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Andorra

Andorra

Andorra ist ein unabhängiger Kleinstaat in Europa, in den Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich gelegen. Er wurde am 8. September 1278 gegründet und ist der größte unter den sechs europäischen Zwergstaaten.

Geographie

Das Land liegt in einem Hochtal der Pyrenäen. Mehr als ein Drittel Andorras liegt oberhalb der Waldgrenze. Der höchste Berg ist der Coma Pedrosa mit 2.946 Metern. Der niedrigste Punkt ist 840 Meter hoch.

Klima

Aufgrund seiner Lage herrscht in Andorra ein relativ kühles Gebirgsklima vor. Im Januar liegen die Temperaturen im Mittel bei -7 °C, im Sommer klettert das Thermometer auf 26 °C.

Bevölkerung

Andorra hat 70.549 Einwohner (Stand Juli 2005 geschätzt), davon sind:
- Katalanen (Andorraner) 40,0 %,
- Spanier 30,2 %,
- Franzosen 16,5 %,
- Portugiesen 6,6 %,
- Sonstige (etwa 70 verschiedene Nationalitäten, darunter die nur noch wenigen Basken) 6,7 %. Der überwiegende Teil der Einwohner Andorras spricht die Amtssprache Katalanisch (58 %), Spanisch wird von 35 % gesprochen, Französisch von 20 %. Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 5,0 %. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 84 Jahre. Die Säuglingssterblichkeit beträgt 0,6 %, die Kindersterblichkeit 0,7 %. Der überwiegende Teil der Andorraner (ca. 90%) bekennt sich zur römischen Kirche, daneben sind 1% der Bevölkerung Zeugen Jehovas, ausserdem gibt es verschiedene protestantische und eine jüdische Gemeinde.

Geschichte

Andorra ist seit der Zeit Karls des Großen unabhängig. 1278 wurde der Status eines Fürstentums ohne Fürsten unter der geteilten Oberhoheit (so genanntes Kondominium) des Bischof von Urgell (Spanien) und der Grafen von Foix (heute in Rechtsnachfolge der Präsident von Frankreich) geschaffen. Die Rechte der beiden Ko-Fürsten wurden im frühen 20. Jahrhundert von zwei nicht in Andorra residierenden Delegierten ausgeübt. Diese entsandten einen Vogt nach Andorra der die Aufsicht über die Gesetzgebung und Verwaltung hatte und jährlich einen symbolischen Tribut für die Ko-Fürsten einnahm. Am 25. Januar 1981 wurde vom Generalrat der Täler (Parlament) nach 703 Jahren Unabhängigkeit als Pyrenäen-Freistaat die erste Verfassung verabschiedet. Diese sah die Bildung eines Exekutivrates sowie eine Verwaltungsreform vor. Bis zum Jahr 1993 gab es in Andorra keine klare Trennung der legislativen, exekutiven und judikativen Gewalt. Erst die Verfassung von 1993 etablierte Andorra als einen souveränen Staat mit einen parlamentarisch-demokratischen System. Die beiden Ko-Fürsten blieben Staatsoberhaupt (jeweils repräsentiert durch einen in Andorra residierenden Vertreter). Die exekutive Gewalt wurde jedoch einem dem Parlament verantwortlichen Ministerpräsidenten übertragen.

Politik

Im Parlament, dem Consell General (Generalrat) sind vier Parteien vertreten. Dazu gehören die Partit Liberal d'Andorra (PLA - Liberale Partei Andorras), die Partit Socialdemòcrata (PS - Sozialdemokratische Partei), das Centre Demòcrata Andorra (CDA - Demokratisches Zentrum Andorra, die frühere PD - Demokratische Partei) sowie die Renovació Democràtica (RD - Demokratische Erneuerung). Darüber hinaus existieren noch die Unió Laurediana und die Verds (Grüne), die nicht im Generalrat sitzen. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung ist wahlberechtigt: Die Staatsbürgerschaft kann erst nach 25 Jahren Aufenthalt erworben werden (Ausnahme sind die beiden Staatsoberhäupter). Am 24. April 2005 fanden Parlamentswahlen in Andorra statt. Dabei erreichte die PLA nur 41,2% der Stimmen und verlor somit die absolute Mehrheit. Die PSD dagegen erhielt 38,1% und verdoppelte die Anzahl ihrer Mandate beinahe. Die CDA, die zum ersten Mal unter diesem Namen antrat, verlor mehr als die Hälfte ihrer Sitze und erhielt 11%. Auch die RD entsendet bei 6,2% Stimmenanteil einen Abgeordneten ins Parlament. Die Grünen verfehlten mit 3,5% den Einzug in den Generalrat. Die Wahlbeteiligung betrug 80,1%. Zum Ministerpräsidenten wurde am 27. Mai 2005 der frühere Außenminister Albert Pintat Santolària (PDA) gewählt.

Verwaltungsgliederung

Albert Pintat Santolària Andorra besteht aus sieben parròqies (Sg. parròqia, wörtlich Pfarreien, tatsächlich Gemeinden):
- Andorra la Vella (Hauptstadt) - 22.884
- Escaldes-Engordany - 16.918
- Encamp - 12.924
- Sant Julià de Lòria - 8.885
- La Massana - 7.973
- Canillo - 4.225
- Ordino - 3.066 (Einwohnerzahlen: Stand 31. Dezember 2004) Siehe auch: Liste der Orte in Andorra

Wirtschaft

Das kleine Fürstentum verfügt über so gut wie keine Naturressourcen, allenfalls Wasser wäre zu nennen. Früher war Andorra trotz seiner Gebirgslage ein Agrarland, im Laufe der Jahre beschränkte sich die Landwirtschaft jedoch weitgehend auf die Viehhaltung. Nur 2% von Andorras Land ist geeignet für landwirtschaftliche Zwecke. Das Land lebt heute vor allem vom Tourismus, zum Beispiel durch Wintersport. Rund 300 Hotels sowie Sport- und Ferienzentren stehen zur Verfügung. Andorra ist kein vollwertiges Mitglied der Europäischen Union. Andorra genießt jedoch eine Sonderbehandlung seitens der EU. Bis 2002 waren der französische Franc und die spanische Pesete alleinige offizielle Zahlungsmittel, danach wurden diese wie in Frankreich und Spanien durch den Euro ersetzt. Aufgrund seiner Nichtzugehörigkeit zur Europäischen Union ist Andorra als Steueroase bekannt, weil es keine Einkommensteuer, Erbschaftssteuer, Kapitalsteuer und auch keine Mehrwertsteuer gibt. Das bedeutet für viele Briefkastenfirmen paradiesische Zustände bei der Unternehmensbesteuerung, aber auch der einfache Tourist freut sich über niedrige Preise für z. B. Alkohol, Tabak und Kosmetik. Das Bruttosozialprodukt 1996 lag bei 1,2 Mrd. Euro.

Kultur

Der Nationalfeiertag ist der 8. September und Tag der Verfassung ist der 14. März.

Medien

Andorra war bis 1981 Sitz der privaten Rundfunkgesellschaften Sud Radio und Radio Andorra, die bis zum 7. April 1981 in Encamp und auf dem Pic Blanc leistungsfähige Sendeanlagen im Mittel- und Kurzwellenbereich betrieben, deren Empfang in ganz Europa möglich war. Sud Radio wird weiterhin von Andorra aus gesendet und ist in ganz Frankreich zu empfangen. Desweiteren nutzte der Radiosender TraficFM die geographischen Bedingungen Andorras in dem sie die 1981 erbauten Sendeanlagen renovierten. Andorras größter Radiosender ist Radio Andorra gefolgt von AndorraFM. Andorra hat auch einen privaten Fernsehsender namens Andorra1, der sich dadurch auszeichnet, dass mindestens 12 Stunden täglich katholische Messen übertragen werden.

Sport

Durch die hohen Berge eignet es sich gut zum Ski-fahren.

Weblinks


- [http://www.andorra.ad Offizielle Homepage Andorras]
- [http://www.andorratoerisme.com/de/index.html Fremdenverkehrsamt von Andorra]
- [http://www.andorra.be/de/ Botschaft Andorras in Brüssel] (deutsch)
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=5 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.andorra-intern.com Andorra-Intern Unabhängiges Informationsportal] (deutsch) Kategorie:Staat Kategorie:Monarchie ! Kategorie:Pyrenäen fiu-vro:Andorra ja:アンドラ ko:안도라 ms:Andorra simple:Andorra th:ประเทศอันดอร์รา zh-min-nan:Andorra

Kleinstaat

Zwergstaat ist eine inoffizielle Bezeichnung für einen Staat, dessen Landfläche im Vergleich zu den meisten Ländern sehr klein ist. In Europa werden die kleinen Staaten, die ihre Selbständigkeit als Fürstentum oder anderes Herrschaftsgebiet seit ihrer Gründung bis heute erhalten haben, als Zwergstaaten bezeichnet.

