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Analoge Fernsehübertragung
Als analoges Fernsehen bezeichnet man Fernsehen, bei dem zumindest die Bilddaten, meist aber auch die Tondaten analog übertragen werden. Aufnahme und Bearbeitung (Schnitt, Effekte usw.) können dabei aber durchaus mittels digitaler Technik erfolgen. Dies ist heutzutage sogar üblich.
Siehe auch
- digitales Fernsehen
- Liste der Fernsehsender
- PAL
- NTSC
- SECAM
Kategorie:Fernsehen
FernsehenAls Fernsehen (auch kurz TV, vom griechisch-lateinischen Kunstwort Television) bezeichnet man im Allgemeinen eine Technik zur Aufnahme, das heißt der Abtastung und Zerlegung von Bildern an einem Ort, deren Übertragung über einen Übertragungsweg an einen anderen Ort, sowie ihrer dortigen Wiedergabe, das heißt der Zusammensetzung mit Hilfe eines Fernsehgerätes.
Im Speziellen bezeichnet Fernsehen heute eine Technik, bei der die Bilder bewegt sind und zusätzlich passender Ton übertragen wird. Letzterer wird mit Mikrofonen aufgenommen und meist mit Lautsprechern wiedergegeben.
Technik
Werden lediglich Helligkeitsunterschiede bei Aufnahme und Wiedergabe der Bilder berücksichtigt, so spricht man von Schwarz-Weiß-Fernsehen. Im Unterschied dazu wird vom Farbfernsehen gesprochen, wenn auch Farbinformationen aufgenommen und wiedergegeben werden.
Falls die Bilder und Töne auf einem Speichermedium, etwa einer sogenannten "MAZ", aufgezeichnet werden, können sie auch zu einem späteren Zeitpunkt, gegebenenfalls nach einer Bearbeitung, über einen Übertragungsweg gesendet werden. Das sofortige Senden der aufgenommenen Daten wird als Liveübertragung bezeichnet.
Die direkte Wiedergabe der Daten vom Speichermedium, z.B. Videokassette oder DVD, an einem Fernseher ohne Übertragung über einen (längeren) Übertragungsweg zählt man im Allgemeinen nicht zum Fernsehen.
Für das Fernsehen werden üblicherweise Elektromagnetische Wellen oder Spannungen in Koaxialkabeln (Kabelfernsehen) genutzt. Die Übertragung über elektromagnetische Wellen kann dabei terrestrisch (Antennenfernsehen, auch terrestrisches Fernsehen genannt) über terrestrische Frequenzen oder aber mit Hilfe von Satelliten nicht-terrestrisch (Satellitenfernsehen) über Satellitenfrequenzen erfolgen.
Im Bereich des Antennen- und Kabelfernsehens ist bis heute die analoge Übertragung der Informationen üblich (analoges Fernsehen), obwohl die Aufnahme und Bearbeitung der Bilder und Töne schon seit einigen Jahren digital erfolgt. Die Umstellung auf digitale Übertragung der Daten (digitales Fernsehen) ist aber beim terrestrischen Fernsehen bereits im Gange. Beim Satellitenfernsehen ist die Umstellung auf digitales Fernsehen schon weiter fortgeschritten.
Die vollständige Umstellung im Bereich des Antennenfernsehens soll in Deutschland bis 2010 abgeschlossen sein. Zum Empfang wird dann ein zusätzlicher Digital-Decoder (eine so genannte Set-Top-Box) oder ein geeigneter Fernseher (in dem der Decoder genauso wie das heute übliche analoge Empfangsteil schon integriert ist) benötigt. Die Kabelnetzbetreiber des Kabelfernsehens zögern derzeit noch auf digitales Fernsehen umzustellen.
Auf welche Weise die Bild- und Tondaten bei der Übertragung kodiert werden, wird von der Fernsehnorm festgelegt. Sie ist nötig, damit Sender und Empfänger "die gleiche Sprache sprechen". Es gibt weltweit eine verwirrende Vielzahl von Fernsehnormen, die jedoch auf wenige Grundparameter reduziert werden können; die Methode der Farbübertragung ist dabei der entscheidende Parameter, der oft schon alleine als "Fernsehnorm" bezeichnet wird. Die gebräuchlichsten Farbübertragungsnormen sind in Amerika, Japan und Südkorea NTSC und im Rest der Welt PAL und SECAM.
Die Unterscheidung in mechanisches Fernsehen und elektronisches Fernsehen, die während der ersten Fernsehversuche entstand, ist heute unbedeutend: mechanische Aufnahme- und Wiedergabegeräte kamen nie zum Masseneinsatz.
Mechanisches Fernsehen wurde sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe mit der Nipkow-Scheibe realisiert; elektronisches Fernsehen erstmals mit der Ikonoskop-Röhre bei der Aufnahme und der Kathodenstrahlröhre bei der Wiedergabe. Da die Ikonoskopröhre erst später als die Kathodenstrahlröhre entwickelt wurde, gab es zwischenzeitlich auch eine Mischform.
Nutzung
Aufgrund der anfangs begrenzten Anzahl von Übertragungskanälen und der teuren Aufzeichnungstechnik, sowie den bis heute ständig steigenden Ansprüchen an die Bild- und Tonqualität der Fernsehdaten und den damit einhergehenden Kosten der Produktion von Inhalten für das Fernsehen hat sich eine gesellschaftliche Struktur entwickelt, bei der wenige Programmanbieter einem Massenpublikum von bis zu mehreren Millionen Zuschauern gegenüberstehen. Daher zählt Fernsehen zu den Massenmedien.
Die Kosten zur Produktion der Inhalte werden seitens der Programmanbieter auf verschiedenen Wegen eingenommen (siehe hierzu auch Duales Rundfunksystem).
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (siehe hierzu auch Öffentlich-rechtlicher Rundfunk), die einen staatlich festgelegten Programmauftrag haben, an dem sich die Inhalte zu orientieren haben, finanzieren sich in Deutschland zu einem großen Teil aus staatlich festgelegten Gebühren (siehe hierzu auch Gebühreneinzugszentrale, abgekürzt GEZ) und Werbung. Einige weitere Einnahmequellen bestehen im Weiterverkauf oder in der Lizenzierung eigener Fernsehproduktionen.
Die privaten Fernsehsender (siehe hierzu auch Privatfernsehen), finanzieren sich dagegen fast nur durch Werbung. Fernsehproduktionen werden in der Regel nur in Auftrag gegeben und ein Großteil der Programminhalte gekauft oder lizenziert. Bei den gekauften oder lizenzierten Produktionen der deutschen privaten Fernsehsender handelt es sich meist um umsatzträchtige US-amerikanische Serien oder Filme, teilweise ganze Fernsehformate.
Neben den öffentlich-rechtlichen und den privaten Fernsehsendern gibt es noch so genannte Bezahlfernsehsender (engl. Pay-TV-Sender), die vom Zuschauer direkt bezahlt werden (z.B. Premiere). Diese verschlüsseln ihre Sendungen, die so nur mit speziellen Dekodern betrachtet werden können. Der Zuschauer bezahlt dann je nach System entweder pro Programm beziehungsweise Programmpaket oder pro Sendung. Für die Zukunft ist auch eine Bezahlung auf Bestellung geplant. Da Werbung vom Zuschauer meist als störend empfunden wird, verzichten Bezahlfernsehsender in der Regel auf Werbung zur Finanzierung. Dies gilt auch oft als Hauptargument, sich für ein Bezahlfernseh-Abonnement zu entscheiden.
In Großbritannien existiert auch eine Zwischenform. Das dortige BSkyB ist zwar Bezahlfernsehen, es enthält jedoch trotzdem etwa soviel Werbung wie werbefinanziertes Privatfernsehen.
Genutzt wird das Fernsehen seitens der Zuschauer hauptsächlich zur Unterhaltung und Feierabendgestaltung. Daneben dient es auch oft zur Informationsbeschaffung oder Bildung. Entsprechend unterteilt man die Fernsehsendungen auch in Unterhaltungssendungen, Nachrichtensendungen und Bildungsfernsehen. Letzteres wird in Deutschland, mit Ausnahme von Dokumentationen, gemäß ihres Bildungsauftrages fast nur von öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten angeboten. Zunehmend werden Bildung und Nachrichten mit Unterhaltung zum so genannten Infotainment vermischt. Diese Art von Sendungen wird auch zunehmend von privaten und Pay-TV-Sendern angeboten.
Das Spektrum der Unterhaltungssendungen ist äußerst vielfältig und umfasst unter anderem Filme, Serien und Unterhaltungssendungen, die sich in weitere Sparten unterteilen lassen. Zur Rubrik Bildungsfernsehen gehören Dokumentationen, Politik-, Ratgeber- und Wissenschaftssendungen.
Seitens der Wirtschaft wird das Fernsehen zur Werbung benutzt. In kurzen Werbespots werden einzelne Produkte und/oder Marken präsentiert und deren Kauf empfohlen. Neben den Werbespots gibt es auch so genannte Verkaufsshows oder Dauerwerbesendungen. Einige spezialisierte Sender, so genannte Home-Shopping-Sender zeigen den ganzen Tag nichts anderes als solche Verkaufsshows.
Für die Werbeindustrie ist das Fernsehen eines der wichtigsten Medien, denn Fernsehen stellt eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigung dar. Im Schnitt sieht der Bundesbürger mehrere Stunden am Tag fern, so dass auf diesem Weg viele Menschen erreicht werden können. Außerdem eignet sich das Fernsehen für die Werbeindustrie, weil man mit diesem Medium besonders gut Gefühle und Emotionen beim Konsumenten wecken kann.
In Deutschland regeln gesetzliche Auflagen Dauer und Häufigkeit der Werbung pro Sendung beziehungsweise Sendezeit. Die Rechte zur Ausstrahlung von Werbung in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten sind stärker eingeschränkt. Sie dürfen beispielsweise nach 20 Uhr keine Werbung mehr ausstrahlen.
