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| Andrés Pastrana Arango |
Andrés Pastrana ArangoAndrés Pastrana Arango ( - 17. August 1954 in Bogotá, Kolumbien) ist ein kolumbianischer Politiker. Von 1998 bis 2002 war er Präsident Kolumbiens.
Präsident
Andrés Pastrana Arango wurde 1954 als Sohn des früheren Präsidenten Misael Pastrana Borrero
, der zwischen 1970 und 1974 das Land regierte, geboren. Er studierte Jura an der Universität del Rosario in Bogotá und absolvierte ein Aufbaustudium im Fach Internationales Recht an der Harvard-Universität in Boston, USA. Während der Amtszeit seines Vaters wurde er durch die kolumbianischen Medien als Hippie dargestellt.
Er gründete die Zeitschrift Guión (1978) und den Nachrichtensender Noticiero TV Hoy (1979)
, in dem er als Sprecher bekannt wurde. 1982 erhielt er einen Sitz im Stadtrat von Bogotá und begann damit seine Karriere als Politiker. Als Journalist verstand er sich im Schreiben von Artikeln über den Drogenhandel. wofür er Auszeichnungen erhielt.
Am 18. Januar 1988 wurde er in Antioquia durch das Medellín-Kartell entführt. Pablo Escobar versuchte dadurch, Druck auf die Regierung auszuüben, ihn nicht in die USA auszuliefern. Eine Woche später wurde Pastrana durch die Polizei befreit und wurde im März zum Bürgermeister Bogotás gewählt. Seine Amtszeit zeichnete sich durch die verbesserte Sicherheitslage in der Hauptstadt aus und endete 1990.
1994 stellte sich Pastrana als Präsidentschaftskandidat gegen Ernesto Samper Pizano mit seiner neu gegründeten Partei Nueva Fuerza Democrática auf. Diese Wahl verlor er mit nur zwei fehlenden Prozentpunkten, woraufhin er seinem Gegner vorwarf, die Kampagne mit Dogengeldern finanziert zu haben. In der darauf folgenden Wahl im Juni 1998 wurde er im zweiten Wahlgang mit 51% der Stimmen gegen Horacio Serpa Uribe zum kolumbianischen Präsidenten gewählt.
Als Präsident machte er vor allem durch die von ihm initiierten Friedensgespräche mit den Guerillagruppen FARC und ELN auf sich aufmerksam, während derer er der Einrichtung einer „demilitarisierten Zone“ zustimmte, die als Rückzugsgebiet der FARC diente. Das Projekt scheiterte an mehreren Umständen, unter anderem auch an weiteren Anschlägen und Entführungen, die die FARC kurz nach Beginn der Friedensgespäche als Reaktion auf einen Übergriff der ELN auf die Zivilbevölkerung in einem von der FARC kontrollierten Gebiet durchführte. Inzwischen ist die „demilitarisierte Zone“ größtenteils wieder unter Kontrolle der staatlichen Armee.
Nach dem Abbruch der Friedensverhandlungen begann Pastranas Regierung mit der Umsetzung des umstrittenen Plan Colombia.
Nach der folgenden Amtsübernahme durch Álvaro Uribe Vélez im Jahr 2002 kamen massive Finanzlücken in Millionenhöhe zum Vorschein. Diese konnten aber nicht auf Pastrana zurückgeführt werden.
Am 1. August 2005 wurde Pastrana als kolumbianischer Botschafter in die USA entsandt, obwohl er in der Vergangenheit deutliche Meinungsverschiedenheiten mit der Regierung des jetzigen Präsidenten Álvaro Uribe Vélez in Bezug auf die Wiedereingliederung der Paramilitärs hatte. Er ersetzte Luis Alberto Moreno in diesem Posten.
Pastrana Arango, Andrés
Pastrana Arango, Andrés
Pastrana Arango, Andrés
17. AugustDer 17. August ist der 229. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 230. in Schaltjahren) – somit bleiben noch 136 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1579: Gründung der heutigen Hauptstadt Real de Minas de Tegucigalpa (kurz: Tegucigalpa) in Honduras.
- 1648: Englischer Bürgerkrieg: Schlacht bei Preston
- 1740: Benedikt XIV. wird zum Papst gewählt.
- 1852: Beschluss zur Gründung des Germanischen Nationalmuseums, des „größten Museums deutscher Kunst und Kultur“, in Nürnberg
- 1896: In London wird Bridget Driscoll das erste Todesopfer in einem Verkehrsunfall, an dem ein Automobil beteiligt ist.
- 1942: Der erste amerikanischer Luftangriff im 2. Weltkrieg in Europa
- 1943: Die USAAF erleidet bei der Operation Double Strike schwere Verluste
- 1945: Indonesien wird unabhängig.
- 1956: Das Bundesverfassungsgericht verbietet die KPD.
- 1960: Die Republik Gabun erhält ihre Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1962: Im Todesstreifen der Berliner Mauer verblutet Peter Fechter.
- 1978: Nach 137 Stunden und 5781 km landen die drei US-Amerikaner Ben Abruzzo, Maxie Anderson und Larry Newman nach der ersten Überquerung des Atlantischen Ozeans in einem Ballon bei Evreux in der Nähe von Paris.
- 1982: Die Plattenfirma PolyGram stellt die ersten Audio-CDs vor: Walzer von Frederic Chopin, gespielt von Claudio Arrau, sowie das Album The Visitors der Musikgruppe ABBA.
- 1993: Turkmenistan wird Mitglied in der UNESCO.
- 2000: Die Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen wird mit einem Rekordergebnis von 98,8 Milliarden D-Mark abgeschlossen.
Kultur
- 1772: Uraufführung der komischen Oper Der Krieg von Johann Adam Hiller in Berlin.
- 1953: Uraufführung der Oper Der Prozeß von Gottfried von Einem bei den Salzburger Festspielen.
- 1954: Uraufführung der Oper Penelope von Rolf Liebermann bei den Salzburger Festspielen.
Katastrophen
- 1999: Erdbeben der Stärke 7,6 im Nordwesten der Türkei mit dem Epizentrum Nahe der Stadt İzmit, ca. 18.000 Tote und 44.000 Verletzte
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unten der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1153: Heinrich II., Herzog von Anjou und König von England (1154: 1189)
- 1578: Francesco Albani, italienischer Maler
- 1586: Johann Valentin Andreae, deutscher Schriftsteller
- 1601: Pierre de Fermat, französischer Jurist und Mathematiker
- 1603: Lennart Torstensson, schwedischer Feldmarschall, Reichsrat und Generalgouverneur Lennart Torstensson
- 1629: Johann III., König von Polen
- 1700: Clemens August I. von Bayern, Kurfürst und Erzbischof von Köln
- 1768: Louis-Charles-Antoine Desaix, französischer General
- 1769: Peter Alois Gratz, katholischer Bibelwissenschaftler
- 1780: Ignaz Paul Vitalis Troxler, schweizer Arzt, Politiker und Philosoph
- 1801: Fredrika Bremer, schwedische Schriftstellerin, Führerin der schwedischen Frauenbewegung
- 1816: Benjamin Bilse, deutscher Kapellmeister und Komponist
- 1830: Richard Volkmann, deutscher Chirurg
- 1837: Heinrich Hansjakob, badischer Volksschriftssteller
- 1839: Matthijs Maris, niederländischer Maler
- 1843: Mariano Rampolla del Tindaro, Kardinalstaatssekretär unter Papst Leo XIII.