Europäische Zwergstaaten

Die Mikronationen Sealand (611 m²) und Seborga (14 km²) werden mangels politischer Anerkennung nicht unter die europäischen Zwergstaaten gerechnet.

Außereuropäische Zwergstaaten

Während von den europäischen Zwergstaaten lediglich Malta eine Insel ist, sind die außereuropäischen Zwergstaaten ausschließlich Inseln.
- Nauru (21km²) ist die kleinste Republik der Welt.
- São Tomé und Principe (1001 km²)

Weblinks


- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/rankorder/2147rank.html Staaten der Welt nach Fläche] Kategorie:Europa Kategorie:Politische Geographie Kategorie:Politischer Begriff nb:Mikrostat

Pyrenäen

Die Pyrenäen sind ein rund 430 km langes Grenzgebirge zwischen Frankreich und Spanien. Sie trennen die Iberische Halbinsel vom übrigen Europa. Europa] Sie bestehen aus zwei etwa gleich langen Gebirgsketten, die sich vom Golf von Biscaya und im Osten vom Cap Cébère kommend im Bereich des Val d'Aran überlappen. Das Val d'Aran wird vom Port de Bonaigua überbrückt, wodurch diese beiden Gebirgsketten verbunden werden.

Geografie

Val d'Aran Val d'Aran Die Pyrenäen werden unterteilt in die westlichen oder atlantischen Pyrenäen, die Hoch- oder Zentralpyrenäen und die östlichen Pyrenäen. Der Bereich der Hochpyrenäen erstreckt sich im Westen vom Port de Canfranc bis zum Val d'Aran im Osten. Höchster Berg ist der Pico de Aneto im Maladeta-Massiv mit 3.404 m. Es gibt rund zweihundert Gipfel über 3000 m in den Pyrenäen. Die höchsten Berge sind auch noch vergletschert, wenn auch seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts ein starker Rückgang der Gletscher zu beobachten ist. Der ehemals sehr beeindruckende Ossoue-Gletscher am Vignemale hat viel von seiner einstigen Größe verloren.

Politik, Geschichte und Wirtschaft

Die Pyrenäen bilden die Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Das kleine Fürstentum Andorra liegt in den östlichen Pyrenäen. Es wird extensive Weidewirtschaft mit Schafen, Rindern und Ziegen betrieben, in den Sommermonaten auch auf den Hochalmen. Vor allem in den westlichen Pyrenäen werden verschiedene Käsesorten hergestellt. In dem dort überwiegenden Kalkgestein sind vielfach Höhlen vorhanden, in denen der Käse auf den Almen reifen kann. Produziert werden Käse aus Kuh- und Schafmilch, häufig auch gemischt. Bekannte Sorten sind der Ossau-Iraty aus dem Vallee d'Aspe, dem Vallee d'Ossau und dem angrenzenden spanischen Pyrenäen, und der im Baskenland aus Kuhmilch hergestellte Pyrenäenkäse mit seiner schwarzen Wachsschicht. Auch aus Ziegenmilch wird frischer und gelagerter Ziegenkäse hergestellt. In den Vorgebirgen wird sowohl auf der französischen (Jurançon, Corbières), als auch auf der spanischen Seite Weinbau betrieben. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts spielte Schmuggel eine wichtige Rolle.

Geologie

Die Pyrenäen entstanden wie die Alpen vor rund 50 bis 100 Millionen Jahren im Tertiär. Die westlichen Pyrenäen bestehen überwiegend aus Kalkstein, wogegen in den Zentralpyrenäen verschiedene Granite dominieren. Das Faltengebirge wurde vor allem während der Würmeiszeit mit einer geschlossenen Eisdecke überzogen. Durch die Eiszeit haben sich etliche Hängetäler und viele tausend Gletscherseen gebildet.

Flora und Fauna

Hängetäler Auf der französischen Seite leben in den großen Mischwäldern bis in etwa 1800 m Höhe auch noch einige Braunbären. In den hochalpinen Bereichen ist die Pyrenäengemse, der Isard anzutreffen. Obwohl ursprünglich nicht heimisch, haben sich die aus den Alpen eingewanderten Murmeltiere sehr verbreitet. Selten und in seinem Bestand bedroht ist der Pyrenäen-Desman, eine Unterart der Familie der Maulwürfe. An Vögeln sind etwa der Stein-, Zwerg-, und Habichtsadler sowie Gänse-, Mönchs- und Bartgeier zu nennen. Es gibt eine große Anzahl von Insekten, hier fallen vor allem die rund 300 Schmetterlingsarten sowie Heuschrecken und Käfer auf.

Nationalparks

Käfer Es gibt in den Pyrenäen drei Nationalparks. Der älteste ist der 1917 auf der spanischen Seite geschaffene Nationalpark Ordesa y Monte Perdido, südlich vom Cirque de Garvanie gelegen. Dieser umfasst eine Fläche von etwa 2175 ha und ist damit der kleinste der drei Nationalparks. Gleichfalls in Spanien liegt der Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici mit einer Ausdehnung von rund 105 Quadratkilometern. Auf der französischen Seite wurde 1967 der Bereich von den Bergen südlich von Lescun im Vallee d'Aspe im Westen bis einschließlich zum Néouvielle-Massiv im Osten zum Nationalpark (Parc National des Pyrénées) erklärt.

Erforschung der Pyrenäen

Einer der bedeutendsten Pyrenäenforscher war der französische Kartograph Franz Schrader (1844-1924), dessen Vater zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus Magdeburg nach Frankreich übergesiedelt war. Er hat verschiedene bedeutende Massive der Pyrenäen kartiert, besonders bekannt wurde er für die Erforschung der Cirque de Garvanie, zu deren Füßen im kleinen Ort Garvanie er auch begraben liegt, neben einem anderen berühmten Pyrenäenforscher, Henri Russell. Schrader war der Erstbesteiger der Grand Bachimale (3144 m), der Dreitausender wurde ihm zu Ehren Pic Schrader benannt. Schrader war Präsident des CAF und Ritter der Ehrenlegion.

Weblinks


- [http://www.parc-pyrenees.com/index_english.htm Offizielle Seite des PNP] (engl.)
- http://www.pyrenees-team.com/ (franz.) Kategorie:Gebirge in Frankreich Kategorie:Gebirge in Spanien Kategorie:Weltkulturerbe Kategorie:Weltnaturerbe Kategorie:Geographie (Andorra) Kategorie:Geographie (Frankreich) Kategorie:Geographie (Spanien) ja:ピレネー山脈 ko:피레네 산맥

Frankreich

Frankreich (franz.: La France) ist ein demokratischer, noch immer stark zentralistischer Einheitsstaat im Westen Europas. Es grenzt an Belgien, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz, Italien, Monaco, Spanien, Andorra, an den Atlantik mit dem Ärmelkanal und an das Mittelmeer. Neben dem Territorium in Europa gehören zu Frankreich Überseegebiete in der Karibik (u. a. Saint-Martin, das eine Landgrenze mit dem niederländischen Sint Marteen aufweist), Südamerika (Französisch-Guayana, das Landgrenzen zu Brasilien und Surinam hat), vor der Küste Nordamerikas, im Indischen Ozean und in Ozeanien.

Geographie

Hauptartikel: Geographie Frankreichs Insgesamt hat das „französische Mutterland” in Europa eine Fläche von 543.965 km². Frankreichs Landschaftsbild prägen überwiegend Ebenen oder sanfte Hügel im Norden und Westen. Der Rest ist gebirgig, Hauptgebirge sind die Pyrenäen im Südwesten, das Zentralmassiv und die Alpen im Südosten. Der höchste Berg Frankreichs und höchster Berg Europas ist der Mont Blanc (4.808 Meter). Aufgrund seiner Form wird Frankreich auch als l'Hexagone (Sechseck) bezeichnet. Mit Abstand wichtigste und größte Stadt in Frankreich ist die Hauptstadt Paris mit rund 12 Millionen Einwohnern im Großraum Paris (Region Île-de-France). Die Großräume um Marseille, Lille und Lyon haben ebenfalls mehr als eine Million Einwohner. Siehe auch: Städte in Frankreich, Nationalparks in Frankreich

Geschichte

Nationalparks in Frankreich Hauptartikel: Geschichte Frankreichs Durch die Französische Revolution 1789 wurde die mehr als 1.200 Jahre währende Monarchie gestürzt. So begann eine Periode des Umbruchs, in der wechselnd republikanische, napoleonisch-imperiale und monarchistische Staatsformen herrschten. Seit der Niederlage Napoleons III. 1870 ist Frankreich endgültig Republik. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg war Frankreich einer der Hauptgegner Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Frankreich seine größten Kolonien, Vietnam und Algerien, nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit 1958 (Fünfte Republik) hat der Präsident umfassende Exekutivgewalt. Beim europäischen Einigungsprozess spielt Frankreich heute gemeinsam mit Deutschland eine tragende Rolle.

