:: wikimiki.org ::
| Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg |
Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg
Der amerikanische Unabhängigkeitskrieg (American Revolutionary War oder American War of Independence) fand von 1775 bis 1783 zwischen Siedlern 13 nordamerikanischer Kolonien einerseits und der englischen Kolonialmacht andererseits statt.
1783
Er endete mit dem Sieg der nordamerikanischen Seite und führte zur Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Kriegshandlungen endeten im Jahre 1781 nach der Schlacht von Yorktown, der Krieg selbst wurde mit der Unterzeichnung des Friedens von Paris am 3. September 1783 offiziell beendet.
Vorgeschichte
Bereits zu Beginn der Herrschaft Georgs III. (1760 - 1820) sind die Spannungen zwischen dem englischen Mutterland und den Kolonien groß. Ursachen sind die kolonialen Handlungshemmnisse (u.A. Verbot von Industrie in den Kolonien, was selbige dazu zwang, Endprodukte aus dem Mutterland zu beziehen), englische Siedlungsverbote westlich der Appalachen sowie die erheblichen steuerlichen Belastungen. Wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen hat auch, dass den Kolonien 1751 die weitere Verwendung ihrer eigenen Währung 'Colonial Scrip' untersagt worden war und die sinkende Umlaufmenge des Tauschmittels Geld beziehungsweise dessen Zinsbelastung zu sinkendem Wohlstand und steigender Arbeitslosigkeit geführt hat. Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) in Europa versuchte England die hohen Kriegskosten unter anderem durch erhöhte Steuern und Abgaben ihrer Überseekolonien auszugleichen. Die Kolonisten forderten Handelsfreiheit und mehr Mitsprache und Eigenständigkeit, die Selbständigkeit wurde nicht angestrebt.
Das britische Parlament lehnte 1767 die Kolonistenwünsche ab, stattdessen wurden frei gewordene Truppen nach Amerika geschickt.
Die Unabhängigkeitsbewegung wird zunächst von Samuel Adams und Thomas Jefferson geführt. Mehrfach kommt es zu Übergriffen in Boston. Nach dem ersten Boykott 1770 kommt es 1773 zur Boston Tea Party. Die englische Regierung verhängt daraufhin den Ausnahmezustand in der Stadt. 1774 tritt der erste Kontinentalkongress zusammen. Alle 13 Kolonien (Connecticut, Delaware, Georgia, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, Virginia) verweigern von nun an den Handel mit England.
1775 verhängt König George III. ein totales Handelsembargo gegen Nordamerika.
Ausbruch
Am 19. April 1775 findet das erste Scharmützel einer amerikanischen Miliz mit britischen Truppen bei Lexington statt. Dies ist der Beginn des Unabhängigkeitskrieges.
Zunächst ist die Lage der 3 Millionen aufständischen Siedler aussichtslos: weder reguläre Truppen noch finanzielle Mittel oder Kriegsmaterial sind in ausreichender Menge vorhanden. George Washington, ein Gutsbesitzer aus Mount Vernon, (Virginia) erhält den Oberbefehl über die Kontinentalarmee genannten Miliztruppen. Neben den britischen Truppen, verstärkt durch Söldner aus Braunschweig und Hessen, stehen mehrere englandtreue Indianerstämme und die Loyalisten, englandtreue Siedler, auf der gegnerischen Seite. Der Versuch von Truppen unter dem Kommando von Benedict Arnold, Kanada den Briten zu entreißen, scheiterte nach Anfangserfolgen mit der Niederlage in der Schlacht bei Québec am 31. Dezember 1775. Die Amerikaner räumten daraufhin ihre Eroberungen und unternahmen in der Folge keinen ernsthaften Versuch mehr, Kanada anzugreifen. Am 4. Juli 1776 deklarieren die aufständischen 13 Staaten ihre Unabhängigkeit.
