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Amphitryon

Amphitryon

In der griechischen Mythologie ist Amphitryon ein Sohn des Alkaios, des Königs von Tiryns, Enkel des Perseus. Er herrschte als König über Theben und nahm sich die schöne Alkmene zur Frau. Auf diese hatte jedoch Göttervater Zeus selbst ein Auge geworfen und bemächtigte sich der Königin in Gestalt ihres eigenen Ehemannes, als dieser einen Feldzug gegen die Taphier führte, zu dem er sich seinem Schwiegervater Elektryon verpflichtet hatte. Aus dieser Zusammenkunft ging der Held Herakles hervor. Iphikles, war als (möglicherweise) Zwillingsbruder des Herakles entweder Sohn des Amphitryon oder ebenfalls der des Zeus. Amphitryon ließ Herakles trotz der Vaterschaftsproblematik wie seinen Sohn erziehen. Amphitryon wurde u.a. dramatisiert
- von Sophokles, siehe Amphitryon (Sophokles)
- von Plautus, siehe Amphitruo
- von Molière, siehe Amphitryon (Molière)
- von Heinrich von Kleist, siehe Amphitryon (Kleist)
- von Jean Giraudoux, siehe Amphitryon (Giraudoux) Kategorie:Griechische Mythologie Kategorie:Literarische Figur

Griechische Mythologie

Die Griechische Mythologie umfasst Geschichten der Götter und Helden (Heroen) des antiken Griechenlands. Die Religion der antiken Griechen entstand aus den Religionen der eingewanderten Griechen und der vorgriechischen Bevölkerung in Kleinasien und Griechenland. Im Vergleich zu den großen monotheistischen Religionen ist das Fehlen klarer Gebote und Verbote auffallend, wenngleich die Göttin Nemesis und die Erinnyen (Eumeniden) Zuwiderhandlungen gegen die Natur und vor allem den Muttermord bestrafen. Es kann, in der Antike seit Xenophanes, von einem Anthropomorphismus - einer Vermenschlichung der Götter - gesprochen werden, sie sind also durch ihren Ursprung als mythologische Gestalten den Menschen vor allem in ihren Schwächen ähnlicher, als der eine Gott der Juden, Christen und Moslems sein kann. Die Religion war in ihrem Kern polytheistisch, mit verschiedenen Göttergeschlechtern (zum Beispiel dem der Titanen), zahlreichen Naturdämonen, Ortsgöttern und Halbgöttern. Einen geschlossenen Priesterstand gab es nicht, sondern bestimmten Heiligtümern zugeordnete Priester, ferner Seher und Wahrsager. Die ältesten Quellen sind unter anderem Homers Ilias und Odyssee sowie Hesiods Theogonie. Homer und Hesiod brachten die Götter in eine bestimmte Ordnung: Aus lokalen Götterkulten mit weit gehenden Zuständigkeiten wird ein funktional differenzierter Götterkosmos. Im hellenistischen Zeitalter vermischte sich die Religion mit orientalischen Elementen. Diese Mythologie wurde von den Römern unter analoger Götter-Zuordnung griechischer zu römischen Gottheiten teilweise übernommen (siehe römische Mythologie, auch: Etrusker). Sie hat trotz Christianisierung und Wegfall der Götterverehrung die Jahrtausende überdauert. Die Gestalten der griechischen Mythologie haben immer wieder die Vorlagen für neuere Werke der Kultur geliefert. Ungezählt sind die Gemälde, Opern oder Theaterstücke, die den antiken Stoff neu aufnehmen und verarbeiten. Mythos (griechisch mýthos) bedeutet ursprünglich "Rede", "Kunde" oder "Überlieferung", später verschiebt sich die Bedeutung mehr auf das Unwahrscheinliche. Bereits antike Autoren verändern den Stoff erheblich, so dass man teilweise unterschiedliche Abstammungen und/oder Nachkommen bei den einzelnen Gestalten finden kann.

Griechischer Götterhimmel

Mythos

Schöpfungsgötter


- Chaos - ungeordneter und ungeformter Weltzustand, aus dem die Götter hervorgingen
- Nyx - die Nacht, entstand aus dem Chaos; nach anderen Quellen auch aus der Paarung des Chaos mit der Dunkelheit
- Gaia - die Erde in Göttergestalt, entstand aus dem Chaos
- Erebos - die Finsternis, entsand aus dem Chaos; nach anderen Quellen auch aus der Paarung des Chaos mit der Dunkelheit
- Aether - Sohn von Erebus und Nyx die reine Luft des oberen Himmels, die die Götter atmen und in der die Gestirne schweben
- Uranos - Himmel in Göttergestalt, durch Gaia ohne Zeugungsakt geboren
- Hemera - der Tag, Tochter des Erebos und der Nyx

Titanen

Die Titanen stammen der Sage nach von Uranos und Gaia ab.
- Okeanos - Herr des Ozean, stärkster der Titanen, zeugte mit seiner Schwester und Gattin Tethys die Flussgötter, Meeres- und Quellnymphen
- Koios - wurde nach der Niederlage gegen die olympischen Götter in den Tartaros gestoßen
- Hyperion - Licht- und Sonnengott, zeugte mit Gattin Theia den Sonnengott Helios, die Mondgöttin Selene und die Göttin der Morgenröte Eos
- Kreios - Gatte der Eurybia
- Iapetos - Gatte der Nymphe Klymene (Tochter des Okeanos), wurde nach der Niederlage gegen die olympischen Götter in den Tartaros verbannt
- Kronos - Vater des Zeus, wurde nach der Entmannung des Vaters Uranos zum Herrscher der Welt; Gatte von Rhea; wurde von seinem Sohn Zeus entmachtet und herrscht nun auf der Insel der Seligen
- Tethys - Meeresgöttin, Gattin des Okeanos, als Amme der Hera verfluchte sie Hera zuliebe die Sternbilder, immer über den Himmel zu wandern
- Rheia - Mutter von Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und Zeus; herrscht mit Gatte Kronos seit dessen Entmachtung auf der Insel der Seligen
- Themis - Göttin der Gerechtigkeit und der Ordnung, zweite Gattin (nach Methis) des Zeus, sie kennt die Zukunft und ermöglicht so Deukalion und Pyrrha, die Sintflut zu überleben und die Erde neu zu bevölkern
- Mnemosyne - Mutter der neun Musen
- Phoibe - Frau des Koios, Mondgöttin
- Theia - Gattin des Koios, fordert für ihre Kinder einen Herrschaftsanspruch neben den Titanen, woraufhin Hyperion und Helios getötet werden und Selene Selbstmord begeht
- Atlas - Sohn von Iapetos und Klymene, musste als Strafe für seine Teilnahme am Titanenkampf das Himmelsgebirge tragen, nachdem er von Perseus versteinert wurde trägt er als Atlasgebirge den Himmel auf seinen Schultern

Olympische Götter

Olympische Götter
- Zeus - Sohn von Kronos und Rhea, Göttervater
- Hera - Tochter von Kronos und Rhea, Gattin des Zeus, Göttin der Ehe und der Niederkunft
- Poseidon - Sohn von Kronos und Rhea, wurde durch Zeus vor Kronos gerettet, Gott des Meeres
- Aphrodite - entstand aus dem Samen des durch Kronos abgeschnittenen Geschlechts des Uranos, Göttin der Liebe und Schönheit
- Hephaistos - Sohn von Zeus und Hera, von Meernymphen aufgezogen, Gott des Feuers und der Schmiede
- Dionysos - Sohn von Zeus und Semele, Gott des Weines, der Masken und somit der Tragödie
- Apollon - Sohn von Zeus und Leto, Gott des Frühlings, des Lichts, der Sittlichkeit und der Künste
- Hermes - Sohn von Zeus und Maia, Götterbote, somit Schutzgott der Wege, Wanderer, Kaufleute und Diebe
- Demeter - Tochter von Kronos und Rhea, Göttin der Fruchtbarkeit der Erde, des Getreides, der Saat und der Jahreszeiten
- Artemis - Tochter von Zeus und Leto, Göttin der Jagd, des Wachstums und der Geburt
- Athene - Tochter von Zeus und Methis, Göttin der Weisheit, der Wissenschaft, der Web- und Zimmererkunst
- Ares - Sohn von Zeus und Hera, Gott des Krieges
- Hestia - Tochter von Kronos und Rhea, Göttin des Feuers, des Herdes und der Familieneintracht
- Eris - Göttin der Zwietracht und des Streites
- Hades - Ort und Gott der Toten, der Unterwelt

Mythologische Gestalten (andere Götter/Halbgötter/Heroen/Menschen)

Hades Hades
- Achilleus, Achilles
- Acheloos
- Agamemnon
- Agenor
- Aias
- Aigisthos
- Aletheia
- Alkmene
- Amazone
- Amphitryon
- Andromeda
- Arachne
- Ariadne
- Asklepios
- Atalanta
- Bellerophon
- Chloris
- Dädalus
- Danaiden
- Deukalion
- Elektra
- Europa (Mythologie)
- Eurystheus
- Hektor
- Herakles (römisch: Hercules)
- Hero
- Hypnos
- Ikarus
- Ixion
- Jason
- Kassandra
- Laokoon
- Leander
- Medea
- Menelaos
- Morpheus
- Nestor
- Ödipus
- Odysseus (etruskisch: Uthuze) Odysseus
- Oknos
- Orestes
- Orpheus
- Paris
- Perseus
- Plutos
- Priamos
- Prometheus, Titan, der den Menschen das Feuer brachte
- Pyrrha
- Sisyphos
- Tantalos
- Telemachos
- Theseus
- Tytios

Mythologische Gestalten (Ungeheuer/Tiere/andere)


- Androphonos
- Circe
- Charybdis
- Chimäre
- Erinnyen (röm. Myth. Furien)
  - Alekto
  - Megaira
  - Tisiphone
- Gorgonen
  - Euryale
  - Medusa
  - Stheno
- Hesperiden
- Horen
  - Chione
  - Irene
- Minotaurus Minotaurus
- Moiren
  - Atropos
  - Klotho
  - Lachesis
- Musen
  - Erato (Liebes-Lyrik)
  - Euterpe (Flötenspiel, Gesang)
  - Kalliope (Epische Dichtung)
  - Klio (Geschichtsschreibung)
  - Melpomene (Tragödie)
  - Polyhymnia (Hymnische Dichtung)
  - Terpsichore (Tanz)
  - Thalia (Komödie)
  - Urania (Sternkunde)
- Nymphen
  - Amphitrite
  - Orseis
  - Thetis
- Pan Pan
- Pegasus
- Satyr
- Sirene
- Skylla
- Zelos
- Zentaur
- Zephyros
- Zyklopen
  - Polyphem

Mythologische Gegenstände und Orte


- Aigis
- Ambrosia
- Delphi
- Nektar (Mythologie)
- Goldene Äpfel der Hesperiden
- Hades
  - Tartaros
  - Elysion
  - Asphodeliengrund
  - Lethe

Literatur


- Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten, Klett-Cotta (Bd.1), ISBN 3-608-91824-8, dtv, ISBN 3-423-30030-2
- Karl Kerényi: Die Heroengeschichten (Bd.2), Klett-Cotta, ISBN 3-608-91873-6
- Karl Kerényi: Töchter der Sonne - Betrachtungen über griechische Gottheiten, Klett-Cotta, ISBN 3-608-91837-X
- Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie. Quellen und Deutung. A. d. Engl. v. Hugo Seinfeld. 15. Aufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2003 (Rowohlts Enzyklopädie; rororo, Bd. 55404). 759 S. ISBN 3-499-55404-6
- Rose, Herbert Jennings: Griechische Mythologie. Ein Handbuch. 9. Aufl. München: C. H. Beck, 1997. IX, 441 S. ISBN 3-406-33223-4
- Gustav Schwab: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums (dies Buch kann - in vielen Auflagen - als eherner Hausbuchbestand bei allen Abiturienten Deutschlands bis in die 1960er Jahre voraus gesetzt werden und ist also zumal für ein Studium der Literaturwissenschaft unabdingbar)
- Tripp, Edward: Reclams Lexikon der antiken Mythologie. 7. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2001. 560 S. ISBN 3-15-010230-8 (geb.), ISBN 3-15-010451-3 (kart.)