Politik

Politisches System

Frankreich ist eine zentralistisch organisierte Demokratie mit einem semi-präsidentiellen Regierungssystem. In der Verfassung der V. Republik nimmt der direkt durchs Volk gewählte Staatspräsident eine starke Stellung ein. Er ernennt den Premierminister und das Kabinett, hat gegenüber Gesetzbeschlüssen des Parlaments ein Veto-Recht und kann die Nationalversammlung auflösen. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, der Nationalversammlung (Assemblée Nationale) mit 577 vom Volk gewählten Abgeordneten und dem indirekt gewählten Senat mit 331 Mitgliedern. Siehe auch: Politisches System Frankreichs, französische Regierung, Francophonie, französische Präsidenten, französische Premierminister, Cohabitation, Finanzministerium

Aktuelle politische Lage

Finanzministerium Momentan stellt die Partei UMP unter Führung des früheren Wirtschaftsministers und aktuellen Innenministers Nicolas Sarkozy mit 363 Sitzen die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung. Am 29. Mai 2005 wurde die neue EU-Verfassung mit 54,87% Gegenstimmen von der Bevölkerung abgelehnt. Darauf trat die Regierung des seit 2002 amtierenden Premierministers Jean-Pierre Raffarin zurück. Als neuer Premierminister wurde Dominique de Villepin eingesetzt. Seit dem 27. Oktober 2005 wird Frankreich von einer Welle gewalttätiger Ausschreitungen heimgesucht. Angefangen in der Pariser Banlieue, griffen die Unruhen inzwischen auf viele, über das gesamte Land verteilte, Großstädte wie Lille, Rouen, Nizza oder Marseille über. Auslöser war der Tod zweier Jugendlicher im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois, welche sich vor der Polizei in einem Starkstromhaus verstecken wollten. Die Regierung hat zwischenzeitlich den Notstand ausgerufen und es somit den Präfekten der Départements ermöglicht, in besonders stark betroffenen Gebieten Ausgangssperren zu verhängen. Bisher haben die Ausschreitungen einem Menschen das Leben gekostet und viele Schwerverletzte hervorgebracht.

Außen- und Sicherheitspolitik

Frankreich war 1949 Gründungsmitglied des Nordatlantikvertrages (NATO) und erhielt militärischen Schutz durch die USA. Mit der Machtübernahme von de Gaulle 1958 änderten sich die Beziehungen zu den USA und zu der von den USA dominierten NATO. Unter de Gaulles Führung entwickelte sich Frankreich 1960 zu einer Atommacht und verfügte ab 1965 mit der Force de Frappe über Atomstreitkräfte, die zunächst 50 mit Atombomben (Kernwaffen) ausgestattete Flugzeuge in Dienst stellte. 1968 hatte Frankreich bereits 18 Abschussrampen für Mittelstreckenraketen aufgestellt, die 1970 und 1971 mit Atomsprengköpfen ausgestattet wurden. 1968 verlässt Frankreich den militärischen Teil der NATO, bleibt aber im politischen Teil des Bündnisses integriert. In den 1970er Jahren erweiterte Frankreich ihre Atommacht auch auf See. Vier Atom-U-Boote verfügten über jeweils 16 atomar bestückten Mittelstreckenraketen. In der aktuellen Außenpolitik bemüht sich Frankreich um ein gutes Verhältnis zu seinem Nachbarn Deutschland (siehe auch „Kerneuropa“) und steht mit diesem gemeinsam der Vormachtstellung der USA mit einer gewissen Skepsis gegenüber. Dies führte zu einem Austritt Frankreichs aus der militärischen Organisation der NATO und vielen Eigeninitiativen Frankreichs in weltpolitischen Entscheidungen. Hinzu kommt ein Engagement auch nach Ende der Kolonialherrschaften in Afrika, wo Frankreich bis heute in vielen Ländern die bestimmende Ordnungsmacht geblieben ist. Frankreich ist zudem ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat mit Vetorecht. Die Todesstrafe wurde in Frankreich 1981 abgeschafft. Siehe auch: Fremdenlegion, Gendarmerie Nationale

Administrative Gliederung

Frankreich ist in 26 Regionen aufgeteilt, welche sich ihrerseits in 100 Départements untergliedern. Zweiundzwanzig dieser Regionen befinden sich im europäischen Kernland (France métropolitaine), darunter auch die Mittelmeerinsel Korsika, welche allerdings als collectivité territoriale einen Sonderstatus hat. Die übrigen vier Regionen bestehen aus jeweils nur einem Département und werden daher Départements et régions d'outre-mer (D.R.O.M.) genannt (bis zur Verfassungsänderung 2003 Départements d'outre-mer, Abk. D.O.M.). Im Deutschen spricht man von Überseedépartements. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Guadeloupe (971), Martinique (972), Französisch-Guayana (973) und La Réunion (974). Abgesehen davon gibt es
- die Départementskörperschaft (Collectivité départementale, Abk. C.D.) Mayotte (976)
- die Gebietskörperschaft (Collectivité territoriale, Abk. C.T.) Saint-Pierre und Miquelon (SPM)
- die vier Überseeterritorien (Territoires d'outre-mer, Abk. T.O.M.) Französisch Polynesien (P), Neukaledonien (NC), Wallis und Futuna (WF) und die Französischen Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises, T.A.A.F.)
- die Îles éparses und die Insel Clipperton Die D.R.O.M. sind wie das französische Kernland Teil der EU, für die T.O.M. gilt das nicht. Auch in Frankreich erlassene Gesetze gelten in den TOM nur, wenn dies ausdrücklich erwähnt ist. Siehe auch: Liste der französischen Regionen, Liste der französischen Départements (nach Regionen geordnet)

Demographie

Zum 1. Januar 2004 wurde die Bevölkerung, einschließlich der Menschen in den Überseegebieten, auf 61,9 Millionen geschätzt. Nach Deutschland nimmt Frankreich in der EU den zweiten Platz bei der Bevölkerungszahl ein. Innerhalb der EU hat Frankreich einen Bevölkerungsanteil von 13 %. Im Jahre 2003 kamen auf 792.600 Geburten 560.300 Sterbefälle, das entspricht einem Überschuss von 232.300 Personen. 2004 betrug die Geburtenrate 1,9. Am Stichtag 1. Januar 2004 waren 16,2 % der Bevölkerung älter als 65 Jahre, gegenüber 14,6 % im Jahre 1994. Im selben Zeitraum ist der Anteil der unter 20-Jährigen von 26,7 % auf 25,3 % gesunken. 2003 wurden 280.300 Ehen geschlossen, das sind 6.000 (-2,1 %) weniger als 2002, wobei das Durchschnittsalter bei den Männern 30,4 Jahre und bei den Frauen 28,3 Jahre betrug. Die Kindersterblichkeit beträgt zur Zeit 4,28 ‰. Der durchschnittliche männliche französische Staatsbürger hat eine Lebenserwartung von 76,7 Jahren, während die Frauen auf 83,8 Jahre kommen.

Ethnische Gruppen


- Franzosen
- Bretonen
- Basken
- Italiener (einschließlich Korsen)
- Elsässer/Alemannen, Rheinfranken/Franken
- Flamen (Niederfranken)
- 4,5 Millionen Araber
- Katalanen
- Flamen
- Polen
- andere Ausländer

Sprachen

Neben der (einzigen) Amtssprache Französisch gibt es zahlreiche Minderheitssprachen, über deren Sprecherzahlen aber keine auch nur halbwegs gesicherten Daten vorliegen:
- Bretonisch,
- Deutsch in den Dialekten
  - Elsässisch (Elsass)
  - Rheinfränkisch bzw. Lothringisch (nördliches und östliches Lothringen),
- Niederfränkisch bzw. Flämisch (Flandern, an der Grenze zu Belgien),
- Baskisch (in den zentralen und östlichen Pyrenäen),
- Katalanisch (im Roussillon),
- Korsisch,
- Italienisch (an der französischen Riviera),
- Okzitanisch (in Südfrankreich) mit dem Dialekt
  - Provenzalisch (nur noch wenige Sprecher)
- Polnisch Daneben existieren in Nordfrankreich mehrere enger mit dem Französischen verwandte romanische Oïl-Sprachen, die teilweise als französische Dialekte angesehen werden: Picard, Normannisch, Gallo, Poitevin-Saintongeais, Champanois und Morvandiau.