Staat und Politik benutzen das Fernsehen hauptsächlich zur Information der Bevölkerung und Meinungsbildung. Das Spektrum der Inhalte reicht dabei von Hinweisen auf wichtige Ereignisse bis zu Katastrophenwarnungen. Politiker versuchen oft über das Fernsehen die Bevölkerung von ihren eigenen Ansichten zu überzeugen oder ihre Arbeit zu rechtfertigen. In vielen Staaten wird Fernsehen auch häufig seitens der Regierung zur Propaganda eingesetzt.
Ein weiteres Anwendungsgebiet der Fernsehtechnik besteht in Videoüberwachung, die zunehmend günstiger wird, da die Technik einerseits qualitativ besser und gleichzeitig billiger wird, andererseits die besonders kostenintensive Herstellung von Inhalten entfällt.
In der Weltraumforschung, die sowieso hohe Kosten für Missionen veranschlagt, wird die Fernsehtechnik ebenfalls eingesetzt. Allerdings werden hier selten bewegte Bilder aufgenommen. Stattdessen kommen Spezialkameras zum Einsatz, die oft besonders hohe Auflösungen besitzen und/oder Licht anderer Spektralbereiche, als die vom menschlichen Auge wahrgenommen, aufzeichnen und teilweise zeitversetzt zur Erde senden.
Rechtliche Regelung in Deutschland
Fernsehen wird in Deutschland vom Rundfunkrecht geregelt. Als meinungsbildendes Medium fällt es in die Kulturhoheit der Bundesländer und wird daher in erster Linie von ihnen geregelt und verwaltet. Um bundesweit einheitliche Regelungen zu schaffen, haben sich alle Bundesländer mit dem Rundfunkstaatsvertrag auf ein einheitliches Regelwerk geeignet. Dieses enthält insbesondere Regelungen für die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten, über die Zulassungsvoraussetzungen von privaten Rundfunksendern, Form und Dauer der Werbung, Jugendschutz, die Kurzberichterstattung und der Berichterstattung über Großereignisse.
Soziologische Betrachtung
Kurzberichterstattung
Fernsehen ist ein Massenmedium und hat sich seit den 1950er Jahren in den Industriestaaten zum Leitmedium entwickelt. Im Jahr 2003 besaßen 94,4% der deutschen Haushalte ein Fernsehgerät. Für viele Menschen ist es Teil des Alltags geworden und strukturiert oft sogar den Tagesablauf. Es erfährt eine Zuwendung durch alle Schichten und Altersgruppen und tritt mit einer zuvor nicht gekannten Wirksamkeit an die Stelle aller Institutionen mit publizistischem Anspruch, ohne diese aber vollständig zu ersetzen.
Fernsehen wirkt orientierend und nivellierend. Wichtiges Instrument dafür ist die ständige Wiederholung. Dadurch wird es zur Grundlage der allgemeinen Geschmacks- und Stilbildung und dient der gesellschaftlichen Kommunikation. Durch das verstärkte Aufkommen von Spartenkanälen verbunden mit der wachsenden Rolle des Internets im gesellschaftlichen Leben geht die stilbildende Funktion des Fernsehens allerdings wieder zurück. Jedermann kann in gewissen Grenzen sein eigener Programmdirektor werden. Dies bewirkt eine zunehmende Zersplitterung und Fragmentierung der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Kommunikation. Damit sachgemäß umzugehen ist Aufgabe der Medienpädagogik.
Fernsehsender erheben oft den Anspruch, dem Zuschauer einen Blick auf die komplexe Gesellschaft zu präsentieren. Immer mehr und unterschiedlichere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erfahren eine breiterwerdende mediale Beachtung. Aber der darzustellende Lebensbereich muss interessant, verständlich und optisch umsetzbar sein. Damit geht von vornherein eine Selektion einher, verbunden mit einer Reduktion der vielfältigen kommunikativen Codes und Zeichensysteme, sowie einer Spezialisierung und Perfektionierung akustisch-visueller Signale. Tatsächlich ist es in vielen Fällen sogar so, dass Fernsehen die Themen, über die Verständigung lohnenswert scheint, erst schafft. Auf der Suche nach neuen Themen, die die Zuschauer binden durchbrechen die Fernsehmacher oft Grenzen, die in den Augen vieler oft bis zum Tabubruch führen.
Geschichte
Im Jahr 1883 erfand Paul Nipkow das 'Elektrische Teleskop', welches mit Hilfe einer rotierenden Scheibe ('Nipkow-Scheibe'), die mit spiralförmig angeordneten Löchern versehen war, Bilder in Hell-Dunkel-Signale zerlegte beziehungsweise wieder zusammensetzte. Damit gelang ihm die erste elektrische Bildübertragung. Dieses Ereignis wird heute als Beginn des Fernsehens angesehen und Paul Nipkow als sein Erfinder bezeichnet. Die Technik zur Bildzerlegung und -Wiedergabe war aber mechanisch und damit nicht besonders leistungsfähig.
In den 1920er Jahren ersetzte Lev Theremin die Löcher in der Nipkow-Scheibe durch Spiegelanordnungen und erreichte 1927 bereits Übertragungen bei Tageslicht und Bilder mit 100 Zeilen auf großflächigen Projektionen. Allerdings wurden seine Ergebnisse nicht publiziert, sondern vom sowjetischen Geheimdienst zur Personenüberwachung genutzt. (Der bekannte Weltrekord war damals 48 Zeilen.)
Das erste elektronische Fernsehen entwickelte Manfred von Ardenne 1931 auf Grundlage der im Jahr 1897 von Ferdinand Braun zusammen mit Jonathan Zenneck entwickelten Kathodenstrahlröhre (auch Braunsche Röhre genannt). Diese ist die Grundlage für die bis heute am weitesten verbreitete Methode, Bilder für das Fernsehen darzustellen. Die ersten Anwendungen fand sie aber in Messapparaturen. Die für das Fernsehen entscheidenden Weiterentwicklungen der Kathodenstrahlröhre steuerte Wladimir Sworykin bei, der 1923 den ersten brauchbaren elektronischen Bildabtaster, die Ikonoskop-Röhre erfand, welche ab 1934 in Serie hergestellt wurde, heute aber keine Verwendung mehr findet. 1929 erfand Sworykin die Kineskop-Röhre zur Bildwiedergabe. Diese ist bis heute Vorbild in allen Fernsehgeräten, die auf der Kathodenstrahlröhre basieren. Damit ebnete Sworykin den Weg zum vollständig elektronischen Fernsehen.
Das erste echte elektronische Fernsehbild sendete 1926 in Japan Kenjiro Takayanagi, der die Braunsche Röhre umgebaut hatte (s. Japanisches Fernsehen).
Ab dem 22. März 1935 wurde in Deutschland das erste regelmäßige Fernsehprogramm der Welt ausgestrahlt (s. Haus des Rundfunks, Berlin). Ihren Höhepunkt erlebten die Sendungen im Dritten Reich, die nur wenige tausend Zuschauer in so genannten Fernsehstuben und Großbildstellen in Berlin und später Hamburg erreichten, mit den umfangreichen Übertragungen von den Olympischen Sommerspielen 1936. Obwohl die Nationalsozialisten auch das Fernsehen für ihre Zwecke zu nutzen versuchten, blieb das Radio (s. Hörfunk) wegen der Reichweite das wichtgste Medium für die nationalsozialistische Propaganda. Im Winter 1944 wurden die Fernsehsendungen im Deutschen Reich eingestellt. In der Bundesrepublik Deutschland sollte erst am 25. Dezember 1952 der Fernsehbetrieb wieder aufgenommen werden.
Einer der Pioniere des Farbfernsehens war John Logie Baird, dem es 1941 gelang, erste farbige Fernsehbilder zu übertragen. Aber erst 1954 wurde in Nordamerika die NTSC-Norm für Farbfernsehen eingeführt. Damit waren die Amerikaner den Europäern weit voraus. Diese führten erst 12 bis 13 Jahre später mit der PAL-Norm von Walter Bruch das Farbfernsehen ein. Der Vorsprung der Nordamerikaner hatte aber auch seinen Preis. Die NTSC-Norm besitzt einige Schwächen, so dass es häufig zu Farbfehlern bei der Darstellung kommt. Daher wird die Abkürzung NTSC scherzhaft auch mit "Never The Same Color" übersetzt.
Das Zeitalter des Satellitenfernsehens begann am 12. August 1960. An diesem Tag wurde mit Echo 1 der erste passive Kommunikationssatellit in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht. Die Qualität der übertragenen Fernsehbilder war allerdings sehr mäßig. Der erste aktive Fernmeldesatellit Telstar wurde am 10. Juli 1962 in seine Umlaufbahn gebracht. Mit seiner Hilfe wurde am 23. Juli die erste Live-Sendung für die Eurovision aus den USA gesendet. Am 26. Juli 1963 wurde mit Syncom 2 erstmals ein Kommunikationssatellit in eine fast vollständige geostationäre Umlaufbahn gebracht. Dies ermöglichte es, von einem festen Punkt auf der Erde ununterbrochen Signale an einen Satelliten zu senden oder von diesem zu empfangen.
Ausblick
geostationär
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Viele Bestrebungen, die technische Qualität zu verbessern, sind mangels Kooperation verschiedenster Interessengruppen gescheitert. Sicher ist die Ablösung des analogen durch das digitale Fernsehen, die beim Satelliten-Fernsehen schon weitgehend abgeschlossen ist. Deutschland hat sich per Rundfunkstaatsvertrag das Ziel gesetzt, bis 2010 auf die digitale Ausstrahlung der Fernsehprogramme umzustellen. 2003 wurde in Berlin bereits die terrestrische analoge Fernsehausstrahlung auf digitale auf Basis von DVB-T umgestellt.
Erst in der Folge wird es wohl auch zu einer Verbesserung der Fernsehqualität, insbesondere bei der Auflösung der Bilder (HDTV) kommen, da mit der fortschreitenden Weiterentwicklung der Computertechnik Anpassungen an zukünftige Fernsehnormen auch softwareseitig möglich werden und dies den Zwang zum Kauf neuer Geräte vermeiden helfen könnte.
Die heute überwiegend auf Kathodenstrahlröhren basierenden Fernsehgeräte werden bei sinkenden Preisen wohl langsam von den flachen und damit platzsparenden Plasmabildschirmen oder Flüssigkristallbildschirmen abgelöst. Eine weitere alternative aber noch nicht ganz ausgereifte Technik für Flachbildschirme sind OLED-Bildschirme, die gegenüber den beiden Erstgenannten mehrere Vorteile (Blickwinkelunabhängigkeit, weiter reduzierter Stromverbrauch, schnellere Schaltzeiten, biegsam) mit sich bringen könnten.
