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| American League |
American LeagueDie American League ist neben der National League eine von zwei Ligen in der US-amerikanischen Profibaseballliga Major League Baseball. Sie ging 1899 aus der Western League hervor. Seit 1903 spielen die Sieger von National League und American League um die World Series.
Zwischen den Ligen besteht eine Differenz in den Baseball-Regeln. In der American League braucht der Pitcher nur in der Defensive eingesetzt werden, während er in der National League auch schlagen muss. An seiner statt schlägt in der American League ein zusätzlicher Schlagmann, der sogenannte Designated Hitter (DH).
Gründungsmitglieder waren Teams aus Indianapolis, Minneapolis, Buffalo, Detroit, Chicago und Kansas City.
Heute ist die American League geographisch in drei Divisions unterteilt. In den Divisionen spielen derzeit:
Eastern Division
- Baltimore Orioles
- Boston Red Sox
- New York Yankees
- Tampa Bay Devil Rays
- Toronto Blue Jays
Central Divison
- Chicago White Sox
- Cleveland Indians
- Detroit Tigers
- Minnesota Twins
- Kansas City Royals
Western Division
- Los Angeles Angels of Anaheim
- Oakland Athletics
- Seattle Mariners
- Texas Rangers
Kategorie:Baseball
ja:アメリカンリーグ
National LeagueDie National League ist, neben der American League, eine der beiden Ligen aus denen sich die Major League Baseball zusammensetzt.
Die National League ist die ältere der beiden Ligen und wurde 1876 gegründet. Die Gründungsmitglieder der Liga waren Mannschaften aus Chicago, St. Louis, Cincinnati, Louisville, New York, Philadelphia, Boston und Hartford.
Seit 1903 spielt der Sieger der National League jedes Jahr gegen den Sieger der American League um die World Series.
Die National League erlaubt bis heute keinen Designated Hitter, hier müssen also weiterhin auch die Pitcher (Werfer) an den Schlag. Da die meisten National League-Fans die DH-Regel ablehnen, wird dies wohl auch so bleiben.
Die National League ist heute in drei Divisions aufgeteilt:
Eastern Division
- Atlanta Braves
- Florida Marlins
- New York Mets
- Philadelphia Phillies
- Washington Nationals
Central Division
- Chicago Cubs
- Cincinnati Reds
- Houston Astros
- Milwaukee Brewers
- Pittsburgh Pirates
- St. Louis Cardinals
Western Division
- Arizona Diamondbacks
- Colorado Rockies
- Los Angeles Dodgers
- San Diego Padres
- San Francisco Giants
Kategorie:Baseball
ja:ナショナルリーグ
Major League BaseballDie Major League Baseball (MLB), auch kurz Major Leagues, bezeichnet die beiden amerikanischen Baseball-Profiligen. Neben den US-amerikanischen Teams gehört auch ein kanadisches dazu.
Ligastruktur
Die Major Leagues bestehen aus der National League und der American League. Beide sind in jeweils drei Divisionen aufgeteilt.
In den Profi-Sportarten in den USA ist der Mechanismus von Auf- und Abstieg unbekannt. Die Zusammensetzung der Mannschaften einer Liga und ihrer Divisionen ist fest und wird nur von den teilnehmenden Organisationen bei Bedarf geändert. Dies kann die regionale Neuverteilung der Mannschaften auf Divisionen betreffen oder die Aufnahme einer neuen Mannschaft. Einige Mannschaften sind in der Ligageschichte auch umgezogen, meist von der Ostküste in einen anderen Teil der USA; dabei fand teilweise auch eine Namensänderung statt.
Spielmodus
Reguläre Saison
Die reguläre Saison beginnt Anfang April und endet Ende September.
Jede Mannschaft bestreitet dabei 162 Spiele.
Playoffs
Nach der regulären Saison im September treffen die drei Sieger der Divisions jeder der beiden Ligen und der beste Zweitplatzierte (Wild Card) in einem Viertelfinale aufeinander (American League Division Series bzw. National League Division Series). In einer best-of-five Serie werden die Halbfinalisten bestimmt.
Die Halbfinalisten spielen jeweils gegen den Ligakonkurrenten um den Titel (Pennant) der National bzw. American League eine best-of-seven Serie(American League Championship Series bzw. National League Championship Series).
World Series
Hauptartikel: World Series
Im Oktober treffen sich die Sieger der jeweiligen Liga zum Finale, der World Series. Dieses Aufeinandertreffen fand erstmals 1903 statt und ist eine best-of-seven Serie.
Interleague Games
Bis 1997 konnten Teams aus der National und der American League erst in der World Series aufeinandertreffen, seit dem gibt es aber schon in der regulären Saison Interleague Games.
Unterschiede der Spielregeln
Die Spielregeln der National League und der American League unterscheiden sich kaum. Hauptunterschied ist die Designated Hitter-Regel, die es in der American League erlaubt, anstelle des Pitchers (Werfers) in der Offensive dauerhaft einen Ersatzspieler schlagen zu lassen, der in der Defensive keine Aufgaben hat.
Bedeutung der Major Leagues
Ähnlich wie die National Basketball Association gelten die Major Leagues weltweit unbestritten als die beste Baseball-Liga der Welt. Ziel jedes ambitionierten Profispielers ist ein Platz bei einem Major League Team. Nur die besten Spieler aus außer-amerikanischen Profi-Ligen wie in Japan oder Mexiko können sich in der Major League durchsetzen.
Historie
National League als auch American League bestehen schon seit 1876 bzw. 1899. Sie standen damals nicht in sportlicher, sondern in geschäftlicher Konkurrenz und beanspruchten beide den Status als die oberste US-amerikanische Liga.
Seit der Einführung der World Series (1903), die jeweils die Sieger der beiden Ligen bestreiten, werden beide Ligen als gleichwertig betrachtet und firmieren seither gemeinsam als Major Leagues.
Internationalisierung
Bei den Organisatoren der Major Leagues wird über eine Internationalisierung der Liga nachgedacht. Neben den US-amerikanischen Teams nehmen nur die Toronto Blue Jays teil (bis einschließlich 2004 auch noch die Montréal Expos, die aber nach Washington DC umzogen).
Seit 2001 werden bereits einzelne Spiele aus Publicity-Gründen in Mexiko oder Japan ausgetragen. Die Ausdehnung dieser Werbeaktion auf Europa wird erwogen.
Auf lange Sicht sollen mehr Teams außerhalb der USA am Spielbetrieb der Major Leages teilnehmen. Mexiko-Stadt gilt als aussichtsreichster Kandidat.
Teams der Major League Baseball
American League
National League
Websites
- [http://www.mlb.com Major League Baseball]
Kategorie:Baseball
Kategorie:Sport (USA)
ja:メジャーリーグ
ko:메이저 리그 야구
simple:Major League Baseball
1903
Katastrophen
- 14. April: Ein Erdbeben unbekannter Stärke in der Türkei, etwa 1.700 Tote
- 28. April: Ein Erdbeben der Stärke 6,3 in der Türkei, etwa 2.200 Tote
- 19. Juni: Osnabrück sowie die umliegenden Gemeinden werden von einem gewaltigen Hagelunwetter heimgesucht. Es wurden bis zu 11 cm große Hagelkörner beobachtet. In Zusammenwirkung mit starken Sturmböen wurden fast 150.000 Fensterscheiben alleine in Osnabrück zertrümmert. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, im Stadtteil Hellern wurde ein Tornado beobachtet
Politik und Wirtschaft
- 1. Januar: Adolf Deucher wird neuer schweizer Bundespräsident
- 1. Januar: König Eduard VII., König von Großbritannien und Irland, wird Kaiser von Indien
- 1. Januar: Die neue Rechtschreibreform im Deutschen Reich, Österreich und in der Schweiz tritt in Kraft
- 16. Februar: Kuba räumt den USA das Recht zur Errichtung von Flotten- und Kohlestationen ein (vgl. Guantánamo)
- 20. Februar: Papst Leo XIII. feiert sein 25jähriges Pontefikatsjubiläum
- 1. März: Die Polizeidirektion Dresden führt in Deutschland die Daktyloskopie zur Verbrechensaufklärung ein
- 3. März: Der US-Kongress genehmigt ein neues Einwanderungsgesetz
- 14. März: Der US-Senat ratifiziert den Hay-Herrán-Vertrag mit Kolumbien über den Panamakanal
- 19. April: In Kischinew/Russland kommt es zu dreitägigen Massenpogromen von russischen Christen gegen Juden, bei denen die Polizeikräfte nicht eingreifen. Nach internationalen Protesten erklärt das russische Innenministerium die Judenverfolgung mit deren sozialistischen Aufruhr gegen Zar Nikolaus II.. Journalisten vermuten eher eine Sündenbock-Politik angesichts der Wirtschaftsmisere, der weitverbreiteten Armut und wachsenden Arbeiterunruhen
- 1. Mai: Der Staatsbesuch König Edwards VII. in Frankreich leitet die britisch-französische Annäherung ein; am 6. Juli folgt der Gegenbesuch des französischen Präsidenten Emile Loubet mit seinem Außenminister Delcassé. Das Verhältnis beider Staaten war seit der Faschoda-Krise 1898 getrübt, mündet nun aber 1904 in den Abschluss der Entente Cordiale
