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| Andrea Fischer |
Andrea FischerAndrea Fischer ( - 14. Januar 1960 in Arnsberg/Westfalen) ist eine ehemalige deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Heute arbeitet sie u. a. als Publizistin.
Sie war von 1998 bis 2001 Bundesministerin für Gesundheit.
Ausbildung und Beruf
Nach dem Abitur schloss Andrea Fischer eine Ausbildung zur Offsetdruckerin ab. Sie war dann als Druckerin und Korrektorin tätig und absolvierte zusätzlich ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Europaparlament, am Wissenschaftszentrum Berlin und bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte tätig.
Nach ihrer Zeit als aktive Politikerin ist sie als freie Publizistin sowie als Beraterin in der internationalen Gesundheitspolitik tätig geworden. Seit März 2004 ist sie Mitglied des Führungsstabs des Bensheimer IFOK-Instituts und dort für den Bereich Gesundheit und Ernährung zuständig.
Partei
Sie war Mitglied der Gruppe internationale Marxisten GIM, eine Partei der Vierten Internationale , Trotzkisten.
Seit 1985 ist sie Mitglied der Partei Die Grünen.
Abgeordnete
Von 1994 bis 2002 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages.
Öffentliche Ämter
Nach der Bundestagswahl 1998 wurde sie am 27. Oktober 1998 als Bundesministerin für Gesundheit in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung berufen. Im Gefolge der BSE-Krise trat sie am 9. Januar 2001 gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke von ihrem Amt zurück.
Siehe auch
- Kabinett Schröder I
Weblink
- [http://www.andrea-fischer.de/ Homepage von Andrea Fischer]
Fischer, Andrea
Fischer, Andrea
Fischer, Andrea
Fischer, Andrea
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Fischer, Andrea
14. JanuarDer 14. Januar (in Österreich: 14. Jänner) ist der 14. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit verbleiben noch 351 (in Schaltjahren 352) Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1016 - Ende der Synode König Heinrich II. in Dortmund.
- 1771 - Matthias Klostermayr, der Bayerische Hiasl, wird festgenommen.
- 1860 - Werner von Siemens beendet die Verlegung des ersten Überseekabels nach Indien.
- 1916 - In Berlin startet der erste Expresszug nach Konstantinopel.
- 1943 - Casablanca, Marokko. Geheimkonferenz zwischen Premierminister Churchill, Großbritannien, und Präsident Roosevelt, USA.
- 1960 - Während seiner Dienstzeit in Deutschland wird Elvis Presley zum Sergeant befördert.
- 1972 - Krönung von Margrethe II. zur Königin Dänemarks.
- 1976 - Komoren: Die Regierung von Prinz Said Mohammed Jaffar wird von Ali Soilih gestürzt.
- 1986 - Vinicio Ceresa Arévalo wird neuer Staatspräsident Guatemalas.
- 1993 - Der dänische Ministerpräsident Poul Schlüter tritt zurück.
- 2001 - Dr. Jorge Fernando Branco de Sampaio wird als Staatspräsident in Portugal in seinem Amt bestätigt.
- 2002 - In Kabul, Afghanistan, dürfen die Mädchen erstmals seit 5 Jahren wieder zur Schule gehen.
- 2003 - Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft mit dem Präsidenten der Republik Armenien, Robert Kotscharjan, in Berlin zusammen.
- 2004 - Oscar Berger Perdomo wird Staatspräsident von Guatemala.
- 2005 - Die europäische Raumsonde Huygens landet auf dem Saturnmond Titan
Kultur
- 1724 - Uraufführung des Dramas Il Vespasiano von Attilio Ariosti am King's Theatre in London.
- 1858 - Uraufführung der Oper Scherz, List und Rache von Max Bruch in Köln.
- 1900 - Uraufführung der Oper Tosca von Giacomo Puccini am Teatro Costanzi in Rom.
- 1930 - Uraufführung des Musicals Strike up the Band von George Gershwin am Times Square Theatre in New York.
Katastrophen
- 1907 - Ein Erdbeben der Stärke 6,5 in Kingston, Jamaika, etwa 1.600 Tote.
- 1917 - Der Panzerkreuzer "Tsukuba" (Japan) sinkt nach einem Brand und der Explosion der Munitionskammern in der Yokosuka-Bucht; 200 Tote unter der 817 Mann starken Besatzung.
- 1993 - Vor der Küste Rügens sinkt die polnische Fähre "Jan Heweliusz"; 55 Menschen sterben.
- 2001 - Erdbeben der Stärke 7,6 in El Salvador; fast 1.000 Tote und rund 28.000 Verletzte.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1897 - Der Deutsche Emanuel Lasker verteidigt seinen Weltmeistertitel im Schach durch einen deutlichen Sieg (10-2 Siege, dazu 5 Remis) gegen seinen Vorgänger, den Österreicher Wilhelm Steinitz.
- 1897 - Der Schweizer Martin Zurbriggen besteigt als erster den 6959 m hohen Aconcagua in den argentinischen Anden.
