:: wikimiki.org ::
| Ammon |
Ammon
Ammon ist ein seit der späten Bronzezeit existierender Staat östlich des Jordan zwischen Gilead im Norden, die Grenze bildete meist der Fluss Nahr ez-Zarqa, und Moab im Süden mit wechselnden Grenzverläufen zwischen Linien nördlich der Stadt Madaba und dem Wadi el-Mudschib. Der Name geht auf den Stammesgründer Ammon zurück. Hauptort des noch reichlich mit Niederschlägen versorgten Landes war Rabbat-Ammon (Name der Stadt später nach der Eroberung durch Alexander den Großen (331 v. Chr.) und dessen lagidischen und seleukidischen Nachfolgern in der hellenistischen und in römischen Epoche war "Philadelphia", heute das jordanische Amman).
Die semithischen Ammoniter werden häufig in der Bibel erwähnt. Sie zählen zu den kanaanitischen Stämmen. Ihre Königsnamen bezeugen eine Verwandtschaft ihres Pantheons mit dem Ugaritischen.
Könige der Ammoniter:
- Ben Ammi
- Nahasch (ca. 1030-1000 v. Chr, Zeitgenosse König Sauls);
- Hanun (ca. 1000-995 v. Chr.);
- Sobi
- Ruhubi (870-860 v. Chr.)
- Ba'sha (ca. 853 v. Chr.)
- Budili (assyrischer Name; Ammonitischer Name unbekannt) (ca. 740)
- Shanip (ca. 735)
- Padael ("El hat erlöst.") (ca. 700-677 v. Chr.);
- Kabus-Gabri (680 v. Chr.)
- Barak-el (ca. 675 v. Chr.)
- Ammindadab I. ("Amm ist großzügig."), Vater des Hissilel; (ca. 650 v. Chr.)
- Hissilel ("El hat erettet.") (ca. 640-630 v. Chr.);
- Ammindadab II., Sohn des Hissilel; (ca. 600 v. Chr.)
Diese drei sind bezeugt durch eine 1973 in Amman am Tell Siran gefundene 10,5 cm hohe Bronzeflasche mit 8 Zeilen Text.
- Baalis (ca. 590-585 v. Chr.)
- Tobiah I. (ca. 580er)
- Tobiah II. (ca. 520er)
- Tobiah III.
- Tobiah IV. (ca. 270)
- Tobiah V. (ca. 200)
- Timotheus (? -160)
- Hyrcanus (um 150)
- Zoilus Cotylas (Tyrann von Philadelphia) (120-110)
- Theodoros (Tyrann von Philadelphia)
Kategorie:Staat (historisch)
Bronzezeit
Die Bronzezeit ist die Periode in der Geschichte der Menschheit, in der Werkzeuge aus Bronze hergestellt wurden.
Im Allgemeinen geht die Jungsteinzeit bzw. die Kupferzeit der Bronzezeit voran. (Siehe auch Dreiperiodensystem)
Die Bronzezeit wird zur Urgeschichte oder Frühgeschichte gezählt. Insbesondere aus Europa, dem westlichen Asien und Ägypten sind Bronzezeitkulturen bekannt (z. B. Troja).
Geschichte
Vor der Bronze als erste Legierung verwendeten die Menschen der Jungsteinzeit bereits gediegene Metalle wie Gold und Kupfer, die hauptsächlich aus Erzen gewonnen wurden.
Auf die damit verbundenen Metallverarbeitungstechniken konnte bei der Entdeckung der Legierungstechnologie zurückgegriffen werden. Bronze besteht aus 90 % Kupfer und 10 % Zinn und ist weitaus härter als Kupfer selbst, weswegen es rasche Verbreitung fand.
Erstes bearbeitetes reines Kupfer wurde in Anatolien bei Konya sowie in Ägypten gefunden. Kupfererz wurde schon vor 6000 v. Chr. verhüttet. In Europa ist die Verarbeitung von Kupfererz seit etwa 3000 v. Chr. bekannt.
Die Bronzeherstellung ist in Ägypten zuerst nachgewiesen (ca. 3500 v. Chr.). In China begann die Bronzezeit im 3. Jahrtausend v. Chr., spätestens während der Xia-Dynastie.
Mit der Verwendung der Bronze gingen mehrere Technologien einher: So wurde der Bergbau für Kupfererz und Zinnerze vervollkommnet. Zur Metallgewinnung waren Verhüttungstechniken nötig, da weder Kupfer noch Zinn in größeren Mengen gediegen vorkommen.
Mussten Kupferwerkzeuge nach dem Guss noch durch Schmieden in Form gebracht und gehärtet werden, machte der Bronzeguss die Serienfertigung von nahezu fertigen Werkstücken möglich.
Der Fernhandel entwickelte sich weiter, Schiffbau und Seefahrt mussten betrieben werden, um die Erze von ihren Gewinnungsstätten (insbesondere Zypern (Kupfer) und Britannien (Zinn) zum Festland zu transportieren. Bronzebarren eigneten sich als wertvolles Handelsgut (Zahlungsmittel), nicht dagegen Bronzegegenstände.
Die bronzezeitlichen Kulturen sind landwirtschaftlich geprägt, und leiten gebietsweise die Urbanisierung (Stadtgründungen) ein.
Die ersten staatlichen Gebilde entstanden und führten zu Hochkulturen, meist als Stadtstaaten, teilweise (wie in Ägypten und China) auch als Großreiche.
China
In dieser Zeit wurden in mehreren Kulturen der Handel und mit ihm Schriften entwickelt, beispielsweise in China, Ägypten, Palästina (Phönizien) oder Mesopotamien.
Je nachdem, ob bereits eine Schrift entwickelt wurde und historisch verwertbare Aufzeichnungen angefertigt wurden, fällt der Anfang der Zinn- und Kupferverhüttung sowie der Bronzeherstellung und -bearbeitung regional in die Vorgeschichte (z. B. Mittel- und Nordeuropa), Frühgeschichte, (östlicher Mittelmeerraum, vorderer Orient) oder in die Geschichte (China).
Auch in Südamerika wurde bereits in präkolumbischer Zeit Bronze hergestellt. Die ältesten Funde stammen aus Argentinien. Südamerikanische Kulturen hatten bereits vor Christi Geburt einen Fundus an metallurgischen Techniken entwickelt, so auch die Legierung von Kupfer mit Gold und Zinn.
Abgelöst wurde die Bronzezeit durch die Eisenzeit, in der Bronze zwar weiterhin für Kult- und Alltagsgegenstände verwendet, in der Technik und Waffenherstellung aber vom Eisen verdrängt wurde.
