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Andreas Hofer

Andreas Hofer

Andreas Hofer (
- 22. November 1767 am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier (Südtirol); † 20. Februar 1810 in Mantua) war Wirt, Viehhändler und ein Tiroler Freiheitskämpfer.

Leben

In den Befreiungskriegen von 1809 führte Andreas Hofer die Tiroler drei Mal siegreich zum Kampf gegen die französischen Truppen unter Napoleon. Napoleon] Tirol stand infolge der Niederlage Österreichs im 3. Koalitionskrieg seit 1805/1806 wieder unter bayerischer Herrschaft (Pressburger Frieden). Die Bayern begannen in der neuen bayerischen Provinz Tirol eine Reihe von Reformen durchzuführen, wobei vor allem die Missachtung der alten Tiroler Wehrverfassung (Landlibell Kaiser Maximilians I. von 1511) und die Wiedereinführung der josephinischen Kirchenreform für Unmut sorgten (Minister Maximilian von Montgelas). Gerade die massiven Eingriffe in das religiöse Leben führten zum so genannten Kirchenkampf des Klerus und der einfachen Bevölkerung. Die Zwangsaushebung von Rekruten führte schließlich zum Aufstand, der am 9. April 1809 in der Tiroler Hauptstadt Innsbruck begann. Andreas Hofer stellte sich an die Spitze der antibayerischen Bewegung. Bereits am 11. April konnten er sich bei Sterzing gegen die Bayern durchsetzen, am 12. April kam es zu Kampfhandlungen um Innsbruck und schon am 14. April konnten die Österreicher in Innsbruck einziehen. Den bayerischen und französischen Truppen gelang es aber Teile Tirols wieder unter ihre Kontrolle zu bringen und Innsbruck einzunehmen. Am 25. Mai und 29. Mai kam es zu zwei Schlachten am Bergisel, wobei sich die bayerischen Truppen am 29. Mai geschlagen ins Unterinntal zurückziehen mussten. Es folgte der Znaimer Waffenstillstand, mit erneuter Besetzung Tirols durch napoleonische Truppen. Dem Aufruf zum Landsturm folgte ein erneuter Sieg am 13. August 1809 (15.000 bayerische, sächsische und französische Soldaten unter der Führung von General Levèbvre standen einem ebenso großen Tiroler Schützenaufgebot unter Andreas Hofer gegenüber), nach dem Andreas Hofer als Oberkommandant von Tirol in der Hofburg in Innsbruck residierte. Innsbruck Der Friede von Schönbrunn motivierte Hofer erneut zum Aufstand, der allerdings am 1. November 1809 mit der Niederlage der Tiroler am Bergisel endete. Ein weiterer Aufruf zum Widerstand vom 11. November hatte wenig Wirkung. Hofer musste flüchten, wurde von Franz Raffl verraten und am 28. Januar 1810 auf der Mähderhütte der Pfandleralm (Alm des Prantacher Hofs gegenüber St. Martin in Passeier) gefangen genommen. Nach Mantua in Oberitalien geführt, wurde er vor ein Kriegsgericht gestellt und am 20. Februar 1810 erschossen. Seine letzten Worte sollen "Franzl, Franzl, das verdank ich dir!" gewesen sein. Hiermit bezog er sich auf Franz I., seit 1804 Kaiser von Österreich, der auf die Seite Napoleons übergetreten war. Es wird aber auch berichtet, Hofer habe, nachdem die erste Exekutionssalve das Ziel verfehlte, ausgerufen: „Ach, was schießt Ihr schlecht!“. Das Lied "Zu Mantua in Banden der treue Hofer war" ist Hymne des österreichischen Bundeslandes Tirol. Andreas Hofer liegt seit 1823 in der Hofkirche in Innsbruck begraben. Er gilt Teilen der Bevölkerung als Nationalheld, und sein Einsatz wird in einer Reihe von Denkmälern geehrt. Alljährlich wird er am 20. Februar als Vaterlandsheld gefeiert. In engem Zusammenhang mit den Kämpfen der napoleonischen Zeit steht auch das alljährlich in ganz Tirol feierlich begangene Herz-Jesu-Fest: Als 1796 Tirol von französischen Truppen bedroht war, gelobte der Tiroler Landtag, alljährlich das Herz-Jesu-Fest feierlich zu begehen. Was noch heute mit feierlichen Gottesdiensten, Prozessionen und Bergfeuern geschieht. 2001 wurde die Lebensgeschichte Andreas Hofers in dem Film 1809 - Die Freiheit des Adlers von Xaver Schwarzenberger verfilmt; Hauptrollen: Tobias Moretti (Andreas Hofer), Franz Xaver Kroetz (Joachim Haspinger) und Martina Gedeck (Mariandl). Martina Gedeck
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Literatur


- Fink, Humbert: Zu Mantua in Banden : das Leben und Sterben des Volkshelden Andreas Hofer. - Düsseldorf : Econ-Verl. 1992. - ISBN 3-430-12779-3
- Paulin, Karl: Andreas Hofer und der Tiroler Freiheitskampf 1809 : nach geschichtlichen Quellen. - Wien : Tosa-Verl., 1996. - ISBN 3-85001-579-3
- Sandbichler, Bernhard: Andreas Hofer 1809 : eine Geschichte von Treue und Verrat. - Innsbruck : Tyrolia-Verl., 2002. - ISBN 3-7022-2488-2

Siehe auch


- Andreas-Hofer-Bund

Weblinks


-
- [http://www.libreriasangiorgio.it/andreas_hofer.htm Insorgenza Tirolese] (italienisch; mit vielen Bildern) Hofer, Andreas Hofer, Andreas Hofer, Andreas Hofer, Andreas Hofer, Andreas Hofer, Andreas

1767

Ereignisse


- 1. März: Karl III. ordnet die Vertreibung der Jesuiten aus Spanien und den amerikanischen Besitzungen Spaniens an
- 7. April: Pegu (heute Myanmar) erobert nach einjähriger Belagerung Ayutthaya, die Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches der Thai, und zerstört die Stadt fast vollständig
- Wallis entdeckt die Gesellschaftsinseln (Tahiti)

Kultur


- 24. April: Uraufführung der komischen Oper Lottchen am Hofe von Johann Adam Hiller
- 26. April: Uraufführung der Oper L'amore artigiano (Handwerkerliebe) von Florian Leopold Gassmann am Burgtheater in Wien
- 20. Juni: Uraufführung der komischen Oper Toinon et Toinette von François-Joseph Gossec am Comédie-Italienne in Paris
- 28. September: Uraufführung der komischen Oper Le Double Déguisement von François-Joseph Gossec am Comédie-Italienne in Paris
- 30. September: Uraufführung der Minna von Barnhelm in Hamburg
- Gründung der Hochschule für bildende Künste Hamburg

