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Andelfingen (Bezirk)

Andelfingen (Bezirk)

Der Bezirk Andelfingen ist ein ländlicher Bezirk im Nordosten des Kantons Zürich in der Schweiz. Die Gegend wird auch als Zürcher Weinland bezeichnet. Hauptort ist Andelfingen. __NOTOC__

Politische Gemeinden

Andelfingen Andelfingen

Zivilgemeinden

Es bestehen noch folgende Zivilgemeinden:
- Gräslikon (Politische Gemeinde Berg am Irchel)
- Guntalingen (Politische Gemeinde Waltalingen)
- Rudolfingen (Politische Gemeinde Trüllikon)
- Trüllikon (Politische Gemeinde Trüllikon)
- Wildensbuch (Politische Gemeinde Trüllikon)

Ortschaften

Weblinks


- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D7825.html Artikel Andelfingen (Herrschaft, Bezirk)] im Historischen Lexikon der Schweiz
Kategorie:Schweizer Bezirk Kategorie:Zürich (Kanton)

Bezirk (Schweiz)

Im Gegensatz zu zentralistisch organisierten Staaten ist in der föderalistisch aufgebauten Schweiz der Teilstaat völlig frei in seiner internen Organisation. So gibt es auch eine Vielfalt an Organisationsstrukturen und Bezeichnungen für die Ebene zwischen Kanton und Gemeinde. (Reihenfolge der Kantone nach [http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a1.html Artikel 1] der schweizerischen Bundesverfassung.)

Amt, Amtsbezirk, District und Distretto

Die meisten Kantone sind in Bezirke unterteilt. Sie werden auch Ämter (Kanton Luzern), Amtsbezirke (Kanton Bern) bzw. District (Romandie) oder distretto (Kanton Tessin und Italienisch-Bünden) genannt. Der Bezirk dient in der Regel lediglich der Verwaltung und Gerichtsorganisation. In den Kantonen Graubünden sowie Schwyz sind dagegen die Bezirke aus historischen Gründen eigene Rechtssubjekte mit Steuerhoheit und oft eigener Landsgemeinde. Im Kanton Appenzell Innerrhoden wiederum sind die Bezirke die unterste Verwaltungseinheit. Ein Bezirk ist hier das Äquivalent einer politischen Gemeinde.

Verzicht auf Bezirke in zehn Kantonen

Zehn der 26 Kantone verzichten ganz auf die Bezirksebene: Es sind dies seit längerem die acht Kantone Uri, Obwalden, Nidwalden, Appenzell Ausserrhoden, Glarus, Zug, Basel-Stadt und Genf (je aus eigenen Gründen, sei es aus historischen oder praktischen, weil das Gebiet kleinräumig genug ist). Der Kanton Schaffhausen verzichtet seit Mitte 1999 auf Bezirke. Der Kanton St. Gallen kennt seit Anfang 2003 die Bezirksebene nicht mehr; die Funktion der Bezirke wird durch die Wahlkreise wahrgenommen.

Liste der Bezirke der Schweiz nach Kantonen

(Rangfolge der Kantone nach Bundesverfassung)

Kanton Zürich

Kanton St. Gallen Der Kanton Zürich ist in 12 Bezirke gegliedert:
- Zürich besteht aus der Stadt Zürich
- Affoltern mit Hauptort Affoltern am Albis
- Andelfingen mit Hauptort Andelfingen
- Bülach mit Hauptort Bülach
- Dielsdorf mit Hauptort Dielsdorf
- Dietikon mit Hauptort Dietikon
- Hinwil mit Hauptort Hinwil
- Horgen mit Hauptort Horgen
- Meilen mit Hauptort Meilen
- Pfäffikon mit Hauptort Pfäffikon
- Uster mit Hauptort Uster
- Winterthur mit Hauptstadt Winterthur Siehe auch: Gemeinden des Kantons Zürich.

Kanton Bern

Gemeinden des Kantons Zürich Der Kanton Bern ist in 26 Amtsbezirke (frz.: district) gegliedert:
- Amtsbezirk Aarberg mit Hauptort Aarberg
- Amtsbezirk Aarwangen mit Hauptort Aarwangen
- Amtsbezirk Bern mit Hauptort Bern
- Amtsbezirk Biel mit Hauptort Biel/Bienne
- Amtsbezirk Büren mit Hauptort Büren an der Aare
- Amtsbezirk Burgdorf mit Hauptort Burgdorf BE
- District de Courtelary mit Hauptort Courtelary
- Amtsbezirk Erlach mit Hauptort Erlach
- Amtsbezirk Fraubrunnen mit Hauptort Fraubrunnen
- Amtsbezirk Frutigen mit Hauptort Frutigen
- Amtsbezirk Interlaken mit Hauptort Interlaken
- Amtsbezirk Konolfingen mit Hauptort Schlosswil
- Amtsbezirk Laupen mit Hauptort Laupen
- District de Moutier mit Hauptort Moutier
- District de La Neuveville mit Hauptort La Neuveville
- Amtsbezirk Nidau mit Hauptort Nidau
- Amtsbezirk Niedersimmental mit Hauptort Wimmis
- Amtsbezirk Oberhasli mit Hauptort Meiringen
- Amtsbezirk Obersimmental mit Hauptort Blankenburg
- Amtsbezirk Saanen mit Hauptort Saanen
- Amtsbezirk Schwarzenburg mit Hauptort Schwarzenburg
- Amtsbezirk Seftigen mit Hauptort Belp
- Amtsbezirk Signau mit Hauptort Langnau im Emmental
- Amtsbezirk Thun mit Hauptort Thun
- Amtsbezirk Trachselwald mit Hauptort Trachselwald
- Amtsbezirk Wangen mit Hauptort Wangen an der Aare Siehe auch: Gemeinden des Kantons Bern

Kanton Luzern

Gemeinden des Kantons Bern Der Kanton Luzern ist in 5 Ämter aufgeteilt:
- Amt Luzern mit Hauptort Luzern
- Amt Hochdorf mit Hauptort Hochdorf
- Amt Sursee mit Hauptort Sursee
- Amt Willisau mit Hauptort Willisau
- Amt Entlebuch mit Hauptort Schüpfheim Siehe auch: Gemeinden des Kantons Luzern

Kanton Uri

Der Kanton Uri ist nicht in Bezirke unterteilt.
Siehe: Gemeinden des Kantons Uri

Kanton Schwyz

Gemeinden des Kantons Uri Der Kanton Schwyz unterteilt sich in 6 Bezirke wobei die Bezirke Einsiedeln, Küssnacht und Gersau jeweils nur aus der gleichnamigen Gemeinde bestehen:
- Schwyz mit Hauptort Schwyz
- Einsiedeln
- Gersau
- Höfe mit Hauptort Wollerau
- Küssnacht
- March mit Hauptort Lachen Siehe auch: Gemeinden des Kantons Schwyz

