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André Hübner-Ochodlo

André Hübner-Ochodlo

André Hübner-Ochodlo (
- 1963 in Plauen) ist ein deutscher Theaterregisseur und Chansonnier. Hübner studierte Mitte der 1980er Jahre an der Universität Gießen Angewandte Theaterwissenschaft bei Professor Andrzej Wirth. Nach einem Studienaufenthalt in Moskau, wo er die Proben des Taganka-Theaters beobachtete und in Warschau am Jüdischen Theater, blieb er 1985 in Polen, wo er seitdem lebt. Am Musiktheater in Gdynia begann er ein vierjähriges Studium an der dortigen Musicalschauspielschule. Mit Schauspielstudenten gründete er in dieser Zeit eine alternative Theatergruppe unter dem Namen Teatr Atelier, deren Leiter er weiterhin ist. Mit dieser Gruppe entstanden vor allem polnische Uraufführungen deutscher Dramatiker. Seit Mitte der 1990er Jahre hat das Ensemble ein eigenes kleines Theater am Strand von Sopot, welches in der Sommermonaten modernes Theater spielt und Chansonabende präsentiert, die vor allem auch von Touristen gut angenommen werden. Seit 1994 arbeitete er eng mit der polnischen Schriftstellerin und Songtexterin Agnieszka Osiecka zusammen. Nach ihrem Tod 1997 erhielt das Teatr Atelier ihren Namen. Neben seiner Regietätigkeit begann er eine Karriere als Interpret jiddischer Lieder und zählt heute zu den anerkanntesten Künstlern in Europa, die sich um die Erinnerung an jiddischer Poesie längst vergangener Zeiten verdient machen. Seine Programme zeigte er in Schweden, Deutschland (u. a. Unterhaus in Mainz), Dänemark, Israel, USA und Kanada. Das ZDF portraitierte ihn für die Sendung Aspekte.

Wichtige Inszenierungen (jeweils polnische Uraufführungen)


- 1989 - Hamletmaschine von Heiner Müller
- 1990 - Judith von Friedrich Hebbel
- 1992 - Quartett von Heiner Müller
- 1994 - Weisman und Rotgesicht von George Tabori
- 1996 - Jubiläum von George Tabori
- 2001 - Der graue Engel von Moritz Rinke

Weblinks


- [http://www.ochodlo.com/ Homepage von André Hübner-Ochodlo] Hubner-Ochodlo, Andre Hubner-Ochodlo, Andre Hubner-Ochodlo, Andre Hubner-Ochodlo, Andre

1963

Ereignisse


- 1. Januar: Willy Spühler wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Verstaatlichung der Energiequellen tritt in Italien in Kraft
- 3. Januar: Walter Bruch meldet das Farbfernsehverfahren PAL (Phase alternation line) zum Patent an und führt es in Hannover vor
- 8. Januar: Verkündung des Bundesurlaubsgesetzes
- 13. Januar: Der erste Staatspräsident von Togo Sylvanus Epiphanio Olympio wird von Putschisten ermordet
- 22. Januar: Unterzeichnung des Deutsch-Französischen Vertrages
- 29. Januar: Kuwait. Erste Wahlen zur Nationalversammlung
- 8. Februar: Die Baath-Partei putscht und stürzt General Kassem. Sie übernimmt die Macht in Bagdad. Provisorischer Waffenstillstand an der kurdischen Front
- 27. Februar: Dominikanische Republik. Juan Bosch wird Staatspräsident
- 9. März: Afghanistan. Rücktritt von Premierminister Mohammad Daud
- 21. April: Das „Haus der Gerechtigkeit“, die höchste Institution der Baha'i Religion erstmals in Haifa, Israel, gewählt
- 14. Mai: Die Vogelfluglinie zwischen Hamburg und Kopenhagen wird eröffnet
- 14. Mai: Kuwait wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 25. Mai: Die Republik Niger wird Mitglied in der OAU (Organisation für Afrikanische Einheit)
- 26. Juni: US-Präsident John F. Kennedy hält anlässlich seines Berlin-Besuches die denkwürdige Rede vor dem Rathaus Schöneberg, die mit den auf deutsch gesprochenen Worten „Ich bin ein Berliner“ endet
- 30. Juni: Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini wird als Paul VI. (Papst) inthronisiert. Das Konklave ist beendet
- 11. Juli: Bei einer Razzia auf die Liliesleaf Farm im Johannesburger Township Rivonia (Südafrika) werden viele führende Mitglieder des African National Congress, unter ihnen Nelson Mandela, festgenommen
- 1. August: Die ehemals deutsche Gemeinde Selfkant, die 1949 an die Niederlande abgetreten wurde, wird gegen Zahlung von 280 Mio. D-Mark wieder deutsches Gebiet
- 5. August: In Moskau wird der Vertrag über das Verbot von Atomwaffentests in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser (Partieller Teststopp-Vertrag, Partial Test Ban Treaty, PTBT) zwischen den USA, der UdSSR und Großbritannien unterzeichnet
- 8. August: In Buckinghamshire, England überfällt eine Bande von insgesamt 15 Mitgliedern einen Postzug von Glasgow nach London und raubt £ 2,6 Mio
- 28. August: Beim „Marsch auf Washington“ hält Martin Luther King seine berühmte Rede „I have a dream“
- 1. September: Pierre-Paul Schweitzer, Frankreich, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 6. September: Eröffnung der Berliner Brücke in Duisburg durch Willy Brandt
- 23. September: Beitritt Costa Ricas zur MCCA (Zentralamerikanischer Gemeinsamer Markt)
- 25. September: Dominikanische Republik. Militärputsch gegen Juan Bosch
- 1. Oktober: Nigeria wird Republik
- 5. Oktober: Vertrag zum Verbot von Nuklearwaffentests in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser NTBT (Nuclear Test Ban Treaty) wurde zur Unterzeichnung freigegeben
- 10. Oktober: NTBT (Nuclear Test Ban Treaty) trat in Kraft
- 1. November: In Südvietnam findet ein Militärputsch statt, der Präsident Ngo Dinh Diem, seinen Bruder Nhu Dinh und weitere Personen das Leben kostet
- 22. November: John F. Kennedy wird ermordet
- 12. Dezember: Kenia wird unabhängig
- 16. Dezember: Kenia wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- Beginn des Guerilla-Krieges in Guinea-Bissau
- Drei DDR-Gefreite durchbrechen bei Bad Hersfeld mit einem Panzerspähwagen die innerdeutsche Grenze und fliehen in den Westen

Wissenschaft und Technik


- Michael Ellis De Bakey implantiert das erste Herzimplantat (Kunstherz)
- Erfindung des Kassettenrekorders
- 6. Februar: Erstflug einer Boeing 727
- 1. April: Das Zweite Deutsche Fernsehen ZDF geht erstmals auf Sendung
- 30. April: Die Fehmarnsundbrücke, die die Ostseeinsel Fehmarn mit dem Festland verbindet, wird nach drei Jahren Bauzeit feierlich durch Bundespräsident Heinrich Lübke und dem dänischen König Frederik IX. eröffnet
- 2. Mai: Berthold Seliger startet im Wattengebiet von Cuxhaven eine Dreistufenrakete mit einer Gipfelhöhe von über 100 Kilometern. Es ist die einzige im Nachkriegsdeutschland entwickelte Höhenforschungsrakete. Allerdings wird sie nie in Serie gebaut
- 14. Juni: In der Sowjetunion startet der Kosmonaut Walerij Bykowskij mit der Wostok 5 für die Dauer von 4 Tagen 23 Stunden und 6 Minuten (81 Erdumkreisungen) ins All
- 23. Juli: Mit einem Hubschrauber SA 3210 Super Frelon erreichten Jean Boulet und Roland Coiffignon den Geschwindigkeitsweltrekord von 350,5 km/h
- 5. Dezember: Die Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH führt Vertretern von Militärs aus Nicht-NATO-Staaten militärisch verwertbare Raketen im Wattengebiet von Cuxhaven vor. Obwohl bei dieser Vorführung nicht gegen alliiertes Recht verstoßen wird und die vorgeführten Raketen nach ihren Flug am Fallschirm landen, führt diese Aktion zu Protesten von Seiten der Sowjetunion