Anhand der Bestattungsformen werden in Mitteleuropa nach der durch einfache Flachgräber dominierten Frühbronzezeit die mittelbronzezeitliche Hügelgräberkultur und ab etwa 1350 v. Chr. die spätbronzezeitliche Urnenfelderkultur unterschieden.
Aus der Frühzeit der Bronzeverarbeitung lässt sich evtl. die Entstehung des Zwergenmythos erklären.
Mitteleuropa
Die Bronzezeit unterteilt sich im westlichen Teil Mitteleuropas in drei Epochen:
- Frühbronzezeit (ca. 2150-1550 v. Chr.)¹
- Mittelbronzezeit (ca. 1550-1350 v. Chr.)
- Spätbronzezeit (ca. 1350-800 v. Chr.)
¹ In Troja, d. h. dem westlichen Teil Vorderasiens, wird der Beginn der Frühbronzezeit auf Grundlage der 14C-Datierung der Phase Troja I um 2800 v. Chr. angesetzt. Etwa zeitgleich begann mit dem Frühhelladikum die Bronzezeit auf dem griechischen Festland. Auch in Südosteuropa und im Karpatenbecken begann die Frühbronzezeit z. T. bereits um die Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr.
Siehe auch:
- Portal:Vor- und Frühgeschichte
Literatur
- Anthony F. Harding, European Societies in the Bronze Age (Cambridge 2000).
- Albrecht Jockenhövel / Wolf Kubach (Hrsg.), Bronzezeit in Deutschland (Hamburg 1994).
- Hermann Müller-Karpe, Handbuch der Vorgeschichte, Bd. 4: Bronzezeit (München 1980).
- Ernst Probst, Deutschland in der Bronzezeit (München 1996).
Weblinks
- [http://www.archaeologie-online.de/links/154/156/index.php Weblinks zur Bronzezeit] bei http://www.archaeologie-online.de
- [http://www.geocities.com/Athens/Crete/4162/bronze_d.htm Bronze- und Urnenfelderzeit in Europa]. Kommentierter Index zur Bronzezeit und Urnenfelderzeit, geographisch gegliedert.
- [http://www.kulturenderbronzezeit.de.vu Kulturen der Bronzezeit].
- [http://www.bronzezeit-pioniere.de.vu Pioniere der Bronzezeitforschung].
- [http://www.uni-muenster.de/UrFruehGeschichte/pbfmain.htm Prähistorische Bronzefunde]. Wissenschaftliches Editionsunternehmen zu den prähistorischen Bronzefunden der Alten Welt.
- [http://www.porta-praehistorica.de Porta praehistorica et antiqua]. In diesem Diskussionsforum werden in erster Linie Fragen zur Lebensweise, Kleidung, Ernährung und Kultur der Menschen in der Ur- und Frühgeschichte und der Antike behandelt, wobei natürlich auch die Bronzezeit eine Rolle spielt.
-
- [http://www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Lexikon/Bronzezeit.htm Archäologisches Lexikon im Landschaftsmuseum Obermain: Kurzer Überblick über die Bronzezeit in Oberfranken].
- [http://www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Lexikon/Goldkegel.htm Archäologisches Lexikon im Landschaftsmuseum Obermain: Goldene Hüte und Zeremonialgewänder].
Kategorie:Zeitalter
!Bronzezeit
ja:青銅器時代
ko:청동기 시대
simple:Bronze Age
Jordan
Der Jordan (hebr.: נהר הירדן Nahar HaYarden, sinngemäß "der herabsteigende Fluss"; arabisch: أردن Urdunn) ist ein Fluss im Nahen Osten.
Nahen Osten
Geographie des Flusses
Der Jordan entspringt im Gebiet des Hermongebirges und fließt in Südrichtung durch das Jordantal zum Toten Meer, einem abflusslosen "Endsee", der in einer sogenannten "Depression" liegt. Auf diesem Weg durchfließt er den See Genezareth. In der Luftlinie würde die Länge des Jordan nur etwa 170 km betragen. Durch seine starken Windungen ist er länger, wobei die Angaben aber je nach Quelle stark voneinander abweichen. Teilweise wird seine Länge mit über 400 km angegeben. In seinem Verlauf überwindet der Fluss etwa 800 Höhenmeter.
Die Quellflüsse des Jordan sind der Hazbani im Libanon, der Dan in Nordisrael und der Banyas in den nördlichen Golanhöhen. Wichtigster und einziger größerer Zufluss südlich des See Genezareth ist der Jarmuk an der Grenze von südlichem Golan und Jordanien.
Nördlich des See Genezareth bildet der Jordan die Grenze zwischen Israel und den israelisch besetzten Golanhöhen, die völkerrechtlich zu Syrien gehören. Südlich des Sees ist der Fluss die Grenze zwischen Jordanien und Israel bzw. zwischen Jordanien und dem Westjordanland (zwischen Bet Shean und dem Toten Meer). Der Jordan mündet schließlich südöstlich von Jericho in das Tote Meer. Der Jordangraben ist Erdbebengebiet.
Politische Bedeutung
Durch seine Grenzlage spielt der Jordan in der Politik des Nahen Ostens eine wichtige Rolle. Der Jordan führt das ganze Jahr über vergleichsweise viel Wasser. Israel betrachtet den Fluss und den See Genezareth als zentrales Element der Trinkwasserversorgung, die anderen angrenzenden Staaten (Libanon, Syrien und Jordanien) verlangen ihrerseits einen angemessenen Anteil am Wasser des Flusssystems.
Im Verhältnis Israel-Jordanien konnte der Fluss zum Frieden beitragen. Wesentlicher Bestandteil des Friedensvertrages vom 26. Oktober 1994 war die vertragliche Zusicherung, dass Jordanien größere Mengen Wasser aus dem Fluss entnehmen darf.
Im Verhältnis Israels zu Syrien trägt der Jordan eher zur Krise bei: die Sorge, Syrien könnte Israel "das Wasser abgraben", ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sich Israel weigert, die Golanhöhen zurückzugeben.
Religiöse Bedeutung
Im Judentum hat der Jordan Bedeutung als der Fluss, den das Volk Israel bei der Landnahme nach der Wanderung durch die Wüste überschritt.
Volk Israel
Bedeutsam ist der Jordan für Christen. In der Gegend um Jericho wird die Stelle lokalisiert, an der sich nach neutestamentlicher Überlieferung Jesus von Johannes dem Täufer taufen ließ. Noch heute lassen sich viele Christen im Jordan taufen, vor allem in Jardenit, einer Taufstelle am Südende des See Gennesaret.