Geboren


- 5. Januar: Jean-Baptiste Say, französischer Ökonom und Geschäftsmann († 1832)
- 30. Januar: Ulrich Jasper Seetzen, deutscher Orientalist
- 2. Februar: Heinrich Friedrich Link, deutscher Botaniker († 1850)
- 6. Februar: Saul Ascher, deutscher Schriftsteller († 1822)
- 5. März: Peter Homburger, deutscher Pfarrer († 1823)
- 15. März: Andrew Jackson, Präsident der USA († 1845)
- 19. März: François Régis de La Bourdonnaye, comte de La Bretèche, französischer Minister († 1839)
- 25. März: Joachim Murat, König von Neapel, Schwager Napoléons und Marschall von Frankreich († 1815)
- 11. April: Jean-Baptiste Isabey, französischer Maler († 1855)
- 16. April: Karl Julius Weber, deutscher Schriftsteller († 1832)
- 25. April: Nicolas-Charles Oudinot, französischer Marschall († 1847)
- 30. April: Jean Pierre Frédéric Ancillon, preußischer Staatsmann († 1837)
- 2. Mai: Jean Baptist Duhamel, Direktor der Berghochschule
- 13. Mai: Johann VI. (Portugal), König von Portugal und Brasilien († 1826)
- 19. Mai: Sir George Prevost, britischer General und Gouverneur von Kanada († 1816)
- 24. Mai: Joseph Ignaz Schnabel, Komponist und Domkapellmeister zu Breslau († 1831)
- 13. Juni: Josef Speckbacher, Tiroler Freiheitskämpfer († 1820)
- 22. Juni: Wilhelm von Humboldt, deutscher Philosoph und Staatsmann († 1835)
- 8. Juli: Pawel Wassiljewitsch Tschitschagow, russischer Admiral († 1849)
- 11. Juli: John Q. Adams, US-amerikanischer Politiker, 6. Präsident der USA († 1848)
- 13. Juli: Friedrich Adolf Krummacher, deutscher reformierter protestantischer Theologe
- 12. August: August Ferdinand Ludwig Dörffurt, Apotheker und Bürgermeister von Wittenberg († 1825)
- 25. August: Antoine de Saint-Just, französischer Revolutionsmann († 1794)
- 5. September: August Wilhelm Schlegel, deutscher Schriftsteller († 1845)
- 17. September: Henri Montan Berton, französischer Komponist († 1844)
- 6. Oktober: Henri Christophe, Präsident und König von Haiti († 1820)
- 14. Oktober: Nicolas Theodore de Saussure, schweizer Naturforscher († 1845)
- 2. November: Eduard, Herzog von Kent, der vierte Sohn von König Georg III. von Egland († 1820)
- 17. November: Christoph Wilhelm Zuckermandel, deutscher Schneider und Mathematiker († 1839)
- 22. November: Andreas Hofer, Tiroler Freiheitsheld († 1810)
- 13. Dezember: August Eberhard Müller, deutscher Komponist und Thomaskantor († 1817)

Gestorben


- 22. März: Johann Peter Süßmilch, deutscher Pfarrer und Statistiker (
- 1707)
- 25. Juni: Georg Philipp Telemann, deutscher Komponist (
- 1681)
- 6. August: Johann Christoph Freiherr von Bartenstein, österreichischer Staatsmann und Diplomat deutscher Herkunft
- 16. Oktober: Burkhard Christoph Graf von Münnich, russischer Generalfeldmarschall und Politiker (
- 1683)
- 28. Dezember: Emer de Vattel, Schweizer Völkerrechtler (
- 1714)
- Ekatat, Herrscher von Ayutthaya ko:1767년 simple:1767 th:พ.ศ. 2310

St. Leonhard in Passeier

St. Leonhard in Passeier (ital. San Leonardo in Passiria) ist eine Marktgemeinde und eine Ortschaft im Passeiertal. St. Leonhard liegt 693 m.ü.d.M. und grenzt an die Gemeinden Moos und St. Martin in Passeier.

Lage

St. Leonhard liegt am Fuße des Jaufen an der Einmündung des Waltenbaches in die Passer. Dabei bildet die Passer eine Grenze zum Gebiet der Gemeinde St. Martin in Passeier. Westlich der Passer gelegene Höfe gehören zu St. Martin, obwohl St. Leonhard nur einen Steinwurf entfernt ist. Im Sommer kann St. Leonhard über das Timmelsjoch (Staatsstraße 44 bis) von Österreich aus und über den Jaufenpass (Staatsstraße 44) von Sterzing aus erreicht werden. Weiter ist St. Leonhard von Meran aus über die Staatsstraße 44 zu erreichen. Die Verbindung über Meran ist im Winter die einzige mögliche Verbindung.

Fraktionen

Neben dem Hauptort umfasst die Gemeinde St. Leonhard die Fraktionen Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Gomion, Glaiten und Schlattach.

Tourismus

Durch die zentrale Lage im Passeiertal ist St. Leonhard nicht nur der verwaltungstechnische Hauptort des Tales sondern auch der Hauptort des Tourismus. Um den alten Ortskern herum sind viele Hotels und Pensionen zu finden, die teilweise nicht erst mit der Invasion durch Rucksacktouristen im 20. Jahrhundert erbaut wurden. Die meisten Hotels und Pensionen sind Familienbetriebe und nicht übermäßig groß, weshalb sich St. Leonhard das Flair eines südtiroler Dorfes bewahren konnte. Nicht zuletzt auch der Bau einer Umgehungsstraße führte zu einer Verbesserung der Lebensqualität in St. Leonhard.

Sehenswürdigkeiten

Geburtshaus von Andreas Hofer

Außerhalb des Ortskernes von St. Leonhard in Richtung St. Martin befindet sich das Gasthaus "Sandwirt", das Geburtshaus von Andreas Hofer, dem südtiroler Freiheitskämpfer. Dazu gehören auch die Gedenkkapelle, das Andreas Hofer Museum und das Bauernmuseum.

Kapelle St. Hypolith

Die Kapelle St. Hypolith liegt in Glaiten etwa 1000 m.ü.d.M. Sie ist vom gesamten Ortskern aus sichtbar. Erreichbar ist die Kapelle nur zu Fuß. Allerdings kann bis auf einen Kilometer über die Jaufenpassstraße herangefahren werden. Von St. Hypolith aus kann man das ganze Passeiertal bis nach Meran überblicken.

Schwienbacher Roman

Der aus dem Fernsehen bekannte Heimatmusiker lebt bereits seit 18 Jahren in St. Leonhard. Dort plant er mit seiner Freundin Haller Birgit in nicht all zu ferner Zukunf eine Familie zu gründen. Geboren ist Roman am 07.12.1986 in Meran als einfacher Sohn eines Lagerarbeiters. Schon früh (mit 3 Jahren) wurde sein Talent als Musiker bekannt. Mit 15 schaffte er den Durchbruch mit seinem Nummer 1 Hit "Die Berge im Herzen". Seitdem genießt er einen hohen Bekanntheitsgrad.

Freizeiteinrichtungen

St. Leonhard besitzt eine Tennishalle und ein Freibad.

Siehe auch

Passeiertal, Meran, Timmelsjoch, Moos

Weblinks

[http://www.passeier.it Die Webpräsenz des Passeiertales] [http://www.passeier.net Das gemeinsame Webportal der 3 Gemeinden des Passeiertales] Kategorie:Ort in Südtirol

Südtirol

Südtirol, amtlich: Autonome Provinz Bozen-Südtirol, italienisch: Alto Adige (die amtliche Bezeichnung wurde in den 1920ern nach französischer Vorlage geschaffen: Provinz am Oberlauf der Etsch, also 'Hochetsch') oder Sudtirolo, ladinisch: Südtirol, bildet zusammen mit der Provinz Trient die autonome Region Trentino-Südtirol im Norden Italiens. Im Laufe der Zeit wurden die gesetzgeberischen Befugnisse dieser Region größtenteils an die beiden Provinzen übertragen. Der Name Südtirol entstand im 19. Jahrhundert als Bezeichnung für den südlichen Teil Tirols (ab Bozen). Zugleich wurde für den italienischen Landesteil (Bezirke Trient und Rovereto) auch der Begriff Welschtirol verwendet. Die Grenze zum österreichischen Bundesland Tirol, zugleich italienisch-österreichische Staatsgrenze, verläuft seit dem 1. Weltkrieg am Alpenhauptkamm. Der bekannteste Übergang ist der Brennerpass, über den, mit Brenner-Autobahn und -Eisenbahn, eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen führt. Etwa 2015 soll dort der Brennerbasistunnel fertiggestellt sein. Die Landeshauptstadt Südtirols ist Bozen.

Land und Leute

Südtirol liegt an der "Südseite der Alpen" und vereint die Vorzüge eines Berglandes (besonders im Winter) mit den Annehmlichkeiten eines fast mediterranen Klimas (in den Tallagen). Zahlreiche Museen, Schlösser und Wochenmärkte werden von Einheimischen und Gästen gleichermaßen geschätzt. Bemerkenswert ist ferner, dass die Zahl der "Italiener" (italienische Sprachgruppe) in Südtirol stetig sinkt, während die Zahl der "Deutschen" (deutsche Sprachgruppe) steigt.

