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Amazonis Planitia

Amazonis Planitia

Amazonis Planitia ist eine ausgedehnte ebene Region auf dem Planeten Mars. Benannt wurde sie nach den Amazonen aus der griechischen Mythologie. Das Zentrum der Region liegt in 16° nördlicher Breite und 158° westlicher Länge und hat eine Fläche von etwa 2 Millionen km2. Sie liegt westlich des erloschenen Schildvulkans Olympus Mons. Amazonis Planitia entstand in der geologisch jüngsten Phase der Marsentstehung, der Amazonischen Periode, die vor 1,8 Mrd. Jahren begann. Durch gewaltige Lavaeruptionen der Vulkane der Tharsis-Region wurden weite Ebenen ausgebildet. Die Bildung von Amazonis Planitia dürfte vor etwa 100 Millionen Jahren abgeschlossen sein. Kategorie:Mars (Planet)

Planeten

Ein Planet ist ein Himmelskörper, der nicht selbst leuchtet und sich in einer keplerschen Umlaufbahn um einen Stern bewegt. Der Name stammt vom griechischen „plánetes“ und bedeutet „die Umherschweifenden“ bzw. „der Wanderer“ (altgriechisch). Früher wurden Planeten auch als Wandelsterne bezeichnet. Die meisten Planeten des Sonnensystems werden von Monden umkreist. Die erste weiche Landung auf einem anderen Planeten gelang der Menschheit am 15. Dezember 1970 mit der sowjetischen Sonde Venera-7. Mit Venera-3 und Venera-4 gelangen zuvor erste harte und fast-weiche Planeten-Landungen am 1. März 1966 und am 18. Oktober 1967, wobei Venera-4 über die gesamte Betriebszeit von 96 Minuten aus der Venus-Atmosphäre erfolgreich Daten übertrug. Ende des 20. Jahrhunderts wurde der erste Planet außerhalb des Sonnensystems (Exoplaneten) entdeckt, der den Stern 51 Pegasi umkreist. Die Zahl der bekannten Exoplaneten stieg seither stark an.

Planeten unseres Sonnensystems

Hauptartikel: Sonnensystem
- Erdähnliche (felsige) Planeten (inneres Planetensystem):
  - 1 Merkur
  - 2 Venus
  - 3 Erde
  - 4 Mars
- Iovianische Planeten / Gasriesen (äußeres Planetensystem):
  - 5 Jupiter
  - 6 Saturn
  - 7 Uranus
  - 8 Neptun
- Transneptunische Objekte (TNOs):
  - 9 Pluto Zusätzlich könnte das Objekt 2003UB313 als zehnter Planet in diese Liste aufgenommen werden. Jedoch ist der Status des Objekts bislang noch nicht von der AIU endgültig geklärt. Die mittleren Abstände der Planeten zur Sonne lassen sich recht genau mit der Titius-Bodeschen Reihe angeben. Zwischen Mars und Jupiter klafft hier eine Lücke, die durch den Asteroidengürtel gefüllt wird; allerdings tritt der Abstand des Neptuns nicht in der Reihe auf.

Gruppierung

Der Asteroidengürtel trennt das innere vom äußeren Planetensystem. Der große Bereich der TNOs wird mitunter auch als eine dritte Zone angesehen. Damit zählen Merkur, Venus, Erde und Mars zu den inneren Planeten, und Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto zu den äußeren Planeten, wobei der Status von Pluto als Planet allerdings umstritten ist. Diese Unterscheidung ist nicht zu verwechseln mit der Gruppierung in die unteren Planeten, welche die Sonne innerhalb der Erdbahn umlaufen – also Merkur und Venus – und in die oberen Planeten, die sich außerhalb der Erdbahn bewegen.

Merkregeln

Um sich die Planeten und ihre Reihenfolge zu merken gibt es auch einige Merksprüche.

Definition

Es gibt bis heute kein klar definiertes Unterscheidungsmerkmal zwischen Planeten und Asteroiden. So ist der Planeten-Status von Pluto aufgrund seiner geringen Größe und seiner stark elliptischen sowie gegen die Ekliptik geneigten Bahn umstritten. Viele Astronomen rechnen ihn dem Kuipergürtel zu, einem Reservoir von Kometen und Asteroiden, das im Inneren bis an die Neptun-Bahn heranreicht. Kürzlich entdeckte ähnlich große Himmelskörper im Kuipergürtel, insbesondere 2003UB313, haben die Diskussion um Plutos Status neu entfacht.

Die zwei häufigsten Definitionsversuche

1. Eine plausible Erklärung zur Definition eines Planeten gibt das California Institute of Technology, das eng mit der NASA zusammen arbeitet: :Ein Objekt im Sonnensystem wird als Planet bezeichnet, wenn es eine größere Masse hat als alle anderen Objekte zusammen, die sich im selben Orbit befinden. Somit ist die Erde ein Planet, da sie schwerer ist als alle Asteroiden, die dieselbe Umlaufbahn wie die Erde haben. :Problem: Pluto ist zwar das größte Objekt in seiner Umgebung, jedoch nicht schwerer als die Summe seiner Nachbarobjekte, weshalb er laut dieser Definition nicht als Planet eingestuft werden kann. Zählt man Pluto zu Neptuns Umlaufbahn, dann wird dies noch deutlicher. Danach hätte unser Sonnensystem anstatt neun also nur acht Planeten. 2. Andere definieren Planeten als :Gesteinskugel, die sich auf Grund der eigenen Gravitation zu einer solchen geformt hat. :Problem hierbei: Diese Definition würde zwar die meisten Asteroiden und Kometen ausschließen, doch würden alle großen Monde, auch der Erdenmond, dazu zählen und unser Sonnensystem hätte hunderte von Planeten. Die für die Namensgebung von Himmelskörpern zuständige Internationale Astronomische Union (IAU), hat im Jahr 2004 ein Komitee eingesetzt, das verbindliche Kriterien für die Definition eines Planeten erarbeiten soll. Im Sommer 2006 sollen die Ergebnisse dieser Arbeiten veröffentlicht werden. Die wichtigsten bekannten Eigenschaften der Planeten des Sonnensystems sind unter Planet (Tabelle) tabellarisch erfasst.