Geboren
- 83 v. Chr. - Marcus Antonius, römischer Staatsmann und Feldherr
- 38 v. Chr. - Nero Claudius Drusus, römischer Feldherr
- 1477 - Hermann V. von Wied, Erzbischof von Köln
- 1507 - Johann III., portugiesischer König
- 1507 - Katharina von Spanien, Erzherzogin von Österreich und Prinzessin von Spanien
- 1683 - Johann Gottfried Silbermann, deutscher Orgelbauer
- 1700 - Christian Friedrich Henrici, wichtigster Textdichter Johann Sebastian Bachs
- 1702 - Nakamikado, 114. Kaiser von Japan
- 1706 - August Georg Simpert, Markgraf von Baden-Baden
- 1741 - Benedict Arnold, US-amerikanischer General
- 1751 - Corona Schröter, Sängerin und Schauspielerin
- 1754 - Jacques Pierre Brissot, französischer Revolutionär
- 1756 - Joseph Marius von Babo, deutscher Schriftsteller
- 1773 - Catherine Pakenham, Ehefrau von Arthur Wellesley
- 1782 - Carl Ferdinand Langhans, deutscher Architekt
- 1797 - Wilhelm Beer, deutscher Bankier und Astronom
- 1800 - Ludwig von Köchel, österreichischer Musikwissenschaftler
- 1801 - Adolphe Theodore Brongniart, französischer Botaniker
- 1806 - Matthew Fontaine Maury, US-amerikanischer Marineoffizier und Hydrograph
- 1813 - Boleslav Jablonský, tschechischer Dichter
- 1813 - Eugen Tupy, tschechischer Dichter
- 1816 - Johann Heinrich Gustav Meyer, Landschaftsgestalter und Städtischer Gartendirector zu Berlin
- 1816 - Thilo Irmisch, deutscher Botaniker
- 1818 - Zacharias Topelius, finnisch-schwedischer Dichter und Schriftsteller
- 1821 - Salomon Hermann Mosenthal, deutscher Dramatiker und Librettist
- 1835 - Ludwig Abel, deutscher Violinist und Komponist
- 1835 - Marcelo Spínola y Maestre, Erzbischof von Seviila und Kardinal
- 1841 - Berthe Morisot, französische Malerin
- 1850 - Pierre Loti, französischer Marineoffizier und Schriftsteller
- 1861 - Mehmed VI., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1861 - Wilhelm von Polenz, deutscher Schriftsteller
- 1863 - Richard Felton Outcault, US-amerikanischer Comiczeichner, Autor und Maler
- 1870 - Ida Dehmel, deutsche Kunstmäzenin
- 1875 - Albert Schweitzer, deutscher Arzt, Missionar und Friedensnobelpreisträger
- 1876 - Gustav Schröer, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1879 - Hans Nadler (Maler), deutscher Maler
- 1886 - Bruno Gimpel, expressionistischer Maler
- 1890 - Arthur Holmes, englischer Geologe
- 1892 - Franz Dahlem, SED-Funktionär, Mitglied des Politbüros des ZK der SED
- 1892 - Hal Roach, US-amerikanischer Filmproduzent, Regisseur und Schauspieler
- 1892 - Martin Niemöller, deutscher Theologe und Widerstandskämpfer
- 1895 - Rüdiger Schleicher, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- 1896 - John Dos Passos, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1896 - Kurt Guggenheim, Schweizer Schriftsteller
- 1897 - Hasso von Manteuffel, deutscher General
- 1901 - Alfred Tarski, polnischer Mathematiker und Logiker
- 1901 - Bebe Daniels, US-amerikanische Schauspielerin
- 1904 - Sir Cecil Beaton, britischer Fotograf und Schriftsteller
- 1909 - Ernst Neger, deutscher Dachdecker und Fastnachtssänger
- 1909 - Josef Losey, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1911 - Anatoli Naumowitsch Rybakow, russischer Schriftsteller
- 1911 - Hans-Martin Majewski, deutscher Filmkomponist
- 1911 - Heinz Engelmann, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1912 - Maria Neubaum, deutsche Lyrikerin und Dramatikerin
- 1912 - Rudolf Hagelstange, deutscher Schriftsteller
- 1919 - Giulio Andreotti, italienischer Politiker und Ministerpräsident
- 1921 - Murray Bookchin, US-amerikanischer Anarchist
- 1921 - Werner Bergmann, deutscher Kameramann
- 1922 - Harald Zusanek, österreichischer Schriftsteller
- 1922 - Helga Göring, deutsche Schauspielerin
- 1925 - Yukio Mishima, japanischer Schriftsteller
- 1929 - Billy Walker, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1930 - Eckart Friedrichson, deutscher Schauspieler
- 1931 - Caterina Valente, Schauspielerin und Sängerin
- 1931 - Yves Berger, französischer Schriftsteller
- 1932 - Harriet Andersson, schwedische Schauspielerin
- 1932 - Grady Tate, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1934 - Marek Hłasko, polnischer Schriftsteller
- 1935 - Jürgen Feindt, deutscher Tänzer und Schauspieler
- 1935 - Lucille Wheeler, kanadische Skirennläuferin
- 1936 - Clarence Carter, US-amerikanischer Sänger und Komponist
- 1936 - Reiner Klimke, deutscher Dressurreiter und Politiker
- 1937 - Billie Jo Spears, US-amerikanische Sängerin
- 1937 - Horst Becking, deutscher Maler
- 1937 - Horst Becking, deutscher Maler
- 1938 - Allen Toussaint, US-amerikanischer Musiker
- 1938 - Jack Jones, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Ute Starke, Turnerin, Weltmeisterin
- 1940 - Siegmund Nimsgern, deutscher Opern- und Konzertsänger
- 1940 - Trevor Nunn, britischer Theater-Regisseur
- 1941 - Faye Dunaway, US-amerikanische Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin
- 1942 - Michael Gwisdek, deutscher Schauspieler
- 1943 - Mariss Jansons, lettischer, international bedeutender Dirigent
- 1943 - Shannon Lucid, US-amerikanische Astronautin
- 1944 - Luise F. Pusch, deutsche Sprachwissenschaftlerin
- 1944 - Peter Fechter, deutsches Maueropfer
- 1944 - Uschi Nerke, deutsche TV-Moderatorin (Beat Club)
- 1945 - Anselm Grün, Benediktinermönch in der Abtei Münsterschwarzach
- 1945 - Eva Wagner-Pasquier, deutsche Theatermanagerin
- 1945 - Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE
- 1946 - Harold Shipman, britischer Mediziner und Massenmörder
- 1946 - Howard Carpendale, deutscher Schlager-Sänger und -Komponist
- 1947 - Hans Fehr, Schweizer Politiker
- 1947 - Ina Deter, deutsche Musikerin
- 1947 - Peter Nogly, deutscher Fußballspieler
- 1949 - Christoph Haas, Schweizer Dirigent
- 1950 - Hanne Haller, deutsche Sängerin
- 1951 - Fita Lovin, rumänische Leichtathletin und Olympionikin
- 1951 - Gaggy Mrozeck, deutscher Gitarrist
- 1951 - Martin Auer, österreichischer Schriftsteller
- 1952 - Gaby Berger, deutsche Schlagersängerin
- 1953 - Wolfgang Böck, österreichischer Schauspieler
- 1955 - Matthias Rößler, deutscher Politiker
- 1955 - Jan Fedder, deutscher Schauspieler
- 1956 - Bob Bradbury, britischer Sänger und Musiker (Hello)
- 1956 - Étienne Daho, Pop-Sänger
- 1959 - Chas Smash, britischer Sänger und Musiker (Madness)
- 1960 - Andrea Fischer, deutsche Politikerin, MdB und Bundesministerin
- 1963 - Steven Soderbergh, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1965 - Désirée Nosbusch, luxemburgische Moderatorin und Schauspielerin
- 1967 - Emily Watson, britische Filmschauspielerin
- 1968 - Andreas Sassen, deutscher Fußballspieler
