:: wikimiki.org ::
| Amerikanisches Englisch |
Amerikanisches EnglischAmerikanisches Englisch (American English, kurz AE oder AmE) ist die Form der Englischen Sprache, die in den Vereinigten Staaten von Amerika gesprochen wird.
Unterschied zum britischen Englisch
Die US-amerikanische Sprache unterscheidet sich vom britischen Englisch in der Aussprache, im Bereich der Grammatik und in einigen Fällen der Rechtschreibung.
Rechtschreibung
Seit der Rechtschreibreform Noah Websters werden viele Wörter, die in britischer Rechtschreibung auf -re enden, in Amerika mit -er geschrieben, z. B. centre/center, meagre/meager usw. Das britische -our entspricht dem amerikanischen -or in Wörtern wie colour/color und favour/favor. In einigen Wörtern entspricht das britische -ce dem amerikanischen -se, z. B. licence/license und defence/defense, aber wo der Amerikaner practice sowohl für das Nomen als auch für das Verb, schreibt der Brite practice für das Nomen und practise für das Verb. Das Verbalsuffix -ize (z. B. organize, colonize) kann im Britischen nicht jedoch im Amerikanischen auch -ise geschrieben werden. Manche Autoren ziehen -ise vor, weil sie es für "weniger amerikanisch" halten. Manchmal bevorzugt das Amerikanische kürzere und vereinfachende Schreibweisen, wie z. B. plow für das britische plough, program für das britische programme und catalog für das britische catalogue.
Vokabular
Einige Wörter des britischen English existieren im Amerikanischen Wortschatz überhaupt nicht beziehungsweise haben eine andere Bedeutung, wie zum Beispiel der Aufzug, der im Vereinigten Königreich lift, in den USA hingegen elevator heißt. Starke Unterschiede bestehen naturgemäß zwischen britischem und amerikanischem Slang.
Gebrauch und Verbreitung
Die Bedeutung und der Gebrauch des Amerikanischen Englisch nimmt in unserer Zeit immer weiter zu, was auf die größere weltweite Verbreitung der Sprache durch amerikanische Fernsehsender wie CNN oder Newsworld und US-amerikanische Kinofilme zurückzuführen ist.
Nicht zuletzt über das Internet gelangen diese Begriffe immer mehr unter die Bevölkerung, auch in Staaten wie Indien und Pakistan, die ehemals Britische Kolonien waren.
Die Entwicklung des Amerikanischen Englisch wird oft, ähnlich wie die Entstehung von Französisch oder Italienisch, die sich aus dem Lateinischen entwickelten, als Weiterentwicklung der Sprache des Mutterlands angesehen, allerdings sind die Unterschiede zwischen den beiden Standardvarietäten, dem britischen Englischen und dem amerikanischem Englisch relativ gering. Es besteht die Tendenz zur Konvergenz der beiden Standardvarietäten des Englischen.
Aussprache des Amerikanischen Englisch
Das Amerikanische Englisch ist wie das Schottische, Irische und Kanadische ein rhotischer Akzent, im Gegenteil zu den Akzenten von England, Wales, Australien, Neuseeland und Südafrika, die nichtrhotisch sind. Einige regionale Akzente des Amerikanischen sind jedoch nichtrhotisch, wie z. B. die Akzente von Neuengland, New York City, und Teilen der Südstaaten.
Einer der auffälligsten Eigenschaften ist das so genannte Flapping: im Amerikanischen wird ein t zwischen zwei Vokalen wie ausgesprochen, z. B. in pretty .
Beschrieben wird nachfolgend der als "Allgemein-Amerikanisch" (engl. General American) bezeichnete Akzent, der in den USA als "akzentfrei", also frei von regionalen Einflüssen, gilt. Beheimatet ist dieser Akzent im Mittelwesten (Bundesstaaten Nebraska, Iowa und Illinois — allerdings nicht in Chicago, wo ein eigener Akzent herrscht).
: - [n] kann auch einen Silbengipfel bilden, z. B. button .
: - kann auch einen Silbengipfel bilden, z. B. pickle .
: - kommt als Variante von vor unbetontem Vokal vor.
: - wird als Silbengipfel meist und geschrieben, siehe R-gefärbte Vokale unten.
: - Bei einer Minderheit amerikanischer Sprecher wird wh- noch als ausgesprochen, z. B. white . Ausnahmen sind Wörter wie who und whole . Ansonsten wird wh-, wie auch im Britisch-Englischen, als ausgesprochen, sodass whine und wine identisch als ausgesprochen werden.
Ungespannt
In betonten einsilbigen Wörtern müssen ungespannte Vokale vor einem Konsonanten stehen, z. B. bit , cap . - oder - sind keine möglichen Wörter des Amerikanischen.
: - In Wörtern wie bath, ask, half usw. hat Amerikanisch ungespanntes , wo Britisch gespanntes hat:
: - darf in ein paar betonten einsilbigen Wörtern auch ohne folgenden Konsonanten stehen, z. B. spa , bra
Gespannte Vokale und Diphthonge
: - wird häufig diphthongisch ausgesprochen, besonders in offenen Silben: day
: - Zu : Normalerweise entspricht dem Britischen das Amerikanische , wie z. B. in lot , John usw. Aber in einer Reihe von Wörtern wie cloth, lost, off, gone, dog, long, chocolate usw. hat Amerikanisch gespanntes , wo Britisch ungespanntes hat: . Bei vielen Wörtern herrscht Uneinigkeit unter amerikanische Sprecher, z. B. das Wort on wird im Norden (New York, Connecticut, New Jersey) ausgesprochen, im Süden (Virginia, Nord- und Südkarolina) dagegen .
: - Etwa 40% amerikanischer Sprecher kennen keinen Unterschied zwischen und . Bei ihnen werden Paare wie cot/caught, Don/Dawn identisch ausgesprochen: je nach Region entweder als oder als .