Siehe auch


- Portal:Mythologie
- Klassische Mythologie
- Stammbaum der griechischen Götter
- Liste griechischer Götter
- Liste von Göttinnen
- Olympische Götter (mit ihren Attributen)

Weblinks


- http://gutenberg.spiegel.de/autoren/schwab.htm - Gustav Schwab bei Projekt Gutenberg-DE
- http://gutenberg.spiegel.de/moritz/goetterl/goetterl.htm - Karl Philipp Moritz, Götterlehre oder Mythologische Dichtungen der Alten
- http://www.mythologica.de Beschreibt die einzelnen Gestalten
- http://www.perseus.tufts.edu/ (Englisch) Aber mit einer unglaublichen Funktionsvielfalt, inkl. Volltextsuche über antike Texte. Sehr viele weiterführende Links.
- http://www.br-online.de/alpha/mythen/ Auf dem BR-alpha Bildungskanal läuft eine interessante Serie zu den Griechischen Mythen
- http://home.arcor.de/karger/buechernachlese-archiv/uk_kerenyi_karl_griechen.html - Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen + Die Heroengeschichten
- http://home.arcor.de/karger/buechernachlese-archiv/uk_kerenyi_karl_sonne.html - Karl Kerényi: Töchter der Sonne ! ja:ギリシア神話 ko:그리스 신화

Alkaios

Alkaios ist in der griechischen Mythologie #ein Sohn des Perseus und der Andromeda, der Gatte der Astydameia und mit dieser der Vater des Amphitryon und der Anaxo. #ein Sohn des Androgeos und damit Enkel des Minos, der Bruder des Sthenelos - und so wie dieser als Geisel ein Begleiter des Herakles bei dessen neunter Aufgabe, dem Eurystheus den Gürtel der Amazonenkönigin Hippolyte zu beschaffen - siehe [http://gutenberg.spiegel.de/schwab/sagen/sch1419.htm] #nach Herodot ein Heraklide, ein Sohn des Herakles, der Vater des Belos, siehe [http://www.gottwein.de/Grie/hdt01006.htm#Herod.1,7,2], der wieder der Großvater des Agron war.
- Alkaios von Lesbos ist ein griechischer Lyriker (
- ca. 620 v. Chr.)
- Alkaios von Messene ist ein griechischer Lyriker um 200 v. Chr. Siehe auch: Portal:Mythologie Kategorie:Griechische Mythologie Kategorie:Literarische Figur

Perseus (Mythologie)

Perseus ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Zeus und der Danaë.

Erzählung und Deutung

Die göttliche Abstammung

Akrisios, dem König von Argos, wird geweissagt, ein Sohn seiner Tochter Danaë werde ihm zum Verhängnis werden. So schließt er sie zusammen mit ihrer Amme in einem Gewölbe unterhalb des Palasthofes (andere Versionen: Bronzeturm) ein. Zeus befruchtet die Schlafende als Goldregen, woraufhin Perseus geboren wird.

Die Verbannung

Mit der Geburt des Perseus steht Akrisios neuerlich - und jetzt verschärft - vor dem Dilemma, was er mit den beiden machen soll, denn wohl liebt er seine Tochter, wird aber seinen Enkel um so mehr fürchten müssen, als sein erster Versuch, dem Schicksal zu entkommen, auf für ihn unverständliche Weise misslungen ist. Er schließt beide in eine Kiste, Truhe oder Arche und setzt sie auf dem Meer aus, wobei aber Zeus mit Hilfe Poseidons verhindert, dass beide umkommen. Als sie auf Seriphos, einer Insel der Kykladen an Land gespült werden, findet der Fischer (Schiffer, Hirte) Diktys, der Bruder des Königs Polydektes, die beiden und lässt sie bei sich wohnen. Der König allerdings beginnt Danaë nachzustellen, doch Diktys wie später auch der heranwachsende Perseus wissen sie zu beschützen.

Die Aufgabe

So versucht der König, Perseus loszuwerden, indem er von ihm verlangt, das Haupt der Gorgone Medusa zu bringen, das jeden, der es sieht, zu Stein verwandelt. Eine Version berichtet, dass er von jedem Bewohner der Insel Pferde als Abgabe verlangt, wohl wissend, dass Danaë und Perseus nichts besitzen. Nach einer anderen Version lädt Polydektes Perseus zu sich an den Hof ein und fragt ihn, was denn wohl das passende Geschenk für einen König sei. Perseus antwortet, dass er ihm auch das Haupt der Medusa bringen würde, wenn er es verlangte - und Polydektes nimmt ihn beim Wort. Pallas Athene, die Lieblingstochter des Zeus, erscheint Perseus und übergibt ihm einen glänzenden Schild, der in der Lage ist, ein Spiegelbild zurückzuwerfen. Sie zeigt ihm damit eine Möglichkeit, der Gefahr nicht direkt ins Auge zu schauen. Außerdem müsse er die Schwestern der Medusa, die Graien, die Töchter des Phorkys, aufsuchen, um herauszufinden, wo die Gorgone sich befinde.

Der Trickser

In der Version Michael Köhlmeiers sitzen die Graien, 3 Schwestern der Gorgonen, grauhaarig seit Geburt, deshalb auch die Grauen genannt, an einem See in Afrika, als Perseus sie findet: Sie teilen sich zusammen einen Zahn und ein Auge, die sie sich gegenseitig bei Bedarf überlassen. Perseus fragt nun nach den Gorgonen, erhält zunächst aber keine Auskunft. Daraufhin beginnt er, seine Wegzehrung aufzuessen, und weil die Graien auch davon wollen, bietet er ihnen an, zwischenzeitig Auge und Zahn zu halten. Sie willigen ein, und Perseus erpresst sie: Entweder sie sagen ihm, wo die Medusa zu finden sei, oder alle 3 bleiben blind und zahnlos. Nachdem er die Auskunft bekommen hat, gibt er ihnen den Zahn zurück, wirft das Auge aber in den See.
Danach sind ihm die Nymphen dieser Gegend, die jahrhundertelang unter dem Gestank der Graien leiden mussten, so dankbar, dass sie ihm Flugsandalen, einen Mantelsack und eine Tarnkappe schenken - die er sich nach Gustav Schwab einfach nimmt, nachdem er von den Graien den Aufenthaltsort der Nymphen erfragt hat. So oder so erweist sich Perseus hier als zwielichte Gestalt, als Trickster, dessen Aggression letztlich allen zugute kommt. Auf der weiteren Reise trifft er auf Hermes, den geflügelten Götterboten, Beschützer der Diebe, Reisenden und Kaufleute, der ihm noch eine Sichel als Waffe übergibt. (Dass Uranos durch Kronos mithilfe einer Sichel entmannt wurde, die Gaia letzterem übergeben hatte, und eine Sichel auch im Kampf zwischen Zeus und dem Drachen Typhoeus eine wesentliche Rolle spielte, sei hier nur am Rande erwähnt.)

Medusa

Typhoeus Die dritte, jüngste und hässlichste der drei Gorgonen, Medusa - die ehemalige Geliebte des Poseidon in einem Tempel der Athene - ist alleine sterblich. Als Perseus kommt, schlafen sie alle. Ihre Häupter haben statt Haaren Schlangen, und jeder, der sie direkt ansieht, erstarrt sofort zu Stein. Er naht sich der Medusa, indem er in den Schild schaut, schneidet ihr unter Führung Pallas Athenes den Kopf ab und fängt ihn im Mantelsack der Nymphen auf. Aus der blutenden Wunde der kopflosen Medusa entspringen ein geflügeltes Ross, der Pegasus, und ein Riese namens Chrysaor, beides Geschöpfe des Poseidon.

Atlas

Mit Hilfe der Tarnkappe und der Flugsandalen flieht er und wird von den Winden wie Regengewölk bald hierhin, bald dorthin geschleudert. Als er sich endlich im Reich des Königs Atlas, der einen Hain goldener Früchte mit Hilfe eines Drachens hütet, niedersetzt um zu rasten und ihn um Obdach bittet, wird diesem um seine Besitztümer bange - wohl nicht zu unrecht! - und deshalb stößt er ihn fort. Das ergrimmt Perseus so sehr, dass er Atlas das Medusenhaupt zeigt, woraufhin dieser sofort zu dem Stein erstarrt, das heute das Atlasgebirge ist. Man kann vielleicht auch sagen, dass Perseus hier sein wahres Gesicht zeigt: ein Jungheld, der nach seinem ersten Sieg hin und her gebeutelt worden ist, und nicht mit offenen Armen empfangen wird; von den Göttern reich beschenkt, der sich mit Hilfe der "Tarnkappe" auch gut verstecken kann, das aber jetzt nicht tut. Ein "Red Bull" besonderer Art, jähzornig, der kurz darauf seine Sandalen wieder anschnallt, um sich neuerlich in die Lüfte zu erheben. Erwähnen sollte man aber auch, dass Mapsaura ("der Windstoß") eine der Töchter des Titanen Atlas war, sodass der Grimm des Perseus mehrere Gründe gehabt haben mag. Es muss auch bemerkt werden, dass Atlas der Vater bzw. in einer anderen Version als der Bruder von Hesperos der Onkel der Hesperiden ist, die in einem Garten wohnen, in dem goldene Äpfel wachsen und die vom Drachen Ladon bewacht werden: In den späteren Erzählungen von den Taten des Herakles ist Atlas, der Träger des Himmelsgewölbes, diesem behilflich die Äpfel zu gewinnen.

Die Geliebte

Auf dem Rückweg sieht er an Äthiopiens Küste eine wunderschöne junge Frau an einen Felsen gekettet. Sie ist so blass und regungslos, dass er zunächst glaubt, sie sei aus Stein gehauen - wenn er nicht das Haar sich bewegen und ihre Tränen fließen sehen würde. Und das erweicht sein eigenes Herz - das bis hierher vermutlich selbst sehr versteinert war. Und so sind wir gezwungen, seine Geschichte von seiner Empfängnis bis zum unglücklichen Tod seines Großvaters in einem anderen Licht zu sehen: Wer weder sich selbst noch die Liebe kennt, der kennt auch keine Furcht. Er ist der einzige, der Medusa enthaupten kann und muss. Diese, einst schön und stolz, jetzt aber hässlich und todbringend, darf wohl als Verkörperung der inneren Befindlichkeit seiner Mutter und in der Folge auch seines eigenen Frauenbildes gesehen werden. Äthiopien Andromeda, so heißt die Schöne, soll geopfert werden, weil ihre Mutter Cassiopeia damit geprahlt hatte, sie sei viel schöner als die Nereiden, die schönen Meeresnymphen. Daher schickt Poseidon erzürnt das Meerungeheuer Ketos, das die Küstengebiete mit so viel Unglück überhäuft, dass ein Seher befragt wird, was zu tun sei. Man müsse Andromeda opfern, ist sein Spruch, und weil das Volk derselben Meinung ist, gibt König Kepheus, ihr Vater, nach - soweit der Hintergrund.

Der Kampf mit dem Meeresungeheuer

Als das Ungeheuer nun gerade auf Andromeda zuschießt und deren Eltern andererseits heran laufen, erbittet sich Perseus für die Rettung Andromedas deren Hand und bekommt nicht nur diese, sondern das ganze Königreich versprochen. In der einen Version zeigt er dem Ungeheuer das Medusenhaupt, in der Version von Gustav Schwab kommt es zu einem dramatischen Kampf, in dem Perseus sein Schwert benutzt - psychologisch gesehen die stimmigere Variante, denn Schwert und der von Schwab dramatisch geschilderte Kampf mit dem Meeresungeheuer, deuten auf eine erwachsenere Auseinandersetzung mit der Sexualität, die das bloße Herzeigen des Medusenhauptes ein weiteres Mal verunmöglichen würde.

