software ist ein Derivat eine Ableitung oder Fork von existierender Software, siehe Derivat (Software). # In der Automobilentwicklung werden Abwandlungen des Grundmodells (z.B. Cabrio, Geländeversion) einer Modellreihe als Derivat bezeichnet. # In der Konsumgüterindustrie werden abgeleitete Produkte eines Originals in anderen Produktbereichen als Derivate bezeichnet, z.B. Micky-Maus-Bettwäsche, Micky-Maus-Tasse, Micky-Maus-Uhr, etc.

Aluminiumsulfat

Aluminiumsulfat, Summenformel Al2(SO4)3, bildet ein farbloses Pulver mit einer rel. Molekülmasse Mr von 342,15 und einer Dichte von 2,71.

Vorkommen

In der Natur kommt Aluminiumsulfat beispielsweise in den Alaunen vor.

Synthese

Das Hydrat des Aluminiumsulfat läßt sich durch Auflösen von reinem Aluminiumoxid in konz. Schwefelsäure gewinnen.

Reaktionsverhalten

Mit saurer Reaktion löst sich Aluminiumsulfat in Wasser und kristallisiert bei Zimmertemperatur als monoklines Al2(SO4)3 • 18H2O aus. Ab einer Temperatur von 340 °C findet eine vollständige Dehydrierung des Salzes statt und oberhalb von 770 °C zerfällt es in Aluminiumoxid und Schwefeltrioxid Aluminiumsulfat bildet mit den Sulfaten einwertiger Metalle Doppelsalze mit gemäß folgender Formel (Alaune): \mbox^I\mbox(\mbox\mbox_4)_2 \cdot 12\mbox_2\mbox

Verwendung

Aluminiumsulfat findet als Leim in der Papierindustrie, als Beizmittel in der Färberei und als Saatgutbeize verwendung. Auch als Bestandteil von Schaumlöschmitteln findet es Anwendung.

Wiki-/Weblinks

Siehe auch:
- Chemikalienliste
- WikiProjekt Chemikalien
- Portal:Chemie Kategorie:Chemische Verbindung

Aluminiumhydroxid

Das Aluminiumhydroxid, Summenformel Al(OH)3 wird nach seinen Erscheinungsformen unterschieden und hat amphoteren Charakter.

Modifikationen

Vom Aluminiumorthohydroxid Al(OH)3 sind drei Modifikationen bekannt:
- monokliner Hydrargillit (α-Al(OH)3)
- hexagonaler Bayerit (β-Al(OH)3)
- Nordstrandit Weiterhin existiert das wasserärmere Aluminiummetahydroxid (Aluminiumoxidhydroxid) AlO(OH) von dem folgende Variationen existieren:
- orthorhombischer Böhmit (α-AlO(OH))
- rhombischer Diaspor (β-AlO(OH))

Vorkommen

Die Aluminiumhydroxidmodifikationen Hydrargillit und Bayerit kommen in der Natur als Bestandteile des Bauxit vor.

Synthese

Durch Fällung von Aluminiumhydroxid mit Ammoniak in wäßriger Aluminiumsalzlösung erhält man eine als Aluminiumoxidhydrat bezeichnet amorphe und voluminöse Form, die sich über die Zeit langsam über Bayerit und Böhmit in den thermodynamisch stabilen Hydrargillit wandelt. Wird Kohlendioxid in eine Natriumaluminatlösung eingeleitet bildet sich bei 80 °C kristallines α-Al(OH)3. Bei geringerer Temperatur würde zunächst Bayerit entstehen, der allmählich in α-Al(OH)3 übergeht. Durch Erhitzung von Hydrargillit auf 300 °C wird eine teilweise Entwässerung zu kristallisiertem Böhmit erwirkt. Diaspor wird dargestellt in dem Böhmit in wäßriger Natronlauge unter Druck (50 MPa) auf 380 °C erhitzt wird. Werden die verschiedenen Aluminiumhydroxidformen durch starkes erhitzen dehydriert, erhält man schließlich Aluminiumoxid Al2O3.

Reaktionsverhalten

Unter Einwirkung von Basen wird Aluminiumhydroxid in Aluminate überführt: Al(OH)_3 + OH^- \to [Al(OH)_4]^- In Säuren reagiert es zu den entsprechenden Aluminiumsalzlösungen. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist dabei abhängig von der beteiligten Modifikation, so ist die Löslichkeit in Säuren bei amorpher Struktur wesentlich größer als bei kristalliner Form.

Verwendung

Bayerit und Hydrargillit treten als Zwischenprodukte bei der Aluminiumgewinnung in Erscheinung.