Mit dem Internet entsteht eine völlig neue Verbreitungsmöglichkeit von bewegten Bildern und Ton, die in Konkurrenz zur klassischen Nutzungs- und Verbreitungsform des Fernsehens (siehe oben) treten könnte, aber deutlich weitergehende Möglichkeiten und Vorteile bietet. Dies könnte der klassischen Verbreitungsform von Fernsehen zunehmend das Publikum entziehen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob und wie die Contentproduzenten dabei ihre Produktionskosten einfahren können und wie das klassische Fernsehen darauf reagieren wird.
Literatur
- Pierre Bourdieu: Über das Fernsehen. Frankfurt: Suhrkamp, 1998.
- Knut Hickethier: Geschichte des deutschen Fernsehens. Stuttgart: Metzler, 1998.
- Monika Bernold (Hrsg.), Screenwise : Film, Fernsehen, Feminismus ; Dokumentation der Tagung "Screenwise. Standorte und Szenarien Zeitgenössischer Feministischer Film- und TV-Wissenschaften", 15. - 17. Mai 2003, in Wien, Marburg : Schüren, 2004. ISBN 3-89472-387-4
Siehe auch
- Geschichte des Fernsehens
- Chronologie des Fernsehens
- Chronologie englischsprachiger Medien
- Japanisches Fernsehen, Fernsehen der DDR
- Fernsehen in der ehemaligen Sowjetunion
- Liste der Fernsehsender, Frequenzen der Fernsehkanäle, Fernsehdrama
- Privatfernsehen, Industrielles Fernsehen
- Fernsehpreis, Einschaltquote
- Fernseher, Kellfaktor (Technik)
- Medienmogul, Massenmedien
Weblinks
- [http://www.w-akten.de/themaderwoche/deutschland-tv.phtml Kleine Fernsehgeschichte]
- [http://bs.cyty.com/menschen/e-etzold/archiv/TV/tv.htm Vom Einheitsempfänger bis zum Taschen-Farbfernseher - Fernseher und Farbfernseher aus der Anfangzeit des Fernsehens und des Farbfernsehens]
- [http://www.zohnertheater.ch/de/independentTheatre/index.php?we_objectID=170 NO TV: Fernsehen ausschalten!]
!
ja:テレビ
ko:텔레비전
ms:Televisyen
simple:Television
th:โทรทัศน์
InformationsübertragungAls Informationsübertragung bezeichnet man den Vorgang, Informationen von einem Sender (auch Informationsquelle) an einem Ort durch einen Kanal zu einem Empfänger (auch Informationssenke) an einem anderen Ort zu übermitteln. Es handelt sich also um einen technischen Ausdruck für Kommunikation nach dem Sender-Empfänger-Modell.
Technisch wird dazu vom Sender eine physikalische Größe (beispielsweise elektrische Spannung oder die Frequenz elektromagnetischer Wellen) vom Sender zeitlich variiert und vom Empfänger gemessen.
Man unterscheidet dabei analoge und digitale Informationsübertragung.
Bei der analogen Übertragung von Information werden der physikalischen Größe die entsprechenden Daten kontinuierlich aufgeprägt. Jeder Wert ist dabei in einem festgelegten Intervall zulässig und zu jedem Zeitpunkt relevant. Die technische Unmöglichkeit den Nachrichtenkanal (das heißt die physikalische Größe) so gut von der Außenwelt abzuschirmen, dass dieser nicht von ihr beeinflusst wird, sowie die technische Unmöglichkeit die physikalische Größe exakt zu messen, führen mit der Zeit zum Informationsverlust, der auch
nicht durch Verstärker verhindert werden kann.
Bei der digitalen Informationsübertragung werden der physikalischen Größe die entsprechenden Daten diskret aufgeprägt. Hierbei sind mehrere disjunkte, nicht direkt aufeinander folgende Intervalle zulässig, die auch nur in bestimmten disjunkten, nicht direkt aufeinander folgenden Zeitintervallen relevant sind.
Innerhalb der relevanten Zeitintervalle darf der Wert der physikalischen Größe nur innerhalb eines zulässigen Intervalls variieren. Der Empfänger misst dann einmal in jedem relevanten Zeitintervall die physikalische Größe. Die Intervallfolge der physikalischen Größe zu den relevanten Zeitintervallen enthält nun die Information. Verfahrensbedingt ist es durch ausreichende
Abschirmung der physikalischen Größe von der Außenwelt, geeignete
Wahl der Intervalle und Einsatz fehlerkorrigierender Codes möglich, die Wahrscheinlichkeit von Informationsverlusten zu Lasten der Übertragungsgeschwindigkeit beliebig weit zu reduzieren.
Siehe auch: Informationstheorie, Kommunikation, Nachrichtentechnik
Kategorie:Telekommunikation
SchnittDer Begriff Schnitt bezeichnet
- das Schneiden, u.a. in der Chirurgie und in der Textilverarbeitung
- den durch das Schneiden entstandenen Einschnitt bzw. die Schnittfläche
- eine durch Schneiden erzeugte Wunde: Schnittwunde
- die Mahd von schnittreifem Gras oder Getreide (ugs.: einen guten Schnitt machen)
- eine durch ein Schneidewerkzeug (z.B. Schere) hevorgebrachte Form (Schnitt des Anzugs, Haarfrisur)
- in der Biologie und Medizin zu mikroskopischen Zwecken mit dem Mikrotom gefertigtes Gewebeplättchen → histologischer Schnitt
- in der Filmtechnik das Schneiden eines Films → Schnitt (Film)
- ein in Köln herausgegebenes, vierteljährlich erscheinendes Filmmagazin [http://www.schnitt.de Schnitt]
- im Buchwesen die drei Schnittflächen eines Buchblocks
- in der Typografie (Buchdruck) der Schriftschnitt als Unterart einer Schriftart, z.B. kursiver Schnitt, fetter Schnitt
- die (grafische) Darstellung eines Körpers in einer Schnittebene, z.B. Längsschnitt, Querschnitt
- in der Geometrie die Gesamtheit der gemeinsamen Punkte zweier geometrischer Gebilde → Schnittpunkt, → Schnittgerade, → Kegelschnitt)
- in der Vermessung: Vorwärtsschnitt, Bogenschnitt (Methoden, um einen Punkt zu bestimmen)
- in der Statistik auch für den Mittelwert ("Durchschnitt")
- in der Mengenlehre kurz für die Schnittmenge
- in der Graphentheorie eine Teilmenge der Knoten in einem Netzwerk→Schnitt (Graphentheorie)
- in der darstellenden Kunst eine Technik (Holzschnitt, Linolschnitt)
- beim Ballspiel der Drall, den der Ball durch Anschneiden bekommt
- ein mangels Zeit nicht vollgefülltes Bierglas
- in der Metamathematik, der Beweistheorie, der Informatik und Logik der Kalküle ist ein Schnitt (engl. Cut) das Wegschneiden einer Zwischenformel nach der Schnittregel.
- in der Mathematik ist der Dedekindsche Schnitt eine Methode zur Konstruktion der reellen Zahlen aus den rationalen Zahlen.
- in der Topologie (Mathematik) ist ein Schnitt eine Funktion f, die eine stetige Einbettung ist und wo es eine Retraktion von X auf f[X] gibt.
- in der Kategorientheorie ist ein Schnitt ein Morphismus, der ein linkes Inverses besitzt, wo es also einen Morphismus g gibt mit g o f = id
- in der Heraldik die Art der Linien mit denen der Schild in Felder aufgeteilt wird
Siehe auch: Goldener Schnitt, Schnittmuster
Digitales FernsehenAls digitales Fernsehen oder Digitalfernsehen bezeichnet man sowohl die Ausstrahlung der Bild- und Tondaten des konventionellen Programmangebots des Fernsehens in digitalisierter Form sowie auch ein nicht präzise eingegrenztes Spektrum neuartiger Dienste wie interaktives Fernsehen.
Technik
Die Übertragung erfolgt in Europa wie in den meisten Staaten der Welt im DVB-Standard, der neben Fernseh- und Radioprogrammen auch Zusatzinformationen (z.B. Untertitel, EPG) und neue Datendienste (z.B. Texte, PC-Daten, MHP) bietet.
Es gibt verschiedene Übertragungsmöglichkeiten für DVB:
- DVB-T (terrestrisch)
- DVB-C (Kabel)
- DVB-S (Satellit)
- DVB-H (terrestrisch für mobile Geräte)
Japan nutzt ein verwandtes Verfahren (ISDB), während die USA zumindest für den Antennenempfang ihr ATSC-Format propagieren.
Zeitliche Entwicklung
Das Digitalfernsehen wurde kommerziell erstmals im Frühjahr 1994 per Satellit unter dem Markennamen DirecTV in den USA angeboten.
Ende 1993 einigten sich zwölf europäische Länder darauf, möglichst rasch eine Spezifikation für die Übertragung digitaler Fernsehsignale über Satellit und Kabel zu erstellen; die Einführung war bereits für 1995 geplant. Das daraus erwachsene DVB wurde in Deutschland dann erstmals am 28. Juli 1996 vom dafür neu geschaffenen Pay-TV-Veranstalter DF1 (Digitales Fernsehen 1) ausgestrahlt. Wegen Erfolglosigkeit trotz großangelegter Werbekampagne und populärer Sportereignisse wurde es später mit dem Bezahlsender Premiere aus dem gleichen Haus, der Kirch-Gruppe, zusammengelegt.
Währenddessen begannen beinahe alle überregionalen deutschen Sender, privat wie öffentlich-rechtlich, vorwiegend über die Astra-Satelliten des Betreibers SES parallel zur analogen mit der digitalen Ausstrahlung. Digital kommt auf die Zuschauer eine regelrechte Programmflut zu. Neben zusätzlichen, nur für Digital-Nutzer zugänglichen Sendern werden auch einige Lokalsender digital ausgestrahlt.
