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Amoklauf

Amoklauf

Das Wort Amok (malaiisch meng-âmok, in blinder Wut angreifen und töten) bedeutet eine psychische Situation, die durch Unzurechnungsfähigkeit und absolute Gewaltbereitschaft gekennzeichnet ist. Die Täter, die in einer solchen Ausnahmesituation Straftaten begehen, nennt man Amokläufer oder auch Amokschützen, falls sie Schusswaffen gebrauchen, oder Amokfahrer, falls sie Fahrzeuge einsetzen. Monokausale Erklärungsansätze scheitern bei der Erklärung des Phänomens. Vielmehr müssen soziale als auch individuelle Voraussetzungen einbezogen werden. So kann die verbreitete Erklärung des Amoklaufs als direkte Wirkung einer lediglich individuellen psychischen Störung als widerlegt betrachtet werden. Der Regisseur Rainer Werner Fassbinder stellte einen Amoklauf und seine Ursachen in seinem Film Warum läuft Herr R. Amok? dar.

Bekannte Amokläufe

Amoklauf in Camden (New Jersey, Vereinige Staaten)

Am 6. September 1949 läuft Howard Unruh, ein arbeitsloser, 28-jähriger ehemaliger G.I. Amok und erschießt 13 Personen. (Quelle: [http://www.courierpostonline.com/125anniversary/unruh.html Nation's first mass murder was the top story of Sept. 6, 1949].)

Amoklauf mit Flammenwerfer in Köln (Deutschland)

Am 11. Juni 1964 läuft Walter Seifert (
- 1922; † 11. Juni 1964), ein Kriegsveteran, mit einem selbstgebauten Flammenwerfer in der katholischen Volksschule im Kölner Stadtteil Volkhoven Amok. Er tötet sieben Schülerinnen, einen Schüler und zwei Lehrerinnen und fügt 21 Kindern Brandverletzungen zu. Während des Amoklaufes nimmt er das Pflanzenschutzmittel E605 zu sich und stirbt daran am Abend des selben Tages. (Quelle: [http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,303519,00.html])

Weblinks


- [http://www.ursula-kuhr-schule.de/Chronik/Attentat/Attentat.html Dokumentation] der Ursula-Kuhr-Schule
- [http://www.wdr.de/themen/panorama/5/volkhoven/index.jhtml Bericht] des WDR

Amoklauf an Schule in Cleveland

Am 29. Januar 1979 tötet die damals 16-jährige Brenda Ann Spencer zwei Erwachsene an der Cleveland Elementary School in San Diego (Kalifornien) mit einer Schußwaffe; ein weiterer Erwachsener (Polizist) sowie acht Kinder werden verletzt. Ihre Begründung für die offensichtlich sinnlose Tat lautet "Ich mag keine Montage". Die Rockgruppe Boomtown Rats nimmt diese Äußerung später zum Anlass für das Lied I don't like Mondays, in welchem der betreffende Amoklauf anklagend geschildert wird.

Amoklauf in Dunblane (Schottland)

Am 13. März 1996 erschießt ein 43-jähriger Mann 16 Erstklässler und deren Lehrerin in der Turnhalle der Grundschule des schottischen Dunblane. Bevor der Mann Suizid begeht, verletzt er noch weitere zwölf Schüler und zwei Lehrer.

Amoklauf in Port Arthur (Tasmanien, Australien)

Am 28. April 1996 werden 35 Menschen getötet und 19 zum Teil schwer verletzt, als ein Mann an einem warmen Sonntag mit einer Sporttasche voller Waffen das "Broad Arrow" Cafe in der historischen Touristenhochburg Port Arthur betritt und dort gezielt und eiskalt auf die Gäste schießt. Als mutmaßlicher Täter wird der 28-jährige Martin Bryant festgenommen. Er gilt als schwieriger Außenseiter, mit einem IQ von nur 66. Dennoch wird er für voll schuldfähig erklärt und zu 35 mal lebenslänglicher Haft und zusätzlichen 777 Jahren Gefängnis verurteilt. Jedoch gibt es bis heute einige Zweifler, die ihn als Sündenbock sehen.

Amoklauf in Jonesboro (Arkansas, Vereinigte Staaten)

Am 24. März 1998 lösen zwei Schüler falschen Feueralarm an ihrer Schule in Jonesboro aus. Als die Schüler ins Freie rennen, werden sie von den zwei Amokläufern mit einem Kugelhagel angegriffen. Dabei sterben vier Mädchen sowie eine Lehrerin und zehn Menschen werden schwer verletzt.

Amoklauf in Littleton (Colorado, Vereinigte Staaten)

Am 20. April 1999 töten die Schüler Eric Harris und Dylan Klebold, im Schulmassaker von Littleton an der Columbine Highschool in Littleton (US-Staat Colorado), vierzehn Mitschüler sowie einen Lehrer und verletzen 20 Menschen, bevor sie sich töten. Die Ursachen für diesen Amoklauf werden später im Film Bowling for Columbine zu analysieren versucht.

Amoklauf in Dillingen (Saarland, Deutschland)

Am 16. Mai 1999 im deutsch-französischen Grenzgebiet bei Dillingen (Saarland) tötet ein vorbestrafter 36-Jähriger innerhalb weniger Stunden fünf Menschen, verletzt elf und tötet sich selbst.

Scharfschütze in Bad Reichenhall (Bayern, Deutschland)

Am 1. November 1999 feuert ein 16-jähriger Lehrling wahllos vom Fenster des elterlichen Wohnhauses in Bad Reichenhall (Bayern) und tötet drei Passanten. Er erschießt seine 18 Jahre alte Schwester und bringt sich selbst um.

Massenmord in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen, Deutschland)

Am 9. November 1999 erschießt ein 34 Jahre alter Türke in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) sieben Mitglieder einer türkischen Großfamilie. Motiv war ein zurückgewiesener Heiratsantrag. Am nächsten Morgen entzieht er sich in Tübingen der drohenden Festnahme durch Suizid.

Attentat in Meißen (Sachsen, Deutschland)

Am 9. November 2000 in Meißen, Sachsen stürmt ein 15-jähriger Schüler maskiert in das Klassenzimmer der 9. Klasse des Gymnasiums Franziskaneum, geht mit zwei Messern auf eine Lehrerin los und sticht 22 Mal zu. Die 44-Jährige kann sich noch auf den Flur schleppen, stirbt dort. Der Schüler wird nach kurzer Flucht gestellt.

Amoklauf in Osaka (Japan)

Am 8. Juni 2001 überfällt ein 37-jähriger Japaner eine Klasse in Osaka und ersticht acht Kinder und verletzt 20 zum Teil schwer.

Amoklauf in Zug (Schweiz)

Am 27. September 2001 dringt der 57-jährige Friedrich Leibacher in das Parlamentsgebäude des Kanton Zug (Schweiz) ein und tötet drei Regierungsräte und elf Kantonsräte. Bei dem Zuger Attentat werden rund 15 weitere Menschen verletzt, darunter auch Journalisten.

Amoklauf in Erfurt (Deutschland)

Am 26. April 2002 tötet der 19-jährige Robert Steinhäuser im Erfurter Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen, bevor er sich selbst tötete, siehe Amoklauf von Erfurt.

Amoklauf im Indianer-Reservat Red Lake (Minnesota, Vereinigte Staaten)

Am 21. März 2005 erschießt der 16-jährige Jeff Weise bei einem Amoklauf an der Red Lake Senior High School im Indianer-Reservat Red Lake im US-Bundesstaat Minnesota neun Menschen und tötet sich danach selbst. 13 Menschen werden verletzt.

Amoktat in Stuttgart-Zuffenhausen (Deutschland)

Am Sonntag 3. April 2005 stürmt ein Tamile während des Gottesdienstes einer Tamilisch-Baptistischen Gemeinde in die Christuskirche der Evangelisch-methodistischen Kirche in Stuttgart-Zuffenhausen. Er schlägt mit einem Samuraischwert um sich, tötet dabei eine Frau und verletzt drei weitere Menschen schwer. Bei den Vorfall soll es sich um eine Tat aus Zorn über eine enttäuschte Liebe handeln. Der Tamile war kein Mitglied der Gemeinde.

Weitere Amoktaten, -läufe


- Ernst Wagner (1913)
- Charles Starkweather (1958)
- Charles Whitman (1966)
- Brenda Ann Spencer (1979)
- Woo Bum-kon, Südkorea (1982)
- Karel Charva (1983)
- James Oliver Huberty (San Ysidro McDonald's Massaker — 1984)
- Michael Robert Ryan (Hungerford Massaker1987)
- Julian Knight (the Hoddle Street Massaker — 1987)
- Marc Lepine (Montreal Massaker1989)
- Julio Gonzalez (Happyland Fire1990)
- Wayne Lo (Simon's Rock College) - 1992
- Valery Fabrikant - (1992)
- Colin Ferguson (1993)
- Martin Bryant (Port Arthur Massaker — 1996)
- Andrew Cunanan (1997)
- Mark O. Barton (1999)
- Martin Peyerl (1999)
- Benjamin Nathaniel Smith (1999)
- Nikolay Soltys (2001)
- Friedrich Leibacher (2001)
- Jean-Pierre Roux-Durraffourt, Tours, Indre-et-Loire - France (2001)
- Beltway-Heckenschütze (2002)
- Interstate 270 Heckenschütze (2003)
- Bart Ross, Chicago, (2005)
- Brian Nichols, Atlanta (2005)
- Terry Ratzmann, Wisconsin, (2005)

Siehe auch:


- Massaker

Weblinks


- [http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/amok.html Amok in Psychosoziale Gesundheit] Kategorie:Psychologie ! Kategorie:Polizeieinsatzart

Malaiische Sprache

Die malaiische und indonesische Sprache (Bahasa Melayu dan Indonesia) ist Amtssprache in Malaysia und in Indonesien. Die beiden Sprachversionen gelten als eine Einzelsprache und unterscheiden sich praktisch nur durch ihren Namen:
- Bahasa Melayu ist Amtssprache in Malaysia (hier auch Bahasa Malaysia), Singapur und Brunei. Von etwa 12 Millionen Sprechern auf der malaiischen Halbinsel sprechen es etwa 7,2 Millionen als Erst- und 4,8 Millionen als Zweitsprache. Größere Gruppen von Sprechern findet man außerdem in Myanmar, in Hongkong und in den USA. Bahasa Melayu hat den Language Code ms beziehungsweise may oder msa (nach ISO 639).
- Bahasa Indonesia ist Amtssprache in Indonesien. Es wird von etwa 162 Millionen Menschen gesprochen. Für 21 Millionen, von denen die meisten auf Java leben, ist es Erstsprache. 141 Millionen benutzen es als Zweit- oder Verkehrssprache. Außerhalb Indonesiens wird es unter anderem in Saudi-Arabien, Singapur, den Niederlanden und den USA gesprochen. Bahasa Indonesia hat den Language Code id bzw. ind (nach ISO 639). Soweit im Folgenden nichts anderes angegeben, gelten die Aussagen für beide Sprachen.