Das Hochzeitsmahl

Die Hochzeit findet statt. Während des Mahls taucht jedoch Phineos, der Onkel Andromedas, der schon früher um Andromeda warb, mit einer Überzahl an Bewaffneten auf, um seine Ansprüche zu erneuern. Es kommt zum Kampf, bei dem Perseus trotz heldenhafter Gegenwehr zu erliegen droht. Erst hier holt er sich Hilfe bei "seinem alten Feinde" (Schwab), warnt jedoch zuvor seine Gefährten, indem er bittet, dass jeder, der noch sein Freund sei, das Gesicht von ihm abwende. Er zieht das Gorgonenhaupt, und alle seine Feinde erstarren zu Stein.
Hier sehen wir, dass Perseus sich der hässlichen, gewalttätigen Aspekte seines Selbst bewusst geworden ist und gelernt hat, verantwortungsbewusst damit umzugehen. Wer zeigt sich schon gerne seinen Freunden als mörderisches Tier.

Die Heimkehr

Vor seiner Heimkehr nach Seriphos kommt noch sein Sohn Perses zur Welt, der bei Kepheus bleiben und das Königreich übernehmen wird. Dieser soll später der Ahnherr aller persischen Könige werden. Mit seiner Gemahlin auf Seriphos angelangt zeigt er Polydektes, der von den Nachstellungen seiner Mutter nicht abgelassen hat, das Medusenhaupt, da dieser nicht glauben will, dass er es tatsächlich herbeigeschaffen hat. Nach Karl Kerényi ist der Eranos, die Versammlung der Seriphier, noch nicht einmal zu Ende, als Perseus zurückkehrt und seine Aufgabe vollendet haben will. Niemand glaubt ihm - sodass Seriphos heute zu den felsigsten Inseln Griechenlands gehören soll. Die Herrschaft über die Insel übergibt er Dyktis. Auf dem Weg in die "Heimat" Argos macht er in Larissa im Pelasgerland Halt, wo gerade Kampfspiele stattfinden. Ein Wurf mit dem Diskus trifft seinen Großvater - der eben dorthin geflohen war, um seinem Enkel zu entgehen - unglücklich und unbeabsichtigt, sodass sich der Orakelspruch erfüllt. In tiefer Trauer begräbt er ihn. All die gewonnenen magischen Gegenstände gibt er wieder zurück, das Medusenhaupt erhält Pallas Athene. Die nun ererbte Herrschaft über Argos tauscht er mit Megapenthes gegen Tiryns und gründete von dort aus Mideia und Mykene. Perseus ist ein langes und glückliches Leben zusammen mit Andromeda gegönnt. Beide haben viele Kinder, u.a. neben Perses, den Alkaios, den Sthenelos und den Elektryon; sind Großeltern der Alkmene, des Eurystheus und des Amphitryon und Vorfahren des Teleboerkönigs Pterelaos sowie des Herakles. Nach ihrem Tod werden beide zusammen mit Kepheus, Cassiopeia und dem Walfisch Cetus als leuchtendes Beispiel als Sternbilder in den Himmel erhoben.

Zusammenfassung

Der Mythos von Perseus zeigt sehr schön, dass eine zu frühe Auseinandersetzung mit den eigenen Dämonen die persönliche Entwicklung des Helden verunmöglichen würde bzw. nur mit fremder, göttlicher Hilfe möglich ist. Wer sich diesen aber schließlich doch gestellt hat, wird sich von seiner Vergangenheit auf eine Art und Weise lösen können, dass das wie zufällig und ungewollt geschieht. Perseus scheint das letztlich erkannt zu haben - nimmt sein Erbe nicht an und gibt die "göttlichen" Geschenke zurück. Nun, da er sich von seiner Vergangenheit gelöst hat und er auf seine eigenen Kräfte vertrauen kann, ist er tatsächlich fruchtbar, zeugt mit seiner "Geliebten" viele "Kinder" und wird "Kulturschöpfer" in einem "anderen Land".

Literatur


- Karl Kerényi: "Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten", dtv,
ISBN 3-423-30030-2
- Michael Grant und John Hazel: "Lexikon der antiken Mythen und Gestalten", dtv,
ISBN 3-423-32508-9
- Michael Köhlmeier: "Klassische Sagen des Altertums", ORF, 1995, Edition Radio Literatur

Siehe auch

Märchen - Sage - Legende (Erzählung) - Tiefenpsychologie Perseus ist MÄNNLICH

Weblinks


- [http://gutenberg.spiegel.de/schwab/sagen/sch1119.htm Gustav Schwab: Sagen des klassischen Altertums: Perseus]
- [http://www.sungaya.de/schwarz/griechen/perseus.htm Das Schwarze Netz: Perseus] Kategorie:Griechische Mythologie ja:ペルセウス

Theben (Griechenland)

Theben (mykenisches Griechisch Tagwai; altgriechisch Θήβαι; lateinisch. Thebae; neugr. Θήβα Thiva) war die größte Stadt in der griechischen Landschaft Böotien, auf den Vorhöhen des Teumessos, wurde schon von Homer als die Stadt der sieben Thore (Thebe Heptapylos) genannt und war in der historischen Zeit der wichtigste Ort des Böotischen Bundes. Heute hat sie 23.820 Einwohner (2001). Siehe auch: Antike, Thiva

Theben in der griechischen Mythologie

Die mythische Geschichte Thebens ist reich an Legenden um Herakles, Dionysos und Laios. Das antike Theben lag in quellenreicher, hügeliger Gegend über dem südlichen Rande der aonischen Ebene. Als frühe Bewohner gelten die Kadmeer (Kadmeionen). Die Stadt oder zunächst die Burg Kadmeia wurde der Sage nach von dem Phönizier Kadmos gegründet, nachdem er den Drachen getötet hatte, der das Land verödete. Jedenfalls ließen sich bei Theben phönizische Einwanderer nieder, welchen dann griechische aus Kleinasien folgten, was die Sage von Amphion aussagt, der durch seine Leier die Steine herbeilockte. Amphion und Zetos erweiterten die Mauern und fügten sieben Tore hinzu, die das geflügelte Wort vom "siebentorigen Theben" auslösten (im Gensatz zum "hunderttorigen Theben" in Ägypten, das Homer in der Ilias erwähnt). In der Blütezeit hatte der Ring einen Umfang von mehr als 7 km (15 km [?]). Die aus Thessalien stammenden Böoter verdrängten die ursprünglichen Einwohner der Stadt. Zu dem Geschlecht der Kadmeionen gehörte auch der Sohn des Laios, Ödipus, der die Regierung seinen Söhnen Eteokles und Polyneikes mit der Bestimmung übergab, dass jeder allemal ein Jahr regieren sollte. Eteokles brach den Vertrag und veranlasste dadurch den berühmten Zug der Sieben gegen Theben, dem 20 Jahre später der Zug der Epigonen, d. h. der Söhne jener Sieben, folgte, welcher mit der Niederlage der Thebaner bei Glisas und der Zerstörung des alten Theben endete.

Geschichte

Theben wurde erstmals zusammen mit anderen ägäischen Orten auf einer ägyptischen Inschrift um 1355 v. Chr. (Amenophis III.) als D46-G1-N29-G43-M17-A28-O34 (d'qwis) erwähnt. Ausgrabungen haben einen bedeutenden mykenischen Palast nachgewiesen. Neben zahlreichen Funden, darunter ein Archiv mit vielen Linear-B-Tafeln, die der Palastverwaltung dienten, kamen über hundert kostbare assyrische Siegel aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. zu Tage, die Beziehungen zum assyrischen Herrscher bezeugen. Offenbar war das Reich von Theben damals nicht unbedeutend. Neuerdings gibt es sogar Spekulationen, dass Theben im 14./13. Jh. die führende Macht in Griechenland und sein Herrscher der König von Ahhijawa aus hethitischen Quellen war (s. Weblink). Gegen 1200 v. Chr. wurde Theben zerstört, blieb aber weiterbesiedelt. Theben gehörte später zum Böotischen Bund, wurde Sitz der Böotarchen und somit Hauptstadt des Bundes. 728 v. Chr. erhielt die Stadt von dem Bakchiaden Philolaos aus Korinth neue Gesetze. Auf Athens wachsende Macht eifersüchtig und über den Abfall Platääs vom Böotischen Bund erbittert, begann es 507 v. Chr. einen Krieg gegen Athen, wurde aber besiegt. In den Perserkriegen stand Theben mit Orchomenos auf der Seite des Perserreichs und erlitt mit diesen die Niederlage bei Platää 479 v. Chr., worauf die Häupter der persischen Partei hingerichtet wurden. Thebens Ansehen hatte infolgedessen so gelitten, dass Athen durch Errichtung demokratischer Verfassungen in den böotischen Städten Thebens Einfluss wiederholt zu brechen und Böotien seiner eigenen Hegemonie zu unterwerfen suchte. Nachdem durch den Sieg bei Önophyta 456 v. Chr. Böotien (außer Theben) für den attischen Bund gewonnen worden war, schlugen die aus Böotien Verbannten im Verein mit den Orchomeniern ein athenisches Heer unter Tolmides 447 v. Chr. bei Koroneia, wodurch Böotien sich vom attischen Bund wieder losriss. Zugleich wurde die aristokratische Verfassung in Theben wiederhergestellt. Im Peloponnesischen Krieg gehörte Theben zu den erbittertsten Feinden Athens und versuchte 431 v. Chr. vergeblich, Platää zu erobern; erst 427 v. Chr. gelang ihm die Zerstörung dieser Stadt. 410 v. Chr. schloss es einen neuen Bund mit Sparta. Als nach dem Sturz der Demokratie in Athen die 30 Tyrannen eine Schreckensherrschaft daselbst führten, sammelten sich besonders in Theben die athenischen Flüchtlinge und besetzten von hier aus 403 v. Chr. unter Thrasybulos die kleine Grenzfeste Phyle und später den Piräeus. Infolge dieses Umstandes und zugleich aus Eifersucht auf die wachsende Macht Spartas nahm Theben wieder eine demokratische Verfassung an. Auch begann es 395 v. Chr. in Verbindung mit Korinth und Argos offenen Krieg, den Korinthischen, gegen Sparta, wurde aber 394 v. Chr. bei Koroneia geschlagen. Beim Ausbruch des olynthischen Kriegs (382 v. Chr.) besetzte der spartanische Feldherr Phöbidas durch einen Handstreich die Burg von Theben, stellte die Herrschaft der Aristokratie wieder her und schickte die Häupter der demokratischen Partei in die Verbannung. Aber schon 379 v. Chr. kehrte Pelopidas mit den übrigen Flüchtlingen nach Theben zurück, stürzte die Aristokraten und erzwang mit Hilfe eines athenischen Heers die Räumung der Burg. Theben schloss hierauf ein Bündnis mit Athen, Pelopidas und Epameinondas aber traten an die Spitze des Staats. Zwei Einfälle der Lakedämonier (Spartaner) wies Theben mit Hilfe der Athener ab, ja es unterwarf sich auch die übrigen böotischen Städte. Als die Thebaner 371 v. Chr. den Allgemeinen Frieden nicht annahmen, weil die Spartaner die Auflösung des Böotischen Bundes forderten, begann der thebanische Krieg, in welchem Theben unter Führung des Epameinondas in der Schlacht von Leuktra (371 v. Chr.) die Hegemonie errang. Es stürzte auch Spartas Macht auf dem Peloponnes, indem Epameinondas den Arkadischen Bund stiftete und die Unabhängigkeit Messeniens wiederherstellte; ja, es strebte sogar nach einer Seeherrschaft. Jetzt glaubte selbst Athen, Thebens Übermacht fürchten zu müssen, und trat auf Spartas Seite über, und nach des Epameinondas Sieg und Tod bei Mantineia (362 v. Chr.) sank Thebens Macht wiederum, welche nur durch das Genie seiner beiden größten Staatsmänner so hoch gestiegen war. Neid und Hass trieben Theben an, Phokis, das sich ihm nicht unterwerfen wollte, durch das Amphiktyonengericht wegen Verletzung des delphischen Tempelgebiets zu einer hohen Geldstrafe verurteilen und sich zum Vollstrecker bestellen zu lassen. Hierdurch erregte es den zweiten Heiligen Krieg (355-346 v. Chr.), in dem es jedoch unterlag, worauf es Philipp von Makedonien zu Hilfe rief und ihm Gelegenheit gab, sich in Hellas festzusetzen. Erst nachdem die Amphiktyonen 339 v. Chr. den Lokrern von Amphissa den zweiten Heiligen Krieg erklärt und Philipp herbeigerufen hatten, ihr Urteil gegen die Lokrer zu vollstrecken, und dieser Elateia besetzte, griffen die Athener und Thebaner zu den Waffen gegen jenen, erlagen aber in der Schlacht von Chaironeia 338 v. Chr.. Theben musste darauf makedonische Besatzung in die Kadmeia aufnehmen. Nach Philipps Tod (336 v. Chr.) empörte sich Theben gegen Alexander den Großen (335 v. Chr.) auf die falsche Nachricht von dessen Tod. Schon nach zwölf Tagen stand dieser vor der Stadt und zerstörte sie nach dem Beschluss des korinthischen Synedrions; 6.000 Thebaner fielen, 30.000 wurden als Sklaven verkauft. Alexander ließ nur das Haus des Dichters Pindar stehen. Erst 315 v. Chr. wurde Theben von Kassandros mit Hilfe der Athener wieder aufgebaut und stand nun unter makedonischer Herrschaft, erhielt in der Antike aber nie mehr seine frühere Bedeutung zurück. Im achäischen Krieg 146 v. Chr. schloss es sich der Kriegserklärung der Achäer an die Römer an; nach Verlust der Schlachten bei Skarpheia und Leukopetra flohen aber die Einwohner Thebens auf die Peloponnes, und Theben verödete seitdem. Pausanias fand nur noch die Burg und einige Tempel vor. Im 2. Jahrhundert war die untere Stadt schon gänzlich verschwunden. Ende des 19. Jahrhunderts begann man mit Ausgrabungen, bei denen u. a. der Kabirentempel freigelegt wurde.

