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| Andrea Del Verrocchio |
Andrea del Verrocchio
Andrea del Verrocchio, eigentlich Andrea di Michele Cioni ( - 1435/36 in Florenz, † 10. Oktober 1488 in Venedig) war einer der einflussreichsten Künstler in der Übergangszeit von Früh- zu Hochrenaissance.
Leben
Über Verrocchios frühe Jahre ist nur wenig gesichertes bekannt. Nach einer Lehre als Goldschmied scheint er eine Ausbildung als Bildhauer erhalten zu haben. Mitte der 1460er Jahre begann sein Aufstieg als Bildhauer - unter der tatkräftigen Förderung durch Piero de Medici und dessen Sohn Lorenzo. Zur selben Zeit scheint er sich intensiver mit Malerei beschäftigt zu haben; es ist jedoch unsicher, ob bzw. wo er gelernt hat (Alesso Baldovinetti oder Fra Filippo Lippi?). 1472 hat er der Brüderschaft der Maler angehört. Verrocchio wurde Kurator der Antikensammlung der Familie Medici in Florenz. Als Restaurator hatte er Gelegenheit, antike Statuen eingehend zu studieren und so die Grundlagen seiner eigenen Werke zu schaffen.
Über zwei Jahrzehnte lang leitete er eine produktive, universell ausgerichtete Werkstatt, in der neben Skulpturen und Gemälden auch Kunsthandwerk wie Kostüme und Ausstattung für Festlichkeiten angefertigt wurden. Sie war gleichzeitig eine gut besuchte Ausbildungsstätte für junge Künstler der Hochrenaissance (unter anderen Perugino, Leonardo da Vinci und Lorenzo di Credi). 1483 erhielt er von der Republik Venedig den Auftrag, zum Andenken an den Söldnerführer Bartolomeo Colleoni eine Reiterstatue zu schaffen, die jedoch erst nach seinem Tode vollendet wurde. In Venedig ist Verrocchio 1488 verstorben, jedoch in Florenz beigesetzt.
Werke
Kaum eines „seiner“ Gemälde ist sicher zuzuordnen; bedeutend war Verrocchio vor allem als Bildhauer. (Auch bei den gesicherten Werken sind die Datierungen oft unsicher.)
1474 fertigte er die Taufe Christi (Uffizien, Florenz), an der jedoch auch die Beteiligung des jungen Leonardo da Vinci unverkennbar ist. Als weitere Gemälde aus seiner Hand werden genannt: in Berlin (Gemäldegalerie) die Madonna mit Kind (1470?) und in London Tobias und der Engel (National Gallery)
Bei dem 1472 fertiggestellten Grabmal für Piero und Giovanni di Medici beeindruckt die originelle Komposition. Vor 1476 schuf er eine Bronzefigur des David, ausdrucksvoll mit lebendigem Schönheitsideal. Sein Putto mit Delfin zeigt erstmals die Spiral-Pose, die keine bevorzugte Betrachtungsrichtung kennt, und die bis in die Barockzeit maßgebend werden sollte. Auch mit dem Grabrelief (unvollendet) des Kardinals Forteguerri nimmt Verrocchio die theatralischen Effekte der Barockbildhauer vorweg. Von 1478 stammt ein Terracotta-Relief der Jungfrau Maria (jetzt im Bargello in Florenz). Zu seinen beeindruckendsten Werken zählt die Bronze-Gruppe Christus und Thomas in Or San Michele, die technische Perfektion mit Gespür für Komposition und Emotionalität verbindet. Ebenso wegweisend ist der Colleoni, der erst nach seinem Tod nach dem fertigen Tonmodell gegossen wurde. Die spannungsgeladene Reiterstatue genügt, um die Vorstellung einer ganzen Streitmacht zu evozieren, die dem Kommandaten nachdrängt. Nicht übersehen werden sollten auch seine - von der Antikensammlung der Medici inspirierten - Porträtbüsten, die Naturalismus und Idealisierung vereinen.
Bedeutung
Verrocchio war weit eher Plastiker als Maler. Seine Werke zeichnen sich durch Realitätssinn aus, durch gezielt eingesetzte Licht- und Schatteneffekte und wechselseitige Durchdringung von Figur und Raum und gaben damit entscheidende Anstöße für den (florentiner) Stil der Hochrenaissance. Er löste die Figuren (besonders deutlich im Falle des Putto) aus ihrer Bindung an eine Ansicht von einem Standpunkt aus, was in der Bildhauerei den Weg zum Manierismus und Barock öffnete. Der Colleoni beeinflusste die Entwicklung der Reiterstandbilder bis in das 19. Jahrhundert hinein.
Als Maler war er eher ein unvergleichlich anregender Lehrer als ein Neuerer. Er gehörte jedoch wohl zu den Ersten, die die Luftperspektive in der Landschaftsdarstellung einsetzten.
Weblinks
-
- [http://www.artist-biography.info/artist/andrea_verrocchio/ Biografie von Andrea del Verrocchio]
- [http://www.nga.gov/cgi-bin/psearch?Request=S&imageset=1&Person=232490 Kurzbiografie der National Gallery, Washington]
- [http://www.bautz.de/bbkl/v/verrocchio_a.shtml Biografie im BBKL mit Werkliste und Bibliografie]
- [http://www.uffizi.firenze.it/Dipinti/verrbattE15.html Bild: Taufe Christi]
Verrocchio, Andrea del
Verrocchio, Andrea del
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Verrocchio, Andrea del
1435
Politik und Weltgeschehen
- 15. Juli: Im Frieden von Vordingborg werden der Hanse von Dänemark ihre Privilegien bestätigt
- Ulrich von Eyczing macht Schrattenthal in Niederösterreich zu seinem Hauptsitz
- 23. Juni: Franz II. Herzog der Bretagne († 1488)
- Jakob Sprenger, angeblicher Autor des Hexenhammers († 1495)
- 22. Juli: Heinrich von Sachsen, Fürst aus der Dynastie der Wettiner. ( - 1422)
- 12. Oktober: Agnes Bernauer, Geliebte und heimliche Gemahlin des bayerischen Herzogs Albrecht III. ( - um 1420)
- Zheng He, chinesischer Admiral und Seefahrer ( - 1371)
- Isabeau, Königin von Frankreich ( - 1371)
ko:1435년
Florenz
Florenz (italienisch Firenze) ist eine mittelitalienische Stadt am Fluss Arno mit 382.000 Einwohnern. Sie ist Hauptstadt der Toskana und der Provinz Florenz. Wegen seiner kulturellen Bedeutung – insbesondere für die Kunst – wird Florenz als das "italienische Athen" bezeichnet.
Kunst
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte von Florenz
Auf den Hügeln am Fluss Arno hatte sich bereits im achten Jahrhundert v. Chr. das antike Volk der Etrusker angesiedelt. Die Römer gaben der Neugründung einer kleinen Siedlung im ersten Jahrhundert v. Chr. den Namen Florentia (die Blumige). Schnell entstand eine richtige Stadt mit einem Forum, Thermalbädern und einem Amphitheater.
Mit dem Untergang des Römischen Reichs wurde die Stadt während der Völkerwanderungen fast vollständig zerstört. Erst mit Aufkommen des Feudalismus expandierte die Stadt im 12. Jahrhundert und wurde autonom. Die Bürger gewannen an Macht, und es kam zu erbitterten Streitereien zwischen den kaisertreuen Ghibellinen und den später siegreichen Anhängern des Papstes, den Guelfen.
Guelfen
Im 14. und 15. Jahrhundert (Neuzeit) blühte die Stadt auf und setzte die Maßstäbe in der europäischen Kunst und Kultur. Viele Künstler und Gelehrte siedelten sich an (z.B. Donatello, Botticelli; später Michelangelo, Machiavelli, Leonardo da Vinci, Galileo Galilei). Es entwickelte sich die kulturgeschichtliche Epoche der Renaissance.
Florenz wurde gleichzeitig Handels- und Finanzzentrum. Die reiche Familie der Medici stieg im 15./16. Jahrhundert zu einer Großmacht auf. Sie förderten weiterhin die Künste und Wissenschaft und regierten die Stadt. Doch die kulturelle Bedeutung von Florenz schwand im 17. Jahrhundert.
Erst im 19. Jahrhundert beginnt ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung. Florenz wird das Ziel von Bildungsreisen und Teil Italiens. Florenz war zwischen 1865 und 1871 die Hauptstadt Italiens.
Kirchen
Bildungsreisen
- Romanisch: Baptisterium San Giovanni (11./12. Jahrhundert), San Miniato al Monte (11. Jahrhundert)
- Romanisch-gotisch: Dom Santa Maria del Fiore (12.–14. Jahrhundert), Orsanmichele (1337)
- Gotisch: Santa Maria Novella, Santa Croce (mit Grabmälern von Dante, Michelangelo, Galileo Galilei, Machiavelli u.a.), Basilica di San Lorenzo (390 gegründet, 1425 von Brunelleschi umgebaut) und die Medici-Kapelle, beides mit den Grabmälern der Medici)
Medici
Medici
Medici
Medici
Paläste
Mittelalter
- Bargello (Palazzo del Podestà)
- Palazzo Davanzati
- Palazzo Vecchio
Renaissance
- Uffizien
- Palazzo Medici Riccardi
- Palazzo Pitti
- Palazzo Rucellai
- Palazzo Strozzi
Weitere Sehenswürdigkeiten
- Biblioteca Medicea Laurenziana nach Plänen von Michelangelo
- Florentiner Dom
- Giotto's Campanile
- Baptisterium San Giovanni mit Paradiespforte
- Ponte Vecchio
- Universität (1321)
- Accademia dell' Arte del Disegno
- Uffizien
- Palazzo Pitti und Boboli-Garten, dahinter der Belvedere mit seinem Blick über die Stadt
- Nationalmuseum im Bargello
- Archäologisches Museum
- Nationalbibliothek
- Institut und Museum für Wissenschaftsgeschichte
- Santa Maria Maddalena dei Pazzi
- San Marco
- San Miniato al Monte
Wirtschaft
- Fremdenverkehr
- Kunstgewerbe (Schmuck-, Leder- und Strohverarbeitung)
Kulinarisch ist Florenz auch für die Produktion von Cantuccini bekannt.