Wiki-/Weblinks

Siehe auch:
- Chemikalienliste
- WikiProjekt Chemikalien
- Portal:Chemie Kategorie:Chemische Verbindung th:อะลูมิเนียมไฮดรอกไซด์

Eisessig

Essigsäure, nach IUPAC auch Ethansäure genannt, ist eine farblose, ätzend wirkende, typisch nach Essig riechende Flüssigkeit. Sie gehört zur Stoffklasse der Monocarbonsäuren, da ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften durch die saure Carboxylgruppe geprägt werden. Ihre Formel lautet CH3COOH. Als Lebensmittelzusatzstoff hat sie die Bezeichnung E 260.

Eigenschaften


- Reine (über 99%ige) Essigsäure erstarrt schon unterhalb einer Schmelztemperatur von 16,2 °C. Daher wird reine Essigsäure auch als Eisessig bezeichnet.
- Eisessig ist in jedem Verhältnis mit Wasser mischbar. Wässrige Lösungen der Essigsäure werden kurz Essig genannt. Beim Lösen der Essigsäure in Wasser dissoziiert etwa jedes Hundertste Essigsäure-Molekül unter Bildung eines Acetat-Ions. Das abgespaltene Proton wird auf ein Wasser-Molekül übertragen. Die dabei gebildeten Hydronium-Ionen verursachen die sauren Eigenschaften der Essigsäure-Lösungen.
- Der pKs-Wert für Essigsäure beträgt 4,76.
- Essigsäure besitzt mit 118 °C eine relativ hohe Siedetemperatur gegenüber polaren Stoffen mit vergleichbarer molarer Masse (beispielsweise 1-Propanol: Sdt. 97 °C). Ursache dafür ist die Fähigkeit der Essigsäure-Moleküle, über ihre Carboxylgruppen zwei "gegenseitige" Wasserstoffbrückenbindungen auszubilden, so dass "Dimere" aus zwei Essigsäure-Molekülen entstehen, die sich wie ein Molekül doppelter molarer Masse verhalten. Daher wird für die Überleitung dieser Dimere in die Gasphase ein höherer Energiebetrag erforderlich, erkennbar an der "erhöhten" Siedetemperatur.
- Die Dichte von Eisessig beträgt 1,049 g/ml bei 25°C.

Chemische Reaktionen


- Essigsäure verbrennt an der Luft vollständig zu Wasser und Kohlenstoffdioxid.
- Unedle Metalle wie Magnesium, Calcium und Zink und auch Eisen lösen sich in verdünnter Essigsäure unter Bildung der löslichen Acetate und Freisetzung von Wasserstoff.
- Essigsäure reagiert mit Ethanol unter der katalytischen Wirkung von konzentrierter Schwefelsäure zu Essigsäureethylester, einem viel verwendeten Lösemittel.
- Salicylsäure lässt sich ebenfalls mit Essigsäure verestern. Dabei entsteht Acetylsalicylsäure, der Wirkstoff von Aspirin.
- Mit Kupfer reagiert die Essigsäure zu Kupferacetat, einem grünen, gesundheitschädlichem Salz. Eher bekannt ist es unter dem Namen Grünspan.
- Die Essigsäure durchdringt die Zellwand der Mikroorganismen und verändert die Eiweiße der Zelle (Denaturierung).
- Bei einem pH-Wert von 3 (stark saures Milieu) hat die Essigsäure eine 10-100-fach stärkere antimikrobielle Wirkung als andere Säuren. Grund dafür ist ihre hohe Fettlöslichkeit.

Vorkommen und Herstellung

Klassische biologische Herstellung

Die klassische Herstellung von Essigsäure ist die Fermentation. Acetobacter-Bakterien wandeln das durch andere Gärungsprozesse entstandene Ethanol (Alkohol) in Essigsäure um (Gärungsessig). Ausgangsprodukte können Wein, Bier oder Malz sein. Haushaltsessig ist eine Mischung aus verdünntem synthetischen Essig und Gärungsessig und enthält 5% Essigsäure. Essigessenz ist eine 25%ige Essigsäurelösung in Wasser, riecht stark stechend und darf nicht unverdünnt in Speisen verwendet werden.

Großtechnische chemische Herstellung

Die bedeutendste industrielle Herstellmethode für Essigsäure ist die katalytische Umsetzung von Methanol mit Kohlenmonoxid unter Druck: Bild:Essigsäure_Herstellung.png Daneben kann Essigsäure auch synthetisch durch Oxidation von Acetaldehyd mit Luft oder Sauerstoff oder durch partielle Oxidation anderer Kohlenwasserstoffe hergestellt werden.