Medien

Unter den Printmedien sind besonders die landesweit erscheinenden Tageszeitungen und Magazine zu nennen: Die älteste und verbreitetste Tageszeitung ist die deutschsprachige Tageszeitung Dolomiten, gefolgt (Gründungsjahr und Auflage) von der italienischsprachigen Tageszeitung
Alto Adige - Corriere delle Alpi. Weiters gibt es noch den Lokalteil des Corriere della Sera (Corriere dell'Alto Adige), der aus der Tageszeitung Il Mattino dell'Alto Adige hervorgegangen ist und die kleinere Neue Südtiroler Tageszeitung Unter den Wochenblättern sind die FF-Südtiroler Illustrierte, das Katholische Sonntagsblatt und die Südtiroler Wirtschaftzeitung zu nennen. Unter den Rundfunkanstalten ist besonders der öffentlich-rechtliche Rai - Sender Bozen, der sein Radio und Fernsehprogramm in allen drei Landessprachen ausstrahlt. Zusätzlich gibt es eine lokale Fernsehanstalt (VB33) und zahlreiche Lokalradios (unter diesem [http://www.medienindex.de/Radio_Suedtirol.htm Weblink] findet sich eine Liste der Südtiroler Radiostationen).

Geschichte

Das Gebiet an Etsch, Eisack und Rienz ist seit der mittleren Steinzeit (Mesolithikum) besiedelt. Die Menschen hielten sich damals im Sommer überwiegend im Hochgebirge oberhalb der Baumgrenze auf. Dies belegen zahlreiche archäologische Fundstellen mit Funden aus dem 7. Jahrtausend bis zum 4. Jahrtausend vor Christus. In der darauf folgenden Jungsteinzeit begann der Mensch die fruchtbaren Mittelgebirgsterrassen entlang der Haupttäler zu besiedeln. Wichtige Funde aus dieser Zeit stammen vom Plunacker in Villanders, dem Hügel von Schloss Juval im Vinschgau oder vom Hauslabjoch (Ötzi). In der Bronzezeit begann eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, hauptsächlich wegen des Kupferbergbaus. In der späten Bronzezeit (1300-1000) und der älteren Eisenzeit war das heutige Südtirol von Menschen besiedelt, die Träger der inneralpinen Laugen-Melaun-Kultur waren. Die Räter sind in der jüngeren Eisenzeit Träger der Fritzens-Sanzeno-Kultur und damit die erste namentlich bekannte Urbevölkerung des mittleren Alpenraumes. Von 59 v. Chr. bis zur Völkerwanderungszeit Teil des römischen Imperiums. Aus dieser Zeit stammen zwar keine Städte aber zahlreiche Meilensteine und römische Straßenstationen etwa Sebatum / St. Lorenzen im Pustertal, oder Sublavione im Eisacktal. Zwischen dem 6. und 9. Jh. wurde das Gebiet von den Bajuwaren besiedelt, die dort auf die Langobarden und die romanisierten Ureinwohner stießen. Wichtige Fundstellen aus dieser Zeit sind der Hügel von Kloster Säben bei Klausen, Castelfeder bei Auer und die Kirche St. Prokulus bei Naturns. Als Teil des Frankenreiches und später des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation erlangte es strategische Bedeutung, weil seine Straßen nach Italien führten. Große Teile des Landes wurden 1004 und 1027 den Bischöfen von Trient und Brixen geschenkt. Nachdem aber deren Verwalter ( Vögte), die Grafen von Tirol (vgl.: Meinhard II.), das Land unter ihre Herrschaft gebracht hatten, erhielt das Territorium zusammen mit den Talschaften nördlich des Brenners den Namen
Tirol. Südtirol ist eine der Gegenden mit den meisten Burgen in Europa, darunter die besonders berühmten Anlagen Schloss Tirol, Schloss Runkelstein, Churburg Burg Hocheppan und Schloss Taufers. 1363 ging die Grafschaft durch Margarethe Maultasch an die Habsburger über, die das Land fast durchgängig bis 1918 regierten. 1919, nach dem 1. Weltkrieg, wurde Südtirol von Italien annektiert. Die seitdem zugewanderten Italiener stellen heute etwa ein Viertel der Bewohner des Landes. Südtirol hat heute den Status einer autonomen Provinz innerhalb Italiens. ---- Weiter im Hauptartikel: Geschichte Südtirols.

Sprache

Offizielle Amtssprachen in Südtirol sind Deutsch, Italienisch und Ladinisch. In Südtirol werden bairische Dialekte gesprochen. Der Wortschatz der Südtiroler Mundarten wird erfasst und beschrieben im Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich.

Berühmte Südtiroler

Siehe Portal:Südtirol/Persönlichkeiten.

Städte

Deutsche / Italienische Namen
- Bozen / (Bolzano)
- Meran / (Merano)
- Brixen / (Bressanone)
- Klausen / (Chiusa)
- Bruneck / (Brunico)
- Leifers / (Laives)
- Sterzing / (Vipiteno)
- Glurns / (Glorenza)
-
Siehe auch: Liste der Gemeinden in Südtirol Liste der Gemeinden in Südtirol]

Wirtschaft

Per Stichtag 22. Oktober 2001 existierten in Südtirol 51.207 Arbeitsstätten mit insgesamt 207.380 Mitarbeitern. Dies ist ein Zuwachs im Vergleich zu 1991 von 27.300 bzw. 15,2%.

Bekannte Berge und Täler

Eine Auswahl der berühmtesten Berge zu treffen, ist in einem bergigen Land wie Südtirol nicht einfach. Der Ortler ist mit 3905m der höchste Berg Südtirols. Der Rosengarten bildet mit seinem Nachbarn, dem Schlern, ein eindrucksvolles Bild. In einem Atemzug sollte man auch die Drei Zinnen erwähnen, die sich im Osten Südtirols befinden. Mehr Berge gibt es im Südtirol Portal Die Haupttäler sind: Etschtal, Eisacktal und Pustertal.

Südtirols Seen

Die Seen Südtirols (Auswahl): Reschensee, Kalterer See, Haidersee, Karersee, Pragser Wildsee, Vernagtsee, Montiggler Seen, Mühlwalder See

Siehe auch


- Südtirol-Portal
- Südtirol-Projekt in Wikipedia
- [http://meta.wikimedia.org/wiki/Requests_for_new_languages#Bavarian_.28Austro-Bavarian_and_S.C3.BCdtirolerisch.29_.2830_support_.5Bthereof_4_anon._votes.5D.3B_11_oppose_.5Bthereof_4_anon._votes.5D.29 Antrag zur Eröffnung einer "bairischen" Wikipedia (Bayern, Österreich, Südtirol)] Kategorie:Region

Weblinks


- [http://www.provinz.bz.it/ Südtiroler Bürgernetz]
- [http://directory.google.com/Top/World/Deutsch/Regional/Europa/Italien/Trentino-S%C3%BCdtirol/Reise_und_Tourismus/?il=1 Südtirol Tourismus Verzeichnis]
- [http://oschpele.ritten.org/ Südtiroler Dialekt]
- [http://www.geschichte-tirol.com/ www.geschichte-tirol.com]
- [http://zis.uibk.ac.at/stirol_doku/ Dokumentation zur Geschichte Südtirols]
- [http://www.dolnet.it Internet-Verzeichnis Südtirols] Bozen-Südtirol ! als:Südtirol ja:ボルツァーノ自治県


20. Februar

Der 20. Februar ist der 51. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1437 - James I., König von Schottland wird von Meuchelmördern unter der Führung von Walter, Earl of Atholl ermordet.
- 1472 - Orkney und die Shetlandinseln werden von der schottischen Krone annektiert.
- 1547 - Eduard VI. von England wird in der Westminster Abbey zum König gekrönt.
- 1857 - Die Reederei Norddeutscher Lloyd wird in Bremen gegründet
- 1929 - Amerikanisch-Samoa wird eine Territorium der USA.
- 1943 - In Mexiko entsteht der Vulkan Paricutin.
- 1952 - Der Bundestagsabgeordnete „Dr. Franz Richter“ (SRP) wird unter dem Vorwurf, in Wahrheit der ehemalige NSDAP-Gauhauptstellenleiter von Sachsen Fritz Rößler zu sein, im Bundeshaus verhaftet.
- 1962 - John Glenn umkreist als erster US-Amerikaner die Erde im All.
- 1974 - Der Deutsche Bundestag ratifiziert den Atomwaffensperrvertrag.
- 1979 - Die Cassis-de-Dijon-Entscheidung wird vom Europäischen Gerichtshof verkündet.
- 1980 - Erste Wahl in Simbabwe nach der neuen Verfassung.
- 2000 - Parlamentswahlen in Kirgisistan.
- 2001 - Erste Kommunalwahlen im Jemen.
- 2004 - Nach dem Ausschluss von tausenden liberalen Kandidaten sinkt die Wahlbeteiligung bei den iranischen Parlamentswahlen nach offiziellen Angaben auf 50,57 %.
- 2005 - UN-Flüchtlingshochkommissar Ruud Lubbers tritt von seinem Amt zurück, nachdem eine interner Untersuchungsbericht wegen sexueller Belästigung veröffentlicht wurde. (Wikinews-Artikel)