Sport
Florenz beheimatet den bekannte Serie A-Verein AC Fiorentina.
Berühmte Florentiner
- Girolamo_Savonarola († 1498), Dominikanerprior, Bußprediger
Söhne und Töchter der Stadt
Viele Päpste, Schauspieler, Schriftsteller wurden in Florenz geboren, siehe Söhne und Töchter von Florenz.
Galerie
Bild:Florence_Dome.JPG|Innenansicht der Kuppel des Florenzer Doms
Bild:Paradies_tuer_florenz.jpg|Die Paradiestür des Battisterio San Giovanni
Bild:Palazzo_pitti.jpg|Gartenfassade des Palazzo Pitti
Bild:Raub_der_sabinerin.jpg|Raub der Sabinerin in der Loggia dei Lanzi
Bild:Piazza_della_republica.jpg|Piazza della Repubblica, vom Cafe des Kaufhauses 'La Rinascente' aus gesehen
Bild:Ponte_vecchio_arno_piazzale_michelangelo.jpg|Ponte Vecchio – Richtung San Miniato
Bild:Dom_front.jpg|Dom
Bild:Loggia_dei_lanzi2.jpg|Loggia dei Lanzi
Weblinks
- [http://www.aboutflorence.com/florenz Reiseführer Über Florenz: Informationen über die Stadt Florenz] (Deutsch/English/Italian)
- [http://www.compart-multimedia.com/virtuale/us/florence/florence_italy.htm Florence: Virtual travel in the city of Renaissance] (English/Italian)
- [http://www.comune.firenze.it/ Offizielle Site der Stadt (ital., engl.)]
- [http://www.oxp.de/Album/69_6 Foto-Galerie]
- [http://www.doroundjuergen.de/Florenz/palazzi.htm Private Website mit Fotos von Renaissance-Palästen]
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Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie:Hauptstadt in Italien
Kategorie:Ort in der Toskana
ja:フィレンツェ
ko:피렌체
10. OktoberDer 10. Oktober ist der 283. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 284. in Schaltjahren) - somit bleiben 82 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 680 - Geschichte des Islam: In der Schlacht von Kerbela fällt Al-Husain ibn 'Alī gegen die Umayyaden.
- 1847 - Auf der Heppenheimer Tagung entwerfen die gemäßigten Liberalen ihr politisches Programm zur Einigung Deutschlands.
- 1911 - Mit einem Aufstand kaiserlicher Truppen in Wuhan geht das Kaiserreich in China seinem Ende entgegen.
- 1913 - In Manchester gründen die britische Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst und ihre Tochter Christabel die Woman's Social and Political Union (WSPU) als militanten Flügel der Suffragetten.
- 1920 - Bei der Volksabstimmung in Kärnten gemäß dem Vertrag von Saint-Germain stimmt die Mehrheit gegen eine Angliederung an Slowenien.
- 1935 - In Langenberg zerstört eine Windhose den 160 Meter hohen Sendeturm. Als Folge dieses Ereignisses wird der Bau von Sendetürmen aus Holz in der Folgezeit in Deutschland praktisch vollständig eingestellt.
- 1941 - Die Luxemburger benutzen die rassistisch motivierte Personenstandsaufnahme von Gauleiter Gustav Simon, um ein eindeutiges Bekenntnis für ihr unterjochtes Vaterland abzulegen.
- 1964 - In Tokio beginnen die 18. Olympischen Sommerspiele.
- 1970 - Die Fidschi-Inseln erlangen ihre vollständige Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1973 - Der US-amerikanische Vizepräsident Spiro Theodore Agnew tritt wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung und Bestechlichkeit zurück.
- 1974 - Erstes Volkskonzert von Mikis Theodorakis nach dem Sturz der griechisches Militärjunta vor mehreren zehntausend begeisterten Menschen im Karaiskakis-Stadion in Athen.
- 1982 - Nach Wahlen in Bolivien wird Siles Zuazo Regierungschef.
- 2002 - Kommunalwahlen in Algerien, aus denen die FLN erneut siegreich hervorging.
- 2002 - Parlamentswahlen in Pakistan.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
- 1874 - J. C. Watson entdeckt als Teilnehmer einer China-Expedition anlässlich eines Venustransits den Asteroid Juewa.
Kultur
- 1784 - Uraufführung des Dramas I due supposti ossia Lo sposo senza moglie von Domenico Cimarosa am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1935 - Am New Yorker Alvin Theatre, einem der Broadway-Theater, wird George Gershwins Oper Porgy and Bess uraufgeführt.
- 1943 - Uraufführung der komischen Oper Barbe-bleue von Jacques Ibert
Religion
Katastrophen
- 1955 - Eine jugoslawische Verkehrsmaschine stürzt über dem Leopoldsberg in Wien ab, wobei 6 Passagiere ums Leben kommen.
- 1956 - Atlantik. Eine Transportmaschine der U.S. Air Force mit 59 Menschen an Bord verschwindet nördlich der Azoren.
- 1980 - Ein Erdbeben der Stärke 7,7 zerstört El-Asnam (ehemals Orleansville), Algerien, fast vollständig und fordert ca. 20.000 Menschenleben.
- 1986 - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 in El Salvador fordert über 1.000 Menschenleben.
- 1997 - Während eines Gewitters stürzt in Uruguay eine argentinische Douglas DC-9 ab. Alle 74 Insassen sterben.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - Der Teamchef der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, entlässt den Bundestorwarttrainer Sepp Maier
Geboren
Sepp Maier
Sepp Maier
Sepp Maier
- 1520 - Alessandro Farnese, italienischer Kardinal
- 1528 - Adam Lonitzer, deutscher Naturforscher, Arzt und Botaniker
- 1593 - Georg Pauli-Stravius, Weihbischof in Köln
- 1669 - Johann Nikolaus Bach, deutscher Komponist
- 1675 - Peter Kolb, deutscher Lehrer und Völkerkundler
- 1684 - Jean-Antoine Watteau, französischer Maler
- 1731 - Henry Cavendish, britischer Naturwissenschaftler
- 1738 - Benjamin West, englischer Maler
- 1766 - Leopold Maximilian Graf von Firmian, Fürsterzbischof der Erzdiözese Wien
- 1813 - Giuseppe Verdi, italienischer Komponist
- 1813 - Mark Pattison, englischer Autor
- 1825 - Paul Kruger, südafrikanischer Politiker und Gründer des Kruger-Nationalparks
- 1830 - Isabella II., Königin von Spanien
- 1834 - Aleksis Kivi, finnischer Nationalschriftsteller
- 1839 - Francisco Giner de los Ríos, spanischer Philosoph und Pädagoge
- 1845 - Anton Jörgen Andersen, norwegischer Komponist
- 1861 - Fridtjof Nansen, norwegischer Polarforscher und Diplomat
- 1862 - Emil Mayrisch, luxemburgischer Stahlindustrieller, Präsident des Direktoriums der ARBED
- 1865 - Rafael Merry del Val y Zulueta, englischer Kardinal spanischer Abstammung der römisch-katholischen Kirche
- 1870 - Josephine Siebe, deutsche Schriftstellerin
- 1880 - Maximilian Kaller, Bischof von Ermland in Ostpreußen
- 1885 - Walter Anderson, deutscher Folklorist
- 1889 - Henricus Antonius van Meegeren, niederländischer Maler und Kunstfälscher
- 1891 - Jomo Kenyatta, kenianischer Politiker
- 1891 - Ludwig Manfred Lommel, deutscher Humorist
- 1892 - Ivo Andrić, serbischer Schriftsteller
- 1895 - Wolfram Freiherr von Richthofen, Generalfeldmarschall im Dritten Reich
- 1898 - Karl Bielig, deutscher Politiker und MdB
- 1899 - Wilhelm Röpke, deutscher Ökonom
- 1900 - Helen Hayes, US-amerikanische Schauspielerin
- 1900 - Karl Kaufmann, NS-Gauleiter in Hamburg
- 1900 - Walter Stahlecker, SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei
- 1901 - Alberto Giacometti, schweizerischer Künstler
- 1906 - Klaus Mehnert, deutscher Politologe und Journalist
- 1909 - Mercè Rodoreda, katalanische Schriftstellerin
- 1913 - Claude Simon, französischer Schriftsteller
- 1914 - Agostino Straulino, italienischer Sportler (Segeln)
- 1914 - Ivory Joe Hutter, US-amerikanischer Musiker
- 1917 - Thelonious Monk, US-amerikanischer Jazzpianist und -komponist
- 1918 - Erich Schwertner, deutscher Politiker
- 1918 - Werner Dollinger, deutscher Politiker
- 1922 - Gail Halvorsen, US-amerikanischer Pilot
- 1924 - Ed Wood, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1924 - Huey Smith, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1924 - James Clavell, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1927 - Dana Elcar, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 1929 - Hans-Joachim Hoffmann, Minister für Kultur der DDR
- 1930 - Eugenio Castellotti, italienischer Rennfahrer
- 1930 - Harold Pinter, englischer Theaterautor und Regisseur
- 1930 - Reinhard Selten, deutscher Ökonom
- 1932 - Hans Watzek, Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR
- 1934 - Clauss Dietel, deutscher Designer
- 1935 - Hermann Nuber, deutscher Fußballspieler
- 1935 - Werner Groß, von 1982 bis 2000 Richter am Bundesgerichtshof
- 1938 - Horst Rehberger, deutscher Politiker
- 1939 - Norbert Henke, Vorsitzender Richter am Bundesozialgericht a.D.
