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Ambrosia

Ambrosia

Ambrosia (ἀμβροσία, griech. Unsterblichkeit) ist die Speise und Salbe griechischer Götter sowie das Futter ihrer Rösser. Neben dem Nektar ist es Ambrosia, dem die Götter der Griechen ihre Unsterblichkeit verdanken. Der Legende zu Folge brachten Tauben dem Zeus die Ambrosia, aber auch den Götterlieblingen unter den Menschen wurde sie gereicht, so dem Tantalos und dem Achilleus. Auch als Salbe oder süß duftender Balsam oder als Trank, welcher die Schönheit des Körpers erhöhte und ihn vor Fäulnis schützte, wurde die Ambrosia gebraucht. Frühe Ärzte gaben deshalb verschiedenen Lebenselixiren und Schönheitsmitteln den Namen Ambrosia. Ambrosisch bedeutet unsterblich, göttlich, von göttlicher Natur. Bei Homer heißt alles, was die Götter besitzen, oder was zu ihrer Persönlichkeit gehört „ambrosisch“, der Ausdruck wird dann aber auch für alles sonstige Schöne und Erhabene gebraucht. Kategorie:Griechische Mythologie Kategorie:Mythologischer Gegenstand

Griechische Mythologie

Die Griechische Mythologie umfasst Geschichten der Götter und Helden (Heroen) des antiken Griechenlands. Die Religion der antiken Griechen entstand aus den Religionen der eingewanderten Griechen und der vorgriechischen Bevölkerung in Kleinasien und Griechenland. Im Vergleich zu den großen monotheistischen Religionen ist das Fehlen klarer Gebote und Verbote auffallend, wenngleich die Göttin Nemesis und die Erinnyen (Eumeniden) Zuwiderhandlungen gegen die Natur und vor allem den Muttermord bestrafen. Es kann, in der Antike seit Xenophanes, von einem Anthropomorphismus - einer Vermenschlichung der Götter - gesprochen werden, sie sind also durch ihren Ursprung als mythologische Gestalten den Menschen vor allem in ihren Schwächen ähnlicher, als der eine Gott der Juden, Christen und Moslems sein kann. Die Religion war in ihrem Kern polytheistisch, mit verschiedenen Göttergeschlechtern (zum Beispiel dem der Titanen), zahlreichen Naturdämonen, Ortsgöttern und Halbgöttern. Einen geschlossenen Priesterstand gab es nicht, sondern bestimmten Heiligtümern zugeordnete Priester, ferner Seher und Wahrsager. Die ältesten Quellen sind unter anderem Homers Ilias und Odyssee sowie Hesiods Theogonie. Homer und Hesiod brachten die Götter in eine bestimmte Ordnung: Aus lokalen Götterkulten mit weit gehenden Zuständigkeiten wird ein funktional differenzierter Götterkosmos. Im hellenistischen Zeitalter vermischte sich die Religion mit orientalischen Elementen. Diese Mythologie wurde von den Römern unter analoger Götter-Zuordnung griechischer zu römischen Gottheiten teilweise übernommen (siehe römische Mythologie, auch: Etrusker). Sie hat trotz Christianisierung und Wegfall der Götterverehrung die Jahrtausende überdauert. Die Gestalten der griechischen Mythologie haben immer wieder die Vorlagen für neuere Werke der Kultur geliefert. Ungezählt sind die Gemälde, Opern oder Theaterstücke, die den antiken Stoff neu aufnehmen und verarbeiten. Mythos (griechisch mýthos) bedeutet ursprünglich "Rede", "Kunde" oder "Überlieferung", später verschiebt sich die Bedeutung mehr auf das Unwahrscheinliche. Bereits antike Autoren verändern den Stoff erheblich, so dass man teilweise unterschiedliche Abstammungen und/oder Nachkommen bei den einzelnen Gestalten finden kann.