- 11. Juni: Der serbische König Alexander I. und seine Gattin Draga werden von serbischen Offizieren im Königspalast ermordet
- 16. Juni: Bei den Wahlen zum 11. Deutschen Reichstag erhält die SPD 31,7 % und 81 Mandate, das Zentrum 19,8 % und 100 Mandate, die Deutsch-Konservativen 10,0 % und 54 Mandate und die Nationalliberalen 13,9 % und 51 Mandate. Damit behalten die Befürworter von Schutzzöllen und Flottenvorlage eine komfortable Mehrheit (237 der 397 Sitze)
- 19. Juni: Benito Mussolini, der sich zu dieser Zeit in der Schweiz aufhält, wird bei der dortigen Polizei als notorischer marxistischer Unruhestörer aktenkundig
- 24. Juni: Peter I. wird neuer König von Serbien
- 17. Juli: Frankreich und Spanien einigen sich auf die Aufrechterhaltung des Status Quo in Marokko
- 25. Juli: Die Ford Motor Company beginnt mit dem Vertrieb ihres ersten Autos, des „Model A“
- 29. Juli: Blutige Niederwerfung von Streiks und Unruhen in Kiew, Odessa, Tiflis und Baku durch russisches Militär
- 2. August: Am Elias-Tag erheben sich die Mazedonen gegen die türkische Fremdherrschaft im Ilinden-Aufstand
- 4. August: Wahl Giuseppe Melchiorre Sartos zum Papst nach viertägigem Konklave. Er nennt sich Pius X. und tritt die Nachfolge von Leo XIII. an. Der österreichische Kaiser Franz Joseph hatte bei der Wahl gegen den Kandidaten Kardinal Rampolla interveniert
- 22. August: Streik der Textilarbeiter von Crimmitschau; 7600 Arbeiter werden inhaftiert
- 23. August: 6. Zionistenkongress in Basel: Theodor Herzl schlägt als provisorische Lösung für die bedrohten ukrainischen Juden eine Heimstatt in Uganda vor; Endziel bleibe aber ein Staat in Palästina
- 20. September: Gründung der AFMA (Anstalt für musikalische Aufführungsrechte), einer Vorgängerorganisation der GEMA
- 3. Oktober: Abkommen von Mürzsteg zwischen Russland und Österreich-Ungarn, die den Bestand des Osmanischen Reichs garantieren, dieses zugleich aber zu Reformen in Mazedonien auffordern
- 10. Oktober: In Manchester wird die „National Women's Social and Political Union“, eine Frauenstimmrechtsvereinigung, gegründet. (siehe auch: Suffragetten)
- 17. Oktober: Die USA und Großbritannien einigen sich auf den Verlauf der Grenze zwischen Alaska und Kanada
- 3. November: Landung von US-Kriegsschiffen in Panama, dessen Sezession von Kolumbien mit dieser von den USA inszenierten Aktion (auch „Operettenrevoluton“ genannt) in die Wege geleitet wird
- ohne Datum: Henriette Arendt wird als erste Polizistin Deutschlands beim Stadtpolizeiamt Stuttgart eingestellt
Wissenschaft und Technik
- In Berlin gründet Emil Rathenau die Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft (AEG)
- 24. Mai: Gründung des ADAC
- 21. Juni: In Frankfurt am Main wird der Bund Deutscher Architekten (BDA) gegründet
- 9. September: Die Albulabahn im Kanton Graubünden wird eingeweiht. Die erste Fahrt geht von Chur nach Samedan
- 17. Dezember: Erster gesteuerter Motorflug der Gebrüder Wright
- ohne Datum: Oskar von Miller gründet das Deutsche Museum in München
- ohne Datum: Philipp Lenard entdeckt, dass Elektronenstrahlen Metallfolien durchschlagen und entwickelt seinen Gedanken, dass der größte Teil des Atoms leer sein müsse
- Joseph John Thomson entwickelt das nach ihm benannte Thomsonsche Atommodell (Rosinenkuchen-Modell)
Kultur
- 19. Januar: Uraufführung der Oper Het Eerekruis von Cornelius Doppers in Amsterdam
- 9. Februar – Uraufführung der Oper Marie Madeleine von Jules Masenets in Nizza
- 7. Juni: Uraufführung der dramatischen Symphonie Ilsebill. Das Märchen vom Fischer und seiner Frau von Friedrich Klose in Karlsruhe
- 30. August: Uraufführung der Oper A Guest of Honor von Scott Joplin in East St. Louis
- 1. Oktober: Uraufführung der Oper Alpenkönig und Menschenfeind von Leo Blech an der Dresdner Hofoper
- 17. November: Uraufführung der Oper Mademoiselle Fifi von César Cui in Moskau
- 15. Dezember: Gründung des Deutschen Künstlerbunds
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Juli Beginn der ersten Tour de France in Paris; sie führt über 2482 Kilometer durch ganz Frankreich
- Am 31. Mai findet in Hamburg das erste Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft statt: der VfB Leipzig besiegt den DFC Prag mit 7:2 und erhält die Victoria
- In der Türkei wird der Verein Besiktas JK gegründet
- 2. Januar: Pjotr Michailowitsch Stefanowski, sowjetischer Testpilot († 1976)
- 4. Januar: Georg Elser, NS-Widerstandskämpfer († 1945)
- 6. Januar: Maurice Abravanel, US-amerikanischer Dirigent († 1993)
- 7. Januar: Albrecht Haushofer, deutscher Geograf, Diplomat und Schriftsteller († 1945)
- 9. Januar: Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg, deutsche Fliegerin im 2. Weltkrieg († 1945)
- 10. Januar: Barbara Hepworth, britische Bildhauerin († 1975)
- 10. Januar: Flaminio Bertoni, italienischer Designer, Bildhauer und Architekt († 1964)
- 11. Januar: Alan Stewart Paton, südafrikanischer Schriftsteller, Apartheidsgegner († 1988)
- 12. Januar: Igor Wassiljewitsch Kurtschatow, sowjetischer Physiker († 1960)
- 18. Januar: Berthold Goldschmidt, Komponist († 1996)
- 18. Januar: Werner Hinz, deutscher Schauspieler († 1985)
- 19. Januar: Boris Blacher, deutscher Musikwissenschaftler und Komponist († 1975)
- 21. Januar: John Carew Eccles, australischer Physiologe und Nobelpreisträger († 1997)
- 22. Januar: Fritz G. Houtermans, Physiker († 1966)
- 24. Januar: Louis de Wohl, deutscher Schriftsteller und Astrologe († 1961)
- 29. Januar: Bernhard Reismann, deutscher Politiker der Zentrumspartei († 1982)
- 30. Januar: Slátan Dudow, bulgarischer Regisseur († 1963)
- 2. Februar: Bartel Leendert van der Waerden, niederländischer Mathematiker († 1996)
- 2. Februar: Eugen Kogon, deutscher Publizist, Soziologe und Politikwissenschaftler († 1987)
- 2. Februar: Karl Duncker, deutscher Psychologe, Vertreter der Gestalttheorie († 1940)
- 5. Februar: Fritz Everding, naturalistischer Maler und Grafiker († 1965)
- 6. Februar: Claudio Arrau, chilenischer Pianist († 1991)
- 6. Februar: Egon von Vietinghoff, Maler, Fachbuchautor, Philosoph († 1994)
- 9. Februar: Georg Trexler, deutscher Kirchenmusiker, Hochschullehrer und Komponist († 1979)
- 10. Februar: Franco Cortese, italienischer Rennfahrer († 1986)
- 13. Februar: Georges Simenon, belgischer Krimi-Schriftsteller († 1989)
- 13. Februar: Georgi Michailowitsch Berijew, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur († 1979)
- 14. Februar: Fritz Büchtger, deutscher Komponist († 1978)
- 14. Februar: Julius Meinl III., österreichischer Lebensmittelhändler († 1991)
- 15. Februar: Hans Venatier, deutscher Schriftsteller, († 1959)
- 15. Februar: Heinrich Drake, deutscher Bildhauer († 1994)
- 18. Februar: Nikolai Wiktorowitsch Podgorny, Staatsoberhaupt der Sowjetunion († 1983)
- 20. Februar: Ella Maillart, Schweizer Sportlerin und Reiseschriftstellerin († 1997)
- 21. Februar: Anaïs Nin, US-amerikanische Schriftstellerin († 1977)
- 21. Februar: Raymond Queneau, französischer Dichter und Schriftsteller († 1976)
- 21. Februar: Scrapper Blackwell, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1962)
- 22. Februar: Frank Plumpton Ramsey, britischer Mathematiker und Logiker († 1930)
- 22. Februar: Morley Callaghan, kanadischer Schriftsteller († 1990)
- 24. Februar: Franz Burda, deutscher Verleger und Begründer des Burda-Verlages († 1986)
- 25. Februar: Gerhard Schrader, deutscher Chemiker († 1990)
- 25. Februar: Iwan Pawlowitsch Bratuchin, sowjetischer Hubschrauberkonstrukteur († 1985)
- 26. Februar: Giulio Natta, italienischer Chemiker († 1979)
- 27. Februar: Fred Oelßner, Mitglied des Politbüros des ZK der SED der DDR († 1977)
- 27. Februar: Grethe Weiser, deutsche Schauspielerin († 1970)
- 28. Februar: Vincente Minnelli, US-amerikanischer Regisseur († 1986)
- 1. März: Herbert Kriedemann, deutscher Politiker († 1977)
- 4. März: Karl Hamann, Minister für Handel und Versorgung der DDR († 1973)
- 4. März: Luis Carrero Blanco, spanischer Ministerpräsident († 1973)
- 7. März: Erwin Stein, deutscher Politiker und Richter am Bundesverfassungsgericht Karlsruhe († 1992)
- 9. März: Wage Rudolf Soepratman, Komponist der indonesischen Nationalhymne († 1938)
- 10. März: Bix Beiderbecke, US-amerikanischer Jazz-Musiker und Kornettist († 1931)
