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Ananas
Die Ananas (Ananas) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae).
Die Ananas ist eine tropische Frucht (Obst), die bereits Christoph Kolumbus 1493 auf Guadeloupe für sich, seine Mannschaft und für Europa entdeckte. In Europa in Orangerien angebaut wurde sie ab 1690.
Nutzung
Heute wird Ananas überall im tropischen Gürtel zwischen 25° nördlicher und südlicher Breite angebaut. Berühmt sind die Plantagen auf Hawaii, deren Früchte meistens in Blechkonserven zu uns kommen und mit Riz Casimir oder als Toast Hawaii auf den Speiseplan gelangen.
Auch die konservierte (erhitzte) Ananas hat in der Küche ihre Bedeutung. Wegen des zerstörten Bromelins macht sie Milchspeisen nicht bitter und verhindert nicht das Gelieren von Götterspeise. Andererseits gilt frische Ananas als Zartmacher beim Kochen von Fleisch.
Die bekannteste Art ist die gewöhnliche Ananas (Ananas comosus (L.) Merr.), die aus dem tropischen Amerika stammt und dann auch in Asien, Afrika und Südeuropa kultiviert worden ist. Seit etwa 1830 wird die Ananas in Europa auch in großen Treibhäusern gezogen.
Die Frucht müsste botanisch korrekterweise als Fruchtverband angesehen werden, da im Gegensatz zu einer Sammelfrucht viele Einzelblüten sowie die jeweiligen Tragblätter (Hochblätter, Brakteen) an Aufbau und Ausbildung beteiligt sind. Allerdings wird umgangssprachlich nur von der Ananasfrucht gesprochen, weshalb dieser Begriff hier auch weiterverwendet werden soll. Die Frucht besitzt eine goldgelbe Farbe und einen Schopf aus Blättern. Sie muss sorgfältig geschält werden: man schneidet zuerst den Schopf ab, dann wird die Schale von oben nach unten entfernt, die Frucht geviertelt und der Strunk entfernt.
Der Geschmack ist süß-säuerlich.
Zum Essen sollte die Ananas wirklich gut reif sein, das erkennt man entweder am Duft oder weil sich die grünen Blätter ganz leicht von der Frucht lösen lassen.
Auch als Zierpflanzen werden einige Sorten der Ananas verwendet. Manchmal werden Pflanzen mit Früchten zum Kauf angeboten und es gibt auch Sorten mit bunten Blättern. Es kann auch versucht werden den oberen grünen Teil der Frucht zu bewurzeln indem man ihn in fingertiefes Wasser stellt, was jedoch selten glückt.
Erfolgversprechender ist die Anzucht des abgeschnittenen Schopfes (1 cm der Frucht), wenn man hier das Fruchtfleisch vollständig entfernt, so dass die verholzste Verlängerung des Schopfes (ähnlich einer Pfahlwurzel) freigelegt wird. Unter fließendem Wasser gereinigt und gut abgetrocket, wächst dieser Schopf in einem Sand-/ Kokos- bzw. Torfgemisch in wenigen Monaten an. Staunässe und restliches Fruchtfleisch können zu Pilzbefall führen.
Botanisch gesehen sind die Ananasfrüchte Sammelfrüchte aus Beeren. Unter der Oberfläche dieser sechseckigen Beeren, die jeweils von einer Blüte hervorgebracht wurden, liegt ein Samenkorn. Bei den gezüchteten Sorten sind meist nur noch wenige bis keine Samen mehr zu finden. Die ursprünglichen Ananas-Arten und -Sorten haben stachelbewehrte Blattränder. Durch Selektion hat man einige Sorten entwickelt, die glatte Blattränder haben.
Inhaltsstoffe
Sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen sowie auch an Enzymen (Bromelain oder Bromelin), die die Verdauung fördern, Entzündungen hemmen, den Blutdruck senken und Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden abbauen (Ursache für Arteriosklerose) sowie Vitamin E, das als Schutz vor freien Radikalen dient. Auch bei Magenproblemen und Gelenkbeschwerden soll die Ananas helfen.
Quelle: EU Nährwertkennzeichnungsrichtlinie (EU NWKRL 90/496/EWG) & REWE Nährwerttabelle
Quelle: EU Nährwertkennzeichnungsrichtlinie (EU NWKRL 90/496/EWG)
Siehe auch
- In Österreich wird die Gartenerdbeere (Fragaria x ananassa) auch als „Ananaserdbeere“ bezeichnet.
- Auch die Kapstachelbeere (Physalis) wird zuweilen als Ananaskirsche bezeichnet.
Weblinks
- [http://www.inasien.de/magazin/kulinarisches/kulinarisches_2003-05_01.php Die Ananas aus kulinarischer Sicht - „in Asien!“ Ausgabe 5/2003]
- [http://www.frugeba.ch/foodnet/050010.cfm?id=65010029 Die Geschichte der Dosen-Ananas] (und weitere Infos rund um die Ananas bei Foodnet)
- [http://www.kuebelpflanzeninfo.de/exot/ananas.htm Anzucht]
- [http://www.pta-forum.de/pflanzen/portana.htm Arzneipflanzenporträt – Enzymatische Wirksamkeit des Bromelains]
Kategorie:Bromeliengewächse
Kategorie:Obst
ja:パイナップル
ms:Nenas
Bromeliengewächse
Die Bromeliengewächse (Bromeliaceae), auch Ananasgewächse genannt, sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Charles Plumier (Plum.) benannte die Gattung Bromelia nach dem schwedischen Arzt und Botaniker Olaf Bromel (1639-1705). Antoine Laurent de Jussieu (Juss.) veröffentlichte die Familie 1789. Zuerst galt das alleinige Interesse (ab ca. 1690 in Europa) den Früchten der Ananas. Als im 19. Jahrhundert exotische Pflanzen in Mode kamen begann man auch mit der Kultur von Bromelien als Zierpflanzen.
Sichtbare Merkmale sind die parallelnervigen Blätter, die in einem gestauchten Stamm bzw. Sproßachse zu einer Rosette angeordnet sind. Wichtiges Kennzeichen ist die mit den übrigen Einkeimblättrigen gemeinsame Dreizähligkeit der (meist vogelbestäubten) meist radiären Blüten.
Blütenformel:
Die Früchte und Samen sind in den 3 Unterfamilien (siehe dort) sehr verschieden. Die Samen werden in Vielzahl in den einzelnen Samenkapseln oder Beeren gebildet. Die Blüten und Früchte stehen in sehr unterschiedlich gestalteten traubigen oder rispigen Blütenständen (Infloreszenzen) zusammen. Die meist sehr dekorativen Hochblätter (Brakteen) der Blütenstände dienen der Anlockung der Bestäuber (neben tag- oder nachtaktiven Insekten auch Vögel und Fledertiere).
Ein charakteristisches Merkmal ist der Besitz von Schuppenhaaren (Saugschuppen) auf den Blättern, mit denen diese Pflanzen den Niederschlag und Nährstoffe direkt, ohne Umweg über die Wurzeln, aufnehmen. Die Saugschuppen sitzen entweder sichtbar auf der Blattoberfläche - dann sieht das Blatt mehr oder weniger grau aus - oder innerhalb der Blatttrichter im Wasservorrat. Die Struktur der Saugschuppen kann mehr oder weniger kompliziert sein - je fortschrittlicher (Evolution) die Art ist umso komplizierter der Aufbau (bei Pitcairnioideae und Bromelioideae einfacher als bei Tillandsioideae).
Die Wurzeln dienen vor allem der Befestigung des Pflanzenkörpers auf dem Untergrund.
Meistens haben Bromelien einen gestauchten Stamm, also eine Rosette als typische Wuchsform. Viele Arten bilden einen Blatttrichter aus, mit den Blattbasen bilden sie Zisternen, in denen sie Wasser sammeln können. Diese kleinen Teiche stellen eine eigene ökologische Nische dar (Biotop). Zum Beispiel leben
einige tropische Baumfrosch-Arten (Hylidae)
in Bromelien und pflanzen sich hier fort. Manchen Insekten-Arten dienen diese kleinen Teiche als Brutstätte für die Larven und einige Wasserpflanzen leben darin. Einige wenige Arten sind auf dem Weg der Evolution hin zu Karnivoren (Fleischfressenden Pflanzen) siehe Brocchinia oder Catopsis.
