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Amigo

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Die AMIGO Spiel + Freizeit GmbH ist ein in Dietzenbach ansässiges deutsches Unternehmen, das Spiele herstellt und vertreibt.

Geschichte

Nach seiner Gründung 1980 veröffentlichte das Unternehmen vorwiegend Kartenspiele. Der Durchbruch gelang mit dem deutschen Vetrieb des UNO-Kartenspiels (bis 1992, seitdem Mattel). Fortan wagte man sich auch an umfangreichere Brettspiele und wurde 1998 dafür belohnt: Das Brettspiel Elfenland erhielt die Auszeichnung Spiel des Jahres und erzielte bei der Verleihung des Deutschen Spielepreises den dritten Platz. Bis heute ist das Spielesortiment stark angewachsen; neben klassischen Brett- und Kartenspielen kamen auch Rollenspiele wie Dungeons & Dragons und Sammelkartenspiele hinzu, darunter Magic: Die Zusammenkunft, das Pokémon Sammelkartenspiel und weitere international populäre Vertreter dieser momentan sehr populären Spielegattung. Mit der Anzahl der Spiele nahm auch die Anzahl der Auszeichnungen bis heute stetig zu. Das Firmenmotto lautet „Tolle Spiele aus guten Ideen“. Das Unternehmen beschäftigt derzeit ca. 60 Mitarbeiter.

Bekannte Spiele von Amigo


- 6 nimmt
- Bohnanza
- Saboteur
- Halli Galli
- SOLO
- Bohnaparte
- Geschenkt
- Razzia!
- Tanz der Hornochsen
- Untergang von Pompeji, Der
- Wizard
- Weinhändler, Die
- Sag´s mit Symbolen
- Augen auf!
- Meine kleine Farm
- Rätselturm
- Wenzel Wuselwurm
- 8 1/2
- Papa Bär
- Snorta
- Zur Kasse bitte!
- Robo Rally

Weblinks


- [http://www.amigo-spiele.de amigo-spiele.de] - Offizielle Website von Amigo Spiel und Freizeit GmbH. Kategorie:Spieleverlag Kategorie:Unternehmen (Hessen)

Dietzenbach

Dietzenbach ist die Kreisstadt des Kreises Offenbach und liegt ungefähr 12 Kilometer südöstlich von Frankfurt am Main an der Bieber. Die heutige Stadt war vor dem Zweiten Weltkrieg ein bäuerliches Dorf mit nicht ganz 4000 Einwohnern, erfuhr aber nach 1945 einen wesentlichen Bevölkerungszuwachs durch Flüchtlinge. Seit den 1970er Jahren wuchs Dietzenbachs Bevölkerung rasant bis heute auf etwa 34.800 (Anfang 2004) Menschen an. Knapp ein Drittel der Bewohner stammen aus über hundert Nationen außerhalb Deutschlands. Landwirtschaftliche Strukturen sind heute in Dietzenbach nicht häufig zu sehen. 2001 war Dietzenbach Veranstaltungsort des Hessentages.

Geschichte

Der Ort Dietzenbach wird um das Jahr 1210 erstmals urkundich in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Patershausen als Dicenbah erwähnt. Die später verwüsteten Siedlungen Ippingshausen und Richolshausen lagen im frühen Mittelalter in der heutigen Dietzenbacher Gemarkung. 1545 wurde durch die Grafen von Hanau, welche seit einigen Jahrhunderten Landesherren in Dietzenbach waren, der Protestantismus eingeführt. Als die Grafen von Hanau 1736 ausstarben stritten sich die Landgrafen von Hessen-Darmstadt und die von Hessen-Kassel um die Herrschaft über Dietzenbach. Das Amt Schaafheim kam 1773 mit dem ihm zugehörigen Dietzenbach an Hessen-Darmstadt. Durch die Aufteilung der Rödermark 1818 erhielt der Ort seinen Gemeindewald. 1821 wurde das Amt Schaafheim aufgelöst und Dietzenbach kam zum Landratsbezirk Langen. Schon 1832 wurde Dietzenbach aber dem Kreis Offenbach zugewiesen. Im Jahre 1898 wurde die Eisenbahn über Offenbach, Bieber und Heusenstamm nach Dietzenbach eingeweiht und der Bahnhof errichtet, der heute von der S-Bahn Rhein-Main genutzt wird. Ein britischer Luftangriff verursachte 1941 schwere Schäden im Ort. Dietzenbach erhielt 1970 Stadtrechte. Seit 2002 ist Dietzenbach Sitz des Kreises Offenbach.

Einwohnerentwicklung

1834 hatte Dietzenbach 3695 Einwohner. 100 Jahre später, 1939, waren es 3695. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1950 lebten 4711 Menschen in der Gemeinde. 1961 waren es bereits 6303. Nachdem in den 1960er Jahren umfangreiche Neubaugebiete errichtet wurden lebten 1970 12.449 Einwohner in der Stadt Dietzenbach. 1983 sind es 25.500 und 1997 33.015 Einwohner, darunter 30 Prozent mit einer anderen als der deutschen Staatsangehörigkeit.

Stadtteile

Steinberg

Steinberg ist ein Stadtteil der hessischen Kreisstadt Dietzenbach. In Steinberg befinden sich Teile des Gewerbegebiets Nord, die Kindertagesstätten 3, 5 und 11, das Seniorenzentrum Siedlerstraße, sowie die 4 Schulen Astrid-Lindgren-Schule (Grundschule), Regenbogenschule (Grundschule), Helen-Keller-Schule (Sonderschule) und Heinrich-Mann-Schule (Schulformbezogene Gesamtschule mit gymn. Oberstufe). Zudem gibt es ein Sportgelände an der Limesstraße. Im Zentrum befindet sich das Einkaufs-Zentrum Steinberg. In Steinberg leben knapp 12.000 Menschen.

Hexenberg

Hexenberg ist ein Stadtteil von Dietzenbach. Er ist nach der höchsten Erhebung im Landkreis Offenbach benannt.

Altstadt

In der Dietzenbacher Altstadt sind noch zahlreiche Fachwerkhäuser erhalten. Außerdem befindet sich das Dietzenbacher Heimatmuseum in der Altstadt. Im alten Ortskern von Dietzenbach leben knapp 23.000 Menschen.

Spessartviertel (ehem. Starkenburgring)

Der Stadtteil, der direkt an die Altstadt angrenzt, ist ein Viertel mit reiner Hochhausbebauung. Ursprünglich als Luxusviertel geplant, stellen die sozialen Probleme dort die Stadt heute vor größere Herausforderungen.

Verkehr

Dietzenbach ist seit Ende 2003 mit der Linie S 2 an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Die Stadt bildet den Streckenabschluss der Trasse Niedernhausen - Hofheim - Frankfurt - Offenbach - Dietzenbach. Außderdem verfügt Dietzenbach über ein eigenes Stadtbusnetz mit zentralem Busbahnhof an der S-Bahn-Haltestelle „Dietzenbach Mitte“. Über die B 459 sind die Autobahnen A3 und A661 über die Anschlussstelle Offenbach in wenigen Minuten zu erreichen.

Wappen und Flagge

Das heutige Dietzenbacher Wappen wurde 1957 von den Dietzenbacher Gemeindevertretern beschlossen und vom damaligen Hessischen Innenminister Schneider genehmigt.

Bild

Auf rotem Schild läuft ein silberner Schrägbalken mit blauem Wellenband von links oben nach rechts unten. In den beiden Feldern sind jeweils ein Ast goldene Trauben mit zwei grünen Blättern dargestellt.

Symbolik

Die Trauben erinneren an die Weinbautradition in Dietzenbach. Bis ins 18. Jahrhundert und wieder seit den 1960er Jahren wurde und wird am Wingertsberg Wein angebaut. Das blaue Band bezieht sich auf den Namen Dietzenbach, aus dem althochdeutschen als murmelnder Bach oder Bach des Dietz interpretiert (vergl. hierzu „775 Jahre Dietzenbach“, herausgegeben vom Magistrat Dietzenbach).

Flagge

Die Dietzenbacher Flagge besteht aus zwei schmaleren blauen Außenbahnen welche die breitere gelbe Innenbahn rahmen. Auf der Innenbahn ist das Dietzenbacher Wappen aufgebracht.

Berühmter Sohn der Stadt

Der Dietzenbacher Schauspieler Götz Otto spielte unter anderem in „Der Morgen stirbt nie“ und in „Der Untergang“ mit.

Partnerstädte


- Vélizy-Villacoublay, Frankreich (seit 1976)
- Masaya, Nicaragua (seit 1985)
- Rakovník, Tschechische Republik (seit 1986)
- Neuhaus am Rennweg, Thüringen (seit 1990)

Weblinks


- [http://www.dietzenbach.de/ Website der Kreisstadt Dietzenbach] Kategorie:Ort in Hessen

Spiel

Spielen (v. althochdt.: spil = Tanzbewegung) ist eine Tätigkeit, die ohne bewußten Zweck zur Entspannung, nur aus Freude an ihrer Ausübung, ihrem Inhalt oder ihrem Ergebnis ausgeführt wird.