- 1941 - Franziska Eichstaedt-Bohlig, Stadtplanerin und Architektin, deutsche Politikerin
- 1941 - Gerd Honsik, österreichischer Schriftsteller und Dichter, Holocaustleugner
- 1941 - Gert Voss, deutscher Bühnenschauspieler
- 1941 - Kenule Beeson Saro-Wiwa, nigerianischer Bürgerrechtler und Schriftsteller
- 1942 - Peter Coyote, US-amerikanischer Schauspieler
- 1943 - Dennis D'Ell, britischer Musiker und Sänger
- 1943 - Jerry LaCroix, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1943 - Reinhard Libuda, deutscher Fußballspieler
- 1945 - Alan Cartwright, britischer Rockmusiker
- 1946 - John Prine, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 1949 - Hans-Joachim Hacker, deutscher Politiker
- 1951 - Eugen Egner, deutscher Zeichner und Schriftsteller
- 1951 - Willi Brase, deutscher Politiker
- 1953 - Midge Ure, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber (Ultravox)
- 1955 - David Lee Roth, US-amerikanischer Sänger (Van Halen)
- 1957 - Christel Justen, deutsche Schwimmerin und Sporttherapeutin
- 1957 - Rumiko Takahashi, japanische Mangaka
- 1958 - Hans-Jürgen Schatz, deutscher Schauspieler
- 1958 - Tanya Tucker, US-amerikanische Sängerin
- 1959 - Kirsty MacColl, britische Sängerin und Songwriterin
- 1960 - Arlene McCarthy, britische Abgeordnete im Europäischen Parlament
- 1961 - Danuta Stenka, polnische Schauspielerin
- 1961 - Martin Kemp, britischer Musiker
- 1963 - Anita Mui, chinesische Musikerin und Schauspielerin
- 1963 - Vegard Ulvang, norwegischer Skilangläufer
- 1964 - Maxi Gnauck, deutsche Kunstturnerin
- 1966 - Elana Meyer, südafrikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1968 - Andreas Türck, deutscher TV-Moderator
- 1969 - Robert Quiroga, US-amerikanischer Boxer
- 1970 - Bai Ling, chinesische Schauspielerin
- 1970 - Corinna May, deutsche Sängerin
- 1970 - Matthew Pinsent, britischer Ruderer und vierfacher Olympiasieger
- 1970 - Silke Kraushaar, deutsche Rennrodlerin
- 1971 - Jewgeni Igorewitsch Kissin, russischer Pianist
- 1971 - Markus Heitz, deutscher Fantasy- und Science-Fiction-Autor.
- 1974 - Chris Pronger, kanadischer Eishockeyspieler der National Hockey League
- 1974 - Dale Earnhardt Jr., US-amerikanischer Rennfahrer (NASCAR)
- 1978 - Caroline Evers-Swindell, neuseeländische Ruderin
- 1979 - Mya, US-amerikanische Sängerin
- 1981 - Michael Kurz, österreichisches Superesse-Mitglied :dafuer :alive
- 1982 - Franziska Holzapfel, Versicherungsmaklerin
- 1984 - Chiaki Kuriyama, japanische Filmschauspielerin
- 1985 - Silvie Ketelaars, niederländische Schwimmerin
Gestorben
Silvie Ketelaars
Silvie Ketelaars
Silvie Ketelaars
- 19 - Germanicus, römischer Feldherr
- 680 - Hussein ibn Ali, arabischer Imam
- 1488 - Andrea del Verrocchio, italienischer Künstler
- 1659 - Abel Tasman, niederländischer Seefahrer
- 1676 - Sebastian Knüpfer, deutscher Komponist
- 1791 - Christian Friedrich Daniel Schubart, deutscher Dichter
- 1825 - Dmytro Bortnjanskyj, ukrainischer Komponist
- 1854 - Sir Gordon Drummond, britischer General und Kolonialadministrator
- 1858 - Karl August Varnhagen von Ense, deutscher Erzähler und Diplomat
- 1872 - William H. Seward, US-amerikanischer Politiker und Außenminister
- 1889 - Adolf Henselt, deutscher Komponist und Klaviervirtuose
- 1899 - Albert Böhler, österreichischer Industrieller
- 1914 - Carol I., rumänischer Fürst und König aus dem Hause Hohenzollern
- 1918 - Elisabeth Werner, deutsche Schriftstellerin
- 1919 - Anatole Mallet, schweizerischer Ingenieur
- 1921 - Otto von Gierke, deutscher Jurist und Historiker
- 1927 - Gustav Weißkopf, deutsch-amerikanischer Pionier des Motorflugs
- 1931 - Carl von Bach, deutscher Maschineningenieur
- 1942 - Richard von Schaukal, österreichischer Dichter
- 1943 - Charlotte Salomon, deutsche Malerin
- 1948 - Mary Eaton, US-amerikanische Schaspielerin
- 1960 - Basil Ruysdael, US-amerikanischer Schauspieler
- 1964 - Konrad Bayer, österreichischer Schriftsteller und Dandy
- 1966 - Otto Pankok, deutscher, Maler, Zeichner und Bildhauer
- 1968 - Nikifor, polnischer Maler
- 1971 - Ernst Kuntscher, deutscher Politiker der CDU
- 1971 - Sir Cyril Lodowic Burt, britischer Psychologe
- 1971 - Arne Benary, deutscher Wirtschaftswissenschaftler
- 1973 - Ludwig von Mises, österreichischer Wirtschaftswissenschaftler
- 1974 - Marie Luise Kaschnitz, deutsche Lyrikerin und Erzählerin
- 1975 - August Dvorak, US-amerikanischer Psychologe und Pädagogikprofessor
- 1977 - Lea Grundig, deutsche Malerin und Grafikerin
- 1978 - Ralph Metcalfe, US-amerikanischer Leichtathlet, Olympiasieger und Politiker
- 1983 - Heinrich Schulte, deutscher Psychiater
- 1985 - Orson Welles, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1985 - Yul Brynner, US-amerikanischer Schauspieler
- 1990 - Emil Joseph Diemer, deutscher Schachspieler
- 1994 - Germain Muller, französischer Politiker, Kabarettist und Dichter
- 1999 - Leo Lionni, US-amerikanischer Grafiker, Maler und Buchautor italienischer Abstammung
- 2002 - Keith Uncapher, US-amerikanischer Computerspezialist
- 2003 - Eugene George Istomin, US-amerikanischer Pianist
- 2003 - Isamu Wakabayashi, japanischer Künstler
- 2004 - Christopher Reeve, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Milton Obote, ugandischer Präsident von 1966 bis 1971 und 1980 bis 1985
Feier- und Gedenktage
- Namenstag des Heiligen Gereon
- Tag gegen die Todesstrafe (amnesty international)
- Welttag der geistigen Gesundheit (WHO)
- Nationalfeiertag der Republik China (Taiwan)
- Nationaler Gedenktag für die Opfer des 2. Weltkriegs (Journée de la Commémoration Nationale, Luxemburg)
- Kärntner Landesfeiertag (Volksabstimmung 1920 für den Verbleib Kärntens bei Österreich)
Siehe auch
- 9. Oktober - 11. Oktober
- 10. September - 10. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1010
ja:10月10日
ko:10월 10일
simple:October 10
th:10 ตุลาคม
1488
Politik und Weltgeschehen
- Jakob IV. wird König von Schottland
- Bartolomeo Diaz erforscht Algoabai und Mosselbaai in Südafrika und entdeckt dabei das Kap der Stürme
- 20. Januar: Stjepan Vukčić Kosača wird zum Herzog der Herzegowina erhoben
- 6. Januar: Helius Eobanus Hessus, evangelischer Humanist († 1540)
- 25. Januar: Georg Truchsess von Waldburg-Zeil, deutscher Heerführer († 1531)
- 19. März: Johannes Magnus, schwedischer Geistlicher († 1544)
- 21. April: Ulrich von Hutten, deutscher Humanist († 1523)
- 7. August: Caspar Aquila, deutscher Theologe († 1560)
- 15. August: Fernando Kolumbus, spanischer Seefahrer
- Otto Brunfels, deutscher Botaniker († 1534)
- Georg Rhaw, deutscher Buchdrucker und Thomaskantor († 1548)
- Georg Truchsess von Waldburg-Zeil, deutscher Heerführer († 1531)
- 11. Juni: Jakob III. (Schottland), von 1460 bis 1488 König von Schottland ( - 1451)
- 18. Juli: Alvise Cadamosto, italienischer Seefahrer und Entdecker ( - 1432)
- 9. September: Franz II. Herzog der Bretagne ( - 1435)
- 10. Oktober: Andrea del Verrocchio, italienischer Künstler ( - 1435)
ko:1488년
simple:1488
Venedig
Venedig [] (ital. Venezia []) ist eine Stadt im Nordosten Italiens an der adriatischen Küste, Hauptstadt der Region Venetien und der Provinz Venedig.
