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Amérigo Vespucci
Amérigo Vespucci ( - 9. März 1451 in Florenz/Italien, † 22. Februar 1512 in Sevilla/Spanien), drittes Kind einer angesehenen florentinischen Familie, war ein Kaufmann, Navigator und Seefahrer. Während seiner Fahrten erforschte er weite Teile der Ostküste von Südamerika.
Die Florentiner Kirche Ognissanti (Allerheiligenkirche, Borgognissanti 42) war die Hauskirche der Vespucci. In ihr ist ein Gemälde von
Ghirlandaio aus dem Jahr 1473, eine Schutzmantelmadonna. Unter der rechten Hand der Madonna ist ein Bildnis von Amérigo Vespucci.
Schutzmantelmadonna
Amérigo Vespucci stand in den Diensten der mächtigen Bankiersfamilie Medici, die ihn zunächst als Schiffsausrüster nach Spanien entsandte. Die Reiseberichte von Christoph Kolumbus veranlassten ihn, sich 1499 einer aus zwei Schiffen bestehenden Expedition nach Südamerika anzuschließen.
Während seiner Reisen erforschte er einen erheblichen Teil der Ostküste Südamerikas. Er kam als Erster auf die Idee, dass das Land, das Christoph Kolumbus entdeckt und als Indien angesehen hatte, ein eigener Kontinent sei. Hierüber berichtete er auch in - nicht unumstrittenen - Briefen an Lorenzo di Medici.
Vespuccis Rolle wurde vielfach diskutiert, vor allem wegen zweier Briefe, deren Authentizität in Zweifel gezogen wurde: Mundus Novus (Neue Welt), Erstdruck 1504 und Quattuor Americi Vespucci Navigationes (Lettera) (Vier Seefahrten des Amerigo Vespucci), Erstdruck 1507.
Es war die Veröffentlichung und weite Verbreitung dieser Briefe Vespuccis, die den deutschen Kartografen Martin Waldseemüller dazu brachte, auf seiner Weltkarte von 1507 den neuen Kontinent America zu nennen. Waldseemüller leitete den Namen von der latinisierten Namensfassung Americus Vespucius ab und nahm – wie für Kontinente üblich – die weibliche Form.
Nach den beiden Briefen unternahm Vespucci vier Reisen nach Amerika, von denen drei auch durch andere Quellen belegt sind.
Nach ihm wurde auch das jetzt noch in Betrieb befindliche Segelschulschiff der Italienischen Marine (Heimathafen Livorno) benannt.
Der Historiker Urs Bitterli vermutet in seinem Werk Die Entdeckung Amerikas, dass
lediglich zwei Reisen des Amérigo Vespuccis tatsächlich stattgefunden haben.
Literatur
- Urs Bitterli: Die Entdeckung Amerikas. Von Kolumbus bis Alexander von Humboldt, Beck, München, 1999, ISBN 3-406-42122-9
- Rudolf Eger: Amerigo Vespucci. Das Abenteuer eines Entdeckers, Melchert, Hamburg, 1986, ISBN 3-87152-207-4
- Luigi Ugolini: Er gab Amerika den Namen. Leben und Zeit des Amerigo Vespucci, Styria, Graz, 1974, ISBN 3-222-10691-6
- Stefan Zweig: Amerigo - Die Geschichte eines historischen Irrtums, Fischer, Frankfurt/M, 2000, ISBN 3-596-29241-7
Weblinks
- [http://gallica.bnf.fr/scripts/ConsultationTout.exe?O=n054428 Mundus Novus (Faksimile)]
- [http://muweb.millersville.edu/~columbus/papers/canaday.html The Life of Amerigo Vespucci]
-
Vespucci, Amerigo
Vespucci, Amerigo
Vespucci, Amerigo
Vespucci, Amerigo
Vespucci, Amerigo
Vespucci, Amerigo
ja:アメリゴ・ヴェスプッチ
1451
Politik und Weltgeschehen
- Fürstabtei St. Gallen wird Zugewandter Ort der Eidgenossenschaft
- Nach dem Tod Sultan Murad II. übernimmt sein Sohn Mehmed II., der spätere Eroberer Konstantinopels, die Macht im Osmanischen Reich
- Die Universität von Glasgow wird gegründet
- 9. März: Amérigo Vespucci, Navigator und Seefahrer, Namensgeber des Kontinents Amerika († 1512)
- 22. April: Isabella I. (Kastilien), Königin von Kastilien († 1504)
- 10. Juli: Jakob III., König von Schottland († 1488)
- 5. September: Isabella Neville, älteste Tochter von Richard Neville, 16. Earl of Warwick († 1476)
- Christoph Kolumbus, Seefahrer und Entdecker († 1506)
- 7. Januar: Felix V., letzter katholischer Gegenpapst von 1439 bis 1449 ( - 1383)
- 11. Juli: Barbara von Cilli, zweite Frau des Kaisers Sigismund von Luxemburg ( - um 1390)
ko:1451년
Florenz
Florenz (italienisch Firenze) ist eine mittelitalienische Stadt am Fluss Arno mit 382.000 Einwohnern. Sie ist Hauptstadt der Toskana und der Provinz Florenz. Wegen seiner kulturellen Bedeutung – insbesondere für die Kunst – wird Florenz als das "italienische Athen" bezeichnet.
Kunst
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte von Florenz
Auf den Hügeln am Fluss Arno hatte sich bereits im achten Jahrhundert v. Chr. das antike Volk der Etrusker angesiedelt. Die Römer gaben der Neugründung einer kleinen Siedlung im ersten Jahrhundert v. Chr. den Namen Florentia (die Blumige). Schnell entstand eine richtige Stadt mit einem Forum, Thermalbädern und einem Amphitheater.
Mit dem Untergang des Römischen Reichs wurde die Stadt während der Völkerwanderungen fast vollständig zerstört. Erst mit Aufkommen des Feudalismus expandierte die Stadt im 12. Jahrhundert und wurde autonom. Die Bürger gewannen an Macht, und es kam zu erbitterten Streitereien zwischen den kaisertreuen Ghibellinen und den später siegreichen Anhängern des Papstes, den Guelfen.
Guelfen
Im 14. und 15. Jahrhundert (Neuzeit) blühte die Stadt auf und setzte die Maßstäbe in der europäischen Kunst und Kultur. Viele Künstler und Gelehrte siedelten sich an (z.B. Donatello, Botticelli; später Michelangelo, Machiavelli, Leonardo da Vinci, Galileo Galilei). Es entwickelte sich die kulturgeschichtliche Epoche der Renaissance.
Florenz wurde gleichzeitig Handels- und Finanzzentrum. Die reiche Familie der Medici stieg im 15./16. Jahrhundert zu einer Großmacht auf. Sie förderten weiterhin die Künste und Wissenschaft und regierten die Stadt. Doch die kulturelle Bedeutung von Florenz schwand im 17. Jahrhundert.
Erst im 19. Jahrhundert beginnt ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung. Florenz wird das Ziel von Bildungsreisen und Teil Italiens. Florenz war zwischen 1865 und 1871 die Hauptstadt Italiens.
Kirchen
Bildungsreisen
- Romanisch: Baptisterium San Giovanni (11./12. Jahrhundert), San Miniato al Monte (11. Jahrhundert)
- Romanisch-gotisch: Dom Santa Maria del Fiore (12.–14. Jahrhundert), Orsanmichele (1337)
- Gotisch: Santa Maria Novella, Santa Croce (mit Grabmälern von Dante, Michelangelo, Galileo Galilei, Machiavelli u.a.), Basilica di San Lorenzo (390 gegründet, 1425 von Brunelleschi umgebaut) und die Medici-Kapelle, beides mit den Grabmälern der Medici)
Medici
Medici
Medici
Medici
Paläste
Mittelalter
- Bargello (Palazzo del Podestà)
- Palazzo Davanzati
- Palazzo Vecchio
Renaissance
- Uffizien
- Palazzo Medici Riccardi
- Palazzo Pitti
- Palazzo Rucellai
- Palazzo Strozzi
Weitere Sehenswürdigkeiten
- Biblioteca Medicea Laurenziana nach Plänen von Michelangelo
- Florentiner Dom
- Giotto's Campanile
- Baptisterium San Giovanni mit Paradiespforte
- Ponte Vecchio
- Universität (1321)
- Accademia dell' Arte del Disegno
- Uffizien
- Palazzo Pitti und Boboli-Garten, dahinter der Belvedere mit seinem Blick über die Stadt
- Nationalmuseum im Bargello
- Archäologisches Museum
- Nationalbibliothek
- Institut und Museum für Wissenschaftsgeschichte
- Santa Maria Maddalena dei Pazzi
- San Marco
- San Miniato al Monte
Wirtschaft
- Fremdenverkehr
- Kunstgewerbe (Schmuck-, Leder- und Strohverarbeitung)
Kulinarisch ist Florenz auch für die Produktion von Cantuccini bekannt.
