:: wikimiki.org ::
| Andamanensee |
Andamanensee
Die Andamanensee (auch Andaman-See, Andamanisches Meer) ist ein Randmeer des östlichen Indischen Ozeans, dessen Küste von Birma (Myanmar), Thailand und Malaysia gebildet wird.
Insgesamt erstreckt sich die Andamanensee vom Flussdelta des Ayeyarwady (Irrawaddy, Irawady) im Norden über fast 1.200 km bis zum Eingang der Straße von Malakka. Im Westen begrenzt durch die Inseln der Grosse Coco, Andamanen und Nikobaren, wird sie dabei höchstens 650 km breit. Die Küste von Thailand ist allein etwa 740 km lang. Die gemessene maximale Tiefe liegt bei 4.180 m. Die Wassertemperatur an der Oberfläche schwankt leicht von 27,5 °C im Winter und 30 °C im Sommer.
Kategorie:Meer
Kategorie:Geographie (Asien)
ja:アンダマン海
nb:Andamanhavet
th:ทะเลอันดามัน
Birma
Myanmar – nach wie vor auch unter dem früheren Namen Birma bzw. dem englischen Namen Burma bekannt – ist ein Staat in Südostasien.
Neben der offiziellen Bezeichnung (siehe rechts) nennen die Einwohner den Staat auch kurz Myanma Naingngan (Staat Myanmar).
Er grenzt an Bangladesch, die indischen Bundesstaaten Mizoram, Manipur, Nagaland und Arunachal Pradesh, sowie an China, Laos, Thailand und den Indischen Ozean (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen). Das Andamanische Meer trennt Myanmar vom südwestlich gelegenen indischen Unionsterritorium Andamanen und Nikobaren.
Geographie
Myanmar befindet sich – mit Ausnahme des äußersten Nordens – im Einflussbereich des asiatischen Monsuns. Durch das Relief bedingt sind die Ausprägungen des Monsuns unterschiedlich in den einzelnen Landesteilen.
Im Wesentlichen lassen sich drei Jahreszeiten unterscheiden:
- Regenzeit von Ende Mai bis Mitte Oktober,
- Kühle Jahreszeit von Ende November bis Ende März und
- Heiße Jahreszeit in den Monaten April/Mai und Oktober/November.
Bevölkerung
- Einwohner: 70 % Birmanen (Bamar), 8,5 % Shan, 6,2 % Karen (Christen), 4,5 % Rohingya (Muslime), 2,4 % Mon, 2,2 % [http://en.wikipedia.org/wiki/Chin_State Chin](Tschin), 1,4 % Kachin und andere Ethnien; ferner 1-2 % Chinesen und 1 % Inder.
Die Palaung gehören zur Sprachgruppe der Mon-Khmer und umfassen ca. 150.000 Personen. Sie leben im südlichen Kachin- und im Shan-Staat. Der Geisterglaube ist noch weit verbreitet.
- Bevölkerungswachstum: 1,5 % (1998); 1,2 % (2002)
- Lebenserwartung: 57,2 Jahre (2002)
- Säuglingssterblichkeit: 77 pro Tausend (2002)
- Alphabetisierung: 85,3 % (2002)
- Sprachen: Birmanisch (70 %), Sprachen der Minderheiten, Englisch (Handelssprache)
- Religion: Buddhismus (89 %), Christentum (4 %), Islam (4 %), Stammesreligionen und andere (3 %)
- Hauptstadt: Yangon (Rangun) (4.477.782 Einw.) (2005)
Rangun]
- Weitere Städte: Mandalay, Mawlamyine, Bago, Pathein
Siehe auch: Liste der Städte in Myanmar
Religion
Die am weitesten verbreitete Religion in Myanmar ist der Buddhismus. Einige der berühmtesten buddhistischen Kunstwerke (Statuen) im asiatischen Raum befinden sich hier. Vorherrschend ist die frühbuddhistische Theravada-Schule, die im 20. Jahrhundert auch maßgeblichen Einfluss auf die Buddhismus-Rezeption im Westen hatte. So fußen viele der Standardwerke der Vipassana-Meditation (z. B. Nynaponika: "Geistestrainung durch Achtsamkeit") auf den Lehren birmanischer Dhamma-Meister wie Mahasi Sayadaw, Chanmyay Sayadaw U Janaka, Ledi Sayadaw oder Sayadaw U Pandita. Zu den wichtigsten Heiligtümern zählen vor allem die Shwedagon-Pagode in der Hauptstadt Yangon, der Goldene Fels in der Nähe von Bago und der Mount Popa in der Nähe von Bagan.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Myanmars
Im 11. Jahrhundert gründet König Anawratha das erste birmanische Reich. Im 19. Jahrhundert fällt Birma nach mehreren Kriegen unter britische Herrschaft. Der letzte König von Birma wird mit seiner Familie durch die britische Besatzung ins Exil nach Indien geschickt, wo er auch stirbt. Birma wird Teil von Britisch-Indien. Im 2. Weltkrieg wird es von Japan okkupiert, aber nach Kriegsende wieder von den Briten zurückerobert. 1948 wird Birma in die Unabhängigkeit entlassen. Nach einer kurzen demokratischen Phase wird Birma von verschiedenen Militärregimen kontrolliert.
Am 18. Oktober 1965 verabschiedet der Revolutionsrat ein Gesetz, nach dem alle Wirtschaftsunternehmen verstaatlicht werden. Wenig später werden alle christlichen Missionare zum Ende 1966 ausgewiesen. Am 8. August 1988 gipfeln monatelange Unruhen wegen der Wirtschaftspolitik des Militärs in der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in der Hauptstadt Rangun. Der Tag geht mit seinem symbolträchtigen Datum 8-8-88 in die Geschichte ein. 1989 wird das Land in Myanmar umbenannt. Als 1990 bei demokratischen Wahlen die oppositionelle Nationale Liga für Demokratie (NLD) einen Erdrutschsieg erringt, werden die Wahlen vom Militärregime für ungültig erklärt und es kommt zu einer blutigen Niederschlagung von friedlichen Studentenprotesten. Das Regime bleibt an der Macht.
Bis zur Jahrtausendwende vereinbart General Khin Nyunt mit einigen der Minderheitenvölker Myanmars Waffenstillstandsabkommen. Die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi steht weiter unter Hausarrest. Nach einer scheinbaren Öffnung des Regimes im Jahre 2003 gewinnen die Hardliner gegen Ende des Jahres 2004 wieder die Oberhand.
Nach dem Erdbeben im Indischen Ozean 2004 am 26. Dezember und der hierdurch ausgelösten Flutwelle verweigert das Regime internationalen Hilfskräften die Einreise und stellt Zahlen über die Opfer zur Verfügung, die von ausländischen Organisationen angezweifelt werden.
Politik
- Staatsform: Militärdiktatur; die letzte Verfassung der Sozialistischen Republik von 1974 ist seit dem 18. September 1988 außer Kraft gesetzt.