: - wird häufig diphthongisch ausgesprochen, besonders in offenen Silben: dough .
: - zu : Im Amerikanischen kommt kein zwischen und vor: tune , duty , new .
R-gefärbte (r-colored) Vokale
: - ist nicht mit zweisilbigem (z. B. freer ) zu verwechseln.
: - Der im Britischen und regional im Amerikanischen gefundene Unterschied zwischen Mary, merry und marry kommt im Allgemein-Amerikanischen nicht vor: Alle drei werden gleich als ausgesprochen.
: - ist nicht mit zweisilbigem (z. B. player ) zu verwechseln.
: - ist nicht mit zweisilbigem (z. B. rower ) zu verwechseln.
: - ist nicht mit zweisilbigem (z. B. truer ) zu verwechseln.
: - Bei vielen Amerikanern wird zu , besonders nach palatalen Lauten: sure , fury , Europe .
: - Es ist unklar, ob die Gruppen und als ein- oder zweisilbig zu betrachten sind.
Siehe auch
Von der englischsprachigen Wikipedia:
- American and British English differences
- List of words having different meanings in British and American English
Weblinks
- [http://hcs.harvard.edu/~golder/dialect/index.html Dialect Survey of the United States (engl.)]
- [http://www.ling.upenn.edu/phono_atlas/home.html Phonologischer Atlas Nordamerikas (engl.)]
- [http://www.englisch-hilfen.de/words_list/british_american.htm Britisches, Amerikanisches, Australisches Englisch - Vokabellisten] und [http://www.englisch-hilfen.de/exercises_list/verschiedenes.htm Übungen]
Kategorie:Englischvariante
Kategorie:USA
Kategorie:Amerikanistik
ko:미국 영어
simple:American English
Englische Sprache
Die englische Sprache (Englisch) ist eine germanische Sprache. Sie gehört, wie auch das Deutsche und das Niederländische, dem westlichen Zweig der germanischen Sprachen an.
In einem eigenen Artikel gibt es mehr zur Geschichte der englischen Sprache.
Englisch ist heute die am weitesten verbreitete Sprache der Welt, während es sich bei Mandarin-Chinesisch um die meistgesprochene Sprache handelt.
Die englische Sprache wird in sehr vielen Ländern als erste Fremdsprache in den Schulen gelehrt (siehe Englisch (Schule)) und ist offizielle Sprache der meisten internationalen Organisationen. Viele dieser Organisationen haben daneben noch andere offizielle Sprachen. Englisch gilt als Weltsprache.
Heute wird Englisch weltweit von etwa 340 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, das heißt, etwa 340 Millionen Menschen sind anglophon. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 510 Millionen Sprecher.
Verbreitung
Amtssprache
Englisch ist Amtssprache in den folgenden Staaten, wobei die Zahlen die ungefähre Zahl der Muttersprachler angeben, soweit bekannt:
Englisch ist zudem Amtssprache bei der Europäischen Union, bei der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten und bei den Vereinten Nationen.
Sonstige Verwendung
Die englische Sprache dient zudem als Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Gibraltar
- Hongkong
- Israel
- Malaysia
- St. Martin
- Somalia
- Zypern
Sprachwissenschaftliche Einordnung
Das Englische gehört zu den indogermanischen Sprachen, die ursprünglich sehr stark flektierende Merkmale aufwiesen.
Alle indogermanischen Sprachen weisen diese Charakteristik bis heute mehr oder minder auf.
Es besteht jedoch in allen diesen Sprachen eine Tendenz weg von flektierenden und hin zu isolierenden Formen.
Im Englischen ist diese Tendenz besonders ausgeprägt gewesen, so dass es sich im Laufe seiner Entwicklung im Wesen stark gewandelt hat.
Heute trägt die englische Sprache überwiegend isolierende Züge und ähnelt strukturell teilweise stärker isolierenden Sprachen wie dem Chinesischen als den genetisch eng verwandten Sprachen wie dem Deutschen.
Zudem hat sich die Sprache heute durch die weite Verbreitung in viele Dialekte aufgeteilt. Viele europäische Sprachen bilden auch völlig neue Begriffe auf Basis der englischen Sprache (Anglizismen). Auch in einigen Fachsprachen werden die Termini von Anglizismen geprägt, z.B. in den Bereichen Informatik und Wirtschaft.
Der Language Code ist en beziehungsweise eng (nach
ISO 639);
der Code für Altenglisch (etwa 450 bis 1100) ist ang
und der Code für Mittelenglisch (etwa 1100 bis 1500) ist enm.
Sprachvarianten der englischen Sprache
Durch die weltweite Verbreitung der englischen Sprache hat diese in verschiedenen Gegenden zahlreiche Varianten entwickelt.
Nach der bekanntesten und fremdartigsten Variante des Englischen spricht man oft auch von einer Pidginisierung, wenn eine Sprache sich durch ihre weite Verbreitung in mehrere Sprachen aufzuteilen beginnt, die untereinander kaum noch kompatibel sind.
Folgende Sprachvarianten werden unterschieden:
- Siehe auch: Internationale Klassifizierungen (Englische Sprache)
Eine Reihe von Pidginsprachen und Kreolsprachen haben sich auf englischem Substrat entwickelt.
Das Eindringen von Anglizismen in andere Sprachen wird manchmal mit abwertenden Namen wie "Denglisch" (Deutsch und Englisch) oder "Franglais" (Französisch und Englisch) versehen. Dabei handelt es sich nicht um Varianten des Englischen, sondern um Erscheinungen in anderen Sprachen.
- Siehe auch: Englische Sprache in anderen Sprachen
Der scherzhafte Begriff "Engrish" bezeichnet ebenfalls keine Variante der englischen Sprache, sondern bezieht sich auf das unbeholfene Englisch, das gelegentlich in asiatischen Ländern anzutreffen ist, hier insbesondere bei Japanern, die den Lateral "l", der im Japanischen nicht vorkommt, durch "r" ersetzen.