- 10. März: Matthias Sindelar, österreichischer Fußballspieler († 1939)
- 11. März: Sir Ronald Syme, neuseeländischer Historiker († 1980)
- 14. März: Adolph Gottlieb, US-amerikanischer Maler († 1974)
- 14. März: Otto Friedrich Bollnow, deutscher Philosoph und Pädagoge († 1991)
- 18. März: E. O. Plauen, deutscher Zeichner († 1944)
- 18. März: Fritz Stüber, österreichischer Schriftsteller und Journalist († 1978)
- 18. März: Galeazzo Ciano Graf von Cortelazzo, italienischer Politiker († 1944)
- 18. März: Otto Meier, deutscher Künstler (Keramik) († 1996)
- 20. März: Josef Trischler, deutscher Politiker und MdB († 1975)
- 24. März: Adolf Butenandt, deutscher Chemiker und Nobelpreisträger († 1995)
- 28. März: Rudolf Serkin, Pianist († 1991)
- 29. März: Eduard Wahl, deutscher Politiker († 1985)
- 3. April: Bubber Miley, US-amerikanischer Jazz-Musiker und Trompeter († 1932)
- 3. April: Joachim Ritter, deutscher Philosoph († 1974)
- 3. April: Peter Huchel, deutscher Lyriker und Redakteur († 1981)
- 4. April: Willy Rumpf, Minister für Finanzen der DDR († 1982)
- 7. April: Willi Forst, österreichischer Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent († 1980)
- 10. April: Hugh Adcock, britischer Fußballspieler († 1975)
- 10. April: Willy Stahl, deutscher Politiker († 1989)
- 12. April: Jan Tinbergen, niederländischer Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler († 1994)
- 12. April: Rudolf Hotzenköcherle, Schweizer Sprachwissenschaftler († 1976)
- 15. April: Gerd Horseling, deutscher Politiker, MdR, Bezirksleiter der IG Bau-Steine-Erden
- 15. April: John Williams, britischer Schauspieler († 1983)
- 19. April: Eliot Ness, US-amerikanischer Finanzbeamter und Prohibitionsagent († 1957)
- 19. April: Lotte Ulbricht, Ehefrau des DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht († 2002)
- 20. April: Franz Weselik, Fußballspieler († 1962)
- 22. April: Karl Eberhard Schöngarth, Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes († 1946)
- 23. April: Karl Larenz, deutscher Zivilrechtler und Rechtsphilosoph († 1993)
- 24. April: José Antonio Primo de Rivera, spanischer faschistischer Politiker († 1936)
- 25. April: Andrei Nikolajewitsch Kolmogorow, russischer Mathematiker († 1987)
- 25. April: Michele Pellegrino, Erzbischof von Turin und Kardinal († 1986)
- 26. April: Alexander Möller, deutscher Politiker († 1985)
- 27. April: Frank Belknap Long, US-amerikanischer Autor († 1994)
- 27. April: Karl Maron, Minister des Inneren der DDR († 1975
- 3. Mai: Bing Crosby, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler († 1977)
- 8. Mai: Fernandel, französischer Schauspieler und Sänger († 1971)
- 10. Mai: Hans Jonas, deutsch-jüdischer Philosoph und Ethiker († 1993)
- 12. Mai: Detlef Struve, deutscher Politiker († 1987)
- 13. Mai: Reinhold Schneider, deutscher Schriftsteller († 1958)
- 14. Mai: Franz Seume, deutscher Politiker und MdB († 1982)
- 15. Mai: Anny Ondra, deutsch-tschechische Schauspielerin († 1987)
- 23. Mai: Charles W. Morris, US-amerikanischer Semiotiker und Linguist († 1979)
- 28. Mai: Gustav Siewerth, deutscher Philosoph und Pädagoge († 1963)
- 29. Mai: Bob Hope, US-amerikanischer Komiker, Schauspieler und Entertainer († 2003)
- 2. Juni: Max Aub, spanischer Schriftsteller († 1972)
- 4. Juni: Jewgeni Alexandrowitsch Mrawinski, russischer Dirigent († 1988)
- 5. Juni: Adolf Kainz, österreichsicher Kanusportler († 1948)
- 6. Juni: Aram Chatschaturian, sowjetischer Komponist († 1978)
- 8. Juni: Ernst Rudolf Huber, deutscher Staatsrechtler († 1990)
- 8. Juni: Marguerite Yourcenar, Schriftstellerin († 1987)
- 9. Juni: Felice Bonetto, italienischer Rennfahrer († 1953)
- 10. Juni: Theo Lingen, deutscher Schauspieler, Regisseur und Autor († 1978)
- 14. Juni: Alonzo Church, US-amerikanischer Mathematiker († 1995)
- 17. Juni: Ilse Schüle, Schriftschneiderin und Typografin († 1997)
- 17. Juni: Natalie Beer, österreichische Schriftstellerin († 1987)
- 18. Juni: Felix von Eckardt, deutscher Politiker und MdB († 1979)
- 19. Juni: Hans Litten, jüdischer Rechtsanwalt und Strafverteidiger († 1938)
- 21. Juni: Al Hirschfeld, US-amerikanischer Cartoonzeichner († 2003)
- 22. Juni: John Dillinger, erster Mensch, den das FBI als Staatsfeind Nr. 1 bezeichnete († 1934)
- 23. Juni: Hans Christian Branner, dänischer Schriftsteller († 1966)
- 25. Juni: George Orwell, britischer Schriftsteller und Essayist († 1950)
- 1. Juli: Amy Johnson, britische Pilotin († 1941)
- 2. Juli: Alec Douglas-Home, britischer Premierminister († 1995)
- 2. Juli: Olav V., König von Norwegen († 1991)
- 3. Juli: Wolfgang Haußmann, deutscher Politiker († 1989)
- 4. Juli: Corrado Bafile, römisch-katholischer Theologe, Diplomat und Kirchenfunktionär († 2005)
- 6. Juli: Hugo Theorell, schwedischer Biochemiker, Nobelpreisträger († 1982
- 6. Juli: Otto Lenz, deutscher Politiker († 1957)
- 10. Juli: John Wyndham, britischer SF-Autor († 1969)
- 10. Juli: Werner Best, deutscher Jurist, Polizeichef und Nationalsozialist († 1989)
- 11. Juli: Otto Eduard Hasse, deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher († 1978)
- 11. Juli: Rudolf Iwanowitsch Abel, Agent der UdSSR in den USA († 1971)
- 16. Juli: Fritz Bauer, deutscher Richter und Staatsanwalt († 1968)
- 21. Juli: Paul Baumgartner, Schweizer Pianist († 1976)
- 22. Juli: Anton Saefkow, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer († 1944)
- 22. Juli: Willy Dehnkamp, Politiker und Bremer Bürgermeister. († 1985)
- 25. Juli: Fritz Oellers, deutscher Politiker († 1977)
- 28. Juli: Ernst Wilhelm Bohle, NSDAP-Gauleiter und Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP († 1960)
- 2. August: Mathilde Danegger, deutsche Schauspielerin († 1988)
- 4. August: Bruno Gleitze, deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Hochschullehrer und Politiker († 1980)
- 4. August: Hans-Christoph Seebohm, deutscher Politiker († 1967)
- 7. August: Louis Leakey, britischer Paläoanthropologe († 1972)
- 7. August: Saburo Moroi, japanischer Komponist († 1977)
- 10. August: Eleanor Lambert, US-amerikanische Modejournalistin († 2003)
- 23. August: Wolfgang Bartels, deutscher Politiker und MdB († 1975)
- 24. August: Graham Sutherland, britischer Maler und Graphiker († 1980)
- 24. August: Karl Hanke, Funktionär der NSDAP während der Zeit des Nationalsozialismus († 1945)
- 25. August: Arpad Elo, US-amerikanischer Statistiker, Erfinder der Elo-Zahl († 1992)
- 26. August: Jimmy Rushing, US-amerikanischer Blues- und Jazzsänger († 1972)
- 27. August: Ernst Bettermann, deutscher Politiker († 1983)
- 27. August: Rudolf Kühnhold, deutscher Physiker († 1992)
- 28. August: Bruno Bettelheim, US-amerikanischer Psychoanalytiker und Kinderpsychologe († 1972)
- 28. August: Rudolf Wagner-Régeny, deutscher Komponist rumänischer Herkunft († 1969)
- 29. August: Ernst Kreuder, deutscher Schriftsteller († 1972)
- 31. August: Heinz Maria Oeftering, Präsident des Bundesrechnungshofs († 2004)
- 3. September: Lothar Bolz, Vorsitzender der NDPD der DDR († 1986)
- 9. September: Josef Gregor, deutscher Volksliedpädagoge († 1987)
- 10. September: Georges de Rham, Schweizer Mathematiker († 1990)
- 11. September: Karl Joseph Leiprecht, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart († 1981)
- 11. September: Theodor W. Adorno, deutscher Soziologe, Philosoph und Komponist († 1969)
- 12. September: Hans Fronius, österreichischer Maler, Illustrator († 1988)
- 13. September: Claudette Colbert, französisch-US-amerikanische Schauspielerin († 1996)
- 15. September: Roy Acuff, Country-Sänger und Musik-Verleger († 1992)
- 20. September: Joseph Breitbach, deutscher Schriftsteller, Journalist († 1980)
- 24. September: Frida Hockauf, Weberin im 'VEB Mechanische Weberei Zittau' († 1974)
- 25. September: Mark Rothko, russisch-amerikanischer Maler († 1970)
- 28. September: Albert Vigoleis Thelen, deutscher Schriftsteller und Übersetzer († 1989)
- 1. Oktober: George Coulouris, britischer Schauspieler († 1989)
- 1. Oktober: Vladimir Horowitz, russischer Klaviervirtuose († 1989)
- 4. Oktober: Ernst Kaltenbrunner, Kriegsverbrecher († 1946)
- 4. Oktober: Paulus Rusch, Bischof der Diözese Innsbruck († 1986)
- 6. Oktober: Ernest Walton, irischer Physiker († 1995)
- 11. Oktober: Hans Söhnker, deutscher Schauspieler († 1981)
- 12. Oktober: Walter Jurmann, Komponist von Schlagern und Filmmusik († 1971)
- 15. Oktober: Svend Johannsen, dänischer Minderheitenpolitiker in Schleswig-Holstein († 1978)