- Staatschef: General Than Shwe (seit April 1992)
- Regierungschef: General Soe Win (seit 19. Oktober 2004)
- Parlament: Volksversammlung mit 485 für vier Jahre gewählten Abgeordneten (Wahl von 1990 vom Militärregime nicht anerkannt)
- Politische Parteien: National League for Democracy (NLD), National Unity Party (NUP), Union Solidarity and Development Association (USDA), weitere acht Minoritäten-Parteien
Verwaltungsgliederung
Soe Win
Myanmar gliedert sich in sieben States und sieben Divisions. Die Landesteile, die überwiegend von der größten Volksgruppe Myanmars, den Bamar besiedelt sind, heißen Divisions, die Bereiche, die überwiegend von Minderheiten bewohnt werden, States.
Die Minderheiten-States bilden zum überwiegenden Teil die Außengrenzen Myanmars: im Uhrzeigersinn beginnend im Südwesten:
- (1) Rakhine (Arakan) (Hauptstadt: Akyab, Grenze zu Bangladesch, jedoch überwiegend am Golf von Bengalen gelegen)
- (2) Chin (Hauptstadt: Hakha, Grenzen zu Bangladesch und Indien)
- (3) Kachin (Hauptstadt: Myitkyina, Grenze zu China)
- (4) Shan (Hauptstadt: Taunggyi, Grenzen zu China, Laos und Thailand)
- (5) Kayah (Hauptstadt: Loi-kaw, Grenze zu Thailand)
- (6) Kayin oder Karen (Hauptstadt: Pa-an, Grenze zu Thailand)
- (7) Mon (Hauptstadt: Mawlamyine, keine Landgrenze, am Andamanischen Meer gelegen)
Von den sieben Divisions verfügen zwei über Außengrenzen auf dem Festland, die übrigen fünf liegen entweder im Binnenland oder am Meer:
- (8) Sagaing (Hauptstadt: Sagaing, Grenze zu Indien im Nordwesten)
- (9) Tenasserim (Hauptstadt: Tavoy (Dawei), Grenze zu Thailand im Südosten)
- (10) Irawadi (Hauptstadt: Pathein (Bassein), am Golf von Bengalen und dem Andamanischen Meer gelegen)
- (11) Yangon (Hauptstadt: Yangon, an der Andamanensee gelegen)
- (12) Bago (Pegu) (Hauptstadt: Bago, nördlich der Irawadi-Division)
- (13) Magwe (Hauptstadt: Magwe, nördlich der Bago-Division)
- (14) Mandalay (Hauptstadt: Mandalay, östlich der Magwe-Division)
States und Divisions sind weiter untergliedert in Distrikte und Gemeinden.
Wirtschaft
Mit einem Bruttosozialprodukt/Kopf von weniger als 622 Euro (2001) gehört Myanmar zu den ärmsten Ländern der Welt. 70 % der Beschäftigten arbeiten in der Landwirtschaft; in ihr werden 60 % des BIP erzeugt, während die Industrie 9 % und der Dienstleistungssektor 31 % beitragen.
In Myanmar herrscht eine starke Inflation, die einheimische Währung Kyat verlor im Zeitraum von 1990 bis 2001 durchschnittlich 34,6 % pro Jahr an Wert; in den Jahren 2002/03 beschleunigte sich die Inflationsrate auf durchschnittlich 46,9 %.
Die Handelsbilanz war im Zeitraum 2002/03 bei Importen im Wert von 2,391 Milliarden Euro und Exporten im Wert von 2,185 Milliarden Euro negativ. Wichtigste Exportgüter sind Erdgas sowie land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, während die Importe zu einem großen Teil aus Konsumgütern, Halbfertigwaren und Investitionsgütern bestehen.
Im Osten - an der Grenze zu Laos und Thailand - hat Myanmar Anteil am sogenannten Goldenen Dreieck; dort wird Schlafmohn angebaut und zu Heroin verarbeitet. Die Bedeutung Myanmars als Lieferant für den weltweiten Heroinmarkt ist durch das Wiedererstarken der Drogenproduktion in Afghanistan nach dem Absetzen der Taliban spürbar gesunken.
Weiterhin werden in Myanmar hochwertige Jade und Edelsteine gefördert. Berühmt sind die Schwalbenblut-Rubine aus den Minen in der Nähe der Stadt Mogok. Gold wird ebenfalls gewaschen, wobei eine beträchtliche Menge davon von Pilgern in Form von hauchdünnen Blättchen auf Zedis, Buddhas und den Goldenen Felsen geklebt wird.
Birma/Burma oder Myanmar?
Goldenen Felsen
Eigentlich handelt es sich bei 'Burma' und 'Myanmar' nicht um zwei unterschiedliche Bezeichnungen. Bama, von dem sich das englisch ausgesprochene 'Burma' (und hieraus vermutlich eingedeutscht 'Birma') offensichtlich herleitet, und Myanma sind seit jeher die Bezeichnungen für die größte Bevölkerungsgruppe der Bamar in ihrer eigenen Sprache und für ihr Land. Der Begriff Myanma soll bis auf das 6. Jahrhundert zurückgehen. Er entstammt der Schriftsprache und findet sich daher eher in historischen Dokumenten, während Bama umgangssprachlich verwendet wird. Seit den 1920er Jahren gab es Bestrebungen, einen einheitlichen Begriff für alle im jetzigen Myanmar beheimateten Volksgruppen zu finden. So wurde mehrmals Bama durch Myanma ersetzt und umgekehrt.
Die offizielle Umbenennung des Landes in Union of Myanmar (Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan-Daw) durch das Militär war daher in erster Linie ein Vorhaben mit Außenwirkung. Das Land sollte sich als der Kolonialzeit endgültig entgangen und als selbstbewusster Staat präsentieren. Kritiker wie auch Aung San Suu Kyi bemängeln, dass die Umbenennung durch die Willkür der Machthaber passierte, ohne eine Volksabstimmung hierüber durchführen zu lassen.
Die Umbenennung erfolgte aufgrund des Gesetzes Nr. 15/89, des Adaptation of Expressions Law, vom 18. Juni 1989, das die offizielle Schreibweise vieler Orte neudefinierte. Hierfür wurden die Namen in ihrer ursprünglichen Benennung, also unter Ausschluss der Veränderungen, die sie durch den kolonialen Einfluss erfahren hatten, nach ihrer aktuellen Aussprache ins lateinische Alphabet transkribiert.
Die Vereinten Nationen billigten den neuen Namen des Staats wenige Tage nach der Verkündung durch das Militär. Dem sind mittlerweile viele Staaten gefolgt, während die Vereinigten Staaten und Australien sowie weitere Staaten als Zeichen ihrer Missbilligung des Regimes am Namen Burma festhalten. Auch Aung San Suu Kyi hat sich 1996 für die Beibehaltung von Burma ausgesprochen, zum einen wegen der fehlenden Mitwirkung des Volkes, zum anderen, da Myanmar eben nicht die Vielfalt der Volksgruppen in Myanmar repräsentiert.
Im Birmanischen bedeutet die Silbe Myan 'schnell', die Silbe Mar 'stark'.