Ähnliche/Verwandte Wörter
Deutsch und Niederländisch
Überraschend sind die sehr zahlreichen englischen Wörter, bei denen die Verwandtschaft mit dem Deutschen und dem Niederländischen durch Bedeutungsverschiebung oder -verengung oft nicht ins Auge fällt.
Dänisch
Französisch
Textsammlungen
Beim Project Gutenberg stehen zahlreiche Texte frei zur Verfügung.
Siehe auch
- Englische Grammatik
- Ghoti
- Liste englischer Redensarten
- Englische Phonetik
- Englische Sprache in der Werbung
- Liste von Sprachen nach der Zahl ihrer Muttersprachler
- Chronologie englischsprachiger Medien
Literatur
- Wolfgang Viereck, Heinrich Ramisch, Karin Viereck: dtv Atlas Englische Sprache. dtv, 2002. ISBN 3423032391
- J. C. Wells: Accents of English. Volume I: An Introduction. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521297192
- J. C. Wells: Accents of English. Volume II: The British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285402
- J. C. Wells: Accents of English. Volume III: Beyond the British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285410
- Michael McCarthy, Felicity O'Dell: English Vocabulary in Use. upper-intermediate and advanced. Cambridge University Press, 1994
- Raymond Murphy: English Grammar in Use. Cambridge University Press, 1985
- Robert Phillipson: Linguistic Imperialism. Oxford University Press, 2000. ISBN 0194371468
Weblinks
- http://dict.leo.org/ – umfangreiches und ständig erweitertes Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Online-Wörterbuch
- http://www.odge.de/ - Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit über 420.000 Übersetzungen (auch ungewöhnliches)
- http://www.dict.cc/ – Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit mittlerweile über 400.000 Übersetzungen
- http://www.dict.org/ – greift auf mehrere Wörterbücher zu, die das dict-Protokoll benutzen
- http://www.EnglishTensesWithCartoons.com Englishe Zeiten
- http://www.phon.ucl.ac.uk/home/estuary/index.html - Estuary English
- http://www.wordorigins.org/ – Die Herkunft einiger hundert englischer Wörter
- http://www.etymonline.com/ – Online Etymology Dictionary, Erklärungen zur Herkunft einiger tausend englischer Wörter
- http://www.englisch-hilfen.de/ – kostenlose Nachhilfe mit Erklärungen und Übungen
- http://www.ego4u.de/ – Englische Grammatik Online
- http://www.sprachschule-lbt.de/index.php?sprachschulen=englischkurse-5-spaltensystem&englisch-lernen=lernhilfen – kostenloses Grammatiksystem der englischen Sprache zum Selbstlernen
- http://www.quickdic.de/ – Wörterbuch zum Herunterladen
- http://www.phrasen.com/ – Wörterbuch der englischen Redewendungen
- http://www.urbandictionary.com - Slang Dictionary
- http://www.woerterbuch.info/ – Deutsch-Englisch Wörterbuch mit 600.000 Übersetzungen und 125.000 Synonymen
- http://www.alt-usage-english.org/audio_archive.shtml - Sprachfiles für Indisch-, Britisch-, Austrailienenglish und noch vieles mehr
Kategorie:Einzelsprache
Kategorie:Englische Sprache
Kategorie:Anglistik
als:Englische Sprache
ja:英語
ko:영어
ms:Bahasa Inggeris
simple:English language
th:ภาษาอังกฤษ
zh-min-nan:Eng-gí
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.
Kalter Krieg
Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen.
Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren.
Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt.
Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.
Die Außenpolitik der Regierung Clintons
Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA.
Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschritt und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.
Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001
Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei "traditionelleren" Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung.
Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer "Achse des Bösen" (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea.
Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei.
Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Bush-Administration erhebt.
Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben.
George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen.
Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des "Kriegs gegen den Drogenanbau" und des Kriegs gegen den Terrorismus.
Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | :Kategorie:US-Außenpolitik | US-Interventionen im Ausland
Literatur:
- Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt, die amerikanische Außenpolitik von J.F. Kennedy bis G.W. Bush, Ullstein ISBN 3-548-36722-4
- Michael R. Beschloss / Strobe Talbott: Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989-91, ECON, ISBN 3-612-26166-5
- [http://usinfo.state.gov/usa/infousa/trade/files/98-916.pdf Congressional Research Service, Bericht an den Kongress zum Thema Entwicklungshilfe, 2004]
Gliederung
US-Interventionen im Ausland
Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA).
Liste der Städte in den USA
Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie "Parishes" und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Counties ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Townships, die, insbesonders im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen.
Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das "town meeting". Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versa
Britisches EnglischBritisches Englisch (British English, kurz BE oder BrE) ist die Bezeichnung für die Varietäten der englischen Sprache, wie sie auf den britischen Inseln gesprochen und unter der Bezeichnung British Standard English als Schriftsprache Verwendung findet.
Häufiger und in einem spezielleren Sinne bezeichnet man unter diesem Begriff die so genannte
"Received Pronunciation" (RP), die sich von den als Regional Standards genannten Sprachvarianten in Schottland, Wales und Irland unterscheidet.
RP ist ein Akzent, der mitunter, aber immer seltener, auch als "Queen's English", "King's English", "Oxford English" oder "BBC English" bezeichnet wird.
Dieser Akzent geht auf Merkmale der Aussprache im Südosten Englands zurück und galt bis vor einigen Jahren als diejenige englische Aussprachevariante, wie sie für gebildete Sprecher empfohlen wurde.
Received Pronunciation
Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen RP-Aussprachevarietäten: Conservative RP, General RP und Advanced RP.