Kultur


- 10. März: Uraufführung der Oper Il Re cervo oder Die Irrfahrten der Wahrheit von Hans Werner Henze in Kassel
- 28. Juni: Uraufführung der Oper Figaro lässt sich scheiden von Giselher Klebe an der Hamburgischen Staatsoper
- 27. November: Uraufführung der Oper Die Verlobung in San Domingo von Werner Egk an der Bayerischen Staatsoper in München
- Premiere des Thrillers „Die Vögel“ von Alfred Hitchcock
- Gründung der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
- Bei der ersten Einzelaustellung von Georg Baselitz werden seine Bilder Die große Nacht im Eimer und Der nackte Mann von der Staatsanwaltschaft wegen „Unsittlichkeit“ beschlagnahmt

Katastrophen


- 1. Februar: Ankara, Türkei. Eine libanesische Vickers Viscount 754 der Lebanese Middle East Airlines kollidierte mit einer Douglas C-47 der türkischen Luftwaffe. Die Flugzeuge fielen in verschiedene Stadtgebiete, unter anderem in einen stark belebten Marktplatz. Alle 17 Menschen an Bord der zwei Maschinen starben, ebenso 87 Einwohner Ankaras. 50 wurden verletzt
- 4. April: Der Schwefeltanker „Marine Sulphur Queen“ (USA) geht im Seegebiet zwischen Florida und den Bahamas verloren. Alle 39 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben
- 12. Februar: Miami, USA. Eine Boeing 720 der Northwest Airlines brach kurz nach dem Start den Steigflug ab und stürzte in die Everglades. Alle 43 Personen starben
- März: Ausbruch des Vulkans Gunung Agung auf Bali, Indonesien, etwa 1.500 Tote
- 3. Juni: Anchorage, Alaska, USA. Absturz einer DC-7 Chartermaschine der Northwest Airlines. Alle Insassen starben
- 26. Juli: Erdbeben der Stärke 6,0 in Skopje, Jugoslawien, etwa 1.100 Tote
- 4. September: Dürrenäsch, Kanton Aargau, Schweiz. Eine Caravelle III der schweizerischen Fluggesellschaft Swissair, auf dem planmäßigen Flug von Zürich nach Genf. Während des Startvorgangs bricht eine Radaufhängung. Dies verursacht ein unbemerktes Feuer im Fahrwerksschacht, nachdem das Fahrwerk eingezogen wurde. Während des Steigflugs griff das Feuer um sich und es kam zu einem Verlust der Kontrollsysteme und der Manövrierfähigkeit. Schließlich raste das Flugzeug im Sturzflug zu Boden, Teile trafen einen Bauernhof. Alle 80 Personen an Bord starben
- 9. Oktober: Etwa 260 Mio. Kubikmeter des Monte Toc stürzen in den Vajont-Stausee in den bellunesischen Alpen (Italien). Der Ort Longarone wird vollkommen ausradiert, knapp 2000 Menschen verlieren ihr Leben. Die Staumauer war zur Zeit ihrer Errichtung die höchste Europas und steht heute noch
- 24. Oktober: Tragisches Grubenunglück in Lengede
- 27. November: Montréal, Kanada. Absturz eines Düsen-Verkehrsflugzeugs DC-8F der Trans-Canada. Alle 118 Menschen starben
- 8. Dezember: Elkton, Maryland, USA. Eine Boeing 707 der PanAm, aus Baltimore kommend, wurde kurz vor dem Landeanflug in Philadelphia von einem Blitz getroffen, der den Treibstoff in den Tragflächentanks in Brand setzte und die Maschine in der Luft explodierte. Alle 81 Menschen an Bord starben
- 14. Dezember: Der Baldwin-Hills-Speicher bei Los Angeles in Kalifornien (USA) bricht. 5 bis 8 Menschen sterben durch die Flutwelle
- 22. Dezember: Das Passagierschiff Lakonia (Großbritannien) mit 1036 Personen an Bord brennt nach einer inneren Explosion im Atlantik nördlich von Madeira aus (gesunken 29. Dezember 1963). 128 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 2. Januar: Jelena Alexandrowna Walowa, russische Eiskunstläuferin und Eiskunstlauftrainerin
- 4. Januar: Till Lindemann, deutscher Musiker
- 5. Januar: Ralf Loose, deutscher Fußballtrainer
- 5. Januar: Vitalij Grossmann, deutsch-kasachischer Eishockeyspieler († 2005)
- 11. Januar: Roland Wohlfarth, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 14. Januar: Steven Soderbergh, US-amerikanischer Filmregisseur
- 15. Januar: Rick Nasheim, Eishockeyspieler
- 15. Januar: Bruce Schneier, Mathematiker und Kryptologe
- 17. Januar: Kai Hansen, deutscher Hardrocker, Mitbegründer der Band Helloween
- 18. Januar: Peter Stamm, Schweizer Autor
- 20. Januar: Guy Helminger, luxemburgischer Schriftsteller
- 21. Januar: Detlef Schrempf, deutscher Basketballspieler
- 21. Januar: Bernd Hoffmann, deutscher Fußball-Funktionär
- 21. Januar: Hakeem Olajuwon, nigerianisch-amerikanischer Basketballspieler
- 23. Januar: Thomas Kausch, Journalist und Fernsehmoderator
- 26. Januar: José Mourinho, portugiesischer Fußballtrainer
- 26. Januar: Stefan Jürgens, Schauspieler und Kabarettist
- 28. Januar: Kia Asamiya, japanischer Mangaka (Comiczeichner)
- 30. Januar: Thomas Brezina, österreichischer Kinder-und Jugendbuchautor, Fernsehmoderator
- 31. Januar: Manuela di Centa, ehemalige italienische Skilangläuferin
- 2. Februar: Karin Dedler, deutsche Skirennläuferin
- 2. Februar: Eva Cassidy, US-amerikanische Sängerin († 1996)
- 3. Februar: Jörn Andersen, ehemaliger norwegischer Fußballspieler
- 6. Februar: Michael Link, deutscher Politiker und MdB
- 8. Februar: Joshua Kadison, US-amerikanischer Musiker
- 9. Februar: Travis Tritt, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 9. Februar: Brian Greene, US-amerikanischer Physiker
- 10. Februar: Johann Wadephul, deutscher Politiker
- 10. Februar: Candan Erçetin, türkische Sängerin
- 11. Februar: Ralf Falkenmayer, deutscher Fußballspieler
- 12. Februar: Rüdiger Vollborn, deutscher Fußballspieler
- 12. Februar: Helmut Wechselberger, österreichischer Radrennfahrer
- 14. Februar: Enrico Colantoni, kanadischer Schauspieler
- 15. Februar: Guildo Horn, deutscher Sänger
- 16. Februar: Iris Kammerer, deutsche Schriftstellerin
- 16. Februar: Paddy Schmidt, Sänger,
- 17. Februar: Michael Jordan, US-amerikanischer Basketballspieler
- 18. Februar: Angelika Niebler, deutsche Europaabgeordnete
- 18. Februar: Anders Frisk, FIFA-Schiedsrichter
- 19. Februar: Seal, britischer Sänger
- 20. Februar: Alan McInally, schottischer Fußballspieler
- 20. Februar: Charles Barkley, US-amerikanischer Basketballspieler
- 21. Februar: Karl Lauterbach, deutscher Gesundheitsökonom und Politiker
- 23. Februar: Andrea Sawatzki, deutsche Schauspielerin
- 26. Februar: Christianne Carafano, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. Februar: Barbara Dare, Pornodarstellerin
- 27. Februar: Dirk Jung, deutscher (Foto-)Journalist
- 27. Februar: Pär Nuder, schwedischer Politiker estnischer Herkunft
- 1. März: Thomas Anders, deutscher Popsänger