Die Stadt ist eines der beliebtesten touristischen Ziele in Europa und ist auch für ihren Karneval bekannt. Auf der UNESCO-Liste der schützenswerten Kulturdenkmäler des Kontinents liegt Venedig auf Platz 1 - vor Český Krumlov in Südböhmen.
Lage und Stadtgliederung
Das historische Zentrum Venedigs liegt auf mehreren Inseln inmitten der Lagune von Venedig einige Kilometer nördlich der Mündung des Po. Am wichtigsten sind dabei die durch den Canal Grande (auf italienischen Karten oft auch als Canale Grande bezeichnet) in zwei Teile getrennte Hauptinsel und die durch den Canale della Giudecca von der Hauptinsel getrennte Giudecca. Auf dem Festland gehören die "hässlichen Schwestern" Mestre und Marghera dazu. Rund um die Lagune finden sich weitere Städte, unter anderem die Fischerstadt Chioggia, die auch den Übernamen "das kleine Venedig" trägt. Der Lido gehört politisch zur Stadt Venedig, ebenso Inseln wie Torcello, Murano, Burano, San Erasmo und Vignole.
Vignole
Vignole
Das historische Zentrum der Stadt ist traditionell aufgeteilt in sechs Stadtteile: Cannaregio, San Polo, Dorsoduro (mit der Insel Giudecca), Santa Croce, San Marco and Castello (mit San Pietro di Castello und Santa Elena).
Geschichte
Zur Geschichte der Republik siehe den Hauptartikel Republik Venedig.
Republik Venedig
Was heute Venedig ist, entwickelte sich schon seit der späten Antike in Form verstreuter Siedlungen auf den Inseln der entstehenden Lagune. Der Name Venedig zeugt vom Volk der Veneter,das hier ansässig gewesen war.
Die Stadt wurde durch Flüchtlinge aus Oberitalien besiedelt, die sich vor der Invasion der Hunnen 452 und später der Langobarden 568 in den Sümpfen und auf den zahllosen Inseln der Brenta-Mündung verbargen. Die vor den Hunnen Flüchtenden sollen sich mit der Losung Veni etiam (etwa: "Auch ich bin (hierher) gekommen") gegrüßt haben. Von dieser Losung soll sich nach einer anderen gängigen Erklärung der Name Venedig ableiten.
Venedig trat die politische Nachfolge der Laguneninsel Torcello an, die als bedeutende Bischofsstadt aus noch unbekannten Gründen (Malaria?) von ihren Bewohnern in Richtung Venedig verlassen wurde und dabei eine Abgegangene wurde.
Als Außenposten des Byzantinischen Reiches, gelang es den Venezianern, im Gegensatz zu den übrigen oberitalienischen Städten, ihre Selbstständigkeit gegenüber dem Fränkischen bzw. dem Heiligen Römischen Reich zu bewahren. Außerdem profitierten sie davon, dass Byzanz angesichts der Invasionen von Langobarden, Franken, Slawen, Awaren, Persern und Arabern nicht in der Lage war, diesen Außenposten wirklich zu beherrschen. Im Gegenteil gelang es Venedig sehr erfolgreich zwischen den Kaiserreichen zu lavieren und äußerst günstige Handelsverträge zu erwirken, die ihm eine jahrhundertelange Monopolstellung im Handel zwischen Westeuropa und Byzanz sicherten.
Schon früh unter Führung eines Dogen und seiner verschiedenen Ratsgremien, wie etwa des Kleinen und des Großen Rates, erreichte der venezianische Stadtadel eine Stabilisierung seiner Vorherrschaft in der Stadt durch Handelsprivilegien, Abschließung gegen aufsteigende Familien (1297) und die Einführung von Überwachungsgremien mit fast unbeschränkter Vollmacht (wie etwa dem Rat der Zehn).
Es bildete sich die Republik Venedig heraus, die sich im Lauf des 14. Jahrhunderts auch auf das Festland ausdehnte. Bereits im 10. Jahrhundert unterstützte die Stadt ihre einstige Herrin Byzanz gegen die in Süditalien eingefallenen Muslime. Der byzantinische Einfluss in der Stadt ist auch an vielen Bauten erkennbar, wie beispielsweise am Markusdom.
Markusdom
Im 9. Jahrhundert wurde der heilige Markus zum Schutzpatron erkoren, er gesellte sich zum heiligen Theodor. Die Säulen der beiden Heiligen befinden sich noch heute auf der Piazzetta, dem zum Meer weisenden Nebenplatz des Markusplatzes. In San Marco werden die Gebeine des heiligen Markus aufbewahrt, die der Legende zufolge aus Alexandria gestohlen wurden.
Dieser Akt zeugt bereits von einem gestiegenen Selbstbewusstsein. Durch ihre Beziehungen zu Byzanz konnte die Stadt in diesem Raum enorme wirtschaftliche Vorteile gewinnen. Seit sie ihre Flotte gegen die seldschukischen Türken eingesetzt hatte, gestand ihr Kaiser Alexios I. 1081 ein Handelsabkommen zu, das ihr das De-Facto-Monopol im Byzantinischen Reich gab.
Im Zuge der ersten Kreuzzüge und bedingt durch diese Handelsprivilegien, die sich auch in einem Kaufmannsviertel in der Hauptstadt niederschlugen, nahmen die Feindseligkeiten zwischen Venezianern und Byzantinern zu.
Anlässlich des Vierten Kreuzzuges nützte der Doge Enrico Dandolo die Gelegenheit, sich des reichen Konstantinopel zu bemächtigen, und "dirigierte" ihn um. 1204 wurde Konstantinopel erobert und geplündert; das neu entstandene Lateinische Kaiserreich wurde von Venedig dominiert - die Stadt hatte den ersten Höhepunkt ihrer Macht erreicht.
Zahllose geplünderte Kunstschätze gelangten von Byzanz in den Westen, so auch die bronzene Quadriga der Markuskirche. Aus diesem 'Coup' - der die Hauptursache für das bis heute andauernde misstrauische Verhältnis der orthodoxen Völker Osteuropas, insbesondere der Russen, gegenüber dem Westen war - folgte allerdings auch ein endloser Konflikt mit Genua, der Ursache für vier verheerende Kriege war. Im letzten Krieg eroberten die Genuesen 1381 das am Südrand der Lagune gelegene Chioggia, aber letztlich mussten sie erfolglos abziehen.
Während Genua den Handel über das Schwarze Meer zunehmend dominierte, herrschte Venedig im Levantehandel vor. Durch die Heirat von Caterina Cornaro mit dem letzten König von Zypern fiel die Insel nach dem Tod des Königs und auch des Thronfolgers an Venedig.
Zypern
Seit dem Fall von Konstantinopel 1453 musste Venedig seine Positionen im östlichen Mittelmeer nach und nach den Osmanen überlassen, seine Bedeutung nahm auch infolge der Verlagerung des Weltverkehrs auf den Atlantik immer mehr ab. Portugal findet den Seeweg um Afrika nach Indien (Vasco da Gama), das Monopol Venedigs auf den Gewürzhandel mit den Gebieten der Levante geht verloren.
Nach dem Verlust von Zypern an das Osmanische Reich 1571 wird das Osmanische Reich von der Heilige Liga, bestehend aus Papst, Spanien und Venedig zwar besiegt Seeschlacht von Lepanto, doch der Sieg kann den Verlust Zyperns sowie den weiteren machtpolitischen Niedergang Venedigs nicht aufhalten. Insel um Insel in der Ägäis geht an die Osmanen verloren, die Republik zieht sich mehr und mehr in die Lagune zurück.
Mit dem Aufblühen der Länder Portugal, Spanien und schließlich England sowie Holland als neue Seemächte und der einhergehenden Entdeckung und Ausbeutung Amerikas, sind die Tage Venedigs als dominierende See- und Handelsmacht gezählt.
In der Folge übernahm die Luxusindustrie (vor allem die Glasbearbeitung) die Rolle des Levantehandels, ebenso der Tourismus. Venedig und Florenz waren die ersten Orte, die zum größeren Teil vom Tourismus lebten. Venedig konnte Dalmatien und zeitweilig den Peloponnes (unter dem Namen Morea) sowie einige griechische Inseln unter seiner Hoheit halten. Der Niedergang der Stadt im 18. Jahrhundert, zumal der ökonomische, wird in der jüngsten Forschung generell zumeist als Mythos behandelt; politisch war sie seitdem unbedeutender als vorher.
1797 verlor die Republik Venedig durch Napoleon ihre Selbstständigkeit und wurde 1815 ein Teil des Lombardo-Venezischen Königreiches, das unter österreichischer Oberhoheit stand.
Im Revolutionsjahr 1848 (vgl. Märzrevolution#Italienische Staaten) wurde nach verschiedenen Aufständen in weiten Teilen der ganzen Lombardei am 23. März 1848 unter Daniele Manin erneut eine Republik in Venedig ausgerufen, die über ein Jahr ihre Unabhängigkeit von Österreich behaupten konnte. Am 24. August 1849 wurde die Stadtrepublik von österreichischen Truppen blutig niedergeschlagen, nachdem davor in zwei kurzen Revolutionskriegen zwischen Österreich und Sardinien-Piemont auch die anderen revolutionären Unabhängigkeitsbewegungen in ganz Oberitalien erfolgreich unterdrückt worden waren.
In Folge der Niederlage Österreichs gegen Preußen im Deutschen Krieg von 1866, in dem das 1861 neu gegründete Königreich Italien Verbündeter Preußens war, kam Venedig gemäß dem Wiener Friedensvertrag vom 3. Oktober 1866 an Italien (vgl. auch Risorgimento).