Zu dem Namenskonflikt gibt es viele Meinungen und Ansichten in der wissenschaftlichen Literatur. Eine Auswahl:
- Arthur Phayre, History of Burma, 1883, S. 2 (ISBN 9748299007)
- Christina Fink, Living Silence, 2001, S. 4ff, 70 (ISBN 1-85649-926-X)
- Uta Gärtner, Myanmar verstehen, 2001, S. XIII
Weitere Themen
- Sitkwin
Literatur
- Bertil Lintner: Burma in Revolt - Opium and Insurgency since 1948 (1988) (ISBN 9747100789).
- Roland Bless: Divide et impera? Britische Minderheitenpolitik in Burma 1917-1948 (1990) (ISBN 3515056548).
- Alan Clemens: Der Weg der Freiheit. Aung San Suu Kyi - Friedensnobelpreisträgerin. Gespräche (1997).
- Klemens Ludwig: Birma. Aktuelle Länderkunde (1997) (ISBN 3406398707).
- Shelby Tucker: Among Insurgents - Walking through Burma (2000) (ISBN 0007127057).
- Ma Thanegi: Pilgerreise in Myanmar (2002) (ISBN 3-293-20289-6).
- Rolf Opalka: Burma im Griff der Militärjunta in Blockierte Demokratien in der Dritten Welt Hrsg: Gunter Schubert, Reiner Tetzlaff (1998) (ISBN 3-8100-2011-7).
- Martin Smith: BURMA Insurgency And The Politics Of Ethicity (1991) (ISBN 0-86232-868-3).
- Amitav Ghosh: Der Glaspalast (2000) - Historischer Roman von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart (ISBN 3442730368).
- George Orwell: Tage in Burma (2002 (Originalveröffentlichung 1926, Titel 'Burmese Days')) - Kolonialkritischer Roman Orwells, der als Polizeioffizier in Birma diente (ISBN 3-257-20308-X).
- Inge Sargent: Mein Leben als Sao Thusandi - Prinzessin der Shan (1997) - Autobiographischer Bericht einer Österreicherin, die bis 1962 in Birma lebte (ISBN 340461920X).
- Klaus R. Schröder: Myanmar/Burma - Reisen im Land der Pagoden
Weblinks
- [http://www.myanmar.com Offizielle Seite von Myanmar] (engl.)
- [http://www.freeburma.org freeburma.org] (engl.)
- [http://www.dassk.org Daw Aung San Su Kyi] (engl.)
- [http://www.nibbana.com Nibbana.com] (engl.)
- [http://www.chinforum.org The Chin Forum] (engl.)
- [http://www.kultur-in-asien.de/Birma/seite135.htm Webportal für Myanmar/Birma: Kunst, Kultur, Reiseberichte, Nat-Kult, diverse Reportagen, Photogalerien (von Dr.Bernhard Peter)]
- [http://english.dvb.no/index.php Democratic Voice of Burma] Nachrichten aus Myanmar (engl.)
- [http://www.inasien.de/service/reiseinformationen/birma/ Reiseinformationen Myanmar (Quelle: Reisemagazin "in Asien!")]
- Menschenrechte in Myanmar - [http://www.ahrchk.net Asiatische Menschenrechtskommission]
- [http://www.ev-ccg.de/dev/ Chin-Gemeinde Deutschland (Chin Community Germany)]
- [http://wikitravel.org/de/Myanmar Reiseinfos zu Myanmar] auf Wikitravel
- [http://www.burmaissues.org/En/info.html]Flüchtlinge in Thailand
- [http://www.opennetinitiative.net/burma/ONI_Burma_Country_Study.pdf Analyse der OpenNet Initiative zur Zensur in Myanmar]
- [http://www.helfenohnegrenzen.org/ Die vergessenen Flüchtlinge Burma's (Helfen ohne Grenzen)]Quelle:Helfen ohne Grenzen
- [http://www.oew.org/de/spendenartikel.php?id=418 Kindersoldaten in Birma] Quelle:OEW
Online-Zeitungen:
- [http://www.myanmardigest.com/eng_md/eindex.html The New Light of Myanmar] (regierungsabhängig und zensiert, englisch)
- [http://www.myanmar.gov.mm/myanmartimes/ Myanmar Times] (regierungsabhängig und zensiert, englisch)
- [http://www.irrawaddy.org The Irrawaddy] (unabhängig, mit Sitz in Thailand, englisch)
Kategorie:Staat
Kategorie:Südostasien
als:Myanmar
ja:ミャンマー
ko:미얀마
ms:Myanmar
th:ประเทศพม่า
zh-min-nan:Myanmar
Thailand
Das Königreich Thailand (ราชอาณาจักรไทย, Ratcha Anachak Thai; Kurzform: Prathet Thai oder Muang Thai) ist ein Staat in Südostasien. Es grenzt an Myanmar (früher: Birma oder Burma), Laos, Kambodscha, Malaysia, das Andamanische Meer (Teil des Indischen Ozeans) und den Golf von Thailand (Teil des Pazifiks).
Geographie
Das Territorium von Thailand nimmt einen beträchtlichen Teil der Landfläche Südostasiens ein und erstreckt sich südöstlich der letzten Ausläufer des Himalaya bis auf die Malaiische Halbinsel und umschließt dabei den Golf von Thailand, ein Randmeer des Südchinesischen Meeres. Die Landfläche Thailands erinnert in ihrer Gestalt an den Kopf eines Elefanten. Die maximale Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung liegt bei 1.770 km, in Ost-West-Richtung etwas mehr als 800 km.
Die Nordregion ist bergig, dort findet sich auch der höchste Punkt des Landes: Doi Inthanon (2.565 m). Der Nordosten (Isaan - auch Isan oder Issaan genannt) besteht aus der Khorat-Hochebene, einer im Sommer staubtrockenen, in der Regenzeit jedoch überschwemmten Landschaft, die keine intensive Landwirtschaft zulässt. Bewässerungsprojekte und Staudämme sollen hier Abhilfe schaffen. Die dortige Bevölkerung ist ärmer als der Durchschnitt des Landes. Der Dialekt des Isaan ist mit dem Laotischen verwandt. Im Norden und Osten des Isaan bildet der Mae Nam Khong oder Mekong die Grenze zu Laos.
Die Zentralregion wird beherrscht vom Mae Nam Chao Phraya, der dem fruchtbaren Land Wasser zuführt und südlich von Bangkok in den Golf von Thailand mündet. Die Ostregion ist landwirtschaftlich geprägt und liegt am Golf von Thailand. Die schönen Strände und vorgelagerten Inseln führten zu einem verstärkten Tourismus. Die Zentralebene und die Ostküste (Eastern Seaboard) sind das wirtschaftliche Herz des Landes. Deshalb ist Thailand auch einer der südostasiatischen Tigerstaaten. Die Südregion liegt auf der langgestreckten malaiischen Halbinsel, die den Pazifischen Ozean vom Indischen Ozean trennt.
Der Isthmus von Kra bildet die schmalste Stelle zwischen den beiden Meeren und ist nur 64 km breit. Daher wird er in Thailand auch als "dünner Hals" bezeichnet. Berglandschaften (im nördlichen Teil das Tenasserim-Gebirge an der Grenze zu Myanmar, im äußersten Süden das Grenzgebirge Sankara Khiri zu Malaysia), Regenwald und Traumstrände wechseln sich ab. Die Bevölkerung ist hier zunehmend moslemisch und spricht mehr Malaiisch.