- 17. Oktober: Nathanael West, US-amerikanischer Schriftsteller († 1940)
- 18. Oktober: Lina Radke, deutsche Leichtathletin († 1983)
- 18. Oktober: Vittorio Giannini, US-amerikanischer Komponist († 1966)
- 19. Oktober: Tor Johnson, schwedischer Catcher und Schauspieler († 1971)
- 22. Oktober: Curly Howard, US-amerikanischer Komiker († 1952)
- 22. Oktober: George Wells Beadle, US-amerikanischer Genetiker, Nobelpreisträger († 1989)
- 28. Oktober: Evelyn Waugh, britischer Schriftsteller († 1966)
- 29. Oktober: Yvonne Georgi, deutsche Ballett-Tänzerin und Choreographin († 1975)
- 31. Oktober: Joan Robinson, britische Ökonomin († 1983)
- 1. November: Jean Tardieu, französischer Dichter und Dramatiker († 1995)
- 3. November: Archangelus Löslein, Kapuzinerpater († 1982)
- 5. November: Ernst Albert Altenkirch, SED-Funktionär der DDR († 1980)
- 7. November: Ary Barroso, brasilianischer Komponist und Sänger († 1964)
- 7. November: Konrad Lorenz, Biologe und Nobelpreisträger († 1989)
- 17. November: Nicolaas Diederichs, († 1978)
- 23. November: Alexander Georgijewitsch Iwtschenko, sowjetischer Flugmotorenkonstrukteur († 1968)
- 23. November: Christo Radewski, bulgarischer Dichter, Kinderbuchautor und Übersetzer († 1988)
- 27. November: Lars Onsager, Physikochemiker und Noberlpreisträger († 1976)
- 3. Dezember: Eva Gräfin Finck von Finckenstein, deutsche Politikerin († 1994)
- 4. Dezember: Cornell Woolrich, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller († 1968)
- 5. Dezember: Cecil Frank Powell, englischer Atomphysiker († 1969)
- 5. Dezember: Cecil Powell, englischer Atomphysiker († 1969)
- 5. Dezember: Johannes Heesters, niederländischer Schauspieler und Operettenstar
- 7. Dezember: Tisa von der Schulenburg, († 2001)
- 8. Dezember: Micheil Kalatosow, georgischer Filmregisseur († 1973)
- 9. Dezember: Elisabeth Charlotte Gloeden, Kämpferin im Widerstand gegen das Dritte Reich († 1944)
- 10. Dezember: Johannes Even, deutscher Politiker († 1964)
- 12. Dezember: Rosette Anday, ungarische Mezzo-Sopranistin († 1977)
- 12. Dezember: Yasujiro Ozu, japanischer Filmregisseur und Drehbuchautor († 1963)
- 16. Dezember: Rafael Alberti, spanischer Dichter († 1999)
- 17. Dezember: Erskine Caldwell, US-amerikanischer Schriftsteller († 1987)
- 24. Dezember: Joseph Cornell, US-amerikanischer Bildhauer, Maler und Experimentalfilmer († 1972)
- 26. Dezember: Robert Vandivier, US-amerikanischer Basketballspieler († 1983)
- 27. Dezember: Hans Ekstrand, deutscher Politiker († 1969)
- 27. Dezember: Hermann Volk, von 1962 bis 1983 Bischof von Mainz († 1988)
- 28. Dezember: John von Neumann, Chemiker, Mathematiker und Physiker († 1957)
- 29. Dezember: Erhard Mauersberger, Organist, Musiklehrer und Chordirigent († 1982)
- 31. Dezember: Hans Erhard Bock, deutscher Sportmediziner († 2004)
- 3. Januar: Alois Hitler, Vater Adolf Hitlers ( - 1837)
- 30. Januar: Ernst Mey, Unternehmer in Paris und Leipzig ( - 1844)
- 1. Februar: George Gabriel Stokes, Irischer Physiker und Mathematiker ( - 1819)
- 1. Februar: Rudolf von Delbrück, deutscher Politiker ( - 1817)
- 5. Februar: Henry L. Dawes, US-amerikanischer Politiker ( - 1816)
- 7. Februar: James Glaisher, englischer Meteorologe und Aeronaut ( - 1809
World SeriesWorld Series bezeichnet das Finale der US-amerikanischen Baseball-Profiligen.
In den World Series treffen jährlich im Oktober die Sieger der National League und der American League aufeinander.
Die World Series ist eine Best-of-Seven-Serie, das heißt, das erste Team das vier Spiele gewinnt, ist amerikanischer Baseball-Meister. Die verbleibenden Spiele werden dann nicht mehr ausgetragen. Die Spiele finden immer innerhalb einer Woche von Samstag bis Sonntag statt, wobei Montag und Freitag jeweils frei sind. Zunächst finden zwei Spiele im Heimstadion einer der beiden Mannschaften statt, dann bis zu drei im Stadion der anderen, wenn dann noch kein Sieger feststeht, finden die bis zu zwei verbleibenden Spiele wieder im ersten Stadion statt. Die Ligen wechselten sich bis 2003 jährlich ab, was das Heimrecht für die ersten Spiele angeht; seither geht das erste Heimrecht an diejenige Liga, die das All-Star-Game, ein jährliches Spiel bei dem eine Auswahl der besten Spieler jeder Liga gegeneinander antreten, gewonnen hat.
Aufgrund der unterschiedlichen Handhabung der Designated-Hitter-Regel der beiden Ligen – in der American League darf in der Offensive für den Pitcher (Werfer) ein sogenannter Designated Hitter (Ersatzschlagmann) eingesetzt werden, in der National League ist dies nicht erlaubt – musste für die World Series ein Kompromiss geschlossen werden. Dieser sieht seit 1986 vor, dass jeweils die Regeln des Heimstadions gelten; in einem American-League-Stadion wird also mit, in einem Stadion eines National-League-Teams ohne Designated Hitter gespielt. Von 1975 bis 1985 wurde in geradzahligen Jahren mit Designated Hitter gespielt, in ungeradzahligen Jahren ohne. Die Regel wurde in der American League zwar schon 1973 eingeführt, bis 1975 wurde die World Series jedoch generell ohne Designated Hitter gespielt.
Dieses Aufeinandertreffen fand erstmals 1903 statt, zunächst als Teil eines einmaligen Arrangements zwischen den beiden zuvor verfeindeten Ligen. Seit 1905 wird es jährlich abgehalten. Einst das wichtigste nationale Sportereignis der USA, muss die Serie heute hinter dem Super Bowl des American Football zurückstehen.
1919 löste eine abgekartete Serie, in der Spieler sich ihren Verlust von Buchmachern erkaufen ließen, einen bis heute berüchtigten Skandal aus, den „Black Sox Scandal“ – die gekaufte Mannschaft hieß eigentlich Chicago White Sox. Sportwetten wurden daraufhin stark eingeschränkt und alle beteiligten Spieler wurden auf Lebenszeit gesperrt.
1994 entfiel die World Series, da die Spieler-Gewerkschaft in Streik gegen die Clubbesitzer trat und daher die Saison im August abgebrochen wurde.
Bis 1997 konnten Teams aus der National und der American League erst in der World Series aufeinandertreffen, seit dem gibt es aber schon in der regulären Saison Interleague Games, also Spiele zwischen den Ligen.
Die oft gehörte Behauptung, der Name der Series gehe auf die Zeitung The New York World zurück, die Anfang des 20. Jahrhunderts die erste World Series ausgerichtet oder zumindest gesponsort habe, hat sich als eine Legende herausgestellt; ein solches Sponsoring hat es nicht gegeben, der Name ist also durchaus als „Weltmeisterschaft“ zu verstehen, auch wenn nur US-amerikanische und ein kanadisches Team in den beteiligten Ligen spielen. Bisher gab es nur zwei kanadische Siege, in den Jahren 1992 und 1993 gewannen jeweils die Toronto Blue Jays.
Es gab mehrmals Überlegungen, eine echte Mannschafts-Weltmeisterschaft zu organisieren, zum Beispiel den US-Gewinner gegen den japanischen Meister und ein lateinamerikanisches Team spielen zu lassen. Bisher ist es dazu jedoch noch nie gekommen. Spiele gegen kubanische Teams, die allgemein als die besten Nicht-US-Teams gelten, sind wegen des Wirtschafts-Boykotts der USA gegen Kuba nicht möglich.
siehe auch:
Liste der World-Series-Gewinner
Weblinks
- [http://www.mlb.com Major League Baseball]
- [http://www.worldseries.com World Series]
Kategorie:Baseball
ja:ワールド・シリーズ
Baseball]]
Baseball ist eine Ball- und Mannschaftssportart US-amerikanischer Herkunft.
Sie gilt dort als die traditionsreichste Sportart. Baseball wird in über 100 Ländern betrieben, darunter auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Spielprinzip und grundsätzliche Regeln
Hier ist nur eine Zusammenfassung des Spielprinzips und die wichtigsten Regeln. Mehr Details findet man im Artikel Baseballregeln.
Das deutsche Brennball ist eine stark vereinfachte Variante von Baseball und kann als Ausgangspunkt für das Verständnis des Baseballs dienen.
Baseball wird von zwei Teams zu je neun Spielern gespielt. Das Ziel des Spiels ist es, mehr Runs (Punkte) zu erzielen als der Gegner. Mehrfach abwechselnd hat ein Team das Schlagrecht (Offense), während das andere das Feld verteidigen muss (Defense). Ein Run wird erzielt, wenn ein Spieler der Offense den Ball mit einem Schläger trifft und alle vier Bases reihum ablaufen kann. Die Defense versucht dies zu verhindern, indem sie dem Schlagmann nur schwer zu schlagende Bälle serviert und den geschlagenen Ball unter Kontrolle bringt.