Zum Wesen des Spiels

Das Spiel ist eine Beschäftigung, die um der in ihr selbst liegenden Zerstreuung, Erheiterung oder Anregung willen, meist mit andern in Gemeinschaft, vorgenommen wird. Man teilt die Spiele am besten ein in
- Bewegungsspiele, zu denen unter anderen die Ball-, Kugel-, Kegel- und Fangspiele gehören, und in
- Ruhespiele, die der Schärfung der Beobachtung und der Aufmerksamkeit und der Betätigung des Geistes dienen. Die meisten unsrer sogenannten Gesellschaftsspiele, dazu auch Karten-, Brettspiele usw. gehören zu diesem Typus. Glücksspiele, die lediglich zu dem Zweck betrieben werden, um finanzielle Gewinne zu erzielen, fallen nicht unter diesen Begriff des Spiels. Meist hat das Spiel(en) auch zwanglosen Charakter, doch kann der natürliche Spieltrieb des Menschen in eine Sucht ausarten. Spielerische Tätigkeiten sind ihrem Wesen nach nicht der Arbeit, sondern der Freizeit zugeordnet und dienen in der Regel dem lustbetonten Zeitvertreib des Spielers oder einer Spielgesellschaft. Jedem Kind ist die Neugier und Lust zum Spiel angeboren. Sie wird entwicklungspsychologisch als die Haupttriebkraft der frühkindlichen Selbstfindung und späteren Sozialisation des Menschen angesehen. Danach reflektiert, erforscht und erkennt der Mensch die Welt zuerst im Kinderspiel. Den Wert des Spiels erkannten schon die Gesetzgeber und Philosophen des Altertums. Später ist es vor allem durch Jean-Jacques Rousseau und die Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi und Friedrich Wilhelm August Fröbel auch erzieherisch zur Geltung gekommen. Die Bewegungsspiele haben auch das Turnen, insbesondere das Schulturnen stark beeinflusst. Die Rolle des Spielens in der Gesellschaft erforscht die Ludologie

Klassifikation von Spielen

Rolf Oerter und Leo Montada haben in ihrem Standardwerk über Entwicklungspsychologie eine Einteilung der Spielentwicklung bei Kindern vorgenommen:
- sensomotorisches Spiel
- Informationsspiel
- Konstruktionsspiel (Bauklötze...)
- Als-ob-Spiel
- Rollenspiel
- Regelspiel

Spiel oder Nicht-Spiel?

Die Tätigkeit eines Menschen oder eines Tieres ist kein Spiel, wenn sie erzwungen oder zweckgebunden ist, das heißt unmittelbar der Pflichterfüllung, Notdurft, Suchtbefriedigung, Schadensabwendung oder Schmerzvermeidung geschuldet ist. Es gibt jedoch keine genauen Abgrenzungen, so wie beim Lernspiel, das dem Zweck des Lernens dient, aber dennoch spielerisch sein soll. Spielen gewinnt eine besondere Qualität, wenn kreative Aspekte überwiegen, das heißt weiterreichende Entwicklungen der teilnehmenden Persönlichkeiten und ihrer gesellschaftlichen Beziehungen ins Auge gefasst werden. Obwohl solche Spiele nach ökonomischen Kriterien keinesfalls Arbeit sind, tragen sie aus sozialwissenschaftlicher Sicht doch ganz wesentliche Arbeitsmerkmale. Es kommt auf die Rolle und Funktion des Beteiligten im Spiel oder Nicht-Spiel und auf die Sichtweise des Beobachters an. Eine überaus treffende Definition für Spiel stammt von Johan Huizinga, einem niederländischen Kulturanthropologen, dessen Hauptwerk sich Homo ludens nennt:
- "Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewusstsein des 'Andersseins' als das 'gewöhnliche Leben'." (Huizinga 1938/1991, S. 37):