Geschichte der Entdeckung

Planeten des Sonnensystems

Die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn sind mit bloßem Auge am Nachthimmel erkennbar und erscheinen heller als die meisten Fixsterne. Sie waren bereits in der Antike bekannt und wurden von vielen Kulturen mit ihren Hauptgöttern identifiziert. Die noch heute verwendeten Namen stammen aus der römischen Mythologie. Obwohl es bereits in der Antike Vertreter des Heliozentrischen Weltbilds gab (zum Beispiel Aristarchos von Samos), wurde bis Mitte des 16. Jahrhunderts allgemein angenommen, dass sich die Planeten mitsamt der Sonne um die Erde bewegen (Geozentrisches Weltbild). 1543 veröffentlichte Nikolaus Kopernikus, angeregt durch Aristarchos, sein Werk „Von den Umdrehungen der Himmelssphären“, in dem er die Sonne in den Mittelpunkt stellte und die Erde als weiteren Planet erkannte. Unter günstigen Bedingungen ist Uranus auch mit bloßem Auge zu erkennen, und er wurde bereits 1690 fälschlicherweise als Stern katalogisiert. Er wurde erst 1781 von Sir Friedrich Wilhelm Herschel als Planet erkannt. Mit Hilfe der älteren Beobachtungen gelang es Johann Elert Bode die Umlaufbahn genau zu bestimmen. Anhand von Bahnstörungen des Uranus berechneten Urbain Jean Joseph Leverrier und John Couch Adams unabhängig die Bahn eines weiteren Planeten, dies führte am 23. September 1846 zur Entdeckung Neptuns durch Johann Gottfried Galle. Durch den neu entdeckten Planeten konnten jedoch nicht sämtliche Unregelmäßigkeiten in der Uranus-Bahn erklärt werden. Schließlich wurde 1930 von Clyde W. Tombaugh ein weiteres Objekt entdeckt und später Pluto genannt, der bislang als neunter Planet gilt. Die Existenz eines weiteren Planeten (Transpluto oder Planet X) im Sonnensystem galt lange als unwahrscheinlich. Seit Ende der 1990er Jahre werden zusehends Objekte jenseits der Neptun- beziehungsweise der Plutobahn entdeckt. Diese transneptunischen Objekte werden gelegentlich von der Presse ebenfalls als Planet bezeichnet. So zum Beispiel Quaoar (2002), Orcus (2004) Sedna (2004) oder 2003UB313 (2005).

Exoplaneten

Hauptartikel: Exoplanet Die ersten Planeten überhaupt, die außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt wurden, umkreisen den Pulsar mit dem Namen PSR 1257+12. Durch genaue Messungen der Wiederkehrzeit des Strahls, der uns vom Pulsar erreicht, konnten 1994 drei Planeten mit Massen von 0,02, 4,3 und 3,9 Erdmassen nachgewiesen werden. Auf diesen Planeten ist Leben, wie wir es von der Erde kennen, praktisch ausgeschlossen. Der erste Exoplanet in einem Orbit um einen sonnenähnlichen Stern wurde 1995 von Professor Michel Mayor vom Departement für Astronomie der Universität Genf und seinem Mitarbeiter Didier Queloz mit Hilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt. Der Planet rotiert im 4,2-Tagestakt um den ca. 40 Lichtjahre entfernten Stern Pegasus 51 und hat 0,46 Jupitermassen. Im Mai 2005 waren 156 extrasolare Planeten in 136 Systemen bekannt, darunter 13 Systeme mit zwei, zwei Systeme mit 3 und 1 System mit 4 Planeten (keine mit mehr). Im Umkreis von ca. 100 Parsec wurden bis jetzt um 7% der Sterne Planeten gefunden. Die meisten der bis jetzt entdeckten Systeme sind aber nicht mit unserem Sonnensystem vergleichbar, es handelt sich meist um Gasriesen, die ihren Zentralstern in einer sehr engen Umlaufbahn umkreisen. Solche Planeten werden von Astronomen hot Jupiters genannt. Nach einer Theorie sind sie, wie Jupiter, in relativ großem Abstand von ihrem Zentralstern in der Akkretionsscheibe entstanden, dann aber nach innen gewandert. Nach einer anderen Theorie sind sie jedoch wie Sterne aus einer Gaswolke kondensiert. Exoplaneten im Orbit um sonnenähnliche Sterne konnten bis 2005 nicht mit Teleskopen direkt beobachtet werden, da sie sehr lichtschwach sind. Sie werden von dem um ein Vielfaches helleren Stern, um den sie kreisen, überstrahlt. Das Auflösungsvermögen von erdgestützten Teleskopen reicht heute noch nicht dazu aus, um zwei so relativ nahe beieinander liegende Objekte mit so großem Helligkeitsunterschied wie einem Planet und seinem Stern getrennt darzustellen. Man nutzt daher verschiedene indirekte Methoden wie die Transitmethode, bei der durch die Bedeckungen des Sterns durch den Planeten periodische Helligkeitsabsenkungen des Sterns verursacht werden, falls die Umlaufbahn so liegt, dass der Planet von uns aus gesehen genau vor dem Stern vorbeizieht. Eine andere Methode ist die Radialgeschwindigkeitsmethode, bei der der Planet durch seinen Schwerkrafteinfluss am Stern zieht (beide kreisen um den gemeinsamen Schwerpunkt) und somit von der Erde aus diese periodische Bewegung eine abwechselnden Blauverschiebung und Rotverschiebung (Doppler-Effekt) des Spektrums des Sterns bewirkt. Am 10. September 2004 gab das European Southern Observatory bekannt, dass möglicherweise erstmals eine direkte Aufnahme eines Planeten beim 225 Lichtjahre entfernten Braunen Zwerg 2M1207 gelungen ist. Am 30. April 2005 berichtete das ESO, im Februar und März 2005 mit dem Very Large Telescope aufgenommene Fotos zeigten zusammen mit den älteren Aufnahmen, dass sich 2M1207 und sein Begleiter, durch die Schwerkraft aneinander gebunden, tatsächlich gemeinsam bewegten. Dies könne als Beleg dafür gewertet werden, dass tatsächlich der erste fotografische Nachweis eines Exoplaneten gelungen sei.

