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| Amphitrite |
AmphitriteAmphitrite ist eine Meeresnymphe aus der griechischen Mythologie. Sie gilt darin als Beherrscherin der Meere. Sie war für ihre Schönheit bekannt.
griechischen Mythologie]
Ihre Eltern sind Okeanos und Tethys. Nach anderen Geschichten ist Amphitrite die Schwester der Tethys. In bestimmten Quellen wird sie als eine der Meernymphen Nereides erwähnt, und wäre somit Tochter des Nereus und der Doris. Eigentlich wollte Amphitrite unverheiratet bleiben. Poseidon aber hatte ein Auge auf sie geworfen und bedrängte sie so stark, dass Amphitrite zu Atlas flüchtete und sich bei ihm vor Poseidon versteckte.
Aus Der Antritt des neuen Jahrhunderts (1800) von Friedrich Schiller: "Seine Meeresflotten streckt der Brite | gierig wie Polypenarme aus | und das Reich der freien Amphitrite | will er schließen wie sein eignes Haus."
Der Mythenforscher Robert Graves erwähnt andere Versionen dieses Mythos, die er als älter klassifiziert. Er interpretiert den Mythos von Amphitrite als das Eindringen der männlichen Priesterschaft in die vormals weibliche Domäne des Fischfangs.
Amphitrite ist auch der Asteroid mit der Nummer 29, Amphitrite (Asteroid)
Kategorie:Griechische Gottheit
Kategorie:Literarische Figur
ja:アンピトリテ
Nymphe
Eine Nymphe (griechisch νύμφη, nímfi, latinisiert nympha, „die Jungfrau, Braut, das heiratsfähige Mädchen“) ist in der griechischen und römischen Mythologie ein Naturgeist. Im weiteren Sinne wird er auch für Priesterinnen gebraucht.
Naturgeist
Naturgeist
In der griechischen Mythologie sind Nymphen weibliche Gottheiten niederen Ranges, welche als Personifikationen von Naturkräften überall auftreten und teils als Begleiterinnen höherer Gottheiten (des Dionysos, der Artemis, Aphrodite etc.), teils als selbständig wirkend gedacht wurden.
Sie galten als die wohltätigen Geister der Orte, der Berge, Bäume, Wiesen, Grotten etc., sind aber nicht immer an dieselben gebunden, schweifen vielmehr frei umher, führen Tänze auf, jagen das Wild, weben in kühlen Grotten, pflanzen Bäume und sind auf verschiedene Weise den Menschen hilfreich. Geräuschvolle Tätigkeit der Menschen meiden sie aber. Nymphen sind sterblich wie die Menschen, haben allerdings eine viel längere Lebensdauer.
Es gab zahlreiche Arten von Nymphen:
- Wassernymphen:
- Najaden, Nymphen der Quellen, Brunnen und Frischwasserströme
- Krenäen
- Limnaden
- Wald- und Baumnymphen:
- Dryaden
- Hamadryaden
- Meliaden
- Berg-, Grotten- und Höhlennymphen:
- Oreaden
- Wiesennymphen:
- Leimoniaden
- Talnymphen:
- Napäen
- Flussnymphen:
- Potameiden
- Meernymphen:
- Nereiden, Töchter des Nereus, Nymphen des Mittelmeers
- Okeaniden, Töchter des Okeanos
und weitere.
Als Lokalgöttinnen gewisser Gegenden wurden sie auch nach diesen benannt; beispielsweise sind die Peliaden die Nymphen des Pelion.
Eine der berühmtesten Oreaden war Echo, die Nymphe des Berges Helikon. Die Göttin Hera beraubte sie der Sprache und ließ ihr lediglich die Fähigkeit, die letzten an sie gerichteten Wörter zu wiederholen.
Auch in nach-antiken Dichtungen taucht das Motiv der Nymphe immer wieder auf, etwa in der Renaissance und der Romantik.
Deutung
Die Symbolik der Nymphen ist vielfältig. Sie umfasst insbesondere die Bereiche Fruchtbarkeit und Sexualität.
Wegen der befruchtenden Kraft des Wassers galten die Nymphen als Erzieherinnen des Zeus und Bakchos und, da manchen Quellen begeisternde Kraft beigelegt wurde, auch als Erzieherinnen des Apollon und Verleiherinnen der Dicht- und Wahrsagekunst.
Nymphen standen auch für den weißen Aspekt der Göttin, die erste Phase eines Frauenlebens. Damit ist eine junge Frau gemeint, „Jung-Frau“, die nicht mehr Mädchen, aber noch nicht Mutter ist. Es folgen die Phasen rot / Mutter und schwarz / Weise Alte.
Darstellung in der Kunst
In der bildenden Kunst werden Nymphen meist als liebliche Mädchengestalten dargestellt, gewöhnlich leicht bekleidet und Blumen und Kränze tragend. Die Wassernymphen insbesondere pflegte man mit Wasserkrügen und Urnen auf den Köpfen darzustellen. Bekannte Kunstwerke aus dem Altertum sind Statuen des Praxiteles, eine Gruppe des Arkesilaos und Reliefs von verschiedenen Meistern.
Gemälde
- [http://www.wga.hu/art/a/albani/venus.jpg Albani: Venus mit Nymphen und Amoretten]
- [http://www.wga.hu/art/j/jordaens/2/nymphs.jpg Jordaens: Nymphen am Brunnen der Liebe]
- [http://www.wga.hu/art/c/cranach/lucas_e/2/07nymph.jpg Cranach: Das Anlehnen der Flussnymphe am Brunnen]
- [http://www.wga.hu/art/c/cranach/lucas_e/2/08nymph.jpg Cranach: Nymphe]
- [http://www.wga.hu/art/r/rubens/22mythol/08dianas.jpg Rubens: Diana und ihre Nymphen werden durch Faune überrascht]
- Rembrandt: Das Bad der Diana mit Aktäon und Kallisto
weitere Künstler
- Jean-Baptiste-Camille Corot: Tanz der Nymphen
- Jean-Baptiste-Camille Corot: Eine Nymphe spielt mit Cupido
- Jacob Jordaens: Cupido und schlafende Nymphen.
