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| Anastasius I. (Papst) |
Anastasius I. (Papst)Der heilige Anastasius I. war vom 27. November 399 bis Dezember 401 Papst. Sein Name bedeutet: der Auferstandene (griech.)
Über das Leben und Wirken Anastasius' I. sind nur wenige Nachrichten überliefert. Nur 3 Briefe sind erhalten, in denen er sich der Verurteilung des Origenes anschließt. Zu seinen Freunden zählten der Heilige Augustinus, der Heilige Hieronymus und der Heilige Paulinus von Nola.
Hieronymus berichtet, er sei der Vater seines Nachfolgers Innozenz I. gewesen.
Sein Gedenktag ist der 19. Dezember.
Siehe auch
- Anastasius I., oströmischer Kaiser, unter Anastasios I..
- Liste der Seligen und Heiligen
- Liste der Päpste
Weblinks
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Kategorie:Papst
Kategorie:Heiliger
Kategorie:Mann
Kategorie:Gestorben 401
Kategorie:Bischof (4. Jh.)
Kategorie:Bischof (5. Jh.)
ko:교황 아나스타시오 1세
27. NovemberDer 27. November ist der 331. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 332. in Schaltjahren) - somit bleiben 34 Tage bis zum Jahresende..
Ereignisse
- 1919 - Mit dem Vertrag von Neuilly verliert Bulgarien die thrakischen Gebiete an Griechenland.
- 1939 - Die Sowjetunion kündigt den 1932 mit Finnland geschlossenen Nichtangriffspakt, nachdem das geheime Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Pakts Finnland dem sowjetischen Einflussbereich überlassen hatte.
- 1942 - Die Vichy-Armee versenkt in Toulon ihre Flotte, um sie vor der Erbeutung durch die Deutschen zu schützen.
- 1944 - die Innenstadt von Freiburg im Breisgau wird durch einen Bombenangriff fast vollständig zerstört. Das Münster bleibt wie durch ein Wunder unversehrt.
- 1945 - Norwegen wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1958 - Die Sowjetunion richtet sich mit ihrem Berlin-Ultimatum an die Westmächte.
- 1961 - Das Schlafmittel Contergan wird vom Markt genommen, nachdem tausende Mütter missgebildete Kinder zur Welt brachten.
- 1971 - Die sowjetische Raumsonde Mars 2 erreicht als erster irdischer Raumkörper den Mars.
- 1975 - Der Bourbonenprinz Juan Carlos wird einem Wunsch des verstorbenen Generals Franco entsprechend zum König von Spanien gekrönt.
- 1978 - Gründung der Arbeiterpartei Kurdistans, PKK
- 1983 - In München wird von zwei ehemaligen CSU-Bundestagsabgeordneten Franz Handlos und Ekkehard Voigt die nach eigenen Aussagen unabhängige, konservativ-liberale Partei "Die Republikaner" gegründet.
- 2000 - Serbien und Montenegro wird Mitglied in der OSZE
- 2000 - Der längste Straßentunnel der Welt, der 24,5 Kilometer lange Lærdaltunnel wird für dem Verkehr übergeben
- 2001 - Beginn der Afghanistan-Konferenz "UN Talks on Afghanistan" auf dem Petersberg bei Königswinter.
- 2001 - Rund 1,5 Millionen Mark des Lösegeldes aus der Entführung von Jan Philipp Reemtsma tauchen auf.
- 2002 - Dänemark. Anders Fogh Rasmussen wird Ministerpräsident
Wirtschaft
- 1849 - Bernhard Wolff gründet mit dem „Wolffschen Telegrafenbüro“ (W.T.B.) in Berlin ein Nachrichtenbüro für die Presse.
- 1989 - Der Oberste Sowjet der UdSSR sanktioniert das wirtschaftliche Selbstbestimmungsrecht von Litauen, Lettland und Estland
- 2002 Das sog. Gipsplattenkartell wird von der EU-Kommission zu einer Zahlung von insges. 478 Mio Euro Bußgeld verpflichtet, weil die betreffenden Firmen unerlaubte Absprachen im Bereich des Rigipsplattenherstellung zum Schaden der Kunden getroffen haben. Insgesamt handelt es sich um die zweithöchste Strafe, die die EU-Kommission bislang ausgesprochen hat.
Wissenschaft, Technik
- 1895 - Alfred Nobel unterzeichnet sein Testament und vermacht sein Vermögen einer Stiftung, die heute die Nobelpreise vergibt.
Kultur
- 1723 - Uraufführung der Oper "Farnace" von Giovanni Bononcini am King's Theatre in London.
- 1821 - Uraufführung der Oper "Léonore et Félix" von François Benoist am Théâtre Feydeau in Paris.
- 1844 - Uraufführung der Oper "The Daughter of St. Mark" von Michael William Balfe im Theatre Royal Drury Lane in London.
- 1896 - Uraufführung des lyrischen Dramas "Kukuška" von Franz Lehár in Leipzig.
- 1896 - Die symphonische Dichtung "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss wird in der Frankfurter Oper uraufgeführt.
- 1942 - Der Spielfilm "Casablanca" von Michael Curtiz kommt in die US-amerikanischen Kinos.
- 1963 - Uraufführung der Oper "Die Verlobung in San Domingo" von Werner Egk an der Bayerischen Staatsoper in München.
- 2003 - Der tschechische Schriftsteller Jiri Grusa wird neuer Präsident des internationalen P.E.N. als Nachfolger des Mexikaners Homero Aridjis
Religion
- 399 - Anastasius I. wird als Nachfolger von Siricius zum Papst gewählt.
Katastrophen
- 1945 - Ein Erdbeben der Stärke 8,2 im Iran fordert etwa 4.000 Todesopfer.
- 1963 - Montréal, Kanada: Beim Absturz einer Douglas DC-8F der Trans-Canada sterben alle 118 Menschen an Bord.
- 1970 - Anchorage, Alaska: Eine mit Soldaten besetzte Douglas DC-8 der Capitol International Airway schafft es nicht beim Start an Höhe zu gewinnen und schießt über das Ende der Startbahn hinaus. 46 Menschen sterben, 170 können gerettet werden.
- 1983 - Madrid, Spanien: Eine Boeing 747 der Avianca stürzt in der Nähe des Flughafens ab. 181 Menschen sterben, 11 werden gerettet.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1380 - Ferdinand I. (Aragón), König von Aragonien
- 1654 - Friedrich Rudolf Ludwig von Canitz, Diplomat und deutscher Schriftsteller
- 1701 - Anders Celsius, schwedischer Astronom
- 1715 - Philippe de Noailles, duc de Mouchy, Marschall von Frankreich
- 1754 - Johann Georg Adam Forster, deutscher Naturforscher und Revolutionär
- 1765 - Günther Heinrich von Berg, deutscher Politiker und Schriftsteller
- 1809 - Fanny Kemble, britische Schauspielerin
- 1836 - Wilhelm Ebstein, deutscher Mediziner
- 1850 - Helene von Mülinen, schweizerischer Frauenrechtlerin
- 1859 - Charles Scott Sherrington, britischer Physiologe, Nobelpreis für Medizin 1932
- 1864 - Alfred Meyer-Waldeck, deutscher Gouverneur von Kiautschou
- 1867 - Margaret Ruthven Lang, US-amerikanische Komponistin
- 1870 - Juho Kusti Paasikivi, finnischer Ministerpräsident
- 1874 - Johannes Baumann, schweizerischer Politiker
- 1874 - Chaim Weizmann, israelischer Präsident
- 1882 - Adolf Abel, deutscher Architekt
- 1894 - Konosuke Matsushita, japanischer Industrieller
- 1895 - Nico Dostal, österreichischer Komponist
- 1903 - Lars Onsager, US-amerikanischer Chemiker
- 1904 - Klara Blum, deutschsprachige chinesische Schriftstellerin
- 1911 - Curt Biegler, deutscher Politiker MdB (SPD)
- 1913 - Lewis Coser, US-amerikanischer Soziologe
- 1921 - Alexander Dubček, tschechoslowakischer Politiker
- 1925 - Claude Lanzmann, französischer Dokumentarfilmer (Shoah)
- 1929 - Peter Lilienthal, deutscher Filmregisseur
- 1930 - Lothar Bellag, deutscher Regisseur
- 1930 - Lorenz Betzing, DDR-Spion
- 1935 - Al Jackson, US-amerikanischer Musiker
- 1935 - Helmut Lachenmann, deutscher Komponist
- 1936 - Alexandrina Milcheva, bulgarische Mezzosopranistin
- 1940 - Bruce Lee, US-amerikanischer Schauspieler chinesischer Abstammung
- 1942 - Jimi Hendrix, US-amerikanischer Rock-Musiker
- 1942 - Henry Carr, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1943 - Horst Laqua, deutscher Mediziner
- 1944 - Dozy, britischer Musiker
- 1944 - Eddie Rabbit, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1944 - Erich Hamann, deutscher Fußballspieler (DFV)
- 1946 - Sabine Bard, deutsche Politikerin und MdB
- 1948 - Barry Devlin, irischer Musiker und Sänger
- 1951 - Kathryn Bigelow, US-amerikanische Regisseurin
- 1951 - Kevin Kavanaugh, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1952 - Axel Viehweger, Minister für Bauwesen, Städtebau und Wohnungswesen der DDR
- 1954 - Günter Grünwald, deutscher Komiker und Kabarettist
- 1957 - Caroline Bouvier Kennedy, Tochter von John F. Kennedy und Jacqueline Bouvier Kennedy
- 1959 - Charles Burchill, britischer Musiker und Sänger (Simple Minds)