Spielfeld
Brennball
Das Spielfeld besteht aus zwei Teilen und wird in der Regel durch eine Umzäunung begrenzt.
Das so genannte Fair Territory hat normalerweise etwa die Form eines Viertelkreises, dessen gerade Kanten als Seitenauslinien (Foullines) zwischen 90 und 120 Meter lang sind. Die Amerikaner nennen das Feld wegen der Form des Fair Territory auch gerne Diamond. Der Bereich außerhalb der Foullines wird als Foul Territory bezeichnet (in der nebenstehenden Zeichnung blau dargestellt).
Die meisten Aktionen finden im Infield statt (in der Zeichnung braun), einem Quadrat in der Spitze des Viertelkreises von 90 Fuß (etwa 27 m) Kantenlänge, dessen Ecken durch die drei Bases und die Home Plate markiert sind. Der Rest des Fair Territories heißt Outfield (in der Zeichnung grün dargestellt).
Innings und Spieldauer
Ein Spielabschnitt heißt Inning; er besteht aus zwei Half Innings. Dabei ist die Auswärtsmannschaft immer zuerst Offense. Im zweiten Halbinning ist dann die Heimmannschaft am Schlag. Beide Mannschaften dürfen dabei in ihrem offensiven Halbinning jeweils so lange schlagen bis drei ihrer Spieler 'out' sind. So kann es vorkommen, dass die Batting Order nochmals angefangen wird, wenn nämlich viele Runs erzielt werden und deshalb die Spieler, die ihren Run vollendet haben, neuerlich an den Schlag kommen können.
Ein Spiel besteht im Regelfall aus neun solcher Innings. Führt die Heimmannschaft am Ende des achten Innings, und erzielen die Gäste in ihrem Teil des neunten keinen Run mehr, so wird auf das zweite Halbinning verzichtet und das Spiel ist entschieden.
In deutschen Ligen werden teilweise auch Double Header gespielt, also zwei Spiele hintereinander (2×5, 2×7, 1×7 und 1×9 Innings sind in Deutschland üblich). Dadurch soll die Zahl der Spiele pro Saison erhöht werden.
Ein Unentschieden gibt es nicht. Steht es nach der festgelegten Zahl von Innings unentschieden, so wird jeweils so lange um ein weiteres Inning verlängert (Extra Inning) bis eine Mannschaft gewinnt.
Duell Pitcher gegen Batter
Im Mittelpunkt des Spiels steht das Duell zwischen einem Batter der Offense und dem Pitcher der Feldmannschaft.
Die Spieler der Offense treten in einer vorher festgelegten Reihenfolge (Batting Order oder auch Lineup genannt) einzeln gegen den Pitcher an. Dieser versucht, den Ball so durch die Strike Zone zu seinem Catcher zu werfen, dass der Batter ihn mit seinem Schläger nicht oder nur schwach schlagen kann. Die Strike Zone ist der Bereich über der rund 40 cm breiten Home Plate, der oben und unten durch Brust- und Kniehöhe des Batters begrenzt ist. Gelingt es dem Pitcher, dreimal in die Strike Zone zu werfen, ohne dass der Batter den Ball trifft, ist der Batter out (Strike Out "three strikes, you´re out").
Für einen Strike muss der Ball allerdings nicht völlig verfehlt werden. Wenn der Batter den Ball gerade noch eben – meist von unten – leicht trifft und dieser dann weit nach hinten ins Foul Territory (in die Tribüne) wegspringt, so ist auch dies ein Strike. So kann jedoch kein Strikeout erzielt werden. Der dritte Strike muss immer ein Verfehlen des Balls durch den Batter sein.
Trifft der Pitcher nicht in die Strike Zone, so ist dies ein Ball (englische Aussprache). Hat allerdings der Batter nach einem solchen ball geschlagen und diesen nicht getroffen, so geht das als Strike zu seinem Nachteil, obwohl die Strike Zone verfehlt war. Sieht der Batter jedoch noch rechtzeitig, dass der Ball zu hoch oder sonst kein strike sein wird, und hält mit dem Schwung ein (Checked Swing), so bleibt der Wurf ein Ball.
Die Kunst des Pitchers besteht andererseits in großem Maße auch darin, den Bällen einen Effet mitzugeben, z. B. sie so drehen oder überraschend abwärts fliegen zu lassen (Slider, Sinking Ball etc.), dass die Einschätzung des Batters fehl geht. So erlebt man es häufig, dass der Batter seine Schlagbewegung anhält, um dann vom Schiedsrichter (Umpire) belehrt zu werden, dass er einen Strike hat passieren lassen.
Unterlaufen dem Pitcher gegen einen Batter vier Balls, so darf dieser auf die erste Base aufrücken. Das nennt man gemeinhin Walk, weil der Batter in diesem Fall nicht riskiert, ausgeworfen zu werden und in aller Ruhe zur ersten Base „spazieren“ kann. Sollte auf dieser Base schon ein Runner stehen, so darf dieser auf die zweite Base vorrücken, da auf jeder Base jeweils nur ein Spieler stehen darf. Sind alle Bases besetzt, dann kostet ein Walk allerdings zugleich einen Run, da alle Runner eine Base weiterrücken, der Spieler auf dem dritten Base also die Home Plate erreicht und somit einen Punkt erzielt.
Der Walk wird nicht selten auch bewusst (siehe Strategie) eingesetzt, wenn man lieber gegen einen als hochklassig bekannten Batter – mit hohem Trefferdurchschnitt (Batting Average) und vielleicht Dutzenden von in der Saison schon geschlagenen Home Runs)– lieber nicht pitchen möchte, erst recht, wenn schon Bases besetzt sind und es zu mehreren Runs kommen könnte. Auf Zeichen seines Managers stellt sich der Catcher dann bequem einen Meter neben die Home Plate und fängt dort mit ausgestrecktem Arm vier vom Pitcher locker geworfenen Bälle.
Home Runs
Geschlagener Ball
Die interessantesten Situationen entstehen dann, wenn der Batter den Ball trifft und zurück ins Feld schlägt. Dadurch wird er zum Runner (Läufer) und muss zur ersten Base laufen.
Wird sein geschlagener Ball (Fly Ball) von einem Feldspieler direkt aus der Luft gefangen ist der Schlagmann selbst sofort out (Fly Out). Eventuelle andere Runner müssen zunächst zu ihrer Ausgangs-Base zurückkehren und dürfen erst nach dem Fang noch loslaufen. Erreichen sie dann noch die nächste Base, nennt man den (gefangenen) Flugball Sacrifice Fly, weil durch den "Verlust" des Schlagmanns der Mitspieler vorwärts kam.
Das out kann auch erzielt werden, wenn der mit dem Schläger nur gestreifte Ball steil hoch und dann hinter die Auslinie fliegt (foul pop). Der Ball ist dann im Foul Territory und etwaige Runner dürfen nicht weiterlaufen, die Verteidigung – meist der Catcher – darf den Ball jedoch dort fangen und damit das out machen. Dabei ist schon mancher Spieler, der sich ganz lang machen wollte, über die Barriere am Spielfeldrand den Zuschauern vor die Füße gefallen.
Der neue Runner ist ebenfalls out, wenn ein Feldspieler den Ball vom Boden aufnimmt und zum ersten Baseman wirft – während dieser das erste Base berührt – bevor der Batter/Runner selbst dort ankommt (Force Out). Bei knappen Spielzügen entscheidet der Feldschiedsrichter (Field Umpire) zwischen safe oder out. Jeder Runner, der out ist, muss das Spielfeld verlassen, bis er wieder neu als Batter an die Reihe kommt.
Jeder Runner, der gerade kein Base berührt, ist auch out, wenn er von einem Feldspieler mit dem Ball selbst oder mit dem Handschuh, wenn sich der Ball darin befindet, berührt wird (Tag Out). Abwerfen ist jedoch nicht erlaubt. Der Runner ist out, wenn er den Ball geschlagen hat, losläuft und auf dem Weg zur ersten Base im Fair Territory von dem geworfenen Ball getroffen wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob er absichtlich oder unabsichtlich abgeworfen wurde. Wird ein Runner von einem geschlagenen Ball im Fair Territory getroffen, den vorher kein Feldspieler aufgenommen hat, ist er out.
Ein Runner ist safe, wenn er eine Base erreicht, bevor die Feldmannschaft den Ball dorthin bringen kann. Er kann jederzeit versuchen, auch zwei oder drei Bases auf einmal weiter zu laufen, es darf sich allerdings höchstens ein Runner auf jedem Base befinden.
Schafft es der Batter durch seinen eigenen Schlag auf das erste Base hat er ein Single erzielt; er wird damit zum Läufer (Runnner). Schafft er es zur zweiten oder dritten Base, erzielt er entsprechend ein Double beziehungsweise Triple. Ein Runner bleibt an einer Base, die er safe erreicht hat, bis ein neuer Batter zum Duell gegen den Pitcher antritt. Durch dessen Schlag können alle Runner dann weiter vorrücken oder sogar einen Run erzielen, in dem sie wieder sicher am Home Plate ankommen. Schlägt ein Batter den Ball über den Außenzaun hinweg, so nennt man das einen Home Run. Der Batter und alle eventuell sich gerade auf den Bases befindenden Runner dürfen die Bases in aller Ruhe ablaufen und je einen Run erzielen.
Ein Home Run ist auch dann möglich, wenn der Ball das Feld nicht verlässt (ein sog. inside the park homerun). Dieser Fall ist jedoch sehr selten, weil dazu einerseits ein Batter der läuferischen Spitzenklasse (der auch ein exzellenter Kurzstreckler wäre) und zudem ein Hit nötig ist, bei dem sich der Ball extrem schwer unter Kontrolle bringen lässt. Meist sind dies Bälle in die wirklich hinterste Ecke des Feldes, nicht zuletzt solche, die nach dem Aufschlagen ins Foul Territory rollen und damit der Regel nach alive, also noch im Spiel und nicht foul, sind. Oft wirken dabei auch besondere für die Verteidigung unglückliche Umstände mit, etwa ein Verspringen des Balles in eine nicht zu erwartende Richtung.