Charakteristische Formeln


- mittlere Materiendichte: \bar=\frac, wobei m = Planetenmasse, R = Radius; (\bar \geq 3\frac gesteinig, \bar \leq 2\frac gasartig)
- Kreisbahngeschwindigkeit vk um den Planeten herum: v_k=\sqrt, wobei G = Gravitationskonstante, m, R wie oben
- Fluchtgeschwindigkeit ve: v_e=\sqrt \cdot v_k = \sqrt, wobei G, m, R wie oben

Sonstiges

Im Gegensatz zur Astronomie betrachtet die Astrologie auch die Sonne als einen „Planeten“, die Erde dagegen nicht. Der englische Komponist Gustav Holst, selbst Hobby-Astronom, schrieb die symphonische Suite „Die Planeten“. Sie gehört zu den bekanntesten Programmmusiken. Die einzelnen Titel orientieren sich an astrologischen Planeten-Symbolen, beispielsweise „Mars, der Mittler des Krieges“ oder „Neptun, der Mystische“. Das Projekt Aerovita.net wagte sich noch einen Schritt weiter und verwendete unter anderem die Planeten wie auch die Sonne und deren jeweiligen Klang, um einen neuen Weg in der Musik einzuschlagen.

Siehe auch


- Tabelle der Eigenschaften der Planeten
- Titius-Bode-Reihe
- Astronomische Objekte
- Astronomie
- Kosmologie
- Universum
- Galaxie

Literatur


- Die Zeit: Ausgabe vom 01.08.2005: Transpluto will in den exklusiven Sonnensystem-Planetenklub: Jan Osterkamp: Artikel im Onlineangebot der Zeitung erhältlich: http://apollo.zeit.de/wo/article.php?id=784848

Weblinks


- [http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/nineplanets.html Die Neun Planeten – Multimedia-Tour durch das Sonnensystem]
- [http://solarsystem.dlr.de/RPIF/ RPIF-Bildbibliothek]
- [http://www.planeten.ch/ Informationen zu allen Planeten des Sonnensystems, sowie ihren Monden und über alle extrasolaren Planeten]
- [http://www.wissenschaft24.info/planeten-forschung.php4 Aktueller und allgemeinverständlicher Newsletter zur Planetenforschung]
- [http://www.gps.caltech.edu/~mbrown/ Informationen über Sedna, 2004 DW, Quaoar und 2003 UB313– California Institute of Technology]
- [http://exoplanets.org 'Planet Search Project' (University of California) – lokalisierte die meisten Exoplaneten]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/257763.html wissenschaft.de: „Es waren einmal neun Planeten…“] Artikel vom 22.09.2005 der sich auf Nature-Veröffentlichung bezieht

Videos


- Real Video Streams: (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri)
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=031210.rm Wie entstehen Gasplaneten?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010121.rm&g2=1 Gibt es einen 10. Planeten?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=000326.rm&e=14:25.00 Sind die Planetenbahnen stabil?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990117.rm Gibt es extrasolare Planeten?] Kategorie:Planetologie als:Planet ja:惑星 ko:행성 ms:Planet simple:Planet th:ดาวเคราะห์ zh-min-nan:He̍k-chheⁿ

Amazone

Amazonen im engeren Sinne ist der Name, den die Griechen einem in den Mythen matriarchalisch organisierten, angeblich in Anatolien und am Ostufer des Schwarzen Meeres lebenden Volk gaben. Später wurde dieser Name auch für ein Frauenvolk in Nordafrika verwendet. Nordafrika In der westlichen Moderne, vor allem in der Popkultur, wird der Begriff „Amazonen“ auch für andere vermeintlich matriarchalisch strukturierte Völker benutzt.

Herkunft des Namens

Zuweilen wurde die griechische Bezeichnung "Amazone" oft auf a-mazos (brustlos) zurückgeführt. Denn die Amazonen sollen ihren kleinen Töchtern - laut einigen späteren Quellen - die rechte Brust ausgebrannt haben, damit diese später den Bogen ungehindert abschießen können. Wahrscheinlicher ist, dass die Amazonen über der rechten Brust ein Lederdreieck trugen, welches die Brust flach drückte. Damit konnte die Sehne des Bogens ungehindert gespannt werden. Dies erweckte den Eindruck einer "Einbrüstigen". Allerdings wurden Amazonen in den griechischen Darstellungen gewöhnlich mit zwei Brüsten wiedergegeben. Die Herleitung von a-mazos wird in der Forschung daher mittlerweile überwiegend abgelehnt und ist nicht die einzige vorgeschlagene mögliche Deutung des Namens. So wird der Name zum Beispiel auch von "a-mazas" (brotlos) hergeleitet. Es ist überliefert, dass der Verzehr von Brot bei den kaukasischen Amazonen als verweichlicht galt. Deshalb bekamen nur ihre männlichen Sklaven Brot, während die kämpferischen Frauen eiweiß- und vitaminreiche Kost wie Fisch, Früchte und Fleisch bevorzugten. Ebenfalls denkbar wäre eine Herleitung von zone = Gürtel. Amazone könnte demnach etwa wohlgegürtet bedeuten und auf die Tracht der Amazonen anspielen. Dies schafft Assoziationen zu Herakles´ Abenteuer bei den Amazonen, dessen Aufgabe es war, sich den Gürtel der Hippolyte anzueignen (s.u.) Eine andere nachvollziehbare Deutung ist diese: Im altpersischen Sanskrit gibt es eine Bezeichnung "uma soona", die in etwa die Bedeutung "Kinder der Uma" hat, wobei "Uma" der Name einer Mond(?)-Göttin ist. Auf einigen griechischen Vasen tragen die Amazonen mondförmige Schilde, und auch die Griechen ordneten ihnen Artemis, die Göttin der Jagd und des Mondes zu. Lautmalerisch könnten sie den ihnen unverständlichen Volksnamen in das Wort "amazon" verwandelt haben.