Das Klima ist tropisch-monsunal, die Temperaturen liegen ganzjährig über 18° C. Jahreszeiten werden nicht wie bei uns über Temperaturunterschiede bestimmt, sondern über die monatlichen Niederschlagsmengen. Es gibt drei Jahreszeiten.
Ganz grob gilt Folgendes: (1) vom November bis Februar führen die vorherrschenden Nord- bis Nordostwinde trockene und kühle Luft heran, (2) in der Vormonsun-Zeit März bis Mai herrschen die höchsten Temperaturen (oft deutlich über 35° C), (3) von Juni bis September dauert die Regenzeit mit dem Monsun aus Südwest.
Über 60.000 km² der Landfläche und mehr als 6.000 km² Meeresfläche und Inseln sind als Nationalpark, Wildschutzgebiet oder Meerespark ausgewiesen, siehe dazu Nationalparks in Thailand.
Größere Städte sind neben der Hauptstadt Bangkok: Chiang Mai, Nonthaburi, Samut Prakan, Nakhon Ratchasima (früher Khorat), Khon Kaen und Chonburi.
Bevölkerung
75 % der Bevölkerung sind Thai, 14 % Chinesen. Die restlichen Einwohner sind Angehörige der Bergvölker, Khmer, Laoten, Malaien, Moken, Inder, Lolos und Weiße, die von den Thais "Farang" genannt werden.
Bevölkerungswachstum: 0,95 % (Schätzung 2003)
Bevölkerung 2025: 73,26 Millionen (Prognose 2003)
Die Lebenserwartung liegt durchschnittlich bei 71,2 Jahren, Frauen 73,5 Jahre und Männer 69,1 Jahre.
Die Kindersterblichkeit beträgt 22 Todesfälle pro 1.000 Lebendgeburten.
Religion
Kindersterblichkeits]]
Der Buddhismus ist in Form des Theravâda Thailands quasi Staatsreligion (deren offizielle Einführung derzeit angestrebt wird). Mehr als 94 % der Bevölkerung bekennen sich dazu. Andere Religionen genießen staatlichen Schutz: 4 % Moslems (überwiegend Malaien im Süden), 0,6 % Christen und ca. 65.000 Hindus (meist Inder). Nur 0,4 % bezeichnen sich als religionslos.
Es gibt etwa 18.000 Wats (buddhistische Tempelanlagen), die vor allem in ländlichen Gebieten nicht nur Zentrum des religiösen, sondern auch des sozialen Lebens sind. Die Zahl der Mönche beträgt rund 160.000. Traditionell treten fast jeder männliche Thai, aber nur wenige Frauen, einmal im Leben für mehrere Wochen in ein Kloster ein, um sich in der Meditation zu üben und den Regeln der Mönchs- bzw. Nonnengemeinschaft (siehe auch Sangha) zu unterziehen. Etwa ein Drittel der männlichen Jungendlichen zwischen 12 und 18 / 20 leben für 1-6 Jahre als Novizen im Tempel und gehen von dort aus in besondere Mönchsschulen mit Schwerpunkt "Religionsunterricht", aber auch mit anderen Fächern. Nach Beendigung der Schule legen die meisten von ihnen die Robe ab und kehren als Laien in die Gesellschaft zurück, um zu studieren, eine Lehre zu machen oder einen Job zu suchen. Sofern ein Novize mit 20 Jahren noch im Tempel ist, muss er sich entscheiden auszutreten oder Mönch zu werden. Stirbt jemand in der Familie, ist es üblich, dass ein Familienmitglied, meist ein Sohn, Enkel oder Neffe, ordiniert wird, um die Totenfeiern als Mitglied der Sangha zu begleiten; meistens dauert dieser Tempelaufenthalt nur 3, 5 oder 7 Tage. Ist jemand in einer persönlichen Krise, vom Geschäftsleben gestresst, hat seine Pflichten als Familienvater erfüllt oder ist Witwer geworden, kann er bis zu 3 Mal Mönch auf Zeit sein, wobei er das Kloster und die Dauer seiner Ordinierung frei wählen kann. Dieser Rückzug hat häufig die Dauer einer Regenzeit (3 Monate) oder eines 1 Jahres, Ältere nehmen damit auch Abschied vom Berufsleben und bleiben Mönche für den Rest ihres Lebens. Mönche, Novizen und Nonnen werden als Vorbilder gesehen und genießen in der Gesellschaft hohen Respekt.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Thailands
Thailand, das bis 1939 (und für kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1949) Siam hieß, ist der einzige Staat Südostasiens, der dem Kolonialismus trotzen konnte, im Gegensatz zu seinen Nachbarn Malaysia, Myanmar, Laos, Kambodscha und Vietnam. Aus diesem Grund wurde der Name "Thailand" angenommen, was übersetzt in die deutsche Sprache "Land der Freien" bedeutet.
Siehe auch: Liste der Könige von Thailand
Politik
Staatsoberhaupt ist der König. Regierungschef ist der Premierminister. Die Legislative besteht aus einem Zweikammernsystem mit einem Repräsentantenhaus (500 Mitglieder) und einem Senat (200 Mitglieder). Wahlberechtigt sind alle Bürger Thailands ab dem 18. Lebensjahr. Für das politische Leben gilt die Verfassung vom 11. Oktober 1997.
Siehe Artikel: Geschichte Thailands (seit 1946) und Premierminister von Thailand sowie Liste der Außenminister von Thailand.
Thailand ist seit einem unblutigen Umsturz 1932 eine konstitutionelle Monarchie. Frauen mussten sich das Wahlrecht nicht erkämpfen, es wurde zugleich für alle Bürger eingeführt. Leider hat in der Vergangenheit oft das Militär die Macht übernommen. In den neunziger Jahren hat das Land große Schritte in Richtung Demokratie und Bürgerrechte gemacht. Das Parlament (Ratha Sapha รัฐสภา) besteht aus zwei Kammern: das Repräsentantenhaus (Sapha Phu Thaen Ratsadon สภาผู้แทนราษฎร) hat gegenwärtig (2004) 500 gewählte Mitglieder. Davon werden 400 in Wahlkreisen gewählt, während 100 weitere Abgeordnete proportional zu der Stimmenzahl bestimmt werden, die die Parteien für ihre Parteilisten erhalten haben. Die Wähler haben also zwei Stimmen, die auf zwei verschiedenen Wahlzetteln abgegeben werden. Eine Parteiliste muss mindestens 5 % der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, um Personen von ihrer Liste ins Parlament schicken zu können. Der Senat (Wuthi Sapha วุฒิสภา) besteht aus 200 gewählten Mitgliedern (seit den ersten Senatswahlen im Jahr 2000, basierend auf der Verfassung von 1997; vorher wurden die Senatoren von der Regierung ernannt). Allgemeine Wahlen finden alle vier Jahre statt. Es besteht Wahlpflicht für alle Bürger ab 18 Jahren. Seit 1921 besteht Schulpflicht.