- 1968 - LL Cool J, US-amerikanischer Rapper
- 1969 - Dave Grohl, US-amerikanischer Musiker
- 1971 - Lasse Kjus, norwegischer Skirennläufer
- 1971 - Thomas Hellriegel, deutscher Triathlet
- 1973 - Giancarlo Fisichella, Formel-1-Rennfahrer
- 1977 - Narain Karthikeyan, indischer Autorennfahrer
- 1978 - Shawn Crawford, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1981 - Miao Miao, australische Tischtennisspielerin
Gestorben
- 453 - Ingyō, japanischer Kaiser
- 768 - Fruela I., König von Asturien
- 973 - Ekkehard I. von St. Gallen, Dekan des Kloster St. Gallen
- 1092 - Vratislav II., König von Böhmen
- 1616 - Theodor Riphan, Weihbischof in Köln
- 1635 - Heinrich Schickhardt, deutscher Baumeister der Renaissance
- 1742 - Edmond Halley, britischer Astronom
- 1753 - George Berkeley, britischer Empirist und Philosoph der Aufklärung
- 1766 - Friedrich V., König von Dänemark und Norwegen
- 1830 - Johann Georg Repsold, deutscher Feinmechaniker
- 1831 - Henry Mackenzie, schottischer Schriftsteller
- 1874 - Philipp Reis, deutscher Lehrer und Erfinder
- 1880 - Carl Feer-Herzog, Schweizer Politiker, Unternehmer und Eisenbahnpionier
- 1892 - Albert Victor, Prinz von Grossbritannien und Herzog von Clarence und Avondale
- 1898 - Lewis Carroll, britischer Schriftsteller, Mathematiker und Fotograf
- 1901 - Charles Hermite, französischer Mathematiker
- 1902 - Cato Maximilian Guldberg, norwegischer Mathematiker und Chemiker
- 1905 - Ernst Abbe, deutscher Astronom, Physiker, Optiker, Unternehmer und Sozialreformer
- 1908 - Holger Drachmann, dänischer Dichter
- 1920 - John Francis Dodge, US-amerikanischer Automobilhersteller
- 1925 - Camille Decoppet, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1952 - Artur Kapp, estnischer Komponist
- 1957 - Humphrey Bogart, US-amerikanischer Schauspieler
- 1960 - Ralph Chubb, britischer Dichter, Drucker und Künstler
- 1963 - Josef Nadler, deutscher Germanist und Literaturhistoriker
- 1964 - Hans Reingruber, Minister für Verkehr der DDR
- 1965 - Friedrich Bauereisen, deutscher Politiker und MdB
- 1965 - Jeanette MacDonald, US-amerikanische Schauspielerin
- 1966 - Curt Backeberg, deutscher Kakteensammler und -forscher sowie Autor
- 1966 - Sergei Pawlowitsch Koroljow, sowjetischer Raketenkonstrukteur
- 1966 - William Carr, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1970 - Oskar Müller, deutscher Politiker und MdB
- 1970 - William Feller, bekannter Mathematiker
- 1971 - Heinrich Anacker, schweizerisch-deutscher Schriftsteller
- 1972 - Friedrich IX., König von Dänemark
- 1973 - Cuno Fischer, deutscher Maler, Bühnenbildner und Designer
- 1976 - Walter Jauch, deutscher Versicherungskaufmann
- 1977 - Anaïs Nin, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1977 - Anthony Eden, britischer Außen- und Premierminister
- 1977 - Peter Finch, britischer Theater- und Filmschauspieler
- 1978 - Harold Abrahams, britischer Leichtathlet
- 1978 - Kurt Gödel, österreichischer Mathematiker und Logiker
- 1984 - Ludwig Eckes, deutscher Unternehmer
- 1984 - Paul Ben-Haim, israelischer Komponist
- 1985 - Rudolf Agricola, Wirtschaftswissenschaftler, Journalist
- 1986 - Daniel Balavoine, französischer Sänger
- 1986 - Donna Reed, US-amerikanische Schauspielerin
- 1987 - Douglas Sirk, deutsch-amerikanischer Bühnen- und Filmregisseur
- 1987 - Johann Cramer, deutscher Politiker und MdB
- 1987 - Rauli Somerjoki, finnischer Rockmusiker und Sänger
- 1988 - Georgi Maximilianowitsch Malenkow, sowjetischer Politiker
- 1989 - Robert Lembke, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 1991 - Heli Finkenzeller, deutsche Schauspielerin
- 1993 - Gregor Determann, deutscher Politiker
- 1994 - Zino Davidoff, ukrainisch-schweizerischer Unternehmer
- 1996 - Martin Jente, deutscher Schauspieler
- 1999 - Jerzy Grotowski, polnischer Theaterregisseur
- 2001 - Burkhard Heim, deutscher Sprengstofftechniker, Physiker und Gelehrter
- 2001 - Karl Bednarik, österreichischer Maler und Schriftsteller
- 2002 - Pierre Joubert, Künstler, Pfadfinder
- 2003 - Georg Knepler, deutscher Musikwissenschaftler
- 2003 - Luis Andrés Vargas Gómez, kubanischer Oppositioneller
- 2004 - Hans-Ulrich Gravenhorst, deutscher Dipl. Maler u. Grafiker
- 2004 - Uta Hagen, Deutsch-US-amerikanische Bühnenschauspielerin
- 2005 - Alfred Hause, deutscher Violinist, Dirigent und Kapellmeister
- 2005 - Carl Möhner, österreichischer Schauspieler und Maler
- 2005 - Rudolph Moshammer, deutscher Modeschöpfer
- 2005 - Walter Ernsting, deutscher Science-Fiction-Schriftsteller
Feier- und Gedenktage
- Namenstage: Berno, Felix, Odo, Pia, Reiner, Helga
Siehe auch
:13. Januar - 15. Januar
:14. Dezember - 14. Februar
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0114
ja:1月14日
ko:1월 14일
ms:14 Januari
simple:January 14
th:14 มกราคม
1960
Politik
- 1. Januar: Max Petitpierre wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Das Atomgesetz zur friedlichen Kernenergieverwendung tritt in Deutschland in Kraft
- 1. Januar: Währungsreform in Frankreich, 1 Franc hat den Wert von 100 alten Franc
- 1. Januar: Das erste US-amerikanische Atom-U-Boot, das mit Mittelstreckenraketen bestückt ist, wird in den Dienst gestellt
- 1. Januar: Ost-Kamerun (Kamerun) erhält die Unabhängigkeit von Frankreich
- 12. Januar: Die Tätigkeit der Parteien in Indonesien werden drastisch eingeschränkt
- 20. Januar: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Honduras und Deutschland
- 27. Januar-1. Februar: Besuch des britischen Premierministers Harold Macmillan in Südafrika; er warnt vor der Fortsetzung der bisherigen Rassentrennungspolitik; dies wird als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Südafrikas zurückgewiesen
- 2. Februar: Guinea wird Mitglied in der UNESCO
- 6. März: Im Kanton Genf (Schweiz) erhalten nach einer Volksabstimmung die Frauen das Stimmrecht
- 17. März-26. April: Tagung der UNO-Seerechtskonferenz in Genf mit 88 Ländern
- 21. März: Im südafrikanischen Township Sharpeville werden 69 Schwarze bei einer Demonstration erschossen (Sharpeville-Massaker)
- 30. März: Die Regierung von Südafrika verbietet den Afrikanischen Nationalkongress sowie die Panafrikanische Bewegung zunächst für ein Jahr
- 1. April: Der UNO-Sicherheitsrat fordert Südafrika auf, die Rassentrennung zu beenden
- 2. April: Unterzeichnung des Vertrags über die Unabhängigkeit Madagaskars (Madagassische Republik). In Kraft am 26. Juni
- 8. April: Unterzeichnung des deutsch-niederländischen Ausgleichsvertrags über die endgültigen Grenzverlauf nach dem 2. Weltkrieg; die von den Alliierten 1949 unter niederländische Verwaltung gestellten Gebiete Elten und Selfkant fallen an Deutschland zurück