Griechischer Götterhimmel

Mythos

Schöpfungsgötter


- Chaos - ungeordneter und ungeformter Weltzustand, aus dem die Götter hervorgingen
- Nyx - die Nacht, entstand aus dem Chaos; nach anderen Quellen auch aus der Paarung des Chaos mit der Dunkelheit
- Gaia - die Erde in Göttergestalt, entstand aus dem Chaos
- Erebos - die Finsternis, entsand aus dem Chaos; nach anderen Quellen auch aus der Paarung des Chaos mit der Dunkelheit
- Aether - Sohn von Erebus und Nyx die reine Luft des oberen Himmels, die die Götter atmen und in der die Gestirne schweben
- Uranos - Himmel in Göttergestalt, durch Gaia ohne Zeugungsakt geboren
- Hemera - der Tag, Tochter des Erebos und der Nyx

Titanen

Die Titanen stammen der Sage nach von Uranos und Gaia ab.
- Okeanos - Herr des Ozean, stärkster der Titanen, zeugte mit seiner Schwester und Gattin Tethys die Flussgötter, Meeres- und Quellnymphen
- Koios - wurde nach der Niederlage gegen die olympischen Götter in den Tartaros gestoßen
- Hyperion - Licht- und Sonnengott, zeugte mit Gattin Theia den Sonnengott Helios, die Mondgöttin Selene und die Göttin der Morgenröte Eos
- Kreios - Gatte der Eurybia
- Iapetos - Gatte der Nymphe Klymene (Tochter des Okeanos), wurde nach der Niederlage gegen die olympischen Götter in den Tartaros verbannt
- Kronos - Vater des Zeus, wurde nach der Entmannung des Vaters Uranos zum Herrscher der Welt; Gatte von Rhea; wurde von seinem Sohn Zeus entmachtet und herrscht nun auf der Insel der Seligen
- Tethys - Meeresgöttin, Gattin des Okeanos, als Amme der Hera verfluchte sie Hera zuliebe die Sternbilder, immer über den Himmel zu wandern
- Rheia - Mutter von Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und Zeus; herrscht mit Gatte Kronos seit dessen Entmachtung auf der Insel der Seligen
- Themis - Göttin der Gerechtigkeit und der Ordnung, zweite Gattin (nach Methis) des Zeus, sie kennt die Zukunft und ermöglicht so Deukalion und Pyrrha, die Sintflut zu überleben und die Erde neu zu bevölkern
- Mnemosyne - Mutter der neun Musen
- Phoibe - Frau des Koios, Mondgöttin
- Theia - Gattin des Koios, fordert für ihre Kinder einen Herrschaftsanspruch neben den Titanen, woraufhin Hyperion und Helios getötet werden und Selene Selbstmord begeht
- Atlas - Sohn von Iapetos und Klymene, musste als Strafe für seine Teilnahme am Titanenkampf das Himmelsgebirge tragen, nachdem er von Perseus versteinert wurde trägt er als Atlasgebirge den Himmel auf seinen Schultern

Olympische Götter

Olympische Götter
- Zeus - Sohn von Kronos und Rhea, Göttervater
- Hera - Tochter von Kronos und Rhea, Gattin des Zeus, Göttin der Ehe und der Niederkunft
- Poseidon - Sohn von Kronos und Rhea, wurde durch Zeus vor Kronos gerettet, Gott des Meeres
- Aphrodite - entstand aus dem Samen des durch Kronos abgeschnittenen Geschlechts des Uranos, Göttin der Liebe und Schönheit
- Hephaistos - Sohn von Zeus und Hera, von Meernymphen aufgezogen, Gott des Feuers und der Schmiede
- Dionysos - Sohn von Zeus und Semele, Gott des Weines, der Masken und somit der Tragödie
- Apollon - Sohn von Zeus und Leto, Gott des Frühlings, des Lichts, der Sittlichkeit und der Künste
- Hermes - Sohn von Zeus und Maia, Götterbote, somit Schutzgott der Wege, Wanderer, Kaufleute und Diebe
- Demeter - Tochter von Kronos und Rhea, Göttin der Fruchtbarkeit der Erde, des Getreides, der Saat und der Jahreszeiten
- Artemis - Tochter von Zeus und Leto, Göttin der Jagd, des Wachstums und der Geburt
- Athene - Tochter von Zeus und Methis, Göttin der Weisheit, der Wissenschaft, der Web- und Zimmererkunst
- Ares - Sohn von Zeus und Hera, Gott des Krieges
- Hestia - Tochter von Kronos und Rhea, Göttin des Feuers, des Herdes und der Familieneintracht
- Eris - Göttin der Zwietracht und des Streites
- Hades - Ort und Gott der Toten, der Unterwelt