- 1960 - Ashley Ingram, britische Sängerin und Songschreiberin
- 1960 - Eike Immel, deutscher Fußballspieler
- 1961 - Norbert Dickel, deutscher Fußballspieler
- 1962 - Samantha Bond, britische Schauspielerin
- 1973 - Vratislav Lokvenc, tschechischer Fußballspieler beim Vfl Bochum
- 1976 - Jaleel White, US-amerikanischer Schauspieler
- 1978 - Bob Style, deutscher Countrysänger
- 1979 - Hilary Hahn, US-amerikanische Violinistin
- 1979 - Eero Aleksi Heinonen, Bassist der finnischen Rockband The Rasmus
- 1987 - Piotr Siedlik
Gestorben
Piotr Siedlik
Piotr Siedlik
- 511 - Chlodwig I., König der Franken
- 1382 - Philipp van Artevelde, in Roosebeeke, Oudenaarde; flämischer Politiker ( - 18. Juli 1340)
- 1474 - Guillaume Dufay, französischer Komponist
- 1570 - Jacopo Sansovino, in Venedig; italienischer Baumeister ( - 2. Juli 1486)
- 1585 - Ambrosius Lobwasser, deutscher Schriftsteller
- 1592 - Johann III. von Schweden, König von Schweden aeit 1568
- 1659 - Andreas Tscherning, deutscher Schriftsteller
- 1680 - Athanasius Kircher, in Rom; deutscher Jesuit, Universalgelehrter und Erfinder ( - 2. Mai 1602)
- 1754 - Abraham de Moivre, französischer Mathematiker ( - 1667)
- 1793 - Johann Philipp Bethmann, deutscher Unternehmer und Bankier ( - 1715)
- 1811 - Gaspar Melchor de Jovellanos y Ramírez, in Vega, Gijón; spanischer Schriftsteller und Politiker ( - 5. Januar 1744)
- 1852 - Ada Lovelace, britische Mathematikerin
- 1875 - Richard Christopher Carrington, englischer Astronom
- 1878 - Albert Emil Brachvogel, deutscher Schriftsteller
- 1888 - Wilhelm Hertenstein, schweizerischer Politiker
- 1895 - Alexandre Dumas (Sohn), französischer Schriftsteller ( - 1824)
- 1899 - Constant Fornerod, schweizerischer Politiker ( - 1819)
- 1899 - Anton Krettner, Komponist und Bürgermeister von Bad Tölz
- 1911 - Josef Anton Schobinger, schweizerischer Politiker ( - 1849)
- 1916 - James Cutler Dunn Parker, US-amerikanischer Komponist
- 1916 - Émile Verhaeren, in Rouen; belgischer Dichter ( - 1855)
- 1936 - Edward Bach, englischer Arzt, Entwickler der Bach-Blütentherapie
- 1936 - Basil Zaharoff, britischer Waffenhändler und Spielbankbesitzer ( - 1849)
- 1953 - Rudolf Bernauer, in London; österreichischer Musiker ( - 1880)
- 1953 - Eugene O'Neill, US-amerikanischer Dramatiker ( - 1888)
- 1955 - Arthur Honegger, französisch-schweizer Komponist
- 1968 - Hans Ferdinand Redlich, englisch-österreichischer Komponist und Dirigent ( - 1903)
- 1976 - Christian Berg, in Stockholm; schwedischer Maler und Bildhauer ( - 1893)
- 1978 - Harvey Milk, US-amerikanischer Politiker und Bürgerrechtler, ermordet
- 1981 - Lotte Lenya, österreichische Sängerin und Schauspielerin ( - 1898)
- 1985 - Fernand Braudel, in Saint-Gervais; französischer Historiker ( - 1902)
- 1985 - Erwin Sylvanus, deutscher Schriftsteller ( - 1917)
- 1988 - John Carradine, US-amerikanischer Schauspieler, Vater von David und Keith Carradine
- 1989 - Achim Strietzel, deutscher Schauspieler
- 1991 - Vilém Flusser, jüdischer Kommunikations- und Medienphilosoph, ( - 12. Mai 1920)
- 1999 - Alain Antoine Peyrefitte, in Paris; französischer Politiker, Jurist und Philosoph ( - 1925)
- 2001 - Regine Hildebrandt, in Berlin-Woltersdorf; deutsche SPD-Politikerin ( - 1941)
- 2002 - Wolfgang Preiss, deutscher Schauspieler
- 2003 - Riccardo Malipiero, italienischer Komponist ( - 1914)
- 2003 - Will Quadflieg, in Hamburg; deutscher Schauspieler ( - 1914)
- 2003 - Kurt von Fischer, schweizerischer Musikforscher ( - 1914)
- 2004 - Gunder Hägg, schwedischer Leichtathlet
Feiertage und Gedenktage
- Gregor: Gregor Sinaites
- Martin:
- Modestus:
- Virgil: Virgilius von Salzburg
Siehe auch
- 26. November - 28. November
- 27. Oktober - 27. Dezember
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1127
ja:11月27日
ko:11월 27일
simple:November 27
th:27 พฤศจิกายน
401
Politik und Weltgeschehen
- 22. Dezember - Innozenz I. wird neuer Bischof von Rom als Nachfolger des verstorbenen Anastasius I..
- Alarich und Radagaisus fallen mit den Goten in Italien ein und gelangen bis Mailand; Verwüstung Nord-Italiens.
- Die Römer ziehen ihre Truppen nach Italien zurück, unter anderem wird das Kastell Deutz geräumt.
- April - Theodosius II., oströmischer Kaiser
- 401(?) Ankō, japanischer Kaiser
- 19. Dezember - Anastasius I., Bischof von Rom
ja:401
ko:401년
OrigenesOrigenes (in manchen älteren Quellen auch als Origines oder Horigenes bezeichnet) ( - 185 in Alexandria; † 254 in Tyros, heute im Libanon, oder 253 in Caesarea Maritima) war ein umstrittener Kirchenvater, christlicher Gelehrter und Theologe. Über das Leben des Origenes berichtet unter anderen Kirchenhistoriker Eusebius von Cäsarea.
Leben
Ausbildung
Sein voller Name war vermutlich Origenes Adamantius. Der Name, "von Horus stammender", deutet auf ägyptische Herkunft. Durch seinen Vater Leonides wurde ihm eine umfassende biblische und wissenschaftliche Unterweisung zuteil; er war aber auch ein Schüler des Neuplatonikers Ammonios Sakkas. 202 verlor Origenes seinen Vater durch die Christenverfolgung unter Septimius Severus (Das Proselytenverbot galt auch für Christen). Er suchte dem Vater ins Martyrium zu folgen, was nur durch eine List seiner Mutter verhindert werden konnte. Der Tod des Leonides ließ die Familie verarmt zurück, ihr Eigentum wurde eingezogen. Origenes jedoch kam unter den Schutz einer wohlhabenden und angesehenen Frau.
Ab 203 in Alexandria erteilte er Unterricht in elementarer Grammatik an der vom Bischof von Alexandria (Demetrius) gegründeten Katechetenschule. Der junge Lehrer besuchte während der Christenverfolgung unablässig die Gefangenen, sorgte für sie vor Gericht, und tröstete die Verurteilten, wobei er selbst wie durch ein Wunder vor Schaden bewahrt wurde.
Um unabhängig von seinen Unterrichtseinkünften zu sein, verkaufte Origenes seine Bibliothek für einen Betrag, der ihm ein tägliches Einkommen von 4 Obolus sicherte (ungefähr zwölf Cent), wovon er in äußerster Bescheidenheit lebte. Tagsüber unterrichtete er, den größeren Teil der Nacht widmete er dem Bibelstudium und lebte in strenger Askese. Diese ging so weit, dass er Matthäus 19,12 buchstäblich Folge leistete und sich entmannte. In späteren Jahren beurteilte er seine extreme Tat anders.
211-212 weilte Origenes in Rom, kehrte aber ernüchtert über die Laxheit während des Pontifikats Zephyrinus' nach Alexandria zurück und widmete sich verstärkt seinem Unterricht. Indes waren die Anforderungen an die Schule über das Vermögen eines einzelnen Menschen hinausgewachsen; die Katechumenen betätigten sich aktiv in der Glaubensunterweisung, und die Getauften waren gesuchte Ausleger der Bibel. Unter diesen Umständen vertraute Origenes den Unterricht dem Katechumenen Heraklas an, dem Bruder des Märtyrers Plutarch, seinem ersten Schüler.
Seine eigenen Interessen konzentrierte er zunehmend auf die
Exegese, und studierte demgemäß hebräisch, wobei über seinen Sprachlehrer nichts bekannt ist. Aus dieser Zeit (212-213) rührt die Bekanntschaft des Origenes mit Ambrosius von Alexandria, den er vom Valentinianismus zum orthodoxen Glauben zurückgeführt hatte. Später (etwa 218) schloss der wohlhabende Ambrosius einen Vertrag mit Origenes, um dessen Schriften zu verbreiten; alle folgenden Arbeiten des Origenes (ausgenommen seine Predigten, die nicht ausdrücklich für eine Veröffentlichung vorgesehen waren), wurden Ambrosius gewidmet.
Um 214 besuchte Origenes Arabien auf Bitten des dortigen Präfekten, der ihn ebenfalls um Glaubensunterweisung bat; so verbrachte Origenes eine kurze Zeit in Petra, worauf er nach Alexandria zurückkehrte. Im folgenden Jahr (215) kam es zu einem von Kaiser Caracalla angezettelten Aufstand in Alexandria, der seine Soldaten die Stadt plündern ließ, die Schulen schloss und alle Ausländer vertrieb. Die letztere Maßnahme veranlasste Ambrosius, in Cäsarea Schutz zu suchen, wo er sich niederließ. Origenes flüchtete aus Ägypten, offenbar zu Ambrosius nach Cäsarea, wo er einige Zeit verbrachte.