Die wichtigsten Parteien (Stand nach der Parlamentswahl am 6. Februar 2005, in Klammern alte Sitzverteilung) sind
#Pak Thai Rak Thai (TRT, Thai lieben Thai), 376 Sitze (248 Sitze)
#Pak Prachatipat (PP, Demokratische Partei), 97 Sitze (128 Sitze)
#Pak Chart Thai (PCT, Nationalpartei), 25 Sitze (41 Sitze)
#Pak Khwamwang Mai (PKWM, New Aspiration Party), - (36 Sitze)
Das Staatsoberhaupt ist der König Rama IX. Dieser hat aber keinen direkten Einfluss auf die Tagespolitik, sondern nimmt nur repräsentative Aufgaben wahr. Er ist der dienstälteste Monarch der Welt, die allgemein anerkannte moralische Instanz des Landes, das Gewissen der Nation und Identifikationsfigur des Staates. Sein hohes Ansehen in der Bevölkerung, die ihn als Vater der Nation betrachtet, ist überall sichtbar. Sein Bild (meist zusammen mit dem der Königin Sirikit) hängt in jedem Haus, in fast jeder Hütte des letzten Dorfes, bei Buddhisten und Moslems, ja selbst im benachbarten Laos finden sich Porträts von König Bhumipol. Regierungschef ist der Premierminister, der vom König ernannt wird, sobald er durch das Repräsentantenhaus gewählt wurde. Das Oberste Gericht (Sandika ศาลฎีกา) wird vom König ernannt.
Thailand ist Mitglied in zahlreichen internationalen Organisationen, unter anderem in UNO und in ASEAN.
Verwaltung
Provinzen
Die heutige Verwaltungsgliederung in Provinzen, Kreise (oder die kleineren King Amphoe, Kommunen und Dörfer erfolgte unter König Rama V. Chulalongkorn 1897. Allerdings wurden zahlreiche Provinzen neu geschaffen oder verändert.
Die 76 Provinzen sind zu 5 Regionen zusammengefasst: Norden, Nordosten (Isaan), Zentralregion, Osten und Süden. Die Zuordnung der Provinzen zu den Regionen ist nicht einheitlich, so kann eine Provinz manchmal der einen, manchmal einer banchbarten Region zugeordnet sein.
Die Provinzen sind in Amphoe und King Amphoe, diese wiederum in Tambon und dann in Mubaan unterteilt. Der Name einer Provinz entspricht dem Namen ihrer Hauptstadt. Die Amphoe von Bangkok heißen offiziell Khet, werden aber manchmal fälschlicherweise auch Amphoe genannt.
Im Zuge der Errichtung des neuen Großflughafens Bangkok ist auch die Schaffung einer neuen Provinz im Gespräch: sie soll aus den Khet Lat Krabang und Prawet sowie aus den zu Samut Prakan gehörenden Amphoe Bang Phli und Bang Sao Thong bestehen. Als Name ist Nakhon Suvarnabhumi vorgesehen. Die Provinz soll bis 2007 gebildet werden und wird wohl eine Sonderverwaltungszone sein.
Sonderverwaltungszone
Provinzhauptstädte
Nord-Region
Chiang Rai, Mae Hong Son, Chiang Mai, Phayao, Nan, Lampang, Lamphun, Phrae, Tak, Sukhothai, Uttaradit, Phitsanulok, Kamphaeng Phet, Phichit, Phetchabun, Uthai Thani, Nakhon Sawan
Provinzen in der Nordost-Region
Der Nordosten wird auch Issaan genannt.
Loei, Nongbua Lamphu, Udon Thani, Nong Khai, Sakhon Nakhon, Nakhon Phanom, Khon Kaen, Kalasin, Mukdahan, Chaiyaphum, Maha Sarakham, Roi Et, Yasothon, Amnat Charoen, Nakhon Ratchasima, Buriram, Surin, Si Saket, Ubon Ratchathani
Zentral-Region]
Kanchanaburi, Suphanburi, Chainat, Sing Buri, Lopburi, Ang Thong, Saraburi, Phra Nakhon Si Ayutthaya, Pathum Thani, Nakhon Nayok, Prachinburi, Sa Kaeo, Chachoengsao, Ratchaburi, Nakhon Pathom, Nonthaburi, Bangkok, Samut Songkhram, Samut Sakhon, Samut Prakan, Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan
Chonburi, Rayong, Chanthaburi, Trat
Süd-Region)]]
Chumphon, Ranong, Surat Thani, Phangnga, Phuket, Krabi, Nakhon Si Thammarat, Trang, Phatthalung, Satun, Songkhla, Pattani, Yala, Narathiwat
Siehe auch:
- Listen der Provinzen von Thailand sortiert nach:
- Namen,
- Fläche,
- Bevölkerung,
- Bevölkerungsdichte
Wirtschaft
Bevölkerungsdichte
Jahrhundertelang war die Wirtschaft Thailands agrarisch strukturiert und basierte im wesentlichen auf dem Reisanbau. Obwohl der Reisexport einem staatlichen Monopol unterliegt, ist Thailand auch heute noch einer der größten Reisexporteure der Erde.
Schon früh entwickelte sich aufgrund der günstigen geographischen Lage ein Handel mit Indien und dem Kaiserreich China sowie auch Japan. Es entstanden erste Verarbeitungswerkstätten für Keramiken im Norden des Landes bereits im 14. Jahrhundert. Erst 2004 wurden die Zollbarrieren mit der Volksrepublik China gelockert, um den bilateralen Handel zu stärken.
Volksrepublik China
Thailands Wirtschaft ist marktwirtschaftlich-liberal orientiert und durch eine starke Rolle des Außenhandels gekennzeichnet. Eine Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und Stimulierung der heimischen Wirtschaft durch gesteigerte Ausgaben zugunsten der benachteiligten Regionen Thailands prägen die Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Thaksin. Die sog. zweigleisige ("dual track") Wirtschaft soll den Strukturwandel von der Landwirtschaft hin zu dienstleistungs- und technologieorientierten Bereichen der Wirtschaft aktiv unterstützen.
Zwischen 1985 und 1995 hatte Thailand die höchste Wachstumsrate der Weltwirtschaft, fast 9 % pro Jahr. Dies erhöhte den spekulativen Druck auf die lokale Währung, den Baht. 1997 trieben Spekulanten die Währung in eine Krise, der nach und nach mehrere asiatische Staaten (sog. 'Tigerstaaten') zum Opfer fielen und zu einer dramatischen aber kurzfristigen Schrumpfung des Wachstums führte.
Hier zeigten sich strukturelle Schwächen der thailändischen Wirtschaft.
Seit 1999 hat sich die Wirtschaft wieder erholt und legt stetig zwischen 4,2 % und 6,3 % (2003) zu. Für 2004 und 2005 werden 8 % bzw. 10 % Wachstum erwartet.
Die Inflationsrate des thailändischen Baht lag 2003 bei 1,8 %.
Das Bruttoinlandsprodukt lag 2001 in Summe bei 95,6 Milliarden Euro, pro Kopf der Bevölkerung bei 1.558 Euro.