Verbreitung
Die Bromelien haben ein ausschließlich neuweltliche Verbreitung, in den amerikanischen Tropen und Subtropen von den südlichen Staaten der USA bis Südchile (44. Breitengrad) und auf den karibischen Inseln. Sie sind in Höhenlagen zwischen dem Tiefland und der unteren Páramo-Stufe (etwa 3200 m ü. NN) beheimatet. Dort wachsen sie sowohl epiphytisch auf Bäumen (Stamm oder Ast) oder anderen Pflanzen (beispielsweise Kakteen) oder an Felsen, aber auch auf dem Boden also terrestrisch. Oft gedeihen sie an hydrisch schwierigen Standorten, an denen der Untergrund zeitweilig völlig austrocknet oder im Kronenbereich der Bäume (Kronenbereiche der Bäume in den Tropen sind sehr extreme Standorte mit hoher Sonneneinstrahlung und hoher Evapotranspiration).
Systematik
Man unterscheidet drei Unterfamilien:
- Tillandsioideae, mit 9 Gattungen und 1015 Arten.
- Bromelioideae, mit 31 Gattungen und 722 Arten.
- Pitcairnioideae, mit 9 Gattungen und 515 Arten.
- keiner Unterfamilie zugeordnet sind die Gattungen:
- Lindmania, mit 43 Arten.
- Brocchinia, mit 20 Arten.
- Ayensua, mit nur einer Art.
- Hechtia, mit 51 Arten.
- Cottendorfia.
- Navia, ihre 98 Vertreter haben innerhalb der Bromeliaceae die ursprünglichsten Merkmale. Als Besonderheit sind sie windbestäubt.
- Puya, mit 195 Arten.
Lange Zeit hat man in der Unterfamilie Pitcairnioideae alle Gattungen zusammengelegt, die weder zu den Tillandsioideae noch zu den Bromelioideae gehörten. Dabei war schon bekannt, dass das nicht die verwandtschaftlichen Verhältnisse widerspiegeln konnte und die Pitcairnioideae damit paraphyletisch waren. Trotzdem sind nur die Bromelioideae und Tillandsioideae monophyletisch. Ob eine weitere Unterfamilie Navioideae (mit Navia und Cottendorfia) aufgestellt wird ist noch in Diskussion.
Zur Familie Bromeliaceae gehören 62 Gattungen und etwa 2900 Arten.
Manche Bearbeiter sehen auch eine geringere Gattungsanzahl vor. Das Problem der Anzahl der Gattungen ergibt sich seit einiger Zeit besonders weil durch genetische Stammbaumanalysen bestimmte Gruppen von Arten eindeutig nicht in die ursprüngliche Gattung passen. Beispiel dazu unter Tillandsioideae.
Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt:
- sexuell über:
- windverbreitete Samen oder
- Samen, die sich in Beeren befinden. Die Beeren werden von Tieren gefressen, die Samen werden dann unverdaut wieder ausgeschieden. oder
- asexuell (vegetativ) durch auswachsende Seitensprosse, sie werden bei Bromelien Kindel genannt; bei manchen Arten entstehen die neuen Rosetten in einigem Abstand zur Mutterpflanze (Ausläufer).
Die Mutterpflanze stirbt nach der Blüte und der Bildung der Tochterpflanzen ab.
Verwendung
- Bekannteste und wirtschaftlich genutzte Arten sind aus der Gattung Ananas. Neben den Früchten liefern sie auch Fasern.
- Einige Arten sind beliebte, sehr lang blühende Zierpflanzen, die sich auch in Räumen als Zimmerpflanze gut pflegen lassen.
Weblinks
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Obst
Der Begriff Obst stammt aus dem Althochdeutschen (obez „Zukost“) und meinte ursprünglich alles, was außer Brot und Fleisch verzehrt wurde, auch Hülsenfrüchte, Gemüse und Ähnliches.
Heute ist es ein Sammelbegriff der für den Menschen genießbaren Früchte und Samen von meist mehrjährigen Bäumen und Sträuchern, die zum größten Teil roh gegessen werden können (Frischobst).
Die Unterscheidung zwischen Obst und Gemüse ist unscharf. In der Regel stammt Obst von mehrjährigen, Gemüse von einjährigen Pflanzen und der Zuckergehalt beim Obst ist meist höher. Botanisch gesehen entsteht Obst aus der befruchteten Blüte. Gemüse entsteht aus anderen Pflanzenteilen. Paprika, Tomaten, Zucchini, Kürbisse und Gurken sind zwar Früchte, werden aber gemeinhin wegen der fehlenden Süße bzw. Säure nicht als Obst, sondern als Fruchtgemüse bezeichnet. Rhabarber hingegen ist ein Pflanzenstengel, wird aber auch als Obst verwendet.
Die unten beschriebene Einteilung von Obst (Kernobst, Steinobst …) ist die heute im Handel übliche. In der Botanik dagegen fasst man unter dem Sammelbegriff Obst „alle diejenigen kultivierten oder wildwachsenden Samen und Früchte zusammen, die im allgemeinen roh gegessen werden und von angenehmem, meist süßlichem oder säuerlichem Geschmack sind. Sofern es sich dabei um Samen handelt, sind diese wegen des Kaloriengehalts meist sehr nahrhaft, während Früchte, deren Samen vielfach nicht mit verzehrt werden, in der Regel Fruchtfleisch mit hohem Wassergehalt darstellen. Sie haben deshalb meist nur einen geringen Nährwert, haben dagegen meist einen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralsalzen“. (Franke, W.) Im Artikel Nutzpflanzen wird die in der Botanik geläufige Einteilung von Obst (Samenobst, Fruchtobst …) verwendet. (Quelle: Franke, W.; Lit. vergleiche Nutzpflanzen).
Inhaltsstoffe
Obst enthält besonders viele Vitamine, Ballaststoffe, Fruchtsäuren, Fruchtzucker, Mineralien und Gerbstoffe. Je nach Frucht, Lage, Witterung und Lagerung kann sich die Zusammensetzung stark unterscheiden.