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Alkmene

Alkmene oder Tirynthia (gr. Frau aus Tiryns), die Mutter des Herakles, ist in der griechischen Mythologie die Tochter der Anaxo und des Elektryon, König von Mykene. Sie ist die Gemahlin von Amphitryon, dem König von Theben. Nach der Sage wohnt Zeus in Gestalt Amphitryons in dessen Abwesenheit Alkmene bei, die darauf Mutter der Zwillinge Herakles (Sohn des Zeus) und Iphikles (Sohn Amphitryons) wird. Alkmene wie Herakles erregen schon vor dem Tag der Geburt und darüber hinaus den eifersüchtigen Zorn Heras, der Gemahlin des Zeus. Kategorie:Griechische Mythologie Kategorie:Literarische Figur

Zeus

]] Zeus (griechisch Ζευς oder auch Δίας), Sohn des Kronos und der Rhea (Göttin des Fließens), ist der oberste olympische Gott in der griechischen Mythologie und mächtiger als alle anderen griechischen Götter zusammen. Über ihm stand nur das (personifizierte) Schicksal – seine Töchter, die Moiren – auch er hatte sich ihnen zu fügen. Zeus wird bei den Römern mit Jupiter gleichgesetzt. Jupiter Kronos verschlang alle seine Kinder gleich nach der Geburt, da er Angst hatte, diese könnten ihn entmachten, so wie er selbst seinen Vater Uranos entmachtet hatte. Deswegen brachte Rhea Zeus im Verborgenen auf die Welt, nämlich in einer Höhle des Idagebirges auf Kreta. Dem Kronos gab sie einen in eine Windel gewickelten Stein zu essen. Als Kronos sich daraufhin ein Brechmittel von Rhea geben ließ, da der Stein auch für einen Gott unverdaulich war, spuckte er auch die anderen Kinder zusammen mit dem Stein aus. Zeus wurde in der Zwischenzeit von der Ziege (nach andern von der Nymphe) Amaltheia versorgt und von den Kureten beschützt. Er stürzte seinen Vater nach schweren Kämpfen mit ihm und dessen Geschwistern, den Titanen. Zeus wurde dabei von den Kyklopen, von denen er auch Blitz und Donner erhielt, und den Hekatoncheiren unterstützt. Nachdem Zeus die Titanen in den Tartaros gestürzt hatte, musste er noch mit den Giganten und dem Typhon kämpfen. Doch auch in diesen Kämpfen war Zeus siegreich und er konnte mit seinen Brüdern die Weltherrschaft antreten. Dabei war ihm durch Los der Himmel, Poseidon das Meer und Hades die Unterwelt zugefallen. Zeus war mit seiner Schwester Hera verheiratet, mit der er mehrere Kinder hatte. Aber er hatte auch viele Liebschaften, unter anderem mit der Göttin Leto, die ihm Apoll und Artemis gebar, aber auch mit vielen Nymphen, Halbgöttinnen und Sterblichen. Aus dem Sitz seiner Klugheit entsprang Athene. Diese Liebschaften waren nie von Dauer, auch weil Hera äußerst eifersüchtig war. Um die Kinder, die aus diesen Seitensprüngen entstanden (unter anderen Apoll, Artemis, Herakles, die schöne Helena und nach einigen Quellen auch Athene) kümmerte er sich aber. Die einzige Liebschaft von Dauer war wahrscheinlich die zum Königssohn Ganymed. Dieser war so schön, dass Zeus ihn in Gestalt eines Adlers auf den Olymp entführte. Dort diente er ihm als Mundschenk. Oft hatte Zeus bei der Zeugung seiner Kinder eine je andere Gestalt (Stier, Schwan, Goldener Regen u.a.) angenommen: Ein in der Antike berühmtes Zeus-Orakel befand sich im Eichenhain von Dodona.

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Herakles

Herakles (gr. ΗΡΑΚΛΗΣ/Ηρακλής, lat. Hercules, Herkules) war der Sohn des Zeus und der Alkmene. Herakles war ein allgriechischer Nationalheros, dem göttliche Ehren zukamen. Allerdings war er nur ein Halbgott, der später zum Gott ernannt wurde. Er war Heil- und Orakelgott, der Gymnasien und Paläste. Seine Attribute waren zum Beispiel: das Löwenfell, die Keule, das Füllhorn, der Bogen und der Köcher.

Leben des Herakles

Geburt

Nationalheros]] Zeus verliebte sich einst in die schöne Alkmene, die Gattin des Amphitryon. In der Nacht näherte er sich ihr in Gestalt ihres Ehemannes, der sich zu der Zeit auf einem Feldzug befand, und vereinigte sich mit ihr. Hera, die Gemahlin des Zeus, war darüber rasend vor Eifersucht. Als nun die Geburt von Herakles und seinem Zwillingsbruder Iphikles anstand, verkündete Zeus, dass das erstgeborene Kind aus dem Hause des Perseus der Herr über Mykene werde. Da verzögerte Hera die Wehen von Alkmene und ließ zunächst Eurystheus, den Sohn des Sthenelus, einem Onkel Amphitryons’, zur Welt kommen und erst dann Herakles, der somit diesem nun Untertan war. Schon als Säugling offenbarten sich die göttlichen Kräfte des Herakles. Er war gerade acht Monate alt, als Hera eines Abends zwei riesige Schlangen in das Gemach der Kinder schickte. Iphikles weinte vor Angst, doch da ergriff sein Bruder die beiden Schlangen mit seinen kleinen Händen und drückte ihnen den Hals zu. Der Griff war so stark, dass die Schlangen erstickten. Der Seher Teiresias, den der erstaunte Adoptivvater Amphitryon kommen ließ, prophezeite dem Kind eine ungewöhnliche Zukunft. Gegen Ungeheuer, Meeresungetüme und sogar gegen die Giganten würde er siegreich bestehen.

Die Heldentaten

Herakles wurde in den Künsten des Wagenlenkens, Bogenschießens, Fechtens, im Faustkampf und Ringen unterrichtet. Auch wurde ihm der Gesang und das Spielen auf der Leier beigebracht. Er war zwar sehr gelehrig, doch unbeherrscht in seiner Art. Und als der Musiklehrer Linos ihn zu unrecht tadelte, erschlug er ihn in seiner Erregung mit der Leier. Der König Amphitryon schickte ihn daraufhin auf den Kithairon zu seinen Rinderherden. Hier wuchs er unter den Hirten zu einem Jüngling heran. Hier geschah auch seine erste Heldentat. Die Herden wurden von einem wilden Löwen angegriffen. Niemandem war es bisher gelungen, diesen zu töten. Herakles zögerte nicht, dem Löwen entgegenzutreten und erschlug ihn. Eines Tages kam der junge Herakles an eine Weggabelung. An einem Weg stand eine schöne Frau in leuchtenden, kostbaren Gewändern, vornehm geputzt. Am anderen hingegen eine Frau in schlichter Kleidung, die bescheiden zu Boden blickte. Zuerst sprach ihn die wohlhabende Frau an: „Wenn du meinen Weg folgst, Herakles, so wirst du ein Leben voller Genuss und Wohlstand haben. Weder Not noch Leid werden dir hier begegnen, sondern nur die Glückseligkeit!“ Dann aber die andere: „Die Liebe der Götter und seiner Mitmenschen lassen sich nicht ohne Mühe und Anstrengung erreichen. Leid wird dir auf dem Weg der Tugend (griechisch areté) widerfahren, doch der Lohn wird die Achtung, Verehrung und Liebe der Menschen sein. Nur Du kannst entscheiden, welcher Weg der Deinige sein soll.“ Herakles entschied sich, dem Pfad der Tugend und Ehre zu folgen. areté] Schnell verbreiteten sich der Ruhm seiner Taten. Als er die Thebaner von den schweren Tributleistungen des Nachbarkönigs befreite, gab ihm König Kreon seine Tochter Megara zur Frau. Doch die rachsüchtige Göttin Hera ließ keine Gelegenheit aus, den Sohn des Zeus zu schaden und so schlug sie ihn mit Wahnsinn. In einem seiner Anfälle tötete Herakles seine Frau und seine drei Kinder. Als der furchtbare Wahnsinn von ihm wich und er seine schreckliche Tat vor Augen sah, ergriff ihn tiefe Bekümmernis. Schließlich fragte er das Orakel von Delphi um Rat. Da antwortete die Pythia: „Entsühnung für deine schreckliche Mordtat erlangst du nur, wenn du dich zwölf Jahre in den Dienst des Eurystheus stellst und die von ihm geforderten Taten erfüllst.“ Herakles tat, wie ihm das Orakel geheißen hatte. Bewaffnet mit einer Keule, die er selbst geschnitzt hatte, einem von Hermes geschenkten Schwert sowie Pfeil und Bogen, die er von Apollon erhalten hatte, ging er nach Argos zu König Eurystheus. Zum Beispiel raubte er die goldenen Äpfel der Hesperiden und entführte den Höllenhund Kerberos aus der Unterwelt. Zur Buße für seinen Jähzorn musste er der lydischen Königin Omphale drei Jahre dienen. Danach vollbrachte er zahlreiche weitere Taten.