"General Received Pronunciation" als Standardvariante auf den britischen Inseln
Bei seiner Beschreibung über die Aussprache des Englischen bezog sich der englische Phonetiker Daniel Jones auf RP als Referenzsystem. Er selbst sprach diese Sprachvariante und bezeichnete sie als eine Aussprache, die mit keiner bestimmten Region assoziiert werden könne. RP ist in dieser Hinsicht ein Soziolekt.
In seinem "English Pronouncing Dictionary" vermerkt Daniel Jones, dass die in seinem Buch benutzten Ausspracheregeln der Aussprache entsprechen, wie man sie in der Alltagssprache südenglischer Familien antrifft, deren Söhne die bekannten Internatsschulen (public boarding schools) besucht haben. Diese Aussprache hätten auch viele Sprecher angenommen, die nicht aus dem Süden Englands kommen und an diesen Schulen unterrichtet wurden. Auch die Mehrzahl der nicht an diesen Schulen ausgebildeten Sprecher aus den angesehenen Gesellschaftschichten würden RP benutzen.
Zur Verbreitung von RP trug vor allen Dingen die BBC bei, denn als Ansager wählte man grundsätzlich Sprecher mit diesem Akzent. RP wurde so zu einer Norm in der BBC.
Wenn auch die Variante des RP ihr Ansehen als Sprachnorm der Gebildeten und der Elite nicht verloren hat, so ist es aufgrund der wachsenden sozialen Mobilität, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch im Vereinigten Königreich entwickelte, doch mittlerweile nicht mehr zwingend, RP zu sprechen, um gesellschaftlich zu Ansehen zu kommen oder in bestimmten Bereichen arbeiten zu können. Seit Ende der 60er Jahre hat auch die BBC ihre Praxis geändert, so dass heutzutage Sprecher mit dialektal gefärbter Aussprache oder mit einem Advanced RP-Akzent im Fernsehen und im Rundfunk immer häufiger anzutreffen sind.
Charakteristik der "General Received Pronunciation"
RP gilt in Großbritannien nach wie vor als Referenzsystem für die Dialekte auf den britischen Inseln, aber auch für die anderen Varietäten der englischen Sprache. In Deutschland und in den meisten anderen Ländern Europas bildet RP die Grundlage des englischen Fremdsprachenunterrichts.
RP zeichnet sich hauptsächlich durch die folgenden charakteristischen Aussprachemerkmale aus:
Fremdsprachenunterricht
- RP unterscheidet zwischen (geschlossenen) gespannten und (offenen) ungespannte Vokalen, deren Länge sich nach dem Konsonanten richtet, der ihnen folgt. Vor stimmhaften Konsonanten und Sonoranten sind sie länger, vor stimmlosen Konsonanten werden sie kurz ausgesprochen, ohne allerdings dabei ihre Lautqualität zu verändern. Die vorderen Vokale sind generell ungerundet, die hinteren Vokale gerundet und die zentralen Vokale werden mit neutraler Lippenhaltung gesprochen.
- 'Aussprache des /r/ nur in prävokalischen und intervokalischen Positionen.
- intrusive /r/: Einschub eines /r/ an Silbengrenzen, wo zwei Vokale aufeinander treffen. Beispiel: law and order, wo zwischen law und and ein /r/ gesprochen wird.
- Unterscheidung zwischen palatalem /l/ und velarem /l/.
- Keine Unterscheidung zwischen behauchtem und unbehauchtem /w/ (Kein Unterschied bei der Aussprache des /w/ zwischen whale und Wales).
Nur wenige, meist ältere Menschen auf den britischen Inseln sprechen noch "Conservative RP", ein Akzent,
der sich durch eine äußerst distinguierte Artikulation auszeichnet. So wird behauchtes und unbehauchtes
/w/ unterschieden. Der Diphthong in home und der Vokal in lord werden geschlossener
ausgesprochen als in der General RP.
Advanced RP und Estuary English
Bereits Alfred C. Gimson, ein Schüler von Daniel Jones, konstatierte in den 60er Jahren eine "moderne" RP-Aussprache, die er Advanced RP nannte. RP war immer schon ein Akzent, der auf der Grundlage der südöstlichen Dialekte basierte. Advanced RP, der meist von jungen Leuten der höheren Schichten übernommen wurde, zeichnete sich nun dadurch aus, dass das gesamte Vokalsystem der von Daniel Jones beschriebenen "Conservative RP" offener wurde, und zwar indem die gesamte Artikulationsbasis offener wurde und letztlich nur eine Zentralisierung des gesamten Vokalsystems darstellte. Advanced RP war allerdings immer noch RP, und in den 60er Jahren hörte man nun diese moderene Sprechart in wachsendem Maße auch in den Medien.
Vor allen Dingen trug hierzu auch die Tatsache bei, dass das RP der "alten Leute" und der "Reichen" immer mehr als allzu sehr distinguiert (vornehm) und elitär empfunden wurde und Advanced RP dem britischen Understatement entgegenkam.
Da sich die südöstlichen Dialekte Englands generell durch einen offenere und laxere Aussprache auszeichneten, beinhaltete ein "Advanced RP"-Akzent die Tendenz, den Dialekten wie z. B. dem Cockney und dem Dialekt in Essex ähnlich zu werden. Der Vokal in good wurde entrundet und die Vokale in see und mood wurden nun leicht diphthonghiert, während die Diphthonge selbst etwas gelängt wurden. Auch die Intonation des "RP", die ohne Zweifel "südostenglisch" war, tendierte immer mehr in Richtung der südöstlichen Dialekte.