- 1844: Menilek II., Kaiser von Äthiopien
- 1882: Samuel Goldwyn, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1887: Karl I., Kaiser von Österreich und König von Ungarn
- 1887: Egon Lustgarten, österreichischer Dirigent und Komponist
- 1892: Mae West, US-amerikanische Schauspielerin
- 1894: Otto Suhr, deutscher Politiker SPD, Regierender Bürgermeister von Berlin
- 1895: Caroline Haslett, englische Ingenieurin
- 1896: Lotte Jacobi, US-amerikanische Fotografin
- 1905: Jorge Urrutia Blondel, chilenischer Komponist
- 1906: Marcello Caetano, letzter Diktator Portugals
- 1907: Roger Peyrefitte, französischer Schriftsteller
- 1911: Michail Botwinnik, russischer Schachspieler
- 1913: Oscar Galvez, argentinischer Rennfahrer
- 1920: Maureen O'Hara, irische Schauspielerin
- 1921: Walter Koschatzky, österreichischer Kunsthistoriker
- 1926: Jiang Zemin, chinesischer Politiker und Parteichef
- 1929: Francis Gary Powers, amerikanischer U-2-Pilot
- 1931: Topsy Küppers, österreichische Schauspielerin und Sängerin
- 1932: V. S. Naipaul, westindischer Schriftsteller
- 1933: Tom Courtney, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1939: Luther Allison, US-amerikanischer Musiker
- 1939: Ed Sanders, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1941: Werner Edelmann, schweizerischer Unternehmer
- 1941: Lothar Bisky, Parteivorsitzender der PDS
- 1941: Fritz Wepper, deutscher Schauspieler
- 1941: Ibrahim Babangida, ehem. Präsident von Nigeria
- 1943: Robert De Niro, US-amerikanischer Schauspieler
- 1944: Rexhep Mejdani, albanischer Staatspräsident
- 1946: Marion Maerz, deutsche Schlagersängerin
- 1946: Bernd Noske, deutscher Musiker und Sänger
- 1946: Helmut Pechlaner, österreichischer Zoologe
- 1947: Gary Tally, US-amerikanischer Musiker
- 1949: Sib Hashian, US-amerikanischer Musiker
- 1949: Edgar Schneider, deutscher Fußballspieler
- 1950: Christian Kohlund, schweizer Schauspieler
- 1951: Steve Price, US-amerikanischer Musiker
- 1952: Heiner Goebbels, deutscher Komponist
- 1952: Nelson Piquet, brasilianischer Autorennfahrer
- 1952: Guillermo Vilas, argentinischer Tennisspieler
- 1953: Manfred Kolbe, sächsischer Politiker CDU, MdB
- 1953: Herta Müller, deutsche Schriftstellerin
- 1954: Ingrid Daubechies, belgische Professorin der Physik
- 1955: Kevin Welch, US-amerikanischer Country-Sänger und Songschreiber
- 1957: Robin Cousins, britischer Eiskunstläufer und Olympiasieger
- 1957: Ralf Richter, deutscher Schauspieler
- 1958: Belinda Carlisle, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1960: Sean Penn, US-amerikanischer Schauspieler
- 1966: Rodney Mullen, Skateboarder, 22facher Freestyle-Weltmeister
- 1967: Michael Preetz, deutscher Fußballspieler
- 1968: Anja Fichtel-Mauritz, deutsche Florettfechterin
- 1976: Olena Krassowska, ukrainische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1977: Thierry Henry, französischer Fußballspieler
- 1977: Tarja Turunen, finnische Musikerin
Gestorben
- 310: Eusebius, Papst
- 1030: Ernst II., Herzog von Schwaben
- 1304: Go-Fukakusa, 89. Kaiser von Japan
- 1547: Katharina von Zimmern, letzte Äbtissin des Fraumünsterklosters in Zürich
- 1640: Wilhelm Kettler, Herzog von Kurland
- 1673: Reinier De Graaf, niederländischer Arzt und Forscher
- 1676: Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, deutscher Schriftsteller
- 1681: Nikon (Patriarch)], russischer Patriarch
- 1720: Anne Dacier, französische Schriftstellerin Anne Dacier
- 1731: Johann Augustin Kobelius, Komponist, Hofmusiker und Kapelldirektor
- 1786: Friedrich der Große, König von Preußen
- 1799: Christian Heinrich Spieß, Schriftsteller auf dem Gebiet des Trivialromans
- 1807: Johannes Nikolaus Tetens, Philosoph
- 1836: Karl von Hessen-Kassel, hessischer Adliger
- 1838: Lorenzo da Ponte, österreichischer Librettist
- 1850: José de San Martín, argentinischer General und Revolutionär
- 1853: Frederick Adam, britischer General und Gouverneur von Madras
- 1867: Maximilian Joseph von Chelius, deutscher Augenarzt und Chirurg
- 1875: Wilhelm Heinrich Immanuel Bleek, deutscher Sprachwissenschaftler
- 1882: Dietrich Wilhelm Landfermann, Pädagoge, Demokrat und Schulleiter in Duisburg
- 1886: Alexander Michailowitsch Butlerow, russischer Chemiker
- 1898: Carl Zeller, österreichischer Jurist und Komponist
- 1916: Johann Hinrich Fehrs, deutscher Erzähler und Lyriker
- 1924: Paul Natorp, Philosoph und Pädagoge
- 1927: Erik Ivar Fredholm, Professor für Mathematik
- 1938: Wage Rudolf Soepratman, Komponist der indonesischen Nationalhymne Indonesia Raya
- 1939: Wojciech Korfanty, polnischer Nationalist
- 1940: Billy Fiske, Bobfahrer, Olympiasieger
- 1950: Theodor Rehbock, Wasserbauingenieur und Professor in Karlsruhe
- 1958: Florent Schmitt, französischer Komponist
- 1961: Carlos Salzédo, französischer Harfenist und Komponist
- 1962: Peter Fechter, Maueropfer
- 1968: Bruno Paul, deutscher Architekt und Kunsthandwerker
- 1969: Ludwig Mies van der Rohe, deutscher Architekt
- 1969: Otto Stern, deutscher Physiker
- 1969: Wilhelm Heile, deutscher Politiker
- 1973: Jean Barraqué, französischer Komponist
- 1973: Pail Williams, US-amerikanischer Sänger
- 1975: Georges Dandelot, französischer Komponist
- 1978: Hans Wolter, deutscher Physiker
- 1983: Ira Gershwin, US-amerikanischer Komponist und Liedtexter
- 1987: Carlos Drummond de Andrade, brasilianischen Lyriker
- 1987: Clarence Brown, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1987: Rudolf Heß, nationalsozialistischer Politiker
- 1988: Bruno Mathsson, Architekt und Designer
- 1988: Mohammed Zia ul-Haq, pakistanischer General, Staatspräsident von Pakistan
- 1995: Howard Koch, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1998: Tadeusz Ślusarski, polnischer Olympiasieger im Stabhochsprung
- 1998: Wladyslaw Komar, polnischer Olympiasieger im Kugelstoßen
- 1999: Eberhard Cohrs, deutscher Komiker und Schauspieler
- 1999: Reiner Klimke, deutscher Dressurreiter und Politiker
- 2000: Franco Donatoni, Italienischer Komponist
- 2003: Mazen Dana, Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters
- 2004: Friedrich Auffarth, Richter und Vizepräsident am Bundesarbeitsgericht
- 2004: Gérard Souzay, französischer Sänger
- 2004: Thea Astley, australische Schriftstellerin
- 2005: John Norris Bahcall, Astrophysiker
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Argentinien (Gedenktag zu Ehren des Generals José de San Martín)
- Nationalfeiertag in Indonesien (Ausrufung der Republik 1945)