Mythologische Gestalten (andere Götter/Halbgötter/Heroen/Menschen)

Hades Hades
- Achilleus, Achilles
- Acheloos
- Agamemnon
- Agenor
- Aias
- Aigisthos
- Aletheia
- Alkmene
- Amazone
- Amphitryon
- Andromeda
- Arachne
- Ariadne
- Asklepios
- Atalanta
- Bellerophon
- Chloris
- Dädalus
- Danaiden
- Deukalion
- Elektra
- Europa (Mythologie)
- Eurystheus
- Hektor
- Herakles (römisch: Hercules)
- Hero
- Hypnos
- Ikarus
- Ixion
- Jason
- Kassandra
- Laokoon
- Leander
- Medea
- Menelaos
- Morpheus
- Nestor
- Ödipus
- Odysseus (etruskisch: Uthuze) Odysseus
- Oknos
- Orestes
- Orpheus
- Paris
- Perseus
- Plutos
- Priamos
- Prometheus, Titan, der den Menschen das Feuer brachte
- Pyrrha
- Sisyphos
- Tantalos
- Telemachos
- Theseus
- Tytios

Mythologische Gestalten (Ungeheuer/Tiere/andere)


- Androphonos
- Circe
- Charybdis
- Chimäre
- Erinnyen (röm. Myth. Furien)
  - Alekto
  - Megaira
  - Tisiphone
- Gorgonen
  - Euryale
  - Medusa
  - Stheno
- Hesperiden
- Horen
  - Chione
  - Irene
- Minotaurus Minotaurus
- Moiren
  - Atropos
  - Klotho
  - Lachesis
- Musen
  - Erato (Liebes-Lyrik)
  - Euterpe (Flötenspiel, Gesang)
  - Kalliope (Epische Dichtung)
  - Klio (Geschichtsschreibung)
  - Melpomene (Tragödie)
  - Polyhymnia (Hymnische Dichtung)
  - Terpsichore (Tanz)
  - Thalia (Komödie)
  - Urania (Sternkunde)
- Nymphen
  - Amphitrite
  - Orseis
  - Thetis
- Pan Pan
- Pegasus
- Satyr
- Sirene
- Skylla
- Zelos
- Zentaur
- Zephyros
- Zyklopen
  - Polyphem

Mythologische Gegenstände und Orte


- Aigis
- Ambrosia
- Delphi
- Nektar (Mythologie)
- Goldene Äpfel der Hesperiden
- Hades
  - Tartaros
  - Elysion
  - Asphodeliengrund
  - Lethe

Literatur


- Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten, Klett-Cotta (Bd.1), ISBN 3-608-91824-8, dtv, ISBN 3-423-30030-2
- Karl Kerényi: Die Heroengeschichten (Bd.2), Klett-Cotta, ISBN 3-608-91873-6
- Karl Kerényi: Töchter der Sonne - Betrachtungen über griechische Gottheiten, Klett-Cotta, ISBN 3-608-91837-X
- Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie. Quellen und Deutung. A. d. Engl. v. Hugo Seinfeld. 15. Aufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2003 (Rowohlts Enzyklopädie; rororo, Bd. 55404). 759 S. ISBN 3-499-55404-6
- Rose, Herbert Jennings: Griechische Mythologie. Ein Handbuch. 9. Aufl. München: C. H. Beck, 1997. IX, 441 S. ISBN 3-406-33223-4
- Gustav Schwab: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums (dies Buch kann - in vielen Auflagen - als eherner Hausbuchbestand bei allen Abiturienten Deutschlands bis in die 1960er Jahre voraus gesetzt werden und ist also zumal für ein Studium der Literaturwissenschaft unabdingbar)
- Tripp, Edward: Reclams Lexikon der antiken Mythologie. 7. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2001. 560 S. ISBN 3-15-010230-8 (geb.), ISBN 3-15-010451-3 (kart.)