- 27. April: Der südkoreanische Staatspräsident Syngman Rhee tritt nach Vorwürfen des Wahlbetrugs auf Druck der USA zurück
- 27. April: Togo wird von Frankreich unabhängig
- 1. Mai: Abschuss eines US-Aufklärungsflugzeugs vom Typ U-2 über Swerdlowsk durch sowjetische Streitkräfte. Bekanntgegeben am 5. Mai
- 1. Mai: Einweihung des DDR-Überseehafens Rostock
- 3. Mai: Das Übereinkommen zur Errichtung der EFTA tritt in Kraft
- 5. Mai: Ahmadou Ahidjo wird erster Präsident der Republik Kamerun
- 7. Mai: Der Oberste Sowjet wählt Leonid Breschnew zum neuen Vorsitzenden seines Präsidiums, nachdem K. J. Woroschilow zurückgetreten war
- 11. Mai: Der israelische Geheimdienst Mossad ergreift Adolf Eichmann in Buenos Aires
- 27. Mai: Das türkische Militär putscht unter Führung von General Cemal Gürsel gegen die Regierung von Adnan Menderes, der hingerichtet wird. Eine neue Verfassung, die liberaler ist als die vorherige, wird verabschiedet, garantiert aber keine erweiterten Rechte für Kurden. Der kurdische Separatismus (türkisch: „Kürtcülük“) wird zum Staatsverbrechen erklärt
- Mai: Ein von Argentinien aus unternommener Putschversuch gegen das Regime von General Alfredo Stroessner in Paraguay scheitert nach kurzer Zeit
- 5. Juni: In einer Volksabstimmung in Kambodscha stimmen mehr als 99 % (1,3 Mio.) für den Prinzen Norodom Sihanouk; er verfolgt eine neutralistische Politik (für ein kommunistisches Kambodscha stimmen lediglich 78 Wahlberechtigte)
- 23. Juni: Der Sicherheitsrat der UN fordert Israel auf, eine angemessene Wiedergutmachung gegenüber Argentinien vorzunehmen, nachdem es in der Eichmann-Entführung dessen Souveränität verletzt hatte. Die Entschließung macht klar, dass sie nicht als Entschuldigung der Verbrechen Eichmanns angesehen werden darf
- 26. Juni: Madagaskar wird von Frankreich unabhängig
- 26. Juni: Unabhängigkeit von Somaliland (vormals British Somaliland)
- 1. Juli: Unabhängigkeit von Italienisch-Somaliland (südliches Somalia)
- 1. Juli: Vereinigung von Somaliland und Italienisch-Somaliland zu Somalia
- 14. Juli: Der Konvent der Demokratischen Partei der USA wählt Senator John F. Kennedy zum Präsidentschaftskandidaten für die im November stattfindenden Wahlen; als Kandidat für den Vizepräsidenten wird Lyndon B. Johnson aufgestellt
- 15. Juli: Ho Chi Minh wird als Präsident von Nordvietnam wiedergewählt
- 21. Juli: Erste weibliche Regierungschefin der Welt wird Sirimavo Bandaranaike als Ministerpräsidentin von Ceylon (heute Sri Lanka)
- 28. Juli: Der Konvent der Republikanischen Partei der USA wählt Richard M. Nixon zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen, als Kandidat für den Vizepräsidenten wird UNO-Botschafter Henry Cabot Lodge aufgestellt
- 1. August: Wegen Streitigkeiten um Niederländisch-Neuguinea dürfen holländische Schiffe keine Häfen in Indonesien mehr anlaufen
- 1. August: Dahomey (ab 1975 Benin) wird von Frankreich unabhängig
- 3. August: Die Republik Niger wird von Frankreich unabhängig
- 5. August: Obervolta (ab 1984 Burkina Faso) wird von Frankreich unabhängig
- 7. August: Côte d'Ivoire wird von Frankreich unabhängig
- 11. August: Die Republik Tschad wird von Frankreich unabhängig
- 13. August: Die Zentralafrikanische Republik wird von Frankreich unabhängig
- 15. August: Die Republik Kongo erlangt ihre Unabhängigkeit von Frankreich
- 16. August: Zypern erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien
- 17. August: Die Republik Gabun erhält ihre Unabhängigkeit von Frankreich
- 20. August: Senegal wird als Republik von Frankreich unabhängig
- 30. August: Die Regierung der DDR verbietet Bürgern der Bundesrepublik Deutschland die Einreise für die Dauer von fünf Tagen; es finden verschärfte Kontrollen an den Zonengrenzen statt
- 8. September: Staatsstreich in Laos, neuer Führer des Landes wird Suvanna Phuma
- 9. September: Bürger der Bundesrepublik Deutschland dürfen ab sofort nicht mehr ohne besondere Aufenthaltsgenehmigung nach Ost-Berlin einreisen. Im Gegenzug erhalten Einwohner der DDR kein Visum mehr für Reisen außerhalb der Ostblock-Länder
- 14. September: Gründung der OPEC in Bagdad. Die Gründungsmitglieder sind Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela
- 14. September: Portugal wird Mitglied der OEEC (Vorläufer der OECD)
- 20. September: Die Zentralafrikanische Republik, Zypern, Somalia, Niger, Madagaskar, Kamerun, die Republik Kongo, Gabun, Obervolta, Côte d'Ivoire, Zaire und Dahomey (Benin) werden Mitglied der Vereinten Nationen
- 22. September: Mali wird unabhängige Republik (vorher Föderation mit Senegal)
- 28. September: Die Republiken Senegal und Mali werden Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1. Oktober: Nigeria wird von Großbritannien unabhängig
- 7. Oktober: Nigeria wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 11. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kolumbien. In Kraft seit dem 18. November 1965
- 13. Oktober: Vor der UNO-Vollversammlung trommelt UdSSR-Chef Nikita Chruschtschow mehrmals mit seinem Schuh auf das Pult, um Ruhe im Plenarsaal zu bewirken
- 18. Oktober: Dahomey (Benin) wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Oktober: Côte d'Ivoire wird Mitglied in der UNESCO
- 28. Oktober - In Bonn wird der Bundestagsabgeordnete Alfred Frenzel (SPD) der Spionage für die Tschechoslowakei verdächtigt und verhaftet.
- 7. November: Mali wird Mitglied in der UNESCO
- 10. November: Madagaskar, Niger und Senegal werden Mitglieder in der UNESCO
- 11. November: Kamerun und die Zentralafrikanische Republik werden Mitglieder in der UNESCO
- 14. November: Obervolta (Burkina Faso) und Nigeria werden Mitglieder in der UNESCO
- 15. November: Somalia wird Mitglied in der UNESCO
- 16. November: Gabun wird Mitglied in der UNESCO
- 17. November: Togo wird Mitglied in der UNESCO
- 18. November: Kuwait wird Mitglied in der UNESCO
- 25. November: Kongo und Zaire werden Mitglieder in der UNESCO
- 28. November: Mauretanien wird von Frankreich unabhängig
- 13. Dezember: Gründung der Europäischen Organisation für Flugsicherung (Eurocontrol)
- 14. Dezember: Gründung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe OECD (vorher OEEC) in Paris
- 19. Dezember: Tschad wird Mitglied in der UNESCO
- 31. Dezember: Max Brauer (SPD) tritt als Erster Bürgermeister von Hamburg zurück
Wissenschaft und Technik
- 9. Januar: Gamal Abdel Nasser eröffnet die Arbeiten am Assuan-Staudamm
- 25. Januar: Jacques Piccard sinkt mit seinem Tauchboot auf die Rekordtiefe von 10.916 m
- 29. September - Der erste österreichische Kernforschungsreaktor geht in Seibersdorf bei Wien mit einer 5.000 Kilowatt-Leistung in Betrieb.