Amazonen in der griechischen Mythologie und in sonstigen griechischen Quellen

Artemis Der Sagendichter Homer nennt die Amazonen in der im 8. Jh. v. Chr. verfassten Ilias an zwei Stellen: #Im Zusammenhang mit dem Bellerophontes-Mythos (Ilias VI,186), bei dem der griechische Held Bellerophontes bei seinem Aufenthalt in Lykien u.a. gegen Amazonen kämpfte. #Priamos hat in seiner Jugend auf Seiten der Phryger gekämpft, als diese von Amazonen attackiert wurden (Ilias III, 184ff.). Eine Sage, die diesen Kampf schildert, ist nicht erhalten. Homer setzte sie jedoch beim Leser als bekannt voraus. Wie auch die Mythen um die Amazonen selber. Man kann demnach annehmen, dass Amazonensagen schon vor Homer existiert haben. In etwas späteren Quellen erfahren wir, dass die Amazonen ihre Hauptstadt Themiskaia am Thermodon-Fluss im Pontos-Gebiet (Nordost-Kleinasien) gehabt haben sollen. Archäologische Untersuchungen - wobei anzumerken ist, dass diese Region ärchäologisch noch schlecht erforscht ist - konnten diese mythologische Darstellung allerdings bislang nicht bestätigen. Auch die Darstellung deutlich späterer antiker Quellen, wonach Kappadokien, Samothrake und Lesbos von "Amazonenstämmen besetzt gehalten" wurde, entspricht nicht den philologischen und archäologischen Fakten. Zwar wurde - der Sage nach - auf der Insel Lesbos die unter Griechen übliche männliche Homosexualität von einer weiblichen Homosexualität nachgeahmt (daher der Begriff "lesbisch"), dennoch handelte es sich hier um mythische griechische Stämme und nicht um die aus der Sagenwelt stammenden Amazonenstämme. In der an die Werke Homers anschließende Aithiopis wird folgende berichtet: Während des trojanischen Kriegs, als die Amazonen schon nicht mehr so mächtig waren, sollen sie unter ihrer Königin Penthesilea den Trojanern zu Hilfe gekommen sein und die Griechen in arge Bedrängnis gebracht haben. Mit herben Anstrengungen und durch das Eingreifen Achills siegten die Griechen. Penthesilea fiel im Kampf gegen Achilles. In der Sage von den Argonauten, die uns leider nur in der späten Version des 3. Jh. v. Chr. erhalten ist, heißt es, dass die Argonauten - eine Gruppe von 50 bedeutenden griechischen Heroen - auf dem Weg nach Kolchis nicht wagten, an bestimmten Abschnitten der kleinasiatischen Schwarzmeerküste an Land zu gehen, weil dort Amazonen lebten. Herodot schrieb im 5. Jahrhundert v. Chr. die zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer ansässigen Sauromaten (sie sind zu den Sarmaten zu rechnen) wären aus einer Vermischung von Skythen und Amazonen entstanden. Vor einigen Jahren ist in diesem Gebiet (bei Pokrovka) tatsächlich ein Gräberfeld aus dem 6.-4. Jh. v. Chr. entdeckt worden (siehe a.a.O. und Weblinks). Die ausführlich von Herodot geschilderte schöne Geschichte von der Verbindung von Amazonen und Skythen im Bereich der Krim und deren Auswanderung in das spätere Gebiet der Sauromaten enthält jedoch einen Anachronismus: Die Skythen - so Herodot an andere Stelle selbst - sind erst im späten 8. Jh v. Chr. ins Schwarzmeergebiet vorgedrungen - einer Zeit, in der Amazonen in Nordanatolien nicht mehr anzutreffen waren. Eventuell läßt Herodot die Amazonen einfließen, weil dies beim Leser die - aus griechischer Sicht höchst ungewöhnliche - vollkommen gleichberechtigte Stellung der Frau bei den Sauromaten verständlicher macht. An anderer Stelle hebt Herodot die aus seiner Sicht ungewöhnlichen Bräuche der Lykier, die in Südwest-Kleinasien lebten, hervor (Herodot I,173): Sie sollen sich noch zu seiner Zeit nach ihren Müttern benannt haben. Außerdem richtete sich der Status eines Kindes nach dem Status der Mutter. War sie aus dem Bürgerstand, bekamen automatisch auch ihre Kinder Bürgerrechte, selbst wenn der Vater ein Sklave war. War ihre Mutter hingegen unfrei, so bekamen auch die Kinder keine Bürgerrechte, selbst wenn der Vater ein noch so angesehener Bürger war. Dies deutet auf eine ehemals sehr hohe Stellung der Frau in dem Teil Lykiens, den Herodot bereist hat. Die mütterrechtlichen juristischen Regelungen mögen Herodot auf die Idee gebracht haben, es handele sich hierbei um Nachfahren des Sagenvolkes der Amazonen. Geschichtswissenschaftlich betrachtet haben diese ungewöhnlichen Regelungen jedoch weltlichere Gründe. Theseus, der sagenhafte König von Athen soll eine Amazonenkönigin entführt, sie mit nach Athen genommen und zu seiner Frau gemacht haben: Antiope, die Schwester von Hippolyte. Aus Rachelust drangen die Amazonen in Griechenland ein, plünderten einige Städte an der Küste und belagerten Athen. Bei den Kämpfen wurde Antiope getötet. Diese Sage hat mit Sicherheit kaum Wahrheitsgehalt. Eine Belagerung Athens durch kleinasiatische Stämme ist nicht nachgewiesen und extrem unwahrscheinlich. Doch lässt eine solche Sage Athens in hellerem Licht erstrahlen: es klingt gut, wenn man darauf verweisen kann, in grauer Vorzeit der Belagerung durch ein Volk standzuhalten, vor dem selbst die schimmerndsten Heroen großen Respekt hatten. Eine weitere Sage berichtet, dass die Amazonenkönigin Hippolyte von Herakles erschlagen wurde, der ins Amazonenland aufbrach, um den Gürtel der Königin zu erlangen. Obwohl beide Seiten keine kriegerischen Absichten hatten kam es durch ein Missverständnis zum Kampf in dessen Verlauf Herakles die Königin und einige weitere Amazoninnen tötete. Voller Ehrfurcht vor diesem starken Helden händigten die überlebenden Amazonen Herakles den Gürtel daraufhin aus. Ferner gibt es eine Reihe von Gründungslegenden, in denen Amazonen eine Rolle spielen: so gründeten sie unter anderen die Städte Kyme, Myrne und Paphos. Auch das Artemision von Ephesos soll ursprünglich von Amazonen mitgegründet worden sein. Es war in der Antike üblich, sich Völker und Gruppen aus der Sagenwelt als Ahnherren zu wählen. Dies hatte den Vorteil, dass man sich auf eine ältere Vergangenheit berufen konnte, als es der Wirklichkeit entsprach, ohne mit einem tatsächlich historischen Volk in Konflikt darüber zu geraten. Die griechischen Mythen erwähnen auch verschiedene Inseln, auf denen zeitweise Frauen ohne Männer gelebt haben sollen. Die Frauen dort hatten nur zu bestimmten Zeiten mit den Männern benachbarter Siedlungen Kontakt, um von ihnen geschwängert zu werden. Diese Frauengemeinschaften werden aber nicht konsequent als "Amazonen" bezeichnet. Zum Beispiel die Inseln Tamnos, Lemnos und Lesbos (s.o.) sollen zeitweise solche "Fraueninseln" gewesen sein. Die Frauen von Tamnos sollen demnach ihrer Göttin in einem rituellen Menschenopfer alle Männer, die an ihren Küsten landeten, geopfert haben. Über jene von Lemnos wurde gesagt, sie hätten sich gegen ihre Männer erhoben und alle gleichzeitig ermordet.