- Nationalfeiertag in Gabun (Unabhängigkeit 1960)
- Tag des heiligen Eusebius
Siehe auch
: 16. August – 18. August
: 17. Juli – 17. September
: Historische Jahrestage, Zeitskala
: Wikipedia:Glaskugel
0817
ja:8月17日
ko:8월 17일
simple:August 17
th:17 สิงหาคม
1954
Politik
- 1. Januar: Rodolphe Rubattel wird Bundespräsident der Schweiz
- 25. Februar: Ghamal Abdel Nasser wird Präsident von Ägypten
- 1. März: Die USA zünden im Pazifik die bisher stärkste Wasserstoffbombe, 600-fache Stärke der Hiroshimabombe
- 13. März: die Viet Minh kämpfen bei Dien Bien Phu gegen die Franzosen
- 21. April: Russische Förderation wird Mitglied in der UNESCO
- 21. April: Im Grenzverkehr zwischen Deutschland und Frankreich wird kein Visum mehr benötigt
- 28. April: In Colombo (Sri Lanka) treffen die Ministerpräsidenten von Indien, Pakistan, Birma, Ceylon und Indonesien zu einer Asienkonferenz zusammen, auf der unter anderem die aktuelle Situation in Indochina beraten wird
- 12. Mai: Belarus und die Ukraine werden Mitglieder in der UNESCO
- 17. Mai: USA Der Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika verbietet die Rassentrennung an öffentlichen Schulen
- 20. Mai: Chiang Kai-shek wird Präsident von Taiwan
- 29. Mai: Vom 29.-31. Mai findet die erste Bilderberg-Konferenz statt
- 20. Juli: Otto John, Präsident des Bundesverfassungsschutzes, setzt sich in die Deutsche Demokratische Republik ab
- 21. Juli: Auf der Genfer Konferenz wird nach dem Indochinakrieg die Teilung Vietnams beschlossen
- 22. Juli: Laos wird unabhängig
- 22. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den USA
- 18. August: Offenbach am Main wird mit der Geburt ihres einhunderttausendsten Einwohners zur jüngsten Großstadt Hessens
- 30. August: Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) scheitert an der Ablehnung des EVG-Vertrags durch die französische Nationalversammlung
- 2. Oktober: Auf der Londoner Außenministerkonferenz wird die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland und die Aufnahme in die Nato beschlossen
- 4. Oktober: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Österreich
- 23. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Frankreich. In Kraft seit dem 28. Juli 1955
- 23. Oktober: Der Brüsseler Pakt wird erweitert und in die Westeuropäische Union (WEU) umgewandelt
- 31. Oktober: In Algerien startet die Nationale Befreiungsfront (Front de Libération Nationale) Aktionen gegen die französische Kolonialherrschaft und verlangt die Unabhängigkeit des Landes
- 1. November: Der Algerienkrieg bricht aus
- 24. November: Theodor Blank, Konrad Adenauers Beauftragter zur Wiederbewaffnung, wird in Augsburg von Protestierern niedergebrüllt
- 2. Dezember: Nach einer Außenministerkonferenz in Moskau wird angekündigt, dass der Ostblock militärisch kooperieren werde, wenn eine militärische Integration in Westeuropa und die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland erfolge
- 10. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Spanien. In Kraft seit dem 14. März 1956
- 24. Dezember: Laos wird unabhängig
Wirtschaft
- 1. Januar: Die deutsche Bahn schafft die 3. Klasse ab. Künftig gibt es nur noch die 1. und die 2. Allerdings wurde der Komfort nicht besser: Statt der Plastiksitze in der dritten Klasse entfernte die Bahn die Plüschsitze der bisherigen 1. Klasse. Die 2. und 3. wurden schlicht umbenannt und so zur 1. und 2
- Erstmals erreicht der Ernährungsstand der BRD wieder den Ernährungsstand Deutschlands aus der Vorkriegszeit. Allerdings hat sich das Essverhalten geändert: Es wird deutlich mehr Obst sowie weniger Fleisch gegessen und weniger Alkohol getrunken
Wissenschaft und Technik
- 21. Januar: Das erste atomgetriebene U-Boot, die „Nautilus“, wird von der US-Marine in Dienst gestellt
- 4. März: erste erfolgreiche Nierentransplantation am Brigham Hospital in Boston
- 26. August: O. B. I. Wester erreicht mit seinem Hubschrauber Sikorsky XH-39 den Geschwindigkeitsweltrekord von 251,7 km/h
- Einführung des Farbfernsehens mit der Fernsehnorm NTSC in den USA
- 18. Oktober: Texas Instruments kündigt das weltweit erste Transistorradio an
- 1954: Das erste Kernkraftwerk der Welt wird in Obninsk bei Moskau in Betrieb genommen
Kultur
- 1. April: Uraufführung der Oper The Tender Land von Aaron Copland in der City Centre Opera in New York
- 1. Mai: Pablo Picasso malt das Porträt Sylvette
- 23. Juni: Uraufführung der Oper Die Witwe von Ephesus von Hermann Reutter in Köln
- 5. Juli: Der Lastwagenfahrer Elvis Presley nimmt im „Sun Studio“ in Memphis (Tennessee) den alten Blues-Song „That's All Right, Mama“ auf und beginnt damit seine unvergleichliche Karriere als Rock'n'Roll-Star
- 17. August: Uraufführung der Oper Penelope von Rolf Liebermann bei den Salzburger Festspielen
- Veröffentlichung der Geschichte der O
Katastrophen
- 10. Januar: Explosion einer DH 106 Comet über Italien in der Luft, alle 35 Insassen kamen ums Leben. Während den Untersuchungen wurde die Comet nicht mehr verwendet. Kurz nachdem das Startverbot aufgehoben wurde, verunglückte am 8. April eine weitere Comet unter ähnlichen Umständen, dieses Mal waren 21 Todesopfer zu beklagen. Der Comet wurde die Betriebserlaubnis entzogen. Durch weitere Untersuchungen wurde Materialermüdung als Unglücksursache festgestellt, eine damals neue Erkenntnis
- 1. Februar: Hokkaidō, Japan. Eine C-46 der U.S. Air Force stürzte ab
- 8. April: Stromboli, Italien. Eine Comet der BOA zerbrach in der Luft. Es war der 3. Unfall ähnlicher Art innerhalb eines Jahres. 21 Tote
- 9. September: Erdbeben der Stärke 6,8 in Orleansville, Algerien etwa 1.250 Tote
- 26. September: Der Untergang des Fährschiffs Toyo Maru (Japan) fordert 1172 Menschenleben
- 31. Oktober: Atlantik. Ein Flugzeug der United States Navy verschwand auf dem Flug von New Jersey zu den Azoren. 42 Menschen sind ebenfalls verschollen beziehungsweise sind höchstwahrscheinlich tot
- 19. Dezember: Idlewild Airport, heute John F. Kennedy International Airport, New York, USA. Eine DC-6 der italienischen Fluggesellschaft Alitalia schoss im Nebel über die Rollbahn hinaus und fiel in das kalte Wasser der Jamaica Bay woraufhin sie explodierte. 26 Menschen starben, zwei wurden gerettet
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 23. April: Die NBA führt die Wurfuhr ein, Geburtsstunde des modernen Basketball
- 15. Juni: Gründung des Europäischen Fußballverbandes UEFA in Basel