Katastrophen


- 1799 - der Blackbrook-Staudamm bei Blackbrook und Shepshed in Leicestershire, Großbritannien bricht.
- 1946 - Bergkamen, Deutschland. Grubenunglück in der Zeche Grimberg 3/4. 405 Tote.
- 2002 - Zugunglück Nähe Kairo, Ägypten. Über 370 Tote.

Kultur


- 1724 - Giulio Cesare, eine italienische Oper von Georg Friedrich Händel wird in London uraufgeführt.
- 1816 - Im Teatro Argentina in Rom wird der Barbier von Sevilla von Gioacchino Rossini uraufgeführt und fällt - aufgrund eifersüchtiger Störungen von Giovanni Paisiello - durch, erst die zweite Vorstellung wird als glänzender Erfolg gefeiert.
- 1837 - Uraufführung der komischen Oper Die beiden Schützen von Albert Lortzing am Stadttheater in Leipzig.
- 1852 - Uraufführung der komischen Oper Waldblume von Johann Friedrich Kittl
- 1872 - Das Metropolitan Museum of Art wird in New York City eröffnet.
- 1886 - Uraufführung der Oper Urvasi von Wilhelm Kienzl in Dresden.
- 1907 - Uraufführung der Oper Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesh und der Jungfrau Fewronija (Orig.: Skasani je o newidimom grade Kiteshe i dewe Febronii) von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow an der Hofoper in Sankt Petersburg.
- 1909 - Filippo Tommaso Marinetti publiziert in der Pariser Zeitung Le Figaro sein futuristisches Manifest und gründet damit den Futurismus.
- 1943 - Uraufführung der Oper Die Kluge von Carl Orff in Frankfurt am Main.
- 1963 - In der Berliner Freien Volksbühne findet unter der Regie von Erwin Piscator die Uraufführung des Schauspiels "Der Stellvertreter" von Rolf Hochhuth statt.
- 1995 - Der französische Filmregisseur Bertrand Tavernier gewinnt bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären.
- 2000 - Der US-amerikanische Filmregisseur Paul Thomas Anderson gewinnt bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1976 - Muhammad Ali gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Jean-Pierre Coopman im Roberto Clemente Coliseum, Hato Rey, Puerto Rico, durch KO.
- 1999 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Ismael Youla in Hamburg, Deutschland, durch technischen KO.

Geboren


- 1523 - Jan Blahoslav, tschechischer Humanist, Grammatiker und Komponist
- 1751 - Johann Heinrich Voß, deutscher Dichter und Übersetzer (Homers "Ilias" und "Odyssee")
- 1759 - Johann Christian Reil, Arzt (Stadtphysikus) und Professor in Halle und Berlin
- 1761 - Ludwig Abeille, deutscher Komponist
- 1770 - Ferdinando Carulli, italienischer Komponist und Gitarrist
- 1791 - Carl Czerny, österreichischer Komponist
- 1802 - Charles Auguste de Bériot, belgischer Geiger, Musikpädagoge und Komponist
- 1804 - Johann Anton Friedrich Baudri, Weihbischof und Generalvikar in Köln
- 1812 - Ludwig Steub, deutscher Schriftsteller
- 1820 - Henri Vieuxtemps, französischer Geiger und Komponist
- 1834 - Ramakrishna, hinduistischer Reformer und Philosoph
- 1844 - Joshua Slocum, Seemann und Reiseschriftsteller
- 1844 - Ludwig Boltzmann, österreichischer Physiker
- 1875 - Marie Marvingt, französische Pilotin mit abgelegter Flugprüfung
- 1877 - Georgi Jakowlewitsch Sedow, russischer Marineoffizier und Polarforscher
- 1882 - Nicolai Hartmann, deutscher Philosoph
- 1883 - Lucie Höflich, deutsche Schauspielerin
- 1886 - Béla Kun, ungarischer Politiker
- 1887 - Carl Ebert, deutscher Opernregisseur und Intendant
- 1888 - Georges Bernanos, französischer Schriftsteller
- 1890 - Ferdinand Herbst, deutscher evangelischer Theologe
- 1894 - Jarosław Iwaszkiewicz, polnischer Schriftsteller
- 1898 - Enzo Ferrari, italienischer Automobilkonstrukteur
- 1898 - Jimmy Yancey, US-amerikanischer Musiker
- 1899 - Emmy Meyer-Laule, deutsche Politikerin
- 1901 - Ali Mohammed Negib, ägyptischer Politiker, Regierungschef, Staatschef
- 1901 - Louis Israel Khan, US-amerikanischer Architekt
- 1902 - Ansel Adams, US-amerikanischer Fotograf
- 1902 - Bertus Freese, niederländischer Fußballnationalspieler
- 1903 - Ella Maillart, war Schweizer Sportlerin und Reiseschriftstellerin
- 1907 - Erich Klabunde, deutscher Politiker und MdB
- 1909 - Lorenzo Alvary, ehemaliger US-amerikanischer Opernsänger
- 1909 - Heinz Erhardt, deutscher Komiker, Musiker, Entertainer, Schauspieler und Dichter
- 1911 - Hans Scholz, deutscher Schriftsteller, Journalist und Maler
- 1912 - Pierre Boulle, französischer Schriftsteller
- 1913 - Rolf Italiaander, deutsch-niederländischer Autor
- 1915 - Hans Christian Blech, deutscher Schauspieler
- 1919 - Jesco von Puttkamer, deutscher Publizist und Diplomat
- 1920 - Jewgeni Fjodorowitsch Dragunow, sowjetischer Waffenkonstrukteur
- 1920 - Robert Richards, US-amerikanischer Leichtathlet und Theologe
- 1923 - Constantin v. Wangenheim, deutscher Verschwörungstheoretiker
- 1924 - Sidney Poitier, US-amerikanischer Schauspieler
- 1925 - Heinz Kluncker, deutscher Gewerkschafter
- 1925 - Robert Altman, US-amerikanischer Regisseur, Autorenfilmer und TV-Produzent
- 1926 - Hans Timmermann, deutscher Schauspieler, Regisseur und Übersetzer
- 1927 - Carl Damm, deutscher Politiker und MdB
- 1927 - Hubert de Givenchy, französischer Modeschöpfer
- 1928 - Friedrich Wetter, Kardinal und Erzbischof der Diözese München-Freising
- 1929 - Uriella, umstrittene geistige Führerin des Ordens Fiat Lux
- 1931 - John Willard Milnor, US-amerikanischer Professor für Mathematik
- 1935 - Gottfried Tröger, deutscher Politiker und MdB
- 1936 - Larry Hovis, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1937 - Robert Huber, deutscher Chemiker (Chemienobelpreis 1988)
- 1940 - Barbara Ellis, US-amerikanische Sängerin
- 1940 - Christoph Eschenbach, deutscher Pianist und Dirigent
- 1940 - Nancy Wilson, US-amerikanische Musikerin
- 1941 - Buffy Sainte-Marie, kanadische Sängerin und Songschreiberin
- 1942 - Mitch McConnell, US-amerikanischer Senator
- 1944 - Christian Pfeiffer, deutscher Kriminologie, Justizminister Niedersachsens
- 1944 - Louis Saloff, US-amerikanischer Musiker
- 1945 - Alan Hull, britischer Musiker
- 1945 - Johannes Biebl, deutscher Rockmusiker
- 1946 - Jerome Geils, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Henry Hübchen, deutscher Schauspieler
- 1949 - Stefan Waggershausen, deutscher Musiker
- 1949 - Ivana Trump, tschechisches Model
- 1950 - Walter Becker (Musiker), US-amerikanischer Musiker (Steely Dan)
- 1951 - Randy California, US-amerikanischer Rock-Gitarrist
- 1951 - Günter Jankowiak, deutscher Schauspieler und Dramatiker für das Kinder- & Jugendtheater
- 1952 - Abdalá Bucaram Ortiz, Rechtsanwalt, Politiker und Staatspräsident von Ecuador
- 1953 - Riccardo Chailly, italienischer Dirigent
- 1954 - Patty Hearst, Enkeltochter des US-amerikanischen Medienmoguls William Randolph Hearst
- 1955 - Bärbel Grygier, deutsche Politikerin und MdB
- 1960 - Mark Reilly, britischer Sänger und Songschreiber
- 1963 - Charles Barkley, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1966 - Cindy Crawford, US-amerikanisches Supermodell und Schauspielerin
- 1966 - Dennis Mitchell, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1967 - Kurt Cobain, US-amerikanischer Musiker (Nirvana)
- 1967 - Lili Taylor, US-amerikanische Schauspielerin
- 1975 - Brian Littrell, US-amerikanischer Musiker (Backstreet Boys)
- 1976 - Marek Nikl, tschechischer Fußballspieler
- 1978 - Julia Jentsch, deutsche Schauspielerin
- 1978 - Lauren Ambrose, US-amerikanische Schauspielerin
- 1980 - Anne Poleska, deutsche Schwimmerin
- 1981 - Elisabeth Görgl, österreichische Skirennläuferin
- 1985 - Yulia Olegovna Volkova, Mitglied der Gruppe t.A.T.u.