Kanton Obwalden

Der Kanton Obwalden ist nicht in Bezirke unterteilt.
Siehe: Gemeinden des Kantons Obwalden

Kanton Nidwalden

Der Kanton Nidwalden ist nicht in Bezirke unterteilt.
Siehe: Gemeinden des Kantons Nidwalden

Kanton Glarus

Der Kanton Glarus ist nicht in Bezirke unterteilt.
Siehe: Gemeinden des Kantons Glarus

Kanton Zug

Der Kanton Zug ist nicht in Bezirke unterteilt.
Siehe: Gemeinden des Kantons Zug

Kanton Freiburg

Gemeinden des Kantons Zug Der Kanton Freiburg gliedert sich in 7 Bezirke:
- Saane (frz. Sarine)
- Sense (frz. Singine)
- Gruyère (dt. Greyerz)
- See (frz. Lac)
- Glâne
- Broye
- Veveyse (dt. Vivisbach) Siehe auch: Gemeinden des Kantons Freiburg

Kanton Solothurn

Gemeinden des Kantons Freiburg Der Kanton Solothurn gliedert sich in 10 Bezirke die in fünf Amteien zusammengefasst sind:
- Bucheggberg, Amtei Wasseramt-Bucheggberg
- Dorneck, Amtei Dorneck-Thierstein
- Gäu, Amtei Thal-Gäu
- Gösgen, Amtei Olten-Gösgen
- Lebern, Amtei Solothurn-Lebern
- Olten, Amtei Olten-Gösgen
- Solothurn, Amtei Solothurn-Lebern
- Thal, Amtei Thal-Gäu
- Thierstein, Amtei Dorneck-Thierstein
- Wasseramt, Amtei Wasseramt-Bucheggberg Siehe auch: Gemeinden des Kantons Solothurn

Kanton Basel-Stadt

Der Kanton Basel-Stadt ist nicht in Bezirke unterteilt.
Siehe: Gemeinden des Kantons Basel-Stadt

Kanton Basel-Landschaft

Gemeinden des Kantons Basel-Stadt Der Kanton Basel-Landschaft ist in 5 Bezirke aufgeteilt:
- Arlesheim mit Hauptort Arlesheim
- Laufen mit Hauptort Laufen
- Liestal mit Hauptort Liestal
- Sissach mit Hauptort Sissach
- Waldenburg mit Hauptort Waldenburg Siehe auch: Gemeinden des Kantons Basel-Landschaft

Kanton Schaffhausen

Der Kanton Schaffhausen ist nicht in Bezirke unterteilt.
Siehe: Gemeinden des Kantons Schaffhausen Bis Juli 1999 gab es eine Unterteilung in 6 Bezirke:
- Oberklettgau
- Reiat
- Schaffhausen
- Schleitheim
- Stein
- Unterklettgau

Kanton Appenzell Ausserrhoden

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden ist nicht in Bezirke unterteilt.
Zuweilen ist von den "Bezirken" Hinterland, Mittelland und Vorderland die Rede.
Siehe auch: Gemeinden des Kantons Appenzell Ausserrhoden

Kanton Appenzell Innerrhoden

Gemeinden des Kantons Appenzell Ausserrhoden Im Kanton Appenzell Innerrhoden sind die Bezirke die unterste Verwaltungseinheit. Sie entsprechen damit den politischen Gemeinden anderer Kantone. Innerrhoden ist in 6 Bezirke aufgeteilt:
- Appenzell
- Gonten
- Oberegg
- Rüte
- Schlatt-Haslen
- Schwende Oberegg gilt als äusserer Landesteil, die übrigen Bezirke zusammen als innerer Landesteil. Siehe auch: Bezirke des Kantons Appenzell Innerrhoden

Kanton St. Gallen

Bezirke des Kantons Appenzell Innerrhoden Der Kanton St. Gallen war bis Ende 2002 in 14 Bezirke aufgeteilt. Am 1. Januar 2003 wurden die Bezirke durch 8 Wahlkreise abgelöst. Frühere Bezirke:
- Alttoggenburg | Gaster | Gossau | Neutoggenburg | Oberrheintal | Obertoggenburg | Rorschach | St. Gallen | Sargans | See | Unterrheintal | Untertoggenburg | Werdenberg | Wil Siehe: Ehemalige Bezirke des Kantons mit den zugehörigen Gemeinden Wahlkreise:
- St. Gallen mit 113'019 Einwohnern
- Rorschach mit 39'395 Einwohnern
- Rheintal mit 62'523 Einwohnern
- Werdenberg 33'414 Einwohnern
- Sarganserland mit 35'553 Einwohnern
- See-Gaster mit 58'492 Einwohnern
- Toggenburg mit 45'381 Einwohnern
- Wil mit 67'416 Einwohnern Siehe auch: Gemeinden des Kantons St. Gallen

Kanton Graubünden

Gemeinden des Kantons St. Gallen Der Kanton Graubünden ist in 11 Bezirke eingeteilt. Sie entsprechen im Wesentlichen den natürlichen Landschaftsräumen. (Die Bezirke sind wiederum unterteilt in 39 Kreise):
- Albula mit den Kreisen Alvaschein, Belfort, Bergün und Surses
- Bernina mit den Kreisen Brusio und Poschiavo
- Hinterrhein mit den Kreisen Avers, Domleschg, Rheinwald, Schams und Thusis
- Imboden mit den Kreisen Trins und Rhäzüns
- Inn mit den Kreisen Ramosch, Sur Tasna, Suot Tasna und Val Müstair
- Landquart mit den Kreisen Maienfeld und Fünf Dörfer
- Maloja mit den Kreisen Bergell und Oberengadin
- Moesa mit den Kreisen Calanca, Misox und Roveredo
- Plessur mit den Kreisen Chur, Churwalden und Schanfigg
- Prättigau/Davos mit den Kreisen Davos, Jenaz, Klosters, Küblis, Luzein, Schiers und Seewis
- Surselva mit den Kreisen Disentis, Ilanz, Lumnezia/Lugnez, Ruis und Safien Siehe auch: Gemeinden des Kantons Graubünden Am 1. Januar 2001 vereinigten sich die Bezirke Glenner und Vorderrhein sowie der Kreis Safien des Bezirks Heinzenberg zum Bezirk Surselva, die restlichen beiden Kreise des Bezirks Heinzenberg wurden dem Bezirk Hinterrhein angegliedert und der Bezirk Val Müstair kam zum Bezirk Inn.