Risorgimento
Kunsthistorisch ist Venedig zur Zeit der Renaissance und des Barock von höchster Bedeutung: es war der "Gegenpol" zu Florenz und beherbergte viele Künstler wie Correggio, Giorgione, Giovanni Bellini, Tizian und später Tintoretto und Giovanni Battista Tiepolo. Der venezianische Stil ist dem Florentiner komplementär: während in Florenz mehr Wert auf Zeichnung und Komposition eines Bildes gelegt wurde, dominierten in Venedig Licht und Farbe. Man kommt allerdings nicht umhin zu konstatieren, dass das Seicento, also das 17. Jahrhundert, in Bezug auf die Kunst in Venedig eine weniger glückliche Zeit war.
17. Jahrhundert
Die Kunst, einen Gegenstand durch Farbe und Lichteffekte plastisch erscheinen zu lassen, wurde hier erfunden. So wurde auch ein großer Reichtum in der Farbpalette entwickelt. Dieser "Widerstreit" zwischen Florenz und Venedig lässt sich durch die ganze spätere abendländische Kunstgeschichte bis 1900 weiterverfolgen.
Hochwasser
1900
Die Gebäude Venedigs sind auf Holzpfählen erbaut, die in verschiedene Schichten von Ton und Sand eingerammt sind. Die Technik der "palificazione" hat sich, abgesehen von einer Mechanisierung, bis heute im Wesentlichen nicht geändert.
Venedig ist oft von Hochwasser (Acqua Alta) bedroht. Auf dem Markusplatz steht im Schnitt inzwischen an etwa 100 Tagen im Jahr das Wasser. 1966 ereignete sich eine große Sturmflut. Der Meeresspiegel in der Lagune liegt heute 23 cm höher als noch zu Beginn des 20. Jhdts., teils wegen der inzwischen gestoppten Absenkung des Lagunenbodens durch Wasserentnahme und durch den allgemeinen Anstieg des Meeresspiegels. Diese Entwicklung bedroht die historische Bausubstanz der Stadt.
Ein Schleusensystem an den Hafeneinfahrten soll die Stadt vor den wiederkehrenden Hochwassern schützen. Das seit Ende 2004 in Bau befindliche Projekt MOSE (modulo sperimentale elettromeccanico) besteht aus 79 Schleusentoren auf dem Meeresgrund, die ab einem Hochwasser von 110 cm über dem Normalpegel durch Druckluft aufgerichtet werden sollen. Die Fertigstellung ist für 2011 vorgesehen.
2011
Kritiker führen gegen das Projekt an, dass der Meeresspiegel durch die weltweite Klimaerwärmung noch weiter steigen könnte und die Ökologie in der Lagunenstadt durch die Schleusen beeinträchtigt wird. In der Tat sind die zur Befriedigung der Bedürfnisse der Erdölindustrie (Industriehafen Porto Marghera) und des Fremdenverkehrs (Kreuzfahrtschiffe) immer weiter vertieften Hafeneinfahrten, darunter namentlich die nördliche bei Punta Sabbioni, das Hauptproblem.
Verkehr
Neben den Landverkehrswegen in der Altstadt in Form von Gassen (Calle, pl. Calli) bilden für den Warentransport noch immer die rund 180 Kanäle das Rückgrat. Wasserbusse (vaporetti) wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt. Für ihren Betrieb zeichnet heute die städtische Verkehrsgesellschaft ACTV (Azienda del Consorzio Trasporti Veneziano) verantwortlich.
Über die 3,6km lange, sog Ponte della Libertà (Brücke der Freiheit) für KFZ und Eisenbahn ist die Altstadt an das Festland angebunden. Es bestehen zwei Hauptbahnhöfe: Venezia Santa Lucia als Kopfbahnhof auf der Insel sowie der Knotenbahnhof Venezia Mestre im gleichnamigen Festlandsstadtteil, dem sich westlich ein stillgelegter, aber noch für den örtlichen Güterverkehr benützter Rangierbahnhof anschliesst.
Unter Bürgermeister Paolo Costa wurde zuletzt die Schaffung einer U-Bahn-Linie mit direktem Ausstieg auf dem Markusplatz und Murano forciert. Costas seit April 2005 amtierender Nachfolger, der Philosoph Massimo Cacciari, mißt dem Projekt hingegen keine hohe Priorität bei, so daß mittelfristig nicht mit dem Bau einer Metro zu rechnen ist.
Venedig verfügt über zwei Flughäfen: Flughafen Venedig (Marco Polo) und den von Billigfluggesellschaften angeflogenen Flughafen Venedig (Treviso).
Kultur
Architektur
Profanbauten
Ein Palast wird im allgemeinen in Venedig als Casa (abgekürzt Ca′) bezeichnet. In der öffentlichen Wahrnehmung gab es nur drei Paläste, die als solche bezeichnet wurden: den Dogenpalast (Palazzo Ducale), den Bischofspalast sowie die Residenz des Patriarchen von Grado.
Von den sogenannten byzantinischen Palästen gibt es heute nur noch wenige, und diese sind im 19. Jahrhundert weitgehend verändert worden. Viel alte Substanz ist noch an der Ca' da Mosto (am Canal Grande nordwestlich der Rialtobrücke) erhalten. Die dekorativen Details des Komplexes Loredan und Farsetti, heute Rathaus und Kommunalverwaltung, entstammt weitgehend dem 19. Jahrhundert. Dennoch lässt sich die Fassadenkomposition einer typischen "casa-fondaco" noch klar ablesen: eine Arkadenreihe im Erdgeschoss, welche zum Ein- und Ausladen von Waren geeignet war und ein ebenfalls durchgehend aufgerissener Piano Nobile. Im Grundriss äußert sich dies in einem zentralen Saal, der sich zur Fassade T-förmig erweitert.
Im Verlaufe der Gotik wurden die Saalproportionen steiler, und der T-förmige Grundriss wurde zugunsten eines leicht L-artigen, später nur noch geraden durchgehenden Saales aufgegeben. Der sogenannte "gotico fiorito" (keine Übersetzung sinnvoll) verwendet im 15. Jahrhundert an manchen Architekturen am Canal Grande Maßwerk, welches sich vom Dogenpalast herleitet. Der größenmäßig bedeutendeste Bau ist die Ca' Foscari an der ersten Biegung des Canal Grande. Für die Ca'd'Oro ("Goldenes Haus") wurde kürzlich eine farbige Bemalung in Blau und Gold nachgewiesen. Bilder, insbesondere von Vittore Carpaccio und Gentile Bellini, lassen eine intensive Polychromie der gotischen Architektur erkennen.
Gentile Bellini]
Bedeutende Häuser des 16. Jahrhunderts sind vor allem die beiden Paläste Mauro Codussis, die Ca' Vendramin und der Pal. Corner Spinelli, ersterer mit einem Rückgriff auf einen T-förmigen Saal. Was den Profanbau angeht, so konnte, ganz im Gegensatz zum Sakralbau, Andrea Palladio in Venedig nie Fuß fassen. In seinen "Quattro Libri" sind zwar Entwürfe für die Ca'Corner della Ca' Granda und den Palazzo Grimani überliefert, doch war die konservative Haltung der Venezianer in Bezug auf die architektonische Gestaltung Ihrer Heimatstadt hier nicht zu überwinden. Eben die nach Entwurf von Jacopo Sansovino entstandene Ca' Corner, ein am Canal Grande gelegener Palast der Familie Cornaro, ist ein epochemachender Bau der Hoch-Renaissance mit einen quadratischen Innenhof nach römischem Vorbild. Ein anderer bedeutender Architekt des Cinquecento (also des 16. Jahrhunderts), Sebastiano Serlio, konnte manche seiner Vorstellungen in Kooperation mit dem Patrizier Francesco Zeno bei dessen neu zu errichtendem Palazzo verwirklichen.
Bis ins 18. Jahrhundert bleibt man der tradierten dreigeteilten Gebäudetypologie des Palastbaus weitgehend treu. Die letzten Großbauten, heute allesamt museal genutzt und zu diesem Zwecke nicht immer sorgfältig genug umgebaut, sind die Ca'Pesaro, die Ca'Rezzonico und der Palazzo Grassi. Neben dem opulenten Barock des Architekten Baldassare Longhena, der sich in den erstgenannten Gebäuden niederschlug, sind auch neoklassische, "antibarocke" Tendenzen unter Antonio Diedo und dem Architekten Andrea Tirali festzustellen.
Musik und Theater
Seit der Barockzeit ist Venedig eines der wichtigsten Zentren der abendländischen Musik, der Oper und des Theaters. Im nach Brandkatastrophen mehrfach wiederaufgebauten barocken Teatro La Fenice finden ganzjährig Symphoniekonzerte statt, die Opernsaison dauert von Dezember bis Juni.
Biennale
Die Biennale von Venedig gilt als eine der wichtigsten internationalen Kunstausstellungen und wird seit 1895 alle zwei Jahre - bei mehrjährigen Unterbrechungen in den Kriegsjahren - zwischen Juni und November veranstaltet. Mittlerweile findet eine Unterteilung in Kunst, Musik, Tanz, Theater, Film und Architektur statt. Die Kunstbiennale findet in den ungeraden, die Architekturbiennale in den geraden Jahre statt. Die Filmfestspiele sowie das Festival für Musik, Tanz und Theater finden jählrich statt.
Die seit 1932 Ende August/Anfang September stattfindenden Filmfestspiele gelten als das älteste und, neben dem Filmfestival Cannes und der Berlinale, als eines der drei bedeutendsten Filmfestivals weltweit.