Einteilung
- Apfel
- Apfelbeere (Schwarze Eberesche)
- Birnen
- Europäische Birne
- Nashi (asiatische Birne)
- Eberesche, Vogelbeere, (Sorbus aucuparia)
- Elsbeere
- Hagebutte
- Mispel
- Quitte
- Scheinquitte
- Speierling
- Aprikose (Marille)
- Kirschen
- Süßkirschen
- Herzkirsche
- Knorpelkirsche
- Sauerkirsche (Weichsel)
- echte Sauerkirsche
- Bastard-Kirsche
- Pflaumen
- eigentliche Pflaume
- Mirabelle
- Reneclode
- Zwetschge (Zwetsche, Zwetschke)
- Pfirsich
- Nektarine
- Schlehbeere
- Kornelkirsche
Beerenobst (aus gärtnerischer Sicht)
- Sammelsteinfrüchte (Rubus)
- Allackerbeere (Arktische Brombeere, Rubus arcticus)
- Brombeere (Rubus fruticosus)
- Himbeere (Rubus idaeus)
- Japanische Weinbeere (Rubus phoenicolasius)
- Moltebeere (Rubus chamaemorus)
- Rubus-Hybriden
- Boysenbeere
- Loganbeere
- Marionbeere
- Taybeere
- Sammelnussfrüchte
- Erdbeere
- Hagebutte
- Beeren
- Sanddorn
- Johannisbeere (Ribisel)
- Stachelbeere
- Weintraube
- Heidelbeere
- Preiselbeere
- Moosbeere
- Cranberry, (Vaccinium macrocarpon)
- Berberitze
- Büffelbeere
- Felsenbirne
- Holunder
- Jochelbeere
- Josta
- Maibeere (Lonicera kamtschatica)
- Maulbeere
- Mehlbeere
Schalenobst
- Cashewnuss, (Anacardium occidentale)
- Coquito – Honigpalme, (Jubaea chilensis)
- Erdnuss
- Esskastanie
- Haselnuss
- Kemirinuss
- Kokosnuss
- Macadamia
- Mandel
- Paranuss
- Pecannuss
- Pistazie
- Walnuss
Südfrüchte
- Ananas
- Banane
- Kumquat
- Zitrusfrüchte
- Kaffir-Limette
- Zitronatzitrone
- Limette
- Mandarine und Clementine
- Orange oder Apfelsine
- Pampelmuse oder Grapefruit
- Pomelo
- Pomeranze
- Bergamotte
- Zitrone
Exoten
- Acerola (Malpighia punicifolia)
- Achachairú (Rheedia laterifolia)
- Aki, Akipflaume, Akee, (Blighia sapida)
- Amia, (Phyllanthus emblica)
- Ananas
- Andenbeere, (Rubus glaucus)
- Annonen (Annona)
- Apfelbeere, (Aronia melanocarpa)
- Apfelkaktus, (Cereus peruvianus)
- Atemoya
- Avocado
- Affenbrot siehe Affenbrotbaum
- Babaco, (Carica pentagona)
- Balsampflaume, (Spondias cytherea)
- Baumtomate – Tamarillo
- Bergpapaya, (Carica pubescens)
- Bilimbi, (Averrhoa bilimbi)
- Brotfrucht, (Artocarpus altilis)
- Chempedak, (Artocarpus integer)
- Cherimoya (Annona cherimola)
- Coquino, (Pouteria nemorosa)
- Curuba, (Passiflora mollissima)
- Dattel, (Phoenix dactylifera)
- Drachenfrucht
- Durian, (Durio zibethinus)
- Erdbeerbaumfrucht, (Arbutus unedo)
- Feige (Ficus carica)
- Feijoa, Ananasguave, Brasilianische Guave, (Acca sellowiana)
- Fensterblatt, (Monstera deliciosa)
- Gandaria, (Bouea macrophylla)
- Granadilla (Süße Passionsfrucht) siehe vorerst Maracuja
- Granatapfel
- Grosella, (Phyllanthus acidus)
- Große Sapote, (Pouteria sapota)
- Guanabana, Stachelannone (Annona muricata) siehe Annonengewächse
- Guave
- Indische Jujube, (Ziziphus mauritiana)
- Jabuticaba, Baumstammkirsche, Jaboticaba, (Myrciaria cauliflora)
- Jackfrucht
- Jambolan, (Syzygium cumini)
- Japanische Birne – Nashi
- Japanische Pflaume, (Prunus salicina)
- Japanische Stachelbeere, (Actinidia arguta)
- Japanische Weinbeere, (Rubus phoeniculasius)
- Javaapfel, (Syzygium samarangense)
- Jenipapo
- Johannisbrot
- Jujube
- Kaki (Sharon)
- Kaktusfeige
- Kamu Kamu
- Kapstachelbeere
- Karambole (Carambol, Sternfrucht)
- Keppel, (Stelechocarpus burakol)
- Kirschpflaume, (Prunus cerasifera)
- Kiwano
- Kiwi
- Kochbanane
- Kokosnuß
- Kohlpalmenfrüchte (Euterpe spec.)
- Kolumbianische Sapote, (Matisia cordata)
- Langsat, (Lansium domesticum)
- Litschi (Litchi chinensis)
- Loganbeere, (Rubus loganobaccus)
- Longan
- Loquat
- Lotusfrucht, (Diospyros lotus)
- Lucuma, (Pouteria lucuma)
- Lulo, (Solanum quitoense)
- Mabolo, (Diospyros blancoi)
- Mahonie, (Mahonia aquifolium)
- Malayapfel, (Syzygium malaccense)
- Mammiapfel, (Mammea americana)
- Mango
- Mangostin, Mangostane
- Manna, Röhrenkassie, (Cassia fistula)
- Maracuja (Gelbe Passionsfrucht)
- Marula, (Sclerocarya birrea)
- Melone
- Mispel
- Mombinpflaume, (Spondias purpurea)
- Naranjillo, Naranjilla, Lulo (Solanum quitoense)
- Nopal
- Papaya
- Passionsfrucht
- Pawpaw
- Pepino
- Persimone, (Diospyros virginiana)
- Physalis (Kapstachelbeere)
- Pitahaya
- Pitanga, (Eugenia uniflora)
- Quenepa, (Melicoccus bijugatus)
- Rambutan (Nephelium lappaceum)
- Rosella, (Hibiscus sabdariffa)
- Rosenapfel, (Szygium jambos)
- Salak (Schlangenfrucht)
- Santol (Sandoricum koetjape)
- Sapodilla, Sawo, Lakmut, Sapotille, (Manilkara zapota)
- Scheinquitte
- Schwarze Sapote, (Diospyros digyna)
- Sternapfel, (Chrysophyllum cainito)
- Tamarillo, Cyphomandra betacea
- Tamarinde
- Umbú
- Wasserapfel, (Syzygium aqueum)
- Weiße Sapote, (Casimiroa edulis)
Wie Obst verwendetes Gemüse
- Melonen
- Casabamelone
- Cantaloupe-Melone
- Honigmelone
- Netzmelone
- Wassermelone
- Zuckermelone
- Rhabarber
Literatur
- G. Liebster: Warenkunde Obst, Hädecke, 1999, ISBN 3775003010
- Pierre-Marie Valat; Pascale de Bourgoing: Der Apfel und andere Früchte, Mannheim, 1992, ISBN 341108541X
Siehe auch
- Obstbau
- Früchtekost
- Gemüse, Liste der Gemüse
- Nutzpflanzen
- Rohkost
- Flugobst
Weblinks
- [http://www.cma.de/genuss_warenkunde_obst_frisch.php CMA] Warenkunde Obst
- [http://www.cma.de/saisonkalender.php CMA] Saisonkalender
!
ja:果物
simple:Fruit
zh-cn:水果
zh-tw:水果/繁
1493
Politik und Weltgeschehen
- Maximilian I. wird deutscher Kaiser
- Frankreich erobert das Herzogtum Burgund und die Picardie
- Christoph Kolumbus landet auf Antigua, Dominica, Guadeloupe, den Jungferninseln, Montserrat und Nevis
- Alexander VI. legt die Demarkationslinie zwischen spanischen und portugiesischen Gebieten in der Neuen Welt fest
- 23. Dezember: Schedelsche Weltchronik veröffentlicht
- 15. März: Anne de Montmorency, französischer Heerführer, Pair, Marschall und Connétable von Frankreich († 1567)
- 11. April: Georg I., Herzog von Pommern († 1531)
- 5. Mai: Alessandro Pasqualini, ursprünglich aus Italien kommender Architekt der Renaissance († 1904)
- 5. Juni: Justus Jonas, deutscher Reformator († 1555)
- 10. Juni: Anton Fugger, Reichsgraf (seit 1530) und Kaufmann † (1560)
- 11. November: Bernardo Tasso, italienischer Dichter († 1569)
- 13. November: Wilhelm IV., Herzog von Bayern (1508–1550) († 1550)
- Paracelsus, Arzt († 1541)
- Petrus Mosellanus, Philologe, Theologe und Kirchenlehrer († 19. April 1524)
- 19. August: Friedrich III., deutscher Kaiser ( - 1415)
- 13. Oktober: Busso VIII. von Alvensleben, Bischof in Havelberg
als:1493
ko:1493년
Europa
Europa ist das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse und wird von Europäern üblicherweise als eigenständiger Kontinent betrachtet, obwohl es eigentlich ein Subkontinent ist. Insgesamt hat Europa eine Fläche von 8,327 Millionen Quadratkilometern, was Europa nach Australien zum zweitkleinsten Kontinent macht. Dennoch besitzt Europa mit rund 730 Millionen Einwohnern die drittgrößte Bevölkerung aller Kontinente. Die Ausdehnung erstreckt sich von der Nordsee und dem Atlantischen Ozean im Westen bis zum Ural im Osten.
Ural
Geographie
Europa hat eine Fläche von 8,327.000 km² und eine Küstenlänge von 37.200 km. Der nördlichste Punkt des Kontinents liegt bei ca. 71,2° n. Br. in Knivskjelodden, Norwegen, der südlichste Punkt in Tarifa im Süden Spaniens. Damit beträgt die Nord-Süd Ausdehnung ca. 3.800 Kilometer. Von Ost nach West erstreckt sich die Landmasse Europas vom Uralgebirge in Russland bis zur Atlantikküste Portugals, was ca. 6.000 Kilometer West-Ost Ausdehnung bedeutet.