Gestorben

Yulia Olegovna Volkova
- 738Eucherius von Orléans, Bischof von Orléans
- 1054Jaroslaw I. von Kiew, „der Weise“
- 1194Tankred von Lecce, war von 1190–1194 König von Sizilien
- 1431Martin V., Papst von 1417–1431
- 1437Jakob I. (Schottland), König von Schottland (1406–1437)
- 1513Johann I. (Dänemark), König von Dänemark (1481–1513)
- 1575Maria von Jever, letzte Regentin der Herrschaft Jever
- 1612Johannes Gottsleben, Magister, Professor und evangelischer Theologe
- 1626John Dowland, englischer Komponist der Renaissance
- 1695Johann Ambrosius Bach, deutscher Musiker
- 1732Balthasar Permoser, deutscher Bildhauer
- 1762Johann Tobias Mayer, deutscher Kartograf, Geograf, Mathematiker, Physiker und Astronom
- 1790Joseph II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1765–1790)
- 1799Jean Charles Borda, französischer Mathematiker und Seemann
- 1810Andreas Hofer, Tiroler Freiheitskämpfer
- 1816Johann Erich Biester, deutscher Philosoph
- 1816Maria I. (Portugal), Königin von Portugal und Königin von Brasilien
- 1824Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien, preußischer General
- 1841Friedrich Wilhelm Adam Sertürner, deutscher Apotheker und Entdecker des Morphiums
- 1850Hermann Biow, bekannter deutscher Fotograf
- 1855Joseph Hume, britischer Politiker
- 1861Eugène Scribe, französischer Dramatiker
- 1871Paul Kane, Maler
- 1883Bertrando Spavénta, italienischer Philosoph
- 1893Pierre Gustave Toutant Beauregard, General der Konföderierten Staaten von Amerika
- 1907Henri Moissan, französischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 1913Robert von Lieben, österreichischer Physiker
- 1916Klas Pontus Arnoldson, schwedischer Journalist, Politiker und Friedensnobelpreisträger
- 1919Habibullah Khan, von 1901 bis 1919 Emir von Afghanistan
- 1920Jacinta Marto, Selige, Zeugin einer Marienerscheinung
- 1920Robert Edwin Peary, US-amerikanischer Ingenieur und Polarforscher
- 1922Jordan Mai, Franziskaner
- 1922Reinhard Mannesmann, deutscher Industrieller
- 1925 - Marco Enrico Bossi, italienischer Organist und Komponist
- 1928Antonio Abetti, italienischer Astronom
- 1929Carl Sonnenschein, deutscher Theologe
- 1941Arthur Erich Haas, österreichischer Physiker
- 1942Juliusz Bursche, Landesbischof von Polen
- 1946André Jolles, niederländischer Literaturwissenschaftler
- 1948Bertha Diener, österreichische Schriftstellerin und Reisejournalistin
- 1951 - Howard Brockway US-amerikanischer Komponist
- 1951Karl Rüdiger, deutscher Politiker
- 1952Willy Knothe, deutscher Politiker und MdB
- 1955Eugen Schmalenbach, deutscher Professor der Betriebswirtschaft
- 1956Heinrich Barkhausen, deutscher Physiker
- 1959Otto Bartning, deutscher Architekt
- 1960Philipp Wehr, deutscher Politiker
- 1963 - Jakow Andrejewitsch Eschpai, russischer Komponist
- 1963Ferenc Fricsay, ungarischer Dirigent
- 1966Arnold Hörburger, niederländischer Fußballspieler
- 1966Chester William Nimitz, Flottenadmiral der US-Marine
- 1966Paul Zielinski, deutscher Fußballspieler
- 1969Ernest Ansermet, Schweizer Dirigent
- 1970Friedhelm Dohmann, deutscher Politiker und MdB
- 1972Maria Goeppert-Mayer, deutsch-US-amerikanische Physikerin, Nobelpreisträgerin
- 1973Brigitte Reimann, Schriftstellerin der DDR
- 1975Kurt Batt, deutscher Literaturwissenschaftler, Kritiker und Lektor
- 1976Hans Luckey, baptistischer Theologe und Pastor sowie freikirchlicher Historiker
- 1976René Cassin, Jurist und Friedensnobelpreisträger
- 1980Joseph Bankes Rhine, US-amerikanischer Psychologe
- 1982Gershom Scholem, israelischer Religionshistoriker deutscher Abstammung
- 1984Fikret Amirow, aserbaidschanischer Komponist
- 1987E. P. Jacobs, belgischer Zeichner von Comics
- 1987Joseph Parecattil, Erzbischof von Ernakulam und Kardinal
- 1989Erika Köth, deutsche Opernsängerin und Gesangslehrerin
- 1993Ferruccio Lamborghini, Autobauer und Vater der Automarke Lamborghini
- 1996 - Gheorghe Dumitrescu, rumänischer Komponist
- 1997Deng Xiaoping, chinesischer Politiker
- 1999Sarah Kane, britische Regisseurin
- 2003Maurice Blanchot, französischer Schriftsteller
- 2003Ulrich Roski, deutscher Liedermacher und Kabarettist
- 2003Willi Hoss, deutscher Politiker
- 2005Dalene Matthee, südafrikanische Schriftstellerin
- 2005Hunter S. Thompson, US-amerikanischer Schriftsteller und Reportagejournalist
- 2005Karl Weschke, deutsch-britischer Maler
- 2005Raymond Mhlaba, südafrikanischer Politiker und Bürgerrechtler
- 2005Sandra Dee, US-amerikanische Schauspielerin
- 2005Vitalij Grossmann, kasachischer Eishockeyspieler
- 2005 - Ibrahim Ferrer, kubanischer Musiker

Feier- und Gedenktage


- Namenstage: Amata, Falko, Leo
- katholischer Gedenktag für Amata, Chlodoald, Corona (Stephana), Eleutherius, Eucherius von Orléans, Falko, Bischof von Tongern, Jacinta Marto, Jordan Mai, Leo von Catania,
- evangelischer Gedenktag für Friedrich Weißler
- orthodoxer Gedenktag für Agatho, Leo von Catania

Siehe auch

:19. Februar - 21. Februar :20. Januar - 20. März :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0220 ja:2月20日 ko:2월 20일 simple:February 20 th:20 กุมภาพันธ์

Mantua

Mantua (italienisch Mantova) ist eine Stadt in der Lombardei in Italien mit etwa 65000 Einwohnern und einer Fläche von 64 km². Sie ist Hauptstadt der Provinz Mantua. Besonderheiten der Stadt sind der romanische Dom, die Renaissance-Kirche S. Andrea und der Palazzo Ducale. Mantua ist einer der größten Umschlagsplätze für Agrarprodukte in der Poebene. Die Stadt gilt als Geburtsort Vergils.