Sport
Florenz beheimatet den bekannte Serie A-Verein AC Fiorentina.
Berühmte Florentiner
- Girolamo_Savonarola († 1498), Dominikanerprior, Bußprediger
Söhne und Töchter der Stadt
Viele Päpste, Schauspieler, Schriftsteller wurden in Florenz geboren, siehe Söhne und Töchter von Florenz.
Galerie
Bild:Florence_Dome.JPG|Innenansicht der Kuppel des Florenzer Doms
Bild:Paradies_tuer_florenz.jpg|Die Paradiestür des Battisterio San Giovanni
Bild:Palazzo_pitti.jpg|Gartenfassade des Palazzo Pitti
Bild:Raub_der_sabinerin.jpg|Raub der Sabinerin in der Loggia dei Lanzi
Bild:Piazza_della_republica.jpg|Piazza della Repubblica, vom Cafe des Kaufhauses 'La Rinascente' aus gesehen
Bild:Ponte_vecchio_arno_piazzale_michelangelo.jpg|Ponte Vecchio – Richtung San Miniato
Bild:Dom_front.jpg|Dom
Bild:Loggia_dei_lanzi2.jpg|Loggia dei Lanzi
Weblinks
- [http://www.aboutflorence.com/florenz Reiseführer Über Florenz: Informationen über die Stadt Florenz] (Deutsch/English/Italian)
- [http://www.compart-multimedia.com/virtuale/us/florence/florence_italy.htm Florence: Virtual travel in the city of Renaissance] (English/Italian)
- [http://www.comune.firenze.it/ Offizielle Site der Stadt (ital., engl.)]
- [http://www.oxp.de/Album/69_6 Foto-Galerie]
- [http://www.doroundjuergen.de/Florenz/palazzi.htm Private Website mit Fotos von Renaissance-Palästen]
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Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie:Hauptstadt in Italien
Kategorie:Ort in der Toskana
ja:フィレンツェ
ko:피렌체
22. Februar
Der 22. Februar ist der 53. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 312 Tage (in Schaltjahren 313 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1142 - Das Kloster Roßleben (Thüringen) erhält Bestätigungsurkunde durch Papst Innozenz II. (siehe auch Klosterschule Roßleben)
- 1371 - Großbritannien. Robert Stuart wird König von Schottland.
- 1819 - USA. Spanien verkauft Florida an die USA.
- 1894 - Honduras. Policarpo Bonilla wird Staatspräsident.
- 1901 - Ausschluss des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi aus der russisch-orthodoxen Kirche wegen "blasphemischer Äußerungen". Es kommt zu Menschenaufläufen und Demonstrationen für Tolstoi in Moskau und St. Petersburg.
- 1943 - Die Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst von der Widerstandsgruppe Weiße Rose werden von Roland Freisler zum Tode verurteilt und im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet.
- 1952 - Nicaragua wird Mitglied in der UNESCO.
- 1967 - Jamaika. Premierminister Alexander Bustamante tritt zurück.
- 1972 - Scheich Khalifa übernimmt die Staats- und Regierungsgewalt in Katar
- 1993 - Tschechien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1995 - Burundi. Antoine Nduwayo wird neuer Staatspräsident.
- 1995 - Die Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP) wird rechtskräftig verboten.
- 1996 - Papst Johannes Paul II. gibt das Dekret Universi Dominici Gregis über die Papstwahl heraus.
- 1996 - Frankreich. Staatspräsident Jacques Chirac gibt die Abschaffung der Wehrpflicht bekannt.
- 1999 - Brüssel, Belgien. Über 10.000 Bauern demonstrieren gegen die geplante Agrarreform der EU.
- 2002 - Angola. UNITA-Führer Jonas Savimbi wird erschossen.
- 2003 - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 nach Richter entlang des Rheins zwischen Basel und Freiburg mit Epizentrum bei Straßburg erschüttert die Rheinregion und richtet geringen Schaden im Elsass an.
- 2005 - George W. Bush besucht Deutschland.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1607 - Uraufführung der Oper "L’Orfeo" (Orpheus) von Claudio Monteverdi im Palazzo ducale in Mantua.
- 1722 - Uraufführung der Oper "Griselda" von Giovanni Bononcini am King's Theatre in London.
- 1734 - Uraufführung der Oper "The tragedy of Chrononhotonthologos" von Henry Carey in London.
- 1825 - Uraufführung der Oper "Der Holzdieb" von Heinrich Marschner an der Hofoper in Dresden.
- 1929 - Uraufführung der Operette "Rosen aus Florida" von Leo Fall in Wien.
- 1936 - Uraufführung der Oper "Judith" von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm.
- 1948 - Uraufführung des musikalischen Dramas "Die Nachtschwalbe" von Boris Blacher in Leipzig.
- 1998 - Der brasilianische Regisseur Walter Salles gewinnt den Goldenen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin.
Religion
- 1940 - Tenzin Gyatso wird im Alter von 4½ Jahren als der XIV. Dalai Lama inthronisiert.
Katastrophen
- 1890 - Der Walnut-Grove-Staudamm in Arizona, USA, bricht. Durch die Flutwelle kommen zwischen 50 und 150 Menschen um.
- 1960 - Schlagwetterexplosion auf dem Karl-Marx-Schacht I in Zwickau - 123 Tote.
- 2005 - Erdbeben der Stärke 6,4 mit Epizentrum in Sarand (Iran) - 420 Tote.