Tod

Herakles hatte alle 12 Aufgaben erledigt. Dennoch blieb sein Leben bis zum Ende eine Folge von Kämpfen und gefährlichen Prüfungen. Er heiratete die Prinzessin Deianira. Auf einer Reise mussten beide einen Fluss überqueren, der Hochwasser führt. Deianira reitet auf dem Rücken des Kentauren Nessos hinüber, der bei dieser Gelegenheit versucht sie zu entführen, Herakles schoss einen tödlichen Pfeil auf den Kentauren ab. Aber bevor Nessos stirbt, flüstert er der Schönen zu: "Fange ein wenig von meinem Blut auf. Wenn du damit die Kleider deines Gatten tränkst, wird seine Liebe zu dir ewig währen." Die Jahre vergingen und Herakles verliebte sich in eine andere Frau. Da benutzte die eifersüchtige Deianira das in Kentauerblut getränkte Hemd, um sich seine Liebe zu erhalten. Sofort war der Held von furchtbaren Schmerzen gequält! Es war eine Falle... Er versuchte das Hemd auszuziehen, aber riss zugleich sein Fleisch mit ab. Deianira tötete sich aus Verzweiflung. Herakles schichtet einen großen Scheiterhaufen auf dem Berg Öta auf und ließ sich darauf verbrennen, um seinen unerträglichen Qualen ein Ende zu bereiten. Er ist der einzige Held, der von den Göttern im Olymp aufgenommen worden ist und Unsterblichkeit erlangte. Mit seinem Tod war Hera versöhnt und Herakles wurde mit ihrer Tochter Hebe vermählt.

Die zwölf Arbeiten (Dodekathlos) für Eurystheus

#Erwürgen des Nemeischen Löwen #Töten der neunköpfigen Lernäischen Schlange #Einfangen der Kerynitischen Hirschkuh #Einfangen des Erymanthischen Ebers #Ausmisten der Augiasställe #Erschießen der Stymphalischen Vögel #Einfangen des Kretischen Stiers #Zähmen der Rosse des Diomedes #Besorgen des Wehrgehenks der Amazonen-Königin Hippolyte #Erobern der Rinderherde des Geryoneus #Stehlen der Goldenen Äpfel der Hesperiden #Ringkampf mit dem Höllenhund Kerberos

Weblinks


- http://www.unet.univie.ac.at/~a9725261/
- http://www.mythentor.de
- http://www.androphile.org/DE/Library/Mythology/ Kategorie:Griechische Mythologie

Herakles

Herakles (gr. ΗΡΑΚΛΗΣ/Ηρακλής, lat. Hercules, Herkules) war der Sohn des Zeus und der Alkmene. Herakles war ein allgriechischer Nationalheros, dem göttliche Ehren zukamen. Allerdings war er nur ein Halbgott, der später zum Gott ernannt wurde. Er war Heil- und Orakelgott, der Gymnasien und Paläste. Seine Attribute waren zum Beispiel: das Löwenfell, die Keule, das Füllhorn, der Bogen und der Köcher.

Leben des Herakles

Geburt

Nationalheros]] Zeus verliebte sich einst in die schöne Alkmene, die Gattin des Amphitryon. In der Nacht näherte er sich ihr in Gestalt ihres Ehemannes, der sich zu der Zeit auf einem Feldzug befand, und vereinigte sich mit ihr. Hera, die Gemahlin des Zeus, war darüber rasend vor Eifersucht. Als nun die Geburt von Herakles und seinem Zwillingsbruder Iphikles anstand, verkündete Zeus, dass das erstgeborene Kind aus dem Hause des Perseus der Herr über Mykene werde. Da verzögerte Hera die Wehen von Alkmene und ließ zunächst Eurystheus, den Sohn des Sthenelus, einem Onkel Amphitryons’, zur Welt kommen und erst dann Herakles, der somit diesem nun Untertan war. Schon als Säugling offenbarten sich die göttlichen Kräfte des Herakles. Er war gerade acht Monate alt, als Hera eines Abends zwei riesige Schlangen in das Gemach der Kinder schickte. Iphikles weinte vor Angst, doch da ergriff sein Bruder die beiden Schlangen mit seinen kleinen Händen und drückte ihnen den Hals zu. Der Griff war so stark, dass die Schlangen erstickten. Der Seher Teiresias, den der erstaunte Adoptivvater Amphitryon kommen ließ, prophezeite dem Kind eine ungewöhnliche Zukunft. Gegen Ungeheuer, Meeresungetüme und sogar gegen die Giganten würde er siegreich bestehen.

Die Heldentaten

Herakles wurde in den Künsten des Wagenlenkens, Bogenschießens, Fechtens, im Faustkampf und Ringen unterrichtet. Auch wurde ihm der Gesang und das Spielen auf der Leier beigebracht. Er war zwar sehr gelehrig, doch unbeherrscht in seiner Art. Und als der Musiklehrer Linos ihn zu unrecht tadelte, erschlug er ihn in seiner Erregung mit der Leier. Der König Amphitryon schickte ihn daraufhin auf den Kithairon zu seinen Rinderherden. Hier wuchs er unter den Hirten zu einem Jüngling heran. Hier geschah auch seine erste Heldentat. Die Herden wurden von einem wilden Löwen angegriffen. Niemandem war es bisher gelungen, diesen zu töten. Herakles zögerte nicht, dem Löwen entgegenzutreten und erschlug ihn. Eines Tages kam der junge Herakles an eine Weggabelung. An einem Weg stand eine schöne Frau in leuchtenden, kostbaren Gewändern, vornehm geputzt. Am anderen hingegen eine Frau in schlichter Kleidung, die bescheiden zu Boden blickte. Zuerst sprach ihn die wohlhabende Frau an: „Wenn du meinen Weg folgst, Herakles, so wirst du ein Leben voller Genuss und Wohlstand haben. Weder Not noch Leid werden dir hier begegnen, sondern nur die Glückseligkeit!“ Dann aber die andere: „Die Liebe der Götter und seiner Mitmenschen lassen sich nicht ohne Mühe und Anstrengung erreichen. Leid wird dir auf dem Weg der Tugend (griechisch areté) widerfahren, doch der Lohn wird die Achtung, Verehrung und Liebe der Menschen sein. Nur Du kannst entscheiden, welcher Weg der Deinige sein soll.“ Herakles entschied sich, dem Pfad der Tugend und Ehre zu folgen. areté] Schnell verbreiteten sich der Ruhm seiner Taten. Als er die Thebaner von den schweren Tributleistungen des Nachbarkönigs befreite, gab ihm König Kreon seine Tochter Megara zur Frau. Doch die rachsüchtige Göttin Hera ließ keine Gelegenheit aus, den Sohn des Zeus zu schaden und so schlug sie ihn mit Wahnsinn. In einem seiner Anfälle tötete Herakles seine Frau und seine drei Kinder. Als der furchtbare Wahnsinn von ihm wich und er seine schreckliche Tat vor Augen sah, ergriff ihn tiefe Bekümmernis. Schließlich fragte er das Orakel von Delphi um Rat. Da antwortete die Pythia: „Entsühnung für deine schreckliche Mordtat erlangst du nur, wenn du dich zwölf Jahre in den Dienst des Eurystheus stellst und die von ihm geforderten Taten erfüllst.“ Herakles tat, wie ihm das Orakel geheißen hatte. Bewaffnet mit einer Keule, die er selbst geschnitzt hatte, einem von Hermes geschenkten Schwert sowie Pfeil und Bogen, die er von Apollon erhalten hatte, ging er nach Argos zu König Eurystheus. Zum Beispiel raubte er die goldenen Äpfel der Hesperiden und entführte den Höllenhund Kerberos aus der Unterwelt. Zur Buße für seinen Jähzorn musste er der lydischen Königin Omphale drei Jahre dienen. Danach vollbrachte er zahlreiche weitere Taten.

Tod

Herakles hatte alle 12 Aufgaben erledigt. Dennoch blieb sein Leben bis zum Ende eine Folge von Kämpfen und gefährlichen Prüfungen. Er heiratete die Prinzessin Deianira. Auf einer Reise mussten beide einen Fluss überqueren, der Hochwasser führt. Deianira reitet auf dem Rücken des Kentauren Nessos hinüber, der bei dieser Gelegenheit versucht sie zu entführen, Herakles schoss einen tödlichen Pfeil auf den Kentauren ab. Aber bevor Nessos stirbt, flüstert er der Schönen zu: "Fange ein wenig von meinem Blut auf. Wenn du damit die Kleider deines Gatten tränkst, wird seine Liebe zu dir ewig währen." Die Jahre vergingen und Herakles verliebte sich in eine andere Frau. Da benutzte die eifersüchtige Deianira das in Kentauerblut getränkte Hemd, um sich seine Liebe zu erhalten. Sofort war der Held von furchtbaren Schmerzen gequält! Es war eine Falle... Er versuchte das Hemd auszuziehen, aber riss zugleich sein Fleisch mit ab. Deianira tötete sich aus Verzweiflung. Herakles schichtet einen großen Scheiterhaufen auf dem Berg Öta auf und ließ sich darauf verbrennen, um seinen unerträglichen Qualen ein Ende zu bereiten. Er ist der einzige Held, der von den Göttern im Olymp aufgenommen worden ist und Unsterblichkeit erlangte. Mit seinem Tod war Hera versöhnt und Herakles wurde mit ihrer Tochter Hebe vermählt.

Die zwölf Arbeiten (Dodekathlos) für Eurystheus

#Erwürgen des Nemeischen Löwen #Töten der neunköpfigen Lernäischen Schlange #Einfangen der Kerynitischen Hirschkuh #Einfangen des Erymanthischen Ebers #Ausmisten der Augiasställe #Erschießen der Stymphalischen Vögel #Einfangen des Kretischen Stiers #Zähmen der Rosse des Diomedes #Besorgen des Wehrgehenks der Amazonen-Königin Hippolyte #Erobern der Rinderherde des Geryoneus #Stehlen der Goldenen Äpfel der Hesperiden #Ringkampf mit dem Höllenhund Kerberos

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Herakles

Herakles (gr. ΗΡΑΚΛΗΣ/Ηρακλής, lat. Hercules, Herkules) war der Sohn des Zeus und der Alkmene. Herakles war ein allgriechischer Nationalheros, dem göttliche Ehren zukamen. Allerdings war er nur ein Halbgott, der später zum Gott ernannt wurde. Er war Heil- und Orakelgott, der Gymnasien und Paläste. Seine Attribute waren zum Beispiel: das Löwenfell, die Keule, das Füllhorn, der Bogen und der Köcher.

Leben des Herakles

Geburt

Nationalheros]] Zeus verliebte sich einst in die schöne Alkmene, die Gattin des Amphitryon. In der Nacht näherte er sich ihr in Gestalt ihres Ehemannes, der sich zu der Zeit auf einem Feldzug befand, und vereinigte sich mit ihr. Hera, die Gemahlin des Zeus, war darüber rasend vor Eifersucht. Als nun die Geburt von Herakles und seinem Zwillingsbruder Iphikles anstand, verkündete Zeus, dass das erstgeborene Kind aus dem Hause des Perseus der Herr über Mykene werde. Da verzögerte Hera die Wehen von Alkmene und ließ zunächst Eurystheus, den Sohn des Sthenelus, einem Onkel Amphitryons’, zur Welt kommen und erst dann Herakles, der somit diesem nun Untertan war. Schon als Säugling offenbarten sich die göttlichen Kräfte des Herakles. Er war gerade acht Monate alt, als Hera eines Abends zwei riesige Schlangen in das Gemach der Kinder schickte. Iphikles weinte vor Angst, doch da ergriff sein Bruder die beiden Schlangen mit seinen kleinen Händen und drückte ihnen den Hals zu. Der Griff war so stark, dass die Schlangen erstickten. Der Seher Teiresias, den der erstaunte Adoptivvater Amphitryon kommen ließ, prophezeite dem Kind eine ungewöhnliche Zukunft. Gegen Ungeheuer, Meeresungetüme und sogar gegen die Giganten würde er siegreich bestehen.