1984 prägte David Rosewarne, ein Englischlehrer, der Ausländer unterrichtete, den Begriff Estuary English, das er als eine Sprachvariante bezeichnete, die als eine Vermischung typisch südöstlicher Aussprachemerkmale mit RP beschrieben werden kann, also als eine Art Mittelding zwischen dem Londoner Akzent (Cockney) und RP. Es handelt sich hier genauer um eine Weiterentwicklung des Advanced RP und um einen Akzent, der auf den britischen Inseln von immer mehr Menschen als modernes Standardenglisch angesehen wird und von ihnen in wachsendem Maße als Akzent angenommen wird.
Die Merkmale des Estuary English sind:
- Knacklaut ("Glottal Stop") als Ersatz für /t/ zwischen Vokal und Wortsilbengrenze.
- Ersetzung des dunklen /l/ durch /o/, so genanntes "L-Vocalization"
- Ersetzung von /tj/ und /dj/ durch [] und [] ("tune" und "dune" werden wie [] und [] ausgesprochen.
Unterschiede zwischen dem britischen und amerikanischen Englisch
Vergleicht man das amerikanische Englisch (AE oder GA/General American) mit dem britischen Englisch (BE), dann darf nicht übersehen werden, dass es sich um ein und dieselbe Sprache handelt. Das Englische ist in dieser Hinsicht eine plurizentrische Sprache. Die Unterschiede zwischen den beiden Großvarianten liegen im Vokabular, in der Grammatik, bei den orthographischen Regeln und in der Aussprache. Diese Unterschiede, insbesondere im Bereich der Grammatik, aber auch beim Vokabular, sind jedoch nicht mehr als Tendenzen hinsichtlich der Gebrauchshäufigkeit der Erscheinungen in der jeweiligen Varietät des Englischen.
Grammatikalische Unterschiede zwischen BE und AE
In grammatischer Hinsicht sind die Unterschiede zwischen den beiden Großvarianten des Englischen gering.
Hervorstechend ist hier die Behandlung der Verben have und get:
Im britischen Englisch besteht beim Verb have in der Bedeutung von "haben, besitzen" die Möglichkeit zwischen Hilfsverb und Vollverb zu unterscheiden, so dass der Beispielsatz Has he (got) any children? ("Hat er Kinder?"), in der es um einen dauernden "Besitz" geht, mit dem Beispielsatz Do you have a letter from her? ("Hast du einen Brief von ihr?") kontrastiert. Im amerikanischen Englischen wird in beiden Fällen eine Umschreibung mit to do bevorzugt. Auch ist have got in Nordamerika unüblich.
Das Partizip des Verbes get besitzt im amerikanischen Englisch neben der Form got die Form gotten, die im britischen Englisch untypisch ist: She has gotten a new child ("Sie hat soeben ein Kind bekommen").
Das Amerikanische hat im Vergleich zum Englischen einige regelmäßige Verbformen wie burned, smelled, learned, während man in England burnt, smelt und learnt bevorzugt.
Unterschiede im Vokabular zwischen BE und AE
Folgende Tabelle gibt eine Auswahl von Begriffen wieder, die im britischen und amerikanischen Englisch mit unterschiedlichen Vokabeln bezeichnet werden.
Siehe: Englische Wikipedia
Schichtung des Englischen auf den britischen Inseln
Britische Dialekte des Englischen
Bis in die jüngste Vergangenheit war, mit Ausnahme einiger Gegenden in England, dialektale Sprechweise
ein Makel.
Die Mundart verriet "Unbildung" und galt als Hindernis im gesellschaftlichen Fortkommen.
Anders als im Deutschen, wo der Dialekt oder regional gefärbte Aussprache in den meisten Fällen nicht
als sozialer Makel aufgefasst wird und die Dialektliteratur eine lange Tradition hat, litten die
englischen Dialekte lange unter diesem gesellschaftlichen Stigma.
Die altenglischen Dialekte lassen sich grob in eine nördliche, eine westliche und eine südöstliche
Großvariante einteilen. Kennzeichen der nördlichen Dialekte (Midlands, North) ist die Realisierung
des im Süden Englands üblichen Lautes [ʌ] wie beispielsweise in but, cut als [ʊ] und [æ] wie beispielsweise in back, sad als [a]. Der Westen zeichnet sich dadurch aus, dass das r in allen Positionen gesprochen wird (sogenannte rhotische Akzente).
rhotische Akzente
- North
- Northeast
- Northumberland
- Durham
- Humberside
- Central North
- Cumbrian
- Yorkshire
- Lancashire
- Midlands
- Merseyside
- Scouse
- Central Midlands
- Derbyshire
- Northeast Midlands
- Nottinghamshire
- North Lincolnshire
- East Midlands
- Leicestershire
- South Lincolnshire
- Rutland
- West Midlands
- Black Country
- Birmingham (Brummie)
- Northwest Midlands
- Manchester
- Staffordshire
- Cheshire
- East
- East Anglia
- Norfolk
- Suffolk
- South Midlands
- Northamptonshire
- Cambridgeshire
- South
- South East
- Estuary English (London, Essex)
- Cockney
- Kentish
- Surrey, Sussex
- Upper South West
- Gloucestershire
- Worcestershire
- Herefordshire
- Shropshire
- Warwickshire
- Central South West
- Bristol
- Oxfordshire
- Berkshire
- Somerset
- Wiltshire
- Lower South West
- Devon
- Cornwall
- Schottische Dialekte des Englischen
- Walisisches Englisch
- Irisches Englisch
- Nordirland
- Mid Ulster English
- Ulster Scots
- Republik Irland
- Dublin
- Cork
- Limerick
- Kerry
- Donegal
- Cavan
UK Slang - Britischer Slang
Slang gilt als einzigartig und als eine besondere Eigenart des Englischen. Tatsächlich ist dieser nicht nur dem Englischen vorbehalten. Die theoretische Beschäftigung mit ihm hat allerdings in den USA und in England bereits früher als in manchen anderen Ländern begonnen.
Slang ist unterhalb der informellen Umgangssprache (informal speech), aber oberhalb des Cant angesiedelt. Slangwörter sind meist sehr kurzlebig.