- Edouard Manet: Überraschte Nymphe 1861
- Titian: Schäfer und Nymphe (1570)
- Henryk Siemiradzki: Naijaden beim Spiel (1880)
Henryk Siemiradzki]
andere Darstellungen
Nymphen dienten auch als Motiv für Statuen, insbesondere Brunnenfiguren.
weiteres
Als Nymphen wurden auch Priesterinnen bezeichnet, die, besonders bei sexuellen Zeremonien, in den alten Tempeln der Großen Göttin dienten.
Ein Nymphäum ist ein ursprünglich den Nymphen geweihter Tempel, der meist an einer Quelle gelegen war.
Das Wort "Nymphe" wurde im Mittelalter besonders im nordeuropäischen Raum sowohl auf eine Hexe als auch auf eine Fee (Fabelwesen) angewandt, weil beide, wie die Nymphen, von den vorchristlichen Priesterinnen abstammen.
Die alte Verbindung der Nymphen mit der Sexualität blieb mehr oder weniger in europäischen Sagen und Märchen erhalten. Der zwischenzeitig veraltete Ausdruck Nymphomanie stand für eine übermäßige sexuelle Motivation und „Leidenschaft“, die „Mannstollheit“.
Aus Vladimir Nabokovs Roman Lolita stammt der Ausdruck „Nymphchen“ für einen Typus frühreifer Mädchen, die der Protagonist sexuell anziehend findet.
Das Wort Nymphe wird in manchen Kulturen auch für Symbole der weiblichen Genitalien wie Lotosblüten, Wasserlilien (Familie der Nymphaeaceae) und bestimmte Muscheln benutzt (siehe auch Kaurimuschel).
Literatur
- Krause: Die Musen, Grazien, Horen und Nymphen (Halle 1871);
Beiträge über Nymphen in der Wikipedia:
- Eurydike, Geliebte des Orpheus
- Hesperia, Tochter des Kebren
- Nana, Tochter des Flussgottes Sangarios und Mutter des Attis
- Orseis, mit Hellen die Ahnfrau der bedeutendsten "hellenischen" Nationen
Siehe auch:
- Portal:Mythologie, Liste von Fabelwesen
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:Literarische Figur
Kategorie:Fabelwesen
ja:ニンフ
Okeanos
Okeanos (griechisch Ωκεανός - der Ozean) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie, die in verschiedenen Erzählungen recht unterschiedlich in Erscheinung tritt - zumindest wird in der orphischen Erzählung die Bedeutung des Wassers für die Entstehung des Lebens stärker betont.
Der orphische Meeresgott
Als ältester Meeresgott entstand Okeanos nach den Erzählungen der Orphiker zusammen mit Tethys - auch sie in der oben erwähnten mythischen Erzählung eine Titanin - aus der Befruchtung der Nyx durch den Aither, also der Verbindung von Nacht und reiner Luft: Nyx gebar ein silbernes Ei, ein Sinnbild für den Mond, und legte es in den Schoß der Dunkelheit. Aus diesem Ei trat Eros und holte in der Folge alles Weitere daraus hervor, in dem ein Oben und ein Unten entstanden war. Oben war Chaos, der gähnende Raum, und unten war Gaia, die Erde. Diese beiden paarten sich unter dem Einfluss des Eros und brachten Okeanos und Tethys hervor.
Oder unten waren diese beiden schon zu Beginn, und es begann der "schön fließende" Okeanos - der Ozean - mit der Zeugung des Lebens, um alle späteren Götter und Lebewesen hervorzubringen.
Der Titan
Als der stärkste der Titanen entstand Okeanos mit den elf weiteren Titanen bzw. Titaniden aus der Befruchtung der Gaia durch den Uranos. Alle seine Geschwister beneideten ihn um seine Stärke und stritten sich oft mit ihm. Mehrmals versuchte er Hera zu vergewaltigen, doch Zeus schützte sie mit seiner Macht.
Mit seiner Schwester und Gattin Tethys zeugte er die Flussgötter, Meeres- und Quellnymphen - die Okeaniden, von denen die Gewässer abstammen. Später trennten sich die beiden. Hätten sie dies nicht getan, würden sie noch immer Quellen und Flüsse zeugen, so dass die Welt aus den Fugen geriete.
Da sich weder Okeanos noch Tethys am Aufstand der übrigen Titanen gegen Zeus beteiligten, ließ ihnen Zeus die Herrschaft über ihr angestammtes Reich. Und Okeanos umfließt immer noch den Erdkreis - und ganz im Westen das Elysion, die Insel der Seligen.
Die Söhne und Töchter des Okeanos nach dieser Version sind bei den Okeaniden aufgelistet.
Mit Theia, einer anderen Schwester, war er Vater der Kerkopen
Kategorie:Griechische Mythologie
ja:オケアノス
NereideZu dem Neptunmond Nereide (im deutschen Sprachraum benutzter Name) siehe Nereid
Nereiden sind auch Meereswürmer, die nach den griechischen Sagengestalten benannt sind. siehe Nereiden (Borstenwürmer)
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Nereiden (Einzahl: die Nereide, griechisch νεράιδα, neráida, von νερό, neró, „das Wasser“) sind in der griechischen Mythologie die 50 Töchter des Nereus und der Doris.
Sie gehören zu der Gattung der Ephydrides und sind Nymphen des Mittelmeeres, die Schiffbrüchige beschützen und Seeleute mit Spielen unterhalten. Sie sind Begleiterinnen des Gottes Poseidon. Auf vielen altgriechischen Darstellungen reiten die Nereiden auf dem Rücken von Delfinen.