Thailands Bruttoinlandsprodukt (BIP) entsteht wie folgt:
- 53 % Dienstleistungen
- 37 % Industrie
- 10 % Landwirtschaft und Fischfang
- 6 % Tourismus (wichtiger Devisenbringer)
Trotz des geringen Anteils am BIP ist der Agrarsektor in Thailand als Arbeitgeber und sozialpolitisch sehr wichtig. Die Anzahl der Arbeitskräfte lag 2001 bei 37,2 Millionen, die in den folgenden Sektoren beschäftigt waren:
- 49,7 % Landwirtschaft und Fischfang
- 18 % Industrie
- 33 % Dienstleistung
Die offizielle Arbeitslosenrate liegt bei 2,4 %.
Die Staatsausgaben Thailands beliefen sich 2000 auf 18,375 Milliarden Euro, die Einnahmen lagen bei 16,3 Milliarden Euro.
Weiterhin ist Thailand Mitglied im ASEAN, der regionalen Freihandelszone AFTA und APEC.
Kultur
APEC
Die thailändische Kultur hat eine jahrhundertelange Tradition, die sich jedoch durchaus neuen Anforderungen und Gegebenheiten anpassen kann. Sie ist geprägt vom Buddhismus, der das gesellschaftliche Leben durchdringt und ein Nationalgefühl erzeugt. Um die Alltagskultur zu verstehen, ist es wichtig den synkretistischen Charakter thailändischer Religiösität zu beachten, insbesondere die große Bedeutung des Animismus.
Die Achtung vor dem Älteren, aber auch Respekt vor dem Höhergestellten sind Kennzeichen des gesellschaftlichen Umgangs. Sie äußern sich unter anderem im Wai, dem traditionellen Gruß der Thai untereinander. Dazu werden beide Handinnenflächen aneinandergelegt und in unterschiedlicher Höhe vor das Gesicht oder die Brust gehalten. Dies erfolgt je nach dem sozialen Status der Beteiligten. Der niedriger Gestellte beginnt den Wai, wobei die Fingerspitzen ungefähr an der Nasenspitze liegen. Zugleich wird der Kopf geneigt, so dass beim beginnenden Wai oft kein Blickkontakt besteht. Der höher Gestellte wird den Wai erwidern, indem er die Fingerspitzen auf Brust- oder Kinnhöhe hält. Dies ist begleitet von einem freundlichen bis huldvollen Lächeln. Der "höher Gestellte" kann z. B. aus sozial besserer Familie kommen, eine Amtsperson sein, oder unter sozial Gleichgestellten der Ältere. Mönche begrüßen mit dem Wai nur höher gestellte Mönche oder Buddhastatuen und erwidern den Wai von Laien nicht. Der Wai wird auch als Geste des Dankes verwendet. Heute ist es üblich, dass die Crew ihre Fluggäste mit dem Wai begrüßt und Kassierer sowie Verkäufer in Geschäften ihre Kundschaft nach Beendigung des Einkaufs so verabschieden, wobei in diesem Falle der Wai allenfalls mit einem Lächeln oder einem verbalen Gruß erwidert wird. Diese neuere Sitte wird von einigen einheimischen und ausländischen Beobachtern als Kommerzialisierung thailändischer Kultur kritisiert.
In der Nordost-Region lebt das kulturelle Erbe der laotischstämmigen Bevölkerung u. a. in der typischen Mor-Lam-Musik und in ihrer Webkunst fort. Der Norden gehörte zur Lanna-Kultur und unterscheidet sich vom Rest des Landes auch heute noch durch eigene Sitten und unterschiedliche Sprache.
Bildung
Thailand rangiert seit 5 Jahren auf einem hinteren Platz des asiatischen Bildungsrankings. Formales, wie kostspielige Schuluniformen für verschiedene Wochentage in der Grundschule, lenkt von strukturellen und inhaltlichen Mängeln ab. Die thailändische Regierung plant deshalb, das Schulsystem komplett zu reformieren.[http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=13&land_id=169]
Thailand (ebenso wie Siam als Vorgänger) war nie Kolonie, hatte also nie direkten Kontakt mit zeitgenössisch modernen Bildungssystemen des Westens. Dies macht sich heute negativ bemerkbar, insbesondere was die Sprachausbildung anbetrifft. Während in Staaten wie Malaysia und Singapur die englische Sprache fast eine Selbstverständlichkeit ist, ist dies in Thailand keineswegs der Fall.
Dazu kommt, daß das thailändische Schriftsystem nur von wenigen Ausländern beherrscht wird, was zu einer gewissen Isolierung führt. Bildungsmaterialien in Thai müssen im wesentlichen von Einheimischen geschaffen oder lokalisiert werden.
Schulsystem
In Thailand herrscht allgemeine Schulpflicht für 9 Jahre. Die von der Unesco ermittelte Analphabetenrate liegt bei nur ca. 3 % und damit auf dem Niveau der Europäischen Union.
Der Besuch der 6-jährigen Grundschule ist kostenfrei und verbindlich. Die Unterrichtsmethoden entsprechen nicht dem modernen westlichen Standard. Eigenverantwortliches Lernen wird nur wenig gefördert. Demgegenüber steht - gerade auf dem Land - ein stark ausgeprägtes Autoritätsdenken.
Weiterführende Schulen
Nach Abschluss der Grundschule haben die Schüler die Möglichkeit, eine weiterführende Schule oder eine Berufsausbildung zu beginnen. Dabei fallen Kosten für Lehrmittel und oft lange Anfahrtswege in die nächste größere Stadt, insbesondere bei Kindern vom Land, an. Bei der hohen Zahl privater Institute und Fachhochschulen sind zudem Kursgebühren zu entrichten. Besonders Begabte aus armen Familien, die an staatlichen Universitäten studieren, können sich um ein Stipendium oder ein langfristiges, zinsloses Darlehen bewerben.
Feiertage
Viele thailändische und buddhistische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und fallen somit von Jahr zu Jahr auf ein jeweils anderes Datum. Die Banken sind an diesen Tagen immer geschlossen. Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, so ist der erste Wochentag danach arbeitsfrei.
- 1. Januar - Neujahr (ein offizieller Feiertag)
- Neumondtag im Januar/Februar - Chinesisches Neujahrsfest (offizielle Feiertage)
- Vollmondtag im Februar/März - Makha Puja (Gedenken an Buddha-Predigt)
- 6. April - Chakri-Tag (Gedenktag an den Inthronisationstag König Rama I., offizieller Feiertag)
- 13. April bis 15. April - Thai-Neujahrsfest (Songkhran, Wasserfest, offizielle Feiertage)
- 1. Mai - Tag der Arbeit (offizieller Feiertag)
- 5. Mai - Krönungstag König Rama IX. (offizieller Feiertag)
- Vollmondtag im Mai/Juni - Visakha Puja (Gedenken an die Geburt Buddhas, buddhistischer Feiertag)
- Vollmondtag im Juli - Asalha Puja (Gedenken an die erste Predigt Buddhas) und am Folgetag Khao Pansa (Beginn der Regenzeitklausur der Mönche, beides buddhistische Feiertage)
- 12. August - Geburtstag von Königin Sirikit Muttertag (offizieller Feiertag)
- Neumondtag im Oktober Kathin Zeremonie (buddhistischer Feiertag)
- 23. Oktober - Chulalongkorn-Tag (Todestag König Rama V., offizieller Feiertag)
- Vollmondtag im Oktober Ok Phansa Tag (Das Ende der Fastenzeit, buddhistischer Feiertag)
- Vollmondtag im November - Loi Krathong (Lichterfest, kein gesetzlicher Feiertag)
- 5. Dezember - Geburtstag von König Rama IX. Bhumibol Adulyadej (1927), seit 1946 König von Thailand (Nationalfeiertag und als Vatertag offizieller Feiertag im gesamten Land)
- 10. Dezember - Verfassungstag (offizieller Feiertag)
- 31. Dezember - Silvester (offizieller Feiertag)
(Siehe auch: Feiertage in Thailand)
Weitere Themen
- Geschichte Thailands
- Thailändische Familiennamen
- Thailändische Postleitzahlen
- Thailändische Fußballnationalmannschaft
Weblinks
- [http://dmoz.org/Regional/Asia/Thailand/ Thailand im Open Directory Project]
- [http://www.eppo.go.th/index_thaigov.html Verzeichnis aller Websites der thailändische Verwaltung] (en.)