- 2005 - Nach anhaltenden Schneefällen sind bei mehreren Lawinen im pakistanischen und indischen Teils Kaschmirs sowie Afghanistan mehr als 1000 Menschen getötet worden.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1997 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Troy Roberts in der Sporthalle Wandsbek, Hamburg, Deutschland, durch KO
Geboren
Deutschland
Deutschland
Deutschland
Deutschland
- 1161 - Innozenz III., Papst 1198-1216
- 1403 - Karl VII. (Frankreich), König von Frankreich
- 1440 - Ladislaus Postumus, Herzog von Österreich, König von Böhmen und als Ladislaus V. König von Ungarn
- 1455 - Johannes Reuchlin, deutscher Philosoph und Humanist
- 1567 - Erich Hedemann, deutscher Jurist
- 1645 - Johann Christoph Bach d. Ä., Onkel von Johann Sebastian Bach
- 1723 - Peter Anich, Pionier der Hochgebirgskartographie
- 1732 - George Washington, erster US-amerikanischer Präsident
- 1749 - Johann Nikolaus Forkel, deutscher Musiker und Musikhistoriker
- 1760 - Sophie von Sachsen-Hildburghausen, Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld
- 1761 - Erik Tulindberg, Komponist
- 1785 - Jean Peltier, französischer Physiker
- 1788 - Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph
- 1793 - Friedrich Harkort, deutscher Unternehmer und Politiker
- 1796 - Adolphe Quetelet, belgischer Mathematiker, Statistiker und Astronom
- 1810 - Frédéric Chopin, polnischer Komponist und Pianist
- 1817 - Carl Wilhelm Borchardt, deutscher Mathematiker
- 1817 - Ottilie Wildermuth, deutsche Schriftstellerin
- 1817 - Niels Wilhelm Gade, dänischer Komponist und Dirigent
- 1821 - Ludmilla Assing, deutsch-italienische Schriftstellerin
- 1822 - Adolf Kussmaul, deutscher Arzt und medizinischer Forscher
- 1840 - August Bebel, Führer der Arbeiterbewegung, sozialdemokratischer Politiker
- 1843 - Alexander Schnütgen, deutscher Theologe, Priester, Kunstsammler
- 1857 - Heinrich Rudolf Hertz, deutscher Physiker
- 1857 - Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung
- 1861 - Hans Schöttler, deutscher protestantischer Geistlicher
- 1861 - Marie von Miller, deutsche Malerin und die Ehefrau von Oskar von Miller
- 1864 - Jules Renard, französischer Schriftsteller
- 1865 - Otto Modersohn, deutscher Maler
- 1876 - Ita Wegman, Mitbegründerin der Anthroposophischen Medizin
- 1879 - Johannes Nicolaus Brønsted, dänischer Chemiker und Künstler
- 1882 - Eric Gill, britischer Bildhauer, Grafiker und Schriftentwerfer
- 1886 - Hugo Ball, Autor und Mitbegründer der Zürcher Dada-Bewegung
- 1887 - Savielly Tartakower, Schachspieler
- 1889 - Olave Baden-Powell, Mitbegründerin der Pfadfinderinnenbewegung
- 1893 - Lucien Buysse, belgischer Radrennfahrer
- 1900 - Luis Buñuel, spanischer Filmregisseur
- 1900 - Sean O'Faolain, irischer Schriftsteller
- 1902 - Fritz Straßmann, deutscher Chemiker
- 1903 - Frank Plumpton Ramsey, britischer Mathematiker und Logiker
- 1903 - Morley Callaghan, kanadischer Schriftsteller
- 1904 - Ernst Jakob Henne, deutscher Motorsportler († 2005)
- 1907 - Heinrich Schneider, deutscher Politiker im Saarland
- 1909 - Daniel Biasone, US-amerikanischer Unternehmer
- 1919 - Jiři Pauer, tschechischer Komponist
- 1921 - Giulietta Masina, italienische Schauspielerin
- 1921 - Jean-Bédel Bokassa, Präsident und später Kaiser der Zentralafrikanischen Republik
- 1922 - André Asriel, österreichisch-deutscher Komponist
- 1923 - Billy Mo, Jazz-Trompeter und Schlagersänger
- 1926 - Kenneth Williams, britischer Komiker
- 1927 - Florencio Campomanes, philippinischer Schachspieler und -funktionär
- 1932 - Edward Kennedy, US-amerikanischer Politiker
- 1933 - Peter Rohland, deutscher Liedermacher und Sänger
- 1936 - Ernie K-Doe, US-amerikanischer Sänger
- 1936 - Karin Dor, deutsche Schauspielerin
- 1936 - Martin Mußgnug, deutscher NPD-Politiker
- 1938 - Bobby Hendricks, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Rafael Hipólito Mejía Domínguez, Präsident der Dominikanischen Republik
- 1941 - Jürgen Nöldner, deutscher Fußballspieler (DFV)
- 1943 - Bill Barclay, britischer Musiker
- 1943 - Horst Köhler, deutscher Bundespräsident
- 1943 - Louise Lopez, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Jonathan Demme, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1945 - William Oliver Swofford, US-amerikanischer Sänger
- 1947 - Dieter Scholz, deutscher Politiker
- 1949 - Amin Maalouf, libanesisch-französischer Schriftsteller
- 1949 - Joachim Witt, deutscher Musiker
- 1949 - Manfred Deix, österreichischer Karikaturist und Cartoonist
- 1949 - Niki Lauda, österreichischer Pilot, Unternehmer und dreimaliger Formel 1-Weltmeister
- 1949 - Ray Dorey, britischer Musiker
- 1950 - Awn Shawkat Al-Khasawneh, jordanischer Diplomat und Jurist
- 1950 - Julius Erving, US-amerikanischer Basketballspieler der NBA
- 1950 - Miou-Miou, französische Filmschauspielerin
- 1952 - Thomas Wessinghage, deutscher Leichtathlet
- 1956 - Eva Bulling-Schröter, deutsche Politikerin und MdB
- 1959 - Kyle MacLachlan, US-amerikanischer Schauspieler
- 1964 - William Tanui, kenianischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1967 - Alf Poier, österreichischer Künstler und Stand-up Comedian
- 1968 - Bradley Nowell, Mitbegründer und Sänger/Gitarrist der US-amerikanischen Punk-Band Sublime
- 1968 - Jeri Ryan, US-amerikanische Schauspielerin
- 1970 - Wolfram Waibel junior, österreichischer Sportschütze
- 1972 - Claudia Pechstein, deutsche Eisschnellläuferin
- 1975 - Drew Barrymore, US-amerikanische Schauspielerin und Filmproduzentin
- 1975 - Thomas Meggle, deutscher Fußballspieler
- 1977 - Hakan Yakin, Schweizer Fußballspieler mit türkischer Herkunft
- 1981 - Jeanette Biedermann, deutsche Schauspielerin und Pop-Sängerin
- 1982 - Jenna Haze, US-amerikanische Pornodarstellerin
Gestorben
Jenna Haze
Jenna Haze
Jenna Haze († 1943)]]
Jenna Haze
- 606 - Sabinianus, Papst 604-606
- 1371 - David II. (Schottland), Sohn von Robert I. und dessen zweiter Gemahlin Elisabeth de Burgh
- 1512 - Amérigo Vespucci, italienischer Kaufmann und Seefahrer (Namensgeber Amerikas)
- 1550 - Francesco III. Gonzaga, ältester Sohn des Herzogs Federico II
- 1627 - Olivier van Noort, niederländischer Seefahrer
- 1629 - Hans Friedrich von Drachsdorf, Hofmarschall und Hauptmann
- 1671 - Adam Olearius, deutscher Schriftsteller und Diplomat
- 1721 - Johann Christoph Bach d.J., ältester Bruder des Johann Sebastian Bach
- 1780 - Francesco III. d'Este, Herzog von Reggio, Modena
- 1784 - Sophie Volland, Geliebte des französischen Philosophen Denis Diderot
- 1794 - Caspar Friedrich Wolff, deutscher Physiologe und Begründer der modernen Embryologie
- 1797 - Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen, Baron Münchhausen
- 1804 - Joseph Benda, böhmisch-deutscher Musiker
- 1806 - James Barry, britischer Maler
- 1822 - Ali Pascha Tepelena, Großgrundbesitzer und osmanischer Pascha
- 1827 - Charles Wilson Pealé, US-amerikanischer Porträt- und Landschaftsmaler
- 1837 - Juri Fjodorowitsch Lisjanski, russischer Marineoffizier und Entdecker
- 1875 - Charles Lyell, britischer Geologe
- 1875 - Jean-Baptiste Camille Corot, französischer Landschaftsmaler
- 1890 - Carl Bloch, dänischer Maler
- 1900 - Ernst Christian Carl Kruse, war Arzt und Politiker
- 1903 - Hugo Wolf, österreichischer Komponist
- 1912 - Richard Andree, deutscher Geograph und Ethnograph
- 1913 - Ferdinand de Saussure, Schweizer Sprachwissenschaftler
- 1913 - Francisco Madero, mexikanischer Revolutionär, Staatsmann und Präsident
- 1919 - Christian Dietrich, von 1897 1919 Leiter des schwäbischen Altpietismus
- 1919 - Perito Moreno, argentinischer Geograph, Anthropologe und Entdecker
- 1939 - Antonio Machado, spanischer Lyriker
- 1943 - Christoph Probst, Mitglied der Weißen Rose
- 1943 - Hans Scholl, deutscher Widerstandskämpfer in der Zeit des Dritten Reiches
- 1943 - Sophie Scholl, deutsche Widerstandskämpferin im Dritten Reich
- 1953 - Albertine Assor, deutsche baptistische Diakonisse
- 1959 - Robert Noorduyn, Pilot und Flugzeugkonstrukteur
- 1967 - Fritz Erler, deutscher Politiker
- 1969 - Johannes Dieckmann, Präsident der DDR-Volkskammer
- 1971 - Rudolf Mauersberger, deutscher Komponist und Kreuzkantor
- 1975 - Adolf Hennecke, deutscher Bergmann
- 1976 - Michael Polanyi, ungarisch-britischer Chemiker und Philosoph
- 1978 - Harold Glen Borland, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1980 - Oskar Kokoschka, österreichischer Maler und Schriftsteller
- 1981 - Guy Butler, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1983 - Adrian Boult, englischer Dirigent
- 1983 - Romain Maes, belgischer Radrennfahrer
- 1985 - Efrem Zimbalist, US-amerikanischer Geigenvirtuose russischer Herkunft, Komponist, Dirigent und Musikpädagoge
- 1987 - Andy Warhol, Künstler der Pop-Art
- 1987 - Hildegard Domizlaff, deutsche Bildhauerin, Holzschnitt- und Schmuckkünstlerin
- 1989 - Otar Taktakischwili, georgischer Komponist
- 1989 - Sándor Márai, ungarischer Schriftsteller
- 1991 - Ladislav Fialka, tschechischer Mime und Clown
- 1992 - Tadeusz Lomnicki, polnischer Schauspieler
- 1994 - Hans Hürlimann, Schweizer Politiker
- 1994 - Lore Lorentz, deutsche Kaberettistin
- 2000 - Dieter Borkowski, deutscher Schriftsteller, Journalist und Historiker
- 2000 - Hubert Aratym, österreichischer Maler
- 2001 - Evelyn Holt, deutsche Schauspielerin
- 2002 - Barbara Valentin, deutsche Schauspielerin
- 2002 - Chuck Jones, US-amerikanischer Comiczeichner und Filmregisseur
- 2002 - Jonas Savimbi, angolanischer Politiker und Rebellenführer
- 2003 - Daniel Taradash, US-amerikanischer Autor
- 2003 - Kurt Gscheidle, deutscher Politiker
- 2004 - Rolf Gillhausen, deutscher Journalist
- 2005 - Simone Simon, französische Schauspielerin
- 2005 - Zdzislaw Beksinski, polnischer Maler und Grafiker
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Kathedra Petri (katholisch)
- Washingtons Geburtstag (USA) (wird allerdings seit der Reform immer am 3. Montag im Februar als President's Day gefeiert)
- Nordfriesischer Feiertag (Petritag)
- Thinking Day
Siehe auch
- 21. Februar - 23. Februar
- 22. Januar - 22. März
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0222
ja:2月22日
ko:2월 22일
simple:February 22
th:22 กุมภาพันธ์
Sevilla
Sevilla ist eine Stadt in Südspanien. Sie ist die Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla. Nach der Legende wurde die Stadt von dem griechischen Helden Herkules gegründet. Die Einwohner der Stadt werden als Sevillanos bezeichnet.