Einige Nereiden sind:
- Agaue
- Aktaia
- Amphitrite
- Autonoë
- Doris
- Doto
- Dynamene
- Eione
- Erato
- Euagora
- Euarne
- Doris
- Eukrante
- Eulimene
- Eunike
- Eupompe
- Galatea
- Galene
- Glauke
- Glaukonome
- Halia
- Halimede
- Hipponoe
- Hippothoe
- Kymatolege
- Kymo
- Kymodoke
- Kymothoe
- Laodameia
- Leiagora
- Lysianassa
- Melite
- Menippe
- Nesaia
- Neso
- Panopeia
- Pasithea
- Pherusa
- Ploto
- Polynoe
- Pontoporeia
- Pronoe
- Proto
- Protomedeia
- Psamathe
- Sao
- Speio
- Themisto
- Thetis
- Thoe
Siehe auch:
- Okeanide
- Wasserfrau
- Liste von Fabelwesen
- Stammbaum der griechischen Götter
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:Mythologisches Wasserwesen
ja:ネレイデス
Nereus
Nereus ist ein Meeresgott der griechischen Mythologie und der älteste Sohn des Pontos und der Gaia, zu seinen Geschwistern zählen Keto, Phorkys und Thaumas.
Mit Doris wurde er Vater der Nereiden. Gemeinsam mit seiner Familie bewohnte er die Ägäis. Er war weise mit der Gabe der Prophetie; er half Heroen wie Herakles indem er dessen Reiseziel vorhersagte.
Siehe
- Hesiod
- Theogonie 233-36
- Stammbaum der griechischen Götter
Kategorie:Griechische Mythologie
ja:ネレウス (ギリシア神話の神)
Doris (Mythologie)Doris ist in der griechischen Mythologie eine Okeanide, eine Tochter der Titanen Okeanos und Tethys.
Mit Nereus hatte sie 50 Töchter, die Nereiden, von denen
eine ebenfalls den Namen Doris trägt.
Kategorie:Griechische Gottheit
Atlas (Mythologie)
Atlas ist in der griechischen Mythologie ein Titan.
Er ist der Sohn des Iapetos und der Klymene sowie Bruder des Menoitios, Prometheus und Epimetheus. Als Strafe für seine Teilnahme am Titanenkampf hatte er im äußersten Westen das Himmelsgebirge zu tragen. Er holte die goldenen Äpfel der Hesperiden für Herakles.
Er war Vater der Plejaden, Hyaden, Hesperiden und der Kalypso.
Ein Orakel-Spruch erklärte ihm, ein Sohn des Zeus würde seinen Töchtern die goldenen Äpfel stehlen. Deshalb lehnt er Perseus' Bitte um Unterkunft ab. Perseus versteinert ihn zur Strafe für mangelnde Gastfreundschaft dadurch, dass er ihm das abgeschlagene Haupt der Gorgo Medusa entgegenhält. Seitdem ist Atlas als das Atlasgebirge anzutreffen und trägt den Himmel auf seinen Schultern.
In der Herakles-Sage ist er in dieser Funktion jedoch auch wieder persönlich ansprechbar. Herakles übernimmt für kurze Zeit die Last des Himmels auf seine Schultern, damit ihm Atlas goldene Äpfel von seinen Töchtern, den Hesperiden, holen kann. Mit den Äpfeln zurückgekehrt, möchte Atlas die Last des Himmels nicht mehr übernehmen. Herakles überlistet den hier naiven Atlas jedoch: Er müsse gerade nur ein Steinchen aus der Sandale entfernen, um den Himmel weiter tragen zu können. Für diesen kurzen Augenblick, und ab da für immer, übernimmt Atlas wieder die Last, während Herakles daraufhin mit den Äpfeln zu Eurystheus zieht.
Viele Abbildungen oder Skulpturen stellen Atlas als Träger der gesamten Erdkugel dar, so zu sehen z.B. schon auf der Frontseite der berühmten Kartensammlung von Mercator aus dem Jahr 1595. Die mythologisch nicht korrekte, aber verbreitete Vorstellung von Atlas als Erdballträger hat sich wohl auch wegen seiner größeren Symbolhaftigkeit und Anschaulichkeit so stark durchgesetzt.
Siehe auch: Atlant
Kategorie:Griechische Gottheit
ja:アトラス
Friedrich Schiller
Johann Christoph Friedrich Schiller, seit 1802 von Schiller ( - 10. November 1759 in Marbach am Neckar; † 9. Mai 1805 in Weimar) war ein deutscher Dichter, Dramatiker und Historiker. Er gilt neben Goethe als der bedeutendste Autor der deutschen Klassik. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Seine Balladen zählen zu den beliebtesten deutschen Gedichten.
Gedicht
Leben
Herkunft, Ausbildung und erste Erfolge
Gedicht
Gedicht
Johann Christoph Friedrich Schiller wurde als Sohn des Wundarztes Johann Caspar Schiller und der Elisabeth Dorothea Schiller geb. Kodweiß 1759 in Marbach am Neckar geboren. Da der Vater eine Anstellung als Werbeoffizier bekam, siedelte die Familie 1763 nach Lorch über. Kurz nachdem 1766 seine Schwester Luise geboren wurde, zog die Familie nach Ludwigsburg um. Im gleichen Jahr trat Friedrich in die Lateinschule ein. Bereits mit dreizehn verfasste er die nicht erhaltenen Theaterstücke „Absalon“ und „Die Christen“.
Auf herzoglichen Befehl und gegen den Willen der Eltern musste er 1773 in die Militärakademie Hohe Karlsschule in Stuttgart eintreten und begann zunächst ein Rechtsstudium. Die Zöglinge wurden mit brutalem militärischen Drill überzogen und er war vermutlich auch deshalb noch mit fünfzehn Jahren ein Bettnässer. Zweimal wurde er deswegen hart bestraft. Heimlich schnupfte er Tabak und las zusammen mit seinen Kameraden verbotene Schriften.