Kanton Aargau

2001 Der Kanton Aargau ist in 11 Bezirke unterteilt:
- Aarau mit Hauptort Aarau
- Baden mit Hauptort Baden
- Bremgarten mit Hauptort Bremgarten
- Brugg mit Hauptort Brugg
- Kulm mit Hauptort Unterkulm
- Laufenburg mit Hauptort Laufenburg
- Lenzburg mit Hauptort Lenzburg
- Muri mit Hauptort Muri
- Rheinfelden mit Hauptort Rheinfelden
- Zofingen mit Hauptort Zofingen
- Zurzach mit Hauptort Zurzach Siehe auch: Gemeinden des Kantons Aargau

Kanton Thurgau

Gemeinden des Kantons Aargau Der Kanton Thurgau ist in 8 Bezirke eingeteilt, der Name des Bezirks ist auch der Name des Hauptorts:
- Steckborn mit Hauptort Steckborn
- Frauenfeld mit Hauport Frauenfeld
- Kreuzlingen mit Hauptort Kreuzlingen
- Weinfelden mit Hauptort Weinfelden
- Bischofszell mit Hauptort Bischofszell
- Diessenhofen mit Hauptort Diessenhofen
- Münchwilen mit Hauptort Münchwilen
- Arbon mit Hauptort Arbon Siehe auch: Gemeinden des Kantons Thurgau

Kanton Tessin

Gemeinden des Kantons Thurgau Der Kanton Tessin (Repubblica e Cantone Ticino) ist in 8 Bezirke (distretti) eingeteilt, diese wiederum in 38 Kreise (circoli):
- Distretto di Mendrisio mit den Kreisen Mendrisio, Balerna, Caneggio, Stabio, Riva San Vitale
- Distretto di Lugano mit den Kreisen Lugano, Ceresio, Carona, Magliasina, Agno, Sessa, Sonvico, Vezia, Breno, Pregassona, Capriasca, Taverne
- Distretto di Locarno mit den Kreisen Locarno, Isole, Onsernone, Gambarogno, Melezza, Navegna, Verzasca
- Distretto di Vallemaggia mit den Kreisen Rovana, Maggia, Lavizzara
- Distretto di Bellinzona mit den Kreisen Bellinzona, Ticino, Giubiasco
- Distretto di Riviera mit dem Kreis Riviera
- Distretto di Blenio mit den Kreisen Malvaglia, Acquarossa und Olivone
- Distretto di Leventina mit den Kreisen Giornico, Faido, Quinto und Airolo Quelle: Decreto esecutivo concernente le Circoscrizioni dei Comuni, Circoli e Distretti del 25 giugno 1803 Siehe auch: Gemeinden des Kantons Tessin

Kanton Waadt

Gemeinden des Kantons Tessin Der Kanton Waadt ist in 19 Bezirke eingeteilt:
- District d'Aigle mit den Kreisen Bex, Ollon, Les Ormonts, Aigle und Villeneuve, Hauptort ist Aigle
- District d'Aubonne mit den Kreisen Ballens, Aubonne und Gimel, Hauptort ist Aubonne
- District d'Avenches mit den Kreisen Avenches und Cudrefin, Hauptort ist Avenches
- District de Cossonay mit den Kreisen La Sarraz, Cossonay, L'Isle und Sullens, Hauptort ist Cossonay
- District d'Echallens mit den Kreisen Vuarrens, Bottens und Echallens - Hauptort ist Echallens
- District de Grandson mit den Kreisen Grandson, Concise und Sainte-Croix - Hauptort ist Grandson
- District de Lausanne mit den Kreisen Lausanne, Pully und Romanel - Hauptort ist Lausanne
- District de La Vallée mit den Kreisen Le Chenit und Le Pont - Hauptort ist Le Sentier
- District de Lavaux mit den Kreisen Cully, Lutry und Saint-Saphorin - Hauptort ist Cully
- District de Morges mit den Kreisen Morges, Ecublens, Colombier und Villars-sous-Yens - Hauptort ist Morges
- District de Moudon mit den Kreisen Saint-Cierges, Moudon und Lucens - Hauptort ist Moudon
- District de Nyon mit den Kreisen Begnins, Gingins, Coppet und Nyon - Hauptort ist Nyon
- District d'Orbe mit den Kreisen Romainmôtier, Vallorbe, Orbe und Baulmes - Hauptort ist Orbe
- District d'Oron mit den Kreisen Oron und Mézières - Hauptort ist Oron
- District de Payerne mit den Kreisen Granges, Payerne und Grandcour - Hauptort ist Payerne
- District du Pays-d'Enhaut mit den Kreisen Château-d'Œx und Rougemont - Hauptort ist Château-d'Œx
- District de Rolle mit den Kreisen Gilly und Rolle - Hauptort ist Rolle
- District de Vevey mit den Kreisen Montreux, La Tour-de-Peilz, Vevey und Corsier - Hauptort ist Vevey
- District d'Yverdon mit den Kreisen Molondin, Belmont, Yverdon und Champvent - Hauptort ist Yverdon-les-Bains Quelle: Loi du 14 juin 1803 sur la division du canton en districts Siehe auch: Gemeinden des Kantons Waadt

Kanton Wallis

Gemeinden des Kantons Waadt Der Kanton Wallis ist in 14 Bezirke eingeteilt:
- Bezirk Goms (fr. Conches) mit Hauptort Münster
- Bezirk Östlich-Raron (fr. Rarogne oriental) mit Hauptort Mörel
- Bezirk Brig mit Hauptort Brig-Glis
- Bezirk Visp (fr. Viège) mit Hauptort Visp
- Bezirk Westlich-Raron (fr. Rarogne occidental) mit Hauptort Raron
- Bezirk Leuk (fr. Loèche) mit Hauptort Leuk
- District de Sierre (dt. Siders) mit Hauptort Sierre
- District de Sion (dt. Sitten) mit Hauptort Sion
- District de Conthey (dt. Gundis) mit Hauptort Conthey
- District d'Hérens (dt. Ering) mit Hauptort Evolène
- District d'Entremont mit Hauptort Sembrancher
- District de Martigny (dt. Martinach) mit Hauptort Martigny
- District de Saint-Maurice mit Hauptort Saint-Maurice
- District de Monthey mit Hauptort Monthey Siehe auch: Gemeinden des Kantons Wallis

Kanton Neuenburg

Gemeinden des Kantons Wallis Der Kanton Neuenburg ist in 6 Distrikte aufgeteilt, die zu vier geographischen Regionen gehören:
- District de Neuchâtel, Région Le Littoral, Hauptstadt Neuenburg
- District de Boudry, Région Le Littoral, Hauptort Boudry
- District du Val-de-Ruz, Région Val-de-Ruz, Hauptort Cernier
- District du Val-de-Travers, Région Val-de-Travers, Hauptort Fleurier
- District de La Chaux-de-Fonds, Région Montagnes Neuchâteloises, Hauptstadt La Chaux-de-Fonds
- District du Locle, Région Montagnes Neuchâteloises, Hauptstadt Le Locle Siehe auch: Gemeinden des Kantons Neuenburg