Siehe auch


- Portal:Mythologie
- Klassische Mythologie
- Stammbaum der griechischen Götter
- Liste griechischer Götter
- Liste von Göttinnen
- Olympische Götter (mit ihren Attributen)

Weblinks


- http://gutenberg.spiegel.de/autoren/schwab.htm - Gustav Schwab bei Projekt Gutenberg-DE
- http://gutenberg.spiegel.de/moritz/goetterl/goetterl.htm - Karl Philipp Moritz, Götterlehre oder Mythologische Dichtungen der Alten
- http://www.mythologica.de Beschreibt die einzelnen Gestalten
- http://www.perseus.tufts.edu/ (Englisch) Aber mit einer unglaublichen Funktionsvielfalt, inkl. Volltextsuche über antike Texte. Sehr viele weiterführende Links.
- http://www.br-online.de/alpha/mythen/ Auf dem BR-alpha Bildungskanal läuft eine interessante Serie zu den Griechischen Mythen
- http://home.arcor.de/karger/buechernachlese-archiv/uk_kerenyi_karl_griechen.html - Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen + Die Heroengeschichten
- http://home.arcor.de/karger/buechernachlese-archiv/uk_kerenyi_karl_sonne.html - Karl Kerényi: Töchter der Sonne ! ja:ギリシア神話 ko:그리스 신화

Pferde

Die Pferde (Equidae) bilden eine Familie der Unpaarhufer (Perissodactyla), die nur eine Gattung Equus umfasst. Zu den Pferden gehören die Tiere, die der Volksmund als Pferde, Esel und Zebras kennt. Die Einteilung in Arten ist bis heute durchaus umstritten, einzig unstreitig ist, dass die drei Zebra-Arten untereinander nicht näher als mit den anderen Arten der Familie verwandt sind.