Anfang 2003 begann etwas später als in vergleichbaren Ländern (UK: 1996) die Einführung von DVB-T, der terrestrischen DVB-Variante, im Großraum Berlin, doch mit der vollständigen Abschaltung des analogen terrestrischen Fernsehens in diesem Gebiet bereits im August desselben Jahres nahm Deutschland weltweit eine Vorreiterrolle ein. Nach Berlin folgte zunächst in weiteren Ballungsgebieten die Umstellung auf DVB-T.
Ab 2004 wird in Europa über Satellit HDTV ausgestrahlt.
Siehe auch
- IPTV
Weblinks
- [http://www.infosat.info/ Aktuelle Information zum Thema Digitales Fernsehen über Satellit, Kabel & Antenne von INFOSAT]
- http://www.digitalfernsehen.de (Newsportal, Hintergründe, Forum; Website der Zeitschrift)
- http://www.ueberall-tv.de/ (hrsg. v. Deutsche TV-Plattform e.V.)
- http://www.hans-bredow-institut.de/publikationen/dw/index.html (DocuWatch Digitales Fernsehen)
- http://www.rundfunkinfo.de (Digitales Fernsehen, DVB-T, DVB-C, Premiere)
- http://www.dvb-t-technik.de/ (Infos, News, Tipps, Forum rund um DVB-T)
- [http://www.dvb-t-portal.de DVB-T-Portal von TechniSat: News, Vorteile, Programm-Übersichten der Regionen ]
- http://www.transponder-news.de (umfangreiches Forum zu den Themen Digitales Fernsehen, Empfangswege...)
Kategorie:Fernsehen
Kategorie:Fernsehtechnik
ja:デジタルテレビ
ko:디지털 텔레비전
Liste der Fernsehsender
Diese Liste der Fernsehsender enthält zunächst deutschsprachige Fernsehsender, die heute noch auf Sendung sind. Die Liste nennt öffentlich-rechtliche und private Vollprogramme und anschließend Spartenprogramme nach ihrer jeweiligen Sparte.
Digitale Programme innerhalb von so genannten Programmbouquets, wie zum Beispiel ARD digital, ZDFvision, Premiere, KabelDigital Home (Kabel Deutschland bzw. Kabel BW), Tividi (ish bzw. iesy) oder easy.TV wurden ebenfalls aufgenommen. Bei jedem Programm ist die offizielle Bezeichnung (Kurzform) sowie - soweit bekannt - der Sendestart genannt. Bei Programmen, die früher unter einer anderen Bezeichnung auf Sendung waren, ist auch die ursprüngliche Bezeichnung angegeben.
Im Anschluss daran folgt eine Übersicht von deutschsprachigen Programmen, die den Sendebetrieb eingestellt haben oder in anderen Programmen aufgegangen sind.
Alle genannten Programme sind teilweise noch analog über Antenne (terrestrisch) und Kabel in ganz Deutschland und darüber hinaus via Satellit auch in weiten Teilen Europas empfangbar. Einige Programme werden inzwischen ausschließlich digital ausgestrahlt (DVB).
Nicht vollständig aufgenommen sind lokale Fernsehprogramme, also Programme, die nur in einem sehr kleinen Sendegebiet über Antenne oder Kabel zu empfangen sind (z.B. der Offene Kanal einer Stadt oder Region).
Deutschsprachig
Voll- bzw. Unterhaltungsprogramme
- Das Erste (Gemeinschaftsprogramm der ARD) - auf Sendung seit 25. Dezember 1952
- SF1 (SF DRS) Schweiz - auf Sendung seit 20. Juli 1953
- ORF 1 (Österreichischer Rundfunk) - auf Sendung seit 1. August 1955
- ZDF - Zweites Deutsches Fernsehen - auf Sendung seit 1. April 1963
- ORF 2 - auf Sendung seit Dezember 1964
- 3sat - als ZDF 2 auf Sendung seit 1. Januar 1984, als 3sat seit 1. Dezember 1984
- DW-TV - seit dem 1. Januar 1992 auf Sendung als Fernsehprogramm der Deutschen Welle; nahezu weltweit über zahlreiche Satelliten empfangbar
- ARTE - auf Sendung seit 30. Mai 1992
- SF2 (SF DRS) Schweiz - auf Sendung seit 1997
- EinsExtra - auf Sendung seit 29. August 1997
- EinsPlus - auf Sendung seit 29. August 1997, bis 23. April 2005 als EinsMuXx
- German TV - auf Sendung seit April 2002 in Nordamerika (Pay-TV)
- ORF 2 Europe - auf Sendung seit Juli 2004
Die früher als Die Dritten Fernsehprogramme bekannten Programme:
- Bayerisches Fernsehen des BR - auf Sendung seit 22. September 1964 - früher auch Bayern 3 genannt
- hr-Fernsehen des hr - auf Sendung seit 5. Oktober 1964 - früher hessen 3 bzw. hessen fernsehen
- NDR Fernsehen des NDR in Zusammenarbeit mit Radio Bremen - auf Sendung seit 4. Januar 1965, zunächst als Testversuch für 14 Wochen. Daran beteiligt der NDR, Radio Bremen und der damalige SFB, der 1992 ausstieg um sein eigenes Programm zu gestalten (B1 bzw. später SFB1). Von 1989 bis 2001 unter dem Titel "Norddeutsches Fernsehen N3" bekannt. Zuvor ab 1954 Fernsehsendebetrieb als Nordwestdeutscher Rundfunk
- WDR Fernsehen des WDR - auf Sendung seit 17. Dezember 1965, zuvor ab 1954 Fernsehsendebetrieb als Nordwestdeutscher Rundfunk, danach vom 4. Januar 1988 bis 31. Dezember 1993 (?) als West 3 bekannt
- Südwest Fernsehen - auf Sendung seit 5. April 1969 als Südwest 3 als Gemeinschaftsprogramm von SDR, SWF und SR; wird heute vom SWR mit den Regionalversionen Südwest Baden-Württemberg und Südwest Rheinland-Pfalz sowie dem SR Südwest Fernsehen (Saarland) veranstaltet
- MDR Fernsehen des MDR - auf Sendung seit 1. Januar 1992
- rbb Fernsehen des RBB - auf Sendung seit 29. Februar 2004 - hervorgegangen aus dem ORB Fernsehen und SFB1
- Radio Bremen TV - Regionalversion des ansonsten gemeinsamen Programms des NDR-Fernsehens - Seit 3. Januar 2005 wird das Bremer Regionalmagazin "Buten un Binnen" im NDR Fernsehen ausgestrahlt. Daher bezeichnet Radio Bremen sein Programm als Radio Bremen TV - mit eigenem Logo "rb-tv"
Privat
- SAT.1 - auf Sendung seit 1. Januar 1984 als PKS, seit 1. Januar 1985 als SAT.1
- RTL Television, meist als RTL (Radio Tele Luxemburg) bezeichnet - deutsches Programm auf Sendung seit 2. Januar 1984 als RTL plus, 31. Oktober 1992 Umbenennung in RTL Television
- ProSieben - auf Sendung seit 1. Mai 1987 als Eureka TV, seit 1. Januar 1989 als Pro 7
- kabel eins - auf Sendung seit 29. Februar 1992 als Der Kabelkanal, seit 24. Dezember 1994 als Kabel 1, seit 28. März 2005 als kabel eins
- VOX - auf Sendung seit 25. Januar 1993
- RTL II - auf Sendung seit 6. März 1993 als RTL 2, seit 2. Februar 1999 als RTL II
- Super RTL - auf Sendung seit 28. April 1995
- XXP - auf Sendung seit 7. Mai 2001
- Tele 5 - auf Sendung ab 1. Januar 1984 bis 10. Januar 1988 als Musicbox, als Tele 5 von 11. Januar 1988 bis 31. Dezember 1992; wieder neu auf Sendung seit 28. April 2002
- Das Vierte - früher NBC Europe, seit 29. September 2005 als Das Vierte - spezielle Programmversion im analogen Kabel mit Inhalten von GIGA und CNBC Europe
- ATVplus (Österreich) - auf Sendung seit 1. Juni 2003
- U1 TV (Schweiz)
- Star TV (Schweiz)
Spartenprogramme öffentlich-rechtliche und private
- Bloomberg TV - auf Sendung seit 1. September 1998
- Astro TV
- Primetime
Bildung
- BR-alpha - auf Sendung seit 7. Januar 1998
Computer
- GIGA - auf Sendung seit November 1998 auf NBC Europe , seit 30. September 2005 rund um die Uhr auf ASTRA digital
- G-TV - auf Sendung seit März 2004
Dokumentation
- Phoenix - auf Sendung seit 7. April 1997
- ZDFdokukanal - auf Sendung seit 29. August 1997
- XXP - auf Sendung seit 7. Mai 2001 bzw. seit 1. März 2005 als XXP digital
- terranova - auf Sendung seit 6. Januar 1996 als ONYX und seit dem 15. September 2004 als Terra Nova
- Planet, auf Sendung seit 21. Juni 1997
- The History Channel Bezahlfernsehen - auf Sendung seit 15. November 2004
- National Geographic Channel Bezahlfernsehen - auf Sendung seit 1. November 2004
Einkaufen
- HSE24 Home Shopping Europe - auf Sendung seit 16. Oktober 1995 als Home Order Television
- QVC - auf Sendung seit 1. Dezember 1996
- RTL Shop - auf Sendung seit 1. März 2001
- TV Shop Deutschland - mit eigenem Kanal seit 1.September 2004 auf Sendung, sendet auch in der Nachtlücke von EuroSport
- Trend Pro TV - auf Sendung seit November 2004
- Lifestyle TV - auf Sendung seit den 31. Dezember 2004 und LoveStyle-TV sowie eUrotic.tv (gemeinsamer Kanal, eUrotic.tv wird von Hotbird übernommen
- ProMarkt.tv - auf Sendung seit
erotisches Einkaufen
- Lovestyle TV - auf Sendung seit
- Orion TV - auf Sendung seit
Entertainment
- E! Entertainment (Bezahlfernsehen) - auf Sendung seit 2. Dezember 2002
Erotik
- 9Live - auf Sendung seit 25. August 1995 als tm 3, 1. September 2001 Umbenennung in 9Live (Tagsüber Spiele- Unterhaltungssender Nachts Erotik)
Filme
- 13th Street (Bezahlfernsehen) - auf Sendung seit 1. Mai 1998
- SciFi (Bezahlfernsehen) - auf Sendung seit 1. September 2003
- Kinowelt TV (Bezahlfernsehen) - auf Sendung seit 12. Mai 2004
- AXN (Bezahlfernsehen) - auf Sendung seit 1. November 2004
- Silverline (Bezahlfernsehen) - auf Sendung seit 18. November 2003
- Backroom - verschlüsselter Pornosender, empfangbar über Hotbird, englisch, deutsch, französisch, usw.