Hier predigte er in Übereinstimmung mit der örtlichen auf jüdischem Brauch basierenden Gewohnheit, obwohl er nicht ordiniert war, und legte auf Bitten der Bischöfe Alexander von Jerusalem und von Theoctistus von Cäsarea die Heilige Schrift aus. Als die Tumulte in Alexandria nachließen, rief Demetrius Origenes um 216 zurück.
Möglicherweise hat schon damals der Konflikt mit Demetrius begonnen.
Über die Tätigkeit des Origenes während des nächsten Jahrzehnts ist wenig bekannt; sie war offensichtlich dem Lehren und Schreiben gewidmet. Letzteres wurde ihm durch Ambrosius vereinfacht, der ihn mit über sieben Schreibern und Kopisten ausstattete. Auf Bitten von Ambrosius begann er einen großen Bibelkommentar, mit dem Johannesevangelium beginnend, über Genesis, Psalm 1-25 und die Klagelieder, außer kurzen Exegesen der vorgewählten Texte (die 10 Bücher der Stromata bildend), zwei Bücher über die Auferstehung und das Werk "Peri archon"
Konflikt mit Demetrius und Rückkehr nach Cäsarea.
Um 230 begab sich Origenes auf eine schicksalhafte Reise, die ihn
zwingen sollte, seine Arbeit in Alexandria aufzugeben und seine
folgenden Lebensjahre verdüsterte. Während einer kirchlichen Dienstreise
nach Griechenland begab er sich nach Cäsarea, wo er sich zum Presbyter (Priester) ordinieren ließ. Dies erboste Demetrius zutiefst, vermutlich, weil er Origenes wegen seiner mangelnden Zeugungsfähigkeit das Priesteramt verweigert hatte. Möglicherweise hat Demetrius selbst Origenes der Häresie bezichtigt.
Der Metropolit berief daraufhin eine Synode der Bischöfe und Ältesten ein, die Origenes zunächst die Lehrbefugnis entzog, während eine zweite Synode seine Ordination für unwirksam erklärte.
Origenes floh darauf 231 aus Alexandria und ließ sich dauerhaft in Cäsarea nieder.
Origenes wurde in Cäsarea freudig aufgenommen und war u.a. Gast von Firmilian, dem Bischof von Cäsarea in Kappadozien und der Kaiserwitwe, Julia Mamaea in Antiochien. Zuvor besuchte er auch Cäsarea, wo er predigte und Dialektik, Physik, Ethik und Metaphysik unterrichtete.
Origenes Anliegen war, die gesamte Wissenschaft seiner Zeit von einem christlichen Gesichtspunkt zu überschauen und das Christentum in hellenistischer Tradition zu einer universellen Theorie zu erhöhen. Mit dem Machtantritt des Maximinus Thrax' 235 begann eine erneute Christenverfolgung; und für zwei Jahre hielt sich Origenes einer Überlieferung zufolge in dem Haus einer Juliana in Cäsarea, Kappadozien versteckt.
Von seinen letzten beiden Lebensjahrzehnten ist wenig bekannt. Er predigte regelmäßig Mittwochs und Freitags, später täglich. Offenbar entfaltete er jedoch eine außerordentliche literarische Produktivität, unterbrochen durch gelegentliche Reisen, von denen ihn eine nach Athen führte und genügend Zeit für Forschungen bot.
Nach seiner Rückkehr aus Athen führte er Beryllus, den Bischof von Bostra, von seinen adoptianistischen Ansichten zum orthodoxen Glauben; dennoch nötigten ihn in dieser Zeit (um 240) Angriffe auf seine eigene Rechtgläubigkeit zu Rechtfertigungsschreiben an Papst Fabian (236 - 250) und zahlreiche Bischöfe. Weder Quelle noch Grundlage dieser Angriffe sind bekannt; Zusammenhänge mit dem Novatianismus wären denkbar.
Nach der Bekehrung des Beryllus jedoch wurde er häufiger gegen Häresien zu Hilfe gerufen. Als in Arabien eine Lehre verkündet wurde, die Seele sterbe und verfalle mit dem Körper und werde erst bei der Auferstehung wieder zum Leben erweckt, beauftrage man Origenes, nach Arabien zu reisen.
Den 250 erneut ausbrechenden Verfolgungen der Kirche entging Origenes nicht. Er wurde (nach Euseb) zu Tode gefoltert (gepfählt und tagelang an Händen und Füßen gefesselt) († 253)
Andere Quellen (Hieronymus (De viris illustribus, Kapitel 54) berichten von einer Freilassung 251 und einem natürlichen Tod 254 in Tyros im Libanon (arabisch heute Sur).
Quellen
Das meiste, was wir über Origenes Leben wissen, stammt aus der Kirchengeschichte von Eusebius von Cäsarea ("Euseb"). Eusebius war ein glühender Anhänger des Origenes und seiner Lehren, und er war kein sonderlich kritischer Denker; so liefert er eine z.T. verklärende Darstellung, insbesondere was Origenes' Jugend und Martyrium betrifft. So ist sein versuchtes Martyrium (und vieles andere) möglicherweise Legende. Andere Quellen sind nicht minder zweifelhaft.
So soll die ihn anfangs unterstützende, wohlhabende Dame der Gnosis nahe gestanden haben und intellektuelle Zirkel veranstaltet haben, was viele der Gnosis nahestehende Gedanken Origenes' erklären könnte. Seine umfassende
Bildung legt außerdem nahe, dass Origenes länger an der Universität von Alexandria studiert und auch seine späteren Gegner gehört hatte. In diesem Zusammenhang werden neben Clemens von Alexandria der Pythagoärer und Neuplatoniker Ammonios Sakkas genannt.
Werke
Exegetische Schriften
Epiphanius (Haer., LXIV 63) schreibt Origenes ungefähr 6.000 Arbeiten zu (d.h., Rollen oder Kapitel). Eine Liste wurde von Euseb in seinem verloren gegangenen "Leben des Pamphilus" aufgestellt (Hist.-eccl., VI., XXXII. 3; Engl. übs.., NPNF, 2 ser., I. 277), anscheinend Hieronymus bekannt (Epist. ad Paulam, NPNF, vI. 46). Diese lassen sich aufteilen in vier Kategorien: Textkritik; Exegese; systematische, praktische und apologetische Theologie; und Briefe; ausgenommen gewisser unechter Arbeiten.
Die bei weitem wichtigste textkritische Arbeit des Origenes war die Hexapla, deren genauere Kenntnis durch die Entdeckung eines Originalfragments möglich geworden ist. Mit diesem Werk gedachte er eine Grundlage für das Studium des alten Testaments zu schaffen, das den wissenschaftlichen Ansprüchen genügte.
Vom Schicksal der Hexapla ist nichts bekannt. Die Mailänder-Entdeckung legt nahe, dass mindestens einzelne Teile viel länger bestanden, als bis in letzte Zeit angenommen. Die Hinweise der Hexapla auf spätere Manuskripte und Autoren erhalten folglich eine größere Bedeutung. Die Tetrapla war eine Verkürzung, in der Origenes nur die Übersetzungen (Aquila, Symmachus, Theodotion und die Septuaginta) in Beziehung setzte. Er war sich der Textschwierigkeiten in den Manuskripten des Neuen Testament sehr wohl bewusst, obgleich er nie ausdrücklich etwas über dieses Thema schrieb. In seinen exegetischen Schriften spielt er häufig auf die verschiedenen Lesarten an, aber seine Art des groben Zitierens beim Diktat, die die Überprüfung den Schreibern überlassen hat, macht es unmöglich, seinen Text aus seinen Kommentaren abzuleiten.
Die exegetischen Schriften des Origenes lassen sich in drei Kategorien aufteilen:
#Scholien oder kurze Zusammenfassungen der Bedeutung schwieriger Passagen;
#Homilien und
#"Bücher," oder Kommentare im engeren Sinn.
Hieronymus (s.o.) registriert Scholien zu Levitikus, die Psalmen 1-15, Kohelet, Jesaja und Teilen des Johannesevangeliums.
Auf nahezu die gesamte Bibel gibt es Homilien aus dem Munde des Origenes, die nach seinem sechzigsten Lebensjahr niedergeschrieben wurden, nach der Art, wie er predigte. Es ist nicht auszuschließen, dass Origenes der Publikation seiner Homilien keine sonderliche Aufmerksamkeit schenkte, denn nur durch solch eine Annahme können die zahlreichen Anzeichen der Nachlässigkeit im Sprachstil erklärt werden. Die Exegese in den Homilien war einfacher, als die der wissenschaftlichen Kommentare, und stellte keine übermäßigen Ansprüche an den Intellekt der Zuhörer.
Hauptziel des Origenes war die praktische Herausstellung des Textes, Vers für Vers; aber während er in solchen unfruchtbaren Büchern wie Levitikus die Zahlenangaben zu allegorisieren suchte, sah er in der Fülle des Materials in den Prophetenbüchern selten die Notwendigkeit, nach einer tieferen Bedeutung zu forschen. Ob die Predigten in Serie oder in Homilien in einem einzelnen Buch in verschiedenen Reihen gesammelt wurden, ist nicht bekannt. Die erhaltenen Homilien beziehen sich auf Genesis (17), Exodus (13), Leviticus (18), Nr. (28), Josua (16), Buch der Richter (9), 1.-Samuel (2), Psalmen XXXVI. - XXVIII. (9), das Hohelied (2), Jesaja (9), Jeremia (7 griechisch, 2 Latein, 12 griechisch und lateinisch), Ezechiel (14) und Lukas (39).
Erhaltene Kommentare von Origenes
Das Anliegen der Kommentare des Origenes war eine Exegese, die an Stelle einer beiläufigen, unwesentlichen historischen Bedeutung, vielmehr die tiefere, versteckte, geistige Wahrheit herausarbeitete. Dabei vernachlässigte er weder philologisches noch geographisches, historisches noch älteres Material, dem er zahlreiche Exkurse widmete.