Kanton Genf

Der Kanton Genf ist nicht in Bezirke unterteilt.
Siehe: Gemeinden des Kantons Genf

Kanton Jura

Gemeinden des Kantons Genf Der Kanton Jura ist in 3 Bezirke eingeteilt:
- District de Delémont (deutsch: Delsberg) - Hauptort: Delémont
- District de Porrentruy (deutsch: Pruntrut) - Hauptort: Porrentruy
- District des Franches-Montagnes (deutsch: Freiberge) - Hauptort: Saignelégier Siehe auch: Gemeinden des Kantons Jura Kategorie:Liste (Geographie) Kategorie:Politik (Schweiz) als:Bezirk (Schweiz)

Kanton Zürich

Der Kanton Zürich ist ein Kanton im Nordosten der Schweiz. Deutsch: Zürich; Französisch: Zurich; Italienisch: Zurigo; Rätoromanisch: Turitg; Englisch: Zurich; Lateinisch: Turicum; Schweizerdeutsch: Züri Offizielle Hymne ist der Sechseläutenmarsch.

Geographie

Der Kanton Zürich liegt grösstenteils im schweizerischen Mittelland und grenzt im Norden an den Kanton Schaffhausen und Deutschland, im Westen an den Kanton Aargau, im Süden an die Kantone Zug und Schwyz, und im Osten an die Kantone Thurgau und St. Gallen. Östlich des Kantons Zürich beginnt die Ostschweiz. Ostschweiz

Gewässer

Die wichtigsten Gewässer sind der Zürichsee und die Limmat, die in Zürich den Zürichsee verlässt, um sich dann später im Kanton Aargau mit der Reuss und mit der Aare zu vereinigen und bei Koblenz schliesslich mit dem Rhein. Der Pfäffikersee und der Greifensee sind bedeutend kleiner. Die Glatt entwässert das Glatttal, wo diese beiden Seen auch liegen, und das Zürcher Oberland und fliesst nahe von Glattfelden im Zürcher Unterland in den Rhein. Die Töss ist ebenfalls ein Bergfluss, der im Zürcher Oberland entspringt und bei der Tössegg in den Rhein mündet. Die thurgauische Thur ist auf wenigen Kilometern auch ein Zürcher Fluss. Der Rhein bildet die Kantonsgrenze nach Schaffhausen im Norden des Kantons und auch die Staatsgrenze der Schweiz zu Deutschland. Bis zum Bau der Eisenbahn waren die Flüsse und Seen die Hauptverkehrsadern der Schweiz, vor allem für den Warentransport. Und die kleinen, aber wasserreichen Bergflüsse und Bäche des Zürcher Oberlandes bildeten mit ihrer Wasserkraft vor zwei Jahrhunderten auch den Anfang der Schweizer Industrie.

Berge

Höchster Berg des Kantons ist das Schnebelhorn auf 1293 m ü. M. Weitere bekannte Ausflugsgipfel im Zürcher Oberland sind der Bachtel und das Hörnli.

Bevölkerung

Sprachen

Amtssprache des Kantons ist Deutsch und seit der Annahme der neuen Zürcher Verfassung am 27. Februar 2005 ist ausdrücklich erwähnt, dass die Gebärdensprache auch zu den Sprachfreiheiten gehört. Umgangssprache im Kanton Zürich ist Schweizerdeutsch respektive seine lokale Varietät, das Züridütsch.Siehe auch [http://www.zuerich-deutsch.ch]

Religionen - Konfessionen

Der Kanton Zürich gehört zu den traditionell reformierten Kantonen, da die Stadt Zürich unter Zwinglis Führung die Reformation angenommen und in ihrem ganzen Untertanengebiet durchgesetzt hat. Historische Ausnahmen sind das katholische Dietikon und das paritätische Klosterdorf Rheinau (erst 1803 als Ersatz für den Verlust von Stein am Rhein und Dörflingen zugeteilt) Infolge starker Zuwanderung (Zürich als Wirtschaftszentrum) und zunehmender Konfessionslosigkeit ist der Kanton heute multireligiös; keine der Gemeinschaften verfügt mehr über eine absolute Mehrheit. Öffentlich-rechtlich anerkannt sind die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich, die römisch-katholische Körperschaft und die christkatholischen (altkatholischen) Kirchgemeinden.

Verfassung

Die geltende Kantonsverfassung datiert von 1869 und wurde seither vielfach geändert. Ein Verfassungsrat hat zwischen 2000 und 2004 eine neue Verfassung erarbeitet. Diese wurde in einer Volksabstimmung am 27. Februar 2005 von den Stimmberechtigten mit deutlicher Mehrheit angenommen. Die neue Verfassung tritt per 1. Januar 2006 in Kraft.

Legislative

Gesetzgebende Behörde ist der Kantonsrat, der 180 fest auf vier Jahre vom Volk im Proporzverfahren (Verhältniswahlrecht) gewählte Mitglieder zählt. Dazu hat das Volk selbst direkten Anteil an der Gesetzgebung, indem ihm das Referendums- und das Initiativrecht zukommt. Obligatorische Volksabstimmungen finden bei allen Verfassungsänderungen statt, fakultative Volksabstimmungen bei Gesetzesänderungen, wenn dies von mindestens 5'000 Stimmberechtigten verlangt wird. Volksinitiativen betreffend Änderung der Verfassung oder eines Gesetztes bedürfen der Unterstützung von mindestens 10'000 Stimmberechtigten; sie unterliegen auch dann der Volksabstimmung, wenn sie vom Kantonsrat abgelehnt werden. Zürcherisches Unikum ist die Einzelinitiative: eine einzelne Person kann dem Kantonsrat eine Gesetzes- oder Verfassungsänderung beantragen, und diese ist der Volksabstimmung zu unterbreiten, wenn sie von einer Mehrheit des Kantonsrates unterstützt wird. Für die Behördeninitiative (zum Beispiel von einem Gemeindeparlament ausgehend) gilt das Entsprechende wie für die Einzelinitiative. Der Kantonsrat ist seit 2003 folgendermassen zusammengesetzt (in Klammern die Resultate von 1999):
- SVP: 61 (60) Mitglieder
- SP: 53 (43) Mitglieder
- FDP: 29 (35) Mitglieder
- Grüne: 14 (11) Mitglieder (Parteispaltung 2004: Grüne 12 Mitglieder, Grünliberale 2 Mitglieder)
- CVP: 12 (13) Mitglieder
- EVP: 9 (9) Mitglieder
- SD: 1 (2) Mitglieder
- EDU: 1 (1) Mitglied