Insgesamt ist Europa stark zergliedert. Es beinhaltet einige größere Halbinseln, wie die Iberische Halbinsel, die Apenninhalbinsel, die Skandinavische Halbinsel und die Balkanhalbinsel, sowie viele weitere, kleinere Halbinseln wie Bretagne und Jütland. Außerdem gibt es noch eine Vielzahl von Inseln, die größten sind die Britischen Inseln, Island, Sardinien und Sizilien.
Sizilien
Im Norden grenzt Europa an einzelne Randmeere des Nordpolarmeeres wie die Barentssee und das Europäische Nordmeer. Obwohl sich die Nebenmeere Nord- und Ostsee streng genommen innerhalb des Kontinents befinden, wird die Nordsee auch als seewärtige Grenze angesehen. Im Südosten grenzt Europa an das Kaspische Meer, im Süden an das Schwarze Meer und an das Mittelmeer, und im Westen an den Atlantischen Ozean.
Der höchste Punkt des Kontinents liegt je nach Definition der "Grenzen" Europas entweder im nördlichen Kaukasus in Russland (Elbrus (5.642 Meter)) oder aber in den Alpen zwischen Frankreich und Italien (Montblanc (4.808 Meter)). Der niedrigste Punkt Europas liegt mit 28 Metern unter dem Meeresspiegel an der Nordküste des Kaspischen Meeres.
Siehe auch: Mittelpunkt Europas
Innereurasische Grenze
Das Ural-Gebirge, der Ural-Fluss, das Kaspische Meer, die Manytschniederung nördlich des Kaukasus, das Schwarze Meer sowie Bosporus, Marmarameer und Dardanellen bilden unter anderem die Grenze zwischen Europa und Asien.
Siehe auch: Innereurasische Grenze
Untergliederung
- Nordeuropa
- Nordwesteuropa
- Nordosteuropa
- Mitteleuropa
- Ostmitteleuropa
- Osteuropa
- Südeuropa
- Südosteuropa
- Westeuropa
Flüsse
Westeuropa
Die längsten Flüsse Europas (über 1.000 km) sind:
#Wolga (3.531 km)
#Donau (2.850 km)
#Ural (2.428 km) (an der "innereurasischen" Grenze)
#Dnjepr (2.200 km)
#Don (1.870 km)
#Petschora (1.809 km)
#Kama (1.805 km)
#Oka (1.500 km)
#Belaja (1.430 km)
#Dnjestr (1.352 km)
#Rhein (1.320 km)
#Wjatka (1.314 km)
#Elbe (1.165 km)
#Desna (1.130 km)
#Weichsel (1.047 km)
#Düna (1.020 km)
#Loire (1.020 km)
#Choper (1.010 km)
#Tajo (1.007 km)
Siehe auch: Liste europäischer Flüsse, Die längsten Flüsse der Erde
Berge
Die höchsten Berge in Europa sind:
#Elbrus (5.642 m), Russland, Kaukasus (umstritten, weil innereurasische Grenze unterschiedlich festgelegt ist)
#Dykh Tau (5.203 m), Russland, Kaukasus (umstritten)
#Rustaveli (5.201 m), Georgien, Kaukasus (umstritten)
#Koshtan Tau (5.150 m), Russland, Kaukasus (umstritten)
#Pushkin (5.100 m), Russland, Kaukasus (umstritten)
#Shkhara (5.068 m), Russland/Georgien, Kaukasus (umstritten)
#Kazbek (5.047 m), Russland/Georgien, Kaukasus (umstritten)
#Mizhirgi (5.025 m), Russland, Kaukasus (umstritten)
#Katyn (4.974 m), Russland, Kaukasus (umstritten)
#Shota Rustaveli (4.960 m), Russland, Kaukasus (umstritten)
#Borovikovs topp (4.888 m), Russland, Kaukasus (umstritten)
#Mont Blanc (4.808 m; mit Eiskappe), Grenze Frankreich-Italien, Alpen
#Dufourspitze (4.634 m; Monte-Rosa-Massiv), Grenze Schweiz-Italien, Alpen
#Dom (4.545 m), Schweiz, Alpen
#Weisshorn (4.505 m), Schweiz, Alpen
#Lyskamm (4.480 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen
#Matterhorn (4.478 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen
#Dent Blanche (4.357 m), Schweiz, Alpen
#Finsteraarhorn (4.274 m), Schweiz, Alpen
#Zinalrothorn (4.221 m), Schweiz, Alpen
#Alphubel (4.206 m), Schweiz, Alpen
#Rimpfischhorn (4.199 m), Schweiz, Alpen
#Aletschhorn (4.192 m), Schweiz, Alpen
#Dent d'Hérens (4.171 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen
#Breithorn (4.164 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen
#Jungfrau (4.158 m), Schweiz, Alpen
#Mönch (4.107 m), Schweiz, Alpen
#Ecrins (4.101 m), Frankreich, Alpen
#Schreckhorn (4.078 m), Schweiz, Alpen
#Gran Paradiso (4.061 m), Italien, Alpen
#Großes Fiescherhorn (4.049 m), Schweiz, Alpen
#Piz Bernina (4.049 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen
#Weissmies (4.023 m), Grenze Schweiz-Italien, Alpen
#Ortler (3.905), Italien, Alpen
Die bekanntesten Vulkane in Europa sind:
- Ätna (italien. Etna) (veränderlich um 3.370-3.400 m), Sizilien, Italien
- Hvannadalshnjúkur (2.119 m, unter dem Vatnajökull), höchster Berg auf Island
- Grímsvötn (1.725 m; unter dem Vatnajökull), Island
- Herðubreið (1.682 m, unter dem Vatnajökull), Island
- Vesuv(io) (ca. 1.200 m), Italien
- Stromboli (ca. 926 m), vulkanische Insel, Italien
- Santorini (Σαντορίνη) (575 m), vulkanische Insel, Griechenland
Klima
Der Kontinent liegt hauptsächlich in den gemäßigten Breiten. Das Klima ist in Europa im Vergleich mit Gebieten gleicher geographischer Breite in anderen Erdteilen wegen des Einflusses des relativ warmen Golfstroms milder. Die durchschnittliche Jahrestemperatur von Neapel beträgt beispielsweise 16 °C, während das auf nahezu gleicher Breite liegende New York 12 °C erreicht.
Schwankungen der Temperatur innerhalb eines Jahres sind in den größten Teilen des Erdteils relativ gering. Kühlen Winter stehen milde Sommer gegenüber. Nur in Gebieten, die weit vom Meer, also auch von dessen klimatisch ausgleichenden Einfluss entfernt liegen, sind die Temperaturunterschiede in verschiedenen Jahreszeiten stärker. In größten Teilen Osteuropas ist das Klima durch das Fehlen des Meeres in unmittelbarer Nähe vorwiegend kontinental geprägt. Kalte Winter und heiße Sommer sind in diesen Regionen vorherrschend.
Durch die Erdrotation und der damit verbundenen ablenkenden Kraft kommen Winde hauptsächlich aus westlicher Richtung. Da in den Küstengebieten Westeuropas deswegen Winde vornehmlich vom Atlantischen Ozean wehen, kommt es fast ganzjährig zu Regen. In Ost-und Mitteleuropa ist die Niederschlagsmenge dagegen vergleichsweise gering, da wiederum der Einfluss des Meeres auf diese Regionen zu gering ausfällt.
Hochgebirge können die Niederschlagsmenge ebenfalls stark beeinflussen. So ist der mittlere Jahresniederschlag nördlich der Alpen deutlich geringer als südlich. Die Alpen wirken in diesem Fall als Barriere, durch den es nur wenige Regenfronten schaffen durchzudringen.
In Gebieten nahe des Mittelmeers herrscht überwiegend mediterranes Klima, das heißt trockene und heiße Sommer, während es im Winter mild und feucht ist. Im Sommer gibt es vorwiegend Winde aus nördlicher Richtung, im Winter bringen westliche Winde aus Richtung des Atlantischen Ozeans dagegen häufigen Niederschlag mit.