Die Heldentaten

Herakles wurde in den Künsten des Wagenlenkens, Bogenschießens, Fechtens, im Faustkampf und Ringen unterrichtet. Auch wurde ihm der Gesang und das Spielen auf der Leier beigebracht. Er war zwar sehr gelehrig, doch unbeherrscht in seiner Art. Und als der Musiklehrer Linos ihn zu unrecht tadelte, erschlug er ihn in seiner Erregung mit der Leier. Der König Amphitryon schickte ihn daraufhin auf den Kithairon zu seinen Rinderherden. Hier wuchs er unter den Hirten zu einem Jüngling heran. Hier geschah auch seine erste Heldentat. Die Herden wurden von einem wilden Löwen angegriffen. Niemandem war es bisher gelungen, diesen zu töten. Herakles zögerte nicht, dem Löwen entgegenzutreten und erschlug ihn. Eines Tages kam der junge Herakles an eine Weggabelung. An einem Weg stand eine schöne Frau in leuchtenden, kostbaren Gewändern, vornehm geputzt. Am anderen hingegen eine Frau in schlichter Kleidung, die bescheiden zu Boden blickte. Zuerst sprach ihn die wohlhabende Frau an: „Wenn du meinen Weg folgst, Herakles, so wirst du ein Leben voller Genuss und Wohlstand haben. Weder Not noch Leid werden dir hier begegnen, sondern nur die Glückseligkeit!“ Dann aber die andere: „Die Liebe der Götter und seiner Mitmenschen lassen sich nicht ohne Mühe und Anstrengung erreichen. Leid wird dir auf dem Weg der Tugend (griechisch areté) widerfahren, doch der Lohn wird die Achtung, Verehrung und Liebe der Menschen sein. Nur Du kannst entscheiden, welcher Weg der Deinige sein soll.“ Herakles entschied sich, dem Pfad der Tugend und Ehre zu folgen. areté] Schnell verbreiteten sich der Ruhm seiner Taten. Als er die Thebaner von den schweren Tributleistungen des Nachbarkönigs befreite, gab ihm König Kreon seine Tochter Megara zur Frau. Doch die rachsüchtige Göttin Hera ließ keine Gelegenheit aus, den Sohn des Zeus zu schaden und so schlug sie ihn mit Wahnsinn. In einem seiner Anfälle tötete Herakles seine Frau und seine drei Kinder. Als der furchtbare Wahnsinn von ihm wich und er seine schreckliche Tat vor Augen sah, ergriff ihn tiefe Bekümmernis. Schließlich fragte er das Orakel von Delphi um Rat. Da antwortete die Pythia: „Entsühnung für deine schreckliche Mordtat erlangst du nur, wenn du dich zwölf Jahre in den Dienst des Eurystheus stellst und die von ihm geforderten Taten erfüllst.“ Herakles tat, wie ihm das Orakel geheißen hatte. Bewaffnet mit einer Keule, die er selbst geschnitzt hatte, einem von Hermes geschenkten Schwert sowie Pfeil und Bogen, die er von Apollon erhalten hatte, ging er nach Argos zu König Eurystheus. Zum Beispiel raubte er die goldenen Äpfel der Hesperiden und entführte den Höllenhund Kerberos aus der Unterwelt. Zur Buße für seinen Jähzorn musste er der lydischen Königin Omphale drei Jahre dienen. Danach vollbrachte er zahlreiche weitere Taten.

Tod

Herakles hatte alle 12 Aufgaben erledigt. Dennoch blieb sein Leben bis zum Ende eine Folge von Kämpfen und gefährlichen Prüfungen. Er heiratete die Prinzessin Deianira. Auf einer Reise mussten beide einen Fluss überqueren, der Hochwasser führt. Deianira reitet auf dem Rücken des Kentauren Nessos hinüber, der bei dieser Gelegenheit versucht sie zu entführen, Herakles schoss einen tödlichen Pfeil auf den Kentauren ab. Aber bevor Nessos stirbt, flüstert er der Schönen zu: "Fange ein wenig von meinem Blut auf. Wenn du damit die Kleider deines Gatten tränkst, wird seine Liebe zu dir ewig währen." Die Jahre vergingen und Herakles verliebte sich in eine andere Frau. Da benutzte die eifersüchtige Deianira das in Kentauerblut getränkte Hemd, um sich seine Liebe zu erhalten. Sofort war der Held von furchtbaren Schmerzen gequält! Es war eine Falle... Er versuchte das Hemd auszuziehen, aber riss zugleich sein Fleisch mit ab. Deianira tötete sich aus Verzweiflung. Herakles schichtet einen großen Scheiterhaufen auf dem Berg Öta auf und ließ sich darauf verbrennen, um seinen unerträglichen Qualen ein Ende zu bereiten. Er ist der einzige Held, der von den Göttern im Olymp aufgenommen worden ist und Unsterblichkeit erlangte. Mit seinem Tod war Hera versöhnt und Herakles wurde mit ihrer Tochter Hebe vermählt.

Die zwölf Arbeiten (Dodekathlos) für Eurystheus

#Erwürgen des Nemeischen Löwen #Töten der neunköpfigen Lernäischen Schlange #Einfangen der Kerynitischen Hirschkuh #Einfangen des Erymanthischen Ebers #Ausmisten der Augiasställe #Erschießen der Stymphalischen Vögel #Einfangen des Kretischen Stiers #Zähmen der Rosse des Diomedes #Besorgen des Wehrgehenks der Amazonen-Königin Hippolyte #Erobern der Rinderherde des Geryoneus #Stehlen der Goldenen Äpfel der Hesperiden #Ringkampf mit dem Höllenhund Kerberos

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Sophokles

Sophokles (
- 496 v. Chr. in Colonus Hippius (Athen); † 406/405 v. Chr. in Athen) war ein klassischer griechischer Dichter. Sophokles ist der größte der bekannten antiken griechischen Tragödiendichter, zu denen neben ihm Aischylos und Euripides gezählt werden.

Leben

Sophokles stammt aus dem Demos Kolonos, Phyle Aigeis. Er war der Sohn des vermögenden Waffenfabrikanten Sophillos. Schon als Knabe gewann er in körperlichen und musischen Agonen. 480 v. Chr. war er Vorsänger beim Siegespaian nach der Schlacht bei Salamis und erregte durch seine Schönheit Aufsehen. Sein Musiklehrer war wahrscheinlich Lampros. Er erlernte nach eigener Aussage bei Aischylos, ob nun persönlich oder als Zuschauer des tragischen Agons, das Handwerk des Stückeschreibens. 468 v. Chr. besiegte er den aus Sizilien zurückgekehrten Aischylos mit seiner ersten Tetralogie, deren erstes Triptolemos war. In seinem Stück Nausikaa trat Sophokles als Lyraspieler auf, in dem Stück Thamyras als Ballspieler. 443/442 v. Chr. war er Hellenotamias, 441/39 v. Chr. zusammen mit Perikles Stratege im samischen Krieg. Ion von Chios hat sehr amüsant ein Symposion aus dieser Zeit beschrieben, an dem Sophokles teilgenommen hat. Wahrscheinlich war Sophokles auch 428 v. Chr. Stratege im Krieg gegen die Anaier. 413-411 v. Chr. gehörte er dem oligarchischen Probulenkollegium an. Trotz zahlreicher ehrenvoller Berufungen ausländischer Könige hat Sophokles – anders als Aischylos und Euripides – Athen nicht verlassen. Sophokles übte vielfältige kultische Funktionen aus. Als Priester des Heilheros Halon führte er aus Epidauros den Kult des Asklepios in Athen ein und nahm den Gott bis zur Errichtung eines eigenen Temenos in sein Haus auf. Deshalb wurde Sophokles nach dem Tod als Heros Dexion verehrt. Er war Gründer eines Musenthiasos. Offenbar fungierte er auch als Medium, durch das die Götter zu den Menschen sprachen. Es wird berichtet, dass ihn eine Traumerscheinung des Herakles einen von der Akropolis gestohlenen Goldenen Kranz hat finden lassen. Von der Belohnung soll er ein Heiligtum des Herakles Menytes gestiftet haben. Sophokles war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er mit Nikostrate; aus dieser Verbindung ging Iophon hervor, der als Tragödiendichter bekannt geworden ist. Aus der zweiten Ehe mit der Sikonierin Theoris entstammt der Sohn Ariston. Beide sind die Stammväter einer Dynastie von Tragödiendichter. Antike Biographien berichten, dass Sophokles, als sein Sohn Iophon ihn für unmündig erklären lassen wollte, vor Gericht Verse aus seinem Stück Oidipos auf Kolonnos vorgelesen und damit die völlige Haltlosigkeit der Klage seines Sohnes bewiesen habe. Dokumentiert sind Sophokles persönliche Beziehungen zu Pärikles, Herodot, Ion von Chios. Als Sophokles vom Tod seines großen Konkurrenten Euripides erfuhr, soll er in Trauerkleidern die Dionysien von 406 v.Chr. eröffnet haben. Etwa neunzigjährig ist Sophokles 406 oder 405 v. Chr. gestorben. Er soll an einer Weintraube erstickt sein, was wahrscheinlich nicht der Wahrheit entspricht. Er wurde in der Familiengruft an der Straße nach Dekeleia, elf Meilen vor Athen, bestattet. Sein Grabmahl war mit einer Sirene oder mit Keledon geschmückt. Schon den Zeitgenossen galt Sophokles als Liebling der Götter. Gesegnet mit Genie, Liebenswürdigkeit und Schönheit gilt er bis heute als einer der überragenden Menschen in der Menschheitsgeschichte. Ihm wird der Ausspruch "Töte nicht den Boten." zugeordnet.

Portraits

Nicht erhalten ist die Statue, die Iophon seinem Vater bald nach dessen Tod errichtet hat, auch nicht Polygnotos Portrait in der Stoa Poikile. Vier Typen geben eine Vorstellung von Sophokles Aussehen. 1. der Typus Farnese (Sophokles als ältlicher Mann), etwa 310 v. Chr. geschaffen; 2. der Typus Lateran (Sophokles in der Blüte seiner Jahre), Kopie der von Lykurgos 340/30 v. Chr. gestifteteten und im Dionysos-Theater aufgestellten Bronzestatue; 3. als junger Mann, Original vielleicht 360/50 v. Chr.; 4. Sophokles als Greis (hellenistisches Werk).

Werke

Sophokles hat ein riesiges Werk hinterlassen. Die Suda nennt 123 Stücke (30 vollständige Tetralogien und eine Trilogie). 132 Stücke sind dem Titel nach bekannt; wahrscheinlich haben einige Stücke mehrere Titel gehabt. Außerdem waren Elegien, Paiane und eine Prosaschrift über den Chor. Von Sophokles' Elegie auf Herodot sind Fragmente bekannt. Sophokles hat 20 oder 24 mal im tragischen Agon gesiegt und niemals den 3. Preis erhalten. Er selbst hat seine künstlerische Entwicklung in drei Perioden eingeteilt. Seine ersten Stücke seien voll aischyleischen Überschwangs gewesen, die Stücke der mittleren Periode voller Herbheit und Künstlichkeit. Erst in der letzten Phase habe er den persönlichen Stil gefunden. Sophokles sind einige szenische und dramaturgische Neuerungen zu verdanken. Deren bedeutendste war sicherlich die Einführung des 3. Schauspielers und von Bühnenmaschinen; dies muss noch zu Lebzeiten Aischylos' geschehen sein. Auch hat er die Zahl der Chorsänger von zwölf auf 15 erhöht. Anders als Aischylos hat er bis auf eine Ausnahme keine inhaltlich gebundenen Tetralogien geschrieben (doch ist dies keine Neuerung des Sophokles, da man beweisen kann, dass bereits Aischylos und Phrynchios die inhaltliche Gebundenheit der Tetralogien aufgegeben haben).