Historie

Vom spielerischen Umgang mit jedwelcher Materie ist der Mensch schon immer fasziniert gewesen; es lag auch in den Anfängen zivilisierteren Denkens grundsätzlich im Wesen des Menschen, spielen zu wollen. Hiervon zeugen zahlreiche Motive in Frankreich gefundener Höhlenzeichnungen und Tonmalereien. Laut der griechischen Mythologie erfanden die Götter das Spiel. Die Erfindung des Würfels zum Zweck des Spielens soll auf den Gott Hermes zurückzuführen sein. Darüberhinaus wird die Fähigkeit des Hellsehens und des Sehens in die Zukunft dem Sohn des Zeus zugeschrieben, wobei das Legen der Karten die Grundlage für Weissagungen darstellte. Papyrusträger aus dem alten Ägypten zeugen von der Tatsache, dass die Vorläufer des späteren Tarots bereits in diesen frühen Zeiten existierten und dass aus der Kartenlegung orakelt wurde. Die Chinesen benannten vor fünf Jahrtausenden ein Zahlenlotto Keno, dass auffällige Regelübereinstimmungen mit dem heutigen Bingo aufweist; da es eingesetzt wurde, die Chinesische Mauer zu finanzieren, mag es die erste Staatliche Lotterie der Menschheit gewesen sein, sofern nicht archäologische Funde noch älterer Beweisstücke ergeben, dass schon weit vor dieser Zeit Glückslotterien zu Staatsfinanzierungen benutzt wurden. Im Altertum nahmen die großen öffentlichen Kampfspiele die oberste Stelle ein, aber auch gesellige Spiele, namentlich bei den Griechen, (bei Trinkgelagen der Weinklatsch Kottabos) hatten ihren Platz im Alltag. Es ist zu vermuten, dass die großen Feldherren seinerzeit den Göttern des Glücks folgten - machten sie ihre Kriegsstrategien oft vom Ausgang eines zuvor erfolgten Spiels abhängig. Alten Überlieferungen zur Folge gab es königliche Lottogeneraldirektoren. Oft wurden Kriege mittels ausgerufener Lotterien finanziert. Die Glücksspiele in frühgeschichtlicher Zeit waren häufig von der Magie bestimmt. Der Wurf eines Loses oder eines Würfels ist meist als ein Versuch zu werten gewesen, den göttlichen Willen oder Unwillen zu ermitteln. Das bei Griechen und Römern sehr beliebte Ballspiel und das Würfelspiel, das Richterspiel der Kinder - sie alle wurden mit Hingabe veranstaltet. Ein Brettspiel namens petteia, nach der Sage eine Erfindung des Palamedes, erscheint bereits bei Homer als Unterhaltung der Freier in Ithaka (siehe: "Odyssee", I, 107). Allerdings fehlt Genaueres über die Art der griechischen Brettspiele. Dem heutigen Schach- oder Damespiel scheint das Städtespiel ähnlich gewesen zu sein. Von den verschiedenen Gattungen der römischen Brettspiele sind einigermaßen bekannt der ludus latrunculorum (Räuberspiel), eine Art Belagerungsspiel, wobei die Steine in Bauern und Offiziere geteilt waren und es galt, die feindlichen Steine zu schlagen oder festzusetzen, und der ludus duodecim scriptorum, das Spiel der 12 Linien, bei welchem auf einem in zweimal 12 Felder geteilten Wurfbrett das Vorrücken der 15 je weißen und schwarzen Steine durch die Höhe des jedem Zug vorangehenden Würfelwurfs bestimmt wurde (Vorläufer des Backgammon). Auch ein dem Halma ähnliches Spiel existierte. So kann man sagen, dass éine Vielzahl der noch heute gängigen Gesellschaftsspiele ihren Ursprung im Mittelmeerraum haben und dort schon von alters her Bestandteil der dortigen Spielekultur waren. Sehr beliebt war im Altertum das Fingerraten, das noch heute in Italien als Moraspiel verbreitet ist (siehe auch Schere, Stein, Papier). Aus dem deutschen Sprachraum ist im Mittelalter vor allem als Volksspiel der Schwerttanz zu erwähnen. Daneben waren auch Steinstoßen, Speerwerfen und Wettlaufen beliebt. Auch das Kegeln und das stets mit Leidenschaft betriebene Würfelspiel sind in Mitteleuropa schon lange heimisch. Während das Landvolk an diesen Spielen festhielt, wandten sich die höfischen Kreise der Ritterzeit vorwiegend den Kampfspielen zu, aus denen sich unter fremdem Einfluss die eigentlichen Ritterspiele (Tjost, Buhurt und Turnier) entwickelten. Daneben wurde das Ballspiel (meist von der weiblichen Jugend) und als beliebtestes Verstandesspiel das Brettspiel und das Schachspiel (seit dem 11. Jahrhundert) betrieben. Im Spätmittelalter trat, hauptsächlich in den Städten, das Spielen um Geld in den Vordergrund. Je weiter man sich im europäischen Raum in Richtung Norden bewegt, desto mehr verlagert sich der Charkter der Spiele in Kraftspiele. Seit der uns bekannten Existenz von Spielen, ist ersichtlich, dass Menschen auch um Sachwerte, anfangs um Naturalien, mit Aufkommen der ersatzweisen Zahlungsmittel (der ersten Münzen) um Geld gespielt haben. Mit diesem Vermögenseinsatz war der Begriff der Wette geschaffen. Schon damals nahm der Nervenkitzel, das scheinbar vorgegebene Schicksal zu korrigieren und Fortuna, die Göttin des Glücks, herauszufordern. Die Formen des Glücksspiels entwickelten sich aus ihrer Ursprünglichkeit vergangener Jahrtausende heraus immer weiter. Es entwickelten sich allerdings nicht nur die Anlässe, weswegen gespielt wurde, sondern auch die Formen des Spiels und die Einsätze. Manche Germanenstämme setzten Weib und Kind ein, ja setzten sich sogar selber mit Verschreiben ihres Leibs und ihrer Seele aufs Spiel, was in Einzelfällen bis in die Sklaverei ihrer Person führte (Leibeigenschaften). Zwischen fortschreitender Aufklärung und erzkonservativer Haltung von Moralisten galt das Spiel im Mittelalter über lange Zeitspannen hinweg als Gotteslästerung.
- Hatten kirchliche Fundamentalisten und Moralisten das Sagen, galt das Spielen als ketzerisch, und immer wieder wurden Verbote ausgesprochen, untermauert mit Bestrafungen, die in keinem Verhältnis zu den Anlässen standen.
- Hatten weltliche Machtinhaber die gesellschaftlichen Geschicke zu bestimmen, wurden die Verbote aufgeweicht, sodass das Spielen zwar als gesellschaftlich unproduktiv galt und somit als verpönt angesehen wurde, aber geduldet war. Wiederentdeckten die Landesfürsten die Möglichkeit, derer sich schon die altertümlichen Feldherren für deren Kriegsfinanzierung bedient hatten, mit den Glücksspielen ihre Staatskassen zu füllen, änderte sich die Situation. Haushaltsbudgets, Gebäudeerbauungen, Investitionen im Bildungswesen konnte man mit den Erträgen aus einem öffentlich gemachten, staatlich kontrollierten Spiel hervorragend finanzieren. Auch seitens der kirchlichen Institutionen wurden zwischenzeitliche Verbote aufgehoben, weil der Kapitalbedarf (beispielsweise für die Errichtung eines Klosters) anders für einen Orden nicht mehr aufzubringen war. Forschungsstätten und Sozialeinrichtungen, insbesondere die Bekämpfung aufkommender Seuchen (wie der Pest im Mittelalter), die Pflege alter und kranker Menschen, konnte durch den Ertrag kirchlicher Produktionen nicht mehr aufgebracht werden und längst konnten die Steuereinnahmen den Kapitalbedarf der Kirche nach Beendigung der Inquisition und mit der Aufgabe des Ausschreibens sogenannter Ablassbriefe nicht mehr decken. So ist letztlich die Aufhebung des Spielverbots seitens des Vatikans im 17. Jahrhundert in Italien nicht anzusehen als Kapitulation vor dem menschlichen Bedürfnis, zu spielen, sondern als wirtschaftlicher Faktor - gewissermassen ein Vorläufer späterer Soziallotterien. Lotterien erfreuten sich in der breiten Bevölkerung schon damals großer Beliebtheit. Dem Prinzip des heutigen Zahlenlottos entsprechende Ziehungen gab es seit dem 16. Jahrhundert in Italien und in England. Lotto entsprechend den heute bestehenden Regeln wurde Anfang des 17. Jahrhunderts in Italien erfunden, in dem man politische Entscheidungen mittels Zahlenauslosungen ermittelte. Bei einer Ziehung 5 aus 90 wurden 5 Ratsherren im Zufallsprinzip bestimmt. Historiker sehen in diesem politischen Hergang die Entwicklung der numerischen Wette und das heute als Massenglücksspiel anzusehende Lotto war geboren. Mangels kommunikativer und publikativer Möglichkeiten wurden Spiele dieser Art zunächst in administrativen Gebäuden offizialisiert und später in eigens dafür bestimmten Häusern, den sogenannten „Spielhäusern“ offeriert. Aus ihnen entwickelten sich im 18. Jahrhundert die ersten Spielcasinos, in denen schwerpunktmäßig Würfelspiele und Kartenspiele an Hohltischen betrieben wurden, und wo öffentliche Ziehungen von Lotterien betrieben wurden. Im Lauf der Zeit konstruierte man die ersten Lotteriemaschinen, bei denen die Trefferchancen mechanisch gezogen werden konnten, um Manipulationen seitens der Bedienenden auszuschließen. Einen wahren Siegeszug seiner Zeit trat das Glücksspiel Pharao an, eine Wette auf die Karte, die als nächste gezogen und aufgedeckt wurde. Im 19. Jahrhundert war Trente-et-un das geläufigste Casinospiel, ihm folgte Vingt-et-un das in seinen Regeln im aktuellen Black Jack wiederzufinden ist. Absoluter Renner unter den öffentlichen Spielen wurde schon im vorigen Jahrhundert das klassische Roulette in den Spielbanken und bis heute ist der Roulettekessel mit seiner Zahlendrehscheibe das Symbol des Glücksspiels schlechthin. Die ersten Geldspielautomaten kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten von Amerika auf. Prinzipiell hat das Automatenspiel seinen Erfolg der Einfachheit seiner Regeln zu verdanken. Anfangs schuf man drei sich drehende Walzen, die -in Betrieb gesetzt- mit verschiedenen Symbolen versehen waren. Durch Herunterziehen eines Hebels (Handle), der seitlich am Automaten (den man aus diesem Grund „Einarmiger Bandit“ nannte) angebracht war, wurden die Walzen in Bewegung gesetzt und per Zufall oder durch Einfluss des Spielers angehalten. Mit Erscheinen gleicher Symbole auf den Walzen gewann der Spieler, woraufhin eine Gewinnauszahlung oder eine Zählergutschrift dem jeweiligen Relement entsprechend erfolgte. Dieses Grundprinzip gilt für derartige Spielautomaten bis heute, nur dass zufallsgenerische Prinzip der Elektronik weitreichend regiert - weniger die Beeinflussung durch den Spieler zu dessen Gunsten oder Ungunsten. Die Walzenmechanik durch Mikroprozessorensteuerung ersetzt und die Walzen gegen Monitordarstellungen ausgetauscht, faszinieren diese Automaten bis heute weltweit die Massen. Elektronische Roulettespiele, Pferderennen und digital animierte Spielautomaten mit Strategie-, Geschlicklichkeits- oder Kreativaufgaben sind an die Stelle ihrer Vorgänger gerückt - die bekanntesten unter ihnen beispielsweise "Counterstrike", Freelancer" und das zur Zeit aktuelle "World Of Warcraft". In der Vernetzung einzelner Geräte werden in Spielhallen und in den Automatensälen der Sasinos mit jedem neuen Spiel im Netzwerk buchhalterische Guthaben amngesammelt, die als Jackpots ausgespielt werden, um den Reiz der Teilnahme am Spiel zu erhöhen. So haben sich die Ursprünge im Zusammenhang mit dem menschlichen Spieltrieb aus grauer Vorzeit bis heute gehalten,
- zunächst als menschliches Grundbedürfnis der Zerstreuung,
- zwischenzeitlich als gesellschaftlich unmoralisch angesehenes Ärgernis
- und schließlich als vielfach steuerlich belangtes Luxusbedürfnis, das es heute zu befriedigen gilt. Welcher Jugendliche denkt heute, wenn er sich in einen Spielserver einloggt, um dort seinem Computerspieltrieb zu frönen, daran, dass alles in einer Zeit begann, als Höhlenmenschen ihrem Spieltrieb durch spierlerisches Zeichnen freien Lauf ließen? Der Staat finanziert -heute wie früher- mit den anteiligen Steuereinnahmen aus dem staatlich kontrollierten Glücksspiel große Teile seines sozialen Budgets; demzutrotz ist der Spieler mancherort immer noch als Nichtstuer und Verschwender verpönt - ein Widerspruch, der sich durch die Historie des Spiels bis heute zieht.