- Das SI-System wird beschlossen
- Die Antibabypille kommt auf den amerikanischen Markt und erfreut sich schnell großer Beliebtheit bei den amerikanischen Frauen
Kultur
- 22. Mai: Uraufführung der Kinderoper Der Mann im Mond von Cesar Bresgen am Schauspielhaus Nürnberg
- 15. August: Uraufführung der Oper Le Mystère de la Nativité von Frank Martin bei den Salzburger Festspielen
- 22. September: Uraufführung der Oper Rosamunde Floris von Boris Blacher im Städtischen Opernhaus Berlin
Katastrophen
- 6. Januar: Bolivia, North Carolina, USA. Eine Douglas DC-6B der National Airlines explodierte in der Luft, nachdem ein Selbstmörder eine Bombe gezündet hatte. Alle 34 Personen starben
- 18. Januar: Nähe Charles City, Virginia, USA. Absturz einer Vickers Viscount 745-D der Capital Airlines. Alle 50 Menschen an Bord starben
- 25. Februar: Rio de Janeiro, Brasilien. Zusammenstoß einer Transportmaschine der U.S. Navy und eines Verkehrsflugzeugs, einer Douglas DC-3 der Brazilian Real. Alle 61 Personen beider Flugzeuge starben
- 29. Februar: Erdbeben der Stärke 5,7 in Agadir, Marokko, 10.000 bis 15.000 Tote
- 17. März: Tell-City, Indiana, USA. Ein Electra-Jet, auf dem planmäßigen Flug von Minneapolis nach Miami, explodierte in der Luft. Alle 63 Personen fanden den Tod
- 25. März: Der L'Oros-Staudamm bei Fortaleza im Bundesstaat Ceará, Nordost-Brasilien bricht vor seiner Fertigstellung und verursacht eine Flutwelle, die rund 1000 Todesopfer fordert
- 15. Mai: Im Sudan, Afrika, stürzte eine Douglas DC-4 der Swissair ab. Alle 12 Menschen starben
- 22. Mai: Erdbeben der Stärke 9,5 in Chile, 4.000 bis 5.000 Tote
- 18. Juli: Kopenhagen, Dänemark. Eine Verkehrsmaschine stürzte Sekunden nach dem Start, 40 m vom Strand entfernt, ins Meer. Alle 9 Menschen an Bord starben
- 4. Oktober: Boston Harbor, Massachusetts, USA. Ein Verkehrsflugzeug stürzte ab und explodierte kurz nach dem Start. 62 Menschen starben, 10 Menschen konnten gerettet werden
- 6. Oktober: Mackay, Australien. Eine Fokker F-27 der australischen Fluggesellschaft Trans Australia Airlines stürzte ins Meer. Alle 29 Personen starben
- 16. Dezember: Brooklyn, New York, USA. Eine Douglas DC-8, auf dem Flug von Chicago nach Idlewild und eine Super Constellation der TWA, auf dem Flug von Dayton, im Anflug auf den Flughafen LaGuardia, kollidierten im Nebel über New York City. 134 Personen starben, ein Kind wurde gerettet
- 17. Dezember: Flugzeugabsturz in München. Die zweimotorige Convair 346 beschädigte beim Absturz die St. Pauls-Kirche und setzte eine Straßenbahn in Brand. Alle 20 Personen an Bord sowie 32 Fahrgäste der Straßenbahn starben
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 6. Januar: Max Bolkart gewinnt als erster westdeutscher Skispringer die Internationale Vierschanzentournee
- 18. bis 28. Februar: VIII. Olympische Winterspiele in Squaw Valley, USA
- 25. August bis 11. September: XVII. Olympische Sommerspiele in Rom
- Fußball-EM in Frankreich: Die Sowjetunion gewinnt das Finale gegen Jugoslawien (2:1 n. V.)
- 15. November: New York, New York: Basketballspieler Elgin Baylor erzielt mit 71 Punkten gegen die New York Knicks einen neuen NBA-Rekord
- 24. November: Boston, Massachusetts: Basketballspieler Wilt Chamberlain holt 55 Rebounds in einem Spiel
- 13. Mai Erstbesteigung des Dhaulagiri, des siebenthöchsten Berges der Erde
- 1. Januar: Axel Wintermeyer, deutscher Jurist und Politiker
- 2. Januar: Naoki Urasawa, japanischer Mangaka
- 3. Januar: Marla Glen, US-amerikanische Sängerin
- 4. Januar: Michael Stipe, US-amerikanischer Sänger und Musiker (R.E.M.)