Bildung
Von den zahlreichen Bildungseinrichtungen der Stadt ist besonders die Universität Venedig erwähnenswert.
Persönlichkeiten
Universität Venedig
- Tomaso Albinoni, Komponist
- Giovanni Bellini, Maler
- Bernardo Bellotto, Maler
- Lord Byron, englischer Dichter
- Giovanni Antonio Canale, genannt Canaletto, Maler
- Rosalba Carriera, Malerin
- Giacomo Casanova, Reisender, Gelehrter, Schriftsteller und Liebhaber
- Francesco Cavalli, Komponist
- Gasparo Contarini, Theologe, Kardinal und Diplomat
- Vincenzo Maria Coronelli, Kartograph
- Andrea Gabrieli, Komponist
- Antonio Caldara, Komponist
- Giorgione, Maler
- Baldassare Galuppi, Opernkomponist
- Carlo Goldoni, Komödiendichter
- Donna Leon, US-amerikanische Schriftstellerin
- Lorenzo Lotto, Maler
- Bruno Maderna, Komponist und Dirigent
- Gian Francesco Malipiero, Komponist
- Daniele Manin, radikaldemokratischer Revolutionär
- Claudio Monteverdi, Komponist
- Luigi Nono, Komponist
- Marco Polo, Forschungsreisender
- Paolo Sarpi, Theologe und Historiker
- Giovanni Battista Tiepolo, Maler
- Jacopo Tintoretto, Maler
- Tiziano Vecellio, Maler
- Antonio Vivaldi, Komponist
- Richard Wagner, deutscher Komponist
- Ermanno Wolf-Ferrari, deutsch-italienischer Komponist
Galerie
Image:Lightmatter_gondolas_in_venice.jpg|...Postkarten-Motiv
Image:IMG_0230.JPG|Blick über die Dächer Venedigs, von einer Dachterrasse am Campo Santa Margherita
Image:Venice1-2004.jpg|Venedig, Canal Grande
Image:venice2-2004.jpg|Venedig, San Giorgio Maggiore
Image:venice3-2004.jpg|Venedig, Canal Grande
Image:venice-12.jpg|Venedig
Image:venice2004-12.jpg|Venedig
Image:Venedig11.jpg|Venedig
Siehe auch: Galerie im Artikel über Canaletto
Literatur
Galerie im Artikel über Canaletto
- Peter Feldbauer und John Morrissey: Weltmacht mit Ruder und Segel. Venedig 800-1600, Essen 2004. ISBN 3-88400-419-0
- Richard Goy: Stadt in der Lagune. Leben und Bauen in Venedig, Stuttgart 1998. ISBN 3-89660-030-3
- Norbert Huse: Venedig. Von der Kunst, eine Stadt im Wasser zu bauen, München 2005. ISBN 3-40652-746-9
- Lothar Müller: Casanovas Venedig. Ein Reiselesebuch. Berlin 1998. - ISBN 3-80311-170-6
- Gerhard Rösch: Venedig. Geschichte einer Seerepublik, Stuttgart 2000. ISBN 3-17-014547-9
- Wolfgang Wolters: Architektur und Ornament, München 2000. ISBN 3-406-45906-4
Weblinks
- [http://english.comune.venezia.it/ Offizielle Seite der Stadt, englisch und italienisch]
- [http://www.jc-r.net/venezia/palazzi/indexd.html Architektur in Venedig: Paläste]
- [http://library.ucsc.edu/slides/decou/venice1.html Branson De Cou: Handkolorierte Glas-Dias von Venedig 1920 bis 1941] (The De Cou Archive, University of California, Santa Cruz)
- [http://gutenberg.spiegel.de/goethe/italien/ital142.htm Tagebucheinträge Goethes über seinen Aufenthalt in Venedig] (aus Johann Wolfgang von Goethes "Italienische Reise")
-
Kategorie:Ort im Veneto
Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie:Hauptstadt in Italien
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Kategorie:Ort mit Seehafen
Kategorie:Byzantinische Geschichte
ja:ヴェネツィア
ko:베네치아
simple:Venice
GoldschmiedDer Begriff Goldschmied hat mehrere Bedeutungen.
- der Name der Familie Goldschmidt oder Goldsmith o.ä.
- eine Berufsbezeichnung, siehe Goldschmied (Beruf)
- ein anderer Name für den Goldlaufkäfer.
BildhauerDer Begriff Bildhauer bezeichnet:
- eine Person, die Skulpturen erstellt, siehe Bildhauerei
- ein Sternbild des Südhimmels, siehe Bildhauer (Sternbild)
Piero der GichtigePiero de Medici ( - 1416; †1469), auch Piero il Gottoso („der Gichtige“) genannt, war der älteste Sohn von Cosimo de Medici und zwischen 1464 und 1469 de facto Alleinherrscher über Florenz. Zu seinen Kindern gehörten unter anderem Lorenzo und Giuliano.
Piero erhielt durch seinem Vater Cosimo eine humanistische Bildung, er behielt aber durchaus auch mittelalterliche, vornehmlich ritterliche Denkweisen bei, die er sich beim Umgang mit burgundischen Geschäftsfreunden angeeignet hatte. Wie auch sein Vater vor ihm oder sein Sohn nach ihm besaß auch Piero in Florenz de jure keine Amtsgewalt, durch seinen Reichtum und durch ein stark ausgeprägtes Mäzenatentum jedoch war er de facto der Alleinherrscher über Florenz.
Piero war ein begeisterter Sammler von wertvollen Büchern. Er litt zeitlebens sehr stark an einer gichtartigen Erkrankung, so dass er sich vor allem gegen Ende seines Lebens praktisch nicht mehr schmerzfrei bewegen konnte. Deshalb übernahm spätestens ab 1467 sein damals erst 15 Jahre alter Sohn Lorenzo die Führung über die Stadt. Dadurch, dass er nur für kurze Zeit Alleinherrscher in Florenz war, fallen seine durch ihn in Auftrag gegebenen Kunstgegenstände wie Bauten oder Gemälde im Vergleich mit Cosimo und auch Lorenzo ab. Piero starb 1469, die Nachfolge übernahm sein Sohn Lorenzo, genannt il Magnifico („der Prächtige“).
Piero der Gichtige
Medici, Piero (der Gichtige) de
Medici, Piero (der Gichtige) de
Medici, Piero (der Gichtige) de
Lorenzo de Medici
Lorenzo de' Medici ( - 1. Januar 1449 in Florenz, † 8. April 1492 in Villa Carregi, Florenz), genannt der Prächtige; oft auch il Magnifico, war ein italienischer Politiker und Stadtherr von Florenz aus dem Geschlecht der Medici.
Medici]]
Leben
Politik
Zusammen mit seinem Bruder Giuliano wurde er umfassend humanistisch ausgebildet. Nach dem Tod seines Vaters Piero trat er 1469 an die Spitze der Republik Florenz. Bei der so genannten Pazzi-Verschwörung im Jahre 1478, in welcher die florentinische Familie Pazzi, der Erzbischof von Pisa und der Papst Sixtus IV. die führende Schicht der Medici-Sippe umbringen wollten, kam Lorenzos Bruder Giuliano ums Leben. Lorenzo entkam nur knapp dem Attentat, weshalb nicht nur der Putsch scheiterte, sondern der Papst und Neapel der Republik Florenz den Krieg erklärten. Durch das geschickte und gegenüber Neapel demütigende Handeln von Lorenzo konnte jedoch kurze Zeit später ein Friedensvertrag ausgehandelt werden. Durch diesen Aufopferungsbeweis wurde die Stellung von Lorenzo il Magnifico in Florenz erheblich gestärkt. Seine wichtigste politische Leistung jedoch war das Erreichen eines italienischen Gleichgewichts der fünf großen Mächte Rom, Florenz, Neapel, Mailand und Venedig nach dem Frieden von Lodi im Jahre 1454. Diese Balance sollte seinen Begründer Lorenzo jedoch nur zwei Jahre überleben, bis zum Einmarsch Frankreichs unter Karl VIII. in Italien 1494.
Lorenzo als Herrscher über Florenz
Lorenzo il Magnifico besaß in der Republik de jure keine Amtsgewalt, dennoch regierte er de facto die Stadt. Er regierte hinter vorgehaltener Hand, im Hintergrund, durch Mäzenatentum, indem er die Leute, die die offiziellen Ämter besaßen, um sich scharen konnte. Dies geschah nach dem Motto „Ich gebe, damit du gibst“: Nur wenn jemand durch Lorenzo protegiert wurde, konnte dieser überhaupt eine politische Laufbahn beginnen. In der neueren Forschung benennt man diese Art des Regierens mit Prinzipat, also der Regierungsform der frühen und hohen römischen Kaiserzeit.
Weitere wichtige Voraussetzungen für das Regieren von Lorenzo waren der immense Reichtum der Familie, der vor allem durch die Medici-Bank unter der Leitung von Lorenzos Großvater und Vorvorgänger, Cosimo, erwirtschaftet worden war; die stark betriebene Propaganda und auch eine Manipulation der Verfassung, unter anderem eine Einführung von neuen Medici-treuen Räten oder durch Manipulation des Wahlverfahrens.