Religionen

Frankreich ist offiziell ein laizistischer Staat, das heißt, Staat und Religionsgemeinschaften sind vollkommen voneinander getrennt. Da von staatlicher Seite keine Daten über die Religionszugehörigkeit der Einwohner erhoben werden, beruhen alle Angaben über die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung auf Schätzungen oder den Angaben der Religionsgemeinschaften selbst und weichen deshalb oft erheblich voneinander ab, weshalb auch die folgenden Zahlen mit Vorsicht zu behandeln sind. 85 % der Franzosen sind katholisch (also etwa 51 Mio.) und etwa 8 % Muslime (etwa 4,8 Mio.). Daneben gibt es protestantische und jüdische Minderheiten, die zusammen etwa 3 % ausmachen. 4 % gehören keiner Religion an, Tendenz davon steigend. Das sind jedoch Schätzungen.

Bildungswesen

Wie in fast allen europäischen Staaten (Ausnahme: z. B. Deutschland) herrscht eine Bildungspflicht, die im Ggs. zur Schulpflicht auch durch Hausunterricht (Homeschooling) oder durch selbstständiges Lernen abgegolten werden kann. Die Zahl der unbeschulten Kinder und Jugendlichen wird gegenwärtig auf etwa 10.000 geschätzt. Der Staat bietet folgende Schulformen an: Lernen
- Vorschule: Maternelle
- Grundschule: école élémentaire
- weiterführende Schulen: collège (das mit dem brevet abgeschlossen wird), gefolgt von
  - lycée
  - lycée professionnel
  - oder CFA für Auszubildende in Betrieben
- Hochschulreife:
  - baccalauréat nach insgesamt 12 Schuljahren; nach elf Schuljahren wird je nach Schulzweig (naturwissenschaftlich, wirtschaftlich oder literarisch) schon ein Teil der Prüfungen bewältigt
  - baccalauréat professionnel nach 13 Schuljahren für Abgänger des lycée professionnel oder des CFA
- Studium (1. und 2. Jahr):
  - Normalweg: DEUG
  - Eliteweg: classe préparatoire (zur Vorbereitung auf Grande école)
- Studium (3. und 4. Jahr):
  - Normalweg: licence und maîtrise oder école d'ingenieur oder école de commerce
  - Eliteweg: Grande école (ENS, ENA etc.)
- Studium (5. Jahr):
  - DESS oder DEA. Letzteres dient auch zur Auswahl für eine eventuell sich anschließende Doktorarbeit (thèse) Im Zuge der europaweiten Harmonisierung der Studienabschlüsse im Rahmen des Bologna-Prozess wird auch an französischen Hochschulen das System LMD eingeführt. LMD bedeutet, dass nacheinander die Licence bzw. Bachelor (nach 3 Jahren), der Master (nach 5 Jahren) und das Doktorat (nach 8 Jahren) erworben werden können. Die bisherigen nationalen Diplome (DEUG, Maîtrise, DEA/DESS) werden an manchen Universitäten übergangsweise noch bescheinigt, fallen ab Ende 2006 aber weg. Siehe auch: Schulsystem in Frankreich, Liste der Bildungsminister von Frankreich, Liste der Universitäten in Frankreich, École Polytechnique (Paris), Kindergeld

Wirtschaft

Traditionell ist in Frankreich die Wirtschaftspolitik von vergleichsweise starken staatlichen Eingriffen gelenkt. Hier spielt die historische Rolle des Merkantilismus – im Speziellen des Colbertismus – im Land eine Rolle. Frankreich ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Die Schlüsselindustrien, besonders Energiewirtschaft, sind bislang unter staatlicher Kontrolle; Frankreich ist ein bedeutender Produzent von Atomstrom, und Deutschland sein wichtigster Kunde. In Frankreich wird ca. 80 Prozent der Elektrizität mit Atomkraftwerken produziert. Damit hat Frankreich neben Litauen momentan (Anfang 2005) den höchsten Prozentsatz an Atomstromproduktion der Welt. (Siehe auch: Liste der Kernkraftanlagen) Wein steht in der französischen Ausfuhrliste an fünfter Stelle: nach Autos, Flugzeugen, pharmazeutischen Produkten und Elektronik. (Siehe auch: Weinbaugebiete in Frankreich)
- Tourismus (z. B. Logis de France) Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im 1. Quartal 2004 um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im 4. Quartal 2003 waren es 0,6 Prozentpunkte. Die Erwerbstätigenstruktur hat sich gegenüber früher grundlegend gewandelt, so arbeiteten 2003 nur mehr 4 % der Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, in der Industrie waren es 24 %, wohingegen 72 % im Dienstleistungsbereich tätig waren. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Frankreichs (2003): Es exportiert 14,9 % seines Exportvolumens nach Deutschland, das seinerseits am Import mit 19,1 % beteiligt ist. Die Inflationsrate betrug 2,1 % (2004). Die Arbeitslosenzahl belief sich im Januar 2005 auf 10 %, das sind 2.716.000 Erwerbslose.

Die größten französischen Unternehmen 2003 (ohne Banken und Versicherungen)

# Total – Umsatz 104,7 Mrd. € – 11.000 Beschäftigte # Carrefour – Umsatz 70,5 Mrd. € – 419.000 Beschäftigte # PSA Peugeot Citroën – Umsatz 54,2 Mrd. € – 200.000 Beschäftigte # France Télécom – Umsatz 46,1 Mrd. € – 222.000 Beschäftigte # EDF – Umsatz 44,9 Mrd. € – 167.000 Beschäftigte # Suez – Umsatz 39,6 Mrd. € – 171.000 Beschäftigte # Les Mousquetaires – Umsatz 38,4 Mrd. € – 112.000 Beschäftigte # Renault – Umsatz 37,5 Mrd. € – 140.000 Beschäftigte # Publicis Groupe – Umsatz 32,2 Mrd. € – 35.000 Beschäftigte # Saint-Gobain – Umsatz 29,6 Mrd. € – 172.000 Beschäftigte # Groupe Auchan – Umsatz 28,7 Mrd. € – 156.000 Beschäftigte # Veolia Environnement – Umsatz 28,6 Mrd. € – 257.000 Beschäftigte # Centres Leclerc – Umsatz 27,2 Mrd. € – 84.000 Beschäftigte

Kultur

Frankreich leitet seinen Rang in Europa und der Welt auch aus den Eigenheiten seiner Kultur ab, die sich insbesondere über die Sprache definiert (Sprachschutz- und -pflegegesetzgebung). In der Medienpolitik wird die eigene Kultur und Sprache durch Quoten für Filme und Musik gefördert. Frankreich verfolgt in der Europäischen Union, der UNESCO und der WTO mit Nachdruck seine Konzeption der Verteidigung der kulturellen Vielfalt („diversité culturelle“): Kultur ist keine Ware, die schrankenlos frei gehandelt werden kann. Landesweite Pflege und Erhalt des reichen materiellen kulturellen Erbes wird als Aufgabe von nationalem Rang angesehen. Dieses Verständnis wird durch staatlich organisierte oder geförderte Maßnahmen, die zur Bildung eines nationalen kulturellen Bewusstseins beitragen, wirksam in die Öffentlichkeit transportiert. Im jährlichen Kulturkalender fest verankerte Tage des nationalen Erbes, der Musik oder des Kinos beispielsweise finden lebhaften Zuspruch in der Bevölkerung. Großzügig zugeschnittene kulturelle Veranstaltungen entsprechen dem Selbstverständnis Frankreichs als Kulturnation und von Paris als Kulturmetropole. Die Förderung eines kulturellen Profils der regionalen Zentren in der Provinz wird verstetigt. Siehe auch: Liste französischer Schriftsteller, Liste französischer Komponisten, Burgen und Schlösser in Frankreich

Nationalparks

Die heutigen Nationalparks haben eine Gesamtfläche von 992.000 ha. Die Kernbereiche, die rund 371.000 ha ausmachen, stehen unter strengem Schutz. Es gibt 30 regionale Naturparks, die eine Fläche von 5.020.000 ha haben.
- Naturreservat Cap Sizun
- Regionalpark Armorique
- Naturreservat Les Sept lles
- Naturreservat Cap Frehel
- Naturreservat Pointe d' Arcay
- Naturreservat Golfe du Morbihan
- Regionalpark Briere
- Naturreservat Baie de Bourgneuf
- Naturreservat St. Denis-du-Payre
- Naturreservat Baie de l' Aiguillon
- Naturreservat Banc d' Arguin
- Vogel-Naturreservat Marquenterre
- Naturreservat Vallee de La Grande Pierre et de Vitain
- Naturreservat Le Lac de La Foret d'Orient
- Pyrenäen -Nationalpark
- Regionalpark Vosges du Nord
- Regionalpark Volcans d'Auvergne
- Nationalpark Cevennen
- Naturreservat und Vogelschutzpark Villars-les-Dombes
- Regionalpark Pilat
- Regionalpark Vercors
- Naturreservat Aiguilles Rouges
- Naturreservat Marais du Bout du Lac d' Annecy
- Nationalpark Vanoise
- Nationalpark Ecrins
- Regionalpark Luberon
- Nationalpark Mercantour
- Naturreservat und Regionalpark Camargue
- Nationalpark Port-Cros
- Korsischer Regionalpark
- Scandola Naturreservat
- Korsischer Nationalpark