- [http://www.thailandtourismus.de Thailändisches Fremdenverkehrsamt]
- [http://www.nittaya.de Großes deutsch/thaisprachiges Thailand Forum]
- [http://www.weltkarte.com/asien/landkarten_thailand.htm Online Landkarten und Stadtpläne von Thailand]
- [http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,THA,00.html SPIEGEL - Daten über Thailand]
Kategorie:Monarchie
Kategorie:Staat
Kategorie:Thailand
Kategorie:Südostasien
ja:タイ王国
ko:타이
ms:Thailand
th:ประเทศไทย
zh-min-nan:Thài-kok
FlussdeltaAls Flussdelta bezeichnet man eine charakteristische Mündungsform eines Flusses oder Stroms. Der Nil bildet das wohl bekannteste Mündungsdelta, weil dies auch die Bezeichnung Delta prägte, zumal das Nildelta die charakteristische aus dem Buchstaben Delta (Δ) abgeleitete Form aufweist.
Delta
Entstehung
Die Entstehung des Flussdeltas ist gekennzeichnet durch die Aufschüttung von Material (Sediment), das vom Fluss transportiert wird. Die nachlassende Transportkraft des Wassers als Folge der verminderten Fließgeschwindigkeit im Bereich der Mündung lässt den Fluss das mitgeführte Material ablagern. Die abgelagerten Sedimente wiederum fungieren als Fließhindernis und zwingen den Fluss, seinen Lauf aufzuspalten. In größeren Deltas teilt der Fluss seine Läufe mehrfach und führt sie teilweise wie in einem Labyrinth (mit Flussinseln) fließender und nichtfließender Läufe zu- und auseinander. Flüsse, die in Gewässer mit starker Tide münden, haben kein Flussdelta, sondern eine Trichtermündung. Da die Regelfließrichtung meerwärts ist, werden viele Sedimente abgelagert, so wächst ein Delta in das Meer hinein. Dies ist am obigen Bild durchaus zu erkennen. In der Regel sind Deltas mit Pflanzen bewachsen, die sie von oben grün erscheinen lassen.
Trichtermündung, Lappland, Blick vom Gipfel des Skierffe. Eiszeitiche Gletscher haben das Trogtal geformt. Der Fluss kommt aus dem Hochgebirge des Sarek und mündet unterhalb (links) des Bildausschnittes in den See Laitaure. Je nach Jahreszeit und Wasserzufuhr nehmen die Flussarme ganz unterschiedliche Farben an und ändern häufig ihren Lauf. Entlang der Flussarme erkennt man die Galeriewälder, dazwischen Moorbereiche und ehemalige Toteisbereiche, die nun mit Seen ausgefüllt sind.]]
Siehe auch: Fluvialer Transport
Delta-Arten
- Mündungsdelta
- Binnendelta
- Gezeitengeprägtes Delta
- Wellendominiertes Delta
- Flussdominiertes Delta
Beispiele
- Donau (Donaudelta; 4000 km², Rumänien) - das zweitgrößte Flussdelta Europas
- Ebro (Ebrodelta; 400 km²)
- Ganges-/Brahmaputra (Gangesdelta) Bangladesch; 80.000 km²
- Indus (8000 km²)
- Mekong (70.000 km²)
- Mississippi (Mississippidelta; 36.000 km²)
- Niger (Nigerdelta) 24.000 km² - bildet in seinem Mittellauf auch ein Binnendelta (Nigeria)
- Nil 24.000 km² (Ägypten, Nildelta)
- Rhein
- Rhône (über 750 km²)
- Ural (Uraldelta)
- Irawadi (30.000 km²)
- Lena (45.000 km²)
- Ogone (4.800 km²)
- Orinoko (24.000 km²)
- Sonkoi (15.000 km²)
- Weichsel (1.500 km²)
- Wolga (Russland) - das größte Flussdelta Europas
Siehe auch
- Weitere Mündungsformen
- Flussterrasse
Kategorie:Limnologie
Kategorie:Ozeanologie
ja:三角州
ko:삼각주
AyeyarwadyDer 2.092 km lange Irrawaddy (Birmanisch Erāvatî) ist ein Fluss bzw. Strom in Südostasien.
Flusslauf
Sein längster Quellfluss - der Tarong - entspringt im äußersten Südosten Tibets (China) im Südosten des Himalaya rund 380 km nördlich der Stadt Myitkyina im Kachin-Staat von Myanmar (Birma). Dort liegt seine Quelle zwischen dem 4.097 m hohen Tilalapass und dem 4.663 m hohen Namnipass. Sein Wasser fließt zuerst ein kleines Stück in südöstlicher Richtung auf chinesischem Gebiet, um dann endgültig nach Myanmar zu gelangen, dessen wichtigste Lebensader der Irrawaddy ist. An der gemeinsamen Grenze der beiden Länder und auch im Norden Myanmars fließt er durch die engen Täler des Hochgebirges, um später im Tiefland mäandrierend über Mandalay nach Süden zu fließen; in Nord-Süd-Richtung zerteilt er Myanmar in zwei Hälften. Etwa 100 km südwestlich von Mandalay mündet sein größter Zufluss ein, der Chindwin.
Schließlich erreicht der Irrawaddy südlich von Henzada den Golf von Martaban, der zur Andamanensee gehört; diese ist ein Randmeer des Indischen Ozeans. In seinem Mündungsgebiet, das sich etwa 150 bis 180 km südwestlich von Rangun, der Hauptstadt Myanmars, befindet, bildet der Fluss ein etwa 40.000 km² großes Mündungsdelta, das vor allem als Reisanbaugebiet genutzt und durch die Sedimentablagerungen pro Jahr bis zu 60 m in die Andamanensee hinausgeschoben wird.
Einzugsgebiet und Schiffbarkeit
Der Irrawaddy, dessen Einzugsgebiet etwa 430.000 km² umfasst, ist vom Mündungsdelta flussaufwärts ganzjährig auf etwa 1.400 km Länge bis nach Bhamo im mittleren Norden Myanmars schiffbar.