Die Förderung der schönen Künste
Propaganda
Den Beinamen il Magnifico (der Prächtige) erhielt Lorenzo durch seine ausgeprägte Förderung der schönen Künste: Literatur, Malerei, Plastiken und Architektur. Zu seinen Protegés zählten unter anderem Sandro Botticelli und Michelangelo Buonarotti. Unter seiner Herrschaft wurde Florenz die wichtigste Stadt der Künste während der Renaissance. Die von Cosimo gegründete Platonische Akademie von Florenz (in Anlehnung an die 529 von Kaiser Justinian I. geschlossene Platonische Akademie in Athen) wuchs unter der Ägide Lorenzos zur wichtigsten philosophischen Schule der Renaissance, die wesentlich dazu beitrug, dass der wiederentdeckte Platonismus (die Lehre Platons; vor allem aber setzte man sich mit dem Neuplatonismus auseinander) sich in Italien und Europa verbreiten konnte und somit den Niedergang der Scholastik – die ihrerseits stark durch die Lehre Aristoteles' (Aristotelismus) geprägt war – in die Wege leitete. So lehrten in Florenz unter anderem Giovanni Aurispa und Marsilio Ficino. Aber Lorenzo förderte und beschützte nicht nur Künstler, er selber hatte genaue Kenntnisse in der Architektur und Literatur. Er verfasste Poesie in der Landessprache, die Zeugnis legten für seine große Begabung auf diesem Gebiet.
Doch dem Erfolg in politischen und vor allem künstlerischen Angelegenheiten steht der wirtschaftliche Misserfolg vor allem in finanzieller Hinsicht (Niedergang der Medici-Bank) entgegen, der seine Gründe einerseits in den fehlenden wirtschaftlichen Kenntnissen Lorenzos, andererseits aber auch im historischen Umfeld hat (Auflösung des bei den Medici hochverschuldeten Burgunderreiches; Rosenkriege in England; Osmanische Expansion und damit zusammenhängend der osmanisch-venezianische Krieg). Ein zweiter Schandfleck lastete auf ihm, weil er 1472 seinen Truppen gestattete, die revoltierende Stadt Volterra zu plündern. Letztendlich schaffte es Lorenzo auch nicht, eine stabile Regelung für seine Nachfolger zu finden: das System der indirekten Machtausübung konnte nur so lange gelingen, wie die Bevölkerung Vertrauen in den Vorsteher der Medici-Sippe hatte.
Lorenzo hatte insgesamt sechs Kinder: Giovanni war von 1513 bis 1521 unter dem Namen Leo X. Papst. Nachfolger wurde der erstgeborene Piero, der aber durch eine Mischung aus Inkompetenz, Desinteresse an den Staatsgeschäften, Selbstüberschätzung und einer unglücklichen historischen Situation – dem Einmarsch der Franzosen in Italien – bereits zwei Jahre später (1494) durch den Bußprediger Girolamo Savonarola vertrieben werden sollte.
Lorenzos Ende
Zeit seines Lebens litt Lorenzo, wie auch sein Vater und sein Großvater, an Gicht, die seine Mobilität erheblich einschränkte. Lorenzo il Magnifico starb im Jahr 1492 mit nur 43 Jahren. Die genaue Todesursache ist bis heute unklar, Fremdverschulden, wie etwa Gift, wird aber ausgeschlossen. Begraben liegt er in der Basilica di San Lorenzo in Florenz in der Neuen Sakristei.
Literatur
- Alfred von Reumont: Lorenzo de' Medici. Aachen 1883.
- Emmy Cremer: Lorenzo de' Medici. Staatsmann, Mäzen, Dichter. Klostermann, Frankfurt am Main 1970.
- Volker Reinhardt: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance. C. H. Beck, München 1998, ISBN 3-406-44028-2.
- Walter, Ingeborg: Der Prächtige. Lorenzo de' Medici und seine Zeit. C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-50309-8.
Weblinks
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Lorenzo der Prächtige
Medici, Lorenzo de
Medici, Lorenzo de
Medici, Lorenzo de
Medici, Lorenzo de
Medici, Lorenzo de
Medici, Lorenzo de
ja:ロレンツォ・デ・メディチ
Filippo LippiFra Filippo Lippi ( - ca. 1406 in Florenz, † um den 8. Oktober 1496 in Spoleto) war ein italienscher Maler der Frührenaissance. Seine Werke zeichnen sich durch feine Linienführung und sorgsame perspektivische Gestaltung der Hintergründe (insbesondere Landschaften) aus.
Lippis Malerei wurde, ebenso wie bei Masaccio, stark von der Perspektivlehre des Architekten Brunelleschi und von der plastisch realistische Darstellungsweise der menschlichen Figur durch den Bildhauer Donatello beeinflusst. Er unterhielt eine bedeutende Werkstatt in Florenz, wo auch Sandro Botticelli und sein Sohn Filippino Lippi ausgebildet wurden.
Filippino Lippi
Leben
Sowohl Lippis Vater, ein Metzger, als auch seine Mutter starben, als er noch ein Kind war, und er wurde von seiner Tante aufgezogen. Mit wurde er im Karmeliterkloster Santa Maria del Carmine in Florenz aufgenommen und blieb dort bis 1432. Seine ersten Schritte in der Malerei machte er wohl dort. In der benachbarten Kapelle der Brancacci konnte er die Werke Masaccios studieren und so schon früh dessen Techniken und Ausdrucksweise kennenlernen. Zwischen 1430 und 1432 führte er einige Werke für das Kloster aus, die aber 1771 von einem Feuer zerstört wurden.
Schließlich verließ Lippi das Kloster, wurde aber wohl zunächst nicht von seinem Gelübde entbunden. In einem 1439 datierten Brief spricht er von sich als dem ärmsten Mönch von Florenz und berichtet, dass er die Verantwortung für sechs heiratsfähige Nichten trage. 1452 wurde er zum Kaplan des Konvents San Giovannino in Florenz ernannt, 1457 zum Rektor (Rettore Commendatario) von San Quirico in Legania.
Sein Biograph Giorgio Vasari erzählt von einigen merkwürdigen und romantischen Abenteuern von Fra Filippo, aber heutige Biographen neigen dazu, diese Erzählungen abzulehnen. Außer von Vasari ist nichts über seine Reise nach Ancona und Neapel bekannt, und auch nicht über seine zwischenzeitliche Gefangennahme durch Berberpiraten und seine Versklavung, aus der ihn angeblich sein Talent in Porträtmalerei befreit habe.
Im Juni 1456 ließ sich Filippo in Prato nieder, um die Fresken im Chor des dortigen Doms zu malen. Bevor er die eigentliche Arbeit daran aufnahm, machte er sich 1458 an ein Bild für die Konventskapelle San Margherita in Prato und lernte dabei Lucrezia Buti kennen, die schöne Tochter des Florentiners Francesco Buti. Sie war entweder Novizin oder eine junge Frau in der Obhut der Nonnen. Er bat darum, dass sie Modell sitze für das Bildnis der Madonna oder der San Margherita. Mit ihr brannte er dann durch; das Ergebnis dieser Liebe war Filippino Lippi, der ebenfalls Maler wurde.
Fra Filippos letztes Werk waren die Fresken in der Apsis des Doms von Spoleto. Während dieser Arbeit starb er, und das Werk wurde von Fra Diamante beendet.
Werke
- Fresko: "Bestätigung des Karmeliterordens" (1432, Florenz)
- "Verkündigung des Todes an Maria" (1437-1438, Florenz)
- Tondo: "Madonna mit Kind" (1452, Florenz)
- Freskenzyklus: "Szenen aus dem Leben der Hl. Stephanus und Johannes des Täufers" (1452 bis 1457, Prato)
- "Anbetung des Kindes im Walde" (1459, Berlin)
- "Madonna mit Kind und zwei Engeln" (1465, Florenz)
Weblinks
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Lippi, Filippo
Lippi, Filippo
Lippi, Filippo
ja:フィリッポ・リッピ
KuratorDas Wort Kurator stammt ab vom lateinischen Wort "curator" (Pfleger, Vertreter oder Vormund), sowie von "curare" (Sorge tragen, sorgen um...)
- Nach bürgerlichem Recht ist ein Kurator ein Vormund oder Pfleger
- Nach dem Verwaltungsrecht ist es ein Aufsichtsbeamter im Bildungswesen (vor allem an Universitäten) oder der Verwalter einer Stiftung.
- In naturhistorischen Museen sind Kuratoren für die Pflege und Erweiterung der wissenschaftlichen Sammlungen und für die Durchführung des wissenschaftlichen Leihverkehrs zuständig. Seltener sind Sie auch für die Ausgestaltung der Schausammlung zuständig. Diese Aufgabe fällt heute meist Museumspädagogen zu.
- Im Kunstbetrieb ist der Kurator (oder die Kuratorin) derjenige, der die Verantwortung über eine Sammlung, eine Ausstellung oder ein Projekt hat. Seine Aufgabe ist es Sammlungen in Museen zu erhalten, bei Bedarf und Notwendigkeit zu ergänzen und sie in unterschiedlichen Zusammenhängen so zu präsentieren, dass ihre besonderen Aspekte dem Publikum deutlich werden. In Ausstellungen zeitgenössischer Kunst trifft er die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler zum jeweiligen Thema passend und ist verantwortlich für das Gesamtkonzept der Präsentation. Viele Ausstellungen tragen unverkennbar die Handschrift eines bestimmten Kurators, dessen spezifischer Zugang zur Kunst in der Ausstellungsgestaltung lesbar wird. Früher nannte man sie Ausstellungsmacher; bekannte Kuratoren sind Harald Szeemann, Kasper König, Jan Hoet und Peter Weibel.