Weiterer Verlauf des Krieges
Im August desselben Jahres nehmen die Briten New York ein. Washington gelingt es nach dieser Reihe von Niederlagen im Dezember 1776 mit seinem Sieg in der Schlacht von Trenton die Situation der Aufständischen zu stabilisieren. Die heimliche Unterstützung der Aufständischen mit Waffen durch Frankreich ab 1776 spielt zweifellos eine entscheidende Rolle (als Agent war Beaumarchais tätig). Im September 1777 besetzen die britischen Truppen Philadelphia. Mit ihrem Sieg in der Schlacht bei Saratoga gelingt der amerikanischen Armee jedoch die Kriegswende. Die Briten und ihre Verbündeten leiden zunehmend unter Zersplitterung der Kräfte und Nachschubproblemen, die sich mit dem Kriegseintritt Frankreichs 1778, Spaniens 1779 und der Niederlande 1780 auf Seiten der Amerikaner weiter verschärfen. Der Konflikt wird jetzt auch zunehmend zur See ausgetragen. Insbesondere Frankreich verlegt in größerem Maße Truppen in die Neue Welt.
Zusammenbruch der britischen Streitkräfte und Friedensschluss
Der entscheidende Schlag gelingt den amerikanischen Truppen und ihren französischen Verbündeten im Oktober 1781, als nach der Belagerung von Yorktown, Virginia eine britische Armee kapituliert. Im Frieden von Paris 1783 erkennt Großbritannien die Unabhängigkeit der ehemalig britischen Kolonien an. England verzichtet auf alle Gebiete bis zum Mississippi. Die Vereinigten Staaten dehnen ihre Nordgrenze bis an die Großen Seen aus, Florida fällt wieder an Spanien.
Galerie
Bild:Die_Americaner_wiedersetzen_sich_de_Stempel-Acte,_und_verbrennen_das_aus_England_nach_America_gesandte_Stempel-Papier_zu Boston,_im_August_1764.jpg|Stempelgesetz 1765. Originale Bildunterschrift: „Die Americaner wiedersetzen sich de Stempel-Acte, und verbrennen das aus England nach America gesandte Stempel-Papier zu Boston, im August 1764.“ Der Stich zeigt Bürger in Boston, die die Bekanntmachungen aus England betreffs des Stempelgesetzes von 1765 verbrennen. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:Die_Einwohner_von_Boston_werfen_den_englisch-ostindischen_Thee_ins_Meer_am_18._December_1773.jpg|Boston Tea Party. Originale Bildunterschrift: „Die Einwohner von Boston werfen den englisch-ostindischen Thee ins Meer am 18. December 1773.“ Der Stich zeigt Bürger von Boston, verkleidet als Indianer, die Schiffe im Bostoner Hafen betreten haben und Kisten mit Tee über Bord werfen. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:Das_erste_Bürger_Blut,_zu_Gründung_der_americanischen_Freyheit,_vergossen_bey_Lexington_am_19ten_April_1775.jpg|Schlacht von Lexington und Concord. Originale Bildunterschrift: „Das erste Bürger Blut, zu Gründung der americanischen Freyheit, vergossen bey Lexington am 19ten April 1775.“ Der Stich zeigt britische Truppen, die in der Schlacht von Lexington in die Front der amerikanischen Milizionäre schießen. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:Der_Congress_erklärt_die_13_vereinigten_Staaten_von_Nord-America_für_independent_am_4ten_July_1776.jpg|Amerikanische Unabhängigkeitserklärung. Originale Bildunterschrift: „Der Congress erklärt die 13 vereinigten Staaten von Nord-America für independent am 4ten July 1776.“ Der Stich zeigt eine Versammlung des Kontinentalkongresses. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:Die_Hessen,_vom_General_Washington_am_25ten_Dec._1776,_zu_Trenton_überfallen,_werden_als_Kriegsgefangne_in_Philadelphia_eingebracht.jpg|Schlacht von Trenton. Originale Bildunterschrift: „Die Hessen, vom General Washington am 25ten Dec. 1776, zu Trenton überfallen, werden als Kriegsgefangne in Philadelphia eingebracht.“ Der Stich zeigt hessische Soldaten, die während der Schlacht von Trenton gefangen genommen wurden auf dem Weg nach Philadelphia. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:Die_Americaner_machen_das_Corps_des_General_Bourgoyne_zu_Gefangnen,_bey_Saratoga,_am_16ten_Octobr._1777.jpg|Schlacht von Saratoga. Originale Bildunterschrift: „Die Americaner machen das Corps des General Bourgoyne zu Gefangnen, bey Saratoga, am 16ten Octobr. 1777.“ Der Stich zeigt britische Truppen, die nach der Kapitulation von Saratoga ihre Waffen nieder legen. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:Dr_Franklin_erhält,_als_Gesandter_des_Americanischen_Frey_Staats,_seine_erste_Audienz_in_Frankreich,_zu_Versailles,_am_20ten_Märtz_1778.jpg|Originale Bildunterschrift: „Dr. Franklin erhält, als Gesandter des Americanischen Frey Staats, seine erste Audienz in Frankreich, zu Versailles, am 20ten Märtz 1778.“ Der Stich zeigt Dr. Benjamin Franklin am französischen Hof in Versailles. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:Landung_einer_Französischen_Hülfs-Armee_in_America,_zu_Rhode_Island,_am_11ten_Julius_1780.jpg|Originale Bildunterschrift: „Landung einer Französischen Hülfs-Armee in America, zu Rhode Island, am 11ten Julius 1780.“ Der Stich zeigt die Ausschiffung französischer Truppen unter dem Kommando von Jean-Baptiste-Donatien de Vimeur, comte de Rochambeau in Newport (Rhode Island). Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:Major_André,_von_drey_Americanern_angehalten_zu_Tarrytown_am_23ten_Septembr._1780.jpg|Major John André. Originale Bildunterschrift: „Major André, von drey Americanern angehalten zu Tarrytown am 23ten Septembr. 1780.“ Der Stich zeigt Major John André, der von drei Männern, John Paulding, Isaac Van Wart und David Williams nahe Tarrytown (New York) in Gewahrsam genommen wird. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:Die_Americaner_machen_den_Lord_Cornwallis_mit_seiner_Armee_zu_Gefangnen,_bey_Yorktown_den_19ten_Octobr._1781.jpg|Schlacht von Yorktown. Originale Bildunterschrift: „Die Americaner machen den Lord Cornwallis mit seiner Armee zu Gefangnen, bey Yorktown den 19ten Octobr. 1781.“ Der Stich zeigt britische Truppen, die nach der Kapitulation nach der Schlacht von Yorktown ihre Waffen übergeben. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:Ende_dee_Feindseeligkeiten,_die_Engländer_räumen_den_Americanern_Neu-Yorck_ein._1783.jpg|Originale Bildunterschrift: „Ende der Feindseeligkeiten, die Engländer räumen den Americanern Neu-Yorck ein. 1783.“ Der Stich zeigt Soldaten, einen Mann und eine Frau und eine Eingeborenenfamilie während der Evakuierung New York Citys am 25. Dezember 1783 in den Straßen stehend. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:1_Americanischer_Scharffschütz_oder_Jäger_(Rifleman)_2_regulaire_Infanterie_von_Pensylvanien.jpg|Originale Bildunterschrift: „1 Americanischer Scharffschütz oder Jäger (Rifleman) 2 regulaire Infanterie von Pensylvanien.“ Der Stich zeigt deutsche Versionen eines amerikanischen Jäger (Militär) und eines Soldaten der Pennsylvania Infanterie als Ganzkörperbild, sich gegenüber stehend, militärische Uniformen tragend und Gewehre haltend. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Bild:1_General_Washington's_reitende_leibgarde_2_die_independent_company,_chef_general_Washington.jpg|Originale Bildunterschrift: „1 General Washington's reitende leibgarde 2. die independent company, chef general Washington.“ Der Stich zeigt deutsche Versionen eines Angehörigen der Leibgarde und eine Kompaniesoldaten unter George Washingtons Kommando als Ganzkörperbild sie gegenüber stehend und militärische Uniformen tragend. Kupferstich von Daniel Berger nach einer Vorlage von Daniel Chodowiecki 1784.