Das Alter von Spielen


- Go (3000-2000 v.Chr. China)
- Das "Spiel von Ur" (2.300 v. Chr. Mesopotamien, heute Irak)
  - http://spiel.ymir.de/chronik/urd.html
- Mühlespiel (2000 v. Chr. Spuren in Irland, Ägypten, China )
- Senet Spiel (1.350 v. Chr. Ägypten)
- Mancala / Kalaha (vor 1.000 v. Chr. Babylon, Arabien, Ägypten, Afrika)
- Schach (5. Jh. Indien, "Caturanga" war der Vorläufer von Schach)
- Pachisi (6. Jh. Indien)
- Mensch ärgere dich nicht (1910 Deutschland)
- Domino (3. Jh. oder 11. Jh. China)
- Dame (1100 Südfrankreich)
- Halma (1883, Erfinder ein amerikanischer Chirurg, George Howard Monks)
- Kreuzworträtsel (um 1900 Londoner Times) -> Scrabble (1938, USA)
- Monopoly (1935 Parker, USA)
- Pacman (1980 Namco, Japan)
- Tetris (1985 Alexey Pajitnov; Dmitri Pawlowski, Wadim Gerasimow Russland)

Zitate


- "Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." - Friedrich Schiller (Über die ästhetische Erziehung des Menschen, 15. Brief)
- "Durch spielerisches Experimentieren kamen vermutlich ebenso viele Durchblicke zustande wie durch planmäßiges Abarbeiten vorgegebener Programme." - Werner Winkler (Probleme schnell und einfach lösen, ISBN 3636070010, S. 170)
- "Das Spiel ist das einzige, was Männer wirklich ernst nehmen. Deshalb sind Spielregeln älter als alle Gesetze der Welt." - Peter Bamm

Literatur


- Frederik Jacobus Johannes Buytendijk (1933): Wesen und Sinn des Spiels. Berlin: Wolff.
- Manfred Eigen, Ruthild Winkler (1988): Das Spiel. München: Piper. ISBN 3-492-20410-4
- Daniil Elkonin (1980): Psychologie des Spiels. Köln: Pahl-Rugenstein. ISBN 3-7609-0497-1
- Karl Groos (1896): Die Spiele der Tiere. Jena: G. Fischer. (3. Aufl. 1930)
- Karl Groos (1899): Die Spiele der Menschen. Jena. G. Fischer.
- Johan Huizinga: Homo Ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel. Reinbek: Rowohlt. ISBN 3-499-55435-6
- Franz Müller-Spahn, Jürgen Margraf (2003): Wenn Spielen pathologisch wird. Karger. ISBN 3-8055-7517-3
- Oerter / Montada: Entwicklungspsychologie. 5. Auflage. Weinheim 2002. ISBN 3-621-27479-0
- Rolf Oerter (1997): Psychologie des Spiels. 2. Aufl. Weinheim: PVU. ISBN 3-621-27377-8
- Friedrich Schiller (1795/2000): Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen. Stuttgart: Reclam. ISBN 3-15-018062-7
- Linda Walz und Gerhard Seidl, Hrsg. (2002): Lust am Spielen: Lesebuch einer Leidenschaft. München: Piper. ISBN 3-492-23493-3
- Roger Caillois (1958/1982): Die Spiele und die Menschen: Maske und Rausch. Frankfurt a. M., Berlin, Wien: Ullstein.

Siehe auch


- Portal:Spiele, Liste von Spielen, Homo ludens, Spielart, Spieltypen
- Spiele in der Transaktionsanalyse
- Rollenspiel, Computerspiel, Glücksspiel,
- Ballspiel, Spielplatz, Spielstraße, Spielwiese, Spielzeug
- Spieler, Mitspieler, Schauspieler,
- Spielmann, Klavierspiel,
- Spieltheorie in der Logik und Informatik, Spielpädagogik
- Onlinespiel
- Arbeit, Arbeit (Soziologie)

Weblinks


- [http://www.gespieltes.de Gespieltes.de] - Alles rund um Brettspiele.
- [http://www.spieletest.at/ www.spieletest.at] - Österreichische Seite zum Thema Brett- und Kartenspiele sowie Spielzeug. Mit Rezensionen zu Spielen aus aller Welt mit Schwerpunkt deutschsprachiger Brettspiele.
- [http://www.spielen.ws/ www.spielen.ws] - Deutsche Seite zum Thema nostalgische Spiele und Browser-Spiele.
- [http://www.michas-spielmitmir.de Michas-Spielmitmir.de] - Seite mit Rezensionen zu Spielen
- [http://www.spielonaut.de spielonaut.de] - Seite mit ausführlichen Rezensionen zu Spielen
- [http://www.spielwiki.de http://www.spielwiki.de] - deutschsprachige (wikiartige) Seite mit Partyspielen ! Kategorie:Entwicklungspsychologie Kategorie:Pädagogische Psychologie ja:ゲーム ko:놀이 simple:Game th:เกม

1980

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Das Birkhuhn (lat. Lyrurus tetrix) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Politik


- 1. Januar: Georges-André Chevallaz wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Neue Verkehrsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR
- 1. Januar: Eine Neuregelung der elterlichen Sorgfaltspflicht tritt in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft
- 1. Januar: Die DDR wird für 2 Jahre Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
- 2. Januar: Das sowjetische Militär beginnt eine Großoffensive im Afghanienkrieg
- 5. Januar: Die USA verhängen wegen des Einmarsches in Afghanistan Sanktionen gegen die Sowjetunion
- 13. Januar: In Karlsruhe wird von linken und ökologischen Gruppen die Bundespartei Die Grünen (heute Bündnis 90/Die Grünen) gegründet
- 16. Januar: Botswana wird Mitglied in der UNESCO
- 22. Januar: São Tomé und Príncipe wird Mitglied in der UNESCO
- 20. Februar: Erste Wahl in Simbabwe nach der neuen Verfassung
- 6. März: St. Lucia wird Mitglied in der UNESCO
- 6. April: Wiedereinführung der Sommerzeit
- 18. April: Südrhodesien wird als Simbabwe unabhängiger Staat. Die weiße Minderheitsregierung Ian Smiths (1964–1980) war international kaum anerkannt und mit Sanktionen belegt
- 30. April: Beatrix von Oranien-Nassau wird Königin der Niederlande und folgt damit ihrer Mutter Juliana von Oranien-Nassau
- 2. Mai: Die Panchayat-Ordnung (Einparteiensystem) wird in Nepal beibehalten
- 4. Mai: Jugoslawien. Tod von Staatspräsident Josip Broz Tito in Ljubljana
- 4. Mai- Das „Übereinkommen von Helsinki über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets“ (Helsinki-Abkommen) tritt in Kraft
- 17.: 18. Mai: Demonstrationen gegen das neue Regime in Südkorea werden in Gwangju brutal niedergeschlagen. 207 Menschen sterben und rund 1000 werden schwer verletzt
- 4. Juni: Polizei und BGS räumen die „Republik Freies Wendland“, ein von Atomkraftgegenern errichtetes Dorf im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg
- 1. Juli: Die Bundesrepublik Deutschland und Kiribati nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 3. Juli: Der Deutsche Bundestag verabschiedet das „Gesetz zur vorläufigen Regelung des Tiefseebergbaus“
- 15. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Portugal
- 18. Juli: Malediven werden Mitglied in der UNESCO
- 23. Juli: Israel erklärt Jerusalem zur ewigen Hauptstadt, die Knesset bestätigt dies sieben Tage später
- 30. Juli: die Inselgruppe Vanuatu wird unabhängig von Frankreich und dem Vereinigten Königreich
- 12. August: Paraguay wird Mitglied in der ALADI (Asociación Latinoamericana de Integración)
- 14. August: In der Danziger Lenin-Werft beginnt ein Streik, der sich auf Polen ausweitet. Die Forderungen: Mehr Freiheit und bessere Lebensqualität
- 25. August: Simbabwe wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 12. September: Das Militär putscht unter General Kenan Evren zum dritten Mal in der Türkei. Der Putsch wird unterstützt von der NATO und den USA. Die NATO stationiert anschließend schnelle Eingreiftruppen in Kurdistan, in Van und Batman. Kenan Evren begründet den Putsch mit: “zu den Quellen des Kemalismus zurückkehren” zu wollen und “die separatistischen Umtriebe zu bekämpfen”. Der Putsch richtet sich eindeutig gegen die aufkeimende kurdische Befreiungsbewegung und gegen linke und kommunistische Kräfte. Tausende von politischen Gefangenen werden gefoltert und zum Tode verurteilt. Die PKK zog sich schon ein Jahr zuvor teilweise aus Nordkurdistan in den Libanon zurück, nach dem Putsch werden alle Gruppen ins Ausland gerufen. Türkische oppositionelle Gruppen gehen auch ins Exil, die meisten nach Europa
- 16. September: St. Vincent und die Grenadinen wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. September: Investitionsschutz- und Förderungsvertrag zwischen Portugal und der Bundesrepublik Deutschland
- 17. September: Kriegsbeginn zwischen Irak und Iran
- 17. September: In Danzig wird die Gewerkschaft Solidarność gegründet
- 22. September: Beginn des Ersten Golfkrieges zwischen Iran und Irak
- 22. September: Simbabwe wird Mitglied in der UNESCO
- 24. September - Der Verkauf von Kalbfleisch wird in Italien generell verboten, nachdem in Proben das Hormon Östrogen entdeckt worden ist.
- 26. September: Bombenattentat auf dem Münchner Oktoberfest, 13 Tote, über 200 Verletzte
- 29. September: Tonga wird Mitglied in der UNESCO
- 5. Oktober: Bundestagswahl. Helmut Schmidt bleibt Kanzler und setzt sich gegen Franz Josef Strauß durch
- 13. Oktober: die Gründung der europäischen „Arianespace“ tritt in Kraft (siehe 26. März). Die Verhandlungen der beteiligten Firmen und ESA-Staaten wurden 1979/80 geführt
- 23. Oktober - Nikolaj Tichonow übernimmt nach dem Rücktritt Alexej Kossygins das Amt des sowjetischen Ministerpräsidenten.
- 4. November: Ronald Reagan gewinnt die US-Präsidentschaftswahlen
- 12. Dezember: In Berlin-Kreuzberg schlägt der Konflikt um die Politik der Flächensanierung in offene Unruhen um