Die Stadt ist ein Industrie- und Handelsplatz ersten Ranges und wichtiges Touristenzentrum. Sevilla liegt zu beiden Seiten des bis hierhin schiffbaren Guadalquivir, in einer weiten, fruchtbaren und wohlangebauten Ebene. Mit ihren zahlreichen Türmen bietet Sevilla von allen Seiten einen imposanten Anblick. Die eigentliche Stadt nimmt das rechte Ufer des Guadalquivir ein und ist von den Vorstädten Los Humeros, Cesteria, Baratillo, Carreteria, Resolana mit dem großen Hospital La Caridad, San Bernardo, San Roque y la Calzada und Macarena mit dem Hospital de la Sangre umgeben. Von der alten, mit 66 Türmen versehenen Ringmauer, die die innere Stadt umgab, sind nur noch Reste vorhanden. Am linken Ufer des Flusses breitet sich noch die große Vorstadt Triana aus.
Sevilla ist die 4. größte Stadt Spaniens
Spanien
Sehenswürdigkeiten
Die Altstadt wird von einem Labyrinth enger Gassen dominiert. Als größere, regelmäßige Plätze sind erwähnenswert: die Plaza de San Francisco oder der Konstitutionsplatz, der hinter demselben angelegte Platz mit Prachtbauten, die Plaza del Duque mit schöner Promenade, die Plaza de la Encarnación, der Museumsplatz mit Bronzestatue Murillos und der Quemadero, wo die Autodafees stattfanden. Die belebteste Straße ist die schlangenartig gewundene Calle de Sierpes. Unter den Häusern sind zahlreiche palastartige, meist im altrömischen Stil erbaute mit schönen marmorgetäfelten Höfen; im übrigen herrscht in der Altstadt die orientalische Bauart vor. Insofern weisen die Gebäude fast durchgängig Flachdächer auf und sind dabei selten höher als zwei Stockwerke. Die Vorstadt Triana ist seit 1852 durch eine eiserne Brücke mit der eigentlichen Stadt verbunden. Sevilla hat zahlreiche öffentliche Brunnen, welche meist durch den unter dem Namen Canos de Carmona bekannten, aus 410 Bogen bestehenden antiken Aquädukt (von Julius Cäsar erbaut) mit Wasser versehen werden, und mehr als 74 Kirchen.
Unter den Gebäuden ist zunächst hervorzuheben: die Kathedrale Maria de la Sede, eine der größten und schönsten gotischen Kirchen (1401-1519 an der Stelle einer ehemaligen Moschee erbaut), mit fünf Schiffen, zahlreichen, mit Kunstschätzen (Gemälden von Murillo, Velazquez, Zurbaran etc.) geschmückten Seitenkapellen, herrlichen Glasmalereien, einer Riesenorgel und vielen Grabmälern gekrönter und historischer Persönlichkeiten. Daneben steht die so genannte Giralda, ein 114m hoher viereckiger Glockenturm mit reichen, in gebrannten Steinen ausgeführten Ornamentmustern und 22 harmonisch gestimmten Glocken; nebst dem so genannten Orangenhof die einzigen Überbleibsel der ehemaligen Moschee. Die Giralda wurde 1196 von Abu Iussuf Iakub in der Höhe von 82 m erbaut; der weitere, 32 m hohe Aufsatz in durchbrochener Arbeit kam 1568 hinzu.
1568Ferner verdienen Erwähnung: der Alcázar oder maurische Palast mit prächtigen Sälen und Hallen und großen Gärten; die Börse, von Herrera erbaut, mit dem berühmten amerikanischen Archiv; das von Christoph Kolumbus' Sohn gegründete Colegio de San Telmo (ehemals Marineschule, jetzt Wohnung des Herzogs von Montpensier, mit vielen Kunstschätzen), die Casa de Pilatos. der Torre del Oro ("Goldturm"), ein zwölfeckiger Turm am Guadalquivir (Sitz der Hafenkapitänschaft); das oben erwähnte Hospital de la Sangre, mit schöner Fronte, und das von Murillo gestiftete, mit seinen Meisterwerken geschmückte Hospital de Caridad; das Teatro de San Francisco und der erzbischöfliche Palast. Der Stierkampfplatz ist ein ovales Amphitheater, welches 18.000 Menschen fasst, nächst dem Madrider das größte in Spanien.
Die Ibero-Amerikanische Ausstellung von 1929 hinterließ der Stadt vor allem den neu gestalteten Parque María Luisa mit der Plaza de España und der Plaza América.
Geschichte
Sevilla hieß im Altertum Hispalis und als römische Kolonie Colonia Romulensis. In Sevilla wurden 590 und 619 zwei Konzile (concilia Hispalensia) gehalten. Die Araber eroberten die Stadt 712 und machten sie zur Hauptstadt einer Provinz Išbīliya ( إشبيلية ), woraus sich der Name Sevilla ableitet. 844 wurde die Stadt von den Normannen zerstört. Nach dem Sturz des Kalifats von Córdoba etablierte sich in Sevilla die Taifendynastie der Abbadiden, die die Stadt in ihre erste Glanzperiode führten. 1091 kam sie in den Besitz der berberischen Almoraviden, die 1147 von den Almohaden abgelöst wurden. Am 22. November 1248 wurde sie nach einmonatiger Belagerung von Ferdinand III. von Kastilien erobert und blieb seitdem im Besitz der christlichen Spanier. Ihre zweite Glanzperiode fällt in das 16. und 17. Jahrhundert, als sie Hauptumschlagplatz des spanischen Seehandels und Zentrum der spanischen Kunst, namentlich der Malerei, war. Doch sank der Gewerbfleiß, als mit der Zeit ca. 300.000 Mauren in die muslimischen Gebiete nach Granada und Nordafrika auswanderten. Die bedeutende Stellung im Handel mit Amerika verlor Sevilla durch das Emporkommen des von den Bourbonen begünstigten Cádiz. 1729 wurde hier ein Friedens- und Freundschaftsvertrag zwischen Spanien, Frankreich und England abgeschlossen, welchem später auch Holland beitrat. Hier bildete sich am 27. Mai 1808 die spanische Zentraljunta, die sich am 1. Februar 1810 nach Cádiz zurückzog. Auch die Cortes flüchteten, als sie 1823 Madrid verließen, hierher und entführten den König von hier nach Cádiz.