In seinem Kommentar zum Johannesevangelium betrachtete er ständig die Exegese des Valentinianers Herakleon (vermutlich auf Veranlassung des Ambrosius), und in vielen anderen Stellen wies er auf gnostische Ansichten hin, die er teilweise ausdrücklich zitierte und auch widerlegte. Leider sind nur Fragmente der Kommentare erhalten. Außer den Zitaten im Philocalia, den Fragmenten des dritten Buches des Genesiskommentars, Ps. 1., 4 1, dem kleinen Hoheliedkommentar, dem II. Buch des großen Hoheliedkommentars, dem zwanzigsten Buch des Ezechielkommentars, dem Hoseakommentar und dem Johanneskommentar sind nur die Bücher I., II., X., XIII, XX, XXVIII., XXXII. und ein Fragment von XIX erhalten.
Der Römerbriefkommentar ist lediglich in der gekürzten Version von Rufinus erhalten, und die acht Bücher, die vom Matthäuskommentar erhalten sind, scheinen gewissermaßen eine überarbeitete oder grobe Wiedergabe zu sein. Der Codex Vaticanus, 1215, übernimmt die Aufteilung der fünfundzwanzig Bücher des Ezechielkommentars und Teile der Anordnung des Jesajakommentars (Anfänge der Bücher VI., VIII., XVI; Buch X. verlängert von Jes. 8.1 bis 9.7; XI von IX 8, zu X. 11; XII., von X. 12 zu X. 23; XIII von X. 24 bis XI 9; XIV von XI 10 bis XII 6; XV von XIII. 1 bis XIII. 16; XXI von XIX 1 bis XIX 17; XXII von XIX 18 bis XX 6; XXIII von XXI 1 bis XXI 17; XXIV von XXII. 1 bis XXII. 25; XXV von XXXII. 1 bis XXXII. 18; XXVI. von XXIV 1 bis XXV 12; XXVII. von XXVI. 1 bis XXVI. 15; XXVIII. von XXVI. 16 bis XXVII. 11a; XXIX. von XXVII. 11b bis XXVIII. 29; und XXX.- von XXIX. 1ff.).
Dogmatische, praktische und apologetische Schriften
Unter den systematischen, praktischen und apologetischen Schriften des Origenes, ist zuerst sein Werk "Peri archon" zu nennen, möglicherweise für ältere Schüler in Alexandria verfasst und vermutlich zwischen 212 und 215 entstanden. Es ist nur in freier Übersetzung des Rufinus, außer Fragmenten des 3. und 4. Buches, erhalten, die im Philocalia enthalten sind, und in kleineren Zitaten im Brief Justinians an Menas.
Im ersten Buch betrachtet der Autor Gott, den Logos, den heiligen Geist, den Seinsgrund und die Engel; im zweiten die Welt und den Menschen (einschließlich der Inkarnation des Logos, der Seele, den freien Willen und die Eschatologie); im dritten die Lehre von der Sünde und der Erlösung; und im vierten Buch wird das Ganze, zu einem System zusammengefasst. Diesem Werk kommt das Verdienst zu, das erste Unternehmen zu sein, das das Christentum als eine vollständige Theorie des Universums darstellt. Es wurde entworfen, um den Schwierigkeiten zu begegnen, die viele Christen hinsichtlich der Grundfragen ihres Glaubens wahrgenommen haben.
Früher als diese Abhandlung wurden die beiden Bücher zur Auferstehung verfasst (verlorengegangen, ein Schicksal, das auch die zwei Dialoge zum gleichen Thema traf). Nach seiner Rückkehr nach Cäsarea, schrieb Origenes die noch erhaltenen Werke "Über das Gebet" "Über das Martyrium" und "Gegen Celsus". Das erste von ihnen wurde kurz vor 235 (oder 230) und, (nach einer Einleitung, der Notwendigkeit und dem Vorteil des Gebets, bis zu einer Exegese des Herrengebets) geschrieben und abgeschlossen mit Anmerkungen bezüglich der Position, dem Platz, und der Haltung während des Gebets.
Die Christenverfolgung unter Maximinus Thrax war der Anlass der Schrift "Über das Martyrium", welche erhalten ist in der "Aufforderung zum Martyrium". Darin warnt Origenes vor Götzendienst und hebt die Aufgabe hervor, das Martyrium mannhaft zu erdulden; während er im zweiten Teil die Bedeutung des Martyriums darlegt.
Die acht Bücher gegen Celsus wurden 248 als Reaktion auf die erstmalig differenzierende Polemik eines heidnischen Philosophen gegen das Christentum verfasst. Euseb verzeichnet eine Sammlung von über hundert Briefen des Origenes (Hist. eccl., VI., XXXVI. 3; Eng.-übs. NPNF, 2 ser. I. 278-279); die Liste von Hieronymus spricht von einigen Büchern mit seinen Episteln. Außer einigen Fragmenten sind nur ein kurzer Brief an Gregor Thaumaturg und die Epistel an Sextus Julius Africanus (die Echtheit der griechischen Anfügung an das Buch Daniel verteidigend) erhalten.
Rufinus berichtet in seinem librorum Origenesis De Adulteratione über Fälschungen der Schriften des Origenes zu seiner Lebenszeit. Der Dialogus de recta in fide Deum, die Philosophumena von Hippolyt und der Hiobkommentar des Julian von Halicarnassus sind ihm auch zugeschrieben worden.
Ansichten
Philosophisches und Religiöses
Origenes, ausgebildet in der Schule des Klemens von Alexandria und durch seinen Vater, war im Wesentlichen Platoniker mit gelegentlichen Spuren der Stoa. Er hatte demzufolge deutliche idealistische Anschauungen und erachtete alles Zeitliche und Materielle als bedeutungslos und gleichgültig; die einzigen realen und ewigen Dinge seien hingegen in der Idee beschlossen. Er sah folglich in Gott die ideale Mitte der geistigen und ewigen Welt, Gott, der reine Grund, dessen schöpferische Mächte die Welt ins Sein gerufen hätten mit der Materie als lediglich notwendiges Substrat.
Ebenso platonisch ist die Lehre, dass jene Seele, die zur Erkenntnis des höchsten Grundes in der Lage ist, aber gefangen im Körper in dieser Welt, nach dem Tod in den göttlichen Bereich steigt, nachdem sie zuvor durch das Feuer gereinigt worden ist.
Auf seiner Suche, das System der griechischen Gedankenwelt mit dem Christentum zu verbinden, fand Origenes seine Vorgänger sowohl im platonisierenden Philo von Alexandria als auch in der Gnosis.
Seine Exegese unterschied sich im Prinzip nicht von der des Herakleon, aber im Kanon des neuen Testaments und in der Tradition der Kirche verfügte Origenes über ein Kriterium, das ihn von den Extremen der gnostischen Exegese fernhielt.
Dennoch finden sich viele gnostische und hellenistische Ansichten in seinem Werk.
So akzeptierte er die Dreiteilung des Menschen in Körper (soma), Seele (psyche) und Geist (pneuma). Er übertrug das auf die heiligen Schriften, die wörtlich, moralisch und mystisch aufzufassen seien.
Seele und Geist seien beim Menschen präexistent, d.h. schon vor der
Geburt seiend. Diese Präexistenz-Lehre sorgte bis zum Mittelalter
immer wieder für Zündstoff. Heutige Reinkarnationisten versuchen
das als Beleg für einen später unterdrückten Glauben an Wiedergeburt
im Juden- und Christentum zu werten.
Origenes war ein rigoroser Anhänger der Bibel, keine seiner Aussagen war nicht mit einem biblischen Zitat verbunden. Da der göttliche Logos aus der Heiligen Schrift sprach, galt sie ihm als ein organisches vollständiges Ganzes und er bekämpfte die Marcionitische Lehre von der Minderwertigkeit des Alten Testaments. Er berücksichtigte die Unterschiede und auch Widersprüchlichkeiten zwischen dem alten und dem neuen Testament; aber er erachtete diese als unwesentlich, da sie sich aus einer nicht spirituellen historischen Exegese bzw. Buchstabenglauben ergeben.
In seiner Exegese suchte Origenes die tiefere Bedeutung zu entdecken, die sich in der Heiligen Schrift repräsentierte (den 'allegorischen', 'geistlichen' Sinn). Eine seiner Hauptmethoden war die Übersetzung der Eigennamen, die ihm, wie Philo, ermöglichten, regelmäßig in jedem Ereignis der Geschichte eine tiefere Bedeutung zu finden (siehe: Hermeneutik); aber gleichzeitig bestand er auf einer genauen grammatischen Deutung des Textes als Grundlage aller Exegese.
Origenes unterschied scharf zwischen der unsichtbaren (idealen) und sichtbaren (realen) Kirche, "eine doppelte Kirche, der Menschen und der Engel" oder, in platonischer Redeweise, die irdische Kirche und sein himmlisches Ideal darstellend. Die ideale Kirche allein sei die Kirche Christi, zerstreut über die ganze Erde; die andere stelle auch einen Schutz für Sünder bereit.
Wichtiger war ihm die platonische Idee der Trennung zwischen der großen Menge der Menschen, die lediglich fähig ist zur wörtlichen Auslegung, und jener Minderheit, die die verborgene Bedeutung der Schrift und verschiedener Mysterien zu begreifen in der Lage ist; für die die organisierte Kirche nur etwas Vergängliches ist.
Theologisches und Dogmatisches
Origenes' Gottesbegriff ist ein vollkommen abstrakter -- Gott ist eine vollkommene Einheit, unsichtbar und unkörperlich und überschreitet alle materiellen Dinge, und folglich unbegreiflich und unverständlich. Er ist gewissermaßen unveränderbar und überschreitet Raum und Zeit. Aber seine Macht wird durch seine Güte, Gerechtigkeit und Klugheit begrenzt; und, obwohl völlig frei von Zwängen, begrenzten ihn seine Güte und Allmacht, sich zu offenbaren.