Exekutive

Vollziehende Behörde ist der Regierungsrat. Er hat sieben gleichberechtigte Mitglieder, wird vom Volk im Majorzverfahren (Mehrheitswahlrecht) fest auf vier Jahre gewählt und vom alljährlich wechselnden Regierungspräsidenten geleitet. Die 2005 amtierenden Regierungräte sind:
- Regine Aeppli (SP)
- Verena Diener (GLP)
- Dorothée Fierz (FDP)
- Rita Fuhrer (SVP)
- Hans Hollenstein (CVP)
- Ruedi Jeker (FDP)
- Markus Notter (SP) Am 10. April 2005 wurde als Nachfolger für den zurückgetretenen Regierungsrat Christian Huber der Winterthurer Stadtrat Hans Hollenstein (CVP) im zweiten Wahlgang mit 179'635 Stimmen deutlich gewählt. Sein Konkurrent, der Klotener Stadtpräsident Bruno Heinzelmann (SVP), erhielt nur 94'944 Stimmen. Der Kanton Zürich ist somit derzeit der einzige Kanton, in dem die Frauen in der Regierung die Mehrheit besitzen.

Judikative

Oberste Gerichte sind das Kassationsgericht (in Zivil- und Strafsachen) und das Verwaltungsgericht (öffentliches Recht). Höhere Subalterngerichte und damit dem Kassationsgericht untergeordnet sind das Obergericht, das Handelsgericht und das Geschworenengericht. Dem Obergericht wiederum untergeordnet sind die Bezirksgerichte, die Mietgerichte und (in Winterthur und Zürich) die Arbeitsgerichte. Auf kommunaler Ebene gibt es die Friedensrichter. Weitere Gerichte sind das Sozialversicherungsgericht und das Landwirtschaftsgericht. Das Bezirksgericht Zürich ist mit seinen rund 400 Mitarbeitern das grösste Gericht im Kanton Zürich.

Parteiensystem

Im Kanton Zürich gibt es die üblichen in der Schweiz agierenden Parteien. Früher hatte vor allem die FDP eine bestimmende Position, verlor diese in den letzten Jahren aber zusehends und musste ihre Rolle als grösste Kantonsratsfraktion an die SVP abtreten. In den Landgemeinden ist die SVP und in der Stadt die SP überdurchschnittlich stark. Viertstärkste Partei sind die Grünen, nur eine Aussenseiterrolle spielt die eidgenössisch einflussreichere CVP.

Gemeinden und Bezirke

Der Kanton Zürich zählt 171 politische Gemeinden, welche die Träger der lokalen Selbstverwaltung sind; so kommt zum Beispiel jeder einzelnen das Recht zu, den kommunalen Steuerfuss selbst festzusetzen.
siehe: Gemeinden des Kantons Zürich Weitere Gemeindearten sind die Schulgemeinden, die aber zunehmend in die politischen Gemeinden integriert werden, die Zivilgemeinden, deren es nur noch vereinzelte gibt, und die evangelisch-reformierten und römisch- sowie christkatholischen Kirchgemeinden. Jede Gemeinde gehört zu einem der 12 Bezirke (siehe unten), welche die dezentralen Einheiten der Kantonsverwaltung und somit ohne eigene Autonomie sind.

Wirtschaft

Der Kanton Zürich ist die wirtschaftlich stärkste Region der Schweiz. Um die Stadt Zürich hat sich eine Agglomeration mit über einer Million Einwohnern herausgebildet, die bereits über die Kantonsgrenzen hinausreicht.
Besonders ausgeprägt ist der Finanzplatz mit national und international tätigen Banken und Versicherungen, wo Zürich mit London und Frankfurt am Main konkurrieren kann. Zürich ist neben München ein weltweit führendes Zentrum für die Rückversicherung. Überdies ist Zürich ein beliebter Kongressort.

Verkehr

Der Kanton Zürich wird von einem dichten nationalen und regionalen Eisenbahnnetz sowie von nach Osten, Westen, Norden und Süden führenden Autobahnen durchzogen. Bei Kloten liegt der internationale Flughafen Zürich, der auch die Funktion eines Hubs erfüllt. Während der internationale Anschluss der Eisenbahn (besonders nach München und Stuttgart) zu wünschen übrig lässt, verfügt der Kanton dank des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) über ein ausgezeichnetes Nahverkehrsnetz für den Agglomerationsverkehr, das weiter ausgebaut wird.

Ansässige Unternehmen


- Alcatel Schweiz AG
- Asea Brown Boveri headoffice
- Apple Switzerland
- BMW Schweiz AG
- Canon Schweiz AG
- Contraves headoffice
- Credit Suisse Group headoffice
- Computer Associates AG
- Computer Sciences Corporation
- DaimlerChrysler Schweiz AG
- EMI Music Switzerland AG
- Google Switzerland GmbH
- Hewlett-Packard Schweiz GmbH
- IBM Schweiz AG
- Kantonale Drucksachen- und Materialzentrale Zürich
- Konica Minolta Schweiz AG
- KPMG
- Lindt & Sprüngli AG headoffice
- MAN Nutzfahrzeuge Schweiz AG
- Mettler-Toledo GmbH
- Microsoft Schweiz GmbH
- Migros Genossenschafts Bund headoffice
- Motorola Schweiz AG
- Nikon AG
- Nokia Schweiz AG
- Philips AG
- H. A. Schlatter AG
- Siemens Schweiz AG
- Sony Overseas SA
- Sun Microsystems Schweiz AG
- Swiss Re headoffice
- Tamedia AG headoffice
- UBS AG headoffice
- Universal Music/Pictures AG
- Winterthur Group headoffice
- Zürcher Kantonalbank headoffice Wirtschaftsförderung Zürich ([http://www.wirtschaftsfoerderung.stadt-zuerich.ch Weblink])

Ausbildungsstätten


- Universität Zürich
- Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
- Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
- Hochschule für Musik und Theater Zürich
- Hochschule für Technik Zürich
- Hochschule für Wirtschaft und Verwaltung Zürich
- Hochschule für Angewandte Psychologie Zürich
- Hochschule für Pädagogik Zürich
- Hochschule für Heilpädagogik Zürich
- Hochschule für Soziale Arbeit Zürich
- Hochschule Wädenswil
- Schweizerisches Public Relations Institut
- Zürcher Hochschule Winterthur

Spezielle Einrichtungen und Forschung


- Universitätsspital Zürich
- Psychiatrische Universitätsklinik Zürich "Burghölzli"
- Freud Institut Zürich
- Technopark Zürich
- Schweizerische Nationalbank
- IBM Zurich Research Laboratory
- Gottlieb Duttweiler Institut

Geschichte

Siehe Geschichte des Kantons Zürich.