Siehe auch
- Taufe Jesu
Kategorie:Fluss in Asien
Kategorie:Gewässer in Israel
Kategorie:Ort in der Bibel
ja:ヨルダン川
Nahr ez-ZarqaDer Nahr ez-Zarqa ist ein Fluss in Jordanien, der, von Osten kommend, in den Jordan mündet. Er floss durch den in der Bibel erwähnten Staat Gilead und bildete dessen Südgrenze zu Ammon.
Weblinks
- [http://exact-me.org/overview/p35.htm exact-me.org/overview/p35.htm (englisch)]
Kategorie:Fluss in Asien
Kategorie:Geographie (Jordanien)
Moab (Bibel)Moab ist ein Reich, das im alten Testament der christlichen Bibel erwähnt ist. Das Reich lag östlich des Toten Meeres südlich von Ammon (Grenze Wadi el Mudschib = Arnontal) und nördlich von Edom (Grenze Wadi el-Hesa) im heutigen Jordanien. Die nördliche Grenze Wadi el-Mudschib wurde mehrmals durch Eroberungen überschritten und umfaßte dann z.B. Madaba, Dhiban und die Festung Aroer.
Der Name Moab für diese Landschaft taucht bereits am Ende der Spätbronzezeit im 13. Jahrhundert vor Christus auf einer ägyptischen Inschrift von Ramses II., der die moabitische Stadt Butarte zerstörte, auf. Im 10. Jahrhundert v. Chr. scheinen die Moabiter unter israelitische Herrschaft gekommen zu sein.
Die südlichen Städte Rabba (Rabbat-Moab) und Kerak (Krak de Moab) tragen "Moab" noch zur Zeit der Kreuzritter in ihrem Namen.
Bis zum 9. Jahrhundert v. Chr. scheint es kein geeintes Königreich Moab gegeben zu haben, erst um 850 v. Chr. nutzte der Moabiterkönig Mescha die Kriege zwischen Israel und Aram (Damaskus) um sich vom Tribut an die Israeliten zu befreien.
Die Moabiter wurden im 8. Jahrhundert v. Chr. Assyrien zunächst tributpflichtig und später von Tiglat-pileser III. im Feldzug von 734-732 vor Christus ganz unterworfen. In der Folgezeit schwankte ihre Haltung zwischen offener Rebellion (713 v. Chr. unter Sargon II.), Unterwerfung (701 v. Chr. Kamosch-Nadab (Kamoschnadbi; ca. 704-677 v. Chr.) gegenüber Sanherib und etwas später Musuri (ca. 677-667 v. Chr.) gegenüber Asarhaddon) und Kollabaration (Kamosh-Haleth (Kamoschhalte; ca. 650 v. Chr.) schlägt im Interessse Assyriens einen Beduinenaufstand nieder). In neubabylonischer Zeit musste Nebukadnezar II. gegen Ammon und Moab ziehen, um seine Herrschaft zu sichern.
Moab besitzt nicht mehr die reichlicheren Niederschläge des nördlich gelegenen Ammon, verfügte aber über landwirtschaftlich stark genutzte Plateaus.
Der Kriegsgott Kemosch (Kamosch) war der Hauptgott der Moabiter (4. Mose 21,29). Laut dem Bericht der Bibel hurten die Israeliten auf ihrer Wüstenwanderung mit Frauen aus Moab und begannen, deren Götter anzubeten, worauf Gott erzürnte. Er befahl Moses, die beteiligten Israeliten und Moabiter töten zu lassen, was auch geschah (4. Mose 25). Zudem schickte er eine Plage auf die Israeliten, an der 24.000 Menschen starben. Die Plage wurde durch Gott beendet, als der Israelit Simri und seine midianitische Geliebte Kosbi, die gegen die Anweisung Moses' ganz offen Sex hatten, von Moses' Großneffen Pinhas mit einem Speer getötet worden waren.
Bekannte Könige der Moabiter waren:
- Saraph um 1400 v. Chr.
- Sheth
- Zippor
- Balak
- Eglon
- Nahasch, ein Zeitgenosse König Sauls (ca. 1030-1000 vor Christus),
- Mescha (ca. 850-810 v. Chr.), der nicht nur in der Bibel, sondern auch auf der 1868 in Dhiban (Dibon) gefundenen nach ihm benanten Mescha-Stele erwähnt wird. Die 1,10 m hohe, aus schwarzem Basalt gefertigte und mit 34 Zeilen beschriebene Stele berichtet, wie Mescha zur Regierungszeit Omris (882-871 v. Chr.) und Ahabs das israelische Joch abschüttelte. Sie preist die späteren militärischen Siege über Joram von Israel (852-841 v. Chr.) und die Wiedererrichtung und Vergrößerung des moabitischen Reiches mit Hilfe der Unterstützung des Nationalgottes Kemosch. Auf der Stele (Zeile 10) ist mit dem Satz: "Ich baute die Straße durch das Arnontal.", auch die Königsstraße (Gen 14,1-16; Num 20,17-21 und 33,1-49) erwähnt, die von Damaskus kommend durch Ammon, Moab und Edom Richtung Rotes Meer führt.
- Chemosh-Nadab I., ca. 800 v. Chr.
- Chemosh-Nadab II., ca. 735 v. Chr.
- Chemosh-Nadab III.
Moses starb in der Region von Moab.
Siehe auch
Mesa-Stein, Moabit
Kategorie:Bibel
Kategorie:Staat (historisch)
Kategorie:Historische Landschaft
ja:モアブ
Seleukiden ]]
Die Dynastie der Seleukiden wurde nach dem Tod Alexanders des Großen durch seinen Feldherrn Seleukos I. Nikator um 312 v. Chr. (Einnahme Babylons) begründet. Das Reich der Seleukiden zählte zu den so genannten Diadochenreichen und erstreckte sich in seiner größten Blüte von Kleinasien, Syrien, Babylonien, Persien bis zum Industal. Zeitweise gehörten auch Palästina und Phönizien zum Seleukidenreich.
Geschichte
Das Reich der Seleukiden wurde ständig von verschiedenen Seiten bedrängt. Bereits unter der Regierungszeit des Reich-Gründers Seleukos I. Nikator gerieten die fernen, östlichen Provinzen des Reiches am Hindukusch und im Industal unter den Einfluß fremder Dynastien aus Hindustan, was 303 v. Chr. zum Verlust von Gedrosien und Arachosien führte, zu Gunsten Tschandraguptas (Candragupta oder Sandrokottos), dem König des indischen Maurya-Reiches.