Im Norden Europas herrscht arktisches Klima, im Südosten an der Wolga dagegen Kontinentalklima mit heißen Sommern und geringem Niederschlag.
Bevölkerung
Europa hat mit ca. 730 Millionen Einwohnern nach Asien und Afrika die drittgrößte Bevölkerungszahl aller Kontinente und gehört zu den dichter besiedelten Teilen der Erde. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt 66/km². Vor allem in West-, Mittel- und Südeuropa ist die Bevölkerungsdichte relativ hoch, während sie weiter nach Norden und Osten stark abnimmt.
Sprachen
Mehr als 90 Prozent der Einwohner Europas sprechen indogermanische Sprachen.
Am weitesten verbreitet sind slawische, germanische und romanische Sprachen. Auch Griechisch, Albanisch, die baltischen und keltischen Sprachen, sowie das Romani zählen zu den indogermanischen Sprachen.
Die uralischen Sprachen stellen die zweitgrößte Sprachfamilie Europas dar.
Sie unterteilen sich weiter in die samojedischen Sprachen, die von einigen wenigen Tausend im Menschen im äußersten Nordosten Europas gesprochen werden, und in die finno-ugrischen Sprachen.
Hierzu zählen vor allem Finnisch, Ungarisch, Estnisch als Amtssprachen, ferner die in Lappland gesprochenen samischen Sprachen und einige Minderheitensprachen, vor allem in Russland.
Im europäischen Teil der Türkei ist mit Türkisch eine altaische Sprache Amts- und Titularsprache.
Andere Turksprachen sind als Minderheitensprachen in Ost- und Südosteuropa verbreitet, so etwa das Gagausische und das Tatarische.
Mit Kalmückisch wird am Ostrand des Kontinents auch eine Sprache des mongolischen Zweigs der Altaisprachen in Europa gesprochen.
Mit Maltesisch ist auf der Insel Malta zudem eine Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachen Amtssprache.
Die in Spanien und Frankreich gesprochene baskische Sprache wird keiner größeren Sprachfamilie zugerechnet, ihr Ursprung konnte durch die moderne Sprachwissenschaft nicht rekonstruiert werden und ist nach wie vor unbekannt.
Darüber hinaus werden heute in Europa zahlreiche weitere Sprachen aus anderen Sprachfamilien gesprochen, die durch Einwanderer in jüngerer Zeit hierher gelangt sind.
Am gebräuchlichsten in Europa ist das lateinische Alphabet, gefolgt von dem kyrillischen Alphabet (in Russland, Weißrussland, der Ukraine, Bulgarien, Serbien, Mazedonien und Teilen Montenegros) und dem griechischen Alphabet.
Siehe auch: Liste von Sprachen in Europa, Minderheitensprachen in der Europäischen Union, Amtssprachen der Europäischen Union
Religionen
Ca. 75% der Europäer sind Christen (vor allem katholisch, protestantisch, orthodox). 7 % sind Muslime (vor allem in Südosteuropa sowie Einwanderer aus islamischen Ländern in England, Frankreich, Deutschland, Italien), außerdem gibt es Juden sowie eine größere Zahl von in jüngerer Zeit aus anderen Teilen der Welt nach Europa gekommener oder neu entstandenener Religionen.
Ca. 18 % der Europäer sind konfessionslos, besonders in den Städten und den ehemals kommunistischen Ländern im Osten, zum Teil aber auch in Deutschland.
Das Christentum erreichte Europa erstmals im 1. Jahrhundert nach Chr. Der Islam breitete sich im 8. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel, wurde aber im Zuge der "Reconquista" vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wieder verdrängt. Europäer verbreiteten das Christentum durch Einwanderung und Mission in Amerika, Australien und in geringerem Maße auch auf anderen Kontinenten (Teile Südostasiens, Afrikas und Ozeaniens). Heute ist Europa weitgehend säkularisiert.
Städte und Metropolen
Ozeanien
Lissabon war eine der ersten kosmopolitischen Metropolen der Welt, da sie in Zeiten des Imperialismus Zentrum eines großen Kolonialreiches war. Noch 1950 befanden sich vier Städte der heutigen Europäischen Union unter den zwanzig größten der Welt, seitdem wachsen die europäischen Städte kaum noch, verlieren teilweise an Einwohnerzahlen. Diese vier größten EU-Städte waren London auf dem zweiten Platz hinter New York, Paris auf dem vierten Platz hinter Tokio, Mailand und Neapel belegten noch Platz 13 bzw. 19.
Doch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts holten die Städte der restlichen Welt, besonders die der Entwicklungsländer, z. B. Mexiko-Stadt, Manila oder São Paulo, bei den Einwohnerzahlen auf und führen jetzt die Tabelle der Welt an.
Problematisch beim Vergleich der Metropolen ist die in Deutschland übliche Abgrenzung anhand der Gemeindegrenzen, da andere Staaten dies in ihren Statistiken nicht tun (z.B. USA, Frankreich, Australien, Großbritannien). Daher fehlen in der unteren Auflistung der Metropolen polyzentrische Stadtregionen wie Rhein-Ruhr und Rhein-Main in Deutschland oder das oberschlesische Industriegebiet in Polen.
Die europäischen Hauptstädte finden sich in der Liste der Hauptstädte der Welt.
Entfernungen verschiedener europäischer Städte (Alle Messungen sind in Luftlinie angegeben):
- Amsterdam (NL) – Warschau (PL), ca. 1.100 km
- Helsinki (FIN) – Rom (I), ca. 2.200 km
- Belgrad (SCG) – Dublin (IRL), ca. 2.150 km
- Edinburgh (GB) – Hamburg (D), ca. 900 km
- Istanbul (TR) – Lissabon (P), ca. 3.200 km
- Sagres (P) – Ust Kara (RUS), ca. 5.580 km
- Wien (A) – Bratislava (SK), ca. 60 km
Kultur und Bildung
In allen Staaten Europas gibt es eine Schulpflicht oder mindestens eine Bildungspflicht, die oft vom 6. oder 7. bis zum 15. oder 16. Lebensjahr dauert. Die Grundschulzeit beträgt vier bis fünf Jahre in den meisten, sieben oder acht Jahre in den wenigsten Ländern. Danach folgt meist eine weiterführende Schule, die auch verschiedene Schultypen und -arten umfassen kann. Die Analphabetenrate ist in fast allen Ländern durch verschiedene Förderungen des Bildungssystems sehr niedrig. In vielen Ländern gibt es außerdem sehr renommierte Hochschulen und Universitäten, teilweise auch mit bestimmten fachlichen Schwerpunkten.
Bildhauerei, Malerei, Literatur, Architektur und Musik haben in Europa eine lange Tradition. Viele Städte, wie beispielsweise Paris, Rom, Berlin und Moskau werden heute als kulturelle Zentren betrachtet. Außerdem besitzen viele Städte wichtige Theater, Museen, Orchester und weitere bedeutende Einrichtungen.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Europas
Für den Menschen war Europa erst die dritte Wahl. Vor etwa 800.000 Jahren soll die Besiedlung durch den Homo antecessor begonnen haben, etwa eine halbe Million Jahre, nachdem Ostasien von Afrika aus besiedelt worden war. Während die Entwicklung des Homo sapiens in Afrika ablief, war Europa die Domäne von Homo heidelbergensis und Homo neanderthalensis. Trotz - oder vielleicht auch wegen - der widrigen Bedingungen durch die Eiszeit sollen diese Menschen vor etwa 100.000 Jahren angefangen haben, die Kultur der Altsteinzeit zu verfeinern. Mit der Jungsteinzeit und der Bronzezeit begann in Europa eine lange Geschichte großer kultureller und wirtschaftlicher Errungenschaften, zunächst im Mittelmeerraum, dann auch im Norden und Osten.
Besonders die griechische Kultur, das Römische Reich und das Christentum hinterließen ihre Spuren bis heute. In der späteren Antike vereinigte das Römische Reich erstmals das gesamte südliche Europa zusammen mit den anderen Küstenländern des Mittelmeeres in einem Großreich. Im Römischen Reich konnte sich die neue Religion des Christentums schnell ausbreiten. Trotz aller Verfolgungen wurde das Christentum unter Kaiser Konstantin I. Staatsreligion und wirkt bis heute fort.