Bettnässer
Als 1775 die Akademie von Schloss Solitude in die Innenstadt von Stuttgart verlegt wurde, wechselte Schiller das Fach und begann ein Medizinstudium. Während dieser Zeit las er intensiv die Werke der Dichter des Sturm und Drang und beschäftigte sich auch mit den Gedichten des Literaturkritikers Klopstock. Im selben Jahr verfasste er das nicht erhaltene Drama „Der Student von Nassau“. 1776 erschien sein erstes gedrucktes Gedicht „Der Abend“. Er studierte die Werke Plutarchs, Shakespeares, Voltaires, Rousseaus und Goethes. Ebenfalls 1776 begann er die Arbeit an dem freiheitlichen Theaterstück „Die Räuber“. 1779 bestand er die ersten medizinischen Examen und bat um die Entlassung. Erst nach Abschluss der Dissertation durfte er die Militärakademie als Militärarzt 1780 verlassen.
1780
1781 vollendete Schiller das Theaterstück „Die Räuber“, das noch im selben Jahr anonym gedruckt wurde. Auf der Festung Hohenasperg traf er zum ersten Mal auf den dort eingekerkerten Dichter Christian Schubart. Am 13. Januar 1782 wurden „Die Räuber“ vom Mannheimer Theater erfolgreich uraufgeführt. Jubelstürme entfachte das Stück insbesondere beim jugendlichen Publikum. Auch Schiller war trotz des herzoglichen Verbots mit seinem Freund Andreas Streicher zugegen. Herzog Karl Eugen warf den unbotmäßigen Dichter darauf vierzehn Tage lang ins Gefängnis und untersagte ihm bis auf weiteres, Komödien „und dergleichen Zeugs“ zu schreiben. Freiheitsbegeisterte Jugendliche gründeten in den folgenden Monaten in Süddeutschland viele „Räuberbanden“.
Am 22. September floh Schiller mit Andreas Streicher aus Stuttgart und reiste abermals nach Mannheim, wo er das Drama „Fiesko“ vorlas. Es folgten Reisen nach Frankfurt am Main, Oggersheim und Bauerbach. Ende 1782 erschien die Anthologie auf das Jahr 1782 mit 83, meist von Schiller verfassten Gedichten. Schillers Freund Streicher schilderte die Flucht in dem Buch Schillers Flucht von Stuttgart und Aufenthalt in Mannheim von 1782 bis 1785.
Unsichere Jahre
Bei seinem Aufenthalt in Bauerbach im Jahre 1783 freundete sich Schiller mit dem Bibliothekar Reinwald aus Meiningen an, mit dem er zusammenarbeitete und der später Schillers Schwester Christophine heiratete. Er vollendete dort die Arbeiten an „Kabale und Liebe“ (zuerst „Luise Millerin“ betitelt) und begann mit dem Stück „Don Carlos“. Nach seiner Rückkehr nach Mannheim erkrankte er im September 1783 am Nervenfieber (Malaria), das im damals noch sumpfigen Land heimisch war. In Mannheim arbeitete Schiller bis 1785 als Theaterdichter und lernte in dieser Zeit auch Charlotte von Kalb kennen. 1784 wurde Schillers Stück „Luise Millerin“ von August Wilhelm Iffland in „Kabale und Liebe“ umbenannt und wie auch das Drama „Fiesko“ uraufgeführt. Der Theaterintendant Wolfgang Heribert von Dalberg ließ Schiller fallen und erneuerte seinen Vertrag nicht, was dazu führte, dass Schiller sich hoch verschuldete und fast im Schuldturm landete.
Schiller begann einen Briefwechsel und eine Freundschaft mit Christian Gottfried Körner aufzubauen, der von 1812 bis 1816 eine Gesamtausgabe von Schillers Werken herausgab. Herzog Carl August verlieh Schiller den Titel eines Weimarischen Rates, nachdem dieser den ersten Aufzug des „Don Juan“ während einer Vorlesung las. Im April 1785 reiste Schiller zu Körner nach Leipzig, wo dieser ihm aus der finanziellen Notlage half. Im Sommer entstand im nahegelegenen Dorf, dem heutigen Stadtteil Gohlis die „Ode an die Freude“, im Herbst folgte er Körner nach Dresden-Loschwitz. Während seines Aufenthaltes in Loschwitz lernte Schiller im gegenüber der Elbe gelegenen Dorf Blasewitz in einem Schankgut (heute Schillergarten) die Tochter des Gastwirts, Justine Segedin, kennen, die er später 1797 in „Wallensteins Lager“ als "Gustel von Blasewitz" (5. Auftritt, Ausruf des ersten Jägers) verewigte. 1786 erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitschrift Thalia die Erzählung "Verbrecher aus Infamie. Eine wahre Geschichte", die später unter dem Titel „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ veröffentlicht wurde.
Am 21. Juli 1787 reiste Schiller nach Weimar und machte dort die Bekanntschaft von Herder und Wieland. Während einer Reise durch Rudolstadt lernte er Charlotte von Lengefeld und deren Schwester Caroline kennen, die unter ihrem Ehenamen Caroline von Wolzogen bekannt wurde, nachdem sie zunächst anonym in Schillers Zeitschrift "Die Horen" den Roman "Agnes von Lilien" veröffentlichte, der zeitweise sogar Schiller zugeschrieben wurde.
„Don Carlos“ erschien in diesem Jahr und wurde sogleich aufgeführt. Nachdem Goethe 1788 von seiner Italienreise zurückkehrte, trafen sich beide in Rudolstadt, ohne großes Interesse füreinander zu entwickeln. Schiller beendete die Arbeiten am ersten und einzigen Band der „Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung“ und an den zwölf Briefen über „Don Carlos“.
Finanzielle Sicherung
Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung
Im Jahre 1789 erhielt Schiller eine Professur in Jena – entgegen seinen Hoffnungen ohne Gehalt – und lehrte dort als Historiker, obgleich er Professor der Philosophie war. Für diese Stelle hatte er sich insbesondere mit seiner „Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande“ qualifiziert. Beliebt, wie er vor allem durch die „Räuber“ war, löste die Nachricht der Lehrtätigkeit Schillers in Jena Begeisterungsstürme aus. Die Antrittsvorlesung ("Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?") brachte den Hörsaal zum Überlaufen, und so wechselten die zahllosen Hörer zum größeren Saal. Die ganze Stadt war in Aufruhr.