Verwendung

Essigsäure und ihre Salze Kaliumacetat (E 261), Natriumacetat (E 262) und Calciumacetat (E 263) werden als Konservierungsmittel und als Säuerungsmittel bei Obst und Gemüse in Dosen und Gläsern (0,5-3 % Essigsäure), bei Fisch in allen Variationen (Konserven, verschiedenste Marinaden), Feinkostsalaten, Majonäsen, Salatsoßen (zusammen mit Sorbinsäure (E 200) oder Benzoesäure (E 210) und beim Einlegen und Abwaschen von frischem Fleisch verwendet. Die Essigsäure hat eine große Bedeutung als Geschmacksstoff. Sie verändert Eiweiße, dabei bilden sich angenehme Aromen. Kategorie:Chemische Verbindung Kategorie:Alkansäure Kategorie:Carbonsäure ja:酢酸 ko:아세트산

Chemikalienliste

Die Chemikalienliste stellt eine alphabetisch sortierte Liste von Chemikalien dar. Befindet sich eine Chemikalie nicht in dieser Liste oder existiert kein Beitrag hierzu in der Wikipedia, so scheuen Sie sich nicht, diese hier einzutragen. Elemente sind fett gekennzeichnet. Andere Beiträge zu Chemie bitte in die Themenliste Chemie eintragen: Vorhandene Artikel nicht aus der Liste entfernen. Siehe auch:
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- WikiProjekt Chemie
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- Formatvorlage Chemikalien Siehe auch:
- Portal:Chemie
- Liste der organischen Verbindungen (sortiert nach der Anzahl der Kohlenstoffatome)
- Liste der anorganischen Verbindungen
- Liste der Säuren
- Liste von Anionen
- WikiProjekt Chemikalien [http://www.chemie-master.de/sdb/index.html Stoffdatenbank von chemie-master.de] !Chemikalien Chemikalien ja:化合物一覧 ko:화합물일람

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Alle Artikel zu Chemikalien sollten ein einheitliches Format aufweisen, um so dem Leser das Auffinden von Informationen zu erleichtern. Als Grundlage für neue Artikel sowie als Leitfaden für die Überarbeitung vorhandener Artikel dient die Formatvorlage Chemikalien.

Tabelle

Die in der Formatvorlage verwendete Tabelle ist als Maximallösung und Anregung gedacht: Natürlich wird man nicht für alle Verbindungen alle Größen rausfinden können, schon gar nicht ohne Urheberrechtsverletzungen zu begehen. Füllt sie soweit aus, wie ihr könnt, andere Benutzer werden sie vervollständigen! Das in der Tabelle in den rechten Spalten angegebene sind die gewünschten Inhalte. Artikel werden bitte so angelegt, dass nicht Dinge wie "Gut löslich in: Lösungsmittel" auftauchen. Hier ist es eleganter, die Angabe komplett offen zu lassen (so werden auch Lücken besser erkannt). Alle unter "Andere Namen" aufgeführten Begriffe bitte als Redirects anlegen! Die Summenformel aber bitte nur bei Eindeutigkeit schreiben! Wenn Isomere vorhanden sind, bitte eine Seite für die Strukturformeln anlegen, auf der sich zwischen den vorhandenen Isomeren entschieden werden kann! Zahlenwerte bitte mit Komma als Dezimaltrennzeichen angeben - dies ist in der deutschsprachigen Wikipedia Standard. Hilfe bei der Erstellung und Bearbeitung von Tabellen gibt es hier. Die Quellen für die Gefahrensymbole sind:

- 30pxBild:Gefahrensymbol_T.png

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Unterscheidungen müssen mit Hilfe einer Bildunterschrift getroffen werden, auf den Bildern wird nicht zwischen T+, F+ o. ä. unterschieden! Der Artikel Natriumborhydrid kann als Beispiel dienen.