Amazonen in der römischen Mythologie

Diodorus Siculus erwähnt Amazonen in Nordwest-Afrika, die lange vor den kleinasiatischen Amazonen gelebt und ganz Nordafrika unterworfen haben sollen. In ihrem Zusammenhang spricht man auch von „libyschen Amazonen“, die bereits von Herodot erwähnt wurden. In einem späteren Abschnitt seines Werks, widerspricht sich jedoch Diodor, denn dort fließen asiatische und libysche Amazonen, die er vorher strikt trennt, ineinander über. Von Kleinasien aus sollen die Amazonen demzufolge einige Inseln der Ägäis angegriffen und später Athen belagert haben. Sueton, ein römischer Historiker aus dem 1. Jahrhundert schrieb, dass die Amazonen „einst einen großen Teil Kleinasiens beherrschten“ (er meinte wohl die Skythen). Noch im 5. Jahrhundert wurde das Schwarze Meer auch „Amazonenmeer“ genannt.

Sonstige Hinweise auf Amazonen

In zwei demotischen Papyri aus Ägypten sind Unternehmungen des Pharaos Petubastis (ca. 818-793 v. Chr.) geschildert, bei denen er u.a. mit Amazonen unter einer Königin Sarpot kämpft. Später führen Ägypter und Amazonen gemeinsam Krieg gegen das Land Hintu. Die Geschichten sind lange nach Petubastis entstanden und können demnach nicht als „außergriechischer“ Hinweis für eine reale Existenz der Amazonen der griechischen Mythologie angesehen werden. Eventuell wurden die Erzählungen nämlich von griechischen oder orientalischen Mythen beeinflusst. Um einen realen Kern in den Amazonenmythen ausmachen zu können bräuchte man zeitgenössische Quellen (selbst für den Sagendichter Homer lebten sie in "grauer Vorzeit"). Es gibt sehr viele hethitische Texte aus den Archiven von Hattuscha und Ugarit, die ins 15. - 13. Jh. v. Chr. datieren - die Zeit, in der die meisten griechischen Sagen spielen dürften. Es konnten jedoch keinerlei Hinweise auf das Sagenvolk der Amazonen gefunden werden. Es wird in hethitischen Quellen allerdings nur selten Nordost-Anatolien erwähnt, und wir wissen nicht einmal sicher, welches Volk dort in der späten Bronzezeit gelebt hat. Außerdem erfahren wir sehr wenig über Gesellschaftsstrukturen, Sitten etc. der hethitischen Nachbarn. Auch assyrischen Quellen konnte kein Hinweis auf irgendwelche Amazonen entnommen werden.

Hypothesen zum realen Kern der mythischen Amazonen

W. Leonhards Gleichsetzung mit den Hethitern

W. Leonhard hat 1912 eine Gleichsetzung der Amazonen mit den Hethitern postuliert. Eine solche Identifikation würde zwar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Hethiter waren ein mächtiges reales Volk, das griechische Quellen jedoch mit keiner Silbe erwähnen, die Amazonen dagegen ein archäologisch nicht fassbares Volk, das eine große Rolle in griechischem Schrifttum und Kunst spielt. Zudem waren Frauen bei den Hethitern den Männern de jure gleich gestellt, was bei indogermanischen Völkern ungewöhnlich war. Gegen diese Theorie sprechen jedoch schon die Tatsachen, dass 1. das Kerngebiet der Hethiter Zentralanatolien und nicht das Pontos-Gebiet war und 2. hethitische Frauen nicht mit in den Krieg zogen. Die Theorie Leonhards ist daher abgelehnt worden und wird nicht mehr vertreten.

Die Forschungen von Jeannine Davis-Kimball

Es wird für möglich gehalten, dass die realen Vorbilder für die Amazonen bei den Griechen Stämme der Skythen oder Sarmaten waren. Vor einiger Zeit fanden der russische Archäologe Leonid Jablonskij und seine amerikanische Kollegin Jeannine Davis-Kimball in Südrussland und der Ukraine zahlreiche Gräber (Kurgane) skytischer oder sarmatischer Frauen gefunden, die mit Waffen und Rüstungen begraben wurden. Ein wichtiger Fundort ist eine Nekropole bei Pokrovka. Zwischen ca. 600 v.Chr. und 300 v.Chr. wurden hier den weiblichen Gräbern sogar mehr Waffenbeigaben als den männlichen beigefügt. Im letzten Drittel der Belegungsphase wurde die Nekropole von Samarten benutzt. Einige Waffen weisen Gebrauchsspuren auf, sind also sehr wahrscheinlich auch benutzt worden. In weiteren Gräbern wurden 2500 Jahre alte Frauenskelette, die anatomisch auffällig waren, entdeckt. Zum einen waren ihre Oberschenkelknochen gebogen und ihre Steißbeine gestaucht. Sie waren also viel geritten. Zum anderen wurden als Grabbeigaben unter anderem auch Waffen gefunden. Andere anatomische Auffälligkeiten, wie etwa durch Hiebe und Stiche in einem Kampf verursachte Verwundungen, wiesen die Skelette nicht auf. Es mag sich also um rein rituell-symbolische Grabbeigaben handeln. Es wurde jedoch auch ein weiteres "Amazonengrab" entdeckt, das nicht nur Schmuckstücke wie Dutzende von Goldperlen, Goldbroschen und einen Ohrring, sondern auch mehr als 110 Pfeilspitzen enthielt. Die große Anzahl der Pfeilspitzen lässt die Forscher vermuten, dass es sich bei der Toten um eine berittene Kriegerin handelte. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es sich - zumindest was die Nekropole bei Pokrovka angeht - um Gräber der von Herodot (s.o.) genannten Sauromaten handelt. Dass diese Stämme der Samarten und Skythen mit den mythischen Amazonen identisch sind oder auch nur die Amazonenerzählungen und -darstellungen stärker beeinflusst haben, wie Frau Davis-Kimball meint, ist jedoch äußerst zweifelhaft. Ebenfalls ihre - mittlerweile auch im Deutschen Fernsehen verbreitete - ethnologischen und genetischen Untersuchungen, die darin gipfeln, dass sich Spuren der "Amazonen" bis in die Mongolei nachweisen lassen, wo Davis-Kimball ein kleines Mädchen getroffen hat, das genetisch Nachfahrin dieses Volks ist. Wenn sich Spuren skythischer, sarmatischer oder sonstiger Stämme, bei denen Frauen hochgestellt waren, bis heute verfolgen lassen, hat das kaum etwas mit den Amazonen zu tun. Denn das Bindeglied zwischen diesen Völkern und den Amazonen der Griechischen Sagen fehlt. Davis-Kimballs Argument, auf griechischer Vasenmalerei begegneten Amazonen als Motiv ab dem 6. Jh. v. Chr. - als die Griechen von diesen Völkern angeblich erfuhren - in stark zunnehmendem Maße, ist schwach: Erst im Laufe des 5. Jh. hört Herodot von den Sauromaten. Zudem ist es in der griechischen Kunst üblich, alte oder mythische Völker so darzustellen, wie zeitgenössische Völker aus ungefähr der selben Gegend bekleidet und bewaffnet waren. Dass daher Amazonen ähnlich den Skythen (oder auch Parthern) dargestellte werden, ist als normal anzusehen. Davis-Kimballs Forschungen belegen daher lediglich, dass es zwischen dem 6. und 3. Jh. v. Chr. in den genannten Gebieten Südrusslands, der Ukraine und Kasachstans Völker gab, bei denen Frauen offenbar eine gesellschaftlich hohe Stellung hatten und mit Waffen kämpften. Eine Verbindung zu den viel früher lebenden - falls real - Amazonen der griechischen Mythologie lässt sich jedoch nicht nachweisen.