Maurya-Reiches in Babylon ]] 301 v. Chr. wurde mit dem Sieg über die Diadochen Antigonos und Demetrios in der Schlacht von Ipsos die Herrschaft der Seleukiden über die östlichen Satrapien des ehemaligen Achämenidenreiches de facto bestätigt. Das Reich Alexander des Großen fand somit juristisch und faktisch sein Ende. In der Schlacht bei Kurupedion in 281 v. Chr. wandte sich Seleukos I. gegen seinen früheren Verbündeten Lysimachos, den Herrscher von Thrakien und Kleinasien, den er besiegte. Mit dem Übergang über den Hellespont zur Eroberung Thrakiens und Makedoniens, stand Seleukos I. im Begriff das Alexander-Reich (ohne Ägypten) in seinem Seleukidenreich aufgehen zu lassen, wurde jedoch im gleichen Jahr von Ptolemaios Keraunos, eines abtrünnigen Sohnes Königs Ptolemaios I., ermordet.
Nach dem Tod von Seleukos I. Nikator 281 v. Chr. übernahm sein Sohn Antiochos I. Soter die Regierung, der mit vielen Konflikten konfrontiert wurde. So schwächte der nomadische Stamm der Parther das Reich im Nordosten (in der Region südöstlich des Kaspischen Meeres) und entwickelte sich später zu seinem größten Konkurrenten um Macht und Kontrolle über das alte Persien. Als das Seleukiden-Reich im Rahmen des Dritten Syrischen Krieges, ausgefochten in den Jahren 246 bis 241 v. Chr., im Chaos zu versinken begann, unterwarfen sie unter der Führung ihres Stammesführers Arsakes nach 246 v. Chr. die seleukidische Satrapie Parthien und gaben sich ihren Namen zu eigen. Unter der Herrschaft der Arsakiden wurden die Parther Jahrhunderte später zu Erben der Seleukiden im alten Persien und Herren über alle Gebiete östlich des Euphrats.
Ab 278 v. Chr. musste sich Antiochos I. mit den nach Kleinasien eingefallenen Galatern auseinander setzen, einem keltischen Volk (siehe dazu auch Kelten), das er in der so genannten Elefantenschlacht in 275 v. Chr. besiegte. Er gab ihnen den östlichen Teil Phrygiens, das spätere Galatien, zur Besiedlung frei. Nach dem Sieg über die Kelten erhielt er den Beinamen Soter, das heißt der Retter, doch musste er wenige Jahre später im Westen 262 v. Chr. eine außenpolitische Niederlage gegen Eumenes von Pergamon einstecken, der ihn in der Schlacht bei Sardes besiegte und damit die Unabhängigkeit Pergamons vom Seleukidenreich errang.
Bereits während des Zweiten Syrischen Krieges, in den Jahren 260 bis 253 v. Chr., sagten sich um 256 v. Chr., gleich den Parthern, auch die am Hindukusch gelegenen, hellenisch geprägten Provinzen von der Zentralregierung der Seleukiden ab. Es wurde unter der Führung des ehemaligen seleukidischen Satrapen Diodotos das Gräko-Baktrische Reich gegründet (siehe dazu auch Baktrien) .
Unter der Herrschaft Antiochos des Großen, im Zeitraum 223 bis 187 v. Chr., entwickelte das Seleukiden-Reich eine neue Machtenfaltung, gleichzeitig legte dieser gegen Ende seiner Regierungszeit auch den Grundstein für den späteren Niedergang des Reiches. Durch sukzessive Eroberungen sowohl im Westen (gegen Rom und Ägypten), wie auch im Osten (gegen Parther und Baktrien), überstrapezierte Antiochos die Ressourcen des Landes. Das Reich geriet zusätzlich in Konflikt mit der neuen, aufstrebenden Macht, der Römischen Republik. Im Westen fügte diese den Seleukiden mehrere Niederlagen bei. 191 v. Chr. am Thermopylenpass und 190 v. Chr. in der Schlacht bei Magnesia. Diese führten zu hohen Tributzahlungen an Rom, sowie den Verlust großer Teile Kleinasiens (Asia Minor) zu Gunsten der römischen Verbündeten in Asien, vor allem dem Reich von Pergamon unter den Attaliden. Auch die dauerhaften Kämpfe mit den hellenischen Ptolemäern in Ägypten um die Kontrolle Palästinas und Syriens führten langfristig zu einem dauerhaften Substanzverlust des Reiches (siehe auch Syrische Kriege).
Syrische Kriege
Nach dem gewaltsamen Tod des Antiochos III. im Jahr 187 v. Chr., der eine in der griechischen Welt viel beachtete Expedition, die Anabasis, in den Osten des Reiches durchgeführt hatte, begann der mehr als hundertjährige, politische Verfall des hellenisch-persischen Reiches der Seleukiden, der de facto schon unter seiner Herrschaft begann. Im Frieden von Apameia mit Rom 188 v. Chr. verzichtete Antiochos auf alle Länder nördlich des Taurus. Seinen Nachfolgern vererbte er ein zerrüttetes Reich, das nach seinem Ableben nur noch aus im Westen bestehenden Reichsteilen Kilikien, Syrien, Palästina, und im Osten Babylonien mit den iranisch-persischen Satrapien Elam, Medien und Persis bestand. Bedingt durch interne Auflösungserscheinungen ihres Staates nach dem Tod des Antiochos IV. Epiphanes in 164 v. Chr., ging das Reich nun mehr unaufhaltsam seinem Untergang entgegen.
Schon um 165 v. Chr. löste sich Palästina während des jüdischen Makkabäeraufstands aus dem seleukidischen Staatsverband, 25 Jahre später, um 140 v. Chr., dann auch alle östlichen Satrapien (Babylonien, Elam, Medien, Persis) zu Gunsten der neuen Macht, dem Parther-Reich. Das Seleukiden-Reich, so fern man es noch als Reich bezeichnen konnte, beschränkte sich ab 140 v. Chr. de facto nur auf das Kerngebiet des Reiches, also Syrien mit der Hauptstadt Antiocheia, und in dieser Form existierte es noch etwa 80 Jahre bis zum direkten Auftauchen der Römer im Orient. König Antiochos VII. unternahm 129 v. Chr. einen allerletzten Versuch, die iranischen Provinzen für das Haus Seleukos zurückzugewinnen. Er befreite Babylonien und Teile Mediens und Elams von der parthischen Herrschaft, wurde jedoch kurz darauf in einen Hinterhalt gelockt und ermordet. Der Tod des Königs markierte definitiv das Ende der hellenischen Periode im heutigen Iran. Durch innere Unruhen und dynastische Zwistigkeiten zusätzlich erschüttert, die durch die Feinde des Reiches, die ägyptischen Ptolemäer und die Römische Republik gefördert wurden, hinterließen das Land in einem Dauerprozess des Bürgerkrieges, am dessen Ende es zu Grunde ging.