Liste der erhaltenen Werke

:Thebanische Trilogie :: Antigone (442 v. Chr.), (deutsch: Antigone) :: Oidipus tyrannos (429-425 v. Chr.), (deutsch: König Ödipus) :: Oedipus epi kolono (401 v. Chr. postum aufgeführt), (deutsch: Ödipus auf Kolonos) : Aiax (455-450 v. Chr.) : Trachiniai (vor 442 v. Chr.), (deutsch: Die Trachinierinnen) : Elektra (ca 420 v. Chr.), (deutsch: Elektra) : Philoktetes (409 v. Chr.), (deutsch: Philoktet)

Liste der fragmentarisch erhaltenen Werke

# Achaion Syllogos # Achileos Erastai # Aias Lokros # Aichmalotides # Aigeus # Aithiopes # Akrisios # Aleadai # Alexandros # Alkmeon # Amykos # Amphiareos # Amphitryon # Andromeda # Antenoridai # Athamas A # Athamas B # Atreus / Mykenaiai # Chryses # Daidalos # Danae # Dionysiskos # Dolopes # Epigonoi (Die Epigonen) # Epi Tainaroi / Epitainarioi # Erigone # Eris # Eriphyle # Eumelos # Euryalos # Eurypylos # Helenes Apaitesis # Helenes Arpage # Helenes Gamos # Herakleiskos # Herakles # Hermione # Hipponous # Hybris # Hydrophoroi # Ichneutai (Die Spürhunde) # Inachos # Iobates # Ion # Iphigeneia # Iphikles # Ixion # Kamikoi # Kedalion # Kerberos # Klytaimestra # Kolchides # Kophoi # Kreousa # Krisis # Lakainai # Laokoon # Larisaioi # Lemniai # Manteis / Polyidos # Meleagros # Minos # Momos # Mousai # Mysoi # Nauplios Katapleon / Nauplios Pyrkaeus # Nausikaa / Plyntriai # Niobe # Niptra # Odysseus Akanthoples # Odysseus Mainomenos # Oikles # Oinomaos # Palamedes # Pandora / Sphyrokopoi # Peleus # Phaiakes # Phaidra # Philoktetes o en Troiai # Phineus A # Phineus B # Phoinix # Phrixos # Phryges # Phthiotides # Poimenes # Polyxene # Priamos # Prokris # Rizotomoi # Salmoneus # Sinon # Sisyphos # Skythai # Skyrioi # Syndeipnoi # Tantalos # Telepheia # Telephos # Tereus # Teukros # Thamyras # Thyestes # Triptolemos (468 vor Chr.?) # Troilos # Tympanistai # Tyndareos # Tyro A # Tyro B Vom Satyrspiel Ichneutai, (deutsch: Die Spürhunde), wurden 1911 in Ägypten ungefähr 400 lesbare Verse auf Papyrus entdeckt. 2005 wurden auf einem Papyrus aus der ägyptischen Ausgrabungsstelle Oxyrhynchus mit einer neuen fotographischen Technik Verse aus der Tragödie Epigonoi (dt. Die Epigonen) gefunden (Übersetzung aus dem Englischen): A: Verschlingend das Ganze, schärfend das blitzende Eisen. B: Und die Helme schütteln ihre purpurgefärbten Büsche, und die Weber stimmen für die Träger der Brustplatten an das weise Weberschiffchenlied, das die Schlafenden weckt. A: Und er leimt des Triumphwagens Deichsel zusammen. ([http://news.independent.co.uk/world/science_technology/story.jsp?story=630165 Independent-Artikel]).

Weblinks

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Amphitruo

Amphitruo (lateinische Form des griechischen Namens Amphitryon) ist eine Tragikomödie des römischen Dichters Plautus. Das Stück, dessen Datierung nicht genau feststeht, behandelt den Mythos vom Beilagers des Zeus in Gestalt von Amphitruo mit Amphitruos Frau Alkmene. Alkmene macht sich dabei unwissend und ohne persönliche Schuld des Ehebruchs schuldig, weil sie mit Zeus in Gestalt des Amphitruos schläft, während der wirkliche Amphitruo sich noch auf einem Kriegszug befindet. Zeus erfaehrt Unterstuetzung durch seinen Sohn Mercur, der ebenfalls in die Gestalt eines anderen schluepft und als Sosia, Amphitruos Diener, fuer weitere Verwirrung sorgt. Das Stueck zeigt Zuege einer Verwechslungskoemoedie. Der Konflikt wird durch Zeus´ Intervention als deus ex machina geloest, nachdem Alkmene den Helden Herkules zur Welt gebracht hat. Kategorie:Tragikomödie

Molière

Molière (eigentlich Jean-Baptiste Poquelin,
- vermutlich am 14. Januar 1622 in Paris; † 17. Februar 1673 ebenda) war ein französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker. Er gilt den Franzosen als einer ihrer großen Klassiker und vielen als ihr größter Autor überhaupt. Seine bahnbrechende Leistung bestand darin, die Komödie zu einer der Tragödie potenziell gleichwertigen Gattung zu machen und das Theater zumindest für einige Jahre zum Diskussionsforum für gesellschaftlich-menschliche Probleme zu erheben.

Jugend und Wanderjahre

Molière (wie er sich vermutlich ab 1643, spätestens aber seit Juni 1644 nannte) wurde geboren als ältester Sohn eines wohlhabenden Pariser Händlers für Heimtextilien ("tapissier"), der 1631 das Amt eines "Tapissier du Roi" kaufte, d. h. eines königlichen Raumausstatters und Dekorateurs. Mit zehn Jahren verlor er seine Mutter, mit knapp 15 auch seine Stiefmutter. Seine Schulzeit absolvierte er auf dem von Jesuiten geführten Collège de Clermont, wo er eine solide klassische Bildung erhielt und einige später für ihn interessante Mitschüler hatte. Von seinem Großvater mütterlicherseits, einem Theaternarren, wurde er häufig zu Aufführungen mitgenommen und gewann so erste Einblicke in diese ihn offenbar früh faszinierende Welt. Mit knapp 16 Jahren legte er den Amtseid als künftiger Nachfolger seines Vaters ab und studierte wenig später Jura in Orléans. Zurück in Paris, erhielt er die Zulassung als Anwalt. Ob er den Beruf je ausgeübt hat, ist nicht bekannt. Um dieselbe Zeit fand er Zugang zum Diskussionskreis um den Naturforscher und Philosophen Pierre Gassendi, was ihm eine gewisse Distanz zu den Dogmen der Kirche vermittelte. Offenbar verfasste er damals eine Übersetzung von De Rerum Natura des römischen Philosophen Lukrez, die aber verlorengegangen ist. 1642, mit 21, lernte er die zwei Jahre ältere Schauspielerin Madeleine Béjart kennen, die ihn in seinem Drang zum Theater bestärkte – zweifellos gegen den Willen seines Vaters, von dem er beauftragt wurde, in Ausübung seines Tapissier-Amtes Ludwig XIII. auf einer längeren Reise als Einrichter der wechselnden königlichen Nachtquartiere zu begleiten. 1643 übertrug er das ungeliebte Amt auf seinen jüngeren Bruder, ließ sich einen Vorschuss auf das Erbe seiner Mutter auszahlen und gründete zusammen mit den drei Geschwistern Béjart und fünf weiteren Komödianten eine Theatergruppe: L'Illustre Théâtre. Dieses ging schon 1645 pleite, wobei Molière, wie er sich inzwischen nannte (vielleicht nach einem südfranzösischen Dorf dieses Namens), vorübergehend in Schuldhaft genommen wurde. Danach schlossen er und die Béjarts sich der Wandertruppe des Schauspielers Charles Dufresne an, die vom Duc (=Herzog) d'Épernon protegiert wurde und hauptsächlich in West- und Südfrankreich umherzog. Relativ schnell arbeitete Molière sich in der Truppe hoch zum Direktor und gewann 1653 für einige Jahre den Gouverneur der Provinz Languedoc, den ihm aus der Schulzeit bekannten Prince (=Fürst) de Conti, als Sponsor. Spezialität der Truppe waren, neben dem gängigen Tragödien-Repertoire, komische Farcen und lustige Stücke im Stil der italienischen Commedia dell'Arte. Spätestens ab 1655 nahm Molière auch eigene Werke ins Programm auf mit der in Versen verfassten Komödie L'Étourdi ou Les Contretemps ("Der Tolpatsch oder die Querstreiche"). Commedia dell'Arte

Rückkehr nach Paris und erste Erfolge

1658, nach 13 Wanderjahren, in denen er Menschen aus allen Schichten begegnet war und von Grund auf sein Handwerk als Schauspieler, Theaterdirektor und schließlich auch Autor gelernt hatte, gastierte er in Rouen und bekam Kontakt zu dem jüngeren Bruder von Ludwig XIV, Phillipp, genannt Monsieur. Er wurde von ihm nach Paris eingeladen und spielte vor dem Hof, zuerst mit mäßigem Erfolg die Tragödie Nicomède von Pierre Corneille, dann die eigene Farce Le Docteur volant ("Der fliegende Doktor"). Diese gefiel dem jungen, eben 20-jährigen König so sehr, dass er der Truppe erlaubte, im Saal des an den Louvre grenzenden, zum Abriss bestimmten Petit-Bourbon zu spielen. Die Sonntage, Dienstage und Freitage gehörten allerdings schon einer italienischen Truppe um den berühmten Komödianten Scaramouche. Den Durchbruch erzielte Molière im November 1659 mit seiner in Prosa verfassten Komödie Les précieuses ridicules ("Die lächerlichen Preziösen"). In Gestalt der beiden Protagonistinnen, zwei naiver, etwas exaltierter Bürgermädchen, karikierte er den manirierten Jargon und die wirklichkeitsfremden Denkweisen der Preziösen (einer Art Emanzen-Bewegung avant la lettre). Der Erfolg des Stücks verschaffte ihm erste Neider, das Thema erste Feinde, darunter den Verwaltungschef der königlichen Schlösser, der just zu Beginn der Spielzeit 60/61 den Abriss des Petit-Bourbon verfügte. Molière blieb drei Monate ohne Spielstätte, bis er vom König den Saal des Palais-Royal zugewiesen bekam. Der nächste große Erfolg war Ende 1662 L'École des femmes ("Die Schule der Frauen"), eine Verskomödie, in der Molière (der soeben die 19-jährige Armande Béjart, eine Schwester oder eher Tochter Madeleines, geheiratet hatte) für eine gemäßigte Emanzipation der jungen Frauen und ihr Recht auf eine Liebesheirat wirbt. Die heftige Kontroverse, die er hiermit auslöste, heizte er 1663 weiter an mit den Prosastücken La Critique de l'École des femmes ("Kritik der Schule der Frauen") und L'Impromptu de Versailles ("Das Stegreifspiel von V."). Dem König scheint dies gefallen zu haben, denn er setzte Molière eine Pension von 1000 Livres jährlich aus und wurde im Januar 64 sogar Taufpate seines ersten Kindes (das allerdings bald danach starb).