Im selben Jahr erschien die erste Buchausgabe des Romans „Der Geisterseher“, und Schiller freundete sich mit Wilhelm von Humboldt an. Am 22. Februar 1790 heiratete Schiller Charlotte von Lengefeld. Traupfarrer war sein Kollege, der Philosophieprofessor Carl Christian Erhard Schmid. Vieles deutete nun auf ein großes berufliches und familiäres Glück.
Doch bereits 1791 erkrankte Schiller lebensgefährlich. Am 3. Januar erlitt er einen Zusammenbruch, krampfartigen Husten und zeitweiligen Ohnmachten. Zwei Wochen später, aber auch noch im Mai folgten weitere Anfälle. Schiller war vermutlich an Tuberkulose erkrankt, von der er zeitlebens nicht mehr genas.
Im Jahre 1792 wurde Schiller für „Die Räuber“ neben Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Heinrich Pestalozzi, George Washington und Tadeusz Kosciuszko zum Ehrenbürger der französischen Republik. Ursache war eher Schillers Ruf als Rebell als sein tatsächliches Wirken. Er stand der französischen Revolution zwar anfangs durchaus wohlwollend gegenüber, befürchtete jedoch stets eine mögliche Wandlung von Anhängern der Freiheit zu Anhängern der Tyrannei. Tatsächlich wurde der französische König später von den Freiheitskämpfern geköpft. Schiller verabscheute diese Tat.
Er vollendete die „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“; auch die Werke „Neue Thalia“ und „Über die tragische Kunst“ erschienen.
französischen Revolution
1793 erschien „Über Anmut und Würde“ und er besucht seine Eltern in Ludwigsburg.
Am 14. September wurde sein erstes Kind Karl Friedrich Ludwig geboren. 1794 lernte Schiller den Verleger Friedrich Cotta kennen, der sich bereit erklärte, die Monatszeitschrift „Die Horen“ und den „Musenalmanach“ herauszugeben.
Von Goethe erwirkte Schiller die Zusage, sich an den „Horen“ zu beteiligen, und es entwickelte sich ein freundschaftlicher Briefwechsel zwischen den beiden. Im September 1794 verbrachte Schiller zwei Wochen in Goethes Haus. Er hielt dabei seinen gewohnten Tagesablauf bei, das hieß, er schlief bis mittags und arbeitete nachts. Im Wissen um Schillers Traditionsbewusstsein vertuschten Goethe und seine langjährige Lebensgefährtin Christiane Vulpius ihre „wilde Ehe“. Das Versteckspiel muss in den zwei Wochen einen ungewöhnlichen logistischen Aufwand im Hause Goethes verursacht haben. Christiane Vulpius und ihr fünfjähriger Sohn August blieben im eigenen Haus unsichtbar. Schiller bezeichnete die Beziehung Goethes zur Mademoiselle Vulpius als Goethes „einzige Blöße“ und kritisierte Goethe in einem Brief für „falsche Begriffe über das häusliche Glück“. Der liberale Goethe sprach schlicht von „Ehestand ohne Zeremonie“. Goethe hingegen störte sich an Schillers Leidenschaft für das Kartenspiel, wie er überhaupt auch Freunden gegenüber boshaft sein konnte (die viel kolportierte Anekdote, Schiller habe nur beim Geruch fauler Äpfel dichten können, stammt von ihm).
1795 erschien die Monatszeitschrift „Die Horen“ zum ersten Mal. Außerdem vollendete Schiller die Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung“. An der Zeitschrift wirkten die berühmtesten Schriftsteller und Philosophen dieser Zeit mit. Dazu gehörten unter anderem Johann Gottfried Herder, Johann Gottlieb Fichte, August Wilhelm Schlegel, Wilhelm von Humboldt, Alexander von Humboldt, Johann Heinrich Voß und Friedrich Hölderlin.
1796 starben Schillers Schwester Nanette und sein Vater. Sein zweiter Sohn Ernst Friedrich Wilhelm wurde geboren. Von 1796 bis 1800 gab Schiller die Literaturzeitschrift „Musenalmanach“ heraus, an der so namhafte Zeitgenossen wie Johann Wolfgang Goethe, Johann Gottfried Herder, Ludwig Tieck, Friedrich Hölderlin und August Wilhelm Schlegel mitarbeiteten. 1797 erschienen im „Musenalmanach für das Jahr 1797“ die „Xenien“, in denen Schiller und Goethe gemeinsam literarische Missstände verspotteten. Das Jahr 1797 wird auch als das "Balladenjahr" bezeichnet, da Schiller in diesem Jahr „Der Taucher“, „Der Handschuh“, „Der Ring des Polykrates“, „Der Gang nach dem Eisenhammer“ und „Die Kraniche des Ibykus“ fertig stellte. 1798 entstanden die Ballade „Die Bürgschaft“ und „Der Kampf mit dem Drachen“. Schiller wurde endlich die Urkunde zugestellt, die ihn zum Ehrenbürger der französischen Republik machte.
Weimarer Jahre
Im Jahre 1799 vollendete Schiller den „Wallenstein“, das „Lied von der Glocke“ entstand, und am 11. Oktober wurde seine Tochter Caroline Henriette Luise geboren. Am 3. Dezember zog er mit seiner Familie nach Weimar um. 1800 beendete Friedrich Schiller die Arbeit an dem Drama „Maria Stuart“. 1801 vollendete er „Die Jungfrau von Orléans“, und das Gedicht „Der Antritt des neuen Jahrhunderts“ erschien.
Der Antritt des neuen Jahrhunderts
Am 16. November 1802 wurde Schiller das Adelsdiplom überreicht, er durfte sich von nun an Friedrich von Schiller nennen. Im selben Jahr verstarb seine Mutter. 1803 beendete Schiller seine Arbeiten an „Die Braut von Messina“. Am 18. Februar 1804 vollendete er den „Wilhelm Tell“ und begann mit seinen Arbeiten an „Demetrius“. Schiller wurde in dieser Zeit immer öfter krank. Am 25. Juli 1804 wurde seine Tochter Emilie Friederike Henriette geboren.