Geschichte:

Mantua wurde von den Etruskern gegründet. Seit 1328 regierte dort die Adelsfamilie der Gonzaga, die von den römisch-deutschen Kaisern 1362 zu Grafen, 1433 zu Markgrafen (Marchesi) und 1530 zu Herzögen von Mantua erhoben wurden. Kaiser Karl V. sicherte den Gonzaga als treuen Verbündeten 1536 auch die Herrschaft über die wichtige Markgrafschaft Monferrato an der oft umkämpften französisch-italienischen Grenze. Zeitweilig stiegen die Gonzaga dadurch zu einer der bedeutendsten Fürstendynastien Italiens auf, einen Höhepunkt der Kunstförderung erreichten sie unter Markgraf Franz II. (+ 1519). Eine Nebenlinie der mantuanischen Gonzaga etablierte sich in der Grafschaft Guastalla, deren Herrscher Ferdinand (Ferrante, + 1557) in kaiserlich-spanischen Diensten zum Vizekönig von Sizilien und Statthalter des Herzogtums Mailand aufstieg. Das Aussterben der mantuanischen Hauptlinie der Gonzaga 1627 löste den zwischen Frankreich und den Habsburgern Habsburger geführten Mantuanischen Erbfolgekrieg um das strategisch wichtige Herzogtum aus, der die ökonomische und kulturelle Blütezeit des Landes schlagartig beendete. 1631 mußte der Habsburger-Kaiser die französischen Erbfolge-Kandidaten, die Herzöge von Gonzaga-Nevers, als Herzöge von Mantua anerkennen. Im Spanischen Erbfolgekrieg ab 1701 wiederum auf französischer Seite gegen Österreich, verlor der letzte Herzog von Gonzaga-Nevers 1708 sein Land Mantua, da ihn der Kaiser absetzte und Mantua seither direkter Teil des Habsburgerreiches wurde. Seit 1745 Teil des habsburgischen Herzogtums Mailand, stand Mantua zwischen 1805 und 1814 unter französischer Herrschaft; Napoleon I. ließ dort 1810 den gefangenen Führer des Tiroler Aufstandes, Andreas Hofer, hinrichten. 1814 wurde Mantua erneut österreichisch und kam erst 1866 zu Italien. Nebenlinien des Hauses Gonzaga regierten länger als in Mantua noch in Guastalla, das 1621 zum Herzogtum erhoben worden war, und in der Grafschaft Novellara. Diese wurde 1737 von Modena annektiert, Guastalla fiel nach dem Aussterben der dortigen Gonzaga-Linie 1746 an Österreich, dann an Parma. Riccarda Gonzaga, die gestürzte Gräfin von Novellara und zeitweilige Regentin von Massa und Carrara (1731-1741), starb 1768.

Kunst und Architektur


- Palazzo Ducale: mächtiger Ziegelbau, der vierhundertfünfzig Wohnräume enthält. Das bedeutendste Kunstwerk in dem Palast sind Mantegnas Fresken in der Camera degli Sposi (1474 vollendet).
- Dom: Fünfschiffige Basilika von Giulio Romano erbaut. Die Fassade stammt aus dem Jahr 1756. Daneben ein romanischer Glockenturm.
- Basilika Sant' Andrea: Der Entwurf ist das letztes Werk des Leon Battista Alberti (1470).
- San Lorenzo: Romanische Rundkirche, die auf einem antiken Rundbau steht. Wahrscheinlich eine Gründung der Markgräfin Mathilde von Tuscien.
- Palazzo del Te: 1525 - 1535 von Giulio Romano erbaut

Persönlichkeiten


- Giovanni Paolo Bellinzani, italienischer Priester, Komponist und Musiker
- Rambold XIII. von Collalto, Diplomat und General
- Carlo Farina, italienischer Violinist, Komponist und Kapellmeister
- Giorgio Ghisi, italienischer Kupferstecher
- Eleonora Gonzaga, jüngste Tochter von Vincenzo I. Gonzaga, Herzog von Mantua
- Eleonora Magdalena Gonzaga von Mantua-Nevers, dritte Ehefrau Kaiser Ferdinands III.

Weblinks


- [http://www.viamichelin.com/viamichelin/deu/dyn/controller/mapPerformPage?expressMap=false&act=&pim=true&strAddress=&strCP=&strLocation=Mantua&strCountry=612&x=24&y=16&productId= Viamichelin-Karte] Kategorie:Ort in der Lombardei ja:マントヴァ

Befreiungskriege

Als Befreiungskriege oder Freiheitskriege werden alle historischen kriegerischen Ereignisse zusammengefasst, die sich 18131815 auf deutschem Boden zwischen den Truppen des napoleonischen Frankreich und deren Gegnern ereigneten. Zeitgenössisch waren beide Begriffe, erst in der Restaurationsphase nach 1815 wurde der Begriff Befreiungskriege durchgesetzt.

Chronologie

Nach dem vernichtenden Niedergang der Grande Armée Napoleons im Russlandfeldzug 1812 wurde durch den kommandierenden General des preußischen Hilfkorps der Grande Armée, Yorck, am 30. Dezember 1812 mit der Konvention von Tauroggen ein Waffenstillstand mit den russischen Truppen geschlossen. Dies war der entscheidende Impuls zum Ausbruch der Freiheitskriege der folgenden Jahre. Neben neugeschaffenen preußischen Einheiten, u.a. Landwehr und Landsturm, waren Freiwillige (Freiwillige Jäger) und Freicorps (u.a. Lützowsches Freikorps), Russland und seit dem Sommer 1813 auch Schweden unter Kronprinz Karl Johann, dem ehemaligen französischen Marschall Bernadotte, und Österreich unter Feldmarschall Schwarzenberg zunächst an den Kämpfen beteiligt. Großbritannien beteiligte sich durch den Einsatz seiner Flotte in Übersee, durch Wellingtons Armee in Spanien und durch Subsidien und weiteren Hilfslieferungen an diesem Krieg. Ein Höhepunkt der Befreiungskriege war die Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813, die mit einer empfindlichen Niederlage Napoleons endete. Der mit Frankreich verbündete Rheinbund, ein Zusammenschluss deutscher Kleinfürsten, löste sich nach diesem Ereignis vollständig auf und damit war die Macht Napoleons rechts des Rheins gebrochen. Erst der Winterfeldzug 1814 endete mit der Abdankung Napoleons und dem Pariser Frieden. Ein kurzes Nachspiel der Freiheitskriege ("Herrschaft der Hundert Tage") erfolgte im Jahr 1815. Nach der kurzzeitigen Rückkehr Napoleons und einem letzten Sieg in der Schlacht bei Ligny wurde seine Herrschaft durch die Niederlage gegen die Briten unter Wellington und die mit diesen verbündeteten Preußen unter Gebhard Leberecht von Blücher in der Schlacht von Belle Alliance (Waterloo) endgültig beendet.