Begleittext

Das Wichtigste beim Schreiben eines Artikels aus der Chemie ist es, den Wissenstand des späteren Lesers einzuschätzen. Darf man davon ausgehen, dass dem Leser Fachausdrücke bekannt sind oder sollte man diese vorher nochmals erläutern? Eine Lösungsmöglichkeit dieses Problems ist es, mit einfachen Begriffen zu beginnen und im Verlauf des Artikels vermehrt Fachbegriffe einzuführen. Die unten angegebene Strukturvorlage soll dabei helfen. Während des Schreibens bedenke, dass die Wikipedia ständig wachsen soll. Also überlege ob du nicht besser einen Link zu Definitionen von einem verwendeten Begriff setzt oder ob du den Begriff lieber selbst definierst. Setze jedoch pro Begriff nur einen Link zu dessen Definition, um deinen Artikel übersichtlich zu halten! Da die Terminologie von Autor zu Autor variiert, solltest du die Wikipedia nach gleichbedeutenden Begriffen und anderen Schreibweisen durchsuchen, um zu sehen, welche Begriffe sich in der Wikipedia etabliert haben. Es ist nützlich, ein bisschen in der Wikipedia zu stöbern, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was bereits vorhanden ist und wie ausführlich dein Artikel sein sollte. Wenn du einen Begriff benutzt, der in der Wikipedia noch nicht erklärt ist, dann setze dennoch einen Link auf diesen Artikel und füge ihn der Themenliste Chemie, beziehungsweise der Chemikalienliste hinzu. Es werden Benutzer diese Listen regelmäßig durchforsten und fehlende Artikel ergänzen.

Gliederung des Artikels


- Die Einleitung erklärt kurz die wesentlichen Eigenschaften des beschriebenen Stoffes und führt den Leser so in das Thema ein.
Hiernach die Tabelle (siehe oben) einfügen - ansonsten sieht der Anwender ggf. erst einmal nur die Tabelle und nicht die Einleitung; ferner erleichtert es das Editieren, wenn der Text am Anfang steht.
- Historische Informationen über den Stoff geben dem Leser einen Überblick über das Thema.
- Vorkommen (falls natürlich) und Gewinnung(Abbaumethoden) stellen für den Leser den Bezug zur Praxis her.
- Die Synthese (Herstellung) des Stoffes ist eine wesentliche Information.
- Die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Stoffes führen den Leser tiefer in die Theorie ein und legen den Grundstein für folgende Textteile.
- Das Reaktionsverhalten basiert auf den Eigenschaften und ist eine unerlässliche Information um die nun folgende Verwendung zu verstehen.
- Die Verwendung führt den Leser von der Theorie zurück in den praktische Teil.
- Zusatzinformationen können nie schaden.
- Weblinks/Literaturhinweise runden das Thema ab und geben dem Leser weitere Quellen zur Nachforschung über das Thema
- Siehe auch: Chemikalienliste, WikiProjekt Chemikalien,(weitere Links in Wikipedia)

To Do

Kategorisieren

Viele Artikel der Chemikalienliste sind unzureichend kategorisiert. Alle Chemikalien sollten letztendlich mindestens der Kategorie:Chemische Verbindung zugeordnet werden. Dann kann man auch mal die beiden (nicht gepflegten!) Listen löschen.

Fehlende Artikel


- Titanhydrid
- Alkalimetallhydroxid
- Oxalat
- und noch viel mehr. Guckt einfach in der Chemikalienliste und macht einen Anfang

Falsch formatierte Artikel


- 2-Amino-1-(3,4-Methylendioxyphenyl)butan
- Adenin
- Aspartam
- Atrazin
- Cyan
- Dopamin
- Fluorwasserstoffsäure
- Fructose
- Fusarinsäure
- Hydrazin
- Hydrazon
- Indiumzinnoxid
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- Methylisocyanat
- Myristinsäure
- Nickelchlorid
- Oxalessigsäure
- Petroleum
- Phenolphthalein
- Silberiodid
- Silbersulfid
- Triclosan
- Zinkchlorid
- Zinnchlorid
- Praktisch alle Aminosäuren

Unvollständige Artikel


- Aluminiumacetat
- Äpfelsäure
- Arsentrifluorid
- Arsenpentafluorid
- Arsentrichlorid
- Bariumsulfid
- Buten
- Buttersäure
- Flavone
- Fluorescein
- Kapronsäure
- Peroxosalpetersäure
- Silbernitrat
- Urease
- Valin
- Valeriansäure
- Zinksulfid

Fehlerhafte Artikel


- Glykol - trennen zwischen Stoffgruppe und Ethylenglykol
- Soda - ersetzen durch Redirect zu Natriumcarbonat?!
- Zinkvitriol - ersetzen durch Zinksulfat und aktualisieren?!

Artikel bei denen Hilfe benötigt wird (in der Diskussion dargestellt)


- Kaliumnitrat

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Track listing

# Intro # Outcha Mouth # In the Last Second # Mad Mad World # Chaos Theory # Ninjas In Action # Joke Ya Mind 2002 # Sammy's Song Category:2002 albums

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