Das Mittelalter war geprägt von der Konkurrenz zwischen dem neuen römischen Kaiser im Westen und dem alten römischen Kaiser in Byzanz, auf deren beiden Einflussspären die Spaltung in ein westliches und östliches Europa zurückgeht. Missionare verbreiteten das Christentum über Nord- und Osteuropa, so dass ganz Europa christlich wurde. Im westlichen Europa gab es Auseinandersetzungen zwischen von Kaiser und Papst um die Vorherrschaft. Die Reformation im 16. Jahrhundert spaltete die Kirche in einen katholischen und evangelischen Teil. Religionskriege waren die Folge. 1618 bis 1648 verwüstete der Dreißigjährige Krieg weite Teile Mitteleuropas.
Seit dem 15. Jahrhundert bauten europäische Nationen (besonders Spanien, Portugal, Russland, die Niederlande, Frankreich und das Vereinigte Königreich) koloniale Imperien mit großen Besitztümern in Afrika, Amerika und Asien.
Europa ist der Kontinent, der die anderen Erdteile am meisten beeinflusst hat (zum Beispiel durch christliche Missionierung, Kolonien, Sklavenhandel, Warenaustausch und Kultur).
Im 18. Jahrhundert setzte die Bewegung der Aufklärung neue Akzente und forderte Toleranz, die Achtung der Menschenwürde, Gleichheit und Freiheit. 1789 kam durch die Französische Revolution zum ersten Mal das Bürgertum an die Macht. Im frühen 19. Jahrhundert musste sich halb Europa nach dem Willen des französischen Kaisers Napoleon richten, bis er 1812 in Russland ein Fiasko erlebte.
Die Industrialisierung begann in Teilen Europas im 18. Jahrhundert und veränderte rasant den Alltag breiter Bevölkerungsschichten. Als Folge der Verarmung der Arbeiter entstand im 19. Jahrhundert die Kommunistische Bewegung. Daneben war das 19. Jahrhundert stark bestimmt vom Gedanken der Demokratie, vom Reaktionismus und vom Imperialismus. Sowohl der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) als auch der Zweite Weltkrieg (1939 bis 1945) brachen in Europa aus und richteten riesige Zerstörungen an.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg war Europa in zwei große politisch-ökonomische Blöcke geteilt: pseudo-sozialistische Nationen in Osteuropa und kapitalistische Nationen in Westeuropa. Man sprach auch vom Eisernen Vorhang, der die Staaten Europas voneinander trennte.
Erst Perestroika und Glasnost führten in der Sowjetunion Mitte der 1980er Jahre zu einem politischen Kurswechsel. 1989 brach der Ostblock auf, die Berliner Mauer fiel, und die Sowjetunion und der Warschauer Pakt lösten sich auf.
Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen wie die EU, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt (siehe auch Blaue Banane).
Siehe auch: Wiege Europas, Alteuropa
Politik
Europäische politische Organisationen
In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde als erste gemeinsame europäische Institution der Europarat gegründet, der nach Ende des Ost-West-Konfliktes 47 Staaten umfasst.
Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die 1975 als Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbei in Europa (KSZE) damals blockübergreifend gegründet wurde, und der neben europäischen Ländern auch die USA und Kanada angehören.
Wer im politischen Sinne von "Europa" spricht, meint aber meist die Europäische Union (EU) oder ihre Vorläufer: 1951 schlossen sich Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Italien und Frankreich zur Montanunion bzw. EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) zusammen. Der Versuch, eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) sowie eine Europäische Politische Gemeinschaft (EPG) zu gründen, scheiterte 1954 an der französischen Nationalversammlung. Daraufhin wurden 1957 mit den Römischen Verträgen die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) sowie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet. Der Sammelbegriff Europäische Gemeinschaften (für EGKS, Euratom und EWG) wurde im alltäglichen Sprachgebrauch mehr und mehr durch den Singular Europäische Gemeinschaft verdrängt. Mit dem Maastrichter Vertrag wurde schließlich die die alten Gemeinschaften und Kooperationsformen überwölbende Europäische Union gegründet.
Ein Großteil der Mitgliedsländer der ebenfalls in den 50er Jahren gegründeten EFTA (European Free Trade Association) ist mittlerweile in die EG/EU übergetreten - die verbliebene EFTA ist ihr über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) eng verbunden. Nach der Erweiterung der EU um Polen, Tschechien, Ungarn, die Slowakei, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, Malta und Zypern im Jahre 2004 zählt diese 25 Mitglieder.
Siehe auch: Europäisches Parlament, NATO, Europawahl, Politische Architektur Europas
Staaten in Europa
Politische Architektur Europas
- Albanien
- Andorra
- Belgien
- Bosnien und Herzegowina
- Bulgarien
- Dänemark (einschließlich der autonomen Färöer; das ebenfalls autonome Grönland ist geografisch Teil Nordamerikas)
- Deutschland
- Estland
- Finnland (mit den staatliche Besonderheiten aufweisenden Ålandinseln)
- Frankreich (mit Ausnahme der überseeischen Territorien in Nord- und Südamerika, Afrika, Ozeanien)
- Griechenland (einschließlich der souveränen Mönchsrepublik Athos)
- Großbritannien und Nordirland (einschließlich der direkt der Krone unterstehenden Insel Man und der Kanalinseln sowie des Überseegebietes Gibraltar)
- Irland
- Island (liegt geografisch auf dem mittelatlantischen Rücken)
- Italien
- Kroatien
- Lettland
- Liechtenstein
- Litauen
- Luxemburg
- Malta
- Mazedonien
- Moldawien
- Monaco
- Niederlande
- Norwegen
- Österreich
- Polen
- Portugal (mit Ausnahme des näher an Nordafrika liegenden Madeira und der auf dem mittelatlantischen Rücken liegenden Azoren)
- Rumänien
- Russland (ein Viertel der Landmasse in Europa, dies ist das historische Kernland Russlands mit 75 % seiner Bevölkerung)
- San Marino
- Schweden
- Schweiz
- Serbien und Montenegro (Staatenbund aus Serbien und Montenegro)
- Slowakei
- Slowenien
- Spanien (mit Ausnahme der spanischen Plazas de soberanía und der Kanarischen Inseln in Nordafrika)
- Tschechien
- Ukraine
- Ungarn
- Vatikanstadt
- Weißrussland
Siehe auch: Liste europäischer Nachbarstaaten
Folgende Staaten liegen mit weniger als 5% ihrer Landfläche in Europa
- Kasachstan (nur ein sehr kleiner Teil der Landfläche liegt in Europa, der Rest in Asien; bei Sportveranstaltungen wird Kasachstan gelegentlich Europa zugerechnet)
- Türkei (nur 3% der Fläche liegt geographisch in Europa, der Rest in Asien; bei Kulturveranstaltungen wird die Türkei Europa zugeordnet (in allen internationalen Sportveranstaltungen, Eurovision Song Contest u.a.); sie ist Mitglied des Europarats und hat eine Zollunion mit der EU, ist Beitrittskandidat der EU und in allen anderen europäischen Gremien vertreten)
Weitere Staaten, die gelegentlich zu Europa gerechnet werden
Aus historischen, kulturellen oder politischen Gründen werden gelegentlich auch folgende Staaten zu Europa gerechnet:
- Armenien (geschichtlich eng mit Europa verbunden, christliche Bevölkerung mit indogermanischer Sprache, Territorium liegt geographisch in Asien, Mitglied des Europarates)
- Aserbaidschan (liegt geographisch in Asien; bei Sportveranstaltungen wird es Europa zugerechnet; Mitglied des Europarates)
- Georgien (geschichtlich eng mit Europa verbunden, christliche Bevölkerung, Territorium liegt geographisch in Asien; Mitglied des Europarates)
- Israel (liegt geographisch in Asien; bei Kulturveranstaltungen wird Israel oft Europa zugeordnet (Fußball-Europameisterschaft, Eurovision Song Contest).)