Literatur


- Kleßmann, Eckart (Hrsg.): Die Befreiungskriege in Augenzeugenberichten. München 1973. Kategorie:Krieg ! Kategorie:1810er

1809

Ereignisse


- 13. April: Die Franzosen kapitulieren vor Andreas Hofer am Bergisel (Tirol)
- 5.6. Juli: Schlacht bei Wagram
- 21.22. Mai: Schlacht bei Aspern
- 16. August: Auf Initiative Wilhelm von Humboldts wird die Berliner Humboldt-Universität gegründet
- 14. Oktober: Friede von Schönbrunn
- Finnland. Der russische Zar Alexander I. erobert ganz Finnland
- Sprengung der Burg Theben durch Napoleonische Truppen

Kultur


- 30. November: Uraufführung der Oper Pimmalione von Luigi Cherubini in Paris

Geboren


- 4. Januar: Louis Braille, Erfinder der Blindenschrift (Brailleschrift) († 1852)
- 13. Januar: Friedrich Ferdinand von Beust, österreichischer Politiker († 1886)
- 15. Januar: Pierre Joseph Proudhon, französischer Ökonom, Soziologe und Anarchist († 1865)
- 19. Januar: Edgar Allan Poe, US-amerikanischer Schriftsteller († 1849)
- 3. Februar: Felix Mendelssohn Bartholdy, deutscher Komponist († 1847)
- 7. Februar: Frederik Paludan-Müller, dänischer Schriftsteller († 1876)
- 11. Februar: Karl Bodmer, Schweizer Maler († 1893)
- 12. Februar: Abraham Lincoln, 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika († 1865)
- 12. Februar: Charles Darwin, britischer Naturforscher († 1882)
- 7. März: Wladimir Iwanowitsch Istomin, russischer Marineoffizier († 1855)
- 9. März: Eliza Wille, Romanschriftstellerin
- 12. März: Gustav Werner, evangelischer Pfarrer und Gründer der gleichnamigen Stiftung († 1887)
- 15. März: Joseph Jenkins Roberts, Präsident von Liberia († 1876)
- 19. März: Fredrik Pacius, deutscher Komponist
- 19. MärzMoritz Ludwig Seyffert, Philologe und Pädagoge († 1831)
- 20. März: Georg Varrentrapp, deutscher Mediziner († 1886)
- 21. März: Carl Gustav Friedrich Hasselbach, Oberbürgermeister von Magdeburg († 1882)
- 21. März: Jules Favre, französischer Politiker († 1880)
- 24. März: Joseph Liouville, französischer Mathematiker († 1882)
- 27. März: Georges-Eugène Baron Haussmann, französischer Stadtplaner († 1891)
- 1. April: Nikolai Wassiljewitsch Gogol, russischer Schriftsteller († 1852)
- 5. April: Karl Felix Halm, deutscher Altphilologe und Bibliothekar († 1882)
- 6. April: Friedrich Johannes Jacob Cölestin von Schwarzenberg, Erzbischof von Prag († 1885)
- 7. April: James Glaisher, englischer Meteorologe und Aeronaut († 1903)
- 19. April: August Emil Braun, deutscher Archäologe († 1856)
- 10. Mai: Peter Tunner, steirischer Bergbaupionier († 1897)
- 18. Mai: William Wilson, britischer Maschineningenieur († 1862)
- 23. Mai: Friedrich Christian Benedikt Avé-Lallemant, Kriminalist, Schriftsteller und Sprachforscher
- 13. Juni: Heinrich Hoffmann, deutscher Arzt und Schriftsteller († 1894)
- 27. Juni: François-Certain Canrobert, französischer General, Marschall von Frankreich († 1895)
- 22. Juli: Heinrich Proch, österreichischer Komponist († 1878)
- 29. Juli: Etienne Vacherot, französischer Gelehrter und Philosoph († 1897)
- 8. August: Alfred Tennyson, britischer Dichter († 1892)
- 12. August: William Huntington Russell, Mitbegründer der Yale-Geheimgesellschaft Skull and Bones († 1885)
- 19. August: Heinrich Abeken, deutscher Theologe und preußischer Beamter († 1872)
- 27. August: Hannibal Hamlin, US-Vizepräsident († 1891)
- 31. August: Oswald Heer, Schweizer Paläontologe, Botaniker und Entomologe († 1883)
- 4. September: Juliusz Slowacki, Polnischer Dichter († 1849)
- 5. September: Wilhelm von Breithaupt, deutscher Offizier († 1889)
- 9. September: Bruno Bauer, deutscher Philosoph, Bibelkritiker und Schriftsteller († 1882)
- 9. September: Jakob Fürchtegott Dielmann, Maler († 1885)
- 9. September: Johann Daniel Eschenburg, Senator der Freien und Hansestadt Lübeck († 1884)
- 12. September: Julius von Bose, preußischer General der Infanterie († 1894)
- 4. Oktober: Albrecht von Preußen, preußischer Prinz und General († 1872)
- 16. Oktober: Hermann Heinrich Meier, Geschäftsmann und Politiker († 1898)
- 23. Oktober: August Howaldt, Ingenieur, Konstrukteur, Erfinder, Unternehmer († 1883)
- 2. November: Georg Beseler, deutscher Jurist und Politiker († 1888)
- 10. November: Moriz Adolph Briegleb, deutscher Politiker († 1872)
- 22. November: Benedict Augustin Morel, französischer Psychiater († 1873)
- 29. November: Gabriel Ferry, Schriftsteller († 1852)
- 6. Dezember: Edmond Leboeuf, französischer General, Marschall von Frankreich († 1888)
- 24. Dezember: Kit Carson, US-amerikanischer Pionier († 1868)
- 29. Dezember: Albert Pike, Rechtsanwalt, General, Autor und Freimaurer († 1891)
- 29. Dezember: William Ewart Gladstone, britischer Politiker († 1898)

Gestorben


- 6. Februar: Francesco Azopardi, maltesischer Komponist (
- 1748)
- 14. Februar: Heinrich Franz, Graf von Rottenhan, gehört zu den Feudalen (
- 1738)
- 7. März: Johann Georg Albrechtsberger, österreichischer Musiktheoretiker und Komponist (
- 1736)
- 7. März: Jean-Pierre Blanchard, französischer Ballonfahrer (
- 1753)
- 16. April: Wassili Jakowlewitsch Tschitschagow, russischer Admiral und Polarforscher (
- 1726)
- 17. April: Johann Christian Kittel, deutscher Komponist und Organist (
- 1732)
- 31. Mai: Joseph Haydn, österreichischer Komponist (
- 1732)
- 31. Mai: Jean Lannes, französischer General und Marschall von Frankreich (
- 1769)
- 31. Mai: Ferdinand von Schill, preußischer Offizier, führte das Freikorps Schillsche Jäger (
- 1776)
- 4. Juni: Nicolai Abraham Abildgaard, dänischer Maler, Bildhauer und Architekt der Neoklassik (
- 1743)
- 8. Juni: Thomas Paine, US-amerikanischer Publizist (
- 1737)
- 13. August: Marc Antoine Berdolet, 1. Bischof von Aachen (
- 1740)
- 7. September: Rama I., König von Siam (
- 1736)
- 7. September: Caroline Böhmer-Schlegel-Schelling, Inspiratorin verschiedener Dichter der Romantik (
- 1763)
- 14. September: Johannes Karasek, Räuberhauptmann (
- 1764)
- 18. September: Gottfried Christoph Beireis, deutscher Arzt und Chemiker (
- 1730)
- 20. September: Simon Kramer, Kärntener Räuber; gilt als 'Robin Hood von Kärnten' (
- 1785)
- 24. September: August Ludwig Hülsen, deutscher Philosoph der Frühromantik (
- 1765)
- 11. Oktober: Meriwether Lewis, US-amerikanischer Soldat und Entdecker (
- 1774)
- 17. Oktober: Friedrich Stapß, deutscher Attentäter (
- 1792)
- 9. November: Paul Sandby, britischer Maler (
- 1725)
- Franz Ignaz Beck, deutscher Komponist (
- 1734) ko:1809년 simple:1809

Tirol

Tirol ist eine Region in Mitteleuropa, die sich über Staatsgrenzen hinweg im Westen Österreichs und im Norden Italiens ausdehnt. Ursprünglich unter einer Herrschaft, wurde sie nach dem Untergang von Österreich-Ungarn nach dem 1. Weltkrieg durch den Friedensvertrag von St. Germain auf zwei Staaten aufgeteilt: # Nordtirol und Osttirol im Land Tirol (heute: Bundesland Tirol) zur neuen Republik Deutschösterreich bzw. Republik Österreich; # Provinz Bozen - Südtirol zusammen mit Trentino, das seit 1803 ebenfalls zu Tirol gehörte, zur Republik Italien (heute: autonome Region Trentino-Südtirol); Landschaftlich ist Tirol durch die Alpen geprägt. Tirols höchste Berge sind der Ortler und die Königsspitze in Südtirol; der Großglockner in Osttirol und die Wildspitze in den Ötztaler Alpen in Nordtirol gelegen. Der Haupterwerbszweig ist der Tourismus. Siehe auch: Tiroler Landeshymne

Geschichte

Tirol ist seit Jahrtausenden besiedelt, wie unter anderem der Fund des "Ötzi" beweist. Die ersten nachweisbaren Stämme waren die Illyrer, die um etwa 800 v. Chr. in Tirol siedelten. Die damalige Kultur wird von Historikern als Fritzens-St. Zeno-Kultur bezeichnet. Sie verfügten über Weinfässer, die später von den Römern übernommen wurden und über ein eigenes Alphabet.