- 1. März: Ron Francis, Eishockeyspieler (NHL)
- 6. März: Nicole Belstler-Böttcher, Tochter der Schauspielerin Grit Böttcher
- 8. März: Júlio César Silva, brasilianischer Fußballspieler
- 8. März: Sasha Waltz, deutsche Choreografin und Tänzerin
- 9. März: Artur Auernhammer, deutscher Politiker
- 12. März: Joaquim Cruz, brasilianischer Leichtathlet
- 12. März: Beate Baumann, Büroleiterin der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel
- 12. März: Kazik Staszewski, polnischer Rock- und Punkmusiker
- 17. März: Quentin Tarantino, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor
- 20. März: David Thewlis, britischer Schauspieler
- 20. März: Andrei Sokolov, französischer Schachmeister russischer Herkunft
- 21. März: Ronald Koeman, niederländischer Fußballspieler
- 23. März: José Miguel González, ehemaliger spanischer Fußballspieler
- 23. März: Ana Fidelia Quirot, kubanische Leichtathletin und Olympionikin
- 23. März: Robby Naish, Windsurfer
- 24. März: Werner Karle, deutscher Schauspieler († 2002)
- 24. März: Diann Roffe-Steinrotter, US-amerikanische Skirennläuferin
- 24. März: Dave Douglas, US-amerikanischer Jazz-Trompeter und Komponist
- 27. März: Xuxa, brasilianische Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Sängerin
- 27. März: Jörg Michael, einer der bekanntesten deutschen (Heavy Metal-) Schlagzeuger
- 28. März: Joe Crawford, deutscher Sänger und Bassist der Gruppe PUR
- 28. März: Nino Ananiaschwili, georgische Primaballerina
- 29. März: Dirk Niebel, deutscher Politiker
- 1. April: Gabriele Inaara Begum Aga Khan, Gemahlin von Prinz Aga Khan
- 2. April: Barbara Stöckl, österreichische Moderatorin
- 2. April: Martin Schermaier, österreichischer Jurist und Rechtshistoriker
- 3. April: Duanne Moeser, ehem. deutscher und kanadischer Eishockeyspieler
- 4. April: Béla Anda, deutscher Journalist und Regierungssprecher und Chef des Bundespresseamtes
- 6. April: Pauline Lafont, französische Filmschauspielerin († 1988)
- 6. April: Derrick May, Mitbegründer des Detroit Techno
- 8. April: Julian Lennon, englischer Musiker und Komponist
- 10. April: Doris Leuthard, Schweizer Politikerin
- 13. April: Garri Kimowitsch Kasparow, russischer Schachspieler
- 16. April: Jimmy Osmond, US-amerikanischer Musiker
- 17. April: Alfred Hochedlinger, Religionslehrer in der Pfarrei Mauthausen und Lehrbeauftragter für Musikerziehung
- 18. April: Steffen Kampeter, deutscher Politiker und MdB
- 18. April: Conan O’Brien, US-amerikanischer Fernsehmoderator und Entertainer
- 19. April: Edgar Schmitt, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 20. April: Seyran Ates, türkisch-deutsche Rechtsanwältin, Autorin und Sozialpolitikerin
- 21. April: Roy Dupuis, kanadischer Schauspieler
- 22. April: Blanca Fernández Ochoa, ehemalige spanische Skirennläuferin
- 23. April: Pia Cramling, schwedische Schachspielerin
- 24. April: Lajos Détári, imgarischer Fußballspieler
- 24. April: Billy Gould, Musiker und Musik-Produzent
- 24. April: Herbert Scheibner, österreichischer Politiker
- 25. April: Andreas Rettig, deutscher Fußball-Funktionär
- 26. April: Cornelia Ullrich, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 26. April: Jet Li, Schauspieler
- 7. Mai: Christian Ahrendt, deutscher Politiker und Rechtsanwalt
- 7. Mai: Utz Claassen, Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG
- 10. Mai: Lisa Nowak, US-amerikanische Astronautin
- 11. Mai: Natasha Richardson, britische Filmschauspielerin
- 11. Mai: Michael Hartmann, deutscher Politiker
- 11. Mai: Ingbert Liebing, deutscher Politiker
- 14. Mai: Pia Beckmann, deutsche Politikerin, Oberbürgermeisterin von Würzburg
- 15. Mai: Markus Pieper, deutscher Europaabgeordneter
- 15. Mai: Grant Heslov, Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor
- 16. Mai: Mercedes Echerer, österreichische Schauspielerin und Politikerin
- 19. Mai: Blaze Bayley, britischer Musiker
- 19. Mai: Gesine Multhaupt, deutsche Politikerin
- 19. Mai: Yazz, britische Popmusikerin
- 20. Mai: Paolo Nori, italienischer Schriftsteller
- 23. Mai: Torsten Voss, deutscher Leichtathlet
- 23. Mai: Gabi Burgstaller, österreichische Politikerin
- 24. Mai: Ivan Capelli, italienischer Formel 1-Rennfahrer
- 24. Mai: Joe Dumars, US-amerikanischer Basketballspieler
- 24. Mai: Michael Chabon, US-amerikanischer Schriftsteller
- 25. Mai: Manfred Baldus, deutscher Rechtswissenschaftler
- 25. Mai: Mike Myers, kanadischer Schauspieler
- 26. Mai: Hinrich Romeike, deutscher Vielseitigkeitreiter
- 27. Mai: Gonzalo Rubalcaba, kubanischer Komponist und Jazzpianist
- 27. Mai: Maria Walliser, Schweizer Skirennläuferin
- 29. Mai: Stephan Weidner, deutscher Bassist, Texter und Kopf der Band Böhse Onkelz
- 31. Mai: Wendy Smith, Backgroundsängerin der britischen Band Prefab Sprout
- 31. Mai: Viktor Orbán, ungarischer Politiker
- 1. Juni: Mike Joyce, Schlagzeuger der Smiths
- 2. Juni: Maria Flachsbarth, deutsche Politikerin
- 3. Juni: Anica Dobra, deutsch-serbische Schauspielerin
- 6. Juni: Jason Isaacs, britischer Schauspieler
- 6. Juni: Wolfgang Drechsler, deutscher Politologe
- 8. Juni: Anja Hajduk, deutsche Psychologin und Politikerin
- 9. Juni: Wolfgang Maria Bauer, deutscher Schauspieler
- 9. Juni: Johnny Depp, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Juni: Andreas Tünnermann, deutscher Physiker
- 10. Juni: Gabriele Brandstetter, deutscher Physiker
- 10. Juni: Marc Girardelli, Skirennläufer
- 10. Juni: Elisabeth Shue, US-amerikanische Schauspielerin
- 11. Juni: Johan Nijs, belgischer Komponist und Dirigent
- 13. Juni: Mo Asumang, deutsche Fernsehmoderatorin
- 13. Juni: Bettina Bunge, deutsche Tennisspielerin
- 13. Juni: Josef Heiß, ehemaliger deutscher Eishockeytormann
- 13. Juni: Markus Zohner, Schweizer Schauspeieler, Regisseur und Theaterpädagoge
- 14. Juni: Roswitha Steiner, österreichische Skirennläuferin,
- 15. Juni: Helen Hunt, US-amerikanische Schauspielerin
- 18. Juni: Jeff Mills, Techno-DJ und Musikproduzent
- 19. Juni: Simon Wright, Schlagzeuger der australischen Hardrock-Band AC/DC
- 20. Juni: Kirk Baptiste, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 21. Juni: Gosho Aoyama, japanischer Mangaka
- 25. Juni: George Michael, britischer Sänger und Komponist
- 25. Juni: Yann Martel, kanadischer Schriftsteller
- 26. Juni: Michail Borissowitsch Chodorkowski, Unternehmer
- 29. Juni: Iris Hoffmann, deutsche Politikerin