Siehe auch:
- Schlacht von Trois-Rivières
- Liste von Kriegen,
- Liste von Schlachten,
- Soldatenhandel unter Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel
Weblinks
- [http://www.authentichistory.com/images/antebellum/revolution/revolution01.html The Authentic History Center: Bilder zum amerikanischen Unabhängigkeitskampf]
- [http://memory.loc.gov/cgi-bin/query/r?pp/fsaall,app,brum,detr,swann,look,gottscho,pan,horyd,genthe,var,cai,cd,hh,yan,bbcards,lomax,ils,prok,brhc,nclc,matpc:@FIELD(SUBJ+@band(++United+States++History++Revolution,+1775+1783++)) Bilder zum amerikanischen Unabhängigkeitskampf in der Bibliothek des US-Kongresses]
Kategorie:Krieg
Unabhängigkeitskrieg
Unabhängigkeitskrieg
Kategorie:Revolution
Kategorie:1770er
Kategorie:1780er
Kategorie:1775
Kategorie:1776
Kategorie:1777
Kategorie:1778
Kategorie:1779
Kategorie:1780
Kategorie:1781
Kategorie:1782
Kategorie:1783
Unabhängigkeitskrieg
ja:アメリカ独立戦争
ko:미국 독립전쟁
1775
- 19. April: Beginn des Krieges zwischen Großbritannien und seinen Kolonisten in Nordamerika (Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg)
- 10. Mai: Zweiter Kontinentalkongress in den amerikanischen Kolonien
- 15. Juni: George Washington, ein Plantagenbesitzer aus Virginia, wird zum Oberbefehlshaber des Kontinentalheeres gewählt
- Leonhard Euler formuliert das Drehimpuls-Gesetz dMx = (ybz: zby) dm usw
- Alessandro Volta perfektioniert den Elektrophor (Influenzmaschine) von Johann Carl Wilcke
- James Cook vermutet Land am Südpol, doch entdeckt die Antarktis nicht
- James Watt erfindet die Dampfmaschine
- United States Postal Service wird gegründet
Kultur
- 27. Januar: Uraufführung des Melodrams Ariadne auf Naxos von Georg Benda in Gotha
- 1. Mai: Uraufführung des Melodrams Medea von Georg Benda in Leipzig
- 29. August: Uraufführung der Oper L'incontro improviso (Die unverhoffte Zusammenkunft) von Joseph Haydn in Esterház
- Gründung der Bergakademie, heute Technische Universität Clausthal
- 22. Januar: André-Marie Ampère, französischer Physiker und Mathematiker († 1836)
- 27. Januar: Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, deutscher Philosoph († 1854)
- 30. Januar: Walter Savage Landor, englischer Schriftsteller († 1864)
- 9. Februar: Farkas Wolfgang Bolyai, ungarischer Mathematiker († 1856)
- 21. März: Lucien Bonaparte, jüngster Bruder der Bonapartes († 1840)
- 30. März: Hieronymus Graf von Colloredo-Mannsfeld, österreichischer General († 1822)
- 6. April: James Mill, englischer Historiker und Ökonom († 1836)
- 22. April: Georg Hermes, deutscher Theologe und Philosoph († 1831)
- 23. April: Joseph Mallord William Turner, englischer Künstler des Impressionismus († 1851)
- 23. April: William Turner, englischer Maler († 1851)
- 24. April: Jakob Salentin von Zuccalmaglio, deutscher Jurist und Politiker († 1838)
- 9. Mai: Heinrich Karl Ludwig Bardeleben, deutscher Jurist und Politiker († 1852)
- 25. Mai: Charlotte Johanna, Prinzessin von Spanien und Königin von Portugal († 1830)
- 9. Juni: Georg Friedrich Grotefend, deutscher Sprachwissenschaftler († 1853)
- 12. Juni: Karl von Müffling, preußischer Generalfeldmarschall, Militärschriftsteller und Geodät († 1851)
- 13. Juni: Anton Radziwill, preußischer Politiker und Komponist († 1833)
- 9. Juli: Matthew Lewis, englischer Schriftsteller († 1818)
- 18. Juli: Karl von Rotteck, deutscher Historiker und Politiker († 1840)
- 23. Juli: Etienne Louis Malus, französischer Physiker und Mathematiker († 1812)