Stammesgeschichte

Die Entwicklung der Pferde ist durch Fossilien gut dokumentiert und zeigt wie aus dem hundegroßen, laubfressenden Waldbewohner Propalaeotherium, der noch mehrere Zehen hatte, über einen Zeitraum von 50 Millionen Jahren, ein grasfressender, pferdegroßer Bewohner offener Landschaften wurde, der nur noch auf der Spitze einer Zehe läuft. Die Entwicklung fand hauptsächlich in Nordamerika statt, aber immer wieder erreichten Entwicklungslinien auch die Alte Welt. Die Evolution der Pferde erfolgte über viele Zwischenstufen, die in Nordamerika besonders gut durch Fossilfunde belegt sind. Sie ist daher ein Paradebeispiel für den evolutionären Wandel. Die Entwicklung der Pferde begann im Eozän, also vor 55 Millionen Jahren. Zu jener Zeit lebte der Vorfahre aller Pferde, das Hyracotherium (früher auch Eohippus genannt) - ein kleines Waldtier mit einer Schulterhöhe von nur ca. 50 cm, das mit seinen kleinen, vierhöckerigen Backenzähnen Blätter und Früchte kaute. Hyracotherium ähnelte keineswegs einem heutigen Pferd. Das Tier besaß einen gewölbten Rücken, einen kurzen Hals, eine kurze Schnauze, kürzere Beine und einen langen Schwanz. Mit anderen Worten: Es war nicht viel größer als ein Fuchs oder ein Reh. Es ging auf Pfoten wie ein Hund, hatte aber schon kleine Hufe an jeder der 4 Vorderzehen und 3 Hinterzehen. Sein Schädel und sein Gehirn waren relativ klein. Vor ca. 50 Millionen Jahren erfolgte ein langsamer Übergang vom Hyracotherium zum Orohippus. Es veränderten sich die Zehen und die Zähne. Orohippus bevorzugte festere Pflanzenkost. Aus Orohippus entstand vor ca. 47 Millionen Jahren Epihippus. Die Zähne wurden fester. Zwischenzeitlich veränderte sich das Klima grundlegend. In Nordamerika wurde es trockener, die Wälder schrumpften und offene Graslandschaften entstanden. Dies hatte einen bedeutsamen Trend in der Pferdeevolution zur Folge. Die Pferde mussten sich nach und nach an die neuen Bedingungen einer Steppenlandschaft anpassen. Sie wurden größer, um sich in der freien Landschaft schneller fortbewegen zu können, und mussten, weil sie sich allmählich von der Laubnahrung auf Grasfutter umzustellen hatten, hochkronige, widerstandsfähigere Zähne entwickeln. Steppe Vor ca. 40 Millionen Jahren bildete sich die Gattung Mesohippus heraus. Dieses Pferd besaß eine Schulterhöhe von ca. 60 cm. Der Rücken war nicht mehr so gekrümmt wie früher, und die Beine, der Hals und der Gesichtsschädel waren länger. Mesohippus hatte hinten und vorne 3 Zehen, vorne allerdings zusätzlich noch eine rudimentäre 4. Zehe. Das Tier lief wie seine Vorläufer immer noch auf Pfoten. Vor ca. 35 Millionen Jahren entwickelte sich die Gattung Miohippus. Dieses Pferd war schon wesentlich größer als Mesohippus und besaß einen etwas längeren Schädel. Vor rund 24 Millionen Jahren spaltete sich die Pferdefamilie in mehrere Linien auf, von denen einige ausstarben. Die erfolgreichste dieser Linien stellte sich endgültig von Laub- auf Grasfutter um. Weil das harte Gras wegen seines hohen Kieselsäuregehalts schwer zu zerkauen ist und die Zähne schnell abnutzt, entwickelten die Pferde nun harte, hochkronige Zähne mit Schmelzfalten auf der Kaufläche. Als Steppentiere wurden diese Pferde zu guten Läufern mit langen Beinen und standen überwiegend auf ihren Zehenspitzen. Vor ca. 23 Millionen Jahren tauchte die Gattung Parahippus auf. Das Tier besaß noch drei Zehen, hatte aber längere Zähne als seine Vorfahren. Aus ihm entwickelte sich vor ca. 18 Millionen Jahren Merychippus. Dieses Pferd war ca. 1 m hoch. Der Gesichtschädel ähnelte schon dem eines modernen Pferdes, und das Gehirn wurde deutlich größer. Auch Merychippus besaß noch drei Zehen, doch stand das Tier schon völlig auf den Zehenspitzen. Die Zähne hatten hohe Furchen mit einer dicken Zahnschmelzschicht. Merychippus entwickelte sich zu einer Vielzahl verschiedener Arten weiter, darunter die Vertreter der echten Pferde, bei denen die seitlichen Zehen langsam verschwanden. Vor ca. 15 Millionen Jahren entstand Pliohippus als dreizehiges Pferd. Es sah den modernen Pferden schon sehr ähnlich und verlor im Laufe der Evolution seine seitlichen Zehen. Aus einzehigen Pferden wie Dinohippus entwickelten sich dann vor ca. 4 Millionen Jahren die modernen Pferde der Gattung Equus. In Nordamerika starben die Pferde vor einigen tausend Jahren aus, bis sie durch die europäische Kolonisierung im 16. Jahrhundert in Form des Hauspferdes und des Hausesels wieder auf das amerikanische Festland kamen und dort zum Teil wieder verwilderten; sie wurden dann Mustang genannt. Ebenfalls durch den Menschen kamen Pferd und Hausesel nach Australien, wo sie wiederum verwilderten. Das weibliche Pferd nennt man Stute. Das männliche Pferd heißt entweder Hengst oder, falls es kastriert (gelegt) ist, Wallach. Jungtiere werden Füllen oder Fohlen genannt; Enter (oder Jährling) bezeichnet das einjährige Pferd.

Systematik

In der hier verwendeten Einteilung gibt es folgende Arten:
- Przewalski-Pferd (Equus przewalskii)
- Hauspferd (Equus caballus)
- Afrikanischer Esel (Equus asinus)
- Asiatischer Esel (Equus hemionus)
- Steppenzebra (Equus quagga)
- Bergzebra (Equus zebra)
- Grevyzebra (Equus grevyi) Es gibt bei der Klassifizierung der Pferde zahlreiche abweichende Auffassungen: Grevyzebra
- Afrikanischer und Asiatischer Esel werden einer Gattung Asinus zugeordnet, die übrigen Arten der Gattung Equus; dies basiert auf Vermutungen, dass sich die Linien bereits im Pliozän getrennt haben.
- Przewalski-Pferd und Hauspferd werden wegen der unterschiedlichen Chromosomenzahl manchmal als zwei verschiedene Arten angesehen, oft aber auch beide zu einer gemeinsamen Art Equus caballus gerechnet. Das Przewalski-Pferd wird manchmal auch mit der Bezeichnung Equus ferus benannt.
- Der Asiatische Esel wird in eine Reihe von Unterarten aufgespalten, die von manchen Zoologen als eigenständige Arten angesehen werden. Demnach findet man je nach Lehrmeinung ein, zwei, drei oder gar bis zu sieben Arten Asiatischer Esel.
- Manche Zoologen unterteilen das Steppenzebra in zwei Arten Equus burchelli für das eigentliche Steppenzebra und Equus quagga für das Quagga, das in der obigen Klassifikation nur eine Unterart des Steppenzebras war. Kategorie:Unpaarhufer