- 29. Juni: Anne-Sophie Mutter, deutsche Violinistin
- 29. Juni: Reeto von Gunten, Schweizer Autor und Radiomoderator
- 30. Juni: Yngwie Malmsteen, Gitarrist
- 30. Juni: Sebastian Krüger, Karikaturist und Maler
- 30. Juni: Olga Bryzgina, ukrainische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2. Juli: Axel Brauns, deutscher Schriftsteller
- 4. Juli: Ute Lemper, deutsche Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin
- 6. Juli: Helmut Jawurek, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 7. Juli: Hartmut Pilch, deutscher Sinologe und Software-Entwickler
- 8. Juli: Michael Schulz, deutscher Musiker und Komponist
- 8. Juli: Joan Osborne, US-amerikanische Sängerin und Liedermacherin
- 9. Juli: Ulf Hohmann, deutscher Verhaltensforscher
- 9. Juli: John Mark Ainsley, englischer Tenor
- 12. Juli: Enak Ferlemann, deutscher Politiker
- 12. Juli: Jens Wawrczeck, Schauspieler und Regisseur
- 13. Juli: Spud Webb, US-amerikanischer Basketballer
- 14. Juli: Heinz Weis, deutscher Leichtathlet
- 14. Juli: Aja, Pornodarstellerin
- 15. Juli: Monika Forstinger, österreichische Politikerin
- 16. Juli: Nina Petri, deutsche Schauspielerin
- 16. Juli: Armin Schwarz, deutscher Rallyefahrer
- 17. Juli: Letsie III., König von Lesotho
- 17. Juli: Matti Nykänen, Skispringer (Olympiasieger)
- 18. Juli: Martín Torrijos, panamaischer Politiker
- 20. Juli: Paula Ivan, rumänische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 21. Juli: Manu Chao, franko-spanischer Sänger und Musiker
- 22. Juli: Emilio Butragueño, ehemaliger spanischer Fußballspieler
- 22. Juli: Hokutoumi Nobuyoshi, japanischer Sumo-ringer
- 24. Juli: Karl Malone, US-amerikanischer Basketballspieler
- 28. Juli: Elmar Mäder, Kommandanten der Päpstlichen Schweizergarde
- 30. Juli: Pol Cruchten, luxemburger Filmregisseur
- 30. Juli: Lisa Kudrow, US-amerikanische Schauspielerin
- 30. Juli: Chris Mullin, US-amerikanischer Basketballspieler
- 30. Juli: Neal McCoy, US-amerikanischer Country-Sänger
- 31. Juli: Norman Cook, britischer Musiker
- 31. Juli: Chad Brock, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1. August: Coolio, US-amerikanischer Rapper und Schauspieler
- 3. August: James Hetfield, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist (Metallica)
- 5. August: Doris Schröder-Köpf, deutsche Journalistin und Buchautorin
- 6. August: Kevin Mitnick, Cracker bzw. Black-Hat-Hacker
- 6. August: Simone Solga, deutsche Kabarettistin, Schauspielerin und Sängerin
- 7. August: Bahne Rabe, deutscher Ruderer († 2001)
- 8. August: Jordan K. Hubbard, Informatiker
- 9. August: Petra Pau, deutsche Politikerin, MdB
- 9. August: Boris von Brauchitsch, deutscher Fotograf, Kurator und Schriftsteller
- 9. August: Whitney Houston, US-amerikanische Sängerin (Popmusik)
- 12. August: Susanne Wenzel, deutsche Tischtennisspielerin
- 12. August: Futahaguro Koji, japanischer Sumo-ringer und 60. Yokozuna
- 15. August: Alejandro González Iñárritu, mexikanischer Filmregisseur
- 16. August: Andreas Dresen, deutscher Filmregisseur
- 16. August: Steve Carell, US-amerikanischer Schauspieler und Comedian
- 17. August: Christian Ehler, deutscher Europaabgeordneter
- 18. August: Heino Ferch, deutscher Schauspieler
- 19. August: John Stamos, Schauspieler
- 21. August: Muhammad VI., König von Marokko
- 22. August: Tori Amos, US-amerikanische Sängerin und Musikerin
- 23. August: Park Chan-wook, Südkoreanischer Filmregisseur
- 24. August: Hideo Kojima, japanischer Spieleentwickler
- 25. August: Carmen von Samson-Himmelstjerna, deutsche Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin
- 26. August: Ludger Beerbaum, deutscher Springreiter
- 29. August: Klaus Schüle, deutscher Politiker
- 29. August: Karl Markovics, österreichischer Schauspieler
- 30. August: Paul Oakenfold, Produzent, DJ
- 1. September: Stephan Karkowsky, Hörfunkmoderator
- 4. September: John Vanbiesbrouck, Eishockeyspieler
- 6. September: Mark Chesnutt, US-amerikanischer Country-Sänger
- 7. September: Eazy-E, Musiker († 1995)
- 8. September: Herbert Waas, deutscher Fußballspieler
- 9. September: Markus Wasmeier, deutscher Skirennläufer
- 13. September: Luis Juez, argentinischer Politiker
- 14. September: Paoletta Magoni, italienische Skirennläuferin
- 15. September: Johannes Kahrs, deutscher Politiker
- 19. September: Jarvis Cocker, britischer Popstar
- 19. September: David Seaman, englischer Fußballspieler
- 20. September: Alex Jordan, US-amerikanische Pornodarstellerin († 1995)
- 25. September: Caren Marks, deutsche Politikerin
- 25. September: Tate Donovan, US-amerikanischer Schauspieler
- 26. September: Les Claypool, US-amerikanischer Musiker
- 27. September: Stefan Lanka, Scharlatan
- 28. September: Axel Becker, deutscher Sänger volkstümlicher Musik
- 28. September: Greg Weisman, US-amerikanischer Serien-Autor
- 2. Oktober: Andreas Kraß, deutscher Philologe
- 3. Oktober: Karen Böhne, deutsche Schauspielerin
- 6. Oktober: Vasile Tarlev, moldawischer Politiker und Regierungschef von Moldawien
- 9. Oktober: Jose Roberto Torero, brasilianischer Journalist und Autor
- 9. Oktober: Brigitte Gadient, Schweizer Skirennläuferin
- 10. Oktober: Anita Mui, chin. Musikerin und Schauspielerin († 2003)
- 10. Oktober: Vegard Ulvang, Skilangläufer
- 10. Oktober: Daniel Pearl, US-amerikanischer Journalist für The Wall Street Journal († 2002)
- 12. Oktober: Raimond Aumann, deutscher Fußballspieler
- 13. Oktober: Anne Bennent, Schauspielerin
- 16. Oktober: Pamela Bach, US-amerikanische Schauspielerin
- 19. Oktober: Christian Hochstätter, ehemaliger Fußballspieler
- 20. Oktober: Jann Sjursen, dänischer christdemokratischer Politiker
- 20. Oktober: Julie Payette, kanadische Astronautin
- 22. Oktober: Brian Boitano, kalifornischer Eiskunstläufer
- 26. Oktober: Theresia Kiesl, österreichische Leichtathletin
- 26. Oktober: Natalie Merchant, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 27. Oktober: Lou, deutsche Musikerin
- 27. Oktober: Farin Urlaub, deutscher Rock-Sänger und Gitarrist der Punk-Rockband „Die Ärzte“
- 28. Oktober: Eros Ramazzotti, italienischer Popsänger
- 30. Oktober: Michael Maertens, deutscher Schauspieler
- 31. Oktober: Johnny Marr, britischer Musiker
- 31. Oktober: Roland Düringer, österreichischer Schauspieler und Kabarettist
- 1. November: Katja Riemann, deutsche Schauspielerin
- 2. November:

Plauen

Plauen ist mit fast 70.000 Einwohnern die größte Stadt des sächsischen Vogtlandes, einer Landschaft im südwestlichen Sachsen. Die Stadt ist nach Leipzig, Dresden, Chemnitz und Zwickau die fünftgrößte Stadt sowie eines der sechs Oberzentren des Freistaates Sachsen und hat den Status einer kreisfreien Stadt. Nächstgrößere Städte in der Umgebung sind Zwickau, ca. 35 km nordöstlich und Gera, ca. 41 km nördlich von Plauen. Die Einwohnerzahl der Stadt Plauen überschritt 1904 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Geografie

Plauen liegt links der Weißen Elster an der Einmündung der Syra in einem alten waldfreien Gebiet, wo sich die vogtländische Fastebene zu einem Becken nach der Elster senkt. siehe dazu auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der Gewässer in Sachsen

Nachbargemeinden

Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Stadt Plauen. Sie gehören fast ausschließlich zum Vogtlandkreis und werden im Uhrzeigersinn (im Nordosten beginnend) genannt: Pöhl, Neuensalz (Verwaltungsgemeinschaft Treuen), Theuma (Verwaltungsverband Jägerswald Bergen), Oelsnitz (Vogtland) (Verwaltungsgemeinschaft Oelsnitz), Weischlitz (Verwaltungsgemeinschaft Weischlitz), Leubnitz, Mehltheuer und Syrau (alle Verwaltungsverband Rosenbach) sowie die zum thüringischen Landkreis Greiz gehörige Gemeinde Vogtländisches Oberland.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Plauens ist in die fünf Stadtgebiete Zentrum, Nord, Ost, Süd und West eingeteilt. Jedes Stadtgebiet besteht aus bis zu zehn Stadtteilen. Die erst bei der jüngsten Eingemeindung 1996 bzw. 1999 nach Plauen eingegliederten Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne von der §§ 65 bis 69 der Sächsischen Gemeindeordnung. Die Ortschaften wurden durch die Hauptsatzung der Stadt Plauen eingeführt und haben einen von der Bevölkerung gewählten Ortschaftsrat, der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen fünf und neun Mitglieder hat. Vorsitzender des Ortschaftsrat ist der Ortsvorsteher. In den Ortschaften wurde zum Teil auch eine eigene Ortschaftsverwaltung eingesetzt. Die fünf Stadtgebiete mit ihren zugehörigen amtlichen Stadtteilen und deren Nummern:
- Stadtgebiet Zentrum:
Altstadt (01), Bahnhofsvorstadt (02), Dobenau (03), Neustadt (04), Obere Au (05), Schlossberg (06)
- Stadtgebiet Nord:
Hammerstorvorstadt (01), Haselbrunn (02), Preißelpöhl (03), Reißig (04), Reißiger Vorstadt (05),
Reißigwald mit Lochhaus (06), Jößnitz¹ (07), Steinsdorf² (08), Kauschwitz¹ (09), Zwoschwitz (10)
- Stadtgebiet Ost:
Alt Chrieschwitz (01), Chrieschwitz (02), Großfriesen¹ (03), Kleinfriesen (04), Reusa mit Sorga (05),
Reichenbacher Vorstadt (06), Tauschwitz (07)
- Stadtgebiet Süd:
Hofer Vorstadt (01), Meßbach (02), Oberlosa (03), Ostvorstadt (04), Reinsdorf (05), Stöckigt (06),
Südvorstadt (07), Thiergarten (08), Unterlosa (09)
- Stadtgebiet West:
Bärenstein (01), Neundorfer Vorstadt (02), Siedlung Neundorf (03), Syratal (04), Neundorf¹ (05),
Straßberg¹ (06) ¹ Ortschaft
² Ortschaft zusammen mit Jößnitz Plauen, Ortsteile

Geschichte

1122 wurde Plauen erstmals urkundlich erwähnt als slawische Siedlung namens Vicus Plawe in der Weiheurkunde der Johanniskirche. „Plawe“ läßt sich von „Plesna“ ableiten, was soviel wie „Furt“ bedeutet. Diese slawische Siedlung lag aller Wahrscheinlichkeit nach auf dem als „Hradschin“ bezeichneten Berg, auf dem sich heute das Gefängnis befindet. Um 1224 erhielt die Siedlung das Stadtrecht. Im Jahre 1244 wurde die Stadt erweitert und die Neustadt gegründet. 1430 wurde Plauen durch die Hussiten verwüstet. 1521 brach auch in Plauen die Reformation aus. Bei einem Stadtbrand 1548 wurde die Stadt zum Großteil zerstört. 1569 wurde Plauen kursächsisch. Mitte des 16. Jahrhunderts verdrängte die Baumwollweberei zunehmend die Tuchmacherei und Zeugherstellung. Im Jahre 1602 wurde Plauen die Hauptstadt des „Voigtländischen Kreißes“. In den Jahren 1656 bis 1718 befand sich die Stadt im Besitz der Nebenlinie Sachsen-Zeitz. 1697 begann die Sächsische Fahrpost, die von Dresden über Plauen nach Nürnberg fuhr.
Die erste zentralisierte Manufaktur wurde 1701 errichtet und 1848 entstand die Eisenbahnstrecke nach Hof. 1858 wurde die erste Stickmaschine aufgestellt. Zwei Jahre später bekam die Stadt ein Krankenhaus. Ab den 1880er Jahren bewirkte die industrielle Herstellung von Tüll- und Ätzspitze einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt.
1881 wurde die erste Stickmaschine gebaut. Die Plauener Spitze wurde um die Jahrhundertwende weltweit bekannt und entwickelte sich zum Motor der Entwicklung Plauens. Auf der Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 gewann sie den Grand Prix und ist noch heute national und international gefragt. Im Jahre 1894 erfolgte die Inbetriebnahme der Plauener Straßenbahn. 1899 begann der Rotationsmaschinenbau. 1904 überschritt die Einwohnerzahl die 100.000-Grenze und machte Plauen damit zur Großstadt. 1905 wurde das Syratal-Viadukt eingeweiht, eine Steinbogenbrücke mit der größten Spannweite Europas. 1907 wurde Plauen eine kreisfreie Stadt. 1912/13 begann eine lang anhaltende Krise in der Textilindustrie. Im Oktober 1921 wurde in Plauen eine der ersten Ortsgruppen der NSDAP außerhalb Bayerns gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt durch 14 Bombenangriffe zu 75 Prozent zerstört.
Nach dem Krieg fand 1955 das „1. Plauener Spitzenfest“ statt. Von Plauen gingen 1989 maßgebliche Impulse zur Einleitung der friedlichen Revolution in der DDR aus, die 1990 zur Deutschen Wiedervereinigung führten. Plauen war eine der ersten Städte der DDR, in denen Demonstrationen gegen das SED-Regime stattfanden. Angefangen am 7. Oktober 1989 bis weit in den März 1990 hinein fanden in der Stadt insgesamt 22 Kundgebungen und Demonstrationen mit teilweise bis zu 25.000 Menschen statt. 1993 wurde die E. O. Plauen-Gesellschaft e. V. gegründet und 1997 fand der Tag der Sachsen in Plauen statt. Im Jahre 2001 erfolgte eine komplette Umbebauung der Innenstadt sowie der Bau des Einkaufzentrums „Stadtgalerie“. 2002 wurde der erste Preis für das „integrierte Stadtentwicklungskonzept“ (Insek) vergeben und 2003 wurde die Stadt Landessieger im Wettbewerb „Kommune des Jahres“.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Plauen eingemeindet:
- 1899: Haselbrunn
- 1900: Chrieschwitz
- 1903: Kleinfriesen, Reusa, Sorga und Tauschwitz
- 1939: Reißig
- 1949: Reinsdorf
- 1950: Oberlosa, Stöckigt, Thiergarten und Unterlosa
- 1994: Meßbach
- 1996: Großfriesen
- 1999: Jößnitz, Neundorf, Straßberg und Kauschwitz

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl der Stadt Plauen überschritt 1904 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland geteilt und Plauen lag nun im Grenzgebiet. Unter anderem dadurch nahm die Einwohnerzahl stark ab, so dass sie heute weit von der Großstadtgrenze entfernt ist. Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis einschließlich 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen statistischen Ämter bzw. um Angaben
der Stadtverwaltung. 1870 ¹ Volkszählungsergebnis ² Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen (Gebietsstand jeweils zum 1. Januar des Folgejahres)

Religionen

Die Stadt Plauen gehörte anfangs zum Bistum Zeitz/Bistum Naumburg und war Sitz eines Archidiakonats. Seit 1524 wurde durch Raute und Eulner in Plauen und bis 1529 im gesamten sächsischen Vogtland die Reformation eingeführt. Danach war Plauen über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt und wurde Sitz einer Superintendentur, die auch nach dem Übergang an das Kurfürstentum Sachsen beibehalten wurde. 1893 wurde die bis dahin bestehende einzige protestantische Gemeinde der Stadt, die St. Johannis-Gemeinde, in fünf eigenständige Kirchengemeinden geteilt. Sie alle gehören heute zum inzwischen als Kirchenbezirk Plauen bezeichneten Verwaltungsbezirk innerhalb der Region Zwickau der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. Dies führte zur Gründung der Pfarrgemeinde Herz-Jesu, die im Jahre 1901 ihre Kirche erbauen konnte. Anfangs gehörten die Katholiken der Stadt wie alle Katholiken im damaligen Königreich Sachsen zum Apostolischen Vikariat mit Sitz in Dresden, das seit 1743 zuständiger Verwaltungsbezirk in der Nachfolge des in der Reformationszeit aufgelösten Bistums Meißen war. Aus diesem Verwaltungsbezirk entstand 1921 (wieder) das Bistum Meißen, seit 1980 Bistum Dresden-Meißen, das heute zur Kirchenprovinz Berlin (Erzbistum Berlin) gehört. Plauen wurde innerhalb des Bistums Meißen Sitz eines Dekanats, zu dem auch Pfarrgemeinden außerhalb Plauens gehörten. Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch noch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (Methodisten) und eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten (Adventisten).