Geschichte

Malaiisch gehört zur westlichen Gruppe des malaiisch-polynesischen Sprachzweigs innerhalb der austronesischen Sprachfamilie. Malaiisch ist seit dem 1. Jahrhundert nach Christus in dem heute von Malaysia und Indonesien dominierten Inselgebiet die Verständigungs- und Handelssprache, die gegebenenfalls neben der eigenen Sprache gesprochen wird. Die ersten schriftlichen Zeugnisse des Altmalaiischen stammen aus dem 7. Jahrhundert. Malaiisch erfuhr viele Einflüsse aus Indien, woher Hinduismus und Buddhismus kamen. In späterer Zeit kamen mit dem Islam arabische Einflüsse hinzu. Vom 14. Jahrhundert an wurde es hauptsächlich mit arabischen Schriftzeichen geschrieben. Die kolonialen Einflüsse haben zu manchen unterschiedlichen Wörtern geführt. Siehe dazu im folgenden Unterschiede Bahasa Melayu und Bahasa Indonesia. Aufgrund der mangelnden Sprachpflege während der britischen Kolonialherrschaft war die malaiische Sprache terminologisch verarmt und wurde als stark veraltet angesehen. Nachdem Malaysia 1957 unabhängig geworden war, führte eine staatliche Sprachkommission Tausende von Neologismen ein. Die so erneuerte Sprache wurde wenig später ins Schulwesen integriert. Sie hieß von 1957 bis 1969 Bahasa Kebansaan (Nationalsprache), seit 1969 heißt sie Bahasa Malaysia. In Indonesien wurde mit der niederländischen Kolonisierung im 19. Jahrhundert die lateinische Schrift eingeführt. Mit der Unabhängigkeitserklärung des Landes 1945 wurde Bahasa Indonesia zur offiziellen Staatssprache erklärt. 1972 wurde ein einheitliches lateinisches Schriftsystem in Malaysia und Indonesien geschaffen. Malaysia hatte bis dahin arabische Schriftzeichen benutzt. Alte Menschen schreiben in Malaysia heute noch in arabischer Schrift, und man findet noch Schilder mit arabischen Schriftzeichen, aber in malaiischer Sprache.

Unterschiede Bahasa Melayu und Bahasa Indonesia

Die Unterschiede zwischen diesen beiden Sprachen entwickelten sich erst in neuester Zeit. Sie sind ungefähr so beschaffen wie zwischen DDR-Deutsch und West-Deutsch, wo man auch nicht von zwei Sprachen spricht, obwohl es "Broiler" im Westen sowie "Hendl" in der DDR nicht gab und beispielsweise Plastik/Plaste, Team/Kollektiv unterschiedliche Wörter hatten. Genauso lassen sich zwischen den beiden malaiischen Sprachen solche spezifischen Wörter finden - oft bedingt dadurch, dass manche Wörter in Malaysia von den britischen Kolonialherren und in Indonesien von den niederländischen Kolonialherren eingeführt wurden. Bei technischen Fachausdrücken sind die Unterschiede am häufigsten; geradezu berühmt ist die immer zitierte Übersetzung von Auspuff: Auf Indonesisch heißt es knalpot und auf Malaiisch ekzos (vom englischen exhaust). Dass man trotz der nur geringen Unterschiede von verschiedenen Sprachen spricht, hat damit zu tun, dass es in Indonesien eine Antikolonialbewegung "Ein Volk - ein Land - eine Sprache" gab und man deshalb nach der Unabhängigkeit nicht "Bahasa Melayu" haben wollte. Singapur und Brunei hatten damit kein Problem, zumal dort Bahasa Melayu eine eher untergeordnete Rolle spielt. Ganz generell kommt man in Malaysia, Singapur und Brunei mit Englisch erheblich weiter. In Singapur sprechen mehr Leute Englisch als Malaiisch. Auch in Malaysia sprechen die rund 26% Chinesen lieber Englisch als die Sprache ihrer malaiischen Mitbürger. In Indonesien hingegen ist Englisch weniger verbreitet und Bahasa Indonesia für die meisten bereits eine Fremdsprache, die aber die meisten können, solange man nicht in ganz entlegene Urwaldgegenden geht.

Einführung

Malaiisch/Indonesisch ist eine der am weitesten verbreiteten Sprachen der Erde. Etwa 200 Millionen Menschen sprechen sie - die Mehrzahl davon allerdings nur als Zweitsprache. Malaiisch ist die Sprache der Malaien und die lingua franca in dem Raum, der geografisch von Malaysia und Indonesien bestimmt wird. Malayisch (mit y) beziehungsweise indonesisch sind die Bezeichnungen aufgrund staatlicher Zugehörigkeit. Daneben gibt es dort Hunderte von Regionalsprachen mit teilweise nur einigen hundert Sprechern. Malaiisch/Indonesisch ist für Deutschsprechende ausgesprochen einfach zu lernen. Die Aussprache ist unproblematisch, weil fast alles so ausgesprochen wird wie im Deutschen. Wir können also alles ablesen (ausgenommen das j, das wie ein dsch und das c, das wie ein tsch ausgesprochen wird). Weitere Unterschiede in der Aussprache:
- e = der wohl schwierigste Buchstabe, denn manchmal wird e wie das letzte e von Ende gesprochen, oder verschluckt oder auch normal ausgesprochen, entspricht in etwa dem Schwa-Laut
- h = am Wortanfang immer gesprochen, in der Mitte und am Ende nur leicht gehaucht
- k = nicht behaucht, wie in Kind
- kh = wird wie "ch" in lachen gesprochen
- ng = klingt nasaliert wie in Menge
- ngg = wie in Angabe
- r = gerolltes r
- w = wie engl. w in water
- z = wie s in Besen

Grammatik

Es gibt kein grammatisches Geschlecht. Eine Mehrzahl oder eine Steigerung kann unter anderem durch Verdoppelung ausgedrückt werden:
- orang (Mensch), orang-orang (Menschen) (aber: dua orang (zwei Menschen), tiga orang (drei Menschen))

Tempus

Es gibt außer Präsens und eine Art Futurform keine Zeitformen.
- Ich schreibe gerade einen Brief: Saya sedang menulis surat (wörtlich: Ich gerade schreiben Brief)
- Gestern schrieb ich einen Brief, Gestern habe/hatte ich einen Brief geschrieben: Kemarin saya menulis surat (wörtlich: Gestern ich schreiben Brief)
- Morgen werde ich einen Brief schreiben: Besok saya akan menulis surat (wörtlich: Morgen ich werden Brief schreiben)
- Morgen Mittag habe ich den Brief bereits geschrieben: Besok siang saya sudah menulis surat (wörtlich: Morgen Mittag ich schon schreiben Brief) Man erkennt, das Verb "menulis" (schreiben) ändert sich in keiner Form. Lediglich durch die Verwendung von Zusatzverben wird der Zusammenhang erkannt.

Passivform

Dieser Brief wurde von mir geschrieben: Surat ini ditulis oleh saya (wörtlich: "Brief dieser geschrieben von ich") Hier darf "ditulis" nur als Passivform verstanden werden. Sie stellt keine Vergangenheitsform dar. Besonderheiten: Es werden Prefixe und Postfixe für Verben verwendet. Beispiel: Hauptwort: tulis (schreiben) Sobald dieses aber in einem Satz wie oben genannt verwendet wird, verschwindet das "t" und es wird "men" an das Wort gehangen. (menulis) Mögliche Formen:
- menulis (Aktivform)
- bertulis
- menuliskan
- ditulis (Passiv)
- ditulisi
- dituliskan

Wortschatz


- Selamat datang! Willkommen!
- Selamat jalan! Auf wiedersehen / Gute Reise! (wörtlich: gute Straße! / guten Weg!)
- Apa khabar/kabar? Wie geht's? (wörtlich Was [sind die] Neuigkeiten?)
- Terima kasih! Danke! (wörtlich Nehmen - Geben)
- Khabar/kabar baik! Es geht gut! (wörtlich "Nachricht gut")
- orang Mensch
  - orang hutan [malayisch: Orang Utan] (wörtlich Waldmensch)
  - orang Jerman Deutsche(r) ("Mensch deutsch")
  - orang asli Eingeborener (wörtlich echter/ursprünglicher Mensch)
- 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10: satu, dua, tiga, empat, lima, enam, tujuh, delapan, sembilan, sepuluh

Besonderheit

Eine nette Besonderheit des gesprochenen Malaiisch/Indonesisch ist die Nachsilbe "-lah", die an den verschiedensten Stellen in den Satz eingeflochten wird und der Rede eine freundliche Note gibt. Das "-lah" wird von Malaysiern und Indonesiern auch dann verwendet, wenn sie Englisch oder eine andere Sprache sprechen. Beispiel: "Cannot-lah...", "Sorry-lah...".

Sprachregulierung

Malaiisch wird reguliert durch:
- Dewan Bahasa dan Pustaka (Hall of Language and Scripture) Indonesisch wird reguliert durch:
- Pusat Pembinaan dan Pengembangan Bahasa

Literatur


- Harald Haarmann: Kleines Lexikon der Sprachen. Von Albanisch bis Zulu. München: C.H. Beck 2001 ISBN 3-406-47558-2
- Hans Kähler: Grammatik der Bahasa Indonesia. 3., revidierte Auflage. Wiesbaden 1983

Weblinks


- http://www.jot.de/kamus/ - Wörterbuch Deutsch-Indonesisch und umgekehrt
- http://www.kl-post.com.my/index.asp?x=tips/sprachkurs/1 - Einführungssprachkurs Deutsch/Malaiisch der KL-POST
- http://www.answering-islam.de/Main/Bahasa/main.html - Koran auf Malaiisch/Indonesisch
- http://en.wikibooks.org/wiki/Indonesian - Wikibuch zum Indonesisch Lernen (Englisch) Kategorie:Malayo-Polynesische Sprache Kategorie:Indonesien Kategorie:Malaysia Kategorie:Südostasien Kategorie:Einzelsprache ja:マレー語ja:インドネシア語 ms:Bahasa Melayu ms:Bahasa Indonesia th:ภาษามาเลย์ th:ภาษาอินโดนีเซีย

Gewalt

Gewalt (eine Bildung des althochdeutschen Verbes walten, bzw. waltan – stark sein, beherrschen) bezeichnet von seiner etymologischen Wurzel her das 'Verfügenkönnen über innerweltliches Sein'. Der Begriff hebt ursprünglich also rein auf das Vermögen zur Durchführung einer Handlung ab und beinhaltet kein Urteil über deren Rechtmäßigkeit. Im heutigen Sprachgebrauch wird "Gewalt" dagegen stark wertend verwendet. Eine allgemein akzeptierte Definition des Begriffs gibt es nicht, da seine Verwendung in Abhängigkeit von dem spezifischen Erkenntnissinteresse stark variiert. Dieses Fehlen einer belastbaren Definition verursacht insbesondere Probleme bei der statistischen Erfassung von Gewaltdelikten. Assoziierte Termini sind heute vor allem Aggression, Machtmissbrauch, Körperkraft oder Zwang. Gewalt ist in diesem Sinne definiert als Einwirkung auf einen anderen, der dadurch geschädigt wird. Als Gewaltformen werden psychische oder physische, personale oder strukturelle, statische oder dynamische sowie direkte oder indirekte unterschieden. Ein enger, auch als "materialistisch" bezeichneter Gewaltbegriff beschränkt sich auf die zielgerichtete, direkte physische Schädigung einer Person, der weiter gefasste Gewaltbegriff bezeichnet zusätzlich die psychische bzw. verbale Gewalt, teilweise auch den Vandalismus und in seinem weitesten Sinn die "strukturelle Gewalt". Wesentliche Anwendung findet der Begriff "Gewalt" in der Staatsphilosophie, der Soziologie und der Rechtstheorie.

Politik

Im Sinne der Rechtsphilosophie ist Gewalt gleichbedeutend mit Macht (englisch power, lateinisch potentia) oder Herrschaft (lateinisch potestas). Während Staatsgewalt einst als Ausdruck legitimer Machtausübung als gleichsam sakrosankt anerkannt wurde, entstanden mit zunehmender gesellschaftlicher Ausdifferenzierung Forderungen nach Verrechtlichung, prozeduraler Einhegung und demokratischer Legitimierung von Gewalt ("Gewaltenteilung", "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus"). Man unterscheidet im demokratischen Rechtsstaat die gesetzgebende Gewalt, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung. Das Gewaltmonopol des Staates regelt und begrenzt die Ausübung physischen Zwanges gegenüber Staatsbürgern. Die Staatsphilosophie beschäftigt sich somit mit Ausübung von Gewalt im innerstaatlichen Verhältnis und im Verhältnis zwischen Staaten (im Inneren, s. z.B. Widerstandsrecht, im Äußeren "Theorie des gerechten Krieges"). Ein wesentliches Ziel ist es, Gewalt einzuhegen und an Legitimationsprozesse zu binden (z.B. Polizei- und Kriegsrecht).