- 4. Juli: Fußball-WM in der Schweiz: Die deutsche Nationalmannschaft (Trainer Sepp Herberger) wird mit einem 3:2 Final-Sieg über Ungarn im Wankdorfstadion in Bern erstmalig Weltmeister (siehe: Wunder von Bern)
weitere
- 19. Oktober: Herbert Tichy, Sepp Jöchler und Pasang Dawa Lama gelingt die Erstbesteigung des 8201 m hohen Cho Oyu
- 31. Juli Erstbesteigung des K2, des zweithöchsten Berges der Erde durch Achille Compagnoni und Nino Lacedelli
- 1. Januar: Claudia Nell-Paul, deutsche Politikerin
- 1. Januar: Trutz Graf Kerssenbrock, deutscher Politiker
- 4. Januar: Oleg Iwanowitsch Romanzew, russischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 5. Januar: Pamela Sue Martin, US-amerikanische Schauspielerin
- 6. Januar: Martin Hein, deutscher Theologe und Bischof der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
- 6. Januar: Anthony Minghella, englischer Regisseur
- 11. Januar: Barbara Prammer, Politikerin
- 12. Januar: Andreas Franz, deutscher Schriftsteller
- 12. Januar: Klaus-Peter Wolf, deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor
- 12. Januar: Johannes Gerlach, deutscher Strahlenphysiker und Politiker der SPD
- 12. Januar: Mojo Mendiola, Musik-Journalist und Impresario, Autor, Fotograf und Maler
- 13. Januar: Alexander Thieme, deutscher Leichtathlet
- 16. Januar: Reinhold Fanz, Fußballtrainer
- 18. Januar: Kurt Albert, Bergsteiger
- 19. Januar: Joachim Deckarm, deutscher Leichtathlet und Handballspieler
- 19. Januar: Cindy Sherman, Fotografin
- 19. Januar: Evelyne Gebhardt, Mitglied des Europaparlaments
- 21. Januar: Thomas de Maizière, deutscher Politiker
- 22. Januar: Bernd Heynemann, deutscher Politiker und ehemaliger Fußballschiedsrichter
- 22. Januar: Peter Pilz, österreichischer Politiker
- 23. Januar: Rüdiger Schnuphase, deutscher Fußballspieler
- 25. Januar: David Grossman, isrealischer Schriftsteller
- 29. Januar: Oprah Winfrey, US-amerikanischer Talk-Show-Host
- 30. Januar: Jochen Kowalski, deutscher Sänger
- 1. Februar: Carlo Conti, Schweizer Politiker
- 1. Februar: Christoph Böhr, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU
- 2. Februar: Hansi Hinterseer, österreichischer Skirennläufer und Sänger
- 5. Februar: Cliff Martinez, US-amerikanischer Filmkomponist
- 7. Februar: Dieter Bohlen, deutscher Musiker, Musikproduzent und Komponist
- 8. Februar: Jochen Schroeder, deutscher Schauspieler und Sänger
- 9. Februar: Ulrich Walter, Astronaut, Physiker
- 10. Februar: Liane Deicke, deutsche Politikerin
- 10. Februar: Peter Ramsauer, deutscher Politiker
- 12. Februar: Phil Zimmermann, Kryptologe
- 13. Februar: Hannes Steinert, deutscher Maler
- 14. Februar: Vladimir Drinfeld, Mathematiker
- 15. Februar: Matt Groening, US-amerikanischer Trickfilmzeichner
- 16. Februar: Isolde Kunkel-Weber, deutsche Gewerkschafterin (ver.di)
- 16. Februar: Klaus-Werner Jonas, deutscher Politiker
- 16. Februar: Iain M. Banks, schottischer Schriftsteller
- 17. Februar: Lou Ann Barton, US-amerikanische Bluessängerin
- 17. Februar: Rene Russo, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 18. Februar: Sigisbert Dolinschek, österreichischer Politiker
- 18. Februar: John Travolta, US-amerikanischer Schauspieler, Tänzer, Produzent und Autor
- 20. Februar: Patty Hearst, Enkeltochter des US-amerikanischen Medienmoguls William Randolph Hearst
- 21. Februar: Ivo Van Damme, belgischer Leichtathlet († 1976)
- 23. Februar: Wiktor Juschtschenko, ukrainischer Politiker, Präsident der Ukraine
- 24. Februar: Katharina Landgraf, deutscher Politiker und MdB
- 26. Februar: Arndt Ellmer, deutscher Science-Fiction-Schriftsteller
- 26. Februar: Wolf Rüdiger Marunde, deutscher Zeichner und Cartoonist
- 26. Februar: Recep Tayyip Erdoğan, Ministerpräsident der Türkei
- 26. Februar: Leon de Winter, niederländischer Schriftsteller
- 26. Februar: Ernst August Prinz von Hannover, Oberhaupt des Hauses der Welfen
- 27. Februar: Monika Heubaum, deutsche Politikerin und MdB
- 28. Februar: Alain Crépin, belgischer Komponist und Professor
- 1. März: Monika Pflug, ehemalige deutsche Eisschnellläuferin
- 1. März: Catherine Bach, US-amerikanische Schauspielerin
- 1. März: Ron Howard, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
- 3. März: Dieter Drabiniok, deutscher Politiker
- 3. März: Ona Zee, US-amerikanische Pornodarstellerin, -produzentin und -regisseurin
- 6. März: Harald Schumacher, deutscher Fußballer
- 8. März: Rainer Wend, deutscher Politiker
- 8. März: Karl Schnabl, österreichischer Skispringer
- 8. März: Marie-Therese Nadig, Schweizer Skirennläuferin
- 9. März: Roland Methling, deutscher Politiker
- 9. März: Christian Eberl, deutscher Politiker und seit 1981 Mitglied der FDP
- 9. März: Carlos Ghosn, Manager
- 9. März: Bobby Sands, nordirischer Widerstandskämpfer, Abgeordneter im britischen Unterhaus († 1981)
- 10. März: Luc Dardenne, Regisseur, Produzent, Drehbuchautor
- 11. März: Walter Döring, deutscher Politiker
- 11. März: Gale Norton, seit 2001 Innenministerin der USA in der Regierung George W. Bush
- 13. März: Renaud Donnedieu de Vabres, französischer Politiker
- 18. März: Dietrich Siegl, österreichischer Schauspieler
- 20. März: Charlie Simmer, ehemaliger kanadischer Profi-Eishockeyspieler
- 20. März: Christoph Ransmayr, Schriftsteller
- 20. März: Rudi Margreiter, Schweizer Schlagersänger († 2005)
- 20. März: Louis Sachar, US-amerikanischer Schriftsteller
- 21. März: Mike Dunleavy, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 22. März: Ute Schäfer, deutsche Politikerin
- 23. März: Marianne Thomann-Stahl, deutsche Politikerin
- 23. März: Gabriele Eckart, deutsche Schriftstellerin
- 23. März: Catherine Alric, französische Schauspielerin
- 25. März: Silvia Schmidt, deutsche Politikerin
- 26. März: Jutta Speidel, deutsche Schauspielerin
- 26. März: Udo Di Fabio, seit 1999 Richter am Bundesverfassungsgericht
- 27. März: Gerard Batten, deutscher Europaabgeordneter
- 29. März: Maritta Böttcher, deutsche Politikerin, MdB
- 30. März: Bernd Saxe, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck
- 31. März: Marion Seib, deutsche Politikerin
- 1. April: Dieter Müller, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1. April: Giancarlo Antognoni, italienischer Fussballer
- 1. April: Jeff Porcaro, Schlagzeuger der Rockband Toto († 1992)
- 2. April: Gregory Abbott, US-amerikanischer Musiker, Sänger, Komponist und Musikproduzent
- 3. April: Reinhard Gaier, deutscher Richter am Bundesverfassungsgericht
- 3. April: Eckhardt Rehberg, Politiker
- 4. April: Konstantin Kemularia, georgischer Politiker