Sport

Die populärste Sportart Frankreichs ist der Fußball. Als identitätsstiftendes Band gerade zwischen den verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen Frankreichs gilt die französische Fußball-Nationalmannschaft, die so genannte équipe tricolore (siehe auch: Fußball in Frankreich). Aktuell stellt Lyon den französischen Fussballmeister. Weitere populäre Sportarten sind der Radsport (insbesondere im Juli, während der dreiwöchigen Tour de France), Rugby, Leichtathletik, Formel 1 (Großer Preis von Frankreich in Magny Cours) und Tennis (French Open in Paris). In Frankreich fanden bereits mehrmals Olympische Spiele statt: Sommerspiele 1900 und 1924 in Paris, Winterspiele in Chamonix 1924, Grenoble 1968 und Albertville 1992. Siehe auch: Skigebiete in Frankreich

Medien

Die wichtigsten französischen Printmedien sind die nationalen Tageszeitungen:
- Le Monde und Libération (linksorientiert, Druckauflage 2003 ca. 500.000 bzw. 200.000 Exemplare)
- Le Figaro (konservativ, Auflage: 450.000 Exemplare)
- Les Echos, La Tribune (Wirtschaft, 180.000 bzw. 125.000 Exemplare)
- L'Humanité (kommunistisch, 74.000 Exemplare)
- La Croix (katholisch, 114.000 Exemplare)
- L'Equipe (Sport, 485.000 Exemplare und damit die meistgelesene Zeitung überhaupt mit sieben Lesern pro Ausgabe) Die wichtigsten Nachrichtenmagazine in Frankreich:
- Le Nouvel Observateur (400.000 Exemplare)
- L'Express (400.000 Exemplare)
- Le Point (400.000 Exemplare)
- L'événement du Jeudi Größte Regionalzeitung ist die Ouest France mit einer Druckauflage von 900.000 Exemplaren. Bedeutend ist auch das jeweils mittwochs erscheinende Investigations- und Satireblatt Le Canard enchaîné mit einer Auflage von 550.000 Exemplaren.

Feiertage

Militär

Frankreich hat eine Berufsarmee mit 300.000 Soldaten.

Siehe auch


- Chronologie französischsprachiger Zeitungen und Zeitschriften
- Französische Küche
- Nachrichtendienste Frankreichs
- Liste bedeutender Franzosen
- Liste der Präsidenten Frankreichs
- Die schönsten Dörfer Frankreichs
- Weinbaugebiete in Frankreich

Literatur


- Alfred Pletsch: Länderkunde Frankreich. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), 2. Auflage 2003, ISBN 3534116917
- Wilfried Loth: Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main, 1995 ISBN 3-596-10860-8
- Bernhard Schmidt, Jürgen Doll, Walther Fekl, Siegfried Loewe und Fritz Taubert: Frankreich-Lexikon. Schlüsselbegriffe zu Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Geschichte, Kultur, Presse- und Bildungswesen. 2. überarbeitete Auflage 2005, 1224 Seiten, ISBN 3-503-06184-3
- Ralf Nestmeyer: Französische Dichter und ihre Häuser. Insel Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-458-34793-3

Weblinks

20px Portal:Frankreich
- [http://www.diplomatie.gouv.fr/index.de.html Website des französischen Außenministeriums]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=46 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.frankreich-forum.de/ Frankreich Forum]
- [http://www.lesvilles.de/ Lokalportal für alle französischen Regionen und Städte]
- [http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanistik/ Romanistik im Internet: Kultur, Literatur und Politik]
Kategorie:Staat !Frankreich Kategorie:Land in der EU Kategorie:Mittelmeer als:Frankreich fiu-vro:Prantsusmaa ja:フランス ko:프랑스 ms:Perancis simple:France th:ประเทศฝรั่งเศส zh-min-nan:Hoat-kok

8. September

Der 8. September ist der 251. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 252. in Schaltjahren) - somit bleiben 114 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1278 - Das Fürstentum Andorra wird mit dem Paréage-Vertrag gegründet.
- 1504 - Michelangelo präsentiert die legendäre, über 4m hohe David-Statue.
- 1565 - Eine spanische Expedition landet in Florida und gründet die erste ständige europäische Siedlung auf amerikanischem Boden.
- 1565 - Ende der türkischen Belagerung Maltas
- 1755 - Briten und Franzosen bekämpfen sich in der Schlacht am Lake George.
- 1760 - Die Garnison von Montréal kapituliert vor den Briten unter General Jeffrey Amherst. Damit endet de facto die französische Herrschaft in Kanada.
- 1805 - Einmarsch österreichischer Truppen in das mit Frankreich verbündete Kurfürstentum Bayern. Beginn des Zerfalls des Heiligen Römischen Reichs
- 1855 - Die Festung Sewastopol ergibt sich der britisch-französischen Armee; die Niederlage Russlands ist der Anfang vom Ende des siebten Russisch-Türkischen Krieges.
- 1926 - Einstimmige Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund
- 1941 - Nach der Eroberung von Schlüsselburg durch die Wehrmacht beginnt die Belagerung von Leningrad.
- 1943 - Beginn der deutschen Besatzung in Albanien
- 1947 - Die "Exodus"-Passagiere werden von der britischen Marine im Hamburger Hafen vor den Augen der internationalen Presse mit Gewalt von Deck gebracht und in Lager bei Lübeck verbracht.
- 1949 - Adolf Grimme wird Generaldirektor des NWDR.
- 1954 - Nach dem Vorbild der NATO gründet sich in Manila die SEATO, mit dem Ziel, die Ausbreitung des Kommunismus in Südostasien zu stoppen.
- 1974 - US-Präsident Gerald Ford begnadigt den wegen der Watergate-Affäre zurückgetretenen Ex-Präsidenten Richard Nixon.
- 1980 - Gründung der Deutschen Schule New York, USA
- 1991 - Mazedonien wird unabhängig.
- 1999 - Die Annäherung der Schweiz an die EU wird vom Parlament unterstützt.
- 2002 - In Österreich treten die Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (FPÖ) und zwei weitere Minister, ebenfalls FPÖ zurück. Daraufhin kündigt Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) Neuwahlen an.

Wirtschaft


- 1883 - Die Northern Pacific Railroad von Chicago nach Seattle wird vollendet.
- 2000 - Albanien wird Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).

Wissenschaft, Technik


- 1915 - In England wird der erste von Ingenieur William Tritton entwickelte Panzerkampfwagen fertig gestellt

Kultur


- 1777 - Uraufführung der Oper Medonte, Rè di Epiro von Giuseppe Sarti am Teatro della Pergola in Florenz.
- 1949 - Uraufführung der Operette Abschiedswalzer von Ludwig Schmidseder in Wien.
- 1961 - Unter dem Titel „Unternehmen Stardust“ erscheint Heft 1 der Science Fiction-Serie Perry Rhodan.
- 1966 - Uraufführung der Oper Hero und Leander von Günter Bialas im Nationaltheater Mannheim.
- 1971 - Uraufführung des Theaterstückes Mass von Leonard Bernstein im Kennedy Center in Washington (D.C.)

Religion


- 1907 - Papst Pius X. veröffentlicht die gegen den Modernismus in der Katholischen Kirche gerichtete Enzyklika Pascendi

Katastrophen


- 1900 - Der sogenannte Galveston Hurrikan von 1900 zerstört die texanische Stadt Galveston, die in der Folge zu wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit herabsinkt. Offizielle Berichte schätzen die Anzahl der Toten auf 8000.
- 1905 - Ein Erdbeben der Stärke 7,9 in Kalabrien, Italien fordert etwa 2500 Tote.
- 1923 - Durch einen Navigationsfehler der Geschwaderführung stranden 7 Zerstörer der US-Navy am Point Arguello nördlich von Los Angeles. 22 Tote und der Totalverlust aller 7 Schiffe sind die Folge.
- 1989 - Kopenhagen, Dänemark. Absturz einer Convair 580. 55 Menschen sterben.
- 1994 - Pittsburgh, Pennsylvania, USA. Eine Boeing 737 der USAir aus Chicago stürzt während des Landeanflugs ab, nachdem das Seitenruder außer Kontrolle geraten war. Alle 132 Menschen an Bord sterben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