Recht

Zivilrecht und Strafrecht basieren auf dem allgemeinen Gewaltverbot. Ausgenommen sind nur Situationen der Notwehr und des Notstands sowie Fälle des unmittelbaren Zwanges von Vollzugskräften des Staates. Die Anwendung von Gewalt (lat. vis oder violentia), im Sinne von roher, verbrecherischen Gewaltsamkeit, wirkt hier strafverschärfend, z.B. bei Eigentums- und Sexualdelikten. Der "materielle" Gewaltbegriff im Strafrecht setzt eine physische Zwangswirkung beim Opfer voraus. Gewalt wird daher meist als personales, weniger als psychisches oder gar soziales Handeln verstanden. Der Einsatz von Gewalt ist für den Akteur, also den Täter, subjektiv mit Vorteilen verbunden. Der Sinn des Gewalteinsatzes kann instrumentell sein – der Akteur versucht, z.T. auch mangels anderer Mittel, ein bestimmtes Ziel zu erreichen - oder expressiv - der Gewalteinsatz dient dann etwa der Selbstdarstellung oder Selbstvergewisserung. Die Juristische Definition von Gewalt ist nach der heutigen Rechtsprechung zu definieren als körperlich wirkender Zwang durch die Entfaltung von Kraft oder durch sonstige physische Einwirkung, die nach ihrer Intensität dazu geeignet ist, die freie Willensentschließung oder Willensbetätigung eines anderen zu beeinträchtigen / BGH NJW 1995, 2643 Die Anwendung von Gewalt bei der Erziehung ist in Deutschland verboten. Erst 2000 wurde durch eine Gesetzesänderung das elterliche Züchtigungsrecht abgeschafft.

Soziologie

Im soziologischen Sinn bedeutet Gewalt häufig eine illegitime Ausübung von Zwang: der Wille dessen, über den Gewalt ausgeübt wird, wird missachtet oder gebrochen (englisch force, lateinisch vis oder violentia). Hier geht es um psychische und körperliche Schädigung eines Anderen oder die Androhung einer solchen. Gewalt gilt hier als symbiotisches Korrelat zur Macht und wird als letzte Deckungsgarantie für machtbezogene Kommunikationen verstanden. Einige Autoren nehmen auch eine "kulturelle Gewalt" an, nämlich als Diskurs der Gewalt-Rechtfertigung. Hiervon ist insbesondere mit Blick auf die Propaganda der Nationalsozialisten die Rede. In der Diskussion der 68er-Bewegung unterschied man in der Terminologie die Gewalt als "Diktatur der Gewalt" (Staat, Kapitalismus, "strukturelle Gewalt", vgl. Rudi Dutschke), "Gegengewalt" (Notwehr, Selbstverteidigung, Entmonopolisierung der Gewalt) und "revolutionäre Gewalt" (Generalstreik, bewaffneter Befreiungskampf in Teilen der so genannten "Dritten Welt"). Ob eine Gewalt in der Form legitim für die jeweilige politische Aktion und den Widerstand (gegen Angriffe auf Demos, Angriffe von Alt- und Neonazis) war, knüpfte sich an der Differenzierung der Gewalt als Gewalt gegen Sachen (juristisch gilt diese als Schädigung oder auch Landfriedensbruch, wenn ein Polizeiauto beschädigt wird), mit der einem Protest oder einer Forderung Nachdruck verliehen werden soll, und "Gewalt gegen Personen" an, die bis auf Teile der späteren Stadtguerilla abgelehnt wurde. Gewalt ist ein Moment von Macht: es wird Zwang eingesetzt, um den eigenen Willen gegen den Willen eines anderen durchzusetzen. Dies kann sowohl ein Einzel- als auch ein Gruppenwillen sein, der versucht, bestimmte Ziele zu verwirklichen. Dabei entsteht eine Asymmetrie in der Beziehung zwischen dem Akteur und dem Betroffenem, der keine Möglichkeit hat, die Zwangsanwendung zu verhindern.

Ursachen von Gewalt

Über die Ursachen der Gewalt und Aggression herrscht sowenig Einigkeit wie über ihre Definition. Grob vereinfachend lassen sich jedoch drei Erklärungsansätze unterscheiden:
- Konservative Autoren neigen zu der "anthropogenen" Annahme, dass Gewalt im Charakter des Menschen liege, also förmlich angeboren sei. Sigmund Freud etwa vermutete einen regelrechten Todestrieb, Konrad Lorenz verortete gewalttätiges Verhalten in den Instinkten des Menschen. Demnach ließe Gewalt sich auch nicht abschaffen, sondern allenfalls - durch die ebenfalls gewaltbasierenden Mittel von Polizei und Justiz - eindämmen. Von feministischer Seite ließe sich diese Deutung zu einer "androgenen" Erklärung verengen - demnach würden besonders Männer hormonbedingt zu Gewalttätigkeit neigen. Tatsächlich sind über neunzig Prozent der verurteilten Gewalttäter männlichen Geschlechts. Nach dieser These würde eine Eindämmung der vorherrschenden Machtstellung der Männer in der Gesellschaft zu einer Reduzierung der innergesellschaftlichen Gewalt führen.
- Linke Theoretiker erklären Gewalt "soziogen": Gewalttätigkeit würde durch Erziehung und Sozialisation quasi gelernt oder im Sinne der Frustrations-Aggressions-Hypothese durch eine von Ungerechtigkeit gekennzeichnete Umwelt bewirkt. Diese Thesen lassen optimistischere Perspektiven für die Reduzierung von Gewalt aufscheinen, etwa durch bessere Erziehung und Bildung oder durch Schaffung einer gerechteren Gesellschaftsordnung.
- Eine relativ weit verbreitete Deutung ist die, dass Erfahrung von Gewalt die Hauptursache für die Anwendung von Gewalt ist. Gewalt erzeuge (Gegen-)Gewalt. Diese Erklärung könnte man "autogen" nennen. Die weithin akzeptierte Rechtmäßigkeit eines solchen Sich-Zu-Wehr-Setzens wird jedoch von den Predigern der Gewaltlosigkeit wie Jesus Christus oder Mahatma Gandhi bestritten: Denn auch vermeintlich legitime Gegengewalt löse demzufolge Gewalt aus. So entstehe ein Teufelskreis, aus dem allein die Verweigerung erneuter Gegengewalt einen Ausweg biete.
- Bei einer Eskalation der Gewalt wird oft eine unverhältnismäßig größere Gegengewalt beobachtet. Es entsteht die Spirale der Gewalt. Dies wurde auch bei wissenschaftlichen Untersuchungen mit Versuchspersonen nachgewiesen, die eine Zunahme von ca. 30% nicht als Zunahme sondern als gleichgroß empfanden. Maßnahmen zur Deeskalation sind möglich und werden z.B. durch Einsatzkräfte der Polizei bei Demonstrationen praktiziert. Desweiteren wird als Ursache von Gewalt die soziale Desintegration angeführt. Das Auseinanderfallen der Gesellschaft und ein Mangel an Integrationsmöglichkeiten führen nach dieser Erklärung zu Gewalt.

Kritik der Gewalt

In der Schrift "Zur Kritik der Gewalt" hatte Walter Benjamin 1921 einen philosophischen Grundlagentext für die moderne Gewaltkritik verfasst, der spätere Kritiker wie Theodor W. Adorno, Hannah Arendt und Jacques Derrida beeinflusste. Nach Benjamin entsteht Gewalt dann, wenn eine wirksame Ursache in Verhältnisse eingreift, die als sittlich verstanden werden und die durch Begriffe wie Recht und Gerechtigkeit markiert werden. In der Darstellung ihres Verhältnisses zu den Begriffen von Recht und Gerechtigkeit, liege die Aufgabe der Kritik der Gewalt. Gewalt dient dabei in einer Rechtsordnung zuerst als Mittel und nicht als Zweck. Ist Gewalt lediglich das Mittel in einer Rechtsordnung, so ließen sich Kriterien für diese Gewalt finden. Gefragt werden könnte, ob Gewalt ein Mittel zu gerechten oder zu ungerechten Zwecken darstellt. Faktisch gebe es allerdings nicht zwingend ein solches immanentes Kriterium für die Gewalt im Raum des Rechts, denn die Gewalt sei in Rechtsordnungen ein Prinzip und nur für die Fälle ihrer Anwendung würden Kriterien geschaffen. Benjamin: Offen bliebe immer noch die Frage, ob Gewalt überhaupt, als Prinzip, selbst als Mittel zu gerechten Zwecken sittlich sei. Diese Frage bedarf zu ihrer Entscheidung denn doch eines näheren Kriteriums, einer Unterscheidung in der Sphäre der Mittel selbst, ohne Ansehen der Zwecke, denen sie dienen. Benjamin kritisiert an Hand des Auslassens dieser kritischen Fragestellung zunächst das Naturrecht, nach dessen Anschauung Gewalt ein Naturprodukt sei, dessen Verwendung keiner Problematik unterliegt, es sei denn, dass man die Gewalt zu ungerechten Zwecken mißbraucht. An diesem Punkt weist er auf die Nähe zwischen rechtsphilosophischen Dogmen, die aus den natürlichen Zwecken als Maß die Rechtmäßigkeit der Gewalt ableite, und naturgeschichtlichen Dogmen des Darwinismus hin, der neben der natürlichen Zuchtauswahl die Gewalt als ursprüngliches und allen vitalen Zwecken der Natur allein angemessenes Mittel ansieht. An den naturrechtlichen Thesen von der Gewalt anschließend kritisiert Benjamin die dem entgegenstehenden positiv-rechtlichen Thesen von der Gewalt, die Gewalt aufgrund geschichtlicher Prozesse von Ablehnung und Zustimmung (Sanktionierung) in ihrer Rechtmäßigkeit beurteilt. Benjamin: Kann das Naturrecht jedes bestehende Recht nur beurteilen in der Kritik seiner Zwecke, so das positive [Recht; hinzugefügt zur besseren Verständlichkeit] jedes werdende nur in der Kritik seiner Mittel. Ist Gerechtigkeit das Kriterium der Zwecke, so Rechtmäßigkeit das der Mittel. Trotz dieser Unterschiede beider Anschauungen, teilen sie ein zu kritisierendes gemeinsames Dogma: Gerechte Zwecke können durch berechtigte Mittel erreicht, berechtigte Mittel an gerechte Zwecke gewendet werden. So rechtfertige das Naturrecht die Mittel aufgrund der Gerechtigkeit der Zwecke, während das positive Recht durch die Rechfertigung der Mittel die Gerechtigkeit der Zwecke meint "garantieren" zu können. Das gemeinsame Dogma müsse allerdings falsch sein, wenn berechtigte Mittel einerseits und gerechte Zwecke andererseits in unvereinbarem Widerstreit liegen. Vor diesem Hintergrund untersucht Benjamin anschließend unter der Berücksichtigung der Funktion von Gewalt das Streikrecht, das Kriegsrecht, den Militarismus, das Interesse des Staats am Gewaltmonopol, die Widersprüche bei der Legitimierung von Notwehr für den Einzelnen, die Hintergründe heimlicher Bewunderung von Straftätern, Gewalt als Rechtssetzung bei der Sanktionierung von Siegern und Kants Begriff des „Ewigem Frieden“, sowie dessen kategorischen Imperativ, die Todesstrafe und die Gewalt des Strafens, die Aufhebung der Trennung von rechtssetzender und rechtserhaltender Gewalt in Form der Polizei.