- 5. Januar: Bettina Tietjen, deutsche Fernsehmoderatorin
- 5. Januar: Hans Stangassinger, ehemaliger deutscher Rennrodler
- 8. Januar: Dave Weckl, Schlagzeuger
- 9. Januar: Matthias Pöhm, bekannt als Rhetorik- und Erfolgstrainer
- 10. Januar: Claudia Losch, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 10. Januar: Ise Thomas, deutsche Politikerin
- 11. Januar: Stefan Gasser, deutscher Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 14. Januar: Andrea Fischer, deutsche Politikerin
- 16. Januar: Dirk Rühmann, deutscher Krimi-Schriftsteller
- 17. Januar: Andreas Jung, deutscher Schauspieler
- 18. Januar: Mark Rylance, US-amerikanischer/englischer Schauspieler
- 20. Januar: Paul Francis Luke King, britischer Sänger und Songwriter
- 20. Januar: Falk Boden, deutscher Radrennfahrer
- 20. Januar: Ján Figeľ, slowakischer Politiker und EU-Kommissar
- 20. Januar: Jeff „Tain“ Watts, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 20. Januar: Will Wright, US-amerikanischer Computerspiel-Entwickler
- 22. Januar: Michael Hutchence, Sänger der australischen Rockband INXS († 1997)
- 22. Januar: Marcos Kyprianou, zypriotischer Politiker und EU-Kommissar
- 27. Januar: Reinhold Lopatka, österreichischer Politiker, Generalsekretär
- 28. Januar: Robert von Dassanowsky, US-amerikanischer Kultur- und Filmhistoriker
- 29. Januar: Greg Louganis, US-amerikanischer Kunstspringer und Olympiasieger
- 3. Februar: Joachim Löw, deutscher Fußballtrainer
- 7. Februar: Klaus J. Behrendt, deutscher Fernsehschauspieler
- 7. Februar: James Spader, US-amerikanischer Schauspieler
- 8. Februar: Alfred Gusenbauer, Politiker
- 10. Februar: Robert Addie, britischer Schauspieler († 2003)
- 11. Februar: Johannes Groß (Tenor), Opernsänger und Tenor
- 13. Februar: Artur Jussupow, deutscher Schachspieler russischer Herkunft
- 13. Februar: Pierluigi Collina, Fußballschiedsrichter
- 13. Februar: Peter Baartmans, Pianist und Komponist
- 14. Februar: Meg Tilly, US-amerikanische Schauspielerin, Tänzerin und Autorin
- 16. Februar: Andreas Homoki, deutscher Regisseur und Theaterleiter
- 16. Februar: Reiner Maurer, ehemaliger deutscher Fußballspieler und aktuell Fußballtrainer
- 18. Februar: Dirk Brossé, belgischer Komponist und Dirigent
- 18. Februar: Greta Scacchi, italienische Filmschauspielerin
- 18. Februar: Gazebo, italienischer Musiker
- 19. Februar: Andrew Mountbatten-Windsor, Duke of York, drittes Kind von Königin Elisabeth II
- 19. Februar: Theo Hameder, Rettungssanitäter und Träger des Bundesverdiestkreuzes
- 20. Februar: Hardy Mertens, niederländischer Komponist und Dirigent
- 23. Februar: Gloria von Thurn und Taxis,
- 25. Februar: Heiko Fischer, Eiskunstläufer († 1989)
- 26. Februar: Hannes Jaenicke, deutscher Schauspieler
- 27. Februar: Andrés Gómez, ecuadorianischer Tennisspieler
- 29. Februar: Cheb Khaled, Vertreter der algerischen Volks- und Populärmusik Raï
- 1. März: Armin Reutershahn, deutscher Fußballtrainer
- 2. März: Peter F. Hamilton, britischer Science-Fiction-Autor
- 2. März: Frank Rohde, deutscher Fußballspieler
- 3. März: Andreas Thiel, deutscher Handball-Torwart
- 4. März: Mykelti Williamson, US-amerikanischer Schauspieler
- 5. März: David Tibet, Musiker, Maler, Sänger
- 7. März: Siegfried Wentz, deutscher Leichtathlet
- 7. März: Danny Tenaglia, DJ und Musikproduzent
- 7. März: Ivan Lendl, tschechischer Tennisspieler
- 8. März: Ilme Schlichting, deutsche Biophysikerin
- 8. März: Birgit Lechtermann, deutsche TV-Moderatorin
- 8. März: Finn Carter, US-amerikanische Schauspielerin
- 8. März: Jeffrey Eugenides, US-amerikanischer Schriftsteller
- 9. März: Linda Fiorentino, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. März: Adam Clayton, Bassist
- 13. März: Jurij Andruchowytsch, ukrainischer Schriftsteller, Dichter, Essayist und Übersetzer
- 17. März: Thomas Strobl, deutscher Politiker und MdB
- 17. März: Thomas Kempe, Fußballspieler
- 20. März: Henning Heske, deutscher Lyriker und Essayist
- 20. März: Uwe Fahrenkrog-Petersen, deutscher Musikproduzent und Komponist
- 21. März: Ayrton Senna, Formel-1-Rennfahrer und dreifacher Formel-1-Weltmeister († 1994)
- 21. März: Hansrüedi Zbinden, Walliser Entertainer
- 22. März: Annette Ramelsberger, deutsche Journalistin
- 23. März: Yōko Tawada, japanische Schriftstellerin
- 24. März: Nena, deutsche Popmusikerin
- 24. März: Klaus Kern, deutscher Physiker
- 24. März: Yasser Seirawan, US-amerikanischer Schachmeister
- 25. März: Markus Maria Profitlich, deutscher Comedian und Schauspieler
- 25. März: Peter Seisenbacher, österreichischer Judoka
- 26. März: Axel Prahl, deutscher Filmschauspieler
- 26. März: Jennifer Grey, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. März: Hans Pflügler, deutscher Fußballspieler
- 28. März: Heidi Wiesler, deutsche Skirennläuferin
- 28. März: Eric-Emmanuel Schmitt, französischer Schriftsteller
- 29. März: Marina Sirtis, britische Schauspielerin
- 30. März: Bill Johnson, US-amerikanischer Skirennläufer
- 31. März: Popa Chubby, Bluesmusiker
- 1. April: Reijo Ruotsalainen, finnischer Eishockeyspieler
- 1. April: Shanna McCullough, Pornodarstellerin und Produzentin
- 2. April: Linford Christie, britischer Leichtathlet
- 4. April: Hugo Weaving, australischer Schauspieler
- 5. April: Peter Kurth, deutscher Politiker
- 7. April: Norbert Schramm, deutscher Eiskunstläufer
- 8. April: Birgit Friedmann, deutsche Leichtathletin
- 13. April: Rudi Völler, deutscher Fußballspieler
- 13. April: Olaf Ludwig, deutscher Radsportler
- 14. April: Norbert Rier, südtiroler Musiker
- 15. April: Philipp von Belgien, belgischer Thronfolger, Herzog von Brabant
- 15. April: Susanne Bier, dänische Regisseurin
- 15. April: Pedro Delgado, ehemaliger spanischer Radrennfahrer
- 16. April: Sonja Leidemann, deutsche Politikerin
- 16. April: Rochus Hahn, deutscher Comic- und Drehbuchautor
- 16. April: Pierre Littbarski, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 16. April: Rafael Benitez, spanischer Fußballtrainer
- 17. April: Jörg Michael Peters, Weihbischof in Trier und Titularbischof von Fordongianus auf Sizilien
- 18. April: Neo Rauch, deutscher Künstler
- 18. April: Jelena Schupijewa, ukrainische Leichtathletin und Olympionikin
- 20. April: Debbie Flintoff-King, australische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 22. April: Michael Gahler, deutscher Europaabgeordneter
- 22. April: Rolf Sethe, deutscher Jurist
- 24. April: Friðrik Karlsson, Gittarist