Wissenschaft und Technik


- 26. März: Gründung der Arianespace durch Europas Raumfahrt-Firmen. Sie soll Produktion, Verkauf und Starts der ESA-Trägerraketen Ariane managen. Die vom Vorgänger ELDO entwickelte Ariane 1 hatte ihren Erststart zu Weihnachten 1979. Das Statut tritt am 13. Oktober 1980 in Kraft
- 23. Mai: Schon der 2.Start einer Ariane-Rakete (Erststart Dez.1979) misslingt wegen Schwingungen in der untersten, von Frankreich gebauten Stufe. Sie muss samt ihrer Ladung (u. a. bundesdeutscher Forschungssatellit Firewheel) gesprengt werden
- 7. August: Das erste Solarenergie-Flugzeug Grossamer Penguin absolviert seinen Jungfernflug
- 12. November: Die amerikanische Raumsonde Voyager 1 fliegt am Saturn vorbei und liefert viele Messungen und Fotos von Saturn, seinen Ringen und Monden

Kultur


- 21. Januar: Die Chinesische Mauer wird unter Denkmalschutz gestellt
- 14. April: Der Film Die Blechtrommel gewinnt einen Oscar für den besten ausländischen Film des Jahres 1979
- 2. Juni: Ernő Rubiks „Zauberwürfel“ beginnt seinen Siegeszug in deutschen Spielzeugläden
- 5. August: Einweihung der Deutschen Schule Manila, Philippinen
- 1. September: Gründung der Deutschen Schule Oslo, Norwegen
- 5. September: Uraufführung der Oper Satyagraha von Philip Glass an der Stadschouwburg an Rotterdam
- 8. September: Gründung der Deutschen Schule New York, USA
- 28. Oktober: Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg. In Kraft seit dem 1. März 1982
- Veröffentlichung der ökumenischen Einheitsübersetzung der Bibel
- Gründung der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Katastrophen


- 1. Januar: Schweres Erdbeben auf den Azoren, 52 Tote, mehr als 300 Verletzte
- 14. März: Warschau, Polen. Absturz einer Iljuschin Il-62 der polnischen LOT während des Landeanflugs. Alle 87 Menschen starben
- 18. März: Auf dem Raketenstartplatz Plessezk in Nordrussland explodiert bei den Startvorbereitungen während der Betankung eine Wostok-2M-Rakete und tötet 50 Personen
- 27. März: Ein Sturm zerstört die norwegische Versorgungs- und Wohnplattform Alexander Kielland im Ekofisk-Feld in der Nordsee, 123 Menschen sterben
- 22. April: Das Fährschiff „Don Juan“ (Philippinen) sinkt nach der Kollision mit einem Tanker. 313 Tote
- 25. April: Teneriffa, Kanaren, Spanien. Eine Boeing 727 der britischen Dan Air Services prallte während des Landeanflugs gegen einen Berg. Alle 146 Menschen starben
- 18. Mai: Der Vulkan Mt. Saint Helens im US-Bundesstaat Washington bricht aus, dank rechtzeitiger Evakuierung sterben nur 57 Menschen
- 27. Juni: Sizilien, Italien. Absturz einer Douglas DC-9 der Aero Transporti Italiani kurz vor Sizilien ins Mittelmeer. Alle 81 Menschen an Bord starben. Eine Mitschuld eines in der Nähe abgehaltenen Militärmanövers konnte nie bewiesen werden
- 1. bis 14. August: Hurrikan Allen in der Karibik, ca. 300 Tote
- 2. August: Eine rechte Extremistengruppe zündet eine Bombe im Bahnhof der italienischen Stadt Bologna. 85 Menschen sterben, mindestens 200 werden verletzt
- 19. August: Riad, Saudi-Arabien. Trotz Notlandung einer Lockheed L-1011 TriStar nach einem Feuer an Bord, können die 301 Passagiere nur noch tot geborgen werden. Alle sind erstickt
- 10. Oktober: Erdbeben der Stärke 7,7 zerstört El-Asnam (ehemals Orleansville), Algerien, fast vollständig. ca. 20.000 Tote
- 23. November: Erdbeben der Stärke 7,2 in Süditalien, ca. 3.000 Tote, 200.000 Obdachlose
- Erdbeben im Iran, 25 Tote
- Hitzewelle in Texas fordert 338 Tote

Sonstige Ereignisse


- 25. Juli: Die Töchter des deutschen Fernsehjournalisten Dieter Kronzucker, Susanne und Sabine, werden gemeinsam mit ihrem Cousin Martin Wächtler in der Toskana entführt. Nach 68 Tagen kommen sie am 1. Oktober gegen eine Lösegeldzahlung von 4,3 Millionen DM wieder frei

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 3. Februar: Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lorenzo Zanon im Caesars Palace, Las Vegas, Nevada, USA, durch KO
- 22. Juni: Die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland wird Fußball-Europameister durch ein 2:1 gegen Belgien in Rom
- 7. Juli: Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Scott LeDoux im Metro Centre, Bloomington, USA, durch technischen KO
- 16. August: Birgit Friedmann holt in der niederländischen Stadt Sittard in der Disziplin 3.000 m und der Zeit von 8:48,05 min den ersten Leichtathletik-Weltmeistertitel der Geschichte für die Bundesrepublik Deutschland
- 20. August: Reinhold Messner bezwingt als erster Bergsteiger den Mount Everest im Alleingang und ohne Sauerstoff-Gerät
- 2. Oktober: Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Muhammad Ali im Ceasars Palace, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen k.o
- Die XXII. Olympischen Sommerspiele finden in Moskau statt, Boykott durch westliche Staaten wegen des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan
- Die XIII. Olympischen Winterspiele finden in Lake Placid, USA statt