Weblinks


- [http://www.egbeck.de/skripten/13/pferd.htm Evolution der Pferde] ko:말과

Unsterblichkeit

Unter Unsterblichkeit (Athanasie, athanasia) versteht man die Eigenschaft eines Lebewesens, die es ihm unmöglich macht, zu sterben. Bedingt durch den Stoffwechsel und der damit einhergehenden Alterung ist biologische Unsterblichkeit bei höher entwickelten tierischen und pflanzlichen Lebensformen naturwissenschaftlich unmöglich. Als theologisches Prinzip ist die Idee der Unsterblichkeit dagegen in fast allen Religionen ein entscheidendes Glaubenselement, wobei einerseits dem jeweils verehrten Gott bzw. Pantheon das Attribut des Unsterblichseins anhaftet, andererseits auch der menschlichen Seele Unsterblichkeit zugebilligt wird. Eine besondere Ausprägung des Unsterblichkeitsgedankens ist die christliche Lehre von der Auferstehung. Im Daoismus besteht zumindest in einigen Strömungen die Überzeugung, der Mensch könne seinen Geist durch Kultivierung soweit entwickeln, dass dieser Unsterblichkeit erlangt und ein Xian wird. Die Vorstellung, ein Mensch könne unter besonderen Umständen physische Unsterblichkeit erlangen, hat zu allen Zeiten Geschichtenerzähler und Literaten fasziniert und überall auf der Welt Eingang in Sagen und Legenden gefunden. Ein bekanntes Beispiel ist die jüdische Sagengestalt des Ahasver. Besonders in der Antike versuchten die Menschen die fehlende Unsterblichkeit durch Ruhm zu erreichen, so dass ihr Name Unsterblichkeit erlangte. Auch moderne Autoren und Filmproduzenten haben sich des uralten Themas angenommen und unsterbliche Heldenfiguren wie den Highlander und Perry Rhodan entwickelt. Biologische Unsterblichkeit ist bei einigen sehr einfachen mehrzelligen Lebensformen, beispielsweise der Seegurke, nach Auffassung mancher Wissenschaftler theoretisch unter idealen Bedingungen möglich - in der Natur sterben diese Tiere indes zwangsläufig früher oder später eines unnatürlichen Todes. Bei den meisten Einzellern spricht man dagegen von potentieller Unsterblichkeit, da sie sich unter idealen Bedingungen durch Zellteilung beliebig immer weiter vermehren, ohne dass dabei ein Altern zu beobachten wäre und das Phänomen "Tod" aufträte. Diese Unsterblichkeit ist naturgemäß in der Realität dadurch begrenzt, dass die Einzeller durch äußere Einflüsse und Krankheiten sehr wohl zu Tode kommen können. Die Unsterblichkeit des Menschen ist eines der Ziele des Transhumanismus und der Extropie. Die technischen Voraussetzungen dafür wären eine ausgereifte Nanotechnologie, die kontrollierte Anwendung von Stammzellen, und die Steuerung der Telomerase-Aktivität. Die Bezeichnung 'Unsterbliche' findet sich bei antiken (persischen) und mittelalterlichen (byzantinischen) Militäreinheiten. Die philosophische Argumentation für die Unsterblichkeit (der Seele bzw. des Geistes) geht u.a. zurück auf Platon. Das Hauptargument lautet: Die geistige Seele kann nicht sterben, d.h. zerstört oder zerteilt werden, weil sie eine einfache, nicht-zusammengesetzte, immaterielle Substanz ist.