- 6. August: Daniel O'Connell, irischer Freiheitskämpfer († 1847)
- 20. August: Franz Dinnendahl, Konstrukteur der ersten Dampfmaschine im Ruhrgebiet († 1826)
- 26. August: Wilhelm Joseph Behr, deutscher Jurist, Politiker und Schriftsteller († 1851)
- 1. September: Honoré-Charles Reille, französischer General, Marschall und Pair von Frankreich († 1860)
- 13. September: Laura Secord, kanadische Nationalheldin des Kriegs von 1812 († 1868)
- 28. September: Johann Adam von Itzstein, deutscher Politiker und MdL († 1855)
- 3. Oktober: Isaac von Sinclair, deutscher Schriftsteller und Diplomat († 1815)
- 6. Oktober: Johann Anton André, deutscher Komponist und Musikverleger († 1842)
- 14. November: Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach, deutscher Rechtsgelehrter und Begründer der modernen deutschen Strafrechtslehre († 1833)
- 23. November: Clemens Wenzeslaus Coudray, deutscher Architekt und Oberbaudirektor († 1845)
- 6. Dezember: Nicolas Isouard, maltesischer Komponist († 1818)
- 14. Dezember: Thomas Cochrane, 10. Earl of Dundonald, britischer Politiker und Freiheitskämpfer († 1860)
- 15. Dezember: Sir Phineas Riall, britischer General († 1850)
- 16. Dezember: François-Adrien Boïeldieu, französischer Opernkomponist († 1834)
- 16. Dezember: Jane Austen, englische Schriftstellerin († 1817)
- 29. Dezember: Carlo Rossi, italienisch-russischer Architekt († 1849)
- Jeanne Labrosse, französische Ballonfahrerin und Fallschirmspringerin († 1847)
- João Domingos Bomtempo, portugiesischer Komponist († 1842)
- 3. Januar: Heinrich Gottfried Koch, deutscher Schauspieler und Theaterunternehmer ( - 1703)
- 8. Januar: John Baskerville, englischer Schriftentwerfer, Schreibmeister, Drucker ( - 1706)
- 15. Januar: Giovanni Battista Sammartini, italienischer Komponist ( - 1700 oder 1701)
- 21. Januar: Jemeljan Iwanowitsch Pugatschow, russischer Don-Kosake und Anführer des Bauernaufstands ( - ca. 1742)
- 11. April: Anna Schwegelin, letzte „Hexe“ in Deutschland zum Tode durch Verbrennen verurteilt
- 22. Mai: Emanuel Filibert von Waldstein, Adliger ( - 1731)
- 17. Juni: John Pitcairn, Britischer Marineoffizier, in Boston stationiert ( - 1722)
- 17. Juni: Joseph Warren, erster Soldat, der im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg starb. ( - 1741)
- 27. Juni: Ignaz Günther, deutscher Bildhauer ( - 1725)
- 30. Juli: Christian Reichart, deutscher Begründer des Gartenbaus ( - 1685)
ko:1775년
1783
- 4. Juni: Die Montgolfière startet erstmals vor Publikum
- 20. Juli: Auf Island brechen die Laki-Krater aus
- 3. September: Der Frieden von Paris beendet den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg
- 15. Oktober: Frankreich. Erster erfolgreicher Flug eines Heißluftballons (Montgolfière) von Paris bis Butte-aux-Cailles
- 21. November: Erster bemannter Ballonflug von Pilâtre de Rozier
- 3. September: Dominica. Frankreich tritt die Insel an Großbritannien ab
Kultur
- 20. Januar: Uraufführung des musikalischen Dramas Tancredi von Ignaz Holzbauer in München
- 14. April: Lessings Nathan der Weise wird in Berlin uraufgeführt: Beginn der Judenemanzipation
- 2. Januar: Christoph Wilhelm Eckersberg, dänischer Maler († 1853)
- 7. Januar: Francesco Carlini, italienischer Astronom und Geodät († 1862)
- 12. Januar: Erik Gustaf Geijer, zählt zu den wichtigsten schwedischen Schriftstellern der Romantik († 1847)
- 23. Januar: Stendhal, französischer Schriftsteller († 1842)
- 26. Januar: Helmine von Chézy, deutsche Dichterin und Librettistin († 1856)