Erinnerungen an matriarchale Völker in Kleinasien

Einige Forscher gehen davon aus, dass die Amazonensagen auf Erinnerungen fußen, die frühe Ereignisse widerspiegeln, bei denen Griechen im kleinasiatischen Raum auf matriarchal regierte Völker getroffen und in Kämpfe verwickelt worden sind. Später seien diese Erinnerungen immer mehr ausgeschmückt worden. Diese Hypothese geht von einem (kleinen) realen Kern der Amazonensagen aus, sagt jedoch nicht, wann und wo und bei welcher Gelegenheit Griechen auf solche Völker getroffen sind. Die Kontakte mit diesen matriarchal regierten Völkern müssen aber vor der Mitte des 8. Jh. gewesen sein, denn Homer sind Erzählungen über Amazonen schon bekannt (s. o.). Zudem haben Griechen im Zuge der Kolonisation der Kleinasiatischen Schwarzmeerküste (spätestens ab dem 3. Viertel des 7. Jh. v. Chr., vorher schon präkolonialer Handel) solche Völker oder deren Spuren dort nicht mehr angetroffen. Folglich müssen von dieser These angenommene Kontakte vor Mitte des 8. Jh. stattgefunden haben und matriarchal regierte Völker Mitte des 7. Jh. nicht mehr existiert haben.

„Amazonen“-Völker in der nordischen Welt

Auch die Walküren, die Botinnen Wotans aus Walhalla in der nordischen Sagenwelt, werden von Feministinnen als Amazonen betrachtet. Allerdings handelte es sich bei den Walküren ursprünglich um Totengeister, die erst in spätgermanischen Mythen vermenschlicht wurden. Unter den Wikingern gab es insofern "Amazonen", als es weibliche Kampfgefährtinnen der Wikinger gab, die auch das Schwert ergriffen. Die norwegische Flotte, die im 10. Jahrhundert in Irland einfiel und Ulster niederbrannte, wurde von einer Kriegerin angeleitet, die „die rote Frau“ genannt wurde. Es handelte sich bei dieser Frau um die Tochter eines bedeutenden Wikingers, die auf einem Rachefeldzug Stammeskrieger auf die irische Insel führte. Im keltischen Irland selbst war es bis ins 7. Jahrhundert nicht verboten, wenn Frauen ihre Männer als Kampfgefährtinnen unterstützten, dann wurde den Frauen von der christlichen Kirche das Tragen von Waffen verboten. In den Ländern um das Schwarze Meer herum trugen einzelne Frauen bis ins 18. Jahrhundert hinein Männerkleider, ritten rittlings und kämpften an der Seite der Männer. Ihr taktischer Wert war aufgrund ihrer geringeren Körperkraft allerdings gering, und ihre Verwendung war dem der jugendlichen Verbände gleichgestellt.

„Amazonen“-Völker in anderen Regionen der Welt

Auch auf anderen Kontinenten gab es "Amazonenvölker". So zeigte sich zum Beispiel Christoph Kolumbus beeindruckt von den Arawak-Frauen auf Santa Cruz, die in der Armee mitkämpften. Der Fluss Amazonas wurde nach den Amazonen benannt, weil die Spanier glaubten in das sagenumwobene Land des griechischen Mythos gelangt zu sein. Echte "Amazonen" fanden sie allerdings nicht. Sie wurden zwar von Francisco de Orellana in der Gonzalo-Pizarro's-Expedition beschrieben, doch die Existenz wird angezweifelt. Wie schon bei den Griechen ist es schwierig, Geschichte und Legenden auseinander zu halten.

Weblinks


- Zu den Sauromaten: [http://www.csen.org/WomenWarriors/Statuses_Women_Warriors.html The Center for the Study of the Eurasian Nomads (CSEN)]
- [http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/25/0,1872,2133081,00.html ZDF: Das Amazonenrätsel]
- [http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/23/0,4070,2174263-0,00.html ZDF-Video: Neu entdecktes Amazonengrab in der südrussischen Steppe]
- [http://www.atlantia.de/mythen/mythen/atlantioi_hesperiden.htm Die Amazonen ein atlantisches Volk? - Artikel über einen Bezug zu Atlantis]
- [http://www.gilians.de/amazonen/]

Literatur


- Jeannine Davis-Kimball: Warrior Women: An Archaeologist's Search for History's Hidden Heroines, New York 2002. ISBN 0-446-52546-4
- Gabriele Frohnhaus, Barbara Grotkamp-Schepers, Renate Philipp (Hg.): Schwert in Frauenhand - Weibliche Bewaffnung, Essen 1998. ISBN 3-88474-693-6
- Gerhard Pöllauer: Die verlorene Geschichte der Amazonen, Klagenfurt 2002. ISBN 3-902096-88-8