Diese Offenbarung, die nach außen gewandte Selbstemanation Gottes, wird - so Origenes - auf verschiedene Weisen ausgedrückt; der Logos sei nur einer von vielen Logoi. Die Offenbarung war die erste Schöpfung Gottes (vgl. Prov. 8.22), um eine schöpferische Verbindung zwischen Gott und der Welt zu schaffen; solch eine Vermittlung sei notwendig, weil Gott als eine unveränderliche Einheit, nicht die Quelle einer vielfältigen Schöpfung sein könne.
Der Logos ist die vernünftige schöpferische Grundregel, die das Universum durchdringt. Da Gott sich ewig manifestiert, ist auch der Logos gleichsam ewig. Er bildet eine Brücke zwischen der Schöpfung und dem Ungeschaffenen, und nur durch ihn als dem sichtbaren Repräsentanten der göttlichen Weisheit macht der unbegreifliche und nicht körperliche Gott sich bekannt. Die Schöpfung kommt zur Existenz allein durch den Logos, und Gottes nächste Annäherung an die Welt ist das Gebot, zu schaffen. Während der Logos im Wesentlichen eine Einheit ist, umgreift er eine Vielfalt von Begriffen, die Origenes platonisch benennt "Wesen der Wesen" und "Idee der Ideen."
Die Verteidigung der Einheit Gottes gegen die Gnosis führte Origenes dazu, an der Unterordnung des Sohnes unter dem Vater festzuhalten; die Lehre der ewigen Schöpfung entstand später. Origenes hob deutlich die Unabhängigkeit des Logos sowie die Unterscheidung von Wesen und Substanz Gottes hervor. Die Bezeichnung "wesensgleich dem Vater" verwendete er nicht. Er sei bloß ein Bild, ein nicht mit Gott zu vergleichender Reflex; wie einer unter anderen "Göttern", allerdings von höchstem Rang.
In der Logos-Theorie hebt Origenes die Menschlichkeit Christi
deutlich hervor: Der Vater (1. Logos) sei größer als der Sohn (2.
Logos). Im Arianer-Streit (Konzil von Nizäa 325) versuchen
ihn beide Seiten in ihrem Sinne zu zitieren.
Die Lehre vom Logos und Kosmos
Das Wirken des Logos wurde von Origenes platonisch als die Weltseele verstanden, in der Gott seine Allmacht manifestiert. Seine Schöpfung war der göttliche Geist als unabhängiges Wesen; und die geschaffenen vernünftigen Wesen waren Teilreflexe des Logos, die, da sie zum vollkommenen Gott als ihrem Verursacher umkehren mussten, gewissermaßen Vollkommenheit anstrebten; wobei der Willensfreiheit ungeachtet der göttlichen Vorsehung eine wesentliche Rolle zukam. Der Logos, ewig schöpferisch, formt endlose Reihen begrenzter, verständlicher, sich voneinander unterscheidender Welten, fasste die stoische Lehre eines Universums auf, die biblische Lehre des Anfangs und des Endes der Welt, er begriff die sichtbare Welt als Stadien eines ewigen kosmischen Prozesses.
Das Sein des Menschen wird als vorübergehenden Angelegenheit angesehen, aber seine höhere Natur wird im Bild des Schöpfers geformt. Die Seele teilt er in das Vernunftgemäße und das Vernunftwidrige, wobei das letzte Sein materiell und vorübergehend ist, während das Ehemalige, das nicht körperliche und immaterielle Leben die Willensfreiheit und das Vemögen zum Neuaufstieg zum reineren Leben besitzt. Der ethische Einfluss dieses kosmischen Prozesses ist unübersehbar. Die Rückkehr zum ursprünglichen Sein durch den göttlichen Grund ist der Gegenstand des gesamten kosmischen Prozesses. Durch die Welten, die in ewiger Reihenfolge aufeinander folgen, ist der Geist in der Lage, zum Paradies zurückzukehren. Gott richete das Universum so ein, dass alle einzelnen Werke zusammen auf ein kosmischen Ziel ausgerichetet sind.
Hinsichtlich der Anthropologie des Origenes ist der Mensch umschlossen vom Bild Gottes, indem er Gott nachahmt; und ist durch gute Werke in der Lage, wie Gott zu werden, wenn er zuvor seine eigene Schwäche erkennt und alles der göttlichen Güte anvertraut. Ihm wird durch Wächterengel, und besonders durch den Logos Hilfe zuteil, der durch Heilige und Propheten wirkt.
Christologie
Den Höhepunkt dieser stufenweisen Offenbarung bildet die universale Offenbarung Christi. In Christus erscheint Gott, der bisher nur als der Herr in Erscheinung trat, als der Vater. Die Inkarnation des Logos war außerdem notwendig, da er nicht anders dem sinnlichen Aufnahmevermögen des Menschen verständlich würde; aber der innewohnende Logos blieb ein Mysterium, das nur durch seine Analogie dargestellt werden konnte, das in den Heiligen innewohnt. Origenes spricht von einem "bemerkenswerten Körper" und nach seiner Ansicht wurde der Leichnam Jesu von Gott in einen ätherischen und göttlichen Körper umgewandelt, womit er sich dem Doketismus näherte, den er ansonsten ablehnte. Seine Vorstellung von der Seele Jesu ist gewissermaßen unsicher und schwankend. Er fragt, ob sie nicht ursprünglich mit Gott, aber vollkommen war und seine Emanation sei, und auf sein Gebot hin einen materiellen Leib angenommen habe. Er sah die Lösung der Schwierigkeit darin, dass er auf das Mysterium der göttlichen Regierungsgewalt über das Universum verwies.
Logischer erklärte er die materielle Natur der Welt, sie sei eine bloße Episode im geistlichen Entwicklungsprozess, deren Ende die Vernichtung alles Materiellen sei. Diese (die Welt?) werde zu Gott zurückkehren, wo alles wieder sei in allem. Die Lehre der Auferstehung des Leibes unterstützte er durch die Erklärung, dass der Logos die Einheit des menschlichens Wesens beibehält, indem er seinen Körper in neue Formen ändert und so die Einheit und die Identität der Beschaffenheit in der Harmonie mit der Lehre eines endlosen kosmischen Prozesses festhält. Der Logosbegriff des Origenes erlaubte ihm keine definitive Aussage über das Erlösungswerk Jesu. Da die Sünde als Mangel an reiner Erkenntnis nur als negativ angesehen war, war das Werk Jesu im Wesentlichen Beispiel und Unterweisung, und sein menschliches Leben eher etwas Beiläufiges. Origenes sah den Tod Jesu als Opfer an und setzte ihn mit anderen Fällen einer Selbstopferung für das allgemeine Gute gleich. In dieser Hinsicht war die Übereinstimmung des Origenes mit der Lehre der Kirche eher oberflächlich.
Eschatologie
Die idealisierende Tendenz des Origenes, die geistlichen Angelegenheiten
allein als real zu betrachten, war grundlegend für sein gesamtes System,
und führte ihn dazu, den vordergründigen Chiliasmus (siehe: Eschatologie), eines Sinnlichen Jenseits zu bekämpfen;
er brach jedoch nicht mit den eindeutigen himmlischen Hoffnungen und den
Darstellungen des Paradieses, die in der Kirche überwogen. Origenes
stellt eine aufsteigende Reinigung der Seelen dar, bis sie, gereinigt
von allen Schatten des Bösen, dem Gott-Vater von Angesicht zu Angesicht
sehend, die Gottes Wahrheit kennen würden, so wie der Sohn ihn kannte.
Seine Vorstellung entsprach dabei weitgehend dem platonisches Konzept
eines Fegefeuers, das die Welt des Übels reinigen und folglich zur
kosmischen Erneuerung führen würde. Durch eine weitere Spiritualisierung
konnte Origenes Gott selbst als dieses verzehrende Feuer namhaft machen.
Im Verhältnis wie die Seelen von Sünde und Unwissenheit befreit wurden,
werde die materielle Welt überschritten, bis, nach unendlichen Äonen, am
schließlichen Ende, Gott alles in allem sein sollte und die Welten und
die Geister zur Erkenntnis Gottes zurückkehren sollten.
Ewige Strafen, wie sie in der später vorherrschenden Vorstellung einer
Hölle vorkommen, kannte Origenes nicht. Selbst der Teufel wird
irgendwann mal erlöst. Diese als Apokatastasis panton bezeichnete Lehre
wurde später von der Katholischen Kirche verworfen.
Wirkung und die origenistischen Streitigkeiten
Obwohl Origenes schon zu Lebzeiten hohe Autorität besaß, und in
verschieden kirchlichen Dokumenten zitiert wurde, tun sich heutige Kirchen schwer, ihm einen eindeutigen Status als Kirchenlehrer anzuerkennen. Auch wurde er nie heilig gesprochen, wie etwa Augustinus.
Andererseits wirkte seine Autorität so stark, dass er nie offiziell als Häretiker verdammt wurde. Einige seiner Lehren wurden um 553 im Umfeld des 2. Konzil von Konstantinopel verworfen.
Ohne den geistig-kulturellen Kontext rund um das frühe Christentum
(Mysterien, Gnosis, Platonismus, Pythagoräer) ist Origenes kaum zu verstehen. Erst jüngste Funde, wie Nag Hammadi erlauben uns eine von späterer Dogmatik unverstelltere Sicht auf die Motive und Denkweise des Origenes.
Der erste origenistische Streit (Ende 4. Jh.)