- 4. April: Michel Camilo, Pianist und Komponist im Jazz- und Klassikgenre
- 5. April: Stan Ridgway, US-amerikanischer Musiker
- 6. April: Frieder Butzmann, deutscher Komponist, Hörspielautor und Performance-Künstler
- 6. April: Sepp Ferstl, deutscher Skirennläufer
- 7. April: Jackie Chan, Schauspieler
- 9. April: Arnold Stadler, deutscher Schriftsteller
- 9. April: Dennis Quaid, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. April: Peter MacNicol, US-amerikanischer Schauspieler
- 12. April: Pat Travers, Blues-Rock Gitarrist
- 12. April: Steve Stevaert, populärer belgischer (flämischer) Politiker
- 14. April: Ōtomo Katsuhiro, japanischer Comic-Zeichner, Drehbuchautor und Regisseur
- 15. April: Ewald Schurer, deutscher Politiker und MdB
- 15. April: Wiktor Pynsenyk, ukrainischer Politiker, Finanzminister
- 15. April: Seka, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 16. April: Sibylle Lewitscharoff, deutsche Schriftstellerin
- 16. April: Ellen Barkin, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. April: Michael Sembello, US-amerikanischer Sänger und Musiker
- 18. April: Rick Moranis, kanadischer Schauspieler und Komödiant
- 18. April: Hans Liberg, niederländischer Musikcomedian
- 18. April: Torsten Persson, schwedischer Ökonom
- 19. April: Ingrid Peters, deutsche Sängerin
- 19. April: Trevor Francis, englischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 20. April: Gero von Boehm, deutscher Regisseur, Journalist und Autor
- 21. April: Walter Freiwald, deutscher Hörfunk- und Fernsehmoderator
- 22. April: Ulla Burchardt, deutsche Politikerin
- 23. April: Michael Moore, US-amerikanischer Dokumentarfilmer und Autor
- 24. April: Captain Sensible, britischer Sänger, Gitarrist und Bassist
- 24. April: Mumia Abu-Jamal, US-amerikanischer Journalist
- 28. April: Günther Hasinger, deutscher Astrophysiker
- 29. April: Tina York, deutsche Schlagersängerin
- 29. April: Heinz Schaden, österreichischer Kommunalpolitiker
- 29. April: Jerry Seinfeld, US-amerikanischer Schauspieler und Comedian
- 30. April: Jane Campion, Filmregisseurin
- 2. Mai: Werner Melzer, deutscher Fußballspieler
- 2. Mai: Elliot Goldenthal, US-amerikanischer Komponist
- 4. Mai: Pia Zadora, US-amerikanische Sängerin
- 5. Mai: Dagmar G. Wöhrl, deutsche Politikerin
- 6. Mai: Marcel Konrad, Schweizer Schriftsteller
- 12. Mai: Friðrik Þór Friðriksson, isländischer Filmregisseur und Filmemacher
- 13. Mai: Georg Gafron, deutscher Journalist
- 13. Mai: Jean-Louis Costes, französischer Performance-Künstler, Sänger, Schauspieler, Regisseur und Autor
- 13. Mai: Johnny Logan, irischer Sänger und Komponist
- 14. Mai: Peter Cestonaro, deutscher Fußballspieler
- 18. Mai: Reinhold Heil, deutscher Komponist, Tonmeister, Produzent, Pianist, Keyboarder und Sänger
- 18. Mai: Rolf Bietmann, deutscher Politiker, MdB
- 18. Mai: Ekkehardt Belle, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 18. Mai: Erik Gerets, Fußballspieler und Fußballtrainer
- 19. Mai: Phil Rudd, Schlagzeuger der australischen Hardrock-Band AC/DC
- 20. Mai: Esko Aho, finnischer Staatsmann und ehemaliger Premierminister
- 21. Mai: Josef Steinkogler, österreichischer Politiker
- 22. Mai: Clemens Eich, deutscher Schauspieler und Schriftsteller († 1998)
- 24. Mai: Rainald Goetz, deutscher Schriftsteller
- 26. Mai: Alan Hollinghurst, britischer Schriftsteller
- 26. Mai: Marian Gold, deutscher Musiker und Mitbegründer der Band Alphaville
- 26. Mai: Erich Hackl, österreichischer Schriftsteller
- 29. Mai: Jacqueline Todten, deutsche Leichtathletin
- 29. Mai: John Hencken, Schwimmer aus den USA
- 31. Mai: Petra Gerstenkorn, deutscher Politiker und MdB
- 31. Mai: Lissy Gröner, MdEP für die SPD
- 31. Mai: Wolfgang Pollanz, österreichischer Schriftsteller, Publizist und Musiker
- 31. Mai: Anders Hilborg, schwedischer Komponist und Professor
- 1. Juni: Jan Söffing, deutscher Politiker
- 2. Juni: Dennis Haysbert, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. Juni: Hans-Werner Senfft, deutscher Politiker
- 4. Juni: Hermann Gerland, deutscher Fußballtrainer
- 5. Juni: Robert Hochbaum, deutscher Politiker
- 5. Juni: Nicko McBrain, Musiker und Schlagzeugspieler der Gruppe Iron Maiden
- 5. Juni: Peter Erskine, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 7. Juni: Louise Erdrich, indianisch-amerikanische Schriftstellerin
- 7. Juni: Günther Platter, Politiker, österreichischer Minister
- 8. Juni: Jochen Schümann, deutscher Segelsportler, Olympiasieger, Gewinner des America's Cup
- 9. Juni: Peter Campa, österreichischer Schriftsteller
- 11. Juni: Gerhard Grandke, Politiker
- 13. Juni: Andrzej Lepper, polnischer Politiker
- 14. Juni: Willem Schuth, deutscher Europaabgeordneter
- 14. Juni: Gianna Nannini, italienische Liedermacherin
- 15. Juni: Mario Kempes, ehemaliger argentinischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer
- 15. Juni: James Belushi, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 19. Juni: Kathleen Turner, US-amerik. Schauspielerin
- 20. Juni: Karlheinz Brandenburg, deutscher Elektrotechniker, einer der Väter des MP3-Audiocodecs
- 20. Juni: Michael Anthony, Musiker
- 21. Juni: Friedlinde Gurr-Hirsch, deutsche Politikerin
- 21. Juni: Robert Menasse, österreichischer Schriftsteller und Essayist
- 21. Juni: Augustus Pablo, Reggae- und Dubmusiker († 1999)
- 21. Juni: Robert Pastorelli, US-amerikanischer Schauspieler († 2004)
- 24. Juni: Mark Edmondson, ehemaliger australischer Tennisspieler
- 25. Juni: David Paich, Keyboarder und Sänger der US-Rockband Toto
- 26. Juni: Mathias Bröckers, Journalist
- 26. Juni: Miroslav Nemec, Schauspieler
- 26. Juni: Luis Arconada, spanischer Fußballspieler
- 26. Juni: Steve Barton, US-amerikanischer Sänger († 2001)
- 28. Juni: Benoît Sokal, belgischer Comic-Autor
- 28. Juni: Alice Krige, Schauspielerin
- 29. Juni: Leslie G. Hunt, deutsch-US-amerikanischer Maler und Radierer
- 29. Juni: Marcello Viotti, italienischer Dirigent († 2005)
- 29. Juni: Beat Tschümperlin, Schweizer Politiker († 2004)
- 30. Juni: Pierre Charles, dominicanischer Politiker († 2004)
- 30. Juni: Kathy Kreiner, kanadische Skirennläuferin
- 1. Juli: Herbert Zimmermann (Fußballspieler), ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1. Juli: Eva Lichtenberger, österreichische Politikerin
- 4. Juli: Günter Parche, Attentäter
- 4. Juli: Julian Dawson, britischer Musiker und Songpoet
- 10. Juli: Neil Tennant, britischer Musiker
- 12. Juli: Wolfgang Dremmler, deutscher Fußballspieler