Sonstiges
Cortes
Sevilla wird allgemein als der Geburtsort der Flamenco-Musik bezeichnet.
Sevilla war Gastgeber der Weltausstellung (Expo) 1992. Die zu diesem Anlass gebaute Alamillo-Brücke über den Guadalquivir stammt von dem spanischen Architekten Santiago Calatrava.
Die wichtigsten Feste, die jeweils für eine Woche das Leben der Stadt bestimmen, sind die Semana Santa (Karwoche) und die Feria de Sevilla.
Die wichtigsten Fußballmannschaften sind die in der Primera División spielenden FC Sevilla und Betis Sevilla.
Sevilla kulinarisch
Sevilla ist Ursprung der Tapas, kleine Spezialitäten, die meistens vor der Hauptmahlzeit gegessen werden, so gegen Mittag 12.00. Sie bestehen hauptsächlich aus Fisch und Fleischspezialitäten. Süße Spezialitäten aus Sevilla sind z.B. Pestiños, Cortadillos, Tortas de Aceite, Torrijas. Fast alle Spezialitäten finden ihren Ursprung in maurischen Rezepturen.
Söhne und Töchter der Stadt
- Vicente Amigo, spanischer Flamenco-Gitarrist
- Gustavo Adolfo Bécquer, spanischer Schriftsteller
- Bartolomé de Las Casas, Dominikaner und Jurist in den spanischen Kolonien in Amerika
- Francisco Correa de Arauxo, bedeutender andalusischer Organist und Komponist an der Grenze zwischen Renaissance und Barock
- Francisco de Herrera der Ältere, spanischer Maler
- Heinrich II. (Kastilien), illegitimier Sohn von Alfons XI.
- Antonio Machado, spanischer Lyriker
- Felipe González, spanischer Rechtsanwalt und Politiker
- Vicente Aleixandre, spanischer Lyriker und Nobelpreisträger
- Bartolomé Esteban Murillo, spanischer Barock-Maler
- Lope de Rueda, einer der ältesten dramatischen Dichter Spaniens
- Juan de Saavedra, spanischer Konquistador
- Antonio de Ulloa, spanischer Gelehrter und Admiral
- Paz Vega, spanische Filmschauspielerin
Weblinks
- [http://www.turismo.sevilla.org/paginas/turistas/portada/portada.asp Informationen für Touristen]
- [http://www.travel-impressions.de/andalucia/sevilla.htm Sevilla Fotos]
Bild:sevilla_kathedrale.jpg|Sevilla, Kathedrale
Bild:sevilla_kathedrale_innenansicht.jpg|Sevilla, Kathedrale, Innenansicht
Bild:sevilla_plaza_espana.jpg|Sevilla, Plaza de España
Bild:sevilla_innenstadt.jpg|Sevilla, Innenstadt
Bild:sevilla_reales_alcázares.jpg|Sevilla, Reales Alcázares
Bild:sevilla_reales_alcázare_innenhof.jpg|Sevilla, Reales Alcázares, Innenhof
Bild:sevilla_torredeloro_goldturm.jpg|Sevilla, Torre del Oro
Kategorie:Ort in Andalusien
Kategorie:Weltkulturerbe
ja:セビリャ
simple:Seville
Spanien
Das Königreich Spanien (amtlich spanisch Reino de España, katalanisch Regne d'Espanya, galicisch Reino de España, baskisch Espainiako Erresuma) liegt im Südwesten Europas und nimmt den größten Teil der Iberischen Halbinsel ein.
Geographie
Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der iberischen Halbinsel, von der Spanien sechs Siebtel einnimmt. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren, im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. Spanien ist das drittgrößte Land Europas.
In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán und die Islas Columbretes. Die Zugehörigkeit der Insel Perejil ist zwischen Marokko und Spanien nicht geklärt.
Der höchste Berg Spaniens ist mit 3.718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört.
Die Städte Ceuta und Melilla liegen in Nordafrika und grenzen an das Mittelmeer sowie Marokko. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Vares, der westlichste das Kap Toriñana, beide in Galicien, der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa, der östlichste das Kap de Creus. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1020 km.
Die Nordküste Spaniens verläuft fast in gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña (spanisch La Coruña) bedeutendere Vorsprünge nach Norden.
Gegenüber den übrigen Küsten des Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit und schlechte Zugänglichkeit aus.
Ursächlich hierfür ist, dass hier die Gebirge fast überall dicht ans Meer heranrücken. Zugänglich sind diese Küstenabschnitte nur an den Mündungen der Flüsse und der tief in das Land einschneidenden Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste von Galicien häufig auftreten.
Auch die Westküste Spaniens trägt im Ganzen diesen Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da hier die Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im Hintergrund der Rias gewöhnlich Ebenen befinden.
A Coruña
Charakteristisch für die Süd- und Ostküste sind dagegen eine Anzahl weiter, flacher Meerbusen und dazwischen befindliche, in felsige Vorgebirge endende Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind zugänglicher als die Nord- und Westküste. Die wichtigsten Buchten der Südküste sind von Westen nach Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der Ostküste die Bahía von Alicante und der Golf von Valencia.
Die größten Flüsse Spaniens sind der Duero, der Tajo und der Ebro.
Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:
- Vegetation des feuchten Spanien: Eichen, Buchen
- Vegetation des trockenen Spanien: immergrüne Eichen (Steineichen, Korkeichen), Pinien
- Vegetation der Gebirge je nach Höhe: Steineichen, Korkeichen, Eichen, Kastanien, Wiesen, Tundra
Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau.
Bevölkerung
Sprachen
In Spanien werden überwiegend Spanisch (Español/Castellano, "Kastilisch"), Katalanisch (Català) und Galicisch (Gallego), sowie das Baskische (Euskara) gesprochen.
Die spanische Sprache ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei nur in den entsprechenden Autonomen Regionen diesen Status genießen.
Ferner wird in der Autonomen Region València eine Variation des Katalanischen, Valencianisch (Valencià), und auf den Balearen wird eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquin (Mallorquí/Balear), gesprochen.
Daneben existieren einige Minderheitensprachen, welche von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden. Zu diesen zählt Asturisch-Leonesisch (Bable), Aragonesisch (Fabla aragonesa) und Aranesisch. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight, in Olivenza (Extremadura) wird noch teilweise Portugiesisch gesprochen.
Portugiesisch
Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig.
Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerungsmasse sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel.
In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich.
In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt; Spanisch darf dort jedoch von allen Studenten in Unterricht und Klausuren benutzt werden.
Religion
Spanien ist ein vorwiegend katholisches Land. 92 % der Bevölkerung (Stand: 2000) gehören offiziell der römisch-katholischen Kirche an. Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociológicas im Jahr 2002 gaben hingegen nur 80 % der Befragten an, Katholiken zu sein. 12 % bezeichneten sich als nicht religiös. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages zwischen diesem und dem Heiligen Stuhl. Da also in Spanien die katholische Kirche nicht aus direkt entrichteten Steuern der Gläubigen finanziert wird, bringt ein offizieller Kirchenaustritt somit keine finanziellen Vorteile. Innerhalb der katholischen Kirche gibt es die in sich sehr stark geschlossene Gruppierung Opus Dei.
Die Muslime machen 0,5 %, die Protestanten 0,3 % der Bevölkerung aus. Juden, Angehörige anderer Konfessionen und Konfessionslose stellen 7,2 % der Bevölkerung.
Siehe auch: Katholische Kirche in Spanien, Islam in Spanien, Protestantismus in Spanien, Judentum in Spanien
Größte Städte
Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2004)
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Spaniens
Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Kelten und die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist.
Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an; die berühmteste von ihren Kolonien war Cádiz (Gades). Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (phönizisch "Küste der Klippschliefer"; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Geprägt wurde das Land auch durch die jahrhundertelange arabische Vorherrschaft, deren Erbe sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache niedergeschlagen hat. Mit der Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel (Wiedereroberung - Reconquista) und der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf.
Politik
Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Juan Carlos I. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte.