- Zypern (Insel im östlichen Mittelmeer, die geographisch zu Asien gezählt wird; geschichtlich eng mit Europa verbunden, seit Mai 2004 Mitglied der EU)
Abhängige Gebiete in Europa
- Åland (autonome Inselgruppe und Provinz vor Finnland)
- Berg Athos (autonome Mönchsrepublik unter Oberhoheit Griechenlands)
- Färöer (autonome Region innerhalb Dänemarks)
- Gibraltar (Überseeterritorium des Vereinigten Königreiches)
- Isle of Man (untersteht direkt der britischen Krone)
- Oblast Kaliningrad (Teil Russlands, Exklave zwischen Polen und Litauen)
- Kanalinseln (unterstehen direkt der britischen Krone)
Von europäischen Staaten abhängige Gebiete auf anderen Kontinenten
- Alborán, vulkanische spanische Mittelmeerinsel, unbewohnt, unter Naturschutz, zwischen Andalusien und Nordafrika
- Anguilla, eine britische Insel in der Karibik (Mittelamerika)
- Die Niederländischen Antillen (De Nederlandse Antillen: Bonaire, Curaçao, Saba, Sint Eustatius (Statia), Sint Maarten) gehört zu den Niederlanden, jedoch nicht zur EU, in der Karibik (Mittelamerika)
- Aruba, intern autonomer Landesteil der Niederlande in der Karibik (Mittelamerika)
- Die Azoren, portugiesische Inselgruppe zwischen Europa und Nordamerika im Atlantik
- Bermuda, britisches Überseegebiet, Inselgruppe östlich North Carolinas im Atlantik
- Britisches Antarktis-Territorium (British Antarctic Territory) ein völkerrechtlich nicht anerkannter Teil des Südpols wird von Großbritannien beansprucht: die Antarktische Halbinsel, die Südlichen Orkneyinseln, die Südlichen Shetlandinseln, einen Festlandsektor bis zum Pol (Antarktis)
- Britische Jungferninseln (the British Virgin Islands) in der Karibik (Mittelamerika)
- Das Britische Territorium im Indischen Ozean (British Indian Ocean Territory) britisches Überseegebiet, die Kronkolonie Tschagos-Archipel (Flottenstützpunkt), sechs weitgehend unbewohnte Atolle im Indischen Ozean
- Ceuta, autonom verwaltete Exklave Spaniens, Nordmarokko, 21 km vor Gibraltar (Nordafrika)
- La Islas Chafarinas, unbewohnter spanischer Archipel, 4 km vor der Küste Ostmarokkos (Nordafrika)
- Clipperton-Insel oder Passionsinsel (Île Clipperton, Île de la Passion) unbewohntes französisches Atoll südwestlich von Mexiko (Pazifik)
- Îles éparses (Les Îles éparses de l'océan Indien) unselbständige und weitgehend unbewohnte zu Frankreich gehörige Inseln und Atolle um Madagaskar und im Indischen Ozean
- Falklandinseln, britisches Überseegebiet, östlich Feuerland im südlichen Atlantik (Südamerika)
- Guadeloupe, Überseedépartement Frankreichs, Inselgruppe in der Karibik (Mittelamerika)
- Französisch-Guayana (Guyane française) Überseedépartement Frankreichs in Südamerika
- Grönland (Grønland) autonomes Gebiet Dänemarks (jedoch nicht Teil der EU) in Nordamerika
- Die Kaimaninseln (Cayman Islands) britisches Überseegebiet in der Karibik (Mittelamerika)
- Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien und liegen westlich von Nord-Afrika
- Madeira, autonome Provinz Portugals, Archipel aus mehreren bewohnten und unbewohnten kleinen und der Hauptinsel Madeira ca. 600 km westlich vor Marokkos im Atlantik
- Martinique, Überseedépartement Frankreichs in der Karibik (Mittelamerika)
- Mayotte, französisches Überseeterritorium am Rande der Komoren zwischen Madagaskar und Ostafrika
- Melilla, autonom verwaltete Exklave Spaniens in Ostmarokko (Nordafrika)
- Montserrat, britisches Überseegebiet in der Karibik (Mittelamerika)
- Neukaledonien (Nouvelle-Calédonie) französische Überseegemeinschaft mit besonderem Status, Inselgruppe nahe Vanuatu vor der Nordküste Australiens
- Isla Perejil, winzige zwischen Spanien und Marokko umstrittene Felseninsel 200 m vor der Mittelmeerküste Marokkos (Nordafrika)
- Pitcairninseln (Pitcairn Islands Group) britische Kronkolonie, weit verteilt und isoliert gelegene Gruppe von vier Inseln, davon eine bewohnt, im südöstlichen Pazifik
- Französisch-Polynesien (Polynésie Française) französisches Überseedépartement (Südlicher Pazifik)
- Réunion (La Île de la Réunion) gehört zu Frankreich, liegt im Indischen Ozean östlich vor Madagaskar
- St. Helena (the Crown Colony of Saint Helena and Dependencies) britische Kronkolonie, relativ zentral zwischen Afrika (Angola) und Südamerika im Südatlantik gelegen
- Saint-Martin (Sint Maarten) karibische Insel mit einem französischen Teil (Saint-Martin) und einen niederländischen Teil (Sint Maarten) (Mittelamerika)
- St. Pierre und Miquelon, mehrere kleine unselbständige französische Inseln östlich vom kanadischen Neufundland (Nordamerika)
- Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, britisches Überseegebiet, meist unbewohnte Inselgruppe im Südatlantik
- Französische Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises) ein völkerrechtlich nicht anerkannter Teil des Südpols und einige Inseln und Inselgruppen im Indischen Ozean südöstlich von Afrika
- Turks- und Caicosinseln, britisches Überseegebiet, Gruppe aus acht Inseln am westlichen Rande der Karibik zum Atlantik
- Peñón de Vélez de la Gomera, spanische Halbinsel an der marokkanischen Mittelmeerküste (Nordafrika)
- Wallis und Futuna (Territoire des Iles Wallis et Futuna) französisches Überseeterritorium nordöstlich von Fidschi (Südlicher Pazifik)
Wirtschaft
Im 19. Jahrhundert war Europa durch die in England beginnende und auf den ganzen Kontinent übergreifende Industrielle Revolution konkurrenzlos die führende Wirtschaftskraft. Später brachten verschiedene internationale Einrichtungen und Organisationen, wie die EFTA (Europäische Freihandelszone) und die Europäische Union einen Wachstumsschub, der in vielen Teilen Europas bis in die 70er und teilweise in die 80er anhielt. Die Versorgung der Bevölkerung Europas konnte durch die Verringerung von Handelsbeschränkungen ebenfalls weiter ausgebaut werden.
Seit dem 1. Januar 1999, gilt in 12 Staaten der EU der Maastricht-Vertrag, mit dem alle 12 Länder eine Währungsunion bilden und somit ihre jeweiligen Landeswährungen abschafften und den Euro, zunächst noch als bargeldloses Zahlmittel einführten.
Heute ist Europa ein wohlhabender Kontinent mit großen Industriemetropolen, gewinnbringender Landwirtschaft und einem boomenden
Tropen
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Die Tropen (v. gr.: tropai heliou Sonnenwendegebiete) sind
a) strahlungsklimatisch betrachtet die Gebiete, die durch die beiden Wendekreise (23,5° nördliche und südliche Breite) begrenzt werden und in denen die Sonne mindestens einmal im Jahr im Zenit steht,
b) im System der Atmosphärischen Zirkulation der Bereich zwischen den beiden subtropisch-randtropischen Hochdruckgürteln der Nord- und Südhalbkugel der Erde.
c) der Bereich beiderseits des Äquators, der durch höhere tageszeitliche und geringere jahreszeitliche Temperaturschwankungen (25°C Jahresmittel) geprägt ist, da sich durch die ganzjährig hohe Einstrahlung keine thermischen Jahreszeiten bilden können,
d) der Bereich bei dem die jährlichen Tageslängen nur sehr gering zwischen 10,5 und 13,5 Stunden schwanken.