Weblinks


- [http://www.transhumanismus.de/ Deutsche Gesellschaft für Transhumanismus]
- [http://www.gen.cam.ac.uk/sens/ Strategies for Engineered Negligible Senescence] Kategorie:Leben Kategorie:Ontologie Kategorie:Religionsphilosophie

Tantalos

Tantalos (bzw. Tantalus) ist in der griechischen Mythologie der Stammvater des Geschlechts der Tantaliden. Er frevelte gegen die Götter und zog damit einen Fluch auf sein Haus, der über fünf Generationen hinweg seine Nachkommen in eine lange Kette von Gewalt und Verbrechen stürzen sollte. Tantalos war der einen Version nach König am Sipylos in Lydien, der anderen Version in Phrygien. Meist wird er als Sohn des Zeus und der Okeanide Pluto betrachtet, nach anderer Version als Sohn des Tmolos und der Omphale. Er war mit Dione verheiratet und Vater der Niobe, des Broteas, des Daskylos und des Pelops. Tantalos, eingeladen an der Göttertafel zu speisen, stahl von dort Nektar und Ambrosia, was die Götter erzürnte. Auch verbarg er einen aus einem Zeus-Tempel gestohlenen goldenen Hund in seinem Haus, leugnete dies jedoch. Als die Götter zu einem Gastmahl bei Tantalos kamen (so etwas hatte es zuvor nur einmal gegeben, bei der Hochzeit des Kadmos und Harmonia), versuchte er, ihre Allwissenheit auf die Probe zu stellen: Er tötete Pelops, seinen jüngsten Sohn und ließ ihn den Göttern als Mahl zurichten, jedoch so, dass sie sein Tun nicht erkennen sollten. Zwar verzehrte Demeter, verzweifelt über den Raub der Persephone, einen Teil der Schulter, doch die Götter bemerkten die Greueltat sofort. Sie warfen die Stücke des getöteten Pelops in einen Kessel, und die Moire Klotho zog ihn mit erneuter Schönheit hervor. Die verzehrte Schulter wurde von den Göttern durch eine elfenbeinerne ersetzt. Tantalos verstießen die Götter in den Tartaros, und peinigten ihn dort mit ewigen Qualen: Er stand in einem Teich, das Wasser reichte ihm knapp ans Kinn; dennoch litt er den brennendsten Durst und konnte den Trank, der ihm so nahe war, niemals erreichen. Sooft er sich bückte, entschwand das versiegende Wasser und rings um die Füße zeigte sich schwarzer Sand (getrocknet vom feindlichen Dämon). Zugleich litt er schlimmsten peinigendsten Hunger. Hinter ihm strebten am Ufer des Teiches herrliche Fruchtbäume empor und wölbten ihre fruchtbehangenen Äste über seinem Haupt. Doch sooft sich der Greis aufreckte der Früchte zu pflücken, so wirbelte plötzlich der Sturm sie empor (zu den schattigen Wolken). Zudem hing ein großes Felsenstück an einem Haar über ihm und drohte unaufhörlich, auf ihn herabzustürzen. Zuletzt verfluchten die Götter noch Tantalos und seine Sippe. Solange es Nachfahren gab sollte dieser Fluch Gültigkeit haben. Ein Fluch der daraus bestand, dass jeder seiner Nachfahren eine weitere schreckliche Tat begehen und weitere Schuld auf sich laden würde. Eine lange Kette von Gewalt und Verbrechen wurde somit ausgelöst, die erst mit dem letzten der Tantaliden endet: mit Orest, der seine Mutter Klytaimnestra ermordete und so ihren Mord an seinem Vater und ihrem Gatten rächte, Orest selbst ereilte sein Schicksal durch einen Schlangenbiss. Quellen: Homer: Odyssee XI, 582-92; Apollodor: Bibliotheke III, v, 6; Apollodor: Epitome II,1-3; Ovid: Metamorphosen: IV, 458-9; VI, 172- 76 & 403-11. Siehe auch: Tantaliden, Portal:Mythologie Kategorie:Griechische Mythologie Kategorie:Lydien Kategorie:Phrygien

Homer

Homer ist
- ein Dichter der griechischen Antike, siehe Homer (Dichter)
- ein englischer Vorname, bekannt geworden durch die mehrfach ausgezeichnete Zeichentrick-Serie Die Simpsons.
- im Baseball eine weitere Bezeichnung für einen Home Run die Bezeichnung mehrerer Orte in den USA:
- Homer (Alaska)
- Homer (Georgia)
- Homer (Louisiana)
- Homer (Michigan)
- Homer (Nebraska)
- Homer (New York) siehe auch
- Homer City (Pennsylvania)