Politik

An der Spitze der Stadt stand im 13. Jahrhundert wohl ein Kollegium unter einem „officiatus“. Ab 1388 sind Bürgermeister und Ratsherren nachweisbar. Es gab einen „sitzenden“ und einen „ruhenden“ Rat. In den folgenden Jahrhunderten wechselten sich die Ratsherren und die Bürgermeister mehrmals ab. Auch die Zahl der Bürgermeister und Ratsherren variierte mehrmals. Seit 1882 tragen die Stadtoberhäupter den Titel „Oberbürgermeister“. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den Rat der Stadt bzw. die Stadtverordnetenversammlung, die ebenfalls vom Volk gewählt wurde.
Die erste Demonstration gegen das DDR-Regime fand am 7. Oktober 1989 in Plauen statt, also zwei Tage vor dem als „Heldenstadt“ gefeierten Leipzig. Nach dem Beitritt der DDR zur BRD wurde das nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst ein besonderer Vorsitzender des Stadtrats. Heute ist der Oberbürgermeister Vorsitzender des Stadtrats.
Der Stadtrat wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister direkt vom Volk gewählt.

Bürgermeister bzw. ab 1882 Oberbürgermeister von Plauen

Bis 1832 wechselte der Bürgermeister jährlich. Anfang des 19. Jahrhunderts hatten die nachfolgenden Personen ein oder mehrmals
das Amt des Bürgermeisters inne (hinter den Namen werden die Amtszeiten genannt):
- Johann Gottlieb Facilides, 1787 - 1813 mehrmals
- Gottlob Ferdinand Schneider, 1766 - 1806 mehrmals
- Johann Christian Wolfahrt: 1808, 1810
- Carl Gottlob Hüttner, 1812, 1814 und 1816
- Carl August Gellert, 1815 - 1825 mehrmals
- Carl Füchtegott Eberhardt, 1818, 1820, 1822, 1824, 1826 bis 1828 und 1830
- Johann Leonhard Heubner, 1829 und 1832
- 1832 - 1865: Ernst Wilhelm Gottschald
- 1865 - 1893: Oskar Theodor Kuntze
- 1893 - 1899: Dr. Rudolph Dittrich
- 1899 - 1902: Dr. Max Otto Schröder
- 1902 - 1912: Dr. Johannes Ferdinand Schmid
- 1912 - 1916: Dr. Julius Dehne
- 1916 - 1931: Georg Lehmann
- 1932 - 1933: Dr. Max Schlotte
- 1933 - 1944: Eugen Wörner
- 1945 - 1945: Johannes Zeitler
- 1945: Dr. jur. Max Schlotte
- 1945 - 1946: Herbert Hensel, KPD
- 1946 - 1947: Alfred Dittel, KPD/SED
- 1947 - 1950: Herbert Wetzstein, LDPD
- 1950 - 1953: Heinrich von Gebhardi, LDPD
- 1953 - 1963: Fritz Sieber, SED
- 1963 - 1969: Gerhard Voigt, SED
- 1969 - 1970: Dora Helbig, SED
- 1970 - 1981: Gerhard Sachs, SED
- 1981 - 1989: Dr. Norbert Martin, SED
- 1990 - 2000: Dr. Rolf Magerkord, CDU
- 2000 - heute: Ralf Oberdorfer (FDP) FDP

Wappen

Das Wappen der Stadt Plauen zeigt in Rot zwei stilisierte dreizinnige silberne Türme mit Spitzdächern und je zwei übereinander angeordnete, mit gotischem Maßwerk verzierte schwarze Fensteröffnungen, verbunden durch eine silberne Mauer mit gotischem Torbogen, belegt mit einem dreieckigen schwarzen Herzschild, darin ein aufgerichteter goldener Löwe, dem Herzschild aufgesetzt ein goldener Stechhelm mit vorne glatten und hinten gespiegelten grünen Pfauenfedern. Die Stadtflagge ist gold-schwarz, belegt mit dem Wappen.

Städtepartnerschaften

Plauen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- (Tschechien), seit 1962
- Cegled (Ungarn), seit 2005
- Steyr (Österreich), seit 1970
- Hof (Bayern), seit 1987
- Siegen (Nordrhein-Westfalen), seit 1990

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das südöstliche Stadtgebiet Plauens führt die A 72 Hof - Chemnitz, an welche durch die Stadt durch die Anschlussstellen Pirk, Plauen-Süd und Plauen-Ost angebunden sind. Von der A 72 führt am Dreieck Hochfranken die A 93 in Richtung Süden nach Regensburg.
Das Dreieck Hochfranken an der A 93 ist ca. 20 km entfernt. Die A 9 München - Berlin erreicht man von Plauen nach ca. 35 km über die A 72 in westlicher Richtung am Dreieck Bayerisches Vogtland. Die A 4 Dresden - Eisenach erreicht man nach ca. 80 km auf der A 72 in östlicher Richtung. Durch Plauen führen wichtige Bahnlinien und zwar die Hauptverkehrsstrecken München - Hof - Plauen - Leipzig - Berlin, Stuttgart - Nürnberg - Hof - Plauen - Chemnitz - Dresden - Görlitz (Sachsen-Franken-Magistrale) sowie die Linie Karlsbad (Tschechien) - Plauen - Leipzig - Berlin. Plauen ist auch durch den Regionalflugplatz Hof-Plauen angebunden, der sich etwa 40 km entfernt in der süd-östlich an Hof angrenzenden Ortschaft Pirk befindet. Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen sechs Straßenbahn- und eine Stadtbuslinie der Plauener Straßenbahn GmbH sowie die Regionalbuslinien des Plauener Omnibusbetriebes und anderer Verkehrsbetriebe.

Bedeutende ansässige Unternehmen

Zu den größeren Plauener Unternehmen gehören der Omnibushersteller „NEOPLAN Omnibus GmbH Plauen“ sowie die „MAN Roland Druckmaschinen AG“, die früher als „Plamag“ bekannt war. Internationales Ansehen erlangte Plauen durch seine Plauener Spitze (vertrieben durch „Modespitze Plauen GmbH“), aber auch Druckerzeugnisse der „Sachsendruck GmbH“ sind weltweit zu finden. Seit 1948 ist die Wema (heute „Werkzeugmaschinenfabrik VOGTLAND GmbH“) in Plauen ansässig, die Produktion umfasst ein breites Spektrum des Maschinenbaus. Zur „Brau Holding International AG“ gehört die „Sternquell-Brauerei GmbH Plauen“, sie betreibt eine moderne Abfüllanlage sowie eine Brauerei in der Stadt. Vorwiegend für den amerikanischen Markt produziert die „Narva Speziallampen GmbH Plauen“.

Medien


- In Plauen erscheinen als Tageszeitungen der „Vogtland-Anzeiger“ und eine Lokalausgabe der in Chemnitz erscheinenden Freien Presse.
- Das kostenlose Lifestyle-Magazin „port01 City-Flash“ wird monatlich publiziert.
- Außerdem wird in Plauen ein Teil des Vogtland-Regional-Fernsehens produziert.
- Zudem sind die Radiosender Vogtlandradio und http://www.webradio-sachsen.de in Plauen ansässig.

Bildung

Die DIPLOMA Fachhochschule Plauen und die Berufsakademie Plauen bieten Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Gesundheitswesen an. Des Weiteren bietet die Stadt das komplette Angebot an allgemein bildenden Schulen, darunter zwölf Grundschulen, sechs Mittelschulen und drei Gymnasien. Ferner gibt es drei Berufliche Schulen:
- Höhere Bildungseinrichtungen:
• DIPLOMA Fachhochschule
• Staatliche Studienakademie Plauen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater


- Theater Plauen-Zwickau (Musiktheater, Schauspiel, Orchester, Ballett und Puppentheater):
Das Vogtland Theater feierte 1998 sein 100-jähriges Bestehen. Es war und ist ein wichtiger Bestandteil des Plauener Kulturlebens und erfreut sich großer Akzeptanz. Die wirtschaftlich notwendige Fusion mit dem Theater Zwickau im Jahre 2000 ermöglichte den Erhalt des traditionsreichen Hauses. Mit großem überregionalen Erfolg werden seit einigen Jahren Freilichtaufführungen im Parktheater Plauen inszeniert.
- Singakademie Plauen e. V.