- 28. März: Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil, forstlicher Praktiker, Lehrer und Wissenschaftler († 1859)
- 3. April: Joseph Ambrosius Geritz, Bischof von Ermland († 1867)
- 3. April: Washington Irving, amerikanischer Schriftsteller († 1859)
- 8. April: John Claudius Loudon, schottischer Botaniker und Landschaftsarchitekt († 1843)
- 10. April: Hortense de Beauharnais, Königin von Holland und Mutter des Kaisers Napoleon III. († 1837)
- 26. April: Ferdinand Heinrich Friedrich (Hessen-Homburg), General und letzter Landgraf von Hessen-Homburg († 1866)
- 4. Mai: Joseph Wanton Morrison, britischer General († 1826)
- 18. Mai: Jabbo Oltmanns, Mathematiker, Astronom und Professor der Angewandten Mathematik († 1833)
- 12. Mai: Caspar von Geismar, rettete die Stadt Weimar vor Zerstörung und Plünderung durch die abziehenden Truppen Napoleons. († 1848)
- 30. Mai: Eugen von Maucler, deutscher Politiker († 1859)
- 1. Juni: Emil Ernst Gottfried von Herder, königlicher bayerischer Fort- und Regierungsrat († 1855)
- 19. Juni: Friedrich Wilhelm Adam Sertürner, deutscher Apotheker und Entdecker des Morphiums († 1841)
- 24. Juni: Johann Heinrich von Thünen, deutscher Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler († 1850)
- 13. Juli: August von Oldenburg, Großherzog von Oldenburg (1829 bis 1853) († 1853)
- 24. Juli: Simón Bolívar, Führer der lateinamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung († 1830)
- 28. Juli: Friedrich Wilhelm Graf von Bismark, deutscher Generalleutnant und Militärschriftsteller († 1860)
- 1. August: Wilhelm Malte I., Fürst und bedeutender Bauherr auf Rügen († 1854)
- 2. August: Sulpiz Boisserée, deutscher Architekt († 1854)
- 10. August: Johann Christian Hundeshagen, forstlicher Praktiker, Professor und Wissenschaftler († 1834)
- 8. September: Nikolai Frederik Severin Grundtvig, dänischer Philologe, Theologe und Patriot († 1872)
- 19. September: Johann Gustav Gottlieb Büsching, deutscher Archäologe, Germanist und Volkskundler († 1829)
- 23. September: Peter von Cornelius, deutscher Maler († 1867)
- 27. September: Agustin de Iturbide, mexikanischer Kaiser (hingerichtet 1824)
- 17. November: Anton Günther, österreichischer Philosoph und Theologe († 1863)
- 25. November: Thomas Abbt, deutscher Schriftsteller und Philosoph
- 11. Dezember: Max von Schenkendorf, deutscher Schriftsteller († 1817)
- 21. Dezember: Charles Murray Cathcart, 2. Earl Cathcart, britischer General († 1859)
- 24. Dezember: Georg Jakob Strunz, deutscher Musiker und Komponist († 1852)
- 11. Februar: Johann Andreas Silbermann, elsässischer Orgelbauer ( - 1712)
- 20. März: Nikita Iwanowitsch Panin, russischer Minister für die russische Außenpolitik ( - 1718)
- 24. April: Grigori Orlow, war Günstling ( - 1734)
- 23. Mai: James Otis, US-amerikanischer Jurist ( - 1725)
- 27. Juli: Johann Philipp Kirnberger, deutscher Musiktheoretiker und Komponist ( - 1721)
- 19. August: Franz Xaver Messerschmidt, Bildhauer zwischen Barock und Klassizismus, dem der Ruch der Kuriosität anhaftet ( - 1736)
- 18. September: Leonhard Euler, war einer der bedeutendsten Mathematiker aller Zeiten ( - 1707)
- 11. November: Bartholomäus Altomonte, italienischer Maler ( - 1701)
- 16. November: Johann Joseph Antonius Eleazar Kittel, böhmischer Arzt ( - 1703)
- 23. Dezember: Johann Adolph Hasse, deutscher Komponist ( - 1699)
- Caspar Wolf
ko:1783년
simple:1783
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.