Politik

Politisch nimmt der Kanton Zürich verschiedentlich eine Vorreiterrolle ein, zum Beispiel bei der Förderung des öffentlichen Verkehrs, in der Steuergesetzgebung, beim Umbau des Bildungswesens, bei Rechten für homosexuelle Paare und der Reform des Beamtenrechts (Abschaffung des Beamtenstatus); in anderen Bereichen wie der Vereinfachung der Verwaltungsgliederung hinkt er hinter anderen Kantonen wie Bern und St. Gallen nach. In die Jahrzehnte lang konstante Parteienlandschaft mit ihrer traditionellen Dominanz des Freisinns beziehungsweise der Freisinnig-demokratischen Partei (FDP) - die nur vorübergehend in zwei selbständige Parteien geteilt war - kommt im ausgehenden 20. Jahrhundert Bewegung: Im Zusammenhang mit der schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Lage wird diese Vorherrschaft von der rechtsbürgerlich-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) gebrochen, deren Erfolg sich in der Folgezeit auf die ganze Schweiz ausdehnt. Auf der linken Seite erstarkt zugleich die Sozialdemokratische Partei (SP), womit diejenige Partei, die die Politik des Kantons Zürich so lange geprägt hat, zerrieben zu werden droht.

Städte und Orte

SP
- Zürich, 366'445 Einwohner (2005)
- Winterthur, 95'482 Einwohner (2004)
- Uster, 30'345 Einwohner (2004)
- Dübendorf, 22'541 Einwohner (2002)
- Dietikon, 21'737 Einwohner (2004)
- Wädenswil, 19'760 Einwohner (2004)
- Wetzikon (ZH), 18'786 Einwohner (2002)
- Horgen, 18'257 Einwohner (2004)
- Kloten, 17'069 Einwohner (2002)
- Thalwil, 16'521 Einwohner (2004)
- Adliswil, 15'716 Einwohner (2004)
- Regensdorf, 15'254 Einwohner (2002)
- Illnau-Effretikon, 14'939 Einwohner (2002)
- Volketswil, 14'382 Einwohner (2002)
- Bülach, 14'193 Einwohner (2002)
- Schlieren, 13'221 Einwohner (2002)
- Küsnacht (ZH), 12'603 Einwohner (2002)
- Opfikon, 12'446 Einwohner (2002)
- Wallisellen, 12'064 Einwohner (2002)
- Stäfa, 12'026 Einwohner (2002)
- Zollikon, 11'937 Einwohner (2002)
- Meilen, 11'582 Einwohner (2002)
- Rüti (ZH), 11'056 Einwohner (2002)
- Richterswil, 11'130 Einwohner (2004)
- Affoltern am Albis, 10'162 Einwohner (2002) Siehe auch: Gemeinden des Kantons Zürich

Bezirke mit Hauptort

Gemeinden des Kantons Zürich Der Kanton Zürich ist in 12 Bezirke gegliedert:
- Zürich besteht aus der Stadt Zürich
- Affoltern mit Bezirkshauptort Affoltern am Albis
- Andelfingen mit Bezirkshauptort Andelfingen
- Bülach mit Bezirkshauptort Bülach
- Dielsdorf mit Bezirkshauptort Dielsdorf
- Dietikon mit Bezirkshauptort Dietikon
- Hinwil mit Bezirkshauptort Hinwil
- Horgen mit Bezirkshauptort Horgen
- Meilen mit Bezirkshauptort Meilen
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Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde. Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.

In Kürze

Frankreich Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern. Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden. Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag. Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone. Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer. Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005). Offizielle Landessprachen sind deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch. 41 % der Schweizer Bürger sind römisch-katholisch und 40 % sind evangelisch-reformiert. Die Schweiz ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 58'000 Schweizer Franken (38'000 Euro) pro Einwohner und Jahr eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor tätig. Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral. Sie ist Mitglied der UNO, der EFTA, des Europarats, der WTO, nicht aber der Europäischen Union. Das Landeskennzeichen der Schweiz ist «CH», für Confœderatio Helvetica, die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft.

Geografie

CH Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite. 38% (14'813 km²) der Schweizer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Davon sind 30.4% (12'522 km²) Wald. Überbaut sind 5.8% (2418 km²). 25.5 % (10'531 km²) – vorwiegend in den Bergen – gelten als unproduktive Naturfläche. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220 km, die grösste West-Ost-Ausdehnung 348 km.

Geologie

Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen. Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio), sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.

Berge

Oberrheinische Tiefebene In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 ganz in der Schweiz; 19 sind an der Grenze zu Italien. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste unter ihnen ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt. Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe. Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m). In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich tiefer, nicht desto weniger existieren hier bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus (2032 m), der Titlis (3238 m), die Rigi (1797 m) im Kanton Schwyz oder der Säntis (2502 m) im Alpstein in der Ostschweiz. Erwähnenswert sind auch die Gebirge im Tessin. Die grösste Erhebung im Jura befindet sich in Frankreich, es ist der Crêt de la Neige mit 1718 m. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1679 m. Der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich das Chasseral (1607 m). Weitere Berge sind la Dôle (1677 m), Chasseron (1607 m) und le Suchet (1588 m). Siehe auch: Liste der Berge in der Schweiz Liste der Berge in der Schweiz]]

Seen

Die Schweiz hat aufgrund ihrer topographischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten viele Seen. Ein Grossteil sind kleinere Bergseen. Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee (580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23.73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden). Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz. Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen sind der Neuenburgersee (215.20 km²), der Vierwaldstättersee (113.72 km²) und der Zürichsee (88.17 km²). Siehe auch: Liste der Seen in der Schweiz

Flüsse

Liste der Seen in der Schweiz]] Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz befinden sich mehrere Wasserscheiden. Der Rhein fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernhardino-Passes an der Grenze zum Tessin. Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg bis in den Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem grossen Teil die Grenze zu Deutschland (Der grösste Teil des Kantones Schaffhausen und ein Teil des Halbkantons Basel-Stadt befindet sich nördlich des Rheins). Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall (siehe Bild). Im weiteren Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet. Die Rhône entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer. Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône. Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Norden und verlässt die Schweiz bei Vinadi. Er passiert die bekannten Tiroler Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau. Der Namensgeber des Kantons Tessin, der Ticino, entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet schliesslich in den Po. Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 km den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zubringer Aare mit 295 km (die Aare entspringt wie die Rhône im westlichen Gotthardmassiv). Die Rhône hat eine Länge von 264 km innerhalb der Schweiz. Im nördlichen Gotthardmassiv entspringt zusätzlich der aus der Schweizer Geschichte bekannte Fluss Reuss (Fluss), welcher in den Vierwaldstättersee, durch Luzern und schliesslich zusammen mit der aus Zürich kommenden Limmat in die Aare fliesst. Der wohl bekannteste Fluss des Jura ist der Le Doubs, der in Frankreich entspringt nach Norden fliesst und teils die schweiz/französische Grenze bildet, teils auf Schweizer Boden fliesst. Im Kanton Jura macht der Le Doubs einen Richtungswechsel und fliesst in südwestlicher Richtung in die Saône. Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz

Klima

Liste der Flüsse in der Schweiz Liste der Flüsse in der Schweiz Liste der Flüsse in der Schweiz Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran. Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geografische Lage. Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Regenmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 mm/Jahr; der trockenste Ort ist Ackersand mit 521 mm im Jahresmittel. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000–1500 mm/Jahr. Die Regenmenge ist im Sommer mit Ausnahme des Rhônetals ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. So liegt das Monatsmittel in Zürich im Januar bei 73 mm und im Juni bei 131 mm. Das Monatsmittel für Juli in Sion im Rhônetal dagegen liegt bei 40 mm und im Januar bei 61 mm (jeweils Auswertungen der Jahre 1961–1990). Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11.5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7.5 °C. Absolute Rekorde mass man in Grono mit 41.5 °C am 11. August 2003, beziehungsweise in La Brévine mit -41.8 °C (12. Januar 1987). Während Hagel in den Alpen, in der Romandie wie auch im Tessin ein eher seltenes Ereignis ist, war deren Intensität in der Periode 1999–2002 vor allem im Emmental, im Laufental wie auch im Toggenburg am höchsten. Es hagelte dort bis zu 60 Minuten im Jahresdurchschnitt. In den anderen Regionen beschränkt sich Hagel auf unter 30 Minuten. Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss wie auch im Thurgau, wo er vor allem im Herbst über mehrere Wochen auftreten kann. In den Tälern erscheint der Nebel seltener. Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 km/h (Jungfraujoch, 27. Februar 1990). Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.

Flora und Fauna

30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet. In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen- (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab). Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder. Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.

Bevölkerung

Sprachen

Kastanienwälder Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: «Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.». Im Artikel 701 heisst es zudem: «Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.» Im Kanton Zürich ist zusätzlich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt. Wegen der oben zitierten Verfassungsbestimmung mit vier anerkannten Landessprachen, nehmen manche Leute irrtümlich an, Schweizer sprächen vier Sprachen, was jedoch nicht der Fall ist. Wirklich viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution. Bereits auf Kantons- und Gemeindeebene ist es anders: In den meisten Fällen existiert nur eine Amtssprache. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren. Mit 63.7 % ist Deutsch (hellgrau) die meistverbreitete Sprache. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. Französisch wird von 20.4 % (blau) der Bevölkerung gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse romande oder Romandie genannt. Im Kanton Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden wird Italienisch (rot, Anteil 6.5 %) gesprochen. Die vierte Landessprache, Rätoromanisch (grün), hat einen Anteil von 0.5 % und wird in Graubünden gesprochen, wobei praktisch alle Rätoromanischsprachigen daneben noch deutsch sprechen. Durch Zuwanderung bedingt sprechen mittlerweile 9 % der Einwohner andere Sprachen als die Landessprachen. Von diesen ist das Serbisch-Bosnisch-Kroatische mit 1.5 % am weitesten verbreitet. Als Fremdsprachen beherrschen die meisten Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch. Siehe auch: Sprachen in der Schweiz, :Kategorie:Schweizer Sprache

Religionen

:Kategorie:Schweizer Sprache] Von den Schweizer Bürgern sind 41 % katholisch, 40 % reformiert, 2.5 % in Freikirchen, 5.5 % gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 % römisch-katholisch, 5 % evangelisch-reformiert, 17 % orthodox, 18 % islamisch, und 2 % ohne Bekenntnis. Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche diesen Status inne. In einigen Westschweizer Kantonen gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind. Protestantisch dominiert sind der Kanton Bern, Teile von Graubünden und Schaffhausen, Zürich, Basel die meisten Westschweizer Kantone, insbesondere die Calvinstadt Genf. Die Römisch-Katholische Kirche dominiert in den Kantonen Freiburg, Jura, Wallis, Tessin, in den Kantonen der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz. Die Christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Mit 0.33 % ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas. Siehe auch: Religionen in der Schweiz