Römerzeit

Im Jahr 15 v. Chr. wurde das Gebiet von den Römischen Feldherren Drusus und Tiberius erobert und auf die römischen Provinzen Rätien und Noricum aufgeteilt. Meran, Bozen und der äußerste Süden des Landes gehörten zur Provinz Venetia et Histria. In dieser Zeit übernahmen die in Tirol lebenden illyrischen Stämme das Vulgärlatein und verbanden es mit ihrer eigenen Sprache. Daraus wurde dann das noch heute gesprochene Rätoromanisch. In der Spätantike (ab 476 n. Chr.) gehörte Tirol zum italienischen Reich der Ostgoten. Nach dessen Zusammenbruch (550/553) erfolgte von Norden her die Einwanderung der Baiern.

Mittelalter

Seither gehörte der weitaus größte Teil Tirols zum Herzogtum Bayern. Die neue bayerisch-italienische Grenze lag unmittelbar südwestlich von Bozen. Eppan, Kaltern und Salurn blieben italienisch, das Fassatal wurde bayrisch. Die Christianisierung erfolgte durch die Bischöfe von Brixen und Trient. Der Grenzverlauf blieb auch während der Karolingerzeit und der Ottonenzeit unverändert. 1027 trennte Kaiser Konrad II. zwecks Sicherung der Brennerroute das südlich angrenzende Bistum Trient von Italien ab und schlug es dem deutschen Reichsteil zu. In der Folge fiel auch das Etschtal zwischen Meran bzw. Bozen im Norden und Deutschmetz (Mezzocorona) im Süden an Bayern. Im 12. Jahrhundert entstand im südlichen Teil des Herzogtums die Grafschaft Tirol, ausgehend von Schloss Tirol bei Meran. Die Grafen von Tirol waren zunächst Vögte der Bischöfe von Brixen und Trient, erweiterten aber ihr Land bald auf Kosten der Bischöfe und konkurrierender Adelsfamilien, wie der Eppaner und machten sich von ihnen wie auch vom bayrischen Herzog unabhängig (Absetzung Heinrich des Löwen 1180). 1228 traten sie die Saalforste an die Wittelsbacher ab; diese Gebiete gehören noch heute dem Freistaat Bayern. 1253 wurden sie von den Grafen von Görz (Meinhardiner) beerbt, nach dem Aussterben ihrer männlichen Linie kam das Land abwechselnd an die Luxemburger und an die Wittelsbacher. 1363 vermachte die Tochter des letzten Meinhardiners, Margarethe von Tirol (Margarethe Maultasch) ihr Land an den Habsburger Rudolf IV.. Zum Zeitpunkt des Übergangs an die Habsburger war die Grafschaft Tirol ein geschlossenes Territorium mit etwa der heutigen Größe. Das Unterinntal unterhalb von Schwaz gehörte allerdings weiterhin zu Bayern, das Zillertal zu Salzburg. Brixen und das Pustertal waren bischöfliche Territorien bzw. Teil der Grafschaft Görz. Dafür war das Montafon tirolisch. Unter den Habsburgern hatte das Gebiet große strategische Bedeutung, da es nicht nur an vielen wichtigen Alpenpässen Anteil hatte, sondern auch eine Landbrücke in ihre alemannischen Besitzungen darstellte. 1406, im Zuge der habsburgischen Erbteilungen wurde es wieder zu einer eigenen Herrschaft, in der die Landstände, zu denen in Tirol auch die Großbauern gehörten, bedeutende Mitspracherechte hatten. Friedrich IV. verlegte seine Residenz nach Innsbruck, das von da an Meran überflügelte.

Neuzeit

1500, mit dem Stammland der Görzer, fielen auch Lienz und das Pustertal an Habsburg und wurden mit Tirol vereinigt (strategische Landbrücke von Wien nach Mailand). Nachdem mit dem Verzicht Herzog Siegmunds 1490 das Land wieder an die Hauptlinie zurückgefallen war, wurde Innsbruck sogar Residenz Kaiser Maximilians I.. Mit dem Gewinn der Herrschaften Kufstein, Kitzbühel und Rattenberg von Bayern wurde das Gebiet abgerundet. Die Reformation ging über Tirol sehr oberflächlich hinweg, nur die Bergleute neigten den Lehren der Täufer zu. 1564 wurde Tirol mit Vorderösterreich an Ferdinand, dem jüngsten Sohn Ferdinands I. übergeben, der aber aufgrund seiner morganatischen Ehe mit Philippine Welser keine erbberechtigten Nachkommen hatte. Nach seinem Tod herrschten mehrere Statthalter aus habsburgischem Hause, von denen einer, Leopold V. von Habsburg sich erneut zum Landesherren aufschwingen konnte. Diese Nebenlinie starb aber mit seinem jüngeren Sohn Sigismund Franz schon wieder aus. 1796/1797 griffen die Franzosen Tirol zum erstenmal an und besetzten einige Ortschaften. Die Tiroler Landesverteidigung konnte sie wieder vertreiben. Sigismund Franz Mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurden die Bistümer Brixen und Trient, die ohnehin unter Tiroler Oberhoheit gestanden hatten, offiziell dem Land angegliedert. 1805, nach der Niederlage gegen Napoleon musste das Land an Bayern wieder abgetreten werden. Die Abtretung wure im Frieden von Preßburg (26. Dezember 1805) festgelegt.

Tiroler Volksaufstand

1809 entlud sich der Widerstand gegen die bayerische Politik unter dem Grafen Maximilian von Montgelas im Tiroler Volksaufstand, der von Andreas Hofer, Josef Speckbacher und Pater Joachim Haspinger angeführt wurde. Der Volksaufstand wurde auch vom konservativen Klerus unterstützt, aber vor allem vom österreichischen Hof in Wien zuerst aufgestachelt, dann aber im Stich gelassen. Die entscheidende Niederlage erlitten die österreichischen und Tiroler Truppen bei Wörgl am 13. Mai. In Folge kamen Teile des Landes vorübergehend an Italien und an die Illyrischen Provinzen Frankreichs; 1814 wurde das Land aber wiedervereinigt und kam zurück zurück an den Vielvölkerstaat Österreich. Das seit alters Salzburger Zillertal fiel mit Salzburg 1805 an Österreich und 1810 an Bayern. (Wohl) 1814 kam es (innerhalb Österreichs) an Tirol. Es gab jedoch auch kleinere Erfolge der Tiroler, wie zB. im "Giggler Tobl" wo die Frauen und Kinder des Paznauns mit Steinlawienen und anderen primitiven Waffen die Bayern aus ihrem Tal hielten.

Teilung in Nord- und Südtirol

1919, im Friedensvertrag von St. Germain kam das Gebiet südlich des Brenners an Italien. Italien hatte ungeachtet der viel weiter südlich verlaufenden deutsch-italienischen Sprachgrenze die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer als seine Nordgrenze beansprucht und den Alliierten vorgegaukelt, die Sprachgrenze verlaufe am Alpenhauptkamm (siehe Londoner Geheimverträge). Seither ist das Land Tirol geteilt; auch weitere Versuche nach dem Zweiten Weltkrieg, zumindest den deutschsprachigen Gebietsteil an das neu entstandene Österreich anzugliedern, scheiterten; im Gegenzug konnte 1948 und 1972 (1. und 2. Autonomiestatut) eine – seither noch bedeutend ausgebaute –