Thronfolger ist Prinz Felipe de Borbón y Grecia, der gleichzeitig den Titel Fürst von Asturien (Príncipe de Asturias) trägt. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid.
Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt. Darüber hinausgehende Funktionen des Königs sind die Bestätigung von Gesetzen und die Ernennung und die Entlassung des Regierungschefs.
Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament (Cortes Generales). Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) und den Senat (Senado). Die 350 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl für vier Jahre gewählt. Der Senat besteht aus 259 Sitzen. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewählt und die restlichen 51 von den Parlamenten der autonomen Regionen bestimmt. Senatoren werden für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt.
Der Ministerpräsident (Presidente del Gobierno, wörtlich übersetzt "Regierungspräsident") und die Regierungsmitglieder werden vom Abgeordnetenhaus gewählt.
Derzeitiger Ministerpräsident ist José Luis Rodríguez Zapatero vom sozialdemokratischen Partido Socialista Obrero Español (PSOE). Sitz des Regierungspräsidenten ist der Palacio de la Moncloa in Madrid.
Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der Europäischen Union (bis 1992: „Europäische Gemeinschaft“).
Siehe auch: Politische Parteien in Spanien, Liste der spanischen Ministerpräsidenten,
Baskische Befreiungsbewegung Euskadi Ta Askatasuna (ETA)
Autonome Regionen
Hauptartikel: Autonome Regionen Spaniens
Spanien gliedert sich administrativ in 17 autonome Regionen oder Gemeinschaften (Comunidades Autónomas), vergleichbar den deutschen Bundesländern, und in die zwei autonomen Städte Ceuta und Melilla.
Die autonomen Regionen selbst gliedern sich ihrerseits in insgesamt 50 (52 mit Ceuta und Melilla) Provinzen (provincias), die fast alle nach ihrem jeweiligen Verwaltungssitz benannt sind.
Kämpfe gibt es u. a. um die Autonomie des Baskenlandes, deren blutige Form die ETA betreibt. Katalonien strebt auf politischem Wege die Unabhängigkeit an.
Wirtschaft
Währung
Die Währung in Spanien ist seit dem 01.01.1999 der Euro. Der Umtauschkurs zur vorigen Währung, den Peseten, pesetas (PTS), beträgt: 1€ = 166,386 PTS bzw. 1 PTS = 0,6010 €-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren Gütern die nicht allzu häufig gekauft werden wie Autos oder Wohnungen. Als großzügig abkürzende Größenordnung werden hierbei gerne Millionen PTS, Million Pesetas verwendet: so kostet z.B. eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio. PTS oder ein Auto 2 Mio. PTS. 1.000.000 PTS entsprechen 6.010,12 €, also rund 6.000 €.
500 Peseten entsprechen ziemlich genau 3,0051 Euro. Daher kann mit Dividieren durch 500 und anschließendem Multiplizieren mit 3 recht einfach von Peseten auf Euro umgerechnet werden. Umgekehrt können Euro durch Dividieren mit 3 und anschließendem Multiplizieren mit 500 einfach auf Peseten umgerechnet werden.
In Gesprächen wird gelegentlich noch die Währungseinheit Duro benutzt. Ein Duro entspricht 5 Peseten, also ungefähr 3 Cent. Um von Euro auf Duro umzurechnen, reicht es, den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschließend zwei Nullen anzuhängen (oder mit 100 multiplizieren).
Bruttosozialprodukt
Das Bruttosozialprodukt beträgt 596,5 Mrd. US$ bei einer Wachstumsrate von 2,0 %. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf beträgt 14.580 US$.
Das Bruttoinlandsprodukt wird
- zu 66% mit Dienstleistungen,
- zu 30% von der Instustrie und
- zu 3% durch die Landwirtschaft erwirtschaftet.
Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt betragen 0,96%. Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,4%, die Inflationsrate bei 3,1%.
Die Staatseinnahmen von 274,6 Mrd. € setzen sich
- zu 29% aus der Einkommensteuer,
- zu 35% aus der Körperschaftssteuer zusammen.
Die Staatsausgaben betragen 275,2 Mrd. €, das Haushaltsdefizit beträgt 0,3% des Bruttoinlandsprudukts.
Landwirtschaft
36% der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, Bewässerungsfeldbau wird auf ca. 20,1% der Anbaufläche betrieben. 144 000 km² der Landesfläche sind bewaldet.
In Spanien werden folgende Agrarprodukte hergestellt: Getreide (vor allem Weizen und Reis), Gemüse, Oliven, Weintrauben, Zuckerrüben, Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen, Fleisch (Schaf, Ziege, Kaninchen, Geflügel), Milchprodukte (z.B. Manchego-Käse), Seefisch und Meeresfrüchte.
Infrastruktur
Straßennetz
Spanien verfügt über ein gut ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz von 663.795 km Länge. Das Straßennetz ist zum allergrößten Teil befestigt. Das Fernstraßennetz umfasst Nationalstraßen, carreteras nacionales, und Autobahnen, den sogenannten autovías (gebührenfrei) und autopistas (mautpflichtig, de peaje). An den Zahlstellen der gebührenpflichtigen autopistas kann mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden.
Teilweise verlaufen gebührenpflichtige Autobahnabschnitte parallel zu gebührenfreien. Rund um Ballungszentren gibt es meist gebührenfreie autopistas, viele Fernverbindungen sind gebührenpflichtig.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt:
- innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h
- auf Landstraßen 90 km/h
- auf Landstraßen mit einem Randstreifen von mindestens 1,5 m Breite oder einer zusätzlichen Fahrspur 100 km/h
- auf den Autobahnen 120 km/h
Seit Sommer 2005 werden in Spanien Geschwindigkeitskontrollen mit stationären Radargeräten durchgeführt.
In geschlossenen Ortschaften nachts immer mit Abblendlicht fahren. Vorsicht beim Einfahren in Autobahnen: hier gilt zwar wie im deutschen Sprachraum „Vorfahrt gewähren“, jedoch wird einfahrenden Autofahrern meist nicht Platz zum Einscheren eingeräumt.
Für Linksabbieger gibt es gelegentlich eine Art „Wartespur“ in der Mitte der Straße, von dieser Wartespur kann dann nach rechts in auf die Fahrspur eingeschert werden.
Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten gesetzlich vorgeschrieben. Diese müssen bei Unfällen und Pannen getragen werden. Reservebirnen und zwei rote Warndreiecke müssen ebenso im Kraftfahrzeug sein. Grüne Versichertenkarten sind zwar nicht Pflicht, aber empfehlenswert, da die Polizei mit ihnen vertraut ist.
In den letzten Jahren hat die Zahl der PKW und die Verstädterung in Spanien stark zugenommen. In Spanien gibt es 467 KFZ/ 1000 Ew. 78% der Bevölkerung leben in Städten; die Bevölkerungsdichte beträgt 82 Ew/km².
Vielerorts herrscht auch durch die engen Straßen akute Parkplatznot. Eine durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Die lokale Polizei besitzt oftmals eigene Abschleppwagen. Die Parkgebühren in Ballungsräumen liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen Raum. In manchen Ballungsräumen (Madrid, Barcelona) sind die Straßennetze gerade im Berufsverkehr örtlich überfordert; teilweise gibt es Verkehrsleitsysteme wie in Valencia (Stadt).
Fahrrad
Fahrradfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche Betätigung aufgefasst; als Verkehrsmittel wird das Fahrrad selten genutzt. Fahrradfahrer sind im Straßenverkehr rechtlich nicht besser gestellt, wie dies beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Fahrradwege sind meist nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt. Die einzelnen Radwege sind oftmals nicht miteinander verknüpft.
Fernbusnetz
Spanien verfügt über ein sehr gut ausgebautes Busnetz. In kleinen und großen Städten gibt es spezielle Busbahnhöfe. Das Busnetz verbindet insbesondere kleinere Städte und Dörfer, aber es gibt auch überregionale Linien und internationale Verbindungen. Busfahren ist in Spanien vergleichsweise billig.
Schifffahrt
Auf 1045 km Kanälen und Flüssen ist Binnenschiffahrt möglich.
Die größten Seehäfen sind Barcelona, Valencia, Bilbao, Gijón und Santa Cruz de Tenerife. Zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen gibt es eine Reihe von Fährverbindungen.