Allerdings ist nicht jeder Ball, der im Feld landet, damit auch schon ein Hit, auch wenn der Batter die erste Base erreicht. Wäre der Schlag für die Verteidigung leicht abzufangen gewesen, so spricht man von einem error (leichter Fehler), etwa wenn ein nicht sonderlich hart geschlagener Ball direkt auf einen Verteidiger (Fielder) zufliegt und dieser ihn dennoch nicht fängt. Ob ein Error – also kein Hit – vorliegt, entscheidet übrigens keiner der Schiedsrichter (Umpires), sondern ein dafür bestellter Official Scorer. Es sollen nicht selten schon Spieler recht unglücklich mit dessen Entscheidung gewesen sein, gehen Errors doch zu Lasten ihrer Schlagstatistik (Batting Average).
Erreicht der Batter die erste Base, weil der Feldspieler, der den Ball aufnimmt, sich aus taktischen Gründen entschied, einen anderen Läufer out zu werfen (weil ein out dort gerade wichtiger ist), anstatt zum First Baseman zu werfen, so handelt es sich um eine Fielder's Choice (Entscheidung des Feldspielers). Man spricht also nur von einem Hit, wenn der Batter die erste Base erreicht und weder ein Error noch Fielder's Choice vorliegt. Auf das Spiel hat dies keinen direkten Einfluss, wohl aber auf die Spiel- bzw. Spielerstatistik.
Base Stealing
Ein Runner kann jederzeit versuchen, das nächste Base zu „stehlen“, also es zu erlaufen, auch wenn der Ball vom Batter gar nicht geschlagen wurde. Eine typische Gelegenheit ist, wenn der Pitcher seine Wurfbewegung begonnen hat, da er diese nicht mehr unterbrechen darf, wenn sein Fuß bereits über der Pitcherplate war. Der Runner versucht, eher am nächsten Base anzukommen als der Catcher, der mittlerweile den Wurf des Pitchers gefangen hat, den Ball dorthin werfen kann.
Nicht zuletzt deshalb ist ein guter Catcher für eine erfolgreiche Defense von großer Bedeutung, denn er muss möglichst augenblicklich sehen, wohin der Ball am besten gespielt werden sollte, falls mehrere Gegner auf den Bases sind. Er muss dann sofort erkennen, wo am leichtesten ein out zu machen oder aber wo dies gerade am dringendsten ist. Natürlich muss er den Ball dann auch schnell und präzise dorthin werfen. Erfüllt er seine Aufgabe, so ist es durchaus möglich, mehrere Runner in einem Spielzug out zu machen (double oder, sehr selten, triple play). Nicht ohne Grund gibt es für Catcher den Golden Glove Award (goldener Handschuh).
Als taktisches Mittel ist Base Stealing vor allem bei einem knappen Spielstand, besonders Gleichstand, interessant. Meist in den späten Innings, weil so durchaus ein Spiel gewonnen werden kann, etwa wenn der stärkere Teil des eigenen Batting Order noch folgt und man hoffen darf, ein Batter werde für einen guten Hit sorgen können. Schafft es der Runner so etwa auf die dritte Base, dann kann durchaus ein folgender langer Single genügen, um das Spiel zu gewinnen.
Positionen der Defensive
Home Run
Die verteidigende Mannschaft besteht aus 9 Spielern, jeder mit einer eigenen Position auf dem Spielfeld und teilweise verschiedenen Aufgaben. Die Position ist dabei – abgesehen von Pitcher (Werfer) und Catcher (Fänger) – nicht fest, so steht beispielsweise der 3rd Baseman in der Nähe der dritten Base, es kommt aber auf die aktuelle Spielsituation und den derzeitigen Batter (Schlagmann) an, ob er nun weiter im Infield oder Richtung Outfield orientiert ist, bzw. eher rechts von der Base steht. Die Positionen und deren Aufgaben im einzelnen:
- P: Pitcher (Positionsnummer 1). Seine Hauptaufgabe besteht darin, den Ball ins Spiel zu bringen. Er versucht den Ball am Schlagmann vorbei zu seinem Catcher zu werfen. Darüberhinaus ist er dafür verantwortlich, flache Bälle in die Mitte des Infields aufzunehmen und weiterzuleiten. Er muss außerdem zur ersten Base rennen und diese abdecken, sollte der 1st Baseman aufgrund eines hohen Balls seine Position verlassen. Die Leistung eines guten Pitchers besteht vor allem darin, seine Bälle (Pitches) so geschickt auf den Weg zu bringen, dass sie für den Batter möglichst schwer auszurechnen sind, etwa indem sie eine Flugbahn beschreiben, in der es Änderungen der Richtung oder der Flughöhe gibt (Sinking Ball, Slider, etc). Oft ist es auch die reine Geschwindigkeit, die den Ball schwer zu schlagen macht (Fastball).
- C: Catcher (2). Er trägt spezielle Schutzkleidung, da seine Aufgabe darin besteht die Bälle des Pitchers, die der Schlagmann nicht trifft oder nach denen er nicht schlägt zu fangen, ebenso die Bälle, die mehr oder weniger unkontrolliert vom Schläger des Batters abprallen. Desweiteren ist er der Baseman der Home Plate, er verhindert also, dass Läufer einen Punkt erzielen. Er zeigt außerdem dem Pitcher an, was für einen Wurf er dem Schlagmann zuwerfen soll und muss das Geschehen hinter dem Pitcher im Auge behalten, so muss er schnell reagieren, sollte ein Runner versuchen eine Base zu stehlen. Hierbei ist es sicherlich nicht von Nachteil einen starken Wurf zu besitzen. Die große Bedeutung eines guten Catchers für eine erfolgreiche Verteidigung darf mithin nicht unterschätzt werden.
- 1B: First Baseman (3). Er ist – wie alle Spieler – dafür verantwortlich, Bälle, die in seine Richtung fliegen zu fangen und weiterzuleiten. Weiterhin deckt er die erste Base ab, das heißt er muss versuchen Läufer auf dem Weg zu „seiner“ Base out machen. Sollte sich ein Runner auf der ersten Base befinden, steht der 1st Baseman meist sehr nahe bei der Base oder sogar darauf, um zu verhindern, dass die zweite Base gestohlen wird.
- 2B: Second Baseman (4). Er nimmt Bälle auf, die in seine Richtung kommen und versucht, wenn nötig, ein Double Play einzuleiten, also gleich zwei gegnerische Spieler auf einmal out zu machen. Wenn der Ball auf den Shortstop kommt steht der 2nd Baseman meist auf die zweite Base, bekommt den Ball vom Shortstop zugeworfen, macht somit den Runner von der ersten Base aus, wirft zum 1st Baseman um dort den Batter aus zu machen. Das Double Play ist komplett. Meist ist der 2nd Baseman weiter Richtung erster Base orientiert.
- 3B: Third Baseman (5). Die dritte Base gilt als die „Hot Corner“, da hier die meisten Bälle von rechtshändigen Schlagmännern ankommen. Da diese Bälle nicht selten hohe Geschwindigkeiten erreichen ist eine gute Reaktionszeit Voraussetzung. Er hat von den Infieldern den weitesten Weg zum 1st Baseman, weshalb er außerdem einen starken und präzisen Wurf benötigt.
- SS: Shortstop (6). Er hat im Prinzip die selben Aufgaben wie der 2nd Baseman, also Bälle in seine Richtung abfangen, das out an der zweiten Base machen und eventuell Double Plays einzuleiten. Er ist jedoch im Normalfall weiter von der ersten Base entfernt, weshalb er einen besseren Wurfarm benötigt.
- LF: Left Fielder (7), CF: Center Fielder (8), RF: Right Fielder (9). Die drei Outfielder müssen jedem Ball, der ins Outfield fliegt nachgehen und diesen – wenn möglich – direkt aus der Luft fangen und, wenn nötig, den Ball schnell und präzise zu einem Mitspieler an einer Base werfen. Sollte der Weg zu lang werden, kann auch ein Spieler aus dem Infield entgegenkommen und den Ball weiterleiten (Relay Throw).
Die Nummer, die jeder Position zugeordnet ist, dient hauptsächlich der statistischen Erfassung der Spielzüge. Hierzu zwei Beispiele:
- Ein 5-3 out bedeutet, dass der 3rd Baseman (5) den Ball aufnimmt, zum 1st Baseman (3) wirft und dieser den Batter „aus macht“).
- Ein 4-6-3 Double Play bedeutet, dass der 2nd Baseman (4) den Ball aufnimmt, der Shortstop (6) auf der zweiten Base steht, den Ball fängt, somit den Runner von der ersten Base out macht und anschließend den Ball zum 1st Baseman (3) wirft, der wiederum den Batter aus dem Spiel nimmt.
Schiedsrichter
Ein Spiel wird in der Regel von zwei bis vier oder sogar sechs (selbst im amerikanischen Profisport sehr selten) Schiedsrichtern geleitet. Sie werden Umpire oder auch kurz Ump (etwa wie der Schiri) oder Blue genannt. Letzteres ist auf die traditionell blauen Hemden der Umpire zurückzuführen. Der Hauptschiedsrichter (Plate Umpire) steht immer hinter dem Home Plate, wo er entscheidet, ob der Pitcher einen Strike oder einen Ball erzielt hat. Obwohl der Plate Umpire im Zweifelsfall das letzte Wort hat, vergewissert er sich mit unter bei seinen Kollegen, bevor er seinen Entscheidung fällt. Z.B. bei der Frage, ob der Batter bei einem schlecht servierten Wurf des Pitchers nur zum Schlag angesetzt hat (Checked Swing) oder den Schläger bis vor die Home Plate geführt wurde. Auch muss er entscheiden, ob ein Runner die Home Base sicher erreicht (Safe at Home), also einen Run erzielt hat. Der oder die anderen arbeiten im Feld. Wenn es nur einen oder zwei Feldschiedsrichter gibt, müssen diese jeweils in die Nähe desjenigen Base laufen, wo eine knappe „safe oder out“ Entscheidung ansteht.