Kalter Krieg
Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen.
Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren.
Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt.
Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.
Die Außenpolitik der Regierung Clintons
Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA.
Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschritt und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.
Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001
Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei "traditionelleren" Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung.
Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer "Achse des Bösen" (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea.
Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei.
Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Bush-Administration erhebt.
Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben.
George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen.
Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des "Kriegs gegen den Drogenanbau" und des Kriegs gegen den Terrorismus.
Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | :Kategorie:US-Außenpolitik | US-Interventionen im Ausland
Literatur:
- Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt, die amerikanische Außenpolitik von J.F. Kennedy bis G.W. Bush, Ullstein ISBN 3-548-36722-4
- Michael R. Beschloss / Strobe Talbott: Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989-91, ECON, ISBN 3-612-26166-5
- [http://usinfo.state.gov/usa/infousa/trade/files/98-916.pdf Congressional Research Service, Bericht an den Kongress zum Thema Entwicklungshilfe, 2004]
Gliederung
US-Interventionen im Ausland
Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA).
Liste der Städte in den USA
Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie "Parishes" und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Counties ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Townships, die, insbesonders im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen.
Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das "town meeting". Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versa
Schlacht von Yorktown. Gemälde von John Trumbull.]]
Als Schlacht von Yorktown wird der Sieg der
amerikanisch-französischen Truppen unter Leitung von George Washington und dem Comte de Rochambeau gegen die englische Armee unter General Lord Charles Cornwallis im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1781 bezeichnet. Die Schlacht fand bei Yorktown statt
Unter der Leitung des Comte de Rochambeau und dem Chevalier de Ternay brach 1780 ein französisches Expeditionscorps nach Amerika auf, um die jungen Vereinigten Staaten von Amerika gegen die Engländer zu unterstützen. Die Engländer bedienten sich der Truppen aus Hessen unter Oberst Rall, Ansbach und Bayreuth. Vom 28. September 1781 an belagerten die „Aufständischen“ die Engländer. Der Kampf um Yorktown wird auch die deutsche Schlacht genannt, weil ein hoher Prozentsatz der Soldaten Deutsche waren. Dazu zählte auch das deutsche Regiment Royal Deux-Ponts in französischen Diensten. Am 14. Oktober gelang es Graf Wilhelm von Zweibrücken mit seinen Leuten, die beiden wichtigsten Redouten zu stürmen und damit den Krieg zu entscheiden. Lord Cornwallis streckte daraufhin am 18. Oktober 1781 die Waffen.
Yorktown
Yorktown
Yorktown
Yorktown
Kategorie:1781
3. SeptemberDer 3. September ist der 246. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 247. in Schaltjahren) - somit bleiben 119 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 301 - San Marino, eine der kleinsten Nationen und älteste noch heute existierende Republik, wird vom Heiligen Marinus gegründet.
- 1189 - Richard Löwenherz wird in Westminster als Richard I. zum englischen König gekrönt.
- 1783 - Die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika wird von Großbritannien anerkannt.
- 1783 - Friede von Paris und Versailles zwischen Frankreich und Großbritannien, zwischen Großbritannien und Spanien
- 1791 - In Frankreich beschließt die Nationalversammlung eine neue Verfassung. Frankreich wird damit eine konstitutionelle Monarchie.