Bahnnetz
Das Bahnnetz (traditionell Breitspur) der staatlichen Eisenbahngesellschaft RENFE wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE, ungefähr 525 km Streckennetz) ergänzt. Das Fernverkehrssystem wird Grandes Líneas genannt, der AVE ist hiervon ausgenommen. Die RENFE betreibt in den Ballungszentren lokale S-Bahn-Netze, die sogenannten Cercanías.
In folgenden Regionen gibt es Cercanías-Netze: Asturias, Barcelona, Bilbao, Cádiz, Madrid, Málaga, Murcia/ Alicante, Santander, San Sebastián, Sevilla und Valencia. Schmalspurstrecken werden von regionalen Gesellschaften betrieben.
Die spanischen Fernverkehrszüge der Grandes Líneas werden in Tag- und Nachtzüge unterschieden. Tagzüge sind der Alaris, Altaria, Arco, Euromed, Talgo, Intercity und Diurno. Nachtzüge sind der Trenhotel und Estrella. Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf festgelegten Strecken. Eine Klassifizierung nach der Zug-Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum gibt es in Spanien nicht. Fahrkarten werden nicht für eine Strecke, sondern für ein Produkt verkauft.
Die Tagzüge haben haben Raucher- und Nichtraucherplätze und einen Speisewagen. Es gibt Sitzplätze erster und zweiter Klasse. Die erste Klasse wird als Preferente und die zweite Klasse als Túrista bezeichnet. In der ersten Klasse werden kostenlos Zeitungen, Essen und Getränke gereicht. Während der Fahrt werden Kinofilme gezeigt.
Die Nachtzüge verfügen über die ersten Klassen Gran Clase und Preferente und die zweite Klasse Túrista/ Litera. Die Züge haben eine Cafetería bzw. ein Restaurant. Die erste Klasse besteht aus Schlafwagen und hat ein Bad bzw. eine Waschgelegenheit. Die zweite Klasse des Trenhotel hat Vierbett-Abteile, die zweite Klasse des Estrella Sechs-Sitz-Abteile.
Tickets für Fernverkehrszüge beinhalten eine Sitzplatzreservierung; der Zug kann ohne gültiges Ticket nicht betreten werden. Seit den Terroranschlägen in Madrid im März 2004 werden beim Einstieg Gepäckkontrollen ähnlich wie an Flughäfen durchgeführt.
In den Fernverkehrsbahnhöfen finden sich Schalter für den Vorverkauf, die venta anticipada und den Kauf mit sofortigem Fahrantritt. Fahrkarten für den Regional- und den Fernverkehr müssen getrennt gekauft werden. Für den Fernverkehr ist es bedingt durch die Reservierungspflicht sinnvoll, Tickets im Voraus zu kaufen. Dies ist auch über das Internet möglich; die Tickets müssen teilweise am Bahnhof abgeholt werden.
Die Städte Barcelona, Bilbao, Madrid und Valencia verfügen über U-Bahn- oder Metronetze, in Sevilla und Palma de Mallorca sind entsprechende Netze im Aufbau.
Einige Städte wie Alicante und Barcelona besitzen neu eröffnete Straßenbahnnetze.
Flughäfen
Rund 40 Städte verfügen über einen Flughafen für Verkehrsmaschinen.
Die größten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia, Spanair, Vueling und Air Europa.
Die Flughäfen von Madrid und Barcelona sind unter den Top 10 der Passagierzahlen der europäischen Flughäfen.
Zwischen den Flughäfen Madrid und Barcelona gibt eine Luftbrücke, puente aéreo: zwischen 07:00 und 23:00 starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche Flüge. Die puente aéreo wird von der spanischen Fluggesellschaft Iberia betrieben.
Kultur
- Literatur: Miguel de Cervantes, Tirso de Molina, Lope de Vega, Pedro Calderón de la Barca, Francisco de Quevedo, Rosalía do Castro, Federico García Lorca, Camilo José Cela, Javier Marías, Arturo Pérez-Reverte, Manuel Vázquez Montalbán, Miguel Delibes, José Zorrilla
- Musik: Flamenco, Manuel de Falla, Paco de Lucía, Joaquín Rodrigo, Pablo Sarasate
- Film: Pedro Almodóvar, Julio Médem, Luis Buñuel, Alejandro Amenábar, Alex de la Iglesia
- Malerei: Pablo Picasso, Salvador Dalí, Diego Velázquez, El Greco, Joan Miró, Francisco de Goya, Bartolomé Esteban Murillo
- Bildhauerei: Eduardo Chillida
- Architektur: Antoni Gaudí, Santiago Calatrava, César Manrique
Medien
Die meisten überregionalen Tageszeitungen erscheinen in der Hauptstadt Madrid: El País (durchschnittliche Auflage im Jahr 2003 ca. 561.000 Exemplare), El Mundo (379.000), ABC (346.000) und La Razón (205.000).
In Barcelona erscheinen La Vanguardia (240.000) und die wichtige regionale Zeitung El Periódico de Catalunya (221.000).
Von Bedeutung sind auch täglich erscheinende Sport-Medien wie Marca (549.000) und As (303.000), die meisten Spanier lesen Regionalzeitungen, fast jede größere Stadt im Land hat hier ein Angebot, beispielsweise Diario de Sevilla oder auch Diario de Mallorca.
Die staatliche Fernsehanstalt Televisión Española betreibt zwei Sender, TVE 1 und TVE 2.
Private TV-Programme sind Antena 3, Telecinco und Canal+.
Das Fernsehprogrammangebot wird durch regionale Fernsehsender abgerundet.
Im Bereich des digitalen Fernsehens gibt es die Angebote Digital+ und Auna.
Sport
Fußball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport.
Weitere Mannschaftssportarten sind Basketball, Handball und Volleyball, an den Universitäten erfreut sich außerdem Rugby großer Beliebtheit.
Der Motorsport, insbesondere Rallye (Carlos Sainz ist derzeit der bekannteste spanische Fahrer), Formel 1 (Fernando Alonso jüngster Weltmeister im Jahre 2005) und Motorradrennen (Dani Pedrosa) genießen die Aufmerksamkeit der Zuschauer.
Ein großes Radsportereignis ist die Vuelta, weitere international beachtete Rennen sind die Baskenland-Rundfahrt, die Katalonien-Rundfahrt und das Clásica San Sebastián.
Bedeutende Individualsportarten sind Tennis, Padel, ein relativ neues, dem Tennis ähnliches Spiel, und Golf.
Im Nordosten Spaniens und im Lande Valencia wird Pelota, der baskische Nationalsport, gespielt.
Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf, der nicht als Sportart angesehen wird. Nach Meinung seiner Anhänger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierquälerei nicht wert sei, in ihrer heutigen Form fortgeführt zu werden.
Nationale Feiertage
Der spanische Nationalfeiertag wird am 12. Oktober anlässlich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gefeiert (Día de la Hispanidad).
Am 6. Dezember wird die Annahme der Verfassung im Jahre 1978 (Dia de la Constitución) gefeiert.
- 1. Januar - Neujahr
- 6. Januar - Heilige Drei Könige und Epiphanias
- 19. März - St. Josef
- 1. Mai - Tag der Arbeit
- 12. Oktober - Nationalfeiertag (s.o.)
- 1. November - Tag aller Heiligen
- 6. Dezember - Tag der Verfassung
- 25. Dezember - Weihnachten
In den einzelnen Provinzen gibt es noch weitere Feiertage, so wird z. B. in Katalonien am 24. Juni St. Joan (spanisch St. Juan) gefeiert.