Tod
Eine Falschmeldung erschütterte am 7. Oktober 1804 die Welt. Eine Zeitung verbreitete die Nachricht, Schiller sei tot. Doch im Februar 1805 erkrankte Schiller tatsächlich sehr schwer und traf am 1. Mai zum letzten Mal auf dem Weg ins Theater mit Goethe zusammen. Am 9. Mai starb Friedrich Schiller an einer vermutlich durch eine Tuberkuloseerkrankung hervorgerufenen akuten Lungenentzündung in Weimar. Er wurde obduziert. Seine Lunge schien sich völlig aufgelöst zu haben.
Im Herbst 1826 entlieh sich Goethe den Schädel Schillers aus der Anna Amalia Bibliothek. Nur seinem Freund Wilhelm von Humboldt verriet er dieses Geheimnis, der es jedoch ausplauderte. Goethe nutzte den Kopf für Studien. Schillers Gebeine wurden zunächst im Kassengewölbe auf dem Jacobsfriedhof Weimar beigesetzt. Seine sterblichen Überreste wurden am 16. Dezember 1827 in die Fürstengruft auf dem neuen Weimarer Friedhof überführt, wo später auch Goethe auf eigenen Wunsch an Schillers Seite bestattet wurde
Fürstengruft
Literaturgeschichtliche Bedeutung
Schiller ist ein Zeitgenosse des Übergangs vom absolutistischen zum bürgerlichen Zeitalter und der Französischen Revolution. Da sich das Bürgertum unter dem – in Deutschland kleinstaatlichen – Absolutismus nicht politisch artikulieren konnte und durfte, wurde die Literatur in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einem zentralen Medium der Entfaltung des bürgerlichen Selbstbewusstseins. Das Pathos und die Empfindsamkeit in Schillers Werken bis um 1785 sind Ausdruck der Steigerung des Menschlichen, ein Prinzip, das dem Politischen im Sinne des Absolutismus als einem Machtspiel entgegen gestellt wurde. Das Bürgerliche Trauerspiel als vorherrschendes Formelement (beziehungsweise dessen Gegensatz 'Menschliches - Machtspiel' in den frühen Dramen bis „Kabale und Liebe“) spiegelt dies wider.
Nach der Periode zwischen 1785 und 1795 mit Werken wie „Don Carlos“ und grundlegenden literaturtheoretischen Abhandlungen wie „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ und „Über naive und sentimentalische Dichtung“ entstehen zwischen 1795 und 1805 vor allem Dramen, die der Weimarer Klassik zuzuordnen sind. In ihnen setzte Schiller das Programm der ästhetischen Erziehung des Menschen um – den Ausgleich von Verstand und Gefühl. Er beabsichtigte, mit der Wirkung auf das Publikum durch den Wechsel von Idyllik und Dramatik den ästhetischen Menschen zu formen – als Voraussetzung für den gewaltfreien Übergang zu einem vernünftigen Staat und als Gegenprogramm zur Französischen Revolution wie auch zur zeitgenössischen Politik, in der er nur rohe Kräfte am Werk sah.
Schiller ist nicht nur Verfasser unerschöpflich bild- und sprachkräftiger Dramen wie „Die Räuber“, „Don Carlos“, „Die Jungfrau von Orleans" oder „Wilhelm Tell“, sondern auch der politische Dichter in deutscher Sprache, der die Vernunfts-, Humanitäts- und Freiheitsideale am Ende des 18. Jahrhunderts ohne Kompromisse in der Literatur zum Ausdruck brachte. In Schillers eigenen Worten gesagt ist der „Bau einer wahren politischen Freiheit„ das „vollkommenste aller Kunstwerke“ („Zweiter Brief über die ästhetische Erziehung des Menschen“).
Schillers Werke wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern begeistert aufgenommen, so beispielsweise im noch ungeeinten, unterdrückten Italien (vgl. Giuseppe Verdi) sowie auch im zaristischen Russland. Den einen galt Schiller als Dichter der Freiheit, anderen als Verteidiger bürgerlicher Gesittung. Sein 100. Geburtstag wurde 1859 in ganz Europa gefeiert. Der Verleger Cotta verkaufte bis 1867 insgesamt 2,4 Millionen Exemplare der Werkausgabe.
1867
Das deutsche Bildungsbürgertum pflegte dann im 19. und auch im frühen 20. Jahrhundert einen zunehmend verdinglichenden Umgang mit Schillers Werken. Man lernte Schiller wie auch andere Dichter auswendig, um sich im Kampf um den sozialen Aufstieg einen komparativen Vorteil zu verschaffen - weniger, um ihn als Künstler zur Kenntnis zu nehmen (vgl. Halbbildung). Sehr geschätzt wurde er in der deutschen Arbeiterbewegung und in den Arbeiterbildungsvereinen.
Auch in der DDR bemühte man sich um die ideologische Integration und machte Schiller zum Vorkämpfer des Kommunismus. Anlässlich seines 200. Geburtstages wurden 1959 aufwändige Feiern veranstaltet. Nicht das ganze Schillersche Oeuvre erfreute sich allerdings der Wertschätzung des Regimes. Das allzu freiheitliche Theaterstück „Don Carlos“ – „Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire“ – wurde in der Spätphase nicht mehr aufgeführt.
Noch im Mai 1955 hatte der Schriftsteller Thomas Mann an ein besseres, humaneres Deutschland appelliert, indem er anlässlich des 150. Todestags die gleiche Rede in Weimar und Stuttgart hielt: „Versuch über Schiller - Zum 150. Todestag des Dichters“.