- Gay TV - Erotikkanal, mehrsprachig, empfangbar über Astra2, verschlüsselt, nicht zu verwechseln mit Gay.tv
- Gay.tv - zwar ein italienischer Sender, hat aber neben anderen Sprachen auch deutschsprachige Spielfilme im Programm, sendet außerdem Musikvideos und Shows, empfangbar über Hotbird und im Kabelnetz von ish
- Gaynetwork - Kontaktbörse, empfangbar über Astra2
- SexGay TV - verschlüsselter Sexkanal, italienisch, englisch, deutsch, u.a. Sprachen, empfangbar über Hotbird
Info
- ZDFinfokanal - auf Sendung seit 29. August 1997
- TW1 (Österreich)
- SFi (SF DRS) Schweiz - auf Sendung seit 1999
- Deutsches Wetter Fernsehen, auf Sendung seit Oktober 2004
Kennenlernen/Dating
- Traumpartner TV - auf Sendung seit 1. Dezember 2004
- Liebevoll.TV
- wellenlaenge.tv
- amio tv
Kinder
- KI.KA - auf Sendung seit 1. Januar 1997 als "Der Kinderkanal", ab 1. Mai 2000 als "KI.KA".
- Super RTL - auf Sendung seit 28. April 1995
- Nickelodeon - auf Sendung vom 12. Juli 1995 bis 31. Mai 1998 - Neustart in Deutschland am 12. September 2005 unter dem Namen "Nick"
- Toon Disney und Toon Disney zeitversetzt (Bezahlfernsehen)
- Playhouse Disney Vorschulprogramm
- tv.gusto premium - auf Sendung seit 21. September 2004
- Wein TV - auf Sendung seit 17. September 2004
- ARTE - auf Sendung seit 30. Mai 1992
- ZDFtheaterkanal - auf Sendung seit 9. Dezember 1999
- 3sat -als ZDF 2 seit 1. Januar 1984, als 3sat auf Sendung seit 1. Dezember 1984
- EinsFestival - auf Sendung seit 29. August 1997
- MTV - auf Sendung seit 1.August 1987 als MTV Europe - auf Deutsch seit 1995 als MTV-Central
- MTV Dance Bezahlfernsehen
- MTV Hits Bezahlfernsehen
- MTV 2 UK Bezahlfernsehen
- VH1
- VH1 Classic
- VIVA - auf Sendung seit 1. Dezember 1993
- VIVA PLUS - auf Sendung seit 21. März 1995 als VIVA ZWEI, seit 7. Januar 2002 als VIVA PLUS
- gotv (Österreich) - seit 1. Mai 2004 über Astra
- Deluxe Music - seit 1.April 2004 über Satellit (zwei weitere Musiksender des Betreibers sind für 2005 geplant)
- Trace.TV
- Yavido Clips seit dem 1.Oktober 2005 auf Sendung
Nachrichten
- EuroNews
- n-tv - auf Sendung seit 30. November 1992
- N24 - auf Sendung seit 24. Januar 2000
- Phoenix - auf Sendung seit 7. April 1997
- DW-TV - staatlicher Auslandssender in deutsch, englisch und spanisch
- SFi
- EbS - Europe by satellite (englisch, deutsch, französisch, italienisch u.a.)
- Bund-TV
- Bundespressekonferenz
- Loogie - auf Sendung seit 1. Juni 2002
- Bibel TV - auf Sendung seit 1. Oktober 2002
- K-TV Österreich - auf Sendung seit 11. September 1999, seit 1. November 2002 digital
Reisehomeshopping
- TV Travel Shop - auf Sendung seit den 1.Juni 2001
- Sonnenklar TV - auf Sendung seit 1.März 2003
- Lastminute TV - auf Sendung seit 1.März 2003
- DerTravelshop.de - 4,5 Millarden Angebote - auf Sendung ab 1.Januar 2006
Sport
- Eurosport - auf Sendung seit 5. Februar 1989
- DSF - Deutsches Sportfernsehen - auf Sendung seit 1. Januar 1993
- Raze.tv (Pferderennen) - auf Sendung seit 17. November 2003
Verkehr
- Bahninform
- Bahn TV
Versteigerungen
- 1-2-3.tv - Deutschlands erster Versteigerungssender, auf Sendung seit Oktober 2004, empfangbar über Satellit, Kabel und Internet.
- arena - auf Sendung seit 26. September 2005
- Bietbox
Zuschaueranrufe / Spiele
- 9Live - auf Sendung seit 25. August 1995 als tm 3, 1. September 2001 Umbenennung in 9Live
- K1010 - als eigenständiger Kanal auf Sendung seit 1. April 2004 (aus Berlin), schon ein paar Jahre früher als Nachtprogramm des Spreekanals
- LifeStyle-TV 2 - auf Sendung seit Dezember 2004 als Quiz des Tages (Programmübernahmen), seit Januar 2005 mit eigenem Programm, ab Juli als LifeStyle-TV 2
- Spielekanal - größtenteils eingestellt, will aber seine Reichweite wieder ausbauen (aus Hamburg)
- TV6 - auf Sendung seit 1. September 2003 aus Österreich (Linz), wurde im August 2005 eingestellt
- RAZE TV - Pferdewettensender
- SexySat - auf Sendung seit Mitte Juli 2005
Bezahlfernsehen
PREMIERE digital (Programm-Paket) - auf Sendung seit Sommer 1997 (einzelne Programme starteten erst später bzw. wurden im Rahmen von Programmrevisionen umgestaltet oder neu benannt). Einzelne der genannten Programme sind inzwischen auch über andere Programmbouquets (z.B. Kabel Deutschland) zu empfangen.
- PREMIERE Start
- [http://www.premiere.at/ PREMIERE Austria]
- PREMIERE 1 (früher teilweise auch unter PREMIERE movie 1)
- PREMIERE 2 (früher teilweise auch unter PREMIERE movie 2)
- PREMIERE 3 (früher teilweise auch unter PREMIERE movie 3)
- PREMIERE 4
- PREMIERE 5
- PREMIERE 6
- PREMIERE 7
- PREMIERE Sport Portal - Bundesliga, Champions League, Formel 1 und anderes
- Premiere Direkt - Filme, Konzerte und Sportevents zur Wunschzeit
- Premiere Direkt + - 24 Stunden-Videothek für zu Hause
- Premiere Direkt Erotik - Liebe und Leidenschaft
- PREMIERE Krimi
- PREMIERE Nostalgie - Kino- und Fernsehklassiker
- PREMIERE Serie - Klassiker, preisgekrönte und neue Produktionen
- 13th Street
- SciFi
- Disney Channel – Unterhaltung für Kinder und die gesamte Familie
- MGM - Großes Hollywood-Kino
- JETIX - Spaß und Action für Kids
- Junior - Kinder-Klassiker für jung und alt
- Discovery Geschichte - deutsche und internationale Produktionen zu Geschichte und Zeitgeschehen
- Discovery Channel - Wissen mit Dokumentationen aus Wissenschaft, Technik und Natur
- Animal Planet - Tierwelt mit bewegenden Dokumentationen
- Focus Gesundheit - Informationen und Service zu Medizin, Forschung, Fitness und Wellness
- Classica - Konzerte, Opern- und Ballettaufführungen
- Hit24 - Hits mit Rock und Pop
- Goldstar TV - Musikprogramm, auf Sendung seit 1. März 2000
- Beate Uhse TV - Erotik, benannt nach Beate Uhse
- Heimatkanal - auf Sendung seit 1. März 2000 bzw. wieder seit 1. August 2002
- Big Brother - 24 Stunden live
- easy.TV ist digital über den Satelliten Astra zu empfangen und kann in Deutschland und Österreich abonniert werden.
- Silverline (Action, Horror, Thriller)
- National Geographic (Dokus)
- Extreme Sports Channel
- AXN (Sony Pictures Entertainment)
- erotik first (Vollerotik)
- hotX (Erotik Einzelabruf)
Private Regional- und Lokalprogramme
Regionale Programme:
- FRF1 (Ostfriesland)
- center.tv (Nordrhein-Westfalen)
- tv.nrw (Nordrhein-Westfalen)
- rheinmaintv (Rhein-Main-Gebiet) - seit 2003
- RNFplus (Rhein-Neckar-Dreieck)
- K3 Kulturkanal (Vorderpfalz/Mainz)
- Saar TV (Saarland)
- Franken TV (Mittelfranken)
- Franken Info TV (Mittelfranken) - zum 31. Oktober 2004 eingestellt
- münchen.tv - seit 1. Juli 2005 der Nachfolger von tv.münchen, Programminhalte werden derzeit überarbeitet bzw. erstellt (nur Notbetrieb)
- cityinfotv (München)
- tv.rostock (Rostock), Welle i
- tv.Berlin - Nachfolger des Konkurs gegangenen Puls.TV
- FAB (Fernsehen aus Berlin) - auf Sendung seit 1. Februar 1991
- Hamburg 1 - auf Sendung seit 1. März 1995
- TV Mittelrhein (Regionalfernsehen Mittelrhein)
- WW-TV (Westerwald-Wied)
Lokalprogramme:
- Salve.TV (Weimar)
- Antenne West TV
- R.TV (Karlsruhe) (gestartet am 01. September 2003)
- R.TV (Region Stuttgart)
- RTF.1 (Reutlingen/Tübingen)
- TV Südbaden (Freiburg im Breisgau)
- TV-Augsburg Fernsehen für Schwaben
- Euro 3 (Bodensee)
- punkteins oberlausitz TV
- Leipzig Fernsehen (früher LTV)
- Dresden Fernsehen
- Sachsen Fernsehen (Chemnitz)
- tvM (Meissen Fernsehen)
- MDF.1 (Magdeburg)
- FiB (Freising im Bild) - seit 1982, erst als Videoband bestellbar, seit 1984 auf Sendung
- TV touring (Würzburg, Schweinfurt, Aschaffenburg)
- Eberswalde.TV
- tv-zwickau
Nichtkommerzielle Sender
- Insgesamt derzeit 60 Offene Kanäle in Deutschland.