Bürgerkrieg durch Tigranes von Armenien um 90 v. Chr. ]]
Im Jahr 83 v. Chr. überrante der armenische König Tigranes der Große das im Chaos versunkene Reich, besetzte Syrien, Phönizien und Kilikien, womit er die Macht der Seleukiden faktisch brach. Als Verbündeter und Schwiegersohn von Mithridates VI. von Pontos geriet er jedoch mit Rom in Konflikt und wurde 69 v. Chr. vom römischen Konsul Lucullus geschlagen, anschließend unterwarf er sich 66 v. Chr. dem Feldherrn Pompeius. Dieser setzte den Seleukiden Antiochos XIII. als Regenten und römischen Vasallen (Klientelkönig) in Syrien ein.
Als sich im römischen Klientelstaat Syrien abermalig neue Unruhen und dynastischer Zwist ausbreiteten, erkannte Pompeius, dass die Zeit der Seleukiden abgelaufen war und sie untragbar wurden. Das Ende des von Seleukos I. Nikator begründeten Reiches, führte er dann persönlich durch, indem er im Jahr 63 v. Chr. den letzten Seleukidenkönig Antiochos XIII. ermorden ließ und den Rest des Reiches als Provinz Syria dem Römischen Reich einverleibte. Damit endete die politische Existenz eines Reiches endgültig, das einst die mächtigsten Regenten der hellenischen Welt stellte. Nur ein einziges Diadochenreich, das der Ptolemäer, konnte die Seleukiden um weitere 33 Jahre überdauern, bis auch dieses dem Druck des Römischen Imperiums erlag (siehe auch Kleopatra VII.). Damit wurden alle politischen Gebilde des ehemaligen Alexander-Reiches nach fast 300 Jahren liquidiert.
Literatur
- Hatto H. Schmitt: Seleukiden(reich), in: Ders. (Hrsg.): Kleines Lexikon Hellenismus, Harrassowitz, Wiesbaden 2003, S. 711-721, ISBN 3-447-04727-5. Knappe Darstellung mit umfassenden Literaturangaben.
- Susan Sherwin-White, Amelie Kuhrt: From Samarkhand to Sardis. A new approach to the Seleucid Empire, Duckworth, London 1993, ISBN 0-7156-2413-X.
Siehe auch
- Liste der Seleukidenherrscher
- Diadochen
- Diadochenkriege
- Liste der Diadochenreiche
- Perserreich
- Geschichte des Hellenismus
Weblinks
- [http://www.iranchamber.com/history/seleucids/seleucids.php Fachwissenschaftlicher Überblick bei Iran Chamber]
!
ja:セレウコス朝
HellenismusDer Begriff Hellenismus wurde durch den deutschen Historiker Johann Gustav Droysen um die Mitte des 19. Jahrhunderts geschaffen.
Er bezeichnet die geschichtliche Epoche vom Regierungsantritt Alexanders des Großen von Makedonien 336 v. Chr. bis zur Einverleibung des letzten Diadochenreiches in das Römische Reich 30 v. Chr..
Geschichtlicher Grundriss
Weiterführende Informationen zu diesem Thema: Geschichte des Hellenismus
Nach dem Tod Alexanders erhoben sich seine führenden Generäle, die so genannten Diadochen, zu lokalen Machthabern; eine Wiedervereinigung des Alexanderreiches erschien spätestens 301 v. Chr. aussichtslos, als Antigonos I. Monophthalmos in der Schlacht von Ipsos seinen Rivalen unterlag. Die sog. Diadochenkämpfe um Alexanders Erbe endeten schließlich 281 v. Chr. nach insgesamt sechs Kriegen mit der Zuteilung Makedoniens und Teilen Griechenlands an Antigonos (dem Stammvater der Antigoniden), Syriens, Mesopotamiens und Persiens an Seleukos I. (dem Stammvater der Seleukiden) sowie Ägyptens an Ptolemaios (dem Stammvater der Ptolemäer) und der Bildung dreier entsprechender Großreiche.
Hierdurch kam es zu einer vorübergehenden Stabilisierung der politischen Lage, bevor die Auflösungserscheinungen wieder voranschritten und Rom sich in die Konflikte einzumischen begann, so namentlich in Griechenland und im Konflikt der Seleukiden mit den Ptolemäern um Palästina: Antiochos III. wurde 188 v. Chr. von den Römern zum Verzicht auf Teile seines Reiches gezwungen, während auch Philipp V. von Makedonien eine Einengung seines Handlungsspielraums in Griechenland akzeptieren musste.
168 v. Chr. wurde Makedonien, nach der Niederlage des Sohnes Philipps V., Perseus, von den Römern in vier Bezirke aufgeteilt und 148 v. Chr. endgültig in eine römische Provinz verwandelt. 64 v. Chr. wurden mit der Eroberung Syriens durch Pompeius die Reste der Seleukidenherrschaft getilgt, 30 v. Chr. mit der Einnahme Alexandrias durch Oktavian die Ptolemäer um ihr Reich gebracht.
Die politische Geschichte des Hellenismus, und damit auch der politischen Selbstständigkeit griechischer Staaten, endete somit, während die kulturelle Ausstrahlung des Hellenismus erhalten blieb (siehe auch Byzantinisches Reich).
Merkmale der Epoche
Der Hellenismus umspannte einen gewaltigen Raum: Von Griechenland bis nach Indien, vom Schwarzen Meer bis nach Ägypten. Auch in Baktrien setzten sich die Griechen fest und etablierten dort das so genannte Gräko-baktrische Reich, welches erst nach knapp zwei Jahrhunderten unterging. Schwerpunkt der Handlungen während des Hellenismus war aber der östliche Mittelmeerraum, auch wenn die Seleukiden immer wieder versuchten, ihre östlichen Besitzungen in Persien zu stabilisieren (siehe Antiochos III.).
Die Zeit nach 280 v. Chr. war eine kulturelle Blütezeit, in der sich Mathematik, Philosophie und Kunst entfalteten, besonders, aber nicht nur, in Alexandria. In den hellenistischen Staaten waren die Griechen selbst allerdings immer in der Minderheit. Es kam zu immer mehr Konflikten mit der einheimischen Bevölkerung und es traten immer mehr interne Auflösungserscheinungen zu Tage, begleitet von einem Zerfall der Regierungsgewalt. Gleichzeitig gelang es den Reichen nicht, einen modus vivendi zu schaffen.
Kennzeichen dieser Geschichtsepoche ist die Hellenisierung: die Durchdringung vor allem des Orients durch die griechische Kultur und im Gegenzug der Einfluss orientalischer Kultur auf die Griechen. Das Griechische war zu dieser Zeit Weltsprache, die so genannte Koiné (von koínos = allgemein).