Museen


- Museum Plauener Spitzen im Alten Rathaus
- Vogtlandmuseum

Galerien


- städtische Galerie e. o. plauen
- Kunstverein Plauen-Vogtland e. V. – Galerie im Malzhaus

Bauwerke

2000
- Altes Rathaus, erbaut 1382, Wahrzeichen der Stadt
- Alte Elsterbrücke, erbaut 1244
- Altmarkt
- Bärensteinturm
- Friedensbrücke, erbaut 1903-05
- Lutherkirche, erbaut 1693
- Malzhaus, erbaut 1727
- Neues Rathaus, erbaut 1912
- Nonnenturm, erbaut um 1200
- Oberer Bahnhof
- Pfortengässchen
- Promenade Weiße Elster
- St. Johanniskirche, erbaut 1122
- Schlossruine

Sonstige Sehenswürdigkeiten


- „Kemmler“ mit Aussichtsturm
- Plauener Hütte

Sportvereine

Das Vereinsleben in Plauen ist ausgeprägt, es existiert eine Vielzahl von Sportvereinen in verschiedensten Sportarten.
Größter und bekanntester Sportverein der Stadt ist der VFC Plauen. Weitere wichtige Sportvereine:
- 1. Vogtländischer Radsportverein – 1. VRV Plauen
- VfB Großfriesen A-Jugend (Kreisklasse)
- 1. FC Wacker Plauen e. V. (Fußball-Bezirksliga Chemnitz)
- 1. Vogtländisches Radsportteam (VRT) Plauen (Radsport)
- AC-Atlas-Plauen (Gewichtheben, 1. Bundesliga)
- HC Einheit Plauen e. V. (Handball-Oberliga)
- Schachklub König Plauen e. V. (Oberliga Ost A)
- VSC Plauen 1952 e. V.
- SV 04 Plauen-Oberlosa e. V. (Handball-Bezirksliga)
- RSV Plauen e.V. (Ringerverein)
- Homesquad Plauen e. V. (Basketball Oberliga Sachsen)

Persönlichkeiten

Plauen ist die Heimatstadt von Erich Ohser, der als „e. o. plauen“ mit seinen Vater-und-Sohn-Bildergeschichten berühmt geworden ist.
Erich Ohser ist allerdings nicht in Plauen, sondern in Untergettengrün/Vogtland geboren.

Söhne und Töchter der Stadt

Die nachfolgenden Persönlichkeiten sind in Plauen geboren. Sie hatten ihren späteren Wirkungskreis jedoch außerhalb von Plauen:
- 1892, 9. März, Dr. Rudolf Friedrichs, † 13. Juni 1947 in Dresden; Ministerpräsident von Sachsen 1945-47
- 1912, Johannes Petzold, † 1985 in Eisenach; Lehrer, Kirchenmusiker, Komponist („Die Nacht ist vorgedrungen“)
- 1926, 15. Oktober, Karl Richter, † 15. Februar 1981 in München; Dirigent, Organist und Chorleiter
- 1940, 27. Januar, Bernd Jentzsch, Schriftsteller

Ehrenbürger

Die Stadt Plauen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen (die Auflistung erfolgt chronologisch nach dem Verleihungsdatum):
- 1845: Karl Christoph Schmidt, Kanzleidirektor in Dresden
- 1853: Johann August Wilhelm Steinhäuser, Konrektor am Lyzeum
- 1854: Christian Gottlieb Pfretzschner, Direktor der Gewerbe- und Baugewerkenschule
- 1862: Bruno von Schimpff, Kreisdirektor in Zwickau
- 1865: Ernst Wilhelm Gottschald, Bürgermeister
- 1865: Gustav Henoch, Oberbergingenieur
- 1867: Johann August Steinberger, Kreissyndikus
- 1871: Julius Otto Heinrich von Dieskau, Justizrat
- 1874: Ewald Beyer, Superintendent
- 1878: Karl Friedrich Wieprecht, Bürgermeister
- 1882: Robert Klemm, Kaufmann
- 1890: Oskar Theodor Kuntze, Oberbürgermeister
- 1892: Gustav Landmann, Superintendent
- 1895: Otto von Bismarck, Reichskanzler
- 1901: Ernt Julius Graser, Schuhmachermeister
- 1909: Karl Friedrich Richard Wagner, Bürgermeister
- 1913: Franz Theodor Schurig, Bürgermeister
- 1925: Max Hermann Vetters, Bürgermeister
- 1933: Paul von Hindenburg, Reichspräsident
- 1945: Dr. Rudolf Friedrichs, Ministerpräsident von Sachsen
- 1946: Wilhelm Pieck, Vorsitzender der SED und später Präsident der DDR
- 1946: Dr. Wilhelm Külz, Vorsitzender der LDPD
- 1950: Dr. Eugen Schiffer, Mitbegründer der LDPD
- 1984: Gustav Seifried, Oberbürgermeister von Zwickau
- 1990: Thomas Küttler, Superintendent
- 1994: Lothar Rentsch, Zeichner und Druckgrafiker
- 2001: Dr. Rolf Magerkord, Oberbürgermeister

Literatur


- Erich Keyser (Hsg.): „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ Band II Mitteldeutschland – Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der Unterstützung des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart 1941.

Weblink


- [http://www.plauen.de Offizielle Seite der Stadt] Kategorie:Ort in Sachsen Kategorie:Vogtland

1980er

Ereignisse


- Solidarność in Polen
- Sowjetunion in Afghanistan
- 18. Mai 1980: Der Vulkan Mount Saint Helens im US-Bundesstaat Washington bricht aus.
- 13. Mai 1981: Attentat auf Papst Johannes Paul II.
- Ronald Reagan wird Präsident der USA
- 1981: AIDS wird als epidemische Krankheit erkannt
- NATO-Doppelbeschluss
- Ära Kohl in Deutschland
- Hungerkatastrophe in Äthiopien
- Öko-Bewegung, Entstehen der Grünen Parteien
- Michail Gorbatschow: Perestroika, Glasnost
- Falklandkrieg
- Hitler-Tagebücher Fälschung
- Affaire Waldheim
- 26. April 1986: Atomreaktor-Katastrophe in Tschernobyl
- 9. November 1989: Fall der Berliner MauerMaueröffnung

Kulturgeschichte


- Alf (Fernsehserie)
- A-Team (Fernsehserie)
- Austropop
- Der Frühstücksclub
- Bücher der 80er
- Buttons, Aufkleber, Handzettel und Plakate
- Chaostage in Deutschland
- Club 2 (Österreichische Kulturdiskussionsserie)
- Cyberpunk
- Dauerwelle, VoKuHiLa, Fönfrisur und Haargel
- Euro Disco
- Heavy Metal
- Hip Hop in den USA
- Homecomputer
- Indiana Jones-Trilogie
- Leggings
- Lotus Esprit (Auto)
- Knight Rider (Fernsehserie)
- MacGyver (Fernsehserie)
- Miami Vice (Fernsehserie)
- Neue Deutsche Welle
- Null-Bock-Generation
- New Wave
- Popper (Jugendkultur)
- Reaganomics und Thatcherismus
- Rubiks Würfel
- Die Schwarzwaldklinik (Fernsehserie)
- Space Shuttle
- Spontisprüche
- Star Wars
- Swatch
- Yuppies als Kulturphänomen
- Walkman
- ORF-Musiksendung Wurlitzer

Persönlichkeiten (Auswahl)

Weblinks


- [http://80s.itsmyplanet.info/ 80er-Jahre-Lexikon] ja:1980年代 ko:1980년대 simple:1980s zh-min-nan:1980 nî-tāi

Moskau

Moskau (russisch Москва ) ist die Hauptstadt Russlands und mit 10.381.288 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 14.435.176 in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005) die größte Stadt Europas. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes mit Lomonossow-Universität, Hochschulen und Fachschulen sowie zahlreichen Kirchen, Theatern, Museen, Galerien und dem 577 Meter hohen Fernsehturm. Der Kreml und der Rote Platz im Zentrum Moskaus stehen seit 1990 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Mit neun Kopfbahnhöfen, vier internationalen Flughäfen und drei Binnenhäfen ist die Stadt wichtigster Verkehrsknoten und größte Industriestadt Russlands.