Ab den siebziger Jahren, wohl auch im Gefolge der 68er-Bewegung, verschwand Schiller gemeinsam mit nahezu allen Dichtern der großen Epoche vom Sturm und Drang bis zum Wiener Kongress aus dem allgemeinen Bildungskanon. Nach dem Untergang des klassischen, Humboldt'schen Gymnasium werden Schillers Werke vom Lehrkörper heute eher gemieden. Die Lernenden befassen sich mit Thomas Mann, Gerhart Hauptmann und allenfalls noch mit Theodor Fontane oder Heinrich Heine. Weiter zurück reichen ihre Kenntnisse meist nicht.
Im Schillerjahr 2005 wurde deutlich, dass sein Werk auch in der vereinten deutschen Republik eher kalendarisch als mit allgemeinem Zuspruch gewürdigt wurde. Die schillerbezogene Literaturwissenschaft nahm zwar neuen Aufschwung, doch die Massenmedien handelten den Gedenktag in der Hauptsache biografisch ab. In öffentlichen Veranstaltungen vermochten seine Texte allerdings durchaus Funken zu schlagen, sofern sie im Original rezitiert wurden. Hingegen riefen Travestien oder Bearbeitungen kein großes Echo hervor.
Das ist literatursoziologisch interessant. Eugen Rosenstock-Huessy hat darauf hingewiesen, dass im Zuge des sozialen Wandels nach etwa 130 Jahren ganze Kulturbestände veralten und aus dem Gedächtnis der neuen Generationen verschwinden können. Angesichts dessen sind Schillers Texte wenigstens einem Teil der deutschen Bildungseliten bemerkenswert nahe - näher jedenfalls als es Schillers Zeitgenossen die damals fast vergessene deutsche Barockliteratur vor dem Dreißigjährigen Krieg war. Andererseits kann jedoch der Typus des Bildungsbürgers, der seinen Schiller intus hat, beim Theaterpublikum und der Leserschaft heute nicht mehr vorausgesetzt werden.
Schillerpreise
Folgende Schillerpreise wurden gestiftet:
- Volks-Schillerpreis
- Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg
- Schillerpreis der Stadt Mannheim
- Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar
- Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank
- Ehrengaben der Deutschen Schillerstiftung
- Schiller-Preis des Deutschen Kulturwerks Europäischen Geistes (DKEG)
- Grosser Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung
- Schiller-Ring
- Kulturpreis Friedrich S. [http://www.schatzkistl.de/kulturpreis1.html]
Werke
Dramen
- Die Räuber (darin das Hektorlied)
- Die Verschwörung des Fiesco zu Genua
- Kabale und Liebe
- Don Carlos
- Wallenstein
- Die Jungfrau von Orléans
- Die Braut von Messina
- Wilhelm Tell
- Turandot (Nach Carlo Gozzi)
- Maria Stuart
- Die Piccolomini
- Demetrius
Kleinere Werke
- Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet (1784)
- Ode an die Freude
- Resignation (1786)
- Die Huldigung der Künste (1804)
- Der Verbrecher aus verlorener Ehre
- Der Handschuh
- Der Taucher
- Der Ring des Polykrates
- Die Bürgschaft
- Das Siegesfest
Philosophische Schriften
- Über den Grund des Vergnügens an tragischen Gegenständen (1792)
- Augustenburger Briefe (1793)
- Anmut und Würde (1793)
- Kallias-Briefe (1793)
- Kallias oder Über die Schönheit (n.e.)
- Die Horen (1795)
- Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795)
- Über naive und sentimentalische Dichtung (1795)
- Kleinere prosaische Schriften
Historische Werke
- Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung (1788)
- Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? (Antrittsvorlesung am 26. Mai 1789, 1790)
- Geschichte des dreißigjährigen Krieges. (1790)
Übersetzungen
- Louis Benoit Picard Der Parasit
- Shakespeare Macbeth (1800)
- Racine Phädra
Literatur
- Ludwig Börne: Dramaturgische Blätter. Über den Charakter des Wilhelm Tell in Schillers Drama, 1828, in: Sämtliche Schriften. Band I. Düsseldorf 1964
- Gert Sautermeister: Idyllik und Dramatik im Werk Friedrich Schillers. Kohlhammer, Stuttgart 1971
- Friedrich Schiller. Eine Dokumentation in Bildern. Schiller-Nationalmuseum, Marbach 1979; Lizenzausgabe Insel, Frankfurt am Main
- Arnd Meusburger: Die bürgerlichen Ideale des 18. Jahrhunderts in Schillers Dramen 1780 - 1804. Dissertation, Universität Innsbruck 1985
- Peter-André Alt: Schiller. Leben - Werk - Zeit. 2 Bände. Verlag C.H.Beck, München 2000. ISBN 3-406-45905-6 und ISBN 3-406-46225-1
- Claudia Pilling: Friedrich Schiller. Rowohlt, Reinbek 2002 ISBN 3-499-50600-9 (Biographie)
- Rüdiger Safranski: Friedrich Schiller oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus. Hanser, München 2004 ISBN 3-446-20548-9 (Biografie)
- Sigrid Damm: Das Leben des Friedrich Schiller. Insel, Frankfurt 2004 ISBN 3-458-17220-3
- Frank Druffner, Martin Schalhorn: Götterpläne und Mäusegeschäfte - Schiller 1759-1805. Marbacher Katalog 58, Marbach 2005, ISBN 3937384111
- Günther Emig und Peter Staengle: Schiller in Heilbronn. 2005.