Besonders gut ablesbar ist dies am Hellenistischen Judentum, von dem durch die Schriften von Philo und Josephus wie auch den Apokryphen der Bibel eine größere Quellensammlung existiert. An ihnen ist sichtbar, wie sich ein "orientalischer Kult" wie das Judentum (auf sehr unterschiedliche Weise) mit griechischem Denken und griechischer Sprache verband und dadurch eine Weltreligion entstand.
Die Hellenisierung der orientalischen Bevölkerung sorgte dafür, dass noch bis weit ins Mittelalter hinein wenigstens die städtische Bevölkerung Syriens und Kleinasiens Griechisch sprach (Ägypten bildet dabei einen Sonderfall).
Somit brachen die Griechen aus dem engen Raum der Polis aus, und es kam zu einer ersten Globalisierung. Tatsächlich überdauerten die kulturellen Traditionen des Hellenismus den politischen Zusammenbruch und wirkten noch Jahrhunderte in Rom und im Byzantinischen Reich fort.
Quellensituation
Die Quellenlage zum Hellenismus ist mit die problematischste in der Alten Geschichte, da in weiten Teilen eine durchgehende Überlieferung fehlt. Somit ist man auf die Fragmente (wie von Hieronymus von Kardia) bzw. auf die nicht vollständig erhaltenen Schriften von Historikern angewiesen (Polybios, Diodor) sowie auf archäologische Quellen etc. Aus diesem Grund sind viele Sachverhalte umstritten, auch wenn im Großen und Ganzen ein Gerüst steht, welches jedoch komplexe Detailfragen aufwirft
Literatur
Die klassische Darstellung ist Droysens Geschichte des Hellenismus, die inzwischen jedoch hoffnungslos veraltet ist. Neuere Darstellungen sind in englischer (Peter Green, Graham Shipley, Frank W. Walbank) und französischer (E. Will: Histoire politique du monde hellènistique) Sprache vorhanden. Im Folgenden werden vor allem Überblickswerke genannt, an Hand deren Bibliographien sich leicht spezialisiertere Literatur erschließen lässt.
- Alexander Demandt: Die hellenistischen Monarchien. In: Antike Staatsformen. Akademie Verlag, Berlin 1995. S. 291-320. Knapper Überblick über Geschichte und Gesellschaft der hellenistischen Staatenwelt mit Bibliografie.
- Hans-Joachim Gehrke: Hellenismus. In: Ders. und H. Schneider (Hrsg.): Geschichte der Antike. Ein Studienbuch.. Stuttgart 2000. S. 163 ff. Knappe, einführende Darstellung.
- Hans-Joachim Gehrke: Geschichte des Hellenismus (Oldenbourg Grundriss der Geschichte). 3. Auflage. München 2003. Knappe Darstellung mit Forschungsteil und umfassender Bibliographie.
- Hatto H. Schmitt und Ernst Vogt (Hrsg.): Kleines Lexikon des Hellenismus. 2. erweiterte Auflage. Wiesbaden 1993. Eigentlich eine kleine Aufsatzsammlung. Sehr gut zur Einführung.
- Graham Shipley: The Greek World After Alexander, 323-30 BC.. London und New York 2000. Englischsprachiger Überblick über die Zeit des Hellenismus von den Diadochen bis Kleopatra VII.
Siehe auch
- Diadochen und Diadochenkriege
- Hellenistisches Judentum und Hellenisten
- Gesellschaft für antike Philosophie
Weblinks
- [http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/LAG/quellen/qvl99.html Quellenausschnitte und Bibliographie]
- [http://www.gltc.leidenuniv.nl/index.php3?m=&c=86 Umfassende Bibliographie]
- [http://www.isidore-of-seville.com/hellenistic/1.html Knappe Literaturempfehlungen (Green, Shipley etc.)]
- [http://ark.cdlib.org/ark:/13030/ft0000035f/ Peter Greens "Hellenistic History and Culture" frei zugänglich (englisch)]
- [http://www.fordham.edu/halsall/ancient/asbook08.html Teil des Internet Sourcebooks. Quellen in englischer Übersetzung.]
- [http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/LAG/quellen/qvl99_313.html Aufteilung Makedoniens.]
- [http://www.ganph.de GANPH - Gesellschaft für antike Philosophie e.V.]
!
Kategorie:Transkulturation
ja:ヘレニズム
AmmanAmman (arabisch: عمان, nach dem ägyptischen Gott Amun) ist die Hauptstadt des Haschemitischen Königreiches Jordanien und zählt über eine Million Einwohner.
Jordanien
Jordanien
Im Namen der Stadt lebt die Erinnerung an den bereits im Alten Testament erwähnten Volksstamm der Ammoniter fort. Amman, im Altertum auch Philadelphia genannt und Teil der Dekapolis, wurde wie Rom auf sieben Hügeln gegründet. Inzwischen erstreckt sich die Stadt schon über neunzehn Hügel.
Heute ist Amman eine moderne Stadt, in der Muslime und Christen zusammen leben.
Die heutige Finanzmetropole begann erst nach der Staatsgründung Israels infolge der Flüchtlingsströme aus Palästina zu einer Großstadt zu wachsen.
Bedeutende historisch-kulturelle Stätten sind das beeindruckend gut erhaltene römische Theater und der Zitadellenhügel im Stadtzentrum.
Im Herzen der Altstadt befindet sich der Souk, ein traditioneller arabischer Basar.
Die eigentliche Blütezeit begann nach der Eingliederung in die Provincia Arabia unter Kaiser Trajan. Aus dieser Zeit stammen die gewaltigen Ruinen der Zitadelle, das Forum und das Theater, das besterhaltendste Gebäude der Antike, das heute noch benutzt wird. Auf der oberen Terrasse der Zitadelle steht heute der Qasr, ein Teil des Omayyadenpalastes. Mit der Verlegung der Residenz von Damaskus nach Bagdad im Jahr 750 begann der Abstieg der Stadt, die folglich im Mittelalter völlig verfallen war.
Beiruts Niedergang in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jh. hat Amman zur führenden Handelsmetropole des Vorderen Orient aufsteigen lassen. Noch um die Wende zum 20. Jh. ein Dorf mit etwa 2000 Einwohnern, entwickelte sich die Siedlung im Tal des Wadi Amman seither zu einer Millionenstadt. Immer weiter greift sie entlang ihrer Ausfallstraßen in das umgebende Hügelland: Dörfer wie etwa el-Quweisme oder Khirbet es-Suk, vor zwanzig Jahren noch selbständig, sind heute faktisch in das Stadtgebiet einbezogen.