- Offener Kanal Berlin
- Offener Kanal Worms
- TIDE TV (Hamburg)
- Oldenburg Eins
- h1 (Hannover)
- TV38 (Wolfsburg/Braunschweig)
- Puls TV (Wien) - auf Sendung seit 21. Juni 2004
- W:24 (Wien - Wiener Service- und Info-Kanal)
- Salzburg TV
- LT1 (Linz)
- LinzLand TV
- KT1 (Klagenfurt)
- tirol tv
- Steiermark 1
- BKF (Burgenland)
- Ländle TV (Vorarlberg)
- OKTO (Wiener Community TV)
- TeleZüri (Zürich)
- ZüriPlus (Zürich)
- Televista 8304 [http://www.televista.8304.ch Walliseller Lokalfernsehen]
Ehemalige Fernsehprogramme
- DDR 1 bzw. DFF 1 - auf Sendung vom 21. Dezember 1952 bis 14. Dezember 1990
- DDR 2 bzw. DFF 2 - auf Sendung vom 3. Oktober 1969 bis 14. Dezember 1990, vom 15. Dezember 1990 an als DFF-Länderkette
- RIAS-TV - auf Sendung vom 22. August 1988 bis 1992
- OK 1 Offener Kanal Berlin 1 - wurde mit OK 2 zum OKB zusammengelegt
- OK 2 Offener Kanal Berlin 2
- SFB1 - auf Sendung vom 1. Oktober 1992 bis 29. Februar 2004, anfangs als B1, jetzt RBB Berlin
- ARD 2 - auf Sendung vom 1. Juni 1961 bis 1. April 1963
- ZDF 2 - auf Sendung vom 1. Januar 1984 bis 30. November 1984, vorgänger von 3sat
- Eins Plus - auf Sendung vom 29. März 1986 bis 30. November 1993
- ORB Fernsehen - auf Sendung vom 1. Januar 1992 bis 29. Februar 2004, anfangs als ODR, jetzt RBB Brandenburg
- Eureka TV - sendete eine Mischung aus Nachrichten und Verkaufssendungen und war der Vorläufer von Pro7
- musicbox - der erste deutsche Musiksender, auf Sendung vom 1. Januar 1984 bis 11. Januar 1988
- Tele 5 - auf Sendung bis 31. Dezember 1992; seit 28. April 2002 ist ein Sender gleichen Namens wieder auf Sendung
- onyx.tv - auf Sendung seit 6. Januar 1996, jetzt Terra Nova
- Nickelodeon - auf Sendung vom 12. Juli 1995 bis 31. Mai 1998, ab 12. September 2005 unter dem Namen "Nick" wieder on air
- VH-1 - auf Sendung seit 11. März 1995, von 2001 bis September 2005 MTV2 Pop
- MTV2 Pop - auf Sendung seit 4. Mai 1995 als VH1, seit 1. Mai 2001 als MTV2, seit September durch Nick ersetzt
- VIVA ZWEI - 18. März 1995 bis 6. Januar 2002, Vorgänger von VIVA PLUS
- TM3 - auf Sendung vom 25. August 1995 bis 31. August 2001; TM3 hatte ein spezielles Programm für Frauen, seit 1. September 2001 heißt der Sender 9Live.
- Der Wetterkanal - auf Sendung vom 3. Juni 1996 bis 29. Januar 1998
- BTV 4U (Baden-Württemberg) - gestartet als B.TV am 1. Januar 1995, musste am 31. Dezember 2004 unfreiwillig eingestellt werden
- Wien 1 - ehemaliger Regionalsender für Wien; jetzt ATVplus
- TV3 - ehemaliges Deutschschweizer Fernsehprogramm
- Tele 24 - ehemaliges Deutschschweizer Fernsehprogramm
- Sportkanal - auf Sendung vom 29. März 1984 bis 28. Februar 1993, ging dann in Eurosport auf
- R24 (Kiel, Eckernförde, Rendsburg und Neumünster)
- Teleclub (Pay-TV) - auf Sendung vom 1. November 1986 bis 27. Februar 1991, Vorgänger von Premiere analog
- DF1 (Pay TV)- 28. Juli 1996 bis 30. September 1999, das erste digitale Pay-TV im deutschen Fernsehen; später fusionierte es mit Premiere digital und Premiere analog zu Premiere World
- PREMIERE Action (Pay TV) auf Sendung vom 1. Juli 2001 bis 1. Mai 2002
- PREMIERE Comedy (Pay TV) auf Sendung bis 1. Mai 2002
- Kanal X - 1989 in Leipzig auf Sendung
- tv.münchen - auf Sendung seit 18. November 1985 als TV Weiss-Blau, seit 1994 als tv.münchen, am 30. Juni 2005 nach Widerruf der Sendelizenz eingestellt. Nachfolgesender ist münchen.tv
- NBC Europe - seit 29. September Das Vierte
Umbenennungen ohne massive Änderungen des Programms
- Premiere analog - auf Sendung vom 28. Februar 1991 bis 1. März 2003; zunächst als Premiere, ab 1. Oktober 1999 Premiere World
- FS1 und FS2 - Bezeichnungen von ORF1 und ORF2 bis 1992
- ATV - seit 1. Juni 2003 als ATVplus
Mehr- oder anderssprachige Programme
Voll- und Unterhaltungsprogramme
- TV5 - Gemeinschaftsprogramm französischsprachiger Sender (Frankreich, Kanada, Belgien, Schweiz), seit 1983 auf Sendung
- BBC Prime - auf Sendung seit 26.Oktober 1995
- BVN-TV - niederländischsprachiges Auslandsfernsehen (Niederlande, Belgien)
Nachrichten
- BBC World - auf Sendung seit Januar 1991
- EuroNews - auf Sendung seit 1. Januar 1992
- CNN International - auf Sendung seit 1. Oktober 1998, bis 2003 auch mit deutschsprachigem Fenster
- Al Jazeera - gilt als unabhängiger arabischer Nachrichten- und Diskussionskanal
- Al Arabia - war als Gegengewicht zu Al Jazeera gedacht
- CNBC Europe
Mode
- Fashion TV
- TV Moda (Italien)
Sport
- EuroSport - auf Sendung seit 5. Februar 1989
- Motors TV - Bezahlfernsehen
- Extreme Sports - Bezahlfernsehen
- NASN- Bezahlfernsehen
- ESPN Classic Sport- Bezahlfernsehen
- Sailing Channel- Bezahlfernsehen
Nationale Programme anderssprachiger Länder
- ABC Asia Pacific
- ABC Australian Broadcasting Corporation
- ABC Northern
- ABC Queensland
- ABC South
- ABC Western
- ABC 2
- ACC Australian Christian Channel
- Adults Only
- Adventist Global Communications Network
- AMTV Australian Multicutural Television
- Animal Planet Australia
- Antenna Pacific
- Arena TV
- Biographie Channel Australia
- Cartoon Network Australia
- Centrelink
- VRT (TV1, Ketnet/Canvas)
- RTBF (La Une, La Deux), franz.
- AB4
- AB3 Antenne Belge 3
- Be 1
- Be 1+1
- Be Cine 1
- Be Cine 2
- Be Sport 1
- Be Sport 2
- BRF Fernsehen
- Kanal Z Begium
- Canal+Vlaanderen
- MCM 100% Belge
- Club RTL
- RTL TVi
- TMF Vlaanderen
- DR1 - Danmarks Radio
- DR2 - Danmarks Radio
- TV 2
- TV Danmark
- Kanal 5
- TV 2 Charlie
- TV 2 Zulu
- TV 3 Danmark
- TV 3+
- DK 4
- DK 4 Sport
- Viasat Sport
- TF1
- France Télévisions (France 2, France 3, France 4, France 5)
- CANAL+
- M6
- Direct 8
- W9
- NT1
- NRJ 12
- La Chaîne Parlementaire - Public Sénat (Parlamentsfernsehen)
- RTL9
- KTO
- Beur TV
- ET 1
- NET
- ET 3
- Mega Channel
- Antenna (ANT1)
- Alpha
- Star Channel
- Alter
- Mad TV
- m. (TV Makedonia)
- Parlament TV
- Greek Business Channel
- Seven
- Extra Channel
- 902 TV
- TV 100
- Al Iraqiyah
- Al Iraqiyah Nenawah
- Al Nahrain TV
- Al Sharquiya
- Al Sumaria
- Al-Forat
- Ashur TV
- RTÉ (RTÉ One, RTÉ Two)
- Ríkisútvarpið (RÚV) - staatliches Fernsehprogramm
- Skjar Einn - Privatsender, betrieben von Sinimm(Telekom) - Free-TV
- Stöð 2 - ist der größte isländische Privatsender. Er wird als Pay-TV betrieben. Ca. 95 % haben theoretisch die Möglichkeit, Stöd 2 zu sehen. Zwischen 65-70 % haben ein Abo.
- Syn - wird ebenfalls als Pay-TV vermarktet. Syn hat seinen Programmschwerpunkt im Sport.
- Popp Tivi - ist der Musiksender auf Island - Free-TV
- Stöd 2 Bio - ist der Sender für Spielfilme - Pay-TV
- Sirkus - ist ein digitales Unterhaltungsprogramm - Pay-TV
- Stöd 2 Plus - zeitversetzte digitale Version von Stöd 2 - Pay-TV
- Syn 2 - 2. Programm von Syn - Ausschließlich digital zu sehen - Pay-TV
- Enski Boltinn - ein Program, dass auschließlich englischen Fussball zeigt - Pay-TV
- Omega TV - christliches TV-Programm, welches über Antenne im Großraum Reykjavik's verbreitet wird.....
- Akjson - Lokalprogramm für Akureyri und seine Umgebung
- Gospel Channel Europe - ist die Satellitenversion von Omega TV.....