Weitere Themen
- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet
- Tourismus in Spanien
- Stierkampf
- Kfz-Kennzeichen (Spanien)
- Postleitzahl (Spanien)
- Portal:Spanien
- Spanische Küche
- Weinbau in Spanien
- Redewendung: Das kommt mir spanisch vor
Weblinks
20px Wiki-Portal Spanien
- WikiTravel-Eintrag zu [http://wikitravel.org/de/Spanien Spanien]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=157 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,,ESP,00.html Spiegel online / Jahrbuch / Spanien]
- http://www.guiadeayuntamientos.info/ - spanischsprachige Website mit Informationen über sämtliche spanische Gemeinden
- http://www.spanischebotschaft.de/ - Website der spanischen Botschaft in Deutschland
- http://www.proel.org/lenguas2.html - Informationen über die Sprachen in Spanien (auf Spanisch)
- http://www.ccape.es - Deutsche Handelskammer für Spanien
- http://www.cibera.de - cibera - Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika / Spanien / Portugal
Kategorie:Staat
Kategorie:Monarchie
Kategorie:Land in der EU
Kategorie:Mittelmeer
fiu-vro:Hispaania
ja:スペイン
ko:에스파냐
ms:Sepanyol
simple:Spain
th:ประเทศสเปน
zh-min-nan:Se-pan-gâ
NavigatorEin Navigator ist ein Offizier, der für die Navigation zuständig ist. Er kann Teil einer Schiffsbesatzung oder einer Flugzeugbesatzung sein. Insbesondere in der Luftfahrt ist der Beruf allerdings so gut wie ausgestorben, da die Flugzeuge für die Navigation mit Flight Management Systemen ausgestattet wurden, so dass die Piloten die Navigation ohne Unterstützung eines Navigators selbst ausführen können. Auf großen Schiffen hingegen findet man noch heute Navigatoren.
In den russischen Flugzeugen älterer Bauart ist der Navigator weiterhin an Bord und mit wesentlich mehr Kompetenzen ausgestattet als in westlichen Flugzeugen. Er kann hier dem Piloten Anweisungen geben, solange kein Luftnotfall auftritt, während in westlichen Flugzeugen der Navigator dem Piloten unterstellt ist.
Ausserdem wird der Begriff Navigator im Rundfunkstaatsvertrag für eine Software benutzt, die dem Nuzter von digitalem Rundfunk ermöglicht, zwischen verschiedenen Programmen zu navigieren.
Kategorie:Dienstleistungsberuf
Kategorie:Luftfahrtpersonal
Kategorie:Rundfunk
SeefahrerSeefahrer sind Menschen, Gruppen oder Völker, deren Leben hauptsächlich von der Seefahrt geprägt ist.
Bekannte Seefahrer und Seefahrerinnen
700 v. Chr. - 601 v. Chr.
- Kolaios von Samos, segelte im 7. Jhdrt v.Chr. erstmals über Gibraltar hinaus
600 v. Chr. - 501 v. Chr.
500 v. Chr. - 401 v. Chr.
- Hanno, Karthager, erforschte um 470 v. Chr. die zentralafrikanische Küste
- Himilkon, Karthager, erforschte um 480 v. Chr. Britannien
400 v. Chr. - 301 v. Chr.
- Pytheas, Grieche, fuhr zwischen 330 v. Chr. und 310 v. Chr. bis zum Polarkreis (Thule)
300 v. Chr. - 201 v. Chr.
200 v. Chr. - 101 v. Chr.
100 v. Chr. - 1 v. Chr.
0 - 99 n. Chr.
100 - 199
200 - 299
300 - 399
400 - 499
500 - 599
600 - 699
700 - 799
800 - 899
900 - 999
- Erik der Rote, Wikinger, besiedelte 985 Grönland
1000 - 1099
- Leif Eriksson, Wikinger, um 1000 erste Entdeckung Amerikas "Vinland"
- Freydis Eriksdottir, Wikingerin, um 1000 erste europäische Kapitänin in Amerika
1100 - 1199
1200 - 1299
- Vadino und Ugolino Vivaldi, Italiener, die Brüder versuchten 1291 als erste Afrika zu umsegeln und Malabar zu erreichen
1300 - 1399
1400 - 1499
- Zheng He, Chinese, erforschte zwischen 1405 und 1433 Asien und Afrika
- João Gonçalves Zarco, Portugiese, 1418 "Wiederentdecker" des Madeira-Archipels
- Gil Eanes, Portugiese, fuhr als Erster 1434 über das als Ende der Welt geltende Kap Bojador hinaus und kehrte wieder zurück;
- Dinis Dias, Portugiese, erreichte 1444 den westlichsten Punkt Kontinentalafrikas, das im heutigen Senegal gelegene Cabo Verde,
- Alvise Cadamosto, Italiener, erforschte im Dienste der Portugiesen 1455 und 1456 die westafrikanische Küste und entdeckte drei der Kapverdischen Inseln
- Didrik Pining, Deutscher, möglicherweise Entdecker Amerikas 1471
- Diogo Cão, Portugiese, erforschte zwischen 1482 und 1489 die Westküste Afrikas bis zur Walfish Bay
- Bartolomeu Dias, Portugiese, erreichte 1487 das Kap der Guten Hoffnung und umrundete Afrika
- Christoph Kolumbus, Italiener, entdeckte 1492 Amerika
- Vasco da Gama, Portugiese, umsegelte zwischen 1497 und 1499 Afrika und erreichte Indien
- Vicente Yáñez Pinzón, Spanier, entdeckte 1499 die Mündung des Amazonas und erforschte später die Küsten Mittelamerikas
- Amerigo Vespucci, Italiener, erforschte ab 1499 die Ostküste Südamerikas
1500 - 1599
- Alfonso de Albuquerque, Portugiese, eroberte und verteidigte von 1503 bis 1515 den östlichen Seeweg nach Indien für Portugal
- Ferdinand Magellan, Portugiese, begann 1519 als Erster eine Weltumsegelung und erforschte den Pazifik
- Juan Sebastián Elcano, Baske, ihm gelang zwischen 1519 und 1522 unter Fortsetzung der Expedition von Magellan als Erstem die Umsegelung der Erde
- Giovanni da Verrazano, Italiener, suchte 1524 in der Nähe des Hudson River nach der Nordwestpassage
- Richard Chancellor, Engländer, erreichte 1553 auf der Suche nach der Nordostpassage die Dwina-Bucht im Weißen Meer
- Martin Frobisher, Engländer, entdeckte 1576 auf der Suche nach der Nordwestpassage die nach ihm benannte Frobisher Bay
- Sir Francis Drake, Engländer, erster englischer Weltumsegler zwischen 1577 und 1580
- John Davis, Engländer, erforschte ab 1585 die polaren Meere und Küsten und entdeckte die Falklandinseln
- Juan de Fuca, Grieche, befuhr in den 1590er Jahren den Pazifischen Ozean von Mexiko bis an die heutige kanadische Küste für die Spanier
1600 - 1699
- Luis Vaez de Torres, Herkunft unklar, erforschte 1606 die Archipele der Südsee sowie die Südküste Neuguineas
- Henry Hudson, Engländer, erforschte zwischen 1607 und 1611 mehrfach die Nordwestpassage
- Abel Tasman, Niederländer, entdeckte 1642 Tasmanien und die Südinsel Neuseelands sowie 1643 die Tonga- und die Fidschiinseln
1700 - 1799
- Jean-Baptiste Charles Bouvet de Lozier, Franzose, Antarktisfahrt 1738, entdeckte die Bouvet-Insel
- Vitus Bering entdeckte Seeweg von Kamtschatka nach Alaska 1741-1742
- Louis Antoine de Bougainville, Franzose, umsegelte als erster Franzose die Erde 1766-1769
- James Cook, Engländer, unternahm zwischen 1768 und 1779 drei ausgedehnte Forschungsreisen rund um die Welt
- John Paul Jones, Amerikaner, gilt als Vater der US Navy, 1775
- Jean-François de La Pérouse, Franzose, erforschte weite Teile des Pazifiks 1785-1788
1800 - 1899
- William Edward Parry, Brite, erforschte zwischen 1819 und 1827 die Nordwestpassage
- Joshua Slocum, Kanadier, umsegelte zwischen 1895 und 1898 als erster Mensch allein die Erde
1900 - 1999
- Roald Amundsen, Norweger, durchschiffte zwischen 1903 und 1906 als erster die Nordwestpassage
- Thor Heyerdahl, Norweger, segelte 1947 mit dem Floß Kon-Tiki von Südamerika nach Tahiti sowie 1970 mit dem Papyrusboot Ra II von Marokko nach Barbados
Bekannte Seefahrervölker
- Griechen
- Melanesier
- Phönizier
- Polynesier
- Wikinger
Bekannte Förderer der Seefahrt
- Heinrich der Seefahrer
Siehe auch
- Seevölker
- Liste der Entdecker
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Südamerika
Südamerika ist mit einer Fläche von 17.843.000 km² und einer Bevölkerung von 355,070,540 der viertgrößte < | | |