- 12. Juli: Dave Irwin, ehemaliger kanadischer Skirennläufer
- 17. Juli: Angela Merkel, deutsche Politikerin
- 17. Juli: Joseph Michael Straczynski, US-amerikanischer Autor und Filmproduzent
- 18. Juli: Johann-Dietrich Wörner, Präsident der Technischen Universität Darmstadt
- 18. Juli: Ricky Skaggs, US-amerikanischer Country- und Bluegrass-Musiker
- 22. Juli: Axel Horstmann, deutscher Politiker und Minister des Landes Nordrhein-Westfalen
- 22. Juli: Al di Meola, italienisch-US-amerikanischer Fusion- und Jazz-Gitarrist
- 23. Juli: Annie Sprinkle, US-amerikanische Prostituierte und Pornodarstellerin
- 25. Juli: Wilhelm Priesmeier, deutscher Politiker
- 25. Juli: Jürgen Trittin, deutscher Politiker, Bundesminister
- 26. Juli: Mareike Carrière, deutsche Schauspielerin
- 26. Juli: Vitas Gerulaitis, US-amerikanischer Tennisspieler († 1994)
- 28. Juli: Gerd Faltings, deutscher Physiker und Mathematiker sowie Träger der Fields-Medaille
- 28. Juli: Steve Morse, Gitarrist und Gründer der Dixi Dregs
- 28. Juli: Hugo Chávez, seit 1999 venezolanischer Staatspräsident
- 1. August: Benno Möhlmann, deutscher Fußballtrainer
- 1. August: Michael Badnarik, US-amerikanischer Software-Ingenieur und Politiker
- 4. August: Anatolij Kinach, ukrainischer Politiker, Erster Vizepremierminister der Ukraine
- 5. August: Bill Gilligan, US-amerikanischer Eishockeytrainer
- 5. August: Richard Preston, US-amerikanischer Schriftsteller
- 7. August: Jonathan Pollard, US-Bürger und Spion für den israelischen Geheimdienst Mossad
- 11. August: Tilo Braune, deutscher Politiker
- 11. August: Joe Jackson, englischer Musiker
- 12. August: Max Straubinger, deutscher Politiker und MdB
- 12. August: François Hollande, französischer Politiker
- 12. August: Pat Metheny, US-amerikanischer Jazzgitarrist
- 14. August: Christian Gross, Schweizer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 16. August: George Galloway, britischer Berufspolitiker und Pazifist
- 16. August: James Cameron, Regisseur
- 17. August: Andrés Pastrana Arango, kolumbianischer Politiker und Präsident
- 17. August: Ingrid Daubechies, Professorin und Direktorin an der Princeton University
- 19. August: Roger Kusch, deutscher Politiker, Justizsenator von Hamburg
- 21. August: Edgar Geenen, deutscher Fußball-Funktionär
- 21. August: Humbert Balsan, französischer Filmproduzent († 2005)
- 21. August: Didier Six, französischer Fußballnationalspieler
- 21. August: Karekin II., Katholikos der armenisch-gregorianischen Apostelkirche
- 21. August: Archie Griffin, US-amerikanischer Footballspieler
- 21. August: Siegfried Jaschinski, Vorstandsvorsitzender Landesbank Baden-Württemberg
- 25. August: Elvis Costello, englischer Musiker
- 25. August: Gilbert Duclos-Lassalle, französischer Radprofi
- 25. August: Bruno Manser, Schweizer Ethnologe und Umweltaktivist
- 30. August: Aljaksandr Lukaschenka, Präsident Weißrusslands
- 31. August: Robert Kotscharjan, Präsident der Republik Armenien
- 1. September: Axel Troost, deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Politiker
- 3. September: Markus Boysen, deutscher Filmschauspieler
- 6. September: Carly Fiorina, Managerin
- 9. September: Jeffrey Combs, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. September: Karl-Heinz Podzielny, deutscher Schachspieler
- 10. September: Silvia Chibás, kubanische Leichtathletin und Olympionikin
- 11. September: Herbert Bösch, österreichischer Politiker und MdEP
- 12. September: Robert Gober, US-amerikanischer Künstler
- 12. September: Peter Scolari, US-amerikanischer Schauspieler
- 13. September: Steve Kilbey, Musiker, Sänger, Songwriter, Dichter und Maler
- 16. September: Franz Thönnes, deutscher Politiker
- 16. September: Michael Nava, US-amerikanischer Schriftsteller und Rechtsanwalt
- 18. September: Jayne-Ann Igel, deutsche Schriftstellerin
- 18. September: Einar Már Guðmundsson, isländischer Schriftsteller
- 18. September: Peter Bofinger, Ökonom, einer der Wirtschaftsweisen
- 18. September: Steven Pinker, Psychologe an der Harvard University
- 20. September: Bernd Feustel, deutscher Schachspieler
- 22. September: Uwe Lyko, deutscher Kabarettist und Komiker
- 22. September: Shari Belafonte-Harper, US-amerikanische Schauspielerin
- 22. September: Thomas Oelmayer, Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg
- 23. September: Cherie Blair, britische Rechtsanwältin, Ehefrau von Ministerpräsident Tony Blair
- 24. September: Monika Knoche, deutsche Politikern (Die Grünen
- 28. September: Margot Wallström, schwedische Vizepräsidentin der EU-Kommission
- 29. September: Helene Flöss, österreichische Schriftstellerin
- 2. Oktober: Lorraine Bracco, US-amerikanische Schauspielerin
- 3. Oktober: Stevie Ray Vaughan, Bluesmusiker († 1990)
- 3. Oktober: Alfred Charles Sharpton, Kandidat für die US-Präsidentschaftswahlen 2004
- 3. Oktober: Monika Griefahn, Umweltaktivi
Kolumbien
Kolumbien (spanisch Colombia) ist ein Staat im nördlichen Teil von Südamerika und grenzt an Brasilien, Peru, Ecuador, Venezuela und Panama.
Kolumbien liegt am Pazifischen Ozean und an der Karibik.
Geografie
Kolumbien liegt im Nordwesten Südamerikas und grenzt sowohl an den atlantischen (1.600 km Grenzlinie), als auch an den pazifischen Ozean (1.300 km Grenzlinie). Im Südwesten liegen Ecuador und Peru, im Nordosten Venezuela und im Südosten Brasilien.
Die westliche Hälfte Kolumbiens wird von den Anden dominiert, die in drei große Bergketten geteilt sind: die westliche, die zentrale und die östliche Kordillere. Zwischen den Bergketten fließen die großen, teilweise befahrbaren Flüsse Cauca und Magdalena in den atlantischen Ozean. Die Hochgebirge beherbergen die zum Teil aktiven Vulkane Galeras, Huila, Nevado del Ruiz, Purace, Tolima und Doña Juana. Die höchsten Gipfel sind der Pico Cristóbal Colón sowie der Pico Simón Bolívar, beide jeweils 5.775 m hoch und in der Sierra Nevada de Santa Marta gelegen.
Die östliche Hälfte ist durch dicht bewaldetes Flachland charakterisiert, durch das die Flüsse Putumayo, Yapura, Meta und Guaviare fließen, die entweder im Orinoco oder im Amazonas münden.
Kolumbien hat Küsten sowohl am atlantischen wie am pazifischen Ozean. Die bekanntesten Inseln im Atlantik sind der Archipel von San Andrés und Providencia (770 km nordöstlich von Kolumbien), mit den Inseln San Andrés, Providencia und Santa Catalina. Der karibischen Küste vorgelagert ist die Insel Fuerte und die Archipele von San Bernardo und del Rosario. Im Pazifik liegen die Inseln Malpelo und Gorgona und Gorgonilla.