In der Folge der trinitarischen Kämpfe des 4. Jahrhunderts brach unter den theologisch ungebildeten Mönchen Ägyptens Ende des Jahrhunderts der sogenannte erste origenistische Streit aus. Die Anthropomorphiten genannten Mönche stellten sich Gott mit materiellem Körper in menschlicher Gestalt vor. Im Vorfeld hatte Epiphanios von Konstantia auf Cypern (315 - 403) in seinem Panarion genannten Ketzerverzeichnis von 374/77 Origenes als Ketzer bezeichnet, begründet auf die Lehre des Origenes, den Sohn dem Vater unterzuordnen. Epiphanios wurde dadurch der Verursacher der origenistischen Streitigkeiten und machte sich Bischof Johannes von Jerusalem, einen überzeugten Anhänger des Origenes, zum Feind. Der Bischof Theophilos von Alexandria (Amtszeit 385 - 412), der zuerst auf der Seite der Origenisten stand, ließ sich im Jahr 399 oder 400 von den anthropomorphitischen Mönchshorden erpressen und verdammte die Origenisten. Er erklärte die Theologie des Origenes für "Lumpen aus dem Gewand der Philosophen", um seinen Bischofsstuhl zu retten. Gebildete origenistische Mönche, die sich auf Euagrios Pontikos (346 - 399/400) beriefen, wie z. B. Palladios (um 364 - um 430) und Johannes Cassianus (um 360 - um 435), verließen darauf hin ihre Klöster und Einsiedeleien in Ägypten, um sich in Palästina oder Konstantinopel niederzulassen. In Konstantinopel gewährte ihnen Bischof Johannes Chrysostomos (um 350 - 407) Asyl, was Theophilos veranlasste, im Verein mit Kaiserin Aelia Eudokia ( - um 380 - 404), Frau des Kaisers Arkadios, die Absetzung und Verbannung von Johannes Chrysostomos zu betreiben.
Die origenistischen Wirren (6. Jh.)
Im 6. Jahrhundert gab es unter den gebildeten, sich auf Origenes berufenden Klerikern und Mönchen verschiedenste Auffassungen und Abspaltungen, die sich in ihrem Glauben über das Verhältnis von Gott Vater und Gott Sohn sowie über die Lehre von der Natur Christi unterschieden. Abt Sabas (gest. 532) aus Jerusalem, das Oberhaupt der palästinensischen Mönche, versuchte Kaiser Justinian (Amtszeit 527 - 565) gegen die origenistischen Lehren einzunehmen. Justinian dagegen förderte origenistische Kleriker und ernannte zwei von ihnen zu Bischöfen. Als der Nachfolger Sabas´, Gelasios, 40 origenistische Mönche aus der großen Laura bei Jerusalem vertrieb, kam es zu Ausschreitungen und Tumulten. Die Antiorigenisten erreichten daraufhin im Jahr 543 bei Kaiser Justinian ein Edikt "Liber adversus Origenem", das in zehn Punkten nicht-orthodoxe Lehren von Origenes auflistete, die das lokale Konzil von Konstantinopel 553 verurteilte und deshalb diese spezifischen Lehren des Origenes als Ketzereien verdammte. Alle Bischöfe des Reiches, auch der römische Papst Vigilius (Amtszeit 537 - 555), stimmten der Verdammung (Anathema) zu.
Literatur
- Wolfgang A. Bienert, Dionysius von Alexandrien. Zur Frage des Origenismus im dritten Jahrhundert; Berlin 1978
- Hans von Campenhausen, Griechische Kirchenväter; 8. Aufl., Stuttgart u.a. 1993, 43-60
- P. Heimann, Erwähltes Schicksal. Präexistenz der Seele und christlicher Glaube im Denkmodell des Origenes; Tübingen 1988
- T. Heither, Translatio religionis. Die Paulusdeutung des Origenes in seinem Kommentar zum Römerbrief; Köln 1990
- Hans Gerald Hödl, [http://www.bbkl.de/o/origenes.shtml Origenes]; in: BBKL 6 (1993), 1255-1271 (Fachwissenschaftliche Kurzbiographie mit umfangreichen Quellen- und Literaturangaben!)
- Hornschuh, Origenes und die Alexandrinische Schule; in: ZKG 71 (1960), 1-25 u. 193-214
- L. Lies, Origenes´ Peri Archon. Eine undogmatische Dogmatik; Darmstadt 1992
- A. Lieske, Die Theologie der Logosmystik bei Origenes; 1938
- A. Miura-Stange, Celsus und Origenes. Das gemeinsame ihrer Weltanschauung nach den acht Büchern des Origenes gegen Celsus; 1926
- B. Poschmann, Paenitentia secunda. Die Kirchbuße im ältesten Christentum bis Cyprian und Origenes; (=Theophaneia, 1); Bonn 1940
- G.Q. Reijners, Das Wort vom Kreuz. Kreuzes- und Erlösungssymbolik bei Origenes; Köln 1983
- Holger Strutwolf, Gnosis als System. Zur Rezeption der valentinianischen Gnosis bei Origenes; (=FKDG, 56); Göttingen 1993
- Ulrich Wickert, Glauben und Denken bei Tertullian und Origenes; in: ZThK 62 (1965), 153-177
Weblinks
-
Werke von Origenes
- [http://www.ccel.org/fathers2/ANF-04/anf04-44.htm De Principiis (englisch)]
- [http://www.ccel.org/fathers2/ANF-04/anf04-54.htm Gegen Celsus (englisch)]
- [http://www.unifr.ch/patr/bkv/buch.php?werknr=46 Gegen Celsus (deutsch)]
- [http://www.ccel.org/p/pearse/morefathers/origen_philocalia_02_text.htm Philokalia (Auswahl der Texte von Origenes zusammengestellt von Basilius von Caesarea und Gregor von Nazianz (englisch)]
- [http://www.newadvent.org/fathers/1016.htm Matthäus-Kommentar (englisch)]
- [http://www.newadvent.org/fathers/1016.htm Johannes-Kommentar (englisch)]
- [http://www.unifr.ch/patr/bkv/buch.php?werknr=44 Vom Gebet (De oratione) (deutsch)]
- [http://www.unifr.ch/patr/bkv/buch.php?werknr=45 Ermahnung zum Martyrium (Exhortatio ad martyrium)(deutsch)]
- [http://www.ccel.org/o/origen/prayer/prayer.htm On Prayer (englisch)]
Über Origenes
-
- [http://www.textlog.de/6350.html Vorländer, Geschichte der Philosophie, Origenes]
- [http://www.newadvent.org/cathen/11306b.htm Catholic Encyclopedia: Origen and Origenism]
- [http://www.iep.utm.edu/o/origen.htm Internet Encyclopedia of Philosophy: Origen of Alexandria]
- [http://www.origenes.de/ Arbeitskreis Origenes (nicht NPOV)]
Kategorie:Mann
Kategorie:Theologe (3. Jh.)
Kategorie:Philosoph (3. Jh.)
Kategorie:Kirchenlehrer
Kategorie:Geboren 185
Kategorie:Gestorben 253
ja:オリゲネス
ko:오리게네스
Hieronymus
]
Hieronymus ( - 347 in Stridon, Istrien in heutigen Kroatien; † 30. September 420 in Betlehem) war ein Kirchenvater, Gelehrter und Theologe der alten Kirche. Er wird in der katholischen Kirche zusammen mit Ambrosius von Mailand, Augustinus und Papst Gregor I. zu den vier spätantiken Kirchenlehrern des Westens gezählt.
Seine wohlhabenden Eltern schickten ihn schon in jungen Jahren nach Rom zu dem berühmten Grammatiker Donatus, um Grammatik, Rhetorik und Philosophie zu studieren. Nach Aufenthalten in Trier und Aquileja reiste Hieronymus um 373 auf dem Landweg in den Orient, war kurz Einsiedler in Syrien, lernte dann in Antiochia Griechisch und Hebräisch. Um 379 ließ er sich dort zum Priester weihen. Er studierte anschließend in Konstantinopel unter dem griechischen Kirchenlehrer Gregor von Nazianz. Von 382 bis 384 war er Sekretär von Papst Damasus I. und Seelsorger vornehmer römischer Damen, unter anderem der Heiligen Marcella, Fabiola von Rom, Paula von Rom und deren Tochter (Julia) Eustochia.
Da er die "seelsorgliche" Arbeit bei den adeligen römischen Damen ausgiebig auch auf sexuellem Gebiet betrieb, kam es zu eifersüchtigen Streitigkeiten mit dem Klerus. Als eines seiner Mädchen unter mysteriösen Umständen starb, wurde Hieronymus vom römischen Volk dafür verantwortlich gemacht. Obwohl keinerlei Beweise seiner Schuld an diesem Todesfall erbracht werden konnten, kamen doch im Laufe der Untersuchungen seine sexuellen Aktivitäten ans Tageslicht, was seine weitere Anwesenheit in Rom unmöglich machte. Aufgrund dieser Kritik reiste er nach dem Tod seines Gönners Damasus nach Betlehem ab, wo er zusammen mit Paula, die ihm mit ihrer Tochter gefolgt war, vier Klöster gründete - drei für Nonnen und eines für Mönche, dessen Leitung er übernahm und in dem er bis zu seinem Tod arbeitete.
Klöster
Am besten bekannt ist Hieronymus als Verfasser der Vulgata, einer Bibelübersetzung in das gesprochene Latein seiner Zeit, die eine Korrektur der Itala oder Vetus Latina (der "Italischen" oder "Alten Lateinischen" Version) war, die in einer 1979 vollendeten Überarbeitung auf Grundlage der Originaltexte (Nova Vulgata) bis heute wichtiger Bezugspunkt für die Übersetzung der Schrifttexte für den liturgischen Gebrauch in der katholischen Kirche ist.