Kategorie:Griechische Mythologie

In diese Kategorie werden Artikel zur griechischen Mythologie eingeordnet. Kategorie:Mythologie Mythologie Kategorie:Religion (Griechenland) ja:Category:ギリシア神話

Don Cheadle

Don Cheadle (s. 29. marraskuuta 1964) on yhdysvaltalainen näyttelijä. Hän on esiintynyt pääasiassa sivuosissa. Cheadle aloitti elokuvauransa 1980-luvun puolessa välissä. Hänen ensimmäinen suuren yleisön roolinsa oli suuren suosion saavuttaneessa tv-sarjassa Rooman sheriffi (Picket Fences), jossa hän esiintyi vuosina 1993-1995. Sen jälkeen hän on esiintynyt useissa muissa tv-sarjoissa ja elokuvissa, kuten Steven Soderberghin elokuvat Traffic, Ocean's Eleven ja Out of Sight. Soderbergh on kertonut, että Cheadle kuuluu näyttelijöihin, joiden kanssa hän tekee kaikkein mieluiten töitä. Cheadle oli vuonna 2005 ehdolla parhaan miespääosan Oscarin saajaksi roolityöllään tositapahtumiin perustuvassa elokuvassa Hotelli Ruanda, jossa hän esitti satojen pakolaisten hengen pelastanutta Paul Rusesabaginaa. Cheadle on myös lahjakas muusikko, joka soittaa saksofonia, sanoittaa musiikkia ja laulaa. Hän on myös ohjannut muutamia teatteriesityksiä. Hänen ensimmäinen elokuvaohjauksensa tulee olemaan elokuva Tishomingo Blues, joka saanee ensi-iltansa vuonna 2006. Cheadle on syntynyt Kansas Cityssä Michiganissa, mutta asuu nykyään Los Angelesissa.

Filmografia


- Autokoulun apuluokka (Moving Violations) (1985)
- Hamburger Hill (1987)
- Colors - jengit (Colors) (1988)
- Tien päällä (Roadside Prophets) (1992)
- The Meteor Man (1993)
- Denverin keikka (Things to Do in Denver When You're Dead) (1995)
- Sinipukuinen paholainen (Devil in a Blue Dress) (1995)
- Rosewood (1997)
- Tulivuori (Volcano) (1997)
- Boogie Nights (1997)
- Koko kansan Bulworth (Bulworth) (1998)
- Out of Sight - Mieletön juttu (Out of Sight) (1998)
- Operaatio Mars (Mission to Mars) (2000)
- The Family Man - perhe on paras (The Family Man) (2000)
- Traffic (2000)
- Things Behind the Sun (2001)
- Manic (2001)
- Salasana: Swordfish (Swordfish) (2001)
- Rush Hour 2 (2001)
- Ocean's Eleven (2001)
- The Hire: Ticker (2002)
- The United States of Leland (2003)
- Richard Nixonin salamurha (The Assassination of Richard Nixon) (2004)
- Crash (2004)
- Hotelli Ruanda (Hotel Rwanda) (2004)
- After the Sunset - Keikka Bahamalla (After the Sunset) (2004)
- Ocean's 12 (Ocean's Twelve) (2004)

Aiheesta muualla


- [http://akas.imdb.com/name/nm0000332/ Cheadle IMDb:ssä]
- [http://www.doncheadle.com Virallinen kotisivu] Cheadle, Don ja:ドン・チードル

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Semi detached
Semi-Detached (1998) was Therapy?'s last album for A&M Records.

Track listing

#"Church of Noise" (written by Cairns) #"Tightrope Walker" (written by Cairns/McKeegan/Hopkins) #"Black Eye Purple Sky" (written by Cairns) #"Lonely, Cryin', Only" (written by Cairns/McCarrick) #"Born Too Soon" (written by Cairns) #"Stay Happy" (written by Cairns/Therapy?) #"Safe" (written by
Charles Francis Adams, Sr.
Charles Francis Adams (August 18, 1807, Boston - November 21 1886, Boston), the son of John Quincy Adams and Louisa Adams, was an American lawyer, politician, diplomat and writer. When only two years old he was taken by
Theo de Raadt
Theo de Raadt, pronounced "de rot", (born May 19, 1968 in Pretoria, South Africa) is a software engineer who lives in Calgary, Alberta, Canada. He is the founder and leader of the OpenBSD and
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