Geografie

Geografische Lage

Weltkulturerbe Moskau befindet sich im europäischen Teil Russlands, 55,75 Grad nördlicher Breite und 37,62 Grad östlicher Länge. Die Stadt liegt im Durchschnitt 156 Meter über dem Meeresspiegel im Hügelland zwischen Oka und Wolga und an den zum Teil steilen Ufern der Moskwa, einem Nebenfluss der Oka, die wiederum in die Wolga mündet. Die Moskwa durchquert das Stadtgebiet in Mäandern von Nordwest nach Südost auf einer Länge von circa 80 Kilometern. Innerhalb Moskaus beträgt die Breite des Flusses 120 bis 200 Meter. Ungefähr 120 kleine Flüsse strömen der Moskwa zu. Mit Ausnahme von 14 wurden sie alle in unterirdische Rohrsysteme verlegt. Der 1937 fertiggestellte 128 Kilometer lange Moskau-Wolga-Kanal, der im Westen der Stadt in Richtung Norden abzweigt, sorgt für die schiffbare Verbindung des Flusses zum Iwankowoer Stausee beziehungsweise zur Wolga. Die Stadtgrenzen bildet, mit wenigen Ausnahmen, der 1962 angelegte, 109 Kilometer lange Autobahnring. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 1.097,12 Quadratkilometern. Die Grünflächen machen etwa ein Drittel des Stadtgebietes aus. Dazu gehören circa 100 Parks und über 800 gepflegte Anlagen, bereichert durch ungefähr 500 Teiche. Um die Stadt zieht sich eine 30 bis 40 Kilometer lange Waldparkzone mit zahlreichen Erholungs- und Vergnügungseinrichtungen. Die Fläche des Waldparkgürtels beträgt 1.725 Quadratkilometer.

Stadtgliederung

1962 Moskau ist die Hauptstadt des Föderationskreises Zentralrussland und der Oblast Moskau, welche den Großraum Moskau ohne die Stadt selbst umfasst. Innerhalb des Föderationskreises Zentralrussland ist Moskau eine eigenständige Verwaltungseinheit. Die Oblast Moskau ist in 39 Rajons (Kreise) unterteilt. Die Stadt selbst gliedert sich in zehn Bezirke und 125 Ortsteile. Die Stadtbezirke von Moskau sind: 1. Selenograd 2. Norden (Sewerny) 3. Nordosten (Sewerowostotschny) 4. Nordwesten (Sewerosapadny) 5. Zentrum (Zentralny) 6. Osten (Wostotschny) 7. Süden (Juschny) 8. Südosten (Jugowostotschny) 9. Südwesten (Jugosapadny) Jeder der zehn Stadtbezirke hat einen Präfekten, der dem Moskauer Bürgermeister direkt unterstellt ist. Die Präfekten werden vom Bürgermeister ernannt. Jeder der Stadtbezirke hat ein eigenes Parlament, das aus elf gewählten Abgeordneten besteht.

Klima

Moskau befindet sich in der kontinentalen Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 5 Grad Celsius, das Jahresmittel des Niederschlages liegt bei 688 Millimetern. Der meiste Niederschlag fällt im Juli (92 mm im Monatsmittel), der wenigste im März (34 mm). Im Winter beträgt die Temperatur in Moskau meist -12 bis -15 Grad Celsius, manchmal werden aber auch Temperaturen unter -20 Grad Celsius gemessen. Recht oft herrscht Tauwetter. Die Winde sind mäßig, die Luft ist trocken. Der Windchill-Faktor ist deshalb relativ niedrig, d.h. die gefühlte Temperatur ist in der Regel höher als die tatsächliche. Stärkere Fröste sind also verhältnismäßig leicht zu ertragen. Windchill Das Moskauer Temperaturmittel beträgt im Dezember -6,1, im Januar -9,3 und im Februar -7,7 Grad Celsius. Der Sommer in der Hauptstadt ist in der Regel warm und sonnig, mitunter aber auch sehr heiß — Temperaturen von über 35 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Die langjährige Durchschnittstemperatur beträgt im Juni 16,6, im Juli 18,1 und im August 16,4 Grad Celsius. Im Frühling beträgt die Durchschnittstemperatur im März -2,2, im April 5,8 und im Mai 12,9 Grad Celsius. Im Herbst liegt die Durchschnittstemperatur im September bei 10,9, im Oktober bei 5 und im November bei -1,1 Grad Celsius. Die Schneeschmelze in der Stadt beginnt nach Berechnungen Moskauer Phänologen um den 16. März, der Eisbruch auf der Moskwa um den 12. April. Mit den ersten Gewittern ist um den 2. Mai zu rechnen, mit den ersten Nachtfrösten um den 14. September, und dem ersten Schneefall um den 28. Oktober. Die Moskwa friert um den 18. November wieder zu. Eine feste Schneedecke bildet sich um den 23. November. In Moskau sind die Klimaverhältnisse in der Innenstadt, den Vororten und erst recht in der Umgebung unterschiedlich. In der Innenstadt ist es trockener und wärmer. In den Vororten ist die durchschnittliche Temperatur um 2-3 Grad Celsius niedriger als im Stadtzentrum.

Geschichte

Ursprung

Moskwa Moskwa Jahrhundertelang hat Moskau eine hervorragende Rolle im Leben des ganzen Landes gespielt. „Jeder russische Mensch fühlt, wenn er auf Moskau blickt, daß es seine Mutter ist“, sagte der Schriftsteller Lew Tolstoi. Seit neun Jahrhunderten breitet sich Moskau zu beiden Seiten des Moskwa-Flusses aus. In zahlreichen Legenden, Liedern und Sagen besingt das russische Volk die Schönheit und Größe seiner Hauptstadt. Eine der Sagen kündet davon, daß der Fürst Juri Dolgoruki (1090-1157) eine hölzerne Stadt zu errichten befahl, und daß diese Stadt nach dem Fluß benannt wurde, an dessen Ufern sie emporwuchs. Die erste schriftliche Erwähnung Moskaus stammt aus dem Jahre 1147, das darum als das Gründungsjahr Moskaus gilt. Doch schon lange davor gab es an der Stelle, wo heute Moskau steht, menschliche Niederlassungen. Archäologische Ausgrabungen bezeugen, daß die ältesten von ihnen vor etwa 5.000 Jahren entstanden waren. Seit seiner Entstehung ist Moskau mit dem Schicksal des russischen Volkes untrennbar verbunden. Nicht von ungefähr nannten die Ausländer früherer Zeiten den russischen Staat „Moskowia“ und seine Einwohner „Moskowiter“. 1156 entstand eine erste, noch hölzerne Wehranlage des Kreml, in deren Schutz sich der Marktflecken allmählich zu einer beachtlichen Ansiedlung entwickelte. Im Jahre 1238 ist die Stadt von den Mongolen erobert und niedergebrannt worden. 1263 wurde Moskau zum Fürstentum erhoben. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts — die Stadt zählte mittlerweile 30.000 Einwohner — erkannte der tatarische Großkhan den Moskauer Großfürsten als (ihm allerdings tributpflichtiges) Oberhaupt von Rußland an. Der Sieg über die Tataren in der Schlacht von Kulikowo am 8. September 1380, angeführt durch den Großfürsten Dmitri Donskoi, befreite zwar nicht von der Hegemonie der Goldenen Horde (1382 wurde Moskau sogar abermals niedergebrannt und geplündert), doch die Stadt festigte dadurch ihr politisches und militärisches Ansehen erheblich und gewann mithin beständig an wirtschaftlicher Macht. 1480 konnte sie die Tatarenherrschaft abschütteln und wurde zur Hauptstadt des russischen Reiches. Der seit 1462 regierende Großfürst von Moskau Iwan III., der Große (1440-1505), heiratete 1472 die byzantinische Prinzessin Sofia (Zoe) Palaiologos, eine Nichte des letzten oströmischen Kaisers Konstantin XI. Palaiologos, und übernahm von dort die autokratische Staatsidee und ihre Symbole: den Doppeladler und das Hofzeremoniell. Seither gilt Moskau als „drittes Rom“ und Hort der Orthodoxie.

Moskau wird Großstadt

Orthodoxie In den beiden letzten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts begann der Ausbau des Kreml, in dessen Umkreis sich nun in großer Zahl Handwerker und Kaufleute niederließen. Die Einwohnerzahl stieg bald darauf auf mehr als 100.000, so dass um 1600 eine Ringmauer um Moskau und eine Erdverschanzung hinzukamen, die die blühende Stadt fortan nach außen abschirmten. 1591 war sie ein letztes mal von den Tataren heimgesucht worden, 1605 bis 1612 befand sie sich in der Hand der polnischen und weißrussischen Schlachta (Adel). Während die ersten Tuch- Papier- und Ziegelmanufakturen, Glasfabriken und Pulvermühlen entstanden, kulminierten die sozialen Gegensätze des Großreiches: 1667 erhoben sich die Bauern im Wolga- und Dongebiet gegen die wachsende Unterdrückung, ihr Führer, Stepan Rasin, wurde 1671 auf dem Roten Platz in Moskau hingerichtet. Im Jahre 1687 ist die erste Hochschule Russlands, die „Slawisch-Griechische Akademie“ eröffnet worden,