- Next Channel - ist noch nicht on air.....
- Rai (Rai Uno, Rai Due, Rai Tre)
- Rai Mosaico
- Rai Med
- Rai News 24
- Rai SatCinemaworld
- Rai SatExtra
- Rai SatGambero Rosso
- Rai SatPremium
- Rete 4
- Rete 7
- Sport Italia
- Star Sat
- Studio Europa
- Playhouswe Disney Italia
- Roma Channel
- Roma Sat
- Roma Uno
- MTV Italia
- MTV Hits Italia
- Music Box Italia
- Music Farm
- Napoli International
- Napoli Mia
- Napoli Music
- Napoli Nova - Tele Akery
- Sat2000
- Telepace
- Italia 1
- Canale 5
- Acess
- Act on TV
- Active! Sports Channel
- Agrinet
- AKT Akita Television
- Animal Planet Japan
- Animax
- Animax Japan
- ANTV Alpha Network TV
- Asahi Newstar
- Asia & Oshu Station
- Asia Plus Tokyo
- AT-X
- Auction TV
- AXN Japan
- B2C Shopping
- BBC Japan
- BBC World Japan
- BBT Toyama TV
- Better Life Channel
- Big Channel
- Bloomberg TV Asia/Pacific
- Bloomberg TV Japan
- Book TV Japan
- BS Asahi
- BS Fuji
- BS Japan
- BS NTV
- BS-i
- Business Breakthrough
- Candy TV
- Car Channel
- Care Net
- Cartoon Network Japan
- CCTV 9 Japan
- CCTV Daifu
- Channel BB
- Channel J
- Channel Ruby
- Channel Sakura
- Cherry Bomb Blue
- Cherry Bomb Pink
- Cherry Bomb Yellow
- Cinefil Imagica
- Cinema 080
- Cinema Japanesque Channel
- Cinema R
- Classica Japan
- CNN-J
- Comin'Soon TV
- CS Kjushu
- C-TBS Welcome Channel
- Daiwa Finacial & Information TV
- Digi Cube
- Discovery Channel Japan
- Disney Channel Japan
- DK STAR Karaoke
- E Tenki Net
- EBC Ehime Broadcasting
- ECO Music TV
- Eisei Gekijo
- Elabo
- Enlight Stream TV
- Ent! 371
- EP 055
- EX Entertainment
- EX Sports
- Exciting Grand Prix
- Family Gekijo
- Favori TV
- Fighting Samurai TV
- Flamingo
- Food & Fashion TV
- Foodies TV
- Fox Japan
- Fuji TV
- Fuji TV Dinos
- Fuji TV International
- Fukui TV
- Fukushima TV
- G+Sports&News
- Gaora Sports
- GLC Global Learning Channel
- Golf Channel Japan
- Golf Network
- Green Channel
- Radio-Canada
- TVA
- TQS
- Télé-Québec
- CBC
- CTV
- Global
- CH
- RTL Télé Lëtzebuerg - Luxemburg - seit 1953 auf Sendung
- Den 2. RTL - Luxemburg - seit 2004 auf Sendung
- T.TV - Musik, Trickfilme, Berichte u.a.
- Publieke Omroep (Nederland 1, Nederland 2, Nederland 3)
- RTL Group (RTL 4, RTL 5, RTL 7)
- SBS Broadcasting (NET 5, SBS 6, Veronica)
- Nickelodeon (Nickelodeon)
- MTV Networks (TMF - The Music Factory)
- TVP (TVP 1, TVP 2, TV Polonia)
- Polsat (Polsat, Polsat 2)
- tvn (tvn, tvn siedem, tvn 24, tvn meteo)
- TV4
- TV Puls
- TV Centrum
- TV TRWAM
- VIVA Polska
- Animal Planet Polska
- Discovery Channel Polska
- Europa Europa Polska
- HBO 2 Polska
- Tele 5 Polska
- MTV Polska
- Planete Polska
- Mango 24
- Edusat WSSE
- Hipika TV
- 7 TV
- A-One
- Drive
- DTV
- DVTRK Dalnevostochnaya
- Ermak
- GTRK Altai
- GTRK Bira
- GTRK Chita
- GTRK Gornyi Altai
- GTRK Pomorie
- GTRK Sakhalin
- Humor TV
- Farbübertragung beim analogen Fernsehen (als Alternative zum älteren US-amerikanischen NTSC-Standard). Umgangssprachlich wird der Begriff PAL häufig für die Gesamtheit aller Parameter der Fernsehnorm verwandt.
Verbreitung
PAL ist vor allem in Europa gebräuchlich, wird aber auch in Australien, Südamerika und in vielen afrikanischen und asiatischen Ländern verwendet, siehe auch die Tabelle im Anhang.
Geschichte
Fernsehen begann ursprünglich schwarz/weiß. Es wurden lediglich die Helligkeitswerte des Bildes übertragen, keine Farbinformationen. Damit bereits vorhandene schwarz-weiß-Fernsehapparate weiterhin einsetzbar waren, mußten die Farbfernsehsysteme abwärtskompatibel entwickelt werden. Mit einem Schwarz-Weiß-Fernseher konnte man bei geringfügig verschlechterter Bildqualität auch die Farbausstrahlungen empfangen, auf einem Farbfernseher auch Schwarz-Weiß-Abstrahlungen empfangen.
PAL wurde von Walter Bruch in Hannover/Deutschland entwickelt und 1963 zum Patent angemeldet.
Der Start des Farbfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland erfolgte durch den berühmten Druck auf den roten Knopf (der eine Attrappe war) durch den damaligen Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland, Willy Brandt, anlässlich der Internationalen Funkausstellung (IFA) am 25. August 1967. In dieser Szene wird die Farbe wenige Sekunden zu früh zugeschaltet, noch bevor der rote Knopf gedrückt wurde.
Als ein möglicher Nachfolger als Zwischenschritt zum digitalen Fernsehen wurde PALplus in den 1990er Jahren entwickelt, hat sich jedoch nicht sehr weit verbreitet. PALplus ist abwärtskompatibel zu PAL.
Vergleich
PAL hat die grundlegenden Konzepte der Signalübertragung vom amerikanischen Farbübertragungssystem NTSC übernommen. PAL benutzt wie NTSC die Quadraturamplitudenmodulation für die Farbübertragung. Als Verbesserung treten die für NTSC typischen Farbtonschwankungen nicht mehr auf, jedoch wird dies mit erheblichem Mehraufwand bei der Schaltungsrealisierung erkauft. Es kann jedoch bei beiden Systemen zu Cross-Color- und Cross-Luminance-Störungen kommen, die sich als störendes, farbiges Muster (Moiré-Effekt) oder farbige Schlieren äußern können. Diese Bildstörungen treten besonders bei feinen Strukturen im Bild auf, zum Beispiel kleinkarierten Hemden, welche daher von Fernsehmoderatoren vermieden werden. Mit erhöhtem Schaltungsaufwand können diese Störungen teilweise eliminiert werden (Kammfilter). Zusätzlich verschlechtert sich die vertikale Farbauflösung.
Das französische Farbfernsehsystem SECAM unterscheidet sich nicht erheblich von PAL/NTSC.
Fernsehnormen mit PAL-Farbübertragung
Das PAL-Farbsystem benutzt üblicherweise ein Videoformat mit 625 Zeilen pro Bild und hat eine Bildübertragungsrate von 25 Bildern pro Sekunde. Diese werden allerdings nur halbbildweise übertragen, d. h. es wird erst ein Bild mit allen ungeraden und dann ein Bild mit allen geraden Zeilen übertragen, was eine Halbbildfrequenz von 50 Hz ergibt, das sogenannte Zeilensprungverfahren. Dadurch erhält man ein flimmerarmes Bild bei geringer Datenrate des Fernsehsignals. Das PAL-System überträgt die Fernsehnormen B, G, H, I und N. Einige osteuropäische Staaten, die ihre Fernsehnorm von SECAM D und K auf PAL umgestellt haben, verwenden PAL D/K, wobei es einige Ausnahmen gibt, in denen die Länder komplett auf PAL B/G umgestellt haben. In Brasilien wird PAL in Verbindung mit 525 Zeilen und 29,97 Bildern pro Sekunde (System M) und einer fast identischen Farbträgerfrequenz wie NTSC benutzt. Alle anderen Länder, die das Übertragungssystem "M" benutzen, verwenden NTSC für das Farbfernsehen. In Argentinien, Paraguay und Uruguay wird PAL mit den standardmäßigen 625 Zeilen verwendet, jedoch mit einer Farbträgerfrequenz, die fast mit der für NTSC identisch ist. Diese Abart der PAL-Norm wird PAL-N und PAL-CN genannt.
Fernsehgeräte mit PAL
Neuere PAL-Fernsehempfänger können normalerweise fast alle PAL-Varianten (außer PAL-M und PAL-N) verarbeiten und korrekt wiedergeben. Viele davon können auch fehlerfrei SECAM darstellen, welches in Osteuropa und im Nahen Osten verbreitet ist. Allerdings funktioniert das im Regelfall nicht mit dem SECAM-System, das in Frankreich verwendet wird. Davon ausgenommen sind Geräte französischer Herkunft. Viele dieser neueren Geräte kommen auch problemlos mit NTSC-M-Signalen zurecht, welche von
Videorecordern oder Spielkonsolen erzeugt werden. Allerdings treten häufig Probleme auf, wenn es um die Verarbeitung von NTSC-Signalen geht, die von Fernsehstationen ausgestrahlt werden.
Konvertierung
Kinofilme werden traditionell mit 24 Bildern pro Sekunde gedreht, dadurch ergibt sich auf PAL-Geräten eine Laufzeitverkürzung um 4,17%, da PAL 25 Bilder in der Sekunde wiedergibt. Dieser schnellere Ablauf des Filmes (Fachbegriff: PAL Speed-up) wird von Menschen kaum wahrgenommen, nur die damit einhergehende etwa einen Halbton höhere Tonwiedergabe kann auffallen, wenn man z. B. darin vorkommende Musikstücke schon von anderen Quellen (CDs etc.) her kennt.