Geboren


- 2. Januar: Jérôme Pineau, französischer Radrennfahrer
- 3. Januar: Bryan Clay, US-amerikanischer Leichtathlet
- 4. Januar: Miguel (Fußballspieler), portugiesischer Fußballspieler
- 4. Januar: Jaroslaw Popowytsch, ukrainischer Radrennfahrer
- 5. Januar: Sebastian Deisler, deutscher Fußballspieler
- 6. Januar: Mihael Mikić, kroatischer Fußballspieler
- 7. Januar: David Arroyo, spanischer Radsportler
- 8. Januar: Annett Böhm, deutsche Judoka
- 8. Januar: Lucia Recchia, italienische Skirennläuferin
- 9. Januar: Sergio García, professioneller Golfspieler
- 13. Januar: Wolfgang Loitzl, österreichischer Skispringer
- 16. Januar: Cornelia Hirsch, deutsche Politikerin, MdB
- 16. Januar: Michelle Wild, ungarische Pornodarstellerin
- 17. Januar: Zooey Deschanel, US-amerikanische Schauspielerin
- 18. Januar: Nia Künzer, deutsche Fußballspielerin
- 20. Januar: Felicitas Woll, deutsche Schauspielerin
- 22. Januar: Christopher Masterson, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 25. Januar: Christian Olsson, schwedischer Leichtathlet
- 25. Januar: Xavi, spanischer Fußballspieler
- 27. Januar: Eva Padberg, deutsches Fotomodell und Mannequin
- 27. Januar: Marat Michailowitsch Safin, russischer Tennisspieler tatarischer Abstammung
- 28. Januar: Nick Carter, US-amerikanischer Sänger und Mitglied der Boygroup Backstreet Boys
- 29. Januar: Ivan Klasnić, kroatischer Fußballspieler
- 29. Januar: Jason James Richter, US-amerikanischer Schauspieler (Free Willy) und Musiker
- 30. Januar: Christoph Teinert, deutscher Fußballspieler
- 30. Januar: Jurica Vranješ, kroatischer Fußballspieler
- 30. Januar: Wilmer Valderrama, Schauspieler
- 30. Januar: Angela Williams, US-amerikanische Leichtathletin
- 31. Januar: Joel Brown, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1. Februar: Otilino Tenorio, ecuadorianischer Fußballspieler († 2005)
- 3. Februar: Markus Esser, deutscher Leichtathlet
- 9. Februar: Cassandra Steen, deutsche Soulsängerin
- 9. Februar: Angelos Charisteas, griechischer Fußballspieler
- 10. Februar: Marko Baacke, deutscher Nordischer Kombinierer
- 12. Februar: Juan Carlos Ferrero, spanischer Tennisspieler
- 12. Februar: Christina Ricci, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. Februar: Sebastian Kehl, deutscher Fußballspieler
- 14. Februar: Lara (Sängerin), österreichische Sängerin
- 15. Februar: Samira Makhmalbaf, iranische Filmregisseurin und Drehbuchautorin
- 20. Februar: Anne Poleska, deutsche Schwimmerin
- 22. Februar: Jonathan Woodgate, englischer Fußballspieler
- 27. Februar: Bobby Valentino, afro-amerikanischer R&B-Sänger
- 27. Februar: Chelsea Clinton, Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton
- 28. Februar: Christian Poulsen, dänischer Fußballspieler
- 28. Februar: Sigurd Pettersen, norwegischer Skispringer
- 3. März: Ryan Day, walisischer Snookerspieler
- 5. März: Jessica Böhrs, deutsche Dancepop-Sängerin
- 7. März: Laura Prepon, Schauspielerin
- 8. März: Mohammadou Idrissou, Fußballspieler (Hannover 96)
- 10. März: Sandra Stumptner, Musikerin
- 13. März: Gabriel Melkam, nigeriansicher Fußballspieler
- 15. März: Camilla Renschke, deutsche Schauspielerin
- 16. März: Julia Schlecht, deutsche Volleyball-Nationalspielerin
- 17. März: Torsten Hiekmann, deutscher Radrennfahrer
- 18. März: Juliette Schoppmann, deutsche Pop- und Musicalsängerin
- 18. März: Alexei Konstantinowitsch Jagudin, russischer Eiskunstläufer
- 20. März: Philipp Bönig, deutscher Fußballspieler
- 21. März: Eric Baumann, deutscher Radrennfahrer
- 21. März: Andrei Kaschetschkin, kasachischer Radsportler
- 21. März: Marit Bjǿrgen, norwegische Skilangläuferin
- 22. März: Sebastian Schoof, deutscher Fußballspieler
- 23. März: Edrissa Sonko, gambischer Fußballspieler
- 25. März: Hanno Koffler, deutscher Schauspieler
- 25. März: Katrin Ritt, ist eine Schauspielerin
- 27. März: Stefan Feth, deutscher Tischtennisspieler
- 28. März: Albert Streit, deutscher Fußballspieler
- 1. April: Randy Orton, Wrestler der dritten Generation
- 2. April: Michael Mörz, österreichischer Fußballspieler
- 6. April: Tommi Evilä, finnischer Sportler
- 9. April: Luciano Galletti, argentinischer Fußball-Nationalspieler
- 10. April: Jiayi Shao, deutscher Fußballspieler
- 12. April: Brian McFadden, irischer Popsänger
- 13. April: Quentin Richardson, US-amerikanischer Basketballspieler
- 15. April: Fanny Rinne, deutsche Feldhockeyspielerin
- 15. April: Frank Schleck, luxemburgischer Radrennfahrer
- 16. April: Adriana Sage, US-amerikanisches Fotomodell und Schauspielerin
- 18. April: Martina Müller, deutsche Fußballspielerin
- 20. April: Jasmin Wagner, deutsche Pop-Sängerin und Moderatorin
- 20. April: Vibeke Skofterud, norwegische Skilangläuferin
- 23. April: Nils Döring, deutscher Fußballspieler
- 24. April: Julia Hummer, deutsche Schauspielerin und Musikerin
- 25. April: Alejandro Valverde, spanischer Radrennfahrer
- 26. April: Jordana Brewster, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. April: Marisa Miller, US-amerikanisches Fotomodell
- 29. April: Kian Egan, irischer Popsänger
- 1. Mai: Julia Gennadijewna Tabakowa, russische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 2. Mai: Nicole Süßmilch, deutsche Nachwuchssängerin
- 2. Mai: Tim Borowski, deutscher Fußballspieler
- 6. Mai: Ricardo Oliveira, brasilianischer Fußballspieler
- 6. Mai: Wolke Hegenbarth, deutsche Schauspielerin
- 6. Mai: Torsten Knabel, österreichischer Fußballspieler
- 8. Mai: Michelle McManus, britische Sängerin
- 8. Mai: David Loosli, Schweizer Radrennfahrer
- 9. Mai: Grant Hackett, australischer Schwimmer
- 13. Mai: Thorsten Becker (Fußballer), deutscher Fußballspieler
- 13. Mai: Preston Callander, deutsch-kanadischer Eishockey-Stürmer
- 15. Mai: O.S.T.R., polnischer Rapper
- 16. Mai: Simon Gerrans, australischer Radrennfahrer
- 16. Mai: Jens Spahn, deutscher Politiker
- 19. Mai: Drew Fuller, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. Mai: Lasse Kopitz, deutscher Eishockey-Profi
- 21. Mai: Benoît Peschier, französischer Kanute
- 21. Mai: Raab Himself, Teil der Jackass, Viva la Bam und CKY-Crew
- 23. Mai: Massimilian Porcello, deutsch-italienischer Fußballspieler
- 25. Mai: Alexander Hofmann, deutscher Motorradsportler
- 30. Mai: Steven Gerrard, englischer Fußballspieler
- 30. Mai: Joachim Standfest, österreichischer Profifußballspieler
- 12. Juni: Rogerio, brasilianischer Fußballspieler
- 13. Juni: Sarah Connor, deutsche Sängerin
- 15. Juni: Mary Carey, US-amerikanisches Model, Pornodarstellerin und eine Politikerin
- 16. Juni: Sibel Kekilli, deutsche Filmschauspielerin türkischer Abstammung
- 16. Juni: Martin Stranzl, österreichischer Fußballspieler
- 17. Juni: Venus Williams, Profi-Tennisspielerin
- 20. Juni: Fabian Wegmann, deutscher Radrennfahrer
- 25. Juni: Robert Müller (Eishockeyspieler), Eishockeyspieler (Torwart)
- 26. Juni: Michael Vick, US-amerikanischer Footballspieler
- 30. Juni: Rade Prica, schwedischer Fußballspieler
- 3. Juli: Birgit Thumm, deutsche Volleyball-Nationalspielerin
- 3. Juli: Roland Mark Schoeman, südafrikanischer Schwimmer
- 5. Juli: Eva Green, französische Schauspielerin
- 7. Juli: Michelle Kwan, Eiskunstläuferin
- 10. Juli: Jessica Simpson, US-amerikanische Popsängerin und Schauspielerin
- 16. Juli: Swetlana Jewgenjewna Feofanowa, russische Leichtathletin
- 17. Juli: Raschid Ramzi, marokkanischer Leichtathlet, der für Bahrain startet
- 18. Juli: Kristen Bell, US-amerikanische Schauspielerin
- 20. Juli: Gisele Bündchen, brasilianisches Mannequin und Fotomodell
- 22. Juli: Kate Ryan, belgische Sängerin
- 25. Juli: Du-Ri Cha, Koreanischer Fußballspieler
- 27. Juli: Allan Davis, australischer Radrennfahrer
- 29. Juli: Fernando González, chilenischer Tennisspieler
- 30. Juli: Wojtek Czyz, deutscher Leichtathlet (Paralympics-Sieger)
- 31. Juli: Vinicius Bergantin, brasilianisch-italienischer Fußballspieler
- 31. Juli: Jiří Fischer, tschechischer Eishockeyspieler
- 2. August: Susanne Bormann, deutsche Schauspielerin
- 4. August: Benjamin Köhler, deutscher Fußballspieler
- 5. August: Eduardo Ribeiro Dos Santos, brasilianischer Fußballspieler
- 5. August: Wayne Bridge, englischer Fußballspieler
- 5. August: Aleksandar Mitreski, mazedonischer Fußballspieler
- 6. August: Roman Weidenfeller, deutscher Fußballspieler
- 11. August: Monika Pyrek, polnische Leichtathletin
- 12. August: Dominique Swain, US-amerikanische Schauspielerin
- 14. August: China (Fußballspieler), brasilianischer Fußballspieler
- 16. August: Robert Byron Hardy, Bassist
- 16. August: Denise Karbon, italienische Ski-Rennfahrerin
- 16. August: Vanessa Carlton, US-amerikanische Pop-Sängerin und Pianistin
- 17. August: Jan Kromkamp, niederländischer Fußballspieler
- 17. August: Shannon Lucio, US-amerikanische Schauspielerin
- 18. August: Esteban Cambiasso, argentinischer Fußballspieler
- 20. August: Samuel Dumoulin, französischer Radrennfahrer
- 21. August: Kelis, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 22. August: Roland Benschneider, deutscher Fußballspieler
- 26. August: Macaulay Culkin, US-amerikanischer Kinderschauspieler
- 29. August: Faiz-Kevin Mangat, deutscher Popsänger
- 29. August: Perdita Felicien, kanadische Leichtathletin
- 3. September: Carsten Rothenbach, deutscher Fußballspieler
- 4. September: Cem Islamoglu, türkischer Fußballspieler
- 7. September: Sara Carrigan, australische Radrennfahrerin
- 7. September: Emre Belözoğlu, türkischer Fußballspieler
- 8. September: Daniel Steiner (Sportler), Schweizer Eishockeyspieler
- 9. September: Steffen Hofmann, Fußballspieler bei Rapid Wien
- 9. September: Michelle Williams, US-amerikanische Schauspielerin
- 11. September: Antonio Pizzonia, brasilianischer Formel-1-Rennfahrer
- 12. September: Yao Ming, chinesischer Basketballspieler
- 16. September: Mario Ranieri, österreichischer Techno-Musiker
- 18. September: Carolin Hingst, deutsche Leichtathletin (Stabhochsprung)
- 18. September: Clemens Doppler, österreichischer Volleyball-Spieler
- 20. September: Wladimir Alexandrowitsch Karpez, russischer Radsportler
- 21. September: Kareena Kapoor, indische Filmschauspielerin
- 23. September: Silvio Adzic, deutscher Fußballspieler
- 24. September: Petri Pasanen, finnischer Fußballspieler
- 25. September: Jessica Kessler, Eiskunstläuferin
- 26. September: Patrick Friesacher, Rennfahrer
- 30. September: Stefan Lindemann, deutscher Eiskunstläufer
- 30. September: Martina Hingis, ehemalige Schweizer Profi-Tennisspielerin
- 2. Oktober: Hiob (Rapper), deutscher Rapper
- 4. Oktober: Giovanni Federico, italienischer Fußballspieler
- 4. Oktober: Tomáš Rosický, tschechischer Fußballspieler
- 7. Oktober: Marjan Shaki, deutsche Musicaldarstellerin
- 13. Oktober: Ashanti Douglas, US-amerikanische Sängerin
- 15. Oktober: Tom Boonen, belgischer Radrennfahrer
- 20. Oktober: Patrik Sinkewitz, deutscher Radrennfahrer
- 23. Oktober: Wassili Wassiljewitsch Rotschew, russischer Skilangläufer
- 24. Oktober: Christian Vander, deutscher Fußballspieler
- 24. Oktober: Lukas Perman, österreichischer Musicaldarsteller, Sänger und Schauspieler
- 31. Oktober: Samaire Armstrong, US-amerikanischer Schauspielerin
- 5. November: Christoph Metzelder, Fußball-Profi und Nationalspieler
- 5. November: Geneviève Simard, kanadische Skirennläuferin
- 6. November: Simon Cziommer, deutscher Fußballspieler
- 12. November: Rémo Meyer, Schweizer Fußballspieler
- 17. November: Seyi Olajengbesi, nigerianischer Fußballspieler
- 18. November: François Duval, Rallyefahrer
- 20. November: Marek Krejčí, slowakischer Fußballnationalspieler
- 24. November: Thomas Ziegler (Radsportler), deutscher Radrennfahrer
- 25. November: Aleen Bailey, jamaikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 26. November: Robert Vujević, deutscher Fußballspieler
- 27. November: Evi Sachenbacher, deutsche Skilangläuferin
- 30. November: Sido, deutscher Rapper
- 2. Dezember: Marco Engelhardt, deutscher Fußballspieler
- 2. Dezember: Patrick Neumann, deutscher Fußballspieler
- 4. Dezember: Stefan Pfannmöller, deutscher Kanute
- 6. Dezember: Sabrina Mockenhaupt, deutsche Leichtathletin
- 7. Dezember: John Terry, britischer Fußballspieler
- 7. Dezember: Clemens Fritz, deutscher Fußballspieler
- 10. Dezember: Ledley King, englischer Fußballspieler
- 10. Dezember: Roland Schwarzl, österreichischer Leichtathlet
- 10. Dezember: Michael Albasini, Schweizer Radrennfahrer
- 13. Dezember: Alan Alborn, US-amerikanischer Skispringer
- 18. Dezember: Christina Aguilera, US-amerikanische Pop-Sängerin
- 19. Dezember: Thomas Borenitsch, österreichischer Fußballspieler
- 19. Dezember: Jake Gyllenhaal, US-amerikanischer Schauspieler
- 20. Dezember: Martín Demichelis, argentinischer Fußballspieler
- 20. Dezember: Ashley Cole, englischer Fußballspieler
- 29. Dezember: Yvonne Bönisch, Judo Olympiasiegerin 2004
- 30. Dezember: Eliza Dushku, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 3. Januar: Lucien Buysse, belgischer Radrennfahrer (
- 1893)
- 8. Januar: John William Mauchly, US-amerikanischer Physiker und Computer-Ingenieur (
- 1907)
- 11. Januar: Celia Sánchez, kubanische Revolutionärin und Politikerin (
- 1920)
- 12. Januar: Finn Ronne, norwegisch-amerikanischer Polarforscher (
- 1899)
- 23. Januar: Lil Dagover, deutsche Schauspielerin (
- 1887)
-