Siehe auch:

Aggression, strukturelle Gewalt, Gewaltlosigkeit, James E. Davis, Häusliche Gewalt, Kolonialismus, Krieg, Männlichkeit, Naturgewalt, Staat, Zwang

Weblinks


- [http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wuf/wf-92/9240901m.htm Albert Fuchs, Wider die Entwertung des Gewaltbegriffes]
- Christoph Liell: [http://efferveszenz.de/pdf/gewalt.pdf Gewalt: diskursive Konstruktion und soziale Praxis (PDF)]
- Prof. Wilhelm Heitmeyer: [http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/dokumentation/?cnt=385318 Kontrollverluste - zur Zukunft der Gewalt] in der Frankfurter Rundschau
- Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld [http://www.uni-bielefeld.de/ikg]
- Gewalt Akademie Villigst: http://www.gewaltakademie.de
- Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen: http://www.ultrafans.de

Literatur


- Georges Sorel: Über die Gewalt. 1981
- Walter Benjamin: Zur Kritik der Gewalt und andere Aufsätze. 1965
- Hannah Arendt: Macht und Gewalt. 2000
- Giorgio Agamben: Homo Sacer. Torino: Giulio Einaudi 1995 (engl.: Homo sacer. Sovereign Power and Bare Life (1998)(dt.: Homo Sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben. Frankfurt Main 2002)
- Giorgio Agamben: Quel che resta di Auschwitz (Homo Sacer II), Torino, Bollati Boringhieri, 1998 (dt.: Was von Auschwitz bleibt. Das Archiv und der Zeuge. Frankfurt am Main 2003)
- Michel Foucault: Überwachen und Strafen. Frankfurt am Main 1977
- Judith Butler: Kritik der ethischen Gewalt. 2003
- Wolfgang Sofsky: Traktat über die Gewalt. 2000
- Thomas Lindenberger, Alf Lüdtke: Physische Gewalt. 1995
- Peter Gay: Kult der Gewalt. 2000
- Peter Brückner: Über die Gewalt. 1983
- Wilhelm Heitmeyer/Hans-Georg Soeffner: Gewalt. Frankfurt a. M.: 2004,
- Werner Ruf: Politische Ökonomie der Gewalt. 2003
- Hans W. Bierhoff/Ulrich Wagner: Aggression und Gewalt. 1998
- Walter Kiefl/Siegfried Lamnek: Soziologie des Opfers. München, 1986.
- Heinrich Popitz: Phänomene der Macht. Tübingen, 1992
- Anita Heiliger/Constance Engelfried: Sexuelle Gewalt. Männliche Sozialisation und potentielle Täterschaft. 1995
- Siegfried Lamnek/Manuela Boatca: Geschlecht - Gewalt - Gesellschaft. 2003
- Frauke Koher/Katharina Pühl: Gewalt und Geschlecht. 2003
- Antje Hilbig, et al.: Frauen und Gewalt. 2002
- Wilfried Gottschalch: Männlichkeit und Gewalt. 1997
- Jiddu Krishnamurti: Jenseits der Gewalt. 2001
- Heide Gerstenberger: Die subjektlose Gewalt. Theorie der Entstehung bürgerlicher Staatsgewalt. Münster: Westfälisches Dampfboot 2005
- Manuel Braun/Cornelia Herberichs: Gewalt im Mittelalter. 2005
- Senta Trömel-Plötz: Gewalt durch Sprache. 2004
- Alfred Hirsch, Ursula Erzgräber: Sprache und Gewalt. 2001
- Regina-Maria Dackweiler/Reinhild Schäfer: Gewalt-Verhältnisse. 2002
- Joachim Schneider: Kriminologie der Gewalt, 1994
- Peter Imbusch: Moderne und Gewalt, 2005
- Volker Krey: Zum Gewaltbegriff im Strafrecht; in: Bundeskriminalamt (BKA) (Hrsg.), Was ist Gewalt? Auseinandersetzungen mit einem Begriff, Wiesbaden, 1986, S. 11-103
- Heinz Müller-Dietz: Zur Entwicklung des strafrechtlichen Gewaltbegriffs; in: Goltdammer's Archiv für Strafrecht 121, 1974, S. 33-51
- Friedhelm Neidhardt: Gewalt. Soziale Bedeutungen und sozialwissenschaftliche Bestimmungen des Begriffs; in: Bundeskriminalamt (Hrsg.), Was ist Gewalt?, Wiesbaden, 1986, S. 109-147
- Zygmunt Bauman: Gewalt? modern und postmodern; in: Max Miller / Hans-Georg Soeffner (Hrsg.): Modernität und Barbarei. Frankfurt a. M., 1996, S. 36-67.
- Manuel Eisner: Individuelle Gewalt und Modernisierung in Europa, 1200-2000, in: Günter Albrecht / Otto Backes / Wolfgang Kühnel (Hrsg.), Gewaltkriminalität zwischen Mythos und Realität. Frankfurt a. M., 2001, S. 71-100.
- Johan Galtung: Strukturelle Gewalt. Beiträge zur Friedens- und Konfliktforschung. Reinbek, 1975
- Ronald Hitzler, Gewalt als Tätigkeit. Vorschläge zu einer handlungstypologischen Begriffserklärung, in: Sighard Neckel/Michael Schwab-Trapp (Hrsg.), Ordnungen der Gewalt. Beiträge zu einer politischen Soziologie der Gewalt und des Krieges. Opladen, 1999, S. 9-19.
- Peter Imbusch: Der Gewaltbegriff; in: Wilhelm Heitmeyer / John Hagan (Hrsg.), Internationales Handbuch der Gewaltforschung. Wiesbaden, 2002, S. 26-57.
- Kristin Platt: Reden von Gewalt. Fink (2002), ISBN 3-770-53674-6 Kategorie:Gewalt ja:暴力

Straftat

Als Straftat bezeichnet das deutsche Strafrecht eine Verhaltensweise, die durch ein Strafgesetz mit Strafe bedroht ist. Eine Definition für den Begriff "Straftat" bietet das Gesetz zwar nicht. Jedoch sagt §1 StGB aus: "Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde." Daraus kann zumindest abgeleitet werden, dass ein nicht strafbares Verhalten auch keine "Straftat" sein kann. Eine Straftat ist eine rechtswidrige und schuldhafte Handlung, die den Tatbestand eines Gesetzes erfüllt, das als Ahndung eine Strafe vorsieht.

Dreistufigkeit der Prüfung

Die Prüfung, ob ein Verhalten eine Straftat darstellt erfolgt nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland in drei Wertungstufen, die mit
- Tatbestand
- Rechtswidrigkeit
- Schuld bezeichnet werden. In den Wertungsstufen Tatbestand und Rechtswidrigkeit werden die objektiv erfassbaren Eigenheiten und Umstände der Tat gewürdigt. In der Wertungsstufe Schuld wird geprüft, ob und in welchem Ausmaß an das Verhalten des jeweiligen Täters die Strafe als Rechtsfolge seines Verhaltens (Strafzumessung) angeknüpft werden kann. Da objektive Aspekte einer Straftat (bspw. die Gefährlichkeit des Verhaltens) auch für die Strafzumessung relevant sind, kann ein Aspekt der Straftat in den Wertungsstufen jeweils mehrfach zu behandeln sein. Im Rahmen dieses Artikels kann auf die jeweils bestehenden Probleme und unterschiedlichen Ansichten nur kursorisch eingegangen werden. Wo möglich wird auf entsprechende Links verwiesen. Die Wertungsstufen erklären sich nach ihrer Funktion innerhalb der Prüfung.

Tatbestand

Die tatbestandliche Prüfung beschäftigt sich mit zwei Themenkreisen: Ob erstens die im Tatbestand eines Strafgesetzes festgelegten objektiven Tatbestandsmerkmale (bspw. Eintritt einer Folge oder Vorliegen einer bestimmten Handlung) erfüllt sind und ob ein Verhalten des Täters vorliegt, das für den Eintritt der gesetzlich normierten Folge hinreichend ursächlich war. Zweitens, ob in der Person des Täters individuell- subjektive Tatbestandsmerkmale (bspw. Habgier) vorlagen und ob der Täter den Taterfolg vorsätzlich bzw. fahrlässig herbeiführte.

Rechtswidrigkeit

Auf der Ebene der Rechtswidrigkeit wird geprüft, ob der Handlungskomplex als ganzes gegen die Rechtsordnung verstößt. Da Normen des Strafrechtes bestimmte Verhaltensweisen unter Strafe stellen, kann bei Vorliegen ihres Tatbestandes die Rechtswidrigkeit im Allgemeinen als indiziert gelten. Explizit geprüft werden aber Normen, die auch tabestandsmäßiges Verhalten als rechtmäßig erklären, insbesondere kommen in Betracht Notwehr und Einwilligung.

Schuld

Rechtliche Situation in Deutschland

Das deutsche Strafgesetzbuch (StGB) teilt die Straftat je nach ihrer Schwere in Verbrechen (angedrohte Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsentzug und mehr) und Vergehen (angedrohte Mindeststrafe von unter einem Jahr Freiheitsentzug oder Geldstrafe). Ordnungswidrigkeiten sind keine Straftaten.

Verlauf einer Straftat

Wichtig ist der Verlauf einer Straftat für die verschiedenen Formen der Beteiligung. In bestimmten Stadien einer Straftat sind nur bestimmte Beteiligungsformen möglich.

Vorbereitungshandlung

Ist die vor dem Versuch liegende Tätigkeit. Normalerweise ist eine Vorbereitungshandlung zu einer Straftat nicht strafbar. Beispiel Ein Dieb späht die mögliche Diebesware aus. Dies gilt nicht für Delikte in denen die Vorbereitungshandlung Teil der Tatausführung und somit Täterschaft ist (§§ 80, 83, 87, 149, 152a I Nr. 2, 234 a III, 275, 310 StGB z. B. bei Geldfälschung) Ein Sonderfall ist § 30 StGB - Versuch der Beteiligung. Hier wird die konspirative Absprache von Verbrechen unter Strafe gestellt. Normalerweise ist die Absprache zu Straftaten nicht sanktioniert. Bei Verbrechen wollte der Gesetzgeber bereits in einem Stadium vor dem Versuch eine Abschreckung durch Strafe erzielen.

Versuch

Eine Straftat versucht, wer nach seiner Vorstellung von der Tat zur Verwirklichung des Tatbestandes unmittelbar ansetzt (§ 22 StGB). Der Versuch einer Straftat ist
- bei Verbrechen immer strafbar,
- bei Vergehen nur dann strafbar, wenn dies im Gesetz ausdrücklich bestimmt ist.

Vollendung

Wenn das Versuchsstadium abgeschlossen ist und der Täter die Tatbestandsmerkmale verwirklicht hat, spricht man von Vollendung einer Strafat. Beispiel: Der Dieb hat sein Diebesgut eingesteckt.