Er übersetzte das Alte Testament direkt aus dem Hebräischen, jedoch nicht die Psalmen, da viele Christen diese in der griechischen Version kannten und gegen eine Änderung protestierten (die griechische Fassung des Psalters der Septuaginta unterscheidet sich deutlich von der hebräischen).
Hieronymus war der begabteste Sprachgelehrte der alten Kirche. Er beherrschte klassisches und kontemporäres Latein und Griechisch und war der einzige Kirchenvater, der ausgezeichnet Hebräisch konnte.
Neben seiner Bibelübersetzung schrieb er über Bibelauslegung und theologische Kontroversen, historische Texte, und machte weitere Übersetzungen. Es sind auch zahlreiche Briefe von ihm erhalten. Ohne seine Quellen zu benennen, schrieb er, beinahe Wort für Wort, von Origenes, Tertullian und Porphyrios ab, von diesem Tun erhielt er dann auch den wenig schmeichelhaften Beinamen "abscheulicher Lügner". Daneben hetzte er in übler Weise gegen andersgläubige Christen und Juden, die er u.a. als "Schweine", "Teufel" oder "Schlachtvieh für die Hölle" bezeichnete.
Er war ein sehr temperamentvoller Mann, der seine Theologie und Auslegung sehr ernst nahm und einen Meinungsunterschied öfters als persönliche Beleidigung interpretierte.
Siehe auch
- Bibelstudium
Literatur
- Grützmacher, Georg: Hieronymus, eine biographische Studie zur alten Kirchengeschichte, 3 Bände in einem Band; Scientia, Aalen 1986; ISBN 3-511-04259-3
Weblinks
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost04/Hieronymus/hie_vv00.html Vulgata (lateinisch)]
- [http://www.vatican.va/archive/bible/nova_vulgata/documents/nova-vulgata_index_lt.html Nova Vulgata (lateinisch)]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost04/Hieronymus/hie_malc.html vita Malchi monachi captivi]
- [http://www.ccel.org/fathers2/NPNF2-06/ Werke und Briefe von Hieronymus (englisch)]
- [http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?BiographienH/Hieronymus.htm Biografie und weitere Gemälde]
Kategorie:Heiliger
Kategorie:Kirchenvater
Kategorie:Kirchenlehrer
Kategorie:Theologe (4. Jh.)
Kategorie:Autor
Kategorie:Spätantike
Kategorie:Antike (Literatur)
Kategorie:Literatur (Latein)
Kategorie:Religiöse Literatur
Kategorie:Übersetzung (Literatur)
Kategorie:Geboren 347
Kategorie:Gestorben 420
Kategorie:Mann
ja:ヒエロニムス
ko:히에로니무스
Hieronymus
]
Hieronymus ( - 347 in Stridon, Istrien in heutigen Kroatien; † 30. September 420 in Betlehem) war ein Kirchenvater, Gelehrter und Theologe der alten Kirche. Er wird in der katholischen Kirche zusammen mit Ambrosius von Mailand, Augustinus und Papst Gregor I. zu den vier spätantiken Kirchenlehrern des Westens gezählt.
Seine wohlhabenden Eltern schickten ihn schon in jungen Jahren nach Rom zu dem berühmten Grammatiker Donatus, um Grammatik, Rhetorik und Philosophie zu studieren. Nach Aufenthalten in Trier und Aquileja reiste Hieronymus um 373 auf dem Landweg in den Orient, war kurz Einsiedler in Syrien, lernte dann in Antiochia Griechisch und Hebräisch. Um 379 ließ er sich dort zum Priester weihen. Er studierte anschließend in Konstantinopel unter dem griechischen Kirchenlehrer Gregor von Nazianz. Von 382 bis 384 war er Sekretär von Papst Damasus I. und Seelsorger vornehmer römischer Damen, unter anderem der Heiligen Marcella, Fabiola von Rom, Paula von Rom und deren Tochter (Julia) Eustochia.
Da er die "seelsorgliche" Arbeit bei den adeligen römischen Damen ausgiebig auch auf sexuellem Gebiet betrieb, kam es zu eifersüchtigen Streitigkeiten mit dem Klerus. Als eines seiner Mädchen unter mysteriösen Umständen starb, wurde Hieronymus vom römischen Volk dafür verantwortlich gemacht. Obwohl keinerlei Beweise seiner Schuld an diesem Todesfall erbracht werden konnten, kamen doch im Laufe der Untersuchungen seine sexuellen Aktivitäten ans Tageslicht, was seine weitere Anwesenheit in Rom unmöglich machte. Aufgrund dieser Kritik reiste er nach dem Tod seines Gönners Damasus nach Betlehem ab, wo er zusammen mit Paula, die ihm mit ihrer Tochter gefolgt war, vier Klöster gründete - drei für Nonnen und eines für Mönche, dessen Leitung er übernahm und in dem er bis zu seinem Tod arbeitete.
Klöster
Am besten bekannt ist Hieronymus als Verfasser der Vulgata, einer Bibelübersetzung in das gesprochene Latein seiner Zeit, die eine Korrektur der Itala oder Vetus Latina (der "Italischen" oder "Alten Lateinischen" Version) war, die in einer 1979 vollendeten Überarbeitung auf Grundlage der Originaltexte (Nova Vulgata) bis heute wichtiger Bezugspunkt für die Übersetzung der Schrifttexte für den liturgischen Gebrauch in der katholischen Kirche ist.
Er übersetzte das Alte Testament direkt aus dem Hebräischen, jedoch nicht die Psalmen, da viele Christen diese in der griechischen Version kannten und gegen eine Änderung protestierten (die griechische Fassung des Psalters der Septuaginta unterscheidet sich deutlich von der hebräischen).
Hieronymus war der begabteste Sprachgelehrte der alten Kirche. Er beherrschte klassisches und kontemporäres Latein und Griechisch und war der einzige Kirchenvater, der ausgezeichnet Hebräisch konnte.
Neben seiner Bibelübersetzung schrieb er über Bibelauslegung und theologische Kontroversen, historische Texte, und machte weitere Übersetzungen. Es sind auch zahlreiche Briefe von ihm erhalten. Ohne seine Quellen zu benennen, schrieb er, beinahe Wort für Wort, von Origenes, Tertullian und Porphyrios ab, von diesem Tun erhielt er dann auch den wenig schmeichelhaften Beinamen "abscheulicher Lügner". Daneben hetzte er in übler Weise gegen andersgläubige Christen und Juden, die er u.a. als "Schweine", "Teufel" oder "Schlachtvieh für die Hölle" bezeichnete.
Er war ein sehr temperamentvoller Mann, der seine Theologie und Auslegung sehr ernst nahm und einen Meinungsunterschied öfters als persönliche Beleidigung interpretierte.
Siehe auch
- Bibelstudium
Literatur
- Grützmacher, Georg: Hieronymus, eine biographische Studie zur alten Kirchengeschichte, 3 Bände in einem Band; Scientia, Aalen 1986; ISBN 3-511-04259-3
Weblinks
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost04/Hieronymus/hie_vv00.html Vulgata (lateinisch)]
- [http://www.vatican.va/archive/bible/nova_vulgata/documents/nova-vulgata_index_lt.html Nova Vulgata (lateinisch)]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost04/Hieronymus/hie_malc.html vita Malchi monachi captivi]
- [http://www.ccel.org/fathers2/NPNF2-06/ Werke und Briefe von Hieronymus (englisch)]
- [http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?BiographienH/Hieronymus.htm Biografie und weitere Gemälde]
Kategorie:Heiliger
Kategorie:Kirchenvater
Kategorie:Kirchenlehrer
Kategorie:Theologe (4. Jh.)
Kategorie:Autor
Kategorie:Spätantike
Kategorie:Antike (Literatur)
Kategorie:Literatur (Latein)
Kategorie:Religiöse Literatur
Kategorie:Übersetzung (Literatur)
Kategorie:Geboren 347
Kategorie:Gestorben 420
Kategorie:Mann
ja:ヒエロニムス
ko:히에로니무스
19. DezemberDer 19. Dezember ist der 353. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 354. in Schaltjahren) - somit bleiben 12 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1154 - Mit der Thronbesteigung des Grafen von Anjou, Heinrich II., kommt das Haus der Plantagenet in England an die Macht.
- 1333 - Erste Erwähnung der Burg Mydlovar
- 1909 - Borussia Dortmund wird gegründet
- 1924 - Der Schriftsteller Erich Mühsam wird vorzeitig aus der Haft entlassen, zu der er wegen Beteiligung an der Münchener Räterepublik verurteilt worden ist.
- 1941 - Adolf Hitler übernimmt anstelle des entlassenen Generalfeldmarschalls Walther von Brauchitsch den Oberbefehl über das Heer.
- 1960 - Der Tschad wird Mitglied in der UNESCO.
- 1984 - Mit River Raid wird in Deutschland das erste Videospiel indiziert
- 1986 - Der sowjetische Regimekritiker Andrei Sacharow wird von der sowjetischen Regierung rehabilitiert und darf aus der Verbannung nach Moskau zurückkehren.
- 1993 - Guinea. Erste demokratische Präsidentschaftswahlen. Staatspräsident Lansana Contée wird in seinem Amt bestätigt.
- 1998 - Das Repräsentantenhaus in Washington, D.C. stimmt für eine Amtsenthebungsklage gegen US-Präsident Bill Clinton wegen Meineid und Behinderung des Kongresses.
- 1999 - Boris Trajkovski wird Staatspräsident in Mazedonien
Wirtschaft
- 1887 - Die Deutsche Kolonialgesellschaft wird gegründet.
Wissenschaft, Technik
- 1972 - Mit Apollo 17 kehren die vorläufig letzten Menschen, die ihren Fuß auf den Mond gesetzt haben, auf die Erde zurück.
Kultur
- 1878 - Uraufführung der Oper Der Sohn des Mandarin von César Cui im Künstler-Club in Sankt Petersburg.