- 1841 - Mit dem Wehrgesetz wird in Preußen die allgemeine Wehrpflicht eingeführt.
- 1841 - Erstbesteigung des Großvenedigers
- 1864 - Nach einem fast viermonatigem Feldzug marschieren die Truppen der Nordstaaten unter General Sherman in Atlanta ein.
- 1874 - Práxedes Mateo Sagasta wird Ministerpräsident von Spanien.
- 1914 - Der französische Präsident Raymond Poincaré fordert die Bevölkerung Frankreichs anlässlich der Flucht der französischen Regierung nach Bordeaux zum Widerstand gegen die deutschen Invasionstruppen auf.
- 1919 - Italien führt das Frauenstimmrecht ein.
- 1926 - Einweihung des Berliner Funkturms anlässlich der 3. Funkausstellung
- 1927 - In Genf geht die erste Weltbevölkerungskonferenz zu Ende.
- 1933 - 1. Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg beendet.
- 1936 - In Brüssel beginnt eine Weltfriedenskonferenz unter der Beteiligung von 37 Staaten zur Stärkung des Völkerbundes.
- 1939 - Kriegserklärung Großbritanniens und Frankreichs an Deutschland wegen des Überfalls auf Polen am 1. September.
- 1939 - Bromberger Blutsonntag
- 1943 - Mit der Landung von zwei britischen Divisionen in Kalabrien beginnt die alliierte Invasion auf dem europäischen Festland.
- 1943 - Geheimverhandlungen führen zu einem Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten.
- 1944 - Anne Frank wird mit dem letzten Transport vom Durchgangslager KZ Westerbork ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert.
- 1954 - Jean-Michel Guérin de Beaumont wird Justizminister von Frankreich.
- 1967 - Der letzte große Umstieg von Links- auf Rechtsverkehr in Schweden (Dagen H)
- 1971 - Das Viermächte-Abkommen über den Status von Berlin wird unterzeichnet.
- 1971 - Vollständige Unabhängigkeit Katars.
- 1974 - Die griechische langjährige Regierungspartei PASOK wird gegründet.
- 1976 - Die Viking 2-Sonde landet erfolgreich in der Ebene Utopia Planitia auf dem Mars.
- 1979 - Die iranische Armee bombardiert die Stadt Mahabad.
- 1983 - Malediven. Staatspräsident Maumoon Abdul Gayoom wird für 5 Jahre wiedergewählt.
- 1983 - Im schwäbischen Mutlangen endet die Prominentenblockade eines amerikanischen Depots in dem Pershing II Raketen stationiert werden sollen.
- 1988 - In Großbritannien und Irland stimmen die Parlamente härteren Gesetzen gegen den Terror zu.
- 1992 - Delegationen aus 39 Staaten einigen sich in Genf auf ein Vertragswerk zum Verbot aller chemischen Waffen (Chemiewaffenkonvention).
- 1995 - Nicaragua wird Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).
- 1999 - Ein Gerichtsurteil gibt Henry Paul, Vize-Sicherheitschef des Luxushotels Ritz, die Hauptschuld am Tod von Prinzessin Diana. Die Ermittlungen zu ihrem Tod werden eingestellt.
- 2003 - Atomkraftgegner aus Deutschland und Frankreich besetzten das Gorlebener "Erkundungs"-Bergwerk.
- 2003 - Dirk Nockemann (Partei Rechtsstaatlicher Offensive) wird neuer Innensenator von Hamburg
- 2004 - Russische Eliteeinheiten erstürmen eine von Terroristen in der Stadt Beslan in Nordossetien besetzte Schule, in der eine unbekannte Zahl Geiseln festgehalten wird. Es soll mehr als 330 Tote und bis zu 700 Verwundete geben.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
Kultur
- 1770 - Uraufführung der Oper La contessina (Das gräfliche Fräulein) von Florian Leopold Gassmann i | | |