Beendigung

Der komplette Handlungsablauf ist nach der inneren Vorstellung des Täters abgeschlossen. Beispiel: Der Dieb hat sein Diebesgut nach Hause gebracht. Als nächstes trinkt er eine Cola. Kategorie:Straftat

Schusswaffe

Schusswaffen sind Gegenstände, die zum Angriff oder zur Verteidigung, zur Signalgebung, zur Jagd, zur Distanzinjektion, zur Markierung, zum Sport oder zum Spiel bestimmt sind und bei denen Geschosse durch einen Lauf getrieben werden. (Legaldefinition aus dem Waffengesetz (WaffG), Anlage 1 [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/waffg_2002/anlage_1_74.html]) Den Schusswaffen gleich stehen tragbare Gegenstände, die zum Abschießen von Munition bestimmt sind, bei denen bestimmungsgemäß feste Körper gezielt verschossen werden, deren Antriebsenergie durch Muskelkraft eingebracht und durch eine Sperrvorrichtung gespeichert werden kann (z.B. Armbrüste). Zu den Schusswaffen zählen:
- Feuerwaffen zum Verschießen eines Projektils, dessen Antrieb durch heiße Gase erfolgt
- Luftdruckwaffen, bei denen ein Geschoss mittels Luftdruck beschleunigt wird
- Erbsenpistolen, bei denen ein ausgetrocknetes Gemüse durch Kinderkraft beschleunigt wird Nicht zu den Schusswaffen zählen:
- Bogenwaffen, verschießen einen Pfeil (Geschoss) (ohne Lauf und Antriebsenergie wird nicht gespeichert)
- Wurfmaschinen wie Katapulte und
- Zwillen. Verboten ist aber:
- der Umgang Schleudern, die zur Erreichung einer höchstmöglichen Bewegungsenergie eine Armstütze oder eine vergleichbare Vorrichtung besitzen oder für eine solche Vorrichtung eingerichtet sind (Präzisionsschleudern) sowie Armstützen und vergleichbare Vorrichtungen für die vorbezeichneten Gegenstände. Bei einer Präzisionsschleuder im Sinne der Legaldefinition kommt es auf den Wert von 23 Joule nicht an. ! Kategorie:Schießsport

Monokausalität

Kausalität (v. lat.: causa = Ursache) bezeichnet die Beziehung zwischen Ursachen und Wirkungen, also die ursächliche Verbindung zweier Ereignisse. Umgangssprachlich ist ein Ereignis oder Zustand A die Ursache einer Wirkung B, wenn A ein Grund ist, der B herbeiführt. Zum Beispiel könnte man sagen „mein Tritt auf das Gaspedal verursachte, dass das Auto beschleunigte“. Allerdings ist diese Definition zirkulär: Was bedeutet es tatsächlich, dass A B „herbeiführt“? Dies ist eine wichtige Frage, die u. a. in Philosophie, Statistik und den Naturwissenschaften behandelt wird. Eine Kausalkette ergibt sich, wenn jede Wirkung selbst wieder Ursache eines neuen Ereignisses ist. Monokausalität bezeichnet eine Ereignisskette, bei der sich das Endergebnis auf genau einen verursachenden Auslöser zurückführen lässt, bei Multikausalität können mehrere Auslöser vorliegen. Vom Begriff der Ursache werden oft die Begriffe Grund, Bedingung und Anlass unterschieden; über die genaue Abgrenzung herrscht allerdings keine Einigkeit. Meistens gilt:
- die Ursache als eine besondere Art der Bedingung, nämlich eine zeitlich streng vor der Wirkung liegende und in irgend einer Weise besonders herausragende;
- der Anlass als zufälliger, „unwesentlicher“ Auslöser einer Wirkung neben einer „eigentlichen“, „wesentlichen“ Ursache;
- der Begriff „Grund“ als ideell im Gegensatz zum eher materialistischen Begriff „Ursache“.

Kausalordnung

materialistischen Die Kausalordnung ist eine Halbordnung, die über die Relation der kausalen Abhängigkeit über einer Menge von Ereignissen definiert wird: Ein Ereignis A ist eine Ursache von Ereignis B (A < B) oder umgekehrt (A > B), oder die Ereignisse beeinflussen sich gegenseitig nicht (A || B), das heißt, sie sind kausal unabhängig oder nebenläufig. Die Kausalität wird zudem von den meisten Theoretikern als transitiv betrachtet: Wenn Ereignis A eine Ursache von B ist, und B ist eine Ursache von C, dann ist A auch eine Ursache von C (wenn A < B und B < C ist, dann ist auch A < C). Andere wenden dagegen ein, dass zumindest unsere gewöhnliche Urteilspraxis bezüglich der Kausalität nicht transitiv ist, da wir uns bei der Suche nach der Ursache eines Ereignisses stets nach dem unmittelbar verursachenden Ereignis forschen. Die kausale Abhängigkeit und die sich daraus ergebende Kausalordnung sind sehr wichtig in verschiedenen Bereichen, wie im Folgenden erklärt wird. Insbesondere wird in einigen Bereichen der Physik, Informatik und Philosophie die Zeit an sich über die Kausalordnung definiert, statt umgekehrt (siehe Happened-Before-Relation). Der Begriff der "Gleichzeitigkeit" verliert dann an Bedeutung, man spricht statt dessen von kausal unabhängigen Ereignissen. Ob zwei solche Ereignisse auch gleichzeitig erscheinen, hängt gänzlich vom Standpunkt des Beobachters ab (siehe Relativität der Gleichzeitigkeit).

Physik und Mathematik

Kausalität impliziert eine strenge Halbordnung: Die Ursache der Ursache einer Wirkung ist damit auch (indirekte) Ursache der Wirkung selbst. Eine Wirkung darf nicht direkte oder indirekte Ursache ihrer selbst sein, da sonst Widersprüche auftreten können (wie z. B. das Großvater-Paradoxon bei Zeitreisen). Die Ereignisse, die ein bestimmtes Ereignis kausal beeinflussen können (also [Mit-]Ursache dieses Ereignisses sein können) bilden die absolute Vergangenheit dieses Ereignisses. Umgekehrt bilden die Ereignisse, die ein bestimmtes Ereignis kausal beeinflussen kann, die absolute Zukunft des Ereignisses. In der klassischen Mechanik ist die Kausalordnung sogar eine strenge schwache Ordnung, die Relation "Ereignis 1 liegt weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft von Ereignis 2" ist also eine Äquivalenzrelation, die Gleichzeitigkeit genannt wird. Diese Kausalordnung lässt sich mit einem reellen Parameter, der absoluten Zeit Newtons, "durchnummerieren". In der Relativitätstheorie hingegen ist die Kausalordnung nur mehr eine partielle Ordnung. Da sich Wirkungen in ihr nur mit maximal Lichtgeschwindigkeit ausbreiten können, ist die absolute Vergangenheit ein Kegel in der Raumzeit, der so genannte Vergangenheitslichtkegel; ebenso ist die absolute Zukunft durch den Zukunftslichtkegel gegeben (siehe Minkowski-Diagramm). Die Kausalität impliziert keine Gleichzeitigkeit mehr (Relativität der Gleichzeitigkeit), damit gibt es auch keine eindeutige Zeitkoordinate. Alle Zeitkoordinaten der Relativitätstheorie haben aber gemeinsam, dass kausal zusammenhängende Ereignisse dieselbe Reihenfolge haben (die Ursache also stets zeitlich vor der Wirkung kommt). Kausalität wird oft auch als das Prinzip von Ursache und Wirkung bezeichnet. In diesem Sinne wird es von vielen Physikern weniger als Naturgesetz sondern als Interpretation des Geschehens angesehen, da es keine exakte Vorschrift gibt, wie sich eine bestimmte Ursache und die zugehörige Wirkung räumlich und zeitlich abgrenzen lassen. Letztlich werden in der Physik Vorgänge der unbelebten Natur erschöpfend durch Lösungen von mathematischen Gleichungen beschrieben. Eine Notwendigkeit, Teilbereiche dieser Lösungen als Ursachen und als Wirkungen zu bezeichnen, besteht letztlich nicht, sondern dient lediglich zur Veranschaulichung und zum besseren Verständnis. Die Frage, ob jedes physikalische Ereignis eindeutig durch eine Menge von Ursachen vorherbestimmt ist, ob also das Universum als ganzes deterministisch ist, ist eine wichtige Frage in der Physik: Nach der klassischen Newtonschen Physik, und auch nach der Einsteinschen Relativitätstheorie, ist das der Fall. In letzter Konsequenz würde das bedeuten, das jeder Gedanke und jedes fallende Blatt im Augenblick des Urknalls vorherbestimmt war. Albert Einstein sagte dazu: Gott würfelt nicht. Was uns als Zufall erscheint hängt demnach in Wirklichkeit nur von unbekannten Ursachen ab. Auch der freie Wille des Menschen wäre schiere Illusion. Einstein zog hier eine Parallele zur Unfreiheit des Willens nach Schopenhauer. Die Quantenmechanik hingegen lehrt, dass wir auf Grund prinzipiell einschränkender Naturgesetze lediglich die Wahrscheinlichkeit von späteren Beobachtungen vorhersagen können - was im einzelnen Fall nun tatsächlich geschieht, hängt vom objektivem Zufall ab (siehe Kollaps der Wellenfunktion). Die Kopenhagener Interpretation der Quantenmechanik besagt auch, dass das Ergebnis entscheidend vom Beobachter beeinflusst wird. Auch diese Idee hat weitreichende philosophische Konsequenzen: sie stellt das Wesen der physikalischen Realität in Frage (vergleiche Subjektivismus und Solipsismus).

Informatik

In der Informatik spielt Kausalität auf zwei Arten eine große Rolle: einerseits als nachträgliche Aussage darüber, welche Ereignisse zu welchen anderen Ereignissen geführt haben. Das ist vor allem bei einer Kommunikation in Verteilten Systemen mit mehreren Sendern und Empfängern wichtig, zum Beispiel um sicher zu stellen, dass Anweisungen in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden, auch dann, wenn sich Nachrichten im Netzwerk überholen. Zu diesem Zweck werden vor allem Logische Uhren eingesetzt, die es erlauben, aufgrund von Zeitstempeln die Kausalordnung von Ereignissen zu bestimmen. Andererseits kann man bei Computerprogrammen leicht im vorhinein sagen, welche Aktion welche Daten benötigt, und von wo diese bereitgestellt werden. So ergibt sich eine Kausalordnung darüber, welche Operation das Resultat welcher anderen benötigt. So können Abläufe entsprechend geplant und insbesondere sequentialisiert oder parallelisiert werden. Siehe dazu auch: Nebenläufigkeit.

Philosophie

Die vorsokratische griechische Philosophie fragte nach dem „Urgrund“ allen Seins. Dies ist allerdings nicht mit dem Suchen einer „Ursache“ im heutigen Gebrauch des Wortes zu verstehen. Vielmehr suchten sie nach einer Art Urstoff bzw. einem allumfassenden Prinzip. Vergleiche Arché. Demokrit war einer der ersten Philosophen, der die Vorstellung einer umfassenden Kausalität im Sinne von Ursachen und Wirkungen vertrat. Siehe unten Materialismus und Atomistik.

Aristoteles

Aristoteles führte vier verschiedene Arten von „Ursachen“ (aitia Pl. aitiai) auf:
- causa materialis : die Materialursache
- causa formalis : die Formursache
- causa efficiens : die Wirkursache
- causa finalis: die Zweckursache Diese aristotelische Unterteilung in vier Arten von Ursachen ist philosophiegeschichtlich bedeutsam: sie wurde von vielen anderen Philosophen aufgegriffen, teilweise verändert und weiterentwickelt. Der Begriff aitia bedeutet bei Aristoteles mehr als der heutige Begriff Ursache. Alle aitiai einer Sache angeben zu können heißt, Wissen über diese Sache zu besitzen. Die causa materialis und die causa formalis bestimmen laut Aristoteles das Sein eines Gegenstandes: die Form durchdringt den an sich ungeformten, qualitätslosen und unbewegten Stoff (d.h. die Materie) und bildet ihn zu einem konkreten, wirklichen Ding. :Beispiel: Die causa materialis einer Bildsäule ist das Erz, aus dem sie besteht; die causa formalis hingegen die Kunst des Bildhauers, der sie formt. Die causa efficiens und die causa finalis beziehen sich dagegen auf das Werden der Gegenstände. Die causa efficiens wird im Sinne eines äußeren Anstoßes der Bewegung verstanden und die causa finalis als der Zweck, um dessentwillen etwas geschieht, eine bestimmte Tätigkeit ausgeführt wird etc. :Beispiel: Der Vater ist die causa efficiens des Kindes; die Gesundheit ist causa finalis des Sportes. (vgl. Aristoteles, Metaphysik 1013a 24 bis 1014a 25).