- 26. April: Roger Andrew Taylor, Schlagzeuger der Popgruppe Duran Duran
- 28. April: Walter Zenga, ehemaliger italienischer Fußballspieler (Torwart)
- 29. April: Bernhard Setzwein, Autor
- 3. Mai: Kathy Cook, britische Leichtathletin und Olympionikin
- 3. Mai: Steffen Schleiermacher, Komponist, Pianist, Dirigent
- 6. Mai: Anne Parillaud, französische Filmschauspielerin
- 6. Mai: John Flansburgh, US-amerikanischer Musiker
- 7. Mai: Eric Lobron, deutscher Schachmeister
- 7. Mai: Almudena Grandes, spanische Schriftstellerin
- 8. Mai: Franco Baresi, italienischer Fußballspieler
- 8. Mai: Dagmar Dimitroff, Künstlerin († 1990)
- 10. Mai: Harald Meller, deutscher Archäologe
- 10. Mai: Gerry Kley, deutscher Politiker
- 10. Mai: Bono, irischer Sänger und Musiker (U2)
- 10. Mai: Merlene Ottey, slowenisch-jamaikanische Leichtathletin
- 11. Mai: Jürgen Schult, deutscher Leichtathlet
- 12. Mai: Lisa Martin, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 13. Mai: Maggie Mae, deutsche Schlagersängerin
- 13. Mai: Claus Dieter Classen, deutscher Rechtswissenschaftler
- 13. Mai: Benjamin Völz, deutscher Synchronsprecher
- 14. Mai: Anne Clark, Sängerin und Songschreiberin
- 14. Mai: Simonetta Sommaruga, Schweizer Politiker
- 18. Mai: Yannick Noah, ehemaliger französischer Profi-Tennisspieler
- 18. Mai: Jari Kurri, finnischer Eishockeyspieler
- 20. Mai: John Billingsley, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. Mai: Jeffrey Dahmer, Mörder († 1994)
- 22. Mai: Michael Haase, Diplom-Mathematiker und Astrophysiker
- 24. Mai: Kristin Scott Thomas, britische Schauspielerin
- 26. Mai: Doug Hutchison, US-amerikanischer Schauspieler und Produzent
- 27. Mai: Emir Mutapcic, Basketball-Spieler und -Trainer
- 30. Mai: Christoph M. Ohrt, deutscher Schauspieler
- 1. Juni: Lutz Stratmann, deutscher Politiker
- 1. Juni: Wladimir Jewgenjewitsch Krutow, Eishockeyspieler
- 2. Juni: Tony Hadley, britischer Popsänger
- 2. Juni: Olga Bondarenko, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 3. Juni: Anett Pötzsch, Eiskunstläuferin
- 6. Juni: Steve Vai, US-amerikanischer Gitarrist und Komponist
- 7. Juni: Steffen Seibert, deutscher Fernsehjournalist
- 8. Juni: Mick Hucknall, britischer Musiker, Gründer der Band Simply Red
- 9. Juni: Eva Dahlgren, Sängerin und Autorin
- 11. Juni: Sissy Raith, ehemalige deutsche Fußballspielerin und aktuell Fußballtrainierin
- 12. Juni: Hagen Stamm, deutscher Wasserballer
- 17. Juni: Uwe Niesig, deutscher Künstler
- 18. Juni: Martin Rivoir, deutscher Politiker und MdL
- 19. Juni: Martin Schwanholz, deutscher Politiker und MdB
- 20. Juni: Silke Möller, deutsche Leichtathletin
- 21. Juni: Andreas Knebel, deutscher Leichtathlet
- 22. Juni: Erin Brockovich, US-amerikanische Umweltaktivistin
- 27. Juni: Steffen Reiche, ehemaliger Bildungsminister von Brandenburg
- 30. Juni: Andreas Schmidt (Bariton), deutscher Bassbariton
- 30. Juni: Jack McConnell, Premierminister von Schottland
- 1. Juli: Marie-Luce Waldmeier, französische Skirennläuferin
- 1. Juli: Mikael Håfström, schwedischer Drehbuchautor und Regisseur
- 1. Juli: Lynn Jennings, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 4. Juli: Richard Garriott, Computerspiel-Entwickler
- 4. Juli: Roland Ratzenberger, Formel 1 Pilot († 1994)
- 5. Juli: Pruitt Taylor Vince, US-amerikanischer Schauspieler
- 6. Juli: Valerie Brisco Hooks, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 9. Juli: Matthias Roeingh, Gründer der Musik- und Tanzveranstaltung Love Parade in Berlin
- 10. Juli: Karl Leo, deutscher Physiker
- 12. Juli: Corynne Charby, französische Schauspielerin und Sängerin
- 15. Juli: Dennis Storhøi, norwegischer Film- und Theater-Schauspieler
- 17. Juli: Dawn Upshaw, US-amerikanische Sängerin (Sopran)
- 18. Juli: Lazaros Voreadis, griechischer Schiedsrichter
- 19. Juli: Joachim Wuermeling, deutscher Europaabgeordneter
- 19. Juli: Atom Egoyan, kanadisch-armenischer Regisseur
- Ostfalen und ostfälisch, gehen zurück auf die Bezeichnug für die Bewohner des westlichen Teils des Siedlungsgebietes der Sachsen im niederen Land (Nieder-Sachsen). Westfalen bezeichnet heute den nordöstlichen Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Als Westfalen bezeichnet man auch die Menschen des westfälischen Sprachraumes in Westfalen und im angrenzenden Bundesland Niedersachsen.
Die bisher ältesten Überreste von anatomisch modernen Menschen in Westfalen sind über 10.700 Jahre alt. Sie wurden im Frühjahr 2004 in einer Felsenhöhle bei Hagen-Hohenlimburg entdeckt. Diese Menschen lebten im frühen Mesolithikum.
Die Sprache der Westfalen ist das Westfälisch (Platt) genannte westfälische Niedersächsisch, eine niederdeutsche Sprache, die von ihren Sprechern auch als Plattdüütsch bezeichnet wird.
Plattdüütsch
Symbolbeladen sind das Westfalenlied und das Westfalenpferd. Eine bekannte westfälische Symbolfigur ist der Kiepenkerl, ausgestattet mit weitem blauen Hemd, rotem Halstuch, Holzschuhen und seiner Kiepe, einem Tragkorb. Mit ihrer Kiepe auf dem Rücken zogen früher Krämer über Land und boten auf den Höfen wie in den Städten ihre Waren an. In vielen Städten, so auch in Münster, hat man dem Kiepenkerl ein Denkmal aufgestellt.
Geographie
Münster
Im gegenwärtigen Westfalen leben etwa 8,5 Millionen Menschen in den Regionen Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Sauerland (ohne das Hessische Upland) und Siegerland (zum Großteil zu Westfalen gehörend), sowie im mittleren und östlichen Teil des Ruhrgebiets. Der sauerländische und siegerländische Teil Westfalens wird Südwestfalen genannt. Historisch gehörten auch das heute in Niedersachsen gelegene Osnabrücker Land sowie das Oldenburger Münsterland zu Westfalen. Der heutige Kreis Lippe gehört aus historischen Gründen offiziell nicht zu Westfalen, wird aber in der allgemeinen Wahrnehmung oft hinzugeschlagen. Grundsätzlich wird Westfalen wahlweise Norddeutschland, Nordwestdeutschland oder Westdeutschland zugeordnet.
Die größte Stadt Westfalens ist Dortmund, gefolgt von den Städten Bochum, Bielefeld, Münster und Gelsenkirchen. Münster ist ein wichtiger Verwaltungssitz im Land Nordrhein-Westfalen, unter anderem Sitz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Weitere wichtige Städte sind Arnsberg, Bocholt, Bottrop, Gütersloh, Hagen, Hamm, Herford, Herne, Iserlohn, Lippstadt, Lüdenscheid, Lünen, Menden, Minden, Paderborn, Recklinghausen, Rheine, Siegen, Soest, Unna, Warendorf und Werl.