- Jörg Aufenanger:Schiller und die zwei Schwestern . Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004. ISBN 3-423-24446-1
Siehe auch
- Schiller-Nationalmuseum und Deutsches Literaturarchiv Marbach
- Schillers Wohnhaus in Weimar
- Schillerhaus (Leipzig)
- Schillergarten in Dresden
- Deutsche Schillergesellschaft
- Weimarer Schillerverein
- Deutsche Schillerstiftung
- Schweizerische Schillerstiftung
- Das Erhabene
- Johann Wolfgang von Goethe
Weblinks
-
- [http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/multi_pqrs/schiller.html FU Berlin: Kommentierte Linksammlung]
- [http://www.vorleser.net/html/schiller.html kostenlose Friedrich-Schiller-Hörbücher]
- [http://www.schillerjahr2005.de Schillerjahr 2005]
- [http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=2830 Deutscher Bildungsserver: Dossier zum Schiller-Jahr]
- [http://www.lesen-in-deutschland.de/html/content.php?object=journal&lid=585 Portal Lesen in Deutschland: „Deutschland im Schillerfieber“]
- [http://schiller.ard.de Schiller entdecken, Das ARD-Special zum Schiller-Jahr]
- [http://home.arcor.de/blasewitz/geschichte/gustel/gustel.htm Schiller und die Gustel von Blasewitz]
- [http://www.schiller-multimedial.de Schiller Multimedial]
- [http://german.imdb.com/title/tt0458469/ TV-Film Schiller bei IMDb]
Werke im Volltext
-
- [http://www.wissen-im-netz.info/literatur/schiller/werke.htm Wissen im Netz]
- [http://meister.igl.uni-freiburg.de/gedichte/#Schiller Gedichte]
- [http://www.pantoia.de/Schiller/SSGDL/index.html Gedichte, Deutsch-Lateinisch]
Schiller, Friedrich
Schiller, Friedrich
Schiller, Friedrich
Schiller, Friedrich
Schiller, Friedrich
Schiller, Friedrich
Schiller, Friedrich
Schiller, Friedrich
ja:フリードリヒ・フォン・シラー
Robert GravesRobert Graves, im deutschen Sprachraum Robert von Ranke-Graves ( - 24. Juli 1895 in Wimbledon, London; † 7. Dezember 1985 in Deja auf Mallorca), war ein britischer Schriftsteller und Dichter.
Graves veröffentlichte mehrere Bücher über seine Erfahrungen im 1. Weltkrieg, darunter zwei Gedichtbände (Over the Brazier und Fairies and Fusiliers) und eine Autobiographie (Goodbye to All That). Nach dem Krieg studierte Graves in Oxford englische Literaturwissenschaft. Nach dem Abschluss seines Studiums wohnte er seit 1929 bis zum Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs auf Mallorca. Dort entstanden zwei besonders erfolgreiche historische Romane (I Claudius und Claudius the God - dt. Ich, Claudius, Kaiser und Gott, 1937 und 1976 verfilmt - 1976 mit Derek Jacobi). Zurück in England und seit 1946 wieder auf Mallorca entstanden weitere Romane, aber auch Fachbücher mit vorwiegend historischen und mythologischen Themen (The Greek Myths, The White Goddess). Seine Bibliographie umfasst insgesamt etwa 140 Bücher.
Graves trat nur in deutschsprachigen Übersetzungen seiner Werke unter dem Namen Robert von Ranke-Graves auf. Seine Mutter, Amalie von Ranke, war eine Großnichte des deutschen Historikers Leopold von Ranke.
Werke
- Over the Brazier (1916)
- Fairies and Fusiliers (1917)
- Goodbye to All That (1929) ISBN 3499400693
- I Claudius (1934) ISBN 3471785787
- Claudius the God (1934)
- The White Goddess (1948) ISBN 349955416X
- The Greek Myths (1955) ISBN 3499554046
- King Jesus. A novel
- Adam's rib,: And other anomalous elements in the Hebrew creation myth; a new view
Auf deutsch erhältlich:
- Rostbraun gezähnt
- 7 Tage Milch und Honig
- Ich,Claudius,Kaiser und Gott
- Die weisse Göttin
- Griechische Mythologie
- Strich drunter!
- Geschichten aus dem anderen Mallorca
(mehr siehe links)
Weblinks
-
- [http://www.robertgraves.org/ The Robert Graves Trust (englisch)]
- [http://www.mallorcaonline.com/story/graves.htm Essay über Robert Graves und dessen Verbundenheit zu Mallorca]
- [http://www.imdb.com/title/tt0028723/ I, Claudius (UK, 1937)] - Verfilmung von Robert Graves fiktiver Claudius Biografie.
Graves, Robert
Graves, Robert
Graves, Robert
Graves, Robert
Graves, Robert
Graves, Robert
Graves, Robert
Graves, Robert
Graves, Robert
Graves, Robert
Amphitrite (Asteroid)
(29) Amphitrite ist ein Asteroid des Asteroiden-Hauptgürtels, der am 1. März 1854 von Albert Marth entdeckt wurde. Benannt wurde er nach der griechisch-römischen Meeresgöttin, Tochter des Nereus und der Doris, Gattin des Poseidon.
Amphitrite bewegt sich zwischen 2,3721 (Perihel) astronomischen Einheiten bis 2,7381 astronomischen Einheiten (Aphel) in 4,08 Jahren um die Sonne. Die Bahn ist 6,1012° gegen die Ekliptik geneigt, die Bahnexzentrizität beträgt 0,0716.
Amphitrite hat einen Durchmesser von 212 km und gehört damit zu den größten Asteroiden des Hauptgürtels. In 5 Stunden und 23 Minuten rotiert sie um die eigene Achse.
Während der Opposition erreicht Amphitrite eine Helligkeit von 8,8 mag und ist einer der hellsten Asteroiden am Nachthimmel. Um sie aufzuspüren, benötigt man allerdings ein Teleskop oder ein lichtstarkes Fernglas.
Aspekte
Siehe auch
Liste der Asteroiden
Kategorie:Hauptgürtelasteroid über 200 km Durchmesser
Kategorie:Griechische GottheitStammbaum der griechischen Götter und Helden
Grafischer Stammbaum der Griechischen Götter
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:Gottheit
ja:Category:ギリシア神話の神
Konishi MihoMiho Konishi (小西美帆 Konishi Miho; born 13 August 1977 Gifu Prefecture, Japan) is a Japanese actress.
External links
- [http://www.imdb.com/name/nm0465165/ IMDb Profile]
Konishi, Miho Konishi Miho
ja:小西美帆
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