Je nach Meereshöhe unterscheidet man vier Klimazonen. In den Flachländern (Llanos) herrscht tropisches Klima über 24° C, zwischen 1.000 und 2.000 m gemäßigtes Klima (17-24° C), zwischen 2.000 und 3.000 m kaltes (12-17° C) und in den Bergregionen (Páramos) ab 3.000 m Höhe hochalpines Gletscherklima (unter 12° C).
Kolumbiens größte Städte sind die Hauptstadt Santa Fé de Bogotá, Medellín, Cali, Cartagena de Indias, Barranquilla, Ibagué, Manizales, Pasto, Cúcuta und Bucaramanga.
Siehe auch: Städte in Kolumbien
Umwelt
Kolumbiens Lage mit unterschiedlichen Höhenstufen und Klimazonen, die den Übergang und Kontakt zwischen Amazonas und Anden einschliessen, heterogene Bodenbedingungen bedingen eine große Biodiversität mit einer hohen Anzahl endemischer Arten. Kolumbien ist eines der Länder mit der größten Artenvielfalt pro Gebietseinheit weltweit: Mit nur 0,7 % Anteil an der weltweiten Festlandsmasse vereinigt das Land 10% aller Tier- und Pflanzenarten des Planeten auf seinem Staatsgebiet. Obwohl Kolumbien den Schutz seiner natürlichen Ressourcen bereits seit den 70er Jahren vorantreibt, haben neben natürlichen Umweltkatastrophen (häufig entweder bedingt durch extreme Trocken- oder Regenzeiten) vor allem das dynamische soziale und wirtschaftliche Wachstum und die bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen in den letzten Jahrzehnten erhebliche Umweltschäden mit sich gebracht.
Mit der Verfassung von 1991 hat sich das Land nun explizit der Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben; etwa 60 Verfassungsartikel beziehen sich direkt oder indirekt auf die Umwelt. Den normativen Rahmen für die Ausgestaltung dieser Vorgaben bildet das Gesetz 99 von 1993, durch das ein Umweltministerium als Bestandteil des Nationalen Umweltsystems (Sistema Nacional Ambiental, kurz SINA) geschaffen wurde. Zum SINA gehören nebem dem Ministerium unter anderem die Regionalentwicklungsbehörden, die mit dem Management der natürlichen Ressourcen und ihrer nachhaltigen Entwicklung beauftragt sind, städtische Umweltplanungsbehörden und -systeme wie das DAMA in Bogotá und der Ecofondo, der Zusammenschluss aller Umwelt-NGOs. Staatliche Umweltpläne sollen zur Erreichung der ehrgeizigen Ziele beitragen. Allerdings werden den Regionalentwicklungsbehörden unter anderem überhöhte Betriebskosten, fehlende Investitionen in Umweltprogramme und die Aufgabe wieder aufgeforsteter Gebiete vorgeworfen. Diese und andere Mängel sollen deshalb mittels einer weitgreifenden Umweltsektorreform beseitigt werden. Dazu wurde bereits im März 2003 ein Gesetzesvorschlag vorgelegt; darüber hinaus wurde das Umweltministerium im April 2003 zum Ministerio de Ambiente, Vivienda y Desarollo Territorial fusioniert. Derzeit gibt es Bestrebungen, die bereits seit Jahrzehnten bestehende Nationalparkverwaltung (UAESPNN - Unidad Administrativa Especial del Sistema de Parques) umzustrukturieren.
Insgesamt wird die bisherige Umweltpolitik von Präsident Uribe oft als ein Rückschritt hinter bereits erzielte Erfolge bezeichnet, insbesondere, da die Umwelt- und Naturzerstörung als Folge des bewaffneten Konflikts von Jahr zu Jahr steigt.
Klima
Da der Äquator durch Kolumbien läuft, liegt das Land in der tropischen Klimazone. Der Norden, also die Karibikküste, liegt in der subtropischen Zone. In Gebieten unterhalb 550m werden Durchschnittstemperaturen von 25°C bis 30°C gemessen (tropischer Bereich), zwischen 550m und 2300m Jahresmittel von bis zu minimal 18°C (gemäßigter Bereich) erreicht. Zwischen 2300m und 3000m beträgt die Temperatur nur noch 10 - 17°C.
Bogotá, welches in einer Höhe von 2550m über dem Meeresspiegel liegt, hat eine Jahresdurchschnitttempereatur von 13°C. Über 3000m liegt die kaltgemäßigte bis kalte Klimazone mit Temperaturen zwischen - 17,8°C bis +12,8°C.
Jährlich gibt es zwei Regenzeiten (April und Oktober) und zwei Trockenzeiten, die aber nicht extrem ausfallen.
An der Westküste der Anden fällt die größte Menge an Niederschlag. Im südlichen Teil des Landes werden ca. 3000mm Niederschlag pro Jahr und m² gemessen, im Norden bis zu 10.000mm. Einige Orte mit einem Niederschagsvolumen von bis zu 16.000mm im Jahr gehören zu den regenreichsten Gebieten der Erde.
Die östlichen Gebiete werden weniger stark beregnet. Durch den Passatwind sind diese Teile der Karibikküste sehr regenarm (unter 400mm Niederschlagsmenge pro Jahr und m²). Weiterhin ist die Niederschlagsmenge in den Hochtälern und Hochbecken durch die Regenschattenseite nur bei 1000mm angesiedelt.
Bevölkerung
Kolumbien mit einer Bevölkerungszahl von ca. 42,31 Mio. hat auf Grund seiner Geschichte eine sehr diversifizierte Bevölkerungsstruktur. Auf jedem Quadratkilometer leben durchschnittlich 31 Einwohner. 72% der Gesamtbevölkerung leben in den Ballungsgebieten und Städten, hauptsächlich in den Tälern des Río Magdalena und des Río Cauca sowie an der Küste des karibischen Meeres. Allein in Bogota, die Hauptstadt und das Zentrum der Industrie, lebt ca. 1/7 der Bevölkerung. Die Bevölkerung setzt sich aus drei sehr unterschiedlichen Gruppen zusammen: den indigenen Indios, den europäischen, zumeist aus Spanien stammenden Kolonisten und den importierten Sklaven aus afrikanischer Herkunft. Die heutige Demografie des Landes besteht aus einer Mischung dieser Gruppen.
Demografie
Verbindungen zwischen diesen Gruppen waren und sind sehr weit verbreitet. Den größten Anteil an der Bevölkerung stellen mit 60 % die Mestizen, deren Vorfahren Europäer und Indigene waren. Zur hellhäutigen Bevölkerung gehören die Kreolen, Nachfahren der europäischen Kolonisten, die somit die größte Minderheit mit 20 % darstellen. Weiter sind mit 16 % die Mulatten in der kolumbianischen Gesellschaft vertreten, Nachkommen von Europäern und afrikanischen Sklaven. Rein afrikanische Vorfahren haben 4 % der Bevölkerung, 3 % zählen zu den Zambos, die von afrikanischen Sklaven und indigenen Indios abstammen. Im Dorf Palenque de San Basilio existiert die einzige spanischbasierte Kreolsprache in Lateinamerika. Die Menschen dort sind zum größten Teil Nachfahren entlaufener Sklaven und sprechen Palenquero. Heutzutage werden nur noch 1 % als Indigene klassifiziert, unter anderem durch ihre Kultur und Sprache. Dominant ist die römisch-katholische Glaubensrichtung (ca. 90 % der Bevölkerung).
Völkerbewegungen vom Land in die Stadt sind massiv. Stadtbevölkerung ist von einem Anteil von 57 % der Gesamtbevölkerung im Jahre 1951 auf 74 % 1994 gestiegen. Dreißig Städte haben mehr als 100.000 Einwohner. Die östlichen Llanos Kolumbiens, die aus 9 Departamentos bestehen und 54 % der Fläche ausmachen, beherbergen nur 3 % der Bevölkerung und damit eine Dichte von einer Person pro Quadratkilometer.