Andere Wortbedeutung

#Alltagssprachlich ist eine Amazone im übertragenen Sinn eine selbständige und streitbare junge Frau. #Beim Reiten werden weibliche Reiter oft als Amazonen bezeichnet. #Im rheinischen Karneval gibt es den Typus der Amazone sowie ganze Amazonencorps - entweder als Abteilungen von Karnevalsgesellschaften oder als selbstständige Zusammenschlüsse närrischer junger Frauen. Sie treten sowohl im Straßen- als auch im Saalkarneval auf, meist in schmucken Uniformen mit militärischen Anklägen. Von den ebenfalls im rheinischen Karneval verbreiteten Möhnen unterscheiden sie sich durch das tendenziell niedrigere Alter ihrer Mitglieder, durch ihre Kleidung und dadurch, dass sie meist tänzerisch aktiv sind. #Amazonen ist auch die deutsche Kurzbezeichnung für die Papageiengattung Amazonenpapageien (Amazona), der Europäer erstmals am Amazonas begegnet sind. #Amazone ist auch der Name einer Märchenschach-Figur. #Ein Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen. Kategorie:Griechische Mythologie Kategorie:Literarische Figur

Schildvulkan

Der Name Schildvulkan rührt von der schildartig aufgewölbten Form dieses Vulkantyps her. Vulkan

Entstehung

Ursache dafür ist das Ausfließen extrem dünn- und damit schnellflüssiger, gasarmer Lava. Da sie aus dem oberen Erdmantel stammt, ist sie ca. 1000°C bis 1250°C heiß. Die Böschungswinkel von Schildvulkanen betragen aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit der Lava (bis zu 60 km/h) nur etwa 5°, das heißt, es handelt sich durchweg um sehr flach abfallende, dafür ausgedehnte Kegel. Schildvulkane werden entsprechend ihrem Eruptionsverhalten auch als rote Vulkane bezeichnet. Sie fördern gigantische Massen dünnflüssiger Lava, die effusiv austreten und sich auch bei flachen Hangneigungen weit ausbreiten können. Schildvulkane sind deshalb auch nicht sehr hoch. Das Verhältnis zwischen Höhe und Fußdurchmesser beträgt meistens nur 1:10 bis 1:20.

Vorkommen

Der Großteil aller aktiven Vulkane, nämlich 90%, sind Schildvulkane, die übrigen bezeichnet man als Schichtvulkane oder auch graue Vulkane. Man findet Schildvulkane innerhalb der Lithosphärenplatten über Hot-Spots (Beispiel Hawaii), sowie an auseinanderdriftenden Plattenrändern (Beispiel Island), die meisten liegen an den Ozeanböden. Weltweit gibt es 107 Schildvulkane. Einer der bekanntesten Schildvulkane ist der Mauna Loa auf Hawaii. Der Vogelsberg in Hessen ist der einzige Schildvulkan Deutschlands. Der größte bekannte Schildvulkan des Sonnensystems ist der Olympus Mons auf dem Planeten Mars.

Weblinks

http://www.uni-muenster.de/MineralogieMuseum/vulkane/Vulkan-6.htm Kategorie:Vulkanismus

Olympus Mons

Der Olympus Mons (lat. Berg Olymp), benannt nach dem Sitz der antiken griechischen Götter, ist ein erloschener Vulkan in der Tharsis-Region auf dem Planeten Mars. Mit 26,4 km Gipfelhöhe vom Fuß gemessen und einem Durchmesser von fast 600 km ist er der höchste und größte bekannte Berg im Sonnensystem. Olympus Mons, früher als Nix Olympica (lat. nix = Schnee) bezeichnet, gehört wegen seiner Form zu den so genannten Schildvulkanen. Dieser Vulkantyp kann zwar sehr hoch werden, hat dabei aber eine große Ausdehnung – die Steigung der Hänge ist relativ flach. Die Inselgruppe Hawaii, auf der Erde, ist beispielsweise aus diesem Vulkantyp hervorgegangen. Olympus Mons ist mehr als zwanzig mal so breit wie hoch. Seine Abhänge sind an manchen Stellen bis zu sechs Kilometer hoch, an anderen Stellen flach. Dies kommt durch Lavaströme, die bei der Entstehung des Vulkans freigesetzt wurden, zustande. Kategorie:Vulkan Kategorie:Mars (Planet) als:Olympus Mons ja:オリンポス山 (火星) ko:올림푸스 산 (화성)

Lava

Lava (ital. "Regenbach") ist die Bezeichnung für eruptiertes Magma, das an die Erdoberfläche ausgetreten ist. Lava ist ein vulkanisches Förderprodukt und gehört zur Gruppe der Vulkanite. Andere vulkanische Förderprodukte sind die Pyroklastika und die gasförmigen und damit flüchtigen Volatilbestandteile (Kohlenstoffdioxid, Wasser, Schwefeldioxid, Ammonium, Edelgase), die das Magma durch Druckentlastung verloren hat. Magmen treten vergleichsweise selten direkt an die Oberfläche aus, da dazu erhebliche Kräfte erforderlich sind. Häufiger sind so genannte Intrusionen, bei denen Magma in der Erdkruste erstarrt.

Zusammensetzung

Laven sind Silikatschmelzen mit einem Gewichtsanteil von 45%-70% SiO2. Man unterscheidet zwischen saurer oder rhyolithischer Lava (SiO2-Gehalt > 65%) und basischer oder basaltischer Lava (SiO2-Gehalt < 52%). Dazwischen finden sich die intermediären oder andesitischen Laven (SiO2-Gehalt zwischen 52% und 65%). Beim Aufstieg des Magmas finden verschiedene Prozesse statt, die Einfluss auf die Zusammensetzung der austretenden Lava haben (Magmatische Differentiation), so dass diese von der des primären Magmas abweichen kann. Da Lava beim Austritt an die Oberfläche schnell abkühlt, ist ihr Gefüge in der Regel feinkörnig oder glasig. Durch den Austritt von Gasen durch die Druckentlastung beim Aufstieg können sich in der Lava kleinere oder größere Blasen bilden. Die Temperatur von Lava beträgt beim Austritt zwischen 800 °C (rhyolithische Lava) und 1200°C (basaltische Lava). Erstarrte Lava bildet magmatisches Gestein.