Man unterscheidet gruppenspezifischen Slang (Jugendslang, Computerslang und so weiter) vom allgemeingültigen Slang, der überall in der englischsprachigen Welt verstanden und benutzt wird.
Dieser allgemeine Slang umfasst Slangwörter, die sich länger halten als das durchschnittliche Slangwort, und die im Begriff sind, in den Bereich der informellen Umgangssprache "aufzusteigen", insbesondere dann, wenn es sich nicht um Vulgärausdrücke handelt.
Bei den folgenden Ausdrücken handelt es sich um typisch britische langlebige Slangwörter, die von Amerikanern oft nicht verstanden werden:
- Adam and Eve (believe)
- berk (Idiot)
- bollocks (Hoden, Unsinn)
- bunged up (erkältet)
- barmy (dämlich)
- dotty (doof)
- decko (have a decko = mal eben nachschauen)
- dead on (genau)
- fanny (Vagina)
- flash (angeberisch ausschauend)
- gamp (Regenschirm)
- gob (Mund)
- goolies (Hoden)
- grotty (eklig)
- knackered (erschöpft)
- lolly (Geld)
- loo (Klo)
- Marks and Sparks (Marks & Spencers, Textilwarenhaus)
- mate (Kumpel)
- moggie (Kätzchen)
- naff off ("abhauen")
- natter ("plappern")
- nick (klauen)
- nipper (kleiner Junge)
- odds and sods (allerlei Kleinigkeiten)
- poofter (Schwuler)
- prole (Arbeiter)
- randy (sexuell erregt)
- togs ("Klamotten")
- whacked (müde, erschöpft)
Oft kann es sogar zu Missverständnissen kommen: wenn eine Engländerin den amerikanischen Angestellten an der Rezeption des amerikanischen Hotels darum bittet, am nächsten Morgen geweckt zu werden und dabei die für sie unverfänglichen Worte knock up (aufwecken) benutzt, so wird der Amerikaner ziemlich konsterniert sein, da für ihn knock up ein Slangausdruck ist und er ihn mit ganz anderen Dingen assoziiert.
Literatur
- Daniel Jones: The Pronunciation of English, 1956
- Daniel Jones: English Pronouncing Dictionary, 1998, ISBN 0521425867
- A. C. Gimson: An Introduction to the Pronunciation of English, 1980, ISBN 0713162872
- Alan Cruttenden: Gimson's Pronunciation of English, 2001, ISBN 0340759720
- Roland Arnold,Klaus Hansen: Englische Phonetik, 1996, ISBN 3324003490
- Karl Hubmeyer: Lautveränderungen im gegenwärtigen Englisch. Eine experimentalphonetische Studie zur lautlichen Performanz der "Received Pronunciation", 1980, ISBN 3853694276
Weblinks
- [http://www.natcorp.ox.ac.uk British National Corpus]
- [http://www.peak.org/~jeremy/dictionary/ The British American Dictionary]
- [http://europa.eu.int/comm/translation/writing/style_guides/english/style_guide_en.pdf Richtlinien der Europäischen Kommission zur englischen Sprache]
- [http://www.collectbritain.co.uk/collections/dialects/ Sprachbeispiele englischer Dialekte und Akzente]
- [http://www.englisch-hilfen.de/words/be-ae.htm Listen British - American English - Deutsch] und [http://www.englisch-hilfen.de/exercises_list/verschiedenes.htm Übungen]
- [http://www.sprachschule-lbt.de/index.php?sprachschulen=englischkurse-unterschiede-uk-us-a-f&englisch-lernen=lernhilfen&var=2 Englisch lernen - Unterschiede zwischen British und American English]
Kategorie:Anglistik
Kategorie:Englischvariante
Kategorie:Großbritannien
simple:British English
OrthographieDie Orthographie, -grafie oder Rechtschreibung ( v. griech. ὀρϑός „richtig“ und γραφή „Schrift“; seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Übersetzung des griech.-lat. Terminus orthographía) ist die in bestimmten Regeln festgelegte, allgemein geltende Schreibung der Wörter einer Sprache in der verwendeten Schrift.
Die Rechtschreibung setzte sich während vieler Jahrhunderte erst allmählich durch, in manchen Sprachen früher als in anderen. Heute werden so gut wie alle Schriftsprachen (außer manchen nur selten geschriebenen Dialekten) nach mehr oder weniger festen Rechtschreibregeln geschrieben. Regelwidrige Schreibung wird als Rechtschreibfehler bezeichnet.
Bei der Rechtschreibung in Alphabetschriften unterscheidet man zwei grundlegend verschiedene Ansätze:
- die phonetische Rechtschreibung, die eine möglichst einfache Beziehung zwischen Lautfolge und Schriftbild anstrebt („schreibe, wie du sprichst“), wobei im Idealfall ein Graphem nur einem Phonem entspricht (phonematische R.), und
- die etymologische Rechtschreibung, die grammatische und sprachgeschichtliche Ableitungsbeziehungen zwischen verschiedenen Wörtern und insbesondere zwischen den konjugierten, komparierten oder deklinierten Formen eines Wortes sichtbar werden lässt.
Überwiegend phonetisch ist die Orthographie zum Beispiel des Bulgarischen, Finnischen, Italienischen, Russischen, Serbischen, Spanischen und Türkischen.
Ein Extrembeispiel für etymologische Orthographie stellt das Englische dar. Im Englischen kann eine Buchstabenfolge (z. B. ough) vier oder mehr verschiedene Aussprachen haben; umgekehrt kann eine bestimmte Lautfolge viele verschiedene Schreibungen haben, je nachdem, in welchem Wort sie vorkommt.