Siehe auch: Afrokolumbianer
Geschichte
Nach der Entdeckung Mittelamerikas durch spanische Seefahrer entstanden mit Santa Marta (gegr. 1527) und Cartagena de Indias (gegr.1533) die ersten kolonialen Stützpunkte an der kolumbianischen Karibikküste.
Als im Jahr 1537 die ersten spanischen Entdecker unter Gonzalo Jiménez de Quesada in das Andengebiet vordrangen, wurden die Chibcha unterjocht. Die Spanier erbauten einige Siedlungen, die die ehemaligen indianischen Handelszentren ersetzten, so zum Beispiel Santa Fé de Bogotá und Tunja (gegr. beide 1539). Wenig später erfolgte die Gründung einer Provinz, aus der sich das Vizekönigreich Neugranada entwickelte.
Kolumbien ist einer der Staaten, die durch den Zerfall Großkolumbiens im Jahr 1830 entstand (andere sind Ecuador und Venezuela). Bis zum Jahre 1903 gehörte Panama zu Kolumbien.
Kolumbien gehört zu der 1969 gegründeten Andengemeinschaft, die seit 1995 eine Freihandelszone zwischen den Mitgliedsstaaten aufgebaut hat.
Seit Jahrzehnten dauert nun schon der Bürgerkrieg in Kolumbien an. Nach einer Welle von Gewalt und Terror verhängt Präsident Álvaro Uribe Vélez am 12. August 2002 für 90 Tage den Ausnahmezustand.
Der im Jahre 2003 von Präsident Álvaro Uribe begonnene Friedensprozess mit den Paramilitärs droht zu scheitern. Ein Grund dafür ist das spurlose Verschwinden des Gründers der Paramilitärs, Carlos Castaño, ein anderer die Forderung der Paramilitärs, für ihre Taten, einschließlich des Drogenhandels, nicht bestraft und an die USA ausgeliefert zu werden.
Siehe auch: Liste der Präsidenten Kolumbiens
Verwaltungsgliederung
Kolumbien ist in 32 Provinzen untergliedert (Hauptstädte in Klammern):
right
#Amazonas (Leticia)
#Antioquia (Medellín)
#Arauca (Arauca)
#Atlántico (Barranquilla)
#Bolívar (Cartagena de Indias)
#Boyacá (Tunja)
#Caldas (Manizales)
#Caquetá (Florencia)
#Casanare (Yopal)
#Cauca (Popayán)
#Cesar (Valledupar)
#Chocó (Quibdo)
#Córdoba (Monteria)
#Cundinamarca (Bogotá)
#Guainía (Puerto Inirida)
#Guaviare (San José del Guaviare)
#Huila (Neiva)
#La Guajira (Riohacha)
#Magdalena (Santa Marta)
#Meta (Villavicencio)
#Nariño (Pasto)
#Norte de Santander (Cúcuta)
#Putumayo (Mocoa)
#Quindío (Armenia)
#Risaralda (Pereira)
#San Andrés und Providencia (San Andrés)
#Santander (Bucaramanga)
#Sucre (Sincelejo)
#Tolima (Ibagué)
#Valle del Cauca (Cali)
#Vaupés (Mitú)
#Vichada (Puerto Carreño)
Zusätzlich: Bogotá - Distrito Capital
Wirtschaft
Kolumbien ist der größte Produzent zahlreicher Schnittblumenarten. Bei der Produktion von Nelken steht es weltweit an erster, bei Schnittblumen insgesamt an zweiter Stelle. Mit 3.500 verschiedenen Orchideen-Arten hat Kolumbien die größte Vielfalt der Welt. Ebenfalls an erster Stelle steht Kolumbien bei der Produktion von Smaragden und Guadua-Holz. Es ist außerdem der zweitgrößte Kaffee-Produzent der Welt und steht bei der Produktion von Bananen weltweit an dritter Stelle. Bei der Produktion von Kartoffeln ist Kolumbien in Lateinamerika führend.
Das Land ist der zweitgrößte Exporteur landwirtschaftlicher Produkte in die USA. Darüber hinaus ist Kolumbien weltweit der viertgrößte Produzent von Kohle und Nickel und hat außerdem eine sichere Erdölreserve von zwischen 1,54 bis 1,84 Milliarden Barrel.
Ein Teil der kolumbianischen Wirtschaft wird direkt oder indirekt vom Anbau und der Produktion von illegalen Drogen beeinflusst. So bauen Bauern insbesondere Koka, aber auch Schlafmohn an, da sie sich so ein besseres Einkommen versprechen als bei der Produktion von Nahrungsmitteln oder Kaffee; und der Druck der Drogenkartelle ermöglicht es den Kokabauern oft auch nicht, auf legale Waren umzuschwingen.
Hauptexportgüter Kolumbiens sind Kaffee, Bananen, Schnittblumen, Smaragde, exotische Früchte, Textilien, Lederwaren, Lebensmittel, Erdöl und Erdölderivate, Kohle und Kohlederivate, Gold und Zucker.
Politik
Als Präsidialrepublik ist Kolumbien in die Exekutive, Legislative und Judikative aufgeteilt. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, dem Kongress (congreso) und dem Senat (senado). Die geltende Verfassung wurde am 5. Juli 1991 nach einem Volksentscheid verabschiedet. Fast alle Ämter, vom Präsidenten bis zum Abgeordneten, werden direkt vom Volk gewählt. Als volljährig gilt jeder ab dem 18. Lebensjahr und nur Mitglieder der Armee und Strafgefangene dürfen nicht wählen. Der Präsident und die Senats- und Kongressabgeordneten werden zu einer Amtszeit von vier Jahren gewählt.
Kolumbien ist Mitglied in der Südamerikanische Staatengemeinschaft, Organisation Amerikanischer Staaten und den Vereinten Nationen. Beitrittsverhandlungen zu Mercosur werden geführt.
Parteien
- Partido Liberal (liberale)
- Partido Conservador Colombiano (konservative)
- Movimiento de Salvación Nacional (konservative)
- Alianza Democrática M-19 (ehemalige M-19 Guerillagruppe)
- Polo Democrático Independiente
- Unión Democrática
- Unión Patriótica (komunistische)
- Partido Comunista de Colombia (komunistische)
- Movimiento Obrero Independiente y Revolucionario
- Partido para Defensa del Folklore Nacional.
- Oxígeno verde
Bildungswesen
In Kolumbien wird die Bildung in vier Stufen aufgeteilt, Vorschule (preescolar), Schule (educación básica), Gymnasium (educación media) und Universität (nivel universitario). Verantwortlich für die Bildung ist das Ministerium de Educación Nacional. Im Durchschnitt sind die staatlichen Bildungseinrichtungen für die Familien günstiger als die in privater Hand. Außerdem werden auch nicht staatlich anerkannte Titel, meist von privaten technischen Schulen, angeboten, die oft die Selbständigkeit des Auszubildenden zum Ziel haben.
Im Vorschulalter werden den Eltern, fast ausschließlich aus dem privaten Sektor, Kindergärten angeboten. Die letzten zwei Jahre vor der Grundschule werden Kinder (4-5 Jahre) und transición (Übergang) (5-6 Jahre) genannt. Von einem Kind in der transición Altersgruppe wird erwartet, dass es schon mit dem Lesen- und Schreibenlernen angefangen hat.
Die Schulzeit eines Kindes begrenzt sich auf neun Jahre, fünf davon in der Grundschule (básica) und vier im Gymnasium (secundaria). | | |