Die schwierigen Jahre 1664-1669

Im Mai 1664 – inzwischen war er zum Vergnügungsdirektor Ludwigs XIV. avanciert – organisierte Molière ein dreitägiges Hoffest im neuangelegten Park von Versailles. Dort inszenierte er nach den unverfänglichen (eigenen) Stücken La Princesse d'Élide ("Die Fürstin von E."), Le Marriage forcé ("Die Zwangsheirat") und Les fâcheux ("Die Lästigen") eine erste Version der Verskomödie Tartuffe ou L'Imposteur ("Tartuffe oder der Betrüger"). Schon im Vorfeld der Aufführung hatten etliche fromme Leute am Hof gegen dieses Stück um einen scheinbar strenggläubigen, in Wahrheit aber herrschsüchtigen, raffgierigen und lüsternen Betrüger gewettert. Nach der Aufführung brach Empörung beim gesamten "alten Hof" aus, einer Gruppierung meist älterer Höflinge, die sich um die fromme Königinmutter Anna von Österreich scharten und der Zeit vor 1661 nachtrauerten, wo man unter ihr und ihrem Minister Kardinal Mazarin die Macht gehabt hatte. Der König, dem Molières Attacke auf die Frömmler und damit durchaus auch auf den ihm lästigen "alten Hof" zunächst sehr recht gewesen war, hielt es nun, unter dem Druck dieser Leute für opportun, das Stück zu verbieten. Die nächsten Jahre Molières waren bestimmt von seinem Kampf für den Tartuffe, d. h. gegen die Intrigen der Cabale des dévots ("Klüngel der Frommen"), die z. T. in einem bigotten Geheimbund organisiert waren, der Compagnie du Saint-Sacrement, der z.B. auch sein ehemaliger Gönner angehörte, der nach einer Syphilisinfektion fromm gewordene Conti. Immerhin sah sich Molière vom König insofern unterstützt, als er im Sommer 1665 seine Jahrespension von 1000 auf stolze 6000 Pfund erhöht bekam und mit seiner Truppe den Titel troupe du roi annehmen durfte, beides übrigens kurz nach der Geburt seiner Tochter Esprit-Madeleine, die als einziges Kind überleben sollte. Im Sommer 1667 glaubte Molière eine überarbeitete und umbetitelte Version des Tartuffe in sein Programm aufnehmen zu können, doch der Präsident des Pariser Obersten Gerichtshofes (der für den auf einem Feldzug in Flandern befindlichen König die Polizeigewalt ausübte) reagierte sofort mit einem Verbot, der Erzbischof von Paris drohte Molière sogar mit Exkommunikation. Als dieser zwei Schauspieler mit einer Bittschrift zum König schickte, signalisierte der zwar Wohlwollen, tat aber nichts. Immerhin duldete er, dass der Prince de Condé (der ältere Bruder Contis) 1668 das Stück zweimal privat bei sich aufführen ließ. Erst am 5. Februar 1669, als der "alte Hof" nach Annas Tod 1666 endgültig entmachtet war und Ludwig nach innen- und außenpolitischen Erfolgen fest im Sattel saß und keine Rücksicht mehr auf die frommen Gegner Molières nehmen musste, konnte dieser den nochmals überarbeiteten Tartuffe aufführen – nun mit triumphalem Erfolg. Inzwischen hatte er übrigens das Thema der Heuchelei weiterverfolgt: Ende 1664, also bald nach dem ersten Verbot des Tartuffe, hatte er Dom Juan verfasst, ein Prosastück über einen hochadeligen Heiratsschwindler und Freigeist, der, um sich den Nachstellungen empörter Geschädigter zu entziehen, eine Bekehrung zu christlicher Moral und Frömmigkeit vortäuscht, aber schließlich zur Hölle fährt. Auch dieses Stück wurde, vermutlich wegen der nicht eindeutig negativen Darstellung von Dom Juans Freidenkertum, nach wenigen Aufführungen verboten. Im Juni 1666 hatte Molière die Verskomödie Le Misanthrope ("Der Menschenfeind") herausgebracht, eine Satire auf die geheuchelte Nettigkeit und unehrliche Schmeichelei in den Pariser Salons und am Königshof. Doch stehen noch zwei andere Themen im Hintergrund dieses vielleicht autobiografischsten Stücks Molières, nämlich seine eigenen Probleme als im Inneren bürgerlich Gebliebener in der ihm letztlich fremden adeligen Hofgesellschaft und seine Enttäuschung als älterer liebender Mann durch seine kokette junge Frau, die 21 Jahre jüngere Armande.

Die letzten Jahre

1668 (nach dem Verbot auch der zweiten Tartuffe-Version) hatte Molière in der Verskomödie Amphitryon erstmals leise Kritik geübt an seinem hochmögenden, aber wenig zuverlässigen Gönner Ludwig, der verschlüsselt auftritt in Gestalt des ganz ungeniert seinem sexuellen Lustgewinn nachgehenden Titelhelden Amphitryon alias Jupiter. In Georges Dandin (Prosa, ebenfalls 1668) hatte er bitter die Arroganz gebrandmarkt, mit der Adelige, selbst wenn sie verarmt waren, die gesellschaftlich nützliche Bourgeoisie verachten und ausbeuten zu dürfen meinten. Insgesamt aber hatte er sich nach 1667 mehr und mehr auf nicht-kontroverse Themen zu verlegen begonnen und versucht, durch gefällige Stücke, insbesondere sog. Ballettkomödien mit Musik von Lully, sein Theater zu füllen und den König bei Laune zu halten. Neben etlichen anderen, heute vergessenen Stücken schrieb Molière in diesen Jahren: 1668 L'Avare ("Der Geizige"), eine Prosakomödie, in der er den Typ des reich gewordenen, aber engstirnig und geizig gebliebenen Bürgers karikiert, der seine lebensfroheren und konsumfreudigeren Kinder fast erstickt. 1669 Monsieur de Pourceaugnac, eine Prosakomödie, in der er einen dümmlichen Provinzler die quasi schon eingekaufte Braut an einen klügeren Rivalen verlieren läßt. 1670 Le Bourgeois gentilhomme ("Der Bürger als Edelmann"), eine Prosakomödie mit Gesang- und Balletteinlagen, in der Molière die naive Sucht der Bourgeoisie nach Adelstiteln verspottet. (Musik von Lully) 1671 Les fourberies de Scapin ("Scapins Schelmenstreiche"), eine Prosakomödie, in der er in einer turbulenten Handlung um den pfiffigen Diener Scapin alle Register der Farce zieht. 1672 Les femmes savantes ("Die gelehrten Frauen") eine Verskomödie, in der er das gewissermaßen falsche Bewusstsein dreier pseudogebildeter und pseudoemanzipierter Bürgerinnen karikiert. 1673 Le Malade imaginaire ("Der eingebildete Kranke"), eine Prosakomödie, in der Molière ein altes und mehrfach auch schon von ihm selbst bearbeitetes Thema gestaltet, nämlich die naive Medizingläubigkeit reicher Kranker und vor allem die Inkompetenz der von keinerlei Selbstzweifeln geplagten Ärzte – eine Inkompetenz, die dem selbst häufig kranken Autor nur allzu bekannt war. Insgesamt verdüsterte sich in diesen Jahren rasch sein Horizont: Der ständige berufliche Stress sowie die langen Querelen um den Tartuffe hatten seine Gesundheit ruiniert; häufige Eheprobleme setzten ihm zu; Anfang 1672 erkrankte und verstarb seine langjährige Weggefährtin Madeleine Béjart; Ende 72 starb ein drittes Kind bald nach der Geburt; er musste erleben, wie der Komponist Lully zum Rivalen wurde, den der König zu favorisieren begann. Le Malade imaginaire sollte in bitterer Ironie sein letztes Stück bleiben und die Hauptrolle des vermeintlich Kranken seine letzte Rolle. Bei der vierten Aufführung am 17. Februar 1673 brach er zusammen und starb kurz danach. Nur mühsam gelang es seiner Frau Armande, den Widerstand des Gemeindepfarrers zu brechen und über den König beim Erzbischof von Paris die Genehmigung einer halbwegs ehrbaren Bestattung zu erlangen. Die Truppe Molières blieb unter Armandes Leitung zunächst bestehen, schloss sich aber, als Rivale Lully den Saal des Palais-Royal zugesprochen bekam, der Truppe des Théâtre du Marais an. 1680 fusionierte diese auf Anweisung von Ludwig XIV. mit der Truppe des Hôtel de Bourgogne: die noch heute bestehende Comédie-Française war geboren.

Werke


- Amphitryon
- Critique de l'École des femmes ("Kritik der Schule der Frauen")
- Dom Garcie de Navarre ou Le Prince jaloux ("Don Garcie de Navarre oder Der eifersüchtige Fürst")
- Dom Juan ("Don Juan")
- Georges Dandin ou Le mari confondu ("George Dandin oder Der beschämte Ehemann")
- L'Amour médecin ("Die Liebe als Arzt")
- L'Avare ("Der Geizige")
- La Comtesse d'Escarbagnas ("Die Gräfin von Escarbagnas")
- La Jalousié du Barbouillé ("Die Eifersucht des Angeschmierten")
- La Princesse d'Élide ("Die Fürstin von Elis")
- Le Bourgeois gentilhomme ("Der Bürger als Edelmann")
- L'Étourdi ou Les Contretemps ("Der Tolpatsch oder die Querstreiche")
- Le Dépit amoureux ("Liebesärger")
- L'École des femmes ("Die Schule der Frauen")
- L'École des maris ("Die Schule der Ehemänner")
- L'Impromptu de Versailles ("Das Stegreifspiel von Versailles")
- Le Malade imaginaire ("Der eingebildete Kranke")
- Le Mariage forcé ("Die Zwangsheirat")
- Le Médecin malgré lui ("Der Arzt wider Willen")
- Le Médecin volant ("Der fliegende Doktor")
- Le Misanthrope ("Der Menschenfeind")
- Les Amants magnifiques ("Die hochherzigen Liebenden")
- Les Fâcheux ("Die Lästigen")
- Les Femmes savantes ("Die gelehrten Frauen")
- Les fourberies de Scapin ("Die Schelmenstreiche Scapins")
- Les Précieuses ridicules ("Die lächerlichen Preziösen")
- Le Sicilien ou L'amour peintre ("Der Sizilier oder Die Liebe als Maler")
- Mélicerte
- Monsieur de Pourceaugnac
- Pastorale comique
- Psyché ("Psyche")
- Sganarelle ou Le Cocu imaginaire ("Sganarell oder Der eingebildete/vermeintliche Hahnrei")
- Tartuffe ou L'Imposteur ("Tartüff oder der Betrüger")

Literatur


- Gabriele Blaikner-Hohenwart: Der deutsche Molière. Molière-Übersetzungen ins Deutsche. Frankfurt am Main u.a.: Lang 2001. (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 24, Ibero-romanische Sprachen und Literaturen; 65) ISBN 3-631-36333-8
- Nicola Denis: Tartuffe in Deutschland. Molières Komödie in Übersetzungen, in der Wissenschaft und auf der Bühne vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Münster u.a.: Lit 2002. (= Literatur - Kultur - Medien; 2) ISBN 3-8258-6022-1
- Jean Firges: Molière. Der Menschenfeind. Plaidoyer gegen eine verlogene Gesellschaft. Annweiler am Trifels: Sonnenberg-Verl. 2003.(= Exemplarische Reihe Literatur und Philosophie; 15) ISBN 3-933264-31-6
- Jürgen Grimm: Molière, 2. überarb. u. aktual. Aufl. München: Metzler 2002. (= Sammlung Metzler; 212) ISBN 3-476-12212-3
- Friedrich Hartau: Molière in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1976. (= Rowohlts Monographien; 24) ISBN 3-499-50245-3
- Johannes Hösle: Molière. Sein Leben, sein Werk, seine Zeit. München u.a.: Piper 1987. ISBN 3-492-02781-4
- Thomas A. Keck: Molière auf Deutsch. Eine Bibliographie deutscher Übersetzungen und Bearbeitungen der Komödien Molières. Hannover: Revonnah-Verl. 1996. (= Bibliographische Bibliothek; 3) ISBN 3-927715-63-8
- Molière, hrsg. v. Renate Baader. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1980. (= Wege der Forschung; 261) ISBN 3-534-07833-0
- Jürgen von Stackelberg: Molière. Eine Einführung. Stuttgart: Reclam 2005. (= UTB; 17655) ISBN 3-15-017655-7

Weblinks


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- [http://www.pinkernell.de/romanistikstudium Artikel in "Namen, Titel und Daten der franz. Literatur"] (Quelle für den biografischen Teil)
- [http://www.gutenberg.net/cgi-bin/search/t9.cgi?author=moliere&language=English Werke online (englisch)]
- [http://www.site-moliere.com/pieces/ Werke online (französisch)]
- [http://www.biblioweb.org/-MOLIERE-.html Biblioweb : Biografie, Bibliografie, Analyse] (französisch) Siehe auch: Liste französischer Schriftsteller Moliere Kategorie:Franzose Moliere Moliere Moliere Moliere Moliere Moliere Moliere ja:モリエール ko:몰리에르

Heinrich von Kleist

Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist (
- 18. Oktober, nach Kleists eigenen Angaben 10. Oktober 1777 in Frankfurt (Oder); †