An modernen Kalkstein- und Betonbauten vorbei schiebt sich dichter Autoverkehr, im Straßenbild dominiert westliche Kleidung, und in den Geschäften der Innenstadt und des Jebel Amman sind europäische Konsumgüter aller Art erhältlich. Auch Damaskus, Aleppo , Kairo oder Baghdad besitzen solche modernen Allerweltsviertel, doch kann man dort gleich daneben das Gassengewirr orientalischer Altstädte erleben, passiert man Plätze, mit denen sich Namen und Ereignisse der islamischen Geschichte verbinden. In Amman dagegen beschränkt sich das orientalische Moment im wesentlichen auf die Suks nahe der Hussein-Moschee, und fast verwundert nimmt man in einem der mit Mietshäusern bebauten Berghänge ein römisches Theater wahr - Zeuge dafür, dass man auf historischem Boden steht.
Söhne und Töchter der Stadt
- Abdullah II., König von Jordanien
- Garabed Antranikian, deutscher Biologe
- Aun Schaukat al-Chasauneh, jordanischer Diplomat und Jurist
- Faisal al-Fayiz, jordanischer Politiker
- Khaled Mardam-Bey, jordanischer Softwareentwickler
- Abd ar-Rahman Munif, arabischer Schriftsteller
Kategorie:Hauptstadt in Asien
Kategorie:Ort in Jordanien
Kategorie:Ort in der Bibel
ja:アンマン
Pantheon]
Pantheon (von griechisch παν, pan, "alles" und θεόs, theós, "Gott") ist der antike Name für ein allen Göttern geweihtes Heiligtum.
Diese Vorstellung stammt aus dem Umfeld der sumerischen, griechischen und manichäischen Mythologie und wird bald mit einem konkreten Ort bzw. Tempel verbunden.
In letzterem Sinne wurde die Vorstellung in die römische Welt übertragen. Da das Pantheon in Rom das einzige gut erhaltene Pantheon als Bauwerk ist, ist es zum Inbegriff für weitere Bauwerke mit einer ähnlichen Funktion geworden.
So bezeichnet das Panthéon in Paris die Gedenkstätte für alle bedeutenden Persönlichkeiten der französischen Nation.
In der europäischen Geistesgeschichte seit der Aufklärung sowie in der Religionswissenschaft wurde der Begriff "Pantheon" generalisiert und für die (nach Zuständigkeiten/Funktionen geordnete) Gesamtheit aller Götter nicht nur der sumerischen, griechischen, manichäischen und römischen Religion verwendet, sondern auch für andere polytheistischen Religionen. Dabei wurde es vereinzelt auch auf Religionen angewandt, denen diese Vorstellung eines geordneten Gesamtheit aller Götter verbunden mit einem Versammlungsort im Grunde fremd ist, wie z.B. für den Hinduismus und den Buddhismus.
Daher ist der Begriff Pantheon auch nicht deckungsgleich mit dem deutschen Begriff der Götterwelt, der auf alle, meist aber auf antik-archaische polytheistische Religionen angewendet wird.
Siehe auch
- Pantheon (Rom)
- Panthéon (Paris)
- Pantheon (Tiflis)
- Schwäbisches Pantheon in Oberdischingen
- Griechische Mythologie, Römische Mythologie u.a.m.
- Dei Consentes
Kategorie:Religion
Kategorie:Mythologie
ja:パンテオン
AmmoniterDie Ammoniter waren ein semitischer Stamm, der östlich von Moab und den israelitischen Stämmen Ruben und Gad siedelte und den Israeliten nahe verwandt war.
Der Hauptort hieß früher Rabba, oder Rabbat-Ammon, jetzt Amman. Ihr Gott wurde Milkom genannt.
Die Ammoniter befanden sich häufig mit den Israeliten im Kampf, sie wurden dem Bibelbericht im Buch Richter (Ri 10+11) nach von Jephtha, nach historischen Quellen auch von Saul und David bekriegt und von letzterem auch unterworfen. Nach dem Fall des Reiches Israel breiteten sich die Ammoniter wieder östlich des Jordans aus und waren in den Kriegen der Chaldäer gegen Juda sowie im Makkabäer-Krieg (165) erneut auf der gegnerischen Seite der Israeliten.
Siehe auch:
Portal:Bibel, Ammon, Palästina, Makkabäer
Kategorie:Historische asiatische Ethnie
Saul
Saul (Hebräisch שאול Šā’ûl oder Sha'ul der Erbetete) war ungefähr 1012 v. Chr. - 1004 v. Chr. der erste König Israels.
Saul schlug die Ammoniter in einer offenen Feldschlacht. In der Siegesfreude wurde Saul anschließend auf der alten Kultstätte Gilgal durch das Volk zum König gewählt. Dies führte zu einer Gegenreaktion der Philister, die Israel seinerzeit beherrschten. Saul konnte sich jedoch nicht entscheidend gegen die Besatzer durchsetzen.
Saul residierte in Gibea. Unter anderem ordnete er die Vertreibung von Totenbeschwörern und Wahrsagern an, wie das Alte Testament der Bibel berichtet. Sein Wesen war von Hysterie und Depression gekennzeichnet.
Saul wurde von seinem Sohn Jonathan unterstützt und auch David konnte bald die Anerkennung des Königs Saul gewinnen. David wurde auch sein Schwiegersohn. In seinen depressiven Stimmungen wähnte sich Saul einerseits von Jonathan und David, andererseits von Samuel bedroht. Nach 1 Sam 18,10 - 31,13 trachtete Saul dem vermeintlichen Rebellen David wiederholt nach dem Leben. Dabei fällt er selbst zweimal in Davids Hand. Der spätere Thronfolger schont jedoch das Leben Sauls. Diesen können derlei Loyalitätsbekundungen aber nur kurz von seiner Raserei abbringen.
Nach mehreren Scharmützeln und Kämpfen besiegten seine eigentlichen Feinde, die Philister das Heer des Saul schließlich beim Gilboa-Gebirge. Dort nahm sich der kranke König daraufhin das Leben. Da auch seine drei Söhne fielen, geriet Israel wieder unter die unumschränkte Herrschaft der Philister.
Seine Charakterisierung in der Quelle wird durchaus kritisch betrachtet, als Priesterüberlieferung eines Königs, der sich gegen priesterliche Bevormundung mehrfach gewandt hatte.
Kategorie:Mann
Kategorie:König (Israel)
Bronze
Bronze ist eine unmagnetische Legierung aus Kupfer (80-90 %) und Zinn.
Die Dichte beträgt 8,7g/cm³ bei einem Zinnanteil von 15% , der Schmelzpunkt variiert je nach Zusammensetzung und liegt meist knapp unter 1000° C.