Kartenspiel

Ein Kartenspiel ist ein Spiel, bei dem Spielkarten der wesentliche Bestandteil des Spielmaterials sind.

Traditionelle Spielziele


- Schnellstmögliches Ablegen aller Karten:
- : zum Beispiel Mau-Mau, Tschau Sepp, Rommé, Ligretto, Arschloch, Turak, Kaschlan, Durak, Hund, Gin Rummy, Stress, Zank-Patience, Elfer Raus, UNO
- Sammeln möglichst vieler Stiche:
- : zum Beispiel Bridge, Watten, L'Hombre, Whist, Écarté, Truco, Latinern
- Sammeln möglichst vieler Kartenpunkte:
- : zum Beispiel Skat (beim Farbspiel oder Grand), Doppelkopf, Dulle, Schafkopf, Schnapsen, Tarock, Tarot, Jass, Cego, Blattla, Schwimmen, Russisches Schnapsen
- Sammeln möglichst weniger Stiche oder Kartenpunkte:
- : zum Beispiel Herzeln, Skat (beim Ramsch)
- Sammeln einer angesagten Anzahl von Stichen:
- : zum Beispiel Rage, Whist, Jass, Skat (beim Nullspiel), Wizard
- Sammeln möglichst vieler Karten oder Kartenkombinationen:
- : zum Beispiel Rommé, Canasta, Quartett, Poker, Cames und curtis, Cassino
- Anlegen möglichst vieler Karten nach einem festen Schema:
- : zum Beispiel Patiencen, Herzeln (bei der Legerunde)
- Verschiedene Spielformen bietet:
- : zum Beispiel Binokel, Piquet oder Kadalaxen Dabei kommen die unterschiedlichsten Zusatzregeln zum Einsatz, die das Ablegen oder Sammeln von bestimmten Ereignissen oder Kartenkombinationen abhängig machen.

Symbolik traditioneller Spielkarten

Zwar nutzt man in Deutschland oft das französische Blatt, trotzdem sind die Karten in Frankreich anders gestaltet, und die Bildkarten sind Persönlichkeiten zugeordnet.

Die Könige


- Kreuzkönig – Alexander der Große
- Pikkönig – König David
- Herzkönig – Karl der Große
- Karokönig – Julius Caesar

Die Königinnen


- Kreuzkönigin – Argine (ein Anagramm von regina, dies oft für Maria aus Nazaret)
- Pikkönigin – Pallas Athene (griechische Göttin der Weisheit)
- Herzkönigin – Judit (biblisches Ideal Frömmigkeit)
- Karokönigin – Rachel (biblische Figur als Ideal der Schönheit)

Die Buben


- Kreuzbube – Lancelot aus der Artussage
- Pikbube – Hogier, ein Vetter Karls des Großen
- Herzbube – La Hire, ein französischer Ritter
- Karobube – Hektor von Troja oder Roland, ein Paladin Karls

Dialekt

Beim bayrischen Schafkopf haben die einzelnen Karten besondere Bezeichnungen, zum Beispiel der Alte für den Eichel-Ober, oder Grün, Gras oder Laub für Blatt.

Spiele mit eigenem Blatt

Schafkopf Neben den Spielen mit klassischen Blättern gibt es heute auch viele Spiele mit speziellen Karten. Dabei handelt es sich häufig um Autorenspiele mit vielfältigen Spielmechanismen. Gelegentlich überschreiten sie die Grenze zum Brettspiel, wenn die Spielkarten als eine Art Spielbrett benutzt werden. Der à la carte Kartenspielpreis zeichnet das jeweils beste Spiel eines Jahres aus. Im Gegensatz zu den traditionellen Spielen sind die Karten und Spielregeln von einem Hersteller als Gebrauchsmuster geschützt. Beispiele
- Autoquartett (verschiedene Hersteller)
- Uno (Mattel)
- Bohnanza (Amigo)
- Hol's der Geier ()
- Ohne Furcht und Adel (Hans im Glück Verlag)
- San Juan (Ravensburger Spieleverlag)
- 6 nimmt (Amigo)
- Mü & Mehr ()
- Siedler-Kartenspiel (Kosmos Spiele-Galerie)
- Verräter (Adlung Spiele)
- 11er Raus () Eine völlig eigene Kategorie bilden die Sammelkartenspiele wie etwa Magic. Auch bei Brettspielen oder Würfelspielen können Spielkarten beteiligt sein. In den meisten Fällen dienen sie hier jedoch zur Beeinflussung des Spielverlaufs - zum Beispiel als Würfelersatz in Form von Ereigniskarten - oder sie repräsentieren Objekte, die im Spielverlauf eingesetzt werden können, etwa Rohstoffe oder Spielgeld.

Glücksspiel

Der Gebrauch von Spielkarten für reines Hazardspiel (Risikospiel/Glücksspiel), der bis ins 18. Jahrhundert verbreitet war (v.a. das Spiel Pharo oder Pharao), ist heute kaum mehr anzutreffen.