Scholastik

Die Scholastik, hier der Thomismus, übernahm im wesentlichen Aristoteles' Kategorisierung der Ursachen. Allerdings führt sie eine Rangordnung unter den Ursachen ein und ordnet dabei die weniger bedeutenden Material- und Wirkursachen den höheren Form- und Zweckursachen unter (siehe auch: Teleologie). Wichtig ist das Hinzutreten einer ersten Ursache (causa prima), nämlich Gottes, für die Schöpfung der Welt und als ihr erster Beweger. Der Okkasionalismus sieht als eigentliche, einzig wahrhafte Ursache allen Geschehens wird die göttliche Vorstellung, während die endlichen, körperlichen Dinge nur Anlässe, Gelegenheitsursachen (causae occasionales) sein sollen, in denen sich das Wirken des göttlichen Geistes manifestiert.

David Hume

Eine in der neuzeitlichen Philosophie weit verbreitete Auffassung vom Wesen der Ursache und der Kausalität wurde im Wesentlichen von David Hume (1711 - 1776)begründet. Nach ihm ist eine Ursache ein Gegenstand, der einem anderen zeitlich vorangeht, ihm räumlich benachbart und zugleich mit ihm so verbunden ist, dass die Vorstellung des einen Gegenstandes im Geist die Vorstellung des anderen erzeugt. Hume sah zwar die Ursache noch als reales Objekt, vertrat dabei jedoch die These, dass wir auf das Bestehen einer Kausalrelation nur induktiv schließen, aber nie gesichert davon wissen können. Die späteren Nachfolger Humes negieren darüber hinaus auch die objektive Existenz der Ursachen selbst.

Materialismus / Mechanizismus

Materialistische und mechanizistische Philosophien, die besonders im 18. Jahrhundert in Frankreich verbreitet waren, führten alle Ursachen letztlich auf mechanischen Druck und Stoß („Tanz der Atome“) zurück. Ähnliche Vorstellungen gab es schon in der Antike bei Demokrit. Siehe auch: Atomistik. Ansätze zur Überwindung des rein mechanischen Ursachenbegriffs findet man bei Ludwig Feuerbach, der eine vollständige Reduzierbarkeit von Erscheinungen der höheren Bewegungsformen (d.h. Leben, Denken, Geschichte) auf die Mechanik zumindest bezweifelt.

Kant

Immanuel Kant unterschied von der "Kausalität nach Gesetzen der Natur" eine "Kausalität durch Freiheit": :Wenn ich jetzt (zum Beispiel) völlig frei und ohne den notwendig bestimmenden Einfluss der Naturursachen von meinem Stuhle aufstehe, so fängt in dieser Begebenheit samt deren natürlichen Folgen ins Unendliche eine neue Reihe schlechthin an, obgleich der Zeit nach diese Begebenheit nur eine Fortsetzung der vorhergehenden Reihe ist. Denn diese Entschließung und Tat liegt gar nicht in der Abfolge bloßer Naturwirkungen und ist nicht eine bloße Fortsetzung derselben; sondern die bestimmenden Naturursachen hören oberhalb derselben in Ansehung dieses Ereignisses ganz auf, das zwar auf jene folgt, aber daraus nicht erfolgt und daher zwar nicht der Zeit nach, aber doch in Ansehung der Kausalität ein schlechthin erster Anfang einer Reihe von Erscheinungen genannt werden muss. :(Kritik der reinen Vernunft: Die Antinomie der reinen Vernunft: Anmerkung zur dritten Antonomie)

Kritik am Begriff der Kausalität

Nach Ernst Mach gibt es in der Natur weder reale Ursachen noch Kausalitätsverhältnisse, sondern nur funktionale Beziehungen. Im Konditionalismus werden die Ursachen durch Bedingungen ersetzt. Bereits John Stuart Mill betrachtete als Ursache eines Dinges die volle Summe seiner Bedingungen. Max Verworn steigerte diese Auffassung ins Absolute: der Begriff der Ursache sei ein Überbleibsel vorwissenschaftlicher Vorstellungen; jedes Geschehen sei nicht verursacht, sondern lediglich durch die Gesamtheit unendlich vieler, gleichwertiger Bedingungen bedingt.

Auffassung im Dialektischen Materialismus

Im Dialektischen Materialismus wird von inneren Widersprüchen der Gegenstände und von den im Laufe der Entwicklung auftretenden neuen Qualitäten ausgegangen. Bei jeder Veränderung, Entwicklung der materiellen Dinge, Prozesse, Systeme u.a. in Natur und Gesellschaft wirken äußere und innere Ursachen zusammen. Äußere Ursachen heißen die sich aus dem universellen Zusammenhang aller Dinge, Prozesse, Systeme u.a. ergebenden Einwirkungen derselben aufeinander; als innere Ursachen bezeichnet der DiaMat die ihm zufolge allen materiellen Dingen, Prozessen, Systemen u.a. immanenten Widersprüche, die ihre Bewegung, Veränderung und Entwicklung bewirken. Äußere und innere Ursachen bilden eine „dialektische Einheit“: die inneren Ursachen werden nur wirksam durch die Existenz der äußeren, die äußeren Ursachen nur durch die Vermittlung der inneren. Das Verhältnis von äußeren und inneren Ursachen ist dabei relativ: was für ein System innere Ursache ist, kann für ein anderes System äußere Ursache sein und umgekehrt.

Moderne Ansätze

John Leslie Mackie führte die INUS-Bedingung ein, um Ursachen identifizieren zu können: Ein Ereignis wird als Ursache eines Ergebnisses wahrgenommen, wenn es ein unzureichender (Insufficient) aber notwendiger (Necessary) Teil einer Bedingung ist, die selbst nicht notwendig (Unnecessary) aber hinreichend (Sufficient) für das Ergebnis ist. Das Closest-World-Konzept von David Lewis ist heute weithin akzeptierte Grundlage einer allgemeinen Definition der Kausalität. David Lewis stellt die kontrafaktische Implikation (Counterfactual Conditional Operator) in das Zentrum der Überlegungen und er führt als Beispiel an: „Hätten Kängurus keine Schwänze, würden sie umfallen“. Eine Welt mit schwanzlosen Kängurus verstößt offensichtlich gegen die Fakten. Wir müssen uns also eine Welt vorstellen, die zumindest in diesem einen Punkt von der Realität abweicht. Diese „Parallelwelt“ muss ansonsten in sich weitgehend stimmig sein und unserer Welt weitestgehend ähneln. Ansonsten könnten in dieser Welt ja auch Kängurus leben, die an Krücken gehen und deshalb nicht umfallen. In „Causality“ zeigt Judea Pearl, wie das Closest-World-Konzept konkretisiert werden kann. Wie nun hängen kontrafaktische Implikation und Kausalität zusammen? Dass der Steinwurf als Ursache der zerbrochenen Scheibe anzusehen ist, lässt sich so ausdrücken: Hätte ich den Stein nicht geworfen, wäre die Scheibe nicht zersprungen. Wir müssen also auf die kontrafaktische Implikation der Negationen übergehen: „Stein nicht werfen“ impliziert kontrafaktisch „Scheibe zerspringt nicht“.

Determinismus und Willensfreiheit

:Der folgende Absatz ist problematisch, möglicherweise irreführend. Die Möglichkeit, ein System durch ein Modell zu beschreiben (sei es mathematisch oder prosaisch ausgedrückt - ) impliziert auf keine Weise eine Kausalität, einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. Vielmehr sind praktisch alle in der Natur vorkommenden Phänomene nur in den Beziehungen ihrer Variablen zueinander beschrieben, diese sind z.B. bei allen durch elliptische oder parabolische Differentialgleichungen beschriebenen Problemen kein unidirektionales Ursache-Wirkungs-Prinzip, sondern wirken in beide Richtungen, alle Variablen können sich gegenseitig beeinflussen. Damit können diese Phänomene nicht als Kausalzusammenhang gelten, und implizieren keinen Determinismus. Letzterer ist auch durch die bei praktisch allen natürlichen Problemen vorkommende Instabilität in den meisten Fällen unwahrscheinlich oder ausgeschlossen. (Beispiele sind sowohl komplexe Systeme wie Hirn, das Wetter, ökologische Systeme, aber auch ökonomische Prozesse als auch scheinbar einfache Zweikörperprobleme, wie mechanische Unruhen. All diese können ein absolut unverhersehbares, nichtdeterministisches, chaotisches Verhalten zeigen. In der Mathematik bieten partielle Differentialgleichungsysteme ein Werkzeug für Entwurf und Analyse von Modellen solcher Systeme) Die philosophischen Konsequenzen der Kausalität sind besonders interessant in Verbindung mit der philosophischen Denkrichtung des Determinismus. Dort geht man davon aus, dass jedes Ereignis durch vorhergegangene Ereignisse fest vorbestimmt ist, sich also das Universum als Kausalkette entwickelt. Das bezieht sich auf alle Ebenen, auch auf die Elementarteilchen von Energie und Materie. Da nun das menschliche Gehirn auch aus Materie besteht, müsste es sich demnach ebenfalls deterministisch verhalten, also in einer Weise, die durch eine Turingmaschine (theoretisch) berechnet und vorherbestimmt werden kann. Das würde aber bedeuten, dass es keinen absolut freien Willen gibt: jeder unserer Gedanken war im Augenblick des Urknalls bereits festgelegt. Des Weiteren würde es auch bedeuten, dass einerseits der Mensch nicht in der Lage ist, Probleme zu lösen, die nicht auch von einer Turingmaschine (oder einem anderen Computer) berechnet werden könnten. Und andererseits, dass alles, was Menschen tun, denken und fühlen, von einem Programm simuliert werden könnte, Künstliche Intelligenz und auch künstliches Bewusstsein also möglich ist. Die Grenze zwischen bewusstem, zielgerichtetem Handeln und bloßem mechanischen Abarbeiten eines Regelwerks verschwindet damit völlig, Wille und Bewusstsein wären eine Konstrukt. Albert Einstein vertrat diese Meinung unter Verweis auf die Unfreiheit des Willens nach Arthur Schopenhauer. Er verlieh seiner Einstellung mit einem viel zitierten Satz Ausdruck: Gott würfelt nicht. Akzeptiert man die deterministische Weltanschauung aber nicht (folgt also dem Indeterminismus), so muss man sich fragen, was, wenn nicht feste Regeln, die durch physikalische Modelle abgebildet werden können, denn den Willen regiert. Möglichkeiten wären das Schicksal, göttliche Intervention oder eine Seele des Menschen. Die beiden ersteren sprechen dem Menschen ebenfalls den freien Willen ab, letztere verschiebt den freien Willen des Menschen von seinem den physikalischen Gesetzen ausgesetzten Körper auf eine Seele, die sich der Beschreibung durch die Physik entzieht. In diesem Zusammenhang wird oft auf die Rolle des Zufalls in den Grundgesetzen der Physik hingewiesen. So ist es in der Quantenmechanik nicht mehr möglich, den Ablauf eines Vorgangs hinsichtlich aller messbarer Größen vorherzusagen, selbst wenn alle prinzipiell zugänglichen Informationen über seinen Anfangszustand bekannt sind. Nach gängiger naturwissenschaftlicher Sicht ist das Naturgeschehen nicht vollständig determiniert, sondern unterliegt partiell einem absoluten Zufall (Kopenhagener Interpretation der Quantenmechanik). Dieser absolute Zufall wird in diesem Zusammenhang oft als eine Freiheit der Physik herangezogen, um hierüber einen Spielraum für die Einflussmöglichkeit eines hypothetischen Freien Willens zu schaffen, welcher jedoch selbst nicht den physikalischen Gesetzen unterliegt, beispielsweise im Rahmen des Konzeptes einer Seele.