Erscheinungsformen

Abhängig von den Bedingungen beim Aufstieg und der Abkühlung bildet Lava unterschiedliche Erscheinungsformen, die ganz entscheidend von der Viskosität der Lava abhängen. Die bekanntesten Formen sind:

Pahoehoe-Lava

Pahoehoe-Lava ist eine dünnflüssige Lava (= geringe Viskosität), die als Lavastrom hangabwärts fließt. Sie bildet glasige Oberflächen. Erscheinungsformen von Pahoehoe-Lava sind Stricklava, Fladenlava oder Schollenlava. Viskosität

Aa-Lava

Aa-Lava - auch Blocklava - ist eine zähflüssige Lava, die zu scharfkantigen Brocken und Klumpen erstarrt. Ein Lavastrom kann in seinem oberen Teil aus Pahoehoe-Lava bestehen, während in seinem unteren Teil Aa-Lava dominiert (aufgrund der steigenden Viskosität durch Abkühlung und Ausgasung).

Flutbasalte

Flutbasalte entstehen aus extrem dünnflüssiger Lava, die in ebenem Gelände geringmächtige Decken bildet. In Einzelfällen reichen die Fördermengen aber auch aus, um mächtige Tafeln zu erzeugen wie z.B. das große Columbia-Plateau in Oregon und Washington oder das Dekkan-Plateau in Indien.

Pillow- oder Kissenlava

Pillow- oder Kissenlava besteht aus Anhäufungen von im Querschnitt runden oder elliptischen, schlauchartigen Strukturen von ca. 1 m Durchmesser oder mehr. Sie entsteht bei der sehr schnellen Abkühlung von Lava im Wasser. Durch Hebung von Gesteinskörpern, die ursprünglich unter der Meeresoberfläche lagen, können Pillow-Laven auch auf dem Festland gefunden werden.

Brotkrustenbombe

Brotkrustenbomben bestehen aus Lava, die noch während des Austritts in der Flugphase erkaltet und die Form von Brotlaiben annimmt. Brot

Lava-Seen

Eine besondere Erscheinung sind Lava-Seen (zum Beispiel Erta Ale). Diese entstehen meist bei länger andauernden Ausbrüchen von Vulkanen, indem sich zum Beispiel Krater mit Lava füllen. Lava-Seen können Tiefen von bis zu 100 Meter haben. Die Lava kühlt in einem solchen See langsam ab (über mehrere hundert Tage) und bietet dadurch die Möglichkeit, die Erstarrungsprozesse von Lava zu untersuchen.

Lavahöhlen und Lavagräben

Beim Abkühlen von Lavaströmen können große Hohlräume dadurch entstehen, dass die erkaltete Oberfläche bereits erstarrt, während im Inneren des Lavastromes die flüssige Lava noch weiter abfließen kann. Die Hohlräume können auch zusammenstürzen und es entstehen Lavagräben. (siehe auch Höhle)

Lavadome

Ist die Lava beim Austritt bereits so zäh, dass sie nicht abfließen kann, so entsteht ein Lavadom. Kategorie:Vulkanismus ja:溶岩 ko:용암

Kategorie:Mars (Planet)

Die Artikel dieser Kategorie stehen in Bezug zum Planeten Mars. Mars als:Kategorie:Mars (Planet) ja:Category:火星 ko:분류:화성

Estrela Vermelha

O FK Estrela Vermelha de Belgrado (Nome Oficial: Фудбалски клуб Црвена звезда ou Fudbalski Klub Crvena Zvezda) é um dos clubes de futebol mais populares da República da Sérvia e Montenegro. O uniforme titular da equipe é composto por camiseta com listras verticais vermelhas e brancas, calção branco e meias vermelhas. Seu período áureo foi em 1991, ano em que conquistou tanto o Campeonato Iugoslavo quanto a Liga dos Campeões da UEFA e o Mundial Interclubes. A equipe era a base da seleção de seu país, a melhor de sua história. A final européia foi conquistada em Bari, na Itália, no dia 29 de maio de 1991. O adversário foi o temível Olympique de Marselha. O herói da partida foi o goleiro Stojanovic, que segurou o placar de 0 a 0 nos 120 minutos e garantiu a vitória nos pênaltis. Esta vitória classificou o time para a final do Mundial em Tóquio, no dia 8 de dezembro, contra o Colo colo do Chile. E a vitória veio mesmo com 10 homens em campo (o capitão e principal jogador Dejan Savicevic recebeu cartão vermelho nos primeiros segundos de jogo), com um placar de 3 a 0. Dois gols foram marcados por Vladimir Jugovic. O seu maior rival é o Partizan, também da cidade de Belgrado. O jogo entre as duas equipes é chamado de O Eterno Clássico (вечити дерби).

Títulos


- 1 Campeonato da Sérvia e Montenegro (2004)
- 22 Campeonatos da Iugoslávia (1951, 1953, 1956, 1957, 1959, 1960, 1964, 1968, 1969, 1970, 1973, 1977, 1980, 1981, 1984, 1988, 1990, 1991, 1992, 1995, 2000, 2001)
- 1 Copa da Sérvia e Montenegro (2004)
- 19 Copas da Iugoslávia (1948, 1949, 1950, 1958, 1959, 1964, 1968, 1970, 1971, 1982, 1985, 1990, 1993, 1995, 1996, 1997, 1999, 2000, 2002)
- 1 Campeonato da Europa Central (1968)
- 1 Liga dos Campeões da UEFA (1991)
- 1 Mundial Interclubes (1991) Obs.: A partir de 1992, o torneio foi jogado com a Iugoslávia "dividida", e a partir de 2003 o país passou a se chamar Sérvia e Montenegro.

Jogadores Famosos


- Vladimir Beara
- Miodrag Belodedić
- Dragan Džajić
- Ilija Ivić
- Vladimir Jugović
- Stanislav Karasi
- Bora Kostić
- Nebojša Krupniković
- Siniša Mihajlović
- Rajko Mitić
- Slavoljub Muslin
- Darko Pančev
- Dejan Petković
- Robert Prosinečki
- Dušan Savić
- Dejan Savićević
- Dragoslav Šekularac
- Miloš Šestić
- Dejan Stanković
- Dragoslav Stepanović
- Dragan Stojković
- Jovan Aćimović

Sites


- [http://www.fc-redstar.net/ Site Oficial]
- [http://pt.uefa.com/footballEurope/Club=50069/domestic.html Site doméstico na UEFA] categoria:clubes de futebol da Sérvia e Montenegro ja:レッドスター・ベオグラード

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- Picinguaba

Fontes


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O Instituto Florestal é o órgão da Secretaria do Meio Ambiente do Estado de São Paulo que pesquisa e divulga conhecimentos sobre silvidultura e conservação, e que conserva e administra os áreas de preservação ambiental do estado. Tem três linhas de atividades: conservação, produção e pesquisa.

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