Auch das Französische schreibt sich entschieden etymologisch. Würde, rein hypothetisch, Frankreich seine Orthographie auf eine rein phonetische Grundlage stellen, wäre von einem Tag auf den anderen die Familienähnlichkeit des Französischen mit den übrigen romanischen Sprachen nicht mehr zu erkennen. Im Französischen kann ein Phonem neun verschiedene Schreibungen haben (z. B. die Homonyme au, aux, haut, hauts, os, aulx, oh, eau, eaux).
Im Deutschen herrscht eine Mischform zwischen phonetischer und etymologischer Orthographie vor. Zwar gibt es eine Tendenz zu lautgerechter Schreibung, es gibt aber viele Ausnahmen. Mehrere Rechtschreibreformen haben diese allmählich verringert. Andererseits werden bei jüngeren Entlehnungen insbesondere aus dem Englischen Schreibungen häufig nicht an das deutsche Lautbild angepasst.
Es hat sich gezeigt, dass in Sprachen mit phonetischer Orthographie Legasthenie seltener auftritt und das Erlernen der Orthographie erleichtert wird.
Bedeutende Personen der deutschen Orthographiegeschichte
- 15./16. Jh.: Niklas von Wyle, Heinrich Steinhöwel
- 17. Jh.: Justus Georg Schottel, Philipp von Zesen
- 18. Jh.: Johann Christoph Gottsched, Johann Christoph Adelung
- 19. Jh.: Johann Christian August Heyse, Konrad Duden, Jacob Grimm, Rudolf von Raumer
- 20. Jh.: Gerhard Augst, Burkhard Schaeder, Peter Gallmann, Max Mangold, Dieter Nerius, Kerstin Güthert, Horst Sitta, Klaus Heller, Christoph Stillemunkes, Eugen Wüster, Hermann Zabel
- 21. Jh.: Theodor Ickler
Siehe auch
- Buchdruck, Binnen-I, Binnenmajuskel
- Buchstabe ß (sz bzw. ss), Deutsche Sprache, Durchkopplung
- Geschichte der deutschen Rechtschreibung, Graphemik, Interpunktion
- Neue deutsche Rechtschreibung, Alte deutsche Rechtschreibung, Satzzeichen, Plenk
- Zum Streit über die Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 siehe Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996: Kritik und Apologetik.
Weblinks
- [http://www.canoo.net Canoo.net] Onlinewörterbuch und Deutsche Grammatik, Flexion und Wortbildung
- [http://www.deutsche-rechtschreibung.de] Onlinewörterbuch alte-neue deutsche Rechtschreibung, Regelwerk, Wörterliste
Kategorie:Schreiben
Kategorie:Buch
Kategorie:Zeitung
als:Orthographie
simple:Orthography
zh-min-nan:Chiàⁿ-jī-hoat
Noah Webster
Noah Webster ( - 16. Oktober 1758 in West Hartford, Connecticut; † 15. April 1843 in New Haven, Connecticut) war ein US-amerikanischer Lexikograf, Rechtschreibreformer, Publizist, Übersetzer und Schriftsteller. Auf seine Reform gehen die meisten Unterschiede in der Orthographie des amerikanischen Englisch gegenüber dem britischen zurück.
Leben
Webster entstammte einer alten Puritanerfamilie; mütterlicherseits stammte er von William Bradford ab, dem zweiten Gouverneur der Kolonie Plymouth. 1774 begann er ein Studium an der Yale-Universität, das er aber beim Ausbruch des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges unterbrach, um in der Miliz seines Vaters gegen die Engländer zu kämpfen. Aus seiner jugendlichen Begeisterung für die Unabhängigkeitsbewegung erwuchsen auch seine sprachlichen Reformgedanken, die der USA auch eine kulturelle Unabhängigkeit bringen sollten.
Er wurde zunächst Anwalt, wurde dann aber Lehrer. Seine erste Veröffentlichung war das dreibändige "A Grammatical Institute of the English Language" (1883-85), das aus einer Grammatik, einem Schulwörterbuch und einer Fibel bestand.
Websters Wörterbuch, Webster's Dictionary
Webster veröffentliche sein erstes Wörterbuch 1806, eine stark erweiterte Fassung erschien 1828 als An American Dictionary of the English Language. Es wurde ein solcher Erfolg, dass im amerikanischen Sprachgebrauch "Webster" ("Webster's") bald zum Synonym und Begriffsmonopol für "Wörterbuch" wurde. Nach seinem Tod war sein Name nicht urheberrechtlich geschützt, so dass viele Verleger seinen Namen auf ihre Wörterbucher druckten. Die Brüder Merriam kauften nach Websters Tod die Rechte an der Fassung von 1828, und heute gilt der Merriam-Webster als das Standardwörterbuch des amerikanischen Englisch. Eine erweiterte Ausgabe erschien 1913; diese und alle älteren Fassungen sind heute public domain. Obwohl die Wörterbücher des Verlags Merriam-Webster (ein Tochterunternehmen der Britannica) direkt auf auf Noah Websters Auftraggeber zurückgehen, nutzen viele weitere Verlagshäuser wie Random House oder John Wiley & Sons den Namen Webster's.
Webster veröffentlichte 1833 zudem eine Bibelübersetzung auf der Grundlage der King James Bible unter Berücksichtigung der griechischen und hebräischen Urfassungen. Er ersetzte veraltete Wörter, aktualisierte die Grammatik und ersetzte zudem einige Wendungen, die er als anstößig empfand.