Leichtathletik
- 1157 - Richard I. Löwenherz, König von England
- 1207 - Sancho II., vierter König von Portugal aus dem Hause Burgund
- 1474 - Ludovico Ariosto, italienischer Renaissancedichter
- 1591 - Angélique Arnauld, französische Äbtissin
- 1621 - Louis II. de Bourbon, prince de Condé, französischer Feldherr
- 1760 - Luigi Cherubini, italienischer Komponist
- 1774 - Anna Katharina Emmerick, Ordensschwester (im Augustiner-Orden) und Mystikerin
- 1778 - Clemens Brentano, deutscher Schriftsteller
- 1783 - N.F.S. Grundtvig, dänischer Theologe, Philosoph, Nationaldichter und Volkspädagoge
- 1804 - Eduard Mörike, deutscher Lyriker und Erzähler
- 1819 - António Maria de Fontes Pereira de Melo, portugiesischer Politiker und Staatsmann aus der Zeit der portugiesischen Monarchie
- 1830 - Frédéric Mistral, französischer Dichter und Linguist. Literaturnobelpreis 1904
- 1831 - Wilhelm Raabe, deutscher Erzähler
- 1838 - Karl Weyprecht, österreichisch-ungarischer Marineoffizier und Arktisforscher
- 1841 - Antonín Dvořák, tschechischer Komponist
- 1849 - Gustav Schreck, deutscher Komponist (Thomaskantor 1893-1918)
- 1857 - Georg Michaelis, deutscher Jurist und Politiker
- 1864 - Jakob von Uexküll, estnischer Biologe und Philosoph
- 1871 - Franz Karl Ginzkey, österreichischer Dichter und Schriftsteller
- 1873 - Alfred Jarry, französischer Schriftsteller
- 1881 - Harry Hillman, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1893 - Erik Reger, deutscher Schriftsteller
- 1894 - Willem Pijper, niederländischer Komponist
- 1897 - Jimmie Rodgers, US-amerikanischer Musiker
- 1901 - Hendrik Frensch Verwoerd, südafrikanischer Politiker
- 1903 - Milton Brown, US-amerikanischer Musiker
- 1906 - Fritz Schilgen, deutscher Leichtathlet
- 1910 - Jean-Louis Barrault, französischer Schauspieler und Regisseur
- 1910 - Irmfried Eberl, medizinischer Leiter der "Euthanasie"-Anstalten Brandenburg und Bernburg und Leiter des Vernichtungslagers Treblinka
- 1911 - Lee Wallard, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1918 - Sir Derek Barton, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1920 - Ernst-Alfred Jauch, deutscher Journalist
- 1925 - Peter Sellers, britischer Schauspieler
- 1929 - Christoph von Dohnányi, deutscher Dirigent und Intendant
- 1929 - Harland Howard, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1930 - Mario Adorf, deutsch-italienischer Schauspieler
- 1932 - Patsy Cline, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1933 - Michael Frayn, englischer Schriftsteller
- 1934 - Peter Maxwell Davies, britischer Komponist und Musikpädagoge
- 1934 - Billy Parsons, US-amerikanischer Sänger
- 1935 - John Sylvia, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Helga Hahnemann, deutsche Schauspielerin
- 1938 - Wolfgang Bötsch, deutscher Politiker und Bundespostminister
- 1938 - Wibke Bruhns, deutsche Journalistin
- 1941 - Dante Drawty, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Sal Valentino, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Ulrike Wolf, deutsche Journalistin (Tagesthemen)
- 1944 - Ali Benflis, algerischer Politiker und Premierminister
- 1945 - Kelly Groucutt, britischer Musiker (ELO)
- 1945 - Christiane Krüger, deutsche Schauspielerin (Tochter von Hardy Krüger)
- 1945 - Vinko Puljić, Erzbischof von Sarajevo und Kardinal
- 1946 - Dean Daughtry, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Krzysztof Krawczyk, polnischer Sänger
- 1946 - Ron McKernan, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1947 - Benjamin Orr, US-amerikanischer Musiker
- 1957 - Heather Thomas, US-amerikanische Schauspielerin
- 1962 - Thomas Kretschmann, deutscher Schauspieler
- 1970 - Neko Case, amerikanische Country- und Rocksängerin
- 1971 - David Arquette, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 1972 - Markus Babbel, deutscher Fußballspieler
- 1973 - Lorraine Graham, jamaikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1979 - Péter Lékó, ungarischer Schachspieler
- 1979 - Pink, US-amerikanische Sängerin
- 1981 - Jonathan Taylor Thomas, US-amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 394 - Arbogast der Ältere, - fränkischer Feldherr
- 725 - Korbinian, christlicher Missionar in Bayern
- 1102 - Albert von Sabina, als Papst Albert Gegenpapst von Paschalis II.
- 1134 - Alfons I., König von Aragon
- 1613 - Carlo Gesualdo, italienischer Fürst und Komponist
- 1654 - Petrus Claver, spanischer Jesuit, Missionar und Priester
- 1659 - Friedrich V. von Baden-Durlach, Markgraf von Baden-Durlach
- 1660 - Daniel Czepko, deutscher Dichter
- 1696 - Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen, deutscher Schriftsteller
- 1757 - Hans Karl von Winterfeldt, preußischer General und der Intimfreund Friedrich II.
- 1811 - Peter Simon Pallas, deutscher Naturforscher
- 1822 - Josef Karel Ambrož, tschechischer Komponist
- 1851 - Joseph Anselm Feuerbach, Archäologe und Professor der Philologie
- 1864 - Johannes von Geissel, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1882 - Joseph Liouville, französischer MathematikerJoseph Liouville
- 1894 - Hermann von Helmholtz, deutscher Physiologe und Physiker
- 1895 - Adam Opel, Gründer der Firma Opel
- 1901 - Johannes von Miquel, preußischer Politiker und Reformer
- 1902 - James Hobrecht, deutscher Stadtplaner
- 1911 - Jan Maurycy Pawel Puzyna de Kosielsko, Kardinal und Bischof von Krakau
- 1920 - Rudolf Mosse, deutscher Geschäftsmann und Verleger
- 1922 - Léon Bonnat, französischer Maler
- 1928 - Ulrich Graf Brockdorff-Rantzau, erster Außenminister der Weimarer Republik
- 1932 - Christian von Ehrenfels, österreichischer Philosoph
- 1933 - Faisal I., Herrscher in Irak und Syrien
- 1933 - Theodor Fritsch, deutscher Publizist
- 1943 - Julius Fučík, tschechischer Schriftsteller und Kulturpolitiker
- 1944 - Josef Wirmer, deutscher Widerstandskämpfer, NS-Opfer
- 1944 - Paul Lejeune-Jung, Reichstagsabgeordneter, Widerstandskämpfer, NS-Opfer
- 1944 - Ulrich von Hassell, deutscher Diplomat und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1944 - Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, deutscher Großgrundbesitzer, Offizier und Widerstandskämpfer
- 1947 - Victor Horta, belgischer Architekt
- 1948 - Georg Schmückle, deutscher Schriftsteller
- 1949 - Richard Strauss, deutscher Komponist und Dirigent
- 1953 - Johannes Baumann, Schweizer Politiker und Bundespräsident
- 1955 - Jan de Jong, Erzbischof von Utrecht und Kardinal
- 1962 - Josef Ferdinand Kleindinst, deutscher Politiker und MdB
- 1965 - Dorothy Dandridge, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 1965 - Hermann Staudinger, deutscher Chemiker
- 1969 - Alexandra David-Néel, französische Reiseschriftstellerin
- 1976 - Willem Janssen, niederländischer Fußballspieler
- 1977 - Carl von Campe, deutscher Politiker
- 1977 - Zero Mostel, US-amerikanischer Schauspieler
- 1979 - Jean Seberg, US-amerikanische Schauspielerin
- 1980 - Hermann Claudius, deutscher Heimatdichter
- 1980 - Willard Frank Libby, US-amerikanischer Chemiker
- 1981 - Hideki Yukawa, japanischer Physiker
- 1983 - Antonin Magne, französischer Radrennfahrer
- 1984 - Johnnie Parsons, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1985 - John Franklin Enders, US-amerikanischer Bakteriologe
- 1987 - Gordon M. Gollob, deutscher Jagdflieger und General der Jagdflieger
- 1987 - Klaus Immelmann, deutscher Verhaltensbiologe
- 1991 - Brad Davis, US-amerikanischer Schauspieler
- 1995 - Erich Kunz, österreichischer Opernsänger
- 1995 - Zhang Ailing, chinesisch-amerikanische Schriftstellerin
- 1997 - Vladimir Sommer, tschechischer Komponist
- 1999 - Lagumot Harris, nauruischer Politiker und ehemaliger Präsident
- 1999 - Moondog, US-amerikanischer Komponist
- 2002 - Georges-André Chevallaz, schweizerischer Politiker
- 2003 - Leni Riefenstahl, deutsche Fotografin, Schauspielerin und Regisseurin
- 2004 - Fritha Goodey, britische Schauspielerin
- 2004 - James A. Westphal, US-amerikanischer Astronom und Geologe
- 2004 - Raymond Marcellin, französischer Politiker

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Andorra (Unabhängigkeitstag von 1278)
- Weltbildungstag/Weltalphabetisierungstag (UNESCO)
- katholischer Festtag "Mariä Geburt"
- Sergius I., Papst
- Korbinian, erster Bischof von Freising
- Isaak, Bischof in Armenien
- Heilige Adela

Siehe auch


- 7. September - 9. September
- 8. August - 8. Oktober
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0908 ja:9月8日 ko:9월 8일 simple:September 8

1278

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 26. August - Rudolf I. von Habsburg besiegt Ottokar II. Przemysl in der Schlacht auf dem Marchfeld. Beginn der Herrschaft der Habsburger
- 8. September - Das Fürstentum Andorra wird mit dem Paréage-Vertrag gegründet.