Siehe auch: Ostfalen, Liste der Landschaften in Nordrhein-Westfalen
Geschichte
Ur- und Frühgeschichte
Steinzeit
Das Gebiet Westfalens wurde bereits von Neandertalern während der Mittleren Altsteinzeit bewohnt. Im Münsterland, im Ruhrgebiet und im Sauerland wurden archäologische Funde entdeckt, die auf Jagdlager hindeuten. In einer Sandgrube bei Warendorf wurde - leider ohne weitere Befunde - ein kleines Schädelteil eines Neandertalers gefunden. Zu den wichtigsten Fundstellen der Mittleren Altsteinzeit in Europa gehört die Balver Höhle. Hier wurden über vier große Schichten entdeckt, die sich nach mehreren Nutzungsphasen durch Jägergruppen in einem Zeitraum von rund 50.000 Jahren abgelagert hatten. Zahlreiche Funde aus dieser Höhle sind besonders im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne und im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Hagen zu sehen.
In den folgenden Zeitabschnitten kam es vor allem in der Späten Altsteinzeit zu einer intensiven Besiedlung durch Rentierjäger. Aus der Mittelsteinzeit liegen besonders viele Fundplätze vor. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Skelettfunde von anatomisch modernen Menschen, die 2004 in einer Höhle bei Hagen entdeckt wurden. Diese auch international wichtigen Funde werden im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Hagen verwahrt und zum Teil auch ausgestellt.
Aus der Jungsteinzeit sind Siedlungen der Bandkeramik, Rössener Kultur und Michelsberger Kultur belegt. Bestattungen der älteren jungsteinzeitlichen Kulturen sind aus Westfalen bisher noch nicht bekannt. Aus der späten Michelsberger Kultur liegen jedoch mehrere besonders gut erhaltene Skelettreste von Menschen aus einer Höhle bei Hagen vor. Sie zählen zu den sehr wenigen bekannten Bestattungen aus dieser Zeit in Europa.
Aus späteren Abschnitten der Jungsteinzeit fanden sich so genannte Megalithgräber und Bestattungen der Becherkulturen. Die Hellwegbörden sind dabei der Grenzraum zwischen den Anlagen der Trichterbecherkultur (Halen, Heiden) und den hessisch-westfälischen Galeriegräbern der Wartberg-Kultur (Calden, Warburg).
Zahlreiche Steinwerkzeuge deuten darauf hin, dass die während der Jungsteinzeit in Westfalen lebenden Menschen vom Bergbau auf Feuerstein und anderen Rohstoffen profitierten. Diese Rohstoffe und fertigen Steinwerkzeuge wurden über weite Entfernungen transportiert. Vielleicht gab es eine Art Handel mit diesen Gerätschaften.
In mehreren Siedlungen und Gräbern in Westfalen wurden Flintgeräte von der Maas, vom Lousberg bei Aachen und aus Frankreich sowie Plattenhornstein aus Süddeutschland (Arnhofen, Baiersdorf) entdeckt. Aus den Alpen stammen Beilklingen aus Nephrit und Jadeit, aus dem Balkan und Böhmen der Amphibolit, der in der Bandkeramik und Rössener Kultur zur Herstellung von Dechselklingen und Breitkeilen benutzt wurde.
Archäologische Funde aus Westfalen werden in besonders grosser Zahl im Westfälischen Museum für Archäologie und im Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen präsentiert.
Mittelalter
Die Bezeichnung Westfalen erscheint schriftlich erstmals in den Reichsannalen Karls des Großen. Für das Jahr 775 werden die Westfalai erstmals erwähnt. Ihr Land wird von Karls Heer unmittelbar rechts des Rheins durchzogen und reicht mindestens bis zur Hase. Laut der Sachsengeschichte des Widukind von Corvey gliederte sich das von ihm beschriebene Volk der Sachsen vor den Sachsenkriegen Karls des Großen in die Teilstämme der Westfalen, Engern und Ostfalen. Das politische Westfalen war seit 1180 ein ausgedehntes Herzogtum im Westen des vormaligen Herzogtum Sachsen. Die schon damals historische Bezeichnung wurde nach dem Sturz Heinrichs des Löwen für den Westteil des vormaligen Gesamtherzogtums Heinrichs wiedereingeführt. Herzog von Westfalen war der Erzbischof von Köln. Zugleich bezeichnete Herzogtum Westfalen auch ein Territorium im Sauerland, das unter unmittelbarer Herrschaft des Erzbischofs stand. Die übrigen Gebiete des Herzogtums waren kirchliche Herrschaftsgebiete und Grafenterritorien.
Frühmittelalter
Im 8. Jahrhundert befanden sich wichtige Zentren der Sachsen in Westfalen. In Marklo bei Porta Westfalica wurden die zentralen Stammesversammlungen abgehalten. Die heilige Irminsul war eine bedeutende religiöse Stätte.
Entscheidende Ereignisse des 30 Jahre dauernden Sachsenkrieges der Franken Ende des 8. Jahrhunderts wurden auf westfälischem Boden ausgetragen. In den Annalen Karls des Großen wird unter anderem von der Eroberung der Syburg über der Ruhr im Süden des heutigen Dortmunder Stadtgebiets berichtet. 794 fand die wahrscheinlich bedeutendste Schlacht dieses fränkischen Eroberungszuges auf dem Sindfeld bei Bad Wünnenberg in der Gegend von Paderborn statt.
Beim demonstrativen Reichstag der siegreichen Franken von 799 im westfälischen Paderborn fand ein Treffen von Karl dem Großen und Papst Leo III. statt. Dabei wurde die römische Kaiserkrönung für das Folgejahr vereinbart.
Es folgte die gewaltsame, systematisch durchgeführte Christianisierung Westfalens. Am alten Glauben festzuhalten galt den neuen Machthabern als Widerstand gegen die Frankenherrschaft und bedeutete die Todesstrafe für die Gläubigen. Die christliche Religion war Teil der Herrschaftsstrategie der Eroberer. Erster Bischof von Münster wurde Liudger, der dort in einer Domburg residierte. Weitere Bischofsitze wurden Minden und Paderborn. Corvey entwickelte sich zu einem der mächtigsten Klöster und wichtigem religiösem Zentrum. Mit der fränkischen Herrschaft begann die Vermittlung des antik-mediterranen Kulturerbes - der karolingischen Renaissance - in Westfalen.
Politisch wurde Westfalen Teil des dem Fränkischen Reich eingegliederten Herzogtums Sachsen mit Grafenverwaltung. Die Zahl der Thinge (Gerichtstage) wurde erheblich eingeschränkt. Doch blieb ein eigenes Recht in der Karolingerzeit, die Lex Saxonum.
Mit dem Hellweg durchzog einer der wichtigsten Wege des Reisekaisertums der Ottonischen Zeit Westfalen in West-Ost-Richtung. Dortmund, am Hellweg gelegen, war eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen, in der die Könige und Kaiser wiederholt Ostern, als höchstes christliches Fest, verbrachten.
Hochmittelalter
Unter anderem aus dem südlichen Teil des Herrschaftsgebiets der seit etwa 1000 belegten Grafen von Werl, deren Besitzungen vom heutigen | | |