Auf Grund der vielen zu treffenden Tatsachenentscheidungen einerseits und des sehr umfangreichen Regelwerkes mit unzähligen Sonderregelungen andererseits werden Umpire häufig in Diskussionen verwickelt. Dies ist zwar auch bei vielen anderen Sportarten an der Tagesordnung, allerdings kann man (selbstverständlich nur in unteren Ligen) beim Baseball mitunter ein kurioses Treiben erleben. Während man beispielsweise beim Fußball grundsätzlich die Proteste der Spieler und Trainer gegen vermeintliche Fehlentscheidungen damit abtut, dass der Mann in Schwarz seine Entscheidung ohnehin nicht zurückziehen wird, kann es beim Baseball ganz anders kommen. Bei Protesten kann es passieren, dass die Trainer der Teams zusammen mit den Umpiren und evtl. auch dem Scorer minutenlang, möglicherweise auch unter Zuhilfenahme des Regelbuches, über die vergangene Spielsituation „verhandeln“ und am Ende vom Plate Umpire eine andere als die ursprüngliche Entscheidung getroffen wird.
Scorer/Scorekeeper
Ein Scorer oder auch Scorekeeper am Spielfeldrand protokolliert alle Aktionen und Spielzüge auf einem vorgefertigten Formular, dem Scoresheet. Das ausgefüllte Scoresheet dient nicht nur als Spielbericht. Auf der Basis der Scoring-Aufzeichnungen werden umfangreiche Statistiken erstellt, die Auskunft über Spielstärke von Mannschaften und Einzelspielern geben.
Spielgeräte, Ausrüstung
Ball
Mannschaften
Der Ball hat einen Durchmesser von etwa 9 cm, der Umfang muss mindestens 22,8 cm (9 inches) und höchstens 23,5 cm (9 1/4 inches) erreichen. Das Gewicht soll nicht weniger als 141,7 g (5 ounces) und nicht mehr als 148,8 g (5 1/4 ounces) sein. Er ist also etwas größer als ein Tennisball. Der Baseball ist von zwei Stücken weißem Leder umhüllt, die mit roten Fäden zusammengenäht sind, der sogenannten Naht. Er ist nicht mit Luft aufgepumpt, sein Inneres besteht aus einem Korkkern und äußerst dicht gewickeltem Faden. Dadurch wird der Ball sehr hart, weshalb die Schlagmänner (Batter) schon lange Schutzhelme und die Catcher und Plate Umpires stabile Schutzmasken tragen.
Nicht zuletzt wegen der Härte des Balls kommt es auch nicht selten zu – oft handgreiflichen – Kontroversen, wenn ein vom Pitcher geworfener Ball den Batter am Körper oder gar an Hals oder Kopf trifft (Brushoff Pitch). Da man jedem Pitcher so viel Präzision zutraut, dass er dies vermeiden kann, unterstellen die Gegner in solchen Fällen schnell Absicht (etwa Revanche wegen eines vom Pitcher gesehenen unfairen Verhaltens des Batters).
Die Bälle gelten als begehrte Sammelstücke bei Fans auf der ganzen Welt.
Schläger
Ein Baseballschläger besteht aus Holz, Aluminium oder Aluminiumlegierungen. Selten sind auch Schläger aus Keramik oder Graphit anzutreffen. In Profiligen und in der deutschen ersten und zweiten Bundesliga dürfen ausschließlich Holzschläger verwendet werden, in den meisten anderen Amateurligen sind auch Schläger aus anderen Materialien erlaubt. In den US-amerikanischen Colleges sind Aluminiumschläger vorgeschrieben.
Handschuhe
Jeder Spieler der Feldmannschaft trägt einen großen Lederhandschuh, der das leichte und schmerzfreie Fangen des Balles ermöglicht. Der Fanghandschuh des First Baseman ist größer als die der anderen Feldspieler. Der Catcher trägt einen besonders gepolsterten Handschuh um die vom Pitcher geworfenen Bälle zu fangen.
Der Schlagmann trägt gewöhnlich ein Paar dünne Lederhandschuhe, um Blasen an den Fingern zu vermeiden und einen besseren Griff zu haben. Manche Schlagmänner benutzen auch nur einen oder gar keinen Schlaghandschuh.
Schlaghelm
Batter und Runner tragen Kunststoffhelme um vor Kopftreffern mit dem Ball geschützt zu sein. Auf der dem Pitcher zugewandten Seite bedecken diese auch das Ohr.
Catcher-Ausrüstung
Der Catcher trägt zusätzliche Schutzausrüstung, da er hinter dem Batter sitzt und vor nicht getroffenen oder abgefälschten Bällen geschützt sein muss. Seine Ausrüstung besteht aus einem noch größeren und stark gepolsterten, fingerlosen Fanghandschuh, einer Gesichtsmaske, einem Helm, einem Brustschutz, einem Genitalschutz und Knie- und Schienbeinschützern. Helm und Gesichtsmaske können leicht abgeworfen werden, etwa wenn der Catcher einen Fly Ball fangen muss und dafür freie Sicht braucht.
Der hinter ihm hockende Hauptschiedsrichter ist ähnlich geschützt, trägt aber keinen Handschuh.
Softball
Softball ist eine Variante von Baseball. Dabei wird der Ball vom Pitcher nicht von oben geworfen, sondern mit einer Kreisbewegung von unten. Einige Regeln unterscheiden sich vom Baseball, das Spielprinzip ist aber identisch. Baseball wird zur Unterscheidung vom Softball manchmal auch Hardball genannt.
Das Spielfeld beim Softball ist ungefähr 1/3 kleiner als beim Baseball, ebenso sind die Bases nur 60 Fuß (etwa 18 m) voneinander entfernt. Die Schläger sind meistens etwas dünner und leichter.
Der Name des Spiels ist irreführend: Der Ball selbst ist größer als ein Baseball, ist aber genauso hart. Er kann nur wegen seiner Größe nicht ganz so hart geworfen und geschlagen werden.
In den USA wird freizeitmäßig von Erwachsenen vorwiegend Softball gespielt, Baseball dagegen von Profis und an Schulen. In Deutschland spielen Herren Baseball und Damen Softball.
Es gibt zwei Versionen von Softball, Fastpitch Softball und Slowpitch Softball.
Fastpitch Softball
Beim Fastpitch Softball kann der Ball beliebig hart geworfen werden. Diese Variante wird üblicherweise in Schulen, Universitäten und ambitionierten Amateurligen gespielt. Damen Fastpitch Softball ist seit 1996 olympische Disziplin. Neben den USA (Olympiasieger 1996, 2000, 2004) gehören Japan und Australien zu den besten Nationalteams der Welt.
Slowpitch Softball
Slowpitch Softball ist die „Freizeitvariante“ des Softball, bei dem der vom Pitcher geworfene Ball einen deutlichen Bogen beschreiben muss. Base Stealing ist in dieser Variante nicht erlaubt.
Besonderheiten des Baseballsports
Zeitlosigkeit
Baseballspiele haben keine Zeitbegrenzung. Es wird eine festgelegte Zahl von Spielabschnitten (Innings)
gespielt. Ein Unentschieden ist nicht möglich, da bei Gleichstand nach Absolvieren der 9 bzw. 7 Innings so lange einzelne Extra Innings gespielt werden bis ein Sieger fest steht. Es ist im Baseball nicht möglich, durch besondere Spielweise eine Führung „über die Zeit zu retten“.
Man mag dies für nicht sehr sinnvoll halten, denn meist wird es für die Zuschauer nicht sonderlich attraktiv sein, zwei oder drei Extrainnings abzusitzen, etwa um dann zu sehen, wie mit Mühe aus einem eins zu eins am Ende des 12. Innings ein zwei zu eins gemacht wird; dies zumal, wenn es eigentlich um nicht viel geht, etwa im April oder Mai, wenn die Saison noch jung und der Endkampf um die Spitze der Endtabelle noch weit weg ist. In der japanischen Profiliga wurde dies deshalb geändert; hier kann ein Spiel unentschieden enden.
Solange man in den USA für die Tabelle weiter nur die Zahl der Spiele (gewonnen/verloren) zählt, mag es einen gewissen Sinn haben, immer eine Entscheidung zu suchen. Dennoch ist es aber schon mehrfach vorgekommen, dass es zum Saisonende Gleichstand zwischen zwei Clubs gab und dann noch ein One Game Playoff (Entscheidungsspiel) ausgetragen werden musste.
Bei der im Baseball enorm aufwendig geführten Statistik (Hits, Runs, Home Runs, Stolen Bases bzw. beim Pitching Strikeouts und Walks, um nur einen Teil zu nennen) erschiene ein Gleichstand in der Schlusstabelle völlig undenkbar, würde man all dies werten; zumal bei der für europäische Verhältnisse geradezu astronomischen Zahl von rund 160 Spielen pro Saison. Auch so gesehen gibt es keinen wirklich guten Grund, Spiele immer entscheiden zu müssen (Eine Ausnahme bildet natürlich die Meisterschaftsrunde und das All Star Game).
In Deutschland gibt es „Gnadenregeln“ (Mercy Rules), nach denen bei deutlichem Vorsprung einer Mannschaft das Spiel vorzeitig beendet werden kann. Auch können die Landesverbände in den den Ligen unterhalb der Verbandsliga die Spieldauer begrenzen – aber auch in diesem Fall muss bei Spielende ein Sieger feststehen.