Geboren


- 10. November - Philipp I. von Tarent, Fürst von Tarent, Despot von Epirus, Fürst von Achaia und Titularkaiser von Konstantinopel († 1332)
- Robert von Anjou auch der Weise genannt, dereinst König von Neapel.

Gestorben


- 26. August - Ottokar II., König von Böhmen (
- um 1233)
- Boleslaw II., Herzog von Niederschlesien (
- um 1217) ko:1278년

Hochtal

Als Hochtal bezeichnet man ein Tal, welches sich im oberen Drittel eines Gebirges befindet. Das größte und berühmteste Hochtal befindet sich in Himalaya. Das größte Hochtal im Himalaya und damit eines der größten der Welt ist das Kathmandu-Tal in 1350 m Höhe über NN. Kategorie:Physische Geographie

Meter

Das Meter (v. griech.: μέτρον/métron = Maß, -messer) – auch der Meter, in der Schweiz und Österreich immer der Meter – ist die SI-Basiseinheit der Länge. Das Einheitenzeichen des Meters lautet m und das Formelzeichen der Länge l.

Aktuelle Definition

Das Meter ist definiert als die Strecke, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1/299.792.458 Sekunde zurücklegt. Zur Umstellung von der Länge eines standardisierten Messstabes auf die zeitbasierte kam es, weil die Messung von Zeiten zwischenzeitlich wesentlich genauer erfolgt, als die Messung von Längen.

Alte Definitionen

Der Definition des Meters gingen einige Vorschläge voraus, eine universelle Längeneinheit zu definieren, die nicht – wie damals üblich – von den Abmessungen der Gliedmaßen des jeweiligen Herrschers abgeleitet war. So schlug der Abt Jean Picard zum Beispiel 1668 vor, als Längeneinheit die Länge eines Pendels zu verwenden, das eine halbe Periodendauer von einer Sekunde hatte (Sekundenpendel). Ein solches Pendel hat die Länge von 0,994 m und käme damit der heutigen Definition eines Meters ziemlich nahe. Der Begriff Meter für diese Längeneinheit wurde allerdings zum ersten Mal von Tito Livio Burattini im Jahr 1675 verwendet. Er bezeichnete die Länge des Sekundenpendels als Metro Cattolico (katholischer Meter). 1675 Im Jahr 1793 wurde der Meter dann als der 40-millionste Teil der Länge des Erdmeridians, auf dem Paris liegt, also auf den zehnmillionsten Teil der Entfernung vom Pol zum Äquator, festgelegt. Im Jahr 1795 wurde ein Prototyp dieses Meters in Messing, im Jahr 1799 schließlich als Urmeter in Platin gegossen. Zur Bestimmung der Länge des Urmeters dienten die Ergebnisse der von Jean-Baptiste Joseph Delambre und Pierre Méchain zwischen 1792 und 1799 vorgenommenen Vermessung des Meridianbogens zwischen Dünkirchen und Barcelona. Genauere Vermessungen der Erde kamen später allerdings zu dem Ergebnis, dass das Urmeter ein wenig zu kurz geraten war. 1889 wurde vom zwischenzeitlich gegründeten BIPM ein neuer Standard eingeführt. Dazu wurde der internationale Meterprototyp angefertigt, ein Stab mit kreuzförmigem Querschnitt aus einer Platin-Iridium-Legierung im Verhältnis 90:10 und ein Meter wurde festgelegt als der Abstand der Mittelstriche zweier Strichgruppen bei einer Temperatur von 0 °C. Damit richtete sich das Meter nicht mehr nach der Vermessung der Erde. Kopien dieses Meterprototyps wurden an die Eichinstitute in vielen Ländern vergeben. Von 1960 bis 1983 war das Meter das 1.650.763,73-fache der Wellenlänge der sich im Vakuum ausbreitenden Strahlung, die von Atomen des Nuklids Krypton-86 beim Übergang vom Zustand 5d5 zum Zustand 2p10 ausgesandt wird. Seit 1983 wird das Meter als die Strecke definiert, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1/299.792.458 Sekunde zurücklegt. Der Grund für diese Neudefinition ist, dass mittlerweile die Zeit (mit Atomuhren) viel genauer messbar ist als Strecken. Dies hat auch zur Folge, dass die Lichtgeschwindigkeit nun nicht mehr gemessen werden kann, sondern als Konstante festgelegt ist mit 299.792.458 m/s.

Abgeleitete Maßeinheiten

Im folgenden werden einige Beispiele für verschiedene Längen beschrieben. Zu den Vorsilben siehe auch die Liste der Vorsilben für Maßeinheiten.

Bekannte

Kilometer

Ein Kilometer, abgekürzt km, entspricht 1.000 Metern: 1 km = 103 m.

Zentimeter

Ein Zentimeter (veraltet auch Centimeter), abgekürzt cm, entspricht dem Hundertstel eines Meters: 1 cm = 10-2 m oder 0,01 m. Der Zentimeter ist die cgs-Einheit der Länge. Siehe auch: inch

Millimeter

Ein Millimeter, abgekürzt mm, entspricht dem Tausendstel eines Meters: 1 mm = 10-3 m oder 0,001 m.

Mikrometer

Ein Mikrometer (veraltet auch Mikron nach seiner alten Bezeichnung, oder My nach dem griechischen Buchstaben µ), abgekürzt µm, entspricht dem Millionstel eines Meters: 1 µm = 10-6 m = 0,000 001 m. Oder 1 µm = 10-3 mm, also ein eintausendstel Millimeter. My bezeichnet darüber hinaus im umgangssprachlichen Gebrauch oft kleinste Längen, die gerade noch erkennbar sind, obwohl ein Mikrometer eigentlich nicht mit freiem Auge wahrgenommen werden kann. Die Messschraube, ein Längenmessgerät, wird wegen ihrer Genauigkeit oft Mikrometerschraube oder kurz Mikrometer genannt.

Nanometer

Ein Nanometer, abgekürzt nm, entspricht dem Milliardstel eines Meters: 1 nm = 10-9 m. Oder 1 nm = 10-6 mm, also ein millionstel Millimeter. Ein Nanometer entspricht in einen Stück Metall ungefähr einer Strecke von vier benachbarten Atomen. Die kleinsten mit einem Lichtmikroskop erkennbaren Strukturen sind etwa 500 nm groß. Zur Untersuchung von Strukturen unterhalb von 500 nm verwendet man Rasterelektronenmikroskope, Rastertunnelmikroskope oder Rasterkraftmikroskope. siehe auch: Nanotechnologie

Pikometer

Ein Pikometer (veraltet auch Picometer), abgekürzt pm, entspricht dem Billionstel eines Meters: 1  pm = 10-12 m. Der Pikometer ist geeignet für Messungen innerhalb der Atomhüllen. Ein Atom hat einen Durchmesser zwischen 50 und 600 pm. Der Durchmesser eines Atomkerns liegt um 0,01 pm. 100 pm = 1 Ångström.

Femtometer

Ångström Ein Femtometer (Einheitenzeichen: fm), ist das Billiardstel eines Meter:und ein Billionstel von einen Millimeter 1 fm = 10-15 m. Der Femtometer wurde früher in der Atom- und Kernphysik auch als Fermi bezeichnet; seine Verwendung führt zu übersichtlichen Zahlenwerten bei der Angabe von Atomkern-Durchmessern. Denn der Durchmesser eines Atomkerns beträgt etwa 10 fm. Protonen und Neutronen haben einen Durchmesser von etwa 1,6 fm . Die kleinsten Atomradien messen 51000 fm = 51 pm.

Weniger bekannte


- Ein Megameter, abgekürzt Mm, entspricht 1.000 Kilometern = 106 m.
- Ein Myriameter entspricht 10.000 m = 10 km = 104 m. Der Gebrauch der Vorsilbe myria ist jedoch seit 1960 nicht mehr zulässig.
- Ein Hektometer abgekürzt hm, entspricht 100 m = 102 m.
- Ein Dekameter abgekürzt dam, entspricht 10 m = 101 m.
- Ein Dezimeter, abgekürzt dm, entspricht dem Zehntel eines Meters: 1 dm = 10-1 m.
- Ein Attometer, abgekürzt am, entspricht dem Trillionstel eines Meters: 1 am = 10-18 m.
- Ein Zeptometer, abgekürzt zm, entspricht dem Trilliardstel eines Meters: 1 zm = 10-21 m.
- Ein Yoktometer, abgekürzt ym, entspricht dem Quadrillionstel eines Meters: 1 ym = 10-24 m.