Kategorie:Fluss in Asien
Kategorie:Fluss in China
Kategorie:Geographie (Myanmar)
ja:エーヤワディー川
NikobarenDie Nikobaren sind eine zum indischen Unionsterritorium Andamanen und Nikobaren gehörende Inselgruppe im Golf von Bengalen mit einer Fläche von insgesamt 1841 km² und etwa 42.000 Einwohnern. Nur 12 der 22 Inseln sind bewohnt.
Die wichtigsten Inseln heißen: Car Nicobar, Great Nicobar, Chowra, Teresa (übrigens benannt nach der österreichischen Kaiserin Maria Theresia), Nancowrie (auch: Nancowry), Katchal und Little Nicobar. Hauptort ist Nancowrie (auch: Nancowry). Zwischen 1778 und 1785 waren die Nikobaren die einzige österreichische Überseekolonie, anschließend fielen sie an Großbritannien. Mit der Unabhängigkeit Indiens 1947 wurden sie indisch.
Einzelne Inseln der Nikobaren und der benachbarten Andamanen waren Jahrzehnte von der indischen Regierung für Besucher gesperrt, um die austro-tamilische Urbevölkerung vor unberechenbaren Einflüssen der Zivilisation zu schützen. Forscher hatten nur mit Ausnahmegenehmigung Zutritt. Touristen sind offiziell auf den Nikobaren nicht geduldet. Die indigene Bevölkerung lebt sehr zurückgezogen nach urgesellschaftlichem Stammesrecht in abgelegenen Teilen der Inseln; es gibt Hinweise auf Kannibalismus. Die Sprache khasi gehört zur austro-asiatischen Sprachgruppe, der auch zahlreiche Thai-Dialekte angehören. Die Gesichtszüge der meisten Stammesbewohner sind mongolid. Die Sentinelesen (etwa 120 - 200 Menschen) auf den Andamanen jagen mit Pfeil und Bogen. Eindringlinge werden bis heute auf diese Weise bekämpft; deshalb gilt die Inselbevölkerung als feindselig. Der Stamm der Sentinelesen ist vermutlich das einzige steinzeitliche Volk, das bis heute ohne Kontakt zur Außenwelt lebt. Die halbnomadisch lebenden Shompen der südlichen Inseln kennen nicht einmal den Feuergebrauch. Auch die Sprache ist mit keiner anderen Sprache weltweit verwandt. Die Volkszählung von 2001 hat 380 Shompen ermittelt. Vor der Flut sind nur noch 150 vermutet worden. Es war am 30. Dezember 2004 nicht bekannt, ob nach dem Tsunami vom 26.12.2004 Menschen dieses Stammes überlebt haben. Auch die Geographie hat sich durch die Wucht der Erschütterung völlig verändert, einige Inseln wurden verschoben, angehoben oder sind wie die Insel Trinkat in zwei Teile gebrochen.[http://www.n-tv.de/5469961.html] Die am stärksten verwüsteten Inseln sind die Car Nicobar und Chawra Islands. Auf Car Nicobar gibt es keine landwirtschaftliche Anbauflächen, die Bewohner beziehen ihre Nahrungsversorgung von Little Andaman Island.
Die strategisch wichtigen Inseln werden auch von der indischen Armee und Luftwaffe als Basis genutzt, was zu Konflikten mit der Urbevölkerung führt.
Wichtige Objekte aus der Kultur auf den Nikobaren sind im Völkerkundemuseum in Wien aufbewahrt. Diese Sammlung stammt aus der Zeit, in der die Nikobaren österreichische Kolonie waren.
Kategorie:Inselgruppe
Kategorie:Geographie (Indien)
Kategorie:Geographie (Asien)Asien
Kategorie:Asien
ko:분류:아시아의 지리
Kategori:UniversiteterUniversiteter
Kategori:Videnskab
Kategori:Uddannelsesinstitutioner
Kategori:DK5 37
jastrzbia gra sitemap.html prag hotel Nurkowanie online slots
|
|
|
| :: RELATED NEWS :: |
Advanced Optical Disk
HD DVD (High Definition DVD) is a digital optical media format which is being developed as one standard for high-definition DVD. HD DVD is similar to the competing Blu-ray Disc, which also uses the same CD sized (120 mm diameter) optical data storage media and 405 nm wavelength
|
AOD
HD DVD (High Definition DVD) is a digital optical media format which is being developed as one standard for high-definition DVD. HD DVD is similar to the competing Blu-ray Disc, which also uses the same CD sized (120 mm diameter) optical data storage media and 405 nm wavelength
|
Coffeehouse
]
A coffeehouse, coffee shop, or cafe (also spelled café from the French or caffè from the Italian) shares some of the characteristics of a bar, and some of the characteristics of a restaurant. As the name suggests, coffeehouses focus on providing coffee and tea as well as light snacks. Other food may range from ba
|
Something Wicked this Way Comes
The phrase "something wicked this way comes" originates in Act IV scene 1 of William Shakespeare's play Macbeth (where the wicked thing is Macbeth himself, by this point in the play a traitor and murderer). The speaker is the second witch, and the full line is "By the pricking of my thumbs, something wicked this way comes." Like many phrases from Shakespeare, it is popular for titles (see also
|
Gemini V
Gemini 5 (officially Gemini V) was a 1965 manned spaceflight in NASA's Gemini program. It was the 3rd manned Gemini flight, the 11th manned American flight and the 19th spaceflight of all time (includes X-15 flights over 100 km).
Crew
- Gordon Cooper (flew on Read More... |
Gemini IV
Gemini 4 (officially Gemini IV) was a 1965 manned space flight in NASA's Gemini program. It was the 2nd manned Gemini flight, the 10th manned American flight and the 18th spaceflight of all time (includes X-15 flights over 100 km).
Crew
- James McDivitt (flew on Gemini 4 &
|
Gemini VI-A
Gemini 6A (officially Gemini VI-A) was a 1965 manned spaceflight in NASA's Gemini program. It was the 5th manned Gemini flight, the 13th manned American flight and the 21st spaceflight of all time (includes X-15 flights over 100 km).
Crew
- Wally Schirra (flew on Mercury 8, Gemini 6A
|
Gemini VII
Gemini 7 (officially Gemini VII) was a 1965 manned spaceflight in NASA's Gemini program. It was the 4th manned Gemini flight, the 12th manned American flight and the 20th spaceflight of all time (includes X-15 flights over 100 km).
Crew
- Frank Borman (flew on Gemini 7 & Apollo 8), Co
|
Gemini VIII
Gemini 8 (officially Gemini VIII) was a 1966 manned spaceflight in NASA's Gemini program. It was the 6th manned Gemini flight, the 12th manned American flight and the 22nd spaceflight of all time (includes X-15 flights over 100 km).
Crew
- Neil Armstrong (flew on Gemini 8 & Apollo 11
|
Gemini IX-A
Gemini 9A (officially Gemini IX-A) was a 1966 manned spaceflight in NASA's Gemini program. It was the 7th manned Gemini flight, the 13th manned American flight and the 23rd spaceflight of all time (includes X-15 flights over 100 km).
Crew
- Thomas Stafford (flew on Gemini 6A, Gemini 9
|
|