Der Name Bronze leitet sich vom lateinischen Namen der süd-italienischen Stadt Brindisi, Brundisium ab, die in der Antike eine Hochburg der Bronzeverarbeitung und des Bronzehandels war.
Legierungen
Je nach Zusammensetzung unterscheidet man:
Glockenbronze
Die Glockenbronze besteht zu 78% aus Kupfer und zu 22% aus Zinn und ist sowohl für Glocken als auch für den Bau von Kanonen eingesetzt worden, es wurden in Kriegen oft Glocken eingeschmolzen.
Potin
Potin ist eine Bronzelegierung mit hohem Zinngehalt. Neben Kupfer und Zinn enthält diese Metalllegierung Silber, Blei und Spuren anderer Metalle.
Dieses Metallgemisch wurde von den Kelten zum Gießen von Potinmünzen benutzt.
Geschichte
Die Herstellung von Bronze selbst ist für Ägypten zuerst nachgewiesen (ca. 3500 v. Chr.). In China begann die Bronzezeit im 3. Jahrtausend v. Chr., spätestens während der Xia-Dynastie.
Bronze ist die erste Metall-Legierung, die vom Menschen gezielt hergestellt wurde. Im dritten Jahrtausend v. Chr. verdrängten Bronzewaffen und -werkzeuge die bis dahin gebräuchlichen Gerätschaften aus Stein oder Kupfer. Die Bronzezeit endete, als die Eisenverhüttung erfunden war, da Eisen noch härter als Bronze war und sich auch besser schleifen ließ.
Verwendung
Als Klangkörper
- Große Produktegruppen aus Bronze waren seit dem Mittelalter die Glocken und die Kanonen. Das Material wurde auch schon immer für Kunstgegenstände (Kunstguss) verwendet. Ehrenauszeichnungen, von Denkmälern und Skulpturen bis Medaillen, werden oft in Bronze gefertigt.
- Auch in der Musik spielt Bronze eine Rolle - so sind etwa Schlagzeugbecken (engl. cymbals) aus Bronze.
Als edles Metall
- Im Sport wird oft der dritte Platz mit einer Bronzemedaille gewürdigt, weshalb viele Menschen denken, Bronze sei den Edelmetallen zuzurechnen; ein Irrtum, der besonders durch den inflationistischen Sprachgebrauch in Sportreportagen gefördert wird.
- An besonderen Gebäuden wurden wertvolle Bronzetüren eingebaut, beispielsweise in Nowgorod.
Kategorie:Legierung
ja:青銅
ko:청동
David LagoDavid Lago (born January 18 1979 in Downey, California) is an American actor. He is best known for playing Raul Guittierez on The Young and the Restless from 1999 to 2004. He has also had a recurring role on 7th Heaven.
He was nominated for a Daytime Emmy Award in 2000, 2001, 2003, and 2004, and won in 2005. When he won, he had not prepared a speech, so he left the audience stunned by simply repeating a line from the film Catch Me If You Can about two mice falling into a bucket of cream. Soap Opera Digest columnist Carolyn Hinsey commented that his speech "made him sound like an ass."
Lago, David
Lago, David
Conspiracy hotels Vienna hoteles amsterdam programy alkomaty
|
|
|
| :: RELATED NEWS :: |
Studio Display 21
La famiglia Apple Studio Display è stata la prima linea di monitor prodotta da Apple Computer a essere dotata di un monitor LCD ( escludendo il vecchio IIc Flat Panel Display che sebbene era un LCD non aveva molto a che spartire con i moderni monitor LCD). Questa linea si è sempre contraddistinta per i case dei monitor che erano costruiti di plastica traslucida anche quando i Macintosh erano ancora venduti in case grigi. Dopo il primo
|
Studio Display 17 (ADC)
La famiglia Apple Studio Display è stata la prima linea di monitor prodotta da Apple Computer a essere dotata di un monitor LCD ( escludendo il vecchio IIc Flat Panel Display che sebbene era un LCD non aveva molto a che spartire con i moderni monitor LCD). Questa linea si è sempre contraddistinta per i case dei monitor che erano costruiti di plastica traslucida anche quando i Macintosh erano ancora venduti in case grigi. Dopo il primo
|
Studio Display LCD
La famiglia Apple Studio Display è stata la prima linea di monitor prodotta da Apple Computer a essere dotata di un monitor LCD ( escludendo il vecchio IIc Flat Panel Display che sebbene era un LCD non aveva molto a che spartire con i moderni monitor LCD). Questa linea si è sempre contraddistinta per i case dei monitor che erano costruiti di plastica traslucida anche quando i Macintosh erano ancora venduti in case grigi. Dopo il primo
|
Studio Display 17 (LCD)
La famiglia Apple Studio Display è stata la prima linea di monitor prodotta da Apple Computer a essere dotata di un monitor LCD ( escludendo il vecchio IIc Flat Panel Display che sebbene era un LCD non aveva molto a che spartire con i moderni monitor LCD). Questa linea si è sempre contraddistinta per i case dei monitor che erano costruiti di plastica traslucida anche quando i Macintosh erano ancora venduti in case grigi. Dopo il primo
|
Base ortonormale
Una base ortonormale di uno spazio vettoriale euclideo è una base composta da vettori a due a due ortogonali e la cui norma (cioè il prodotto scalare di ogni vettore per se stesso) è 1. Due vettori sono ortogonali quando il loro prodotto scalare è uguale a zero.
Ogni spazio euclideo possiede basi ortonormali. La trasformazione di una base ortonormale di uno spazio euclideo in un'altra base ortonormale dello stesso spazio avviene
|
Papa Innocenzo VII
Innocenzo VII, nato Cosimo de' Migliorati (ca. 1336 - 6 novembre 1406) fu Papa a Roma dal 1404 al 1406, durante lo Scisma d'occidente, mentre il Papa riv
|
Fuori di testa (film 1987)
Fuori d
|
Stanisław Lem
Stanisław Lem (n. Lwów, 12 dicembre 1921) è uno scrittore polacco di fantascienza, medico, saggista e filosofo.
Lem è probabilmente il più importante autore contemporaneo di fantascienza non angloamericana; le sue opere sono state tradotte in più di trenta lingue ed hanno venduto oltre trent
|
Stanislaw Lem
Stanisław Lem (n. Lwów, 12 dicembre 1921) è uno scrittore polacco di fantascienza, medico, saggista e filosofo.
Lem è probabilmente il più importante autore contemporaneo di fantascienza non angloamericana; le sue opere sono state tradotte in più di trenta lingue ed hanno venduto oltre trent
|
Tabasco (stato)
| |