Biologie und Verhaltensforschung

Wenn unsere Vorfahren die hinter dem Gebüsch vorblitzenden schwarzen und gelben Streifen (Wirkung) einem Tiger (Ursache) zuschrieben und sich davon machten, waren sie gut beraten. Die schnelle Entscheidung, was wohl Ursache der Beobachtung sein könnte, und die daraus folgende Aktion waren lebenserhaltend. Die diesem Verhalten zu Grunde liegende Kausalitätserwartung gehört zu den "angeborenen Lehrmeistern" (Konrad Lorenz): Die "Hypothese von der Ursache" enthält die "Erwartung, dass Gleiches dieselbe Ursache haben werde. Dies ist zunächst nicht mehr als ein Urteil im Voraus. Aber dieses Vorurteil bewährt sich... in einem derartigen Übermaß an Fällen, dass es jedem im Prinzipe andersartigen Urteil oder dem Urteils-Verzicht überlegen ist" (Rupert Riedl, 1981). Angeborene Lehrmeister haben eine negative Kehrseite. Sie können Denkfallen sein: "Das biologische Wissen enthält ein System vernünftiger Hypothesen, Voraus-Urteile, die uns im Rahmen dessen, wofür sie selektiert wurden, wie mit höchster Weisheit lenken; uns aber an dessen Grenzen vollkommen und niederträchtig in die Irre führen" (Rupert Riedl). Auf die Kausalitätserwartung geht zurück, dass oftmals vorschnell der Pilot, Kapitän oder Lokführer für ein Unglück verantwortlich gemacht wird.

Ökonometrie

In der Ökonometrie begnügt man sich einem z. B. gegenüber der Philosophie eingeschränkten Kausalitätsbegriff. Bei diesem steht die zeitliche Ordnung der Variablen im Vordergrund. Entscheidend geprägt wurde der Kausalitätsbegriff der Ökonometrie von Granger. Dieser arbeitet mit der Prämisse, dass die Vergangenheit die Zukunft bestimmt und nicht umgekehrt. Sie besagt, dass eine Variable X für Y Granger-kausal ist, wenn bei einer gegebenen Informationsmenge bis zum Zeitpunkt t-1 im Zeitpunkt t die Variable Y besser prognostiziert werden kann, als ohne den Einbezug der Variablen X. Die Granger-Kausalität kann in eine Richtung gelten oder auch in beide Richtungen (Feedback-System). Die Granger-Kausalität ist statistisch testbar. Der Kausalitätsbegriff ist eng mit einer weiteren theoretischen Konzept der Ökonometrie/Zeitreihenanalyse verwandt, der Exogenität. Die Granger-Kausalität kann getestet werden. Hierzu sei ein bivariates VAR(p)-Modell betrachtet:
\begin Y_ \\ Y_ \end=\begin a_1 \\ a_2 \end+\begin \phi_ & \phi_ \\ \phi_ & \phi_ \end\begin Y_ \\ Y_ \end+...+\begin \phi_ & \phi_ \\ \phi_ & \phi_ \end\begin Y_ \\ Y_ \end+\begin Z_ \\ Z_ \end
Es liegt keine Granger-Kausalität für Y_2 auf Y_1 vor, wenn:
\phi_=\phi_=...=\phi_=0
Y_1 ist für Y_2 nicht Granger-kausal, wenn:
\phi_=\phi_=...=\phi_=0
Der Test auf Nicht-Granger-Kausalität entspricht somit einem Test auf Null-Restriktionen für bestimmte Koeffizienten. Ein solcher Test könnte bei Normalität des Weißen Rauschens wie folgt aussehen:
F(p,N-n-p)=\frac
Dabei ist
- N der Umfang der beiden Zeitreihen
- n die Anzahl der Koeffizienten, die bei einer OLS-Schätzung ("ordinary least squares estimation" oder KQ-Schätzung - "Kleinste-Quadrat"-Schätzung) verwandt werden, so dass die Zahl von Freiheitsgraden kleiner wird,
- p die Anzahl der zusätzlichen Koeffizienten, mit denen die Variable X in die OLS-Schätzung einbezogen wird,
- RSS_r die Summe der quadrierten Residuen der OLS-Schätzung der Gleichung mit Restriktionen,
- RSS_u die Summe der quadrierten Residuen einer OLS-Schätzung der Gleichung ohne Restriktionen,
- \hat\sigma_^2 = \frac als geschätzte Varianz von Z_1, dabei ist
- \hat\sigma_ die Standardabweichung. Mit dem ermittelten Wert von F geht man in die entsprechende Tabelle von F um die Wahrscheinlichkeit abzulesen, dass keine Granger-Kausalität vorliegt. Dabei ist zu beachten, dass nur die (im allgemeinen) geringere Wahrscheinlichkeit von F(p,N-n-p) zutrifft. Die Wahrscheinlichkeit von F(N-n-p,p) ist größer (im allgemeinen) und nicht zutreffend.

Rechtswissenschaft

Siehe Hauptartikel Kausalität (Rechtswissenschaft)

Medizin

Die Ätiologie (v. griech. αἰτία „Ursache“ und λόγος „Vernunft, Lehre“) bezeichnet in der Antike in einigen philosophischen Schulen die Lehre von den Ursachen. Heute herrscht die medizinische Bedeutung des Begriffs vor.

Siehe auch


- Akausalität (Gegenteil von Kausalität)
- Zufall
- Naturgesetz
- Ätiologie
- Korrelation
- causa finalis (Zweckursache)
- causa efficiens (Wirkursache)
- causa materialis (Materialursache)
- cause formalis (Formursache)
- Finalität
- Kausalprinzip
- Synchronizität
- Ishikawa-Diagramm
- Kausalitätswahrnehmung
- Karma
- Schicksal

Literatur


- Andreas Hüttemann (Hrsg.): Kausalität und Naturgesetz in der Frühen Neuzeit, Studia Leibnitiana, ISBN 3-515-07858-4
- David Lewis: Counterfactuals. Harvard University Press 1973
- John Leslie Mackie: The Cement of the Universe - A Study of Causation, Oxford, Clarendon Press, 1980
- Uwe Meixner: Theorie der Kausalität. Ein Leitfaden zum Kausalbegriff in zwei Teilen, Mentis Verlag, 2001, ISBN 3-89785-185-7
- Judea Pearl: Causality, Cambridge University Press, ISBN 0-521-77362-8
- Rupert Riedl: Biologie der Erkenntnis. Die stammesgeschichtlichen Grundlagen der Vernunft. Parey, Berlin, Hamburg 1981
- Wolfgang Stegmüller: Probleme und Resultate der Wissenschaftstheorie und Analytischen Philosophie. Bd.1 Erklärung, Begründung, Kausalität, Springer Verlag, ISBN 3-540-11804-7
- Wolfgang Stegmüller: Das Problem der Kausalität, 1983

Videos


- Real Video: [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=050803.rm Was ist Kausalität?] (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri)

Weblinks


- [http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/PHILOSOPHIEORD/Kausalitaet.html Kausalität bei Aristoteles und im Mittelalter]
- [http://www.gmd.de/publications/report/0060/Text.pdf KOGWIS99 Workshop "Kausalität"], 4. Fachtagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft an der Universität Bielefeld, 28. September - 1. Oktober 1999 Kategorie:Wissenschaftstheorie Kategorie:Statistik Kategorie:Ontologie Kategorie:Verhaltensbiologie Kategorie:Zeitbegriff ja:因果

Rainer Werner Fassbinder

Rainer Werner Fassbinder (
- 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen, Bayern; † 10. Juni 1982 in München) war ein deutscher Regisseur, Filmproduzent und Bühnenautor.

Leben und Werk

Der Sohn eines Arztes und einer Übersetzerin wuchs nach Scheidung seiner Eltern als Einzelkind bei seiner Mutter auf. Im Alter von 16 Jahren brach Fassbinder die Schule ab und zog zu seinem Vater nach Köln. Zusammen mit Udo Kier sammelte er erste Erfahrungen in der Kölner Schwulenszene. Früh begann er sich für Filme zu begeistern (zu seinen Lieblingsfilmen gehörte Kalina Krasnaja von Wassili Schukschin), jedoch ging sein Wunsch, an der Filmhochschule zu studieren, nicht in Erfüllung. Nach einer zweijährigen privaten Schauspielausbildung versuchte er erfolglos in München die staatliche Schauspielprüfung abzulegen. Zwischen 1965 und 1967 produzierte Fassbinders Partner Christoph Roser dessen erste Kurzfilme "Der Stadtstreicher" und "Das Kleine Chaos". 1967 wurde Fassbinder als Regisseur und Ensemblemitglied beim "action-theater" aufgenommen. Er arbeitete auch mit diversen freien Theatergruppen zusammen. Daraus ging sein "Antiteater" hervor. Für diese Gruppe (auch Hanna Schygulla, spätere Protagonistin seiner erfolgreichsten Filme, war Mitglied dieser Theatergruppe) schrieb er in den Jahren 1968 bis 1971 die meisten seiner Theaterstücke. Beeinflusst von Jean-Luc Godard und den US-amerikanischen Kriminalfilmen von John Huston, Raoul Walsh oder Howard Hawks, aber vor allem von den Melodramen von Douglas Sirk, begann er mit seiner Gruppe die ersten Filmprojekte zu realisieren. So entstanden der eigentümliche Krimi Liebe ist kälter als der Tod (1969) und im gleichen Jahr Katzelmacher. Er verquickte die Arbeit des Theaters konsequent mit der des Filmemachens. So entstanden zwischen 1969 und 1971 nicht nur zahlreiche Theaterstücke, sondern auch in sehr kurzer Zeit produzierte alternative Filme. Fassbinder umgab sich stets mit einer von ihm als Clan bezeichneten Gruppe - in der er Mary genannt wurde - die ihm als Familienersatz und Blitzableiter für Aggressionen diente. In diese Gruppe integrierte er auch seine männlichen Partner. Von 1970 bis 1972 war Fassbinder mit der Schauspielerin und Sängerin Ingrid Caven verheiratet, für die er auch einige Chanson-Texte schrieb (z.B. Alles aus Leder, Freitag im Hotel, Nietzsche, Die Straßen stinken). Daneben hatte er eine Beziehung zu dem zweifachen Vater El Hedi ben Salem M'Barek Mohaed Mustafa. Die Jahre 1971-1974 stellen mit Filmen wie "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" (1971,) "Angst essen Seele auf" (1973), dem Schwulen-Drama "Faustrecht der Freiheit" (1974), mit Theaterregie in Bochum und Frankfurt und dem Theaterstück "Der Müll, die Stadt und der Tod" (1974) den Höhepunkt seines Schaffens dar. Letztgenanntes Stück war dabei in den 70er und 80er Jahren Anlass für konservative Kritiker (Joachim Fest, Ignatz Bubis), Fassbinder des Antisemitismus zu beschuldigen. Die bekannte, links-emanzipatorische Grundhaltung des Autors belegen die Absurdheit dieses Vorwurfs. Seit 1972 begann er seine Filmsprache konsequent weiter zu entwickeln und die Filme wurden größer und professioneller. Als Teilnehmer der Berlinale wurde er in den folgenden Jahren zwar von der Kritik in höchsten Tönen gelobt, jedoch von der jeweiligen Jury ignoriert. Erst mit seinem vorletzten Film Die Sehnsucht der Veronika Voss gewann er den Goldenen Bären. Neben seiner Filmarbeit engagierte sich Fassbinder auch im Theater. In den Jahren 1972 und 1973 inszenierte er am Schauspielhaus in Bochum. Daran schloss sich eine zweijährige Periode im Frankfurter Theater am Turm (TAT) an. Fassbinder schuf in den 1970er Jahren einige der faszinierendsten Frauencharaktere der Nachkriegsfilmgeschichte: Maria Braun und Lili Marleen, jeweils gespielt von Hanna Schygulla oder Lola, gespielt von Barbara Sukowa bleiben unvergesslich. Fernsehgeschichte schrieb er mit seinem aufwändig produzierten Mehrteiler Berlin Alexanderplatz nach dem Roman von Alfred Döblin, der später sogar im Kino als 15½-Stunden-Marathon gezeigt wurde. 1974 wurde der junge Metzger Armin Meier Fassbinders Geliebter. Er nahm sich 1978 das Leben. Von 1978 bis zu seinem Tod 1982 lebte Fassbinder mit der Cutterin Juliane Lorenz zusammen. Er starb in München im Alter von nur 37 Jahren an einer Überdosis Kokain, während der Arbeit am Schnitt zu seinem letzten Film Querelle nach einem Bühnenstück von Jean Genet. Rainer Werner Fassbinders Urne wurde auf dem Bogenhausener Friedhof in München beigesetzt. Leben und Arbeit waren für Fassbinder oft nicht mehr voneinander zu trennen. Sicherlich ist dies der Teil einer Erklärung dafür, warum Fassbinder in einem kurzen Zeitraum von 13 Jahren bis zu seinem Tode 40 Filme als Regisseur drehte. Eine 1978 in Fort Lauderdale (Florida) geschlossene Ehe mit Juliane Lorenz wurde nicht nach deutschem Recht anerkannt, und Fassbinders Erbe fiel deshalb an die Eltern des Schauspielers. Seine Mutter Liselotte Eder übertrug es 1986 der von ihr gegründeten Rainer Werner Fassbinder Foundation (RWFF), die sie 1992 an Juliane Lorenz übertrug. Die Foundation ist Inhaberin aller Rechte an Fassbinders Nachlass, einschließlich aller nachträglich erworbenen Rechte.