Siehe auch


- SI-Einheiten
- -metrie
- -meter
- Metrik
- Meterstab
- Maßeinheiten
- Längenmaß

Weblinks


- [http://www.ptb.de/de/wegweiser/einheiten/_index.html Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt PTB als "Hüterin der Einheiten"] Kategorie:SI-Einheit ja:メートル ko:미터 ms:Meter simple:Metre th:เมตร

Meter

Das Meter (v. griech.: μέτρον/métron = Maß, -messer) – auch der Meter, in der Schweiz und Österreich immer der Meter – ist die SI-Basiseinheit der Länge. Das Einheitenzeichen des Meters lautet m und das Formelzeichen der Länge l.

Aktuelle Definition

Das Meter ist definiert als die Strecke, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1/299.792.458 Sekunde zurücklegt. Zur Umstellung von der Länge eines standardisierten Messstabes auf die zeitbasierte kam es, weil die Messung von Zeiten zwischenzeitlich wesentlich genauer erfolgt, als die Messung von Längen.

Alte Definitionen

Der Definition des Meters gingen einige Vorschläge voraus, eine universelle Längeneinheit zu definieren, die nicht – wie damals üblich – von den Abmessungen der Gliedmaßen des jeweiligen Herrschers abgeleitet war. So schlug der Abt Jean Picard zum Beispiel 1668 vor, als Längeneinheit die Länge eines Pendels zu verwenden, das eine halbe Periodendauer von einer Sekunde hatte (Sekundenpendel). Ein solches Pendel hat die Länge von 0,994 m und käme damit der heutigen Definition eines Meters ziemlich nahe. Der Begriff Meter für diese Längeneinheit wurde allerdings zum ersten Mal von Tito Livio Burattini im Jahr 1675 verwendet. Er bezeichnete die Länge des Sekundenpendels als Metro Cattolico (katholischer Meter). 1675 Im Jahr 1793 wurde der Meter dann als der 40-millionste Teil der Länge des Erdmeridians, auf dem Paris liegt, also auf den zehnmillionsten Teil der Entfernung vom Pol zum Äquator, festgelegt. Im Jahr 1795 wurde ein Prototyp dieses Meters in Messing, im Jahr 1799 schließlich als Urmeter in Platin gegossen. Zur Bestimmung der Länge des Urmeters dienten die Ergebnisse der von Jean-Baptiste Joseph Delambre und Pierre Méchain zwischen 1792 und 1799 vorgenommenen Vermessung des Meridianbogens zwischen Dünkirchen und Barcelona. Genauere Vermessungen der Erde kamen später allerdings zu dem Ergebnis, dass das Urmeter ein wenig zu kurz geraten war. 1889 wurde vom zwischenzeitlich gegründeten BIPM ein neuer Standard eingeführt. Dazu wurde der internationale Meterprototyp angefertigt, ein Stab mit kreuzförmigem Querschnitt aus einer Platin-Iridium-Legierung im Verhältnis 90:10 und ein Meter wurde festgelegt als der Abstand der Mittelstriche zweier Strichgruppen bei einer Temperatur von 0 °C. Damit richtete sich das Meter nicht mehr nach der Vermessung der Erde. Kopien dieses Meterprototyps wurden an die Eichinstitute in vielen Ländern vergeben. Von 1960 bis 1983 war das Meter das 1.650.763,73-fache der Wellenlänge der sich im Vakuum ausbreitenden Strahlung, die von Atomen des Nuklids Krypton-86 beim Übergang vom Zustand 5d5 zum Zustand 2p10 ausgesandt wird. Seit 1983 wird das Meter als die Strecke definiert, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1/299.792.458 Sekunde zurücklegt. Der Grund für diese Neudefinition ist, dass mittlerweile die Zeit (mit Atomuhren) viel genauer messbar ist als Strecken. Dies hat auch zur Folge, dass die Lichtgeschwindigkeit nun nicht mehr gemessen werden kann, sondern als Konstante festgelegt ist mit 299.792.458 m/s.

Abgeleitete Maßeinheiten

Im folgenden werden einige Beispiele für verschiedene Längen beschrieben. Zu den Vorsilben siehe auch die Liste der Vorsilben für Maßeinheiten.

Bekannte

Kilometer

Ein Kilometer, abgekürzt km, entspricht 1.000 Metern: 1 km = 103 m.

Zentimeter

Ein Zentimeter (veraltet auch Centimeter), abgekürzt cm, entspricht dem Hundertstel eines Meters: 1 cm = 10-2 m oder 0,01 m. Der Zentimeter ist die cgs-Einheit der Länge. Siehe auch: inch

Millimeter

Ein Millimeter, abgekürzt mm, entspricht dem Tausendstel eines Meters: 1 mm = 10-3 m oder 0,001 m.

Mikrometer

Ein Mikrometer (veraltet auch Mikron nach seiner alten Bezeichnung, oder My nach dem griechischen Buchstaben µ), abgekürzt µm, entspricht dem Millionstel eines Meters: 1 µm = 10-6 m = 0,000 001 m. Oder 1 µm = 10-3 mm, also ein eintausendstel Millimeter. My bezeichnet darüber hinaus im umgangssprachlichen Gebrauch oft kleinste Längen, die gerade noch erkennbar sind, obwohl ein Mikrometer eigentlich nicht mit freiem Auge wahrgenommen werden kann. Die Messschraube, ein Längenmessgerät, wird wegen ihrer Genauigkeit oft Mikrometerschraube oder kurz Mikrometer genannt.

Nanometer

Ein Nanometer, abgekürzt nm, entspricht dem Milliardstel eines Meters: 1 nm = 10-9 m. Oder 1 nm = 10-6 mm, also ein millionstel Millimeter. Ein Nanometer entspricht in einen Stück Metall ungefähr einer Strecke von vier benachbarten Atomen. Die kleinsten mit einem Lichtmikroskop erkennbaren Strukturen sind etwa 500 nm groß. Zur Untersuchung von Strukturen unterhalb von 500 nm verwendet man Rasterelektronenmikroskope, Rastertunnelmikroskope oder Rasterkraftmikroskope. siehe auch: Nanotechnologie

Pikometer

Ein Pikometer (veraltet auch Picometer), abgekürzt pm, entspricht dem Billionstel eines Meters: 1  pm = 10-12 m. Der Pikometer ist geeignet für Messungen innerhalb der Atomhüllen. Ein Atom hat einen Durchmesser zwischen 50 und 600 pm. Der Durchmesser eines Atomkerns liegt um 0,01 pm. 100 pm = 1 Ångström.

Femtometer

Ångström Ein Femtometer (Einheitenzeichen: fm), ist das Billiardstel eines Meter:und ein Billionstel von einen Millimeter 1 fm = 10-15 m. Der Femtometer wurde früher in der Atom- und Kernphysik auch als Fermi bezeichnet; seine Verwendung führt zu übersichtlichen Zahlenwerten bei der Angabe von Atomkern-Durchmessern. Denn der Durchmesser eines Atomkerns beträgt etwa 10 fm. Protonen und Neutronen haben einen Durchmesser von etwa 1,6 fm . Die kleinsten Atomradien messen 51000 fm = 51 pm.

Weniger bekannte


- Ein Megameter, abgekürzt Mm, entspricht 1.000 Kilometern = 106 m.
- Ein Myriameter entspricht 10.000 m = 10 km = 104 m. Der Gebrauch der Vorsilbe myria ist jedoch seit 1960 nicht mehr zulässig.
- Ein Hektometer abgekürzt hm, entspricht 100 m = 102 m.
- Ein Dekameter abgekürzt dam, entspricht 10 m = 101 m.
- Ein Dezimeter, abgekürzt dm, entspricht dem Zehntel eines Meters: 1 dm = 10-1 m.
- Ein Attometer, abgekürzt am, entspricht dem Trillionstel eines Meters: 1 am = 10-18 m.
- Ein Zeptometer, abgekürzt zm, entspricht dem Trilliardstel eines Meters: 1 zm = 10-21 m.
- Ein Yoktometer, abgekürzt ym, entspricht dem Quadrillionstel eines Meters: 1 ym = 10-24 m.

Siehe auch


- SI-Einheiten
- -metrie
- -meter
- Metrik
- Meterstab
- Maßeinheiten
- Längenmaß

Weblinks


- [http://www.ptb.de/de/wegweiser/einheiten/_index.html Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt PTB als "Hüterin der Einheiten"] Kategorie:SI-Einheit ja:メートル ko:미터 ms:Meter simple:Metre