- Das damit verwandte Wort Kuratorium bezeichnet eine Aufsichtsbehörde oder einen Verwaltungsrat
ja:学芸員
ms:Kurator
th:ภัณฑารักษ์
RestauratorDer Restaurator beschäftigt sich mit der Erhaltung und Wiederherstellung alter Gebäude, Kunstwerke, Gegenstände und Möbel. Eine besondere Spezialisierung betrifft die Restauration antiquarischer Bücher. Der Beruf ist, bis auf in Mecklenburg-Vorpommern ([http://www.kultus-mv.de/_sites/bibo/gesetze/restauratorgesetz.pdf Restauratorgesetz MV]), nicht geschützt, es gibt daher in Deutschland verschiedene Möglichkeiten Restaurator zu werden.
Entweder man absolviert eine Lehre und macht den Meister beispielsweise im Schreinerhandwerk. Anschließend kann ein mehrmonatiger Weiterbildungskurs besucht werden, der bei erfolgreichem Abschluss zum Berufstitel "Restaurator im Schreinerhandwerk" führt. Handwerkliche Restaurierungen sind durch die Wiederherstellung des ursprünglichen, gebrauchsfähigen Zustandes geprägt.
Ein anderer Weg führt über ein ein- bis zweijähriges Vorpraktikum und dem Studium an einer Hochschule, Fachhochschule oder Akademie zum Abschluss "Diplom-Restaurator" mit einem entsprechenden Zusatz wie (FH), welcher am ehesten mit dem englischen bzw. amerikanischen Begriff Conservator zu vergleichen ist. Der Diplom-Restaurator wird bald durch die Ausbildung zum Bachelor oder Master in der Restaurierung abgelöst. Studierte Restauratoren versuchen mit möglichst wenig Eingriffen den letzten oder einen etwas weiter zurückliegenden Zustand zu erhalten. Ein fabrikneues Aussehen oder das Funktionieren eines Gerätes sind nur selten angestrebt.
Als dritter Weg bieten sich die Akademien in München (Göringinstitut oder an der Staatsbibliothek) oder das Mainzer Modell am Germanischen Nationalmuseum Mainz an. Auch hier gibt es Bestrebungen, die Ausbildung zu verändern.
Der einfachste und durchaus gebräuchlichste Weg ist, dass man sich ein Schild bastelt, auf welchem "Restaurator" steht. Dies ist vor allem im Bereich Möbel/Holzobjekte weit verbreitet. Solche "Restauratoren" sind darauf aus, alte Objekte mit möglichst wenig Aufwand und Fachwissen am besten mit der Schleifmaschine wieder schön aussehen zu lassen, um sie dann möglichst teuer wieder zu verkaufen.
Generell sollte ein guter Restaurator so wenig wie möglich am Original verändern. Eigentlich würde sich der gute Restaurator wie seine amerikanischen und englischen Kollegen gerne Konservator nennen. Diese Berufsbezeichnung ist aber schon für den Bereich Denkmalpflege reserviert. Die für die Restaurierung verwendeten Materialien sollten alterungsbeständig sein, keinen Schaden für das Objekt erzeugen und im Zweifelsfall reversibel sein. Um überhaupt ein gutes Restaurierungskonzept zu entwickeln bedarf es zuerst einer ordentlichen Untersuchung. Die Untersuchungsergebnisse, sowie die durchgeführten Tätigkeiten sollten schriftlich und im Bild dokumentiert werden. Als Abschluss einer guten Dokumentation folgen Empfehlungen zur weiteren Lagerung (Luftfeuchte, Temperatur, Licht ...) und Pflege (keine Möbelpolituren o.ä.). Restauratoren sollten so vorgehen, als ob sie Garantiezeiten von 100 Jahren einhalten müssen. Aus diesem Grund benutzten sie Materialien, welche schon lange bekannt sind oder entsprechend lange haltbar sein sollen. Es handelt sich zumeist um historische Mittel wie Naturharze Schellack, Leinöl, Knochenleim, Hausenblasenleim ...und nur wenige alterungsbeständige Kunststoffe wie Plexigum oder Paraloid. Die meisten dieser Mittel sind im Baumarkt nicht zu finden. Fachgeschäfte für historische Baustoffe sind zwar selten, aber es gibt sie.
Siehe auch
- Inkunabel
- Antiquar
- Museum
- Vasa (Schiff)
- Turiner Grabtuch
Kategorie:Beruf
PeruginoPerugino (eigentlich Il Perugino, - um 1445/48 in Città della Pieve, Provinz Perugia, † Februar oder März 1523 in Fontignano bei Città della Pieve) ist der Künstlername von Pietro di Cristoforo Vannucci. Er gilt als der wichtigste Meister der Umbrischen Schule und war der Lehrer Raffaels.
Raffael
Sein Künstlername bedeutet so viel wie: "Der aus Perugia".
Seine Lehrmeister waren vermutlich Piero della Francesca und Andrea del Verrocchio. Sein 1473 entstandenes Werk Szenen aus dem Leben des hl. Bernard (Tempera auf Holz, evtl. zusammen mit Pinturicchio) ist heute in der Galleria Nazionale dell'Umbria in Perugia zu besichtigen.
1481 entstand sein bekanntestes Werk: Christus übergibt Petrus die Schlüssel (ital.: "Consegna delle chiavi a Pietro"), ein 3,35 x 5,50 m großes Fresko, mit dem er einen Teil der Sixtinischen Kapelle im Vatikan in Rom ausmalte. Die perspektivische Tiefenstreckung beeindruckte die Menschen der damaligen Zeit besonders. Danach galt er als der berühmteste Maler Italiens. Das verleitete ihn offensichtlich zu einer Massenproduktion (hauptsächlich Madonnenbilder) in zwei Ateliers (in Perugia und Florenz). Seine Werke wurden oft kopiert.
Florenz
Die Fresken waren von einer fantastischen Klarheit und Plastizität. Die von ihm porträtierten Menschen strahlen eine besondere Würde und Anmut aus.
Als weitere bedeutenden Werke gelten:
- 1493-1497 Kreuzigung, Santa Maria Maddalena dei Pazzi in Florenz
- 1496-1500 Polyptychon, S. Pietro, Perugia (jetzt verteilt auf die Museen von Lyon, Nantes, Rouen und dem Vatikan)
- 1497-1500 Fresken im Collegio del Cambio, Perugia
Weblinks
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- [http://english.perugino.it/ Informationen über Ausstellungen und Werke italienisch/englisch]
- [http://www.abcgallery.com/P/perugino/perugino.html Bildergalerie]
Perugino
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ja:ペルジーノ
Lorenzo di Credi
Lorenzo di Credi ( - 1459 in Florenz, † 12. Januar 1537) war ein italienischer Maler.
Credi lernte als Mitschüler Leonardo da Vincis bei Verrocchio und gewann dessen volle Zuneigung, so daß dieser ihn bei seinem Tod 1488 zu seinem Testamentsvollstrecker ernannte und ihm den Vorrat seiner Werkstatt und sein Hausgerät zu Florenz und Venedig vermachte.
Credi gewann bald eine sehr geachtete Stellung in seiner Vaterstadt. 1531 zog er sich ins Hospital zu Santa Maria Nuova zurück und starb 12. Ian.
1537. Credi. bewegte sich in einem beschränkten Kreis,
indem er mit Vorliebe heilige Familien malte; um so sorgfältiger und selbst emailartig führte er seine Bilder aus, so daß Vasari sogar das Zuviel tadeln konnte. In früherer Zeit etwas herb und scharf in der Modellierung, milderte sich sein Stil immer mehr, ohne freilich zu dem großartigen Charakter und der Weichheit eines Leonardo sich aufschwingen zu können, dessen Kunstweise ihn übrigens beeinflußte.
Die sorgfältige, fast peinliche Ausführung und die eng begrenzte Erfindungskraft des Meisters erklären es, daß er durchaus Staffeleimaler blieb. Schöne Bilder von ihm findet man in Pistoja, Paris, Mainz, Berlin, Dresden u. a. O. Sein Hauptwerk ist die Anbetung der Hirten in Florenz (Akademie der Künste), die sich zugleich durch eine bei ihm ungewohnte Dimension auszeichnet.
Credi, Lorenzo di
Credi, Lorenzo di
Credi, Lorenzo di
Credi, Lorenzo di
Credi, Lorenzo di
Credi, Lorenzo di
Uffizien
Die Uffizien sind ein von 1559 bis ca. 1581 ursprünglich für die Unterbringung von Ministerien und Ämtern in Florenz erbauter Gebäudekomplex.
Die Architekten waren Giorgio Vasari, Bernardo Buontalenti und Alfonso Parigi d. J..
Cosimo I. de' Medici begann 1559 mit der Verwirklichung eines schon länger bestehenden Planes, die wichtigsten Ministerien und Ämter (Uffizi) in einem Bau zusammenzufassen.
Für den Neubau wurde ein ganzes Stadtviertel abgerissen bzw. in den Neubau integriert, wie z. B. die romanische Kirche S. Piero Scheraggio und die Münzprägewerkstatt Zecca, in der die sog. Goldflorin hergestellt wurden.
Vasari vereinheitlichte die Ansammlung alter und neuer Gebäude durch vorgesetzte Fassaden. Es entstand ein von zwei beinahe identischen Fassaden flankierter Platz, der die Piazza Signoria und das Arnoufer verbindet.
Der Bau wurde nach Vasaris Tod (1574) von Bernardo Buontalenti und Alfonso Parigi bis ca. 1581 vollendet. Schon bald wurden die galleria des Obergeschosses für die Ausstellung von Kunstgegenständen verwendet. Daraus entwickelte sich später der Begriff Galerie für eine Gemäldesammlung.
In den Uffizien befindet sich heute eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt mit Werken (vor allem Malerei) von der Antike bis zum Spätbarock.
Weblinks
- http://www.uffizi.firenze.it (italienisch)
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