Verbindung von Mannschafts- und Individualsportart
Baseball gilt gemeinhin als Mannschaftssport. Beim Duell gegen den Pitcher tritt ein Batter einzeln an. Seine Mitspieler können seine Leistung oder den Erfolg seines Einsatzes nicht beeinflussen. Aus dieser Perspektive lässt sich Baseball auch als Kombination aus Mannschafts- und Individualsport verstehen.
Strategie, Wiederholung der Ausgangssituation
Das Spielprinzip von Baseball baut auf dem Duell zwischen Pitcher und Batter auf. Die Ausgangs- und Randbedingungen für diesen Zweikampf (z. B. Links- oder Rechtshänder, welche Bases sind besetzt, wie viele Strikes, wie viele Balls, wie viele Outs) wiederholen sich im Laufe eines Spieles viele Male. Das erhöht die Bedeutung von strategischen Mitteln im Vergleich zu Sportarten, in denen aufgrund variabler Situationen eher intuitiv bis taktisch gehandelt wird.
Typische Mittel dieser Art sind etwa das Einwechseln eines anderen Pitchers, wenn ein bestimmter Batter an den Schlag kommt – z. B. die Einwechslung eines linkshändigen Pitchers gegen einen linkshändigen Batter – oder in der Offensive das Einwechseln eines Ersatzmannes als Batter (Pinch Hitter). Auch ein anderer (schnellerer) Läufer (Pinch Runner) ist oft erwünscht, etwa bei einem knappen Spielstand, um den entscheidenden Run zu machen.
Auch das bewusste werfen von vier Balls durch den Pitcher (ein sogenannter Walk, da der Runner unbehindert auf das erste Base laufen darf), um nicht gegen einen bekannten Power Hitter pitchen zu müssen ist eine oftgesehene Taktik.
Ein sehr beliebtes Mittel klassischer Spieltaktik ist außerdem der Bunt. Dies ist – fast nur – ein „Wegschieben“ des Balls, wobei der Batter blitzschnell die typische Schlaghaltung aufgibt und den Schläger in eine schwer zu beschreibende Schräghaltung bringt, um den Ball fast nur „abtropfen“ zu lassen. Der Ball bleibt dabei meist im Infield.
Zum Thema Taktik gehört es andererseits auch, dass die Gegner in solchen Situationen, die nach einem Bunt-Versuch „riechen“ meist sehr eng zum Infield hin aufrücken, um für den Ballwurf kurze Wege zu haben.
Ziel des Bunt als Spielzug ist es, in knappen Situationen (etwa Gleichstand im achten oder neunten Inning) mit allen Mitteln einen Run zu erzielen oder wenigstens wesentlich vorzubereiten. Mit dem Bunt geht es vor allem darum, den Ball an eine Stelle zu befördern, wo es für die Gegner gerade lange genug dauert, ihn aufzunehmen und gegebenenfalls weiterzugeben, damit der/die eigenen Runner eine Base aufrücken können.
Sehr häufig ist dabei der Sacrifice Bunt, weil der Batter zwar wie üblich versucht, die erste Base zu erreichen, was ihm bei dem eben typischerweise kurz angelegten Ball oft nicht gelingt, da dieser doch recht schnell dorthin kommt und so dort ein out gemacht werden kann. Hat einer seiner Mitspieler unterdessen als Runner die nächste Base besetzt, ist der Zweck des Sacrifice erreicht. Der Batter hat sich also für die bessere Position seiner Mannschaftskameraden „geopfert“.
Daraus resultiert auch die Möglichkeit, statistische Mittel auf die Bewertung der Leistungsfähigkeit eines Spielers oder einer Mannschaft anzuwenden. Der Schlagdurchschnitt (Batting Average) entspricht der Zahl der geglückten Schläge (Base Hits) dividiert durch die Zahl der Schlagversuche (At Bats). Er gilt bei ausreichend großer Anzahl von Messungen als halbwegs aussagekräftiger Parameter zur Fähigkeit eines Batters. Neben diesen traditionellen, eher intuitiven Statistiken, versucht die moderne Denkschule der Sabermetrics stärker für Sieg oder Niederlage aussagekräftige Statistiken durch mathematische Analysen zu begründen.
Keine Strafen
Mit wenigen Ausnahmen gibt es im Baseball keine Strafen. Im Falle regelwidriger Handlungen eines Spielers lassen die Umpires meist das Spiel von der Situation aus wieder aufnehmen, die ohne regelwidrige Handlungen herbeigeführt worden wäre. Fouls sind im Baseball eigentlich unbekannt. Nichtsdestoweniger kommt es in Begegnungen nicht selten zu Diskussionen, bei denen einzelnen Spielern vorgeworfen wird sich unsportlich verhalten zu haben. Obwohl Baseball prinzipiell ein körperloser Sport ist geben Situationen, bei denen sich Gegenspieler rempeln oder behindern Anlass zu Auseinandersetzungen.
Hierzu zwei typische Szenarien:
- Theoretisch gilt, dass der Runner Vorfahrt hat, er also bei seinem Lauf zwischen zwei Bases die kürzeste Strecke nehmen darf und bis auf eine kleine Abweichung auch nehmen muss. Steht ihm ein Feldspieler dabei im Weg, darf er ihn umrennen.
- Theoretisch gilt der gesamte Körper des Runners (inklusiv des Kopfes, der in der entsprechenden Situation idealerweise noch von einem Helm geschützt wird) als Angriffsfläche zum Taggen – also dem Berühren des Gegenspielers mit dem Handschuh oder der Hand, in dem sich der Spielball befindet.
Man kann sich leicht vorstellen, dass bei beiden Situationen das Verhalten der Spieler nicht immer einfach zwischen fairem und übertriebenem Einsatz oder sogar bewusstem Attackieren zu beurteilen ist.
Bei grob regelwidrigem Verhalten kann ein Spieler vom Feld gestellt werden (Ejection). Die Umpire können auch Pitcher des Feldes verweisen, die entweder ihrer Ansicht nach absichtlich oder im Laufe des Spiels häufiger Batter abgeworfen haben.
Punkte ohne Ball
Baseball ist eine der wenigen Ballsportarten, in der es nicht wichtig ist den Ball an einen bestimmten Ort zu bringen um Punkte zu erzielen. So muss zum Beispiel beim Fußball der Ball ins Tor, beim Basketball in den Korb, beim Volleyball auf den Boden, usw. Beim Baseball werden die Punkte durch Läufer erzielt, die regelgerecht einmal alle vier Bases berührt haben. Ebenfalls erwähnenswert im Vergleich zu anderen Sportarten ist die Tatsache, dass im Baseball – anders als z. B. im American Football – die verteidigende Mannschaft den Ball ins Spiel bringt. Der Ball ist das Instrument der Verteidigung, um Punkte des Gegners zu verhindern.
Der Ball ist zugleich aber auch das Mittel der Offensive, um Runs zu erzielen, indem sie versucht, diesen innerhalb des Fair Territory so weit oder so unzugänglich wie möglich weg zu schlagen, dass die Verteidigung ein maximales Maß an Mühe hat, diesen – gegebenenfalls durch Weitergabe unter den Verteidigern (Relay Throw) – in Richtung Infield zurückzubefördern, um den Angreifern so möglichst viel Zeit zum Ablaufen der Bases zu geben.
Wird ein Läufer zwischen den Bases mit dem Ball berührt wird ist er Aus und kann keinen Punkt erzielen. Ein ähnliches Prinzip liegt auch den Sportarten Cricket und Brennball zugrunde.
Allgemeines zur Terminologie
Terminologie in Deutschland
Baseball hat, wie jede andere Sportart, seine eigene Terminologie. Praktisch alle Fachbegriffe stammen aus dem Ursprungsland USA und werden in deutschsprachigen Ländern unverändert verwendet. Einzelne Versuche, Fachbegriffe einzudeutschen, schlugen allesamt fehl. Heute ist die starke Anglifizierung der Baseball-Sprache in Deutschland grundsätzlich akzeptiert. In anderen Ländern wie den Niederlanden oder Frankreich haben Begriffe in der Landessprache die englischen weitgehend ersetzt.
Einfluss auf die amerikanische Sprache
In seinem Herkunftsland USA hat Baseball durch seine Historie die englische Alltagssprache geprägt, so dass heute einige Fachbegriffe in anderem Kontext verwendet werden. to touch base bedeutet so viel wie kurzen Kontakt aufnehmen, to throw someone a curve ball bedeutet jemanden auf dem falschen Fuß erwischen, und to go to bat heißt sich einsetzen, etwas bewegen (auch to go to bat for someone: jemandem helfen; sich für ihn einsetzen).
In Kalifornien gibt es seit gut zehn Jahren eine Gesetzgebung unter dem Motto „three strikes, you're out“, die den Richtern bei jedem gerade zum dritten Mal straffällig gewordenen Täter die Verhängung von Freiheitsstrafe
zwingend vorschreibt.
Baseball hatte in den USA bis in die 1970er Jahre eine so hohe Popularität gegenüber American Football und Basketball, dass mit den generischen Begriffen Ballplayer, Ballgame und Ballpark auch heute noch ein Baseballspieler, ein Baseballspiel bzw. ein Baseballstadion bezeichnet wird.
Spielbetrieb
Spielbetrieb in Deutschland
Heute sind knapp 30.000 Spieler in Deutschland aktiv.
Der Deutsche Baseball und Softball Verband e.V. organisiert mit seinen Landesverbänden den Spielbetrieb in verschiedenen Ligen:
Baseball Herren:
- 1.Bundesliga (2 Gruppen Nord/Süd)
- 2.Bundesliga (2 Gruppen Nord/Süd)
- Regionalliga (4 Gruppen)
- Verbandsliga (je 1 pro Bundesland, außer in Mitteldeutschland – Sachse | | |