Filmografie


- This Night (1966);
- Der Stadtstreicher (1966)
- Das kleine Chaos (1967)
- Liebe ist kälter als der Tod (1969) mit Ulli Lommel, Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller
- Katzelmacher (1969) - erhielt dafür den Gerhart-Hauptmann-Preis mit Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller
- Götter der Pest (1969) mit Harry Baer, Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller, Margarethe von Trotta, Günther Kaufmann, Carla Aulaulu, Ingrid Caven
- Warum läuft Herr R. Amok? (1969)
- Rio das Mortes (1970)
- Das Kaffeehaus (1970)
- Whity (1970)
- Die Niklashauser Fart (1970) - historischer Hintergrund ist das Schicksal des Viehhirten und Predigers Hans Böhm
- Der amerikanische Soldat (1970)
- Warnung vor einer heiligen Nutte (1970)
- Pioniere in Ingolstadt (1970)
- Händler der vier Jahreszeiten (1971)
- Die bitteren Tränen der Petra von Kant (1972)
- Wildwechsel (1972)
- Acht Stunden sind kein Tag (1972)
- Bremer Freiheit (1972)
- Welt am Draht (1973) - Legendärer Science-Fiction-Film über eine Computersimulationswelt; zweiteiliger Fernsehfilm
- Nora Helmer (1973)
- Martha (1973) mit Karlheinz Böhm, Margit Carstensen, Gisela Faceldey
- Angst essen Seele auf (1973) mit Brigitte Mira, El Hedi Ben Salem, Barbara Valentin, Irm Hermann
- Fontane Effi Briest (1974)
- Faustrecht der Freiheit (1974) unter anderem mit Ulla Jacobsson
- Wie ein Vogel auf dem Draht (1974)
- Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel (1975)
- Angst vor der Angst (1975)
- Ich will doch nur, dass ihr mich liebt (1975)
- Satansbraten (1976)
- Chinesisches Roulette (1976)
- Bolwieser (1976)
- Frauen in New York (1977)
- Despair - Eine Reise ins Licht (1977)
- Deutschland im Herbst (1977)
- Die Ehe der Maria Braun (1978)
- In einem Jahr mit 13 Monden (1978)
- Die dritte Generation (1979)
- Berlin Alexanderplatz (1979)
- Lili Marleen (1980)
- Lola (1981)
- Theater in Trance (1981)
- Die Sehnsucht der Veronika Voss (1981)
- Querelle (1982)

Bühnenstücke


- Anarchie in Bayern
- Der Müll, die Stadt und der Tod
- Tropfen auf heiße Steine
- Das KaffeeHaus (nach Goldoni)
- Katzelmacher
- Preparadise sorry now
- Bremer Freiheit
- Blut am Hals der Katze
- Das brennende Dorf
- Die bitteren Tränen der Petra von Kant

Hörspiele


- Preparadise sorry now (Prod.: BR, 1970)
- Ganz in weiß (Prod.: BR, 1970)
- Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe (Prod.: BR, 1971)
- Keiner ist böse und keiner ist gut (Prod.: BR, 1972)

Fassbinder als Darsteller


- 1967 · Tony Freunde
- 1968 · Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter
- 1969 · Alarm
- 1969 · Al Capone im deutschen Wald
- 1970 · Baal
- 1970 · Frei bis zum nächsten
- 1971 · Mathias Kneissl
- 1971 · La repentina riqueza de los pobres de Kombach (Der plötzliche Reichtum der armen Leute vom Kombach) · Regie: Volker Schlöndorff
- 1973 · Super-Girl
- 1973 · Angst essen Seele auf
- 1973 · La ternura de los lobos (Der Zärtlichkeit der Wölfe) · Regie: Ulli Lommel
- 1976 · La sombra de los angeles (Schatten der Engel) · Regie: Daniel Schmidt
- 1982 · Kamikaze 1989 - Spielfilm, Deutschland 1982 (105 Min.), Regie Wolf Gremm nach dem dem Roman Mord im 31. Stock von Per Wahlöö.

Weblinks


-
- http://www.fassbinderfoundation.de
- http://www.rainer-fassbinder.net
-
- [http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/31.05.2005/1848370.asp#art "Er rannte um sein Leben"], Peter W. Jansen über RWF
- [http://www.dieterwunderlich.de/Rainer_Werner_Fassbinder.htm Kurzbiografie, Inhaltsangaben und Besprechungen] vom Film- und Literaturkritiker Dieter Wunderlich
- Besprechung von [http://members.aon.at/andreas.weigel/Film.htm Fassbinder]-Publikationen
- [http://www.jungewelt.de/2005/05-31/027.php Hands up, baby, hands up!] "Fassbinder hätte heute Geburtstag", Junge Welt, 31. Mai 2005
- [http://perso.wanadoo.es/rafamorata El genio alemán] spanische Fanseite
- [http://www.filmportal.de/df/49/Uebersicht,,,,,,,,16E2B393D11641AA885388D85222F8DB,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html filmportal.de] mit Biografie, Interviews, Nachrufen, Kritiken etc.
- http://people.freenet.de/rosel-zech-fanpage Webseite über die Fassbinder Schauspielerin Rosel Zech Fassbinder, Rainer Werner Fassbinder, Rainer Werner Fassbinder, Rainer Werner Fassbinder, Rainer Werner Fassbinder, Rainer Werner Fassbinder, Rainer Werner Fassbinder, Rainer Werner Fassbinder, Rainer Werner Fassbinder, Rainer Werner ja:ライナー・ヴェルナー・ファスビンダー

Warum läuft Herr R. Amok?

Warum läuft Herr R. Amok? ist ein Film von Rainer Werner Fassbinder von 1969. Er war der erste Farbfilm von Fassbinder, die Hauptrolle Herr R. spielte Kurt Raab. Co-Regie führte Michael Fengler. Die Dialoge sind grossteils nach Absprache improvisiert, was Kritiker zu Vergleichen mit Filmen von Andy Warhol hinriss. Der Film stellt eine Kritik an Doppelmoral und erstarrenden sozialen Verhältnissen der Nachkriegszeit dar, gegen die zur gleichen Zeit auch die 68er protestierten.

Inhalt

Der Angestellte R. lebt ein anständiges, unauffälliges Leben zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn. Er arbeitet als technischer Zeichner, seine Arbeit wird jedoch immer wieder vom Chef kritisiert, eine anstehende Beförderung verweigert. Abends sitzt er gewöhnlich mit Frau und Kind vor dem Fernseher. Der Alltag ist erfüllt von Monotonie und Trostlosigkeit. Der Sohn hat Probleme in der Schule. Die Erwartungen seiner Frau glaubt R. nicht erfüllen zu können. Auch das Schwelgen in Erinnerungen bringt keine Hoffnung. Nachdem so das Leben von Herrn R. lange geschildert wird, kommt es plötzlich zum Showdown, als gerade eine Nachbarin zu Besuch ist und sie und Frau R. sich über Belanglosigkeiten unterhalten: R. ergreift einen Kerzenleuchter und erschlägt Besucherin, Frau und Kind, fährt daraufhin zu seinem Arbeitsplatz und erhängt sich dort auf dem WC.

Cast


- Kamera: Dietrich Lohmann
- Schnitt: Franz Walsch (Pseudonym von Fassbinder)
- Ton: Klaus Eckelt
- Musik: Peer Raben
- Ausstattung: Kurt Raab
- Darsteller: Kurt Raab, Lilith Ungerer, Amadeus Fengler, Franz Maron, Hanna Schygulla Kategorie:Filmtitel

Weblinks


- [http://www.filmzentrale.com/rezis/warumlaeuftherrramok.htm Kritik von E. Knörer, filmzentrale]

1949

Ereignisse


- In Afghanistan erklären die Afghanen die Durand-Linie für ungültig, als der Staat Pakistan entstand und fordern ihre besetzten Gebiete zurück
- In Berlin wird von Herta Heuwer am 4. September die Currywurst erfunden

Politik


- 1. Januar: Ernst Nobs wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die vom Wirtschaftsrat erlassene Kraftfahrzeug-Benutzungsverordnung tritt in Kraft, womit Ausflugs- und Vergnügungsfahrten verboten sind
- 1. Januar: Österreich erhält von Großbritannien die Kontrolle über die Grenze zu Italien zurück
- 1. Januar: Juan Manuel Gálvez tritt sein Amt als Staatspräsident von Honduras an
- 1. Januar: Indien und Pakistan vereinbaren einen Waffenstillstand zur Beilegung des Konflikt über Kaschmir
- 1. Januar: Thailand wird Mitglied in der UNESCO
- 2. Januar: Die neue Regierung von Südkorea wird von den USA anerkannt
- 3. Januar: Dreimächtenote an die Sowjetunion wegen Rückführung deutscher Kriegsgefangener
- 25. Januar: Wahlen zur ersten Knesset
- 28. Januar: Schweiz wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Februar: David Ben Gurion wird erster Ministerpräsident Israels
- 24. Februar: Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Ägypten nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg (23. März mit dem Libanon, 3. April mit Transjordanien, 20. Juli mit Syrien)
- 4. April: Gründung der NATO
- 8. April: Durch den Beitritt der französischen Besatzungszone wird die Bizone zur Trizone
- 16. April: Chaim Weizmann wird zum Staatspräsidenten Israe