Als polwärtige Grenze der Tropen zu den Subtropen verwendete Köppen die 18°-Isotherme, Supan und Philippson die 20°-Isotherme des kältesten Monats. Diese Abgrenzungen beziehen sich aber nur auf die in geringer Höhe über dem Meeresspiegel gelegenen Warmtropen, die typischen Klimaeigenschaften der Tropen gelten aber auch für die höher gelegenen Gebiete. Wegen der Temperaturabnahme mit der Höhe spricht man dann, wenn die 18°- oder 20°-Isotherme unterschritten werden, aber rechnerisch sich ein höherer Wert ergäbe, von Kalttropen.
Innerhalb der Tropen werden die äquatornahen immerfeuchten von den zu den Wendekreisen hin wechselfeuchten bzw. trockenen Tropen unterschieden, die sich in unterschiedlichen Vegetationszonen von den Tropischen Regenwäldern über die verschiedenen Savannentypen bis zu den Tropischen Halbwüsten und Wüsten zeigen.
Als Ektropen werden diejenigen Gebiete bezeichnet, welche nicht in den Tropen liegen.
Siehe auch
- Tropischer Regenwald
- innertropische Konvergenzzone (ITC)
- Tropischer Wirbelsturm
Kategorie:Tropen
Kategorie:Meteorologie
Kategorie:Ökosystem
ja:熱帯
ko:열대
Hawaii
Hawaii, kulturell Polynesien zugehörig und der 50. Bundesstaat der USA, ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean.
Geographie
Pazifischen Ozean
Insgesamt gehören 137 Inseln mit einer Gesamtfläche von 16.636 km² zu Hawaii, die meisten davon sind jedoch nicht bewohnt.
Die 8 größten Inseln sind (von West nach Ost) Niihau, Kauai, Oahu, Molokai, Lanai, Kahoolawe, Maui und Hawai'i, die größte Insel, die auch Big Island genannt wird. Die Midwayinseln gehören geographisch zwar zu der Inselkette, nicht aber politisch.
Die Inseln sind alle vulkanischen Ursprungs. Auf der größten Insel, Hawaii, ist der Vulkan Kilauea noch aktiv.
Diese Schildvulkane der Hawaii-Inseln sind die größten Vulkane der Welt.
Der Mauna Kea liegt dabei mit 4.201 m Höhe über dem Meer und einer Basis in 5.000 m Wassertiefe, also insgesamt über 9.000 m, an der Spitze.
28 Kilometer(15 Meilen) südöstlich des Kilauea Vulkans befindet sich ein unterseeischer Vulkan Loihi.
Loihi ist der jüngste Vulkan, der mit der hawaiischen Kette verbunden ist. Erdbebenschwärme zeigen an, dass der Vulkan aktiv ist. Der Gipfel des Vulkans ist 969 m (3.178 Fuß) unterhalb des Meeresspiegels und enthält eine krater(caldera)-ähnliche Vertiefung. Zwei Risszonen dehnen sich nördlich und südöstlich aus. Wenn Loihi mit einer Häufigkeitsrate ausbricht, die mit der des Kilauea und des Mauna Loa vergleichbar ist, dann erreicht er den Meeresspiegel in einigen zehntausend Jahren.
Siehe auch: Liste der Countys in Hawaii
Flüsse und Seen
Das Trinkwasser auf den Inseln wird unter anderem über artesische Brunnen gewonnen. Der längste Fluss ist der Kaukonahua auf der Insel Oahu. Der größte natürliche See ist der Halulu-See, auf Niihau.
Bevölkerung
Niihau
Neben den polynesischen Ureinwohnern siedelten sich nach der Entdeckung weiße Missionare, Händler und Walfänger in Hawaii an.
Für den Zuckerrohranbau und später Ananasanbau wurden chinesische und japanische Arbeitskräfte angeworben, die sich dort ansiedelten und teilweise ihre Kultur mitbrachten. Die berühmten "goldenen Menschen" von Hawaii entstanden aus der Durchmischung der polynesischen Ureinwohner mit den asiatischen (v.a. japanischen) Einwanderern.
Die Hawaii-Inseln zählen etwa 1,2 Millionen Einwohner. Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Archipels ist Honolulu mit etwa 390.000 Einwohnern.
Die größten Bevölkerungsgruppen bildeten im Jahre 2000 Asiaten mit 41,6% (einschließlich 16,7% japanischer, 14,7% philippinischer und 4,7% chinesischer Herkunft), 24,3% Menschen europäischer Herkunft und 6,6% hawaiianische Ureinwohner.
Verbreitete Sprachen auf Hawaii sind neben Englisch Hawaii Creole English und die indigene Hawaiianische Sprache.
Größte Städte (Einwohner 2000)
- Honolulu - 371.657
- Hilo - 40.759
- Kailua - 36.513
- Kaneohe - 34.970
- Waipahu - 33.108
- Pearl City - 30.976
- Waimalu - 29.371
- Mililani Town - 28.608
- Kahului - 20.146
- Kihei - 16.749
- Wahiawa - 16.151
- Liste der Städte in Hawaii
Geschichte
Liste der Städte in Hawaii
Besiedlung
Es waren vermutlich Polynesier von den Marquesas-Inseln, welche zwischen dem zweiten und sechsten Jahrhundert nach Hawaii gelangten. Eine zweite Siedlerwelle von Polynesiern folgte etwa im 11.Jahrhundert von Tahiti aus. Die Seefahrer waren in der Lage, die ungeheure Entfernung von etwa 5000 Kilometern von den Marquesas mit großen Auslegerkanus dank einer ausgefeilten Navigationstechnik zu überwinden. Sie navigierten nach den Sternen, nach der Dünung, nach Wolkenbildung und -zug und nach Vogelschwärmen. All diese Informationsquellen zusammengenommen ermöglichten es ihnen, über tausende von Kilometern zielgenau eine bestimmte Insel anzusteuern. Ihre Doppelrumpfboote bestanden aus ausgehölten und mit Harzen abgedichteten Baumstämmen als Schwimmkörpern. Diese wurden durch sich in der Mitte zwischen ihnen kreuzende Balken zusammengehalten. Auf dem den Schwimmkörpern entgegengesetzten Ende der Balken saß eine teilweise überdachte, leichtgebaute Plattform mit einer Tragfähigkeit bis zu 100 Personen. Zusammengehalten wurde die ganze Konstruktion mit Seilen, die aus den Fasern der dicken Außenschale der Kokosnuss geflochten waren und über eine Haltbarkeit von bis zu fünf Jahren im Salzwasser verfügten. Auch das Segel des polynesischen Doppelrumpfbootes war eine Besonderheit. Mast und Segelfläche bildeten eine Einheit, ähnlich einem überdimensionalen Palmblattfächer mit zwei nach oben zeigenden Spitzen, zwischen denen eine halbkreisförmige Aussparung war, deren tiefsten Punkt die (eingebaute) Mastspitze bildete. Am jeweiligen Ende der beiden Schwimmkörper war zwischen ihnen eine Holzkonstruktion befestigt, in die sich, je nach Bedarf, das Segel stecken ließ. Daher besaß das polynesische Reiseboot im "westlichen Sinne" weder Bug noch Heck, sondern Bug konnte auch Heck sein und umgekehrt, je nach Fahrtrichtung. Die Segelfläche selbst bestand aus einem seitlich aneinander genähten, aus Palmblattspitzen geflochtenen Band und war zwar an den Enden elastisch aber durch den in der Mitte eingebundenen Mast eben doch auch ziemlich steif.
An der Spitze der neu-hawaiianischen Gesellschaft standen die Adligen, die ihre mystische Herkunft auf mehrere Götter zurückführten und ihre Macht auf das Prinzip des kapu stützten. Das kapu erlaubt und verbietet bestimmte Handlungen beziehungsweise den Zutritt zu bestimmten Orten (Tabu). Den Adligen folgten gesellschaftlich die Priester und nach diesen kam das gemeine Volk. Zeitweise kam es zu Kriegen zwischen verschiedenen Stämmen; ein Clan wurde jeweils vom Alii angeführt, einem von den Göttern abstammenden (adligen) Häuptling.
James Cook
Am 18. Januar 1779 landete James Cook auf seiner 3. Pazifikreise in Kauai. Der eigentliche Zweck seines Unternehmens bestand darin, eine | | |