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Schweiz. Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten Burgunder und Alamannen das Gebiet der heutigen Schweiz. Bis 746 unterwarfen die Franken beide Völker, deren Territorium Teil des Fränkischen Reiches wurde. Bei der Teilung dieses Reiches kam das Gebiet der Schweiz zum Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben und zum Königreich Burgund. In der frühen deutschen Geschichte spielen Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger, Zähringer, Kyburger, Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle. Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten. Die Bewohner der Talschaften der Innerschweiz sahen diese «Reichsunmittelbarkeit» als Privileg. Burgund] Die drei «Urkantone» oder «Waldstätte» (Orte) Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen 1291 nach dem Tod des deutschen KönigsRudolf I. von Habsburg einen Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten». Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief, ist datiert auf Anfang August 1291. Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Ins breite Bewusstsein der Menschen drang diese Legende mit dem 1804 veröffentlichten Theaterstück «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die Begründung der alten Eidgenossenschaft und damit als schweizerischer Nationalfeiertag festgelegt. Beim Bündnis von 1291 ging es jedoch weniger um den Schutz vor dem Haus Habsburg, als vielmehr darum, sich für die Unsicherheiten nach der Wahl eines neuen deutschen Königs abzusichern. Tatsächlich folgte ja auf Rudolf eine eher unsichere Zeit mit schnell wechselnden Herrschern. Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom 25.11.1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Dies und ein Überfall auf das Kloster Einsiedeln bewog Leopold I. von Österreich 1315 zu einem Kriegszug gegen die Eidgenossen, der in der Schlacht am Morgarten unglücklich für ihn endete. Um ihre Selbständigkeit gegenüber Habsburg zu wahren, schlossen sich Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wurde als die Acht Alten Orte bezeichnet. Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit dem Haus Habsburg: 1386 bei Sempach und 1388 bei Näfels gelang es den Eidgenossen habsburgische Ritterheere zu schlagen. 1415 eroberten sie sogar die habsburgischen Stammlande im Aargau. Zwischen der Stadt Zürich und den übrigen Eidgenossen kam es wegen der Erbschaft der Grafen von Toggenburg zum Alten Zürichkrieg (1436–1450) in dessen Verlauf sich Zürich mit Habsburg verbündete. In der Schlacht bei St. Jakob an der Birs wurden die habsburgischen Hilfstruppen der Armagnaken zwar nicht geschlagen, sie zogen sich jedoch angesichts der hohen Verluste wieder zurück. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Ein weiterer Krieg brachte Habsburg 1460 um den Thurgau, so dass sich Herzog Sigismund von Tirol am 11.6.1474 in der «Ewigen Richtung» gezwungen sah, die alte Eidgenossenschaft als eigenständiges Staatswesen anzuerkennen. 1474 zogen die Eidgenossen auf Wunsch Kaiser Friedrich III. gegen Karl den Kühnen von Burgund und vernichteten den mächtigen burgundischen Staat. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland, das sie bis 1536 ganz eroberten. Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit. Aus diesem Grund widersetzte sie sich der Reichsreform von Kaiser Maximilian I.. Der Versuch Maximilians, im sogenannten Schwabenkrieg die Eidgenossen gefügig zu machen, endete 1499 im Frieden zu Basel mit der faktischen Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich. Mit dem Beitritt von weiteren Kantonen erweiterte sich die Eidgenossenschaft bis 1513 auf Dreizehn Orte. Dazu kamen weitere Verbündete, die sogenannten zugewandten Orte. zugewandten Orte Die Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Oberitalien erfolgte zur Sicherung der Alpenpässe. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich, Venedig, dem Papst, Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt. Aus jener Zeit stammt auch die Schweizergarde, die der Papst Julius II. 1506 gründete. Bis 1513 gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessin und schliesslich sogar von Mailand, über welches sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach einer Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine weitere wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des "Stillsitzens", was man später Neutralitätspolitik nannte. Die Dreizehn Orte schlossen 1521 ein Soldbündnis mit Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten. Die alte Eidgenossenschaft wurde damit faktisch ein französisches Protektorat. Die von Ulrich Zwingli 1519 eingeleitete Reformation in Zürich breitete sich im Mittelland aus und führte zu grossen Spannungen zwischen den verschiedenen Kantonen. Nach den religiös begründeten Kappelerkriegen kam es 1531 im Zweiten Kappeler Landfrieden zum Kompromiss: Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und Teile von Graubünden blieben reformiert; die Urkantone, Luzern, Zug, Solothurn und Freiburg blieben katholisch. 1541 setzte Johannes Calvin in Genf die Reformation durch. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten. Am 24. Oktober 1648 erreichte die Schweiz im Westfälischen Frieden die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Souveränität und löste sich damit vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft von Frankreich besetzt. Im Gebiet der Schweiz wurde daraufhin nach französischem Vorbild eine Helvetische Republik als Zentralstaat errichtet. Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Fünf Jahre später, 1803, verordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz jedoch wieder eine Verfassung, welche zum Prinzip des Föderalismus und damit zu autonomen Kantonen zurückkehrte. Die ehemaligen Untertanengebiete und die zugewandten Orte wurden in die neuen Kantone St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und die Waadt umgewandelt. Waadt 1815 wurde die «immer währende Neutralität der Schweiz» durch die europäischen Grossmächte am Wiener Kongress anerkannt. Eine neue Verfassung, der «Bundesvertrag», stärkte in der so genannten Restauration die Eigenständigkeit der Kantone, so das die Schweiz wieder zu einem Staatenbund wurde. Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen führten 1847 zum Sonderbundskrieg. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch eine neue Bundesverfassung (1848) eingeschränkt. Bern wurde der Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde nur zweimal 1874 und 1999 revidiert. Auf Initiative von Henri Dunant erfolgt 1864 in Genf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Während der beiden Weltkriege bewahrte die Schweiz offiziell ihre Neutralität, die allgemeine Mobilmachung wurde jedoch angeordnet. Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg einerseits Flüchtlinge auf, wies aber zeitweise gezielt Juden an den Grenzen ab. Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurde in den 1990er-Jahren im Bergier-Berichtes kritisch aufgearbeitet. Unrühmliche Kapitel der neueren Zeit sind einerseits die Verfolgung der Jenischen zwischen 1926 und 1972 durch das «Hilfswerk» Kinder der Landstrasse und anderseits die sechsstellige Zahl an Verdingkindern, welche zwischen 1800 bis in die 1960er und 1970er-Jahren zu Zwangsarbeit auf Bauernhöfen eingesetzt wurden und häufig misshandelt worden sind. Die Volksrechte wurden seit 1848 immer stärker ausgebaut. 1919 wurde das Proporzwahlverfahren für den Nationalrat eingeführt. 1971 wurde in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht nach jahrzehntelangen Kampf angenommen. Der von der Regierung angestrebte Beitritt zum EWR scheiterte 1992. Die Schweiz trat nach einer positv ausgegangenen Volksabstimmung am 10. September 2002 den Vereinten Nationen (UNO) bei.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der Schweiz

Politisches System

Die Schweiz, die weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit bildet, ist ein Bundesstaat. Sie unterscheidet sich von anderen Staaten durch
- die direkte Demokratie: Das Volk kann über Initiativen und Referenden direkten Einfluss auf die Regierungstätigkeit nehmen. In zwei Kantonen, Appenzell Innerrhoden und Glarus, gibt es noch eine Urform der schweizerischen Basisdemokratie: die Landsgemeinde.
- den ausgeprägten Föderalismus: Die Kantone sind neben dem Volk der Verfassungsgeber des Bundes und behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Ausserdem starke Beteiligung der Kantone in allen Phasen der politischen Willensbildung (Vernehmlassung, Ständerat, Ständemehr)
- die Konkordanzdemokratie
- ihre selbstdeklarierte Neutralität

Gewaltenteilung

Wie in allen anderen Demokratien ist die Staatsgewalt, gestützt auf die Schweizerische Bundesverfassung, in drei Säulen gegliedert:
- Die Legislative (Bundesversammlung) besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat mit 200 Mitgliedern als Vertreter des Volks sowie dem Ständerat mit 46 Mitgliedern als Vertreter der Kantone. Das schweizerische Parlament ist ein sogenanntes Milizparlament: Die National- und Ständeräte üben ihr Mandat (wenigstens nominell) nebenberuflich aus.
- Die Exekutive ist der Bundesrat mit der Verwaltung. Er besteht aus sieben gleichberechtigten Mitgliedern (Kollegialitätsprinzip), den so genannten «Bundesräten» (Ministern), die je einem Departement der Bundesverwaltung vorstehen. Die Bundesräte werden vom Parlament gewählt. Für jeweils ein Jahr wird ein Mitglied des Bundesrates von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Er leitet die Sitzungen des Bundesrates und nimmt repräsentative Aufgaben im In- und Ausland wahr, hat aber keine Vorrechte gegenüber dem Restbundesrat.
- Die Judikative besteht aus dem Schweizerischen Bundesgericht mit Sitz in Lausanne, dem Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Sitz in Luzern, dem Bundesstrafgericht in Bellinzona und dem Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Gewählt werden die Bundesrichter, welche meistens einer Partei angehören, von der Bundesversammlung. Das System der Bundesgerichte befindet sich gegenwärtig im Umbau, insbesondere wurden die beiden letztgenan