Technik
PAL baut wie NTSC und SECAM auf dem vorherigen Schwarz-Weiß-Fernsehen auf. Aus Gründen der Kompatibilität wird die Farbe innerhalb des Schwarz-Weiß-Signals versteckt. Dadurch, dass bereits die Bildhelligkeit (schwarz-grau-weiß) übertragen wird, muss nicht mehr die vollständige Farbinformation übertragen werden. Es werden nur die Farbdifferenzsignale für Rot und Blau übertragen. Ein Farbdifferenzsignal wird gebildet aus dem Helligkeitssignal der entsprechenden Farbe minus des ohnehin vorhandenen schwarz-weißen Helligkeitssignals (R-Y, B-Y). Aus den drei Signalen R-Y, B-Y und Y können im Empfänger die 3 Farbsignale R, G und B wieder zusammengesetzt werden. Dies beschreiben die Artikel YUV und Farbübertragung. Durch die additive Farbmischung können mit den drei Einzelfarben Rot, Grün und Blau alle anderen Farben zusammengesetzt werden, begrenzt durch den Farbraum der Bildröhren.
PAL benutzt für die Übertragung der Farbdifferenzsignale Rot minus Helligkeit (R-Y) und Blau minus Helligkeit (B-Y) ebenso wie NTSC die Quadraturamplitudenmodulation (QAM). Da bei der QAM der Träger unterdrückt ist, dieser für die Demodulation aber benötigt wird, wird er im Empfänger durch einen Quarz-Oszillator neu generiert, wobei dieser von dem PAL-Burst, von welchem pro Fernsehbildzeile einige wenige Perioden auf der hinteren Schwarzschulter des FBAS-Signals übertragen werden, synchronisiert wird.
PAL besitzt ein Verfahren zur Korrektur von Falschfarben. Hierzu wird das R-Y Signal nach jeder Zeile eines Halbbildes um 180° Phasenverschoben und tritt dann im Signal mit Phasenverschiebungen von +90°, bzw -90° auf (siehe Falschfarben). Die Information welche Phasenlage das R-Y Signal gerade hat, wird im Burst versteckt. Bei +90° ist die Phase des Bursts +135°, bei -90° entsprechend -135°. Das B-Y Signal hat dabei immer die Phasenlage 0°.
Bild:fbas.png
Darstellung des FBAS-Signals bei PAL, eine Bildzeile. Der PAL-Burst befindet sich an Punkt 5.
Vermeidung der Farbfehler
Die Abkürzung PAL bedeutet Phase Alternating Line, was sich darauf bezieht, dass die Phase des Rot-Differenzsignals von Zeile zu Zeile invertiert wird. Im Empfänger werden, im Gegensatz zu NTSC, Farbtonfehler (die in diesen Systemen den häufig auftretenden elektrischen Phasenfehlern entsprechen) durch Mittelwertbildung des Farbsignals zweier benachbarter Zeilen automatisch kompensiert, wenn die Farbe und der Farbtonfehler zwischen beiden Zeilen konstant sind, und in einen geringen Farbsättigungsfehler umgewandelt. Farbsättigungsfehler fallen dem menschlichen Auge wesentlich weniger auf als Farbtonfehler. Dies ist der Unterschied und entscheidende Vorteil des PAL-Verfahrens gegenüber NTSC.
Stellt man sich die Modulation im Zeigerdiagramm vor, so steckt beim jeweiligen Zeiger in der Phase (Richtung) die Farbart (der Farbton), in der Länge des Zeigers der Farbkontrast (die Farbsättigung). Treten Phasenfehler auf, würden diese sich bei einer einfachen Demodulation wie bei NTSC als Farbtonfehler zeigen. Jedoch wird bei PAL in jeder zweiten Zeile der Träger der Rotkomponente um 179 Grad gedreht. Bei der Demodulation wird dieser entsprechend wieder zurückgedreht. Ein eventuell aufgetretener Phasenfehler wird mitgedreht und mittelt sich über zwei aufeinanderfolgende Zeilen aus.
Zeigerbild Phasenfehlerkorrektur
#Zeigerdiagramm: Zeile n, schwarz Originalzeiger, blau Zeiger mit Phasenfehler
#Zeigerdiagramm: Zeile n+1, Phase um 180 Grad gedreht
#Zeigerdiagramm: Lage der Zeiger in der Zeile n+1 nach Rückdrehung
#Zeigerdiagramm: schwarz: vektorielle Addition der beiden originalen Zeiger, in blau Addition der beiden phasenfehlerbehafteten Zeiger
Dabei geht man davon aus, dass sich von Zeile zu Zeile die Farbinformation nur wenig ändert und der zu verdeckende Farbfehler sich ebenfalls von Zeile zu Zeile wenig ändert.
Über diesen Voraussetzungen wird der Farbtonfehler 1. Ordnung in einen Farbsättigungsfehler 2. Ordnung umgewandelt, der vom Auge wesentlich schwieriger wahrzunehmen und daher vernachlässigbar ist.
Da zur Dekodierung des PAL-Signals jeweils die Information der aktuellen sowie der vorherigen Zeile benötigt werden, durchläuft das eingehende PAL-Signal im Empfänger eine Verzögerungsleitung mit einer Laufzeit knapp der Länge einer Fernsehzeile (63,943 μs) zur Speicherung. Ausgegeben wird dann jeweils ein Mittelwert zwischen dem gerade einlaufenden und dem aus der vorigen Bildzeile gespeicherten Signal.
Nachteilig ist jedoch, daß sich dabei die Farbinformation nach unten verschiebt, was besonders unangenehm bei mehrfach kopierten Videokassetten auffällt.
Moderne (digitale) PAL-Decoder arbeiten wesentlich aufwendiger:
- es werden vorherige und folgende Zeilen verrechnet, um Helligkeits- und Farbsignal besser zu trennen (2D-Kammfilter)
- es werden vorherige und folgende Bilder verrechnet, um Helligkeits- und Farbsignal besser zu trennen (3D-Kammfilter)
- es wird keine Mittlung von Zeilen zur Farbtonkorrektur verwendet, sondern auf Grundlage statistischer Größen eine Korrekturgröße für das Farbsignal berechnet
Frequenz des Farbträgers
Wahl der NTSC-Farbträgerfrequenz
Zum Verständnis der PAL-Farbträgerfrequenzwahl wird zuerst die einfachere Wahl bei NTSC erklärt:
Die Farbträgerfrequenz wurde so gelegt, dass das durch sie hervorgerufene Stör-Moire (vor allem auf den bereits existierenden Schwarz-Weiß-Empfängern) möglichst unauffällig ist und gleichzeitig feinstrukturierte Helligkeitsinformationen (feinkarierte Hemden im Bild u.ä.) möglich wenig störende Farbbilder verursachen. Zugleich darf jedoch auch das Tonsignal nicht gestört werden.
Dazu wird:
- eine möglichst hohe Frequenz gewählt, die jedoch noch weit genug vom Tonsignal (4,5 MHz) entfernt sein muss
- die Anzahl der Farbträgerschwingungen pro Zeile so gelegt, dass nach benachbarte Zeilen die Phase des Farbtträgers um 180° gedreht ist (dies ist nicht das gleiche wie das Phasendrehen des fertigen Farbsignals bei PAL).
Das ergibt dann 4,5 MHz / 286 - 227,5 Perioden = 3,57954545 MHz für den Farbträger bei der NTSC-Farbmodulation. Es werden etwa 1,3 MHz des unteren Seitenbandes und 0,4 MHz des oberen Seitenbandes davon übertragen. Durch die Natur des Farbsignals treten dabei ganz bestimmte Frequenzen in diesen Seitenbändern wesentlich stärker auf als andere; im Empfänger genügt es diese Frequenzen aus dem Schwarz-Weiß-Bild wieder "herauszufischen", um eine ziemlich saubere Trennung von Helligkeits- und Farbinformation zu erreichen.
Wahl der PAL-Farbträgerfrequenz
Die Farbträgerfrequenz wurde so gelegt, dass das durch sie hervorgerufene Stör-Moire möglichst unauffällig ist und gleichzeitig feinstrukturierte Helligkeitsinformationen möglich wenig störende Farbbilder verursachen.
Dazu wird:
- eine möglichst hohe Frequenz gewählt, der jedoch weit genug vom Tonsignal (5,5 MHz) entfernt ist.
- die Anzahl der Farbträgerschwingungen pro Zeile so gelegt, dass nach zwei Zeilen die Phase des Farbträgers um 180° gedreht ist. Alle zwei Zeilen deswegen, weil benachbarte Zeilen durch die 180° PAL-Phasenschaltung unterschiedlich aussehen, deswegen wird im Gegensatz zu NTSC das Diagonalraster nicht zwischen Nachbarzeilen, sondern zwischen Zeilen mit einem Abstand von 2 aufgebaut. Insgesamt wiederholt sich die Phasenlage also alle vier Zeilen.
- der Farbträger wird weiterhin noch um 25 Hz erhöht, damit das Störraster zwischen den Halbbildern alterniert. Dies ist nötig, weil die Zeilenzahl 625 -- anders als die NTSC-Zeilenzahl 525 -- bei der Teilung durch 8 einen Rest von 1 ergibt, wodurch ein langsam wanderndes Störmuster entsteht, das auffälliger ist als ein schnell wanderndes, wie es bei einem Rest von 3 entsteht. Bei PAL-M, also PAL mit 525 Zeilen, wird diese Korrektur daher nicht verwendet. Auch die meisten DVD-Player, Spielkonsolen und digitalen Satelliten-Receiver erzeugen diese Korrektur nicht, da sie in Digitaltechnik nur mit relativ aufwendigen - und daher teuren - Komponenten erzeugt werden kann. Es schaut ja kaum jemand DVDs auf Schwarzweiß-Fernsehern, und auf Farbgeräten sind die Störungen sowieso weniger stark sichtbar.
Das ergibt dann 15625 Hz - 283,75 Perioden + 25 Hz = 4,43361875 MHz für den Farbträger bei der PAL-Farbmodulation. Es werden etwa 1,3 MHz des unteren Seitenbandes und 0,65 MHz des oberen Seitenbandes davon übertragen. Die Farbträgerfrequenz wird üblicherweise im Empfangsgerät durch einen vom | | |