Kartenspiele als Lernspiele

Viele herkömmliche Kartenspiele fordern und trainieren Eigenschaften wie Konzentration, Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis und strategisches Denken. Logische Spiele wie Set oder mathematische Spiele wie Elfer Raus können Kindern Logik bzw. Zahlenverständnis nahebringen. Eine weitere Variante sind Quartettspiele und Schwarzer Peter, die in der Regel Wissen vermitteln. In gewissem Sinne kann man 32 heb auf auch als Lernspiel bezeichnen.

Literatur


- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/15/seite/0143/meyers_b15_s0143.html#Spielkarten Spielkarten], in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888, Bd. 15, S. 143.

Siehe auch


- Portal:Spiele
- Spielkarte
- Mischen
- Kartentrick

Weblinks


- [http://www.spielkartenmuseum.de/ Deutsches Spielkartenmuseum Leinfelden-Echterdingen]
- [http://www.altenburg-tourismus.de/kunst-kultur/m_spielkartenmuseum.php Schloß- und Spielkartenmuseum Altenburg]
- [http://www.uni-marburg.de/spiele-archiv/kartenspiele.html Klassifikation der Kartenspiele]
- [http://www.pagat.com Regeln und Systematik zu Hunderten von Kartenspielen] (englisch)
- [http://www.gametwist.de/ Online Kartenspiele Spielen] Informationen und Rezensionen:
- [http://www.gespieltes.de Gespieltes.de] ! ja:カードゲーム

Uno (Kartenspiel)

Uno ist ein Kartenspiel, dessen primäres Ziel es ist, seine Karten möglichst schnell abzulegen. Das Spiel wurde auf der Grundlage einer traditionellen Spielidee 1971 von Merle Robbins entwickelt und erscheint bei Mattel.

Spielprinzip

Es gibt von den vier Farben (rot, blau, grün, gelb) jeweils Karten von 0 bis 9 sowie Spezialkarten. Zu Beginn des Spiels werden jedem Spieler sieben Karten ausgeteilt. Nach der Reihe muss jeder Spieler versuchen, als erster alle Karten abzulegen. Dabei kann eine Karte nur gelegt werden, wenn die vorherige Karte dieselbe Nummer oder dieselbe Farbe hat. Wer keine passende Karte hat, muss eine vom Stapel nehmen, diese kann er dann spielen. Wer die zweitletzte Karte ablegt, muss „Uno!“ rufen (ital. „eins“); vergisst er dies, muss er zur Strafe zwei Karten vom Stapel aufnehmen.
Der Gewinner ist, wer seine letzte Karte ablegt.

Spezialkarten

ital. Die beiden schwarzen Spezialkarten können immer gespielt werden, bei den anderen muss die Farbe oder der Wert mit der vorangegangenen Karte übereinstimmen.
- +2 – Der nächste Spieler muss zwei Karten aufnehmen
- +4 – Der nächste Spieler muss vier Karten aufnehmen, außerdem kann der Spieler, der die +4 gelegt hat, die zu spielende Farbe bestimmen
- Überspringen – Der nächste Spieler wird übersprungen
- Richtungswechsel – Bei mehr als zwei Spielern wird die Spielrichtung gewechselt, bei zwei Spielern hat die Karte die gleiche Funktion wie die Überspringen-Karte.
- Farbe wählen – Der Spieler, der diese Karte spielt, schreibt dem nächsten Spieler vor, welche Farbe dieser legen muss.

Varianten

Spielvarianten mit Uno-Karten

Diese Varianten machen das Spiel interessanter oder schneller und können kombiniert werden:
- Kumulieren: Wenn der von einer +2-Karte betroffene Spieler selbst auch eine +2 legen kann, so wird addiert und der folgende Spieler muss vier Karten aufnehmen. Dasselbe gilt für weitere +2-Karten und für +4-Karten.
- Einspringen: Wer eine Karte in der Hand hat, die mit der gespielten in Farbe und Rang übereinstimmt, kann diese spielen, auch wenn er nicht an der Reihe ist. Das Spiel wird dann an dieser Stelle fortgesetzt, die Spieler dazwischen werden übersprungen.
- Doppeln: wer zwei Karten in der Hand hat, die in Farbe und Rang identisch sind, kann gleich beide ablegen.
- Nuller-Regel: Wird eine Null ausgespielt, wird das eigene Blatt an den nächsten Nachbarn in Spielrichtung weitergegeben. So bleibt der Ausgang bis zum Schluss spannend.
- Unendlich ziehen: Wer keine spielbare Karte hat, muss solange Karten vom Stapel aufnehmen, bis er eine ablegen kann.
- Action Uno: Für bestimmte Zahlenwerte kann eine Zusatzfunktion festgelegt werden: Wird zum Beispiel eine drei gespielt müssen alle Mitspieler aufstehen bzw. Karten ablegen und in die Hände klatschen oder mit einer Hand auf den Kartenstapel in der Mitte schlagen o. ä. Die Person, die die Aktion als letztes durchführt oder komplett schläft, zieht eine Strafkarte.
- Retour-Kutsche: Wird auf eine +2-Karte ein gleichfarbiger Richtungswechsler vom darauffolgenden Spieler gelegt, so erhält der Leger der +2-Karte die Aktion retour und muss, sofern er nicht wieder eine Retourkutsche bieten oder eine weitere +2-Karte auflegen kann, selbst die zwei Karten vom Stapel ziehen. Diese Variante lässt sich auch mit +4 durchführen, allerdingst muss der Richtungswechsler der gewünschten Farbe entsprechen.
- Lass mich!: Wird auf eine +2-Karte ein gleichfarbiger Aussetzer vom darauffolgenden Spieler gelegt, so erhält der nächste Spieler die zwei Strafkarten. Weiterleitungen und die Kombination mit der Retour-Kutsche ist natürlich möglich.

Versionen

Uno gibt es mittlerweile in vielen offiziellen Versionen. So zum Beispiel Uno H2O, bei dem wasserdichte Spielkarten das Spielen unter Wasser ermöglichen. Bei Uno extreme muss man keine Karte ziehen, wenn man nicht kann, sondern einen Taste drücken. Nach einer zufällig bestimmten Zeit kommen bei einem Tastendruck dann sehr viele (aber immer unterschiedliche viele) Karten aus dem Automaten. Der Spieler muss alle aufnehemen.

Uno-ähnliche Spiele

Ein Uno-ähnliches traditionelles Spiel, genannt Mau-Mau (oder „Tschau Sepp“ in der Schweiz), wird mit französischem oder bayerischem Blatt mit 32 Karten gespielt. Da Uno auf solchen alten Spielideen beruht, ist der Spielmechanismus nicht geschützt, sondern findet sich auch in anderen Kartenspielen wieder. Ein Beispiel dafür ist das bei Amigo erschienene Solo, das zudem einige zusätzliche Kartenfunktionen umfasst. Uno Dice ist eine Variation von Uno, die anstatt mit Karten mit Würfeln gespielt wird. Kategorie:Kartenspiel

Weblinks


- [http://www.gametwist.de/ Online Uno Mau Mau Spielen] ja:ウノ simple:Uno (card game)

Brettspiel

] Ein Brettspiel ist ein Spiel, dessen kennzeichnendes Element ein Spielbrett ist, auf dem die Spielerinnen und Spieler mit Figuren, Steinen oder anderem Material agieren. Ein Spiel, bei dem eine reine Auslage entsteht (wie beispielsweise bei Carcassonne) wird oftmals auch zum Genre der Brettspiele gezählt, obwohl es sich strenggenommen um ein Legespiel handelt. Das "Brett" muss nicht zwangsläufig aus Holz oder aus einem Stück sein. Bei manchen Spielen, etwa bei den Siedlern von Catan, ist es variabel und wird bei jeder Partie neu zusammengesetzt. Die Bedeutung des Spielbretts ist in den einzelnen Spielen unterschiedlich. Bei manchen Titeln - die dann in vielen Fällen an der Grenze zum reinen Karten- oder Würfelspiel stehen - stellt es fast ausschließlich eine angepasste Punktetabelle dar, bei anderen ist es wirklich das spielbestimmende Element.

Geschichte

Als ältestes Brettspiel kann das ägyptische Senet gelten. Auch Go beansprucht diesen Titel oft. Zu den klassischen Brettspielen zählen Go, Pachisi, Backgammon, Dame und Schach. Moderne Brettspiele wie beispielsweise die Siedler von Catan werden auch als Autorenspiele bezeichnet, da der Name des verantwortlichen Spieleautors auf der Schachtel herausgehoben wird. Während in den meisten Ländern vor allem klassische Brettspiele gespielt werden, hat sich im deutschsprachigen Raum eine vielfältige Szene um Autorenspiele gebildet. Mehr als 600 Neuheiten werden Jahr für Jahr auf den Spielemessen in Essen (im Oktober) und Nürnberg (im Februar) vorgestellt. Außerdem wird jährlich von einer Spielejournalisten-Jury die weltweit bedeutendste Spiele-Auszeichnung Spiel des Jahres vergeben. Die Internationalisierung des Phänomens moderner Brettspiele schreitet momentan rasch voran. In den USA, dem Niederlanden, Frankreich u