Weblinks
- [http://www.cbtministries.org/resources/webster1828.htm Websters Wörterbuch in der Fassung von 1828]
- [http://www.dvddemystifiziert.de/webster/index.html Websters Wörterbuch in der Fassung von 1913]
- [http://www.m-w.com/ Der aktuelle Merriam-Webster online]
- [http://bible.christiansunite.com/webindex.shtml Webster Bibelübersetzung]
- [http://www.bible-researcher.com/webster.html Vorwort zur Websterbibel]
- [http://edweb.sdsu.edu/people/DKitchen/new_655/webster_language.htm Vorschläge zu einer radikalen Rechtschreibreform aus jungen Jahren]
- [http://www.learnersdictionary.com Meriam Webster's Leaners Dictionary]
Webster, Noah
Webster, Noah
Webster, Noah
Webster, Noah
Webster, Noah
Webster, Noah
SlangDas engl. Lehnwort Slang bedeutet
#Umgangssprache. Im Englischen umfasst Slang eigentlich nicht die allgemeine Umgangssprache, sondern den Jargon einer bestimmten sozialen Klasse oder einer bestimmten Berufsgruppe, der außerhalb der englischen Standardsprache steht. In einem spezielleren Sinne wird der Ausdruck benutzt für die englische Vulgärsprache. Der deutsche Gebrauch hat davon noch einen Beiklang. Slang kann also zudem im Einzelnen bedeuten:
#Tabuworte (siehe politisch korrekt)
#Sexualsprache für Geschlechtsorgane und Sexualpraktiken
#Derbheiten
#Eine Skriptsprache, siehe S-Lang
# Synonym für Fritz Hampel, Schriftsteller Slang
Siehe auch: Netzjargon
Slang ist nicht Jargon! Slang ist nicht Dialekt und nicht Akzent. Slang ist ein lexikales Phänomen. Es besteht aus Wörtern und Phrasen die Sprecher in informellen Situationen benutzen, um ihre Identifikation mit einer bestimmten Gruppe oder einem gewissen Trend auszudrücken. Der Unterschied zur Umgangssprache ist, dass diese jeder Muttersprachler versteht, Slang hingegen wird nur von gewissen Gruppen verstanden. Gewisse Slang-Wörter werden so populär, dass sie zum "general slang" werden, der weiter Verbreitung findet und so sogar zur Umgangssprache (colloquial) oder sogar zum Standard werden können (i.e. phone - telephone; pub - public house; bus - omnibus). Fazit: Slang ist unterhalb der Umgangssprache angesiedelt und kein Jargon.
CNNCable News Network (Abk.: CNN) wurde am 1. Juni 1980 von Ted Turner in Atlanta, USA als erster ausschließlicher Nachrichten-Fernsehsender gegründet. Damals war der Sender nur 1 % der Bevölkerung zugänglich.
CNN gehört dem Time Warner-Konzern an und sendet in englischer Sprache. Seit der Gründung wurden einige Nachahmer gegründet, wie zum Beispiel der derzeitige Marktführer Fox News Channel und das 'drittplatzierte' MSNBC.
Neben dem nationalen US-Nachrichtensender CNN wird von der selben Firma auch der ebenfalls englischsprachige internationale Sender CNN International, welcher weltweit von mehr als einer Milliarde Menschen in 212 Ländern empfangen werden kann, produziert. Dieser hat einen internationalen Anspruch und ist auf allen Kontinenten zu empfangen (im Gegensatz zu CNN, welches nur in den USA und Kanada verbreitet wird).
Durch den Zuschnitt unterscheidet sich das Programm von CNN von dem von CNN International beträchtlich. Lediglich die von CNN US produzierten Formate Larry King Live/Weekend, Newsnight with Aaron Brown, sowie Late Edition with Wolf Blitzer werden regelmäßig von CNN International übernommen. Auch bei besonders wichtigen Nachrichtenereignissen senden beide Sender mit Breaking News das selbe Programm.
Unterscheiden kann man die beiden Sender am Logo. CNN International hat stets eine Weltkugel neben dem CNN-Schriftzug, CNN dagegen nicht. Programme des Muttersenders auf CNN International sind also dadurch leicht zu identifizieren
In Deutschland ist CNN am Nachrichtensender n-tv beteiligt, in weiteren Ländern hat CNN eigene Ableger in der jeweiligen Landessprache (z. B. CNN Türk in der Türkei und CNN+ in Spanien). Neben den Fernsehprogrammen (insgesamt 15, u.a. CNN Headline News, CNNSI uvm.) betreibt CNN International auch 12 Websites in verschiedenen Sprachen, u.a. auch auf arabisch, koreanisch und japanisch.
Zurzeit hat CNN mehr als 40 Büros, davon 12 in den USA, in denen Nachrichtenbeiträge recherchiert und gesendet werden.
Das CNN Center, welches u.a. Headquarter von CNN und CNN International ist, befindet sich in Atlanta, US-Bundesstaat Georgia.
Das zweitgrößte Büro, neben Atlanta, befindet sich in New York. Hier wird zum Beispiel das Frühmagazin "American Morning" und die meisten Sendungen des Hauptabendprogramms (wie Paula Zahn Now und Newsnight) produziert. Mit einem großen Mitarbeiterstab und Produktionen wie "The Situation Room" ist Washington, D.C. die Nummer 3 unter den US-amerikanischen CNN-Studios.
Das größte Büro außerhalb der USA befindet sich in London, (CNN's Europe Center). Hier wird unter anderem die CNN International Website erstellt und aktualisiert.
CNNs Asia Center ist in Hongkong. Hier wird unter anderem "World News Asia" mit Veronica Pedrosa und Andrew Stevens produziert.
CNN und CNN International wurden u.a. bekannt durch eine intensive Berichterstattung zum Golfkrieg.
Am 17. Dezember 2004 sendete der Finanzkanal von CNN, CNNfn, sein letztes Programm.
Siehe auch
- CNN International
- Liste der Fernsehprogramme in den USA
- Breaking News
Weblinks
- [http://www.cnn.com/US CNN.com/US]
- [http://www.cnn.com/international CNN.com/international]
- [http://www.cnn.com/feedback/help/ CNN FAQ]
- [http://www.cnn.de gemeinsame deutschsprachige Webseite von CNN und n-tv]
- | | |