- 1881 - Uraufführung der Oper Hérodiade von Jules Massenet am Théâtre de la Monnaie in Brüssel.
- 1918 - Uraufführung der Oper Nepřemožení (Die Unüberwundenen) von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag.
- 1934 - Der Spielfilm "Das träumende Herz" von Julien Duvivier, mit Jean Gabin und Madeleine Renaud, erhält in Paris den "Grand Prix du Cinéma français".
- 1936 - Die Philosophische Fakultät der Universität Bonn fühlt sich bemüßigt, Thomas Mann die Ehrendoktorwürde abzuerkennen, da er ausgebürgert wurde.
- 1967 - Der Spielfilm "Bonnie and Clyde" von Arthur Penn, mit Warren Beatty und Faye Dunaway, wird in Deutschland erstmalig aufgeführt.
- 1968 - Der Spielfilm "Easy Rider", von und mit Dennis Hopper und Peter Fonda, hat in den USA Premiere.
- 1969 - Die Oper "Puntila" von Paul Dessau wird an der Deutschen Staatsoper in Ostberlin uraufgeführt.
- 1969 - Uraufführung der Oper Lanzelot von Paul Dessau an der Deutschen Oper Berlin.
Religion
- 1516 - Franz I. und Leo X. schließen das Konkordat von Bologna
Katastrophen
- 1954 - Eine DC-6 der italienischen Fluggesellschaft Alitalia schiesst im Nebel über die Start- und Landebahn des Idlewild Airport, heute John F. Kennedy International Airport, hinaus und fällt in das kalte Wasser der Jamaica Bay, woraufhin sie explodiert. 26 Menschen sterben, zwei werden gerettet.
- 1997 - Absturz einer Boeing 737 der Silk Air in Sumatra, Indonesien, alle 104 Menschen an Bord sterben.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1863 - Das erste Fußballspiel nach den modernen Regeln der Football Association findet statt.
- 1909 - Der Fußballvereins Borussia Dortmund wird gegründet.
- 1970 - Kurt Cannon fliegt mit seinem Hubschrauber Sikorsky S-67 "Blackhawk" den Geschwindigkeitsweltrekord von 355,5 km/h.
Geboren
- 1343 - Wilhelm I. (Meißen), Markgraf von Meißen
- 1498 - Andreas Osiander, deutscher Theologe
- 1594 - Gustav II. Adolf von Schweden, schwedischer König aus der Herrscherfamilie der Wasa (Dynastie)
- 1671 - Christiane Eberhardine von Brandenburg-Bayreuth, Kurfürstin von Sachsen
- 1683 - Philipp V., König von Spanien
- 1744 - Karl von Hessen-Kassel, hessischer Adliger
- 1747 - Natalis Pinot, französischer Priester und Märtyrer
- 1770 - Nicolas-Joseph Maison, französischer General und Staatsmann, Marschall von Frankreich
- 1776 - Edward Somerset, britischer Kavalleriegeneral
- 1778 - Marie Thérèse Charlotte von Frankreich, Tochter von König Ludwig XVI. von Frankreich und Königin Marie Antoinette
- 1790 - William Edward Parry, britischer Admiral
- 1813 - Thomas Andrews, irischer Physiker und Chemiker
- 1815 - Edwin McMasters Stanton, US-amerikanischer Politiker und Kriegsminister
- 1817 - Charles Dancla, französischer Violinist und Komponist
- 1819 - James Spriggs Payne, Präsident von Liberia
- 1825 - George Frederick Bristow, US-amerikanischer Komponist
- 1845 - Henri Joseph Perrotin, französischer Astronom
- 1849 - Henry Clay Frick, US-amerikanischer Industrieller
- 1852 - Albert Abraham Michelson, deutsch-amerikanischer Physiker
- 1854 - Louis Brillouin, französischer Physiker
- 1855 - Carl Schroeter, deutsch-Schweizer Botaniker
- 1857 - Siegmund Lustgarten, österreichischer Arzt
- 1861 - Italo Svevo, italienischer Schriftsteller
- 1868 - Théodore Steeg, französischer Politiker
- 1874 - Adolph Ernst Knoch, Autor theologischer Schriften und Bibelherausgeber
- 1875 - Mileva Marić, Mathematikerin und die erste Frau Albert Einsteins
- 1876 - Enrique Pla y Deniel, Erzbischof von Toledo und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1879 - Beals Wright, US-amerikanischer Tennisspieler
- 1879 - Emilie Gourd, Schweizer Frauenrechtlerin
- 1882 - Walter Braunfels, deutscher Komponist und Pianist
- 1884 - Antonín Zápotocký, tschechoslowakischer Politiker
- 1886 - Ángel Herrera Oria, Erzbischof von Quebec und Kardinal
- 1886 - Matthias Gelzer, Schweizer Althistoriker
- 1888 - Fritz Reiner, US-amerikanischer Dirigent
- 1888 - Gustav Gundelach, deutscher Politiker
- 1888 - Josef Beran, Erzbischof von Prag und Kardinal
- 1891 - Carl Schneider, deutscher Psychiater
- 1891 - Edward Raczyński, polnischer Diplomat und Politiker
- 1891 - Philipp Keller, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1894 - Paul Dessau, deutscher Komponist und Dirigent
- 1900 - Géza von Cziffra, österreichischer Filmregisseur
- 1900 - Johannes Kirschweng, katholischer Priester und Schriftsteller
- 1901 - Rudolf Hell, deutscher Erfinder
- 1902 - Ralph Richardson, britischer Schauspieler
- 1903 - George Davis Snell, US-amerikanischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 1904 - Barbette (Trapezkünstler), US-amerikanischer Trapezkünstler
- 1906 - Leonid Iljitsch Breschnew, Parteichef der KPdSU der Sowjetunion
- 1907 - Vasja Pirc, slowenischer Schachspieler
- 1908 - Gisèle Freund, deutsch-französische Fotografin und Fotohistorikerin
- 1910 - Jean Genet, französischer Romanautor, Dramatiker und Poet
- 1910 - José Lezama Lima, kubanischer Schriftsteller
- 1913 - Juan Landázuri Ricketts, Erzbischof von Lima und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1915 - Edith Piaf, französische Chansonsängerin
- 1916 - Elisabeth Noelle-Neumann, deutsche Meinungsforscherin (Allensbach)
- 1918 - Professor Longhair, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1919 - Edda Seippel, deutsche Schauspielerin
- 1919 - Giancarlo De Carlo, italienischer Architekt
- 1920 - Little Jimmy Dickens, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1922 - Walter Höllerer, deutscher Germanistikprofessor und Literat
- 1923 - Gordon Jackson, britischer Schauspieler
- 1924 - Michel Tournier, zeitgenössischer Schriftsteller Frankreichs
- 1924 - Victor Fenigstein, Schweizer Komponist und Klavierpädagoge
- 1925 - Rabah Bitat, algerischer Präsident (1978-1979)
- 1925 - Tana Schanzara, deutsche Schauspielerin
- 1925 - Tankred Dorst, deutscher Dramatiker
- 1926 - Eckart Dux, Schauspieler und Synchronsprecher
- 1927 - James Booth, britischer Schauspieler
- 1928 - Anne Golon, französische Schriftstellerin (Angélique)
- 1929 - Bob Brookmeyer, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1929 - Paul Nizon, Schweizer Schriftsteller
- 1930 - Andreas Baltes, deutscher Politiker und MdB
- 1932 - Banharn Silapa-Archa, Ministerpräsident von Thailand
- 1932 - Bernhard Vogel, deutscher Politiker
- 1932 - Rainer Bertram, deutscher Schlagersänger
- 1934 - Kurt Hamrin, schwedischer Fußballspieler
- 1934 - Rudi Carrell, niederländischer Fernsehmoderator, Komiker und Sänger
- 1936 - Remy A. Presas, philippinischer Kampfkunst-Trainer
- 1938 - Heinrich August Winkler, deutscher Historiker
- 1939 - Hubert Knobloch, deutscher Sportjournalist und -reporter
- 1940 - Phil Ochs, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1941 - Maurice White, Gründer der Band Earth, Wind and Fire
- 1943 - Faradsch Karajew, aserbaidschanischer Komponist
- 1944 - Alvin Lee, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber (Ten Years After)
- 1944 - Heinz-Günter Prager, deutscher Bildhauer
- 1944 - Richard Leakey, Paläoanthropologe
- 1944 - Zal Yankovsky, kanadischer Musiker
- 1945 - John McEuen, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1946 - Jean-Christophe Mitterrand, französischer Präsidentensohn und Berater
- 1946 - Robert Urich, US-amerikanischer Schauspieler
- 1947 - Janie Fricke, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1948 - Peter Welnhofer, deutscher Politiker
- 1949 - Jupp Kapellmann, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1950 - Jürgen Fuchs, DDR-Bürgerrechtler, Schriftsteller, Sozialpsychologe
- 1951 - Anette Rückes, deutsche Leichtathletin und Olympionikin
- 1952 - Peter Stephan Jungk, US-amerikanischer deutschsprachiger Schriftsteller
- 1954 - Oswald Metzger, deutscher Politiker
- 1956 - Jens Fink-Jensen, dänischer Autor
- 1957 - Cyril Collard, französischer Regisseur
- 1957 - Kevin McHale, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1957 - Michael Edward Fossum, US-amerikanischer Astronaut
- 1958 - Limahl, britischer Sänger und Songschreiber (Kajagoogoo)
- 1961 - Eric A. Cornell, US-amerikanischer Physiker
- 1961 - Reggie White, US-amerikanischer Football-Profi
- 1962 - Markus Weise, deutscher Feldhockeytrainer
- 1963 - Jennifer Beals, US-amerikanische Schauspielerin
- 1963 - Nino de Angelo, deutscher Schlagersänger
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